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Hintergrund der Erfindung
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Gebiet der Erfindung
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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Trainieren der Beckenbodenmuskeln,
um eine Urin- oder Fäkalinkontinenz
zu heilen oder zu verhindern.
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Insbesondere
betrifft diese Erfindung eine neue Vorrichtung (Perineometer), die
von medizinischen Fachleuten für
Diagnosezwecke und von Frauen oder Männern zu Hause oder in einer nicht-medizinischen
Umgebung für
eine Beckenmodenmuskelübung
mit einer Kontraktion der Muskeln verwendet werden kann, um die
Muskelstärke
nach der Geburt aufrechtzuerhalten, um Urininkontinenz zu verhindern
(prophylaktischer Effekt), oder um eine erhöhte Muskelstärke einer
Person, die bereits unter Urin- oder Fäkalinkontinenz leidet, bei
einem Versuch, die Inkontinenz zu heilen, vorzusehen (therapeutischer
Effekt).
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Beschreibung des Standes der
Technik
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Das
Vorherrschen von Urininkontinenz, insbesondere unter Frauen nach
der Menopause, wird als innerhalb 22–42% der Bevölkerung
geschätzt.
Bis zu 50 bis 70% der hospitalisierten älteren Frauen sind betroffen.
Die üblichste
Form ist Stressurininkontinenz. Die Inkontinenz kann sich aus einem plötzlichen
Anstieg des Blasendrucks ergeben, der den Harnröhrenwiderstand übersteigt.
Dieser Anstieg kann unter Bedingungen wie z. B. Husten, Niesen,
Heben oder irgendeiner anderen Form von Aktivität auftreten.
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Die
Kontinenz bei Frauen wird durch die integrierte normale Funktion
der Beckenmodenmuskeln, der Faszienstrukturen, Nerven, Stützbänder und
der Vagina aufrechterhalten. Verschiedene Theorien, z. B. das Konzept
des "gemeinsamen
Schließmuskels" von Shafik, die "Hängematten"-Hypothese von Delancey und die "Integraltheorie" von Petros & Ulmsten, werden
verwendet, um zu erklären,
wie dieses integrierte System für
die Kontinenz obligatorisch ist. Die wichtige Rolle der normalen
Funktion der Beckenbodengewebe ist diesen Theorien gemeinsam.
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Die
Kontinenz könnte
trotz einer Fehlfunktion in einer oder mehreren der Strukturen,
die am Kontinenzmechanismus beteiligt sind, durch eine erhöhte Wirksamkeit
der unbetroffenen Gewebe aufrechterhalten werden. In einigen Fällen könnte daher
die Stressurininkontinenz das Ergebnis von ausgefallenen Kompensationseffekten
durch die anderen Gewebe, z. B. verringerte Muskelkraft, verringerte
Muskelausdauer oder verringerte aktive und passive Spannung der
Beckenmodenmuskeln, sein. Verschiedene Untersuchungen haben die
Bedeutung der Beckenmodenmuskeln beim Aufrechterhalten der Urinkontinenz
gezeigt. Geeignete Beckenmuskelübungen
wurden gefunden, um die Beckenbodenstrukturen zu stärken, was
die Kapazität
der Strukturen erhöht,
den Kontinenzmechanismus aufrechtzuerhalten, und folglich die Urininkontinenz
verringert oder beseitigt.
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Unter
medizinischen Fachleuten, z. B. Geburtshelfern, Gynäkologen,
Geriatrikern, Urotherapeuten, Physiotherapeuten und Krankenschwestern, besteht
eine allgemeine Einigkeit, dass drei verschiedene Behandlungen für die Urininkontinenz existieren.
Diese umfassen: Beckenübungen,
Medikation und Operation.
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A
H Kegel war unter den ersten, die die positiven Effekte von isometrischen Übungen auf
die Beckenmodenmuskulatur dokumentierten. Kegel empfahl die Verwendung
von Perineometern für
das Biofeedback beim Beckenmuskeltraining. Das gleichzeitige Training
mit Biofeedback hat sich als erfolgreich erwiesen und wurde durch
mehrere Untersuchende bestätigt.
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Das
Kegel-Perineometer litt unter mehreren Nachteilen. Es befand sich
keine Vorkehrung in der Vaginalsonde von Kegel für die Festlegung eines vorbestimmten
Grundliniendrucks in der Vaginalsonde, wenn die Vaginalmuskeln der
Patientin entspannt werden. Das Manometer im Kegel-Perineometer
war schwierig zu lesen, sowohl da die Zahlen und Teilstriche notwendigerweise
klein waren, um den vollen Bereich von möglichen Drücken auf der Diagrammscheibenfläche unterzubringen,
als auch da kleine Schwankungen der Stärke der Vaginalkontraktionen der
Patientin schnelle und unberechenbare Bewegungen der Anzeigenadel
des Manometers verursachen konnten. Das Kegel-Perineometer hatte
keine Vorkehrungen zum Unterstützen
der Patientin bei der Zeitsteuerung oder Regelung der Dauer ihrer
Vaginalkontraktionen oder zur Berechnung der mittleren Stärke derselben.
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Eine
Variante der Vorrichtung von Kegel, die in
US-A 2 507 858 , herausgegeben
am 16. Mai 1950, offenbart ist, umfasst ein aufblasbares Element,
das in die Vagina eingeführt
werden kann, um pneumatisch die Druckänderung auf einem zugehörigen Diagrammscheibenmesser
anzuzeigen.
US-A-2 541 520 ,
herausgegeben am 13. Feb. 1951 an A. H. Kegel, stellt eine ähnliche
Art von Vorrichtung dar, außer dass
der Applikator über
einen pneumatischen Kolben aufblasbar ist.
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Eine
weitere Variante des Perineometers von Kegel wurde von Wilfred Lynch
Associates in Racine, Wis., entwickelt. Diese Vorrichtung, die Beckenbodenübungsvorrichtung
genannt wird, umfasste eine Vaginalsonde, die aus einem mit einem
Ballon bedeckten Schwamm bestand. Die Sonde wird vor dem Einführen durch
Auspumpen des meisten der Luft aus der Sonde mittels einer handbetätigten Spritze kontrahiert.
Die Patientin entfernt dann die Spritze, deckt die Öffnung der
Sonde ab, führt
die Sonde in ihre Vagina ein, lässt
die Sonde durch Aufdecken der Öffnung
der Sonde sich ausdehnen und verbindet die Öffnung der Sonde mit einem
flexiblen Schlauch, der wiederum mit einem Messer mit einer Kugel
in einem Rohr verbunden ist, der scheinbar die Änderungsrate des Drucks in
der Sonde misst.
