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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Wegwerfwindel, die dazu
eingerichtet ist, auf sie gelangende Körperflüssigkeiten aufzunehmen und zurückzuhalten.
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Als
ein Beispiel für
Wegwerfwindeln ist bereits eine Wegwerfwindel vorgeschlagen worden,
die eine flüssigkeitsdurchlässige obere
Lage, eine flüssigkeitsundurchlässige rückwärtige Lage
und einen zwischen diesen beiden Lagen angeordneten flüssigkeitsabsorbierenden
Kern sowie weiter ein Paar Seitenklappen, die außerhalb einander in Querrichtung gegenüberliegender
Seitenkanten des Kerns liegen und in Längsrichtung der Windel verlaufen,
und ein Paar Lecksperrmanschetten aufweist, die in der Gegend der
einander in Querrichtung gegenüberliegenden
Seitenkanten des Kerns liegen und normalerweise so vorgespannt sind,
dass sie auf der Innenfläche der
Windel aufstehen. Die Seitenklappen sind jeweils durch den zugehörigen Seitenkantenbereich
der rückwärtigen Lage,
der in Querrichtung außerhalb der
zugehörigen
Seitenkante des Kerns liegt und in Längsrichtung der Windel verläuft, und
den zugehörigen äußeren Seitenkantenbereich
der Manschette gebildet, die in Querrichtung außerhalb ihres festen Seitenkantenbereichs
verläuft.
In der Seitenklappe endet der Seitenkantenbereich der oberen Lage
unmittelbar außerhalb
der zugehörigen
Seitenkante des Kerns, während
die zugehörigen
Seitenkantenbereiche der rückwärtigen Lage
bzw. der Manschette in Querrichtung nach außen über den zugehörigen Seitenkantenbereich
der oberen Lage hinaus verlaufen. Eine Wegwerfwindel dieser Art
ist zum Beispiel in den j
apanischen
Patent-Offenlegungsschriften 1996-289902 und
1996-322876 beschrieben.
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Die
Seitenklappen und die Lecksperrmanschetten umgeben die Beine des
Trägers
und bedecken teilweise einen Schritt bereich des Trägers, der anfällig für das Auslaufen
von Körperausscheidungen
und unangenehme Geruchsbildung ist. Zur Vermeidung dieser Probleme
ist es erwünscht,
sowohl die die Wasserbeständigkeit
als auch die Atmungsaktivität
der Seitenklappen und der Manschetten zu verbessern.
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Wenn
eine Kunststofffolie als Ausgangsmaterial für die rückwärtige Lage verwendet wird,
kann eine relativ hohe Wasserbeständigkeit erreicht werden, aber
es ist nicht möglich,
eine gewünschte
Atmungsaktivität
zu erzielen. Selbst wenn die Kunststofffolie bearbeitet wird, um
sie mit feinen Poren zu versehen, ist es nicht möglich, eine ausreichende Atmungsaktivität zu erzielen,
um zu verhindern, dass das Innere der Windel stickig wird.
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Wenn
die rückwärtige Lage
und die Manschetten beide aus einem Vlies gebildet sind, führt die
Bemühung
zur Verbesserung der Wasserbeständigkeit
durch Erhöhen
des Basisgewichts der Kunstharzfaser, die das Vlies bildet, zu einer
Erhöhung
der Faserdichte in dem Vlies und einer entsprechenden Verschlechterung
der Atmungsaktivität.
Andererseits verringert die Bemühung,
die Atmungsaktivität
durch Verringerung des Basisgewichts der Faser, die das Vlies bildet,
zu verbessern, die Faserdichte in dem Vlies und verschlechtert entsprechend
die Wasserbeständigkeit.
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Ein
Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung einer Wegwerfwindel
mit einem Paar Seitenklappen und einem Paar Lecksperrmanschetten,
die einen optimierten Wasserdruck-Widerstand und Atmungswiderstand
aufweisen, so dass sowohl eine ausreichend hohe Wasserbeständigkeit
als auch eine ausreichend hohe Atmungsaktivität in den Seitenklappen und
den Manschetten gewährleistet werden
kann.
