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HINTERGRUND
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Die
vorliegende Erfindung betrifft allgemein Funkkommunikationssysteme
und insbesondere Techniken und Strukturen, um einem Mobiltelefon
zu ermöglichen
schnell eine Uplink-(aufwärtsgerichtete) und
Downlink-(abwärtsgerichtete)
Medium-Zugriffs-Steuerungs-Transaktion (Medium Access Control transaction)
aufzubauen.
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Der
Zuwachs von kommerziellen Kommunikationssystemen und insbesondere
das explosive Anwachsen von zellularen Funktelefonsystemen weltweit
hat Systementwickler angetrieben nach Vorgehensweisen zu suchen,
um die Systemkapazität und
Flexibilität
zu erhöhen,
ohne eine Kommunikationsqualität über Kundentoleranzschwellen
hinweg zu verringern. Mobile Anrufe können zum Beispiel in einer
leitungsvermittelten Weise, einer paketvermittelten Weise oder irgendeinem
Hybrid davon gelenkt werden. Es ist zunehmend wünschenswert geworden mobile
Zellulartelefonnetze, zum Beispiel ein GMS Netz, mit Internetprotokoll
(IP) Netzen für
Anrufweglenkungszwecke zu koppeln und zu integrieren. Die Weglenkung
von Sprachanrufen über
IP Netze wird häufig „Voice
over IP" oder abgekürzt VoIP
bezeichnet.
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Eine
paketvermittelte Technologie, die verbindungsorientiert (z. B. X.25)
oder „verbindungslos", wie in IP, sein
kann, erfordert nicht den Aufbau und Abbau einer physikalischen
Verbindung, was im krassen Gegensatz zu einer leitungsvermittelten Technologie
ist. Dies reduziert die Datenlatenz und erhöht die Effizienz eines Kanals
bei der Behandlung von relativ kurzen, Burst-behafteten, oder interaktiven
Transaktionen. Ein verbindungsloses Paketvermittlungsnetz verteilt
die Weglenkungsfunktionen an mehrere Weglenkungsstellen, wodurch
mögliche Verkehrsengpässe vermieden
werden, die auftreten können,
wenn eine zentrale Vermittlungsstelle verwendet wird. Daten werden
mit der geeigneten Endsystemadressierung „in Pakete verpackt" und dann in unabhängigen Einheiten
entlang des Datenpfads übertragen.
Zwischensysteme, die manchmal als „Router" bezeichnet werden und zwischen den
kommunizierenden Endsystemen stationiert sind, treffen auf einer
Einzelpaketbasis Entscheidungen darüber, welche Route am besten
geeignet ist, um genommen zu werden. Weglenkungsentscheidungen sind
auf eine Anzahl von Charakteristiken gestützt, einschließlich: Route
mit den geringsten Kosten oder eine Kosten-Metrik; Kapazität der Strecke;
Anzahl von Paketen, die für
eine Übertragung
warten; Sicherheitsanforderungen für die Strecke; und ein Betriebsstatus
des Zwischensystems (des Knotens).
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1A zeigt
eine repräsentative
Architektur, die für
ein Kommunizieren über
eine Luftstrecke verwendet wird, die die Paketdatenprotokolle umfasst, die
eine Verbindbarkeit (Conectivity) zwischen einem Mobilendsystem
(M-ES), einer Mobildatenbasisstation (MDBS), und einem Mobildatenzwischensystem (MD-IS)
bereitstellen. Eine beispielhafte Beschreibung der Elemente in 1A und
ein Ansatz für
ein Element, wenn alternative RF Technologien betrachtet werden,
folgt nun.
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Die
Protokolle Internet Protocol/Connectionless Network Protokol (IP/CLNP)
sind Netzprotokolle, die verbindungslos sind und in einem weit verbreiteten
Maße überall in
der traditionellen Datennetzgemeinschaft unterstützt werden. Diese Protokolle
sind unabhängig
von der physikalischen Schicht und werden vorzugsweise nicht modifiziert,
wenn sich die RF Technologien ändern.
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Das
Protokoll Security Management Protocol (SMP) stellt Sicherheitsdienste über die
Luftstreckenschnittstelle bereit. Die bereitgestellten Dienste umfassen
eine Datenstrecken-Geheimhaltung, eine M-ES Authentifizierung, eine
Schlüsselverwaltung, eine
Zugriffssteuerung und eine Algorithmus-Aktualisierbarkeit/Ersetzung. Das SMP
sollte unverändert bleiben,
wenn alternative RF Technologien implementiert werden.
