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DE60104296T2 - Entphytinisierung von produkten auf pflanzenbasis in mischungen mit nebenprodukten tierischen, pflanzlichen oder mikrobiellen ursprungs - Google Patents

Entphytinisierung von produkten auf pflanzenbasis in mischungen mit nebenprodukten tierischen, pflanzlichen oder mikrobiellen ursprungs Download PDF

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DE60104296T2
DE60104296T2 DE60104296T DE60104296T DE60104296T2 DE 60104296 T2 DE60104296 T2 DE 60104296T2 DE 60104296 T DE60104296 T DE 60104296T DE 60104296 T DE60104296 T DE 60104296T DE 60104296 T2 DE60104296 T2 DE 60104296T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
products
product
plant
moisture
phytate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE60104296T
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English (en)
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DE60104296D1 (de
Inventor
D. David MAENZ
L. Henry CLASSEN
W. Rex NEWKIRK
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Saskatchewan Saskatoon Saskatchewa, University of
Original Assignee
University of Saskatchewan
Saskatchewan University of Technologies Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by University of Saskatchewan, Saskatchewan University of Technologies Inc filed Critical University of Saskatchewan
Application granted granted Critical
Publication of DE60104296D1 publication Critical patent/DE60104296D1/de
Publication of DE60104296T2 publication Critical patent/DE60104296T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
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    • A23K10/10Animal feeding-stuffs obtained by microbiological or biochemical processes
    • A23K10/14Pretreatment of feeding-stuffs with enzymes
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
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Description

  • Die Erfindung betrifft die Entphytinisierung von Produkten auf Pflanzenbasis in Mischungen mit hochfeuchten tierischen, pflanzlichen oder mikrobiellen Nebenprodukten, um ein qualitativ hochwertiges Nahrungsmittelprodukt für monogastrische Tiere herzustellen.
  • HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • Phosphor ist ein notwendiger Nährstoff für Tiere.
  • Die Hauptnahrungsmittelquellen, die reich an Phosphorverbindungen sind, welche von monogastrischen Tieren verwertbar sind, sind die Proteinnahrungsmittelgruppen Fleisch, Organfleisch und Milch.
  • In den Futterprodukten auf Pflanzenbasis für monogastrische Tiere ist Phosphor vorhanden, jedoch findet sich der Phosphorgehalt dieser Produkte hauptsächlich in der Form von Phytat. Phytat (myo-Inosit-hexakisphosphat) ist die Speicherform von Phosphor in pflanzlichen Samenkernen.
  • In den Zellen des pflanzlichen Samenkerns ist Phytat mit Mineralstoffen, wie z.B. Magnesium (Mg), Natrium (Na) und Calcium (Ca), komplexiert und bildet einen Komplex, der als Phytin bekannt ist. Mitunter ist auch Phytinsäure gegenwärtig. Phytat, Phytinsäure und Phytin werden durch das Verfahren dieser Erfindung alle umgewandelt. In dieser Offenbarung und den Patentansprüchen wird der Ausdruck „Phytat" so benutzt, dass er sich auf alle drei bezieht, sofern keine andere Bedeutung angegeben ist.
  • Phytat aus pflanzlichen Quellen wird schlecht verdaut und absorbiert und steht daher zur Verwertung durch den Körpers eines monogastrischen Tiers weitgehend nicht zur Verfügung.
  • Infolgedessen wird der Phosphor ausgeschieden oder tritt in den Dung ein, wo er zu einem Umweltproblem werden kann, da überschüssiger Phosphor im Dung aus Feldern ausgewaschen werden und Oberflächenwasser verschmutzen kann, indem er übermäßiges Pflanzen- und Algenwachstum fördert, die Ökosysteme stören. Ein weiteres Problem hinsichtlich Phytat hängt mit der Fähigkeit des Moleküls zusammen, Mineralstoffe und Proteine zu binden.
  • Dieses Binden verringert die Verdaulichkeit von Mineralstoffen und Proteinen und ist die Ursache für antinutritive Wirkungen, die pflanzlichem Phytat zugeschrieben werden, wenn es von monogastrischen Tieren verzehrt wird.
  • Es ist bekannt, Wasser zu Produkten auf Pflanzenbasis zu geben, die eine wässrige Masse bilden, und dann Phytase zuzugeben. Phytase ist ein Enzym, das Phytat abbaut und in anorganische Phosphorsalze, die von Tieren verwertbar sind, und Inosit umwandelt. Inosit ist selbst ein Nährstoff.
  • Dieses Verfahren ist äußerst kostspielig, da die wässrige Masse, die nach dem Abbau von Phytat zurückbleibt, getrocknet werden muss, bevor das Produkt als Futtermittel benutzt werden kann.
  • WO-A-9 939 589 offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Verarbeiten von Krill-Hydrolysaten. US-A-5 891 708 offenbart eine Nährstoffzusammensetzung, die sich aus dem Einweichen von Mais ergibt.
  • Auch ist ein Verfahren bekannt, bei dem Phytase mit Futtermittel gemischt wird, sodass die Phytase Phytat in dem Magen eines Tieres abbaut. Aufgrund der Bedingungen in dem Magen ist dieses Verfahren jedoch nur teilweise effektiv und ein wesentlicher Anteil (im Allgemeinen 45 %) des Phytats wird nicht hydrolysiert, selbst wenn Phytase im Überschuss benutzt wird.
  • KURZDARSTELLUNG DER ERFINDUNG
  • Die Erfindung stellt die Entphytinisierung von Produkten auf Pflanzbasis bereit, die Phytat enthalten, um ein qualitativ hochwertiges Nahrungsmittelprodukt für monogastrische Tiere herzustellen.
