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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zur Übertragung des Standorts von
Kommunikationsteilnehmern gemäß der Präambel von
Anspruch 1, ein Kommunikationsnetzwerk gemäß der Präambel von Anspruch 7, einen
Dienstcomputer gemäß der Präambel von
Anspruch 8 und Programmmodule zur Ausführung im Dienstcomputer.
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Zusätzlich zur Übertragung
der Benutzerinformationen bieten moderne Kommunikationsnetzwerke
ihren Teilnehmern eine steigende Zahl von Diensten, die häufig mit
zusätzlichen
Leistungen und Informationen verbunden sind. Einer dieser Dienste ist
die im ITU-T-Standard Q.951 definierte Anzeige der Rufnummer des
Anrufers (Calling Line Identification Presentation, CLIP). In diesem
Dienst wird im Verlauf des Verbindungsaufbaus die Telefonnummer des
anrufenden Teilnehmers an das Endgerät des angerufenen Teilnehmers übertragen,
wo sie angezeigt werden kann, beispielsweise über ein LCD-Display. Der angerufene
Teilnehmer kann den anrufenden Teilnehmer anhand der Telefonnummer
identifizieren und dann entscheiden, ob er den Anruf entgegennehmen
will. Bei modernen Endgeräten
kann diese Identifikation auch automatisch erfolgen, wenn die Telefonnummer
im Endgerät
bekannt ist und eine Zuordnung zu einem Teilnehmer programmiert
wurde. Dieser Dienst, der ursprünglich
für ISDN
(Integrated Services Digital Network) definiert wurde, steht auch GSM-Teilnehmern
zur Verfügung
und seit kurzem sogar Teilnehmern im analogen Netzwerk. Aus Gründen des
Datenschutzes muss es die Möglichkeit
geben, die Übertragung
der Telefonnummer durch den Teilnehmer, dessen Nummer übertragen
werden soll, zu inaktivieren. Der oben angegebene Standard kennzeichnet
auch einen Dienst zum Anzeigen der Telefonnummer des angerufenen
Teilnehmers, den Connected Line Presentation (COLP) Dienst. Wie beim
CLIP Dienst haben die Teilnehmer die Möglichkeit, diesen Dienst zu
inaktivieren. Dieser Dienst (COLP) wird jedoch von vielen Telekommunikationsanbietern
nicht implementiert unter Berücksichtigung der
Tatsache, dass die Telefonnummer des angerufenen Teilnehmers dem
anrufenden Teilnehmer bekannt ist.
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Eine
kontinuierliche Standortermittlung erfolgt bei Teilnehmern von Mobilfunknetzen,
beispielsweise des GSM-Netzes. Sobald der Teilnehmer einen so genannten
geografischen Bereich des Netzwerks verlasst und in einen neuen
geografischen Bereich gelangt, werden dieser Teilnehmer und der neue
geografische Bereich in einem so genannten Besucherstandortregister
(Visitors Location Register, VLR) eingetragen; wenn der Teilnehmer
angerufen wird, kann er dann gezielt in einem geografischen Bereich
angerufen werden. Darüber
hinaus sind Verfahren bekannt, in denen eine deutlich genauere Standortbestimmung
durchgeführt
werden kann, die über
die Position eines geografischen Bereichs hinaus geht, beispielsweise
mithilfe von Funksignalmessungen. Hier werden Funksignale von Sendern
verschiedener Zellen in einem mobilen Endgerät gewichtet. Die Entfernungen
zu diesen Sendern werden aus den Gewichtungen dieser Funksignale
abgeleitet. Mit der Kenntnis der geografischen Position der Sender
kann mithilfe trigonometrischer Verfahren eine extrem genaue Standortbestimmung
durchgeführt
werden. Diese Informationen können
anschließend
in Form einer Kurzmitteilung durch GSM-spezifische Dienste an spezifische
GSM-Teilnehmer gesendet werden, beispielsweise über den so genannten Short
Message Service (SMS).
