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Die vorliegende Erfindung betrifft
eine landwirtschaftliche Zusammensetzung und ein Verfahren zum Schützen von
Pflanzen, zum Fördern
ihrer Resistenz gegenüber
einer Infektion durch Pathogene und zum Steigern ihrer Toleranz
gegenüber
Kälte,
Salzgehalt und Trockenheit.
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Existierende Techniken zur Kontrolle
von Pflanzenpathogenen sind normalerweise von der Anwendung von
Pestiziden auf Pflanzen abhängig,
die eine toxische Aktivität
direkt auf das eindringende Pathogen oder auf den Vektor des Pathogens
ausüben.
Somit sind Landwirtschafts- und Gartenkulturen stark von der regulären Sprühanwendung
von Fungiziden zur Kontrolle von Pilzerkrankungen und Insektiziden
und/oder Nematiziden zur Kontrolle der Vektoren viralen Erkrankungen
abhängig.
Es sind derzeit keine Pestizide für eine routinemäßige Sprühanwendung
zur Kontrolle bakterieller Erkrankungen von Pflanzen verfügbar.
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Das aktive Mittel der landwirtschaftlichen
Zusammensetzung gemäß der vorliegenden
Erfindung arbeitet nicht in der gleichen Weise, in der Fungizide,
Nematizide und Insektizide arbeiten, d. h. durch das direkte Abtöten eines
Organismus. Stattdessen basiert es teilweise auf seiner Fähigkeit,
spezifische Signaltransduktionsstoffwechselwege in Pflanzen zu stimulieren,
die mit der Ausübung
von Resistenzreaktionen assoziiert sind. Eine Pflanze reagiert auf
eine Anzahl externer Signale, die sie in die Lage versetzen, ihre
Umgebung zu "erkennen" und in einer geeigneten
Weise zu reagieren. Komponenten der Zusammensetzung gemäß der Erfindung
sind dahingehend entwickelt, verschiedene Signaltransduktionsstoffwechselwege
zu stimulieren/aktivieren und dadurch das Potenzial der Pflanze
auf eine anschließende
Infektion durch ein potenzielles Pathogen zu verstärken und
zu maximieren. Existierende Technologien und Ansätze haben einzelne Komponenten verwendet,
um Pflanzenresistenzreaktionen zu aktivieren und verlassen sich
stark auf die Verwendung synthetischer Chemikalien. Es wurden Probleme
mit existierenden Ansätzen
zur Stimulierung einer Widerstandsfähigkeit als praktisches Verfahren
einer Erkrankungskontrolle festgestellt. Diese Probleme umfassten
Phytotoxizität
(Gelbfärbung,
Nekrose und allgemeine Pflanzenschwäche), den Man gel signifikanter
Ausmaße
einer Erkrankungskontrolle und den Mangel an Reproduzierbarkeit/Dauerhaftigkeit.
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Zusammensetzungen, die Chitosan und
möglicherweise
(natürliche)
ungesättigte
Fettsäuren,
Algenextrakte, zur Förderung
der Resistenz gegen Pflanzenerkrankungen ohne die Gefahr einer Umweltverschmutzung
umfassen, sind bereits bekannt (Ref. EP-878129, FR-2667072, JP-5194605, JP-4360806,
WO-8907395 und JP-7048214). Jedoch weisen diese bekannten Zusammensetzungen
häufig
eine unzureichende Effizienz für
eine wirksame landwirtschaftliche und gärtnerische Anwendung auf. Aus
der WO-9953761 ist
es auch bekannt, ein Phosphorsäurederivat
als Verstärker
der Pflanzenverteidigungsreaktionen zu verwenden. Eine breite und
gleichzeitige Stimulatierung mehrerer Reaktionen in der Pflanze
ist jedoch nicht möglich.
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Die Hauptaufgabe der vorliegenden
Erfindung war es, eine neue landwirtschaftliche Zusammensetzung
zum Fördern
der Resistenz gegen Pflanzenerkrankungen unter Vermeidung der Nachteile
des Standes der Technik zur Verfügung
zu stellen, nämlich
einen robusten, im Spektrum breiten Schutz gegen Pflanzenpathogene
ohne nachteilige Nebenwirkungen zur Verfügung zu stellen.
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Es war eine andere Aufgabe, eine
landwirtschaftliche Zusammensetzung zu erhalten, die die abiotische
Stresstoleranz der Pflanzen gegen Faktoren wie Kälte, Salzgehalt und Trockenheit
erhöht.
