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ERFINDUNGSGEBIET
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Die vorliegende Erfindung betrifft
die optische Kommunikation allgemein und insbesondere einen optischen
Wellenlängenumsetzer.
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ALLGEMEINER
STAND DER TECHNIK
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DWDM-Systeme (dense wavelenght division multiplexing)
liefern zahlreiche Wellenlängenkanäle, um optische
Signale über
Regional- und Fernverkehrsanwendungen zu übertragen. DWDM-Systeme verwenden
Wellenlängenumsetzer,
um zur effizienten Ausnutzung von Spektren mit einer begrenzten optischen
Bandbreite Wellenlängenkanäle umzuordnen
und neu zuzuordnen. Wellenlängenumsetzer sind
zunehmend erforderlich, um optische Signale zwischen dem 1300 Nanometer
Wellenlängenband (Regionalverkehrsanwendungen)
und dem 1500 Nanometer Wellenlängenband
(Fernverkehrsanwendungen) umzusetzen.
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Wellenlängenumsetzer zwischen dem 1300 nm
und dem 1500 nm Band haben in der Vergangenheit ein optischelektrisch-optisches
Design („OEO") verwendet. Durch
die Umsetzung eines optischen Datensignals in eine elektrische Darstellung
und zurück
in ein optisches Schema sind jedoch den Datenübertragungsraten Begrenzungen
auferlegt worden. Auf OEO-Wellenlängen basierende Systeme für die 1300
nm und 1500 nm Umsetzung lagen bei etwa 620 MB/s. Infolgedessen
ist zur Vergrößerung der Datenübertragungsraten
auf über
2,5 GB/s in die Entwicklung optischer Netze mit weniger elektrischen Komponenten
erhebliche Untersuchungsarbeit investiert worden.
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Diese Bemühungen haben zu der Entwicklung
optischoptischer Wellenlängenumsetzer
(„OO") geführt. Aus
Barnsley und Fiddyment in IEEE Photonics Technology Letters, Band
3, Nr. 3, März
1991 (im weiteren „Barnsley") ist ein OO-Wellenlängenumsetzer
bekannt, der eine SOA-(semiconductor optical amplifier) Konfiguration
für das
Verstärken
optischer Leistung im 1500 nm Band verwendet. Barnsley schlägt vor,
ein verstärktes
Dauerstrichsignal („cw") im 1500 nm Band
mit dem binären
Wert jedes Bit eines Datenstroms in einem 1300 nm Band zu modulieren.
Dadurch wird ein Datenstrom im 1500 nm Band erzeugt. Durch das Verstärken des
Dauerstrichsignals im 1500 nm Band beim Bilden des Datenstroms im
1500 nm Band erzeugt die SOA-Konfiguration jedoch auch eine verstärkte spontane
Emission im 1500 nm Band. Der OO-Umsetzer von Barnsley erzeugt somit
unerwünschtes
Rauschen auf der gleichen Wellenlänge wie der umgesetzte Datenstrom
im 1500 nm Band.
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Ein alternativer OO-Umsetzer ist
von Lacey et al. in IEEE Photonics Technology Lettters, Band 8, Nr.
7, Juli 1996 (im folgenden „Lacey") dargelegt worden.
Lacey schlägt
ein Mach-Zehnder-Interferometer („MZI") mit zwei Wellenleiterzweigen vor,
die jeweils ein optisches Dauerstrichsignal im 1500 nm Band empfangen.
Bei einem dieser Zweige induziert ein Datenstrom im 1300 nm Band
eine relative Phasenverschiebung von etwa 180 Grad in einem 1300
nm Band-SOA. Die relative Phasenverschiebung zwischen den Zweigen
bewirkt, wenn sie vorliegt, eine auslöschende Interferenz, um die
Signalamplitude am Ausgang des MZI zu reduzieren. Dadurch entspricht
der von dem MZI im 1500 nm Band ausgegebene Datenstrom dem Komplement
jedes Bit eines Datenstroms im 1300 nm Band. Folglich hängt der OO-Umsetzer
von Lacey davon ab, daß eine
Phasenverschiebung von genau 180 Grad erzeugt wird. Da zwischen
der Eingangsleistung des 1300 nm Datensignals und der durch den
SOA erzeugten Phasenverschiebung eine Beziehung vorliegt, ist der OO-Umsetzer
von Lacey gegenüber
Eingangsleistung leider extrem empfindlich.
