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BEREICH DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer
etablierten avianen pluripotenten embryonalen Keimzelllinie und
eine pluripotente aviane embryonale Keimzelllinie.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Embryonale
Stamm-(ES)-Zellenlinien sind undifferenzierte und pluripotente Zellen,
die von Blastozyten oder Morula-Embryos isoliert sind. Obwohl davon
ausgegangen wird, dass ES-Zellen in hohem Maße nützlich sind, z. B. in dem Studium
der Entwicklungsbiologie, der Analyse der Eigenschaften von totipotenten
Zellen und dem Gen-Targeting, um genetisch modifiziertes Vieh zu
erzeugen, sind lediglich Maus-ES-Zellen mit erwiesener Keimbahn-Übertragung
etabliert worden (Evans, M. J. und Kaufman, M. H., Nature, 292,
154–156 (1981);
Bradley et al., Nature, 309, 255–256 (1984)) und die Verwendung
von ES-Zellen bei der Herstellung von Vieh ist aufgrund der Begrenzungen
bei der Keimbahn-Übertragung
in von Mäusen
unterschiedlichen Arten noch nicht zur Realität geworden (First, N. L. et
al., Reprod. Fertil. Dev., 6, 553–562 (1994); Wheeler, M. B.,
Reprod. Fertil. Dev., 6, 563–568
(1994); Giles, J. R. et al., Mol. Reprod. Dev., 36, 130–138 (1993);
und Deotschmann, T. C. et al., Dev. Biol., 127, 224–227 (1988)).
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In
jüngster
Zeit sind primordiale Keimzellen (PGCs), welche die Vorläufer von
Spermien oder Eizellen sind, welche sich nach der sexuellen Reife
entwickeln, als eine alternative Quelle für pluripotente Stammzellen zur
Verfügung
gestellt worden. Die aus PGCs erhaltenen Stammzellen werden embryonale
Keimzellen (EG) genannt (Resnick, J. L. et al., Nature, 359, 550–551 (1992);
und Matsui, Y. et al., Cell, 70, 841–847 (1992)). Maus-PGCs wurden erfolgreich
ko-kulturiert, und zwar auf mitotisch inaktivierten STO-Zellen,
welche mit drei kritischen Wachstumsfaktoren ergänzt waren: Stammzellenfaktor
(SCF), Leukämie-hemmender
Faktor (LIF) und basischer Fibroblastenwachstumsfaktor (bFGF) (Godin,
J. R. et al., Mol. Reprod. Dev., 36, 130–138 (1991); Dolci, S. et al.,
Nature, 352, 809–811
(1991); Matsui, Y. et al., Nature, 353, 750–752 (1991); und Resnick, J.
L. et al., Nature, 359, 660–661
(1992). Resnick et al. berichteten, dass sich Maus-PGCs nach dem
Subkulturieren weiter vermehrten und Kolonien von Zellen bildeten,
welche ES-Zellen ähnlich
waren (Resnick, J. L. et al., Nature, 359, 550–551 (1992). Labosky et al.
zeigten, dass Maus-EG-Zelllinien, die zur Keimbahnübertragung
in vivo erforderliche Pluripotenz aufwiesen (La bosky, P. A. et al.,
Development, 120, 3197–3204 (1994).
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Hinsichtlich
Rind- und Schweine-EG-Zellen sind Charakterzüge wie zum Beispiel Morphologie,
alkalische Phosphatase-Aktivität
und Embroyid-Körperbildung
charakterisiert worden (Cherny, R. A. et al., Reprod. Fertil. Dev.,
6, 569–575
(1994); Shim, H. et al., Biol. Reprod., 57, 1189–1095 (1997); Piedrahita, J.
A. et al., J. Reprod. Fertil., 52, 245–254 (1997)). Die Keimbahnübertragung
ist in diesen Arten jedoch nicht nachgewiesen worden.
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Pain
et al. berichteten, dass Vogel-Stammzellen mit multiplen morphogenetischen
Potenzialen durch Langzeitkultur von blastodermalen Zellen in vitro
erlangt und aufrecht erhalten wurden. Die Herstellung von pluripotenten
EG-Zellen, welche von PBCs erhalten wurden, ist jedoch nicht zuvor
in irgendeiner Nicht-Säugetierart
berichtet worden.
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In
avianen Spezies bzw. Vogel-Spezies ergeben sich PGCs zunächst von
den Epiblast und migrieren zu dem Hypoblast der Area Pellucida (der
Keimsichel) in Schritt 4, ungefähr
18–19
Stunden nach der Inkubation (Swift, C. H., Am. J. Anat., 15, 483–516 (1914);
Hamburger, V. und Hamilton, H. L., J. Morphol., 88, 49–92 (1951);
und Eyal-Giladi, H. und Kochau, S., Dev. Biol., 49, 321–337 (1976)).
PGCs bewegen sich von der Keimsichel in die Blutbahn in Schritt
10–12
(Ando, Y. und Fujimoto, T., Dev. Growh Differ., 25, 345– 32 (1983);
und Ukeshima, A. et al., J. Electron. Microsc., 40, 123–128 (1991))
und zirkulieren in dem Gefässsystem
bis Schritt 17 (2,5 Tage nach der Inkubation), wenn sie den Bereich
der Keimleisten erreichen, in welchen sie sich schließlich konzentrieren
und kolonisieren (Nieuwkoop, P. D. und Sutasurya, L. A., In Primordial
Germ Cells in the Chrodates, 113–127 (1979)). Diese Abwanderungsbahn
und die nachfolgenden Entwicklungsprozesse unterscheiden sich dramatisch
von den vergleichbaren Prozessen bei Säugetierspezies.
