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Gebiet der Technik
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Die
Erfindung bezieht sich auf eine akustische Sandwich-Platte, das heißt auf eine
geräuschreduzierende
Sandwich-Platte,
die so gestaltet ist, dass sie eine auf eine Außenfläche der Platte gerichtete,
auftreffende Schallwelle dämpft.
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Eine
erfindungsgemäße akustische
Platte kann insbesondere in Wänden
von Flugzeuggondeln oder in Gehäusen
von Turboreaktoren, in Leitungen, die geräuscharm sein müssen, etc.
verwendet werden.
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Stand der Technik
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Die
bestehenden akustischen Platten umfassen allgemein einen oder mehrere
Viertelwellen-Resonatoren, die einem Totalreflektor überlagert
sind. Jeder Resonator ist selbst aus einer Widerstandsschicht, die
mehr oder minder luftdurchlässig
ist, und aus einer zelligen Struktur, meistens vom Bienenwabentyp,
gebildet. Die Widerstandsschicht bedeckt die nach außen gewandte,
das heißt
der auftreffenden Schallwelle zugewandte Fläche der zelligen Struktur. Demgegenüber bedeckt
der Totalreflektor die dieser Welle entgegengesetzte Fläche des
Resonators. Durch Übereinkunft
wird die Fläche
der Platte, welche die Widerstandsschicht trägt, als "Vorderfläche" bzw. "Vorderseite" bezeichnet, und die entgegengesetzte
Fläche,
die vom Reflektor bedeckt ist, als "Rückfläche" bzw. "Rückseite".
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Bei
dieser herkömmlichen
Anordnung von akustischen Platten spielt die Widerstandsschicht eine
zerstreuende bzw. ableitende Rolle. Wenn sie eine Schallwelle durchquert,
ergeben sich viskose Effekte, welche die akustische Energie in Wärme umwandeln.
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Die
Höhe der
zelligen Struktur ermöglicht
es, die Platte auf die dem zu dämpfenden
Geräusch
charakteristische Frequenz abzustimmen. Die Streuung des Geräusches bzw.
Lärms in
der Widerstandsschicht ist maximal, wenn die Höhe der Zellen des Zellkerns
gleich einem Viertel der Wellenlänge
der Frequenz des zu dämpfenden
Geräusches
ist. Die Zellen der zelligen Struktur verhalten sich dabei wie Wellenleiter
senkrecht zur Oberfläche
der Platte, was ihnen eine Reaktion von der Art einer "lokalisierten Reaktion" verleiht. Die Zellen
bilden eine Einheit von parallelen Viertelwellen-Resonatoren.
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Der
rückwärtige Reflektor
erzeugt Zustände einer
totalen Reflexion, die unerlässlich
für das
oben beschriebene Verhalten des zelligen Kerns sind.
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Allgemein
muss eine akustische Platte akustischen Anforderungen genügen.
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Eine
erste dieser Anforderungen betrifft die akustische Homogenität der Platte.
Mit anderen Worten ist die akustische Behandlung umso wirksamer,
je mehr sie deren Spezifikation auf ihrer gesamten Oberfläche entspricht.
Die Einhaltung dieser Anforderung hängt von der Natur der die Platte
bildenden Elemente, von ihrer relativen Anordnung und von den für ihren
Zusammenbau verwendeten Klebemitteln ab.
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Eine
weitere akustische Anforderung ist die Anforderung der sogenannten "lokalisierten Reaktionen". Wenn diese Anforderung
nicht eingehalten wird, ergibt sich im Innern der Platte eine transversale
Ausbreitung von Schallwellen, ein sogenanntes "laterales Entweichen" von Energie, das der Funktionsweise
von der "Viertelwellen"-Art der zelligen Struktur
entgegengesetzt ist.