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Es besteht als solches ein Bedarf
an einem OO-Wellenlängenumsetzer
zum Umsetzen optischer Daten zwischen einer 1300 nm Wellenlänge und
einer 1500 nm Wellenlänge
ohne verstärktes
spontanes Emissionsrauschen. Außerdem
existiert ein Bedarf an einem OO-Wellenlängenumsetzer zum Umsetzen optischer
Daten zwischen einer 1300 nm Wellenlänge und einer 1500 nm Wellenlänge, der
gegenüber
dem Eingangssignal weniger empfindlich ist.
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Ma et al. beschreibt in IEEE Photonics
Technology Letters, Band 11, Nr. [2], Februar 1999, Seiten 188–190, „Realization
of all-optical wavelength converter based on directionally coupled
semiconductor optical amplifiers" einen
optisch-optischen Wellenlängenumsetzer
zum Umsetzen eines optischen Datensignals von einer ersten Wellenlänge im 1500
nm Wellenlängenband
zu einer zweiten Wellenlänge
im 1500 nm Wellenlängenband
mit einem Richtkoppler mit einem ersten Wellenleiter zum Empfangen
eines optischen Datensignals mit einer ersten Wellenlänge im 1500
nm Wellenlängenband
(in diesem Beispiel 1,554 μm)
und einem zweiten Wellenleiter zum Empfangen eines optischen Dauerstrichsignals
mit einer zweiten Wellenlänge
im 1500 nm Wellenlängenband (in
diesem Beispiel 1,549 μm).
Das optische Dauerstrichsignal wird als Reaktion auf eine binäre Null
im ursprünglichen
optischen Datensignal vom zweiten Wellenleiter zum ersten Wellenleiter
gekoppelt, während
das optische Dauerstrichsignal sich als Reaktion auf eine binäre Eins
in dem ursprünglichen
optischen Datensignal weiterhin durch den zweiten Wellenleiter ausbreitet.
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Kurze Darstellung
der Erfindung
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Ein optisch-optischer Wellenlängenumsetzer gemäß der Erfindung
ist wie in Anspruch 1 dargelegt. Bevorzugte Formen der Erfindung
werden in den abhängigen
Ansprüchen
dargelegt.
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KURZE DARSTELLUNG
DER ERFINDUNG
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Wir haben einen OO-Wellenlängenumsetzer erfunden,
der einen Richtkoppler verwendet, um optische Daten von einem ersten
Wellenlängenband
in ein zweites Wellenlängenband
umzusetzen.
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In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
wird ein OO-Wellenlängenumsetzer
offenbart zum Umsetzen mehrerer optischer Bit von einem 1300 nm
Wellenlängenband
zu einem 1500 nm Wellenlängenband.
Der OO-Wellenlängenumsetzer
verwendet einen Richtkoppler mit mindestens einem optischen Element
wie etwa einem SOA, um seinen Brechungsindex als Reaktion auf den
Empfang optischer Leistung im 1300 nm Wellenlängenband zu ändern. Der
SOA bewirkt, daß ein
Dauerstrichsignal („cw") im 1500 nm Wellenlängenband
mit einem Ausgangsport gekoppelt wird, falls ein Bit der mehreren optischen
Bit eine binäre
Eins ist. Dadurch arbeitet ein sich durch den Ausgangsport ausbreitendes
optisches Signal auf der zweiten Wellenlänge und entspricht vom binären Wert
her den mehreren optischen Bit im 1300 nm Wellenlängenband.