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Allioli
et al. berichteten, dass von den Keimdrüsen isolierte Huhn-PGCs sich
für einige
Tage unter einer in vitro-Kulturbedingungen vermehrten (Allioli,
N. et al., Dev. Biol., 165, 30–37
(1994)). Chang et al. züchtete Huhn-PGCs
von Keimdrüsen
auf Stromazellen der Keimleiste für 5 Tage (Chang, I. et al.,
Cell Biol. Int., 19, 569–676
(1995)). Diese gezüchteten
Keimdrüsen-PGCs
hatten die Fähigkeit,
zu der Keimleiste zu wandern, wenn sie wieder in Empfänger-Embryos
injiziert wurden. In jüngster
Zeit stellten Chang et al. Keimbahnen von chimären Hühnern durch Injektion von Keimdrüsen-PGCs
her, welche für
5 Tage in vitro gezüchtet
wurden (Chang, I. et al., Cell Biol. Int., 21, 495–499 (1997)).
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Des
weiteren beschreibt die PCT-Veröffentlichung
Nr.
WO 99/06534 ein
Verfahren zum Etablieren von EG-Zellen
durch Züchten
von PGCs, welche aus dem Blut eines Embryos in Schritt 13 bis 14
in einem Medium isoliert wurde, welches mit LIF, bFGF, SCF und IGF-I
ohne die Verwendung einer Feeder-Schicht ergänzt wurde. Die Anzahl von Blut-PGCs,
die von einem Embryo erhalten werden können, d. h. ungefähr 100 Zellen/Embryo,
ist viel geringer als diejenige von gPGCs, d. h. mehr als 1.000
Zellen/Embryo, und es ist schwierig, die Blut-PGCs von dem embryonalen Blut zu isolieren.
Des weiteren hafteten, obwohl die PGCs ohne die Verwendung einer
Feeder-Schicht gezüchtet
wurden, diese an der Wand des Zuchtgefäßes an und änderten sich morphologisch
nach nur 3 oder 4 Durchgängen.
Folglich wird angenommen, dass die davon etablierten EG-Zellen bereits
differenziert wären.
Des weiteren wurden die EG-Zellen ohne eine Prüfung anderer Eigenschaften
nur hinsichtlich ihrer alkalischen Phosphatase-Aktivität zur Demonstration
der Pluripotenz derselben geprüft
und es ist folglich nicht sicher, ob die EG-Zellen tatsächlich etabliert
sind. Zusätzlich
lehrte oder deutete das Dokument nicht an, ob die EG-Zellen die
in vitro und in vivo Unterscheidungsfähigkeit haben, welche Eigenschaften von
etablierten EG-Zellen sind und ob sie nach mehreren Durchgängen weiter
wuchern.
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Somit
besteht auch weiterhin eine Notwendigkeit, eine EG-Zellbahn zu entwickeln,
welche fremde Gene durch mehrere Generationen überträgt, wodurch die Herstellung
von transgenem Vieh unter Verwendung fremder Gentransfektion und
Gen-Targeting ermöglicht
wird.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Folglich
ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum
Etablieren einer avianischen pluripotenten embryonalen Keimzelllinie
(EG) zu schaffen.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine aviane pluripotente
embryonale Keimzellenlinie zu schaffen.
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Gemäß einem
Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung
einer etablierten avianen embryonalen Keimzelllinie geschaffen,
welches die folgenden Schritte aufweist:
- (a)
Kultivieren von primordialen Keimzellen (PGCs), die aus einer avianen
embryonalen Gonade isoliert wurden, in einem Medium, das mit einem
Zellwachstumsfaktor und einem differenzierungshemmenden Faktor angereichert
ist, um EG-Zellkolonien zu erhalten;
- (b) Kultivieren der EG-Zellen im gleichen Medium wie in Schritt
(a) unter Verwendung einer Feeder-Schicht, bis die EG-Zellen Kolonien
gebildet haben; und
- (c) Gewinnung und Subkultivierung der EG-Zellen im gleichen
Medium wie in Schritt (a) zur Etablierung der EG-Zelllinie.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung, wird eine embryonale
Huhn-Keimzelllinie geschaf fen, welche Eigenschaften aufweist, die
im wesentlichen identisch zu denjenigen sind, die unter der Zugangsnummer
KCLRF-BP-00026 hinterlegt sind.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Die
oben genannten und andere Aufgaben und Merkmale der vorliegenden
Erfindung werden aus der nachfolgenden Beschreibung der Erfindung
deutlicher, wenn sie in Zusammenhang mit den beigefügten Zeichnungen
gesehen wird, in welchen:
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1a und 1b die
morphologischen Eigenschaften der Huhn-EG-Zellkolonien nach 3 Durchgängen auf
embryonalem Huhn-Fibroblast zeigen (1a: Maßstab, 50 μm; und 1b:
Maßstab,
25 μm);
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2 die
PAS-Reaktivität
in den EG-Zellkolonien darstellt, die sich nach 4 Durchgängen gebildet
hatten;
