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GEGENSTAND
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Wickelfolienverpackung,
auf ein Wickelverfahren oder Umhüllungsverfahren
und auf eine Wickelmaschine oder Umhüllungsmaschine. Bei der Anwendung
des Wickelverfahrens und der Wickelmaschine können die beiden entgegengesetzten
Endflächen
eines zu umwickelnden Gegenstandes mit einem Schutzfilm bedeckt
werden und der Gegenstand kann mit einer Länge eines Wickelfolienbandes
gewickelt werden.
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STAND DER
TECHNIK
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Durch
das Wickelverfahren kann ein zu umwickelnder Gegenstand mit einer
Schutzfolie so gewickelt werden, dass um ihn herum eine Lage ausgebildet
wird, die den Gegenstand während
des Transports und während
der Lagerung schützt.
Jedoch ist es durch das Wickelverfahren schwierig, den Gegenstand
vollständig
zu umwickeln, da das Wickeln nicht an den Endflächen des Gegenstandes, der
verpackt wird, ausgeführt
werden kann. Wenn eine Endfläche oder
beide Endflächen
des zu umwickelnden Gegenstandes geschützt werden soll bzw. sollen,
wird die Endfläche
oder werden die Endflächen
mit separaten Folien eines Schutzfilms versehen, beispielsweise ein
haltbarer Kunststofffilm. Die Ränder
der (Folien-)Blätter
an den Endflächen
werden zu den Seiten des Gegenstandes so gedreht, dass, wenn der
Gegenstand umwickelt wird, sie unter dem Schutzfilm, wie beispielsweise
ein Kunststofffolienband, gewickelt um den Gegenstand oder zwischen
unterschiedlichen Lagen des Wickelmaterials verbleiben. Beim Ende
des Wickelvorgangs werden die obersten Kunststofffolienlagen des Wickelns
miteinander vernäht
und das von einer Rolle abgerollte Kunststofffolienband wird abgetrennt.
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Um
die (Folien-)Blätter
des Kunststofffilms an den Endflächen
des zu umwickelnden Gegenstandes anzuordnen, können viele Verfahren angewendet
werden. Um eine Verpackung zu erzielen, die so dicht wie möglich ist,
wird eine Länge
eines Kunststofffolienbandes üblicherweise
um den zu umwickelnden Gegenstand herumgewickelt, um eine Filmlage
an diesem auszubilden, bevor eine Schutzfolie an die Endfläche gesetzt
wird. Der Wickelvorgang wird dann üblicherweise unterbrochen,
um zu ermöglichen,
das eine Schutzfolie an der Endfläche angeordnet wird, woraufhin
der Wickelvorgang fortgesetzt werden kann. Wenn Schutzfolien an
beiden Endflächen
oder an der oberen Fläche
und an der Bodenfläche
anzuordnen sind, wird das Wickelverfahren sehr kompliziert und schwierig
anzuwenden.
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Die
Druckschrift DE-A-40 21 307 zeigt eine Lösung, bei der separate Endblätter für den zu
verpackenden Gegenstand von zwei separaten Filmrollen kommen, und
sie offenbart eine Verpackung, ein Verfahren und eine Maschine gemäß den Oberbegriffen der
beigefügten
Ansprüche
1, 2 und 4.
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AUFGABE DER
ERFINDUNG
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine neue Wickelfolienverpackung,
ein neues Wickelverfahren und eine neue Wickelmaschine zu schaffen,
die nicht die vorstehend beschriebenen Nachteile haben, und die
es ermöglichen,
dass ein Gegenstand vollständig
in einer Schutzfolie und einen Wickelfilm in einer neuen Weise gewickelt
wird.
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KENNZEICHNENDE
MERKMALE DER WICKELFILMVERPACKUNG DER ERFINDUNG
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Die
Wickelfilmverpackung der vorliegenden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden entgegengesetzten Endflächen des Gegenstandes mit demselben
Schutzfolienbogen bedeckt sind, welcher außer den Endflächen auch
eine erste laterale Seitenfläche
oder die Unterfläche
des Gegenstandes bedeckt, wobei darauf eine zusätzliche Schutzschicht für Transport-
und Verschiebungssituationen gebildet wird, und dass der Gegenstand
mit Wickelfolienband so umwickelt ist, dass die Wickelfolie den
auf der genannten ersten lateralen Seitenfläche oder unter dem Boden des
Gegenstandes liegenden Teils des Schutzfolienbogens sowie die auf die
der genannten ersten Seitenfläche
oder der Unterfläche
entgegengesetzte zweite Seitenfläche
gefalteten Enden des Schutzfolienbogens bedeckt.