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Wenn
ein Flugzeugtriebwerk mit der Platte ausgerüstet ist, kommen zu diesen
akustischen Anforderungen zusätzlich
Anforderungen der Beständigkeit
in der Umwelt, strukturale Anforderungen und aerodynamische Anforderungen
hinzu.
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So
muss eine in ein Flugzeugtriebwerk integrierte akustische Platte
harten Einsatzbedingungen widerstehen können. Insbesondere darf sie,
selbst bei vorhandenen starken Unterdrücken, keine Delaminierung erzeugen,
die Platte muss der Korrosion und der Erosion, beispielsweise infolge
von Sand, widerstehen, und sie muss eine gute elektrische Leitfähigkeit
aufweisen, um insbesondere Blitzeinschlägen zu widerstehen, und muss
zu der mechanischen Aufnahme des Schocks infolge eines Schaufelverlustes beitragen
können.
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Eine
in ein Flugzeugtriebwerk integrierte akustische Platte muss auch
eine strukturelle Widerstandskraft aufweisen, die es ihr gestattet,
das Gewicht eines Menschen sowie die Übertragung von aerodynamischen
und Trägheitskräften beim
Eintritt von Luft zum Triebwerksgehäuse hin auszuhalten.
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Schließlich muss
der Zustand der Oberfläche
einer in ein Flugzeugtriebwerk integrierten akustischen Platte kohärent mit
den aerodynamischen Linien und den Anforderungen einer Kontinuität der Oberflächen in
Kontakt mit der strömenden
Luft sein.
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Die
bekannten akustische Platten können
in drei Kategorien eingeteilt werden. Platten mit einem einzigen,
nicht linearen Freiheitsgrad oder nicht-linearen SDOF ("Simple Degree of
Freedom"), die Platten
mit einem einzigen linearen Freiheitsgrad oder linearen SDOF und
die Platten mit zwei Freiheitsgraden oder DDOF ("Double Degree of Freedom").
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Bei
den Platten mit einfachem, nicht-linearem Freiheitsgrad besteht
die Widerstandsschicht aus einer perforierten Metall- oder Verbundschicht.
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Eine
Platte dieses Typs weist die Vorteile auf, eine gute Einhaltung
des Prozentsatzes an offener Oberfläche zu gestatten, eine gute
strukturelle Widerstandsfähigkeit
aufzuweisen und einfach herzustellen zu sein.
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Demgegenüber weist
sie als Nachteile eine starke akustische Nicht-Linearität sowie
eine starke Abhängigkeit
der Widerstandskraft von der tangentialen Strömungsgeschwindigkeit an der
Oberfläche auf.
Da außerdem
die von jeder Zelle gedämpfte
Frequenz von deren Tiefe abhängt,
und da alle Zellen der Platte die gleiche Tiefe aufweisen, ist der
von einer solchen Platte gedämpfte
Frequenzbereich beschränkt.
Wenn die Widerstandsschicht aus Verbundmaterial besteht, weist die Struktur
außerdem eine
geringe Erosionsfestigkeit auf.
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Bei
den akustischen Platten mit einfachem linearem Freiheitsgrad ist
die Widerstandsschicht eine mikroporöse Schicht, die beispielsweise
aus einem metallischen Gewebe, einem mit einem akustischen Gewebe
assoziierten, durchlöcherten
Blech oder einem mit einem akustischen Gewebe assoziierten metallischen
Gewebe besteht.
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Der
Einsatz einer Platte dieser Art ermöglicht es, den akustischen
Widerstand einzustellen, indem die Komponenten der mikroporösen Schicht
modifiziert werden. Sein wirksamer Frequenzbereich ist akzeptabel.
Eine solche Platte hat auch die Vorteile, eine geringe bis moderate
Nicht-Linearität
sowie eine geringe Abhängigkeit
von dem akustischen Widerstand gegenüber der tangentialen Strömungsgeschwindigkeit
an der Oberfläche
aufzuweisen.