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Es war eine weitere Aufgabe, ein
praktisches Verfahren zur Verwendung der landwirtschaftlichen Zusammensetzung
zu erhalten sowie die wirksame Anwendung dieses auf die Pflanzen.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Die Erfinder haben überraschenderweise
herausgefunden, dass die Anwendung einer Zusammensetzung, die Chitosan,
mehrfach ungesättigte ω-3-Fettsäuren, Phosphat
und Seegras-abgeleitete Extrakte, vorzugsweise aus Ascophyllum nodosum
umfasst, nicht aber Extrakte oder Extraktfraktionen aus weiteren
marinen Makroalgen, wie Laminaria spp. und anderen ausschließt, einen
robusten, im Spektrum breiten Schutz gegen bakterielle, Pilz- und
Viruspflanzenpathogene ohne nachteilige Nebenwirkungen erzielt.
- 1. Die landwirtschaftliche Zusammensetzung
gemäß der Erfindung
basiert auf natürlichen
(nicht-synthetischen) Komponenten, nimmt jedoch synthetische Komponenten
in optionalen Formulierungen mit auf.
- 2. Besagte Zusammensetzung enthält mehrere Komponenten, um
die induzierte Resistenzreaktion der Pflanze zu maximieren.
- 3. Besagte Zusammensetzung ist nicht phytotoxisch und bewirkt
keine offensichtlichen ungewollten Nebenwirkungen in Bezug auf Gelbfärbung, Wachstumshemmung,
Nekrose und jeglicher anderen zerstörerischen Wirkung.
- 4. Es wurde nicht festgestellt, dass die erfundene Zusammensetzung
die Ausbeute beeinträchtigt.
- 5. Besagte Zusammensetzung enthält mehrere Komponenten, die
entwickelt wurden, um in einem weiten Bereich von einkeimblättrigen
und zweikeimblättrigen
Pflanzenfamilien zu wirken.
- 6. Die Zusammensetzung ist entwickelt worden, um gegen einen
großen
Bereich an Pflanzenerkrankungen zu wirken.
- 7. Die Zusammensetzung ist dahingehend entwickelt worden, dass
sie mit Biokontrollmitteln, wie gutartigen Pilzen und Bakterien,
kompatibel ist.
- 8. Die Zusammensetzung der Erfindung ist flexibel und unterschiedliche
Proportionen der einzelnen Komponenten liegen im Umfang der Erfindung.
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Die erfundene landwirtschaftliche
Zusammensetzung umfasst alle Mischungen der folgenden: Chitosan,
das einen Acetylierungsgrad zwischen 5 und 40% aufweisen kann; mehrfach
ungesättigte
Fettsäuren,
die ω-3-Fettsäuren (z.
B. Fischöle,
Kabeljauleberöltriglyceride,
etc.) sein können;
Phosphat, vorzugsweise K2HPO4,
KH2PO4. Es ist auch bevorzugt,
dass die Zusammensetzung ein pH von ungefähr 6 aufweist. Ein Seegrasabgeleiteter
Extrakt, vorzugsweise aus dem Seegras Ascophyllum nodosum, dies
schließt
aber nicht Extrakte oder Extraktfraktionen aus weiteren marinen
Makroalgen, wie Laminaria spp. und anderen aus, ist sowohl für eine verbesserte
Krankheitskontrolle wie auch verbesserte Pflanzenernährung mitumfasst.
Diese Formulierungen werden als: COP oder COPS abgekürzt (mit
Seegras-abgeleitetem Extrakt).
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Ein großer Bereich an Zusatzstoffen
verstärkt
die Effizienz der oben spezifizierten Formulierung. Beispiele nützlicher
Adjuvanzien sind:
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Agral (ein nicht-ionisches Tensid
von Zeneca Crop Protection, Bracknell, England), Silwet (Polyalkylenoxid-modifiziertes
Heptamethyltrisiloxan), Bond, LI-700 (penetrierendes Mittel, nicht-ionisches
Benetzungstensid, das aus Sojabohnenlecithin und organischer Säure hergestellt
wird, Newman Agrochemicals Ltd., Cambridge, England) und Seapower
(oberflächenaktives
Mittel: Natural Marine Resources Ltd., Kenilworth, Warwickshire,
England).