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Der
oben beschriebene Standortübertragungsdienst
wird nur GSM-Teilnehmern
zur Verfügung
gestellt. Darüber
hinaus müssen
diese Informationen über
einen speziellen Dienst angefordert werden, beispielsweise über den
oben erwähnten
Short Message Service. Als Ergebnis der von Telekommunikationsanbietern
bereitgestellten neuen Dienste, beispielsweise der Nummer-Portierbarkeit, bei
der der Teilnehmer seine Telefonnummer auch nach einem Wohnungswechsel
beibehält,
oder der Einrichtung einer persönlichen
Telefonnummer, bei der der Teilnehmer über eine einzige Nummer an
verschiedenen, definierbaren Standorten im Kommunikationsnetzwerk
erreicht werden kann, wird die Telefonnummer eines Teilnehmers sogar
in Festnetzen zu einer immer weniger aussagekräftigen Information über ihren
Besitzer. Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf die wachsende
Verschmelzung von Mobil- und Festnetzen ist es wünschenswert, eine breite Basis
zum Generieren von Standortinformationen bereitzustellen und diese
Informationen allen Teilnehmern über
einen einfach zu bedienenden Dienst zur Verfügung zu stellen, ähnlich wie
mit dem oben beschriebenen Dienst zur Anzeige der Telefonnummer. In
Zukunft könnte
die Anzeige des Standorts sowie des Namens des Kommunikationspartners
die Anzeige der Telefonnummer ergänzen oder ersetzen.
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Die
Patentschrift 5,950,137 beschreibt ein Verfahren zur Verwendung
in einem Mobilkommunikationssystem, das einer anfordernden Mobilstation (MS)
Standortinformationen zu einer Ziel-Mobilstation (MS) bereitstellt. Zu diesem
Zweck sendet die anfordernde MS eine Nachricht mit der Nummer des Teilnehmers
der Ziel-MS, einem Servicecode für
den Standortinformationsdienst und eine Geheimnummer, die von der
Ziel-MS bekannt ist. Wenn die in der Nachricht enthaltene Geheimnummer
der Geheimnummer der Ziel-MS entspricht, werden die Standortinformationen
aus einem Informationsregister der Mobilteilnehmer abgerufen und
der anfordernden MS angezeigt.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein einfaches und flexibles
Verfahren sowie geeignete Mittel für die Bereitstellung von Standortinformationen
zu bieten sowie die Übertragung
dieser Informationen an die Teilnehmer zu ermöglichen.
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Gemäß der Erfindung
wird dieses Ziel erreicht durch ein Verfahren gemäß den Inhalten
von Anspruch 1, ein Kommunikationsnetzwerk gemäß den Inhalten von Anspruch
7, einen Dienstcomputer gemäß den Inhalten
von Anspruch 8 und Programmmodulen gemäß den Inhalten von Anspruch
11 und 13.
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Weitere
vorteilhafte Entwicklungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen und
in den folgenden Beschreibungen definiert.
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Die
Erfindung wird nachfolgend ausführlicher beschrieben
mit Bezug auf die beigefügten
Zeichnungen, wobei gilt:
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1 zeigt
eine schematische Darstellung eines ersten Beispiels eines Verfahrens
gemäß der Erfindung,
mit dem Standortinformationen von einem Dienstcomputer gemäß der Erfindung
an die Teilnehmer in einem Kommunikationsnetzwerk gemäß der Erfindung übertragen
werden,
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2 zeigt
eine schematische Darstellung eines weiteren Beispiels eines Verfahrens
gemäß der Erfindung,
mit dem Standortinformationen von einem Dienstcomputer gemäß der Erfindung
an die Teilnehmer in einem Kommunikationsnetzwerk gemäß der Erfindung übertragen
werden, und
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3 ist
ein Blockschaltbild zur Illustration eines Beispiels der funktionalen
Konstruktion eines Dienstcomputers gemäß der Erfindung zur Speicherung,
Verwaltung und Weiterleitung von Standortinformationen.
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1 zeigt
ein Kommunikationsnetzwerk KN, in dem zwei Vermittlungsstellen VA
und VB als Beispiel dargestellt sind. Zwei Teilnehmer A und B sind
außerhalb
des Kommunikationsnetzwerks KN dargestellt. Ein Doppelpfeil N1 als
gestrichelte Linie zwischen Teilnehmer A und Teilnehmer B über die Vermittlungen
VA und VB symbolisiert eine Kommunikationsbeziehung zwischen den
Teilnehmern A und B. Ein Dienstcomputer LS wurde ebenfalls im Kommunikationsnetzwerk
KN dargestellt. Von diesem Dienstcomputer LS geht eine durchgezogene
Linie LB über
die Vermittlung VB und die Vermittlung VA zum Teilnehmer A. Dieser
Pfeil LB zeigt den Pfad der Informationen zum Standort des Teilnehmers
B.
