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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Bereich der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Werkzeugmaschine mit einer Spindel,
einer Spanneinheit zur Befestigung eines Werkzeugs in einem in der
Spindel vorgesehenen konischen Loch und einem Kontrollabschnitt
zur Steuerung des Betriebs der Spanneinheit, wobei zu der Spanneinheit
ein Halter zum Halten des Halteabschnitts des Werkzeugs, eine Antriebsstange,
die mit dem Halter gekoppelt ist, eine Antriebseinrichtung zum Antrieb
der Antriebsstange längs
einer Achse derselben und eine Feder zum Vorspannen der Antriebsstange
in einer Richtung längs
ihrer Achse gehören,
wobei die Antriebsstange längs
ihrer Achse durch die Antriebseinrichtung und die Feder bewegt wird
und das Werkzeug in dem konischen Loch der Spindel mit seinem von
dem Halter gehaltenen Halteabschnitt befestigt ist, gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 (siehe zum Beispiel
DE 196 29 991 A ).
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Beschreibung
des Standes der Technik
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Eine
beispielhafte Werkzeugmaschine mit einer Spanneinheit der oben beschriebenen
Ausführung wird
hiernach mit Bezug auf die 5 bis 7 erläutert. Die in der 5 dargestellte Werkzeugmaschine 21 ist ein
sogenanntes Vertikal-Bearbeitungszentrum. Die Werkzeugmaschine weist
Folgendes auf: eine Grundplatte bzw. Bett 22; eine auf
dem Bett 22 senkrecht stehende Säule 23; einen Spindelkopf 24,
welcher eine Spindel 25 drehbeweglich trägt und von
der Säule 23 in
einer vertikal beweglichen Weise getragen ist; einen unter dem Spindelkopf 24 auf
dem Bett 22 vorgesehenen Tisch 26; ein auf der
linken Seite des Spindelkopfes 24 angeordnetes Werkzeugmagazin 30;
einen an einem unteren Ende des Werkzeugmagazins 30 vorgesehenen Werkzeugwechsler
zum Auswechseln eines an der Spindel 25 angebrachten Werkzeugs
T mit einem in dem Werkzeugmagazin eingelagerten Werkzeug T; eine
Spanneinheit 47, wie in 6 gezeigt,
zum Befestigen des Werkzeugs T an einem vorderen Ende (unteren Ende)
der Spindel 25; und eine numerische Steuerung 60,
wie in 7 gezeigt, zum
Steuern der jeweiligen Komponenten der Werkzeugmaschine.
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Wie
in 6 dargestellt wird,
weist der Spindelkopf 24 die Spindel 25, ein Gehäuse 40,
welches die Spindel 25 über
ein Lager 41 drehbeweglich trägt, und ein Deckel 42,
welcher an einem vorderen Ende des Gehäuses 40 angeordnet
ist. Ein konisches Loch 25a zur Aufnahme des Werkzeugs
T ist in dem vorderen Ende der Spindel 25 vorgesehen (in
Richtung eines Pfeils A gesehen).
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Wie
in 6 gezeigt weist die
Spanneinheit 47 Folgendes auf: eine Spannhülse 48,
welche in der Spindel 25 zum Halten eines Zugbolzens (Halterabschnitt)
Ta des in dem konischen Loch 25a der Spindel 25 befestigten
Werkzeugs T angeordnet ist, eine Steuerstange 49 in Eingriff
mit der Spannhülse 48,
eine mit der Steuerstange 49 gekoppelte Antriebsstange 50,
konische Tellerfedern 51 zum Vorspannen der Antriebsstange 50 in
der Richtung eines Pfeils B, und einen Hydraulikzylinder (nicht
dargestellt) zum Bewegen der Steuerstange 50 in der Richtung
des Pfeils A.
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Wie
in 7 dargestellt ist,
weist die numerische Steuerung 60 einen CNC 61,
einen PLC 62, ein Ein-/Ausgabeinterface 65 und
dergleichen auf und ist an einen externen Steuerschaltkreis 66 über das Ein-/Ausgabeinterface 65 angeschlossen.
Der Steuerschaltkreis 66 ist mit einem Bedientableau 67,
der Spanneinheit 47 und dergleichen verbunden.