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Das
Protokoll Radio Ressource Management Protocol (RRMP) stellt ein
Management und eine Steuerung über
die Verwendung der RF Ressourcen der Mobileinheit bereit. Das RRMP
und dessen zugehörige
Prozeduren sind spezifisch für
die AMPS RF Infrastruktur und erfordern eine Änderung auf Grundlage der implementierten
RF Technologie.
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Das
Protokoll Mobile Network Registration Protocol (MNRP) wird in Tandem
mit einem Protokoll Mobile Network Location Protocol (MNLP) verwendet,
um eine richtige Registrierung und Authentifizierung des mobilen
Endsystems zu ermöglichen.
Das MNRP sollte unverändert
werden, wenn alternative RF Technologien verwendet werden.
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Das
Protokoll Mobile Data Link Protocol (MDLP) stellt einen effizienten
Datentransfer zwischen dem MD-IS und dem M-ES bereit. Das MDLP unterstützt eine
effiziente Bewegung des mobilen Systems, eine Energieaufrechterhaltung
des mobilen Systems, eine gemeinsame Verwendung von RF Kanalressourcen,
und eine effiziente Fehlerwiederherstellung. Das MDLP sollte unverändert werden,
wenn alternative RF Technologien verwendet werden.
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Das
Protokoll Medium Access Control (MAC) und zugehörige Prozeduren steuern die
Methodologie, die M-ESs verwenden, um einen gemeinsamen Zugriff
auf den RF Kanal zu verwalten. Dieses Protokoll und seine Funktionalität wird durch
alternative RF Technologien zugeführt.
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Kommende
Paketdatensysteme, die die voranstehend erwähnten Protokolle verwenden,
werden wahrscheinlich zwei Typen von RF Kanälen für Paketdatenübertragungen
unterstützen.
Einen Paketsteuerkanal (Paket Control Channel; PCCH) und einen Paketverkehrskanal
(Paket Traffic Channel; PTCH). Der PCCH kann entweder ein Punkt-zu-Punkt
oder ein Punkt-zu-Mehrpunkt-Kanal sein. Es ist dieser Kanal, auf
dem eine Mobilstation verweilt (d. h. wo die Mobilstation Broadcast-
und Paging-Information
liest und wo die Mobilstation einen wahlfreien Zugriff und reservierte
Zugriffsgelegenheiten aufweist). Der PTCH ist andererseits ein Punkt-zu-Punkt
Kanal mit nur reserviertem Zugriff. Wie von Durchschnittsfachleuten
in dem technischen Gebiet erkannt werden wird kann ein RF Kanal
entweder Paketdatendienste oder Sprachdienste bereitstellen oder
kann gleichzeitig sowohl Paketdaten- als auch Sprachdienste bereitstellen.
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1B zeigt
ein Zustandsdiagramm für
eine herkömmliche
Mobilstation, die beispielsweise in der in 1A dargestellten
Protokollarchitektur arbeitet. Auf eine Aktivierung hin wählt eine
Mobilstation einen PCCH, auf dem sie verweilen soll. Wenn mehrere PCCHs
in einer Zelle existieren, dann wählt die Mobilstation einen
in Abhängigkeit
beispielsweise von der Identifikation der Mobilstation. Beispielsweise, wenn
das geringst wertigste Bit der Identifikation der Mobilstation 00
ist, dann wird die Mobilstation einen PCCH wählen; wenn das niedrigst wertige
Bit 01 ist, wird sie einen anderen PCCH wählen, etc. Durch Wählen eines
PCCH in der voranstehend beschriebenen Weise wird ein Paging-Verkehr
(Ausrufungsverkehr) über
die verfügbaren
PCCHs verteilt.
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Auf
einen auf Wettbewerb gestützten
Zugriff von der Mobilstation hin, für die Übertragung von Uplink-Daten,
oder auf ein Empfangen von Mobilabschlussdaten von dem Netz hin,
für die Übertragung von
Downlink-Daten, kann das Netz (über
eine Basisstation) die Mobilstation direkt anweisen eine Abstimmung
auf einen spezifischen PTCH für
die Herstellung einer MAC Transaktion, z. B. eine Session für eine Paketübertragung,
vorzunehmen. Sobald sie auf einen PTCA ist, geht die Mobilstation
in einen aktiven Modus 101 über und die Netzplanungsressourcen
für die
spezifische Mobilstation zum Fertigstellen der MAC Transaktion in
einem reservierten Zugriffsmodus.