  • Erfindungsgemäß werden solche Produkte auf Pflanzenbasis mit hochfeuchten, nährstoffhaltigen Nebenprodukten tierischen, pflanzlichen oder mikrobiellen Ursprungs und Phytase vermischt. Die Mischung wird reagieren lassen, wodurch Phytat abgebaut und in anorganische Phosphate und Inosit umgewandelt wird. Das Endprodukt, das einen erhöhten Nährwert aufweist, kann somit getrocknet und/oder an monogastrische Tiere, einschließlich Fische, Geflügel, Schweine, Hunde und Katzen, verfüttert werden.
  • Die Erfindung stellt ferner ein Verfahren zum Mischen von trockenen Produkten auf Pflanzenbasis mit hochfeuchten Nebenprodukten, um einen Feuchtigkeitsgehalt zu erzeugen, welcher der Anforderung für die Entphytinisierung von aus Pflanzen deriviertem Phytat nahe kommt, bereit. Die hochfeuchten pflanzlichen, tierischen oder mikrobiellen Nebenprodukte sollten mindestens 60 % Feuchtigkeit aufweisen; vorzugsweise sollten solche Nebenprodukte 60 % bis 80 % Feuchtigkeit aufweisen. Es ist möglich, Produkte mit höherem Feuchtigkeitsgehalt zu benutzen, wie z.B. Brennereidünnschlempe, die bis zu etwa 97 % Feuchtigkeit aufweist.
  • Dies ist jedoch nicht bevorzugt, da im Vergleich zu dem Nährwert des hochfeuchten Nebenprodukts eine übermäßige Menge an Feuchtigkeit vorhanden ist, und diese Feuchtigkeit muss dann entfernt werden, um trockenes Futtermittel herzustellen. Der Gehalt an verdaulichem Protein und/oder verdaulicher Energie des hochfeuchten Nebenprodukts ist so, dass auf einer Trockensubstanzbasis die Kombination aus dem trockenen Produkt auf Pflanzenbasis und dem hochfeuchten Nebenprodukt mit verdaulichem Protein und/oder Energie angereichert ist, wenn sie mit dem Gehalt an verdaulichem Protein und/oder Energie des trockenen Produkts auf Pflanzenbasis allein verglichen wird.
  • Das Verfahren der Erfindung spart im Vergleich zu bekannten Verfahren der separaten Entphytinisierung von trockenen Produkten auf Pflanzenbasis und dem Trocknen von hochfeuchten Nebenproduktströmen Geld. Beim Kombinieren des trockenen pflanzlichen Produkts mit dem hochfeuchten Nebenprodukt wird kein zusätzliches Wasser benötigt, um geeignete Feuchtigkeitsbedingungen für die Entphytinisierung des trockenen Produkts auf Pflanzenbasis zu erzeugen. Die Energiekosten, die zum Austreiben von Wasser aus dem hochfeuchten Nebenprodukt erforderlich sind, werden nun für die Mischung aus dem trockenen Produkt auf Pflanzenbasis und dem hochfeuchten Nebenprodukt eingesetzt. Die Zugabe des Produkts auf Pflanzenbasis zu dem hochfeuchten Nebenprodukt kann auch den Wert der hochfeuchten Nebenprodukte erhöhen, indem sie deren Menge vergrößert. Beispielsweise besteht eine große Nachfrage nach Fischnebenprodukten, und die Zugabe von Produkten auf Pflanzenbasis zu den Fischnebenprodukten erzeugt dadurch ein Produkt mit höherem Trockengewicht, das aber weiterhin den Nährstoffvorteil der Fischnebenprodukte bewahrt.
  • Erfindungsgemäß ist ein Verfahren zur Behandlung von hochfeuchten tierischen, pflanzlichen oder mikrobiellen Nebenprodukten und trockenen Produkten auf Pflanzenbasis durch Mischen mit einer Phytasequelle unter regulierten Temperatur-, pH-Wert- und Zeitbedingungen bereitgestellt.
  • Vor dem Mischen wird der Feuchtigkeitsgehalt des Produkts auf Pflanzenbasis und des hochfeuchten Nebenprodukts bestimmt, und ein gewünschter Feuchtigkeitsgehalt wird für die Mischung gewählt. Der gewünschte Feuchtigkeitsgehalt wird in dem Bereich von 60 % bis 85 % liegen, wobei ein bevorzugter Bereich 65 % bis 75 % ist. Nachdem der gewünschte Feuchtigkeitsgehalt gewählt ist, wird eine Berechnung angestellt, wie viel jeweils von dem Produkt auf Pflanzenbasis und dem hochfeuchten Nebenprodukt abgemischt werden muss, um diesen Feuchtigkeitsgehalt zu erzielen.
  • Wenn zwei oder mehr trockene Produkte auf Pflanzenbasis und/oder zwei oder mehr hochfeuchte Nebenprodukte benutzt werden, dann sollte die Berechnung den Feuchtigkeitsgehalt eines jeden berücksichtigen. Die Berechnung von Feuchtigkeitsgehalten in einer resultierenden Mischung aus verschiedenen Ausgangsprodukten von bekanntem Feuchtigkeitsgehalt ist eine Standardberechnung, die in dem Fachgebiet der Futtermittelherstellung gut bekannt ist. Die Produkte auf Pflanzenbasis werden den hochfeuchten Nebenprodukten vorzugsweise unter Rühren der Mischung zugegeben, wobei die anderen Formen der Zugabe, die in dem Fachgebiet bekannt sind, benutzt werden können. Vorzugsweise wird auch behutsam gerührt, während die Phytase auf die Mischung einwirkt.
