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DE60100744T2 - Pneumatisches handgerät zum bördeln und zum abziehen von behälterverschlüssen - Google Patents

Pneumatisches handgerät zum bördeln und zum abziehen von behälterverschlüssen Download PDF

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DE60100744T2
DE60100744T2 DE60100744T DE60100744T DE60100744T2 DE 60100744 T2 DE60100744 T2 DE 60100744T2 DE 60100744 T DE60100744 T DE 60100744T DE 60100744 T DE60100744 T DE 60100744T DE 60100744 T2 DE60100744 T2 DE 60100744T2
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DE
Germany
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tool
fluid
drive
actuator
piston
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DE60100744T
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English (en)
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DE60100744D1 (de
Inventor
Kenneth Edward Marshall
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Original Assignee
Individual
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Publication date
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Application filed by Individual filed Critical Individual
Publication of DE60100744D1 publication Critical patent/DE60100744D1/de
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Publication of DE60100744T2 publication Critical patent/DE60100744T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B67OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
    • B67BAPPLYING CLOSURE MEMBERS TO BOTTLES JARS, OR SIMILAR CONTAINERS; OPENING CLOSED CONTAINERS
    • B67B7/00Hand- or power-operated devices for opening closed containers
    • B67B7/16Hand- or power-operated devices for opening closed containers for removing flanged caps, e.g. crown caps
    • B67B7/164Power-operated devices

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)
  • Devices For Opening Bottles Or Cans (AREA)
  • Hand Tools For Fitting Together And Separating, Or Other Hand Tools (AREA)
  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)
  • Manipulator (AREA)
  • Bakery Products And Manufacturing Methods Therefor (AREA)
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  • Polishing Bodies And Polishing Tools (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein sogenanntes "Zackenrandformungs"- bzw, "Bördel"- und "Verschlußentfernungs"-Werkzeug, und zwar insbesondere, aber nicht ausschließlich, für Behälterverschlüsse, wie sie zum Beispiel für Probenglasfläschchen, Zerstäuber, Infusionsflaschen und dergleichen verwendet werden.
  • Der Verschluß ist in typischer Weise ein kreisförmiger Deckel, mit einer herabhängenden, ring- bzw. kreisringförmigen, Schürze, die eine (mechanisch sichere) Umfangskantenverbindung oder -dichtung mit einem (aufrechten) Hals einer Behälter-Zugriffsöffnung bildet.
  • Terminologie
  • Bördeln
  • Der Ausdruck "Bördeln" bzw. "Zackenrandformen" wird hier so verwendet, daß er das (erneute) Formen eines verformbaren (Wand-)Elements aus zum Beispiel dünnem Bahn- bzw. Blechmaterial – durch örtlich aufgebrachte Kraft – umfaßt, um das Profil des Elements in (dichte) Übereinstimmung mit einer (starren) Kontaktfläche zu verbringen.
  • Auf diese Weise kann eine enge – tatsächlich abdichtende – Dichtungsverbindung erreicht werden.
  • Außerdem kann eine durchgehende Umfangskante rund um den Umfangsrand einer Zugriffsöffnung oder Mündung – nämlich zu einem Behälter – in einer einzigen (Rück-)Umformungsaktion bewirkt werden.
  • Verschlußentfernung
  • In ähnlicher Weise wird der Ausdruck "Verschlußentfernung" verwendet für das "umgekehrte" Vorgehen – das ist das (erneute) Formen oder Verformen für die Entfernung eines Verschlußdeckels von einer Behälter-Zugriffsöffnung.
  • Die Entfernung des Deckels bringt in typischer Weise das Niederdrücken eines mittleren Abschnitts über einer Behälter-Zugriffsöffnung rund um den ergriffenen Rand mit sich, um eine Umfangskantendichtung zu erbrechen oder zu trennen.
  • In der Praxis ist es zweckmäßig, daß das selbe Betätigungswerkzeug – mit einem geeigneten (abnehmbaren) Arbeitskopf (das ist der das Werkstück berührende Kopf) – wahlweise für entweder das Bördeln oder das Verschlußentfernen verwendet wird.
  • Stand der Technik
  • Bördel- und Verschlußentfernungseinrichtungen mit verschiedenartigen (Mundstück-)Größen oder Fassungsvermögen für solche Zwecke sind bekannt.
  • In typischer Weise wird eine "zangenartige" Werkzeugausbildung mit zwei schwenkbar miteinander verbundenen Betätigungshandgriffen herangezogen.
  • Ein Handgriff trägt üblicherweise eine Bördel- oder Verschlußentfernungseinheit oder ist dieser zugeordnet, und der andere eine Betätigungseinrichtung hierfür. Bisher bekannte Bördeleinrichtungen oder Verschlußentfernungseinrichtungen leiden unter verschiedenen betrieblichen Nachteilen – wobei einer der ist, daß sie bei wiederholtem Betrieb oft den Benutzer bald ermüden können.
  • Dies spiegelt nachteilige ergonomische Verhältnisse des Werkzeugs wieder, wie übermäßiges Gewicht oder Sperrigkeit, ungeeignete Hebelübersetzung – das sind der mechanische Nutzen, die erforderliche, von Hand aufzubringende Kraft und der damit einhergehende Bewegungsweg des Handgriffs – und die Geometrie – das ist der Weg der Handbewegung.
  • Der Anmelder hat ein auf einem Ständer montiertes Bördel-Verschlußentfernungs-Pressenwerkzeug – der Gegenstand der GB 2 213 137 – konstruiert, die ein einstellbares Gestell für die Arbeitseinheit aufweist und einen langen Betätigungsarm verwendet, um einen beträchtli chen mechanischen Nutzen zu bieten und so die Ermüdung der Bedienungsperson zu mildern.