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KENNZEICHNENDE
MERKMALE DES VERFAHRENS DER VORLIEGENDEN ERFINDUNG
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Das
erfindungsgemäße Wickelverfahren
ist dadurch gekennzeichnet, dass das Wickelverfahren die folgenden
Schritte aufweist:
das Ende eines Schutzfolienbandes wird in
der Wickelstation von einer Rolle vor dem zu umwickelnden Gegenstand
gezogen,
der zu umwickelnde Gegenstand wird in der Wickelstation
so bewegt, dass die erste Endfläche
des Gegenstandes das von der Rolle abgewickelten Schutzfolienband
vor sich schiebt und so, dass das Schutzfolienband in Berührung mit
einer ersten lateralen Seitenfläche
oder der Unterfläche
des Gegenstandes bleibt,
das erste Ende des zu umwickelnden
Gegenstandes wird in eine Position innerhalb der Wickelanordnung gebracht
und das erste Ende des Schutzfolienbandes wird gegen eine der genannten
ersten Seitenfläche
oder der Unterfläche
entgegengesetzte zweite Seitenfläche
gefaltet,
der erste Endteil des zu umwickelnden Gegenstandes
wird mit Wickelfolienband so umwickelt, dass wenigstens Teile des
die beiden entgegengesetzten Seitenflächen des Gegenstandes bedeckenden Schutzfolienbandes
unter einer Wickelfolienschicht bleiben,
das Wickelfolienband
wird gefalzt und abgeschnitten,
das von der Rolle abgewickelte
Schutzfolienband wird auf einer ausreichend weiten Entfernung vom Gegenstand
abgeschnitten, so dass beim Gegenstand ein Schutzfolienbogen bleibt,
der länger
als der Gegenstand ist,
der zu umwickelnde Gegenstand wird
mit seinem ersten Ende voran wenigstens teilweise aus der Wickelstation
herausbewegt,
das hintere Ende des Schutzfolienbogens wird
in eine Position vor der zweiten Endfläche des zu umwickelnden Gegenstandes
hochgefaltet,
der zu umwickelnde Gegenstand wird mit der zweiten Endfläche voran
rückwärts bewegt,
bis das zweite Ende des Gegenstandes eine Position innerhalb der Wickelanordnung
in der Wickelstation erreicht,
das hintere Ende des Schutzfolienbogens
wird gegen dieselbe Seitenfläche
des Gegenstandes wie das erste Ende des Schutzfolienbogens gefaltet,
und
der zweite Endteil des zu umwickelnden Gegenstandes wird mit Wickelfolienband
so umwickelt, dass wenigstens Teile des die beiden entgegengesetzten
Seitenflächen
des Gegenstandes bedeckenden Schutzfolienbandes unter einer Wickelfolienschicht
bleiben.
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Der
fortlaufende Schutzfilm, der sich über die beiden entgegengesetzten
Endflächen
des zu umwickelnden Gegenstandes erstreckt, erstreckt sich nunmehr
auch zu der Bodenseite oder zu der seitlichen Seite des Gegenstandes.
Bei einer Verpackung schafft eine zusätzliche Filmlage unter der
Wickelkunststofflage einen Vorteil insbesondere dann, wenn eine
der Flächen
des zu umwickelnden Gegenstandes effektiver als gewöhnlich geschützt werden muss.
Indem diese zusätzliche
Folienlage oder Filmlage an der Bodenfläche der Verpackung angeordnet wird,
wird die Verpackung wesentlich haltbarer in solchen Situationen
gestaltet, bei denen der Gegenstand transportiert oder bewegt wird.
Somit sind insbesondere Verpackungen, die schwere Gegenstände wie
beispielsweise Stapel aus Stahlblechen enthalten, wesentlich besser
ausgestattet, um einem Anheben beispielsweise mittels eines Gabelstaplerfahrzeuges
widerstehen zu können.
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AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
DES VERFAHRENS DER VORLIEGENDEN ERFINDUNG
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Gemäß einem
bevorzugten Ausführungsbeispiel
des Verfahrens der vorliegenden Erfindung
- – wird das
erste Ende der Schutzkunststofffolie, die die Endflächen des
zu umwickelnden Gegenstandes schützt,
hauptsächlich
an einer ersten Endfläche
des zu umwickelnden Gegenstandes angeordnet, woraufhin eine Länge eines
Schutzkunststofffolienbandes um den zu umwickelnden Gegenstand zumindest
in dem Bereich in der Nähe
dieser Endfläche
so gewickelt wird, dass das erste Ende des Schutzfilmes an Ort und
Stelle unter dem Kunststoffschutzfolienband bleibt, das um den Gegenstand
herumgewickelt wird, oder zwischen unterschiedlichen Lagen von diesem,
- – wird
das zweite Ende des Schutzkunststofffilmes oder der Schutzkunststofffolie,
die die Endflächen
schützt,
an der entgegengesetzten Endfläche
des zu umwickelnden Gegenstandes angeordnet, woraufhin eine Länge eines
Schutzkunststofffolienbandes um den zu umwickelnden Gegenstand so
gewickelt wird, dass das zweite Ende der Schutzkunststofffolie an
Ort und Stelle unter dem Schutzfolienband bleibt, das um den Gegenstand
gewickelt ist, oder zwischen unterschiedlichen Lagen von diesem.