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Wenn
die Mobilstation die MAC Transaktion beendet hat und ein konfigurierbarer
Nichtaktivitäts-Timer, der typischerweise
in der Mobilstation angeordnet ist, abläuft (im allgemeinen nach einer
Sekunde einer Nichtaktivität),
dann verlässt
die Mobilstation den reservierten Zugriffsmodus des PTCH und kehrt
zurück
zum Verweilen auf dem ursprünglichen
PCCH und geht schließlich
in einen Schlafmodus 103 über. Wenn die Mobilstation
in einem Schlafmodus ist spart die Mobilstation die Batterielebensdauer
durch periodisches Ausschalten und dann Einschalten der Energie
von ihrem Sender/Empfänger, so
dass der PCCH auf einer periodischen und nicht konstanten Basis überwacht
wird.
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Auf
den Empfang von zusätzlichen
Downlink-Daten von dem Netz hin, wenn die Mobilstation einen Schlafmodus übergegangen
ist, wird die Basisstation die Mobilstation zu einem bestimmten
Zeitschlitz ausrufen (ein Paging ausführen), um eine Downlink-MAC-Transakation
zu starten. Alternativ, wenn die Mobilstation nicht in einem Schlafmodus
ist, d. h. noch aktiv auf dem PTCH ist, dann wird die Basisstation
die MAC Transaktion zu dem nächsten
verfügbaren
reservierten Zeitschlitz starten.
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Bestimmte
Benutzerdienste, z. B. VoIP, umfassen empfindliche Zeitbeschränkungen über den reservierten
Zugriffskanal. Das heißt,
Verzögerungen bei
der Übertragung
und/oder bei dem Empfang von sukzessiven Paketen können einen
bemerkbaren und unerwünschten
Effekt auf die Dienstqualität (QoS),
z. B. auf die Sprachqualität,
haben.
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Für Uplink-MAC-Transaktionen
können
die Verzögerungen
zwischen sukzessiven Paketen dadurch verursacht werden, dass die
Mobilstation auf die nächste
auf einen Wettbewerb gestützte
Zugriffsgelegenheit, die von der Basisstation geplant wird, warten
muss. Die Mobilstation muss auch auf die Antwort eines angeforderten
auf einen Wettbewerb gestützten
Uplink-Zugriff warten, bis sie alle von ihren Möglichkeiten verwenden kann.
Zusätzlich
können auf
die auf Wettbewerb gestützten
Zugriffsgelegenheiten hin Kollisionen auftreten. Das heißt, wenn mehrere
Mobilstationen versuchen MAC Anforderungen gleichzeitig zu senden,
wird wenigstens eine der Mobilstationen ihre Aufforderung stoppen
und verzögern
bis zu der nächsten
Wettbewerbs gestützten Gelegenheit.
Diese Stopp- und Verzögerungsbereitstellung
erzeugt eine urvorhersagbare Varianz bei der Verzögerung für sukzessive
MAC Transaktionen.
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Für herkömmliche
Downlink-MAC-Transaktionen kann der Nichtaktivitäts-Timer die Mobilstation dazu
zwingen einen aktiven Modus 101 zu verlassen und in einen
Schlafmodus 103 überzugehen.
Wenn die Zeit, nachdem die letzte Uplink- oder Downlink-Aktivität aufgetreten
ist, einen vorgegebenen Wert übersteigt,
d. h. der Nichtaktivitäts-Timer
läuft ab,
dann wird die Mobilstation in einen Schlafmodus übergehen und nur bestimmte
Paging-Zeitschlitze in der Superrahmenphase, gegeben durch ihre
Identität, überwachen.
Sobald die Mobilstation in einen Schlafmodus übergeht, hängt die Verzögerung,
bis eine Downlink-MAC-Transaktion eingerichtet werden kann, von
der Zeit bis zu der nächsten
Ausrufungs-Gelegenheit (Paging-Gelegenheit) ab. Diese Verzögerung kann
teilweise durch Erhöhen
der Länge
des Nichtaktivitäts-Timers
vor der Initiierung des Schlafmodus vermieden werden. Während diese Technik
die Verzögerung
zwischen sukzessiven Paketen verringern wird, wird sie auch die
Rate des Batterieverbrauchs während
der Zeiten, wenn die Mobilstation nicht-zeitkritische Anwendungen
empfangt, ebenfalls erhöhen.
Ferner werden die Anforderungen an die Bandbreite erhöht, was
die Kapazität
der Basisstation verringern kann.
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Bei
der Erzeugung der Uplink-MAC-Transaktion kann der Betreiber die
MAC so konfigurieren, dass die meisten Uplink-MAC-Transaktionen
als nicht gebundene Transaktionen erzeugt werden. Das heißt, mehr
Daten von der Mobilstations-Anwendung können hinzugefügt werden,
um die existierende Transaktion zu erweitern. Sobald jedoch die
Daten von den Mobilstations-Sendepuffern unter einen vorgegebenen
Wert abgefallen sind, kann die Transaktion nicht weiter verlängert werden.