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3 die
Anti-SSEA-1-Antikörper-Screeningergebnisse
in EG-Zellkolonien darstellt, die nach 4 Durchgängen gefärbt waren;
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4 die
Fruchtbarkeits-Prüfungsergebnisse
in den EG-Zellkolonien darstellt, die nach 8 Durchgängen gefärbt waren;
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5a die
embryonalen Körper
darstellt, die sich aus Huhn-EG-Zellen in Suspensionskultur nach
8 Tagen gebildet hatten; und
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5b bis 5d die
Ergebnisse der immunohistochemischen Analysen der embryonalen Körper unter
Verwendung von Antikörpern
gegen Aktin, α-1-Fectoprotein
bzw. S100;
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6a typische
koreanische Ogol-Hühner
mit schwarzen Federn darstellt; und
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6b ein
somatisches, chimäres
Huhn zeigt, welches weiße
Flecken um den Hals und auf der Brust hat; und
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7 das
Ergebnis der PCR-Analyse für
somatischen und Keimbahn-Chimärismus
darstellt.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
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Das
Verfahren der vorliegenden Erfindung zur Etablierung einer avianen
embryonalen Keimzelllinie (EG) beginnt mit der Isolation von avianen
primordialen Keimzellen (PGCs). Der Vogel kann ein Truthahn, ein Huhn,
eine Wachtel, ein Fasan oder eine Ente sein. Die PGCs können von
der embryonalen Keimdrüse
eines avianen Embryos im frühen
Zustand isoliert werden, und zwar im Stadium 14 bis 36 (50 Stunden
bis 10 Tage nach der Inkubation, vorzugsweise Stadium 24 bis 30
(4 bis 6,5 Tage nach der Inkubation. Zum Beispiel wird die embryonale
Keimdrüse
eines White Leghorn im Stadium 28 isoliert und dann wird das Keimdrüsengewebe in
Trypsin-EDTA dissoziiert,
um eine Suspension zu erhalten, welche gonadale primordiale Keimzellen
(gPGC) aufweisen.
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Das
Entwicklungsstadium des Embryos ist jedoch nicht begrenzend, so
lange es den Zweck der Erfindung beeinflusst und kann abhängig von
der avianen Spezies oder der Art des Organs, des Gewebes und Membran
variieren, von welchen die PGCs separiert werden.
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Die
isolierten PGCs werden bei einer Temperatur, welche in einem Bereich
von 37°C
bis 42°C
liegt, unter einer Atmosphäre,
welche 5% CO2 enthält, in einem Medium, welches
Zellwachstumsfaktoren und einen differenzierungshemmenden Faktor
enthält,
bis zu der Kolonialisierung der EG-Zellen gezüchtet. Das Medium ist vorzugsweise
DMEM (Dulbecco's
Modified Eagle's
Medium; Gibco BRL cat#, 10313-021) oder ein funktionelles Äquivalent
davon.
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Beispielhafte
Zellwachstumsfaktoren, die bei der vorliegenden Erfindung nützlich sind,
beinhalten Stammzellenfaktor (SCF), basischen fibroblasten Wachstumsfaktor
(bFGF), Interleukin-11 (IL-11), Insulin-artiger Wachstumsfaktor-I
(IGF-I) und eine Mischung davon. Ein repräsentativer differenzierungshemmender
Faktor ist ein Leukämie-hemmender
Faktor (LIF). Das Kulturmedium kann des weiteren ein Säugetierserum,
ein avianes Serum oder einen zusätzlichen
Bestandteil umfassen, der aus der Gruppe ausgewählt ist, die Natriumpyruvat,
Glutamin, β-Marcaptoethanol
und eine Mischung davon umfasst.
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Das
Kulturmedium ist vorzugsweise DMEM, dem 0,1 bis 30% fötales Rinderserum
(FBS), 0,02 bis 20% Hühnerse rum,
0,01 bis 100 mM Natriumpyruvat, 0,02 bis 200 mM Glutamin, 0,55 bis
5500 μM β-Marcaptoethanol,
0,05 bis 500 ng/ml SCF, 0,1 bis 1000 Einheiten/ml LIF, 0,1 bis 1000
ng/ml bFGF, 0,0004 bis 4 ng/ml IL-11 und 0,1 bis 1000 ng/ml IGF-1
hinzugefügt
wurden.
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Die
auf dem Medium gebildeten EG-Zellkolonien werden in einzelne EG-Zellen
getrennt, z. B. durch wiederholtes Pipettieren, und die EG-Zellen
werden zurückerlangt,
in einem Medium suspendiert, z. B. dem oben beschriebenen Medium,
und dann bei 37 bis 42°C
für 7 bis
10 Tage auf einer Feeder-Schicht bis zu der Kolonisierung von Zellen,
die die morphologischen Eigenschaften einer EG-Zelllinie zeigen.
Als die Feeder-Schicht
können
aviane, embryonale Fibroblasten oder ein Äquivalent davon verwendet werden,
während mitotisch
aktive, aviane, embryonale Fibroblasten (CEF) oder aviane Fibroblasten
am bevorzugtesten sind.