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Diese und weitere Ausführungsformen,
Vorteile und Aufgaben ergeben sich dem Fachmann durch die folgende
ausführliche
Beschreibung in Verbindung mit den beigefügten Ansprüchen und den sich daran anschließenden Zeichnungen.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Die vorliegende Erfindung läßt sich
aus der Lektüre
der folgenden Beschreibung der nicht einschränkenden Ausführungsformen
besser verstehen, wobei auf die beigefügten Zeichnungen Bezug genommen
wird. Es zeigen:
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1 eine
erste Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung und
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2 eine
zweite Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG DER VORLIEGENDEN ERFINDUNG
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Der OO-Wellenlängenumsetzer der vorliegenden
Erfindung setzt Daten zwischen einem ersten Wellenlängenband
und einem zweiten Wellenlängenband
um. Bei einer Ausführungsform
setzt der OO-Wellenlängenumsetzer
mehrere optische Datenbit bei einer Wellenlänge im 1300 nm Band in mehrere
optische Datenbit bei einer Wellenlänge im 1500 nm Band um. Es
ist dem Fachmann jedoch bei Betrachtung der vorliegenden Offenbarung
klar, daß andere
Wellenlängenbänder verwendet
werden können.
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Unter Bezugnahme auf 1 ist ein OO-Wellenlängenumsetzer 100 gemäß einer
ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung dargestellt. Der Wellenlängenumsetzer 100 umfaßt einen Richtkoppler 120.
Der Richtkoppler 120 enthält einen ersten Eingangswellenleiter 125 zum
Empfangen mehrerer optischer Datenbit von einem ersten Eingangsport 105.
Die mehreren optischen Bit arbeiten in einem ersten Wellenlängenband.
Der Richtkoppler 120 verwendet außerdem einen zweiten Eingangswellenleiter 130 zum
Empfangen eines optischen Dauerstrichsignals („cw"), das in einem zweiten Wellenlängenband
von einem zweiten Eingangsport 110 aus arbeitet. Bei einer
Ausführungsform
weist jedes Bit der mehreren eine erste Wellenlänge λ1 von
1310 nm auf, während
das Dauerstrichsignal eine zweite Wellenlänge λ2 von
1550 nm aufweist.
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Mit dem ersten Eingangswellenleiter 125 sind
ein erster optischer Halbleiterverstärker („SOA") 135 und ein erster Ausgangswellenleiter 145 gekoppelt.
Der SOA 135 ist so ausgelegt, daß sich sein Brechungsindex
n1 als Reaktion auf den Empfang optischer
Leistung in einem ersten Wellenlängenband ändert. Der
SOA 135 ist in Durchlaßrichtung
vorgespannt und wird von einer nicht gezeigten Stromquelle betrieben,
um den Betrieb in seinem Sättigungsbereich
zu ermöglichen.
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Analog ist der zweite Wellenleiter 130 mit
einem zweiten optischen Halbleiterverstärker („SOA") 140 und einem zweiten Ausgangswellenleiter 150 gekoppelt.
Der SOA 140 weist einen Brechungsindex n2 auf.
Der Brechungsindex n2 ist bei Fehlen von
optischer Leistung im ersten Wellenlängenband im wesentlichen gleich
n1. Der SOA 140 ist in Durchlaßrichtung
vorgespannt und wird von einer nicht gezeigten Stromquelle betrieben,
um den Betrieb in seinem Sättigungsbereich
zu ermöglichen.
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Es sei angemerkt, daß die Wellenleiter 125, 130, 145 und 150 in
der vorliegenden Offenbarung als Wellenleiter in Form einzelner
Elemente beschrieben sind, die miteinander gekoppelt sind. Der erste Eingangs-
und Ausgangswellenleiter 125 und 145 können jedoch
als ein einziger Wellenleiter ausgebildet sein und als solcher hergestellt
werden. Analog können
der zweite Eingangsund Ausgangswellenleiter 130 und 150 als
ein einziger Wellenleiter hergestellt sein. Bei einer Ausführungsform
bilden der Richtkoppler 120, die Wellenleiter 125, 130, 145 und 150 sowie
die SOAs 135 und 140 eine integriert-optische
Komponente auf einem einzigen Substrat 115.
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Der Richtkoppler 120 nutzt
im Betrieb einen Kopplungseffekt, wie er im folgenden ausführlich beschrieben
wird, um das Dauerstrichsignal als Reaktion auf den binären Wert
jedes Bit der mehreren optischen Datenbit im ersten Wellenlängenband
zwischen erstem und zweitem Ausgangswellenleiter 145 und 150 zu
lenken. Durch diese Anordnung wird ein optisches Signal mit der
den binären
Werten der mehreren optischen Datenbit entsprechenden Wellenlänge des
Dauerstrichsignals durch den zweiten Ausgangswellenleiter übertragen.
