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GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft allgemein Aluminid-Beschichtungen
und betrifft spezieller ein einstufiges Verfahren zum Erzeugen von
Edelmetall-Aluminid-Diffusionsbeschichtungen.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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In
der Technik der Gasturbinentriebwerke werden hochtemperaturkorrosions-
und oxidationsbeständige
Schutzbeschichtungen für
Legierungkomponenten auf Nickel- und Cobaltbasis benötigt, wie
beispielsweise für
Flügel
und Schaufeln. Diese Beschichtungen sind besonders verwendbar bei
der neuen Generation von Gasturbinentriebwerken, die so ausgelegt
sind, dass sie für
eine größere Triebwerkleistung
und Kraftstoffausnutzung bei höheren
Turbineneinlasstemperaturen betrieben werden.
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Aluminid-Diffusionsbeschichtungen
sind zum Schutz von Legierungskomponenten im Turbinenteil von Gasturbinentriebwerken
verwendet worden. Im Allgemeinen wird eine Aluminid-Diffusionsbeschichtung
erzeugt, indem ein Pulver auf Aluminiumbasis auf ein Legierungssubstrat
aufgebracht und erhitzt wird, um das Aluminium in das Substrat einzudiffundieren.
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In
Aluminid-Diffusionsbeschichtungen können Chrom oder Mangan einbezogen
werden, um deren Hochtemperaturkorrosions-/Oxidationsbeständigkeit
zu erhöhen.
Darüber
hinaus hat die Zugabe von Edelmetallen, wie beispielsweise Platin,
um Platin-Aluminid-Beschichtungen zu schaffen, die Hochtemperaturoxidationsbeständigkeit
deutlich erhöht.
Allerdings erfordert die Erzeugung dieser modifizierten Aluminid-Beschichtungen
zusätzliche
Verarbeitungsschritte und kompliziertere Betriebsbedingungen der
Diffusionswärmebehandlung.
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Spezielle
Beispiele bekannter Beschichtungsprozesse schließen die Schaffung einer an
Platin angereicherten Aluminid-Oberfläche ein, indem ein dünner Film
von Platin auf ein sorgfältig
gereinigtes Legierungssubstrat galvanisch abgeschieden wird und
der dünne
Platinfilm mit einer Aluminiumaufdampfung versehen wird, indem eine
aktivierte aluminiumhaltige Beschichtung mit Hilfe einer Pulverzementierung,
der CVD, mit Hilfe des thermischen Spritzens oder anderer bekannter
Auftragsmethoden aufgebracht wird und anschließend das beschichtete Substrat
bei einer Temperatur für
eine Zeitdauer erhitzt wird, die ausreichend ist, um die an Platin
angereicherte Aluminium-Diffusionsbeschichtung
zu erzeugen. Wahlweise kann das Platin in das Substrat entweder
vor oder nach der Aufbringung des Aluminiums eindiffundiert werden.
Ebenfalls ist die Erzeugung der modifizierten Aluminid-Diffusionsbeschichtung
unter Einsatz eines sequentiellen zweistufigen elektrophoretischen
Abscheidungsprozesses mit einer Diffusionswärmebehandlung nach jedem der
elektrophoretischen Abscheidungsschritte bekannt, wie beispielsweise
in dem Dokument des Standes der Technik
EP 0491414 A1 beschrieben
wurde (siehe auch die
US-P-5057196 von
Creech et al., die hiermit als Fundstelle einbezogen sind).
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Bei
allen aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren gelangt eine
mehrstufige Auftragsprozedur zur Anwendung, um sequentiell eine
an Platin angereicherte Schicht und eine aluminiumhaltige Schicht
aufzutragen, gefolgt von einer Diffusionswärmebehandlung, um modifizierte
Edelmetall-Aluminid-Beschichtungen zu schaffen. Diese mehrstufigen
Prozesse sind kostspielig und zeitaufwändig und lassen die Erzeugung
des Auftrags derartiger Beschichtungen aus kommerzieller Sicht weniger
vorteilhaft erscheinen. Obgleich die Kosten von Edelmetallen und
Metallen der Chrom-Gruppe, die in die modifizierten Aluminid-Beschichtungen
einbezogen sind, bedeutende Kosten der Beschichtungen darstellen,
sind die Kosten in Verbindung mit den Verarbeitungsverfahren und
gleichbedeutende wenn nicht größere Kosten
der Beschichtungen.
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Es
besteht ein Bedarf nach Verfahren zur Rationalisierung der Prozesse
der Edelmetall-Aluminid-Beschichtung,
um den Wirkungsgrad zu verbessern, die Kosten zu senken und für Substrate
aus Legierungen auf Basis von Nickel oder Cobalt eine wirksame korrosions-
und/oder oxidationsbeständige
Schutzüberzüge zu gewähren. Auf
diesen Bedarf ist die vorliegende Erfindung gerichtet.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Beschreibt
die vorliegende Erfindung allgemein, so wird ein „einstufiges" Verfahren zum Erzeugen
einer Aluminid-Diffusionsbeschichtung gewährt. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
werden zwei oder mehrere pulverförmige
Metalle oder Metalllegierungen aufgebracht und gemeinsam in das
Metallsubstrat diffundiert und bevorzugt unter Anwendung eines mehrstufigen
Wärmebehandlungsprozesses.
Dieses Verfahren steht im Gegensatz zu der Technologie des Standes
der Technik, wo pulverförmige
Metalle separat aufgebracht und in das Substrat diffundiert werden.
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Mit
dem erfindungsgemäßen einstufigen
Verfahren kann eine Vielzahl von pulverförmigen Metallen aufgebracht
werden. Im Allgemeinen weisen die Beschichtungszusammensetzungen
vorzugsweise eine Mischung auf aus: (1) einem Platinpulver und (2)
einer aluminiumhaltigen Komponente. In das Platinpulver ist bevorzugt
Silicium entweder als ein Vorlegierungspulver oder als ein Legierungspulver
einbezogen. In einer der Ausführungsformen
ist in die aluminiumhaltige Komponente ein Aluminiumlegierungspulver
einbezogen, das Aluminium und Chrom aufweist, obgleich in einigen
bevorzugten Ausführungsformen
auch Mangan zugesetzt ist In anderen bevorzugten Ausführungsformen
wird ein Aluminiumpulver entweder zusätzlich oder an Stelle des Aluminiumlegierungspulvers
verwendet In noch anderen bevorzugten Ausführungsformen werden Hafnium,
Yttrium und/oder Lanthan zu einem der vorgenannten Pulver zugegeben
oder werden separat der rohen Beschichtungszusammensetzung zugesetzt.
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In
der vorstehend beschriebenen Beschichtungszusammensetzung kann ein
Teil oder das gesamte Platin in dem Platinpulver durch andere Metalle
der Edelmetallgruppe ersetzt werden, wie beispielsweise Palladium,
Ruthenium und Rhodium.
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Unabhängig von
den zur Anwendung gelangenden Metallen werden alle Metalle in dem
erfindungsgemäßen einstufigen
Verfahren gemeinsam durch Diffusion in das Substrat eingebracht.
Um dieses zu erreichen, wird bevorzugt ein mehrstufiger Wärmebehandlungsprozess
eingesetzt. Bei dem mehrstufigen Wärmebehandlungsprozess wird
das mit Pulver bedeckte Substrat zunächst bis zu einer ersten Temperatur
erhitzt, um den Diffusionsprozess einzuleiten, und wird anschließend bis
zu einer zweiten Temperatur erhitzt, um die Diffusion zu vervollständigen.
In einigen Ausführungsformen
wird auch eine Vor-Diffusionswärmebehandlung
angewendet.
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Eine
der Aufgaben der vorliegenden Erfindung ist die Gewährung eines
wirtschaftlichen Verfahrens zur Schaffung von Edelmetall-Aluminid-Diffusionsbeschichtungen.