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Die
sich ergebenden EG-Zellen werden mit einem Intervall von 7 bis 10
Tagen in demselben Medium wie oben beschrieben durchgeführt, um
eine embryonale Keimzelllinie zu etablieren. Die auf diese Weise
etablierte Keimzelllinie kann für
einen Zeitraum von mehr als 4 Monaten durch wiederholte Subkultur
aufrecht erhalten werden.
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Die
vorliegende Erfindung stellt auch eine Huhn-EG-Zelllinie zur Verfügung, welche unter Verwendung des
erfindungsgemäßen Verfahrens
hergestellt wurde.
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Die
Morphologie der Huhn-EG-Zelllinienkolonien weist mehrere Schichten
auf und die Kolonien sind gut abgegrenzt. Jede Huhn-EG-Zelle ist
aus einem großen
Kernkörperchen
und einer relativ geringen Menge an Zytoplasma zusammengesetzt, ähnlich zu
den getrennten Morphologien von Maus- und Schwein-ES-Zellen und
-EG-Zellen (Wobus,
A. M. et al., Exp. Cell. Res, 152, 212–2199 (1984); Matsui, Y. et
al., Cell, 70, 841–847
(1992); Resnick, J. L. et al., Nature, 359, 550–551 (1992); Shim, H. et al.,
Biol. Reprod, 57, 1089–1095 (1997);
und Piedrahita, J. A. et al., Biol. Reprod., 58, 1321–1329 (1998)).
Die Morphologie der Huhn-EG-Zellen ist
von derjenigen der Maus-ES oder -EG-Zellen jedoch dadurch geringfügig unterschiedlich,
dass annähernd alle
der Kolonien gleichförmig
rund sind und dass die markanten dunklen Kernkörperchen, die bei den anderen Spezies
beobachtet werden, nicht klar unterscheidbar sind. Aviane Spezies
sind von den Säugetierspezies hinsichtlich
der Physiologie, Entwicklung und Abgrenzung der Keimzellen unterschiedlich
und somit sind die Huhn-EG-Zellen in ihrer Form, ihren Anhaftungseigenschaften
und anderen Eigenschaften unterschiedlich von Maus-EG-Zellen.
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Die
Huhn-EG-Zellen behalten die Eigenschaften der Keimdrüsen-PGCs
und undifferenzierten Stammzellen bei. Die Huhn-EG-Zellen drücken SSEA-1-Antigen
aus und in einer in vitro Suspensionskultur entwickeln sie sich
erfolgreich in „embryoid
bodies" bzw. embryonale
Körper,
welche sich in einer Vielzahl von Zelltypen unterscheiden. Des weiteren
wird bestätigt,
dass die Huhn-EG-Zellen wuchern und sich in verschiedene Gewebe
einschließlich
den Keimdrüsen
unterscheiden, und zwar während
der Entwicklung des Embryos in einem Experiment, in welchem Hühner verwendet
werden, und sie sind daher in vivo pluripotent.
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Eine
der bei der vorliegenden Erfindung verwendeten embryonalen Keimzellbahnen,
die bei der vorliegenden Erfindung eingesetzt wurde, wurde am 22.
September 1999 bei der Korean Cell Line Research Foundation (KCLRF)
(Adresse: Cancer Research Institute, Seoul National University College
of Madicine, #28, Yongondong, Chongno-gu, Seoul, 110–744, Republic
of Korea) unter den Bedingungen des Budapester Vertrags über die
internationale Anerkennung der Hinterlegung von Mikroorganismen
für die
Zwecke von Patentverfahren unter der Zugangsnummer KCLRF-BP-00026
hinterlegt.
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Eine
somatische oder Keimbahn-Chimäre
kann durch Mikroinjektion von EG-Zellen in ein Ei, vorzugsweise
in die Keimhöhle
oder das Blutgefäß desselben,
hergestellt werden. Noch bevorzugter kann die EG-Zelle in die Keimhöhle eines
Eis im Stadium X oder in das Blutgefäß eines Eis in einem Stadium
im Bereich von 13 bis 17 mikroinjiziert werden.
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Ein
gewünschtes
fremdes Gen kann transfektiert und durch Elektroporation oder Liposome
in die erfindungsgemäßen Huhn-EG-Zellen
eingeführt
werden und stabil transfektierte Huhn-EG-Zellen können durch Hindurch führen derselben
in einem Medium, welches ein Antibiotikum enthält, ausgewählt werden.
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Somit
sind die erfindungsgemäßen Huhn-EG-Zelllinien
nützlich
für die
Produktion von transgenen Hühnern
und für
Studien der Keimzelldifferentiation und der genetischen Prägung.
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Die
folgenden Beispiele sind dafür
vorgesehen, die vorliegende Erfindung weiter darzustellen, ohne ihren
Schutzbereich einzuschränken.
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Des
weiteren sind die nachfolgend angegebenen Prozentsätze für Feststoff-in-Feststoff-Mischungen, flüssig-in-flüssig und
Feststoff-in-Flüssigkeiten
jeweils auf einer Gewichts/Gewicht, Volumen/Volumen und Gewicht/Volumen-Basis,
wenn nicht anders angegeben.