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Der
CNC 61 fuhrt ein in ihm gespeichertes Bearbeitungsprogramm
zur Steuerung der Basisoperationen der Werkzeugmaschine aus, wie
zum Beispiel axiale Bewegungen des Spindelkopfes 24 und
des Tisches 26, und Anzeige eines CRT 68. Der
PLC 62 weist einen Steuerabschnitt 63 für das Spannen
und dergleichen auf, und steuert Hilfsvorgänge der Werkzeugmaschine 21 wie
zum Beispiel Betriebsvorgänge
des Werkzeugmagazins 30, des automatischen Werkzeugwechslers 35 und
der Spanneinheit 47. Der CRT 68 zeigt üblicherweise
das Bearbeitungsprogramm und die Koordinaten der aktuellen Position
des Werkzeugs an.
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Wie
oben beschrieben steuert der Steuerabschnitt 63 zum Spannen
den Arbeitsvorgang der Spanneinheit 47 über den Steuerschaltkreis 66.
Der Steuerabschnitt 63 zum Spannen steuert gewöhnlich den
Hydraulikzylinder (nicht dargestellt) der Spanneinheit 47,
um einen Werkzeugspannvorgang oder -lösevorgang zum Spannen oder
Lösen des
an der Spindel 25 angebrachten Werkzeugs T bei Erhalt eines
Befehls von der das Bearbeitungsprogramm ausführenden CNC 61 zum Spannen
des Werkzeugs oder zum Lösen
des Werkzeugs von der CNC 61 durchzuführen. Der Befehl zum Spannen
des Werkzeugs oder Lösen
des Werkzeugs kann auch manuell über
das Bedientableau 67 eingegeben werden, um zu veranlassen,
daß die
Spanneinheit 47 den Vorgang zum Spannen oder Lösen des
Werkzeugs durchführt.
In diesem Fall wird der eingegebene Befehl zum Spannen des Werkzeugs
oder zum Lösen
des Werkzeugs vom Bedientableau 67 an den CNC 61 über den
Steuerschaltkreis 66, das Ein-/Ausgabeinterface 65 und den
PLC 62 übertragen,
und dann vom CNC 61 an den Steuerabschnitt 63 zum
Spannen ausgegeben. Bei Erhalt des Befehls zum Spannen des Werkzeugs
oder zum Lösen
des Werkzeugs steuert der Steuerabschnitt 63 zum Spannen
die Spanneinheit 47.
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Bei
der Werkzeugmaschine 21 mit dem oben beschriebenen Aufbau
wird das an der Spindel 25 befestigte Werkzeug T von der
Spindel 25 entfernt (gelöst), und das in dem konischen
Loch 25a der Spindel 25 eingefügte Werkzeug T an der Spindel 25 befestigt
(gespannt), wie in folgender Weise erläutert. Es wird hierbei vorausgesetzt,
daß das
Werkzeug T, die Antriebsstange 50, die Steuerstange 49 und
die Spannhülse 48 jeweils
in den Positionen wie in 6 gezeigt
angeordnet sind, und daß das
Werkzeug T an der Spindel 25 befestigt ist.
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Zuerst
wird der Hydraulikzylinder (nicht dargestellt) mit einem Hydraulikdruck
beaufschlagt, um die Antriebsstange 50 in die Richtung
des Pfeils A gegen eine Vorspannkraft der konischen Tellerfedern 51 zu
verschieben, wobei die Steuerstange 49 und die Spannhülse 48 in
die Richtung des Pfeils A bewegt werden, um ein vorderes Ende der
Spannhülse 48 zu öffnen, welches
den Zugbolzen Ta des Werkzeugs T hält. Somit kann das Werkzeug
T aus dem konischen Loch 25a der Spindel 25 herausgezogen
werden. Wenn das Werkzeug T in das konische Loch 25a der
Spindel 25 eingefügt
wird, wird der Zugbolzen Ta des Werkzeugs T in die Spannhülse 48 eingeführt. Wenn
in diesem Zustand die Zufuhr des Hydraulikdrucks zum Hydraulikzylinder (nicht
dargestellt) eingestellt wird, wird die Antriebsstange 50 durch
die Vorspannkraft der konischen Tellerfedern 51 in Richtung
des Pfeils B zum Schließen
der Spannhülse 48 verschoben,
wobei das Werkzeug T an der Spindel 25 befestigt wird und von der
Spannhülse 48 gehalten
wird, wobei dessen Zugbolzen Ta in Richtung des Pfeils B in dieser
eingeführt
ist. Auf diese Weise wird das Werkzeug T an der Spindel 25 befestigt.