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Bei
dem Kommunikationsnetzwerk KN kann es sich um ein ausschließliches
Mobiltelefonnetz (z. B. GSM), ein ausschließliches Festnetz oder ein integriertes
Mobil-/Festnetz handeln.
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An
dieser und späterer
Stelle sind die Informationen zum Standort eines Teilnehmers nicht
ausschließlich
als der tatsächliche
Aufenthaltsort dieses Teilnehmers zu verstehen; diese Informationen
können
beispielsweise auch den Standort der lokalen Vermittlung umfassen,
mit der der Teilnehmer verbunden ist, oder sie können Informationen umfassen, von
denen der Teilnehmer angefordert hat, dass sie an andere Teilnehmer
weitergegeben werden. Darüber
hinaus ist der Standort zunächst
nicht einem festen Beschreibungstyp zugeordnet, z. B. geogra fisch (Längen- und
Breitengrad) oder politisch (z. B. Staat und Ort).
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Ein
Beispiel eines Dienstes zum Anzeigen des Standorts eines angerufenen
Teilnehmers B beim anrufenden Teilnehmer A ist im Folgenden beschrieben.
Dieser Dienst entspricht dem im oben erwähnten Standard Q.951 beschriebenen
Dienst zum Anzeigen der Telefonnummer (COLP). Ein Dienstcomputer
LS, der den Standort des Teilnehmers B gespeichert hat, ist mit
der Vermittlung VB verbunden.
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Das
Speichern dieser Informationen erfolgt im Verlauf der Einrichtung
des Dienstes für
den Teilnehmer B zum Anzeigen seines Standorts. Auf der Basis der
Telefonnummer des Teilnehmers B wird der Standort somit beispielsweise
automatisch aus einem elektronisch gespeicherten Telefonverzeichnis ermittelt;
im weiteren Verlauf der Einrichtung des Dienstes bestätigt der
Teilnehmer dann den ermittelten Standort oder liefert einen alternativen
Standort. In einer bevorzugten Variante des Dienstes, die nachfolgend
beschrieben ist, gibt der Teilnehmer zusätzlich die Teilnehmer an, denen
sein Standort angezeigt werden soll, beispielsweise durch Angabe der
Telefonnummern dieser Teilnehmer.
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Wenn
der Teilnehmer A jetzt den Teilnehmer B anruft, wird ein Anruf-Signalverfahren
durchgeführt vom
Teilnehmer A über
die Vermittlung VA zur Vermittlung VB. Die Vermittlung VB sendet
jetzt die Telefonnummer des anrufenden Teilnehmers A und des angerufenen
Teilnehmers B an den Dienstcomputer LS. Dieser Dienstcomputer LS
prüft zunächst, ob
der Teilnehmer B einen Dienst zur Anzeige des Standorts eingerichtet
hat. Ist das Ergebnis dieser Prüfung
positiv, prüft
er des Weiteren, ob der anrufende Teilnehmer A zu den vom Teilnehmer
B angegebenen Teilnehmern gehört,
denen der Standort kommuniziert werden soll. Wenn beide Prüfergebnisse
positiv waren, sendet der Dienstcomputer LS die Standortinformationen
LB an die Vermittlung VB, von der sie im weiteren Verlauf des Anrufsignalverfahrens über die Vermittlung
VA an den Teilnehmer A übertragen
werden. Wenn eine dieser Prüfungen
ein negatives Ergebnis liefert, überträgt der Dienstcomputer
die Information, dass kein Standort angezeigt werden kann.
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Die
Vermittlung VA umfasst in vorteilhafter Weise einen Sprachgenerator
zur Umwandlung der Standortinformation LB in Sprache und zum Senden der
Standortinformation als Sprachnachricht an den Teilnehmer A über den
Kommunikationskanal. In diesem Fall sind keine Änderungen der Teilnehmer-Endgeräte erforderlich.
Wenn für
den beschriebenen Dienst sowohl ein Sprach-Standortnachrichtendienst als
auch ein Signal-Standortnachrichtendienst
zur optischen Anzeige der Standortinformationen verfügbar sind,
kann der Teilnehmer A den Service bei der Registrierung auswählen; für den Fall,
dass keine Auswahl getroffen wurde, kann ein Standarddienst (z.
