DE60100140T2 - Wasser-in-Öl-Emulsion und ihre Verwendungen insbesondere in der Kosmetik - Google Patents
Wasser-in-Öl-Emulsion und ihre Verwendungen insbesondere in der KosmetikInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Wasser-in-Öl-Emulsion, die ein Oligomer oder ein Polymer enthält, das von einem Polyolefin abgeleitet ist, und ihre Verwendungen als kosmetische, dermatologische oder pharmazeutische Zusammensetzung. Sie kann insbesondere zur Pflege der Haut, der Lippen und der Nägel, zum Abschminken und/oder zur Reinigung der Haut und/oder zum Schminken der Haut und/oder der Lippen bestimmt sein. Sie kann insbesondere zur Behandlung trockener Haut und/oder trockener Lippen und/oder empfindlicher Haut verwendet werden.
- In der Kosmetik und Dermatologie werden häufig Cremes verwendet, die aus einer Wasser-in-Öl-Emulsion (W/O) bestehen, die wässerige Kügelchen aufweist, die in einer Ölphase dispergiert sind. Diese Emulsionen weisen eine kontinuierliche Ölphase auf und ermöglichen damit die Bildung eines Lipidfilms auf der Hautoberfläche, der dem transepidermalen Wasserverlust vorbeugt, die Haut gegenüber äußeren Einwirkungen schützt und ferner die Remanenz von Sonnenschutzfiltern erhöhen kann. Mit Wasser-in-Öl-Emulsionen können gegenüber Oxidation empfindliche hydrophile Wirkstoffe geschützt werden und sie können als Träger solcher Wirkstoffe dienen. Die Emulsionen sind insbesondere zur Pflege und zur Regenerierung von trockener und dehydratisierter Haut geeignet; durch die Lipidbarriere, die sie auf der Haut bilden, schützen sie die Haut und sorgen für ein angenehmes Hautgefühl.
- Trotz ihrer hohen Wirksamkeit werden W/O-Emulsionen unter den in der Kosmetik verwendeten galenischen Formen jedoch nur wenig eingesetzt, da sie zwei wesentliche Probleme mit sich bringen. Zunächst weisen diese Emulsionen den Nachteil auf, dass es ihnen allgemein an guten kosmetischen Eigenschaften mangelt, d. h. dass sie durch die äußere Ölphase fettig, schwer, klebrig und wenig frisch sind. Sie sind gewöhnlich schwierig auf die Haut aufzutragen, dringen nur schwer in die Haut ein und hinterlassen einen Film auf der Haut, der glänzend und häufig auch klebrig bleibt.
- Im übrigen weisen die W/O-Emulsionen Probleme in Hinblick auf die Stabilität auf, insbesondere dann, wenn die wässerige Phase in großer Menge vorliegt oder wenn die Emulsion fluide ist (eher von der Konsistenz einer Milch als von der einer Creme). Die Tropfen der wässerigen Phase neigen dann dazu, sich zu vereinigen und unter dem Mikroskop sichtbare Ansammlungen zu bilden. Diese Ausbildung von Aggregaten ist schlecht für die Stabilität der Emulsionen; sie fördert zum einen das Aufrahmen oder die Sedimentation fluider Systeme und zum anderen die Koaleszenz der Tropfen, wodurch aus Wasser bestehende Bereiche entstehen, d. h. Tropfen der wässerigen Phase mit einer Größe über 50 Mikrometer. Zur Stabilisierung der Emulsionen ist häufig die Verwendung einer großen Menge von Emulgatoren und/oder die Zugabe einer bestimmten Menge von Konsistenzgebern, wie beispielsweise Wachsen, erforderlich. Diese Ingredienzien tragen aber zur Verstärkung der kosmetischen Mängel der W/O-Emulsionen bei (klebrige und fettige Wirkung) und mit ihnen werden am Ende Zusammensetzungen erhalten, die häufig kompakt und schwer sind. Im übrigen ist es schwierig, in Anwesenheit der Konsistenzgeber fluide Emulsionen zu erhalten, da die Konsistenzgeber die Emulsionen verdicken. Wenn der Gehalt der Emulsionen an Emulgatoren stark erhöht wird, um ihrer Instabilität entgegen zu wirken, können sich die erhaltenen Emulsionen außerdem gegenüber bestimmten Hauttypen und insbesondere gegenüber empfindlicher Haut als irritierend erweisen.
- Es gibt eine Vielzahl von Wasser-in-Öl-Emulsionen, die mit verschiedenen grenzflächenaktiven Stoffen stabilisiert sind, insbesondere mit alkylierten Polyglycerinderivaten, alkylierten Polyethylenglykolen, alkylierten Sorbitanderivaten, Metallsalzen von Fettsäuren und siliconhaltigen grenzflächenaktiven Stoffen. Bei der Mehrzahl der Emulsionen, die mit kohlenwasserstoffhaltigen grenzflächenaktiven Stoffen stabilisiert sind, muss der Anteil der wässerigen Phase jedoch unter 80 Masse-% bleiben und es ist ein relativ hoher Gehalt an grenzflächenaktiven Stoffen erforderlich, damit eine Emulsion mit akzeptabler Stabilität hergestellt werden kann. Im übrigen ist es gewöhnlich nötig, die Viskosität der Ölphase durch Zugabe von Wachsen (siehe beispielsweise DE-A-34 30 256), von öligen Gelbildnern (siehe beispielsweise EP-A-795321) oder von modifizierten Tonen (siehe beispielsweise EP-A-331833) zu erhöhen, um die Stabilität der Emulsionen zu verbessern. Den daraus resultierenden Produkten fehlt es häufig an Frische und Leichtigkeit.