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Wie
oben beschrieben beansprucht die Spanneinheit 47 die konischen
Tellerfedern 51, welcher typischerweise eine begrenzte
Dauerhaltbarkeit aufweisen, da die konischen Tellerfedern 51 wiederholt
einer Last ausgesetzt werden und folglich eine begrenzte Lebensdauer
beziehungsweise Standzeit haben. Die herkömmliche Werkzeugmaschine 21 ist
jedoch nicht dazu ausgebildet, das Ende der Lebensdauer der konischen Tellerfedern 51 zu
ermitteln. Deshalb kann das Ende der Lebensdauer der konischen Tellerfedern 51 während des
Betriebs der Werkzeugmaschine 21 auftreten, woraus ein
Bruch der konischen Tellerfedern 51 resultiert. Abhängig von
Betriebsbedingungen der Werkzeugmaschine 21 beim Bruch,
wird die erforderliche Zeit zur Wiederherstellung nach dem Bruch
nachteilig verlängert.
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Wenn
die konischen Tellerfedern 51 gebrochen sind, besteht die
Gefahr, daß weitere
Komponenten brechen, die von den Bruchbedingungen der konischen
Tellerfedern 51 abhängig
sind. Das Brechen einer größeren Anzahl
von Komponenten verlängert
die Reparaturzeit der Komponenten. Dieses reduziert nachteilig die
Verfügbarkeit
der Werkzeugmaschine 21. Wenn keine konischen Tellerfedern 51 als
Ersatzteile vorhanden sind, kann die Werkzeugmaschine 21 nicht
eher instand gesetzt werden, bis daß neue konische Tellerfedern 51 angeliefert
sind. Dieses reduziert wiederum die Verfügbarkeit der Werkzeugmaschine 21.
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In
Anbetracht des Vorangehenden ist es ein Ziel der vorliegenden Erfindung,
eine Werkzeugmaschine zu schaffen, welche dazu ausgebildet ist,
das Ende der Beziehungsweise Standzeit einer Feder einer Spanneinheit
zum Befestigen eines Werkzeugs an einer Spindel für systematisches
Austauschen der Feder festzustellen.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Um
das oben genannte Ziel zu erreichen, wird in Übereinstimmung mit der vorliegenden
Erfindung eine Werkzeugmaschine wie in Anspruch 1 festgelegt vorgesehen,
welche Folgendes aufweist: eine Spindel, eine Spanneinheit zur Befestigung
eines Werkzeugs in einem in der Spindel vorgesehenen konischen Loch, wobei
zu der Spanneinheit ein Halter zum Halten des Halteabschnitts des
Werkzeugs, eine Antriebsstange, die mit dem Halter gekoppelt ist,
eine Antriebseinrichtung zur Bewegung der Antriebsstange längs einer
Achse derselben und eine Feder zum Vorspannen der Antriebsstange
in einer Richtung längs
ihrer Achse gehören, wobei
die Antriebsstange längs
ihrer Achse durch die Antriebseinrichtung und die Feder bewegt wird
und das Werkzeug in dem konischen Loch der Spindel mit seinem von
dem Halter gehaltenen Halteabschnitt befestigt ist; einen Kontrollabschnitt
zur Steuerung des Betriebs der Spanneinheit und ein Standzeitende-Erfassungsabschnitt
zum Zählen
der Anzahl der Betätigungen
der Spanneinheit und, wenn die Zählung
der Anzahl eine vorbestimmte Bezugsbetätigungszahl erreicht, zum Bewerten,
daß die
Standzeit der Feder endet.
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In
der erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine
zählt der
Standzeitende-Erfassungsabschnitt die Anzahl der Betätigungen
der Spanneinheit und bewertet, daß die Standzeit der Feder endet,
wenn die Zählung der
Anzahl eine vorbestimmte Bezugsbetätigungszahl erreicht.
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Das
Ende der Standzeit beziehungsweise Lebensdauer der Feder, welche
wiederholt unter einer konstanten wiederkehrenden Last arbeitet,
wird auf der Grundlage der Anzahl der Betätigungen der Feder erfasst. Die
Anzahl der Betätigungen,
die von der Feder vor dem Ende ihrer Standzeit erwartet wird, ist
typischerweise als ein empirischer Wert festgelegt. Deshalb kann
das Ende der Standzeit der Feder ermittelt werden, indem die Anzahl
der Betätigungen
der Spanneinheit gezählt
wird, insbesondere die Anzahl der Betätigungen der Feder. In der
vorliegenden Erfindung wird der bekannte empirische Wert für die Anzahl
von Betätigungen,
die von der Feder vor dem Ende ihrer Standzeit erwartet wird, als
die Bezugsbetätigungszahl
beziehungsweise Referenzbetätigungszahl
verwendet. Die Anzahl der Betätigungen
der Spanneinheit wird gezählt
und, wenn die Zählung
der Anzahl eine vorbestimmte Bezugsbetätigungszahl erreicht, wird
bewertet beziehungsweise entschieden, daß die Standzeit der Feder endet.
