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Die
Erfindung bezieht sich auf Melkstände und insbesondere auf Melkgeschirr
und ferner, insbesondere auf ein System zur Arbeitserleichterung
für den
Bediener beim Ansetzen der Zitzenbecher.
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Die
Erfindung entstand während
kontinuierlicher Bemühungen
zur Weiterentwicklung bezüglich eines
Melkkarussells, obgleich die Erfindung eine Anwendung auch auf Parallel-,
Fischgrät-
und andere Arten von Melkständen
ermöglicht,
insbesondere wenn sich die Melkeinheiten in einer Reihe aneinander
anschließen.
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Eine
Vorrichtung zum Absenken des Melkgeschirrs ist im Stand der Technik
in verschiedenen Arten von Melkständen bekannt. Die
US 5,809,931 A offenbart
eine Lösung
zum Heben und Absenken des Melkgeschirrs für einen Melkstand. Nach der
Beendigung des Melkens einer Kuh wird das Melkgeschirr in eine Anfangsposition
angehoben, aus der das Melkgeschirr zum Melken wieder abgesenkt
wird. Ein weiterer Melkstand einschließlich einer Vorrichtung zum Absenken
des Melkgeschirrs ist in der
DE 43 39 131 A1 offenbart. Hier wird das
Melkgeschirr in eine Position unterhalb der Kuhplattform zum Zweck
des Abspülens
abgesenkt. Nach dem Abspülen
wird das Melkgeschirr wieder in die Anfangsposition angehoben.
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Gemäß einer
weiteren aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtung zum Absenken
des Melkgeschirrs nach dem Abnehmen der Zitzenbecher von den Zitzen
der Kuh wird das Melkgeschirr in eine Position unterhalb der Kuhplattform
abgesenkt, um das Melkgeschirr abzuspülen, um das Melkgeschirr sauber
zu halten und vor Kuhklauen zu schützen, wenn die Kuh den Melkstand
verläßt und die nächste Kuh
den Melkstand betritt, und um einen einfachen Zugang zu dem Kuheuter
während
der Vorbereitung zu ermöglichen.
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Bei
einem Melkkarussell betritt die Kuh eine drehbare Plattform über eine
stationäre
Brücke.
Die Plattform dreht sich in Richtung eines Bedienerbereichs, wo
die Vorbereitung der Kuh und das Ansetzen des Melkgeschirrs vorgenommen
wird. Wenn die Kuh zum Ausgang zurückkehrt, tritt sie rückwärts von der
Platt form herunter auf den Ausgang der stationären Brücke. Vor einem solchen Ausgang
und nach dem Abnehmen der Zitzenbecher wird das Melkgeschirr mittels
eines Seils in eine untere Position abgesenkt, so daß das Melkgeschirr
die Brücke
unterhalb; mit dem Seil durch einen Spalt zwischen der Plattform
und der Brücke
verlaufend, passiert. Die Geschwindigkeit der Drehung der Plattform
ist so gewählt,
daß hinreichende
Zeit zum Melken und eine hinreichende Zeit zum Abnehmen bereitgestellt
ist, bevor die Kuh zu der Brücke
zurückkehrt.
Nach Beendigung des Melkens der Kuh, das üblicherweise festgestellt wird
durch Messung des Milchflusses, wird das Vakuum an den Zitzenbechern
abgeschaltet, so daß sich
die Zitzenbecher von den Zitzen der Kuh ablösen, während gleichzeitig das Seil
des Melkgeschirrs zurückgezogen
wird, um das Melkgeschirr in eine obere Position anzuheben, und
um zu verhindern, daß das
Melkgeschirr auf die Kuhplattform fällt. Nach einer vorgegebenen
Verzögerung, üblicherweise
von ca. zehn Sekunden, wird das Seil freigegeben, um das Melkgeschirr
in eine untere Position unterhalb der Plattform abzusenken. Die
Geschwindigkeit der Drehung der Plattform wird auch so geregelt, daß das Abnehmen
und die Verzögerung
beendet sind, bevor sich die jeweilige Box zurück zu der Brücke gedreht
hat, so daß das
Melkgeschirr unterhalb der Plattform ist und die Brücke mit
dem Seil durch den Spalt verlaufend passiert. Nach dem Passieren des
Melkgeschirrs unterhalb der Brücke,
erreicht das Melkgeschirr die Melkstation zum Ansetzen durch den
Bediener. Der Bediener bückt
sich nach unten, hebt das Melkgeschirr an und setzt die Zitzenbecher an
die Zitzen der Kuh in der jeweiligen Box an, und der Kreislauf setzt
sich fort.