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Die
Herstellung einer Sandwich-Platte mit einfachem linearem Freiheitsgrad
ist aber komplizierter als die einer Platte mit einfachem nicht-linearem Freiheitsgrad
aufgrund der Tatsache, dass die Widerstandsschicht zwei Bestandteile
umfasst. Wenn die Bestandteile oder die Montageverfahren nicht gemeistert
werden, kann die Struktur Zonen von akustischer Nicht-Homogenität sowie
Risiken einer Ablösung
der Widerstandsschicht aufweisen. Außerdem erlegen die Korrosionsrisiken
der Widerstandsschicht eine zusätzliche
Einschränkung
hinsichtlich der Wahl der verwendeten Materialien auf. Darüberhinaus
ist der Montagevorgang einer solchen Platte lang und kostspielig.
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Schließlich umfasst
eine akustische Platte mit doppeltem Freiheitsgrad, wie sie im Patent
EP 0 352 993 beschrieben
ist, außer
einer perforierten Widerstandsschicht und einem rückwärtigen Reflektor zwei übereinander
gelagerte Zellkerne, die durch eine allgemein mikroporöse, "Septum" genannte Zwischen-Widerstandsschicht
getrennt sind.
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Hinsichtlich
anderer Typen von akustischen Platten weisen die Platten mit doppeltem
Freiheitsgrad einen breiteren Bereich gedämpfter Frequenzen, eine Möglichkeit
der Einstellung bzw. Anpassung des akustischen Widerstands mit Hilfe zweier Widerstandsschichten
sowie eine geringe bis moderate akustische Nicht-Linearität auf.
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Die
akustischen Platten mit doppeltem. Freiheitsgrad haben jedoch den
Nachteil, dass die Zonen einer akustischen Nicht-Homogenität infolge
der schlechten Ausrichtung der Zellen der beiden Zellkerne auftauchen,
die unweigerlich bei der Formgebung der Platte auftritt. Es gibt
auch parasitäre
Erscheinungen einer transversalen Ausbreitung in den Zonen, in denen
die Zellen der beiden Zellkerne nicht ausgerichtet sind. Schließlich ist
der Montageprozess einer Platte dieses Typs lang und kostspielig,
da die verschiedenen Elemente der Struktur der Reihe nach zusammengebaut
werden müssen.
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Abriss der Erfindung
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Aufgabe
der Erfindung ist eine akustische Platte, deren originelle Konzeption
es gestattet, die Vorteile von Platten mit mehreren Freiheitsgraden
zu nutzen und gleichzeitig die Nachteile auszuschalten, die auf
Ausrichtungsmängel
von Zellen bei Zellstrukturen zurückzuführen sind, beispielsweise die
Risiken einer fehlenden akustischen Homogenität und der transversalen Ausbreitung
von Schallwellen.
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Gemäß der Erfindung
wird dieses Ergebnis mittels einer akustischen Platte mit Sandwich-Aufbau erhalten,
umfassend: eine Widerstandsschicht; die eine Vorderfläche der
Platte bildet, eine Zellstruktur, die aus mindestens zwei übereinandergelagerten Zellschichten
gebildet ist, von denen jede ein Zellennetz aufweist, einen porösen Separator,
der zwischen die benachbarten Zellschichten eingefügt ist, und
einen Reflektor, der eine Rückfläche der
Platte bildet, dadurch gekennzeichnet, dass der poröse Separator
auf jeder seiner Flächen
Führungen
trägt,
die in mindestens einige der Zellen der dem Separator benachbarten
Zellschichten hineinragen, und die auf der gesamten Oberfläche des
Separators verteilt sind.
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Das
Vorhandensein von Führungen
auf jeder der Flächen
des porösen
Separators gestattet es, die Kontinuität der Trennwände und
folglich der Zellen der zelligen Struktur zwischen der unteren Oberfläche der
Widerstandsschicht und dem Reflek tor sicherzustellen. Die Probleme
einer lokalen Fehlausrichtung der Zellen, die unweigerlich bei Platten
mit mehreren Freiheitsgraden nach dem Stand der Technik, die aus
mehreren übereinandergelagerten
zelligen Strukturen gebildet sind, auftauchen, werden also vermieden.