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Wenn
die Beckenbodenübungsvorrichtung in
Gebrauch ist, muss die Patientin eine Hand an der Sonde halten,
um sie in ihrer Vagina festzuhalten, und muss den Messer mit ihrer
anderen Hand halten, so dass der Teil mit einer Kugel in einem Rohr
zum Boden senkrecht ist. Sie kontrahiert dann ihre Vaginalmuskeln
und betrachtet die Kugel, während
sie in Reaktion auf die anfängliche Änderungsrate
ihrer Vaginalkontraktion ansteigt und sofort wieder fällt. Während der Übung muss
die Patientin die von der Kugel im Rohr erreichte maximale Höhe wahrzunehmen und
aufzeichnen. Die Schwierigkeiten bei der Lynch-Übungsvorrichtung sind zahlreich
und offensichtlich. Es ist keine Verbesserung des Perineometers
von Kegel abgesehen von der Tatsache, dass die Vaginalsonde vor
der Einführung
in der Größe verringert
wird.
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Eine
weitere Variante des Perineometers von Kegel wurde kürzlich von
M. Dougherty am College of Nursing der University of Florida in
Gainsville entwickelt. Diese Vorrichtung beinhaltet eine ausgereifte und
teure komprimierbare Intravaginalballonvorrichtung, die maßgeschneidert
ist, um sie an das Innere der Vagina einer speziellen Patientin
anzupassen. Diese Vorrichtung wird dann pneumatisch mit einer Druckmessvorrichtung
verbunden, deren Ausgangssignal auf einem Streifendiagramm aufgezeichnet wird.
Die Dougherty-Vorrichtung besitzt keine scheinbaren Vorteile gegenüber dem
ursprünglichen
Kegel-Perineometer abgesehen von der Behauptung des Entwicklers,
dass die Vorrichtung nicht versehentlich aus der Vagina der Patientin
herausrutscht. Die Vorrichtung weist jedoch viele Nachteile auf,
einschließlich,
dass sie äußerst teuer
ist, ein separates nach Maß angepasstes
Gerät für jede Patienten
erfordert, eine komplexe wissenschaftliche Instrumentierung verwendet
und nur unter der Überwachung
eines geschulten Aufsehers verwendet werden kann.
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Zahlreiche
Arten von perineometerartigen Vorrichtungen sind auch in der Patentliteratur
beschrieben.
US-A-3
598 106 , herausgegeben am 10. Aug. 1971 an E. Buning, beschreibt
beispielsweise eine nicht aufblasbare, mit Flüssigkeit gefüllte, Druckanzeige-Vaginalübungsvorrichtung,
die eine herkömmliche
Fluiddruckmessvorrichtung verwendet.
US-A-3 640 284 , herausgegeben am 8. Feb. 1972
an P. A. Delangis, beschreibt eine Vorrichtung, die den Vaginaldruck
mittels eines zylindrischen Kondomhalters, der mit Wasser gefüllt ist,
und eines Manometers misst.
US-A-3
726 273 , herausgegeben am 10. Apr. 1973 an N. S. Cole,
offenbart eine Vaginalübungsvorrichtung,
die aus einem aufblasbaren Kolben mit nur Ausdehnungsfähigkeit
besteht. Der Vaginaldruck wird durch einen herkömmlichen pneumatischen Druckindikator
angegeben.
US-A-3 752 150 ,
herausgegeben am 14. Aug. 1973 an J. P. Harris, offenbart eine Vorrichtung
zum Üben
der Vaginalmuskeln unter Verwendung eines mit Flüssigkeit gefüllten Druckeinsatzes,
wobei der durch die Muskelkontraktion verursachte Druck auf einer
herkömmlichen
Flüssigkeitsdruckmessvorrichtung
angezeigt wird.
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US-A-3 926 178 ,
herausgegeben am 16. Dez. 1975 an A. N. Feldzarnen, umfasst eine
Vorrichtung zum Üben
von Schließmuskeln,
einschließlich der
Vaginalmuskeln, die eine nicht aufblasbare einführbare Sonde mit zwei schraubenförmigen Rohren verwendet.
Das Ablesen des von der Sonde erfassten Drucks kann mittels eines
herkömmlichen
Bourdon-Rohrs, eines Flüssigkeitspegeldrucksensors, Rohren,
die mit gefärbter
Flüssigkeit
gefüllt
sind, oder eines herkömmlichen
Druckmessers bewirkt werden.
US-A-4
050 449 , herausgegeben am 27. Sept. 1977 an F. S. Castellana
et al., beschreibt ein mit Luft aufblasbares ballonartiges einführbares
Element mit einem Kragen, um das aufblasbare Element an der Stelle
zu halten. Der Druck wird mittels eines herkömmlichen Diagrammscheibendruckmessers
gemessen.
US-A-4 085
985 , herausgegeben am 20. Sept. 1977 an H. A. Sasse, beschreibt
eine Sonde mit einem mit Luft oder Flüssigkeit gefüllten länglichen
Rohr, die direkt mit einem Druckanzeigemesser verbunden ist.
US-A-4 167 938 ,
herausgegeben am 18. Sept. 1979 an H. Remih, offenbart einen auf
dem Umfang ausdehnbaren einführbaren
Körper
und einen herkömmlichen
luftbetätigten
mechanischen Indikator. Alternativ kann eine elektronische Anzeige für die digitale
Bereitstellung einer Druckanzeige verwendet werden.
US-A-4 216 783 , herausgegeben am
12. Aug. 1980 von H. Kaiser et al., zeigt eine einführbare Sonde,
wodurch der Vaginaldruck durch einen herkömmlichen Luftdruckmesser in
Verbindung mit Biofeedback gemessen werden kann, um den Grad und
die Stärke
der Steuerung, die über
die Vaginalmuskeln ausgeübt
wird, zu erhöhen.
US-A-4 476 880 ,
herausgegeben am 16. Okt. 1984 an D. A. Giem et al., offenbart eine
durch Luftdruck betätigte röhrenförmige Membran,
wobei der Luftdruck mittels eines Sensors in ein elektrisches Signal
umgewandelt wird. Durch eine speziell offenbarte elektronische Schaltungsanordnung
kann eine visuelle Anzeige des vaginaldrucks erhalten werden.
US-A-4 653 514 , herausgegeben
am 31. März
1987, und
US-A-4 768 522 ,
herausgegeben am 6. Sept. 1988 an S. W. Shapiro, beschreiben einführbare Elemente,
die vor der Einführung
in die Vagina mittels eines Vakuums teilweise entleert werden.