  • Der Anmelder hat seitdem auch eine leichte, (mit gesenkgegossenem Metallgehäuse) ergonomische, mit der Hand zu haltende, zangenartige Bördel-Verschlußentfernungseinrichtung für den Gebrauch mit niedriger Intensität konstruiert.
  • Ein Handwerkzeug ermöglicht Mobilität und demnach flexiblen Betrieb. Ein Beispiel eines solchen Werkzeugs ist in der US-A-3 747 441 gegeben.
  • In gewissen wiederholten Anwendungsfällen und/oder Anwendungsfällen mit hoher Kapazität – wie sie vorher einem auf einem Ständer montierten Werkzeug zugeordnet wurden – gibt es das Erfordernis für ein kräftigeres Handwerkzeug und ein Handwerkzeug für den schweren Einsatz.
  • Angabe der Erfindung
  • Gemäß einem Aspekt der Erfindung weist ein handgeführtes, kraftbetätigtes oder kraftverstärktes Zackenrandformungs- bzw. Bördel- und/oder Verschlußentfernungswerkzeug einen hohlen Handgriffkörper, in dem ein fluid- bzw. strömungsmittelbetätigter Betätiger, ein Fluid- bzw. Strömungsmittelregelventil zur Regelung bzw. Steuerung der Strömungsmitteldruckzufuhr zum Betätiger und einen Betätigungsauslöser für das Regelventil auf; sowie einen quer angeordneten Kopfabschnitt mit einem demontierbaren Anschluß für eine Ausgabeeinheit, und nimmt eine Antriebstransferkupplung für eine betriebswirkame Antriebsverbindung zwischen dem Betätiger und einer montierten Ausgabeeinheit auf, das gekennzeichnet ist durch einen schwenkbaren Kniehebel mit winklig versetzten, unterschiedliche Längen aufweisenden Hebelarmen in einer Konfiguration, die eine Winkelverschiebung zuläßt und dadurch den mechanischen Vorteil bietet, daß ein Hebelarm in eine Betätigerausgangsstange und ein anderer in einen Antriebskolben einer demontierbaren Bördel- und Verschlußentfernungseinheit eingreift.
  • Der Strömungsmittelbetätiger weist zweckmäßigerweise eine Vorrichtung mit einem Kolben in einem Zylinder auf, mit einem Kolben, der an eine Ausgangs-Antriebsstange angekoppelt ist.
  • In einem speziellen Aufbau weist das Handgriffgehäuse ein längliches, hohles, rohrförmiges Gehäuse mit einem abgewinkelten Kopfabschnitt am einen Ende und einem äußeren Betätigungsauslöser bzw. Betätigungsabzug auf.
  • Eine innere Antriebs-Fernkupplung, wie eine Schubstange zwischen Abzug und Steuerventil, ermöglicht ihre Unterbringung an den entgegengesetzten Enden des Gehäuses.
  • Somit ist der Abzug bequemerweise "vorne" am Kopf und das Steuerventil "hinten".
  • Erwünschtermaßen nimmt das Handgriffgehäuse einen Strömungsmittel-Verteilungsblock längs des Steuerventils auf, die gemeinsam so ausgebildet sind, daß sie die Zufuhr von Strömungsmitteldruck zu einer Antriebskammer für den Betätiger steuern.
  • Das Handgriffgehäuse kann auch Öffnungen für eine lösbare (Schlauch-) Verbindung für eine externe Strömungsmittel-Druckversorgung umfassen.
  • In einer speziellen Gesamtanordnung versetzt ein interner Strömungsmitteldruck innerhalb einer (Antriebs-) Kammer mit einem Kolben in einem Zylinder einen Kolben mit einer geradlinig verschiebbaren (Antriebs-) Stange, die einen Arm eines schwenkbar gelagerten Kniehebels berührt, um eine Winkelversetzung mit mechanischem Nutzen mitzuteilen, die ihrerseits einem Antriebs-Tauchkolben einer Bördel- und/oder Verschlußentfernungseinheit mitgeteilt wird.
  • Erwünschterweise ist der Kolben vom Kopf her zu einem Verteilungsblock hin am entgegengesetzten Ende des Handgriffgehäuses vorgespannt.
  • Der Kopf kann ein hohles Gehäuse aufweisen, das einen Kniehebel aufnimmt, der schwenkbar an der Gehäusewand angebracht ist – zum Beispiel neben einer Montageöffnung für eine Ausgangskopfanordnung, wie etwa eine Bördel- oder Verschlußentfernungseinheit oder ein Bördelund/oder Verschlußentfernungsmodul.
  • In einem speziellen Aufbau ist ein relativ kurzer Hebelarm des Kniehebels längs des Drehzapfens angeordnet und liegt nach dem Einbau neben einem Antriebskolben einer Bördel- oder Verschlußentfernungseinheit.
  • Dies beläßt einen relativ längeren Hebelarm des Kniehebels, der die Überbrückung zwischen dem Kniehebel-Schwenkzapfen und dem Ende der Kolbenantriebsstange herstellt.
  • Auf diese Weise wird die lineare Translationsbewegung des Kolbens und der angetriebenen Antriebsstange durch Werfen des Kniehebels über einen Winkel hinweg in eine lineare Translationsbewegung eines (eingebauten) Bördel-/Verschlußentfernungs-Antriebskolbens übertragen, aber über eine winklige Versetzung, z. B. von einigen neunzig Grad.
  • Diese winklige Versetzung ermöglicht eine bequeme, ergonomische Halteposition mit Hand und Handgelenk für das Werkzeug, im Verhältnis zu einem Behälter mit einem Verschluß, der anzubringen oder zu entfernen ist, und mit der anderen Hand gehalten wird.
  • Bequemerweise trägt das Gehäuse einen (fingerbetätigten), durch Quetschen oder durch Zug betätigten Abzug, um das Strömungsmittel-Steuerventil zu betätigen.