- Siliconhaltige grenzflächenaktive Stoffe können die kosmetischen Eigenschaften von Wasser-in-Öl-Emulsionen verbessern. Sie vermitteln jedoch die für Silicone charakteristische Berührungsempfindung und die Ölphase muss zum überwiegenden Teil aus Siliconölen bestehen. Im übrigen ist es gewöhnlich erforderlich, diese grenzflächenaktiven Stoffe mit mindestens einem weiteren grenzflächenaktiven Stoff, zumeist einem kohlenwasserstoffhaltigen grenzflächenaktiven Stoff, zu kombinieren, um die Emulsion vollkommen stabil zu machen.
- Es besteht daher ein Bedürfnis nach einer stabilen Wasser-in-Öl-Emulsion, die nicht die Nachteile aufweist, die sich mit den derzeit bekannten Wasser-in-Öl-Emulsionen ergeben, und insbesondere nach einer Emulsion, die sich leicht und frisch anfühlt und die keine siliconhaltigen grenzflächenaktiven Stoffe enthält, wobei die Emulsion fluide sein und/ oder einen hohen Gehalt an wässeriger Phase aufweisen kann und selbst in Abwesenheit von Konsistenzgebern für die Ölphase und insbesondere sogar in Abwesenheit von Wachsen eine gute Stabilität aufweist.
- Mit der erfindungsgemäßen Emulsion kann den oben genannten Problemen abgeholfen werden. Die Anmelderin hat nämlich überraschend festgestellt, dass es möglich ist, eine Zusammensetzung in Form einer Wasser-in-Öl-Emulsion herzustellen, die gute kosmetische Eigenschaften (zugleich leichte, frische und reichhaltige Berührungsempfindung) und eine gute Stabilität aufweist, indem als Emulgator ein von einem Polyolefin abgeleitetes Oligomer oder Polymer verwendet wird, das mindestens eine polare Gruppe besitzt. Mit den gemäß der Erfindung verwendeten Polyolefinderivaten können insbesondere Wasser-in-Öl-Emulsionen, die einen hohen Anteil wässeriger Phase (über 80%) aufweisen und dennoch stabil sind, sowie niedrigviskose und stabile Wasser-in-Öl-Emulsionen hergestellt werden.
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zusammensetzung, die zur Anwendung auf topischem Wege geeignet ist und die in einem physiologisch akzeptablen Medium eine in einer Ölphase dispergierte wässerige Phase enthält, wobei die Zusammensetzung dadurch gekennzeichnet ist, dass sie als Emulgator mindestens ein von einem Polyolefin abgeleitetes Oligomer oder Polymer enthält, das eine apolare polyolefinische Gruppe mit mindestens 40 Kohlenstoffatomen und mindestens eine polare Gruppe aufweist, wobei der Mengenanteil des (der) emulgierenden Oligomers (Oligomere) oder des (der) emulgierenden Polymers (Polymere) ausgedrückt als Wirkstoff im Bereich von 0,1 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Emulsion, liegt, der Mengenanteil der wässerigen Phase im Bereich von 40 bis 95 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, liegt und der Wasseranteil mindestens 30 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, beträgt.
- Unter einem "physiologisch akzeptablen Medium" wird hier ein Medium verstanden, das mit der Haut und/oder den Schleimhäuten (Lippen) kompatibel ist.
- Die in der Erfindung verwendbaren Oligomere und Polymere sind aus anderen Gebieten bekannt. So sind sie als Stabilisatoren von Emulsions- Sprengstoffen beschrieben, bei denen es sich um inverse Emulsionen von geschmolzenem Ammoniumnitrat oder einer gesättigten Ammoniumnitratlösung in einem Kohlenwasserstofföl handelt. Die innere Phase enthält in diesen Emulsionen höchstens 15 Gew.-% Wasser (siehe beispielsweise die Druckschriften US-A-4,234,435 und US-A-4,708,875).
- Im übrigen sind diese Verbindungen als Stabilisatoren von Düngemittelzusammensetzungen in Form von Wasser-in-Öl-Emulsionen bekannt (siehe die Druckschrift US-A-5,518,517), um eine kontrollierte Freisetzung der düngenden Substanzen zu erzielen. Die innere Phase besteht zu mindestens 70 Gew.-% aus Düngemittel und zu höchstens 30 Gew.-% aus Wasser.
- In der Druckschrift WO-A-01/78888 ist ferner die Verwendung derartiger Polymere zur Herstellung der Primäremulsion einer W/O/W-Emulsion, insbesondere zum Einkapseln von Herbiziden, beschrieben.
- Im übrigen ist in der Arbeit von J. M. Carey et al., die in Band 2 der "Proceedings of the 5th World Surfactant Congress", Fortezza, 29. Mai bis 2. Juni 2000 auf Seite 883 veröffentlicht ist, die Verwendung von Emulgatoren auf der Basis eines Alkenylbernsteinsäureanhydrids in inversen Emulsionen mit konzentrierter innerer Phase beschrieben.
- In den W/O-Emulsionen, die in diesen Druckschriften des Standes der Technik beschrieben sind, enthält die innere wässerige Phase für das Anwendungsgebiet der Zusammensetzung geeignete Substanzen (wie Explosivstoffe und Düngemittel), die in ein wenig Wasser solubilisiert oder dispergiert sind. In den Druckschriften wird weder beschrieben noch nahe gelegt, dass mit diesen Polyolefinderivaten Wasser-in-Öl-Emulsionen erhalten werden können, die einen hohen Wasseranteil und kosmetische, dermatologische und/oder pharmazeutische Substanzen enthalten, die in dieser großen Wassermenge dispergiert oder solubilisiert sind, um eine frische Zusammensetzung zu erhalten, die zur topischen Anwendung insbesondere auf die Haut geeignet ist und die stabil ist.