Für verzögerungsempfindliche
Anwendungen oder Premium-Endbenutzer, die eine hohe QoS aufweisen,
werden die Verzögerungswahrscheinlichkeiten,
die voranstehend beschrieben wurden, die nächsten Uplink-Daten, die gesendet
werden müssen,
beeinflussen.
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Das
US Patent 5806007 offenbart
ein Verfahren und eine Einrichtung zum Steuern eines Aktivitätsmodus
einer Mobilstation, nachdem das System eine Transaktion mit der
Mobilstation angefangen oder beendet hat.
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Deshalb
besteht eine Notwendigkeit für
ein System und ein Verfahren, die die Effekte einer wettbewerbsgestützten Verzögerung für Uplink-Daten verringern
können,
wobei die Kollisionswahrscheinlichkeit und Varianzen in der Verzögerung berücksichtigt
werden. Zusätzlich
besteht eine Notwendigkeit fit ein System und ein Verfahren, die
die Paging-Verzögerung
für Downlink-Daten
beseitigen, während
noch eine vernünftige
Batterieerhaltungstechnik bereitgestellt wird, ohne die Antwortverzögerungszeit
zu beeinträchtigen.
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Für andere
herkömmliche
Systeme, wie beispielsweise ein drahtloses lokales Netz (Wireless
Local Area Network; WLAN), wird der Schlafmodus verwendet, um einen
Batterieverbrauch durch den drahtlosen Terminaladapter der Mobilstation
zu minimieren. Als Folge der langen Reaktivierungszeiten für den Eintritt
und den Abschluss des Schlafmodus kann jedoch die Verwendung des
Schlafmodus nicht akzeptable Verzögerungen für Echtzeitanwendungen, die
VoIP, einführen.
Die Verzögerungen
für die Mobilstation
sind wahrscheinlich die Folge einer Kollisionswahrscheinlichkeit,
während
die Verzögerungen
für die
Netzwerk-Basisstationen zum größten Teil
die Folge der Ausrufungs-Verzögerungen,
sowie von Verzögerungen
für die
erforderliche Signalisierung über
die Luftschnittstelle vor dem Eintritt und Austritt in den Schlafmodus
sind. Somit besteht eine Notwendigkeit den Batterieverbrauch von
einer Mobilstation während
Echtzeitanwendungen zu minimieren, während auch Verzögerungsantwortzeiten minimiert
werden.
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ZUSAMMENFASSUNG
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Die
vorliegende Erfindung beseitigt die voranstehend identifizierten
Unzulänglichkeiten
in dem technischen Gebiet durch Bereitstellen eines Verfahrens und
eines Systems zum Verringern der Verzögerung der Übertragung von Paketdaten,
einschließlich eines
Empfangs von Daten von einem Netz über eine Basisstation und zum
Zuweisen einer Mobilstation an ein Paketkanal, der einen aktiven
Modus und einen variablen schnellen Ausrufungs-Modus aufweist.
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Die
Zuordnung wird mit Hilfe einer Nachricht ausgeführt, die eine Anzeige darüber umfasst,
welcher Typ von variablen schnellen Ausrufungs-Modus verwendet werden
soll.
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Paketdaten
werden in dem aktiven Modus ausgetauscht, bis ein erster Nichtaktivitäts-Timer
abläuft.
Die Basisstation und die Mobilstation werden dann auf einen variablen
schnellen Paging-Modus geschaltet, bei dem zusätzliche Paketdaten ausgetauscht
werden können,
wobei der variable schnelle Paging-Modus eine größere Verzögerung zwischen Übertragungsgelegenheiten
als bei dem aktiven Modus aufweist. Der variable schnelle Ausrufungsmodus
(Paging-Modus) plant spezifische Zeitschlitze, die für die Übertragung
und einen Empfang von sukzessiven Paketen überwacht werden. Zusätzlich kann
die Periodizität
von zukünftigen
Zeitschlitzen sich auf Grundlage der Verzögerung zwischen den sukzessiven
Paketen verändern.