Analog wird ein optisches Signal mit der dem Komplement der binären Werte
der mehreren optischen Datenbit entsprechenden Wellenlänge des
Dauerstrichsignals durch den ersten Ausgangswellenleiter 145 übertragen.
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Falls genauer gesagt der binäre Wert
eines Bit der mehreren optischen Datenbit eine Null ist, lenkt der
Richtkoppler 120 das Dauerstrichsignal vom zweiten Eingangswellenleiter 130 durch
den ersten Ausgangswellenleiter 145. In diesem Fall ist der
Richtkoppler 120 ausgeglichen. Die Brechungsindizes n1 und n2 weisen in
einem ausgeglichenen Zustand im wesentlichen den gleichen Wert auf.
Dadurch ermöglicht
es der Richtkoppler 120, daß das Dauerstrichsignal vom
zweiten Eingangswellenleiter 130 über einen Kopplungseffekt,
der im folgenden näher
erörtert
wird, zum ersten Ausgangswellenleiter 145 hinübergeführt wird.
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Falls jedoch andererseits der binäre Wert
eines Bit der mehreren optischen Datenbit eine Eins ist, lenkt der
Richtkoppler 120 das Dauerstrichsignal vom zweiten Eingangswellenleiter 130 durch
einen zweiten Ausgangswellenleiter 150. In diesem Fall ändert sich
der Brechungsindex n1 des SOA 135 als
Reaktion auf die optische Leistung im ersten Wellenlängenband
relativ zum Brechungsindex n2 des SOA 140.
Da die Brechungsindizes n1 und n2 einander nicht länger gleich
sind, wird der Richtkoppler 120 in einen unausgeglichenen
Zustand umgeschaltet. Wenn er unausgeglichen ist, wird der Kopplungseffekt
im wesentlichen minimiert und der Richtkoppler 120 ermöglicht es
dem Dauerstrichsignal, sich vom zweiten Eingangswellenleiter 130 zum
zweiten Ausgangswellenleiter 150 auszubreiten.
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Der Richtkoppler 120 basiert
wie oben angemerkt auf dem Kopplungseffekt. Der Kopplungseffekt ist
ein bekanntes Phänomen,
bei dem zwei Wellenleiter in ausreichend enger Nähe zueinander positioniert
sind, so daß sich ihre
Felder überlappen
können und
ein optisches Signal von einem Wellenleiter zum anderen Wellenleiter
gekoppelt werden kann. Richtkoppler, die den Kopplungseffekt fördern können, sind
im Handel erhältlich.
Zu weiteren Informationen über
Richtkoppler im allgemeinen und dem Kopplungseffekt im besonderen
wird auf Saleh und Teich, „The
Fundamentals of Photonics" [Grundlagen
der Photonik], Wiley and Sons 1991 und Tamir, „Integrated Optics" [Integrierte Optik]
(2. Auflage), Springer-Verlag 1979, verwiesen.
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Um den Kopplungseffekt zu realisieren,
weist der Richtkoppler 120 ein Kopplungsgebiet 170 auf. Das
Kopplungsgebiet 170 umfaßt die SOAs 135 und 140 sowie
Endteile der Wellenleiter 125, 130, 145 und 150.
Das Kopplungsgebiet 170 ist so ausgelegt, daß es den
Kopplungseffekt als Reaktion auf die binären Werte der ankommenden mehreren
optischen Bit vom Eingangswellenleiter 125 ermöglicht.
Wenn der binäre
Wert eines Bit von den mehreren innerhalb des ersten Wellenlängenbands
eine Null ist, sind die Brechungsindizes n1 und
n2 der SOAs 135 und 140 im
wesentlichen zueinander gleich. Bei diesen Bedingungen und dem besonderen
Design des Kopplungsgebiets bewirkt der Kopplungseffekt, wie unten ausführlicher
dargelegt wird, daß sich
das Dauerstrichsignal vom zweiten Eingangswellenleiter 130 zum
ersten Ausgangswellenleiter 145 ausbreitet.