- Durch die Verwendung von Oligomeren oder Polymeren, die von Polyolefinen abgeleitet sind, als Emulgatoren in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung können Wasser-in-Öl-Emulsionen erhalten werden, die niedrigviskose stabile Zusammensetzungen bilden sowie Zusammensetzungen, die eine gute Stabilität aufweisen, obwohl die wässerige Phase einen sehr hohen Anteil stellt (über 80 Gew.-%) und insbesondere der Wassergehalt hoch ist (mindestens 30 Gew.-% Wasser, vorzugsweise mindestens 40 Gew.-% und besser noch mindestens 60 Gew.-% Wasser, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung). Zur Stabilisierung dieser Zusammensetzungen sind weder Strukturierungsmittel für die Ölphase (Wachse, Polymere oder modifizierte Tone) noch die Kombination mit einem weiteren grenzflächenaktiven Stoff erforderlich. Die verwendeten Emulgatormengen sind relativ gering. Außerdem begünstigen die Emulgatoren die Bildung frischer und leichter Zusammensetzungen.
- Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung von 0,1 bis 10 Gew.-% (Wirkstoff, bezogen auf das Gesamtgewicht der Emulsion, mindestens eines von einem Polyolefin abgeleiteten Oligomers oder Polymers, das eine apolare polyolefinische Gruppe mit mindestens 40 Kohlenstoffatomen und mindestens eine polare Gruppe aufweist, zur Herstellung einer W/O-Emulsion, die in einem physiologisch akzeptablen Medium mindestens 30 Gew.-% Wasser, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, und 40 bis 95 Gew.-% wässerige Phase, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, enthält.
- Die Stabilität der erfindungsgemäßen Emulsionen zeigt sich in einer guten Dispersion der wässerigen Phase in der Ölphase und darin, dass es nicht zur Anhäufung von Wassertropfen kommt, wodurch die Ausbildung von aus Wasser bestehenden Bereichen mit großem Durchmesser begünstigt wird. Das Verhalten der Emulsion kann mit einem einfachen Test aufgezeigt werden, bei dem die Emulsion mit Öl verdünnt und anschließend unter dem Mikroskop betrachtet wird, wie es weiter unten in den Beispielen beschrieben ist. In der Mehrzahl der Fälle kommt es zur Vereinigung der Tropfen und sie bilden Ansammlungen, wodurch die Sedimentation und die Ausbildung von aus Wasser bestehenden Bereichen gefördert wird; die Emulsion wird dann aufgrund ihrer Heterogenität, die durch die Anwesenheit dieser aus Wasser bestehenden Bereiche hervorgerufen wird, als instabil betrachtet. Im entgegengesetzten Fall wird eine gute Dispersion der Tropfen der wässerigen Phase und eine gute Stabilität der Emulsion, die homogen ist, beobachtet.
- Die erfindungsgemäßen Emulsionen können selbst in Abwesenheit von Wachsverbindungen in der Ölphase eine cremige oder fluide Textur aufweisen und dennoch sehr stabil sein. Die Viskosität der Emulsionen kann in hohem Maße variieren und sie kann insbesondere im Bereich von 1 bis 150 Poise (0,1 Pa·s bis 15 Pa·s) liegen, wobei die Viskosität bei etwa 25ºC mit einem Viskosimeter "Rhéomat Metler" bestimmt wird, das im allgemeinen für den Viskositätsbereich unter 7 Poise mit einem mobilen Teil 2, für den Viskositätsbereich von 2 bis 40 Poise mit einem mobilen Teil 3 und für den Viskositätsbereich von 20 bis 80 Poise mit einem mobilen Teil 4 ausgestattet wird.
- Die Oligomere und Polymere, die in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung als Emulgatoren verwendet werden, bestehen aus einem apolaren polyolefinischen Teil und aus mindestens einem polaren Teil. Ihre Struktur kann vom Typ eines Blocks oder eines Kamms sein.
- Die apolare polyolefinische Gruppe enthält mindestens 40 Kohlenstoffatome und vorzugsweise 60 bis 700 Kohlenstoffatome. Zur Lösung der Aufgabe der Erfindung ist es wesentlich, dass diese Gruppe mindestens 40 Kohlenstoffatome aufweist. Wenn weniger als 40 Kohlenstoffatome vorliegen, wird kein stabiles System erhalten. Die apolare Gruppe kann unter Polyolefinen, wie den Oligomeren, Polymeren und/oder Copolymeren von Ethylen, Ethylen, Propylen, 1-Buten, Isobuten, 1-Penten, 2-Methyl-1-buten, 3-Methyl-1-buten, 1-Hexen, 1-Hepten, 1-Octen, 1-Decen, 1-Undecen, 1-Dodecen, 1-Tridecen, 1-Tetradecen, 1-Pentadecen, 1-Hexadecen, 1-Heptadecen und 1-Octadecen, ausgewählt sein. Die Polyolefine liegen hydriert oder nicht hydriert vor.