US-A-5 674 238 ,
herausgegeben am 7. Okt. 1997 an S. B. Sample et al., beschreibt
eine einführbare,
mit Luft gefüllte
Sonde, deren Innendruck durch Vaginalkontraktionen verändert werden
kann. Das Perineometer umfasst ein Steuermodul, das abwechselnde
Perioden von Übung
und Ruhe anzeigt, so dass die Patientin die Muskeln gemäß einer
vorbestimmten Zeitlänge,
die durch Ruheperioden getrennt sind, kontrahieren kann. Die Steuereinheit
umfasst auch ein Mittel zum Anzeigen der Differenz zwischen dem
Sondeninnendruck und einem vorbestimmten Druck während der Übungsperiode sowie ein Mittel
zum Anzeigen der Differenz zwischen dem mittleren Druck des Sondeninneren
während
einer vorangehenden Übungsperiode
und einem vorbestimmten Druck während
einer Ruheperiode.
US-A-5
733 230 , herausgegeben am 31. März 1998 an D. J. Sawchuck et
al., beschreibt eine einführbare,
mit Luft gefüllte
Sonde, die mit einem pneumatischen Druckgenerator verbunden ist,
der durch eine Mikroprozessoreinheit unterstützt wird.
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Die
vorstehend erwähnten
Drucksensoren haben einige gemeinsame Hauptnachteile: Ballone erfassten
Druckänderungen
ohne die Möglichkeit festzustellen,
aus welcher Richtung die Erhöhung des
Drucks geschieht. Dies bedeutet, dass eine Erhöhung des Bauchinnendrucks oder
eine erhöhte
Aktivität
von anderen Becken- oder Hüftmuskeln
einen erhöhten
Druckmesswert ohne Aktivität
der Beckenmodenmuskulatur verursachen kann. Um diese Fehler zu verringern,
ist eine gleichzeitige Bewertung/Untersuchung der Bewegung des Beckenbodens
mittels manueller Abtastung oder visueller Beobachtung erforderlich,
um subjektive Informationen über
die Aktivität
des Beckenbodens zu erhalten. Da die Änderungen des Durchmessers
des Ballons während
eines Tests nicht gemessen werden können und auch nicht die Änderungen
der physikalische Eigenschaften, ist es außerdem nicht möglich, die
im Beckenboden entwickelten Kräfte
mittels dieser Verfahren zuverlässig
zu berechnen. Jüngere
Studien haben gezeigt, dass die in der Beckenmodenmuskulatur entwickelte
Kraft zunimmt, wenn die Länge
dieser Muskeln zunimmt. Dies impliziert, dass verschiedene Größen der
Perineometer, z. B. verschiedene Drücke innerhalb der Ballone,
eine wichtige verwirrende Variable ist, die es schwierig macht,
die Messwerte von Zeit zu Zeit innerhalb jeder Person zu vergleichen. Außerdem scheint
ein Vergleich zwischen verschiedenen Gruppen von Personen unmöglich.
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Eine
sehr verschiedene Methode zum Messen der Kontraktionsstärke der
Vaginalmuskulatur beinhaltet eine Elektromyographie. In dieser Methode
wird ein Satz von Elektroden mit den Innenwänden der Vagina der Patientin
in physikalischen Kontakt gebracht. Die Differenzen des elektrischen
Potentials unter den Sonden werden dann durch ein Elektrometer gemessen
und aus diesen Messungen wird der Grad der Vaginalmuskelkontraktion
abgeleitet. Vorrichtungen unter Verwendung dieser Methode werden
auch Vaginalmyographen genannt.
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Verschiedene
Vaginalmyographen werden von Biotechnologies Inc. in Strafford,
Pa., vermarktet. Alle Myographen verwenden eine hantelförmige feste
Vaginalsonde, die aus hartem Dentalacryl besteht und die drei Silberpolster
aufweist, die um den eingeschürten
zentralen Teil der Sonde eingebettet sind. Die Sonde wird in die
Vagina der Patientin eingeführt und
wird dann durch ein elektrisches Kabel mit einer Anordnung von Verstärkern, Integratoren,
Computern, Videoanzeigen, Druckern, Aufzeichnungsgeräten, Telefonmodems,
quantisierten beleuchteten Balkenanzeigen und anderen komplexen
und teuren Überwachungsvorrichtungen
verbunden. Diese Vaginalmyographen leiden unter einem breiten Bereich von
innewohnenden Problemen. Sie sind äußerst teuer und die meisten
Vorrichtungen können
nur durch geschulte Gesundheitsfachleute nach ausgedehntem spezialisierten
Training bedient werden.
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Es
gibt keine Garantie, dass diese Vaginalmyographen die Stärke der
Kontraktion durch die Vaginalmuskulatur messen. Das Niveau an elektrischer Aktivität, die durch
diese Vorrichtungen gemessen wird, wird durch mehrere Variablen,
einschließlich der
Anzahl von Motoreinheiten, die aktivieren, der Aktivierungsrate,
der Nähe
der Motoreinheiten zur Elektrode und der chemischen Eigenschaften
des Vaginalfluids, das die Grenzfläche zwischen den Elektroden
und den Vaginalwänden
bildet, bestimmt. Diese Variablen können irreführende Variationen in den Messwerten
von einer Person zur nächsten
ergeben. Die Reaktion eines Vaginalmyographen kann auch durch die
Kontraktionen von Muskeln nahe zu, jedoch unterschiedlich von jenen,
die die Vagina umgeben, wie z. B. die Adduktoren oder andere Hüftmuskeln,
beeinflusst werden. Da die von der Sonde aufgenommenen elektrischen
Signale auf dem Mikrovoltpegel liegen, sind Vaginalmyographen äußerst empfindlich
gegen elektromagnetische Störung.
Außerdem
können
große
Messfehler auftreten, wenn sich das Beckenbodengewebe oder Vaginalgewebe relativ
zum eingeführten
Myographen bewegt. Aufgrund dieser Bewegungen entsteht eine künstliche Erhöhung der
myographischen Aktivität
ohne Bezug zur erhöhten
elektrischen Aktivität
des untersuchten Gewebes.
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DE-A1-197 53 030 beschreibt
eine in die Vagina einer Person oder das Rektum einzuführende Sonde
und mit einem Sensor zum dynamischen Bestimmen der durch die Kontraktion
der Beckenmodenmuskeln aufgebrachten Kraft. Die Sonde kann von einem
Arzt verwendet werden, um Informationen über die Kraft zu erhalten,
die durch die Kontraktion der Beckenmodenmuskeln mobilisiert werden
kann, durch deren Führung
eine geeignete Behandlung der Inkontinenz bestimmt wird; auf eine
Operation sollte nicht zurückgegriffen
werden, wenn eine Möglichkeit besteht,
die Muskelstärke
z. B. durch Muskelübung zu
verbessern. Die Sonde kann auch von der Person zu Hause verwendet
werden, um den Fortschritt der durch die Muskelübung erreichten Verbesserung
zu prüfen.
