DE600991C - Verfahren zur Herstellung von radioaktiven Bestrahlungspraeparaten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von radioaktiven BestrahlungspraeparatenInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von radioaktiven Bestrahlungspräparaten Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von radioaktiven Präparaten in solchen Trägern, die in Einrichtungen für die Bestrahlungstherapie, insbesondere an der Körperoberfläche, zur Verwendung kommen sollen. Derartige Träger eignen sich besonders zur Verwendung in solchen flächenhaften Bestrahlungseinrichtungen, bei denen die einzelnen Elemente in elastischer Weise zu mehreren miteinander vereinigt werden.
- Erfindungsgemäß stellt man einen keramischen Körper aus porösen Massen, z. B. Porzellan o. dgl., so her; daß er bis auf eine einzige Seite, die unglasiert bleibt, bereits bei der Herstellung allseitig mit Brennglasur versehen wird. Handelt es sich beispielsweise um flache, vierseitige Prismen, z. B. im Grundriß rechteckige oder quadratische Tafeln, so werden fünf Begrenzungsfläcben, und zwar eine großflächige und die vier schmalen Seitenflächen, bei der Herstellung des Grundmaterials glasiert, während eine großflächige Seite unglasiert bleibt.
- Die so vorbereiteten Träger werden mit der Lösung eines radioaktiven Stoffes derart getränkt, daß eine gleichmäßige Verteilung der Lösung innerhalb des Körpers eintritt. Danach kann eine Ausfällung der radioaktiven Substanz innerhalb des Trägers dadurch vorgenommen werden, daß man die Lösung eines die Fällung bewirkenden Stoffes, z. B. eines Sulfates im Falle des Radiums, von dem mit der radioaktiven Substanz bereits getränkten Körper aufsaugen läßt. Eine solche Fällung muß aber nicht notwendigerweise erfolgen.
- Nach der Tränkung des Trägers mit der radioaktiven Substanz wird die bis dahin offene Seite gleichfalls verschlossen, und zwar durch Aufbringen einer beliebigen, bekannten Emaille-Kalt- oder -Warmglasur derart, daß der Verschluß emanationsdicht und in Wasser und sonstigen Lösungsmitteln unlöslich ist und daß die Behandlungstemperatur so niedrig ist, daß eine merkliche Verdampfung des Radiums ausgeschlossen ist. Vorzugsweise werden nur anorganische Stoffe verwandt, da organische Substanzen durch die Strahlenwirkung allmählich zerstört werden. Warmglasuren können bei Temperaturen von beispielsweise etwa' ioo° C aufgebracht werden, während Brennglasuren bei Temperaturen in der Gegend von iooo° C erzeugt werden.
- Der fertige Träger ist dann allseitig glasiert, so daß er nicht nur gegen das Eindringen von Feuchtigkeit usw. geschützt ist, sondern daß auch ein Entweichen von Emanation aus denn Inneren verhindert wird.
- Früher bekannte Verfahren zur Herstellung glasierter Radiumpräparate bestanden darin, daß man Porzellanmasse in ungebranntem und unglasiertem Zustand mit radioaktiver Substanz vermischte und das Ganze brannte und glasierte. Dieses bekannte Verfahren hati den Nachteil, daß eine genaue Dosierung des Gehaltes an Radium nicht möglich ist, da während des Brennvorganges bei den hierzu erforderlichen Temperaturen ein Teil des Radiums verdampft.
- Bekannt ist auch ein Verfahren, bei dem die radioaktive Substanz in ein mit einem Wachspfropfen verschlossenes Glasröhrchen eingeschlossen wird, das gegebenenfalls zugeschmolzen werden kann. Hierbei handelt es sich um ein Verfahren zur Radioaktivierung von Wasser. Das Präparat muß also, im Gegensatz zu dem hier vorgeschlagenen Präparat, der Emanation den Austritt aus dem Inneren ermöglichen, damit sie in das Wasser gelangen kann. Das Glasröhrchen des bekannten Verfahrens ist also nicht emanationsdicht verschlossen.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von radioaktiven Bestrahlungspräparaten, dadurch gekennzeichnet, daß ein keramischer Körper teilweise mit Brennglasur versehen wird, danach mit der Lösung einer radioaktiven Substanz getränkt und schließlich an dem unglasierten Teil seiner Oberfläche mit einer Kalt- oder Warmglasur ebenfalls emanationsdicht verschlossen wird, die bei einer Temperatur aufgebracht werden kann, bei der noch keine merkliche Verdampfung des Radiums stattfindet.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die radioaktive Substanz innerhalb des Trägers ausgefällt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA67523D DE600991C (de) | 1932-10-25 | 1932-10-25 | Verfahren zur Herstellung von radioaktiven Bestrahlungspraeparaten |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEA67523D DE600991C (de) | 1932-10-25 | 1932-10-25 | Verfahren zur Herstellung von radioaktiven Bestrahlungspraeparaten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE600991C true DE600991C (de) | 1934-08-06 |
Family
ID=6944455
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA67523D Expired DE600991C (de) | 1932-10-25 | 1932-10-25 | Verfahren zur Herstellung von radioaktiven Bestrahlungspraeparaten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE600991C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1286649B (de) * | 1960-03-17 | 1969-01-09 | Commissariat Energie Atomique | Radioaktive Strahlenquelle |
| DE1291839B (de) * | 1961-10-04 | 1969-04-03 | Minnesota Mining & Mfg | Strahlungsquelle mit einem festen Radioisotop |
| DE2314798A1 (de) * | 1973-03-24 | 1974-10-03 | Kernforschung Gmbh Ges Fuer | Verfahren zum handhaben kleinster substanzmengen |
-
1932
- 1932-10-25 DE DEA67523D patent/DE600991C/de not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1286649B (de) * | 1960-03-17 | 1969-01-09 | Commissariat Energie Atomique | Radioaktive Strahlenquelle |
| DE1291839B (de) * | 1961-10-04 | 1969-04-03 | Minnesota Mining & Mfg | Strahlungsquelle mit einem festen Radioisotop |
| DE2314798A1 (de) * | 1973-03-24 | 1974-10-03 | Kernforschung Gmbh Ges Fuer | Verfahren zum handhaben kleinster substanzmengen |
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