- Im übrigen weisen die in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung verwendeten Oligomere oder Polymere, die von einem Polyolefin abgeleitet sind, mindestens eine polare Gruppe auf. Diese polare Gruppe verleiht den Polyolefinderivaten amphiphile Eigenschaften. Die Oligomere oder Polymere setzen die Grenzflächenspannung (Wasser/Öl, d. h. zwischen der wässerigen Phase und der Ölphase) um mindestens 10 mN/m herab, wenn sie in einer Konzentration von 0,01 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Ölphase, vorliegen. Das nachfolgend beschriebene Polyolefin mit endständiger Bernsteinsäuregruppe, das unter der Bezeichnung L2724 von der Firma Lubrizol im Handel ist, setzt beispielsweise bei einer Konzentration von 0,01 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Ölphase, die Grenzflächenspannung an der Grenzfläche einer wässerigen Phase, die aus einer wässerigen Lösung mit 1% MgSO&sub4; besteht, und einer Ölphase, die ein Gemisch von Ölen enthält (Isohexadecan/hydriertes Polyisobuten/flüchtiges Silicon in einem Verhältnis von 8/6/4) um 15 mN/m herab.
- Die polare Gruppe der erfindungsgemäßen oligomeren oder polymeren Emulgatoren kann anionisch, kationisch, nichtionisch, zwitterionisch oder amphoter sein. Sie wird beispielsweise von Polyalkylenglykolen oder Polyalkyleniminen oder auch von Carbonsäuren oder Dicarbonsäuren oder den Anhydriden oder Derivaten dieser Säuren und den Gemischen dieser Verbindungen gebildet. Oligomere oder polymere Emulgatoren mit einer polaren Carbonsäuregruppe können beispielsweise aus der Umsetzung eines Polyolefins mit mindestens einer Carbonsäure oder einem Carbonsäureanhydrid stammen, wobei die Carbonsäure oder das Carbonsäureanhydrid unter Maleinsäure, Maleinsäureanhydrid, Fumarsäure, Itaconsäure, Citraconsäure, Mesaconsäure und Aconitsäure ausgewählt ist. Die polare Gruppe wird vorzugsweise von Bernsteinsäure oder Bernsteinsäureanhydrid, den von diesen Verbindungen abgeleiteten Estern oder Amiden, den entsprechenden Salzen von Alkaliionen, Erdalkaliionen oder organischen Ionen oder auch von Polyoxyethylen gebildet.
- Die von Polyoxyethylen abgeleiteten Emulgatoren können beispielsweise unter Polyisopren-Polyoxyethylen-Diblockpolymeren, Poly(ethylen-co-propylen)-Polyoxyethylen-Polymeren und deren Gemischen ausgewählt sein. Diese Polymere sind in der Veröffentlichung von Allgaier, Poppe, Willner und Richter (Macromolecules, 1997, Band 30, S. 1582-1586) beschrieben.
- Die Emulgatoren, die von Bernsteinsäure oder Bernsteinsäureanhydrid abgeleitet sind, können insbesondere unter den Polyolefinderivaten von Bernsteinsäure oder Bernsteinsäureanhydrid ausgewählt sein, die in den Patenten US-A-4,234,435, US-A-4,708,753, US-A-5,129,972, US-A- 4,931,110, GB-A-2,156,799 und US-A-4,919,179 beschrieben sind. Der Polyolefinteil kann beispielsweise von gegebenenfalls hydriertem Polyisobutylen mit einem Molekulargewicht von 400 bis 5 000 gebildet werden. In dem so erhaltenen Polyisobutylen mit endständiger Bernsteinsäuregruppe kann die Bernsteinsäuregruppe verestert, amidiert oder in Form eines Salzes vorliegen, d. h. dass sie mit Alkoholen, Aminen, Alkanolaminen oder Polyolen modifiziert sein kann oder auch in Form von Alkalimetallsalzen, Erdalkalimetallsalzen, Ammoniumsalzen oder Salzen auf organischer Basis, wie Diethanolaminsalzen und Triethanolaminsalzen, vorliegen kann. Die Polyolefine mit veresterter oder amidierter endständiger Bernsteinsäuregruppe sind Produkte der Umsetzung (a) eines Polyolefins mit endständiger Bernsteinsäuregruppe und, zur Bildung eines Amids oder eines Esters, (b) eines Amins oder eines Alkohols. Der hier verwendete Ausdruck "Amin" beinhaltet sämtliche Typen von Aminen, darunter auch die Alkanolamine. Es kann sich beispielsweise um primäre, sekundäre oder tertiäre Monoamine handeln, wobei diese Amine aliphatisch, cycloaliphatisch, aromatisch, heterocyclisch, gesättigt oder ungesättigt sein können. Bei den Alkoholen kann es sich im übrigen um Mono- oder Polyalkohole handeln. Die Monoalkohole beinhalten primäre, sekundäre oder tertiäre aliphatische Alkohole und Phenole. Die Polyalkohole können beispielsweise unter aliphatischen, cycloaliphatischen, aromatischen und heterocyclischen Polyalkoholen ausgewählt sein. Die Polyolefine mit modifizierter (veresterter oder amidierter) endständiger Bernsteinsäuregruppe und das Verfahren zu ihrer Herstellung sind insbesondere in der Druckschrift US-A-4,708,753 beschrieben, auf die hier als Referenz Bezug genommen wird.
- Von den Polyolefinen mit endständiger Bernsteinsäuregruppe können insbesondere Polyisobutylene mit modifizierter Bernsteinsäuregruppe angegeben werden, wie die Produkte, die unter den Bezeichnungen L2724 und L2721 von der Firma Lubrizol im Handel sind.
- Ein weiteres Beispiel für einen polymeren grenzflächenaktiven Stoff, der in der Erfindung verwendet werden kann, ist das Produkt der Umsetzung von Maleinsäureanhydrid mit Polyisobutylen, wie das Produkt, das unter der Bezeichnung Glissopal SA von der Firma BASF im Handel ist.