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Der
therapeutische Effekt der Vibrationsstimulation auf den menschlichen
Körper
wurde gut dokumentiert. Die Vibration bei niedrigen Frequenzen, die
auf das Gewebe angewendet wird, erhöht die Blutzirkulation aufgrund
der Erhöhung
der Kapillarerweiterung. Der erhöhte
Blutfluss erhöht
den Verbrauch an Sauerstoff und Nährstoffen durch. die Muskeln
und verbessert den Regenerationsprozess. Das Ergebnis ist eine verbesserte
Muskelspannung, Elastizität
und Kontraktionskapazität.
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US-A-5 782 745 ,
herausgegeben am 21. Juli 1998 an T. V. Benderev, beschreibt eine
Vorrichtung und ein Verfahren zur Bewertung und Behandlung von Urin-
und Fäkalinkontinenz,
wobei eine in die Vagina oder das Rektum einzuführende Sonde mit einem Vibrator
versehen ist, um Vibrationsstimulation für die Vaginal- und Analwand
und/oder benachbarte Muskeln vorzusehen, um die Verstärkung der
Beckenmodenmuskeln zu erleichtern. Der Vibrator kann mit einem zeitlich
gesteuerten Zyklus betrieben werden.
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Kurze Zusammenfassung der
Erfindung
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Die
Hauptaufgabe der Erfindung besteht darin, eine Übung für die Verstärkung der Beckenmodenmuskeln
wirksamer zu machen und die Übung
in einem Versuch, das erhaltene Ergebnis zu verbessern, unter Kontrolle
zu halten. Dies wird durch Bereitstellung einer Vorrichtung für ein Verfahren
zum Trainieren der Beckenmodenmuskeln erreicht, um Urin- oder Fäkalinkontinenz
zu heilen oder zu verhindern, umfassend die Schritte des Einführens einer Sonde
mit einem Vibrator und einem Kraftsensor in die Vagina oder das
Rektum einer Person, des anfänglichen
Bestimmens des höchsten
Werts der Kraft, die durch die Person bei der Kontraktion der Beckenmodenmuskeln
aufgebracht werden kann, wobei der Vibrator arbeitet oder nicht,
des Eintragens des Werts, des Wiederholens der Kontraktion der Beckenmodenmuskeln
in Intervallen, des Bestimmens der bei jeder Kontraktion durch die
Beckenmodenmuskeln aufgebrachten Kraft, des Vergleichs der Kraft
mit dem eingetragenen höchsten
Wert, des Aktivierens des Vibrators, wenn durch Vergleich die durch
die Person bei jeder Kontraktion der Beckenmodenmuskeln aufgebrachte
Kraft eine vorbestimmte Beziehung zum eingetragenen höchsten Wert
aufweist, und des Haltens des Vibrators für eine vorbestimmte Periode
aktiviert, solange die vorbestimmte Beziehung aufrechterhalten wird.
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Wenn
die Kontraktionskraft in einer vorbestimmten Beziehung zum eingetragenen
Wert steht, z. B. wenn sie sich auf etwa 80 des Werts beläuft, wird
folglich die durch wiederholtes Kontrahieren der Beckenmodenmuskeln
durchgeführte Übung durch einen
Vibrationseinfluss auf die Beckenmodenmuskeln ergänzt. Dann
wird die Vibration für
einen vorbestimmten Zeitraum aufrechterhalten.
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Die
Erfindung stellt auch eine Vorrichtung zum Trainieren der Beckenmodenmuskeln
bereit, um Urin- oder Fäkalinkontinenz
zu heilen oder zu verhindern, umfassend eine in die Vagina oder
das Rektum einzuführende
Sonde, mindestens einen Sensor in der Sonde zum dynamischen Bestimmen
der durch die Beckenmodenmuskeln auf die Sonde übertragenen Kraft, einen Vibrator
in der Sonde und einen Computer, der wirksam mit dem Sensor und
dem Vibrator verbunden ist, um den Vibrator nur bei einem Wert der
Kraft, wie durch den Sensor bestimmt, der mit einem vorbestimmten
Wert der Kraft in Beziehung steht, anzuschalten.
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In
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel umfasst
die Sonde ein erstes und ein zweites Element, die durch eine axiale
Lücke dazwischen
voneinander beabstandet sind, einen einzelnen Sensor, der sich im
ersten Element befindet, um eine auf den Sensor aufgebrachte Kraft
in ein elektrisches Ausgangssignal umzuwandeln, und ein Hebelsystem
in dem zweiten Element zum dynamischen Übertragen von passiven und
aktiven Kräften,
die durch die Beckenmodenmuskeln induziert werden und auf das erste
und das zweite Element über
die Lücke
in der Querrichtung der Sonde wirken, von axial beabstandeten Positionen
der Sonde zum Sensor, wenn sie in die Vagina oder das Rektum eingeführt ist,
und zum Aufbringen der Kraft auf den Sensor.
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Weitere
Details der Erfindung sind in den unabhängigen Ansprüchen definiert.
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Kurzbeschreibung der Zeichnungen
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Die
zugehörigen
Zeichnungen offenbaren erläuternde
Ausführungsbeispiele
der Vorrichtung der Erfindung und das Verfahren der Erfindung wird
mit Bezug auf diese Ausführungsbeispiele
beschrieben.
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In
den Zeichnungen gilt
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1 ist
eine axiale Querschnittsansicht eines ersten Ausführungsbeispiels
der Sonde, die einen Teil der Vorrichtung der Erfindung bildet,
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2 ist
eine Stirnansicht der Sonde in 1 in einem
verkleinerten Maßstab,
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3 ist
eine bruchstückhafte
vertikale Querschnittsansicht des menschlichen weiblichen Körpers, die
die Vorrichtung der Erfindung zur Übung der Beckenmodenmuskeln
angewendet zeigt,
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4 ist
ein Blockdiagramm, das das elektrische System der Vorrichtung der
Erfindung zeigt,
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5 ist
eine perspektivische Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels der Sonde,
wobei deren zwei Hälften
in einer getrennten Position gezeigt sind,
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6 ist
eine perspektivische Ansicht der Sonde in 5, wenn
die zwei Hälften
geschlossen sind,
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7 ist
eine bruchstückhafte
vergrößerte Querschnittsansicht,
die die Sensoranordnung in dem Ausführungsbeispiel von 5 und 6 genauer
zeigt,
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8 ist
eine Querschnittsansicht einer Modifikation des Ausführungsbeispiels
in 1 und 2 oder in 5 und 6,
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9 ist
eine perspektivische Ansicht eines vierten Ausführungsbeispiels der Sonde,
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10 ist
eine axiale Querschnittsansicht der Sonde in einem fünften Ausführungsbeispiel
davon,
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11 ist
eine Draufsicht auf die Unterseite des oberen Elements der Sonde
in 10,
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12 ist
eine Draufsicht auf das untere Element der Sonde in 10 mit
dem darin montierten Hebelsystem,
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13 ist
eine Querschnittsansicht entlang der Linie XIII-XIII in 11 und
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14 ist
eine Querschnittsansicht entlang der Linie XIV-XIV in 12.