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Gemäß einem
zweiten bevorzugten Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Verfahrens
- – wird
der zu umwickelnde Gegenstand in die Wickelstation so bewegt, dass
seine erste Endfläche zuerst
da ist, so dass der zu umwickelnde Gegenstand zumindest teilweise über dem
Schutzkunststofffilm zu liegen kommt, der die Endflächen schützt, und
das erste Ende des Schutzfilmes, der die Endflächen schützt, sich über die erste Endfläche des
zu umwickelnden Gegenstandes bis zu seiner oberen Fläche erstreckt,
- – wird
eine Länge
eines Schutzkunststofffolienbandes um den zu umwickelnden Gegenstand
zumindest in dem Bereich in der Nähe seiner ersten Endfläche gewickelt,
- – wird
das zweite Ende der Schutzkunststofffolie über die entgegengesetzte Endfläche des
zu umwickelnden Gegenstandes bis zu seiner oberen Fläche angehoben,
- – wird
eine Länge
eines Schutzkunststofffolienbandes um den zu umwickelnden Gegenstand
in dem Bereich in der Nähe
seiner zweiten Endfläche
ebenfalls so gewickelt, dass der gesamte zu umwickelnde Gegenstand
geschützt
wird.
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Gemäß einem
dritten Ausführungsbeispiel des
Verfahrens der vorliegenden Erfindung
- – wird nach
dem Wickeln des ersten Endabschnittes das Schutzkunststofffolienband,
das die Umwicklung ausbildet, genäht und abgetrennt,
- – wird
der Schutzkunststofffilm, der die Endflächen schützt und von einer Rolle geliefert
wird, abgetrennt und der zu umwickelnde Gegenstand wird aus der
Wickelstation herausbefördert,
- – wird
das zweite Ende des die Endflächen
schützenden
Schutzkunststofffilmes über
die zweite Endfläche
des zu umwickelnden Gegenstandes bis zu seiner oberen Fläche angehoben,
woraufhin das zweite Ende gewickelt wird und das Wickelfilmband
genäht
und abgetrennt wird.
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Ein
wiederum anderes bevorzugtes Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
dass in der Wickelstation
das Ende des Schutzfolienbandes von unten nach oben gezogen wird,
um es in eine Position vor dem zu umwickelnden Gegenstand zu bringen,
dass
der zu umwickelnde Gegenstand in der Wickelstation so bewegt wird,
dass das erste Ende des Gegenstandes das von der Rolle abgewickelten
Schutzfolienband vor sich schiebt,
dass der zu umwickelnde
Gegenstand in der Wickelstation weiter bewegt wird, bis das von
der Rolle abgewickelte Schutzfolienband außer der ersten Endfläche des
ersten Endteiles des zu umwickelnden Gegenstandes wenigstens auch
einen Teil der oberen und unteren Flächen des genannten Endteiles bedeckt,
dass
der erste Endteil des Gegenstandes mit Wickelfolienband so umwickelt
wird, dass wenigstens ein Teil des die untere Fläche und die obere Fläche des ersten
Endteiles bedeckenden Schutzfolienbandes unter einer Wickelfolienschicht
bleibt,
dass das Wickelfolienband gefalzt und abgeschnitten wird,
dass
das von der Rolle abgewickelte Schutzfolienband auf einer ausreichend
weiten Entfernung vom Gegenstand so abgeschnitten wird, dass beim
Gegenstand ein Schutzfolienbogen bleibt, der länger als der Gegenstand ist,
dass
der zu umwickelnde Gegenstand mit seinem ersten Ende voran wenigstens
teilweise aus der Wickelstation herausbewegt wird, wobei wenigstens
ein Teil des Schutzfolienbogens unter dem zu umwickelnden Gegenstand,
zwischen dem Gegenstand und einem Beförderer bleibt,
dass das
nahe beim zweiten Ende des zu umwickelnden Gegenstandes liegende
hintere Ende des Schutzfolienbogens auf eine Höhe oberhalb des oberen Teils
des zu umwickelnden Gegenstandes erhoben wird,
dass der zu
umwickelnde Gegenstand rückwärts mit dem
zweiten Ende voran weit genug in die Wickelstation bewegt wird,
damit das hintere Ende des Schutzfolienbogens auf den zweiten Endteil
des zu umwickelnden Gegenstandes gefaltet wird, so dass der Schutzfolienbogen
außer
der Endfläche
des zweiten Endteiles des zu umwickelnden Gegenstandes wenigstens
teilweise auch die obere Fläche
und die untere Fläche
des genannten Endteiles bedeckt,
dass der zweite Endteil des
zu umwickelnden Gegenstandes mit Wickelfolienband so umwickelt wird, dass
wenigstens ein Teil des die untere Fläche und die obere Fläche des
zweiten Endteiles bedeckenden Schutzfolienbogens unter einer Wickelfolienschicht
bleibt,
und dass der zu umwickelnde Gegenstand mit Wickelfolienband
umwickelt wird.
