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Fachgebiet
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Hüllproteingen-defizienten viralen
Vektor von Paramyxoviridae.
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Stand der Technik
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In
vielen klinischen Herangehensweisen der Gentherapie wurden bisher
virale Vektoren von Retroviren, Adenoviren und Adeno-assoziierten
Viren verwendet. Diese Gentherapie-Vektoren sind bei der Effizienz der
Geneinführung
und persistenten Expression eingeschränkt und weisen auch Zelltoxizität und Immunogenität auf, welche
kritische Probleme sind, wenn es zu der medizinischen Anwendung
dieser Vektoren kommt (Lamb, R.A. & Kolakofsky, D., Paramyxoviridae:
the viruses and their replication, in Field Virology, 3. Aufl.,
(Herausgegeben von B. N. Fields, D. M. Knipe & P. P. Howley) S. 1177-1204 (Philadelphia,
Lippincott-Raven (1996)). Neue Vektoren auf der Grundlage von Lentiviren
und HSV wurden als Gegenmaßnahmen
vorgeschlagen, und ausführliche
Forschung wird ausgeführt,
um die existierenden Vektoren zu verbessern. Jedoch sind all diese
Vektoren in Form von DNA innerhalb des Kerns während des ganzen Lebenszykluses
vorhanden. Daher ist es schwierig, Bedenken hinsichtlich Sicherheit,
bezogen auf zufällige
Wechselwirkungen mit den Chromosomen des Patienten vollständig zu
bewältigen.
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Der
kürzliche
schnelle Fortschritt bei der Technologie der reversen Genetik macht
es möglich,
Vektoren auf der Grundlage von RNA-Viren zu entwickeln, deren Entwicklung
lange verzögert
wurde. Vektoren des rekombinanten RNA-Virus zeigen eine hohe Geneinführungseffizienz
und Expressionsfähigkeit
und zeigen so eine sehr hohes Potential als Vektoren für die Gentherapie
(Roberts, A. & Rose,
J. K., Virology 247, 1-6 (1998); Rose, J., Proc. Natl. Acad. Sci.
USA 94, 14998-15000 (1996); Palese, P. et al., Proc. Natl. Acad.
Sci. USA 93, 11354-11358 (1996)). Jedoch wurde über praktisch brauchbarer Paramyxovirusvektoren,
die aus dem defizienten Genomtyp der abgeschwächten Viren stammen, noch nicht
berichtet.
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Paramyxovirusvektoren,
die eine Negativstrang-RNA als Genom haben, haben verschiedene Merkmale,
die sich von Retroviren, DNA-Viren oder Positivstrang-RNA-Virusvektoren signifikant
unterscheiden. Genome oder Antigenome der Negativstrang-RNA-Viren
fungieren nicht direkt als mRNA, so können sie nicht die Synthese
von viralen Proteinen und die Genomreplikation starten. Sowohl das
RNA-Genom als auch
das Antigenom dieser Viren sind immer in der Form eines Ribonucleoproteinkomplexes
(RNP) vorhanden, so können sie
kaum Probleme verursachen, die durch die Antisense-Stränge verursacht
werden, wie die Störung
der Anordnung des Genoms zum RNP infolge mRNA-Hybridisierung mit
der nackten genomischen RNA, wie in dem Fall von Positivstrang-RNA-Viren.
Diese Viren umfassen ihre eigenen RNA-Polymerasen, welche die Transkription
der viralen mRNAs oder die Replikation der viralen Genome unter
Verwendung des RNP-Komplexes als
Matrize durchführen.
Erwähnenswert
ist, dass Negativstrang-RNA(nsRNA-) Viren sich nur in dem Zytoplasma
der Wirtszellen vermehren, die keine Eingliederung davon in die
Chromosomen verursachen, weil sie nicht durch eine DNA-Phase gehen.
Darüber
hinaus wurde keine homologe Rekombination unter RNAs erkannt. Von
diesen Eigenschaften nimmt man an, dass sie einen großen Teil
zu der Stabilität
und Sicherheit der Negativstrang-RNA-Viren als Genexpressionsvektoren
beitragen.
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Unter
den Negativstrang-RNA-Viren fokussierten die vorliegenden Erfinder
ihre Aufmerksamkeit auf das Sendai-Virus (SeV). Das Sendai-Virus
ist ein Negativstrang-RNA-Virus
vom nicht segmentierten Typ, das zur Gattung Paramyxovirus gehört, und
ist ein Typ des Maus-Parainfluenza-Virus. Das Virus heftet an die Membran
der Wirtszelle über
zwei Hüllglykoproteine
an, der Hämagglutinin-Neuraminidase
(HN) und dem Fusionsprotein (F), verursacht Membranfusion und setzt
effizient seine eigene RNA-Polymerase und das RNA-Genom, welches
als ein Ribonucleoproteinkomplex (RNP) vorhanden ist, in das Zytoplasma
frei und führt die
mRNA-Transkription des Virus und die Genomreplikation an der Stelle
aus (Bitzer, M. et al., J. Virol. 71 (7): 5481-5486, 1997). Das
virale Hüllprotein
F wird als ein inaktives Vorläuferprotein
(F0) synthetisiert, dann in F1 und F2 durch
proteolytische Spaltung mit Trypsin gespalten (Kido, H. et al.,
Biopolymers (Peptide Science) 51(1): 79-86, 1999), und wird so ein
Protein von aktiver Form, um die Membranfusion zu verursachen. Dieses Virus
gilt gegenüber
Menschen als nicht pathogen. Zusätzlich
wurde ein abgeschwächter
Laborstamm (Z-Stamm) des Sendai-Virus isoliert, welcher nur milde
Pneumonie bei Nagern, den natürlichen
Wirten, induziert. Dieser Stamm wurde weitgehend als ein Forschungsmodell
für Studien
des Transkription-Replikation-Mechanismus
von Paramyxoviren auf molekularem Niveau verwendet und zum Präparieren
von Hybridomen verwendet. Zusätzlich
zu der voranstehend erwähnten
hohen Sicherheit zeigt das Virus einen hohen Produktionstiter von
109-11 pfu/ml in Zelllinien oder Hühnereiern.
In einem neulich erfolgreichen System zur Gewinnung des Negativstrang-RNA-Virusvektors
von cDNA wurde eine besonders hohe Rekonstitutionseffizienz im Fall
des Sendai-Virus gesehen. Die Fähigkeit
von rekombinanten Wildtyp-Viren, die mit exogenen Genen eingeführt wurden,
um exogene Gene effizient und stabil zu exprimieren, verdient weite
Aufmerksamkeit.
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So
haben Negativstrang-RNA-Viren viele Vorteile als Gen-einführende Vektoren.
Jedoch wird die Entwicklung von hoch sicheren Vektoren gewünscht, die
keine infektiösen
Partikel freisetzen, wenn sie mit Zellen infiziert werden, um sie
für die
Gentherapie anzuwenden. Für
diesen Zweck ist eine Technik notwendig, die Viren in Massen herstellt,
die defizient in der Produktionsfähigkeit des Wildtyp-Virus sind.
Jedoch war die Entwicklung eines anwendbaren Vektors auf Grundlage
eines Hüllproteingen-defizienten
Genoms noch nicht erfolgreich.
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Offenbarung der Erfindung
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Der
Zweck der vorliegenden Erfindung ist, einen Paramyxovirusvektor
bereitzustellen, der in einem Hüllproteingen
defizient ist.
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Um
einen für
Gentherapie passenden Paramyxovirusvektor zu konstruieren, dem vollständig die
Fähigkeit
zur Ausbreitung fehlt, deletierten die vorliegenden Erfinder das
F-Gen von SeV aus dem Genom, um ein Verfahren zu etablieren, um
infektiöse
Viruspartikel in Zellen, die das F-Protein des Sendai-Virus exprimieren,
unter Verwendung von cDNA, in welcher das GFP-Gen als Reporter eingeführt wird,
zu gewinnen. Durch diesen F-Gen-defizienten Virusvektor wird ein
Gen in Ratten-Neuronenzellen
bei Primärkulturen,
primitiven Blutstammzellen der Maus, menschlichen normalen Zellen
und verschiedenen anderen Zelltypen mit einer hohen Effizienz eingeführt, und
eine hohe Expression wurde gesehen. Darüber hinaus wurde eine hohe
Expression erhalten, wenn in Rattenhirn in vivo verabreicht wurde.
Der F-Gen-defiziente SeV-Vektor exprimiert relativ persistent und
stark in den infizierten Zellen ein Gen, ohne sekundäre infektiöse Viruspartikel
herzustellen, und verbreitet sich nicht innerhalb der benachbarten
Zellen. So wurde die Brauchbarkeit des Vektors für die Gentherapie vorgeschlagen.
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Darüber hinaus
stellten die vorliegenden Erfinder eine sowohl im F-Gen- als auch
im HN-Gen-defiziente SeV-Vektor-cDNA her, um ein Verfahren zu etablieren,
um infektiöse
Viruspartikel in einer Zelllinie, die das F-Protein und das HN-Protein
des Sendai-Virus exprimiert, zu gewinnen. Zusätzlich waren die vorliegenden
Erfinder erfolgreich beim Konstruieren des in dem HN-Protein-defizienten
SeV-Vektors durch
Einführung der
SeV-Vektor-cDNA in F-exprimierende Zellen.
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So
etabliert die vorliegende Erfindung zum ersten Mal ein anwendbares
neues Hüllproteingen-defizientes
Vektorsystem auf der Grundlage eines Negativstrang-RNA-Virus. Der Erfolg
bei der Gewinnung von infektiösen
defizienten Viruspartikeln aus F-Gen-defizienter oder FHN-Gen-defizienter
genomischer cDNA unter Verwendung von Helferzellen ebnen den Weg
für Forschung
und Entwicklung von neuen Vektoren für die Gentherapie unter Ausnutzung
der außergewöhnlichen
Merkmale des Sendai-Virus.
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Der
defiziente Sendai-Virusvektor der vorliegenden Erfindung hat eine
extrem hohe Effizienz ein Gen einzuführen gegenüber verschiedenen Zelltypen
und eine enorme Fähigkeit,
ein exogenes Gen zu exprimieren. Darüber hinaus exprimiert er in
infizierten Zellen persistent und setzt keine sekundären infektiösen Viruspartikel
frei, was belegt, dass er ein hoch sicherer Vektor vollständig ohne
die Fähigkeit
der Virus-Verbreitung ist.
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Die
Stabilität
des Genoms wird als Problem während
der Verwendung von RNA-Viren betont. Die heterologe Genexpression
durch den SeV-Vektor zeigte kaum irgendwelche Basenmutationen nach
mehrfachen kontinuierlichen Passagen, was zeigt, dass er das eingefügte heterologe
Gen stabil für
eine lange Zeitdauer exprimiert (Yu, D. et al. Genes cells 2, 457-466
(1997)). Vektoren auf der Grundlagen von Negativstrang-RNA-Virus-Replikons
haben mehrere vorteilhafte Merkmale wie Genomstabilität oder Flexibilität der Größe des eingeführten Gens
oder der Verpackung, denn sie haben nicht das strukturelle Protein
des Kapsids, wenn sie mit Vektoren auf der Grundlage der Replikons
des Semliki-Forest-Virus, eines bereits erfolgreichen Positivstrang-RNA-Virus,
oder jenen des Sindbis-Virus verglichen werden. Mindestens 4 kbp
von exogener DNA kann in den Wildtyp-Sendai-Virusvektor eingefügt werden, und eine viel längere kann
in den defizienten Vektor eingefügt
werden. Durch Hinzufügen
einer Transkriptionseinheit können
zwei oder mehr Arten von Genen gleichzeitig exprimiert werden. Persistente
Expression wird in dem Vektor auf Grundlage des Replikons des Sendai-Virus
erwartet, da theoretisch mehrfach kopierte RNPs, die in dem Zytoplasma
repliziert wurden, in Tochterzellen verteilt werden, wenn die Zellteilung
stattfindet. Tatsächlich
wurde dies in einer in vitro-Studie in einer bestimmten Art von
Blutzellen gezeigt. Da die vorliegenden Erfinder bestätigten,
dass der Sendai-Virusvektor mit einer hohen Effizienz in Blutzellen
eingeführt
wird, besonders in granulozytären
Zellen, und dass er auch in c-Kit-positive
primitive Zellen eingeführt
wird, wird darüber
hinaus angenommen, dass der Vektor ein sehr weit anwendbarer Vektor
mit einem sehr ausgedehntem Gewebe-Anwendungsbereich ist.
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So
bezieht sich die vorliegende Erfindung auf einen Hüllproteingen-defizienten
Sendai-Virusvektor, spezifischer auf:
- (1) Virusvektor
der Paramyxoviridae, umfassend einen Komplex, welcher (a) eine aus
Paramyxovirus abgeleitete Negativstrang-Einzelstrang-RNA umfasst,
die so modifiziert ist, dass zumindest das F-Protein oder das HN-Protein
von Paramyxoviridae-Viren nicht exprimiert werden, und (b) NP-Protein,
P-Protein und 1-Protein
- (2) Vektor nach (1), wobei die Negativstrang-Einzelstrang-RNA
NP-Protein, P-Protein
und L-Protein exprimiert und so modifiziert ist, dass F-Protein
und/oder HN-Protein
nicht exprimiert wird;
- (3) Vektor nach (1) oder (2), umfassend zumindest eines der
Hüllproteine,
dessen Expression in der modifizierten Negativstrang-Einzelstrang-RNA
unterdrückt
wurde;
- (4) Vektor nach einem von (1) bis (3), umfassend VSV-G-Protein;
- (5) Vektor nach einem von (1) bis (4), wobei die Negativstrang-Einzelstrang-RNA aus Sendai-Virus
stammt;
- (6) Vektor nach einem von (1) bis (5), wobei die Negativstrang-Einzelstrang-RNA zusätzlich ein
exogenes Gen codiert;
- (7) DNA, welche eine Negativstrang-Einzelstrang-RNA codiert,
die in einem Vektor nach einem von (1) bis (6) enthalten ist oder
der komplementäre
Strang davon;
- (8) Verfahren zur Herstellung eines Vektors nach einem von (1)
bis (6), umfassend die folgenden Schritte:
(a) Expression einer
Vektor-DNA, welche eine von Paramyxovirus abgeleitete Negativstrang-Einzelstrang-RNA
codiert, die so modifiziert ist, dass sie zumindest F-Protein oder HN-Protein
von Paramyxoviridae-Viren nicht exprimiert oder den komplementären Strang,
durch Einführung
in Zellen, welche das Hüllprotein
exprimieren,
(b) Kultivierung der Zellen und
(c) Erhalt
von Viruspartikeln aus dem Kulturüberstand;
- (9) Verfahren zur Herstellung eines Vektors nach einem von (1)
bis (6), umfassend die Schritte,
(a) Einführung eines Komplexes, welcher
eine von Paramyxovirus abgeleitete Negativstrang-Einzelstrang-RNA
umfasst, die so modifiziert ist, dass sie zumindest F-Protein oder
HN-Protein von Paramyxoviridae-Viren nicht exprimiert, und NP-Protein, P-Protein
und L-Protein, in Zellen, welche das Hüllprotein exprimieren
(b)
Kultivierung der Zelle, und
(c) Erhalt von Viruspartikeln aus
dem Kulturüberstand;
- (10) Verfahren nach (8) oder (9), wobei die Zellkultur in (b)
eine Co-Kultur mit Zellen ist, welche das Hüllprotein exprimieren;
- (11) Verfahren nach (8) oder (9), wobei die Zellen in Zellkultur
in (b) mit Zellen überschichtet
sind, welche das Hüllprotein
exprimieren;
- (12) Verfahren nach einem von (8) bis (11), wobei zumindest
ein Hüllprotein,
welches von den Zellen exprimiert wird, mit wenigstens einem Hüllprotein
identisch ist, dessen Expression in der oben beschriebenen Negativstrang-Einzelstrang-RNA
unterdrückt
ist;
- (13) Verfahren nach einem von (8) bis (12), wobei mindestens
ein Hüllprotein,
welches von den Zellen exprimiert wird, VSV-G-Protein ist.
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In
der vorliegenden Erfindung zeigt der Begriff „Vektor" Viruspartikel an, in welche Nucleinsäuremoleküle zur Expression
des exogenen Gens in Wirte verpackt werden.
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„NP-, P-,
M-, F-, HN- und L-Gene" von
Viren, welche zur Familie Paramyxoviridae gehören, beziehen sich auf Gene,
welche jeweils Nucleokapsid, Phospho-, Matrix-, Fusions-, Hämagglutinin-Neuraminidase
und große
Proteine codieren. Die jeweiligen Gene der Viren, welche zu Unterfamilien
der Familie Paramyxoviridae gehören,
werden im Allgemeinen dargestellt, wie folgt: Das NP-Gen wird allgemein
auch als das „N-Gen" beschrieben.
| Gattung | N | P/C/V | M | F | HN | – | L |
| Respirovirus | | | | | | | |
| Gattung | N | P/V | M | F | HN | (SH) | L |
| Rubullavirus | | | | | | | |
| Gattung | N | P/C/V | M | F | H | – | L |
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Morbillivirus
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Die
Datenbank-Zugangsnummern für
die Nucleotidsequenzen der Gene des Sendai-Virus, welches in Respirovirus
der Familie Paramyxoviridae eingeordnet wurde, sind
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf Hüllproteingen-defiziente Virusvektoren
von Paramyxoviridae. Der Virusvektor umfasst aus Paramyxovirus abgeleitete
Negativstrang-Einzelstrang-RNA, die so modifiziert ist, dass zumindest
ein Hüllprotein
nicht exprimiert wird. Das Paramyxovirus umfasst allgemein einen.
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Komplex
von RNA und Protein (Ribonucleoprotein; RNP) in der Hülle. Die
im RNP enthaltene RNA ist eine Negativstrang- (Negativstrang-) Einzelstrang-RNA,
welche das Genom des Paramyxovirus ist. Das Protein bindet an die
RNA, um den Komplex zu bilden. Und zwar umfasst ein Virusvektor
von Paramyxoviridae nach dieser Erfindung einen Komplex, welcher
(a) eine von Paramyxovirus abgeleitete Negativstrang-Einzelstrang-RNA
umfasst, die so modifiziert ist, dass sie zumindest eines der Hüllproteine
der Paramyxoviridae-Viren nicht exprimiert, und (b) ein Protein,
welches an die Negativstrang-Einzelstrang-RNA bindet. Proteine,
welche an eine Negativstrang-Einzelstrang-RNA binden, beziehen sich
auf Proteine, welche direkt und/oder indirekt an die Negativstrang-Einzelstrang-RNA
binden, um einen RNP-Komplex mit der Negativstrang-Einzelstrang-RNA
zu bilden. Im Allgemeinen ist die Negativstrang-Einzelstrang-RNA
(genomische RNA) von Paramyxovirus an NP-, P- und L-Proteinen gebunden.
Die in diesem RNP enthaltene RNA fungiert als Matrize für Transkription
und Replikation von RNA (Lamb, R. A., und D. Kolakofsky, 1996, Paramyxoviridae:
The viruses and their replication, S. 1177-1204. In Fields Virology,
3. Aufl. Fields, B. N., D. M. Knipe und P. M. Howley et al. (Hrsg.),
Raven Press, New York, N.Y.). Die Komplexe dieser Erfindung beinhalten
jene, welche Negativstrang-Einzelstrang-RNAs umfassen, die in Paramyxovirus
entstehen, und Proteine, die auch in Paramyxovirus entstehen, welche
an die RNAs binden. Vektoren dieser Erfindung umfasst RNP, welches
zum Beispiel die Negativstrang-Einzelstrang-RNA
von Paramyxoviren umfasst, an welche diese Proteine (NP-, P- und L-Proteine)
gebunden werden. Im Allgemeinen sind RNP-Komplexe von Paramyxovirus
in der Lage, in Wirtszellen autonom selbst zu replizieren. So vermehren
zu Zellen übertragene
Vektoren intrazellulär
RNP, um die Kopiezahl des Gens (RNA, im Komplex enthalten) zu erhöhen, was
dadurch zu einem hohen Expressionsniveau eines Fremdgens aus RNP,
welches das Fremdgen trägt,
führt.
Die Vektoren dieser Erfindung sind vorzugsweise jene, welche in
der Lage sind, in Komplexen enthaltene RNA (RNP) in tranfizierten
Zellen zu replizieren.
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Zusätzlich zu
dem Sendai-Virus ist das Paramyxoviridae-Virus, für das die
vorliegende Erfindung angewandt werden kann, zum Beispiel Masernvirus,
Simian-Parainfluenza-Virus
(SV5) und menschliches Parainfluenza-Virus 3, aber ist nicht darauf
begrenzt.
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Die
Negativstrang-Einzelstrang-RNAs, welche in viralen Vektoren enthalten
sind, werden normalerweise so modifiziert, dass sie NP-, P- und
L-Proteine, aber nicht F- und/oder HN-Proteine exprimiert.
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In
dem Fall des Sendai-Virus (SeV) ist das Genom des natürlichen
Virus ungefähr
15,000 Nucleotide groß und
der Negativstrang umfasst sechs Gene, welche NP-(Nucleokapsid-),
P-(Phospho-), M-(Matrix)-, F-(Fusions-), HN (Hämagglutinin-Neuraminidase-)
und L-(große)
Proteine codieren, aufgereiht in einer Linie, welche der 3'-Short-Leader Region
und einer kurzen 5'-Trailerregion
an dem anderen Ende folgt. In dieser Erfindung kann dieses Genom
modifiziert werden, um Hüllproteine
durch Entwerfen eines Genoms, das in einem der F- und HN-Gene oder
einer Kombination davon defizient ist, zu exprimieren. Die Defizienz
in entweder dem F-Gen oder dem HN-Gen oder beiden wird bevorzugt.
Da diese Proteine für
die Bildung von RNP überflüssig sind,
können
RNPs dieser Erfindung durch Transkribieren dieser genomischen RNA
(entweder Positiv- oder Negativstrang) in der Anwesenheit von NP-,
P-, und L-Proteinen hergestellt werden. Die RNP-Bildung kann zum
Beispiel in LLC-MK2-Zellen oder dergleichen durchgeführt werden.
NP-, P- und L-Proteine
können
durch Einführen
von Expressionsvektoren, welche die jeweiligen Gene für diese
Proteine tragen, den Zellen zugeführt werden (vgl. Beispiele).