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Weitere
Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der
nachfolgenden Beschreibung offensichtlich.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1 ist
eine graphische Darstellung des Zusammensetzungsprofils einer Platin-Aluminid-Diffusionsbeschichtung
bekannter Ausführung;
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2 ist
ein gescanntes Bild einer Mikrophotographie einer der Ausführungsformen
einer nach Beispiel 1 der vorliegenden Erfindung einstufig hergestellten,
mit Platin-Silicium angereicherten Aluminid-Diffusionsbeschichtung;
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3 ist
ein gescanntes Bild einer Mikrophotographie einer der Ausführungsformen
eines nach Beispiel 2 der vorliegenden Erfindung unter Anwendung
eines Elektrophoresebades hergestellten, mit einer Platin-Silicium
angereicherten Aluminid-Diffusionsbeschichtung versehenen Probekörpers;
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4 ist
ein gescanntes Bild einer Mikrophotographie einer der Ausführungsformen
eines Probekörpers
auf Basis einer Nickellegierung, der mit einer nach Beispiel 3 der
vorliegenden Erfindung unter Anwendung einer Aufschlämmung der
Beschichtungszusammensetzung mit einer Platin-Silicium-Mangan angereicherten
Aluminid-Diffusionsbeschichtung beschichtet ist;
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5 ist
ein gescanntes Bild einer Mikrophotographie einer der Ausführungsformen
eines Stiftes auf Basis einer Nickellegierung, der mit einer Platin-Silicium-Mangan
angereicherten Aluminid-Diffusionsbeschichtung
beschichtet ist, die nach Beispiel 4 der vorliegenden Erfindung
unter Anwendung eines Elektrophoresebades hergestellt ist;
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6 ist
ein gescanntes Bild einer Mikrophotographie einer der Ausführungsformen
einer Platin-Silicium
angereicherten Aluminid-Beschichtung einer Legierung auf Nickelbasis,
die nach Beispiel 5 der vorliegenden Erfindung hergestellt ist;
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7 ist
eine graphische Darstellung der Abnahme des spezifischen Gewichts
von Platin-Aluminid-Beschichtungen
der vorliegenden Erfindung in Abhängigkeit von der Zeit, wenn
diese einem dynamischen Oxidationsversuch unterzogen werden;
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8 ist
eine schematische Ansicht (teilweise im gebrochenen Schnitt) einer
typischen Turbinenschaufel mit einer Beschichtung des erfindungsgemäß diffundierten
Plantin-Aluminids der vorliegenden Erfindung.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
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Zum
besseren Verständnis
der Grundsätze
der Erfindung wird nun auf bevorzugte Ausführungsformen Bezug genommen
und zur Beschreibung derselben eine spezielle Terminologie verwendet.
Nichtsdestoweniger gilt als selbstverständlich, dass damit keine Beschränkung des
Schutzumfanges der Erfindung zu verstehen ist. Als einbezogen gelten
alle Änderungen
und weiteren Modifikationen in den beschriebenen Verfahren, Beschichtungen
oder Zusammensetzungen sowie alle weiteren Anwendungen der Grundsätze der
Erfindung, wie sie hierin beschrieben wurde, die für einen
Fachmann auf dem Gebiet, auf das sich die Erfindung bezieht als
selbstverständlich
erscheint.
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Wie
vorstehend kurz beschrieben wurden, gewährt die vorliegende Erfindung
ein „einstufiges" Verfahren zum Erzeugen
von Edelmetall-Aluminid-Diffusionsbeschichtungen auf metallischen
Substraten. Obgleich die vorliegende Erfindung eine vorteilhafte
Anwendung bei der Erzeugung von Edelmetall-Aluminid-Beschichtungen auf Substraten
auf Nickel- und Cobaltbasis findet, ist sie besonders nützlich beim Reparieren
und erneuten Beschichten metallischer Substrate, die fehlerhafte
Edelmetall-Aluminid-Beschichtungen
haben.
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In
den am Meisten bevorzugten Aspekten der vorliegenden Erfindung weist
eine einzelne „rohe" Beschichtungszusammensetzung
(d. h. die auf dem Substrat aufgetragene Zusammensetzung vor der
Wärmebehandlung
oder einer anderen Härtung)
zwei oder mehrere pulverförmige
Metalle auf, die auf ein Metallsubstrat oder einen Abschnitt des
Substrats aufgetragen sind, dass die fehlerhafte Beschichtung aufweist.
Das beschichtete Substrat wird sodann durch Erhöhen der Temperatur mit einer
kontrollierten Geschwindigkeit oder mehr bevorzugt über einen
mehrstufigen Wärmebehandlungsprozess
unter Erzeugung einer Edelmetall-Aluminid-Diffusionsbeschichtung
erhitzt. Das Verfahren bietet den Vorteil, dass es bei deutlich
herabgesetzten Kosten und Aufwand im Vergleich zu konventionellen
Beschichtungsmethoden betrieben werden kann.
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1. Substrate
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Die
Beschichtungszusammensetzungen der vorliegenden Erfindung können auf
die Oberfläche
einer großen
Vielzahl von Substraten aufgebracht werden, wobei am Meisten bevorzugt
Legierungssubstrate auf Nickel- oder Cobaltbasis sind. Beispiele
für Legierungen,
die mit Edelmetall-Aluminid-Beschichtungen
gemäß der vorliegenden
Erfindung geschützt
werden können,
schließen
die folgenden ein, ohne auf diese beschränkt zu sein: Legierungen auf
Nickelbasis, wie beispielsweise IN738, IN792, Mar-M246, Mar-M247;
einkristalline Nickellegierungen, wie beispielsweise CMSX-3 oder
CMSX-4 und Legierungen
auf Cobaltbasis, wie beispielsweise Mar-M509 und X40, die dem Fachmann
auf dem Gebiet insgesamt bekannt sind.
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2. Die "rohen" Beschichtungszusammensetzungen
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Um
die in den rohen Beschichtungszusammensetzungen verwendeten Metalle
spezieller zu beschreiben, wird in einer der Ausführungsformen
ein erstes Pulver mit 40% bis 80 Gew.% (bezogen auf das Gewicht des
Gesamtmetalls), das 85% bis 100% Pt Aufweist und bis zu etwa 15%
Si; und 20 bis 60% eines zweiten Pulvers, das 50 bis 75% Al und
25 bis 50% Cr aufweist. Alle hierin aufgeführten Prozentangaben sind,
sofern nicht anders angegeben, auf Gewichtsprozent bezogen. Eine
zweite Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung verwendet das gleiche erste Pulver mit
40 bis 80%, das 85 bis 100% Pt aufweist und bis zu 15% Si; sowie das
gleiche zweite Pulver mit 20 bis 60%, das 50 bis 75% Al und 25 bis
50% Cr aufweist; und zusätzlich
bis zu 40% eines dritten Pulvers, das 95 bis 100% Al aufweist.
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In
einer dritten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung weist die rohe Beschichtungszusammensetzung
40 bis 80% eines ersten Pulvers auf, das 85 bis 100% Pt aufweist
und bis zu etwa 15% Si; und 20 bis 60% eines zweiten Pulvers, das
35 bis 45% Al aufweist, 35 bis 45% Cr und 10 bis 30% Mn. In einer
vierten Ausführungsform
wird ein erstes Pulver mit 40 bis 80% verwendet, das 85 bis 100%
Pt aufweist und bis zu etwa 15% Si; und 20 bis 60% eines zweiten
Pulvers, das 35 bis 45% Al aufweist, 35 bis 45% Cr und 10 bis 30%
Mn; und zusätzlich
bis zu 40% eines dritten Pulvers hinzugefügt werden, das 95 bis 100%
Al aufweist.
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In
einer fünften
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird eine rohe Beschichtungszusammensetzung
verwendet, die lediglich das erste und dritte Pulver der ersteren Ausführungsformen
hat und dementsprechend 50 bis 80% eines ersten Pulvers aufweist
mit 85 bis 100% Pt und 0 bis 15% Si; und 20 bis 50% eines zweiten
Pulvers aufweist mit 95 bis 100% Al.