  • Wünschenswerterweise ist der Abzug innerhalb eines Schutzbügels aufgenommen, der einen Eckquadranten zwischen dem Handgriffgehäuse und dem Kopf überspannt, mit einer Abzugsbewegungs-Fernübertragungsstange längs der Antriebskammer und zwischen dem Abzug am einen Ende und dem Steuerventil am anderen Ende.
  • Das Steuerventil ist bequemerweise längs eines Verteilungsblocks gelegen, der seinerseits Anschluß-Paßstücke für die Strömungsmittel-Druckversorgung umfaßt.
  • In der Praxis kann Strömungsmittel-Antriebsdruck von einer abgesetzten hydraulischen oder pneumatischen Quelle her entnommen werden – etwa einer Pumpe oder einem Vorratsbehälter.
  • Die Bördel- und Verschlußentfernungseinheit kann ein Spannhülsenfutter zum abnehmbaren Einsetzen unterschiedlich bemessener Bördel- oder Verschlußentfernungseinheiten aufweisen.
  • Ein Spannhülsenfutter hat eine Vielzahl von radial versetzbaren Backen und ein (eingreifendes) axial versetzbares Schlagelement, um die (relative) Backenbewegung einzuleiten.
  • Insgesamt kann ein handgeführtes Werkzeug leicht, ergonomisch und servobetätigt oder kraftbetätigt – etwa durch hydraulischen oder pneumatischen Druck – ausgebildet werden, wobei die physische Kraft verringert wird, die erforderlich ist, um eine Bördel- oder Verschlußentfernungstätigkeit auszuführen.
  • Hier folgt nun eine Beschreibung einiger spezieller Ausführungen der Erfindung, jedoch nur als Beispiel, unter Bezugnahme auf die beigefügten schematischen und übersichtsartigen Zeichnungen, in denen:
  • 1 einen Aufriß eines erfindungsgemäßen, handgeführten Bördelund/oder Verschlußentfernungs-Servowerkzeugs zeigt;
  • 2 eine teilweise abgeschnittene Ansicht des Werkzeugs von unten her zeigt;
  • 3 eine Vorderansicht des Werkzeugs mit teilweise geschnittenem Kniehebel zeigt;
  • 4 einen Aufriß des Werkzeugs von hinten her zeigt;
  • 5 ein Glasfläschchen, einen Deckel und eine Dichtung zeigt; und
  • 6A, 6B und 6C aufeinanderfolgende Stadien im Werkzeugbetrieb zeigen; mehr im einzelnen:
  • 6A zeigt eine Vorstufe der Anordnung eines Werkzeugkopfes mit eingebauter Bördeleinheit, die ein offenes Spannhülsenfutter darstellt über einem kleinen Glasbehälter, neben einem lose aufgesetzten Verschlußdeckel;
  • 6B zeigt den Beginn der Werkzeugtätigkeit durch Drücken des Abzuges, um den Antriebskolben mit Stange in Wirkung zu setzen, den Bördeleinrichtungs-Antriebskolben zu betätigen und das Spannhülsenfutter rund um den Umfang des Deckels zu schließen, um diesen in enge Berührung mit dem Rand des Halses des Glasfläschchens zu drücken, wobei das Profil der Spannfutterbacke eine untergeschlagene Lippe aufweist, um den Verschlußdeckel unter den Rand des Halses zu wenden; und
  • 6C zeigt die Freigabe und Trennung von Werkzeug und Glasfläschchen, wobei ein dicht sitzender Verschlußdeckel belassen wird.
  • Es wird Bezug auf 1 genommen; ein handgeführtes, kraftbetätigtes (oder servobetriebenes) Bördel- und Verschlußentfernungswerkzeug 60 hat eine insgesamt "L"-förmige Ausbildung, mit einem länglichen Griffgehäuse 50 und einem winklig versetzten Werkzeugkopf 55, für eine abnehmbare Bördel- oder Verschlußentfernungswerkzeugeinheit 27.
  • Das Werkzeug 60 umfaßt eine innere Strömungsmittel-Betätigungseinrichtung, die in diesem Falle pneumatisch ist – um mit Druckluftversorgungen kompatibel zu sein, die in leichten Industrie- und Laborumgebungen üblicherweise verfügbar ist.
  • Das Griffgehäuse 50 weist eine längliche, hohle, rohrförmige Hülse oder ein faßähnliches Gehäuse 12 auf, auf deren bzw. dessen (vorderes) Ende der Werkzeugkopf 55 aufmontiert ist.
  • Ein äußerer Betätigungsabzug 18 ist im Quadranten zwischen dem Griffkörper 50 und dem Kopf 55 angeordnet.
  • Das Gehäuse 12 besteht bevorzugt aus leichtem Material, wie einem Aluminium-Rohrmaterial – mit einem solchen Durchmesser, daß eine kleine Hand eines Erwachsenen sich (bequem) um es herumlegen kann.
  • Das Gehäuse 12 bildet einen Aufnahmezylinder für eine Strömungsmittel-Betätigungseinrichtung mit einen Kolben in einem Zylinder, mit einem linear verschieblichen (hin- und herbeweglichen) Kolben 13, der koaxial drinnen angeordnet ist.
  • Der Kolben 13 ist an einer Antriebs-Übertragungsstange 15 befestigt und trägt einen federnden, ringförmigen, über den Umfang verlaufenden Dichtungsring 13A, der (unverlierbar) innerhalb einer Umfangsnut 51 angeordnet ist.
  • Eine Gleitringführung 13B dient dazu, den Kolben mittig innerhalb des Gehäuses 12 anzuordnen, um sicherzustellen, daß der Dichtungsring 13A gleichmäßigem Druck unterzogen ist.