B. ein Sprach-Nachrichtendienst) vorgesehen sein.
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In ähnlicher
Weise wie bei dem oben beschriebenen Dienst kann ein Dienst zum
Anzeigen des Standorts eines anrufenden Teilnehmers B für einen
angerufenen Teilnehmer A implementiert werden. Dieser Dienst entspricht
dem Dienst zur Anzeige der Rufnummer des Anrufers (Calling Line
Identification Presentation, CLIP), der im oben erwähnten Standard
Q.951 beschrieben ist. Hier erfolgt die Signalverarbeitung vom Teilnehmer
B zur Vermittlung VB. Wie im obigen Beispiel sendet die Vermittlung
VB die Telefonnummern der beiden Teilnehmer A und B an den Dienstcomputer
LS. Der Dienstcomputer führt die
gleichen Prüfungen
durch wie im vorigen Absatz beschrieben. Wenn die Prüfergebnisse
positiv waren, sendet der Dienstcomputer LS die Standortinformationen
LB an die Vermittlung VB, von der sie im Verlauf des weiteren Anrufsignalverfahrens über die
Vermittlung VA an den angerufenen Teilnehmer A übertragen werden.
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Das
in 1 dargestellte einfache Beispiel mit der Zuordnung
eines Dienstcomputers LS zu einer Vermittlung VB muss bei der vollständigen Implementierung
der oben beschriebenen Dienste erweitert werden. Aus Gründen der
Symmetrie muss der Vermittlung VA dann ebenfalls ein entsprechender Dienstcomputer
LS zugeordnet werden, oder die beiden Vermittlungen VA und VB müssen einen
Direktzugriff auf einen Dienstcomputer LS erhalten.
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Wie
oben beschrieben, müssen
die Teilnehmer nicht immer einer festen Vermittlung zugeordnet werden,
oder sie können
ihren Standort und damit ihre Vermittlung ändern und dabei ihre Telefonnummer
beibehalten; in einem größeren Kommunikationsnetzwerk
KN würde
daher ein System, in dem die Standorte der Teilnehmer dezentral
in verschiedenen Dienstcomputern LS gespeichert sind, hinsichtlich der
Verarbeitung der oben beschriebenen Dienste schnell an seine Grenzen
stoßen. 2 zeigt
daher ein Beispiel eines Kommunikationsnetzwerks, bei dem ein zentraler
Dienstcomputer LS direkt mit allen Vermittlungen verbunden ist.
Hier kann der Dienstcomputer LS aus einer Kombination einer Vielzahl von
Computern bestehen, oder seine Funktionen können in einem oder mehreren
an das Kommunikationsnetzwerk angeschlossenen Computern integriert
werden.
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2 illustriert
das Kommunikationsnetzwerk KN, die Vermittlungen VA und VB sowie
die mit den Vermittlungen VA und VB verbundenen Teilnehmer A und
B, und sie zeigt den in 1 dargestellten Doppelpfeil
N1 zur Symbolisierung der Kommunikationsverbindung zwischen den
Teilnehmern A und B. Außerdem
wurde, wie in 1, ein Dienstcomputer LS in
das Kommunikationsnetzwerk eingefügt. Von diesem Dienstcomputer
LS geht ein Pfeil LA über
die Vermittlung VB zum Teilnehmer B und ein Pfeil LB über die
Vermittlung VA zum Teilnehmer A. Hier repräsentiert der Pfeil LA den Informationspfad über den
Standort von Teilnehmer A, und der Pfeil LB repräsentiert den Informationspfad über den
Standort von Teilnehmer B.
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Im
folgenden Beispiel muss der Standort des Kommunikationspartners
jedem der beiden Teilnehmer A und B angezeigt werden. Die Vermittlung
VA des anrufenden Teilnehmers A überträgt die Teilnehmernummern
der beiden Kommunikationspartner an den Dienstcomputer LS. Wie mit
Bezug auf 1 erläutert, prüft der Dienstcomputer anschließend, ob der
Standort des Teilnehmers B gegenüber
dem Teilnehmer A angezeigt werden muss. Ist das Ergebnis dieser
Prüfung
positiv, wird der Standort des Teilnehmers B über die Vermittlung VA an den
Teilnehmer A übertragen.
Unabhängig
davon sendet die Vermittlung V3 außerdem beide Teilnehmernummern
an den Dienstcomputer. Ähnlich
wie im vorigen Fall prüft der
Dienstcomputer jetzt, ob der Standort des Teilnehmers A gegenüber dem
Teilnehmer B angezeigt werden muss. Ist das Ergebnis dieser Prüfung positiv,
wird der Standort des Teilnehmers A über die Vermittlung VB an den
Teilnehmer B übertragen.