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In
alternativen Ausführungsformen
kann ein Teil oder das gesamte Platin in der ersten Pulverzusammensetzung
ersetzt werden durch andere Edelmetalle, wie beispielsweise Palladium,
Ruthenium und Rhodium. Alternativ können in das erste Pulver, das
zweite Pulver oder in das dritte Pulver bis zu etwa 5% Hf, Y, La oder
Mischungen davon einbezogen werden. Darüber hinaus können in
jede der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen der rohen Beschichtungszusammensetzung
bis zu etwa 5% eines vierten Pulvers einbezogen werden, das Hf,
Y oder La oder Mischungen davon aufweist unabhängig von der Art des Einbaus.
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Eine
Zusammenstellung der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen
ist in Tabelle 1 gezeigt. TABELLE 1 Beschichtungszusammensetzungen
| Ausführungsform | Platinpulver
(Gew.%)1,2 | Aluminiumhaltige
Komponente |
| | | Aluminiumlegierung-
oder Vor-Legierungspulver
(Gew.%)2 | Aluminiumpulver
(Gew.%)2 |
| | 85–100 PT,
0–15 SI | 50–75 AL
25–50 CR | 35–45 AL
35–45 CR
10–30 MN | 95–100 AL |
| 1 | 40–80 | 20–60 | - | - |
| 2 | 40–80 | 20–60 | - | BIS ZU 40 |
| 3 | 4080 | - | 20–60 | - |
| 4 | 40–80 | - | 20–60 | BIS ZU 40 |
| 5 | 50–80 | - | - | 20–50 |
- 1 Ein Teil oder
das gesamte Platin kann durch andere Edelmetalle ersetzt werden,
wie beispielsweise Palladium, Ruthenium und Rhodium.
- 2 Die metallischen Komponenten können bis
zu etwa 5% Hf, Y, La oder Mischungen davon enthalten.
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a) Bevorzugte Zusammensetzungen unter
Verwendung von Pt-Si-Pulver und Al-Cr-Legierungspulvern
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Wie
vorstehend ausgeführt,
kann die rohe Beschichtungszusammensetzung etwa 40% bis etwa 80 Gew.%
(bezogen auf das Gewicht des in der Beschichtung verwendeten Metalls)
eines platinhaltigen Pulvers aufweisen und am Meisten bevorzugt
ein Platin-Silicium-Pulver. Bevorzugt werden etwa 55% bis etwa 70 Gew.%
des platinhaltigen Pulvers verwendet. Darüber hinaus können in
die rohe Beschichtungszusammensetzung etwa 20 bis 60% einer aluminiumhaltigen
Komponente einbezogen werden, die Aluminium- und Chrommetall entweder
als eine Mischung von Metallpulvern oder bevorzugt eine Al-Cr-Pulverlegierung
aufweist. Die auf diese Weise erzeugten mit Platin-Silicium angereicherten
Aluminid-Diffusionsbeschichtungen sind in der Regel hochtemperaturbeständige und
oxidationsbeständige
Beschichtungen.
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Im
Sinne dieser dargelegten Beschreibung sollen in die Bezugnahmen
auf Platin-Silicium-Pulver auch Ausführungsformen einbezogen sein,
in denen die Menge von Pt 100% und die von Si 0% beträgt, selbst
dann, wenn derartige Ausführungsformen
normalerweise nicht als Pt-Si-Pulver angesehen werden könnten. Wie
vorstehend ausgeführt,
sind in die bevorzugten Ausführungsformen
sowohl Pt als auch Si einbezogen.
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Bei
Verwendung von Pt-Si-Pulvern kann das Platin-Silicium-Pulver ein
inniges Gemisch von elemantarem Platin und Silicium sein oder kann
eine pulverförmige
Pt-Si-Legierung sein. Bevorzugt weist das Platin-Silicium-Pulver
etwa 85% bis etwa 99 Gew.% Platin und etwa 1% bis etwa 15 Gew.%
Silicium auf und mehr bevorzugt etwa 87% bis etwa 97 Gew.% Platin
und etwa 3% bis etwa 13 Gew.% Silicium. Wahlweise können in
das Platin-Silicium auch bis zu etwa 5% Hf, Y, La oder die Edelmetallmischungen
davon einbezogen sein.
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Die
Platin-Silicium-Legierung wird bevorzugt hergestellt, indem zunächst feindisperses
Platinpulver mit Siliciumpulver einer Partikelgröße von etwa 1 Mikrometer gemischt
werden, die gemischten Pulver zu einem Pellet kompaktiert werden
und das Pellet in einer Argonatmosphäre oder einer anderen geeigneten Schutzatmosphäre in einer
schrittweisen Wärmebehandlung
gesintert werden. Eine dieser Wärmebehandlungen
schließt
das Sintern des Pellets 1) bei etwa 1400°F für 30 Minuten ein, 2) bei etwa
1500°F für etwa 10 Minuten,
3) bei etwa 1525°F
für etwa
30 Minuten, 4) bei etwa 1800°F
für etwa
15 Minuten und anschließend 5)
bei etwa 1900°F
für etwa
30 Minuten.
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Das
gesinterte Pellet wird sodann auf eine ungefähre mittlere Partikelgröße von etwa
325 Mesh zerkleinert, indem es in einem Stahlzylinder und Pistill
pulverisiert wird und anschließend
die pulverisierten Partikel in einem Träger (im typischen Fall 60 Gew.%
Isopropanol und etwa 40 Gew.% Nitromethan) für 10 bis 30 Stunden unter einer
inerten Atmosphäre,
wie beispielsweise Argon, einer Behandlung in der Kugelmühle unterzogen
wird, um ein Platin-Silicium-Legierungspulver mit einem Partikelgrößenbereich
im typischen Fall von 1 bis 10 Mikrometer zu erzeugen. Ein solches
Legierungspulver lässt
sich auch erzeugen, indem andere geeignete, auf dem Fachgebiet bekannte
Methoden angewendet werden, wie beispielsweise eine Gaszerstäubung.
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Was
den Anteil der Aluminium-Chrom-Legierung an den rohen Beschichtungszusammensetzungen betrifft,
so weisen die Beschichtungen bevorzugt etwa 20% bis etwa 60 Gew.%
(bezogen auf des Gewicht des in der Beschichtung verwendeten Metalls)
die Aluminium-Chrom-Vorlegierung
oder das Legierungspulver auf. Mehr bevorzugt sind in die Beschichtungszusammensetzungen
etwa 30% bis etwa 45 Gew.% der Aluminium-Chrom-Legierung einbezogen.
In die Aluminium-Chrom-Legierung einbezogen sind etwa 50% bis etwa
75 Gew.%. Aluminium und etwa 25% bis etwa 50 Gew.% Chrom; mehr bevorzugt
etwa 68% bis etwa 72 Gew.%. Aluminium und etwa 28% bis etwa 32 Gew.%
Chrom. Wahlweise können
in die Aluminium-Chrom-Legierung auch
bis zu etwa 5% Hf, Y, La oder Mischungen davon einbezogen sein.
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Die
Aluminium-Chrom-Legierung kann als ein Legierungspulver bereitgestellt
werden, das entsprechend den Standardverfahren hergestellt wird,
wie sie auf dem Fachgebiet bekannt sind. Es sind geeignete Aluminium-Chrom-Legierungen
kommerziell verfügbar.
Kommerziell verfügbar
ist eine Aluminium-Chrom-Legierung, in die etwa 55 Gew.% Aluminium
und etwa 45 Gew.% Chrom einbezogen sind. Die pulverförmige Legierung
hat bevorzugt eine mittlere Partikelgröße von etwa 3 bis etwa 10 Mikrometer.
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(b) Bevorzugte Zusammensetzungen unter
Verwendung von Pt-Si-Pulver, Al-Cr- Lerierungspulver und einer zusätzlichen
Aluminiumhaltigen Komponente
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Wahlweise
kann in die Beschichtungszusammensetzung unter Verwendung von Pt-Si-Pulver
und Al-Cr-Legierungspulver auch bis zu etwa 40 Gew.% einer zusätzlichen
aluminiumhaltigen Komponente einbezogen sein, einschließlich Aluminiumpulver.
Mehr bevorzugt sind in die Beschichtungszusammensetzung etwa 2%
bis etwa 20 Gew.% der zusätzlichen
aluminiumhaltigen Komponente einbezogen.