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Bei
der vorliegenden Erfindung wird das Melkgeschirr in eine obere Position
oberhalb der Plattform nach dem Passieren der Brücke und vor dem Melken angehoben.
Dies reduziert die Ansetzzeit, vermeidet, daß sich der Bediener während der Bemühungen,
das Melkgeschirr zu greifen, nach unten bücken muß und ermöglicht einen leichteren Zugang
zu dem Melkgeschirr. Wenn die Box auf der Plattform zu dem Bediener
an der Melkstation gedreht wurde, oder wenn der Bediener anderweitig
bereit zum Melken der Kuh an der entsprechenden Box, wie in einem
Parallel- oder Fischgrätmelkstand,
ist, wird das Melkgeschirr von seiner oberen Position zum Greifen
durch den Bediener und Ansetzen an die Zitzen feigegeben. Die Betätigung einer
Ansetzsteuerung durch den Bediener an der Melkstation betätigt die
Hebe- und Absenkvorrichtung, bereitgestellt durch einen Abnehmzylinder
an der gegenwärtigen Box,
um das Seil und das Melkgeschirr von der oberen Position freizugeben
und das Ansetzen der Zitzenbecher an die Zitzen der Kuh in der gegenwärtigen Box
zu ermöglichen,
und betätigt
gleichzeitig die Hebe- und Absenkvorrichtung an einer nachfolgenden
Box, um das Seil zurückzuziehen
und das Seil und das Melkgeschirr an der nachfolgenden Box in die
obere Position anzuheben, so daß,
wenn die Plattform die nachfolgende Box zu der Melkstation dreht,
das Melkgeschirr an der nun gedrehten nachfolgenden Box bereits
in der oberen Position und bereit zum Ansetzen ist, ohne daß sich der
Bediener nach unten bücken
und das Melkgeschirr von der unteren Position anheben muß. Der Bediener
an der Melkstation betätigt
die Ansetzsteuerung an der nun gedrehten nachfolgenden Box, um die
Hebe- und Absenkvorrichtung an der nun gedrehten, nachfolgenden
Box zu betätigen,
um das Seil und das Melkgeschirr von der oberen Position freizugeben
und um das Ansetzen der Zitzenbecher an die Zitzen der Kuh in der
nun gedrehten, nachfolgenden Box zu ermöglichen, und betätigt gleichzeitig
die Hebe- und Absenkvorrichtung einer weiter nachfolgenden Box,
um das Seil zurückzuziehen
und um das Seil und das Melkgeschirr an der weiter nachfolgenden
Box in die obere Position anzuheben. Nach Beendigung des Melkens
wird die Abfolge des Absenkens des Melkgeschirrs, wie im Stand der
Technik, wie oben beschrieben, ausgeführt.
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Im
folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung im Detail beschrieben.
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1 zeigt
eine schematische Draufsicht auf ein Melkkarussell,
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2 zeigt
eine Schnittansicht entlang der Linie 2-2 in 2 und zeigt
die Abfolge in Übereinstimmung
mit der Erfindung,
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3 zeigt
eine Schnittansicht entlang der Linie 3-3 in 2,
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4 zeigt
eine Schnittansicht entlang der Linie 4-4 in 2,
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5 zeigt
eine schematische Ansicht eines Ausschnitts der Anordnung aus 2 und
stellt die Bedienung in Übereinstimmung
mit der Erfindung dar.
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1 zeigt
ein Melkkarussell 10 einschließlich einer drehbaren Plattform 12,
die sich entgegen dem Uhrzeigersinn, wie bei Pfeil 14 gezeigt,
um eine mittige Narbe 16 dreht. Die Plattform nimmt Kühe über eine
stationäre
Brücke 18 auf,
die eine Eingangsgasse 20 und einen Ausgangsbereich 22 aufweist.
Die Plattform weist eine Mehrzahl in Umlaufrichtung beabstandeter
Boxenteilungen 24 auf, die dazwischenliegende Melkboxen 26 definieren.