  • Im Allgemeinen ist ein Chargenverfahren bevorzugt, jedoch befindet sich ein kontinuierliches Verfahren innerhalb des Umfangs der Erfindung.
  • Die Temperatur, bei der das Verfahren durchgeführt wird, beträgt 20 °C bis 60 °C, vorzugsweise 35 °C bis 55 °C. Der pH-Wert liegt in dem Bereich von 1,5 bis 7,0, insbesondere von 2,0 bis 6,5. Ein besonders bevorzugter pH-Wert beträgt 3,5 bis 5,5. Die Dauer variiert mit der Konzentration der Phytase, der Temperatur, bei der das Verfahren durchgeführt wird, und dem pH-Wert. Im Allgemeinen wird das Verfahren vorzugsweise bis zu dem Zeitpunkt fortgesetzt, in dem das gesamte Phytat in der Mischung in anorganische Phosphate und Inosit umgewandelt worden ist. Wenn die Temperatur der Mischung in dem optimalen Bereich von 35 °C bis 50 °C liegt, wird dies im allgemeinen etwa 1 bis 3 Stunden dauern. Es ist jedoch nicht notwendig, das Verfahren fortzusetzen, bis das gesamte Phytat umgewandelt worden ist, da das meiste des Phytats während der ersten Stunde dieses Verfahrens umgewandelt wird. Das Verfahren kann beendet werden, nachdem eine gewünschte Menge an Phytat in anorganische Phosphate und Inosit umgewandelt worden ist.
  • Nachdem das Phytat vollständig umgewandelt worden ist, wird das Futter vorzugsweise für einen Zeitraum von mindestens 2 Minuten auf über 65 °C erhitzt. Dadurch wird das Enzym Phytase denaturiert, derart, dass es in dem Futtermittel nicht vorhanden ist, wenn dieses schließlich an Tiere verfüttert wird.
  • Die Erfindung stellt ein Produkt auf Pflanzenbasis bereit, das reich an verfügbarem Protein und/oder verdaulicher Energie ist, arm an Phytat ist und gegenüber dem ursprünglichen Produkt auf Pflanzenbasis eine erhöhte Verfügbarkeit von Phosphor, Spurenmineralien, Aminosäuren und Inosit aufweist. Die Erfindung beseitigt ferner die antinutritive Wirkung von Phytat und macht das Produkt zum Verfüttern an einen weiten Bereich von Tieren geeignet. Da der Phosphor leicht verfügbar ist, kann er gemessen und benutzt werden, um Nahrung zu formulieren, die den Phosphorbedarf eines Tieres genau wiedergibt. Dies verringert die Auswirkungen von überschüssigem Phosphor in tierischen Ausscheidungen auf die Umwelt.
  • Die Erfindung stellt ein Verfahren zum Benutzen des hohen Feuchtigkeitsgehaltes von Nebenprodukten bereit, um in der Kombination aus trockenen Produkten auf Pflanzenbasis und hochfeuchten Nebenprodukten den erforderlichen Feuchtigkeitsgehalt bereitzustellen, damit eine effektive Entphytinisierung erfolgt. Die Energie, die erforderlich ist, um die Mischung zu trocknen, wird mit der Energie vergleichbar sein, die erforderlich ist, um das hochfeuchte Nebenprodukt allein zu trocknen. Die Entphytinisierung wird ohne Zugeben von zusätzlichem Wasser zu der Kombination aus dem trockenen Produkt auf Pflanzenbasis und dem hochfeuchten Nebenprodukt erreicht. Dies führt im Vergleich zu den Gesamtkosten bekannter herkömmlicher Verfahren zu einer wesentlichen Einsparung bei den Trocknungskosten.
  • KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Diese und andere Merkmale der Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung offensichtlich, in der auf die angefügten Zeichnungen Bezug genommen wird, wobei
  • die 1 das zeitabhängige Verfahren der Phytathydrolyse in einer Mischung aus Fisch-Hydrolysat, Rapssamenmehl-Feinanteilen und Phytase zusammenfasst,
  • die 2 das zeitabhängige Verfahren der Phytathydrolyse in einer Mischung aus Brennereidünnschlempe, Rapssamenmehl-Feinanteilen und Phytase zusammenfasst.
  • BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM
  • Die Erfindung betrifft die Entphytinisierung von Produkten auf Pflanzenbasis, die Phytin enthalten, um ein qualitativ hochwertiges Nahrungsmittelprodukt für monogastrische Tiere herzustellen. Erfindungsgemäß werden die Produkte auf Pflanzenbasis mit hochfeuchten, proteinreichen Nebenprodukten tierischen, pflanzlichen oder mikrobiellen Ursprungs und Phytase vermischt, um eine Reaktion herbeizuführen, durch die das Phytat abgebaut und in anorganisches Phosphat und Inosit umgewandelt wird. Wahlweise können ein Chelatbildner, andere Enzyme oder Enzym-Co-Faktoren zugesetzt werden. Falls notwendig, kann Wasser zugegeben werden, um der Mischung eine gewünschte Konsistenz zu geben, und Säure oder Base kann zugegeben werden, falls notwendig, um den pH-Wert einzustellen.
  • Der Ausdruck „trockenes Produkt auf Pflanzenbasis" bezeichnet Nahrungsmittelbestandteile, die aus Pflanzen gewonnen werden, welche Protein und einen Teil des gesamten Phosphors in Form von Phytat enthalten. Dazu gehören: 1) fettextrahierte Mehle durch Verarbeiten von Sojabohnen, Rapssamen (Canola), Sonnenblumenkernen, Baumwollsamen, Erdnuss- und anderen Samenkernen; 2) ganze Samenkerne, wie z.B. Erbsen, Bohnen und Getreidekörner; 3) Nebenprodukte auf Pflanzenbasis, wie z.B. Reiskleie, Weizenkleie, Maisglutenmehl; und 4) alle anderen Produkte auf Pflanzenbasis, die in Nahrungsformulierungen benutzt werden, wobei die Phytat-Phosphor-Gehalte mehr als 25 % des gesamten Phosphors in dem Produkt betragen.