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Ausführliche Beschreibung der Erfindung
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Die
nachstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele
sind für
die Verwendung durch Gesundheitsfachleute bei der Diagnose von Urininkontinenz
von Frauen und beim Testen der Stärke der Beckenmodenmuskeln
und zu Hause von der Frau, um ein Beckenmuskeltraining unter Heimbedingungen durchzuführen und
um das Ergebnis davon ohne direkte medizinische Überwachung zu bewerten, bestimmt.
Die Erfindung ist jedoch nicht auf eine solche Verwendung begrenzt;
die Sonde kann zur Einführung
in das Rektum zur Diagnose und zum Heilen von Fäkalinkontinenz von Frauen und
Männern
angepasst werden. Folglich muss die Größe der Sonde mit angemessener
Betrachtung der vorgesehenen Verwendung der Sonde in der Vagina
oder im Rektum bemessen werden.
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Mit
Bezug auf 1 und 2 soll die
darin als erläuterndes
Ausführungsbeispiel
offenbarte Sonde 10 in die Vagina eingeführt werden
und besitzt eine zylindrische Form mit einem halbkugelförmigen Ende,
das das Einführungs-
oder distale Ende der Sonde bildet. Die Sonde kann eine andere runde Form
aufweisen und es ist nicht erforderlich, dass sie eine einheitliche
Querschnittsform aufweist, aber die hierin offenbarte Form hat sich
als anatomisch optimal erwiesen. Die Sonde umfasst zwei Hälften 11 und 12 mit
flachen Oberflächen,
die in einer zentralen axialen Ebene der Sonde einander zugewandt
sind, wobei eine Lücke 14 in
der Größenordnung
von 1 mm zwischen den zwei Hälften
belassen ist und dazwischen aufrechterhalten wird, wie nachstehend
beschrieben wird. Die zwei Hälften
sind bei 15 gelenkig miteinander verbunden und sollten
aus einem im Wesentlichen starren Material, z. B. Kunststoffmaterial, bestehen.
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Die
zwei Hälften
bilden zusammen einen Hohlraum 16 und ein darin aufgenommener
Vibrator umfasst einen elektrischen Mikromotor 17, der
mit der Hälfte 11 der
Sonde bei 18 verbunden ist, und ein Unwuchtgewicht 19,
das an einer Antriebswelle 20 des Motors montiert ist.
Der Motor kann eine Antriebswelle aufweisen, die an jedem Ende des
Motors vorsteht, wobei die vorstehenden Enden der Welle jeweils
ein Unwuchtgewicht aufweisen, und der Motor und der Vibrator können auch
zusammengebaut sein, um eine integrierte Einheit zu bilden. Die
Hälfte 12 bildet
zwei Aussparungen 21, die jeweils nahe einem Ende der Sonde
liegen und in die flache Oberfläche
der Hälfte 12 münden, und
in jeder von diesen Aussparungen ist ein Kraftsensor 22 aufgenommen. Ein
geeigneter Sensor ist ein gegen Kraft empfindlicher Widerstand von
International Electronics and Engineering, Findel, Luxemburg, der
die Form einer dünnen
Sandwichstruktur mit ineinander greifenden Elektroden zwischen Trägerplatten
aufweist. Diese Sensoren sind mit niedrigem Preis erhältlich,
sind klein und erfordern ein Minimum an Platz und deren Genauigkeit
ist für
die Zwecke der Erfindung ausreichend. Elektrische Drähte 23 sind
mit den Sensoren verbunden und sind zu einem Kabel 24 verlängert, das
auch Drähte 25 für die Lieferung
von elektrischer Leistung zum Motor 17 enthält. Ein
Schalter sollte vorgesehen sein, der ermöglicht, dass der Motor manuell
ein- und ausgeschaltet wird. Stifte 26, die durch die Hälfte 11 gebildet
oder an dieser angebracht sind, stehen von deren flacher Oberfläche vor
und stehen jeweils mit einem der Sensoren 22 in Eingriff.
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Ein
Kondom 27 aus Latex oder einem ähnlichen elastischen Material
ist über
die Sonde gespannt und ist zwischen eine Endscheibe 28,
die an der Stirnfläche
der Sonde anliegt, und eine Platte 29, die gegen die Scheibe 28 mittels
Schrauben 30 festgespannt ist, die in Gewindeblindlöcher in
der Scheibe 28 geschraubt sind, geklemmt. Die Platte verjüngt sich
von einem oberen Ende zu einem unteren Ende derselben. Die Scheibe 28 wird
an der Stirnfläche
der Sonde durch das gespannte Kondom gehalten, das die Hälften 11 und 12 zusammenhält, wobei
die Stifte 26 an den Sensoren 22 anliegen. Das
Kabel 24 ist durch einen Durchgang 31 geführt, der
sich vom Hohlraum 16 durch die obere Hälfte 12 der Sonde, die
Scheibe 28 und die Platte 29 zu einer äußeren Stelle
erstreckt.
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Mit
Bezug auf 3 wird die Sonde 10 in
die Vagina einer Frau eingeführt.
Die Platte 29 am äußeren oder
proximalen Ende der Sonde erstreckt sich nach oben und nach unten,
um eine Trägerplatte
zu bilden, die mit dem Körper
an der Öffnung
der Vagina in Eingriff gebracht wird, wie in 2 offenbart.
Das Kabel 24 ist mit einer batteriebetriebenen, elektronischen
Freihand-Verarbeitungseinheit 32 verbunden. Wie in 3 dargestellt,
umfasst diese Einheit einen Mikroprozessor 33 mit Schnittstellen
für den
Motor 17 und die Sensoren 22, einen Speicher 34 für die Datenspeicherung,
eine zeitgeberschaltung 35 und eine Steuereinheit 36 zum
Einstellen der Zeitgeberschaltung. Die Einheit umfasst auch eine
Batterie 37. Die Einheit ist durch das Kabel 24 mit
dem Motor 17 für die
Lieferung von elektrischer Leistung zum Motor verbunden, wenn der
Vibrator aktiviert werden soll.
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Wenn
das Verfahren der Erfindung angewendet wird, wird die in 1 und 2 offenbarte Sonde
in die Vagina einer Person eingeführt, wie in 3 gezeigt,
um Urininkontinenz bei der Frau zu heilen oder zu verhindern. Die
Sonde ist durch das Kabel 24 mit der Einheit 32 verbunden.