Die Mobilstation bleibt in dem variablen schnellen Ausrufungsmodus bis
zum Ablauf eines zweiten Nichtaktivitäts-Timers oder bis zu dem Empfang
einer Übertragungsgelegenheit
und eines nachfolgenden Datentransfers an die oder von der Mobilstation.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Die
obigen Aufgaben und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben
sich näher
aus der folgenden Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen. In den Zeichnungen
zeigen:
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1A eine
Protokollarchitektur zur Kommunikation über eine Luftstrecke;
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1B ein
Zustandsdiagramm für
eine herkömmliche
Mobilstation;
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2 ein
beispielhaftes Signaldiagramm zwischen einer Basisstation und einer
Mobilstation der vorliegenden Erfindung;
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3 ein
Zustandsdiagramm für
eine Mobilstation für
eine beispielhafte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung; und
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4A und 4B ein
Signal- und Timingdiagramm einer beispielhaften Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG
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In
der folgenden Beschreibung werden für die Zwecke einer Erläuterung
und nicht für
eine Beschränkung
spezifische Einzelheiten aufgeführt,
wie beispielsweise bestimmte Schaltungen, Schaltungskomponenten,
Techniken, etc., um ein gründliches Verständnis der
vorliegenden Erfindung bereitzustellen. Jedoch werden Durchschnittsfachleute
in dem technischen Gebiet erkennen, dass die vorliegende Erfindung
mit anderen Ausführungsformen
praktisch umgesetzt werden kann, wobei diese von den spezifischen
Einzelheiten abweichen. In anderen Fällen werden ausführliche
Beschreibungen von altbekannten Verfahren, Einrichtungen und Schaltungen
weggelassen, um so die Beschreibung der vorliegenden Erfindung nicht
kompliziert zu machen.
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Die
hier diskutierten beispielhaften Funkkommunikationssysteme werden
für eine
Verwendung des Zeitteilungs-Vielfachzugriff-(Time Division Multiple
Access; TDMA)-Protokolls beschrieben, bei dem eine Kommunikation
zwischen der Basisstation und den Mobilterminals über eine
Anzahl von Zeitschlitzen ausgeführt
wird. Jedoch werden Durchschnittsfachleute in dem technischen Gebiet
erkennen, dass die hier offenbarten Konzepte eine Anwendung in anderen
Protokollen finden, einschließlich, aber
nicht beschränkt auf
einen Frequenzteilungs-Mehrfachzugriff (Frequency Division Multiple Access;
FDMA), einen Codeteilungs-Vielfachzugriff (Code Division Multiple
Access; CDMA), einen Zeitteilungs-Duplex (Time Division Duplex;
TDD), oder irgendeine hybride Anordnung von irgendwelchen der obigen
Protokolle.
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2 zeigt
ein beispielhaftes Signalisierungsdiagramm zwischen einer Basisstation
und einer Mobilstation der vorliegenden Erfindung. Die Basisstation
empfängt
Daten, die für
eine Übertragung an
eine Mobilstation vorgesehen sind, die harte Zeitbeschränkungen 220 einschließt. In einer
beispielhaften Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung bestimmt die Basisstation oder die Mobilstation
die harte Zeitbeschränkung
für die
Daten, die für
die Mobilstation vorgesehen sind, auf Grundlage der Dienstzugriffspunkt-(Service
Access Point; SAP)-Daten, die von einer höheren Schicht, z. B. Schicht
1, empfangen werden, oder für
zusätzliche
Daten, die an die Daten angehängt
sind, die für
die Mobilstation vorgesehen sind. Alternativ erfasst ein Router
oder irgendein Träger
einer niedrigeren Schicht den Typ von Daten, die für eine Übertragung
vorgesehen sind, und informiert die Basisstation, wenn erforderlich, über eine
harte Zeitbeschränkung.
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Die
Basisstation richtet dann eine MAC Transaktion ein, und zwar durch
Senden einer Kanal-Neuzuordnungs-Nachricht
(Channel Reassignment Message) 222 auf dem PCCH, die die
Mobilstation anweist auf den PTCH zu gehen. Alternativ kann die
MAC Transaktion auf den PCCH in Abhängigkeit von der Verkehrslast
auf dem PTCH und der Menge von Daten, die für die Übertragung vorgesehen sind, auftreten.
In diesem Beispiel wird die Entscheidung auf dem PCCH für die MAC
Transaktion zu verbleiben, durch die Planungsfunktion (Scheduling
Function) in der Basisstation durchgeführt. Die Kanal-Neuzuordnungs-Nachricht 222 umfasst:
(1) Die Frequenz des PTCH; (2) den Typ des FPM, der verwendet werden
soll; (3) die Phase, d. h. welcher Zeitschlitz zu verwenden ist;
(4) ob in einem nicht bestätigten
oder bestätigten
Modus übergegangen
werden soll; und (5) einen FPM Nichtaktivitäts-Timerwert (T2).