  • Die Rapssamenmehl-Feinanteile können leicht aus dem vom Lösemittel befreiten und gerösteten Rapssamenmehl durch Sieben des Mehls nach dem Lösemittelentziehen/Rösten und vor dem Mahlen in der Hammermühle hergestellt werden. Bei der gewerblichen Verarbeitung wird gewonnenes Rapssamenmehl in der bekannten Weise gereinigt, getrocknet, vorkonditioniert, zerkleinert, konditioniert und der Lösemittelextraktion unterworfen. Das Öl in dem Rapssamen wandert in das Lösemittel, das typischerweise n-Hexan ist. Die flüssige Phase in dem Verfahren besteht im Wesentlichen aus n-Hexan und Rapssamenöl und ist leicht von der festen Phase abtrennbar, die aus dem zurückbleibenden, in n-Hexan unlöslichen Material besteht. Die feste Phase wird in der bekannten Weise vom Lösemittel befreit und geröstet, um ein mit Protein angereichertes Mehl zu erzeugen, das typischerweise etwa 11 % Feuchtigkeit enthält. An dieser Stelle wird das Mehl in der Hammermühle gemahlen, um ein Produkt zu erzeugen, das typischerweise als ein Futtermittelbestandteil benutzt wird. Das Mehl besteht vor der Stufe des Mahlens in der Hammermühle aus großen Klumpen. Aus diesem Material wurden durch Sieben durch ein Maschendrahtsieb Feinanteile hergestellt. Größere Teilchen werden auf dem Sieb zurückgehalten. Die Feinanteile, die durch das Sieb hindurchgehen, weisen einen niedrigeren Gehalt an Schalen auf und sind daher im Verhältnis zu herkömmlichem Rapssamenmehl mit Protein angereichert. Die Ergebnisse einer typischen Analyse von Rapssamenmehl-Feinanteilen sind 11 Teile Feuchtigkeit, 41,6 Teile Protein, 2,4 Teile Phytat und 45,6 Teile Nicht-Protein-, Nicht-Phytat-Trockensubstanz.
  • Der Ausdruck „hochfeuchtes Nebenprodukt" bezieht hochfeuchte tierische Nebenprodukte, hochfeuchte pflanzliche Nebenprodukte und hochfeuchte mikrobielle Nebenprodukte, wie hierin definiert, ein.
  • Der Ausdruck „hochfeuchtes tierisches Nebenprodukt" bezeichnet Nahrungsmittelbestandteile von tierischen Rohprodukten oder einsilierten tierischen Produkten, die einen Feuchtigkeitsgehalt von über 50 % aufweisen. Dazu gehören mazerierte Teile oder ganze Kadaver von Tieren, wie z.B. Fischen, Geflügel, Schweinen oder Vieh, und Nebenprodukte der Molkereiindustrie, wie z.B. Molke.
  • Fisch-Hydrolysat besteht aus Teilauszügen von ganzen Fischen oder Nebenprodukten aus der Verarbeitung von Meeresfrüchten. Der ganze Fisch oder das Meeresfrucht-Nebenprodukt wird typischerweise unter hochfeuchten Bedingungen (im allgemeinen 80 % Feuchtigkeit) unter regulierten Bedingungen von Temperatur und Dauer mit oder ohne Benutzung von ergänzenden proteolytischen Enzymen gehalten. Die Bedingungen zur Erzeugung von handelsüblichem Nebenprodukt variieren mit dem Prozessor. Während dieser Inkubationsphase wird Protein in den Nebenprodukten entweder durch Enzyme, die in dem Nebenprodukt natürlich vorkommen, oder durch zugegebene proteolytische Enzyme teilweise hydrolysiert. Nach der Hydrolyse wird das Nebenprodukt angesäuert (der pH-Wert wird typischerweise unter 4 gehalten), um das Verderben zu vermeiden, und teilweise getrocknet, um den Versand per Schiff zu erleichtern.
  • Der Ausdruck „hochfeuchtes pflanzliches Nebenprodukt" bezeichnet Nahrungsbestandteile aus wässrigem Verarbeitungsprodukt auf Pflanzenbasis, die einen Feuchtigkeitsgehalt von über 50 % aufweisen. Dazu gehören Produkte, die aus dem Nassverarbeiten von pflanzlichem Material deriviert sind. Beispiele sind Maisglutenmehl und Maisglutenfutter.
  • Der Ausdruck „hochfeuchtes mikrobielles Nebenprodukt" bezeichnet Nahrungsmittelbestandteile, die aus dem mikrobiellen Fermentieren deriviert sind, die einen Feuchtigkeitsgehalt von über 50 % aufweisen. Diese umfassen Produkte aus der Brau- und Brennereiindustrie.
  • Brennereidünnschlempe oder Dünnschlempe ist ein Nebenprodukt der industriellen Fermentierung von Kohlenhydraten.
  • Die Begleitumstände bei der Erzeugung von Brennereischlempen werden bei gegebenem Ausgangsmaterial, das bei dem Fermentierungsverfahren benutzt wird, beträchtlich variieren. Typischerweise wird als das Ausgangsmaterial für das Fermentierungsverfahren ein Getreide, wie z.B. Mais, Weizen oder Gerste, benutzt. Dieses Material wird bis zu einer Getreidemehlkonsistenz gemahlen, und Wasser wird zugegeben, um eine wässrige Masse zu erzeugen. Dann werden Enzyme benutzt, um die Getreidestärke in der wässrigen Masse in der bekannten Weise zu fermentierbaren Kohlenhydraten, wie z.B. Glucose, zu hydrolysieren, und diese Kohlenhydrate werden dann durch Hefe fermentiert, um Ethanol und Kohlendioxid zu erzeugen. Das Kohlendioxidgas wird aus dem Ansatz abgelassen, und Ethanol wird durch Destillation entfernt.