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Der
wesentliche Punkt bei dem Verfahren der vorliegenden Erfindung ist,
dass der Wickelprozess fortlaufend und flexibel ist. Da der Schutzfilm oder
die Schutzfolie, der oder die die Endflächen des zu umwickelnden Gegenstandes
schützt,
von einer Rolle geliefert wird und zu einer geeigneten Länge in Abhängigkeit
von der Größe des zu
umwickelnden Gegenstandes abgetrennt wird, kann dieses Verfahren
zum Umwickeln von Gegenständen
mit stark variierenden Größen angewendet
werden.
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GERÄT DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auch auf eine Wickelmaschine
mit einem Wickelsystem zum Wickeln eines Schutzkunststofffolienbandes
um einen zu umwickelnden Gegenstand.
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KENNZEICHNENDE
MERKMALE DES GERÄTES DER
VORLIEGENDEN ERFINDUNG
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Die
Wickelmaschine der vorliegenden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
dass die Wickelmaschine folgendes aufweist:
eine Vorrichtung
zum Ziehen des Endes eines Schutzfolienbogens von einer Rolle in
eine vor dem zu umwickelnden Gegenstand befindliche Lage,
eine
Vorrichtung, die den zu umwickelnden Gegenstand so bewegt, dass
die erste Endfläche
des Gegenstandes den von der Rolle abgewickelten Schutzfolienband
vor sich schiebt und so dass der Schutzfolienband in Berührung mit
einer ersten lateralen Seitenfläche
oder der Unterfläche
des Gegenstandes bleibt,
eine Vorrichtung zum Falten des ersten
Endes des Schutzfolienbogens gegen eine zweite, der genannten ersten
lateralen Seitenfläche
oder der Unterfläche
entgegengesetzte Seitenfläche,
eine
Vorrichtung, mittels der der erste Endteil des Gegenstandes mit
Wickelfolienband so umwickelt wird, dass wenigstens Teile des die
beiden entgegengesetzten Seitenflächen des Gegenstandes bedeckenden
Schutzfolienbandes unter einer Wickelfolienschicht bleiben,
eine
Vorrichtung zum Falzen und Abschneiden des Wickelfolienbandes,
eine
Vorrichtung, mittels der der von der Rolle abgewickelten Schutzfolienband
auf einer ausreichend weiten Entfernung vom Gegenstand abgeschnitten wird,
so dass beim Gegenstand ein Schutzfolienbogen bleibt, der länger als
der Gegenstand ist,
eine Vorrichtung (12, 13),
mittels der der zu umwickelnde Gegenstand (14) mit seinem
ersten Ende voran wenigstens teilweise aus der Wickelstation (20)
herausbewegt wird,
eine Vorrichtung, mittels der das hintere
Ende des Schutzfolienbogens in eine Position vor der zweiten Endfläche des
zu umwickelnden Gegenstandes hochgefaltet wird,
eine Vorrichtung
zum Bewegen des zu umwickelnden Gegenstandes zurück in die Wickelstation,
eine
Vorrichtung, mittels der das hintere Ende des Schutzfolienbogens
gegen dieselbe Seitenfläche
des Gegenstandes wie das erste Ende des Schutzfolienbogens gefaltet
wird,
und eine Vorrichtung, mittels der der zweite Endteil des
zu umwickelnden Gegenstandes mit Wickelfolienband so umwickelt wird,
dass wenigstens Teile des die beiden entgegengesetzten Seitenflächen des
Gegenstandes bedeckenden Schutzfolienbandes unter einer Wickelfolienschicht
bleiben.
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AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
DES GERÄTES
DER VORLIEGENDEN ERFINDUNG
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Gemäß einem
bevorzugten Ausführungsbeispiel
des Gerätes
der vorliegenden Erfindung hat die Wickelmaschine einen Mechanismus
zum Versehen des zu umwickelnden Gegenstandes mit einem Schutzfilm,
der beide Endflächen
und den Boden des Gegenstandes bedeckt.