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Nach
der vorliegenden Erfindung wird eine Wegwerfwindel bereitgestellt,
aufweisend eine flüssigkeitsdurchlässige obere
Lage, eine flüssigkeitsundurchlässige rückwärtige Lage
und einen dazwischen angeordneten flüssigkeitsabsorbierenden Kern
sowie ein Paar Seitenklappen, die außerhalb einander in Querrichtung
gegenüberliegender
Seitenkanten des Kerns liegen und in Längsrichtung der Windel verlaufen,
wobei die Seitenklappen jeweils von einer atmungsaktiven, flüssigkeits-widerstehenden
ersten Seitenlage, die mit dem zugehörigen Seitenkantenbereich der
oberen Lage, der in der Gegend der zugehörigen Seitenkante des Kerns
liegt, verbunden ist und in Längsrichtung
der Windel verläuft,
sowie mindestens einer atmungsaktiven, flüssigkeits-widerstehenden zweiten
Seitenlage, die mit den zugehörigen
Seitenkantenbereichen der oberen und der rückwärtigen Lage, die beide in der
Gegend der zugehörigen
Seitenkante des Kerns liegen, oder zumindest mit dem zugehörigen Seitenkantenbereich
der rückwärtigen Lage
verbunden ist und unter der ersten Seitenlage in Längsrichtung
der Windel verläuft,
gebildet sind, wobei die erste und die zweite Seitenlage beide einen
Wasserdruck-Widerstand von 100 bis 1.500 mm und einen Atmungswiderstand
von 0,03 bis 0,8 kPa·s/m
aufweisen, die Seitenkantenbereiche der oberen und der rückwärtigen Lage
unmittelbar außerhalb
der zugehörigen
Seitenkante des Kerns enden und die erste und die zweite Seitenlage nach
außen über die
zugehörigen
Seitenkantenbereiche der oberen und der rückwärtigen Lage hinaus verlaufen,
der Wasserdruck-Widerstand
durch Erhöhen
des Basisgewichts einer Seitenlage und durch Verringern der Faserzwischenräume darin
erhöht werden
kann und die erste Seitenlage einen höheren Wasserdruck-Widerstand
als die zweite Seitenlage aufweist.
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Bei
der Wegwerfwindel nach der vorliegenden Erfindung sind die Seitenklappen
jeweils durch die erste und die zweite Seitenlage gebildet, die
einen Wasserdruck-Widerstand von 100 bis 1.500 mm und einen Atmungswiderstand
von 0,03 bis 0,8 kPa·s/m
aufweisen. Durch Einstellen dieser Widerstandswerte in diesen jeweiligen
Bereichen wird sichergestellt, dass die Seitenklappe einen ausreichend
hohen Wasserdruck-Widerstand sowie eine ausreichend hohe Atmungsaktivität aufweist.
Als Folge kann das Auslaufen von Körperausscheidungen, das ansonsten
durch die Seitenklappe auftritt, zuverlässig verhindert werden, und
die in der Windel entstehende Feuchtigkeit kann zuverlässig nach
außen entlüftet werden,
um unerwünschte
Stickigkeit zu vermeiden, die ansonsten in der Windel entsteht.
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Bei
der Windel 1 mit dem Paar Lecksperrmanschetten ist sichergestellt,
dass diese Manschetten einen ausreichend hohen Wasserdruck-Widerstand
sowie eine ausreichend hohe Atmungsaktivität aufweisen, soweit der Atmungswiderstand
der ersten Seitenlage in einem Bereich von 0,03 bis 0,8 kPa·s/m eingestellt
ist. Auf diese Weise kann die Windel verhindern, dass darauf gelangende
Körperausscheidungen
durch die Manschetten auslaufen, und kann die Feuchtigkeit nach
außen
durch die Manschetten abführen,
um unerwünschte
Stickigkeit zu vermeiden, die ansonsten in der Windel entsteht.