  • Das Material, das nach dem Entfernen des Ethanols zurückbleibt, wird Schlempe genannt und besteht aus Proteinen, Mineralstoffen, nichtfermentierbaren Kohlenhydraten und Lipiden. Die Feststoffe (Schlempenfeststoffe) werden durch Sieben entfernt, und bei diesem Verfahren bleibt ein flüssiger Nebenproduktstrom zurück, der Brennereidünnschlempe genannt wird. Der Proteingehalt von Brennereidünnschlempen wird in Abhängigkeit von dem Ausgangsgetreide, das in dem Fermentierungsverfahren benutzt wird, typischerweise zwischen 15 % und 50 % der gesamten Trockensubstanz variieren.
  • Der Feuchtigkeitsgehalt von trockenen Produkten auf Pflanzenbasis liegt im Allgemeinen im Bereich von 8 % bis 15 %.
  • Im Gegensatz dazu sind hochfeuchte tierische, pflanzliche oder mikrobielle Nebenprodukte durch einen Feuchtigkeitsgehalt von mindestens 50 % gekennzeichnet. Besonders der Feuchtigkeitsgehalt der tierischen Nebenprodukte wird hoch sein, bei einem normalen Bereich von 65 % bis 90 % Feuchtigkeit.
  • Die hochfeuchten Nebenprodukte der Erfindung weisen auf einer Trockengewichtsbasis typischerweise 40 % bis 90 % Protein auf. Ihr Feuchtigkeitsgehalt beträgt vorzugsweise 60 % bis 80 %, obwohl Nebenprodukte, die einen höheren Feuchtigkeitsgehalt aufweisen, wie z.B. Brennereidünnschlempe mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 97 %, benutzt werden können. Die Nebenprodukte mit sehr hohem Feuchtigkeitsgehalt sind jedoch aufgrund der geringeren Dichte an Nährstoffen, die der Mischung der Produkte auf Pflanzenbasis bei den bevorzugten Feuchtigkeitsbedingungen zugegeben werden, damit die Entphytinisierung erfolgt, nicht bevorzugt.
  • Erfindungsgemäß kann Phytase als eine Flüssigkeit oder ein Pulver zugesetzt werden. Es gibt mehrere gewerbliche Lieferanten für Phytase, wie z.B. die BASF Corporation, Deutschland, die sie unter der Handelsmarke Natuphos® vertreibt, und Novo Nordisk, Dänemark, die BioFeed-Phytase vertreibt, und Alltech Inc., USA, die Alltech Allzyme Phytase vertreibt, die hochangereichert an Phytase sind.
  • Die Aktivität von Phytase wird herkömmlich in Aktivitätseinheiten dargestellt. Eine (1) Einheit der Phytaseaktivität (FTU) ist als die Menge an mit Enzym angereichertem Produkt definiert, die aus einer Überschusskonzentration von Natriumphytat in wässriger Lösung bei 37 °C und einem pH-Wert von 5,5 ein (1) Mikromol anorganisches Phosphat pro Minute freisetzt. Erfindungsgemäß können Phytasekonzentrationen von 10 Einheiten bis 100.000 Einheiten pro Kilogramm trockener Produkte auf Pflanzenbasis in der Mischung aus trockenen Produkten auf Pflanzenbasis und hochfeuchten Nebenprodukten benutzt werden. Die bevorzugten Konzentrationen an Phytase sind von 100 bis 5.000 Einheiten pro Kilogramm trockener Produkte auf Pflanzenbasis in der Mischung.
  • In einer besonders bevorzugten Form der Erfindung kann der Mischung ein Chelatbildner zugegeben werden. Ein Chelatbildner wirkt, indem er Mineralstoffe bindet und Mineralstoffgleichgewichte verschiebt, derart, dass Mineralstoffe aus Phytat-Mineralstoff-Komplexen freigesetzt werden. Das Verringern des Bindens von Mineralstoff an Phytat erhöht die Empfänglichkeit des Moleküls für die Entphytinisierung durch Phytase.
  • Ein bevorzugter Chelatbildner ist Zitronensäure, da diese auch ein Nährstoff ist. Die Menge an zugesetzter Zitronensäure hängt von der Menge an Phytat ab. Im Allgemeinen sind Mengen an Zitronensäure von 1 Gew.% bis 3 Gew.% des Endprodukts geeignet. Andere Chelatbildner können ebenfalls in geeigneten Mengen benutzt werden, um das anorganische Material zu chelatieren, das in dem Phytat vorhanden ist.
  • Ein anderer besonders bevorzugter Chelatbildner ist Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA). EDTR kann in Mengen von 1 Gew.% bis 3 Gew.% des Endprodukts benutzt werden.
  • Andere Enzyme oder Enzym-Co-Faktoren, die in dem Fachgebiet bekannt sind, können ebenfalls in die Mischung eingebunden werden.
  • Die Zusammensetzung aus den oben angegebenen Produkten wird unter regulierten Bedingungen der Temperatur, des pH-Wertes und anderen Umgebungsbedingungen für einen geeigneten Zeitraum gemischt, um die Umwandlung von Phytat in anorganischen Phosphor und Inosit zu optimieren.