Der Typ von schnellem Ausrufmodus (Fast Page Mode; FDM), der von
der Basisstation verwendet wird, bezieht sich auf die anfängliche
Periodizität
der Uplink- und Downlink-MAC-Transaktionsgelegenheit für die Mobilstation,
die die Neuzuordnungs-Nachricht empfängt. Der FPM Typ versieht die
Mobilstation entweder explizit oder implizit mit Information bezüglich der
Vorgehensweise, mit der sich die Periodizität von Sendegelegenheiten als
eine Funktion der Nichtaktivitätszeit
nach dem letzten Empfang/der letzten Aussendung von Paketen verändert. Durchschnittsfachleute
in dem technischen Gebiet werden erkennen, dass eine Anzahl von
Vorgehensweisen vorhanden sind, mit denen dieses Verfahren implementiert
werden kann. Zum Beispiel könnte
das FPM Feld in der Neuzuordnungs-Nachricht einen Wert von 1–4 aufweisen.
Jeder von diesen Werten könnte
auf ein Speichergebiet innerhalb der Mobilstation abgebildet werden,
dass sowohl eine anfängliche
Periodizität
als auch eine Formel oder eine Nachschlagtabelle zum Berechnen der
variablen Periodizität
als eine Funktion der Nichtaktivitätszeit enthält. Zusätzlich werden Durchschnittsfachleute
in dem technischen Gebiet erkennen, dass andere Nachrichten als die
Neuzuordnungs-Nachricht verwendet werden können, um die Mobilstation über die
FPM Charakteristiken zu informieren. Die Nachricht kann an eine existierende
Nachricht angehängt
werden, die an die Mobilstation übertragen
wird, oder die Nachricht kann explizit gesendet werden.
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3 zeigt
ein Zustandsdiagramm für
eine Mobilstation für
eine beispielhafte Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung. Auf das Empfangen der Neuzuordnungs-Nachricht
hin, einschließlich
eines FPM Typs, der eine Aufforderung zum Einrichten einer MAC Transaktion
auf Grundlage entweder von Uplink-Daten von der Mobilstation oder
Downlink-Daten von dem Netz mit einer Dienstqualität (Quality
of Service; QoS), die eine harte Zeitbeschränkung aufweist, z. B. die verzögerungsempfindlich
ist, anzeigt, geht die Mobilstation in einen aktiven Modus 302 über. In
dieser beispielhaften Ausführungsform
wird während
des aktiven Modus 302 die Mobilstation auf dem Paketverkehrskanal
(Packed Traffic Channel; PTCH) abgestimmt, um Paketdaten zu senden und/oder
zu empfangen. Beim Ablauf eines ersten Nichtaktivitäts-Timers
(T1), z. B. nach einer Sekunde einer Nichtaktivität, bleibt
die Mobilstation auf dem PTCH und möchte in den FPM 306 übergehen.
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Um
sicherzustellen, dass die Mobilstation und die Basisstation in dem
schnellen Ausrufmodus synchronisiert sind, wird vor dem Übergang
in den FPM Zustand 306 ein schneller Ausrufsuchmodus 304 initiiert.
Die Mobilstation überwacht
die Downlink-Daten, wenn sie in dem schnellen Ausrufungssuchmodus
ist, um sich auf die Basisstation-FPM-Phase zu synchronisieren.
Ein beispielhaftes Verfahren zum Synchronisieren des Mobilstations-FPM
mit dem Basisstation-FPM besteht darin von der Mobilstation zu fordern
eine vorgegebene Anzahl von FPM Downlink-Signalen, die von der Basisstation
gesendet werden, zu erfassen. Ein anderes beispielhaftes Verfahren
zum Synchronisieren des Mobilstations-FPM mit dem Basisstation-FPM besteht
darin, explizit einen FPM Identifizierer in den Downlink-Rahmen,
der von der Basisstation gesendet wird, zu kodieren. Wenn die Mobilstation
den FPM Identifizierer in einem Downlink-Burst, der zu ihrem FPM
Typ gehört,
liest, wird sie sich auf die Basisstation synchronisiert haben.
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Sobald
die Mobilstation auf die FPM Phase der Basisstation synchronisiert
ist geht die Mobilstation in den FPM Zustand 306 über. Für den schnellen Ausrufungssuchmodus 304,
wenn die Mobilstation Uplink-Daten zum Senden an die Basisstation
aufweist oder wenn die Mobilstation Daten erfasst, die an die Mobilstation
gerichtet sind, dann kehrt die Mobilstation auf den aktiven Modus 302 zurück. In dem FPM 306,
sobald die Basisstation die Mobilstation für eine MAC Transaktion eingeplant
hat, kehrt die Mobilstation ebenfalls auf den aktiven Modus 302 zurück.