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Beispiel 1: Isolation von PGCs und Einrichtung
von Kulturbedingungen zum Erzeugen einer Huhn-EG-Zellbahn
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(Schritt 1) Isolation von PGCs
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Ein
befruchtetes Ei eines White Leghorn, erhalten von dem College of
Agriculture and Life Sciences, Seoul National University, wurde
für 5,5
Tage (bis zum Stadium 28) bei 37,5°C und einer relativen Luftfeuchtigkeit
von 60–70%
ausgebrütet.
Der Embryo wurde von dem befruchteten Ei in Stadium 28 extrahiert
und in einer 100 mm Petrischale mit magnesiumfreier, phosphatgepufferter
Saline (PBS) gewaschen, um den Dotter und Blut zu entfernen. Der
Embryo wurde in eine mit einem schwarzen Wachs beschichtete Petrischale
gegeben und die embryonalen Keimdrüsen wurden mittels Zangen von
demselben entfernt. Das Keimdrüsengewebe
wurde durch Behandeln mit 0,25% Trypsin-0,05% EDTA in einzelne gonadale,
primordiale Keimzellen (gPGCs) getrennt. Hierzu wurde DMEM (Dulbecco's Modified Eagle's Medium, Gibco BRL,
USA) hinzugefügt, welches
10% FBS (fetales Bovinserum, Gibco, USA) enthielt, um Trypsin-EDTA
zu inaktivieren, und gPGCs wurden durch Zentrifugation geerntet.
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(Schritt 2) Einrichten der Zellbedingung
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Das
EG(embryonales Keim)-Zellkulturmedium (d. h. DMEM) wurde mit einem
oder mehreren Wachstumsfaktoren ergänzt, welche von Stammzellenfaktor
(SCF), Leukämiehemmendem
Faktor (LIF) und basischem Fibroblastenwachstumsfaktor (bFGF) ausgewählt wurde.
Es wurde berichtet, dass SCF, LIF und bFGF wichtige Wachstumsfaktoren
für das Überleben
und das Wachstum der PBCs in der Maus sind (Resnick, J. L. et al.,
Nature, 259, 550–551
(1992); und Donovan, P. J., Curr. Top. Dev. Biol., 29, 189–225 (1994)).
Zusätzlich zu
diesen drei Faktoren wurden wachstumsbezogene Faktoren, wie zum
Beispiel Interleukin-11 (IL-11) und insulinartiger Wachstumsfaktor-I
(IGF-I) zu dem Medium hinzugefügt.
Die in Schritt 1 erhaltenen gPGCs wurden in dem Kulturmedium suspendiert,
es wurden verschiedene Kombinationen der oben genannten Faktoren
hinzugefügt
und sie wurden dann bei 37°C
unter einer Atmosphäre,
welche 5% CO2 enthielt, bis zu der Kolonisierung
der EG-Zellen ausgebrütet.
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Tests
zeigten, dass die Kolonisierung der EG-Zellen in der Abwesenheit
von IL-11 und IGF-I nicht auftritt. Aus diesem Grund sind IL-11
und IGF-I essentiell für
das Überleben
und die Wucherung von Huhn-EG-Zellen.
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Beispiel 2: Kultur von Huhn-EG-Zellen
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Die
in Beispiel 1 erhaltene EG-Zellen wurden in eine 24-Well-Kulturplatte
platziert, welche EG-Zell-Kulturmedium
enthielt, das aus DMEM (Gibco, USA) bestand, zu dem 10% FBS, 2%
Huhnserum (Gibco, USA), 1 mm Natriumpyruvat, 2 mM L-Glutamin, 5,5 × 10–5 M β-Mercaptoethanol,
100 μg/ml
Streptomycin, 100 Einheiten/ml Penizillin, 5 ng/ml menschlicher
Stammzellenfaktor (hSCF; Sigma, USA), 10 Einheiten/ml Mausleukämiehemmender
Faktor (mLIF; Sigma, USA), 10 ng/ml basischer Bovin-Fibroblasten-Wachstumsfaktor
(bFGF; Sigma, USA), 0,04 ng/ml menschliches Interleukin-11 (h-IL-11;
Sigma, USA) und 10 ng/ml menschlicher insulinartiger Wachstumsfaktor-I
(IGF-I; Sigma, USA) hinzugefügt
waren, und in einem Brutkasten für
7–10 Tage
bei 37°C
unter einer Atmosphäre
von 5% CO2 ausgebrütet, um EG-Zellkolonien zu
produzieren, die auf einer Schicht aus Keimleisten Stromazellen
(GRSC) lagen. Die Kolonien von Huhn-EG-Zellen wurden durch behutsames
Pipettieren von der GRSC-Schicht getrennt und durch eine Zentrifuge
bei 200 X g für
5 Minuten geerntet. Die geernteten EG-Zellen wurden in DMEM suspendiert
und in eine frische 24-Well-Platte zusammen mit embryonischen Huhn-Fibroblasten
(CEFs) geteilt, welche nicht mitotisch inaktiviert waren. Die EG-Zellkolonien
wurden mit einem Intervall von 7 bis 10 Tagen unter den Bedingungen
wie oben beschrieben ein- bzw. hindurchgeführt. Diese Kolonien wurden
für bis
zu 10 Durchgänge
beibehalten und über
eine Zeitdauer von 4 Monaten in wiederholter Subkultur vermehrt.