- Der Mengenanteil des emulgierenden Oligomers oder Polymers oder der emulgierenden Oligomere oder Polymere in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung kann beispielsweise im Bereich von 0,1 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise von 0,5 bis 5 Gew.-% und besser noch von 1 bis 3 Gew.-% (ausgedrückt als Wirkstoff, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, liegen. Es können ein oder mehrere von Polyolefinen abgeleitete Oligomere oder Polymere verwendet werden. Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die von Polyolefinen abgeleiteten Oligomere oder Polymere die einzigen Emulgatoren, die in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung eingesetzt werden. Es können jedoch gegebenenfalls weitere amphiphile Stoffe zugegeben werden, die üblicherweise in Wasser-in-Öl-Emulsionen verwendet werden, wie herkömmliche ionische, nichtionische, amphotere oder zwitterionische grenzflächenaktive Stoffe, amphiphile Oligomere oder Polymere oder amphiphile organische oder anorganische Partikel.
- Der Mengenanteil der wässerigen Phase in der erfindungsgemäßen Emulsion liegt vorzugsweise bei mindestens 40 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung. Er kann beispielsweise im Bereich von 40 bis 95 Gew.-%, vorzugsweise von 50 bis 90 Gew.-%, besser von 60 bis 90 Gew.-% und noch besser von 80 bis 90 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, liegen. Die erfindungsgemäße Zusammensetzung enthält vorzugsweise mindestens 30 Gew.-% Wasser und besser noch mindestens 50 Gew.-% Wasser, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung. Die wässerige Phase enthält Wasser und sämtliche gegebenenfalls vorliegenden wasserlöslichen oder in Wasser dispergierbaren Zusatzstoffe, wie beispielsweise Polyole, wie Glycerin und Glykole, niedere Alkohole mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen, wie Ethanol, Polymere, wie Carbomere und Polysaccharide, Salze, wie Magnesiumsulfat, Magnesiumchlorid oder Natriumchlorid, und Zucker, wie Glucose und Fructose.
- Die Ölphase kann sämtliche herkömmlich in der Kosmetik verwendeten Fettsubstanzen und insbesondere Öle und lipophile Zusatzstoffe, wie Fettsäuren, Fettalkohole und Gummen, enthalten.
- Von den in der erfindungsgemäßen Emulsion verwendbaren Ölen können beispielsweise pflanzliche Öle, wie Aprikosenkernöl, Avocadoöl, Macadamianussöl, Sonnenblumenöl, Olivenöl und Sojaöl, Mineralöle, wie Vaselineöl, synthetische Öle, wie hydriertes Polyisobuten, Ester von Fettsäuren und Fettalkoholen (mit 6 bis 30 Kohlenstoffatomen), Ether von Fettalkoholen (mit 4 bis 30 Kohlenstoffatomen, die gesättigt und/oder verzweigt sind), Siliconöle, insbesondere flüchtige Siliconöle, wie Cyclometicone (Cyclotetradimethylsiloxan oder Cyclotetrameticon, Cyclopentadimethylsiloxan oder Cyclopentameticon, Cyclohexadimethylsiloxan oder Cyclohexameticon) und fluorierte Öle sowie die Gemische dieser Verbindungen angegeben werden.
- Nach einer speziellen Ausführungsform der Erfindung enthält die Ölphase der erfindungsgemäßen Emulsion mindestens 50% Kohlenwasserstofföl oder mehrerer Kohlenwasserstofföle, d. h. von Ölen, die nur Kohlenstoff und Wasserstoff enthalten, wobei die Öle flüchtig oder nicht flüchtig und mineralisch oder synthetisch sein können. Von den Kohlenwasserstoffölen können beispielsweise Squalan, hydriertes Polyisobuten und Kohlenwasserstofföle mit verzweigter Kette, die vorzugsweise 6 bis 20 und besser noch 6 bis 18 Kohlenstoffatome aufweisen und die beispielsweise unter Isohexadecan, Isododecan, Isoparaffinen und den Gemischen dieser Verbindungen ausgewählt sein können, genannt werden.
- Wenn die Emulsion als Produkt zum Abschminken der Haut und/oder der Augen verwendet wird, enthält sie insbesondere reinigende Öle und insbesondere reinigende Öle, die unter Fettsäureestern mit mindestens 12 Kohlenstoffatomen ausgewählt sind. Diese Ester werden vorzugsweise aus einem Alkohol mit geradkettiger oder verzweigter Kette, der 1 bis 17 Kohlenstoffatome aufweist, und einer Fettsäure mit geradkettiger oder verzweigter Kette, die mindestens 12 Kohlenstoffatome und vorzugsweise 14 bis 22 Kohlenstoffatome aufweist, hergestellt. Es handelt sich vorzugsweise um Mono- oder Diester. Die reinigenden Öle können insbesondere unter 2-Ethylhexylpalmitat (oder Octylpalmitat), 2-Ethylhexylmyristat (oder Octylmyristat), Isopropylpalmitat, Isopropylmyristat, Diisopropyladipat, Dioctyladipat, 2-Ethylhexylhexanoat, Ethyllaurat, Methylmyristat, Octyldodecyloctanoat, Isodecylneopentanoat, Ethylmyristat, Myristylpropionat, 2-Ethylhexyl-2-ethylhexanoat, 2-Ethylhexyloctanoat, 2- Ethylhexylcaprat/ caprylat, Methylpalmitat, Butylmyristat, Isobutylmyristat, Ethylpalmitat, isohexyllaurat, Hexyllaurat, Isopropylisostearat und den Gemischen dieser Verbindungen ausgewählt sein.