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Die
zusätzliche
aluminiumhaltige Komponente kann weitgehend aus Aluminiummetallpulver
bestehen. Alternativ kann die zusätzliche aluminiumhaltige Komponente
mindestens etwa 95 Gew.% Aluminiummetall aufweisen und bis zu etwa
5 Gew.% eines Metalls, das ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend
aus Hf, Y, La und Mischungen davon. Die aluminiumhaltige Komponente
kann ein inniges Gemisch von Metallpulvern oder pulverförmiger Legierung
sein. Sofern die aluminiumhaltige Komponente eine pulverförmige Legierung ist,
ist sie hinsichtlich der Zusammensetzung von dem vorstehend diskutierten
Al-Cr-Legierungspulver verschieden.
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In
bestimmten bevorzugten Ausführungsformen
sind in die nichtdiffundierte Beschichtungszusammensetzung auch
ein oder mehrere zusätzliche
metallische Materialien einbezogen, um die physikalischen und chemischen
Eigenschaften des beschichteten Substrats zu modifizieren. Beispiele
für metallische
Materialien, die in die Beschichtungszusammensetzung einbezogen
werden können,
schließen
ein: Y, Hf, La sowie andere Edelmatalle (z. B. Pd, Rh und Ru sowie
Mischungen davon).
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(c) Bevorzugte Zusammensetzungen unter
Verwendung von Pt-Si-Pulver und Al-Cr-Mn-Legierungspulvern
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In
einer anderen bevorzugten Ausführungsform
weist die rohe Beschichtungszusammensetzung etwa 40% bis etwa 80
Gew.% ein Platin-Silicium-Pulver auf und mehr bevorzugt etwa 55%
bis etwa 65 Gew.% und etwa 20% bis etwa 60 Gew.% einer aluminiumhaltigen
Komponente, die Al-, Cr- und Mn-Metalle
entweder als eine Mischung von Metallpulvern aufweist oder vorzugsweise
eine pulverförmige
Al-Cr-Mn-Legierung.
Mehr bevorzugt sind in die rohe Beschichtungszusammensetzung etwa
35% bis etwa 45 Gew.% der aluminiumhaltigen Komponente einbezogen,
die Al, Cr und Mn aufweist. Die mit Platin-Silicium-Mangan angereicherten Aluminid-Diffusionsbeschichtungen,
die auf diese Weise erzeugt sind, sind in der Regel hochkorrosionsfeste
Beschichtungen.
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Wie
bei den vorangegangenen Ausführungsformen
ist das Platin-Silicium-Pulver vorzugsweise eine pulverförmige Legierung,
obgleich ein inniges Gemisch der Platin- und Silicium-Metalle in
der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann. Die bevorzugte
Zusammensetzung des Platin-Silicium-Pulvers ist eine solche, wie sie vorstehend
beschrieben wurde.
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Ebenfalls
wurde die Al-Cr-Mn-Legierung vorstehend allgemein beschrieben, obgleich
die Zugabe von Mangan die bevorzugten Mengen der verschiedenen Metalle
etwas verändert.
In dieser Ausführungsform schließt die Aluminiumlegierung
etwa 35% bis etwa 45 Gew.% Aluminium ein, etwa 35% bis etwa 45 Gew.% Chrom
und etwa 10% bis etwa 30 Gew.% Mangan, wobei mehr bevorzugt etwa
38% bis etwa 44 Gew.% Aluminium, etwa 38% bis etwa 42 Gew.% Chrom
und etwa 16% bis etwa 22 Gew.% Mangan sind. Wahlweise können in
die Al-Cr-Mn-Legierung auch bis zu etwa 5% Hf, Y, La oder Mischungen
davon einbezogen sein.
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Die
Aluminium-Chrom-Mangan-Legierung kann als ein Legierungspulver bereitgestellt
werden, das nach den Standardprozessen hergestellt wird, wie sie
auf dem Fachgebiet bekannt sind und das kommerziell verfügbar ist.
Die kommerziell hergestellte pulverförmige Legierung hat eine mittlere
Partikelgröße von etwa
3 bis etwa 10 Mikrometer.
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(d) Bevorzugte Zusammensetzungen unter
Verwendung von Pt-Si-Pulver, Al-Cr-Mn-Legierungspulver und einer zusätzlichen
Al-haltigen Komponente
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Wie
im Fall der Ausführungsformen
des Pt-Si/Al-Cr-Legierungspulvers können in die Ausführungsformen
mit Pt-Si/Al-Cr-Mn auch bis zu etwa 40 Gew.% einer zusätzlichen
aluminiumhaltigen Komponente einbezogen sein, die Aluminiumpulver
einschließt.
Mehr bevorzugt werden etwa 5% bis etwa 20 Gew.% der zusätzlichen
aluminiumhaltigen Komponente verwendet.
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Wie
ebenfalls vorstehend kann die aluminiumhaltige Komponente im Wesentlichen
aus Aluminiummetallpulver bestehen. Alternativ kann in die aluminiumhaltige
Komponente mehr als 95 Gew.% Aluminiummetall einbezogen sein und
bis zu etwa 5 Gew.% eines Metalls, das ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend
aus Hf, Y, La und Mischungen davon. Die aluminiumhaltige Komponente
kann ein inniges Gemisch von Metallpulvern sein oder eine pulverförmige Legierung.
Die aluminiumhaltige Komponente kann nach standardisierten Verfahren
hergestellt werden, wie sie auf dem Fachgebiet gut bekannt sind,
wobei das Aluminium vorzugsweise in Pulverform mit einer Partikelgröße von etwa
1 bis etwa 10 Mikrometer vorliegt.
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Diese
Beschichtungszusammensetzung gewährt
eine hochkorrosionsbeständige
Beschichtung für Legierungen
auf Nickel- und Cobaltbasis. Allerdings hat diese Beschichtung besondere
Vorteile bei Verwendung für
Legierungen auf Nickelbasis.
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(e) Bevorzugte Zusammensetzungen unter
Verwendung von Pt-Si-Pulver und Al-haltigem Pulver allein
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In
noch einer anderen bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung weist die rohe Beschichtungszusammensetzung etwa 50% bis
etwa 80 Gew.% eines Platin-Silicium-Pulvers auf und etwa 20% bis
etwa 50 Gew.% einer aluminiumhaltigen Komponente. Mehr bevorzugt
weist die Beschichtungszusammensetzung etwa 60% bis etwa 72 Gew.%
des Platin-Silicium-Pulvers auf und etwa 28% bis etwa 40 Gew.% der aluminiumhaltigen
Komponente.
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Das
Platin-Silicium-Pulver ist ein solches, wie es vorstehend beschrieben
wurde.
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Die
aluminiumhaltige Komponente kann im Wesentlichen aus Aluminiummetallpulver
bestehen. Alternativ weist die aluminiumhaltige Komponente mehr
als 95 Gew.% Aluminiummetall und bis zu etwa 5 Gew.% eines Metalls
auf, das ausgewählt
ist aus der Gruppe, bestehend aus Hf, Y, La und Mischungen davon.
Vorzugsweise ist die aluminiumhaltige Komponente eine solche, wie
sie vorstehend beschrieben wurde.
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Diese
Beschichtungszusammensetzung kann unter Erzeugung einer Platin-Aluminid-Beschichtung wärmebehandelt
werden, die eine Hochtemperaturoxidationsbeständigkeit sowohl bei Legierungen
auf Nickel- als auch auf Cobaltbasis zeigt.
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3. Aufbringung der rohen Beschichtungszusammensetzungen
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Unabhängig von
der Zahl oder der Zusammensetzung der verschiedenen Pulver, die
zur Erzeugung der Beschichtungszusammensetzungen verwendet werden,
kann die Beschichtungszusammensetzung auf ein Metallsubstrat unter
Anwendung einer Vielzahl von Auftragsmethoden aufgebracht werden,
wie sie auf dem Fachgebiet bekannt sind. Diese schließen ein
Tauchbeschichten, Spritzbeschichten, Beschichten aus einer Aufschlämmung, elektrophoretisches
Beschichten u. dgl. ein, um auf dem Substrat eine rohe Beschichtung zu
schaffen (d. h. die auf dem Substrat aufgebrachte Zusammensetzung
vor der Wärmebehandlung
oder einer anderen Härtung).