Jede Boxenteilung weist ein Melkgeschirr einschließlich eines
Sammelstücks
und Zitzenbechern auf, beispielsweise weist eine Boxenteilung 28, 2,
ein Melkgeschirr 30 einschließlich eines Sammelstücks 32 und vier
Zitzenbecher auf, von denen zwei bei 34 und 36 gezeigt
sind, und beispielsweise weist eine Boxenteilung 38 ein
Melkgeschirr 40 einschließlich eines Sammelstücks 42 und
vier Zitzenbecher auf, von denen zwei bei 44 und 46 gezeigt
sind, und beispielsweise weist eine Boxenteilung 48 ein
Melkgeschirr 50 einschließlich eines Sammelstücks 52 und
vier Zitzenbechern, von denen zwei bei 54 und 56 gezeigt sind
auf, etc.. Jedes Melkgeschirr weist eine Milchleitung und eine pulsierende
Leitung, verbunden mit dem Sammelstück auf, wie es aus dem Stand
der Technik bekannt ist, und wie z. B. bei der Milchleitung 58, 4 und
der pulsierenden Leitung 60 gezeigt ist.
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Jede
Boxenteilung weist eine Hebe- und Absenkvorrichtung für das Melkgeschirr
auf, beispielsweise wie bei der Hebe- und Absenkvorrichtung 62 in 3 an
der Boxenteilung 48 und bei der Hebe- und Absenkvorrichtung 64 in 4 an
der Boxenteilung 38 gezeigt. Jede Hebe- und Absenkvorrichtung
wird bereitgestellt durch einen pneumatischen Abnehmzylinder, welcher
bereits in der jeweiligen Boxenteilung vorhanden ist und welcher
aus dem Stand der Technik bekannt ist, z. B. ein Luftzylinder 66 mit
einem ausziehbaren und rückziehbaren
Kolben 68. Die ausgezogene Position ist in 3 gezeigt,
und die zurückgezogene
Position ist in 4 gezeigt. Die Hebe- und Absenkvorrichtung
hebt das Melkgeschirr in eine obere Position, wie an dem Melkgeschirr 40 in 4 und 2 gezeigt,
oberhalb der Plattform 12 an, bereit zum Ansetzen der Zitzenbecher
an die Zitzen einer Kuh, von denen zwei bei 70 und 72 in 2 gezeigt
sind, in der jeweiligen Box, und senkt das Melkgeschirr in eine
untere Position, wie an dem Melkgeschirr 50 in 3 und 2 gezeigt,
unterhalb der Plattform 12 nach dem Abnehmen der Zitzenbecher
von den Zitzen der Kuh ab.
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2 zeigt
eine Kuh 74 in einer Box 76 zwischen den Boxenteilungen 28 und 38,
und zeigt eine Kuh 80 in einer Box 82 zwischen
den Boxenteilungen 38 und 48, und zeigt eine Kuh 84 in
einer Box 86 zwischen den Boxenteilungen 48 und 78,
usw.. Die Plattform 12 weist eine umlaufende Umrandung 88, 1, 3 beabstandet
von der Brücke 18 durch einen
Spalt 90 auf, der die Drehung der Umrandung 88 der
Plattform 12 vorbei an der Brücke 18 ermöglicht.
Jedes Melkgeschirr ist an eine jeweilige Hebe- und Absenkvorrichtung
mittels eines entsprechenden Seils, beispielsweise 92, 94, 96 etc.
angehängt.
Das Seil weist eine zurückgezogene
Position in der oberen Position des Melkgeschirrs, 4,
auf und eine ausgefahrene Position in der unteren Position des Melkgeschirrs, 3.
Das Seil verläuft
in der ausgefahrenen Position durch den Spalt 90 und das
jeweilige Melkgeschirr, beispielsweise Melkgeschirr 50 in 3,
passiert unterhalb der Brücke 18.