- Die Ölphase kann ferner Wachse, Silicongummis, ölige Gelbildner und organische oder mineralische Partikel enthalten.
- Der Mengenanteil der Ölphase in der erfindungsgemäßen Emulsion kann beispielsweise im Bereich von 2,5 bis 60 Gew.-%, vorzugsweise von 5 bis 50 Gew.-% und besser noch von 7,5 bis 40 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, liegen. Das Kohlenwasserstofföl oder die Kohlenwasserstofföle können die gesamte Ölphase oder einen Teil der Ölphase ausmachen und sie stellen vorzugsweise mindestens 40 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Ölphase.
- Bei der erfindungsgemäßen Zusammensetzung handelt es sich um eine W/O-Emulsion. Diese Emulsion kann als solche verwendet werden oder sie kann zur Herstellung einer multiplen W/O/W-Emulsion eingesetzt werden, wobei die primäre W/O-Emulsion in eine äußere wässerige Phase eingearbeitet wird. Die oben beschriebenen von einem Polyolefin abgeleiteten Oligomere oder Polymere können daher auch als Emulgatoren für eine multiple W/O/W-Emulsion verwendet werden. Sie können im übrigen auch als Emulgatoren für eine multiple O/W/O-Emulsion verwendet werden, die erhalten wird, wenn eine O/W-Emulsion in eine Ölphase eingearbeitet wird, die ein oder mehrere von einem Polyolefin abgeleitete Oligomere oder Polymere enthält.
- Die vorliegende Erfindung hat ferner die Verwendung mindestens eines von einem Polyolefin abgeleiteten Oligomers oder Polymers, das eine apolare polyolefinische Gruppe mit mindestens 40 Kohlenstoffatomen und mindestens eine polare Gruppe aufweist, zur Herstellung einer multiplen W/O/W-Emulsion oder O/W/O-Emulsion zum Gegenstand.
- Bei der erfindungsgemäßen Zusammensetzung kann es sich insbesondere um eine kosmetische, dermatologische oder pharmazeutische Zusammensetzung handeln und insbesondere um eine kosmetische Zusammensetzung, die zur Anwendung auf die Haut und/oder die Schleimhäute bestimmt ist.
- Die erfindungsgemäße Zusammensetzung kann außerdem in bekannter Weise in der Kosmetik und/oder Dermatologie gebräuchliche Zusatzstoffe enthalten, die von den oben angegebenen Zusatzstoffen verschieden sind, wie Lösemittel, Wirkstoffe, Konservierungsstoffe, Antioxidantien, Komplexbildner, Parfums, Füllstoffe, Bakterizide, Geruchsabsorber, Farbmittel und auch Lipidvesikel. Die Mengenanteile der verschiedenen Zusatzstoffe entsprechen den herkömmlich auf dem jeweiligen Gebiet verwendeten Mengenanteilen und liegen beispielsweise im Bereich von 0,01 bis 20% des Gesamtgewichts der Zusammensetzung. Die Zusatzstoffe können in Abhängigkeit von ihrer Art in die Fettphase, in die wässerige Phase und/oder in die Lipidvesikel eingebracht werden. Der Fachmann wird die gegebenenfalls verwendeten ergänzenden Zusatzstoffe und/oder ihre Menge selbstverständlich so auswählen, dass die vorteilhaften Eigenschaften der erfindungsgemäßen Zusammensetzung durch den beabsichtigten Zusatz nicht oder im wesentlichen nicht verändert werden.
- Als Wirkstoffe können abgesehen von den oben genannten insbesondere angegeben werden: Hydratisierungsmittel und beispielsweise Proteinhydrolysate und Polyole, wie Glycerin, Glykole, wie Polyethylenglykole, und Zuckerderivate, natürliche Extrakte, Procyanidin-Oligomere; Vitamine, Harnstoff, Koffein, depigmentierende Mittel, wie Kojisäure und Kaffeesäure, β-Hydroxysäuren, wie Salicylsäure und ihre Derivate, α-Hydroxysäuren, wie Milchsäure und Glykolsäure, Retinoide, wie Retinol und seine Derivate und Carotinoide, organische und anorganische Filter, Hydrocortison, DHEA, Melatonin, Algenextrakte, Pilzextrakte, Pflanzenextrakte, Hefeextrakte und Bakterienextrakte, hydrolysierte, teilweise hydrolysierte oder nicht hydrolysierte Proteine, Enzyme und die Gemische dieser Verbindungen.
- Der Wirkstoff oder die Wirkstoffe können beispielsweise in einer Konzentration von 0,01 bis 20%, vorzugsweise von 0,1 bis 5% und besser noch von 0,5 bis 3% des Gesamtgewichts der Zusammensetzung vorliegen.
- Die erfindungsgemäße Emulsion kann vorteilhaft hergestellt werden, indem die wässerige Phase unter Rühren bei einer Temperatur, die vorzugsweise im Bereich von etwa 20 bis 60ºC liegt, in die Ölphase, die die Emulgatoren enthält, eingearbeitet wird.
- Die erfindungsgemäße Zusammensetzung findet in einer Vielzahl von Behandlungen, insbesondere kosmetischen Behandlungen der Haut und der Lippen und insbesondere bei der Behandlung, beim Schutz, bei der Pflege, beim Abschminken und bei der Reinigung der Haut und/oder beim Schminken der Haut und/oder der Lippen Anwendung. Sie kann auch für die Behandlung von trockener Haut und/oder trockenen Lippen vorgesehen sein.
- Die erfindungsgemäße Zusammensetzung kann beispielsweise als Produkt zur Pflege, zum Abschminken und/oder zur Reinigung des Gesichts in Form einer Creme oder Milch oder, wenn Füllstoffe oder Farbmittel eingearbeitet werden, als Schminkprodukt (Haut und Lippen) und beispielsweise als Make up verwendet werden.