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Die effektive Übertragung des Dauerstrichsignals
vom zweiten Eingangswellenleiter 130 zum ersten Ausgangswellenleiter 145 ist
eine Funktion der Designparameter des Kopplungsgebiets 170. Das
Kopplungsgebiet 170 weist einen Abstand d auf, der als
die geringe Entfernung definiert ist, durch den das Wellenleiterpaar
getrennt ist, um das Überlappen ihrer
potentiellen Felder zu ermöglichen.
Außerdem weist
das Kopplungsgebiet 170 eine Länge L auf, die als die Entfernung
definiert ist, mit der das Wellenleiterpaar durch den Abstand d
beabstandet ist. Der Abstand d und die Länge L sind so ausgewählt, daß ein bestimmtes
Ergebnis ermöglicht
wird, nämlich
die Kopplung eines optischen Signals in einem bestimmten Wellenlängenband
von einem Wellenleiter zu dem anderen Wellenleiter. Es sei angemerkt,
daß der Kopplungseffekt
auch bewirken könnte,
daß optische Signale
außerhalb
des gewünschten
Wellenlängenbands
zwischen Wellenleitern übertragen
werden. Folglich sind der Abstand d und die Länge L so ausgewählt, daß optische
Leistung im 1500 nm Band optimal zwischen dem Paar von Wellenleitern
gekoppelt wird, während
die effektive Übertragung
optischer Signale außerhalb
des gewünschten
Wellenlängenbands
im wesentlichen auf ein Minimum reduziert wird.
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Für
den Fachmann ist anhand des oben gesagten offensichtlich, daß der Richtkoppler 120 das Dauerstrichsignal
als Reaktion auf den binären
Wert jedes der ankommenden mehreren Bit zu einem der Ausgangswellenleiter 145 oder 150 lenkt.
Folglich breitet sich eine binäre
Eins durch den Ausgangswellenleiter aus, der das gelenkte Dauerstrichsignal empfängt, während sich
eine binäre
Null durch den Ausgangswellenleiter ausbreitet, der nicht das gelenkte
Dauerstrichsignal empfängt.
Durch die obige Konfiguration können
sich deshalb mehrere optische Bit im Wellenlängenband des Dauerstrichsignals durch
den zweiten Ausgangswellenleiter 150 und einen Ausgangsport 160 ausbreiten.
Die mehreren optischen Bit am Ausgangsport 160 entsprechen
den binären
Werten der mehreren optischen Bit, die vom Eingangsport 105 empfangen
werden. Analog breiten sich mehrere optische Bit im Wellenlängenband des
Dauerstrichsignals durch den ersten Ausgangswellenleiter 145 und
einen komplementären
Ausgangsport 155 aus. Die mehreren optischen Bit am komplementären Ausgangsport 155 entsprechen
jedoch dem Komplement der binären
Werte der vom Eingangsport 105 empfangenen mehreren optischen Bit.
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Bei vorgegebenen Herstellungstoleranzen sei
angemerkt, daß der
Kopplungseffekt außerdem bewirken
kann, daß ein
kleiner Prozentsatz der optischen Leistung von den mehreren optischen
Bit im ersten Wellenlängenband
vom ersten Eingangswellenleiter 125 zum zweiten Ausgangswellenleiter 150 gekoppelt
wird. Um die optische Leistung dieser ersten Wellenlänge von
den mehreren optischen Bit im zweiten Wellenlängenband auszufiltern, kann
außerdem
ein nicht gezeigter Ausgangs-SOA zwischen den zweiten Ausgangswellenleiter 150 und
den Ausgangsport 160 gekoppelt und vorteilhafterweise auf dem
Substrat 115 ausgebildet sein. Der Ausgangs-SOA ist so
ausgelegt, daß er
Licht im ersten Wellenlängenband
absorbiert und deshalb dämpft. Dieser
Ausgangs-SOA kann außerdem
so ausgelegt sein, daß er
die optische Leistung in der zweiten Wellenlänge verstärkt, um die Signalleistung
der sich durch den Ausgangsport 160 ausbreitenden mehreren
optischen Bit im zweiten Wellenlängenband
zu vergrößern.