Weiter wird dadurch, dass der Wasserdruck-Widerstand der ersten
Seitenlage höher
als der der zweiten Seitenlage(n) eingestellt wird, wirksam das
Auslaufen von Körperausscheidungen
verhindert, das ansonsten durch die Manschetten zu den Seitenklappen
hin auftritt, und gleichzeitig wird das Auslaufen von Körperausscheidungen
verhindert, das ansonsten durch die erste Seitenlage zu der (den)
zweiten Lage(n) hin auftritt.
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Die
Seitenklappe mit der ersten Seitenlage und zwei oder mehr zweiten
Seitenlagen ist effektiver als die Seitenklappe mit der ersten Seitenlage
und einer einzigen zweiten Seitenlage hinsichtlich der Verbesserung
ihres Wasserdruck-Widerstands, und die Windel mit einer solchen
Seitenklappe ist besonders als Windel für Erwachsene geeignet, die
relativ große Mengen
Körperausscheidungen
ausscheiden.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1 zeigt
eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer Wegwerfwindel
nach der vorliegenden Erfindung im Teilschnitt.
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2 zeigt
eine Schnittansicht entlang der Linie A-A in 1.
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3 zeigt
eine Ansicht ähnlich
wie 1 für
eine alternative Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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4 zeigt
eine Schnittansicht entlang der Linie B-B in 3.
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AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Die
Einzelheiten einer Wegwerfwindel nach der vorliegenden Erfindung
werden aus der nachstehenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die
anliegenden Zeichnungen besser verständlich.
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1 zeigt
eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer Wegwerfwindel
nach der vorliegenden Erfindung im Teilschnitt, und 2 zeigt
eine Schnittansicht entlang der Linie A-A in 1. Eine
Windel 1 weist im Wesentlichen eine flüssigkeitsdurchlässige obere
Lage 2, eine flüssigkeitsundurchlässige rückwärtige Lage 3 und
einen flüssigkeitsabsorbierenden
Kern 4 auf, der zwischen der oberen und der rückwärtigen Lage 2 und 3 angeordnet
und mit der Innenfläche
mindestens einer dieser beiden Lagen 2 und 3 verbunden
ist. Vom Aufbau her weist die Windel 1 einen vorderen Taillenbereich 20,
einen hinteren Taillenbereich 22 und einen Schrittbereich 21 auf,
der in Längsrichtung
der Windel 1 gesehen zwischen diesen vorderen hinteren Taillenbereichen 20 und 22 verläuft. Weiter
weist die Windel 1 ein Paar Seitenklappen 5, die
in Längsrichtung
der Windel 1 außerhalb
einander in Querrichtung gegenüberliegender
Seitenkanten 4a des Kerns 4 verlaufen, sowie ein
Paar Lecksperrmanschetten 6a auf, die normalerweise so
vorgespannt sind, dass sie auf der Innenfläche der Windel 1 aufstehen.
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Die
Seitenklappen 5 weisen einerseits jeweils eine erste Seitenlage 6,
die mit einem Seitenkantenbereich 2a der oberen Lage 2 in
der Gegend der Seitenkante 4a des Kerns 4 verbunden
ist und in Längsrichtung
der Windel 1 verläuft,
und andererseits eine zweite Seitenlage 7 auf, die mit
einem Seitenkantenbereich 3a der rückwärtigen Lage 3 in der Gegend
der Seitenkante 4a des Kerns 4 verbunden ist und
in Längsrichtung
der Windel 1 verläuft.