- Die Erfindung hat außerdem die kosmetische Verwendung der wie oben definierten Zusammensetzung zur Behandlung, zum Schutz, zur Pflege, zum Abschminken, zur Reinigung und/oder zum Schminken der Haut und/oder der Lippen zum Gegenstand.
- Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur kosmetischen Behandlung der Haut und/oder der Lippen, das dadurch gekennzeichnet ist, dass eine wie oben definierte Zusammensetzung auf die Haut und/oder die Lippen aufgebracht wird.
- Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung der wie oben definierten Zusammensetzung zur Herstellung einer Zusammensetzung, die zur Pflege trockener Haut und/oder trockener Lippen und/oder empfindlicher Haut bestimmt ist.
- Die nachfolgenden Beispiele erfindungsgemäßer Emulsionen dienen der Erläuterung und sind nicht einschränkend. Sofern nichts anderes vermerkt ist, sind die Mengenanteile in Gew.-% angegeben.
- L2724 2,5%
- Isohexadecan 3,29%
- Hydriertes Polyisobuten 2,47%
- Cyclometicon 1,64%
- Konservierungsmittel 0,1%.
- Magnesiumsulfat 0,9%
- Konservierungsmittel 0,65%
- Wasser 88,45%.
- Die Formulierung liegt als weiche Creme vor, die bei 4 bis 45ºC mindestens zwei Monate stabil ist.
- Arlacel 1690 (Firma ICI) 2,5%
- Isohexadecan 3,29%
- Hydriertes Polyisobuten 2,47%
- Cyclometicon 1,64%
- Konservierungsmittel 0,1%.
- Magnesiumsulfat 0,9%
- Konservierungsmittel 0,65%
- Wasser 88,45%.
- Die Zusammensetzung liegt in Form einer Creme vor, die zahlreiche aus Wasser bestehende Bereiche mit einer Größe über 50 um aufweist (mikroskopisches Bild). Die Zusammensetzung ist über die Zeit nicht stabil.
- Es wurde eine Verdünnung hergestellt, indem ein Tropfen Emulsion mit 5 ml Isohexadecan verdünnt wurde. Fig. 1 der vorliegenden Anmeldung zeigt Fotos der Emulsion von Vergleichsbeispiel 1(A) und der erfindungsgemäßen Emulsion von Beispiel 1(B), wie sie sich nach der Verdünnung bei Betrachtung unter dem Mikroskop darstellen. Bei Vergleichsbeispiel (A) sind in der kontinuierlichen Ölphase Ansammlungen von Kügelchen der wässerigen Phase (aus Wasser bestehende Bereiche) zu sehen, während bei der erfindungsgemäßen Zusammensetzung (B) eine gute Dispersion der Kügelchen der wässerigen Phase in der kontinuierlichen Ölphase erkennbar wird. Unter Verwendung des Gemisches von Sorbitanisostearat und Polyglycerin-3-isostearat (Arlacel 1690) im Vergleichsbeispiel kann keine homogene, stabile Dispersion erhalten werden, während unter Verwendung eines polymeren Emulgators (L2724) im erfindungsgemäßen Beispiel eine stabile und homogene Dispersion erzielt werden kann.
- Anhand der Ergebnisse zur Rheologie kann der Unterschied zwischen der erfindungsgemäßen Emulsion und der Emulsion des Vergleichsbeispiels ebenfalls gezeigt werden; es kann insbesondere gezeigt werden, dass die Kügelchen der wässerigen Phase in der Emulsion des Vergleichsbeispiels Aggregate bilden. Die aggregierten Systeme weisen bei niedriger Spannung eine Viskosität auf, die über der Viskosität nicht aggregierter Systeme liegt. Fig. 2, die der vorliegenden Anmeldung beigefügt ist, zeigt die Ergebnisse der Bestimmung des Fließverhaltens des erfindungsgemäßen Beispiels 1 und des Vergleichsbeispiels 1 in Abhängigkeit von der angelegten Spannung nach Verdünnung der Emulsionen mit Isohexadecan, wobei die Verdünnung so ist, dass der Mengenanteil der wässerigen Phase bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung auf 70 Gew.-% gebracht wird, um die Unterschiede im rheologischen Verhalten besser aufzuzeigen. Es zeigt sich, dass das System mit Arlacel 1690 (Vergleichsbeispiel) bei niedriger Spannung eine Viskosität aufweist, die über der Viskosität des Systems mit L2724 liegt. Das System mit Arlacel 1690 ist im Gegensatz zu dem System mit L2724 aggregiert.
- L2721 2,21%
- Isohexadecan 7,87%
- Cyclohexameticon 3,93%
- Hydriertes Polyisobuten 5,9%
- Konservierungsmittel 0,09%.
- Magnesiumsulfat 0,8%
- Konservierungsmittel 0,58%
- Wasser q. s. p. 100%.
- Die Zusammensetzung liegt in Form einer beigefarbenen Milch mit einer Viskosität von 15,2 Poise (1,52 Pa·s) (mobiles Teil 3, 200 s&supmin;¹) vor, die eine gute Stabilität aufweist (bei 4 bis 45ºC mindestens zwei Monate stabil).
- L2724 2,24%
- Aprikosenkernöl 10,24%
- Isododecan 6,63%
- Konservierungsmittel 0,09%.
- Magnesiumsulfat 0,81%
- Konservierungsmittel 0,58%
- Wasser q. s. p. 100%.