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Gemäß einem
zweiten bevorzugten Ausführungsbeispiel
des Gerätes
der vorliegenden Erfindung hat die Wickelmaschine eine Vorrichtung
zum Hinzufügen
eines Schutzfilmes unter dem Boden und an beiden Endflächen des
zu umwickelnden Gegenstandes.
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Gemäß einem
dritten bevorzugten Ausführungsbeispiel
des Gerätes
der vorliegenden Erfindung hat die Wickelmaschine:
- – eine
Rolle für
ein Schutzfilmband, das für
den Schutz der Endflächen
des zu umwickelnden Gegenstandes gedacht ist,
- – eine
Vorrichtung, die das Ende des Schutzfilmbandes unter den Boden des
zu umwickelnden Gegenstandes und über seinen ersten Endabschnitt
passieren lässt,
- – eine
Abtrennvorrichtung zum Abtrennen des Schutzfolienbandes, und
- – eine
Anhebvorrichtung zum Anheben des abgetrennten Endes von dem Schutzfilmblatt
zu dem zweiten Endabschnitt des zu umwickelnden Gegenstandes.
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Ein
wiederum anderes Ausführungsbeispiel des
Gerätes
der vorliegenden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die
Wickelmaschine folgendes aufweist:
eine Vorrichtung zum Ziehen
des Endes des Schutzfolienbandes von unten nach oben in eine Position vor
dem zu umwickelnden Gegenstand,
eine Vorrichtung, mittels der
der zu umwickelnde Gegenstand so bewegt wird, dass sich der erste
Endteil des Gegenstandes in der Wickelstation befindet,
eine
Vorrichtung zum Bedecken des ersten Endteiles des zu umwickelnden
Gegenstandes mit Schutzfolienband so, dass das Ende des von einer
unterhalb des Gegenstandes befindlichen Rolle abgewickelten Schutzfolienbandes über dem
ersten Endteil des Gegenstandes liegt und dass der Schutzfolienband,
außer
einem Bedecken der ersten Endfläche
des ersten Endteiles des zu umwickelnden Gegenstandes, wenigstens
auch einen Teil der oberen Fläche
und der unteren Fläche
des genannten Endteiles bedeckt,
eine Vorrichtung, mittels
der der erste Endteil des Gegenstandes mit Wickelfolienband so umwickelt
wird, dass wenigstens ein Teil des die untere Fläche und die obere Fläche des
ersten Endteiles bedeckenden Schutzfolienbandes unter einer Wickelfolienschicht bleibt,
eine
Vorrichtung zum Falzen und Abschneiden des Wickelfolienbandes,
eine
Vorrichtung, mittels der der von der Rolle abgewickelte Schutzfolienband
auf einer ausreichend weiten Entfernung von dem zu umwickelnden
Gegenstand so abgeschnitten wird, dass beim Gegenstand ein Schutzfolienbogen
bleibt, der länger
als der Gegenstand ist,
eine Vorrichtung, mittels der der zu
umwickelnde Gegenstand mit seinem ersten Ende voran wenigstens teilweise
aus der Wickelstation herausbewegt wird, wobei wenigstens ein Teil
des Schutzfolienbogens unter dem zu umwickelnden Gegenstand, zwischen dem
Gegenstand und einem Beförderer
bleibt,
eine Vorrichtung zum Erheben des nahe beim zweiten
Ende des zu umwickelnden Gegenstandes liegenden hinteren Endes des
Schutzfolienbogens auf eine Höhe
oberhalb des oberen Teils des zu umwickelnden Gegenstandes,
eine
Vorrichtung, mittels der der zu umwickelnde Gegenstand rückwärts so bewegt
wird, dass sich der zweite Endteil des Gegenstandes in der Wickelstation
befindet,
eine Vorrichtung, mittels der das hintere Ende des Schutzfolienbogens
auf den zweiten Endteil des zu umwickelnden Gegenstandes gebracht
wird, so dass der Schutzfolienbogen außer der Endfläche des zweiten
Endteiles des Gegenstandes wenigstens teilweise auch die obere Fläche und
die untere Fläche
des genannten Endteiles bedeckt,
eine Vorrichtung, mittels
der der zweite Endteil des zu umwickelnden Gegenstandes mit Wickelfolienband so
umwickelt wird, dass wenigstens ein Teil des die untere Fläche und
die obere Fläche
des zweiten Endteils bedeckenden Schutzfolienbogens unter einer Wickelfolienschicht
bleibt,
und eine Vorrichtung, mittels der der zu umwickelnde Gegenstand
mit Wickelfolienband umwickelt wird.