  • Die Temperatur, bei der die Entphytinisierung durchgeführt wird, kann von etwa 5 °C bis 65 °C betragen. Oberhalb von 65 °C wird die Phytase denaturiert, sodass die Entphytinisierung nicht durchgeführt werden kann. Unterhalb von 20 °C wird die Geschwindigkeit der Entphytinisierung hinreichend langsam, derart, dass verlängerte Inkubationszeiten notwendig sind. Bei derartigen verlängerten Inkubationsphasen kann bakterielle Kontamination ein Problem werden. Die Entphytinisierung wird daher vorzugsweise in dem Temperaturbereich von 20 °C bis 60 °C, vorzugsweise von 40 °C bis 55 °C durchgeführt.
  • Die Regulierung des pH-Wertes während der Entphytinisierung ist wichtig. Der pH-Wert kann durch die Zugabe von kleinen Mengen einer Säure (z.B. Salzsäure) oder einer Base (z.B. Natriumhydroxid) in Abhängigkeit davon, ob der pH-Wert gesenkt oder erhöht werden muss, reguliert werden.
  • Der bevorzugte pH-Wert-Bereich ist von 4 bis 5,5, obwohl ein pH-Wert von 1,5 bis 7 benutzt werden kann. Die Phytase ist gewöhnlich bei einem pH-Wert von 5,0 oder 2,5 am aktivsten, da es zwei verschiedene Formen von Phytase gibt, die auf diesen Stufen Spitzenaktivitäten aufweisen. Vorzugsweise wird so optimiert, dass die Aktivitätsstufe bei einem pH-Wert von 5,0 genutzt wird. Wenn die Entphytinisierung bei einem sehr niedrigen pH-Wert, wie z.B. 2, durchgeführt wird, wird das Futtermittel vorzugsweise neutrali siert, bevor es an Tiere verfüttert wird. Ein pH-Wert in dem Bereich von 5 bis 7 ist für Tierfutter recht akzeptabel. Tatsächlich weisen Rapssamen-Feinanteile einen natürlichen pH-Wert von etwa 5,5 auf.
  • In dem besonders bevorzugten Bereich mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 65 % bis 75 %, Phytasekonzentrationen in dem bevorzugten Bereich von 500 bis 1.000 Einheiten, einer Temperatur von 40 °C bis 55 °C und Produkten auf Pflanzenbasis, die etwa 2 % (z.B. Rapssamen) Phytat enthalten, benötigt die Entphytinisierung gewöhnlich etwa 2 Stunden.
  • Wenn die Entphytinisierung bei Raumtemperatur durchgeführt wird, ist die Zeitspanne viel größer, z.B. 8 bis 10 Stunden. In einigen Fällen kann es jedoch bevorzugt sein, das Risiko bakteriellen Wachstums während dieser Zeitspanne einzugehen, um Kosten für die Anwendung von Wärme auf die Mischung zu sparen.
  • Nachdem die Phytase vollständig in Phosphate und Inosit umgewandelt worden ist, wird die Entphytinisierung wünschenswerterweise so schnell wie sachgerecht möglich beendet. Der Grund dafür ist, dass durch weiteres Erwärmen Energie verschwendet wird und zu unnötigen Kosten führt sowie eine Umgebung schafft, in der Bakterien gedeihen können. Es ist jedoch nicht notwendig, das Erwärmen genau zu dem Zeitpunkt zu beenden, wenn das gesamte Phytat umgewandelt worden ist. Etwas zusätzliches Erwärmen kann toleriert werden. Oftmals wird das Erwärmen vorzugsweise für eine kurze Zeitspanne, wie z.B. 15 Minuten bis eine halbe Stunde, nachdem erwartet wird, dass die Entphytinisierung abgeschlossen und das gesamte Phytat umgewandelt worden ist, fortzusetzen, nur um sicherzustellen, dass die gesamte Umwandlung tatsächlich erfolgt ist.
  • Der Endpunkt der Entphytinisierung ist erreicht, wenn kein Phytat mehr gemessen werden kann, da das gesamte Phytat durch die Phytase umgewandelt worden ist. Es ist jedoch nicht einfach, den Phytasegehalt einer derartigen Mischung zu messen. Die bevorzugte Weise dafür ist durch Hochdruckflüssigkeitschromatographie, die jedoch eine zeitaufwändige Probenvorbereitung und Laborarbeit erfordert. Ein gröberes Verfahren ist es, den Gehalt an anorganischem Phosphat zu messen und zu beobachten, wenn er aufhört zuzunehmen. Dies erfordert immer noch Laborarbeit, obwohl weniger Probenvorbereitung. Praktisch ist es daher bevorzugt, Prüfungen an einer Probe der Mischungen durchzuführen und zu bestimmen, wann bei der benutzten Phytasekonzentration und Temperatur die Entphytinisierung endet. Das Verfahren kann dann mit größeren Mengen der Mischung unter Benutzung derselben Konzentration an Phytase und derselben Temperatur für eine Zeitspanne durchgeführt werden, die etwas größer ist als die Zeitspanne, die durch das Prüfen der Probe vorgegeben ist, um die Umwandlung des Phytats zu vervollständigen. Gelegentliches Prüfen kann erfolgen, um sicherzustellen, dass das gesamte Phytat umgewandelt wird, es ist jedoch nicht erforderlich, ein Prüfen jedes einzelnen Ansatzes vorzunehmen, da der Phytatgehalt von Futter aus ähnlichen Quellen gewöhnlich ziemlich konstant bleibt.
  • Das erfindungsgemäße Endprodukt ist als Trockenfutter benutzbar. Im Allgemeinen kann ein solches Produkt nicht mehr als 15 % Feuchtigkeit aufweisen, sodass es ohne bakterielle Einwirkung gelagert werden kann und als ein fließfähiger Feststoff ohne Zusammenbacken transportierbar ist.