Von der Seitenklappe 5 liegt die erste Seitenlage 6 über der
oberen Lage 2, und die zweite Lage 7 liegt unter der
ersten Seitenlage 6. Sowohl die erste als auch die zweite
Seitenlage 6 und 7 sind aus einem Vlies aus thermoplastischen
Kunstharzfasern gebildet. Im Schrittbereich 21 weist die
Seitenklappe 5 eine äußere Kontur
auf, die seitlich nach innen zur Windel 1 hin gebogen ist
und einen Kreisbogen beschreibt, so dass die Windel 1 als
Ganzes eine Sanduhrform aufweist. Die Seitenklappe 5 ist
zwischen der ersten und der zweiten Lage 6 und 7 mit
einem elastisch dehnbaren Beinöffnungselement 8 versehen,
das unter Spannung an der Innenfläche der ersten und/oder der
zweiten Seitenlage 6 und 7 befestigt ist.
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Die
erste Seitenlage 6 verläuft
nach innen zur Windel 1 vom Seitenkantenbereich 2a der
oberen Lage 2, um die jeweiligen Lecksperrmanschetten 6a zu
bilden. Die Lecksperrmanschette 6a weist einen festen Seitenkantenbereich 6a1,
der entlang ihres Seitenkantenbereichs 2a mit Hilfe von
Kleber mit der oberen Fläche
der oberen Lage 2 verbunden ist und in Längsrichtung
der Windel 1 verläuft,
einen freien Seitenkantenbereich 6a2, der innerhalb des
festen Seitenkantenbereichs 6a1 liegt und in Längsrichtung der
Windel 1 verläuft,
sowie einander in Längsrichtung
gegenüberliegende
feste Endbereiche 6a3 auf, die mit der oberen Fläche der
oberen Lage 2 verbunden sind, da sie nach innen zur Windel 1 zusammenfallen.
Der freie Seitenkantenbereich 6a2 ist mit einem elastisch
dehnbaren Element 9 versehen, das in Längsrichtung der Windel 1 verläuft und
unter Spannung so daran befestigt ist, dass ein Teil des freien Seitenkantenbereichs 6a2 das
Element 9 umgeben kann.
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Die
erste und die zweite Seitenlage 6 bzw. 7 weisen
jeweils einen Wasserdruck-Widerstand von 100 bis 1.500 mm und einen
Atmungswiderstand von 0,03 bis 0,8 kPa·s/m auf. Der Atmungswiderstand liegt
vorzugsweise in einem Bereich von 0,05 bis 0,6 kPa·s/m.
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Der
Wasserdruck-Widerstand der Seitenlagen kann zum Beispiel durch Erhöhen des
Basisgewichts der Kunstharzfasern, die das Vlies bilden, und durch
Verringern der Faserzwischenräume
darin erhöht
werden. Der Atmungswiderstand kann zum Beispiel durch Verringern
des Basisgewichts der das Vlies bildenden Fasern und Vergrößern der
Faserzwischenräume
darin verringert werden. Die Erhöhung
des Wasserdruck-Widerstands und die Verringerung des Atmungswiderstands
stehen daher in Widerspruch zueinander. Es ist jedoch möglich, dass sowohl
die Seitenklappen 5 als auch die Manschetten 6a der
Windel 1 nach der vorliegenden Erfindung einen ausreichend
hohen Wasserdruck-Widerstand sowie eine ausreichend hohe Atmungsaktivität aufweisen,
ohne den Wasserdruck-Widerstand und die Atmungsaktivität zu beeinträchtigen,
indem der Wasserdruck-Widerstand und der Atmungswiderstand der ersten
und der zweiten Seitenlage 6 und 7 in den vorstehend
beschriebenen Bereichen eingestellt werden.
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Ein
Wasserdruck-Widerstand der Seitenlagen 6 und 7 von
weniger als 100 mm könnte
bisweilen zum Auslaufen und Austreten von Körperausscheidungen durch diese
Seitenlagen 6 und 7 führen. Ein Wasserdruck-Widerstand
der Seitenlagen 6 und 7 von mehr als 1.500 mm
würde jedoch
andererseits unvermeidlich das Basisgewicht der Fasern erhöhen, die
diese Seitenlagen 6 und 7 bilden, und damit auch die
Faserdichte des Vlieses. Die Steifigkeit der Seitenlagen 6 und 7 würde entsprechend
zunehmen, so dass die Seitenklappen 5 und die Manschetten 6a dem
Träger
der Windel ein unangenehmes Gefühl vermitteln,
da diese Seitenklappen 5 und Manschetten 6a mit
dem Schritt des Trägers
in Berührung
kommen.