- Die Zusammensetzung liegt in Form einer weichen Creme mit einer Viskosität von 44 Poise (4,4 Pa·s) (mobiles Teil 3, 200 s&supmin;¹) vor, die bei 4 bis 45ºC mindestens zwei Monate stabil ist.
Claims (18)
1. Zusammensetzung, die zur Anwendung auf topischem Wege
geeignet ist und die in einem physiologisch akzeptablen Medium eine in
einer Ölphase dispergierte wässerige Phase enthält, dadurch
gekennzeichnet, dass sie als Emulgator mindestens ein von einem
Polyolefin abgeleitetes Oligomer oder Polymer enthält, das eine apolare
polyolefinische Gruppe mit mindestens 40 Kohlenstoffatomen und
mindestens eine polare Gruppe enthält, wobei der Mengenanteil des
(der) emulgierenden Oligomers (Oligomere) oder des (der)
emulgierenden Polymers (Polymere) ausgedrückt als Wirkstoff im Bereich
von 0,1 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der
Emulsion, liegt, der Mengenanteil der wässerigen Phase im Bereich von 40
bis 95 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der
Zusammensetzung, liegt und der Wassergehalt mindestens 30 Gew.-%, bezogen
auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, beträgt.
2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die apolare polyolefinische Gruppe 60 bis 700 Kohlenstoffatome
aufweist.
3. Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, dass die apolare polyolefinische Gruppe unter den Oligomeren,
Polymeren und/oder Copolymeren von Ethylen, Propylen, 1-Buten,
Isobuten, 1-Penten, 2-Methyl-1-buten, 3-Methyl-1-buten, 1-Hexen,
1-Hepten, 1-Octen, 1-Decen, 1-Undecen, 1-Dodecen, 1-Tridecen, 1-
Tetradecen, 1-Pentadecen, 1-Hexadecen, 1-Heptadecen und
1-Octadecen ausgewählt ist.
4. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das von einem Polyolefin abgeleitete
Oligomer oder Polymer die Grenzflächenspannung zwischen der
wässerigen Phase und der Ölphase um mindestens 10 mN/m
herabsetzt, wenn das Oligomer oder Polymer in einer Konzentration von
0,01 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der Ölphase, vorliegt.
5. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die polare Gruppe anionisch,
kationisch, nichtionisch, zwitterionisch oder amphoter ist.
6. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die polare Gruppe unter
Polyalkylenglykolen, Polyalkyleniminen, Carbonsäuren oder Dicarbonsäuren, den
Anhydriden oder Derivaten dieser Säuren und den Gemischen dieser
Verbindungen ausgewählt ist.
7. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die polare Gruppe unter Polyoxyethylen,
Bernsteinsäure oder Bernsteinsäureanhydrid und deren Derivaten
ausgewählt ist.
8. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das von einem Polyolefin abgeleitete
Oligomer oder Polymer aus der Umsetzung eines Polyolefinderivats
mit mindestens einer Säure stammt, die unter Maleinsäure,
Maleinsäureanhydrid, Fumarsäure, Itaconsäure, Citraconsäure,
Mesaconsäure, Aconitsäure, den Derivaten dieser Säuren und den
Gemischen dieser Verbindungen ausgewählt ist.
9. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Emulgator ein Polyisobutylen mit
einer gegebenenfalls modifizierten endständigen
Bernsteinsäuregruppe ist.
10. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Emulgator das Produkt der
Umsetzung von Maleinsäureanhydrid mit Polyisobutylen ist.
11. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Ölphase mindestens ein
Kohlenwasserstofföl enthält.
12. Zusammensetzung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch
gekennzeichnet, dass der Mengenanteil der Ölphase im Bereich von
2,5 bis 60 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der
Zusammensetzung, liegt.
13. Emulsion nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass es sich um eine kosmetische Zusammensetzung
handelt.
14. Kosmetische Verwendung der Zusammensetzung nach einem der
vorhergehenden Ansprüche zur Behandlung, zum Schutz, zur
Pflege, zum Abschminken, zur Reinigung und/oder zum Schminken der
Haut und/oder der Lippen.
15. Verfahren zur kosmetischen Behandlung der Haut und/oder der
Lippen, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zusammensetzung nach
einem der Ansprüche 1 bis 12 auf die Haut und/oder die Lippen
aufgebracht wird.
16. Verwendung der Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1
bis 12 zur Herstellung einer Zusammensetzung, die zur Pflege von
trockener Haut und/oder trockenen Lippen und/oder empfindlicher
Haut bestimmt ist.
17. Verwendung von 0,1 bis 10 Gew.-% (Wirkstoff), bezogen auf das
Gesamtgewicht der Emulsion, mindestens eines von einem Polyolefin
abgeleiteten Oligomers oder Polymers, das eine apolare
polyolefinische Gruppe mit mindestens 40 Kohlenstoffatomen und mindestens
eine polare Gruppe aufweist, zur Herstellung eine W/O-Emulsion,
die in einem physiologisch akzeptablen Medium mindestens 30
Gew.-% Wasser, bezogen auf das Gesamtgewicht der
Zusammensetzung, und 40 bis 95 Gew.-% wässerige Phase, bezogen auf das
Gesamtgewicht der Zusammensetzung, enthält.
18. Verwendung mindestens eines von einem Polyolefin abgeleiteten
Oligomers oder Polymers, das eine apolare polyolefinische Gruppe mit
mindestens 40 Kohlenstoffatomen und mindestens eine polare
Gruppe aufweist, zur Herstellung einer multiplen W/O/W-Emulsion
oder O/W/O-Emulsion, die eine kosmetische Zusammensetzung
bildet.
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