  • Das Endprodukt sollte vorzugsweise etwa 10 % bis 12 % Feuchtigkeit aufweisen. Dies wird durch Trocknen des Produkts, nachdem das Verfahren der Erfindung durchgeführt worden ist oder als ein abschließender Schritt des Verfahrens erreicht.
  • Die Erfindung ist zum Zwecke der Darstellung nur mit trockenen Produkten auf Pflanzenbasis, vermischt mit hochfeuchten tierischen, pflanzlichen oder mikrobiellen Nebenprodukten, beschrieben. Es versteht sich jedoch, dass der Nutzen der Erfindung innerhalb ihres Umfangs das Anwenden des veranschaulichenden Verfahrens auf alle Produkte auf Pflanzenbasis, die in Nahrungsformulierungen benutzt werden, die Phytat enthalten, umfasst.
  • Hierin werden Beispiele gegeben, die besondere Ausführungsformen der Erfindung beschreiben.
  • Beispiel 1 – Hydrolyse von Phytat in einer Mischung aus Rapssamenmehl-Feinanteilen (trockenes Produkt auf Pflanzenbasis) und Fisch-Hydrolysat (Strom von hochfeuchtem tierischem Nebenprodukt)
  • Von Lösemittel befreites und geröstetes Rapssamenmehl vor dem Mahlvorgang in der Hammermühle wurde von einem gewerblichen Lieferanten (CanAmera Foods, Nipawin, Saskatchewan) erhalten. Dieses Material wurde durch ein 60-60-Maschendrahtsieb (0,01905 cm (0,0075 Inch) Drahtdurchmesser und 0,02337 cm (0,0092 Inch) Öffnungsweite) gesiebt. Die Laboranalyse der Rapssamenmehl-Feinanteile, die durch das Sieben hergestellt wurden, ist wie folgt: 11 Teile Feuchtigkeit, 41,6 Teile Protein, 2,4 Teile Phytat und 45,6 Teile Nicht-Protein-, Nicht-Phytat-Trockensubstanz.
  • Fisch-Hydrolysat wurde aus einer gewerblichen Quelle (Ocean Biosource Specialty Marine Product, West Vancouver, British Columbia) erhalten. Dieses Material wurde mit einem gleichen Volumen Wasser verdünnt, um das Wasser zu ersetzen, das aus dem ursprünglichen Hydrolysat während des Verarbeitens entfernt wurde. Die Ergebnisse der Laboranalyse des verdünnten handelsüblichen Fisch-Hydrolysats sind: 80 Teile Feuchtigkeit, 16,8 Teile Protein, 0,0 Teile Phytat und 3,2 Teile Nicht-Protein-, Nicht-Phytat-Trockensubstanz.
  • 19,8 g Rapssamenmehl-Feinanteile wurden mit 116,2 g Fisch-Hydrolysat kombiniert. Die entstandene Mischung enthielt 70 Teile Wasser und 30 Teile Gesamttrockensubstanz. 65 % der Gesamttrockensubstanz in der Mischung bestanden aus Protein, und 1,32 % der Gesamttrockensubstanz in der Mischung bestanden aus Phytat. 22 Einheiten Phytase (Natuphos®, eine Phytase, die von der BASF Corporation, Deutschland erhalten wurde) wurden dann der Mischung zugesetzt. Die Mischung wurde dann in einem Plexiglasbehälter versiegelt und durch Inkubation in einem Wasserbad bei 50 °C gehalten und kontinuierlich mit einem Knethaken-Mischsystem gemischt. 30 Minuten, 60 Minuten, 120 Minuten und 180 Minuten nach dem Zeitpunkt der Phytasezugabe wurden von der Mischung Proben genommen. Der Phytatgehalt der Proben wurde gemäß dem Verfahren von Tangkongchitr et al., Cereal Chem. 58, 226 bis 228 bestimmt. Der Phytatgehalt der nach 30 Minuten genommenen Probe betrug 0,51 % der Gesamttrockensubstanz in der Mischung. Der Phytatgehalt der nach 60 Minuten genommenen Probe betrug 0,22 % der Gesamttrockensubstanz in der Mischung. Der Phytatgehalt der nach 120 Minuten genommenen Probe betrug 0,02 % der Gesamttrockensubstanz in der Mischung. Der Phytatgehalt der nach 180 Minuten genommenen Probe betrug 0,00 % der Gesamttrockensubstanz in der Mischung. Die 1 fasst das zeitabhängige Verfahren der Phytathydrolyse in der Mischung zusammen.
  • Beispiel 2 – Hydrolyse von Phytat in einer Mischung aus Rapssamenmehl-Feinanteilen (trockenes Produkt auf Pflanzenbasis) und Brennereidünnschlempe (Strom von hochfeuchtem mikrobiellem Nebenprodukt)
  • Die Rapssamenmehl-Feinanteile wurden erhalten, wie in dem vorhergehenden Beispiel beschrieben, und die Brennereidünnschlempe wurde von einer ortansässigen Fermentierungsanlage (Poundmaker AgVentures, Lanigan Saskatchewan) erhalten. Die Laboranalyse der Brennereidünnschlempe zeigte, dass das Material aus 96,3 Teilen Wasser, 0 Teilen Phytat, 2,6 Teilen Protein und 1,1 Teilen Nicht-Protein-, Nicht-Phytat-Materialien bestand.