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Die 1a und 1b zeigen
Huhn-EG-Zellkolonien nach 3 Durchgängen auf embryonischem Huhn-Fibroblast(CEF)-Zellen (1a:
Maßstab,
50 μm; und 1b:
Maßstab,
25 μm).
Die Morphologie der Huhn-EG-Zellen war leicht unterschiedlich von
derjenigen von Maus-ES- oder -EG-Zellen.
Annähernd
alle der Huhn-EG-Zellkolonien waren gleichmäßig rund und waren nicht fest
an der CEF-Zuführschicht
festgebunden. Im Gegensatz zu Maus-ES- oder -EG-Zellen waren Huhn-EG-Zellen
nicht fest zusammengepackt und es war nicht schwierig, die einzelnen
Komponenten-Zellen zu unterscheiden. Die Morphologie der Kolonien
war vielschichtig und die Grenzen derselben waren gut abgegrenzt.
Die Huhn-EG-Zellen waren aus einem großen Nukleus und einer relativ
geringen Menge Zytoplasma zusammengesetzt, während seine Kernkörperchen
nicht markant waren.
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Beispiel 3: Charakterisierung der EG-Zelle
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Um
zu ermitteln, ob die Pluripotenz der EG-Zelle charakteristische
Merkmale einer pluripotenten Zelle aufwies, wurde das Vorhandensein
von Glykogenen und SSEA-1-Epitop
sowie ihre alkalische Phosphatase-Aktivität und ihre Fähigkeiten,
sich in vitro zu vermehren und zu differenzieren, untersucht.
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(1) Periodische Acid-Shiff's (PAS) Verfärbung
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Die
nach vier Durchgängen
in Beispiel 2 erhaltenen EG-Zellkolonien
wurden an einer Platte in einer 1%-igen Glutaraldehyd-Lösung für 5 Minuten
fixiert und zwei Mal mit einem gleichen Volumen einer phosphatgepufferten
Saline (PBS) gewaschen. Die EG-Zellkolonien wurden in periodischer
Säurelösung (Sigma,
USA) bei Raumtemperatur für
5 Minuten eingetaucht und dann mit einem gleichen Volumen PBS gewaschen.
Die EG-Zellkolonien wurden dann in Shiff's-Lösung
(Sigma, USA) bei Raumtemperatur für 5 Minuten eingetaucht und
dann zwei Mal mit einem gleichen Volumen PBS gewaschen. Die sich
ergebenden EG-Zellkolonien wurden unter einem invertierten Mikroskop
beobachtet. Huhn-PGCs können
leicht durch die PAS-Reaktion identifiziert werden, welche Glykogene
in dem Zytoplasma (Meyer, D. B., Dev. Biol., 10, 154–190 (1964))
färbt.
Wie aus 2 ersichtlich ist, können die
EG-Zellen nach vier Durchgängen
durch PAS gefärbt
werden, obwohl die Verfärbung
relativ schwach ist.
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(2) Anti-SSEA-1-Antikörper-Untersuchung
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Das
SSEA-1-Epitop ist charakteristisch für undifferenzierte Murin-ES-Zellen
und war ein Kriterium zum Unterscheiden von pluripotenten Stammzellen
(Solter, D. et al., Proc. Natl. Acad. Sci., 75, 5565–5596 (1978)).
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Um
zu ermitteln, ob die Pluripotenz der EG-Zellen charakteristische
Merkmale einer pluripotenten Zelle aufwies, wurde das Vorhandensein
von SSEA-1-Epitop ermittelt.
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Die
nach vier Durchgängen
in Beispiel 2 erhaltenen EG-Zellkolonien
wurden an einer Platte in einer 1%-igen Glutaraldehyd-Lösung für 5 Minuten
fixiert und zwei Mal mit einem gleichen Volumen einer PBS gewaschen.
Eine ascite Flüssigkeit
von Anti-SSEA-1-Monoclunalem Antikörper (MC-480; Solter, D. et
al., Proc. Natl. Acad. Sci., 75, 5565–5596 (1978)) wurde von der
Development Studies Hybridoma Bank, Iowa University USA gekauft,
1000-fach mit PBS verdünnt
und zu den EG-Zellkolonien
hinzugefügt.
Die sich ergebenden EG-Zellkolonien
wurden mit Avidin/Biotin-konjugierter alkalischer Phosphatase (Vector
Lab., USA) zur Reaktion gebracht und dann mit BCIP/NBT alkalischem
Phosphatasesubstrat (BCIP/NBT alkalischer Phosphatasesubstratkit
IV, Vector Lab., USA). Die Reaktion wurde durch Hinzufügen von
10 mM EDTA (pH-Wert 8,0) hierzu gestoppt.
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Wie
aus 3 ersichtlich ist, sind nach 4 Durchgängen alle
EG-Zellen positiv bezüglich
SSEA-1-Färbung,
was zeigt, dass das SSEA-1-Epitop durch Huhn-EG-Zellen ausgedrückt wird.
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(3) Vermehrungsprüfung
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Die
nach 8 Durchgängen
in Beispiel 2 erhaltenen EG-Zellkolonien
wurden in einer Bromodeoxyuridin (BrdU, ein Thymidinanalog) enthaltenden
Lösung
bei 37°C
für 1 Stunde
gehalten und zwei Mal mit einem gleichen Volumen PBS gewaschen.