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Die Wirkungen der Adjuvanzien allein
und in Kombination mit COP, die als prozentanteilige Verringerung
an Mehltau, die durch jede Behandlung in Vergleich zu der nicht-behandelten Kontrolle
auf ganzen Gerstenpflanzen erzielt werden, werden in Tabelle 1 gezeigt.
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Zusammenfassung der prozentanteiligen
Reduktion von Mehltau, die durch Kombination von Adjuvanzien und
COP (Chitosan 1,5 mg/ml, Öl
1% und Phosphat 100 mM) auf ganzen Gerstepflanzen erreicht wird, die
1 bis 5 Tage nach dem Besprühen
inokuliert wurden. Die Kontrollmenge wird für das 1. Blatt und für die gesamte
Pflanze als Prozentanteil im Vergleich zu unbehandelten Kontrollpflanzen
illustriert.
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Diese Erfindung betrifft die Förderung
der Resistenz aller einkeimblättrigen
und zweikeimblättrigen Pflanzen,
wie es für
Gerste, Weizen, Tomate, Gurke und Salat gezeigt wird.
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Die landwirtschaftliche Zusammensetzung
gemäß der Erfindung
kann auf die Blätter
und Wurzeln der Pflanzen durch Aufsprühen, Tränken, Einweichen, Samenbeschichten,
Tauchen und mittels Bestäubungssystemen
aufgetragen werden.
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Experimentelle Daten, die die Wirksamkeit
der Komponenten (einzeln und in Kombination) zeigen, werden unten
und in Tabelle 1 oben beschrieben.
- 1. Die Fähigkeit
von aus Seegras abgeleiteten Extrakten zur Stimulierung einer erhöhten Synthese
von antimikrobiellen Phytoalexinen in einem getrennten Sojabohnen-Auslösungsassay
wurde in den 1–5 gezeigt.
- 2. Der Mangel einer Induktion der Sojabohnen-Phytoalexinsynthese
in dem getrennten Sojabohnen-Auslösungsassay wurde in 6 für Chitosan und für ω-3-Fettsäuren (Tran
Maritex) in 7 gezeigt.
- 3. Die Fähigkeit
von aus Seegras abgeleiteten Extrakten, hochacetyliertem Chitosan
(Seacure CI210), ω-3-Fettsäuren (Tran
Maritex) und Phosphat zur Kontrolle von Mehltau auf abgetrennten
Gerstenblättern wurde
in den 8, 9, 10, 11 gezeigt.
Es bewirkt eine deutliche Verringerung (bis zu 99,8% auf den ersten Blättern bei
einer Infektion mit Mehltau (Erysiphe graminis f. sp. hordei), wenn
es auf Gerstepflanzen (Hordeum vulgare) vor der Infektion wie in 12 illustriert aufgesprüht wird.
- 4. Die Fähigkeit
von aus Seegras abgeleiteten Extrakten, hochacetyliertem Chitosan
(Seacure CI210) und ω-3-Fettsäuren (Tran
Maritex) zur Kontrolle von Mehltau auf Assays mit ganzen Gerstepflanzen
wurde in den 11, 13, 14 gezeigt.
- 5. Die Fähigkeit
von aus Seegras abgeleiteten Extrakten, hochacetyliertem Chitosan, ω-3-Fettsäuren und Phosphat
(COP) zur Kontrolle von Botrytis auf ganzen Tomatenpflanzen wurde
in 15 gezeigt.
- 6. Die Fähigkeit
der COP-Formulierung (und Untersuchung verschiedener unterschiedlicher
Adjuvanzien) zur Kontrolle von Mehltau auf ganzen Gerstepflanzen
wurde in 16 gezeigt.
- 7. Einzeln zeigen die Komponenten Aktivität (zur Induktion von Phytoalexinen
in Sojabohnenkotyledonen oder induzieren Resistenz gegen eine Pathogeninfektion
auf abgetrennten Blättern
und ganzen Pflanzen der Gerste) in dem Bereich: 200– 1500 μg/ml für Chitosan,
0,125–1%
(Gew : V) für ω-3-Fettsäuren (Tran Maritex- Kabeljauleberöltriglyceride),
30–100
mM für
Phosphat (K2HPO4,
KH2PO4) pH 6,0,
2,5–2,5 × 105 μg/ml
für einen
Seegras-abgeleiteten Extrakt.