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Während des
FPM Zustands überwacht
die Mobilstation den Downlink-Zeitschlitz mit einer vorgegebenen
variablen Periodizität,
wie von dem FPM Typ angezeigt. Die Basisstation kann dann anstehende
Downlink-Daten (wenn irgendwelche existieren) an die Mobilstation
auf den vorgegebenen Zeitschlitzen senden, ohne die Notwendigkeit
für zeitaufwendige
Ausrufungsprozeduren für
die Einrichtung einer MAC Transaktion. Die Mobilstation überwacht
die vorgegebenen FPM Zeitschlitze, um die Downlink-Daten von der
Basisstation zu empfangen. Die Basisstation verwendet die gleiche
vorgegebene variable Periodizität
wie die Mobilstation und wird die Mobilstation für Uplink-Daten Transaktionen
einplanen, ohne die Notwendigkeit für auf einen Wettbewerb gestützte Zugriffsversuche
der Mobilstation für die
Einrichtung einer MAC Transaktion. Die Mobilstation kann nachfolgende
MAC Transaktionen dadurch einrichten, dass einfach ein Beginn-Rahmen
während
des vorgegebenen Zeitschlitzes gesendet wird, den sie unter Verwendung
der variablen Periodizität, die
von ihren zugewiesenen FPM Typ und der gemessenen Nichtaktivität angezeigt
wird, identifizieren wird. Sobald entweder eine Uplink- oder Downlink-MAC-Transaktion
eingerichtet ist, kehrt die Mobilstation auf den aktiven Modus 302 zurück.
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Während die
Mobilstation in dem FPM 306 ist wird die Mobilstation dann
in einen herkömmlichen Schlafmodus 308 übergehen,
wenn der FPM Nichtaktivitäts-Timer
(T1) abläuft 307,
z. B. nach 30 Sekunden. Während
des Schlafmodus 308, wenn die Mobilstation eine Aufforderung
zum Einrichten einer MAC Transaktion auf Grundlage entweder von
Uplink-Daten von der Mobilstation oder Downlink-Daten von dem Netz
erfasst, dann wird die Mobilstation erneut in den aktiven Modus 302 übergehen.
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In
einer alternativen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung fordert die Mobilstation einen FPM Betrieb
von der Basisstation über
eine explizite Signalisierung an, die zum Beispiel nach einer vorgegebenen
Nichtaktivitätsperiode
nach einer MAC Transaktion gesendet wird. In der FPM Aufforderung kann
die Mobilstation FPM Parameter einbauen, z. B. den Typ von FPM und/oder
eine angeforderte Uplink-Gelegenheitsgröße. In dieser alternativen Ausführungsform
bestätigt
die Basisstation die FPM Aufforderung und, wenn verfügbar, startet
sie das Senden von Übertragungsgelegenheitsanzeigen
an die Mobilstation in dem FPM.
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Um
die Konzepte in Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung weiter
zu erläutern,
illustrieren die 4A und 4B ein
Signal- und Timingdiagramm einer beispielhaften Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. In Bezug auf den Downlink-Betrieb einer
Basisstation und einer Mobilstation der vorliegenden Erfindung werden
Daten von dem Netz empfangen und die Basisstation erfasst, dass eine
hohe QoS bei 430 erwartet wird. Die Basisstation führt eine
Neuzuordnung der Mobilstation auf einen PTCH aus, indem die voranstehend
beschriebene Neuzuordnungs-Nachricht bei 432 einschließlich einer
Anzeige über
den von der Basisstation und der Mobilstation zu verwendenden FPM
Typ gesendet wird. Die Mobilstation stellt, als Antwort auf die
Neuzuordnungsnachricht von der Basisstation, den PTCH 434 ein.
Downlink-Daten und Uplink-Daten (wenn vorhanden) werden bei 436 in Übereinstimmung
mit der Reservierungsplanung der MAC Transaktion ausgetauscht. Nach
der letzten Übertragung der
MAC Session wird der erste Nichtaktivitäts-Timer (T1)
gestartet. Wenn keine weiteren Daten übertragen werden lauft der
erste Nichtaktivitäts-Timer
ab und der FPM beginnt bei 438. Die Mobilstation synchronisiert
sich auf den FPM der Basisstation und überwacht die vorgegebenen Zeitschlitze
nach Downlink-Daten 440. Wenn Downlink-Daten vorhanden
sind dann erfasst die Mobilstation einen Downlink-Beginn-Rahmen,
der eine Downlink-MAC-Transaktion initialisiert. Zwischenzeitlich
plant die Basisstation einen Uplink für die Mobilstation unabhängig davon,
ob die Mobilstation den Uplink-Zeitschlitz verwenden wird oder nicht.