Anfänglich bringt
die Person durch Kontrahieren der Beckenmodenmuskeln die größtmögliche Kraft,
die sie bewerkstelligen kann, auf.
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während dieses
Schritts kann der Vibrator ausgeschaltet werden, er arbeitet jedoch
vorzugsweise. Ein Signal, das die aufgebrachte Kraft darstellt,
wird bei 38 zur Einheit 32 übertragen, damit es im Speicher 34 gespeichert
wird, was durch Verbinden der druckempfindlichen Sonde direkt mit
der Einheit über
eine Schnittstelle oder durch Lesen der Kraft auf einem Indikator,
der mit der Sonde verbunden ist, und dann Liefern des Werts der
Kraft zum Speicher mittels einer Tastatur, die in der Einheit enthalten
oder mit dieser verbunden ist, durchgeführt werden kann. Die Einheit
kann auch Einrichtungen zum Speichern von persönlichen Daten, allgemeinen Einrichtungsdaten
und Zeitdaten und eine Anzeige zum Lesen der gespeicherten Daten
sowie eine Schnittstelle zum Verbinden mit einem PC aufweisen.
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Wenn
diese Prozedur beendet wurde, wiederholt die Person die Kontraktion
der Beckenmodenmuskeln in Intervallen, um die Muskeln zu üben. Der
Mikroprozessor 33 ist programmiert, um den durch dieses
Signal dargestellten Wert mit dem erhaltenen maximalen Kraftwert
zu vergleichen, der nun im Speicher 34 der Einheit 32 gespeichert
ist, und um festzustellen, ob eine vorbestimmte Beziehung zwischen
den Kraftwerten besteht, z. B. ob der durch das von der Sonde 10 übertragene
Signal dargestellte Kraftwert sich auf einen vorbestimmten Prozentsatz,
z. B. mindestens 80 des Kraftwerts im Speicher beläuft, und
die maximale Kraft darstellt, die anfänglich durch die Person aufgebracht
wurde.
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Der
Mikroprozessor 33 sollte programmiert sein, um die Leistungsversorgung
von der Batterie 37 für
den Motor 17 einzuschalten, wenn die vorbestimmte Beziehung
vorherrscht, um den Vibrator in der Sonde zu aktivieren, so dass
das Training durch eine Vibrationstherapie mit einer Frequenz im
Bereich von 10 bis 40 Hz, vorzugsweise im Bereich von 25 bis 30
Hz, ergänzt
wird. Die Vibration sollte für eine
vorbestimmte Periode, z. B. 60 Sekunden, aufrechterhalten werden,
die mittels der Steuereinheit 36 festgelegt werden kann,
und nur solange die Muskelkraft nicht unter den vorbestimmten Wert
davon abnimmt. Wenn die festgelegte Periode abgelaufen ist, sollte
die Person die Prozedur durch Wiederholen der Kontraktion in Intervallen
von z. B. 60 Sekunden für
die Anzahl von Perioden fortsetzen, wie von einem Arzt oder Therapeuten
verordnet. Wenn die Person selbst nach Ruheperioden nicht mehr die
vorbestimmte Kraft aufbringen kann, sollte das Training beendet
werden und sollte nach einer Unterbrechung von z. B. einem oder
zwei Tagen wieder aufgenommen werden.
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Die
Trainingsprozedur sollte von der Person periodisch, z. B. einmal
jeden Tag oder jede Woche oder mehrere Male jede Woche, wiederholt
werden und als Anfangsschritt jedes Trainingsdurchgangs trägt die Person
die maximale Kontraktionskraft, die sie erreichen kann, ein. Die
Stärke
der Beckenmodenmuskeln verbessert sich hoffentlich durch wiederholtes
Training, was durch den in der Einheit zu speichernden Kraftwert,
der auf einem höheren
Pegel liegt, jedes Mal, wenn eine neue Trainingssitzung begonnen
wird, angegeben wird. Die Person muss dann durch Kontraktion der
Beckenmodenmuskeln eine größere Kraft
aufbringen, bevor das Training durch Vibration ergänzt wird.
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Obwohl
das Training durch Kontraktion der Beckenmodenmuskeln an sich bekannt
ist und das Training durch Vibration auf dem Gebiet der Rehabilitation
der Beckenmodenmuskeln auch an sich bekannt ist, ist die Neuheit
der Erfindung die Kombination einer wiederholten Kontraktionsübung und
einer Vibration unter vorbestimmten kontrollierten Bedingungen,
um das Training zu verbessern.
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Anstatt
Daten von der Sonde zur Verarbeitungseinheit durch ein Kabel zu übertragen,
wie beschrieben, kann eine solche Übertragung durch Telemetrie
bewirkt werden, die einen Analog-Frequenz- oder
Analog-Digital-Wandler, einen Sender und eine Batterie als Teil
der Sonde erfordert, was möglich
ist.
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Mit
Bezug auf 5 und 6 umfasst
die darin offenbarte Sonde zwei Hälften 11 und 12,
aber sie sind nicht gelenkig miteinander verbunden wie im vorstehend
beschriebenen Ausführungsbeispiel.
Ein elastischer Ring 39 ist auf jeden Stift 26 geführt und wenn
die zwei Hälften
der Sonde zusammengelegt werden, werden die Stifte 26 in
den Aussparungen 21 aufgenommen, um sie mit den darin aufgenommenen
Kraftsensoren 22 in Eingriff zu bringen, wobei die zwei
elastischen Ringe 39 zwischen die Hälften der Sonde eingefügt werden,
um die Lücke 14 dazwischen
aufrechtzuerhalten. Die Anordnung der Sensoren ist in 7 genauer
offenbart. Wenn der Sensor 22 ein kraftempfindlicher Widerstand
von International Electronics and Engineering ist, auf den vorstehend
Bezug genommen wurde, sollte eine weiche Schicht 26' zwischen dem
Stift 26 und dem Sensor 22 angeordnet sein, der
durch den starren Boden der Aussparung 21 abgestützt wird.
In 7 ist der Ring 39 als gerippter Ring
gezeigt, aber er kann auch einen elastischen O-Ring, z. B. aus Gummi
oder einem ähnlichen
elastischen Material, umfassen. In der Außenseite der Sonde sind zwei
Umfangsnuten 40 vorgesehen und ein elastischer O-Ring 41 oder
ein elastischer Metallring ist in jeder der Nuten aufgenommen, um
die Sondenhälften
zusammenzuhalten. Wenn die Sonde, die in die Vagina oder das Rektum eingeführt ist,
einer Kraft ausgesetzt wird, die durch Kontraktion der Beckenmodenmuskeln
erzeugt wird, werden die Sondenhälften
unter elastischer Kompression der elastischen Ringe 39 zusammengedrückt, wobei
ein Signal, das die Kraft darstellt, durch die Kraftsensoren 22 übertragen
wird, wie im vorstehend beschriebenen ersten Ausführungsbeispiel.