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Bei einer weiteren Ausführungsform
kann auch zwischen dem Eingangsport 105 und dem Eingangswellenleiter 125 ein
nicht gezeigter Eingangsvorverstärker
SOA eingebaut sein. Der Eingangsvorverstärker SOA verstärkt die
mehreren optischen Bit im ersten Wellenlängenband, bevor sie das Kopplungsgebiet 170 erreichen.
Durch den Einbau des Vorverstärkers
SOA können
gestreutes Streulicht und anderes beim Koppeln der mehreren optischen Bit
im ersten Wellenlängenband
in dem Anschluß 105 erzeugtes
Rauschen wesentlich reduziert werden. Zudem kann in der vorliegenden
Erfindung ein leistungsschwaches optisches Signal, dessen Wellenlänge umgesetzt
werden soll, verwendet werden, beispielsweise mehrere optische Bit
in der ersten Wellenlänge
mit einer binären
Eins, die unter 2 mW erfordern.
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Unter Bezugnahme auf 2 ist ein OO-Wellenlängenumsetzer 300 gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung dargestellt. Der Wellenlängen umsetzer 300 funktioniert
im wesentlichen wie der Umsetzer 100 von 1. Der Umsetzer 300 verwendet
jedoch einen Eingangsport 310, um sowohl mehrere in einem
ersten Wellenlängenband
arbeitende optische Bit und ein in einem zweiten Wellenlängenband
arbeitendes optisches Dauerstrichsignal („cw") zu empfangen. Wie beim Umsetzer 100 von 1 erzeugt der Umsetzer 300 am
Ausgangsport 360 ein Ausgangssignal mit umgesetzter Wellenlänge und
am Ausgangsport 355 ein komplementäres Ausgangssignal mit umgesetzter
Wellenlänge.
Indem die mehreren optischen Bit und das Dauerstrichsignal durch
einen Eingangsport 310 empfangen werden, kann die Verkapselung
des Umsetzers 300 vereinfacht werden.
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Der Wellenlängenumsetzer 300 ist
im wesentlichen wie der Umsetzer 100 von 1 ausgelegt. Der Umsetzer 300 umfaßt einen
Richtkoppler 320 mit einem Eingangswellenleiter 330 für den Empfang
der mehreren optischen Bit und des Dauerstrichsignals vom Eingangsport 310.
Mit dem Eingangswellenleiter 330 sind ein erster SOA 340 und ein
erster Ausgangswellenleiter 350 gekoppelt. Der SOA 340 weist
einen Brechungsindex n1 auf, der sich als
Reaktion auf den Empfang optischer Leistung im ersten Wellenlängenband ändert.
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Der Richtkoppler 320 umfaßt außerdem ein optisches
Element 335. Das optische Element 335 weist einen
Brechungsindex n2 auf, der sich bei Anwesenheit
von optischer Leistung im zweiten Wellenlängenband nicht ändert. Das
optische Element 335 kann durch dem Fachmann bekannte verschiedene geeignete
Komponenten einschließlich
einem SOA realisiert werden. Mit dem optischen Element 335 sind
ein zweiter Ausgangswellenleiter 345 und ein Ausgangsport 355 gekoppelt.
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Der Richtkoppler 320 lenkt
das Dauerstrichsignal als Reaktion auf die binären Werte jedes Bit der mehreren
optischen Datenbit zwischen dem ersten und zweiten Ausgangswellenleiter 350 und 345. Durch
diese Anordnung breitet sich ein optisches Signal mit der Wellenlänge des
Dauerstrichsignals entsprechend den binären Werten der mehreren optischen
Datenbit durch den ersten Aungangswellenleiter 350 aus.
Analog breitet sich das Kompliment des optischen Signals mit der
Wellenlänge
des Dauerstrichsignals durch den zweiten Ausgangswellenleiter 345 aus.
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Der Richtkoppler 320 umfaßt ein Kopplungsgebiet 370.