Die sich ergebenden EG-Zellkolonien
wurden durch ein Zellwucherungsassaykit (Amersham, UK) gefärbt und
dann durch Wiederholen des Vorgangs von (1) mit PAS gegengefärbt. EG-Zellkolonien, welche
inkorporiertes BrdU enthielten, wurden unter Verwendung jeglicher
Anti-BrdU-Monoklonalantikörper und
eines Peroxidase/DAB-Systems (Amersham, UK) detektiert.
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4 stesllt
das Wucherungsassayergebnis von nach 8 Durchgängen gefärbten EG-Zellkolonien dar. Wie
aus 4 ersichtlich ist, befinden sich die EG-Zellen
nach 8 Durchgängen
in einer kontinuierlichen Wucherung.
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(4) Alkalisches Phosphatase-Aktivitätsassay
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Die
alkalische Phosphatase-Aktivität
der EG-Zellkolonien,
die nach 4 Durchgängen
in Beispiel 2 erhalten wurden, wurde unter Verwendung eines alkalischen
Phosphatasesubstratkits IV (Vektor Lab., USA) gemessen.
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Das
Ergebnis zeigt, dass die EG-Zellen kaum eine alkalische Phosphataseaktivität aufweisen
und die Aktivität
während
der Subkultur nicht wiedergewannen.
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Gemäß Swartz,
W. J., Anat. Rec., 202, 379–385
(1982) ist die alkalische Phosphataseaktivität von avianischen PGCs bereits
zwei Tage nach der Inkubation, jedoch nicht nach dem Eintritt von
PGCs in die Keimleiste zu beobachten, was bedeuten würde, dass
die alkalische Phosphataseaktivität von gonadalen PGCs sowie
darin eingeführten
EG-Zellen tatsächlich
sehr schwach wäre.
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(5) In-Vitro-Differentiation und immunohistochemische
Analyse
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Um
zu prüfen,
ob aus den Huhn-EG-Zellen embryonale Körper gebildet werden können, wurden
die nach 4 Durchgängen
in Beispiel 2 erhaltenen EG-Zellkolonien leicht ungerührt und
zentrifugiert, um individuell getrennte EG-Zellen zu erhalten. Die
EG-Zellen wurden in EG-Zellkulturmedium, welches frei von mLIF war, suspendiert
und dann in einer nicht klebenden bakteriologischen Petrischale
angeordnet. Das Medium wurde jeden zweiten Tag für 8 Tage gewechselt und die
Morphologie der Zellen wurde täglich überwacht.
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5a zeigt
die aus den Huhn-EG-Zellen in einer Suspension nach 8 Tagen gebildeten
embryonalen Körper.
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Die
auf diese Weise gebildeten embryonalen Körper wurden gesammelt und dann
in einer 96-Wellplatte verteilt, um an derselben anzuhaften und
zu differenzieren. Die sich ergebenden Zellen wurden unter Verwendung
von Antikörpern
für muskelspezifisches
Aktin (Dako, USA), Endoderm-spezifisches α-1-Fectoprotein (Dako, USA)
und Ektoderm-spezifisches S100 (Dako, USA) zusammen mit einem DAKO
LSAB-Kit und Avidin/Biotin-konjugiertem
Peroxidasesystem (Dako, USA) einer immunohistochemischen Analyse
ausgesetzt.
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Die 5b bis 5d stellen
jeweils die Ergebnisse der immunohistochemischen Analysen der embryoiden
Körper
unter Verwendung von Antikörpern
gegen Aktin, α-1-Fectoprotein und
S100 dar. Wie aus den 5b bis 5d ersichtlich
ist, sind die EG-Zellen in der Lage, in vitro in eine Vielzahl von
Zelltypen, z. B. Entoderm, Mesoderm und Ektoderm-Abstammung zu differenzieren.
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Beispiel 4: Produktion von chimären Hühnern
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Koreanische
Ogol-Huhnembryos im Zustand X oder 13 bis 17 (Egal-Giladi, H. et
al., Dev. Biol., 49, 321–337
(1976)) wurden als Empfänger
verwendet. Der seitliche Teil oder das spitze Ende von jedem koreanischen
Ogol-Huhn wurde
durchstochen, um ein kleines Fenster zu schaffen, und dann wurde
die Schalenmembran entfernt.
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Die
nach 3 oder 4 Durchgängen
in Beispiel 2 erhaltenen EG-Zellen wurden in einem EG-Zellkultur-Medium
mit einer Konzentration von 103 Zellen/μl suspendiert
und dann wurde unter Verwendung einer Mikropipette 2 μl der Suspension
in die Keimhöhle
oder das Blutgefäß des Eis
injiziert. Mit CEF injizierte Eier wurden als ein Vergleich verwendet.
Die Öffnung
von jedem Ei wurde zwei Mal mit einer Paraffinfolie versiegelt und dann
wurden die Eier mit dem spitzen Ende nach unten abgelegt bis zum
Ausbrüten.
Den ausgebrüteten
Hühnchen
wurde es ermöglicht,
für 3 Monate
zu wachsen, um somatische chimärie
Hühner
zu werden.