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In
einigen Fällen
kann es für
die trainierende Person schwierig sein, eine Kontraktionskraft auf
die Sonde aufzubringen, da das die Vagina umgebende Gewebe locker
ist oder da ein beträchtlicher
Unterschied in der Größe der Sonde
und des fraglichen Hohlraums besteht. 8 offenbart
eine Modifikation des ersten Ausführungsbeispiels in 1 und 2 oder
des zweiten Ausführungsbeispiels
in 5 und 6, die die Einstellung der äußeren Abmessung der
Sonde ermöglicht.
Jede der zwei Hälften 11 und 12,
die durch die Lücke 14 getrennt
sind und durch das Kondom 27 aus elastischem Material eingeschlossen
sind, ist mit zwei zwei-armigen Hebeln versehen, die Arme 42 und 43 aufweisen
und schwenkbar an Stiften 44 angebracht sind, die sich
axial zur Sonde erstrecken. Jeder Arm 42 weist einen flachen Endteil 45 auf,
der sich in der axialen Richtung der Sonde erstreckt, und jeder
Arm 43 ist mit einem Draht oder einer Kette 46 verbunden,
der/die durch einen Durchgang 47 in der zugehörigen Hälfte der
Sonde zum proximalen Ende davon verlängert ist. Durch Ziehen der
Drähte
oder Ketten, was durch eine geeignete Schraubenvorrichtung bewirkt
werden kann, mit der die Drähte
oder Ketten verbunden sind, können
die Hebel 42, 43 an den Stiften 44 in
die durch Strichlinien gezeigte Position geschwenkt werden, so dass
die flachen Endteile 45 das Kondom 27 z. B. in die
bei 27' in 8 gezeigte
Position aufweiten. Die Drähte
oder Ketten können
durch geeignete Mittel mit den Hebeln in dieser Position verriegelt
werden. In dieser Weise kann die Sonde an die Wand der Vagina zur Übertragung
der durch die trainierende Person aufgebrachten Kontraktionskraft
zur Sonde und folglich zu den Sensoren angelegt werden.
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In
dem in 9 offenbarten Ausführungsbeispiel ist die Sonde 10 aus
einem einheitlichen Körper mit
einem zentralen Blindloch 50 gebildet, in das der Motor 17 mit
dem Unwuchtgewicht 19 eingesetzt ist, obwohl er in 9 von
der Sonde getrennt gezeigt ist. In diesem Fall ist ein einzelner Kraftsensor 51 an der
Außenseite
der Sonde angebracht. Der Sensor ist um die Sonde gewickelt und
ist an deren äußerer Oberfläche befestigt
und er sollte mit der Einheit 32 durch Drähte 52 verbunden
sein. In einer Modifikation können
individuelle Sensoren auf dem Umfang an der Außenseite der Sonde verteilt
werden. Es kann ausreichen, nur zwei Sensoren vorzusehen, die diametral
zueinander entgegengesetzt liegen.
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Die
Ausführungsbeispiele
der Sonde, die in 5 und 6 bzw. 9 offenbart
sind, können mit
einem Kondom 27 versehen werden und die Montage davon am
proximalen Ende der Sonde kann wie in 1 offenbart
sein.
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Nun
wird auf 10 bis 14 in
den Zeichnungen Bezug genommen. Wie im Ausführungsbeispiel von 1 umfasst
die Sonde 10 zwei Hälften 11 und 12 mit
einer Lücke 14 dazwischen,
die durch ein Kondom 27 eingeschlossen sind, das mittels
Schrauben 30 zwischen eine Scheibe 28 und eine
Platte 29 geklemmt ist. Die Platte 29 kann geformt
sein, wie in 2 gezeigt.
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In
der oberen Hälfte 12,
wie in 10 zu sehen, ist ein Hohlraum 53 mit
einer flachen Bodenfläche
ausgebildet, der einen erhabenen Teil 54 aufweist, und
ein hermetisch abgedichteter Kraftsensor 55 wie z. B. ein
Drahtdehnungsmesser steht mit der Oberfläche des erhabenen Teils 54 in
Eingriff und ist an diesem mittels Schrauben 56 befestigt,
die in Gewindeblindlöcher
in der Hälfte 12 geschraubt
sind. Der Sensor erstreckt sich in den tieferen Teil des Hohlraums 53,
dessen Grenzflächen
den Sensor umgeben, wobei ein freier Raum zwischen dem Sensor und
den Oberflächen
belassen ist.
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Ein
rechteckiger Hohlraum 57 mit einer flachen Bodenfläche ist
in der unteren Hälfte 11 der Sonde
ausgebildet. Zwei zweiarmige Metallblechhebel 58 und 59 sind
im Hohlraum mittels zylindrischer Querstangen 60 und 61,
die durch Nuten 62 und 63 im Boden des Hohlraums 57 aufgenommen
sind, schwenkbar gelagert. Die Stangen 60 und 61 können durch
scharfe Kanten, die mit der unteren Hälfte 11 einteilig
sind und von der flachen Bodenfläche
des Hohlraums 57 vorstehen, ersetzt werden. Jeder der Hebel 58 und 59 bildet
an einem Ende desselben einen Flansch 64 bzw. 65,
der senkrecht nach oben vom jeweiligen Hebel vorsteht, wobei der
Flansch durch einen rechteckigen Hohlraum 66 bzw. 67 in
der oberen Hälfte 12 der
Sonde 10 aufgenommen wird. Der Hebel 58 ist U-förmig und
bildet zwei Glieder 68, die vom Flansch 64 vorstehen,
die am Ende entgegengesetzt zum Flansch 64 jeweils einen
Flansch 69 aufweisen, der senkrecht nach oben von den Gliedern
vorsteht. Das andere Ende des Hebels 59 entgegengesetzt
zum Flansch 65 bildet eine zentrale Zunge 70 mit
einem Flansch 71, der senkrecht nach oben von der Zunge
vorsteht, die zwischen den Gliedern 68 aufgenommen ist.
Die Flansche 69 und 71 liegen am Sensor 55 an
der Unterseite davon am Ende des Sensors an, das zu dem Ende entgegengesetzt
liegt, an dem der Sensor an der oberen Hälfte 12 befestigt
ist.
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Ein
Hohlraum 53A in der oberen Hälfte 12 bildet zusammen
mit dem Hohlraum 57 in der unteren Hälfte 11 einen hohlen
Raum in der Sonde, der den Vibrator mit dem Unwuchtgewicht 19 an
der Antriebswelle 20 aufnimmt. Wie im Ausführungsbeispiel von 1 kann
auch der Antriebsmotor des Vibrators innerhalb der Sonde angebracht
werden, aber in dem Ausführungsbeispiel
von 10 ist die Welle 20 drehbar in der oberen
Hälfte 12 angebracht
und erstreckt sich zum Motor 17, der sich an der Außenseite
der Sonde befindet und an einer Platte 29 angebracht ist.