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Ein
Atmungswiderstand der Seitenlagen 6 und 7 von
weniger als 0,03 kPa·s/m
würde das
Basisgewicht der Fasern, die die Seitenlagen 6 und 7 bilden,
auf ein Maß verringern,
bei dem der Wasserdruck-Widerstand der Seitenlagen 6 und 7 in
nicht akzeptabler Weise verringert ist und diese beein trächtigt werden
und reißen.
Andererseits würde
ein Atmungswiderstand der Seitenlagen 6 und 7 von mehr
als 0,8 kPa·s/m
das Basisgewicht der Fasern erhöhen,
die die Seitenlagen 6 und 7 bilden, und dementsprechend
deren Atmungsaktivität
verschlechtern. Folglich wäre
es einer solchen Windel 1 nicht möglich, Feuchtigkeit aus dem
Inneren der Windel 1 durch die Seitenklappen 5 und
die Manschetten 6a nach außen abzuführen und das Entstehen von Stickigkeit
im Inneren der Windel 1 zu verhindern.
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Der
Wasserdruck-Widerstand und der Atmungswiderstand der Seitenklappe 5 sind
im Wesentlichen doppelt so hoch wie die der ersten und zweiten Seitenlagen 6 und 7,
da die Seitenklappe 5 durch diese übereinander gelegten ersten
und zweiten Lagen 6 und 7 gebildet ist. Bezüglich der
Steifigkeit gilt dies nicht, denn es ist nicht zu erwarten, dass die
Steifigkeit einer der ersten und der zweiten Seitenlagen 6 und 7 die
Steifigkeit der anderen erhöht, obwohl
die Seitenklappe 5 aus diesen übereinander gelegten ersten
und zweiten Seitenlagen 6 und 7 besteht.
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In
der Seitenklappe 5 enden die Seitenkantenbereiche 2a und 3a der
oberen und der rückwärtigen Lage 2 bzw. 3 unmittelbar
außerhalb
der zugehörigen
Seitenkante 4a des Kerns 4, und die erste und die
zweite Seitenlage 6 und 7 verlaufen nach außen über die
zugehörigen
Seitenkantenbereiche 2a und 3a der oberen und
der rückwärtigen Lage 2 und 3, wie
in 2 gezeigt. Die zweite Seitenlage 7 ist
teilweise zwischen den zugehörigen
Seitenkantenbereichen 2a und 3a der oberen und
der rückwärtigen Lage 2 und 3 angeordnet
und mit den zugehörigen Seitenkantenbereichen 2a und 3a der
oberen und der rückwärtigen Lage 2 und 3 verbunden.
Die erste und die zweite Seitenlage 6 und 7 sind übereinander
gelegt, und in dieser relativen Position sind ihre Innenflächen intermittierend
mit Hilfe von Kleber miteinander verbunden. Die Manschetten 6a wirken
mit der oberen Lage 2 zusammen, um ein Paar Taschen P zu bilden,
die sich quer zur Windel 1 nach innen öffnen. Eine alternative Anordnung
ist ebenfalls möglich,
bei der die zweiten Seitenlagen 7 unter der rückwärtigen Lage 3 liegen
und teilweise mit den jeweiligen Seitenkantenbereichen 3a der
rückwärtigen Lage 3 verbunden
sind.
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Der
vordere und der hintere Taillenbereich 20 und 22 der
Windel 1 sind jeweils entlang ihrer Längsenden mit folienartigen,
elastisch dehnbaren Taillenöffnungselementen 10 versehen,
die in Querrichtung zwischen der oberen und der rückwärtigen Lage 2 und 3 verlaufen
und unter Spannung an der Innenfläche der oberen und/oder der
rückwärtigen Lage 2 und 3 befestigt
sind. Im hinteren Taillenbereich 22 sind die körpernahen
Endbereiche zweier Klebestreifen 11, die quer zur Windel 1 nach
innen verlaufen, jeweils an den Seitenklappen 5 befestigt.