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Im
typischen Fall wird die rohe Beschichtungszusammensetzung in einem
Träger
suspendiert, um eine Aufschlämmung
zu erzeugen, die in einem einzigen Auftrag auf die Oberfläche des
Substrats aufgebracht wird, um eine einzige, homogene nicht diffundierte
Beschichtung zu schaffen. Bevorzugte Auftragsmethoden schließen die
elektrophoretische Abscheidung oder das Aufstreichen der Aufschlämmung auf
die Substratoberfläche
ein.
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Die
rohe Beschichtungszusammensetzung kann auf einem Legierungssubstrat
auf Nickel- oder Cobaltbasis nach einem ersten Entfetten des Substrats
und anschließendem
Trockenhonen des gereinigten Substrats unter Verwendung von Aluminiumoxid-Partikeln
mit einer Körnung
von 220 oder 240 abgeschieden werden. Der Schritt der elektrophoretischen
Abscheidung wird in einem Elektrophoresebad ausgeführt, worin
ein Träger,
Zein, Cobaltnitrat-hexahydrat und die gewünschten metallischen Pulver
einbezogen sind. Eine Probe eines Elektrophoresebads enthält:
- (A) Einen Träger, aufweisend: 60 ± 5 Gew.%
Isopropanol, 40 ± 5%
Nitromethan;
- (B) Metallpulver: 20 bis 35 g der gesamten Beschichtungszusammensetzung
pro Liter Träger;
- (C) Zein: 2,0 bis 3,0 g Zein pro Liter Träger und
- (D) Cobaltnitrat-hexahydrat (CHN): 0,10 bis 0,20 g CHN pro Liter
Träger.
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Um
eine elektrophoretische Abscheidung aus dem Bad auf Substraten auf
Basis von Nickel- oder Cobaltlegierung herbeizuführen, wird das Legierungssubstrat
in das Elektrophoresebad eingetaucht und in einem Gleichstromkreis
als Kathode geschaltet. Als Anode wird ein Metallstreifen verwendet,
beispielsweise rostfreier Stahl, Nickel oder ein anderes leitfähiges Metall,
und wird in das Bad angrenzend an dem Legierungssubstrat (Kathode)
eingetaucht.
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Zwischen
dem Substrat (Kathode) und dem Metallstreifen (Anode) wird für eine Zeitdauer
von 1 bis 4 Minuten eine Stromdichte von etwa 1 bis etwa 2 mA/cm2 angelegt, während das Bad gerührt wird,
um die gewünschten
Metallpulver in Suspension zu halten, und wird vorzugsweise bei
Raumtemperatur gehalten. Während
dieser Zeitdauer wird eine Mischung von Plation-Silicium-Pulver
und die Aluminium enthaltende Legierung und/oder Aluminium enthaltende
Komponente als ein homogener, gleichförmig dicker Pulverbelag auf
der Substratoberfläche
abgeschieden.
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Das
beschichtete Substrat wird sodann aus dem Elektrophoresebad entnommen
und luftgetrocknet, um jegliches restliches Lösemittel abzudampfen. Die Masse
der trocknen Beschichtung, die auf dem Substrat abgeschieden wurde,
beträgt
optimal etwa 20 bis etwa 40 mg/cm2, obgleich
Auftragsmassen von etwa 10 bis etwa 50 mg/cm2 geeignet
sind.
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Die
Beschichtungszusammensetzung kann auch mit Hilfe einer Methode der
Abscheidung aus der Aufschlämmung
auf dem Substrat aufgebracht werden. Im typischen Fall wird die
Aufschlämmung
durch Spritzen, Tauchen oder Aufstreichen auf dem Substrat aufgebracht,
um eine glatte, homogene und gleichförmig dicke Beschichtung auf
dem Substrat zu schaffen. Gute Ergebnisse werden dann erhalten,
wenn die Beschichtung unter Verwendung eines Pinsels mit weicher
Borste aufgestrichen wird.
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Die
Aufschlämmung
enthält
bevorzugt eine Mischung von Isopropanol und Nitromethan in einem
Gewichtsverhältnis
von 60:40, um die pulverförmige
Beschichtungszusammensetzung zu suspendieren. Allerdings gilt als
selbstverständlich,
dass andere Träger,
die die Bildung der Aluminid-Diffusionsbeschichtung
nicht hemmen, ebenfalls verwendet werden können.
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Mehr
bevorzugt hält
der ausgewählte
Träger
die metallischen und Legierungspulver in Suspension und verfügt über eine
ausreichende Flüchtigkeit,
um ein rasches Trocknen des beschichteten Substrats zu erlauben.
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Im
typischen Fall enthält
die Aufschlämmung
Zein (etwa 30 g pro Liter Träger)
und etwa 500 bis etwa 1.000 g der Beschichtungszusammensetzung pro
Liter Träger.
Es gilt als selbstverständlich,
dass die Zein-Konzentration und die Konzentration der Beschichtungszusammensetzung
in der Bindemittellösung
als Träger
für die
Praxis der vorliegenden Erfindung nicht entscheidend sind. Die Konzentration
der Beschichtungszusammensetzung und/oder des Zeins kann daher variiert
werden, um für
eine gleichförmige
Beschichtung zu sorgen, die eine optimale Bedeckung hat, indem ein
Anstrich, eine Spritzpistole oder eine andere Auftragseinrichtung
und -methoden angewendet werden.
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Aus
dem Vorgenannten wird ersichtlich, dass die rohe Beschichtungszusammensetzung
bevorzugt eine homogene Mischung der Beschichtungsmaterialien ist.
In den bevorzugten kommerziellen Ausführungsformen wird die rohe
Beschichtungszusammensetzung hergestellt, indem die verschiedenen
Materialien miteinander vor dem Auftrag der Beschichtung gemischt
werden.
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4. Wärmebehandlung zur Diffusion
der aufgetragenen Beschichtungen
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Wie
vorstehend ausgeführt,
wird in den erfindungsgemäßen einstufigen
Verfahren bevorzugt ein sequentieller Prozess einer mehrstufigen
Wärmebehandlung
angewendet, um die pulverförmigen
Beschichtungszusammensetzungen in das Substrat einzudiffundieren.
In der ersten Wärmebehandlungsstufe
wird das pulverförmige
Metall bevorzugt erhitzt, bis es eine flüssige Übergangsphase auf dem Metallsubstrat
bildet. Um dieses zu erreichen, erfolgt die erste Wärmebehandlung
des beschichteten Substrats im Allgemeinen vorzugsweise bei einer
Temperatur von etwa 900° bis
1600°F für etwa 0,25
bis 2 Stunden. Mehr bevorzugt wird das nicht diffundierte beschichtete
Substrat einer ersten Wärmediffusionsbehandlung
von etwa 1100 bis etwa 1400°F
für etwa
0,25 Stunden bis etwa 2 Stunden unterzogen.
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In
der zweiten Wärmebehandlungsstufe
wird das beschichtete Substrat ausreichend erhitzt, um die Beschichtung
in das Substrat hinein diffundieren zu lassen. Im typischen Fall
wird die Temperatur von der ersten Stufe bis zur zweiten Stufe in
dem Ofen erhöht.
Im Allgemeinen ist für
diese Stufe eine Temperatur von etwa 1600° bis 2100°F und eine Heizdauer von einer
bis acht Stunden wirksam. Mehr bevorzugt wird bei der zweiten Wärmebehandlungsstufe
eine Temperatur von etwa 1850°F
bis etwa 2080°F
und einer Zeitdauer von etwa einer bis acht Stunden angewendet.
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In
einigen bevorzugten Ausführungsformen
ist es vorteilhaft, einen Wärmebehandlungsschritt
als Vorbehandlung als Teil oder vor der ersten Wärmebehandlungsstufe anzuwenden.