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Da
das Ende der Standzeit der Feder auf diese Weise durch den erfindungsgemäßen Standzeitende-Erfassungsabschnitt
erfasst werden kann, kann eine Wartung systematisch durchgeführt werden,
indem eine Ersatzfeder vorbereitet wird und die Feder mit der Ersatzfeder
ausgetauscht wird, bevor die Feder das Ende ihrer Standzeit erreicht.
Die Verfügbarkeit
der Werkzeugmaschine kann außerdem
dadurch verbessert werden, daß die
Wartungsarbeiten während
einer Stillstandzeit der Werkzeugmaschine in Übereinstimmung mit einem Betriebsplan
der Werkzeugmaschine erfolgen. Deshalb kann die Reduktion der Verfügbarkeit
der Werkzeugmaschine verhindert werden, da der Bruch der Feder aufgrund
des Endes ihrer Standzeit beziehungsweise Lebensdauer während des
Betriebs der Werkzeugmaschine vermieden werden kann, was sonst eine
verlängerte
Zeit für
die Wiederherstellung nach dem Bruch erfordern würde.
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Das
kann graphisch auf Anzeigeeinrichtungen dargestellt werden. Bei
graphischer Darstellung des Verhältnisses
der Zählung
der Anzahl zu der Referenzbetätigungszahl
kann ein Bediener den Grad der Ermüdung der Feder mit einem Blick
erkennen. Durch tägliches
Anzeigen des Ermüdungsgrades
der Feder kann das Ende der Standzeit der Feder leicht vorhergesagt
werden, so daß ein
Wartungsplan leicht aufgestellt werden kann.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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1 ist ein Blockdiagramm,
welches eine numerische Steuerung und dergleichen einer Werkzeugmaschine
gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung darstellt;
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2 ist ein Kennliniendiagramm
zur Verwendung zur Bestimmung eines Referenzwertes in der Ausführungsform;
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3 ist ein Kennliniendiagramm,
welches eine Beziehung zwischen der Beanspruchung beziehungsweise
Spannung und der Lebensdauergrenze zeigt, zur Verwendung für die Bestimmung
des Referenzwertes in der Ausführungsform;
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4 ist eine Darstellung eines
beispielhaften Anzeigeschirms, welcher auf einem CRT in Übereinstimmung
mit der Ausführungsform
angezeigt wird;
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5 ist einer Vorderansicht
einer herkömmlichen
Werkzeugmaschine als ein Ganzes;
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6 ist eine Schnittdarstellung
eines Spindelkopfes der Werkzeugmaschine von 5; und
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7 ist eine Darstellung eines
Blockdiagramms einer numerischen Steuerung und dergleichen der herkömmlichen
Werkzeugmaschine.
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Beschreibung
der bevorzugten Ausführungsform
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Eine
bevorzugte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird hiernach mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen
beschrieben. 1 ist ein
Blockdiagramm, welches eine numerische Steuerung und dergleichen
einer Werkzeugmaschine entsprechend dieser Ausführungsform darstellt, und 4 ist eine Darstellung eines
beispielhaften Anzeigeschirms, der auf einem CRT angezeigt werden
soll. Die Werkzeugmaschine gemäß dieser
Ausführungsform
ist eine Modifikation der in den 5 bis 7 gezeigten herkömmlichen
Werkzeugmaschine, und unterscheidet sich von der herkömmlichen
Werkzeugmaschine darin, daß die
numerische Steuerung einen unterschiedlichen Aufbau besitzt. Deshalb
werden Komponenten, die zu denen der in den 5 bis 7 gezeigten
herkömmlichen
Werkzeugmaschine äquivalent
sind, nicht näher
erläutert
und werden mit gleichen Bezugszeichen in den 1 bis 4 bezeichnet.
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Wie
in 1 gezeigt, beinhaltet
die numerische Steuerung 1 gemäß dieser Ausführungsform
einen PLC 6, welcher einen unterschiedlichen Aufbau zu
dem der herkömmlichen
PLC 62 aufweist, nämlich
daß die PLC 6 zusätzliche
Funktionen hat und außerdem
einen Anzeigesteuerungsabschnitt 12 und einen Standzeitende-Erfassungsabschnitt 11 aufweist.