Der Kolben 68 des Abnehmzylinders 66 ist mit dem
Seil 96 durch einen Flaschenzug mit einem Reduktionsverhältnis von
3:1 verbunden, das durch eine Rolle 98 an dem Ende des
Kolbens 68 und eine Rolle 100, angebracht an der
Boxenteilung 48, bereitgestellt wird. Das Seil 96 erstreckt
sich dreimal um die Rollen, wie bei 102, 104, 106 gezeigt,
und anschließend
verläuft
das Seil durch einen Führungskanal 108 in
der Boxenteilung 48 und dann durch einen Führungskanal 110,
befestigt an einer Schiene 112 , die sich radial von der
Boxenteilung 48 nach außen erstreckt, so daß der Führungskanal 110 an
einer radial äußeren Position
an oder hinter der Plattformumrandung 88 angeordnet ist.
Die Hebe- und Absenkvorrichtung hebt das Melkgeschirr in die obere
Position nach dem Passieren der Brücke 18 und vor dem
Ansetzen der Zitzenbecher an die Zitzen, um den Bediener vor dem
Bücken nach
unten zum Anheben der Absenkvorrichtung von der unteren Position
zu bewahren. Nach dem Zurückziehen
des Kolbens des Luftzylinders, wie bei Pfeil 114 in 4 gezeigt,
wird das Seil 94 zurückgezogen und
das Melkgeschirr 40 wird nach oben, wie bei Pfeil 116 gezeigt,
in die obere Position angehoben, wie an dem Melkgeschirr 40 in 2 gezeigt.
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Jede
Boxenteilung weist eine Ansetzsteuerung 118, 120, 122 etc.,
betätigbar
durch den Bediener, an der Melkstation 124 auf, um:
- a) die Hebe- und Absenkvorrichtung an der gegenwärtigen Box,
z. B. 76 zu betätigen
und dadurch das Seil 92 und das Melkgeschirr 30 von der
oberen Position freizugeben und das Ansetzen der Zitzenbecher an
die Kuh 74 in der Box 76 zu ermöglichen,
und
- b) gleichzeitig die Hebe- und Absenkvorrichtung 64 an
der nachfolgenden Box 82 zu betätigen und dadurch das Seil 94 zurückzuziehen
und das Seil 94 und das Melkgeschirr 40 an der
nachfolgenden Box 82 in die obere Position anzuheben, so
daß, wenn
die Plattform 12 die nachfolgende Box 82 zur Melkstation 124 dreht,
die Melkvorrichtung 40 der Box 82 bereits in der
oberen Position und bereit zum Ansetzen ist, ohne daß sich der
Bediener nach unten bücken
und das Melkgeschirr von der unteren Position anheben muß.
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Nach
einer solchen Drehung betätigt
der Bediener an der Melkstation 124 die Ansetzsteuerung 120 an
der nun gedrehten nachfolgenden Box 82, um
- a) die Hebe- und Absenkvorrichtung 64 an der nun gedrehten
Box 82 zu betätigen
und dadurch das Seil 94 und das Melkgeschirr 40 von
der oberen Position freizugeben und das Ansetzen der Zitzenbecher
an die Zitzen der Kuh 80 in der nun gedrehten nachfolgenden
Box 82 zu ermöglichen, und
- b) die Hebe- und Absenkvorrichtung 66 an einer weiter
nachfolgenden Box 86 zu betätigen und dadurch das Seil 96 zurückzuziehen
und das Seil 96 und das Melkgeschirr 50 an der
weiter nachfolgenden Box 86 in die obere Position anzuheben.
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Bezugnehmend
auf 5 schaltet die Betätigung eines Schaltasters oder
Schalters 126 der Ansetzsteuerung 118 durch den
Bediener den Luftdruck an einer Leitung 128 am Eingang 130 des
Abnehm-Luftzylinders 132 der Hebe- und Absenkvorrichtung 134 ab,
so daß der
Kolben 136 ausgezogen werden kann und es dem Melkgeschirr 30 ermöglicht ist,
aufgrund der Schwerkraft zu beginnen, nach unten abzusinken. Nach
Betätigung
des Schalttasters 126 kann Luftdruck, wenn dies gewünscht ist, über die
Leitung 138 an einen Eingang 140 von dem Luftzylinder 132 angelegt
werden, um das Ausziehen des Kolbens 136 zu unterstützen. Das
Seil 92 ist an ein Ende des Kolbens 136 angefügt. Der
Bediener greift das Melkgeschirr 30, während es mit dem Ausziehen des
Seils 92 beginnt abzusinken, und setzt die Zitzenbecher
an die Zitzen der Kuh 74 an. Bei Betätigung des Schalttasters 126 durch
den Bediener an der Melkstation 124 an der Box 76 wird
gleichzeitig ein elektrisches Signal über eine elektrische Leitung 142 an
die Ansetzsteuerung 120 gesendet, so daß die Letztere Luftdruck an
der Leitung 144 an dem Eingang 146 des Luftzylinders 148 der
Hebe- und Absenkvorrichtung 64 bereitstellt, so daß der Kolben 150 zurückgezogen
wird, beispielsweise, daß er
sich in 5 nach unten bewegt, was ebenfalls
eine Bewegung nach unten, wie bei Pfeil 114 in 4 gezeigt,
darstellt, um das Seil 94 und das Melkgeschirr nach oben,
wie bei Pfeil 116 gezeigt, in die obere Position anzuheben,
wie mit durchgezogener Linie an der Melkvorrichtung 40 in 2 gezeigt.