Infolgedessen bestehen die Risiken einer fehlenden Homogenität nicht
mehr.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung sind die Widerstandsschicht, die zelligen Schichten, der
poröse
Separator und der Reflektor untereinander durch Verkleben hergestellt.
Diese Materialien sind vorzugsweise aus der Gruppe gewählt, die
metallische Stoffe, Verbundstoffe und thermoplastische Stoffe umfasst.
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In
den bevorzugten Ausführungsformen
der Erfindung sind die Führungen
rohrförmig
oder in der Form einer massiven Stange mit kreisförmigen Querschnitt.
Dieser Querschnitt kann auf der gesamten Länge der Führung einheitlich sein oder
aber auch Enden mit sich verjüngendem
Querschnitt umfassen, um ihre Anbringung zu erleichtern. Sie können auch einen
unterschiedlichen Querschnitt aufweisen, beispielsweise in Sternform
mit mindestens drei Zweigen, ohne über den Schutzumfang der Erfindung
hinauszugehen. Außerdem
können
die Stangen ohne Unterschied aus einem porösen oder nicht-porösen Material
hergestellt sein.
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Kurzbeschreibung der Zeichnungen
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Im
folgenden wird anhand eines nicht-einschränkenden Beispiels eine bevorzugte
Ausführungsform
der Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben,
in denen zeigen:
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1 eine
Schnittansicht, die schematisch eine erfindungsgemäße akustische
Sandwich-Platte darstellt, und
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2a–2c Schnittansichten
in vergrößertem Maßstab, welche
Ausführungsvarianten
der von dem porösen
Separator getragenen Führungen darstellen.
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Detaillierte Beschreibung
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung
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Wie
schematisch in 1 dargestellt ist, ist eine
erfindungsgemäße akustische
Sandwich-Platte aus einer Übereinanderlagerung
mehrerer untereinander verbundener Bestandteile gebildet. Zum leichteren
Verständnis
sind diese Bestandteile leicht voneinander beabstandet dargestellt.
In der Praxis befinden sie sich in engem Kontakt auf der gesamten Oberfläche der
Platte.
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Die
akustische Platte gemäß der Erfindung kann
eben sein, wie es als Beispiel dargestellt ist. Sie kann aber auch
irgendeine andere Form aufweisen, insbesondere eine gekrümmte Form,
wie dies der Fall ist, wenn sie in die Gondel oder in ein Triebwerksgehäuse eines
Turboreaktors integriert ist.
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Im
folgenden wird der Aufbau der Platte beschrieben, indem von deren
Außenfläche 10,
als "Vorderfläche" bezeichnet, zu ihrer
Innenfläche 12, als "Rückfläche" bezeichnet, vorgegangen wird. In 1 sind
die Vorderfläche 10 und
die Rückfläche 12 jeweils
nach unten bzw. nach oben ausgerichtet.
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Somit
umfasst ausgehend von der Vorderfläche 10 die akustische
Platte gemäß der Erfindung der
Reihe nach eine Widerstandsschicht 14, eine zellige Struktur 16 und
einen rückwärtigen Reflektor 17.
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Die
Widerstandsschicht 14 ist porös oder durchbrochen bzw. durchlöchert. Sie
steht in Kontakt mit der Außenluft
und wird als erste von der Schallwelle, die es zu dämpfen gilt,
getroffen. Wie bei den bestehenden akustischen Platten mit doppeltem Freiheitsgrad
ist die Widerstandsschicht 14 so gestaltet, dass sie auftreffende
Schallenergie in Wärme umwandeln
kann.