Jedes Gen kann auch in Chromosomen der Wirtszellen eingebaut werden.
Die für
die Bildung von RNP zu exprimierenden NP-, P- und L-Gene brauchen
nicht vollständig
identisch zu jenen Genen sein, welche in dem Genom des Vektors codiert
werden. Das heißt,
die Aminosäuresequenzen
der von diesen Genen codierten Proteine können nicht identisch zu jenen
der durch das RNP-Genom codierten Proteine sein, so lange sie an
die genomische RNA binden können
und in der Lage sind, RNP in Zellen zu replizieren, und diese Gene
können
mit Mutationen induziert oder mit homologen Genen aus anderen Viren
ersetzt werden. Wenn erst einmal ein RNP gebildet wird, werden NP-,
P- und L-Gene aus diesem RNP exprimiert, um autonom RNP in den Zellen
zu replizieren und virale Vektoren herzustellen.
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Wenn
ein Hüllprotein
zu Zellen während
des Wiederherstellens eines Vektors innerhalb der Zellen infiziert
wird, wird dieses Hüllprotein
in die Zellen eingebaut werden, wobei es die Herstellung von infektiösen viralen
Vektoren auf Grund des Hüllproteins
befähigt.
Wenn solch ein Vektor einmal in Zellen infiziert ist, kann er keine
Viren herstellen, welche ein Hüllprotein
umfassen, wie es das anfängliche
Virus kann, weil er kein Hüllproteingen
hat, obwohl er RNP innerhalb der Zellen verbreiten kann. Solch ein
Vektor ist in Einsatzgebieten wie Gentherapie, wo außergewöhnlich hohe
Sicherheit erfordert wird, sehr nützlich.
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Virale
Vektoren mit equivalenter Infektionsfähigkeit wie das Wildtyp-Virus
können
durch Expression des Hüllproteins,
dessen Expression in modifizierter Negativstrang-Einzelstrang-RNA
unterdrückt
wird, und zwar Hüllproteingen-defizient
in dem Genom, zur Zeit der Virus-Rekonstitution hergestellt werden.
Das Exprimieren eines Teils des Hüllproteingens, das in dem Genom
defizient ist, ist auch denkbar. Wenn zum Beispiel das F-Protein
alleine gegen das sowohl im F- als auch im HN-Gen-defiziente Genom
exprimiert wird, wird ein Virusvektor mit F-Protein als Hülle hergestellt.
Das Virus nur mit dem F-Protein, aber ohne HN-Protein, kann als
Vektor verwendet werden, der spezifisch Leberepithelzellen infiziert,
vermittelt durch den Asialoglykoprotein-Rezeptor (ASG-R). So werden
virale Vektoren von Paramyxoviridae, die zumindest ein Hüllprotein
umfassen, dessen Expression in modifizierter Negativstrang-Einzelstrang-RNA
unterdrückt
wird, in die vorliegende Erfindung eingeschlossen.
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Zusätzlich ist
es auch möglich,
den Vektor der vorliegenden Erfindung durch Verwendung von Hüllproteinen,
die unterschiedlich sind von dem, dessen Expression durch Modifizieren
der Negativstrang-Einzelstrang-RNA unterdrückt wurde, wiederherzustellen.
Es gibt keine besondere Begrenzung des Typs von solchen Hüllproteinen.
Ein Beispiel von anderen viralen Hüllproteinen ist das G-Protein
(VSVG) des vesikulären Stomatitis-Virus
(VSV). Der Virusvektor von Paramyxoviridae der vorliegenden Erfindung
beinhaltet virale Vektoren vom Pseudotyp, welche das Hüllprotein
umfassen, das aus einem Virus stammt, das unterschiedlich zu dem
Virus ist, aus welchem das Genom stammt, so wie das VSV-G-Protein
und dergleichen.
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Virale
Vektoren dieser Erfindung können
gewöhnlich
präpariert
werden durch (a) Einführung
einer Vektor-DNA, welche die von Paramyxovirus abgeleitete Negativstrang-Einzelstrang-RNA
codiert, die so modifiziert wurde, dass sie zumindest eines der
viralen Hüllproteine
der Paramyxoviridae-Viren nicht exprimiert, oder einen komplementären Strang
der RNA in die Zellen (Helferzellen), welche die Hüllproteine
exprimieren, um die RNAs zu exprimieren, und (b) Kultivierung der
Zellen, um virale Partikel aus dem Kulturüberstand zu gewinnen. Durch
Co- Expression von
NP-, L- und P-Proteinen zur Zeit der Vektor-DNA-Expression, werden
RNPs gebildet und ein Virus mit Hüllproteinen wird konstruiert.
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Die
in Helferzellen zu exprimierende Vektor-DNA codiert die Negativstrang-Einzelstrang-RNA
(Negativstrang) oder den komplementären Strang davon (Positivstrang),
die in Komplexen dieser Erfindung enthalten sind. Zum Beispiel wird
die DNA, welche die Negativstrang-Einzelstrang-RNA oder den komplementären Strang
davon codiert, stromabwärts
des zu transkribierenden T7-Promotors mit RNA durch die T7-RNA-Polymerase
verbunden. Die Vektor-DNAs können
in Plasmide cloniert werden, um sie in E. coli zu amplifizieren. Obwohl
der zu transkribierende Strang innerhalb der Zellen entweder ein
Positiv- oder Negativstrang sein kann, ist es vorzuziehen, so anzuordnen,
um den Positivstrang zur Verbesserung der Rekonstitutionseffizienz des
Komplexes zu transkribieren.
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Als
Helferzellen werden Zellen, welche das Hüllprotein exprimieren, verwendet.
Wie oben beschrieben, werden Helferzellen nicht auf Zellen begrenzt,
welche alle Proteine der im Virusvektor defizienten Hüllproteingene
exprimieren, zum Beispiel können
für F-,
HN-Gen-defiziente Sendai-Virusvektor-DNA Zellen, welche das F-Protein alleine exprimieren,
als Helferzellen verwendet werden. Zusätzlich können auch Zellen, welche das
Hüllprotein
exprimieren, das unterschiedlich ist zu dem Protein, welches von
dem in dem Virusvektor defizienten Hüllproteingen codiert wird,
verwendet werden. Wie oben beschrieben, kann zum Beispiel ein Hüllprotein,
das nicht das Hüllprotein
eines Virus von Paramyxoviridae ist wie das VSV-G-Protein, auch
als Hüllprotein
verwendet werden.
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Zum
Beispiel kann ein viraler Vektor durch Transfizieren eines Plasmids,
welches ein rekombinantes Sendai-Virusvektor-Genom exprimiert, das
in Hüllproteingenen
defizient ist, in Wirtszellen zusammen mit einem Vektor, welcher
das defiziente Hüllprotein
und Expressionsvektoren vom NP-, P/C- und L-Protein exprimiert,
rekonstituiert werden. Alternativ kann der RNP-Komplex unter Verwendung
von zum Beispiel Wirtszellen, welche mit dem F-Gen in die Chromosomen
davon eingebaut sind, hergestellt werden. Die Aminosäuresequenzen
dieser Proteingruppen, welche von außerhalb des viralen Genoms
geliefert werden, brauchen nicht identisch mit jenen sein, welche
aus dem Virus stammen. Solange diese Proteine gleichermaßen aktiv
oder aktiver als Proteine vom natürlichen Typ beim Übertragen
von Nucleinsäuren
in die Zellen sind, können
Gene, welche diese Proteine codieren durch Einfügen einiger Mutationen oder
Ersetzen mit homologen Genen aus anderen Viren modifiziert werden.
Da im Allgemeinen viele Hüllproteine
Zytotoxizität
zeigen, und deswegen angeordnet werden können, um nur exprimiert zu
werden, wenn der Vektor unter der Kontrolle eines induzierbaren
Promotors rekonstituiert wird (vgl. Beispiele).
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Wenn
einmal das RNP oder das RNP enthaltende Virus gebildet wird, können Komplexe
dieser Erfindung durch Einführung
dieses RNP oder Virus wieder in die vorgenannten Helferzellen und
durch deren Kultivierung amplifiziert werden. Dieser Prozess umfasst
die Schritte von (a) Einführung
eines Komplexes, welcher eine von Paramyxovirus abgeleitete Negativstrang-Einzelstrang-RNA
umfasst, die so modifiziert ist, dass sie zumindest ein Hüllprotein
der Viren, welche zu Paramyxoviridae gehören, nicht exprimiert, und
ein Protein, das an die Negativstrang-Einzelstrang-RNA an Zellen
bindet, welche die Hüllproteine
exprimieren, und (b) Kultivierung der Zellen und Gewinnen der Viruspartikel
aus dem Kulturüberstand.
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RNP
kann in Zellen als ein Komplex, der zum Beispiel zusammen mit Lipofectamin
und einem polykationischen Liposom gebildet wird, eingeführt werden.
Speziell kann eine Vielfalt von Transfektionsreagenzien verwendet
werden. Beispiele davon sind DOTMA (Boehringer), Superfect (QIAGEN
#301305), DOTAP, DOPE, DOSPER (Boehringer #1811169) usw. Chloroquin
kann zugegeben werden, um RNP vom Abbau in Endosomen zu hindern
(Calos, M. P., 1983, Proc. Natl. Acad. Sci. USA 80: 3015).
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Ist
ein viraler Vektor in Wirtszellen einmal so konstruiert worden,
kann er zusätzlich
durch Co-Kultivierung dieser Zellen mit Zellen, welche Hüllproteine
exprimieren, amplifiziert werden. Wie in Beispiel 12 beschrieben,
ist ein bevorzugtes Beispiel das Verfahren der Überschichtung der Zellen, welche
Hüllproteine
exprimieren, über
Virus produzierende Zellen.
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Als
Hüllprotein,
neben einem viralen Hüllprotein,
kann zum Beispiel ein chimäres
Protein verwendet werden, welches in seiner extrazellulären Region
ein aus einem Adhäsionsmolekül, einem
Ligand, einem Rezeptorprotein abgeleitetes Polypeptid umfasst, und
von solchen, die an spezifische Zellen anhaften können, und
in seiner intrazellulären
Region von der Virushülle
abgeleitete Polypeptide umfasst. Hiermit können auf spezifische Gewebe
gezielte Vektoren hergestellt werden. Virale Vektoren dieser Erfindung
können
zum Beispiel ein virales Gen umfassen, welches in dem Vektor enthalten
ist, der modifiziert wurde, um die Antigenität zu reduzieren oder die RNA-Transkription
und Replikationseffizienz zu verstärken.
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Virale
Vektoren dieser Erfindung können
RNA beinhalten, welche ein Fremdgen in ihrer Negativstrang-Einzelstrang-RNA
codiert. Irgendein Gen, von dem gewünscht wird, in den Zielzellen
exprimiert zu werden, kann als Fremdgen verwendet werden. Wenn zum
Beispiel Gentherapie beabsichtigt wird, kann ein Gen zur Behandlung
einer objektiven Krankheit in die virale Vektor-DNA eingefügt werden.
In dem Fall, wo ein Fremdgen in die virale Vektor-DNA, zum Beispiel
die Sendai-Virus-Vektor-DNA eingefügt wird, ist es vorzuziehen,
eine Sequenz, welche eine Nucleotidanzahl eines Vielfachen von sechs
umfasst, zwischen der Transkriptionsterminationssequenz (E) und
der Transkriptionsstartsequenz (S) einzufügen usw. (Journal of Virology,
Bd. 67, Nr. 8, 1993, S. 4822-4830). Das Fremdgen kann vor oder nach
jedem der Virusgene (NP-, P-, M-, F-, HN- und L-Gene) eingefügt werden
(vgl. Beispiele). Die E-I-S-Sequenz
(Transkriptionsstartsequenz-Intronsequenz-Transkriptionsterminationssequenz) oder
ein Teil davon wird vor oder nach einem Fremdgen so eingefügt, dass
die Expression der Gene vor oder nach dem Fremdgen nicht gestört wird.
Das Expressionsniveau des eingefügten
Fremdgens kann durch den Typ der Transkriptionsstartsequenz, angefügt stromaufwärts des Fremdgens,
sowie durch die Stelle der Geninsertion und Nucleotidsequenzen vor
und nach dem Gen reguliert werden. Je näher zum Beispiel im Sendai-Virus
die Insertionsstelle an dem 3'-Ende
der Negativstrang-RNA (in der Genanordnung auf dem viralen Genom
des Wildtyps, je näher
an dem NP-Gen) ist, desto höher
ist das Expressionsniveau des eingefügten Gens. Um ein hohes Expressionsniveau
eines Fremdgens zu sichern, ist es vorzuziehen, das Fremdgen in
die Stromaufwärts-Region
im Negativstrang-Genom wie stromaufwärts des NP-Gens (der 3'-Seite im Negativstrang)
oder zwischen NP- und P-Genen einzufügen. Je näher umgekehrt die Insertionsposition
an dem 5'-Ende der
Negativstrang-RNA (in der Genanordnung auf dem viralen Genom des
Wildtyps, je näher
an dem L-Gen) ist, desto niedriger ist das Expressionsniveau des
eingefügten
Gens. Um die Expression eines Fremdgens auf ein niedriges Niveau
zu unterdrücken,
wird das Fremdgen zum Beispiel an die entfernteste 5'-Seite des Negativstrangs
eingefügt,
das heißt
stromabwärts
des L-Gens in dem
viralen Genom des Wildtyps (die zum L-Gen im Negativstrang benachbarte
5'-Seite) oder stromaufwärts des L-Gens
(die zum L-Gen im Negativstrang benachbarte 3'-Seite). Um die Insertion eines Fremdgens
zu erleichtern, kann eine Clonierungstelle an der Insertionsposition
angeordnet sein. Die Clonierungsstelle kann so gestaltet sein, dass
sie zum Beispiel die Erkennungssequenz für Restriktionsenzyme ist. Fremdgenfragmente können in
die Restriktionsenzymstelle in der Vektor-DNA, welche das Genom
codiert, eingefügt
werden. Die Clonierungsstelle kann angeordnet werden, um eine so
genannte Multicloning-Stelle zu sein, welche eine Vielzahl von Restriktionsenzym-Erkennungssequenzen
umfasst. Vektoren dieser Erfindung können an den Insertionsstellen
Fremdgene außer
jene, die oben beschrieben wurden, beherbergen.
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Rekombinante
Sendai-Virusvektoren, welche ein Fremdgen umfassen, können, wie
folgt nach zum Beispiel der Beschreibung in „Kato, A. et al., 1997, EMBO
J. 16: 578-587" und „Yu, D.
et al., 1997, Genes Cells 2: 457-466" konstruiert werden.
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Zuerst
wird eine DNA-Probe hergestellt, welche die cDNA-Nucleotidsequenz
eines gewünschten Fremdgens
enthält.
Es ist vorzuziehen, dass die DNA-Probe elektrophoretisch als ein
einzelnes Plasmid bei Konzentrationen von 25 ng/μl oder mehr identifiziert werden
kann. Unten wird ein Fall, wo ein Fremdgen an eine DNA, welche das
virale Genom codiert, unter Verwendung der NotI-Stelle eingefügt wird,
als Beispiel beschrieben werden. Wenn die NotI-Erkennungssstelle
in die Nucleotidsequenz der Ziel-cDNA eingeschlossen wird, ist es
vorzuziehen, die NotI-Stelle
vorher durch Modifizieren der Nucleotidsequenz unter Verwendung ortsspezifischer
Mutagenese und derartigen Verfahren zu deletieren, um nicht die
Aminosäuresequenz
zu ändern,
welche durch die cDNA codiert wird. Aus dieser DNA-Probe wird das
gewünschte
Genfragment amplifiziert und durch PCR gewonnen. Um NotI-Stellen
an beiden Enden des amplifizierten DNA-Fragments zu haben und zusätzlich eine
Kopie der Transkriptionsterminationssequenz (E), des Introns (I)
und der Transkriptionsstartsequenz (S) (EIS-Sequenz) des Sendai-Virus
an einem Ende hinzuzufügen,
werden eine synthetische DNA-Sequenz der Vorwärts-Seite und eine synthetische DNA-Sequenz
der reversen Seite (Antisense-Strang) als Primerpaar, welches die
NotI-Restriktionsenzym-Spaltungsstelle-Sequenz, die Transkriptionsterminationssequenz
(E), das Intron (I), die Transkriptionsstartsequenz (S) und eine
Teilsequenz des Zielgens enthält,
hergestellt.
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Um
zum Beispiel die Abspaltung durch NotI zu sichern, wird die synthetische
DNA-Sequenz der Vorwärts-Seite
in einer Form angeordnet, in welcher zwei oder mehr beliebige Nucleotide
(vorzugsweise 4 Nucleotide ausschließlich GCG und GCC, Sequenzen,
welche in der NotI-Erkennungsstelle entstehen, bevorzugter ACTT)
auf der 5'-Seite
der synthetischen DNA ausgewählt
werden, die NotI-Erkennungsstelle "gcggccgc" wird an ihre 3'-Seite hinzugefügt, und
an die 3'-Seite davon werden
beliebige gewünschte
9 Nucleotide oder Nucleotide von 9 plus einem Vielfachen von 6 Nucleotiden
an die Spacer-Sequenz hinzugefügt,
und an die 3'-Seite
davon wird ein equivalenter ORF von etwa 25 Nucleotiden, einschließlich dem
Startcodon ATG der gewünschten
cDNA hinzugefügt.
Vorzugsweise werden etwa 25 Nucleotide aus der gewünschten
cDNA als synthetische DNA-Sequenz der Vorwärts-Seite so ausgewählt, dass
sie G oder C als das letzte Nucleotid an ihrem 3'-Ende aufweisen.
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In
der synthetischen DNA-Sequenz der reversen Seite werden zwei oder
mehr beliebige Nucleotide (vorzugsweise 4 Nucleotide ausschließlich GCG
und GCC, Sequenzen, welche in der NotI-Erkennungsstelle entstehen,
bevorzugter ACTT) aus der 5'-Seite
der synthetischen DNA ausgewählt,
die NotI-Erkennungsstelle "gcggccgc" wird an ihre 3'-Seite hinzugefügt und zu
ihrer zusätzlichen
3'-Seite wird eine
Oligo-DNA als Insertionsfragment hinzugefügt, um die Länge anzupassen.
Diese Oligo-DNA wird so entworfen, dass die gesamte Nucleotidzahl
einschließlich
der NotI-Erkennungsstelle "gcggccgc", der komplementären Sequenz
der cDNA und der EIS-Nucleotidsequenz des Sendai-Virus-Genoms, welche
in dem unten beschriebenen Virus entsteht, ein Vielfaches von sechs
wird (so genannte „Regel
von sechs"; Kolakofski,
D. et al., J. Virol. 72: 891-899, 1998). Zusätzlich zu der 3'-Seite des eingefügten Fragments wird eine zur
S-Sequenz des Sendai-Virus komplementäre Sequenz, vorzugsweise 5'-CTTTCACCCT-3', eine I-Sequenz,
vorzugsweise 5'-AAG-3', und eine zur E-Sequenz
komplementäre
Sequenz, vorzugsweise 5'-TTTTTCTTACTACGG-3' hinzugefügt, und
zusätzlich
zu der 3'-Seite
davon wird eine equivalente komplementäre Sequenz von etwa 25 Nucleotiden,
abgezählt in
der umgekehrten Richtung von dem Stoppcodon der gewünschten
cDNA-Sequenz, deren Länge
angepasst wird, um G oder C als letztes Nucleotid zu haben, ausgewählt und
als 3'-Ende der
synthetischen DNA der reversen Seite hinzugefügt.
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Die
PCR kann nach dem üblichen
Verfahren mit zum Beispiel ExTaq-Polymerase
(Takara Shuzo) ausgeführt
werden. Vorzugsweise wird die PCR unter Verwendung von Vent-Polymerase
(NEB) durchgeführt,
und die so amplifizierten gewünschten
Fragmente werden mit NotI verdaut, dann zur NotI-Stelle des Plasmidvektors
pBluescript eingefügt.
Die so erhaltenen Nucleotidsequenzen der PCR-Produkte werden mit
einem Sequenziergerät
bestätigt,
um ein Plasmid mit der richtigen Sequenz auszuwählen. Das eingefügte Fragment wird
aus dem Plasmid unter Verwendung von NotI ausgeschnitten und zu
der NotI-Stelle des Plasmids, welches die in Hüllproteingenen defiziente genomische
cDNA trägt,
cloniert. Alternativ ist es auch möglich, die rekombinante Sendai-Virus-cDNA
durch direktes Einfügen
des Fragments zur der NotI-Stelle ohne die Vermittlung des Plasmidvektors
pBluescript zu erhalten.
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Es
ist auch möglich,
eine virale Vektor-DNA der vorliegenden Erfindung in Reagenzgläsern oder
Zellen zu transkribieren, RNP mit viralen L-, P- und NP-Proteinen wieder
herzustellen und den Virusvektor, welcher dieses RNP umfasst, herzustellen.
Die Rekonstitution des Virus aus der viralen Vektor-DNA kann nach
den auf dem Fachgebiet bekannten Verfahren unter Verwendung von
Zellen, welche Hüllproteine
exprimieren, ausgeführt
werden:
(
WO97/16539 und
97/16538 : Durbin, A. P.
et al., 1997, Virology 235: 323-332; Whelan, S. P. et al., 1995,
Proc. Natl. Acad. Sci. USA 92: 8388-8392; Schnell, M. J. et al.,
1994, EMBO J. 13: 4195-4203; Radecke, F. et. al., 1995, EMBO J.
14: 5773-5784; Lawson, N. D. et al., Proc. Natl. Acad. Sci. USA
92: 4477-4481; Garcin, D. et al., 1995, EMBO J. 14: 6087-6094; Kato,
A. et al., 1996, Genes Cells 1: 569-579; Baron, M. D. und Barrett,
T., 1997, J. Virol, 71: 1265-1271; Bridgen, A. und Elliott, R. M.,
1996, Proc. Natl. Acad. Sci. USA 93: 15400-15404).
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Wenn
eine virale Vektor-DNA defizient in F-, HN- und/oder M-Genen gemacht
wird, werden infektiöse Viruspartikel
nicht mit solch einem defekten Vektor gebildet. Jedoch ist es möglich, infektiöse Viruspartikel durch
separates Übertragen
dieser defizienten Gene, Gene, welche andere virale Hüllproteine
codieren, und ähnliche,
zu Wirtszellen und durch deren Expression darin zu bilden.