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Wenn
das Gerät
der vorliegenden Erfindung keine separaten Vorrichtungen zum Bedecken
der beiden Endflächen
aufweist, ist es kompakt, einfach und im Hinblick auf den Betrieb
zuverlässig.
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BEISPIELE
AN AUSFÜHRUNGSBEISPIELEN
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Nachstehend
ist die vorliegende Erfindung detailliert unter Zuhilfenahme von
einigen ihrer Ausführungsbeispiele
unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben.
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ZEICHNUNGSLISTE
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1 zeigt
eine Wickelmaschine gemäß der vorliegenden
Erfindung in einer Seitenansicht.
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2 bis 8 zeigen
entsprechend 1 unterschiedliche Zustände eines
Wickelvorgangs.
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BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1 zeigt
eine Wickelmaschine 10, die mit Fördereinrichtungen 11, 12 und 13 versehen
sind, um einen zu umwickelnden Gegenstand in eine Wickelstation 20 hinein
und aus dieser heraus zu bewegen. Die Wickelstation 20 hat
ein Wickelgerät
mit einem an sich bekannten kreisartigen Wickelring, durch den der
zu umwickelnde Gegenstand, der an einer Fördereinrichtung 12 angeordnet
ist, mit einem Kunststofffolienband oder Kunststofffilmband umwickelt wird.
In 1 ist das kreisartige Wickelgerät 21 lediglich
in einer bildlichen Form gezeigt. Die Zeichnung zeigt einen sich
drehenden Ring 22 und eine Rolle 23 eines Kunststofffolienbandes.
Der Gegenstand wird in einer an sich bekannten Weise umwickelt,
indem er zu dem Förderer 12 in
der Wickelstation 20 gebracht wird und dann eine Länge eines
vorgedehnten dünnen
Kunststofffolienbandes von der Rolle 23 um sowohl den Gegenstand
als auch die Fördereinrichtung 12 gewickelt
wird. Nachdem der umwickelte Gegenstand von der in der Wickelstation 20 befindlichen Fördereinrichtung 12 zu
einem Auslassförderer 13 wegbewegt
worden ist, zieht sich der Kunststofffilm oder die Kunststofffolie
zusammen und verdichtet sich um den zu umwickelnden Gegenstand.
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Der
wesentliche Punkt bei der Wickelmaschine 10 von 1 ist,
dass die Wickelstation 20 auch ein Gerät 30 für einen
Schutz der Endflächen des
zu umwickelnden Gegenstandes aufweist, eine Kunststofffolienrolle 31,
eine Vorrichtung 32 zum Abtrennen des Bandes, eine Greifeinrichtung 33 und
einen Mechanismus 40 zum Anheben des Endes des Kunststofffilmes
aufweist. Der Vorgang oder Betrieb dieser Elemente ist in Verbindung
mit den folgenden Zeichnungen detaillierter beschrieben.
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2 zeigt
eine Situation, bei der der zu umwickelnde Gegenstand 14 durch
die Einlassfördereinrichtung 11 zu
einer Position in der Nähe
der Wickelstation 20 bewegt worden ist. Der erste Schritt bei
dem Wickelprozess ist, dass die Greifeinrichtung 33 sich
nach unten entlang einer Führungsschiene 24 zu
einer Vorrichtung 23 zum Abtrennen des Bandes bewegt, woraufhin
die Greifeinrichtung 33 das Ende des Schutzfilmbandes hält, das
von der Kunststofffolienbandrolle 31 geliefert wird. Das
Kunststofffolienband an der Rolle 31 kann wesentlich dicker
als das schrumpfungsfähige
Kunststoffband an der Wickelkunststoffrolle 23 sein.
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Während sich
die Greifeinrichtung 33 nach unten entlang der Führungsschiene 24 bewegt,
misst eine photosensitive Zelle 34, die an der Greifeinrichtung 33 montiert
ist, die Höhe
des zu umwickelnden Gegenstandes 14. Diese Höhenmessung
wird benötigt,
um die Höhe
der Endfläche 15 des
zu umwickelnden Gegenstandes 14 zu bestimmen, wobei diese
Messung für
die Berechnung der Länge
des kontinuierlichen oder fortlaufenden Kunststoffblattes oder der
Kunststofffolie benötigt
wird, die zum Bedecken der beiden Endflächen 15 erforderlich
ist.
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In 3 hat
sich die Greifeinrichtung 33 nach oben entlang der Führungsschiene 24 bewegt, wobei
die Greifeinrichtung 33 gleichzeitig eine Länge eines
Kunststofffilmes 35 von der Rolle 31 nach oben zieht.
Danach bewegt die Fördereinrichtung 11 den zu
umwickelnden Gegenstand 14 in die Wickelstation 20.