  • Der Dichtungsring 13A, die Gleitringführung 13B, der Kolben 13 und die Antriebs-Übertragungsstange 15 befinden sich verschieblich im Inneren des Gehäuses 12 als eine einheitliche Kolbenanordnung, vorgespannt durch eine nachgiebige Feder 24.
  • Die Kolbenanordnung ist so ausgebildet, daß sie die Anordnung in ihre "normale", zurückgezogene oder hintere Lage (wie in den 1, 6A und 6C abgebildet) zurückführt, soweit kein ausreichender (Antriebs-) Druck innerhalb der druckbeaufschlagbaren Antriebskammer 17 vorliegt.
  • Ein Entlüftungsloch 12A zur Umgebungsluft hin erleichtert das Entweichen und eintreten von Strömungsmittel (Luft) zur Rückseite (Niederdruckseite) des Kolbens 13 in einen Kopfraum innerhalb des Übergangsgehäuses 14A des Werkzeugkopfes 55, wovon sie durch eine Seitenwand-Entlüfungsöffnung 12B entweichen kann.
  • Die Antriebskammer 17 ist zwischen einem Kopf des Kolbens 13 und einem Strömungsmittel-Verteilungsblock 11 am hinteren Ende des Gehäuses 12, dem Werkzeugkopf 55 entgegengesetzt, angeordnet.
  • Der Verteilungsblock 11 ist zur Innenseite des Gehäuses 12 hin durch einen federnden Dichtungsring 22 abgedichtet, der in einer Umfangsnut 52 angeordnet ist.
  • Der Verteilungsblock ist durch Schrauben 20A an Ort und Stelle gehalten, wie es in 2 gezeigt ist.
  • Der Verteilungsblock 11 umfaßt (eingebohrte) Kanäle 56 für die Strömung von Strömungsmittel (in diesem Beispiel ein pneumatisches).
  • Diese Strömungskanäle 56 sind ausgebildet für die wahlweise (wechselseitige) Verbindung durch Endöffnungen 58, 59 (und für einen geeigneten Speisungs-Zuführschlauch oder -rohre (nicht gezeigt)) zu jedem oder allen von:
    • – einer (pneumatischen) Strömungsmittel-Druckeinspeisung (nicht gezeigt);
    • – einem abgesetzten (Bord-Abzugsüberbrückung) Steuerventil (nicht gezeigt; und
    • – einer abgesetzten, "geschlossene" Abgasführung (nicht gezeigt), um (pneumatisches) Strömungsmittel zurückzugewinnen, und zwar auf den Rückführhub des Betätigungskolbens 13 hin, um hierdurch die "Verschmutzung" einer überwachten Umgebung (etwa einer Laborumgebung) zu vermeiden, in der das Werkzeug gerade benutzt wird.
  • Die Übertragung von Luft (oder einem anderen Betriebsströmungsmittel) zur Druckkammer 17 hin und von dieser her wird gesteuert durch ein mechanisch (Abzug) betriebenes Schieberventil (Steuerventil) 16.
  • Ein (nach außen erfolgender) Betätigungshub des Betätigungskolbens 13 und der mit angetriebenen Antriebsstange 15 wird erreicht durch Druckbeaufschlagung der Kammer 17 mit Strömungsmittel (Luft).
  • Ein ausgewählter Einlaß 58, 59 zum Verteilungsblock 11 wird mit einer Drosseldüse 11A in einer Größe ausgestattet, die einen kontrollierten und stetigen Betrieb der Bördeleinheit 27 ergibt.
  • Rohrförmige, mit einer Schulter versehene Verbindungsglieder 16A werden an den Öffnungen des Ventils 16 angebracht.
  • Gegenschultern sind in den Verteilungsblock 11 eingebohrt, um die rohrförmigen, mit einer Schulter versehenen Verbindungsglieder 16A aufzunehmen.
  • Ein federnder Dichtungsring 26 wird über jedem der mit einer Schulter versehenen Verbindungsglieder 16A und gegen ihre Schultern anliegend angeordnet, und das Schieberventil 16 wird eingeschoben.
  • Die federnden Dichtungsringe 26 werden dann zwischen den gegenüberliegenden Schultern mittels Schrauben 20A zusammengedrückt, die durch eine Haube 20 hindurch eingesetzt sind.
  • Die Haube 20 ordnet das mechanische Schieberventil 16 an Ort und Stelle an und hält es dort.
  • Geschützte, mechanische Schieberventile sind im Handel in vielen Größen und Ausbildungen erhältlich.
  • Ein geeignetes Ventil wäre dieses, das als "3/2" bekannt ist – und wäre so klein als möglich, bevorzugt mit mindestens drei Öffnungen an einer Seite.
  • Der Werkzeugkopf 55 an einem vorderen Ende des Werkzeugs 60 weist ein hohles "Übergangsgehäuse" (Endgehäuse) 14A auf, mit einem rechtwinklig angestellten Anordnungs- und Montagezapfen 14, der von der Oberseite an der einen Seite vorsteht.
  • Der Zapfen 14 ist so bearbeitet, daß er in das Innere des rohrförmigen Handgriffaufbaus 12 paßt, und er hat eine koaxial angeordnete Bohrung - und durch diese hindurch ist die verschiebliche Kolbenstange 15 versetzbar.
  • 3 zeigt einen Schlitz 23A im Übergangsgehäuse 14A, der so ausgebildet ist, daß er einen Kniehebel 10 aufnimmt.
  • Der Schlitz 23A ist auf der selben Seite wie der Zapfen 14 angeordnet, wobei die Seitenwände parallel zum rohrförmigen Gehäuse 12 verlaufen.
  • Im Schlitz 23A angeordnet und in senkrechter Erstreckung zu seinen parallelen Wänden befindet sich ein Stift 23.