- 8. Die Wirkungen der Komponenten sind komplementär und können wirksam
kombiniert werden, um eine stärkere
Kontrolle zu ergeben als jede einzeln verwendete Komponente.
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Eine Unterstützung für die beanspruchte Zusammensetzung
und das Verfahren wird zudem in den 1–16 gezeigt.
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1.
Sezernierung von Phytoalexin-auslösender Aktivität auf abgetrennten
Sojabohnenkotyledonen, ausgedrück
als Absorption bei 286 nm für
eine zehnfache Verdünnungsserie
von Seegrasextrakt (Algifert 25% Trockenmasse) aus Ascophyllum nodosum.
Die experimentellen Beobachtungen zeigen eine erhöhte antimikrobielle
Phytoalexinsynthese in Sojabohnenkotyledonen für erhöhte Anwendungen der Seegrasextrakte bis
zu einem Maximum von 1 ml in 100 ml. Für den extrem hohen Gehalt des
Auslösers
wird das maximale Potenzial für
eine Phytoalexinsezemierung verringert.
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2.
Sezernierung von Phytoalexinauslöseraktivität auf abgetrennten
Sojabohnenkotyledonen, ausgedrückt
als Absorption bei 286 nm für
eine zehnfache Verdünnungsserie
von Seegrasextrakt (Algifert K, 30% Trockenmasse) aus Ascophyllum
nodosum. Die experimentellen Beobachtungen illustrieren das auslösende Potenzial
zur Erhöhung
der antimikrobiellen Phytoalexinsynthese in Sojabohnenkotyledonen
für erhöhte Anwendungen
aktueller Seegrasextrakte. Die Aktivität wird bis zu einem Maximum
von 1 ml in 100 ml erhöht.
Jedoch reduzieren zu hohe Dosen an Seegrasextrakten die Menge an
antimikrobieller Phytoalexinsezernierung in dem gleichen experimentellen
System.
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3.
Sezernierung von Phytoalexinauslöseraktivität auf abgetrennten
Sojabohnenkotyledonen, ausgedrückt
als Absorption bei 286 nm für
eine zehnfache Verdünnungsserie
von Seegrasextrakt (Algiflor K, 25% Trockenmasse) aus Ascophyllum
nodosum. Das Experiment zeigt das Potenzial der verwendeten Auslöserkanditaten-Algenbase
zur Induktion der Synthese von antimikrobiellen Phytoalexinen in
Sojabohnenkotyledonen.
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4.
Sezernierung der Phytoalexin-auslösenden Aktivität auf abgetrennten
Sojabohnenkotyledonen, ausgedrückt
als Absorption bei 286 nm für
eine zehnfache Verdünnungsserie
des Seegrasextrakts "Algea Base" aus Ascophyllum
nodosum. Das Experiment zeigt das Potenzial des verwendeten Auslöserkandidaten Algea
Base zur Induktion der Synthese antimikrobieller Phytoalexine in
Sojabohnenkotyledonen.
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5.
Sezernierung von Phytoalexinauslöseraktivität auf abgetrennten
Sojabohnenkotyledonen, ausgedrückt
als Absorption bei 286 nm für
eine zehnfache Verdünnungsserie
des Seegrasextrakts "Hydro
Plus Alga Gold",
der aus Ascophyllum nodosum hergestellt wird. Das Experiment zeigt
die Aktivität
des verwendeten Auslöserkandidaten "Hydro Plus Alga Gold" zur Induktion einer
Synthese von antimikrobiellen Phytoalexinen in Sojabohnenkotyledonen.
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6.
Sezernierung der Phytoalexinauslöseraktivität auf abgetrennten
Sojabohnenkotyledonen. Die Induktion der Auslöserphytoalexinsynthese wird
als Absorption bei 286 nm für
zehnfache Verdünnungsserien der
Seegrasextraktzubereitungen "Algifert,
25%", "Algifert K, 20%", "Algea Base", "Algiflor K 25%", die Hefeextraktzubereitung "YE" und die hochacetylierte
Chitosanzubereitung "Seacure
CL210" ausgedrückt.
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7.
Sezernierung der Phytoalexinauslöseraktivität, ausgedrückt als
Absorption bei 286 nm für
verschiedene ω-3-Fettsäurezubereitungen
(nämlich
Omega/Fischöl
(N8), Tran Maritex (N9), mehrfach ungesättigtes Fettsäurekonzentrat
(N10)) und eine Seegrasextraktzubereitung aus Ascophyllum nodosum
(Algifert K 30% (N2)).