Die vordere Endfläche 15a des
zu umwickelnden Gegenstandes 14 wird nun gegen die Kunststofffolie 35 gepresst,
wobei der Film 35 vor ihr gedrückt wird. Die Kunststofffilmbandrolle 31 dreht
sich frei, wobei mehr Kunststofffilm 35 fortlaufend geliefert
wird. Wenn der zu umwickelnde Gegenstand 14 in 3 sich
ausreichend weit vorwärtsbewegt
hat, damit seine vordere Endfläche 15a die
flexible Klappe 26 berührt,
wird die Kunststofffolie 35 zwischen der Endfläche 15a und
der Klappe 26 gequetscht. Wenn sich der zu umwickelnde
Gegenstand 14 weiter in 3 nach rechtsbewegt,
bleibt die Kunststofffolie 25 in Kontakt mit der Oberfläche des
Gegenstandes 14, während
der sich vorwärtsbewegende
Gegenstand 14 kontinuierlich mehr Kunststofffolie 35 von
der Rolle 31 zieht.
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Aus 4 ist
ersichtlich, dass der vordere Endabschnitt des zu umwickelnden Gegenstandes 14 sich
in den sich drehenden Wickelring 22 in der Wickelstation
vorwärtsbewegt
hat. Die Greifeinrichtung 33 hat sich geringfügig nach
unten entlang der Führungsschiene 24 bewegt,
und, da der Gegenstand 14 sich bewegt, hat die Greifeinrichtung 33 das Ende 36 des
Kunststofffilmes 35 losgelassen. Jedoch drückt die
flexible Klappe 26, die an der Greifeinrichtung 33 angebracht
ist, das Ende des Kunststofffilmes 35 als die obere Fläche des
Gegenstandes 14, wobei der Kunststofffilm 35 an
Ort und Stelle an der Oberfläche
des Gegenstandes 14 gehalten wird. Wenn sich der Gegenstand 14 in 4 nach
rechts bewegt, wird mehr Kunststofffolie 35 von der Kunststofffolienrolle 31 geliefert,
so dass die Kunststofffolie 35 einen Teil der oberen Fläche des
Gegenstandes 14, seine vordere Endfläche 15a und fast die
gesamte Bodenfläche 16 bedeckt.
Danach umwickelt das ringartige Wickelgerät 21 eine Länge eines
dünnen Wickelkunststofffilmes 28 über die
Kunststofffolie 35, die bereits an der Oberfläche des
Gegenstandes 14 ist. In dieser Stufe bleibt die Fördereinrichtung 12 in der
Wickelstation 20 auch innerhalb des Wickelvorgangs.
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Da
der vordere Abschnitt des Gegenstandes 14 in ausreichender
Weise umwickelt worden ist, werden die obersten Lagen 28 des
Wickelkunststoffbandes miteinander vernäht, und das Kunststoffband wird
in einer bekannten Weise abgetrennt. Danach wird der teilweise umwickelte
Gegenstand 14 von der Fördereinrichtung 12 zu
der Auslassfördereinrichtung 13 und
somit aus der Wickelstation 20 herausbewegt. Während dieser
Bewegung trennt die Abtrennvorrichtung 32 für ein Abtrennen
des Kunststofffolienbandes das Band 35 an einem Punkt derart
ab, dass die Kunststofffolie, die die vordere Endfläche 15a und
die Bodenfläche 16 bedeckt,
ausreichend lang wird, um die hintere Endfläche 15b und den benachbarten
Bereich der oberen Fläche
des Gegenstandes 14 auch zu bedecken.
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5 zeigt
eine Situation, bei der ein teilweise umwickelter Gegenstand 14 von
der Wickelstation 20 zu dem Auslassförderer 13 bewegt worden
ist. Während
der Ausgangsbewegung hat die Abtrennvorrichtung 32 zum
Abtrennen des Kunststofffolienbandes 35 das Kunststofffolienband
abgetrennt, dessen nachlaufendes Ende 37 frei an der Fördereinrichtung 12 in
der Wickelstation 20 liegt. Um zu ermöglichen, dass die hintere Endfläche 15b und
der benachbarte Abschnitt des Gegenstandes 14 umwickelt werden,
muss das Kunststofffolienband 35 an die Endfläche 15b so
angehoben werden, dass das Ende 37 des Kunststofffolienbandes
sich über
den Gegenstand 14 erstreckt. Zu diesem Zwecke bewegt sich
eine Anhebevorrichtung 41, die in einem Mechanismus (40)
für eine
Anheben des Endes der Kunststofffolie aufweist, nach unten entlang
einer Führungsschiene 25 so,
dass der Kunststofffilm 35 zwischen einem oberen Balken 42 und
einem Stützbalken 43 gequetscht
bleibt. Die Anhebvorrichtung 41 ist mit Haken 44 versehen,
durch die der Stützbalken 43 angehoben
werden kann. An dem oberen Balken 42 ist ein Bürste 45 angebracht,
die so gestaltet ist, das der Kunststofffilm zwischen dem oberen
Balken 42 und dem Filmstützbalken 43 geeignet
gespannt bleibt, wenn der Kunststofffilm 35 durch den Zwischenraum
zwischen diesen Balken gleitet.