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Wenn
die Platte in die Gondel eines Turboreaktors integriert ist, gestattet
es die Widerstandsschicht 14 auch, die aerodynamischen
und Trägheitskräfte sowie
diejenigen Kräfte,
die mit der Haltung der Gondel verbunden sind, aufzunehmen und sie
auf die strukturellen Verbindungen Gondel – Triebwerk zu übertragen.
Die zellige Struktur 16 umfasst mindestens zwei übereinander
angeordnete Zellschichten 18. Die Anzahl der die zellige
Struktur 16 bildenden Schichten 18 ist. gleich
der Anzahl von gewünschten
Freiheitsgraden für
die akustische Platte. Bei der in 1 dargestellten
Ausführungsform weist
die akustische Platte zwei Freiheitsgrade auf, und die zellige Struktur 16 umfasst
demnach zwei akustische Schichten 18. Diese Anzahl kann
aber auch höher
als zwei sein, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu überschreiten.
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Jede
der zelligen Schichten 18 der Struktur 16 umfasst
ein Zellennetz 20, wobei die Zellen jedes Netzes durch
Trennwände 22 begrenzt
sind. Die Zellennetze 20 der verschiedenen Schichten 18 sind identisch,
damit die Zellen 20 und ihre Trennwände 22 ausgerichtet
werden können,
wie 1 veranschaulicht. Zu diesem Zweck sind die Formen,
die Dimensionen und die Verteilung der Zellen 20 jeder
der Schichten 18 die gleichen.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung haben die zelligen Schichten 18 die Form von
Bienenwaben. Die Zellen 20 weisen dabei einen sechseckigen
Querschnitt auf. Es können
aber auch zellige Schichten mit Zellen 20 unterschiedlicher Querschnitte
eingesetzt werden (kreisförmig,
dreieckig, quadratisch, trapezoidförmig, etc.), ohne den Schutzumfang
der Erfindung zu überschreiten.
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Die
zellige Struktur 16 mit den zelligen Schichten 18 hat
die gleiche Funktion wie bei den akustische Platten mit mehreren
Freiheitsgraden nach dem Stand der Technik. Diese Funktion ist dem Fachmann
bekannt, so dass sie hier nicht weiter erläutert wird.
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Ein
Trennelement 24 ist zwischen jedes Paar benachbarter zelliger
Schichten 18 der zelligen Struktur 16 eingefügt. Im Fall
einer Platte mit zwei Freiheitsgraden, wie sie in 1 dargestellt
ist, ist ein einziges Trennelement zwischen die beiden zelligen
Schichten 18 eingefügt.
Allgemeiner gesagt ist die Anzahl von Trennelementen 24 um
eine Einheit kleiner als die der zelligen Schichten 16 bzw. 18.
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Jedes
Trennelement 24 ist aus einem porösen Material hergestellt. Dieses
Material wird wegen seiner akustischen Dämpfungseigenschaften, wegen seiner
Korrosionsbeständigkeit und
seiner geringen Masse deswegen gewählt, weil das strukturelle
Belastungsniveau, dem es unterworfen ist, gering ist.
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Das
poröse
Material des Trennelements 24 kann ein metallisches, synthetisches
oder auf verschiedenen Fasern beruhendes Gewebe sein. Es kann sich
auch um ein thermoplastisches oder plastisches poröses Material
handeln. Es erfüllt
die gleiche Funktion wie die porösen
Trennelemente, die zwischen die zelligen Schichten von akustischen Platten
mit mehreren Freiheitsgraden nach dem Stand der Technik eingefügt sind.
Diese Funktion ist dem Fachmann bekannt, so dass sie hier nicht
beschrieben wird.
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Gemäß der Erfindung
trägt das
poröse Trennelement 24 auf
jeder seiner Seiten Führungen 26.