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8.
Direkter Vergleich der Wirksamkeit von nicht-gepuffertem Chitosan
(60% deacetyliertes Chitosan ("Seacure
CL210") und Standardchitosan
("Seacure F310")) zur Verringerung
von Mehltaumengen auf abgetrennten Gersteblättern. Das Experiment wurde
auf abgetrennten Gersteblättern
auf 0,5% Wasseragar mit Benzimidazol (120 mg/l), gefolgt von der
Inokulation des Pathogens (Erysiphe graminis) 1 Tag nach dem Besprühen durchgeführt. Beide
Chitosanzubereitungen reduzieren eine Mehltauinfektion im Vergleich
zur nicht-behandelten Kontrolle, jedoch ist die hochacetylierte
Zubereitung (CI210) aktiver als die Standardchitosanzubereitung
(F310).
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9.
Wirkung des pHs (4,5; 50 mM Acetat: 6–8; 50 mM Phosphat) auf die
Wirksamkeit der ω-3-Fettsäurezubereitung "Tran Maritex" zur Verringerung
der Mehltaumengen auf abgetrennnten Gersteblättern auf 0,5% Wasseragar mit
Benzimidazol (120 mg/l), gefolgt von Inokulation von Mehltau (Erysiphe
graminis) 1 Tag nach dem Besprühen.
Zusätzlich
zu der verringerten Infektionsmenge an Mehltau tendiert das Erhöhen der Fettsäurezubereitung,
des Phosphats und/oder des pHs dahingehend, die Infektionsmenge
des Pathogens zu verringern.
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10.
Wirkung des pHs (6–8;
40 mM Phosphatpuffer) auf die Wirksamkeit der ω-3-Fettsäurezubereitung "Tran Maritex" zur Verringerung
von Mehltaumengen auf abgerttrennten Gersteblättern auf 0,5% Wasseragar mit
Benzimidazol (120 mg/l), gefolgt von der Inokulation 1 Tag nach
dem Besprühen
[unbehandelt 14,4%]. Das Experiment bestätigt die in 9 gezeigten Ergebnisse. Phosphat selbst
verringert Mehltaumengen und die Pathogenkontrolle wird zusätzlich durch
die ω-3-Fettsäurezubereitung "Tran Maritex" verbessert.
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11.
Wirkung der Hochmolekulargewichtsfraktionen der Seegrasextrakte "Algifert 25", "Aligert K 30%", "Algiflor K 25%", "Algea Base" und "Hydro Plus Alga Gold" (alle für 72 Stunden
dialysiert) auf Mehltaumengen (E. graminis-Isolat 983) auf abgetrennten
Gersteblättern.
Die Experimente wurden unter Verwendung abgetrennter Gersteblätter auf
0,5% Wasseragar mit Benzimidazol (120 mg/l) durchgeführt, gefolgt
von der Inokulation durch das Pathogen E. graminis 2 Tage nach dem
Besprühen.
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12.
Wirkung einer Reihe von Standardadjuvanzien, die die Oberflächenpenetration
bei dem Auftrag von COP (Chitosan, ω-3-Fettsäuren und Phosphat) auf ganzen
Gerstepflanzen verbessern, die mit Mehltau (E. graminis) 5 Tage
nach der Sprühbehandlung
inokuliert wurden. Die Behandlungen zeigen eine Wirkung auf dem
1., 2., 3. und 4. Blatt von ganzen Gerstepflanzen im Vergleich zu
nicht-behandelten und Behandlungen mit Adjuvanzien allein. Die Wirkungen
werden auf Pflanzen als wirksam gezeigt, die mit der COP-Zusammensetzung
5 Tage vor der Erkrankungsinokulation durch Mehltau (E. graminis)
behandelt wurden.
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13.
Wirkung von ω-3-Fettsäurezubereitungen
("Omega/Fischöl", "Tran Maritex", "Ethylester K85/Fischöl") und Chitosan ("Seacure CL210") auf Mehltaumengen
(E. gra minis-Isolat 983) auf abgetrennten Gersteblättern auf
0,5% Wasseragar mit Benzimidazol (120 mg/l), gefolgt durch Inokulation
2 Tage nach dem Besprühen.
Die Zahlen zeigen Verdünnungsserien
von 10 (d. h. –3
bedeutet 1 ml/Liter etc.).
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14.