Im vorderen Taillenbereich 20 ist ein rechteckiger Aufnahmestreifen 12 so
an der Oberfläche
der rückwärtigen Lage 3 angebracht,
dass die Klebestreifen 11 auf diesem Aufnahmestreifen 12 verankert
werden können.
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Unter
Hinweis auf 1 werden die elastisch dehnbaren
Beinöffnungselemente 8,
die elastischen Taillenöffnungselemente 10 und
die elastischen Elemente 9, die mit den Manschetten 6a entlang
ihrer freien Seitenkantenbereiche 6a2 verbunden sind, bezüglich ihrer
Spannung entlastet, wodurch entlang der jeweiligen Längsenden
des vorderen und des hinteren Taillenbereichs 20 und 22 sowie entlang
der jeweiligen freien Seitenkantenbereiche 6a2 der Manschetten 6a Raffungen
gebildet werden. Wie gezeigt, ist die Windel 1 mit ihrer
Innenfläche nach
innen gebogen, und das Zusammenziehen der an den jeweiligen freien
Seitenkantenbereichen 6a2 der Manschetten 6a befestigten
elastischen Elemente bewirkt, dass die jeweiligen freien Seitenkantenbereiche 6a2 der
Manschetten 6a auf der Innenfläche der Windel 1 aufstehen.
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Die
Windel 1 wird mit den zwei Beinöffnungen und der Taillenöffnung (nicht
gezeigt) ausgebildet, wenn die jeweiligen freien Seitenkantenbereiche der
Klebestreifen 11 mit Hilfe von druckempfindlichem Kleber
(nicht gezeigt), der auf den Innenflächen der freien Seitenkantenbereiche
aufgebracht ist, auf dem Aufnahmestreifen 12 befestigt
werden.
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3 zeigt
eine Ansicht ähnlich
wie 1 für
eine alternative Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, und 4 zeigt
eine Schnittansicht entlang der Linie B-B in 3. Diese
alternative Ausführungsform
der Windel 1 ähnelt
der in 1 gezeigten darin, dass die Windel 1 die
obere Lage 2, die rückwärtige Lage 3,
den zwischen der oberen und der rückwärtigen Lage 2 und 3 angeordneten
Kern 4, die Seitenklappen 5, die außerhalb
der einander in Querrichtung gegenüberliegenden Seitenkanten 4a des
Kerns 4 liegen und in Längsrichtung
der Windel 1 verlaufen, und die Lecksperrmanschetten 6a aufweist,
die normalerweise so vorgespannt sind, dass sie auf der Innenfläche der
Windel 1 aufstehen, und vom Aufbau her den vorderen Taillenbereich 20,
den hinteren Taillenbereich 22 und den zwischen dem vorderen
und dem hinteren Taillenbereich 20 und 22 verlaufenden
Schrittbereich 21 aufweist.
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Bei
der in 3 gezeigten Windel 1 weist die Seitenklappe 5 die
Seitenlage 6, die mit dem zugehörigen Seitenkantenbereich 2a der
oberen Lage 2 verbunden ist und in Längsrichtung der Windel 1 verläuft, sowie
zwei zweite Seitenlagen 7a und 7b auf, die mit
dem zugehörigen
Seitenkantenbereich 2a der oberen Lage 2 bzw.
mit dem zugehörigen
Seitenkantenbereich 3a der rückwärtigen Lage 3 verbunden sind,
die beide in Längsrichtung
der Windel 1 verlaufen.
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Die
zweiten Seitenlagen 7a und 7b sind übereinander
gelegt, und in dieser relativen Position sind ihre Innenflächen intermittierend
mit Hilfe von Kleber miteinander verbunden. Die erste Seitenlage 6 und
die zweiten Seitenlagen 7a und 7b weisen jeweils
einen Wasserdruck-Widerstand von 100 bis 1.500 mm und einen Atmungswiderstand
von 0,03 bis 0,8 kPa·s/m
auf. Der Atmungswiderstand liegt vorzugsweise in einem Bereich von
0,05 bis 0,6 kPa·s/m.