Eine Kerbe 64A ist im Flansch 64 für den Durchgang
der Welle vorgesehen.
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Wenn
die Sonde in die Vagina eingeführt wird,
wie in 3 gezeigt, wird die Trainingsprozedur, wie vorstehend
beschrieben, durchgeführt.
Passive und aktive Kräfte,
die auf die Sonde während
der Ruhe bzw. der Muskelkontraktion irgendwo entlang der Längsachse
der Sonde aufgebracht werden, werden durch die Hebel 58 und 59 zusammengefasst und
zum Sensor 55 übertragen,
der die resultierende Kraft an einer Querachse misst und diese Kraft
in ein elektrisches Ausgangssignal umwandelt, das von der Position
des Kraftangriffs an der Längsachse
der Sonde unabhängig
ist. Die Sonde ermöglicht
die Messung unter allen normalen Bedingungen, z. B. wenn die Patientin
sitzt, steht oder liegt, und ist gegen den Bauchinnendruck unempfindlich.
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Das
Ausgangssignal aus dem Sensor 55 wird mittels eines Kabels 24 zu
einer externen elektronischen Verarbeitungseinheit, vorzugsweise
einer batteriebetriebenen Freihandeinheit, wie z. B. der mit Bezug
auf 4 beschriebenen Einheit 32, übertragen.
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Die
Verarbeitungseinheit empfängt
das Ausgangssignal vom Sensor 55 und verarbeitet dieses Signal,
um das Ergebnis jeder einzelnen Muskelkontraktion sowie das Datum
und die Zeit davon darzustellen und zu speichern. Diese Operation
dient zwei Zwecken:
- 1. Diagnose. Die Funktion
der Beckenmodenmuskeln kann getestet werden und die erhaltenen Daten
können
zur zukünftigen
Analyse gespeichert werden.
- 2. Selbsttraining. Die Patientin kann die Verarbeitungseinheit
zum Trainieren der Beckenmodenmuskeln verwenden. Vor jeder Trainingssitzung führt die
Patientin einen Test durch, der die Basis für das Biofeedback bildet. Für eine optimale
Trainingswirkung wird die Patientin sofort nach jeder Muskelkontraktion über die
Qualität
der durchgeführten
Arbeit informiert. Folglich bestimmen die individuellen Patienteneigenschaften
die Intensität
und Anzahl der Kontraktionen sowie die Dauer und Wiederholung von
Vibrationsperioden. Die Verarbeitungseinheit kann für die Patientin
angeben, wenn die optimale Anzahl von Kontraktionen erreicht ist,
wobei somit eine Muskelermüdung berücksichtigt
wird.
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Bei
Frauen mit Stressurininkontinenz (SUI) scheinen die folgenden Faktoren
mit der Entwicklung der Krankheit in Beziehung zu stehen: Fettleibigkeit, mehr
als drei Vaginalentbindungen und Geburtsgewichte über 4 kg. Überdies
haben Studien gezeigt, dass eine verringerte Krafterzeugungskapazität der Beckenmodenmuskulatur
mit der Entwicklung von SUI in Zusammenhang steht. Unter-Verwendung
eines kürzlich
entwickelten Verfahrens wurde gezeigt, dass die Anstiegskraftentwicklung
(RFD), d. h. wie schnell die Kraftänderung stattfindet (N/s),
bei Frauen mit SUI signifikant verringert ist.
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Eine
verringerte RFD kann aufgrund von verschiedenen Möglichkeiten
auftreten:
- i) Die interne Kraft-Geschwindigkeits-Beziehung/Kapazität der Muskelfasern
ist verringert;
- ii) die Länge
der Muskeln und ihres Bindegewebes ist erhöht, so dass mehr Zeit erforderlich
ist, um das "Spiel
im Gewebe aufzunehmen";
- iii) die Befestigung der Muskelfasern am Bindegewebe ist unterbrochen,
so dass keine Erhöhung der
Spannung auftritt; und
- iv) das Nervensystem ist nicht geeignet trainiert, um Impulse
mit genügend
hoher Frequenz zu senden.
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Muskelgewebe
reagieren insbesondere auf das dem Gewebe auferlegte Training. Daher
ist es wichtig, dass verschiedene physiologische Eigenschaften des
Beckenbodens speziell trainiert werden. Die beschriebene Vorrichtung
kann der Patientin Informationen über verschiedene Parameter
geben, z. B. zwei verschiedene Kraftparameter, nämlich entwickelte Kraft (N)
und Anstiegskraftentwicklung RFD (N/s). In Abhängigkeit von den Ergebnissen
der Untersuchung, die von der Vorrichtung der Erfindung Gebrauch
macht, kann der Arzt/Gynäkologe
daher entscheiden, ob "Kraftrückkopplung", "RFD-Rückkopplung" oder eine Mischung
beider von den Patientinnen verwendet werden sollte. Test/Trainings-Vorrichtungen des
Standes der Technik konnten diese neuen Parameter aufgrund einer
Unzulänglichkeit
in deren Konstruktion nicht berücksichtigen und
konnten sie auch nicht messen. Es ist wichtig zu beachten, dass
die zwei Parameter gemäß der von Hill
1938 entdeckten Kraft-Geschwindigkeits-Beziehung verschieden sind:
- – eine
hohe Kraft kann trotz einer niedrigen Geschwindigkeit entwickelt
werden, und
- – eine
hohe RFD stimmt nicht notwendigerweise mit einer Entwicklung einer
hohen Kraft überein.
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Nach
einer vorbestimmten Trainingsperiode kann die Verarbeitungseinheit
zur Analyse zu einem Doktor gebracht werden, wobei die in der Verarbeitungseinheit
gespeicherten Daten zu einem PC zur Analyse und Darstellung des
Ergebnisses numerisch oder graphisch sowie zum Ausdruck derselben übertragen
und in diesem gespeichert werden.
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Anstelle
der Übertragung
von Daten von der Sonde zur Verarbeitungseinheit durch ein Kabel
kann eine solche Übertragung
durch Telemetrie bewirkt werden, die dem Patienten eine größere Freiheit
gibt, da auf das Kabel verzichtet werden kann. Die Telemetrie erfordert
einen Analog-Frequenz- oder Analog-Digital-Wandler, einen Sender
und eine Batterie als Teil des Sensors, was möglich ist.
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Wenn
die Vorrichtung im Rektum verwendet wird, um Fäkalinkontinenz anzuzeigen,
kann deren Ergebnis zur Diagnose von Spinaldefekten verwendet werden.