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Der
Standzeitende-Erfassungsabschnitt 11 zählt die Anzahl der Betätigungen
der Spanneinheit 47. Insbesondere erhöht der Standzeitende-Erfassungsabschnitt 11 den
Zählwert
der Anzahl um Eins jedesmal bei Erhalt eines Befehls von der CNC 61 zum
Spannen eines Werkzeugs oder zum Lösen eines Werkzeugs, und vergleicht
den Zählwert
der Anzahl mit einem vorher festgelegten Referenzwert, um zu entscheiden,
ob der Zählwert
der Anzahl den Referenzwert erreicht oder nicht. Der Zählwert der
Anzahl und der Referenzwert und, falls entschieden wird, daß der Zählwert der
Anzahl den Referenzwert erreicht, ein Hinweissignal der Entscheidung
(Standzeitende-Erfassungssignal) werden an den Anzeigesteuerungsabschnitt 12 ausgegeben.
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Der
Referenzwert bedeutet hierbei die Anzahl der Betätigungen, die von der Spanneinheit 47 erwartet wird,
bevor das Standzeitende der konischen Tellerfedern 51 auftritt.
Der Referenzwert wird auf folgende Weise bestimmt und in dem Standzeitende-Erfassungsabschnitt 11 gespeichert.
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Zuerst
wird eine auf die konischen Tellerfedern
51 einwirkende
Einbauspannung σ
i und eine auf die konischen Tellerfedern
51 unter
einer maximalen Beanspruchung einwirkende Maximalspannung σ
m nach
den folgenden Gleichungen (1) und (2) auf der Grundlage eines Graphen
errechnet, wie in
2 gezeigt.
Die Gleichungen (1) und (2) sind Almen-Laszlo-Gleichungen, und der Graph der
2 definiert Anwendungsbereiche der
Gleichungen (1) und (2).
wobei
E ein Young-Modul, ν ein
Poisson-Verhältnis, δ die Durchbiegung
einer jeden konischen Tellerfeder
51, D der äußere Durchmesser
einer jeden konischen Tellerfeder
51, β und γ Beanspruchungsfaktoren, h die
Höhe einer
jeden konischen Tellerfeder
51, t die Dicke der konischen
Tellerfedern
51 und C ein von einem anfänglichen Wert erhaltener Faktor
ist.
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Wenn
jeweils eine Einbaulast Pi und eine Maximallast
Pm 610 kg und 840 kg entsprechen, und jede der
konischen Tellerfedern 51 einen äußeren Durchmesser D von 54
mm, einen inneren Durchmesser von d von 25,4 mm, eine Höhe von 1,1
mm mit einer gesamten Dicke von 3,0 mm aufweist, so entsprechen
zum Beispiel D/d und h/t jeweils ungefähr 2,0 und ungefähr 0,37,
was an einem Punkt A in 2 aufgezeichnet
ist. Der Punkt A gehört
zum Anwendungsbereich der Gleichung (1), so daß die Gleichung (1) für die Berechnung der
Einbauspannung σi und der Maximalspannung σm zur
Anwendung kommt. Die Ergebnisse der Berechnung anhand der Gleichung
(1) sind in der Tabelle 1 aufgelistet.
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Dann
wird die Anzahl der Betätigungen,
die von der Feder vor dem Ende ihrer Standzeit erwartet wird, auf
der Basis der so errechneten Einbauspannung σi und
der so errechneten Maximalspannung σm und
eines in 3 dargestellten
Graphs bestimmt. Der Graph nach 3 ist
eine empirisch erhaltene Kennlinie, welche eine auf der Basis der
Einbauspannung σi und der Maximalspannung σm festgelegte
Lebensdauergrenze darstellt.
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Wenn
die Einbauspannung σi und die Maximalspannung σm jeweils
63 kg/mm2 und 92 kg/mm2 betragen,
was dem in 3 eingetragenen
Punkt B entspricht, beträgt
der Referenzwert (Betätigungsgrenzwert) beispielsweise
2×106. Der auf diese Weise bestimmte Referenzwert
wird in dem Standzeitende-Erfassungsabschnitt 11 gespeichert.