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Verfahren
zum Übertragen
der viralen Vektor-DNA in Zellen beinhalten das Folgende: 1) das
Verfahren des Herstellens von DNA-Präzipitaten, die von Zielzellen
aufgenommen werden können;
2) das Verfahren des Herstellens einer DNA, welche einen Komplex
umfasst, welcher passend ist, um von Zielzellen aufgenommen zu werden
und welcher auch nicht sehr zytotoxisch ist und eine positive Ladung
hat, und 3) das Verfahren des sofortigen Rohrens von Poren auf der
Zielzell-Membran, die weit genug sind, um den DNA-Molekülen zu ermöglichen,
durch einen elektrischen Puls einzudringen.
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Beim
Verfahren 2) kann eine Vielfalt von Transfektionsreagenzien verwendet
werden, Beispiele sind DOTMA (Boehringer), Superfect (QIAGEN #301305),
DOTAP, DOPE, DOSPER (Boehringer #1811169), usw. Ein Beispiel von
Verfahren 1) ist ein Transfektionsverfahren unter Verwendung von
Calciumphosphat, bei welchem DNA, die in Zellen eindrang, in Phagosomen
eingebaut werden, und eine ausreichende Menge wird auch in die Zellkerne
eingebaut (Graham, F. L. und Van Der Eb, J., 1973, Virology 52:
456; Wigler, M. und Silverstein, S., 1977, Cell 11: 223). Chen und
Okayama erforschten die Optimierung der Übertragungstechnik, wobei sie berichteten,
dass optimale DNA-Präzipitate
unter den Bedingungen erhalten werden können, wo 1) Zellen mit DNA
in einer Atmosphäre
von 2 bis 4% CO2 bei 35°C 15 bis 24 h inkubiert werden,
2) zyklische DNA mit einer höheren
Präzipitat
bildenden Aktivität
als lineare DNA verwendet wird, und 3) die DNA-Konzentration in
der Präzipitationsmischung
20 bis 30 μg/ml
ist (Chen, C. und Okayama, H., 1987, Mol. Cell. Biol. 7: 2745).
Verfahren 2) ist passend für
eine vorübergehende
Transfektion. Ein altes Verfahren ist auf dem Fachgebiet bekannt, bei
welchem eine Mischung von DEAE-Dextran (Sigma #D-9885, M.W. 5 × 105) in einem gewünschten DNA-Konzentrationsverhältnis hergestellt wird, um
die Transfektion durchzuführen.
Da die meisten der Komplexe innerhalb der Endosomen abgebaut werden,
kann Chloroquin zugegeben werden, um die Transfektionseffekte zu
verstärken
(Calos, M. P., 1983, Proc. Natl. Acad. Sci. USA 80: 3015). Verfahren
3) wird als Elektroporation bezeichnet und ist vielseitiger, verglichen
mit Verfahren 1) und 2), weil es keine Zellselektivität hat. Verfahren
3) gilt als effizient unter optimalen Bedingungen für Pulsstromdauer,
Pulsform, elektrische Feldstärke
(Abstand zwischen Elektroden, elektrische Spannung), Leitfähigkeit
der Puffer, DNA-Konzentration und Zelldichte.
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Unter
den oben beschriebenen drei Kategorien sind Transfektionsreagenzien
(Verfahren 2)) passend in dieser Erfindung, weil Verfahren 2) leicht
betriebsfähig
ist und das Prüfen
von vielen Testproben unter Verwendung einer großen Zellmenge erleichtert.
Vorzugsweise wird Superfect Transfection Reagent (QIAGEN, Kat. Nr.
301305) oder DOSPER Liposomal Transfection Reagent (Boehringer Mannheim,
Kat. Nr. 1811169) verwendet.
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Speziell
kann die Rekonstitution des viralen Vektors aus cDNA durchgeführt werden,
wie folgt.
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Von
Affenniere abgeleitete LLC-MK2-Zellen werden in 24-Well bis 6-Well
Plastikkulturplatten oder einer Kulturschale von 100 mm Durchmesser
unter Verwendung eines Minimalmediums (MEM), welches 10% fötales Kalbserum
(FCS) und Antibiotika (100 Einheiten/ml Penicillin G und 100 μg/ml Streptomycin)
enthält, zu
70 bis 80% Konfluenz kultiviert und mit zum Beispiel dem rekombinanten
Vacciniavirus vTF7-3, welches T7-Polymerase exprimiert, bei 2 PFU/Zelle
infiziert. Dieses Virus wurde durch eine Behandlung mit UV-Bestrahlung
20 min in der Anwesenheit von 1 μg/ml
Psoralen inaktiviert (Fuerst, T. R. et al., Proc. Natl. Acad. Sci. USA
83: 8122-8126, 1986; Kato, A. et al., Gene Cells 1: 569-579, 1996).
Die Menge von zugegebenem Psoralen und die UV-Bestrahlungszeit kann
geeignet angepasst werden. Eine Stunde nach der Infektion werden die
Zellen mit 2 bis 60 μg,
bevorzugter 3 bis 5 μg
der oben beschriebenen rekombinanten Sendai-Virus-cDNA durch das
Lipofektionsverfahren und ähnlichem
unter Verwendung von Plasmiden (24 bis 0.5 μg pGEM-N, 12 bis 0.25 μg pGEM-P
und 24 bis 0.5 μg
pGEM-L, bevorzugter 1 μg
pGEM-N, 0.5 μg
pGEM-P und 1 μg
pGEM-L) (Kato, A. et al., Genes Cells 1: 569-579, 1996), welche
trans-acting virale Proteine exprimieren, welche für die Herstellung
des Sendai-viralen Genoms von ganzer Länge benötigt werden, zusammen mit Superfect
(QIAGEN) transfiziert. Die transfizierten Zellen werden in einem
serumfreien MEM kultiviert, welches jeweils 100 μg/ml Rifampicin (Sigma) und
Cytosinarabinosid (AraC) enthält,
wenn gewünscht,
bevorzugter nur 40 μg/ml Cytosinarabinosid
(AraC) (Sigma) enthält,
und Konzentrationen der Reagenzien werden at Optima gesetzt, um die
Zytotoxizität
auf Grund des Vacciniavirus zu minimieren und die Gewinnungsrate
des Virus zu maximieren (Kato, A. et al., 1996, Genes Cells 1, 569-579).
Nach der Kultivierung für
etwa 47 bis 72 h nach der Transfektion werden die Zellen gewonnen,
indem sie durch drei sich wiederholende Zyklen von Gefrieren und
Tauen aufgebrochen werden, mit LLC-MK2-Zellen, welche die Hüllproteine
exprimieren, transfiziert und kultiviert werden. Nach Kultivierung
der Zellen für
3 bis 7 Tage wird die Kulturlösung
gesammelt. Alternativ können
die infektiösen
Virusvektoren effizienter durch Transfizieren der LLC-MK2-Zellen,
welche bereits Hüllproteine
exprimieren mit Plasmiden, welche NP-, L- und P-Proteine exprimieren,
oder durch Transfizieren zusammen mit einem Hüllprotein-exprimierenden Plasmid
erhalten werden. Die viralen Vektoren können durch Kultivierung dieser
Zellen, überschichtet
auf LLC-MK2-Zellen, welche Hüllproteine
exprimieren, amplifiziert werden (vgl. Beispiele). Der in dem Kulturüberstand
enthaltende Virustiter kann durch Messung der Hämagglutinationsaktivität (HA) bestimmt
werden, welche durch das „Endo-Point-Verdünnungsverfahren" untersucht werden
kann (Kato, A. et al., Genes Cells 1, 569-579). Der so erhaltene Virusstamm kann
bei -80°C
gelagert werden.
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Die
rekombinanten Sendai-Virusvektoren dieser Erfindung können geeignet
verdünnt
werden, zum Beispiel mit physiologischer Kochsalzlösung und
mit Phosphat gepufferter physiologischer Kochsalzlösung (PBS),
um eine Zusammensetzung herzustellen. Wenn die rekombinanten Sendai-Virusvektoren
dieser Erfindung in Hühnereiern
und ähnlichem
vermehrt werden, kann die Zusammensetzung Chorioallantoisflüssigkeit beinhalten.
Zusammensetzungen, welche rekombinante Sendai-Virusvektoren dieser
Erfindung umfassen, können
physiologisch verträgliche
Medien wie deionisiertes Wasser, wässrige 5%ige Dextrose-Lösung und
so weiter enthalten, und darüber
hinaus können
auch andere Stabilisatoren und Antibiotika enthalten sein.
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Der
Typ der für
die Virus-Rekonstitution verwendeten Wirtszellen ist nicht besonders
begrenzt, so lange der virale Vektor darin rekonstituiert werden
kann. Zum Beispiel können
bei der Rekonstitution des Sendai-Virusvektors oder des RNP-Komplexes Kulturzellen
wie aus Affenniere abgeleitete CV-I-Zellen und LLC-MK2-Zellen, aus Hamsterniere
abgeleitete BHK-Zellen und so weiter verwendet werden. Die infektiösen Viruspartikel
mit der Hülle
können
auch durch Expression geeigneter Hüllproteine in diesen Zellen
erhalten werden. Um den Sendai-Virusvektor in einer großen Menge
zu erhalten, kann der Vektor zum Beispiel durch Infizieren des aus den
oben beschriebenen Wirtszellen erhaltenen Virusvektor in Hühner-Bruteier
zusammen mit Vektoren, welche Hüllproteingene
exprimieren, amplifiziert werden. Alternativ können virale Vektoren unter Verwendung
von transgenen Hühnereiern,
eingebaut mit Hüllprotein-Genen,
hergestellt werden. Verfahren zur Herstellung von viraler Flüssigkeit
unter Verwendung von Hühnereiern
wurden bereits entwickelt (Nakanishi, et al., (Hrsg.), 1993, "shinkei-kagaku Kenkyu-no
Sentan-gijutu Protocol III (High Technology Protocol III of Neuroscience
Research), Molecular Neurocyte Physiology, Koseisha, Osaka, S. 153-172).
Speziell werden zum Beispiel befruchtete Eier in einen Inkubator
gelegt und 9 bis 12 Tage bei 37 bis 38°C inkubiert, um Embryos zu züchten. Der
Sendai-Virusvektor wird zusammen mit Vektoren, welche Hüllproteine
exprimieren, in die Chorioallantois-Höhle der Eier geimpft und einige
Tage kultiviert, um das Virus zu vermehren. Die Bedingungen so wie
Züchtungsdauer
können
in Abhängigkeit
von dem Typ des verwendeten rekombinanten Sendai-Virus variiert
werden. Anschließend
wird die Choriaollantoisflüssigkeit,
welche das Virus umfasst, gewonnen. Die Trennung und Reinigung des
Sendai-Virusvektors kann nach Standardverfahren durchgeführt werden
(Tashiro, M., „Virus
Experiment Protocols",
Nagai und Ishihama (Hrsg.), Medicalview, S. 68-73 (1995)).
-
Als
Vektor, um Hüllproteine
zu exprimieren, können
die viralen Vektoren selbst dieser Erfindung verwendet werden. Zum
Beispiel, wenn zwei Typen von Vektoren, bei denen das vom viralen
Genom defiziente Hüllproteingen
unterschiedlich ist, auf dieselbe Zelle übertragen werden, wird das
in einem RNP-Komplex defiziente Hüllprotein durch die Expression
des anderen Komplexes geliefert, um einander zu ergänzen, was
dadurch zu der Bildung von infektiösen Viruspartikeln und Aktivierung
des Replikationszyklus führt,
um die viralen Vektoren zu amplifizieren. Das heißt, wenn
Zellen mit zwei oder mehr Typen von Vektoren in Kombination angeimpft
werden, um jeweils die Hüllproteine
des anderen zu ergänzen,
können
Mischungen von in den jeweiligen Hüllproteinen defizienten Virusvektoren
im großen
Maßstab
und zu niedrigen Kosten hergestellt werden. So hergestellte gemischte
Viren sind nützlich
für die
Herstellung von Impfstoffen und ähnlichem.
Auf Grund der Defizienz der Hüllproteingene
haben diese Viren eine kleinere Genomgröße, verglichen mit dem vollständigen Virus,
so können
sie ein langes Fremdgen beherbergen. Da diese ursprünglich nicht
infektiösen Viren
extrazellulär
verdünnt
werden und es schwierig ist, ihre Co-Infektion beizubehalten, werden
sie auch steril, was günstig
ist beim Bewältigen
ihrer Freisetzung in die Umgebung.
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Die
Gentherapie wird durch Verabreichen von viralen Vektoren befähigt, wenn
die viralen Vektoren durch Verwendung eines therapeutischen Gens
als Fremdgen präpariert
werden. Bei der Anwendung von viralen Vektoren dieser Erfindung
für die
Gentherapie ist es möglich,
ein Fremdgen, mit dem Behandlungseffekte erwartet werden, oder ein
endogenes Gen, dessen Versorgung in dem Körper des Patienten unzureichend
ist, durch entweder direkte oder indirekte (ex vivo) Verabreichung
des Komplexes zu exprimieren. Es gibt keine besondere Begrenzung
auf den Typ des Fremdgens, und zusätzlich zu Nucleinsäuren, welche
Proteine codieren, kann es Nucleinsäuren geben, welche keine Proteine
codieren, wie ein Antisense oder Ribozym. Zusätzlich, wenn Gene, welche Antigene
von Bakterien oder Viren codieren, die bei infektiösen Krankheiten
einbezogen sind, als Fremdgene verwendet werden, kann die Immunität bei Tieren
durch Verabreichen dieser Gene an die Tiere induziert werden. Das
heißt,
diese Gene können
als Impfstoffe verwendet werden.
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Wenn
die viralen Vektoren der vorliegenden Erfindung als Impfstoffe verwendet
werden, können
sie beispielsweise anwendbar sein für Krebserkrankungen, infektiöse Erkrankungen
und andere allgemeine Erkrankungen. Zum Beispiel ist es bei einer
Krebsbehandlung möglich,
Gene mit therapeutischen Effekten auf Tumorzellen oder Antigen präsentierenden
Zellen (APC) wie DC-Zellen unter Verwendung der Vektoren der Erfindung
zu exprimieren. Beispiele von solchen Genen sind jene, welche das
Tumorantigen Muc-1 oder das Muc-1-ähnliche Mutin-Tandem-Repeat-Peptid
(
US Patent Nr. 5,744,144 ),
das Melanomantigen gp100 usw. codieren. Solche Behandlungen mit
Genen wurden weithin bei Krebserkrankungen in der Brustdrüse, Dickdarm, Pankreas,
Prostata, Lunge usw. angewandt. Die Kombination mit Zytokinen, um
die adjuvanten Effekte zu verstärken,
ist auch effektiv bei der Gentherapie. Beispiele von solchen Genen
sind i) Einzelketten-IL-12 in Kombination mit IL-2 (Proc. Natl.
Acad. Sci. USA 96 (15):8591-8596, ii) Interferon-y in Kombination
mit IL-2 (
US Patent Nr. 5,798,100 ),
iii) Granulozytenkolonie stimulierender Faktor (GM-CSF), allein
verwendet, und iv) GM-CSF, abzielend auf die Behandlung von Hirntumor
in Kombination mit IL-4 (J. Neurosurgery, 90 (6), 1115-1124 (1999)),
usw.
-
Beispiele
von für
die Behandlung von infektiösen
Krankheiten verwendeten Gene sind jene, welche das Hüllprotein
des virulenten Stamms H5N1-Typ des Influenza-Virus codieren; das
chimäre
Hüllprotein
des japanischen Enzephalitis-Virus (Vaccine, Bd. 17, Nr. 15-16,
1869-1882 (1999)), das HIV-Gag- oder SIV-Gag-Protein des AIDS-Virus
(J. Immunology (2000), Bd. 164, 4968-4978), das HIV-Hüllprotein,
welches als oraler Impfstoff, verkapselt in Polyacetat-Glycol-Copolymer-Mikropartikel
zur Verabreichung, aufgenommen wird (Kaneko, H. et al., Virology
267, 8-16 (2000)), die B-Untereinheit (CTB) des Cholera-Toxins (Arakawa,
T. et al., Nature Biotechnology (1998) 16 (10): 934-8; Arakawa,
T. et al., Nature Biotechnology (1998) 16 (3): 292-297), das Glykoprotein
des Rabiesvirus (Lodmell, D. L. et al., 1998, Nature Medicine 4
(8): 949-52) und das Kapsidprotein L1 des menschlichen Papilloma-Virus
6, welches Gebärmutterhalskrebs
verursacht (J. Med. Virol., 60, 200-204 (2000).
-
Gentherapie
kann auch bei allgemeinen Erkrankungen angewandt werden. Zum Beispiel
wurde in dem Fall von Diabetes die Expression des Insulin-Peptidfragments durch
Impfung von Plasmid-DNA, welche das Peptid codiert, in Typ 1-Diabetes-Modelltieren
durchgeführt
(Coon, B. et al., J. Clin. Invest., 1999, 104 (2): 189-94).
-
Kurze Beschreibung der Abbildungen
-
1 ist
eine Aufnahme, welche ein analytisches Ergebnis der Expression des
F-Proteins über
ein Cre-IoxP-induzierbares Expressionssystem durch Western-Blotting zeigt. Sie
zeigt das Ergebnis des Nachweisens der Proteine auf einer Transfermembran,
welche mit dem anti-SeV-F-Antikörper
kreuzreagiert, durch das Chemilumineszenz-Verfahren.
-
2 zeigt
ein Diagramm an, welches ein analytisches Ergebnis der Zelloberflächendarstellung
des F-Proteins zeigt, dessen Expression durch das Cre-IoxP-System induziert
wurde. Es zeigt die Ergebnisse der Durchflusszytometrie-Analyse für LLC-MK2/F7
mit dem anti-SeV-F-Antikörper.
-
3 zeigt
eine Aufnahme an, welche das Ergebnis zeigt, das die Abspaltung
des exprimierten F-Proteins durch Trypsin unter Verwendung von Western-Blotting
bestätigt.
-
4 zeigt
Aufnahmen an, welche das Ergebnis zeigen, das die Zelloberflächenexpression
von HN in einem Experiment der Zelloberflächenadsorption auf Erythrozyten
bestätigt.
-
5 zeigt
Aufnahmen an, welche das Ergebnis zeigen, das durch einen Versuch,
die defizienten Viren durch Verwendung von Zellen zu ernten, welche
das defiziente Protein exprimieren, erhalten wurde. Es wurde offenbart,
dass die Expression des F-Proteins durch die Helferzelllinie schnell
durch die bei der Rekonstitution des F-defizienten SeV verwendeten
Vacciniaviren gestoppt wurde.
- 1. LLC-MK2 und
CV-1 repräsentieren
Zelllysate aus den jeweiligen Zelltypen alleine.
- 2. LLC-MK2/F+ad und CV-1/F+ad repräsentieren Zelllysate aus den
jeweiligen Zellen, welche der Expressionsinduktion unterworfen wurden
und zu denen Adenovirus AxCANCre hinzugefügt wurde.
- 3. LLC-MK2/F-ad und CV-1/F-ad repräsentieren Zelllysate aus den
jeweiligen Zelllinien, in welchen das F-Gen, aber nicht das Adenovirus
AxCANCre eingeführt
wurde.
- 4. LLC-MK2/F+ad 3rd repräsentiert
ein Zelllysat aus Zellen, in denen die Expression durch Adenovirus
AxCANCre induziert wurde und welche dann zusätzlich 3-mal passagiert wurden.
- 5. 1d bzw. 3d zeigen einen Tag und drei Tage nach der Induktion
der Expression an.
- 6. Vac1d bzw. Vac3d zeigen Zellen einen Tag und drei Tage nach
der Infektion des Vacciniavirus an.
- 7. AraC1d bzw. AraC3d zeigen Zellen einen Tag und drei Tage
nach der Zugabe von AraC an.
- 8. CHX 1d bzw. CHX 3d zeigen Zellen einen Tag und drei Tage
nach der Zugabe des Proteinsynthesehemmers Cycloheximid an.
-
6 zeigt
Aufnahmen an, welche das Ergebnis zeigen, das durch Beobachtung
der GFP-Expression erhalten wurde, nachdem GFP umfassende F-defiziente SeV-cDNA
(pSeV18/ΔF-GFP)
in LLC-MK2-Zellen transfiziert wurde, in denen F nicht exprimiert
wurde (Nachweis von RNP). In einer Kontrollgruppe wurde das F-Gen
mit dem NP-Gen am 3'-Ende
gemischt, und dann wurde die SeV-cDNA (F-gemischtes SeV) verwendet, in
welcher GFP in die F-defiziente Stelle eingeführt worden war. Die Bezeichnung „alle" zeigt Zellen an,
welche mit Plasmiden transfiziert wurden, welche die Expression
des NP-Gens, P-Gens und L-Gens (pGEM/NP, pGEM/P und pGEM/L) zusammen
mit der SeV-cDNA zur selben Zeit steuern; „cDNA" zeigt Zellen an, welche mit cDNA (pSeV18+/ΔF-GFP)
alleine transfiziert wurden. Für
die RNP-Transfektion, wurden P0-Zellen, welche GFP exprimieren,
gesammelt; die Zellen (10 Zellen/ml) wurden in OptiMEM (GIBCO BRL)
suspendiert; 100 μl Lysat,
das nach dreimaliger Behandlung mit Gefrier-Tau-Zyklen präpariert
wurde, wurden mit 25 μl
kationisches Liposom DOSPER (Boehringer Mannheim) gemischt und ermöglicht,
bei Raumtemperatur 15 Minuten stillzustehen; und die Mischung wurde
zu Zellen (+ad) gegeben, in denen die Expression von F induziert
worden war, um die RNP-Transfektion auszuführen. Zellen, welche die Cre-DNA-Rekombinase exprimieren,
in denen kein rekombinantes Adenovirus eingeführt worden war, wurden als
Kontrollgruppe der Zellen (-ad) verwendet. Das Ergebnis zeigte,
dass GFP in Abhängigkeit
von der RNP-Bildung von SeV in PO in LLC-MK2-Zellen exprimiert wurde; und das F-defiziente
Virus wurde in Abhängigkeit
von der Expressionsinduktion von F in P1 amplifiziert.