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Ein
bisher noch nicht erwähntes
Problem betrifft das Format der Standortanzeige. In einer einfachen
Implementierung können die
Standortinformationen und das Format von den Teilnehmern selbst
definiert werden. In einer weiteren Implementierung wird ein standardisiertes
Ausgabeformat bereitgestellt, das beispielsweise drei Felder umfasst,
davon ein Feld für
das Bundesland, eines für
die Stadt und eines für
den Stadtbezirk. Die Darstellung innerhalb dieser Felder kann dann
automatisch erzeugt werden, beispielsweise aus der Adresse des Teilnehmers.
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Ein
Beispiel zum Aufbau eines Dienstcomputers LS lässt sich mit Bezug auf einen
Schaltplan in 3 beschreiben. Die Darstellung
als kompakter Computer ist lediglich als Beispiel zu verstehen;
wie oben beschrieben, können
die hier beschriebenen Funktionen auf mehrere Computer verteilt
oder in vorhandenen Computern integriert werden. 3 illustriert
den in 1 und 2 gezeigten Dienstcomputer LS.
Im Dienstcomputer LS sind eine Schnittstelle INTS zu den Vermittlungen
VA und VB dargestellt, die ebenfalls in 1 und 2 dargestellt
wurden, eine mit gestrichelten Linien dargestellte optionale Schnittstelle
INTEXT zu einer Anordnung EXTDB, die aktuelle Standortdaten enthält, und eine
Schnittstelle INTM zu einem Eingabecomputer MS. Ein Speicher MEM,
eine Abfragefunktion AF und eine Managementfunktion MF werden ebenfalls
im Dienstcomputer dargestellt. In allen Fällen verlaufen Doppelpfeile
zwischen der Managementfunktion MF und den Schnittstellen INTEXT,
INTM und dem Speicher MEM. Außerdem
wurden in allen Fällen
Doppelpfeile zwischen der Abfragefunktion AF und den Schnittstellen
INTS eingetragen sowie zwischen dem Speicher MEM und der Abfragefunktion
AF. Die Doppelpfeile symbolisieren den Informationsfluss in beiden
Richtungen. Der Dienstcomputer LS lässt sich als eine aus zwei
Teilen bestehende Anordnung vorstellen. Der obere Teil mit der Abfragefunktion AF
und der Schnittstelle INTS stellt den Echtzeitteil des Dienstcomputers
LS dar. Der untere Teil, bestehend aus der Managementfunktion MF,
der Schnittstelle INTM und der Schnittstelle INTEXT bildet den Managementteil
des Dienstcomputers LS, der nicht notwendigerweise in Echtzeit arbeiten
muss. Der Speicher MEM stellt die Verbindung zwischen diesen beiden
Teilen dar. Beispiele zum Programmablauf für die Abfragefunktion AF und
die Managementfunktion MF sind nachfolgend für alle Fälle beschrieben:
Über die
Schnittstelle INTS empfängt
die Abfragefunktion AF von einer Vermittlung VA die Telefonnummer
von Teilnehmer A, dessen Standort angezeigt werden soll, und die
Telefonnummer eines weiteren Teilnehmers B, an den der Standort übertragen
werden soll. Für
jeden Teilnehmer, der den Dienst zur Anzeige seines Standorts eingerichtet
hat, enthält der
Speicher MEM einen Eintrag mit der Telefonnummer und dem Standort
dieses Teilnehmers sowie eine Liste der Telefonnummern weiterer
Teilnehmer, denen der Standort angezeigt werden darf. Durch die Abfrage
des Speichers MEM wird zunächst
geprüft, ob
Teilnehmer A im Speicher eingetragen ist. Über eine weitere Abfrage wird
geprüft,
ob der andere Teilnehmer B die Berechtigung zum Empfang der Standortinformationen
hat. Wenn das Ergebnis beider Prüfungen
positiv ist, wird die Standortinformation an die Vermittlung A übertragen.
Alternativ dazu können, wenn
die Vermittlung VB, mit der der Empfänger B der Standortinformationen
verbunden ist, im Dienstcomputer LS bekannt ist oder von der Vermittlung
VA bekannt gemacht wurde, diese Informationen auch direkt an die
Vermittlung VB übertragen
werden, mit der der Teilnehmer B verbunden ist.