Bei dieser Methode wird die erste Wärmebehandlungsstufe bevorzugt
durch Erhitzen des beschichteten Substrats bis zu einer ersten Temperatur
von 950° bis
etwa 1150°F
für etwa
0,5 bis etwa 1,0 Stunden ausgeführt.
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Es
ist offensichtlich, dass die mehrfachen Wärmebehandlungsstufen durch „stufenweises" Hochfahren der Temperatur
von der unteren Wärmebehandlungstemperatur
bis zu der höheren
Wärmebehandlungstemperatur
ausgeführt
werden können.
Bei dieser Methode gibt es unter Umständen keine klare Trennung zwischen
der ersten Wärmebehandlungsstufe
und der zweiten Wärmebehandlungsstufe,
da die zwei Stufen glatt ineinander übergehen.
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Die
Diffusionswärmebehandlung
wird bevorzugt in Vakuum, unter Wasserstoff, Argon oder einer anderen
geeigneten Ofenatmosphäre
ausgeführt.
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In
einer der bevorzugten Ausführungsformen
wird das rohbeschichtete Substrat einer Vordiffusionstemperatur
von etwa 950°F
bis etwa 1150°F
für 0,5
bis etwa 1 Stunde unterworfen. Danach wird das beschichtete Substrat
bis etwa 1200°F
bis etwa 1400°F
für etwa
1 Stunde erhitzt und danach bis etwa 1900°F bis etwa 1975°F für etwa 1
bis etwa 8 Stunden. In einer anderen bevorzugten Ausführungsform
wird die diffundierte Plantin-Aluminid-Beschichtung durch Erhitzen
des nichtdiffundiert beschichteten Substrats bis zu einer Temperatur
von etwa 900°F
und danach Erhitzten des beschichteten Substrats bis zu einer Temperatur
von etwa 1400°F
durch wohlüberlegte
Auswahl einer sorgfältig
geregelten, stufenweisen Anstiegsgeschwindigkeit der Temperatur,
gefolgt von einer gehaltenen höheren
Temperatur bei etwa 1900°F
bis 2100°F
für etwa
1 bis etwa 8 Stunden erzeugt.
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Ohne
an irgendeine Theorie gebunden sein zu wollen, wird angenommen,
dass das Aluminium in dem/den aluminiumhaltigen Material(ien) schmilzt
und alle anderen Komponenten in der Beschichtungszusammensetzung
in dem schmelzflüssigen
Aluminium durch Diffusion in das Aluminium übergehen. Nach ausreichender
Zeitdauer zum Diffusionsübergang
der Komponenten der Beschichtungszusammensetzung wird das beschichtete
Substrat bis zu einer zweiten Temperatur erhitzt, die größer ist
als die erste Temperatur, um die Beschichtungszusammensetzung in
das Substrat hinein zu diffundieren.
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In 1 wird
eine graphische Darstellung eines Zusammensetzungsprofils einer
typischen Platin-Aluminid-Beschichtung bekannter Ausführung dargestellt.
Diese Platin-Aluminid-Beschichtung wird durch galvanisches Abscheiden
einer dünnen
Platinschicht auf einer Nickellegierung (IN792) und anschließender Überaluminierung
der Platinschicht unter Anwendung eines Prozesses der Aluminium-Pulverzementierung
erzeugt. Die Mikrostruktur ist im typischen Fall eine doppellagige
Struktur mit einer äußeren Lage,
die aus leicht ätzenden
Inseln von platinreichen Phasen besteht. Der Platingehalt beträgt etwa
35 Gew.% an der Oberfläche
und der Aluminiumgehalt etwa 20 Gew.%.
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Zum
Zwecke des besseren Verständnisses
und Einschätzung
der vorliegenden Erfindung und ihrer Vorteile werden die folgenden
Beispiele geboten. Es wird jedoch für selbstverständlich gehalten,
dass diese Beispiele ausschließlich
veranschaulichenden Zwecken dienen und den Schutzumfang der beanspruchten
Erfindung nicht beschränken
sollen.
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BEISPIEL 1
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Platin-silicium/aluminium-legierungsbeschichtung
-
Es
wurde ein als Mar-M247 bezeichneter Probekörper auf Basis einer Nickellegierung
durch Trockenhonen mit Aluminiumoxid einer Körnung von 220 gereinigt. Eine
Aufschlämmung
einer Beschichtungszusammensetzung aus etwa 1 g/l einer Mischung
von 65 Gew.% Platin-Silicium-Vorlegierungspulver
(90:1; Pt:Si) und 35 Gew.% einer Aluminiumlegierung (70:30; Al:Cr)
und Zein (0,03 g/ml) wurde in einer Bindemittellösung als Träger suspendiert, die etwa 60 ± 5 Gew.%
Isopropanol und etwa 40 ± 5
Gew.% Nitromethan aufwies. Nachdem die Beschichtungszusammensetzung
auf den Probekörper
aufgestrichen wurde, wurde der Probekörper luftgetrocknet, um das
restliche Lösemittel
abzudampfen. Der beschichtete Probekörper wurde im Vakuum bis zu
einer ersten Haltetemperatur von etwa 1350°F für 1 Stunde erhitzt und danach
bis zu einer zweiten Haltetemperatur von etwa 2000°F für 2 Stunden
erhitzt, um die diffundierte Platin-Aluminid-Beschichtung zu erzeugen.
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Der
beschichtete Probekörper
wurde aus dem Ofen entnommen und auf Raumtemperatur abkühlen gelassen.
Der beschichtete Probekörper
wurde leicht durch Trockenhonen mit Aluminiumoxid einer Körnung von
220 gereinigt.
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2 zeigt
ein gescanntes Bild einer Mikrophotographie der einstufigen diffundierten
mit Platin-Silicium
angereicherten Aluminid-Beschichtung von Beispiel 1. Wie aus der
Figur entnommen werden kann, hat die diffundierte Aluminid-Beschichtung
im typischen Fall eine Dicke von etwa 2 bis 2,5 mil. Das auf Nickel
basierende Legierungssubstrat 10 schließt eine diffundierte Platin-Aluminid-Beschichtung 12 ein,
die als eine im Wesentlichen einzelne Lage ausgebildet ist und die
mehrfache Zonen und eine Diffusionszone einschließen kann.
Die diffundierte Beschichtungszusammensetzung schließt etwa
20 Gew.% Platin, etwa 4 Gew.% Chrom, etwa 25 Gew.% Aluminium und
etwa 3 Gew.% Silicium ein. Die Lagen 14 und 16 sind
die Nickel- und Bakelit-Lage, die in der metallographischen Herstellung
des Probekörpers
verwendet werden.
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BEISPIEL 2
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Beschichtung von Platin-Silicium/Aluminiumlegierung/Aluminiummetall
-
Ein
Mar-M247-Probekörper
auf Nickelbasis wurde in einer Zusammensetzung eines elektrophoretischen
Bades eingehängt.
Die Zusammensetzung des Elektrophoresebades enthielt 30 g/ml einer
Mischung von 60 Gew.% Platin-Silicium-Legierung (90:10 Platin:Silicium),
30 Gew.% einer Aluminium-Chrom-Legierung (70:30 Aluminium:Chrom)
und 10 Gew.% Aluminiumpulver suspendiert in einer Bindemittellösung als
Träger, die
60 Gew.% Isopropanol, 40 Gew.% Nitromethan, Zein (2,0 bis 3,0 g/l)
und Cobaltnitrat-hexahydrat (0,1 bis 0,2 g/l) enthielt. Der Probekörper wurde
ungefähr
im gleichen Abstand zwischen den zwei Anodenstreifen eingehängt. Zwischen
dem Substrat (Kathode) und den Anoden wurde ein elektrischer Strom
von 5,5 mA bei 62 Volt für
etwa 2 Minuten angelegt. Während
dieser Zeitdauer wurde eine rohe Beschichtungszusammensetzung, die
das Platin-Silicium-Legierungspulver aufwies, die Aluminium-Chrom-Legierung
und das Aluminiummetall, als eine gleichförmige Beschichtung auf dem
Substrat-Probekörper
abgeschieden. Der beschichtete Probekörper wurde aus dem Bad entnommen
und luftgetrocknet, um restliches Lösemittel zu entfernen.