-
7 zeigt
Aufnahmen an, welche das Ergebnis zeigen, das durch Prüfen erhalten
wurde, ob funktionelles RNP, das mit F-defizienter genomischer cDNA
wieder hergestellt wurde, durch F-exprimierende der Helferzellen
geborgen werden konnte und die infektiösen Virionen des defizienten
Virus gebildet wurden. RNP/o repräsentiert Zellen, überschichtet
mit RNP; RNP/t repräsentiert
Zellen, die mit RNP transfiziert wurden.
-
8 zeigt
Aufnahmen an, welche den Hinweis für das F-exprimierende zellspezifische
Wachstum des F-defizienten Virus zeigt. Das Lysat, welches funktionelles
RNP umfasst, das aus dem Genom, dem das Gen fehlt, konstruiert wurde,
wurde mit den F-exprimierenden Zellen lipofiziert, wie in Beispiel
2 beschrieben; und der Kulturüberstand
wurde dann gewonnen. Dieser Kulturüberstand wurde zu dem Medium
der F-exprimierenden Zellen gegeben, um die Infektion zu erreichen;
am dritten Tag wurde der Kulturüberstand
gewonnen und gleichzeitig zu sowohl F-exprimierenden Zellen als
auch Zellen, die nicht F exprimierten, gegeben; und dann wurden
die Zellen in Anwesenheit oder Abwesenheit von Trypsin drei Tage
kultiviert. Das Ergebnis wird hier gezeigt. Die Viren wurden nur
in Anwesenheit von Trypsin in den F-exprimierenden Zellen amplifiziert.
-
9 zeigt
Aufnahmen an, welche den Hinweis für die spezifische Freisetzung
der F-defizienten Viren zu dem Kulturüberstand nach der Einführung in
die F-exprimierenden Zellen zeigen. Das Lysat, welches funktionelles
RNP, konstruiert aus dem Genom, dem das Gen fehlt, umfasst, wurde
mit den F-exprimierenden
Zellen lipofiziert, wie in Beispiel 2 beschrieben, und dann wurde
der Kulturüberstand
gewonnen. Dieser Kulturüberstand
wurde zu dem Medium der F-exprimierenen
Zellen gegeben, um die Infektion zu erreichen; am dritten Tag wurde
der Kulturüberstand
gewonnen und gleichzeitig zu sowohl F-exprimierenden Zellen als
auch zu Zellen, die nicht F exprimierten, gegeben; und dann wurden
die Zellen in Anwesenheit oder Abwesenheit von Trypsin drei Tage
kultiviert. Das untere Feld zeigt das Ergebnis mit dem Überstand
der Zellen, die nicht F exprimierten.
-
10 zeigt Aufnahmen an, welche das Ergebnis zeigen,
das durch Erhalt der Viren aus dem Kulturüberstand der F-exprimierenden
Zellen, durch Extraktion der Gesamt-RNA und Durchführung der
Northern-Blot-Analyse unter Verwendung von F und HN als Sonden erhalten
wurde, um die genomische Struktur des aus der F-defizienten cDNA gewonnenen Virions
zu verifizieren. In den aus den F-exprimierenden Zellen gewonnenen Viren
wurde das HN-Gen nachgewiesen, aber das F-Gen war nicht nachweisbar;
und so wurde es verdeutlicht, dass das F-Gen in dem viralen Genom
nicht vorhanden war.
-
11 zeigt Aufnahmen an, welche das Ergebnis der
RT-PCR zeigen, welche zeigt, dass das GFP-Gen an dem Ort vorhanden
ist, wo F deletiert worden war, wie in dem Konstrukt der cDNA. 1:
+18-NP für den
Nachweis der Anwesenheit der +18-NotI-Stelle.
2: M-GFP für
den Nachweis der Anwesenheit des GFP-Gens in der F-Gen-defizienten Region.
3: F-Gen, für
den Nachweis der Anwesenheit des F-Gens. Die genomischen Strukturen
des Wildtyp-SeV und des F-defizienten GFP exprimierenden SeV werden
in dem oberen Feld gezeigt. Es wurde verifiziert, dass das GFP-Gen
in dem F-defizienten Ort vorhanden war, von +18 abgeleitete NotI-Stelle war bei dem
3'-Ende von NP vorhanden
und das F-Gen fehlte in jedem Teil des RNA-Genoms.
-
12 zeigt Aufnahmen an, die durch Immunelektronenmikroskopie
mit an Goldkolloid gebundenem IgG (anti-F, anti-HN), welcher spezifisch
mit F oder HN des Virus reagiert, erhalten wurden. Es wurde verdeutlicht,
dass die stachelähnliche
Struktur der Virushülle
F- und HN-Proteine umfasste.
-
13 zeigt Diagramme an, welche das Ergebnis der
RT-PCR zeigen, welche zeigt, dass die Strukturen der Gene mit Ausnahme
des GFP-Gens die gleichen wie jene von dem Wildtyp waren.
-
14 zeigt Aufnahmen an, welche das Ergebnis zeigen,
das durch Untersuchung der Morphologie des F-defizienten Viruspartikels
durch Elektronenmikroskopie erhalten wurde. Wie die Viruspartikel
des Wildtyps hatten die F-defizienten Viruspartikel helicale RNP-Struktur
und innen stachelähnliche
Struktur.
-
15 zeigt Aufnahmen an, welche das Ergebnis der
in vitro-Genübertragung
zu einer Vielfalt von Zellen unter Verwendung eines F-defizienten
SeV-Vektors mit einer hohen Effizienz zeigt.
-
16 zeigt Diagramme an, welche das analytische
Ergebnis zeigen, das nach der Einführung des F-defizienten SeV-Vektors
in primäre
Knochenmarkzellen von der Maus (BM c-Kit+/-) erhalten wurde. Leere Balken
repräsentieren
PE-positiv/GFP-negativ;
ausgefüllte
Balken repräsentieren
PE-positiv/GFP-positiv.
-
17 zeigt Aufnahmen an, welche das Ergebnis der
in vivo-Verabreichung des Vektors in das Hirnventrikel der Ratte
zeigen.
-
18 zeigt Aufnahmen an, welche das Ergebnis zeigen,
das durch Verwendung des Kulturüberstands
erhalten wurde, welcher F-defiziente SeV-Viren umfasst, die aus
den F-exprimierenden Zellen gewonnen wurden, um LLC-ML2-Zellen zu infizieren,
die nicht F exprimieren, durch drei Tage Kultivieren der Zellen in
der Anwesenheit oder Abwesenheit von Trypsin, um die Anwesenheit
der Viren in dem Überstand
durch HA-Assay zu bestätigen.
-
19 ist eine Aufnahme, welche das Ergebnis zeigt,
das durch Durchführen
des HA-Assays von Chorioallantoisflüssigkeiten nach 2 Tagen Inkubation
von einem Hühner-Brutei,
welches mit Chorioallantoisflüssigkeit
(Spuren 11 und 12) von HA-positiven
Bruteiern beimpft worden war, in 18B erhalten
wurde.
-
20 zeigt Aufnahmen an, welche das Ergebnis zeigen,
das durch Untersuchung der Virusflüssigkeit, welche HA-positiv
ist und keine Infektiosität
hat, durch Immunelektronenmikroskopie erhalten wurde. Die Anwesenheit
der Viruspartikel wurde verifiziert und es wurde gefunden, dass
die Virionenhülle
reaktiv gegen den Antikörper
war, welcher das mit Goldkolloid markierte HN-Protein erkennt, aber
nicht reaktiv gegen den Antikörper
war, welcher das mit Goldkolloid markierte F-Protein erkennt.
-
21 zeigt Aufnahmen an, welche das Ergebnis der
Transfektion von F-defizienten
Viruspartikeln in Zellen zeigt.
-
22 zeigt Aufnahmen an, welche das Ergebnis der
Bildung von Zellen zeigen, welche F und HN co-exprimieren, welche
durch Western-Blotting ausgewertet wurden. LLC/VacT7/pGEM/FHN repräsentiert Zellen,
welche durch Transfektion von Vaccinia infizierten LLC-MK2-Zellen
mit dem pGEM/FHN-Plasmid erhalten wurde; LLC/VacT7 repräsentiert
Vaccinia infizierte LLC-MK2-Zellen. LLCMK2/FHNmix repräsentiert LLC-MK2-Zellen,
bei denen die F- und HN-Gene eingeführt, aber nicht cloniert wurden.
LLC/FHN repräsentiert LLC-MK2-Zellen,
bei denen die F- und HN-Gene eingeführt wurden und die Expression
durch Adenovirus (nach 3 Tagen) induziert wurde; 1-13, 2-6, 2-16,
3-3, 3-18, 3-22, 4-3 und 5-9 sind Zelllinie-Nummern (Namen) bei
der Clonierung.
-
23 zeigt Aufnahmen an, welche das Ergebnis für den Nachweis
der Viruserzeugung in Abhängigkeit
von der Anwesenheit oder Abwesenheit von pGEM/FHN zeigt. Die FHN-defizienten
GFP-exprimierenden SeV-cDNA, pGEM/NP, pGEM/P, pGEM/L und pGEM/FHN
wurde gemischt und in LLC-MK2-Zellen eingeführt. 3 Stunden nach der Genübertragung
wurde das Medium mit MEM gewechselt, welches AraC und Trypsin enthält, und
die Zellen wurden zusätzlich
drei Tage kultiviert. 2 Tage nach der Genübertragung wurde die Beobachtung
mit einem Stereo-Fluoreszenzmikroskop ausgeführt, um den Unterschied in
Abhängigkeit
von der Anwesenheit oder Abwesenheit von pGEM/FHN auszuwerten, und
die Viruserzeugung wurde auf der Grundlage der Ausbreitung der GFP-exprimierenden
Zellen verifiziert. Das Ergebnis wird hier gezeigt. Wenn pGEM/FHN zur
Zeit der Rekonstitution hinzugefügt
wurde, wurde die Ausbreitung von GFP-exprimierenden Zellen erkannt; aber
wenn kein pGEM/FHN hinzugefügt
wurde, war die GFP-Expression
lediglich in einer Einzelzelle beobachtbar.
-
24 zeigt Aufnahmen an, welche das Ergebnis der
Rekonstitution durch RNP-Transfektion und das Wachstum von FHN-defizienten
Viren zeigt. Am dritten Tag nach der Expressionsinduktion wurden
Zellen, welche FHN (12 Wells) co-exprimierten,
unter Verwendung von PO RNP-Überschichtung
oder DOSPER lipofiziert, und dann wurde nach 4 Tagen GFP beobachtet.
Wenn die RNP-Transfektion
durchgeführt
wurde, war die Ernte der Viren erfolgreich für die P1 FHN exprimierenden
Zellen, wie sie für
die F-defizienten war (oben). Das Wachstum der FHN-defizienten Viren
wurde nach Impfung einer Flüssigkeit,
welche die Viren enthielt, zu den Zellen, in denen die Expression
des FHN-Proteins 6 oder mehrere Stunden nach der Infektion mit Ade/Cre induziert
wurde, verifiziert (unteres Feld).
-
25 zeigt Aufnahmen an, welche das Ergebnis zeigen,
das nach Impfung der Flüssigkeit,
welche die Viren enthielt, die aus der FHN-defizienten GFP exprimierenden
cDNA rekonstituiert wurden, zu LLC-MK2, LLC-MK2/F, LLC-MK2/HN und
LLC-MK2/FHN und deren Züchtung
in der Anwesenheit oder Abwesenheit von Trypsin erhalten wurde.
Die Ausbreitung der Zellen, welche das GFP-Protein exprimieren,
wurde 3 Tage nach der Züchtung
verifiziert. Das Ergebnis wird hier gezeigt. Die Ausbreitung von
GFP wurde nur mit LLC-MK2/FHN beobachtet, und so wurde bestätigt, dass
das in der Flüssigkeit
enthaltende Virus auf eine Weise, spezifisch zur FHN-Co-Expression
und abhängig
von Trypsin, gezüchtet
wurde.
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26 ist eine Aufnahme, welche das Ergebnis zeigt,
wo die Bestätigung
für die
genomische Struktur der RNA, die vom Überstand der FHN-exprimierenden
Zellen stammt, ausgeführt
wurde.
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27 ist eine Aufnahme, welche das Ergebnis zeigt,
wo die Bestätigung
für die
genomische Struktur der RNA, die vom Überstand der F-exprimierenden
Zellen stammt, welche mit den FHN-defizienten Viren sind, ausgeführt wurde.
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28 ist ein Diagramm, welches die Inaktivierung
des Vacciniavirus und die T7-Aktivität zeigt, wenn die Psoralen-Konzentration
bei der Psoralen/UV-Bestrahlung variiert wurde.
-
29 ist ein Diagramm, welches die Inaktivierung
des Vacciniavirus und die T7-RNA-Polymerase-Aktivität zeigt,
wenn die Dauer der UV-Bestrahlung bei der Psoralen/UV-Bestrahlung
variiert wurde.
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30 zeigt Aufnahmen an, welche eine Zytotoxizität (CPE)
des Vacciniavirus nach der Psoralen/UV-Bestrahlung zeigen. 3 × 105 LLC-MK2-Zellen wurden auf eine 6-Well-Platte
plattiert. Nach Kultivierung über
Nacht wurden die Zellen mit Vacciniavirus bei moi=2
infiziert. Nach 24 Stunden wurde CPE bestimmt. Das Ergebnis von
CPE bei Pseudobehandlung des Vacciniavirus wird in A gezeigt; CPE
nach der Behandlung mit Vacciniavirus 15, 20 oder 30 Minuten werden
in B, C bzw.
-
D
gezeigt.
-
31 ist ein Diagramm, welches den Einfluss der
UV-Behandlungsdauer des Vacciniavirus bei der Rekonstitutionseffizienz
des Sendai-Virus anzeigt.
-
32 ist ein Diagramm, welches den Titer des zur
Replikation fähigen
Vacciniavirus anzeigt, der in den Zellen nach dem Rekonstitutionsexperiment
des Sendai-Virus blieb.
-
33 ist eine Aufnahme, welche das Ergebnis der
Western-Blot-Analyse unter Verwendung des anti-VSV-G-Antikörpers zeigt.
-
34 zeigt ein Diagramm an, welches Ergebnisse der
Durchflusszytometrie-Analyse
unter Verwendung des anti-VSV-G-Antikörpers zeigt. Es zeigt das Ergebnis
der Analyse der LLC-MK2-Zelllinie (L1) für die Induktion der VSV-G-Expression
am vierten Tag nach der AxCANCre-Infektion (moi = 0, 2.5, 5). Der
verwendete primäre
Antikörper
war der anti-VSV-G-Antikörper
(MoAb I-1); der sekundäre
Antikörper
war der mit FITC markierte anti-Maus-Ig.
-
35 zeigt Aufnahmen an, welche ein Ergebnis zeigen,
wo Überstände nach
der Infektion mit geänderten
Mengen von AxCANCre (MOI = 0, 1.25, 2.5, 5, 10) und einer konstanten
Menge des Pseudotyp-Sendai-Virus mit einem F-Gen-defizienten Genom
gewonnen wurden, und die Überstände zusätzlich verwendet wurden,
um die Zellen vor der VSV-G-Induktion (-) und nach Induktion (+)
zu infizieren, und Zellen, welche GFP exprimieren, nach 5 Tagen
beobachtet wurden.
-
36 zeigt Aufnahmen an, welche das Ergebnis zeigen,
das für
den Zeitverlauf der Virusproduktionsmenge erhalten wurde.
-
37 zeigt Aufnahmen an, welche das Ergebnis zeigen,
das durch Untersuchung erhalten wurde, ob die Infektiosität durch
die Behandlung des Pseudotyp-Sendai-Virus mit dem F-Gen-defizienten
Genom, welches mit der VSV-G exprimierenden Zelllinie etabliert
wurde, und durch das FHN-defiziente Sendai-Virus, welches mit anti-VSV-Antikörper behandelt
wurde, beeinflusst wird.
-
38 zeigt Aufnahmen an, welche das Ergebnis zeigen,
wo die Expression des GFP-Gens als Index für die Erzeugung des Pseudotyp-Virus,
der VSV-G in seinem Kapsid nach der Infektion der VSV-G-Gen exprimierenden
Zellen LLCG-L1 mit dem F- und HN-defizientem Sendai-Virus, welches
das GFP-Gen aufweist, getestet wurde.
-
39 zeigt Aufnahmen an, welche das Ergebnis zeigen,
das durch Western-Analyse
des Proteins in dem Extrakt der infizierten Zellen bestätigt, dass
die in den VSV-G-Gen-exprimierenden Zellen gewachsene Viren defizient
in F- und HN-Genen waren.
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40 zeigt Aufnahmen an, welche das Ergebnis für die Beobachtung
der GFP exprimierenden Zellen unter einem Fluoreszenzmikroskop zeigen.
-
41 ist ein Diagramm, welches die Verbesserung
in der Effizienz für
die Rekonstitution des SeV/ΔF-GFP
durch die kombinierte Verwendung des Hüllproteinexprimierenden Plasmids
und der Zellüberschichtung
zeigt. Beachtliche Verbesserung wurde am d3 bis d4 (Tag 3 bis Tag
4) von PO (vor dem Passagieren) beobachtet.
-
42 ist ein Diagramm, welches das Ergebnis zeigt,
wo die Behandlungsbedingungen für
die Rekonstitution von SeV/ΔF-GFP
durch die kombinierte Verwendung des Hüllprotein-exprimierenden Plasmids und
der Zellüberschichtung
ausgewertet wurden. GFP-positive Zellen repräsentieren die Menge des rekonstituierten
Virus.
-
43 ist ein Diagramm, welches das Ergebnis zeigt,
bei dem die Rekonstitution der F-defizienten Sendai-Viren aus der
cDNA getestet wurde. Es zeigt die Verbesserung in der Effizienz
für die
Rekonstitution von SeV/ΔF-GFP
durch die kombinierte Verwendung des Hüllprotein-exprimierenden Plasmids
und der Zellüberschichtung.
-
Alle
die Tests waren am siebten Tag positiv. Jedoch wurde die Effizienz
am dritten Tag ausgewertet, wo die Erfolgswahrscheinlichkeit im
mittleren Bereich war.
-
44 zeigt Aufnahmen an, welche das Ergebnis der
IacZ-Expression durch den LacZ umfassenden F-defizienten Sendai-Virusvektor
zeigt, welcher kein GFP umfasst.
-
45 zeigt Diagramme an, welche die Subclonierung
des genomischen cDNA-Fragments des Sendai-Virus (A) und die Strukturen
von 5 genomischen cDNAs des Sendai-Virus, welche mit neu eingeführter NotI-Stelle
(B) konstruiert wurden, zeigen.
-
46 ist ein Diagramm, welches Strukturen von Plasmiden
zeigt, die für
die Clonierung zu verwenden sind, um die NotI-Stelle, das Transkriptionsstartsignal,
das Intron und das Transkriptionsterminationssignal in SEAP hinzuzufügen.
-
47 zeigt Aufnahmen an, welche das Ergebnis der
Plaquebestimmung von jedem Sendai-Virusvektor zeigen. Sie zeigt
ein Teil-Fluoreszenzbild in der Plaquebestimmung, welches durch
LAS1000 erhalten wurde.
-
48 ist ein Diagramm, welches das Ergebnis zeigt,
wo geänderte
Expressionsniveaus des Reportergens (SEAP) mit einem anderen unter
den jeweiligen Sendai-Virusvektoren verglichen wurden. Die Daten von
SeV18+/SEAP wurde als 100 angenommen und die jeweiligen Werte wurden
relativ dazu angezeigt. Es wurde gefunden, dass die Aktivität, und zwar
das Expressionsniveau, erniedrigt wurde, als das SEAP-Gen mehr stromabwärts platziert
wurde.
-
49 zeigt mikroskopische Aufnahmen an, welche die
Expression von GFP in P1-Zellen zeigt, welche FHN co-exprimieren.
-
50 zeigt Aufnahmen an, welche das Ergebnis der
Western-Blot-Analyse der Extrakte aus Zellen, welche mit VSV-G-Pseudotyp-SeV/ΔF:GFP infiziert
wurden, unter Verwendung des anti-F-Antikörpers (anti-F), anti-HN-Antikörpers (anti-HN)
und des anti-Sendai-Virus-Antikörpers
(anti-SeV) zeigen.
-
51 zeigt Aufnahmen an, welche die GFP-Fluoreszenz
aus F- und HN-defizienten
Zellen, welche mit VSV-G-Pseudotyp SeV infiziert wurden, in der
Anwesenheit oder Abwesenheit eines neutralisierenden Antikörpers (VGV-Antikörper) zeigen.
-
52 zeigt Aufnahmen, welche die Ergebnisse der
Western-Analyse für
VSV-G-Pseudotyp-Sendai-Viren mit F-Gen-defizientem oder F-Gen- und
HN-Gen-defizientem
Genom zeigen, welche durch Dichtegradient-Ultrazentrifugation fraktioniert
wurden.
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53 zeigt Aufnahmen an, welche den Hämagglutinations-Assay
zeigen, der mit Sendai-Viren mit F-Gen-defizientem Genom oder VSV-G-Pseudotyp-Sendai-Viren mit F-Gen-defizientem
oder F-Gen- und HN-Gen-defizientem Genom vermittelt wurde.
-
54 zeigt Diagramme an, welche die Spezifität der Infektion
mit Kulturzellen des Sendai-Virus mit dem F-Gen-defizienten Genom
oder den VSV-G-Pseudotyp-Sendai-Virus
zeigen.
-
55 zeigt Aufnahmen an, welche die Bestätigung der
Strukturen des NGF-exprimierenden
F-defizienten Sendai-Virus (NGF/SeV/ΔF) zeigen.
-
56 ist ein Diagramm, welches die Aktivität von NGF,
exprimiert von den NGF umfassenden Zellen, welche mit F-defizientem
SeV infiziert wurden, zeigt. Mit dem Beginn der Züchtung wurde
verdünnter Überstand
von mit SeV infizierten Zellen oder NGF-Protein (Kontrolle) zu einer
dissoziierten Kultur von primären Spinalganglion-
(DRG-) Neuronen des Huhns gegeben. Nach drei Tagen wurden die lebensfähigen Zellen
unter Verwendung von mitochondrialer Reduktionsaktivität als Index
(n = 3) gezählt.
Die Menge des zugegebenen Kulturüberstands
entsprach einer 1000-fachen Verdünnung.