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Die
Managementfunktion MF ist verantwortlich für die Aktualisierung des oben
erwähnten
Speichers MEM. Hierzu empfängt
sie über
die Schnittstelle INTM Daten von einem Eingabecomputer MS. Dieser
Eingabecomputer MS kann ein Computer eines Bedieners sein, der vom
Teilnehmer A aufgefordert wird, den oben beschriebenen Dienst einzurichten oder
neue Daten einzugeben, und der anschließend manuell die entsprechenden
Daten in diesen Eingabecomputer MS eingibt. Diese Daten können direkt aus
den Telefonnummern der oben beschriebenen Teilnehmer bestehen oder
aus Daten, über
die diese Teilnehmer identifiziert werden können, beispielsweise Name und
Standort eines Teilnehmers, und die anschließend über die Managementfunktion
MF in Telefonnummern umgewandelt werden.
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Der
Eingabecomputer MS kann auch aus einem Computer mit Spracherkennungseinrichtung
bestehen, der die Spracheingabe des Teilnehmers A automatisch an
die Schnittstelle INTM weiterleitet. Die Einrichtung und Wartung
des Dienstes zur Standorteinrichtung kann auch problemlos über das
Internet erfolgen; in diesem Fall kann der Eingabecomputer MS aus
einem Computer bestehen, der mit dem Internet verbunden ist und
an den der Teilnehmer A die entsprechenden Daten über das
Internet sendet.
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Alternativ
zu dem oben beschriebenen Verfahren, bei dem ein Teilnehmer A aktiv
einen Dienst zur Anzeige seines Standorts einrichtet, kann der Standort
der Teilnehmer auch im Wesentlichen im Speicher MEM gespeichert
werden, ohne dass der Teilnehmer zu diesem Zweck einen Dienst einrichtet. Der
Teilnehmer kann dann die Anzeige aktivieren oder inaktivieren, ähnlich wie
beispielsweise bei dem oben beschriebenen CLIP-Verfahren (Calling
Line Identification Presentation). Der Standort kann anschließend weitergeleitet
werden, beispielsweise an Teilnehmer, die einen Dienst für den Empfang
von Standortinformationen einrichten.
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Als
Alternative zu einer Liste berechtigter Teilnehmer kann das System
so eingerichtet werden, dass verschiedene Teilnehmer unterschiedlichen
Berechtigungsstufen zugeordnet werden können, beispielsweise unterschiedlichen
Berechtigungen für spezifische,
oben beschriebene Informationsfelder. So können an einen Teilnehmer beispielsweise
nur Bundesland und Stadt übertragen
werden, während einem
anderen Teilnehmer auch der Stadtbezirk übermittelt wird. Es können auch
verschiedene Standorte an die Teilnehmer übertragen werden, wenn der
Anrufer beispielsweise eine persönliche
Telefonnummer hat, unter der er zu verschiedenen Zeiten an verschiedenen
Orten erreicht werden kann. In diesem Fall kann beispielsweise ein
größerer Kreis von
Teilnehmern vorhanden sein, an die der Geschäftsstandort übertragen
wird, und ein kleinerer Kreis von Teilnehmern, an die der private
Standort übertragen
wird. Außerdem
können
Tageszeiten oder Tage angegeben werden, an denen der Standort übertragen
oder nicht übertragen
werden soll.
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In
einer vorteilhaften weiteren Entwicklung der Erfindung wird der
Dienstcomputer LS mit einer externen Anordnung EXTDB verbunden,
die die verfügbaren
aktuellen Standortdaten zu den Teilnehmern speichert, beispielsweise
von einem mobilen Telefonnetz aus. Eine solche Anordnung kann das oben
angegebene Standortbesucherregister (Visitors Location Register,
VLR) des GSM-Netzwerks umfassen oder eine spezielle Anordnung, die
exakte Standortdaten zu Mobiltelefonteilnehmern speichert. In diesem
Fall kann der Dienstcomputer LS beispielsweise zyklisch neue Standortdaten
von diesen Anordnungen abrufen und die vorigen Standortdaten im
Speicher MEM mit diesen Daten überschreiben.
Diese Daten müssen
eventuell zunächst
in ein lesbares oder ein oben beschriebenes Standardformat umgewandelt
werden. Diese Umwandlung kann zusätzlich in der Managementfunktion
MF erfolgen.