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Der
Anzeigesteuerabschnitt 12 erhält den Zählwert und den Referenzwert
vom Standzeitende-Erfassungsabschnitt 11 und
steuert den CRT 68 über
den CNC 61, um das Verhältnis
des Zählwerts
der Betätigungen
zu dem Referenzwert wie in 4 gezeigt
graphisch darzustellen. Weiterhin bewirkt der Anzeigesteuerungsabschnitt 12 nach
Erhalt des Standzeitendesignals vom Standzeitende-Erfassungsabschnitt 11,
daß der CRT 68 zur
eine Mitteilung zur Aufforderung des Austausches der konischen Tellerfedern 51 anzeigt.
Auf einem in Fig. dargestellten Anzeigeschirm wird der Referenzwert
als STANDZEIT und der Zählwert
der Betätigungen
als ISTWERT (%) angezeigt. Dadurch kann ein Bediener den Grad der
Ermüdung
der konischen Tellerfedern 51 auf einen Blick erkennen.
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In
der numerischen Steuerung 1 mit dem im Vorhergehenden beschriebenen
Aufbau in Übereinstimmung
mit dieser Ausführungsform
erhöht
der Standzeitende-Erfassungsabschnitt 11 den Zählwert der
Betätigungen
um Eins jedesmal bei Erhalt des Befehls von der CNC 61 zur
PLC 6 zum Spannen des Werkzeug oder zum Lösen des
Werkzeugs während
der Ausführung
eines Bearbeitungsprogramms oder durch manuellen Vorgang. Dann vergleicht
der Standzeitende-Erfassungsabschnitt 11 den Zählwert der
Betätigungen
mit dem vorher festgelegten Referenzwert, um zu entscheiden, ob
der Zählwert
der Betätigungen
den Referenzwert erreicht oder nicht.
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Wenn
der Standzeitende-Erfassungsabschnitt 11 entscheidet, daß der Zählwert der
Betätigungen
den Referenzwert erreicht, wird die Mitteilung zur Aufforderung
des Austausches der konischen Tellerfedern 51 auf dem CRT 68 angezeigt.
Außerdem
wird das Verhältnis
des Zählwerts
der Betätigungen
zu dem Referenzwert wie in 4 dargestellt
graphisch auf dem CRT 68 angezeigt, so daß der Bediener
den Grad der Ermüdung der
konischen Tellerfedern 51 auf einen Blick erkennen kann.
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Gemäß dieser
Ausführungsform
wird das Ende der Standzeit beziehungsweise Lebensdauer der konischen
Tellerfedern 51 durch den Standzeitende-Erfassungsabschnitt 11 erfasst.
Dadurch kann eine Wartung systematisch durchgeführt werden, indem konische
Tellerfedern 51 als Ersatzteile vorbereitet werden und
die konischen Tellerfedern 51 mit den konischen Ersatz-Tellerfedern 51 ausgetauscht
werden, bevor die konischen Tellerfedern 51 das Ende ihrer
Standzeit erreichen. Die Verfügbarkeit
der Werkzeugmaschine 21 kann außerdem dadurch verbessert werden,
daß die
Wartungsarbeiten während
einer Stillstandzeit der Werkzeugmaschine 21 gemäß einem
Betriebsplan der Werkzeugmaschine 21 erfolgen. Da der Grad
der Ermüdung
der konischen Tellerfedern 51 auf dem CRT 68 angezeigt
wird, kann das Standzeitende der konischen Tellerfedern 51 durch
tägliches
Anzeigen des Grades der Ermüdung
der konischen Tellerfedern 51 leicht vorhergesagt werden.
Dadurch kann ein Wartungsplan leicht aufgestellt werden.
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In
dieser Ausführungsform
wird das Ende der Standzeit der konischen Tellerfedern 51 durch
eine Mitteilung auf dem CRT 68 angezeigt, welche den Austausch
der konischen Tellerfedern 51 anfordert, aber es kann auch
durch Leuchten einer Alarmleuchte oder Einschalten eines akustischen
Alarmsignals angezeigt werden.
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Obwohl
die konischen Tellerfedern 51 als eine Feder für die Spanneinheit 47 in
der oben beschriebenen Ausführungsform
zur Anwendung kommen, kann jede andere Feder, wie beispielsweise
eine Schraubenfeder, anstelle der konischen Tellerfedern 51 in
der vorliegenden Erfindung verwendet werden.
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Weiterhin
ist das Verfahren zum Bestimmen des Referenzwertes (Betätigungsgrenzwert)
für die
konischen Tellerfedern 51 nicht auf das oben Beschriebene
begrenzt, sondern jede anderen geeigneten Verfahren können zum
Bestimmen des Referenzwertes benutzt werden.