  • Der Schlitz 23A nimmt den Kniehebel 10 auf, der um den Stift 23 herum schwenkt.
  • Die Enden der Kniehebelarme 10A und 10B sind frei, über die Seitenoberflächen zu gleiten, mit denen sie in Berührung stehen.
  • Dies sorgt für eine freiere Wirkungsweise und bewahrt die relative (senkrechte) Geometrie der Eingangs-Kolbenstange und des Ausgangs-Antriebs-Tauchkolbens vor der jeweiligen Querbewegung, ohne hemmende Schwenkverbindungen.
  • Der Kniehebel 10 ist im Übergangsgehäuse 14A derart angeordnet, daß
    • – der Berührungspunkt (der Gleitberührung) seines längeren Armes 10A um die vertikale Mittellinie mit gleichem Abstand zum Stift 23 schwenkt; und
    • – der kurze Arm 10B um die horizontale Mittellinie mit gleichem Abstand zum Stift 23 schwenkt.
  • Dies dient dazu, die Änderung in der Kraft abzuschwächen, die auf eine eingebaute Bördelungs- oder Verschlußentfernungseinheit aufgebracht wird.
  • Somit erfordert ein Bördelkopf maximale Kraft am Ende des Bewegungsweges, während ein Verschlußentfernungskopf eine maximale Kraft nahe dem Beginn seines Bewegungsweges erfordert.
  • Der Kniehebel 10 ist so ausgebildet, daß er einen mechanischen Vorteil über die Bördelungs- und Verschlußentfernungseinheiten hinweg mitteilt.
  • Wie im Schnitt der 3 zu sehen, ist der Kniehebel 10 schmal an der Oberseite, um in den Schlitz 14 zu passen, und an der Unterseite gegabelt und mit zwei parallelen Armen 53 ausgebildet.
  • Diese Arme 53 "überspreizen" einen Antriebskolben 35 und ermöglichen es dem Stift 23, ihm nächstgelegen zu sitzen, wie es in 1 gezeigt ist.
  • Der lange Arm 10A des Kniehebels 10 berührt die Kolbenstange 15, und sein kurzer Arm 10B drückt den Antriebskolben 35 der Bördelungs- und Verschlußentfernungseinheit nieder.
  • Um den Bewegungsweg des langen Armes 10A des Kniehebels aufzunehmen, ist das Übergangsgehäuse 14A vergrößert und örtlich (speziell ausgeweitet), und zwar dem langen Arm 10A gegenüberliegend.
  • Dies minimiert Größe und Gewicht des gesamten Übergangsgehäuses 14A.
  • Ebenfalls zur Gewichtsverringerung weisen das Werkzeuggehäuse und Bestandteile wahlweise eine Materialaussparung auf.
  • Für die Austauschbarkeit der Bördelungs- oder Verschlußentfernungseinheiten ist ein Schraubgewinde 28 im Übergangsgehäuse 14A unmittelbar unter dem kurzen Kniehebelarm 10B ausgebildet.
  • Zwischen dem Gehäuse 12 und der Abdeckung 20 des Gehäuses 50 ist ein Fernbetätigungsgestänge oder eine Fernbetätigungskupplung zwischen dem Abzug 18 und dem Steuerventil 16 der Betätigungseinrichtung angeordnet.
  • Wenn ein Druck (ein Fingerdruck) aufgebracht wird, dann schwenkt der Abzug 18 wie ein Kniehebel um einen Stift 18A und bewegt durch Winkelversetzung eine Antriebs-Übertragungsstange 19.
  • Der Abzug 18 ist durch einen Abzugsbügel 21 umgeben, der seinerseits von der Haube 20 gehalten wird – über eine vorspringende Schulter am Abzugsende und durch eine Schraube am anderen Ende.
  • Wenn der Abzug 18 betätigt wird – durch den Druck (Quetschwirkung) des angelegten Fingers – drückt die Antriebs-Übertragungsstange oder Kupplungsstange 19 einen Ventilkolben 25 des Steuerventils 16 nieder.
  • Das Steuerventil 16 lenkt seinerseits den pneumatischen Einspeisungsdruck durch den Verteilungsblock 11, um die Antriebskammer 17 mit Druck zu beaufschlagen (zu "laden").
  • Die Antriebskraft auf den Kolben 13 vom Druck der Antriebskammer her überwindet den Widerstand der Rückstellfeder 24 mit federnder Vorspannung.
  • Der Kolben 13 wir nach vorne oder nach außen versetzt, das heißt, vom Verteilungsblock 11 weg, und die in Eingriff stehende Kolbenstange 15 bewegt sich durch den Zapfen 14.
  • Die Kolbenstange 15 schlägt auf den langen Kniehebelarm 10A auf und die Antriebskraft wird durch Winkelversetzung um den Schwenkzapfen 23 und über den kurzen Arm 10B auf die Bördelungs- und Verschlußentfernungseinheit aufgebracht.
  • Die Kolbenstange 15 wird von einer Führungshülse 44 getragen, um eine lineare Abstützung bei der Translationsbewegung über ihren Bewegungsbereich hinweg mit minimalem Rutschwiderstand zu bewahren.
  • In der Praxis kann die Hülse einen gewundenen Streifen aus anfangs flachem, federndem Streifenmaterial aufweisen, der zu einem "geschlossenen" Zylinder mit überdeckten Enden gewickelt ist – das heißt, der keinen freiliegenden Zusammenfügungsschlitz oder Schlitz an anstoßenden Kanten beläßt.
  • Die Führungshülse 44 kann aber auch als gewickelte Zylinderbüchse und auf Stoß zusammengefügte, flache Büchse ausgebildet sein.
  • Die Wirkungsweise des Werkzeugs soll nun näher betrachtet werden:
  • Bördeln
  • 1 zeigt ein Innengewinde 28, das eine gesonderte Bördeleinheit 27 nach Art eines Hülsenspannfutters aufnimmt, das eingeschraubt oder zum Ersatz durch andere Größen ausgeschraubt wird.