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Nach
dieser alternativen Ausführungsform der
Windel 1 weist die Seitenklappe 5 einen Wasserdruck-Widerstand
und einen Atmungswiderstand auf, die im Wesentlichen drei Mal so
hoch wie die der ersten und der zweiten Seitenlage 6 und 7a und 7b sind, weil
die Seitenklappe 5 aus diesen übereinander gelegten ersten
und zweiten Lagen 6 sowie 7a und 7b gebildet
ist. Im Vergleich zu der vorherigen Ausführungsform der Windel 1,
bei der die Seitenklappe 5 die erste Seitenlage 6 und
eine einzige zweite Seitenlage 7 aufweist, weist die Seitenklappe 5 bei
dieser alternativen Ausführungsform
einen verbesserten Wasserdruck-Widerstand auf, der zum Teil ihre
Atmungsaktivität
beeinträchtigt.
Daher ist die Windel 1 mit dieser alternativen Ausführungsform
der Seitenklappen 5 als Windel ausschließlich für Erwachsene geeignet,
die relativ große
Mengen Körperausscheidungen
ausscheiden. Bei dieser Ausführungsform
ist auch nicht zu befürchten,
dass die Steifigkeit einer der zweiten Seitenlagen 7a und 7b die
Steifigkeit der anderen erhöht
und folglich die Steifigkeit der Seitenklappe 5 als Ganzes
sich gegenüber
den jeweiligen Lagen 6 sowie 7a und 7b verdreifachen
könnte,
obwohl die zweiten Seitenlagen 7a und 7b übereinander
gelegt sind.
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Wie
aus 4 ersichtlich, enden die Seitenkantenbereiche 2a und 3a der
oberen bzw. der rückwärtigen Lage 2 und 3 unmittelbar
außerhalb
der zugehörigen
Seitenkante 4a des Kerns 4, und die erste und
die zweite Seitenlage 6 sowie 7a und 7b verlaufen
nach außen über die
zugehörigen
Seitenkantenbereiche 2a und 3a der oberen und
der rückwärtigen Lage 2 und 3 hinaus.
Die zweiten Seitenlagen 7a und 7b sind zwischen
den zugehörigen
Seitenkantenbereichen 2a und 3a der oberen bzw.
der rückwärtigen Lage 2 und 3 angeordnet,
und die zweite Lage 7a ist mit Hilfe von Kleber an der
oberen Lage 2 befestigt, während die zweite Lage 7b mit
Hilfe von Kleber an der rückwärtigen Lage 3 befestigt
ist. Die erste und die zweite Seitenlage 6 sowie 7a und 7b sind übereinander
gelegt, und in dieser relativen Position sind ihre Innenflächen intermittierend
mit Hilfe von Kleber miteinander verbunden.
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Die
vorliegende Erfindung kann auch in einer Weise realisiert werden,
dass die Windel 1 keine Lecksperrmanschetten 6a aufweist.
In diesem Fall verläuft
die erste Seitenlage 6 nicht mehr nach innen über den
zugehörigen
Seitenkantenbereich 2a der oberen Lage 2 hinaus
quer zur Windel 1, sondern kann an dem zugehörigen Seitenkantenbereich 2a der
oberen Lage 2 enden, und der Teil der ersten Seitenlage 6,
der über
oder unter dem zugehörigen
Seitenkantenbereich 2a der oberen Lage 2 liegt,
ist mit der oberen oder unteren Fläche der oberen Lage 2 verbunden.
Es ist auch möglich,
die Seitenklappe 5 durch drei oder mehr zweite Seitenlagen
zu bilden, die auf die erste Seitenlage 6 gelegt werden.