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Von
45 Eiern mit manipulierten Embryos wurden 8 Eier ausgebrütet und
unter den acht waren 3 Hühnchen
(37,5%) äußerlich
chimär.
Unter den chimären
Hühnchen
wurden zwei weißgefleckte
Hühnchen
von den mit den EG-Zellen
von 3 Durchgängen
injizierten Embryos ausgebrütet
und eines war von den mit den EG-Zellen von 4 Durchgängen injizierten
Embryos. Das Ausmaß der
weißen
Flecken änderte
sich unter den 3 Hühnchen
signifikant. Bei dem Vergleichshühnchen
wurde keine weiße
Feder entdeckt.
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6a stellt
ein paar typische koreanische Ogol-Hühner
dar, welche schwarze Federn aufweisen; und 6b die
somatischen schimärischen
Hühner,
welche weiße
Flecken um den Hals und auf der Brust haben. Die Federfarbe eines
White Leghorn ist aufgrund des dominanten die Pigmentierung hemmenden
Gens (I/I) weiß und
eines koreanischen Ogol-Huhns aufgrund des rezessiven Pigmentgens
(i/i) schwarz. Folglich deutet das oben genannte Ergebnis darauf
hin, dass die EG-Zellen des White Leghorn in der Lage sind, in vivo
in dem empfan genden koreanischen Ogol-Huhnembryo zu differenzieren,
und aus diesem Grund sind die EG-Zellen in vivo pluripotent. Um
den somatischen Chimerismus des Huhns zu verifizieren, wurden genomische DNA-Proben
durch Phenolextraktion aus dem Muskel, dem Herz, der Leber und der
Keimdrüse
von 5 Hühnern entnommen,
welche während
dem Ausbrüten
starben, und dann einer PCR-Analyse unter Verwendung von White Leghorn-spezifischer
SCAR (sequenzcharakterisierter verstärkter Region) Primern ausgesetzt,
welche nukleotide Sequenzen von SEQ ID NR: 1 Vorwärtsprimer
und SEQ ID NR: 2 Rückwärtsprimer
aufwies.
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PCR-Reaktionen
wurden auf einer 25 μl
Skala unter Verwendung von 50 bis 100 ng genomischer DNA, 0,2 mM
von jedem dNTP, 10 mM KCl, 1,5 mM MgCl2,
0,4 pmol Vorwärtsprimer,
0,4 pmol Rückwärtsprimer
und einer Einheit Taq-Polymerase durchgeführt. Das PCR-Programm bestand
aus 1 Minute Denaturierung bei 94°C,
1 Minute Temperieren bei 60°C
und 2 Minuten Ausdehnung bei 72°C
für 45
Zyklen in einem DNA-Thermozykler (Perkin Elmer Cetus). Das erzeugte
White Leghorn-spezifische DNA-Fragment war ungefähr 3 kb. 7 stellt
die Ergebnisse der PCR-Analyse für
somatischen Chimerismus dar: Spalten 1, 5, 9, 13 und 17, PCR-Produkte,
welche die Leber-DANN verwenden; Spalten 2, 6, 10, 14 und 18, die
Muskel-DNA; Spalten 3, 7, 11, 15 und 19, die Herz-DNA; Spalten 4, 8,
12, 16 und 20, die Keimdrüsen-DNA;
Spalte 21, koreanisches Ogol-Huhn genomisches DNA; Spalte 22, White
Leghorn genomische DNA; und Spalte 23, keine Vorlage. Wie aus 7 ersichtlich
ist, wa ren die somatischen Chimerismen zwischen Individuen unterschiedlich.
Eines der 5 Hühnchen
zeigte somatischen Chimerismus in allen Gewebeproben (Leber, Herz,
Muskel und Keimdrüsen).
Die injizierten EG-Zellen trugen zu den Keimdrüsen von zwei ausgebrüteten Hühnchen und
dem Herz in allen Hühnchen
bei; zwei Hühnchen
zeigten den somatischen Chimerismus nur in dem Herz. Diese Ergebnisse
zeigen an, dass Huhn-EG-Zellen differenzieren können und in vivo zu verschiedenen
Geweben einschließlich
den Keimdrüsen
beitragen können.
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Beispiel 5: Transfektion von fremden Genen
in PGCs oder EG-Zellen und Selektion derselben
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Ein
Reporter-Gen (GFP oder Lac Z) wurde in PGCs oder EG-Zellen unter
Verwendung von Elektroporation bzw. Liposom transfektiert. Die Effizienz
der Transfektion des Gens war ungefähr 80% im Falle der Verwendung
von Elektroporation und 30% im Fall der Verwendung von Liposom.
Transfektierte PGCs oder EG-Zellen wurden in ein DMEM-Medium geleitet,
welches 350 μg/ml
Neomycin enthielt, um die stabil transfektierten PGCs oder EG-Zellen auszuwählen.
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Während die
Erfindung unter Bezugnahme auf die oben genannten spezifischen Ausführungsformen beschrieben
worden ist, sollte verstanden werden, dass verschiedene Modifikationen
und Änderungen
an der Erfindung von den Fachleuten gemacht werden können, welche
ebenfalls in den Schutzbereich der Erfindung fallen, wie er durch
die beigefügten
Ansprüche
definiert ist.
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