-
57 zeigt Aufnahmen an, welche die Aktivität von NGF,
exprimiert von den NGF umfassenden Zellen, welche mit F-defizientem
SeV infiziert wurden, zeigt. Mit dem Beginn der Züchtung wurde
der verdünnter Überstand
von SeV-infizierten Zellen oder NGF-Protein (Kontrolle) zu einer
dissoziierten Kultur von primären Spinalganglion-
(DRG-) Neuronen des Huhns zugegeben. Nach drei Tagen wurden die
Proben unter einem Mikroskop beobachtet.
- A)
Kontrolle (ohne NGF);
- B) Zugabe des NGF-Proteins (10 ng/mL);
- C) Zugabe des Kulturüberstands
(100-fach verdünnt)
der mit NGF/SeV infizierten Zellen;
- D) Zugabe des Kulturüberstands
(100-fach verdünnt)
der mit NFG/SeV infizierten Zellen;
- E) Zugabe des Kulturüberstands
(100-fach verdünnt)
der mit NGF/SeV/ΔF
infizierten Zellen, und;
- F) Zugabe des Kulturüberstands
(100-fach verdünnt)
der mit NGF/SeV/ΔF-GFP
infizierten Zellen.
-
58 ist eine Aufnahme, welche moi von Ad-Cre und
das Expressionsniveau des F-Proteins zeigt.
-
59 zeigt Aufnahmen an, welche die Expression von
LLC-MK2/F durch Adeno-Cre zeigen.
-
60 ist eine Aufnahme, welche die Expressionsbeständigkeit über die
Passagen zeigt.
-
61 zeigt Aufnahmen an, welche die Lokalisierung
des F-Proteins über
die Passagen zeigt.
-
62 ist ein Diagramm, welches die Korrelation zwischen
GFP-CIU und anti-SeV-CIU
zeigt.
-
Die beste Art zur Ausführung der Erfindung
-
Die
vorliegende Erfindung wird unten ausführlich mit Bezugnahme zu Beispielen
veranschaulicht, aber ist nicht so auszulegen, dass sie dadurch
begrenzt ist.
-
[Beispiel 1] Die Konstruktion des F-defizienten
Sendai-Virus
-
<1> Die Konstruktion der
genomischen cDNA des F-defizienten SeV und des F-exprimierenden Plasmids.
-
Die
genomische cDNA des Sendai-Virus (SeV) von ganzer Länge, pSeV18+b(+) (Hasan, M. K. et al., 1997, J. General
Virology 78: 2813-2820) („pSeV18+b(+)" wird
auch als „pSeV18+" bezeichnet)
wurde mit SphI/Kpnl verdaut, und das resultierende Fragment (14673
bp) wurde gewonnen und in pUC18 cloniert, welches Plasmid pUC18/KS
genannt wurde. Die F Spaltstelle wurde an diesen pUC18/KS konstruiert.
Die F-Gen-Spaltung wurde durch die kombinierte Verwendung des PCR-Ligationsverfahren
durchgeführt,
und als Ergebnis wurde der ORF für
das F-Gen (ATG - TGA = 1698 bp) entfernt; so wurde atctgccggcagatga
(SEQ ID NO: 1) daran ligiert, um die genomische cDNA des F-defizienten
SeV (pSeV18+/ΔF) zu konstruieren. Bei der PCR
wurde ein PCR-Produkt, welches unter Verwendung eines Primerpaars
(vorwärts:
5'-gttgagtactgcaagagc/SEQ
ID NO: 2, revers: 5'-tttgccggcatgcattttcccaaggggagagttttgcaacc/SEO
ID NO: J) hergestellt wurde, stromaufwärts von F ligiert und ein anderes
PCR-Produkt, welches unter Verwendung eines Primerpaars (vorwärts: 5'-atgcatgccggcagatga/SEQ
ID NO: 4 revers: 5'-tgggtgaatgagagaatcagc/SEQ
ID NO: 5) hergestellt wurde, wurde stromabwärts des F-Gens an die EcoT22I-Stelle
ligiert. Das resultierende Plasmid wurde mit SacI und SalI verdaut,
und dann wurde das Fragment (4931 bp), welches die Region überspannt,
welche die Stelle umfasst, an der F gespalten wurde, gewonnen und
in pUC18 cloniert, um pUC18/dFSS herzustellen. Dieses pUC18/dFSS
wurde mit Dralll verdaut. Das resultierende Fragment wurde gewonnen
und mit einem Dralll-Fragment aus der Region, welche das F-Gen von
pSeV18+ umfasst, ersetzt; und die Ligation
wurde ausgeführt,
um das Plasmid pSeV18+/ΔF herzustellen.
-
Um
eine cDNA (pSeV18+/ΔF-GFP) herzustellen, in welcher
das EGFP-Gen an der Stelle eingeführt wurde, wo F aufgebrochen
wurde, wurde zusätzlich
das EGFP-Gen durch
PCR amplifiziert. Um das EGFP-Gen mit einem Vielfachen von 6 zu
setzen (Hausmann, S. et al., RNA 2, 1033-1045 (1996)), wurde die PCR
mit einem Nsil-Schwanz-Primer (5'-atgcatatggtgatgcggttttggcagtac:
SEQ ID NO: 6) für
das 5'-Ende und einen
NgoMIV-Schwanz-Primer (5'-Tgccggctattattacttgtacagctcgtc:
SEQ ID NO: 7) für
das 3'-Ende ausgeführt. Die
PCR-Produkte wurden mit den Restriktionsenzymen Nsil und NgoMIV
verdaut, und dann wurde das Fragment aus dem Gel gewonnen; das Fragment
wurde an die Stelle von pUC18/dFSS zwischen die Restriktionsenzymstellen
Nsil und NgoMIV ligiert, wan der das gespaltene F gelegen ist, und
die Sequenz wurde bestimmt. Ein Dralll-Fragment, welches das EGFP-Gen
umfasst, wurde entfernt und aus der Stelle gewonnen, und für ein Dralll-Fragment
in der Region, welche das F-Gen von pSeV18+ umfasst,
ersetzt; dann wurde die Ligation ausgeführt, um das Plasmid pSeV18+/ΔF-GFP
zu erhalten.
-
Andererseits
wurde das Cre/loxP-induzierbare Expressionsplasmid für die F-Gen-Expression durch Amplifizieren
des SeV-F-Gens durch PCR konstruiert, was die Sequenz bestätigt, und
in die einmal vorkommende SwaI-Stelle des Plasmids pCALNdlw eingefügt (Arai
et al., J. Virology 72, 1998, S. 1115-1121), in welchem die Expression
der Genprodukte so konstruiert wurde, dass sie durch Cre-DNA-Rekombinase induziert wird,
um das Plasmid pCALNdLw/F zu erhalten.
-
<2> Die Herstellung von
Helferzellen, welche die Expression des SeV-F-Proteins induzieren
-
Um
infektiöse
Viruspartikel aus dem F-defizienten Genom zu gewinnen, wurde ein
Helferzell-Stamm, welcher das SeV-F-Protein exprimiert, etabliert.
Die verwendete Zelle war die LLC-MK2-Zelle, die allgemein für das Wachstum
von SeV verwendet wird, und ist ein Zellstamm, der aus der Affenniere
stammt. Die LLC-MK2-Zellen
wurden in MEM, welches 10% hitzebehandeltes inaktiviertes fötales Rinderserum
(FBS), Natrium-Penicillin G (50 Einheiten/ml) und Streptomycin (50 μg/ml) enthielt,
bei 37°C
unter 5% CO2-Gas kultiviert. Weil das SeV-F-Gen-Produkt
zytotoxisch ist, wurde das oben erwähnte Plasmid pCALNdLw/F, welches
entworfen worden war, um die Expression des F-Genprodukts durch
die Cre-DNA-Rekombinase
zu induzieren, in LLC-MK2-Zellen durch das Calciumphosphatverfahren
(Säuger-Transfektionskit
(Stratagene)) nach dem Genübertragungsprotokoll
eingeführt.
-
10 μg Plasmid
pCALNdLw/F wurden in LLC-MK2-Zellen eingeführt, welche gezüchtet wurden,
um in einer 10-cm-Platte 40% konfluent zu sein, und die Zellen wurden
in 10 ml MEM, welches 10%iges FBS enthielt, bei 37°C unter 5%
CO2 24 Stunden in einem Inkubator kultiviert.
Nach 24 Stunden wurden die Zellen abgekratzt und in 10 ml Medium
suspendiert, dann wurden die Zellen auf 5 Schalen mit 10 cm Durchmesser
(eine Platte mit 5 ml; 2 Platten mit 2 ml; 2 Platten mit 0.2 ml)
in MEM, welches 10 ml 10%iges FBS und 1200 μg/ml G418 (GIBCO-BRL) enthielt,
für die
Kultivierung plattiert. Die Züchtung
wurde 14 Tage fortgesetzt, während das
Medium in 2-Tages-Intervallen gewechselt wurde, um die Zelllinien
auszuwählen,
in denen das Gen stabil eingeführt
wurde. 30 Zellstämme
wurden als G418-resistente Zellen, welche in dem Medium gezüchtet wurden,
unter Verwendung von Clonierungsringen gewonnen. Jeder Clon wurde
in 10 cm-Platten konfluent kultiviert.
-
Nach
der Infektion jedes Clons mit dem rekombinanten Adenovirus AxCANCre,
welches die Cre-DNA-Rekombinase exprimiert, wurden die Zellen für die Expression
des SeV-F-Proteins durch Western-Blotting unter Verwendung von monoclonalem
anti-SeV-F-Protein-IgG getestet (f236; J. Biochem. 123: 1064-1072),
wie folgt.
-
Nachdem
sie in einer 6 cm Schale konfluent gewachsen waren, wurde jeder
Clon mit Adenovirus AxCANCre bei moi = 3 nach dem Verfahren von
Saito et al. infiziert, (Saito et al., Nucl. Acids Res. 23:3816-3821 (1995);
Arai, T. et al., J Virol. 72, 1115-1121 (1998)). Nach der Infektion
wurden die Zellen 3 Tage kultiviert. Der Kulturüberstand wurde verworfen und
die Zellen wurden zweimal mit PBS-Puffer gewaschen, mit einem Schaber
abgekratzt und durch fünf
Minuten Zentrifugation bei 1500x g gesammelt.
-
Die
Zellen werden bei -80°C
aufbewahrt und können
aufgetaut werden, wenn sie gebraucht werden. Die gesammelten Zellen
wurden in 150 μl
PBS-Puffer suspendiert, und dann wurde eine gleiche Menge 2x Tris-SDS-BME-Probenauftragspuffer
(0.625 M Tris, pH 6.8, 5% SDS, 25% 2-ME, 50% Glycerin, 0.025%BPB; Owl)
dazu gegeben. Die Mischung wurde bei 98°C 3 Minuten hitzebehandelt und
dann als eine Probe für
die Elektrophorese verwendet. Die Probe (1 × 105 Zellen/Spur)
wurde durch Elektrophorese in einem SDS-Polyacrylamamidgel (Multi
Gel 10/20, Daiichi Pure Chemicals) fraktioniert. Die fraktionierten
Proteine wurden auf eine PVDF-Transfermembran (Immobilon-P Transfermembranen;
Millipore) durch Semi-Dry-Blotting übertragen. Die Übertragung
wurde unter einem konstanten Strom von 1 mA/cm2 1
Stunde auf die Transfermembran, die 30 Sekunden in 100%igem Methanol
und dann 30 Minuten in Wasser eingetaucht worden war, ausgeführt.
-
Die
Transfermembran wurde eine Stunde in einer Blockierungslösung geschüttelt, welche
0.05% Tween20 und 1% BSA (BlockAce; Snow Brand Milk Products) enthielt,
und dann wurde sie 2 Stunden bei Raumtemperatur mit einem anti-SeV-F-Antikörper (f236),
welcher 1000-fach mit einer Blockierungslösung verdünnt worden war, welche 0.05%
Tween 20 und 1% BSA enthielt, inkubiert. Die Transfermembran wurde
3-mal in 20 ml PBS-0.1% Tween20 gewaschen, während sie 5 Minuten geschüttelt wurde,
und dann wurde sie in PBS-Puffer gewaschen, während sie 5 Minuten geschüttelt wurde.
Die Transfermembran wurde eine Stunde bei Raumtemperatur in 10 ml
Peroxidase-konjugiertem anti-Maus-IgG-Antikörper (Ziegen-anti-Maus-IgG;
Zymed), welcher 2000-fach verdünnt
war, mit der Blockierungslösung,
welche 0.05% Tween 20 und 1% BSA enthielt, inkubiert. Die Transfermembran
wurde 3-mal mit 20 ml PBS-0.1% Tween20 gewaschen, während sie
5 Minuten geschüttelt
wurde, und dann wurde sie in PBS-Puffer gewaschen, während sie
5 Minuten geschüttelt wurde.
-
Die
Nachweise wurden für
Proteine, welche mit dem anti-SeV-F-Antikörper auf der Transfermembran kreuzreagierten,
durch das Chemilumineszenz-Verfahren (ECL Western-Blotting-Nachweisreagenzien; Amersham)
ausgeführt.
Das Ergebnis wird in 1 gezeigt. Die zur AxCANCre-Infektion
spezifische SeV-Expression wurde nachgewiesen, um die Herstellung
von LLC-MK2-Zellen, welche die Expression eines SeV-F-Genprodukts
induzieren, zu bestätigen.
-
Eine
der verschiedenen resultierenden Zelllinien, LLC-MK2/F7-Zelle, wurde
durch Durchflusszytometrie mit einem anti-SeV-F-Antikörper (2)
analysiert. Speziell wurden 1 × 105 Zellen durch Zentrifugation bei 15,000
Upm bei 4°C
5 Minuten präzipitiert,
mit 200 μl
PBS gewaschen und in PBS für
FACS (NIKKEN CHEMICALS), welches 100-fach verdünnten monoclonalen anti-F-Antikörper (f236),
0.05% Natriumazid, 2% FCS enthielt, bei 4°C 1 Stunde an einem dunklen
Ort umgesetzt. Die Zellen wurden wieder bei 15,000 Upm bei 4°C 5 Minuten
präzipitiert,
mit 200 μl
PBS gewaschen und dann mit FITC-markiertem anti-Maus-IgG (CAPPEL) von 1 μg/ml auf
Eis 30 Minuten umgesetzt. Dann wurden die Zellen wieder mit 200 μl PBS gewaschen
und dann durch Zentrifugation bei 15,000 Upm bei 4°C 5 Minuten
präzipitiert.
Die Zellen wurden in 1 ml PBS für
FACS suspendiert und dann unter Verwendung von EPICS ELITE (Coulter)
Argonlaser bei einer Anregungswellenlänge von 488 nm und bei einer
Fluoreszenzwellenlänge
von 525 nm analysiert. Das Ergebnis zeigte, dass LLC-MK2/F7 eine
hohe Reaktivität
mit dem Antikörper
auf eine zur Induktion der SeV-F-Genexpression spezifische Weise
aufwies und so wurde es verifiziert, dass das SeV-F-Protein auf
der Zelloberfläche
exprimiert wurde.
-
[Beispiel 2] Die Bestätigung der Funktion des von
Helferzellen exprimierten SeV-F-Proteins
-
Es
wurde getestet, ob das SeV-F-Protein, dessen Expression von Helferzellen
induziert wurde, die ursprüngliche
Proteinfunktion beibehielt oder nicht.
-
Nach
dem Ausplattieren auf eine 6 cm-Schale und nachdem sie konfluent
gewachsen waren, wurden LLC-MK2/F7-Zellen mit Adenovirus ACCANCre
bei moi = 3 nach dem Verfahren von Saito et al. infiziert (oben beschrieben).
Dann wurden die Zellen in MEM (serumfrei), welches Trypsin (7.5 μg/ml; GIBCOBRL)
enthielt, bei 37°C
unter 5% CO2 in einem Inkubator drei Tage
kultiviert.
-
Der
Kulturüberstand
wurde verworfen und die Zellen wurden zweimal mit PBS-Puffer gewaschen,
mit einem Schaber abgekratzt und wurden durch Zentrifugation bei
1500x g fünf
Minuten gesammelt. Die Abspaltung des exprimierten F-Proteins durch
Trypsin wurde durch Western-Blotting verifiziert, wie oben beschrieben ( 3).
Das SeV-F-Protein wird als F0, das ein nicht aktiver Proteinvorläufer ist,
synthetisiert, und dann wird der Vorläufer aktiviert, nachdem er
in zwei Untereinheiten F1 und F2 durch Proteolyse mit Trypsin verdaut
wurde. Nach der Induktion der F-Proteinexpression setzen somit LLC-MK2/F7-Zellen
wie gewöhnliche
Zellen die F-Protein-Expression fort, sogar nachdem sie passagiert
wurden, und keine von dem exprimierten F-Protein vermittelte Zytotoxizität wurde
beobachtet, ebenso wie keine Zellfusion der F-Protein exprimierenden
Zellen beobachtet wurde. Jedoch wurde Zellfusion häufig beobachtet,
wenn das SeV-HN-Expressionsplasmid (pCAG/SeV-HN) in F-exprimierende
Zellen transfiziert wurde und die Zellen in MEM, welches Trypsin
enthielt, 3 Tage kultiviert wurden. Die Expression von HN auf der
Zelloberfläche
wurde in einem Experiment unter Verwendung von Erythrozytenadsorption
auf die Zelloberfläche
(Hämadsorptionstest;
Had-Assay) bestätigt (4).
Speziell wurden 1% Hühnererythrozyten
zu den Kulturzellen bei einer Konzentration von 1 ml/Schale zugegeben
und die Mischung wurde bei 4°C
10 Minuten stehen gelassen. Die Zellen wurden 3-mal mit PBS-Puffer
gewaschen, und dann wurden die Erythrozytenkolonien auf der Zelloberfläche beobachtet.
Die Zellfusion wurde für
Zellen erkannt, auf welche Erythrozyten aggregierten; es wurde gefunden,
dass die Zellfusion durch die Wechselwirkung des F-Proteins mit
HN induziert wird; und so wurde gezeigt, dass das F-Protein, dessen
Expression in LLC-MK2/F7
aufrecht erhalten wurde, die ursprüngliche Funktion davon beibehielt.
-
[Beispiel 3] Das funktionelle RNP mit
F-defizientem Genom und die Bildung von Virionen
-
Um
Virionen aus den defizienten Viren zu gewinnen, ist es notwendig,
Zellen zu verwenden, welche das defiziente Protein exprimieren.
So wurde versucht die Erhaltung der defizienten Viren mit Zellen
zu erhalten, welche das defiziente Protein exprimieren, aber es
wurde aufgedeckt, dass die Expression des F-Proteins durch die Helferzelllinie
rasch auf Grund der Vacciniaviren stoppte, welche bei der Rekonstitution
des F-defizienten SeV verwendet wurden (5), und
so die Virus-Rekonstitution
auf der Grundlage der direkten Zuführung des F-Proteins aus der
Helferzelllinie versagte. Es wurde berichtet, dass die Repliaktionsfähigkeit
des Vacciniavirus inaktiviert wird, aber die Aktivität der T7-Expression
nicht durch die Behandlung des Vacciniavirus mit Ultraviolettlicht
von langen Wellenlängen
(langwelliges UV) in der Anwesenheit von zugegebenem Psoralen (PLWUV-Behandlung) nicht
geschwächt
wird (Tsung et al., J Virol 70, 165-171, 1996). So wurde die Virus-Rekonstitution
durch Verwendung des mit PLWUV behandelten Vacciniavirus (PLWUV-VacT7)
versucht. Der UV Stratalinker 2400 (Katalog Nr. 400676 (100V); Stratagene,
La Jolla, CA, USA), ausgestattet mit fünf 15-Watt-Glühbirnen,
wurde für
die Ultraviolettlicht-Bestrahlung verwendet. Das Ergebnis zeigte,
dass die Expression des F-Proteins aus den F-exprimierenden Zellen,
welche bei der Rekonstitution verwendet wurden, gehemmt wurde, aber
Vaccinia kaum in der Anwesenheit von araC gezüchtet wurde, nachdem das Lysat
von den Zellen, welche mit diesem PLWUV-VacT7 rekonstituiert wurden,
zu den Helferzellen infiziert wurde, und es wurde auch gefunden,
dass die Expression des F-Proteins durch die Helferzelllinie kaum
beeinflusst wurde. Zusätzlich
befähigt
diese Rekonstitution des Wildtyp-SeV unter Verwendung dieser PLWUV-VacT7
die Erhaltung der Viren aus sogar 103 Zellen,
während
durch frühere
Verfahren dieses nicht möglich
war, außer
es gab 105 oder mehr Zellen, und so wurde
die Effizienz der Virus-Rekonstitution außerordentlich verbessert. So
wurde die Rekonstitution des F-defizienten SeV-Virus unter Verwendung
dieses Verfahrens versucht.
-
<Die
Rekonstitution und Amplifikation des F-defizienten SeV-Virus>
-
Die
Expression von GFP wurde nach Transfizieren der LLC-MK2-Zellen mit
dem oben erwähnten pSEV18+/ΔF-GFP
beobachtet, bei welchem das verstärkte Gen des grünen fluoreszierenden
Proteins (EGFP) als Reporter in die Stelle eingeführt worden
war, wo F nach der 6n-Regel auf die Weise aufgebrochen worden war,
wie unten beschrieben. Es wurde auch für den Einfluss der Anwesenheit
der vom Virus abgeleiteten Gene NP, P und L getestet, die drei Komponenten
sind, welche für
die Bildung von RNP benötigt
werden.
-
LLC-MK2-Zellen
wurden auf einer 100-mm-Petrischale bei einer Konzentration von
5 × 106 Zellen/Schale plattiert und wurden 24 Stunden
kultiviert. Nachdem die Züchtung
beendet wurde, wurden die Zellen mit Psoralen und Ultraviolettlicht
von langen Wellenlängen
(365 nm) 20 Minuten behandelt, und die Zellen wurden mit rekombinanten
Vacciniavirus, welcher T7-RNA-Polymerase exprimiert (Fuerst, T.