Die Führungen 26 sind
regelmäßig auf
der gesamten Oberfläche
des Trennelements 24 gemäß einem Netz verteilt, das
demjenigen der Zellen 20 der zelligen Schichten 18 überlagerbar
ist. Außerdem sind
die Form und die Dimensionierung der Führungen 26 derart,
dass jede von ihnen in eine der Zellen 20 mit einem Spiel
eindringen kann, das so eng wie möglich ist.
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Der
Ausdruck "überlagerbares
Netz" bedeutet,
dass jede der Führungen 26 einer
Zelle 20 gegenüberliegt,
wenn die zelligen Schichten 18 und der oder die Trennelement(e) 24 übereinandergelagert werden.
Dieses Ergebnis kann erreicht werden, indem auf jeder Seite bzw.
Fläche
des Trennelements 24 so viele Führungen 26 vorgesehen
werden, als es Zellen 20 auf der benachbarten zelligen
Schicht 18 gibt, das heißt vorzugsweise, indem das
Trennelement mit einer Anzahl von Führungen 26 versehen wird,
die geringer ist als die der Zellen 20, wie 1 darstellt.
In letzerem Fall muss die Anzahl der Führungen 26 nur ausreichend
sein, damit eine korrekte Ausrichtung der Zellen 20 und
der Trennwände 22 auf
der gesamten Platte gewährleistet
ist (man kann beispielsweise eine Führung 26 für drei bis
fünf ausgerichtete
Zellen 20 vorsehen). Um diese Bedingung zu erfüllen, ist
die Anzahl der Führungen 26 umso größer, je
stärker
die Krümmung
der Platte ist.
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Die
von den Führungen 26 gebildete
Form kann eine beliebige sein, unter der Bedingung, dass die gesuchte
Wirkung der mechanischen Positionierung erreicht wird. In der in 1 dargestellten
Ausführungsform
sind die Führungen 26 rohrförmig. Sie können aber
auch eine unterschiedliche Form aufweisen, beispielsweise einen
Querschnitt in Sternform, mit drei oder vier Verzweigungen, ohne über den
Rahmen der Erfindung hinauszugehen.
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Wenn
die Führungen 26 rohrförmig sind, können sie
einen kreisförmigen
oder polygonalen Querschnitt aufweisen. Dieser Querschnitt kann gleichmäßig sein,
wie in 1 dargestellt ist, oder aber variabel, beispielsweise
zu den Enden hin verjüngt
oder abgerundet, um die Montage zu erleichtern, wie 2a veranschaulicht.
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Bei
einer weiteren, in den 2b und 2c dargestellten
Ausführungsvariante
sind die Führungen 26 aus
massiven Stangen gebildet. Im Fall der 2b endet
die Stange in einem konischen Ende. Im Fall der 2c weist
die Stange im Schnitt längs
ihrer Longitudinalachse eine abgerundete Form auf, beispielsweise
im wesentlichen oval oder elliptisch.
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Die
Führungen 26 können aus
beliebigen Materialien hergestellt sein, die hauptsächlich von dem
für das
sie tragende Trennelement gewählten Material
abhängt.
Je nach den Materialien können die
Führungen 26 am
Trennelement durch Schweißen,
Verkleben oder Einrasten befestigt werden.
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Bei
der in 1 dargestellten Ausführungsform umfassen die Führungen 26 ausgerichtete Rohrpaare 28,
die getrennt auf beiden Seiten des Trennelements 24 aufgebracht
sind. Die Ausrichtung der Rohre 28 wird mittels eines geeigneten
Werkzeugs in dem Augenblick durchgeführt, in dem die Rohre am Trennelement,
beispielsweise durch Verkleben, befestigt werden.
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In
einer Ausführungsvariante
umfassen die Führungen 26 Elemente 28 (in
Form von Rohren in 1), die das Trennelement 24 durchsetzen.