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Das
getrocknete, beschichtete Substrat wurde sodann im Vakuum unter
Anwendung einer Vordiffusionswärmebehandlung
bei etwa 1100°F
für etwa
1 Stunde erhitzt, anschließend
für eine
erste Behandlung bei etwa 1225°F
für etwa
1 Stunde gehalten und sodann für
eine zweite Wärmebehandlung
bei etwa 1925°F
für etwa
6 Stunden gehalten. Die Temperatur und die Zeitdauer für die Diffusionswärmebehandlungen
wurden so gewählt,
dass die aufgetragene rohe Beschichtung unter Erzeugung einer flüssigen Übergangsphase schmelzflüssig wurde,
die die Substratoberfläche
gleichmäßig und
gleichförmig
bedeckte. Nachdem das beschichtete Substrat einer Diffusionswärmebehandlung
unterzogen worden war, wurde der Probekörper auf Raumtemperatur abgekühlt. Der
Probekörper
wurde sodann durch leichtes Trockenhonen zur Entfernung des nichtdiffundierten
restlichen Biskuits gereinigt.
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In 3 ist
ein gescanntes Bild einer Mikrophotographie des diffusionsbeschichteten,
mit Platin angereicherten Aluminid-Probekörpers dargestellt. Das auf
Nickel basierende Legierungssubstrat 20 wurde mit einer
Platin-Silicium angereicherten Aliminid-Diffusionsbeschichtung 22 beschichtet.
Im Allgemeinen verfügt
die diffundierte Beschichtungszusammensetzung über ähnliche Mengen an Platin, Aluminium,
Chrom und Silicium wie in Beispiel 1. Zur Herstellung der Probe
für die
Photographie wurden wie in 2 die metallographischen Nickel-
und Bakelit-Lagen 24 bzw. 26 verwendet.
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BEISPIEL 3
-
Platin-Silicium/Aluminium-Legierungsbeschichtung
-
Ein
als Mar-M247 bezeichneter Probekörper
auf Basis einer Nickellegierung wurde durch Trockenhonen mit Aluminiumoxid
einer Körnung
von 220 gereinigt. Eine Aufschlämmung
der Beschichtungszusammensetzung, die etwa 1 g/ml einer Mischung
von 60 Gew.% Platin-Silicium-Vorlegietrungspulver
(90:10; Pt:Si) und 40 Gew.% einer Aluminiumlegierung (41:39:20;
Al:Cr:Mn) und Zein (0,03 g/ml) aufwies, wurde in einer Bindemittellösung suspendiert,
die etwa 60 ± 5
Gew.% Isopropanol und etwa 40 ± 5
Gew.% Nitromethan aufwies. Nachdem die rohe Beschichtungszusammensetzung
auf dem Probekörper
aufgestrichen worden war, wurde der Probekörper luftgetrocknet, um das
restliche Lösemittel
abzudampfen. Der beschichtete Probekörper wurde im Vakuum bis zu
einer ersten Haltetemperatur von etwa 1500°F für 1 Stunde erhitzt und danach
bis zu einer zweiten Haltetemperatur von etwa 2000°F für 2 Stunden
erhitzt, um die diffundierte Plantin-Aluminid-Beschichtung zu erzeugen.
-
Der
beschichtete Probekörper
wurde aus dem Ofen entnommen und auf Raumtemperatur abkühlen gelassen.
Der beschichtete Coupon wurde durch Trockenhonen mit Aliminiumoxid
einer Körnung
von 220 leicht gereinigt.
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4 zeigt
ein zweites gescanntes Bild einer Mikrophotographie der diffundierten
Platin-Aluminid-Beschichtung
von Beispiel 3. Wie aus der Figur entnommen werden kann, hat die
diffundierte Aluminid-Beschichtung im typischen Fall eine Dicke
von etwa 1,5 bis 2,0 mil. Die diffundierte Beschichtungszusammensetzung enthält etwa
1 Gew.% Mangan zusätzlich
zu Platin, Aluminium, Chrom und Silicium. In das Legierungssubstrat 30 auf
Nickelbasis ist eine diffundierte Platin-Aluminid-Beschichtung 32 einbezogen,
die weitgehend als eine einzige Lage ausgebildet ist. Die Lagen 34 und 36 sind
die Nickel- und Bakelit-Lage, die in der metallographischen Herstellung
des Probekörpers
verwendet wurden.
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BEISPIEL 4
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Erzeugung einer modifizierten Aluminid-Beschichtung
unter Anwendung einer dreistufigen sequentiellen Wärmediffusionsbehandlung
-
Ein
Stift aus einer Legierung auf Nickelbasis (Mar-M247) wurde zur Diffusionsbeschichtung
vorbereitet und unter Verwendung eines Elektrophoresebades entsprechend
der Beschreibung im Beispiel 2 beschichtet, indem ein Elektrophoresebad
benutzt wurde, das eine Mischung von 50 Gew.% einer Platin-Silicium-Legierung (90:10;
Pt:Si) enthielt, 35 Gew.% einer Aluminium-Chrom-Mangan-Legierung
(41:39:20; Aluminium:Chrom:Mangan) und 15 Gew.% Aluminiummetall.
-
Der
rohbeschichtete Stift wurde unter Vakuum bis zu einer Temperatur
von etwa 1100°F
für etwa
1 Stunde erhitzt und sodann bis zu einer Temperatur von etwa 1225°F für etwa 1
Stunde und danach bis zu einer Temperatur von etwa 1925°F für etwa 6
Stunden.
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Die
resultierende, diffundierte Beschichtungszusammensetzung auf dem
Nickellegierungsstift hatte eine mittlere Beschichtungsdicke von
etwa 2,5 bis 3,0 mil und zeigte die charakteristische porenfreie
Schicht einer optimalen Platin-Aluminid-Diffusionsbeschichtung.
Bin gescanntes Bild einer Mikrophotographie der mit Platin-Silicium-Mangan
angereicherten Aluminid-Beschichtung auf einem Stift ist in 5 dargestellt.
Das Legierungssubstrat auf Nickelbasis 40 enthielt eine
Platin-Aluminid-Beschichtung 42,
die aus einer weitgehend einzigen Lage erzeugt war. Die Lagen 44 und 46 sind
die in der metallographischen Bearbeitung des Stiftes verwendeten
Nickel- und Bakelit-Lagen.
-
BEISPIEL 5
-
Platin-Silicium/Aluminium-Beschichtung
-
Es
wurde ein Probekörper
auf Basis einer Nickellegierung durch Trockenhonen mit Aluminiumoxid
einer Körnung
von 220 gereinigt. In einer Bindemittellösung als Träger, die etwa 60% ± 5 Gew.%
Isopropanol und etwa 40% ± 5
Gew.% Nitromethan aufwies, wurde eine Aufschlämmung einer Beschichtungszusammensetzung
suspendiert, die etwa 1 g/ml einer Mischung von 70 Gew.% Platin-Silicium-Vorlegierungspulver (90:10;
Pt:Si) und 30 Gew.% Aluminium und Zein (0,03 g/ml) aufwies. Nachdem
die hohe Beschichtungszusammensetzung auf den Probekörper aufgestrichen
worden war, wurde der Probekörper
luftgetrocknet, um das restliche Lösemittel abzudampfen. Der beschichtete
Probekörper
wurde im Vakuum bis zu einer ersten Haltetemperatur von etwa 1225°F für 1 Stunde
erhitzt und danach bis zu einer zweiten Haltetemperatur von etwa
2000°F für 2 Stunden
erhitzt, um die diffundierte Platin-Aluminid-Beschichtung zu erzeugen.
-
Der
beschichtete Probekörper
wurde aus dem Ofen entnommen und auf Raumtemperatur abkühlen gelassen.
Der beschichtete Probekörper
wurde leicht durch Trockenhonen mit Aluminiumoxid einer Körnung von
220 gereinigt.