  • 37,6 g Rapssamenmehl-Feinanteile wurden mit 58,1 g Brennereidünnschlempe kombiniert. Die entstandene Mischung enthielt 62,6 Teile Wasser und 37,4 Teile Gesamttrockensubstanz. 48,2 % der Gesamttrockensubstanz in der Mischung bestanden aus Protein, und 2,5 % der Gesamttrockensubstanz in der Mischung bestanden aus Phytat. 25 Einheiten Phytase (Natuphos®, eine Phytase, die von der BASF Corporation, Deutschland erhalten wurde) wurden dann der Mischung zugesetzt. Die Mischung wurde dann in einem Plexiglasbehälter versiegelt und durch Inkubation in einem Wasserbad bei 50 °C gehalten und kontinuierlich mit einem Knethaken-Mischsystem gemischt. 30 Minuten, 60 Minuten, 120 Minuten und 180 Minuten nach dem Zeitpunkt der Phytasezugabe wurden von der Mischung Proben genommen. Der Phytatgehalt der Proben wurde gemäß dem Verfahren von Tangkongchitr et al., Cereal Chem. 58, 226 bis 228 bestimmt. Der Phytatgehalt der nach 30 Minuten genommenen Probe betrug 1,07 % der Gesamttrockensubstanz in der Mischung. Der Phytatgehalt der nach 60 Minuten genommenen Probe betrug 0,38 % der Gesamttrockensubstanz in der Mischung. Der Phytatgehalt der nach 120 Minuten genommenen Probe betrug 0,10 % der Gesamttrockensubstanz in der Mischung. Der Phytatgehalt der nach 180 Minuten genommenen Probe betrug 0,00 % der Gesamttrocken substanz in der Mischung. Die 2 fasst das zeitabhängige Verfahren der Phytathydrolyse in der Mischung zusammen.

Claims (10)

  1. Verfahren für das Herstellen eines Futterprodukts, das folgende Schritte umfasst: a) Bereitstellen eines trockenen Materials auf Pflanzenbasis, das in einem Futtermittel verwendbar ist und einen Teil des gesamten Phosphors in Form von Phytat aufweist; b) Bereitstellen eines hochfeuchten Nebenprodukts ausgewählt aus einer Gruppe bestehend aus tierischen, pflanzlichen und/oder mikrobiellen, in Futtermitteln verwendbaren Nebenprodukten; c) Mischen des trockenen Futterprodukts auf Pflanzenbasis und des hochfeuchten Nebenprodukts um eine Mischung mit einem Feuchtigkeitsgehalt im Bereich von 60 bis 85 Gew.-% zu erhalten; d) Kombinieren der Mischung mit Phytase, wobei die Phytase in einer Menge von 100 Einheiten bis 10.000 Einheiten pro Kilogramm trockenes pflanzliches Material vorliegt, und e) Halten der Mischung bei einer Temperatur von 20 °C bis 60 °C und einem pH-Wert von 1, 5 bis 7 für eine Zeitspanne, die ausreicht, um mindestens 50% des in einem solchen Futterprodukt auf Pflanzenbasis vorliegenden Phytats zu hydrolysieren.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, umfassend des Weiteren den Schritt des Erhitzers der Mischung auf mindestens 65 °C für eine Zeitspanne von mindestens 10 Minuten, nach Fertigstellung der in Anspruch 1 aufgeführten Schritte.
  3. Verfahren entweder dem einen oder dem anderen der Ansprüche 1 oder 2 entsprechend, bei dem die Mischung nach Fertigstellung der in einem solchen Anspruch aufgeführten Schritte auf einen Feuchtigkeitsgehalt von nicht mehr als 15 getrocknet wird.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, umfassend des Weiteren den Schritt des Zusetzens eines Chelatbildners zu der Mischung vor dem Schritt des Haltens der Mischung für die Zeitspanne, die zum Hydrolysieren von Phytat ausreicht.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1–4, bei dem das trockene Pflanzenmaterial einen Feuchtigkeitsgehalt von weniger als 15 % aufweist und mindestens ein Material umfasst ausgewählt aus der Gruppe von: 1) fettextrahierten Mehlen durch Verarbeiten von Sojabohnen, Rapssamen (Canola), Sonnenblumenkernen, Baumwollsamen, Erdnuss- und anderen Samenkernen; 2) ganzen Samenkernen wie Erbsen, Bohnen und Getreidekörner; 3) Nebenprodukten auf Pflanzenbasis, ausgewählt unter Reiskleie, Weizenkleie, Maisglutenmehl.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1–5, bei dem das hochfeuchte Nebenprodukt ein tierisches Nebenprodukt ist, das mehr als 50 Feuchtigkeit enthält und aus der Gruppe ausgewählt wird bestehend aus mindestens einem unter tierischen Rohprodukten und einsilierten tierischen Produkten ausgewählten Produkt.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1–5, bei dem das hochfeuchte Nebenprodukt aus der Gruppe ausgewählt wird bestehend aus mazerierten Teilen oder ganzen Kadavern von Fischen, Geflügel, Schweinen oder Vieh, Nebenprodukten der Molkereiindustrie und Molke.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1–5, bei dem ein hochfeuchtes Nebenprodukt ein Nahrungsbestandteil aus wässrigem Verarbeitungsprodukt auf Pflanzenbasis ist, das einen Feuchtigkeitsgehalt von über 50 % aufweist und aus dem Nassverarbeiten von pflanzlichem Material deriviert ist.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, bei dem das hochfeuchte Nebenprodukt aus Maisglutenmehl und Maisglutenfutter ausgewählt wird.
  10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1–5, bei dem das hochfeuchte Nebenprodukt ein hochfeuchtes mikrobielles Nebenprodukt ist, bei dem es sich um einen Nahrungsbestandteil handelt, der aus dem mikrobiellen Fermentieren deriviert ist und einen Feuchtigkeitsgehalt von mehr als 50 % aufweist.
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