Das Kopplungsgebiet 370 ermöglicht den Kopplungseffekt
als Reaktion auf Werte von ankommenden mehreren optischen Bit vom
Eingangswellenleiter 330. Das Kopplungsgebiet 370 umfaßt den SOA 340,
das optische Element 335 und die Endteile der Wellenleiter 325, 330, 345 und 350.
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Falls bei Betrieb der binäre Wert
eines Bit von den mehreren im ersten Wellenlängenband eine Null ist, sind
die jeweiligen Brechungsindizes n1 und n2 des SOA 340 und des optischen
Elements 335 so ausgelegt, daß sie einander im wesentlichen
gleich sind. Folglich bewirkt der Kopplungseffekt, daß sich das
Dauerstrichsignal vom ersten Eingangswellenleiter 330 zum
zweiten Ausgangswellenleiter 345 ausbreitet. Falls der
binäre
Wert eines Bit der mehreren im ersten Wellenlängenband jedoch eine Eins ist, ändert sich
der Brechungsindex n1 des SOA 340 relativ zum
Brechungsindex n2 des optischen Elements 335. Folglich
sind die Brechungsindizes n1 und n2 einander nicht länger gleich, was bewirkt, daß sich das Dauerstrichsignal
vom ersten Eingangswellenleiter 330 zum ersten Ausgangswellenleiter 350 ausbreitet.
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Es sei angemerkt, daß die Wellenlängenumsetzer 100 und 300 jeweils
auch mehrere optische Bit von einer ersten Wellenlänge zu mehreren
anderen Wellenlängen
umsetzen können.
Hierbei wird eine Reihe von Dauerstrichsignalen, die jeweils eine
andere Wellenlänge
im zweiten Wellenlängenband
aufweisen, in einen Eingangsport des Richtkopplers eingekoppelt.
Der Richtkoppler lenkt jedes Dauerstrichsignal auf ähnliche
Weise, wie hier ausführlich
dargelegt. Folglich legt der Ausgangsport die mehreren optischen
Bit auf den Wellenlängen
jedes Dauerstrichsignals vor.
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Der Richtkoppler der vorliegenden
Erfindung kann unter Verwendung von auf InP basierenden Halbleiterverarbeitungstechniken
hergestellt werden. Diese Herstellungsschritte beinhalten das Aufwachsen
von Halbleiterschichten über
einem InP-Substrat. Die aufgewachsenen Halbleiterschichten werden strukturiert,
geätzt
und wieder aufgewachsen. Danach werden Metalle abgeschieden, um
Kontakte zu bilden. Bei einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
weist der Richtkoppler ein Paar aktiver Wellenleiterschichten auf,
die über
dem auf InP basierenden Substrat gebildet sind. Die aktiven Wellenleiterschichten
bestehen aus GaInAsP. Jede GaInAsP-Schicht ist von einer Ummantelungsschicht aus
InP umgeben. Es sein angemerkt, daß die hier offenbarten Materialien,
Abmessungen und Parameter lediglich einen beispielhaften Charakter
aufweisen und angesichts der vorliegenden Offenbarung modifiziert
werden können,
um die Vorzüge
der vorliegenden Erfindung zu erzielen.
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Bei einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung ist der Richtkoppler 3 mm lang. Jede aktive Wellenleiterschicht
weist eine Breite von 1,0 μm
und eine Dicke von 0,2 μm
auf. Zudem weist der Richtkoppler ein Kopplungsgebiet auf, bei dem beide
aktive Wellenleiterschichten die Richtung des Dauerstrichsignals
steuern. Das Kopplungsgebiet weist einen Abstand d von 2,0 μm zwischen
den beiden aktiven Wellenleiterschichten und eine Länge L von
600 μm auf,
um zwischen Wellenleitern im Kopplungsgebiet einen Kopplungseffekt
zu bewirken. Der Ummantelungsteil InP jedes Wellenleiters weist
bei Vorliegen von Licht von 1550 nm Wellenlänge einen Brechungsindex von 3,166
und bei Vorliegen von Licht der Wellenlänge 1310 nm von 3,203 auf.
Analog beträgt
der Brechungsindex des aktiven Teils GaInAsP jeder Wellenleiterschicht
bei Vorliegen von Licht mit 1550 nm Wellenlänge 3,43 und bei Vorliegen
von Licht der Wellenlänge
1310 nm 3,53.