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6 zeigt
ein gescanntes Bild einer Mikrophotographie der einstufig diffundierten
Platin-Aluminid-Beschichtung
von Beispiel 5. Wie aus der Figur entnommen werden kann, hat die
diffundierte, Platin-Silicium angereicherte Aluminiumbeschichtung
eine typische Dicke von etwa 3,5 mil. Das Legierungssubstrat 50 auf
Nickelbasis enthielt eine diffundierte Platin-Aluminid-Beschichtung 52,
die als eine weitgehend einzelne Schicht erzeugt wurde und in die
mehrfache Zonen und eine Diffusionszone einbezogen waren. Die Lagen 54 und 56 sind
die Nickel- und Bakelit-Lage, die in der metallographischen Bearbeitung
des Probekörpers
verwendet wurden.
-
BEISPIEL 6
-
Dynamischer Oxidationstest
-
Es
wurde ein dynamischer Oxidationstest an Stiften ausgeführt, die
am Mar-M247-Legierungen erzeugt waren und die mit den entsprechend
den Beispielen 2 und 4 erzeugten erfindungsgemäßen Platin-Aluminid-Beschichtungen beschichtet
waren. Bei dem dynamischen Oxidationstest handelt es sich um einen
zyklischen Test, worin eine Flamme aus brennendem JP-5-Kraftstoff
mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 0,3 Mach auf ein rotierendes
Karussell auftraf, das die beschichteten Stifte enthielt. Die Gastemperatur
wurde mit 2100°F
gemessen. Die beschichteten Stifte wurden an der Flamme für 55 Minuten
exponiert und anschließend durch
Zurückziehen
aus der Flamme für
5 Minuten gekühlt,
d. h. ein Testzyklus dauerte 1 Stunde. Eine Möglichkeit zur Bewertung der
Wirksamkeit der Beschichtung ist die Kontrolle der Gewichtsveränderung
pro Flächeneinheit,
die an der Flamme exponiert war, als Funktion der Zeit. Typischerweise
hatten die Testproben zu Beginn infolge der Oxidbildung eine Gewichtszunahme.
Im Laufe der Wechselbehandlung der Proben wurde das ursprünglich erzeugte
Oxid dicker und platzte möglicherweise
ab, und es bildete sich zusätzliches
Oxid. Dieses Abplatzen und Erzeugen setzte sich solange fort, bis
mehr Oxid abplatzte, als ersetzt wurde. Die Proben änderten
weiterhin ihr Gewicht und ab einer gewissen Stelle war die Nettogewichtsänderung
negativ, d. h. das Gewicht der Stifte war kleiner als ihr Anfangsgewicht.
Der Schutz gegenüber
Oxidation wird zu diesem Zeitpunkt vermindert. Unter Umständen wird
die Oxidationsgeschwindigkeit übermäßig hoch
und die Beschichtung wirkt nicht mehr länger schützend. Wie aus 7 entnommen
werden kann, ist die Nettogewichtsänderung für blanken Mar-M247-Stift negativ,
wenn er für
weniger als 100 Stunden im dynamischen Oxidationstest exponiert
ist. Allerdings zeigten die mit den erfindungsgemäßen Platin-Aluminid-Beschichtungen
beschichteten Stifte keine negative Nettogewichtsänderung
selbst dann, wenn sie dem dynamischen Oxidationstest für mehr als
400 Stunden exponiert waren.
-
BEISPIEL 7
-
Erfindungsgemäße Platin-Aluminid-Beschichtungen
auf Turbinenteilen
-
Es
wurden entsprechend Beispiel 2 und 4 zwei erfindungsgemäße Platin-Alunimid-Beschichtungen hergestellt.
Diese Beschichtungen wurden erfolgreich sowohl auf eine unverstärkte (Mar-M247)-Turbinenschaufel
aufgebracht als auch auf eine verstärkte (IN-738)-Turbinenschaufel
aufgebracht. Die auf diese Weise erzeugten Beschichtungen hatten
eine gleichförmige
Dicke und einschließlich
entlang der Kantenversiegelungen an der verstärkten Schaufel. Die Beschichtungen
hatten ähnliche
Mikrostrukturen wie diejenigen, die auf Stiften und Probekörpern beobachtet
wurden, die in den Beispielen 2 und 4 hergestellt wurden. Dieses
demonstriert die besonders brauchbare Qualität der vorliegenden Erfindung.
Traditionelle Verfahren zum Erzeugen von Platin-Aluminid-Beschichtungen
unter Anwendung von Methoden des Elektroplattierens liefern oftmals
Bereiche von Beschichtungen mit ungleichförmiger Dicke. Die führenden
Kanten an Schaufeln sind spezielle Bereiche, die oftmals eine Bildung
von Beschichtungen ungleichmäßiger Dicke
infolge hoher Stromdichten an den Kanten zeigen. Im typischen Fall
sind spezielle zusätzliche
Aufspannungen erforderlich, um die Unterschiede in den Stromdichten
zu kompensieren, die während
der Platin-Plattierung auftreten.
-
Mit
dem erfindungsgemäßen Verfahren
wird dieses Problem umgangen, da elektrophoretisch aufgebrachte
Beschichtungen zum Selbstebnen neigen, wobei die in der vorliegenden
Erfindung entwickelten Zusammensetzungen aus einem neuartigen Prozess
resultieren, wo die Dicke der diffundierten Beschichtung von der
Zeit und der Temperatur der Wärmebehandlung
abhängig
ist und weniger von dem Auftragsgewicht der rohen Beschichtung. 8 ist
eine schematische Darstellung (teilweise im gebrochenen Schnitt
und im Schnitt) für
eine typische Turbinenschaufel, die eine Beschichtung aus der erfindungsgemäßen diffundierten Platin-Aluminid-Beschichtung
aufweist. In dieser Figur gehört
zur Turbinenschaufel 10 ein Körperabschnitt am einer Nickel-
oder Cobaltlegierung 12, der mit einer Aluminid-Diffusionsbeschichtung 14 versehen
ist, wie sie in der vorliegenden Patentbeschreibung ausgeführt wurde.
Zum Zwecke der Veranschaulichung ist die Dicke der Beschichtung 14 in 8 übertrieben
und die eigentliche Dicke in der Größenordnung einiger Tausendstel eines
Inch entsprechend der vorstehenden Beschreibung. In der Regel ist
es unerwünscht,
die erfindungsgemäße Beschichtung über dem
Befestigungsabschnitt 16 der Schaufel 10 bereitzustellen.
-
Es
gilt als mit einbezogen, dass die in der vorliegenden Erfindung
ausgeführten
Verfahren verändert, neu
angeordnet, ergänzt,
weggelasen, dupliziert, vereint oder zu anderen Prozessen hinzugefügt werden
können,
wie es dem Fachmann auf dem Gebiet offensichtlich erscheint, ohne
vom Grundsatz der vorliegenden Erfindung abzuweichen. Darüber hinaus
können
die verschiedenen Stufen, Schritte, Prozeduren, Methoden, Phasen
und Verfahrensschritte im Rahmen dieser Verfahren verändert, neu
angeordnet, ergänzt,
weggelassen, dupliziert oder vereint werden, wie es dem Fachmann
auf dem Gebiet als offensichtlich erscheint. Alle Veröffentlichungen,
Patentschriften und Patentanmeldungen, die in der vorliegenden Patentbeschreibung
genannt wurden, sind hiermit als Fundstelle einbezogen, als wäre jede
einzelne Veröffentlichung,
Patentschrift oder Patentanmeldung speziell und einzeln als einbezogen
im Sinne einer Fundstelle genannt worden und hier in ihrer Gesamtheit
bekannt gemacht worden.
-
Obgleich
die Erfindung detailliert in den Zeichnungen und der vorangegangenen
Beschreibung veranschaulicht und beschrieben worden ist, ist dieses
als veranschaulichend und nicht im Charakter einschränkend auszulegen,
wobei als selbstverständlich
gilt, das lediglich bevorzugte Ausführungsformen gezeigt und beschrieben
worden sind und dass alle Änderungen
und Modifikationen, die im Schutzumfang der Erfindung liegen, als
geschützt
in Betracht zu ziehen sind.