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Der
Wasserdruck-Widerstand der ersten Seitenlage 6 und der
zweiten Seitenlagen 7, 7a und 7b wird
vorzugsweise so eingestellt, dass die Beziehung erste Seitenlage > zweite Lagen gegeben
ist. Unter den Körperausscheidungen
enthält
Stuhl eine relativ große
Menge organische Substanzen wie Proteine und Lipide und weist daher
eine relativ geringe Oberflächenspannung
auf dem Vlies auf. Ist die dieses Vlies bildende Faser ein Polyolefinharz,
kann Stuhl aufgrund der Affinität
zwischen den organischen Substanzen im Stuhl und dem Polyolefinharz
das Vlies leichter durchdringen. Bei der Windel 1 nach der
vorliegenden Erfindung kann der Wasserdruck-Widerstand der ersten
Seitenlage 6 höher
eingestellt werden als der der zweiten Seitenlagen 7, 7a und 7b,
wie vorstehend beschrieben, um nicht nur das unerwünschte Auslaufen
von Stuhl aus der Manschette 6a zur Seitenklappe 5 hin
zu vermeiden, sondern um auch das unerwünschte Auslaufen von Stuhl von
der ersten Seitenlage 6 zu den zweiten Seitenlagen 7, 7a und 7b hin
zu vermeiden.
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Die
Erfinder haben den Atmungswiderstand der ersten Seitenlage 6 und
der zweiten Lagen 7, 7a und 7b mit dem
Modell KES-F8 von KATO TECH Co., Ltd., gemessen. Das Messen des
Atmungswiderstands wurde fünf
Mal für
jede Probe durch geführt, und
Durchschnittswerte dieser fünf
Messungen wurden als der Atmungswiderstand der ersten Seitenlage 6 und
der zweiten Seitenlagen 7, 7a und 7b erhalten.
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Die
obere Lage 2 kann aus einem flüssigkeitsdurchlässigen Vlies
oder einer porösen
Kunststofffolie gebildet sein und vorzugsweise aus einer flüssigkeitsdurchlässigen hydrophilen
Lage. Die rückwärtige Lage 3 kann
aus einer Kunststofffolie oder einer Laminatlage bestehend aus einem
hydrophoben Vlies und einer Kunststofffolie gebildet sein.
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Das
Vlies kann ausgewählt
werden aus einer Gruppe bestehend aus einem Spun-Lace-, Nadel-, Schmelzblas,
Thermobond-, Spinn- und chemisch gebundenen Vlies. Darüber hinaus
kann auch ein SMS-Vlies nützlich
sein, das aus einem Schmelzblas-Vlies mit einer hohen Wasserbeständigkeit
besteht, das im Sandwich zwischen zwei Lagen eines Spinnvlieses
angeordnet ist, die jeweils eine hohe Festigkeit und Weichheit aufweisen.
Das SMS-Vlies kann durch Anordnen des Schmelzblas-Vlieses im Sandwich
zwischen den beiden Lagen des Spinnvlieses und anschließendes Verbinden
des Schmelzblas-Vlieses und der Spinnvliese mit einem Pressverfahren
hergestellt werden. Als Komponentenfasern für das Vlies stehen Polyolefin-,
Polyester- und Polyamidfasern sowie Verbundfasern aus Polyethylen/Polypropylen
oder Polyester und dergleichen zur Verfügung.
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Der
Kern 4 besteht aus einer Mischung von Fluff-Zellstoff und
hoch absorbierenden Polymerpartikeln, die zu einer gewünschten
Dicke zusammengepresst und vollständig mit einer wasserdurchlässigen Lage
(nicht gezeigt) wie zum Beispiel Tissuepapier bedeckt sind. Das
Bonden des Kerns 4, der elastischen Elemente 8, 9 und 10 und
der Lagen 2, 3, 6 sowie 7, 7a und 7b kann
mit einem geeigneten Kleber wie zum Beispiel Schmelzkleber oder
druckempfindlichem Kleber oder einem Heißsiegelverfahren erfolgen.