  • Die Bördeleinheit 27 weist einen hohles, zylindrisches Gehäuse 27A auf, bei dem der obere Teil ein zu dem Gewinde 28 des Übergangsgehäuses komplementäres Vatergewinde aufweist; der untere Teil ist hohl, um die Spannzangenanordnung aufzunehmen.
  • Die Backenanordnung weist vier entsprechende Spannzangen 29 auf, die gleichartig um die Achse des Bördelkopfes 27 herum angeordnet sind.
  • Die Spannzangen 29 sind in wirksamer Weise doppelarmige Hebel mit einem Schwenkpunkt aus einem Umfangsring 30, der im Gehäuse 27A durch einen inneren Federring zurückgehalten wird.
  • Jeder der doppelarmigen Hebel hat einen inneren Arm 31 und einen äußeren Arm 32, und der äußere Arm steht aus der Bördeleinheit 27 hervor und ist an seinem freien Ende mit einem mit einem Innenradius versehenen "Abformvorsprung" versehen.
  • Die inneren Arme 31 sind durch einen federnden Ring 34, zum Beispiel einen gewickelten Federring, radial zur Achse der Einheit 27 hin vorgespannt, so daß die Abformvorsprünge 33 sich normalerweise in einer offenen Lage befinden, in der sie radial genügend voneinander beabstandet sind, um das Einführen eines zu bördelnden Deckels zu ermöglichen.
  • Dies ist der "entspannte" oder offene Zustand der Bördeleinrichtung, der in 1, 6A und 6C abgebildet ist.
  • Die Bördeleinheit 27 trägt auch einen Antriebskolben 35, der in Achsrichtung des Bördelgehäuses 27A sitzt und verschieblich ist zwischen:
    • – einer "normalen", angehobenen Lage, zu der er durch eine Feder 36 hin vorgespannt wird; und
    • – einer niedergedrückten Lage, zu welcher er durch den kurzen Kniehebelarm 10B überführt werden kann.
  • Das Gehäuse 27A trägt einen mit einem Profil versehenen Schlagkopf 37, der am Kolben 35 angebracht ist.
  • Der Schlagkopf 37 hat einen nach oben und innen gerichteten, kegelstumpfförmigen Abschnitt 40 und eine nach unten und nach außen gerichtete Druckfläche 41 in Form eines umgekehrten Tellers, die nach Form und Größe dem oberen Teil eines umzubördelnden Verschlußdeckels entspricht.
  • Wenn der Kolben 35 vom kurzen Kniehebelarm 10B niedergedrückt wird, überwindet er die vom federnden Ring 34 und der Feder 36 ausgeübten Kräfte – woraufhin sich sein kegelstumpfförmiger Abschnitt 40 zwischen den inneren Armen 31 bewegt und sie radial nach außen versetzt.
  • Die äußeren Arme 32 – und ihre "Abformvorsprünge" 33 – werden hierbei radial nach innen in eine geschlossene Lage versetzt – in welcher ihre nach innen gerichteten, radiusförmigen Oberflächen zur Achse der Einheit 27 hin zusammenlaufen.
  • Bei eingebauter Bördeleinheit kann ein Werkzeug nach der Erfindung verwendet werden, um verschiedenartige Deckel für verschiedene Behälter zu bördeln.
  • Bördelbetrieb
  • Der Bördelbetrieb wird der Einfachheit halber in Verbindung mit einem Glasfläschchen der Art beschrieben, die für automatische Probeentnahmeeinrichtungen verwendet werden.
  • 5 zeigt ein solches Glasfläschchen V, das an der Oberseite einen Hals aufweist, der in einem Kragen endet, der durch eine kreisförmige Dichtung S und einen Deckel C mit einem Loch in der Mitte verschlossen werden soll.
  • In der Zeichnung ist die Dicke des Deckels für die deutlichere Darstellung übertrieben.
  • Um das Glasfläschchen V abzudichten, werden die Dichtung S und der Deckel C auf dem Kragen des Glasfläschchens positioniert und die Anordnung wird zwischen die Abformvorsprünge 33 eingeführt, wenn sie sich in der offenen Lage befinden – wie in 6A gezeigt.
  • Die Größe des Deckels C muß mit der Größe der Druckfläche 41 übereinstimmen.
  • Dann werden die äußeren Arme 32 mit ihren Abformvorsprüngen 33 geschlossen, nachdem die Druckkammer 17 durch Niederdrücken des Abzugs 18 "geladen" wurde.
  • Der Deckel, die Dichtung und der Kragen des Glasfläschchens werden hierbei innerhalb des Raumes eingeschlossen, der zwischen den äußeren Armen 32, zwischen den Abformvorsprüngen 33 und der Druckfläche 41 definiert ist.
  • In diesem Stadium werden die äußeren Arme 32 voll geschlossen, aber der Deckel ist noch nicht gebördelt.
  • Wenn der Betrieb fortfährt, wird der Kolben 35 zum Deckel C hin bewegt, wodurch die Druckfläche 41 beginnt, Druck auf den Deckel auszuüben.
  • Dieser Druck auf den Deckel zwingt seinerseits das untere Ende seiner Manschette, den mit einem Radius nach innen versehenen Oberflächen der Abformvorsprünge 33 unter dem Kragen und zum Hals des Glasfläschchens zu folgen. Dies ist in 6B gezeigt.
  • Auf diese Weise wird der Deckel eingebördelt und das Glasfläschchen abgedichtet.
  • Nach dem Lösen des Werkzeugs und dem Freisetzen des Werkzeugs vom abgedichteten Glasfläschchen besteht Bereitschaft für eine andere Bördelanbringung, wie in 6C gezeigt.
  • Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Abdichtung die tatsächliche Dicke des Kragens, die Dicke der Dichtung S und die Dicke des Materials des Deckels C berücksichtigen muß.
  • Infolge der Kraft, die von hydraulischen oder pneumatischen Mitteln erzeugt wird, wird der Speisedruck einreguliert, um eine Dichtung zu erzeugen.
  • Ein sorgfältiger Ausgleich zwischen den aufgebrachten Kräften, dem Weg der Kraft und der Zerbrechlichkeit von Deckel und Glasfläschchen muß getroffen werden.
  • Durch Bördeln auf diese Weise wird eine Änderung in der Dicke der Dichtung oder der Höhe des Kragens aufgenommen – vom Bewegungsweg des Kolbens 35 und von der Überdruckfähigkeit der Druckfläche 41.
  • Somit wird jede Deckel- und Dichtungsanordnung mit gleicher, aufgewandter Kraft umgebördelt.
  • Entfernung des Deckels
  • Ein Deckelentfernungskopf ist ähnlich dem Bördelkopf – ausgenommen die Tatsache, daß die äußeren Arme der Spannzangenelemente eine einem Widerhaken ähnliche Schulter statt des mit einem Radius versehenen "Abformvorsprungs" aufweisen, und daß der Schlagkopf an seiner Druckfläche kleiner ist.
  • Während die einem Widerhaken ähnliche Schulter die Seiten des Deckels hält, drückt die Druckfläche auf – so daß sie den Deckel verformt und das Glasfläschchen aus dem Deckel ausstößt.
  • Es ist erwünscht, daß die Werkstück-Berührungsteile der Bördel- oder Verschlußentfernungseinrichtung für Verschleißbeständigkeit gehärtet und für Korrosionsbeständigkeit plattiert sind.
  • Die Vorteile des Bördel- und Verschlußentfernungswerkzeuges nach der Erfindung umfassen:
    • – mäßige Größe des Handgriffs, der die rohrförmige Druckkammer und den Kolben umfaßt;
    • – Verwendung und Positionierung des Kniegelenk-Antriebsübertragungshebels, um die Größe des Übergangsgehäuses oder Betriebskopfes zu minimieren und die Kraft einer viel größeren Antriebskolben-Druckfläche der Betätigungseinrichtung zu erzeugen,
    • – Lage des Abzugs und der Kupplung der Betätigunseinrichtung für das Steuerventil (Schieberventil); und
    • – die Möglichkeit, den mechanischen Abzug des Schieberventils zu umgehen; zugunsten einer ferngesteuerten Strömungsmittelbetätigung.
  • Ein Fernbetrieb des Steuerventils 16 wird dadurch erreicht, daß man den Strömungsmittel-Einspeisungsschlauch bzw. das -rohr auf eine andere Öffnung im Verteilungsblock 11 umändert, um ein ferngesteuertes (zum Beispiel fußgesteuertes) Ventil anzukoppeln.
  • Im Prinzip könnte jeder pneumatische oder hydraulische Antriebsdruck verwendet werden, obwohl in der Praxis der pneumatische bevorzugt ist, da Druckluft in üblicherer Weise verfügbar ist.
  • In jedem Fall ist die zusammengefaßte Versorgung, Fernsteuerung und gemeinsame Auspuffabtrennung an einem (dem hinteren) Ende des Werkzeugs eine kompakte und vorteilhafte Verteilungsblockanordnung – soweit eine kompatible Anbringung des Steuerventils in Zuordnung zum Block gegeben ist.
  • Zu diesem Zweck kann eine Doppel-Schlauchleitung bzw. -Verrorrung verwendet werden.
  • In erwünschter Weise ist eine Vorkehrung getroffen – zum Beispiel durch einen Druckregler und ein Druckeichmaß (nicht gezeigt), um die (pneumatische) Strömungsmitteldruckversorgung so einzustellen, daß sie zu unterschiedlichen Verschlüssen und Behältern paßt.
  • Das Werkzeug "erkennt" wirksam den angelegten Verschlußdichtungsdruck und überwindet so Veränderungen in der Bemessungs-Toleranz von Behältern wie zum Beispiel Glasfläschchen.
  • Dies wiederum trägt dazu bei, fehlerhafte Verschlußdichtungen auszuräumen.
  • Somit können, wenn der Betriebsdruck erst einmal eingestellt ist – ob für Glasfläschchen oder Flaschen -, diese gleichförmig und konsistent gebördelt werden.
  • Als ein Sicherheitsmerkmal verhindert der Abzugsbügel den versehentlichen Werkzeugbetrieb.
  • In Verbindung mit einem leichten Gewicht und einer minimalen (inneren) spanenden Bearbeitung kann (im Gesenk) gegossenes Aluminium oder seine Legierung für das Übergangsgehäuse verwendet werden.
  • Obwohl das Werkzeug in Zuordnung zum Bördeln und zur Verschlußentfernung beschrieben wurde, sind die breiten Prinzipien – und die einhergehenden, betrieblichen Vorteile, speziell der ergonomischen Leichtigkeit, Geschwindigkeit, Vielfalt, Flexibilität, Reproduzierbarkeit und Gebrauchssicherheit, auch auf andere Rollen anwendbar.
  • Somit können Werkzeugvarianten verwendet werden, bei denen zum Beispiel eine Kupplungs- oder Spannfutter-Betriebstätigkeit (Lösen des Griffs) umfaßt ist, und zwar entweder unmittelbar an einem Werkstück oder als mittelbare Steuertätigkeit für eine Nebenvorrichtung zur Einwirkung auf das Werkstück.
  • Eine solche Steuertätigkeit kann durch eine Kolbenantriebsstange, einen Kniehebel oder einen Ausgangs-Antriebskolben betrieben werden, auf dem sich ein Hebelarm abstützt.