Folglich wird, wenn die Box 76 an der Melkstation 124 ist
und der Schalttaster 126 der Ansetzsteuerung 118 durch den
Bediener betätigt
ist, die Hebe- und Absenkvorrichtung 134 an der Box 76 betätigt, so
daß ein
Ausziehen des Kolbens 136 ermöglicht wird und das Seil 92 und
das Melkgeschirr 30 in der oberen Position freigegeben
werden, um ein Ansetzen der Zitzenbecher des Melkgeschirrs 30 an
die Zitzen der Kuh 74 zu ermöglichen. Gleichzeitig wird über die
Leitung 142 die Hebe- und Absenkvorrichtung 64 an
der nachfolgenden Box 82 betätigt, um den Kolben 150 und
das Seil 94 zurückzuziehen
und dadurch das Seil 94 und das Melkgeschirr 40 an
der nachfolgenden Box 82 in die obere Position, wie mit
durchgezogener Linie an dem Melkgeschirr 40 in 2 gezeigt,
anzuheben, so daß,
wenn die Plattform 12 die nachfolgende Box 82 zu
der Melkstation 124 dreht, das Melkgeschirr 40 an
der Box 82 bereits in der oberen Position und bereit zum
Ansetzen ist, ohne daß sich
der Bediener nach unten bücken
und das Melkgeschirr von der unteren Position anheben muß.
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Wenn
die Box 82 zu der Melkstation 124 gedreht ist,
betätigt
der Bediener den Schalttaster 152 der Ansetzsteuerung 120,
wodurch der Luftdruck in der Leitung 144 an dem Eingang 146 des
Abnehm-Luftzylinders 148 abgeschaltet wird, um das Ausziehen
des Kolbens 150 zu ermöglichen
und dann wiederum die Verlängerung
des Seils 94 und die Bewegung des Melkgeschirrs 40 nach
unten aufgrund der Schwerkraft zu ermöglichen, woraufhin der Bediener
das Melkgeschirr 40 greift und die Zitzenbecher von diesem
an die Zitzen der Kuh 80 in der Box 82 ansetzt.
Bei der Betätigung
des Schalttasters 152 kann Luftdruck an die Leitung 154 des
Eingangs 156 des Luftzylinders 148 angelegt werden,
um das Ausziehen des Kolbens 150 zu unterstützen, wenn
dies gewünscht
ist. Die Betätigung
des Schalttasters 152 sendet auch ein elektrisches Signal über eine
elektri sche Leitung 158 an die Ansetzsteuerung 122 an
der Boxenteilung 48, welche wiederum ein positives Luftdrucksignal
an die Leitung 160 an den Eingang 162 des Abnehm-Luftzylinders 66 der
Hebe- und Absenkvorrichtung 62 anlegt, so daß der Kolben 68 zurückgezogen
wird und sich in 5 nach unten bewegt, was wiederum
das Seil 96 zurückzieht
und das Seil 96 und das Melkgeschirr 50 nach oben
in die obere Position zieht, was erwünscht ist, da die Box 86 nun hinter
die Brücke 18 gedreht
ist. Wenn der Bediener an der Melkstation 124 den Schalttaster 152 der
Ansetzsteuerung 120 an der nun gedrehten nachfolgenden
Box 82, welche zu der Melkstation 124 gedreht ist,
betätigt,
wird infolge dessen die Hebe- und Absenkvorrichtung 64 an
der nun gedrehten nachfolgenden Box 82 betätigt, um
das Seil 94 und das Melkgeschirr in der oberen Position
freizugeben und das Ansetzen der Zitzenbecher des Melkgeschirrs 40 an
die Kuh 80 in der nun gedrehten Box 82 zu ermöglichen.