R. et al., Proc. Natl. Acad. Sci. USA 83, 8122-8126 (1986)) bei
Raumtemperatur eine Stunde infiziert (moi = 2) (moi = 2 bis 3; vorzugsweise
moi = 2). Nachdem die Zellen 3-mal
gewaschen wurden, wurden jeweils die Plasmide pSEV18+/ΔF-GFP, pGEM/NP,
pGEM/P und pGEM/L (Kato, A. et al., Genes cells 1, 569-579 (1996))
in Mengen von 12 μg,
4 μg, 2 μg und 4 μg/Schale
in OptiMEM (GIBCO) suspendiert; Superfect Transfektionsreagenz (1 μg DNA/5 μl SuperFect;
QIAGEN) wurde dazu gegeben; die Mischung bei Raumtemperatur 10 Minuten
stehen gelassen; dann werden sie zu 3 ml OptiMEM gegeben, welches
3% FBS enthält;
Zellen wurde dazu gegeben und kultiviert. Das gleiche Experiment
wurde unter Verwendung der genomischen cDNA des Wildtyp-SeV (pSeV(+))
(Kato, A. et al., Genes cells 1, 569-579 (1996)) als Kontrolle anstatt
von pSeV18+/ΔF-GFP ausgeführt. Nach Kultivierung für 3 Stunden
wurden die Zellen zweimal mit MEM, welches kein Serum enthielt,
gewaschen und dann in MEM, welches Cytosin-β-D-Arabinofuranosid (AraC, 40 μg/ml; Sigma)
und Trypsin (7.5 μg/ml;
GIBCO) enthielt, 70 Stunden kultiviert. Diese Zellen wurden geerntet,
und das Pellet wurde in OptiMEM (10 Zellen/ml) suspendiert. Nachdem
die Gefrier- und Tau-Behandlung 3-mal wiederholt wurde, wurden die Zellen
mit dem Lipofektionsreagenz DOSPER (Boehringer Mannheim) gemischt
(106 Zellen/25 μl DOSPER) und bei Raumtemperatur
15 Minuten stehen gelassen. Die F-exprimierende LLC-MK2/F7-Zelllinie (106 Zellen/ Well in der 12-Well-Platte) wurde
transfiziert, und die Zellen wurden in MEM, welches kein Serum enthielt
(welches 40 μg/ml
AraC und 7.5 μg/ml
Trypsin enthielt), kultiviert.
-
Das
Ergebnis zeigte, dass die Expression von GFP nur erkannt wurde,
wenn alle drei Komponenten NP, P und L, welche aus dem Virus stammten,
vorhanden sind und das RNP des defizienten Virus, welches Fremdgene
exprimiert, hergestellt werden kann (6).
-
<Die
Bestätigung
von F-defizienten Virionen>
-
Es
wurde getestet, ob das funktionelle RNP, welches von F-defizienter
genomischen cDNA durch das Verfahren, wie oben beschrieben, rekonstituiert
wurde, durch F-exprimierende Helferzellen geborgen werden konnte
und infektiöse
Virionen des F-defizienten Virus bilden konnte. Zelllysate wurde
mit kationischem Liposom gemischt; die Lysate wurde durch Gefrieren/Tauen
aus Zellen präpariert,
welche unter Bedingungen rekonstituiert wurden, bei welchen das
funktionelle RNP gebildet wird (Bedingung, unter welchen pSeV18+/ΔF-GFP,
pGEM/NP, pGEM/P und pGEM/L zur gleichen Zeit transfiziert werden)
oder Bedingungen, unter welchen das funktionelle RNP nicht gebildet
wird (Bedingungen, unter welchen die zwei Plasmide pSeV18+/ΔF-GFP
und pGEM/NP transfiziert werden), wie oben beschrieben; die Lysate
wurden in F-exprimierende Zellen und nicht exprimierende Zellen
lipofiziert; die Herstellung der Viruspartikel wurde auf Grundlage der
Ausdehnung der Verteilung von GFP-exprimierenden Zellen beobachtet.
Das Ergebnis zeigte, dass die Ausdehnung der Verteilung der GFP
exprimierenden Zellen nur erkannt wurde, wenn die Einführung zu
den F-exprimierenden Zellen unter Verwendung eines Lysats ausgeführt wurde,
welches unter der Bedingung erhalten wurde, bei welcher funktionelles
RNP wieder hergestellt wird (7). Darüber hinaus
wurde sogar beim Plaque-Assay die Plaque-Bildung nur unter den gleichen
Bedingungen gesehen. Aus diesen Ergebnissen wurde offenbart, dass
die aus F-defizientem Virusgenom hergestellten funktionellen RNPs
zusätzlich
zu infektiösen
Viruspartikeln in der Anwesenheit von F-Protein, welches aus F-exprimierenden
Zellen stammte, umgewandelt wurden, und die Partikel aus den Zellen
freigesetzt wurden.
-
Die
Demonstration der Anwesenheit von infektiösen F-defizienten Virionen
in dem Kulturüberstand wurde
durch das folgende Experiment ausgeführt. Das Lysat, welches das
funktionelle RNP, konstruiert aus dem F-Gen-defizienten Genom, umfasst,
wurde zu F-exprimierenden Zellen lipofiziert, wie in Beispiel 2
beschrieben, und der Kulturüberstand
wurde gewonnen. Dieser Kulturüberstand
wurde zu dem Medium von F-exprimierenden Zellen gegeben, um die
Infektion auszuführen;
am dritten Tag wurde der Kulturüberstand
gewonnen und gleichzeitig zu sowohl F-exprimierenden Zellen als auch zu Zellen,
die F nicht exprimierten, gegeben; und dann wurden die Zellen in
der Anwesenheit oder Abwesenheit von Trypsin drei Tage kultiviert.
In den F-exprimierenden Zellen wurden die Viren nur in der Anwesenheit
von Trypsin amplifiziert (8). Es
wurde auch offenbart, dass nicht infektiöse Viruspartikel in den Überstand
von Zellen, die F nicht exprimieren (in dem unteren Feld von 9),
oder von F-exprimierenden Zellen, welche bei Abwesenheit von Trypsin
kultiviert wurden, freigesetzt wurden. Eine Zusammenfassung der
Beschreibungen oben ist, wie folgt: das Wachstum von F-defizienten
GFP-exprimierenden
Viren ist spezifisch für
F-exprimierenden Zellen und hängt
von der Proteolyse mit Trypsin ab. Der Titer des so gezüchteten
infektiösen
F-defizienten Sendai-Virus reichte von 0.5 × 107 bis
1 × 107 CIU/ml.
-
[Beispiel 4] Die Analyse des F-defizienten
GFP exprimierenden Virus
-
Um
die genomische Struktur von aus F-defizienter cDNA gewonnenen Virionen
zu bestätigen,
wurden Viren aus dem Kulturüberstand
der F-exprimierenden Zellen gewonnen, die Gesamt-RNA wurde extrahiert
und dann wurde die Northern-Blot-Analyse
unter Verwendung von F und HN als Sonden durchgeführt. Das
Ergebnis zeigte, dass das HN-Gen nachweisbar war, aber das F-Gen
war in den aus den F-exprimierenden
Zellen geernteten Viren nicht nachweisbar, und es wurde verdeutlicht,
dass das F-Gen in dem viralen Genom nicht vorhanden war (10). Zusätzlich
wurde durch RT-PCR GFP bestätigt,
dass das Gen in dem deletierten Ort für F vorhanden war, wie bei
der Konstruktion der cDNA gezeigt (11)
und dass die Strukturen von anderen Genen die gleichen waren wie
jene aus dem Wildtyp. Auf Grundlage dieser Befunde oben wurde gezeigt,
dass keine Umordnung des Genoms während der Virus-Rekonstitution
stattgefunden hatte. Zusätzlich
wurde die Morphologie der gewonnenen F-defizienten Viruspartikel
durch Elektronenmikroskopie untersucht. Wie das Wildtyp-Virus hatten
F-defiziente Viruspartikel die helicale RNP-Struktur und innen stachelähnliche
Struktur (14). Zusätzlich wurden die Viren durch
Immunelektronenmikroskopie mit an Goldkolloid konjugiertem IgG (anti-F,
anti-HN), welches spezifisch mit F oder HN reagierte, untersucht.
Das Ergebnis zeigte, dass die stachelähnliche Struktur der Virushülle F- und HN-Proteine
umfasste (12), welches zeigte, dass das
durch die Helferzellen hergestellte F-Protein effizient in die Virionen
eingebaut wurde. Das Ergebnis wird unten ausführlich beschrieben werden.
-
<Die
Extraktion der Gesamt-RNA, Northern-Blot-Analyse und RT-PCR>
-
Die
Gesamt-RNA wurde aus dem Kulturüberstand
extrahiert, welcher 3 Tage nach der Infektion der F-exprimierenden
Zelle LLC-MK2/F7 mit den Viren unter Verwendung von QlAamp Viral
RNA Minikit (Qiagen) nach dem Protokoll erhalten wurde. Die gereinigte
Gesamt-RNA (5 μg)
wurde durch Elektrophorese in einem 1%igem denaturierendem Agarose-Gel,
welches Formaldehyd enthielt, getrennt, und dann auf eine Hybond-N+-Membran
in einer Vakuum-Blotting-Apparatur (Amershan-Pharmacia) übertragen. Die präparierte Membran
wurde mit 0.05 M NaOH fixiert, mit 2-fach verdünnten SSC-Puffer (Nacalai tesque)
gespült,
und dann wurde eine Vorhybridisierung in einer Hybridisierungslösung (Boehringer
Mannheim) 30 Minuten durchgeführt; eine
Sonde für
das F- oder HN-Gen, welche durch „random prime" DNA-Markierung (DIG
DNA Labeling Kit; Boehringer Mannheim) unter Verwendung von Digoxigenin
(DIG)-dUTP (alkaliempfindlich) präpariert wurde, wurde dazu gegeben
und dann wurde die Hybridisierung 16 Stunden durchgeführt. Dann
wurde die Membran gewaschen und ihr ermöglicht, mit alkalischer Phosphatase
konjugiertem anti-DIG-Antikörper
(anti-Digoxigenin-AP) zu reagieren; die Analyse wurde unter Verwendung
eines DIG-Nachweiskits ausgeführt.
Das Ergebnis zeigte, dass das HN-Gen nachweisbar war, aber dass
das F-Gen nicht nachweisbar in den aus den F-exprimierenden Zellen
geernteten Viren war, und es wurde verdeutlicht, dass das F-Gen
in dem viralen Genom nicht vorhanden war (10).
-
Zusätzlich wurde
eine ausführliche
Analyse durch RT-PCR ausgeführt.
Bei der RT-PCR wurde der erste cDNA-Strang aus der gereinigten Virus-RNA
unter Verwendung von SUPERSCRIPTII Preamplification System (Gibco
BRL) nach dem Protokoll synthetisiert; die folgende PCR-Bedingung
wurde mit LA-PCR-Kit (TAKARA ver2.1) angewandt: 94°C/3 min;
30 Zyklen für
die Amplifikation von 94°C/45
s, 55°C/45
s, 72°C/90
s; 10 Minuten Inkubation bei 72°C;
dann wurde die Probe in einem 2%igem Agarosegel bei 100 v 30 Minuten
elektrophoresiert, das Gel wurde mit Ethidiumbromid für ein photographisches
Bild gefärbt.
Die verwendeten Primer, um das in die F-defiziente Stelle eingefügte M-Gen
und EGFP-Gen zu bestätigen,
waren vorwärts
1: 5'-atcagagacctgcgacaatgc
(SEQ ID NO: 8) und revers 1: 5'-aagtcgtgctgcttcatgtgg
(SEQ ID NO: 9); die verwendeten Primer, um das in die F-defiziente
Stelle eingefügte
EGFP- und das HN-Gen zu bestätigen,
waren vorwärts
2: 5'-acaaccactacctgagcacccagtc
(SEQ ID NO: 10) und revers 2: 5'-gcctaacacatccagagatcg
(SEQ ID NO: 11); und die Verbindung zwischen dem M-Gen und dem HN-Gen
wurde unter Verwendung des Vorwärts-3-Primers: 5'-acattcatgagtcagCtcgc
(SEQ ID NO: 12) und des reversen 2-Primers (SEQ ID NO:11) bestätigt. Das
Ergebnis zeigte, dass das GFP-Gen
an dem F-defizienten Ort vorhanden war, wie bei der Konstruktion
der cDNA gezeigt (11), und dass die Strukturen
von anderen Genen die gleichen waren wie jene von dem Wildtyp (13). Aus den oben gezeigten Befunden wird es verdeutlicht,
dass keine Umordnung des Genoms während der Virus-Rekonstitution
resultiert hatte.
-
<Die
elektronenmikroskopische Analyse mit an Goldkolloid konjugiertem
IgG>
-
Die
Morphologie der gewonnenen F-defizienten Viruspartikel wurde durch
Elektronenmikroskopie untersucht. Zuerst wurde der Kulturüberstand
von mit den defizienten Viren infizierten Zellen bei 28,000 Upm
30 Minuten zentrifugiert, um ein Viruspellet zu erhalten; dann wurde
das Pellet in 10-fach verdünntem
PBS bei einer Konzentration von 1 × 109 HAU/ml
resuspendiert; ein Tropfen der Suspension wurde auf ein Mikroraster mit
einem Hilfsfilter getropft und dann wurde das Raster bei Raumtemperatur
getrocknet; das Raster wurde mit PBS, welches 3.7% Formalin enthielt,
15 Minuten für
die Fixierung behandelt und dann mit PBS-Lösung, welche 0.1% BSA enthielt,
30 Minuten vorbehandelt; zusätzlich
wurde monoclonaler anti-F-Antikörper (f236)
oder monoclonaler anti-HN-Antikörper
(Miura, N. et al., Exp. Cell Res. (1982) 141: 409-420), 200-fach
mit der gleichen Lösung
verdünnt,
auf das Raster getropft und unter feuchten Bedingungen 60 Minuten
reagieren gelassen.
-
Anschließend wurde
das Raster mit PBS gewaschen, und dann wurde der an Goldkolloid
konjugierte anti-Maus-IgG-Antikörper,
200-fach verdünnt,
getropft und unter feuchten Bedingungen 60 Minuten reagieren gelassen.
Anschließend
wurde das Raster mit PBS und dann mit destilliertem sterilem Wasser
gewaschen und bei Raumtemperatur luftgetrocknet; eine 4%ige Uranacetat-Lösung wurde
auf das Raster für
die Färbung
2 Minuten platziert und das Raster wurde getrocknet; die Probe wurde
in einem JEM-1200EXII-Elektronenmikroskop (JEOL) beobachtet und
fotografiert. Das Ergebnis zeigte, dass die stachelähnliche
Struktur der Hülle des
Virus F- und HN-Proteine umfasste (12),
welches zeigte, dass das durch die Helferzellen hergestellte F-Protein
effizient in die Virionen eingebaut wurde. Zusätzlich hatten die F-defizienten
Viruspartikel wie das Wildtyp-Virus eine helicale RNP-Struktur und
innen eine stachelähnliche
Struktur (14).
-
[Beispiel 5] Die Genübertragung von hoher Effizienz
zu einer Vielfalt von Zellen über
den F-defizienten SeV-Vektor in vitro
-
<Die
Einführung
in primäre
Kulturzellen der Hirnrindennervenzellen der Ratte>
-
Primäre Kulturzellen
von Hirnrindenneuronen der Ratte wurden präpariert und kultiviert, wie
folgt: eine SD-Ratte (SPF/VAF Crj: CD, weiblich, 332 g bis zu 9
Wochen alt; Charles River) wurde am achtzehnten Tag der Trächtigkeit
durch Diethylether zutiefst betäubt,
und dann durch Aderlass aus Achselarterien eingeschläfert. Die
Feten wurden aus dem Uterus nach Bauchschnitt entfernt. Die Schädelhaut
und Knochen wurden abgetrennt und die Gehirne wurden entnommen.
Die Gehirnhälften
wurden unter einem Stereomikroskop zu einer Arbeitslösung DMEM
(welche 5% Pferdeserum 5% Kalbserum und 10% DMSO enthielt) übertragen;
sie wurden in Scheiben geschnitten und eine eiskalte Papain-Lösung (1.5
U, 0.2 mg Cystein, 0.2 mg Rinderserumalbumin, 5 mg Glucose, DNase
von 0.1 mg/ml) wurde dazu gegeben; die Lösung, welche die abgeschnittenen
Gewebe enthielt, wurde 15 Minuten während des Schüttelns durch
Umwenden des Fläschchens
alle 5 Minuten bei 32°C
inkubiert. Nachdem verifiziert wurde, dass die Suspension trüb genug
wurde und die Gewebeschnitte durchscheinend wurden, wurden die Gewebeschnitte
durch Pipettieren in kleine Stücke
zermalmt. Die Suspension wurde bei 1200 Upm bei 32°C 5 Minuten
zentrifugiert, und dann wurden die Zellen in mit B27 ergänztem neuralen
Basalmedium (GibcoBRL, Burlington, Ontario, Kanada) resuspendiert.
Die Zellen wurden auf einer Platte, beschichtet mit Poly-d-Lysin
(Becton Dickinson Labware, Redford, MA, U.S.A), bei einer Dichte
von 1 × 105 Zellen/Schale plattiert und dann bei 37°C unter 5%
CO2 kultiviert.
-
Nachdem
eine Primärkultur
von Nervenzellen aus der Hirnrinde (5 × 105/Well)
5 Tage ausgeführt
wurde, wurden die Zellen mit F-defizientem SeV-Vektor (moi = 5)
infiziert und zusätzlich
drei Tage kultiviert. Die Zellen wurden in einer Fixierungslösung, welche
1% Paraformaldehyd, 5% Ziegenserum und 0.5% Triton-X enthielt, bei
Raumtemperatur fünf
Minuten fixiert. Die Blockierungsreaktion wurde für die Zellen
unter Verwendung von BlockAce (Snow Brand Milk Products) bei Raumtemperatur
2 Stunden ausgeführt,
und dann mit 500-fach verdünntem
Ziegenanti-Ratte-IgG des Mikrotubulus assoziiertem Protein 2 (MAP-2)
(Boehringer) bei Raumtemperatur eine Stunde inkubiert. Zusätzlich wurden
die Zellen dreimal mit PBS (-) alle 15 Minuten gewaschen und dann
mit cys3 konjugiertem anti-Maus-IgG, 100-fach mit 5% Ziegenserum/PBS
verdünnt,
bei Raumtemperatur eine Stunde inkubiert. Nachdem die Zellen dreimal
mit PBS(-) alle 15 Minuten gewaschen wurden, wurde zusätzlich das
Vectashield-Mounting-Medium (Vector Laborstories, Burlingame, U.S.A.)
zu den Zellen gegeben; die Zellen, welche mit MAP-2-Immunofärbung und
GFP-Fluoreszenz doppelt gefärbt
worden waren, wurden fluoreszierend unter Verwendung eines konfokalen
Mikroskops (Nippon Bio-Rad MRC 1024, Japan) und eines invertierten
Mikroskops Nikon Diaphot 300, ausgestattet mit Anregungs-Bandpassfilter
von 470-500-nm oder 510-550-nm, beobachtet. Das Ergebnis zeigte,
dass GFP bei fast 100% Nervenzellen, die MAP2-positiv waren, eingeführt worden
war (15).
-
<Die
Einführung
in normale menschliche Zellen>
-
Normale
menschliche Zellen des glatten Muskels, normale menschliche Leberzellen
und normale menschliche pulmonale Kapillar-Endothelzellen (Cell
Systems) wurden von DAINIPPON PHARMACEUTICAL erworben und mit dem
SFM CS-C- Mediumkit (Cell Systems) bei 37°C unter 5% CO2-Gas
kultiviert.
-
Menschliche
normale Zellen, wie normale menschliche Zellen des glatten Muskels
(15, Muskel), normale menschliche Leberzellen (15, Leber) und normale menschliche pulmonale Kapillar-Endothelzellen
(15, Lunge) wurden mit F-defizientem SeV-Vektor
(m.o.i = 5) infiziert, und dann wurde die Expression von GFP beobachtet.
Es wurde verifiziert, dass die Einführungseffizienz fast 100% war und
das GFP-Gen bei sehr hohen Niveaus in allen Zellen exprimiert wurde
(15).
-
<Die
Einführung
in primäre
Knochenmarkzellen der Maus>
-
Zusätzlich wurde
ein Experiment durchgeführt,
bei welchem primäre
Knochenmarkzellen der Maus durch Verwendung von Abstammungsmarkern
getrennt wurden und mit F-defizientem SeV-Vektor infiziert wurden.
Zuerst wurde 5-Fluorouracil
(5-FU, Wako Pure Chemical Industries) der C57BL-Maus (6 Wochen alt, männlich)
bei einer Dosis von 150 mg/kg durch intraperitoneale Injektion (IP
Injektion) gegeben; 2 Tage nach der Verabreichung wurden Knochenmarkzellen
aus dem Oberschenkelknochen gesammelt. Die mononukleären Zellen
wurden durch Dichtegradientenzentrifugation unter Verwendung von
Lympholyte-M (Cedarlane) getrennt. Eine Mischung (3 × 107) von Streptadivin magnetischen Kügelchen
(Pharmingen; Funakoshi), welche mit Biotin markierten anti-CD45R
(8220), anti-Ly6G
(Gr-1), anti-Ly-76 (TER-119), anti-1 (Thy1.2) und anti-Mac-1 beschichtet
worden waren, wurden zu den mononukleären Zellen (3 × 106 Zellen) gegeben und der resultierenden
Mischung wurde ermöglicht,
bei 4°C
1 Stunde zu reagieren; eine Fraktion, aus welcher Lin+-Zellen
durch ein Magnet entfernt worden waren, wurde gewonnen (Lin--Zellen) (Erlich, S. et al., Blood 1999.
93 (1), 80-86). SeV von 2 × 107 HAU/ml wurde zu 4 × 105 Zellen
der Lin--Zelle gegeben, und zusätzlich wurden rekombinantes
Ratten-SCF (100 ng/ml, BRL) und rekombinantes menschliches IL-6
(100 U/ml) dazu gegeben. Zusätzlich
wurde F-defizientes SeV von 4 × 107 HAU/ml zu 8 × 105 der
gesamten Knochenmarkzellen, und GFP-SeV von 5 × 10 HAU/ml wurde zu 1 × 106 Zellen gegeben. GFP-SeV wurde durch Einfügen eines
mit PCR amplifizierten NotI-Fragments, welches das Gen des grünen fluoreszierenden
Proteins (GFP) (die Länge des
Strukturgens ist 717 bp) enthält,
zu welchem ein Transkriptionsstart- (R1), ein Terminationssignal
(R2) und ein Intron (IG) hinzugefügt werden, an der NotI-Restriktionsenzym-Spaltungsstelle
der SeV-Transkriptionseinheit
pUC18/T7HVJRz präpariert.