An dem bestimmten Zeitschlitz bestimmt die Basisstation, ob die
Mobilstation einen Uplink-Beginn-Rahmen für eine Uplink-MAC-Transaktion
gesendet hat oder nicht.
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Bezugnehmend
nun auf 4B werden Downlink- und Uplink-Gelegenheiten 442 und 444 wiederholt,
solange wie der FPM Nichtaktivitäts-Timer
(T2) nicht abläuft, wobei zu dieser Zeit die
Mobilstation in einen Schlafmodus übergeht. In einer beispielhaften
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung erhöht
sich die Periodizität
(dargestellt mit 454) zwischen sukzessiven Transaktionen
mit der abgelaufenen Nichtaktivitätszeit. Wenn die Mobilstation über den
Typ des FPM informiert wurde, dann hat die Mobilstation Information
empfangen, die die unterschiedlichen Periodizitätsgrade beschreibt, die von der
Basisstation in Bezug auf die abgelaufene FPM Nichtaktivitätszeit unterstützt werden.
Das heißt,
sobald der FPM beginnt, wird sich die Periodizität der Downlink- und Uplink-Transaktionsgelegenheiten
auf Grundlage der Nichtaktivitätsdauer
zwischen sukzessiven Transaktionen verändern. Da ferner der Typ von
FPM an die Mobilstation von der Basisstation vor der Initiierung
des FPM kommuniziert wird, kann die Mobilstation die Änderungen
in der Periodizität
ohne weitere Anweisungen von der Basisstation vorhersehen.
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Durch
Verändern
der Verzögerung,
während sie
in FPM sind, können
Mobilstationen, die eine höhere
QoS erfordern, Signale mit höherer
QoS empfangen, während
Batterieleistung eingespart wird. Dies ist die Folge teilweise davon,
dass von der Mobilstation nicht gefordert wird, dass sie in dem
aktiven Modus bleibt, um eine höhere
QoS zu empfangen. Zusätzlich
verwendet die vorliegende Erfindung einen gemeinsam verwendeten
Paketdatenkanal für sowohl
nicht-verzögerungsempfindliche
als auch für verzögerungsempfindliche
Dienste. Da der variable FPM spezifische Zeitschlitze für die Mobilstation
reserviert wird die Varianz in der Verzögerung und Ausrufungsverzögerungsprobleme
in herkömmlichen Systemen
beseitigt. Es sei darauf hingewiesen, dass dann, wenn die Zeit zwischen Übertragungsgelegenheiten
ansteigt, auch die Verzögerung
bei der Wiederaufnahme bei einer MAC Transaktion zunehmen kann.
Jedoch ist eine Benutzerwahrnehmung der Effekte, die durch eine
Erhöhung
in der Verzögerung verursacht
werden, typischerweise in einem umgekehrten Zusammenhang zu der
Dauer der Nichtaktivität.
Ferner ist auch die Wahrscheinlichkeit für die Notwendigkeit von zusätzlichen
Transaktionen in einem umgekehrten Zusammenhang zu der Dauer der Nichtaktivität.
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Die
voranstehende Beschreibung hat die Prinzipien bevorzugter Ausführungsformen
und die Betriebsmoden der vorliegenden Erfindung beschrieben. Jedoch
sollte die Erfindung nicht so angesehen werden, dass sie auf die
bestimmten Ausführungsformen,
die voranstehend beschrieben wurden, beschränkt ist. Während die voranstehend beschriebenen
Ausführungsformen
unter Verwendung von TDMA bereitgestellt werden, werden Durchschnittsfachleute
in dem technischen Gebiet erkennen, dass die vorliegende Erfindung
in irgendeiner Anzahl von unterschiedlichen Protokollen in der Praxis
umgesetzt werden können,
wie beispielsweise CDMA, FDMA, TDD, etc. Somit sollten die voranstehend
beschriebenen Ausführungsformen
als illustrativ und nicht als beschränkend angesehen werden, und
es sei darauf hingewiesen, dass in diesen Ausführungsformen von Durchschnittsfachleuten
in dem technischen Gebiet Veränderungen
durchgeführt
werden können,
ohne von dem Umfang der vorliegenden Erfindung abzuweichen, sowie
sie durch die folgenden Ansprüche
definiert wird.