Gleichzeitig wird die Hebe- und Absenkvorrichtung 62 an
der weiter nachfolgenden Box 86 über die Leitung 158 betätigt, um
das Seil 96 zurückzuziehen
und das Seil 96 und das Melkgeschirr 50 an der weiter
nachfolgenden Box 86 in die obere Position anzuheben. Nach
einer weiteren Drehung der Plattform 12, die die Box 86 zu
der Melkstation 124 bewegt, betätigt der Bediener den Schalttaster 164 der Ansetzsteuerung 122 und
der Kreislauf beginnt erneut. Das Abnehmen des Melkgeschirrs von
der Kuh erfolgt in Übereinstimmung
mit dem Stand der Technik, wie zuvor beschrieben. Nach Beendigung
des Melkens, das üblicherweise
durch Messung des Milchflusses festgestellt wird, wird das Vakuum
an den Zitzenbechern abgeschaltet und die Zitzenbecher lösen sich
von den Zitzen der Kuh ab. Gleichzeitig mit dem Ablösen zieht
der Abnehm-Luftzylinder der jeweiligen Hebe- und Absenkvorrichtung
den entsprechenden Kolben zurück,
um wiederum das entsprechende Seil des Melkgeschirrs zurückzuziehen und
das Melkgeschirr nach oben in die obere Position anzuheben. Das
Melkgeschirr wird in der oberen Position für eine vorgegebene Verzögerungszeit, üblicherweise
ca. zehn Sekunden, gehalten, wonach das Melkgeschirr wieder in die
untere Position abgesenkt wird. Wie zuvor beschrieben, wird die
Geschwindigkeit der Drehung der Plattform 12 so gewählt, daß ausreichende
Zeit für
die Beendigung des Melkens und für
die Verzögerungszeit
bereitgestellt ist, so daß das
Melkgeschirr in der unteren Position ist, bevor es den Ausgangsbereich 22 der
Brücke 18 erreicht,
so daß das
Melkgeschirr unterhalb der Brücke
passiert und das Seil durch den Spalt 90 verläuft, wenn
sich die Plattform dreht, wie aus dem Stand der Technik bekannt
ist.
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In
der dargelegten Ausführungsform
befindet sich die nachfolgende Box 82 unmittelbar neben
der gegenwärtigen
Box 76, ohne dazwischenliegende Box. In anderen Ausführungsformen,
beispielsweise bei denen zwei oder mehrere Bediener gleichzeitig arbeiten,
kann die nachfolgende Box von der gegenwärtigen Box durch eine oder
mehrere dazwischenliegende Boxen getrennt sein, insbesondere wenn die
Bediener nebeneinander an nebeneinander gelegenen Boxen arbeiten,
so daß z.
B. das Betätigungssignal
an der Leitung 142, 5, von der
Ansetzsteuerung 118 an der Ansetzsteuerung 122 statt 120 bereitgestellt
wird.