  • Andere Kraftquellen, die kein Strömungsmittel umfassen, wie elektrische oder elektromagnetische Betätigungseinrichtungen, können als Ersatz oder Kombination verwendet werden, wie elektropneumatische oder elektrohydraulische Antriebe.
  • Bestandteilliste
  • 10
    Kniehebel
    10A
    Hebelende
    10B
    Hebelende
    11
    Strömungsmittel-Verteilungsblock
    11A
    Drosseldüse
    12
    längliche, rohrförmige Hülse
    12A
    Entlüftung
    12B
    Entlüfung
    13
    Kolben
    13A
    Dichtungsring
    13B
    Gleitringführung
    14
    Montagezapfen
    14A
    Übergangsgehäuse
    15
    Antriebs-Übertragungsstange
    16
    Ventil
    16A
    Verbindungsglied
    17
    Antriebskammer
    18
    Abzug
    18A
    Stift
    19
    Antriebs-Übertragungsstange
    20
    Haube
    20A
    Schraube
    21
    Abzugsbügel
    22
    Dichtungsring
    23
    Stift
    23A
    Schlitz
    24
    Feder
    25
    Ventil-Tauchkolben
    26
    Dichtungsring
    27
    abnehmbare Bördeleinrichtungs- oder Verschlußentfernungs- Werkzeugeinheit
    27A
    zylindrisches Gehäuse
    28
    Schraubgewinde
    29
    Spannhülse
    30
    Umfangsring
    31
    innerer Arm
    32
    äußerer Arm
    33
    Vorsprung
    34
    Federring
    35
    Antriebskolben
    36
    Feder
    37
    Schlagkopf
    40
    oberer Abschnitt
    41
    Druckfläche
    44
    Führungshülse
    50
    Griffgehäuse
    51
    Umfangsnut
    52
    Umfangsnut
    53
    Arme
    55
    Werkzeugkopfabschnitt
    56
    Kanal
    58
    Öffnung
    59
    Öffnung
    60
    Bördel- und Verschlußentfernungswerkzeug
    C
    Deckel
    S
    Dichtung
    V
    Glasfläschchen

Claims (7)

  1. Handgeführtes, kraftbetätigtes oder kraftverstärktes Zackenrandformungs- und/oder Verschlußentfernungswerkzeug (60), das einen hohlen Handgriffkörper (50), in dem ein fluidbetätigter Betätiger (12, 13), ein Fluidregelventil (16) zur Regelung der Fluiddruckzufuhr zum Betätiger, und ein Betätigungsauslöser (18) für das Regelventil untergebracht sind, sowie einen quer angeordneten Kopfabschnitt (55) umfaßt, der mit einem demontierbaren Anschluß (28) für eine Ausgabeeinheit (27) ausgestattet ist und in dem sich eine Antriebstransferkupplung (10) für eine betriebswirksame Antriebsverbindung zwischen dem Betätiger und einer montierten Ausgabeeinheit befindet, gekennzeichnet durch einen schwenkbaren Kniehebel mit winklig versetzten, unterschiedliche Längen aufweisen den Hebelarmen (10A, 10B) in einer Konfiguration, die eine Winkelverschiebung zuläßt und dadurch einen mechanischen Vorteil bietet, daß ein Hebelarm in eine Betätigerausgangsstange (15) und ein anderer in einen Antriebskolben (35) einer demontierbaren Zackenrandformungs- und Verschlußentfernungseinheit (27) eingreift.
  2. Werkzeug nach Anspruch 1, bei dem im Übergangsgehäuse (14A) ein relativ langer Hebelarm (10B) mit einem innerhalb des Fluidbetätigers befindlichen versetzten Nasenstummel, der im Weg einer Betätigerantriebstransferstange (15) sitzt, sowie ein entlang eines Hebeldrehgelenks befindlicher, relativ kürzerer Hebelstummelarm mit einer an einen Antriebskolben (35) einer Zackenrandformungs- oder Verschlußentfernungseinheit angrenzenden Stummelnase untergebracht sind.
  3. Werkzeug nach einem der vorstehend aufgeführten Ansprüche, bei dem eine bogenförmige Antriebstransferbewegung des längeren Arms, die der relativen winkelförmigen versetzten Anordnung der unterschiedliche Längen und Profile aufweisenden Hebelarme folgt, von einer lokalen konisch erweiterten Vergrößerung des Übergangsgehäuses aufgenommen wird, um eine insgesamt kompakte Werkzeugform beizubehalten.
  4. Werkzeug nach einem der vorstehend aufgeführten Ansprüche, bei dem der Handgriffkörper (50) gegenüber einem Werkzeugkopf winklig versetzt angeordnet und für eine Zackenrandformungs- und Verschlußentfernungseinheit konfiguriert ist.
  5. Werkzeug nach einem der vorstehend aufgeführten Ansprüche, bei dem ein aus einer entfernten Quelle, einem entfernten Reservoir oder einer entfernten Versorgung stammender Pneumatik- oder Hydraulikfluidantriebsdruck durch einen abnehmbaren Anschluß zu einem internen Fluidverteilungsblock (11) geliefert wird.
  6. Werkzeug nach einem der vorstehend aufgeführten Ansprüche, bei dem der Fluidantriebsdruckanschluß von einem fernbetätigten Ventil geregelt wird, das mit einem internen Verteilungsblock gekoppelt ist und einen Bypass um einen am Werkzeug befindlichen Auslöser bewirkt.
  7. Werkzeug nach einem der vorstehend aufgeführten Ansprüche, bei dem die Zackenrandformungs- und Verschlußentfernungseinheit mit einer Spannzange (29) mit mehreren radial verschiebbaren Backen und einem axial bewegbaren Stempel zur Backenverschiebung ausgestattet ist.
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