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In 6 hat
sich die Anhebevorrichtung 41, die den Mechanismus zum
Anheben des Endes des Kunststofffilmes aufweist, nach unten entlang
der Führungsschiene 25 so
bewegt, dass der Kunststofffilm 35 zwischen dem oberen
Balken 42 und dem Filmstützbalken 43 verbleibt.
Gleichzeitig sind die Haken 44 mit dem Filmstützbalken 43 so
in Eingriff gelangt, dass beide Balken 42 und 43 gleichzeitig
angehoben werden können.
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In 7 sind
die Anhebevorrichtung 41 und die Balken 42 und 43,
die mit dieser verbunden sind, zu einer höheren Position entlang der
Führungsschiene 25 angehoben
worden. Der Kunststofffilm 35 geleitet durch den Zwischenraum
zwischen den Balken 42 und 43. Jedoch hält die Bürste 45 das
Kunststofffilmband 35 bei einer geeigneten Straffheit,
so dass der zu umwickelnde Gegenstand 14 in 7 nach
links zu der Wickelstation 20 hin bewegt werden kann. Wenn
der zu umwickelnde Gegenstand 14 unter dem Filmstützbalken 43 vorwärtsbewegt
wird, wird das Ende 37 des Kunststofffilmes 35 zu
der oberen Fläche
des Gegenstandes 14 hinüber
gebogen.
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Wenn
der Gegenstand 14 seine Bewegung fortsetzt, drückt die
an der Anhebevorrichtung 41 angebrachte flexible Klappe 27 den
Kunststofffilm 35 und sein Ende 37 dicht gegen
die obere Fläche
des zu umwickelnden Gegenstandes 14.
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In 8 ist
der Abschnitt benachbart zu der Endfläche 15b von dem zu
umwickelnden Gegenstand zu einer Position innerhalb des kreisartigen
Wickelgerätes 21 gebracht
worden, um mit dem Kunststofffilm 28 umwickelt zu werden.
Wie dies aus der Zeichnung ersichtlich ist, wird das Ende 37 des Kunststofffilms 35,
der die Endflächen 15a und 15b und
auch die Bodenfläche
des Gegenstandes 15 bedeckt, durch die flexible Klappe 27 gegen
die obere Fläche
des Gegenstandes 14 gepresst. Das Wickeln kann nun gestartet
werden, wobei der Gegenstand 14 und auch die Fördereinrichtung 12 in
der Wickelstation 20 durch das Kunststofffilmband 28 bedeckt werden.
Nachdem dieser Endabschnitt des Gegenstandes 14 umwickelt
worden ist, und der Wickelkunststoff 28 genäht und abgetrennt
worden ist, ist das Ergebnis ein Gegenstand 14, der vollständig mit dichten
Kunststofflagen 35 und 28 umhüllt oder umwickelt ist, die
ihn an allen Seiten bedecken. Danach wird der Gegenstand 14 aus
der Wickelstation zu dem Auslassförderer 13 entfernt,
woraufhin die gewickelten Kunststofflagen 28, die lose
belassen bleiben, um den Wickelstationsförderer 12 unterzubringen,
fest über
die Kunststofffilmfolie 35 schrumpfen, die die Endflächen 15a und 15b des
Gegenstandes 14 bedeckt.
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Nachdem
der Gegenstand 14 umwickelt worden ist, und aus der Wickelstation 20 entfernt worden
ist, lässt
das Anhebegerät 40 für ein Anheben des
Endes des Kunststofffilmes den Filmstützbalken 43 zurück zu der
unteren Position zurückkehren,
bei der er durch die Stützen 46 gestützt ist.
Die Haken 44 der Anhebevorrichtung 41 werden von
dem Filmstützbalken 43 freigegeben,
und die Anhebevorrichtung kehrt zu ihrer hohen Position zurück, um für den nächsten zu
umwickelnden Gegenstand bereit zu sein. Die Wickelmaschine 10 ist
nun erneut in einem Zustand der Bereitschaft, wie dies in 1 dargestellt
ist, bereit den nächsten
Gegenstand zu wickeln.
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Es
ist für
den Fachmann offensichtlich, dass die Ausführungsbeispiele der vorliegenden
Erfindung innerhalb des Umfangs der beigefügten Ansprüche variiert werden können.