Die Ausrichtung wird dabei durch die Konstruktion gewährleistet,
ohne dass es notwendig wäre,
ein spezielles Werkzeug zu benutzen. Im Fall von rohrförmigen Führungen
sind diese dabei aber ohne Trennelement, außer wenn rohrförmige Führungen
verwendet werden, die im Innern mit einzelnen Trennelementen vor
oder nach ihrer Befestigung am Trennelement versehen werden.
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Der
rückwärtige Reflektor 17 ist
auf die gleiche Art und Weise hergestellt wie die akustischen Platten
nach dem Stand der Technik gemäß den üblichen
Kenntnissen des Fachmanns.
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Folglich
wird hier keine spezielle Beschreibung vorgenommen. Die verschiedenen
Bestandteile der akustischen Platte gemäß der Erfindung, das heißt die Widerstandsschicht 14,
die zelligen Schichten 18, das oder die Trennelement(e) 24 und
der rückwärtige Reflektor 17 werden
untereinander durch Verkleben zusammengebaut. Die Montage wird realisiert:
- – 1)
indem die Widerstandsschicht 14 in eine Form gegeben wird;
- – 2)
indem eine erste zellige Schicht 18 auf die Widerstandsschicht 14 mittels
eines Klebemittels geklebt wird;
- – 3)
indem das Trennelement 24, versehen mit seinen Führungen 26,
auf die erste zellige Schicht 18 geklebt wird, wobei darauf
geachtet wird, dass die auf der Seite des Trennelements, die der
ersten zelligen Schicht zugewandt ist, angebrachten Führungen 26 in
die Zellen derselben eindringen;
- – 4)
indem eine zweite zellige Schicht 18 auf das Trennelement 24 geklebt
wird, wobei darauf geachtet wird, dass die an der dieser Schicht
zugewandten Seite des Trennelements angebrachten Führungen 26 in
die Zellen der zweiten zelligen Schicht eindringen; und
- – 5)
indem der rückwärtige Reflektor 17 auf
die zweite zellige Schicht 18 mittels eines Klebstoffs geklebt
wird.
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Diese
Beschreibung betrifft die Herstellung einer Platte mit zwei Freiheitsgraden,
wie sie in 1 dargestellt ist. Wenn die
Anzahl der Freiheitsgrad höher
ist, werden die Schritte 3) und 4) so oft wie nötig wiederholt.
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Der
verwendete Klebstoff, um die verschiedenen Bestandteile der Platte
untereinander zu verbinden, kann die Form eines Films aufweisen
oder kann mindestens auf einen der zu sammenzufügenden Bestandteile gespritzt
oder gesprüht
werden. Allgemein können
die verschiedenen Bestandteile der Platte aus verschiedenen metallischen,
Verbund-, thermoplastischen etc. Materialien hergestellt sein.
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Die
Verwendung des Trennelements 24 gemäß der Erfindung ermöglicht es,
die Platte aus mit dem verwendeten Klebstoff identischen oder kompatiblen
Materialien herzustellen, das heißt, aus einer einzigen Familie
von Materialien (beispielsweise alle Verbundmaterialien). Auf diese
Weise werden Probleme der Korrosion und galvanischer Momente vermieden.
Außerdem
wird eine Verklebung hoher Qualität zwischen den verschiedenen
Bestandteilen garantiert.
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Darüberhinaus
ist es wesentlich, dass die Verwendung eines mit Führungen 26 versehenen Trennelements
die Kontinuität
der Zellen und der Trennwände
der zelligen Schichten 18 zwischen der vorderen Widerstandsschicht 14 und
dem rückwärtigen Reflektor 17 gewährleistet.
Die Zellen 20 werden so automatisch ausgerichtet, unabhängig von
der Form der Platte, und insbesondere wenn es sich um eine komplexe
oder nicht-entwickelbare
aerodynamische Form handelt. Diese Anordnung ermöglicht es außerdem,
das laterale Entweichen von Energie zu eliminieren und infolgedessen
eine lokalisierte akustische Reaktion zu bewahren.