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Gemäß dem Ausführungsbeispiel sollten die aktiven
Gebiete beider Wellenleiter dem optischen Dauerstrichsignal bei
1550 nm einen vernachlässigbaren
Verlust verleihen. Es wird jedoch geschätzt, daß die Kopplungsverluste beim
Koppeln des optischen Dauerstrichsignals in den Richtkoppler sowie die
Streuverluste, die sich auf die Form der Wellenleiter des Richtkopplers
zurückzuführen lassen,
im ungefähren
Bereich von 10 bis 16 Dezibell („db") liegen. Bei diesen Verlusten kann
die Eingangsleistung des optischen Dauerstrichssignals so ausgewählt werden,
daß sie
im ungefähren
Bereich von 1 mW bis 10 mW liegt.
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Im Gegensatz dazu muß die dem
Eingangsdatenstrom bei 1310 nm zugeordnete optische Leistung das
hier ausführlich
dargelegte Schaltverhalten initiieren. Die erforderliche Leistung,
um dieses Schalten zu bewirken, hängt von mehreren Parametern
ab, einschließlich
dem Kopplungsverlust beim Koppeln des Datensignals in den Richtkoppler,
dem Polarisationsverlust, der Kopplungskonstante im Richtkoppler
sowie der Wärmeableitung.
In der vorliegenden Konfiguration zählen zu den Betriebsparametern
zum Bestimmen der Leistung des Eingangsdatenstroms ein Kopplungsverlust
von unter –6
db, ein polarisationsabhängiger
Verlust von –2
db und eine Wärmeableitung
im Bereich zwischen 0,3 W und 1,5 W. In der Regel wird der Eingangsdatenstrom zwischen
0 mW bei einer binären
Null und 10 mW bei einer binären
Eins umschalten.
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Angesichts der oben geschätzten Betriebsparameter
wird angenommen, daß das
Verhältnis der
Leistung einer binären
Eins und einer binären Null,
auch als Extinktionsverhältnis
bezeichnet, bei etwa 100 liegt. Um dieses Extinktionsverhältnis zu maximieren,
arbeitet jeder der hergestellten SOAs bei Sättigung, beispielsweise bei
einem Vorstrom von 100 mA und einer Vorspannung von 1,5 V. Es wird geschätzt, daß die vorliegende
Erfindung durch diese Anordnung bei einer Datenübertragungsrate von 10 GB/s
ein Extinktionsverhältnis
von etwa 20 Dezibell erzielt.
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Wenngleich die besondere Erfindung
unter Bezugnahme auf veranschaulichende Ausführungsformen beschrieben worden
ist, sollte diese Beschreibung nicht in einem einschränkenden
Sinne ausgelegt werden. Es versteht sich, daß, obwohl die vorliegende Erfindung
beschrieben worden ist, sich dem Fachmann bei Bezugnahme auf diese
Beschreibung zahlreiche Modifikationen der veranschaulichenden Ausführungsformen
sowie zusätzliche
Ausführungsformen
der Erfindung ergeben, ohne daß von
der Erfindung, wie sie in den beigefügten Ansprüchen dargelegt wird, abgewichen
wird. Wenngleich die vorliegende Offenbarung detailliert, daß ein Paar von
SOAs die Richtung eines Dauerstrichsignals durch einen Richtkoppler
steuert, können
somit ähnliche
funktionelle Bauelemente verwendet werden, um das gleiche Ergebnis
zu erzielen. Analog wird zwar die Verwendung eines Paars von optischen Halbleiterverstärkern offenbart,
doch ist dem Fachmann genauso klar, daß ein SOA in Verbindung mit der
vorliegenden Erfindung eingesetzt werden kann, um das gleiche Ergebnis
der vorliegenden Erfindung zu realisieren. Es ist dem Fachmann außerdem klar, daß der Richtkoppler
alternativ so ausgelegt werden kann, daß er bei Empfang von optischer
Leistung im ersten Wellenlängenband
von einem unausgeglichenen Zustand in einen ausgeglichenen Zustand
umschaltet.