Wirkung von ω-3-Fettsäuren ("Omega/Fischöl", "Tran Maritex", "Ethylester K85/Fischöl") auf Mehltaumengen
(E. graminis-Isolat 983), gefolgt von der Inokulation 5 Tage nach
dem Besprühen
auf einem Pflanzenassay mit ganzer Gerste. Die Zahlen zeigen Verdünnungsserien
von 10 (d. h. –3
entspricht 1 ml/Liter etc.). Die besten Wirkungen wurden für die höchsten Behandlungsmengen
beobachtet, bei denen die Gerstepflanzen ihre Resistenzstärke nach
5 Tagen beibehielten, wenn sie durch Inokulation mit Mehltau herausgefordert
wurden.
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15.
Wirkung einer Reihe von Adjuvanzien in der Anwendung von COP (Chitosan, ω-3-Fettsäuren und
Phosphat) auf Tomatenpflanzen, die mit B. cinerea 1 Tag nach Sprühbehandlung
inokuliert worden waren. Die illustrierten Experimente zeigen, dass
COP eine Botrytis cinerea – Infektion
auf Tomatenpflanzen verringert. Die besten Wirkungen der Behandlungen
werden unter Verwendung der Adjuvanzien Li-700 oder Seapower erhalten.
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16.
Wirkung einer Reihe von oberflächenaktiven
Adjuvanzien allein und in Kombination mit COP (Chitosan, ω-3-Fettsäuren und
Phosphat) auf ganze Gerstepflanzen, die mit Mehltau 1 Tag nach der
Behandlung inokuliert wurden. Die Experimente zeigen die zusätzlichen
Wirkungen durch das Mitumfassen der richtigen Adjuvansformulierung
(siehe auch Tabelle 1).
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Während
das Konzept einer induzierten Resistenz zuvor hypothetisch angedacht
wurde, gab es niemals eine aktive Debatte darüber, ob das Induzieren einer
Resistenz die Ausbeute verringern würde oder ob eine Sprühanwendung
von Resistenzauslösern
phytotoxisch durch das Induzieren der Akkumulierung von toxischen
Pflanzenmetaboliten schädlich
sein würde.
Tatsächlich
wurde von Bion®,
einem synthetischen Resistenzauslöser, der auf einer chemischen
Kernstruktur basiert, die mit Salicylsäure verwandt ist, gezeigt,
dass er nachteilige Wachstumswirkungen bewirkt (z. B. Vergilben),
wenn er auf adulte Pflanzen, wie Gerste und Weizen, aufgetragen
wird. Überraschenderweise
wurde von der Kombination der Resistenzauslöser in "COPS" gezeigt,
dass sie keine nachteili gen Nebenwirkungen auf den untersuchten
Pflanzen hat (keine Gelbfärbung, kein
gehemmtes Wachstum, keine Nekrose). Ein wesentliches Merkmal von
COPS ist daher, dass keine Symptome einer Phytotoxizität und keine
direkte toxische Wirkung gegen andere Organismen beobachtet wurde.
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Der Vorteil der Kombination dieser
Komponenten liegt in deren verschiedenen Wirkungsmodi. Pathogene
setzen Virulenz- und Avirulenz-"faktoren" während des
Infektionsvorganges frei. Diese Faktoren sind potenziell durch Pflanzen
erkennbar und können
bedingt durch ihre unterschiedlichen chemischen Strukturen in verschiedene
Gruppen klassifiziert werden. Jede "Gruppe" von Virulenz/Avirulenzfaktoren ist
potenziell in der Lage, verschiedene Signaltransduktionsstoffwechselwege
in der Pflanze zu stimulieren. "COPS" wirkt teilweise,
um eine Anzahl solcher Signaltransduktionsstoffwechselwege zu stimulieren,
wodurch das Potenzial der Pflanze, eine Resistenz-verwandte Reaktion
auf Infektion hin auszulösen
maximiert wird. Dieses ergibt einen stärkeren, dauerhafteren und breiteren
Bereich an Pathogenkontrolle als Auslöserzubereitungen, die auf einem
einzelnen Inhaltsstoff beruhen. Zusätzlich, und vielleicht noch
wichtiger, kann die Mehrfachauslöserstrategie
eine Versicherung gegen "schädliche Umweltwechselwirkungen" zur Verfügung stellen,
da es unwahrscheinlich ist, das diese alle Komponenten gleich betreffen.