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Zusätzlich zu
der Absenkfunktion, die durch die Hebe- und Absenkvorrichtungen 134, 64, 62 etc. bereitgestellt
wird, stellen solche Hebe- und Absenkvorrichtungen in Verbindung
mit dem vorliegendem System und der Ansetzsteuerung-Anordnung und -Abfolge
eine pre-lift-Hebevorrichtung und eine Steuerung bereit, die das
Melkgeschirr in die obere Position oberhalb der Plattform anhebt,
bevor die jeweilige Box zu dem Bediener an der Melkstation gedreht ist,
so daß,
wenn die Box zu der Melkstation gedreht ist, das Melkgeschirr bereits
in der oberen Position und bereit zum Ansetzen der Zitzenbecher
an die Zitzen der Kuh ist, ohne daß sich der Bediener nach unten
bücken
muß, um
das Melkgeschirr in die obere Position anzuheben. Das System stellt
ein Verfahren durch das Anheben des Melkgeschirrs in die obere Position
oberhalb der Plattform, bevor die jeweilige Box zu dem Bediener
an der Melkstation gedreht ist, bereit, zum Bewahren des Bedieners
vor dem Bücken
nach unten, um das Melkgeschirr anzuheben. Dieses System ist auf
verschiedene Arten von Melkständen
anwendbar, insbesondere bei Melkkarussells, Parallelmelkständen, Fischgrätmelkständen u. ä.. Die Hebe-
und Absenkvorrichtung für
das Melkgeschirr hebt das Melkgeschirr in eine obere Position oberhalb
der Plattform, bereit zum Ansetzen der Zitzenbecher an die Zitzen
einer Kuh in einer entsprechenden Box, und senkt das Melkgeschirr
in eine untere Position unterhalb der Plattform nach dem Abnehmen
der Zitzenbecher von den Zitzen der Kuh ab. Jede Boxenteilung beinhaltet
eine Ansetzsteuerung, betätigbar
durch den Bediener an der Melkstation, um:
- a)
die Hebe- und Absenkvorrichtung an der gegenwärtigen Box zu betätigen und
dadurch das Melkgeschirr von der oberen Position freizugeben, um
ein Ansetzen der Zitzenbecher an die Zitzen der Kuh in der gegenwärtigen Box
zu ermöglichen,
und
- b) die Hebe- und Absenkvorrichtung an einer nachfolgenden Box
zu betätigen
und dadurch das Melkgeschirr an der nachfolgenden Box in die obere
Position anzuheben, so daß,
wenn der Bediener bereit ist, die Kuh in der nachfolgenden Box zu
melken, das Melkgeschirr der nachfolgenden Box bereits in der oberen
Position und bereit zum Ansetzen der Zitzenbecher an die Zitzen
der Kuh ist, ohne daß sich
der Bediener nach unten bücken
und das Melkgeschirr von der unteren Position anheben muß.
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Der
Bediener betätigt,
wenn er an der nachfolgenden Box ist, die Ansetzsteuerung an dieser nachfolgenden
Box, um:
- a) die Hebe- und Absenkvorrichtung
der nachfolgenden Box zu betätigen
und dadurch das Melkgeschirr von der oberen Position freizugeben,
um ein Ansetzen der Zitzenbecher an die Zitzen der Kuh in der nachfolgenden
Box zu ermöglichen, und
- b) die Hebe- und Absenkvorrichtung an einer weiteren nachfolgenden
Box zu betätigen
und dadurch das Melkgeschirr an der weiter nachfolgenden Box in
die obere Position anzuheben, so daß, wenn der Bediener bereit
ist, die Kuh in der weiter nachfolgenden Box zu melken, das Melkgeschirr der
weiter nachfolgenden Box bereits in der oberen Position und bereit
zum Ansetzen der Zitzenbecher an die Zitzen der Kuh ist, ohne daß sich der
Bediener nach unten bücken
und das Melkgeschirr von der unteren Position anheben muß.
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Verschiedene
andere Arten von Hebevorrichtungen und Abfolgen sind möglich. Z.
B. wenn es gewünscht
ist, kein Hebesignal an eine leere Box zu senden, kann ein Näherungssensor
in der Box vorgesehen sein, so daß, wenn die Box leer ist, das
Hebesignal von der vorhergehenden Box an der leeren Box vorbei und
statt dessen zu der nächsten
besetzten Box weitergeleitet wird. In einer anderen Alternative
kann ein Hebesignal gleichzeitig an mehr als eine Box oder an alle
Boxen gesendet werden, wobei das letztere nicht geeignet ist für ein Melkkarussell
aber ggf. für
Parallel- und Fischgrätmelkstände. In
einer weiteren Alternative kann das Hebesignal durch einen stationären Punkt
an einem Melkkarussell anstelle der vorgehenden Box gesendet werden,
so daß,
wenn eine Box diesen vorgege benen Punkt während der Drehung in den Melkstand
passiert, dieser vorgegebene Punkt ein Hebesignal in der diesen Punkt
passierenden Box auslöst,
so daß das
Melkgeschirr in die obere Position angehoben wird und bereit zum
Ansetzen durch einen stromabwärts
stehenden Bediener ist.
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Es
wird darauf hingewiesen, daß verschiedene Äquivalente,
Alternativen und Modifikationen im Bereich der angefügten Ansprüche möglich sind.