DNA (+18) (Genes Cells, 1996, 1: 569-579). Die Rekonstitution der
Viren, welche das GFP-Gen umfassen, wurde nach einem bekannten Verfahren
(Genes Cells, 1996, 1: 569-579) unter Verwendung von LLC-MK2-Zellen
und einem Brutei durchgeführt,
und dann wurden die Viren, welche das Gen des Interesses umfassen,
gewonnen. Nach einer 48-Stunden-Züchtung nach der Infektion mit
GFP-SeV, wurden die Zellen in zwei Gruppen geteilt; einer von ihnen
wurde ermöglicht,
mit Phycoerythrin(PE)-markiertem anti-CD117 (c-Kit; Pharmingen)
1 Stunde zu reagieren; die andere war eine Kontrollgruppe. Die Zellen wurden
3-mal mit PBS gewaschen, dann wurden sie in einem Durchflusszytometer
(EPICS Elite ESP; Coulter, Miami, FL) analysiert.
-
Das
Ergebnis zeigte, dass der F-defiziente SeV-Vektor auch zu Knochenmarkzellen,
welche durch den anti-c-Kit-Antikörper angereichert sind, der
als Marker für
primitive Blutstammzellen verwendet wurde, infiziert wurde, und
die Expression des GFP-Gens wurde beobachtet (16). Die Anwesenheit von infektiösen Partikeln
in dem Kulturüberstand
wurde durch Bestimmung der Anwesenheit der GFP exprimierenden Zellen
drei Tage nach der Zugabe des Zellkulturüberstands, behandelt mit Trypsin,
zu LLC-MK2-Zellen bestätigt.
Es wurde verdeutlicht, dass keine dieser Zellen infektiöse Viruspartikel
freisetzte.
-
[Beispiel 6] Die Verabreichung des Vektors
in das Hirnventrikel der Ratte
-
Ratten
(F334/Du Crj, 6 Wochen alt, weiblich, Charles River) wurden durch
intraperitoneale Injektion von Nembutal-Natriumlösung (Dainabot), 10fach (5
mg/ml) mit physiologischer Kochsalzlösung (Otsuka Pharmaceutical
Co., Ltd) verdünnt,
betäubt.
Das Virus wurde unter Verwendung eines stereotaxischen Hirn-Geräts für kleine
Tiere (DAVID KOPF) verabreicht. 20 μl (108 CIU)
wurden an dem Punkt 5.2 mm gegen das Bregma von der interauralen
Linie, 2.0 mm gegen das rechte Ohr von Lambda, 2.4 mm unter der
Hirnoberfläche
unter Verwendung von 30G austauschbaren Nadeln (Hamilton) injiziert.
Ein hohes Expressionsniveau des GFP-Proteins wurde in den Ependymzellen
des Ventrikels beobachtet (17).
Darüber
hinaus wurde in dem Fall des F-defizienten SeV-Vektors die Expression
des GFP-Proteins
nur in Ependymzellen oder Nervenzellen um die Injektionsstelle beobachtet,
welche in Kontakt mit dem Virus kommen, und keine Läsion wurde
in dieser Region gefunden. Abnormität im Verhalten oder Änderungen
im Körpergewicht
wurden bei den Ratten mit der Verabreichung bis zur Zerlegung nicht
beobachtet. Nach der Zerlegung wurde keine Läsion in dem Gehirn oder in
einem der analysierten Gewebe und Organe, wie Leber, Lunge, Niere,
Herz, Milz, Magen, Darm und so weiter gefunden.
-
[Beispiel 7] Die Bildung von F-freien
Viruspartikeln aus dem F-defizienten SeV-Genom
-
<1>
-
F-nicht-exprimierende
LLC-MK2-Zellen und F-exprimierende LLC-MK2-Zellen (LC-MK2/F7) wurden mit
F-defizientem SeV-Virus infiziert und mit (+) und ohne (-) Trypsin
kultiviert. Das Ergebnis des HA-Assays des Zellkulturüberstands
nach 3 Tagen wird in 18A gezeigt.
Die Kulturüberstände wurden
zu Hühner-Bruteiern
geimpft, und das Ergebnis des HA-Assays der Chorioallantoisflüssigkeiten
nach 2 Tagen Züchtung
wird in 18B gezeigt. „C" oben im Feld zeigt
PBS an, verwendet als Kontrollgruppe. Die Zahlen, unter „Verdünnung" angezeigt, zeigen
den Verdünnungsfaktor
der Viruslösung
an. Zusätzlich
wurde die HA-positive Chorioallantoisflüssigkeit in Hühner-Bruteiern
neu geimpft und nach Kultivierung für zwei Tage wurde die Chorioallantoisflüssigkeit
mit dem HA-Assay untersucht (19C).
Als Ergebnis wurde gefunden, dass F-nicht-exprimierende Zellen oder
Hühner-Bruteier, infiziert
mit dem F-defizienten Virus, HA-positiv sind. Jedoch hatten sich die
Viren nach der Neu-Impfung zu Hühner-Bruteiern
nicht verbreitet, was belegt, dass die HA-positive Viruslösung keine
sekundäre
Infektiosität
hat.
-
<2>
-
Die
nicht infektiöse
Viruslösung,
welche in F-nicht-exprimierenden Zellen amplifiziert wurde, wurde
auf die Existenz von Viruspartikeln untersucht. Die Northern-Blot-Analyse
wurde für
die Gesamt-RNA, präpariert aus
dem Kulturüberstand
von F-exprimierenden Zellen, HA-positiver, nicht infektiöser Chorioallantoisflüssigkeit
und Wildtyp-SeV durch QlAamp viralen RNA-Minikit (QIAGEN) unter
Verwendung des F-Gens und des HN-Gens als Sonden durchgeführt. Als
Ergebnis wurden Banden für
RNA nachgewiesen, welche aus der Chorioallantoisflüssigkeit
oder dem Virus im Kulturüberstand
der F-exprimierenden Zellen stammte, wenn das HN-Gen als Sonde verwendet
wurde, während
bei Verwendung der F-Gensonde keine Banden nachgewiesen wurden (10). Es wurde belegt, dass die HA-positive, nicht
infektiöse
Flüssigkeit
nicht infektiöse
virusähnliche
Partikel mit einem F-defizienten Genom hat. Zusätzlich offenbarte die Analyse
der HA-positiven, nicht-infektiösen
Viruslösung
durch Immunelektronenmikroskopie die Existenz von Viruspartikeln,
und die Hülle
des Virions reagierte mit dem Antikörper, welcher das mit Goldkolloid
markierte HN- Protein
erkennt, aber nicht mit dem Antikörper, welcher das mit Goldkolloid
markierte F-Protein erkennt (20).
Dieses Ergebnis zeigte die Existenz von F-freien Virionen, was belegt,
dass das Virus als ein Virion mit dem HN-Protein alleine sogar ohne die
Existenz des F-Proteins gebildet werden kann. Es wurde gefunden,
dass das SeV-Virion mit F alleine gebildet werden kann (Leger, S.
et al., J Gen. Virol 79, 683-687 (1998)), und das vorliegende Ergebnis
belegte zum ersten Mal, dass das SeV-Virion mit dem HN-Protein alleine
gebildet werden kann. So zeigt die Tatsache, dass F-freie Virionen
vorübergehend
in großer
Menge in Hühner-Bruteiern
hergestellt werden können,
dass Virionen, welche SeV-F-defizientes RNP verpacken, in großer Menge
herstellt werden können.
-
<3>
-
Wie
oben beschrieben, sind F-freie Virus-Virionen, welche vorübergehend
in Hühner-Bruteiern
amplifiziert werden, durchaus nicht infektiös gegenüber Zellen, welche von dem
Sendai-Virus infiziert werden. Um zu bestätigen, dass Strukturen von
funktionellem RNP in Hüllen
verpackt werden, wurden F-exprimierende Zellen und nicht exprimierende
Zellen mit kationischem Liposom (DOSPER, Boehringer mannheim) gemischt und
durch Inkubation für
15 Minuten bei Raumtemperatur transfiziert. Als Ergebnis wurden
GFP exprimierende Zellen durchaus nicht beobachtet, wenn die Zellen
nicht mit dem kationischen Liposom gemischt werden, während alle
Zellen GFP exprimierten, wenn sie mit dem kationischen Liposom gemischt
wurden. In F-nicht-exprimierenden Zellen wurde die GFP-Expression
nur in einzelnen Zellen gesehen und dehnte sich nicht zu benachbarten
Zellen aus, während
in F-exprimierenden Zellen sich GFP exprimierende Zellen ausdehnten,
um Kolonien zu bilden (21).
Daher wurde es deutlich, dass nicht infektiöse Virionen, vorübergehend
in Hühner-Bruteiern
amplifiziert, ein Gen exprimieren konnten, wenn sie in Zellen durch
Verfahren wie die Transfektion eingeführt werden
-
[Beispiel 8] Die Rekonstitution und die
Amplifikation des Virus aus FHN-defizientem SeV-Genom
-
<Die
Konstruktion der FHN-defizienten genomischen cDNA>
-
Um
FHN-defiziente genomische cDNA von SeV (pSeV18+/ΔFHN) zu konstruieren,
wurde pUC/KS zuerst mit EcoRI verdaut, um pUC18/Eco zu konstruieren,
und dann wurde die ganze Sequenz vom Startcodon des F-Gens zum Stoppcodon
des HN-Gens (4866-8419) deletiert, dann wurde sie an der Bsiwl-Stelle
(cgtacg) ligiert. Nachdem die Sequenz der FHN deletierten Region
durch Basensequenzierung bestätigt
wurde, wurde das EcoRI-Fragment (4057 bp) aus den Gelen gewonnen,
um es für
das EcoRI-Fragment von pUC18/KS zu ersetzen, um die Konstruktion
zu bewerkstelligen. Ein Kpnl/Sphl-Fragment (14673 bp), welches die
FHN deletierte Region umfasst, wurde aus den Gelen gewonnen, um
es für
das Kpnl/Sphl-Fragment von pSeV18+ zu ersetzen,
um das Plasmid pSeV18+/ΔFHN zu erhalten.
-
Andererseits
wurde die Konstruktion der cDNA des FHN-defizienten SeV, welche
mit GFP eingeführt wurde,
wie folgt, bewerkstelligt. Das SalI/XhoI-Fragment (7842 bp) wurde
aus pSeV18+/ΔFHN gewonnen und in pGEM11Z
(Promega) cloniert. Das resultierende Plasmid wurde als pGEM11Z/SXdFHN
bezeichnet. Zu der FHN-defizienten Stelle von pGEM11Z/SXdFHN wurde
das PCR-Produkt mit BsixI-Stellen
an beiden Enden von ATG-TAA (846 bp) von d2EGFP (Clontech) durch
Verdau mit dem BsixI-Enzym ligiert. Das resultierende Plasmid wurde
als pSEVi 8±/ΔFHN-d2GFP
bezeichnet.
-
<Die
Etablierung einer FHN-defizienten, Protein co-exprimierenden Zelllinie>
-
Das
F-Gen exprimierende Plasmid ist zu dem identisch, welches für die Etablierung
der F-defizienten, Protein co-exprimierenden Zelllinie verwendet
wurde, und das HN-Gen exprimierende Plasmid wurde gleichermaßen konstruiert,
und das Fragment, welches den ORF von HN umfasst, wurde zu der einzigartigen SwaI-Stelle von pCALNdlw
eingefügt
(Arai et al., oben beschrieben), um das Plasmid, pCALNdLw/HN genannt,
zu erhalten.
-
Die
LLC-MK2-Zellen wurden mit der gleichen Menge oder unterschiedlichem
Verhältnis
von pCALNdLw/F und pCALNdLw/HN gemischt, um unter Verwendung des
Säugetier-Transfektionskits
(Stratagene) nach dem Herstellerprotokoll Gene einzuführen. Die
Zellen wurden nach einer dreiwöchigen
Auswahl mit G418 cloniert. Die erhaltenen arzneistoffresistenten
Clone wurden mit einem rekombinanten Adenovirus (Ade/Cre, Saito
et al., oben beschrieben) (moi = 10), welches Cre-DNA-Rekombinase exprimiert,
infiziert. Dann wurden die Zellen 3 Tage nach der Expressionsinduktion
des F- und des HN-Proteins nach 3-mal Waschen mit PBS(-) gesammelt,
und sie wurden mit monoclonalem IgG des anti-SeV-F-Proteins und
des anti-SeV-HN-Proteins unter Verwendung des Western-Blotting-Verfahrens
sondiert (22).
-
<Die
Konstruktion von pGEM/FHN>
-
Die
für die
Konstruktion von pCALNdLw/F und pCALNdLw/HN verwendeten F-und HN-Fragmente wurden
in pGEM4Z und pGEM3Z (Promega) cloniert, um pGEM4Z/F bzw. pGEM3Z/HN
zu erhalten. Ein Fragment, welches durch Pvull-Verdauung der Region, welche den T7-Promotor
und HN von pGEM3Z/HN umfasst, wurde gewonnen und in die stumpfen
Enden an der einzigartigen SacI-Spaltstelle stromabwärts des
F-Gens von pGEM4Z/F ligiert. Es wurde durch Western-Blotting unter
Verwendung von monoclonalen anti-F- oder anti-HN-Antikörpern bestätigt, dass
F- und HN-Proteine gleichzeitig exprimiert werden, wenn sie in derselben Richtung
angeglichen wurden.
-
<Die
Rekonstitution des FHN-defizienten Virus>
-
Die
Rekonstitution der FHN-defizienten Viren (P0) wurden auf zwei Wege
ausgeführt.
Einer war die Verwendung des RNP-Transfektionsverfahren, wie bei
der Rekonstitution des F-defizienten Virus, und der andere war die
Verwendung von T7, um co-exprimierende Plasmide zu liefern. Und
zwar wurden unter der Regulation des T7-Promotors getrennt Plasmide
konstruiert, welche F- und HN-Proteine exprimieren, und unter Verwendung
jener Plasmide wurden F- und HN-Proteine für die Rekonstitution geliefert.
Bei beiden Verfahren wurden die rekonstituierten Viren durch FHN-co-exprimierende
Zellen amplifiziert. FHN-defiziente, GFP exprimierende cDNA von
SeV (pSEV18+/ΔFHN-d2GFP), pGEM/NP, pGEM/P,
pGEM/L und pGEM/FHN wurden im Verhältnis von 12 μg/10 cm Schale,
4 μg/10
cm Schale, 2 μg/10
cm Schale, 4 μg/10
cm Schale und 4 μg/10 cm
Schale (gesamtes Endvolumen, 3 ml/10 cm Schale) für die Geneinführung in
LLC-MK2-Zellen auf dieselbe Weise wie die oben beschriebene F-defiziente
SeV-Rekonstitution gemischt. Drei Stunden nach der Geneinführung wurden
die Medien zu MEM gewechselt, welches AraC (40 μg/ml, SIGMA) und Trypsin (7.5 μg/ml, GIBCO)
enthielt, und zusätzlich
3 Tage kultiviert. Die Beobachtung wurde durch ein Fluoreszenz-Stereo-Mikroskop
2 Tage nach Geneinführung
ausgeführt.
Der Effekt der pGEM/FHN-Zugabe wurde analysiert, und die Virusbildung
wurde durch die Ausbreitung von GFP exprimierenden Zellen bestätigt. Als
Ergebnis wurde eine Ausbreitung von GFP exprimierenden Zellen beobachtet,
wenn pGEM/FHN bei der Rekonstitution hinzugefügt wurde, während die Ausbreitung nicht
beobachtet wurde, wenn pGEM/FHN nicht hinzugefügt wurde, und die GFP-Expression
wurde nur in einer Einzelzelle beobachtet (23).
Es wurde gezeigt, dass die Zugabe bei der FHN-Protein-Rekonstitution
die Bildung des Virus-Virions verursachte. Andererseits wurde in
dem Fall der RNP-Transfektion die Viruserhaltung in FHN-exprimierenden
Zellen von P1 erfolgreich bewerkstelligt, wie in dem Fall der F-Defizienz
(24, oberes Feld).
-
Die
Virusamplifikation wurde bestätigt
nach der Infektion der Lösung
des FHN-defizienten
Virus zu Zellen, welche induziert wurden, 6 oder mehrere Stunden
nach der Ade/Cre-Infektion das FHN-Protein zu exprimieren (24, unteres Feld).
-
Die
Lösung
der Viren, welche aus FHN-defizienter GFP exprimierender CDNA von
SeV rekonstituiert wurde, wurde zu LLC-MK2-, LLC-MK2/F-, LLC-MK2/HN-
und LLC-MK2/FHN-Zellen infiziert, und mit oder ohne Trypsin-Zugabe
kultiviert. Nach 3 Tagen Züchtung
wurde die Ausbreitung von GFP-Protein exprimierenden Zellen analysiert.
Als Ergebnis wurde die Ausbreitung von GFP nur in LLC-MK2/FHN beobachtet,
was bestätigt,
dass die Viruslösung
spezifisch durch FHN-Co-Expresssion
und auf eine von Trypsin abhängige
Weise amplifiziert werden kann (25).
-
Um
das FHN-defiziente virale Genom zu bestätigen, wurde der aus den LLC-MK2/FHN-Zellen gewonnene
Kulturüberstand
zentrifugiert, und unter Verwendung von QIAmp Viral RNA-Minikit
(QIAGEN) wurde RNA nach dem Herstellerprotokoll extrahiert. Die
RNA wurde für
Matrizensynthese von RT-PCR unter Verwendung von Superscript Preamplification
System für
die Synthese des ersten Strangs (GIBCO BRL) verwendet, und die PCR
wurde unter Verwendung von TAKARA Z-Taq (Takara) durchgeführt. Das
F-defiziente Virus wurde als Kontrollgruppe verwendet. PCR-Primer-Sätze wurden
als Kombination von M-Gen und GFP-Gen oder als Kombination von M-Gen
oder L-Gen ausgewählt
(für die
Kombination von M-Gen und GFP-Gen (M-GFP), vorwärts: 5'-atcagagacctgcgacaatgc/SEQ ID NO: 13,
revers: 5'-aagtcgtgctgcttcatgtgg/SEQ
ID NO: 14; für
die Kombination von M-Gen und L-Gen (M-L), vorwärts: 5'-gaaaaacttagggataaagtccc/SEQ ID NO:
15, revers: 5'-gttatctccgggatggtgc/SEQ
ID NO: 16). Als Ergebnis wurden spezifische Banden für sowohl
F-defiziente als auch FHN-defiziente Viren bei RT-Bedingungen während der
Verwendung der M- und GFP-Gene als Primer erhalten. In dem Fall
der Verwendung der M- und L-Gene als Primer wurden die Banden mit
gegebener Größe, welche
GFP umfasst, für
die FHN-defiziente Probe nachgewiesen, und die verlängerten
Banden mit der Größe, welche
das HN-Gen umfasst,
wurden für
die F-defiziente nachgewiesen. So wurde die FHN-Defizienz in der Genomstruktur belegt
(26).
-
Andererseits
wurde das FHN-defiziente Virus ähnlich
zu F-exprimierenden Zellen infiziert, wie wenn unter Verwendung
des F-defizienten Virus, und der Kulturüberstand wurde nach 4 Tagen
gewonnen, um das Infektionsexperiment gegen LLC-MK2, LLC-MK2/F und
LLC-MK2/FHN durchzuführen.
Als Ergebnis wurde die GFP-Expressionszelle nicht in einerinfizierten
Zelle beobachtet, was zeigt, dass das Virus keine Infektiosität zu diesen
Zellen hat. Jedoch wurde bereits berichtet, dass das F-Protein alleine
genug ist, um Viruspartikel zu bilden (Kato, A. et al., Gene cells
1, 569-579 (1996)) und dass der Asialoglykoprotein-Rezeptor (ASG-R)
die spezifische Infektion zu Leberepithelzellen vermittelt (Spiegel
et al., J. Virol 72, 5296-5302,
1998). So können Virionen,
welche das FHN-defiziente RNA-Genom umfassen, mit einer Virushülle, welche
nur mit F-Protein aufgebaut ist, in den Kulturüberstand von F-exprimierenden
Zellen freigesetzt werden. Daher wurde der Kulturüberstand
von F-exprimierenden Zellen, welche mit FHN-defizientem Virus infiziert
waren, gewonnen, und nach der Zentrifugation wurde RNA extrahiert,
wie oben beschrieben, und durch RT-PCR durch das oben beschriebene
Verfahren analysiert. Als Ergebnis wurde die Existenz von RNA belegt,
welche das FHN-defiziente Genom
umfasst, wie in 27 gezeigt.
-
Die
Western-Blotting-Analyse des Virus-Virions, welches mit VSV-G in
den Pseudotypen verwandelt wurde, zeigt deutlich, dass F- und HN-Proteine
nicht exprimiert werden. Es konnte hierin gesagt werden, dass das
Herstellungssystem von FHN-defizienten Virus-Virionen etabliert
wurde.
-
Außerdem wurden
die aus dem F-Protein exprimierenden Zellen freigesetzten Virionen
auf FHN-exprimierende oder nicht exprimierende LLC-MK2-Zellen mit
oder ohne Mischen mit einem kationischen Liposom (50 μl DOSPER/500 μl/Well) überschichtet.
Als Ergebnis wurde die Ausbreitung von GFP exprimierenden Zellen
beobachtet, wenn sie als Mischung mit DOSPER überschichtet wurden, während das
HN-freie Virion lediglich durchaus keine Infektiosität hat, was
nicht GFP- exprimierende
Zellen zeigt, wie in dem Fall von F-freien Partikeln, oben beschrieben,
gesehen wurde. In FHN-nicht-exprimierenden Zellen wurde die GFP
exprimierende Zelle beobachtet, aber kein Hinweis auf Virus-Neubildung
und Ausbreitung wurde gefunden.
-
Diese
aus F-exprimierenden Zellen gewonnenen virusähnlichen Partikel können fortlaufend
Zellen, welche das ASG-R-Gen exprimieren, ASG-R nicht exprimierende
Zellen oder Leberzellen infizieren, und ob die Infektion leberspezifisch
oder ASG-R-spezifisch
ist, kann durch das Verfahren von Spiegel et al. untersucht werden.
-
[Beispiel 9] Die Anwendung des RNA-Virusvektors
des defizienten Genoms
-
- 1. Das F-defiziente RNP, amplifiziert in dem
oben beschriebenen System, wird von der F-freien Virushülle umhüllt. Die
Hülle kann
in Zellen durch Hinzufügen
einer gewünschten
Zell-einführenden
Fähigkeit
zu der Hülle
durch chemische Modifikationsverfahren und dergleichen, oder durch
Gen einführende
Reagenzien oder Genkanonen oder dergleichen (RNP-Transfektion oder
RNP-Injektion) eingeführt
werden, und das rekombinanten RNA-Genom kann replizieren und autonom
und fortlaufend Proteine in den Zellen herstellen.
- 2. Ein Vektor, der zum spezifischen Targeting in der Lage ist,
kann hergestellt werden, wenn die intrazelluläre Domäne des HN in der vorliegenden
Form gelassen wird, und die extrazelluläre Domäne von HN mit Liganden fusioniert
wird, welche zum Targeting anderer Rezeptoren auf eine spezifische
Weise in der Lage sind, und ein rekombinantes Gen, welches in der
Lage ist, das chimäre
Protein herzustellen, in das virale Genom eingebaut wird. Zusätzlich kann
der Vektor in Zellen präpariert
werden, welche das rekombinante Protein herstellen. Diese Vektoren
können
für die
Gentherapie, wie Impfstoffe oder dergleichen anwendbar sein.
- 3. Da die Rekonstitution des SeV-Virus, der in beiden FHN defizient
ist, erfolgreich bewerkstelligt wurde, kann der Targeting-Vektor
durch Einführung
von zum Targeting fähigen
chimären
Hüllproteingen
anstelle des GFP-Gens in die FHN-Deletionsstelle
hergestellt werden, was ihn durch das gleiche Verfahren wie in dem
Fall des FHN-defizienten Vektors wiederherstellt, Amplifizieren
des Resultierenden in FHN-exprimierenden Zellen, Infizieren des
Resultierenden zu nicht exprimierende Zellen, und Rekonstruieren
der Virionen, welche nur mit dem zum Targeting fähigen chimären Hüllprotein gebildet werden,
welches aus dem viralen Genom transkribiert wird.
- 4. Über
ein Minigenom des Sendai-Virus und über ein Virion, welches nur
mit dem F-Protein verpackendes Minigenom durch Einführung von
NP-, P-, L- und F-Gen
zu Zellen gebildet wird, wurde berichtet (Leger et al., J Gen. Virol
79, 683-687, 1998). Über
einen Vektor, bei welchem das Leukämie-Virus der Maus durch das
Sendai-F-Protein in den Pseudotypen umgewandelt wird, wurde auch
berichtet (Spiegel et al., J. Virol 72, 5297-5302, 1998). Auch bislang
berichtet wird über
das spezifische Targeting von durch Trypsin abgespaltenem F-Protein
zu Leberepithelzellen, was von ASG-R vermittelt wird (Bitzer et
al., J. Virol. 71, 5481-5486,
1997). Die Systeme in früheren
Berichten sind vorübergehende
Partikel bildende Systeme, welche es schwierig machen, fortlaufend
Vektorpartikel zu gewinnen. Obwohl Spiegel et al. über einen
Retrovirus-Vektor berichteten, welcher vom Sendai-F-Protein in den
Pseudotypen umgewandelt wurde, trägt dieses Verfahren wesentliche
Probleme, wie das Retrovirus, das in der Lage ist, Gene nur zu Mitosezellen
einzuführen.
Die gewonnenen Viruspartikel in der vorliegenden Erfindung mit einem
FHN-co-defizienten viralen Genom des SeV und nur das F-Protein wie das Hüllprotein
sind effiziente RNA-Vektoren, welche zur autonomen Replikation in
dem Zytoplasma unabhängig
von der Zellmitose in der Lage sind. Sie sind neue Viruspartikel,
und es ist ein praktisches System, welches die Massenherstellung
erleichtert.
-
[Beispiel 10] Die Virus-Rekonstitution
und die Amplifikation aus FHN-defizientem SeV-Genom
-
Die
Rekonstitutionstechniken infektiöser
Viruspartikel aus cDNA, die das virale Genom clonierte, wurden für viele
Einzelstrang-Minusstrang-RNA-Viren wie dem Sendai-Virus, dem Masernvirus,
etabliert.
-
In
den meisten der Systeme wird die Rekonstitution durch Einführung von
Plasmiden, welche mit cDNA, NP-, P- und L-Genen stromabwärts des
T7-Promotors in Zellen eingeführt
werden, und durch Expression von cDNA und jedem Gen unter Verwendung
von T7-Polymerase ausgeführt.
Um T7-Polymerase zu liefern, wird das rekombinante Vacciniavirus,
welches T7-Polymerase exprimiert, hauptsächlich verwendet.
-
Das
T7 exprimierende Vacciniavirus kann in den meisten Zellen effizient
T7-Polymerase exprimieren. Trotzdem
können
wegen der durch Vacciniavirus induzierten Zytotoxizität infizierte
Zellen nur 2 oder 3 Tage leben. In den meisten Fällen wird Rifampicin als ein
Anti-Vaccinia-Reagenz verwendet. In dem System von Kato et al. (Kato,
A. et al., Genes cells 1, 569-579 (1996)), wurde AraC zusammen mit
Rifampicin für
die Hemmung des Vacciniavirus-Wachstums zu einer Untergrenze und
für die
effiziente Rekonstitution des Sendai-Virus verwendet.
-
Jedoch
ist die Rekonstitutionseffizienz des Minusstrang-RNA-Virus, repräsentiert
von dem Sendai-Virus, einige Partikel oder weniger in 1 × 105 Zellen, weit geringer als von anderen Viren
wie Retroviren. Die Zytotoxizität
auf Grund des Vacciniavirus und das komplexe Rekonstitutionsverfahren
(transkribiertes und translatiertes Protein heften getrennt an nackte
RNA, um eine RNP ähnliche
Struktur zu bilden, und danach findet Transkription und Translation
durch eine Polymerase statt) können
als Gründe
für diese
geringe Rekonstitutionseffizienz gegeben werden.
-
Zusätzlich zu
dem Vacciniavirus wurde ein Adenovirus-System als Mittel zur Lieferung
der T7-Polymerase untersucht, aber kein gutes Ergebnis wurde erhalten.
Das Vacciniavirus codiert das RNA-Capping-Enzym, welches im Zytoplasma
als das Enzym seiner selbst zusätzlich
zur T7-Polymerase fungiert, und es wird gedacht, dass das Enzym
die Translationseffizienz durch Capping der durch den T7-Promotor
transkribierte RNA in dem Zytoplasma verstärkt. Die vorliegende Erfindung
versuchte, die Rekonstitutionseffizienz des Sendai-Virus durch Behandlung
des Vacciniavirus mit dem Psoarlen-Langwellen-UV-Verfahren zu verstärken, um die
Zytotoxizität
auf Grund des Vacciniavirus zu vermeiden.
-
Durch
die DNA-Quervernetzung mit Psoralen und langwelligem Ultraviolettlicht
kann der Zustand erhalten werden, bei welchem die Virus-Replikation
mit dem DNA-Genom
gehemmt wird, ohne im Besonderen die frühe Genexpression zu bewirken.
Der beträchtliche
Effekt, welcher durch Inaktivierung des Virus in dem System gesehen
wird, kann auf dieses Vacciniavirus mit einem langen Genom zurückgeführt werden
(Tsung, K. et al., J Virol 70, 165-171 (1996)).
-
In
dem Fall des Wildtyp-Virus, das sich autonom verbreiten kann, macht
sogar ein einzelnes Viruspartikel, welches durch Rekonstitution
gebildet wird, es für
das Sendai-Virus möglich,
durch Impfung von transfizierten Zellen zu Hühner-Bruteiern verbreitet zu
werden. Daher muss man nicht die Rekonstitutionseffizienz und das
restliche Vacciniavirus ernsthaft beachten.
-
Jedoch
kann man in dem Fall der Rekonstitution von verschiedenen mutierten
Viren zur Erforschung der viralen Replikation, des Mechanismus der
Partikelbildung und so weiter, verpflichtet sein, Zelllinien, welche ein
Protein, das vom Virus stammt, exprimieren und dergleichen, unbefruchtete
Hühnereier
für die
Verbreitung des Virus zu verwenden. Zusätzlich kann es sehr gut möglich sein,
dass das mutierte Virus oder defiziente Virus sich ausgesprochen
langsamer verbreitet als das Wildtyp-Virus.
-
Um
das Sendai-Virus mit solchen Mutationen zu verbreiten, sollten tranfizierte
Zellen auf Zellen der nächsten
Generation überschichtet
und für
eine lange Zeitdauer kultiviert werden. In solchen Fällen können die
Rekonstitutionseffizienz und der restliche Titer des Vacciniavirus
problematisch sein. Bei dem vorliegenden Verfahren wurde der Titer
von überlebendem
Vacciniavirus bei Steigerung der Rekonstitutionseffizienz erfolgreich
verringert.
-
Unter
Verwendung des vorliegenden Verfahrens wurde ein mutiertes Virus,
das in dem früheren
System unter Verwendung eines unbehandelten Vacciniavirus niemals
erhalten wurde, durch Rekonstitution (F-, FHN-defizientes Virus)
erfolgreich erhalten. Das vorliegende System würde ein bedeutendes Werkzeug
für die Rekonstitution
eines mutierten Virus sein, welches mehr in der Zukunft durchgeführt werden
würde.
Daher untersuchten die vorliegenden Erfinder die Menge von Psoralen
und Ultraviolett-Licht (UV) und die Bedingungen der Inaktivierung
des Vacciniavirus.
-
<Das
Experiment>
-
Zuerst
wurde die Psoralen-Konzentration mit einer festen Bestrahlungszeit
von 2 min getestet. Die Inaktivierung wurde durch Messung des Titers
des Vacciniavirus durch Plaque-Bildung und durch Messung der T7-Polymerase-Aktivität durch
das pGEM-luci-Plasmid unter der Kontrolle des T7-Promotors und des
Minigenoms des Sendai-Virus getestet. Die Messung der T7-Polymerase-Aktivität des Minigenoms
des Sendai-Virus ist ein System, in welchem Zellen begleitend mit
dem Plasmid des Minigenoms des Sendai-Virus und den Plasmiden pGEM/NP,
pGEM/P und pGEM/L, welche das NP-, P- und L-Protein des Sendai-Virus
durch T7 exprimieren, transfiziert werden, um die Transkription
des Luciferase-Enzymproteins durch RNA-Polymerase des Sendai-Virus
nach der Bildung des Ribonucleoprotein-Komplexes zu untersuchen.
-
Nach
2 min UV-Bestrahlung wurde eine Abnahme im Titer des Vacciniavirus
in Abhängigkeit
von der Psoralen-Konzentration gesehen. Jedoch war die T7-Polymerase-Aktivität für eine Psoralen-Konzentration
bis zu 0, 0.3 und 1 μg/ml
unverändert,
aber ungefähr
zu einem Zehntel bei 10 μg/ml
verringert (28).
-
Darüber hinaus
wurde durch Fixierung der Psoralen-Konzentration auf 0.3 μg/ml die
Zeit der UV-Bestrahlung untersucht. In Übereinstimmung mit der Zunahme
der Bestrahlungszeit wurde der Titer des Vacciniavirus verringert,
obwohl kein Effekt auf die T7-Polymerase-Aktivität bis zu 30 min Bestrahlung
gefunden wurde. In diesem Fall konnte unter den Bedingungen von
0.3 μg/ml
und 30 min Bestrahlung der Titer zu 1/1000 ohne Beeinflussung der
T7-Polymerase-Aktivität
gesenkt werden (29).
-
Jedoch
war in Vacciniavirus mit einem gesenkten Titer von 1/1000 CPE 24
Stunden nach Infektion bei moi = 2, kalibriert zur Titer-Vorbehandlung
(moi = 0.002 als Resttiter nach Behandlung), nicht unterschiedlich von
dem des unbehandelten Virus, welches bei moi = 2 infiziert wurde
(30).
-
Unter
Verwendung des Vacciniavirus, welches unter den oben beschriebenen
Bedingungen behandelt wurde, wurde die Rekonstitutionseffizienz
des Sendai-Virus untersucht. Die Rekonstitution wurde durch ein
unten beschriebenes Verfahren ausgeführt, welches das oben erwähnte Verfahren
von Kato et al. modifizierte. LLC-MK2-Zellen wurden auf 6-Well-Mikroplatten
bei 3 × 105 Zellen/Well gesät, und nach einer Züchtung über Nacht
wurde das Vacciniavirus zu dem Titer von 6 × 105 pfu/100 μl, welcher
vor der PLWUV-Behandlung kalibriert wurde, verdünnt und zu mit PBS gewaschenen
Zellen infiziert. Eine Stunde nach der Infektion, wurden 100 μl OPTI-MEM, mit 1, 0.5,
1 und 4 μg
jeweils von Plasmid pGEM-NP, P, L und cDNA zugegeben, zusätzlich mit
10 μl Superfect
(QIAGEN) und 15 min bei Raumtemperatur stehen gelassen und nach
Zugabe von 1 ml OPTI-MEM (GIBCO) (welches Rif. und AraC enthielt)
auf die Zellen überschichtet.
-
Zwei,
drei und vier Tage nach Transfektion wurden die Zellen gewonnen,
zentrifugiert und in 300 μl/Well
PBS suspendiert. 100 μl
zellenthaltende Lösung,
welche aus der Suspension selbst oder durch 10- oder 100-fache Verdünnung der
Suspension gemacht wurde, wurden zu Hühner-Bruteiern am Tag 10 nach
der Befruchtung geimpft, 4 Eier für jede Verdünnung (jeweils 1 × 10
5, 1 × 10
4 und 1 × 10
3 Zellen). Nach 3 Tagen wurde die Allantoisflüssigkeit
aus den Eiern gewonnen und die Rekonstitution des Virus wurde durch
den HA-Test untersucht (Tabelle 1). Die Eier mit HA-Aktivität wurden
als 1 Punkt, 10 Punkte und 100 Punkte für Eier, welche jeweils mit
1 × 10
5, 1 × 10
4 und 1 × 10
3 Zellen geimpft wurden, bewertet, um die
Trefferzahl der Rekonstitution zu berechnen (
31).
Die Formel ist, wie in Tabelle 1 gezeigt. Tabelle
1. Effekt der Dauer der UV-Behandlung des Vacciniavirus auf die
Rekonstitutionseffizienz des Sendai-Virus
-
Auch
die Resttiter des Vacciniavirus, welche 2, 3 und 4 Tage nach Transfektion
innerhalb der Zellen gemessen wurden, waren in der behandelten Gruppe
im Verhältnis
zu dem vor der Transfektion gegebenen Titer kleiner (32).
-
Durch
Inaktivierung des Vacciniavirus durch PLWUV konnte der Titer zu
1/1000 gesenkt werden, ohne die T7-Polymerase-Aktivität zu beeinflussen.
Jedoch unterschied sich CPE, welches aus dem Vacciniavirus stammte,
nicht von dem des unbehandelten Virus mit einem 1000fachen höheren Titer,
wie durch mikroskopische Beobachtungen offenbart.
-
Unter
Verwendung des Vacciniavirus, welches mit der oben beschriebenen
Bedingung für
die Rekonstitution des Sendai-Virus behandelt wurde, nahm die Rekonstitutionseffizienz
von zehn- zu hundertfach zu (31).
Zu der gleichen Zeit war der Resttiter des Vaccinaivirus nach der
Transfektion nicht 5 pfu/105 Zellen oder
mehr. So wurde das Überleben
des replizierbaren Vacciniavirus bei 0.005% oder weniger gehalten.
-
[Beispiel 11] Die Konstruktion des Pseudotyp-Sendal-Virus
-
<1> Die Herstellung von
Helferzellen, in welchen das VSV-G-Genprodukt induziert wird
-
Weil
das VSV-G-Genprodukt eine Zytotoxizität hat, wurde eine stabile Transformante
in LLC-MK2-Zellen unter Verwendung des Plasmids pCALNdLG (Arai T.
et al., J. Virology 72 (1998) S 1115-1121) erzeugt, in welchem das
VSV-G-Genprodukt
durch Cre-Rekombinase induziert werden kann. Die Einführung des
Plasmids in LLC-MK2-Zellen wurde durch das Calciumphosphat-Verfahren
(CalPhosTMMammalian Transfection Kit, Clontech) nach dem begleitenden
Handbuch bewerkstelligt.
-
Zehn
Mikrogramm Plasmid pCALNdLG wurden in LLC-MK2-Zellen eingeführt, welche
zu 60% Konfluenz in einer 10 cm Kulturschale gezüchtet worden waren. Die Zellen
wurden 24 Stunden mit 10 ml 10 %igem MEM-FCS-Medium in einem 5%
CO2-Inkubator bei 37°C kultiviert. Nach 24 Stunden
wurden die Zellen abgekratzt und in 10 ml Medium suspendiert, und
dann wurden unter Verwendung von fünf 10 cm Kulturschalen 1, 2
und 2 Schalen jeweils mit 5 ml, 2ml und 0.5 ml angeimpft. Dann wurden
sie 14 Tage in 10 ml 10%igem MEM-FCS-Medium, welches 1200 μg/ml G418
(GIBCO-BRL) enthielt, mit einem Mediumwechsel an jedem zweiten Tag
kultiviert, um stabile Transformanten auszuwählen. Achtundzwanzig zu G418
resistente Clone, welche in der Züchtung gewachsen waren, wurden
unter Verwendung von Clonierungsringen gewonnen. Jeder Clon wurde
in einer 10 cm Kulturschale zur Konfluenz ausgedehnt.
-
Für jeden
Clon wurde die Expression von VSV-G durch Western-Blotting, unten
beschrieben, unter Verwendung von monoclonalem anti-VSV-G-Antikörper nach
der Infektion mit dem rekombinanten Adenovirus AxCANCre, welches
Cre-Rekombinase enthielt, untersucht.
-
Jeder
Clon wurde in einer 6 cm Kulturschale zu Konfluenz gezüchtet und
danach wurde Adenovirus AxCANCre bei MOI = 10 durch das Verfahren
von Saito et al. (s. oben) infiziert und 3 Tage kultiviert. Nach
Entfernen des Kulturüberstands
wurden die Zellen mit PBS gewaschen und von der Kulturschale durch
Zugabe von 0.5 ml PBS, welches 0.05% Trypsin und 0.02% EDTA (Ethylendiamintetraessigsäure) enthielt,
und durch Inkubieren bei 37°C,
5 min abgetrennt. Nach Suspendieren in 3 ml PBS wurden die Zellen
durch Zentrifugation bei 1000x g, 5 min gesammelt. Die erhaltenen
Zellen wurden in 2 ml PBS resuspendiert und dann wieder bei 1500x
g, 5 min zentrifugiert, um die Zellen zu sammeln.
-
Die
Zellen können
bei -20°C
gelagert werden und dann durch Auftauen nach Bedarf verwendet werden.
Die gesammelten Zellen wurden in 100 μl Zelllyse-Lösung (RIPA-Puffer, Boehringer
Mannheim) lysiert, und unter Verwendung des gesamten Proteins der
Zellen (1 × 105 Zellen pro Spur) wurde Western-Blotting durchgeführt. Die
Zelllysate wurden in SDS-Polyacrylamid-Gelelektrophorese-Probenpuffer
(Puffer, welcher 6 mM Tris-HCl (pH6.8), 2% SDS, 10% Glycerol, 5%
2-Mercaptoethanol enthält)
aufgelöst
und als Proben für
die Elektrophorese nach Erhitzen bei 95°C, 5 min unterworfen. Die Proben
wurden durch Elektrophorese unter Verwendung des SDS-Polyacrylamidgels
(Multigel 10/20, Daiichi Pure Chemicals Co., Ltd) getrennt und das getrennte
Protein wurde dann zur Transfermembran (Immobilon-P TransferMembranes,
Millipore) durch das Semi-Dry-Blotting-Verfahren übertragen.
Die Übertragung
wurde unter Verwendung der Transfermembran, welche 20 s mit 100%igem
Methanol und 1 Stunde mit Wasser durchtränkt wurde, bei einem konstanten
Strom von 1 mA/cm2 1 Stunde ausgeführt.
-
Die
Transfermembran wurde in 40 ml Blockierungslösung (Block-Ace, Snow Brand
Milk Products Co., Ltd.) 1 Stunde geschüttelt und einmal in PBS gewaschen.
-
Die
Transfermembran und 5 ml anti-VSV-G-Antikörper (Clon P4D4, Sigma), mit
PBS 1/1000 verdünnt, welches
10% Blockierungslösung
enthielt, wurden in einem Vinylbeutel verschlossen und bei 4°C stehen
gelassen.
-
Die
Transfermembran wurde zweimal in 40 ml PBS-0.1% Tween 20 5 min durchtränkt und
nach dem Waschen für
5 min in PBS zum Waschen durchtränkt.
-
Die
Transfermembran und 5 ml anti-Maus-IgG-Antikörper, markiert mit Peroxidase
(anti-Maus-Immunoglobulin, Amersham), zu 1/2500 in PBS verdünnt, welches
10% Blockierungslösung
enthielt, wurden in einem Vinylbeutel verschlossen und wurden bei
Raumtemperatur 1 Stunde geschüttelt.
-
Nach
Schütteln
wurde die Transfermembran zweimal in PBS-0.1% Tween 20 5 min durchtränkt und nach
dem Waschen für
5 min in PBS zum Waschen durchtränkt.
-
Der
Nachweis der Proteine auf der Membran, welche mit dem anti-VSV-G-Antikörper kreuzreagiert, wurde
durch das Lumineszenz-Verfahren (ECL Western-Blotting-Nachweisreagenzien, Amersham)
ausgeführt.
Das Ergebnis wird in 33 gezeigt. Drei Clone zeigten
die AxCANCre-Infektion spezifische VSV-G-Expression, welche die
Etablierung der LLC-MK2-Zellen bestätigte, in welchen das VSV-G-Genprodukt induziert werden
kann.
-
Ein
Clon unter den erhaltenen Clonen, bezeichnet als LLCG-L1, wurde
der Du rchflusszytometrie-Analyse unter Verwendung des anti-VSV-Antikörpers unterworfen
(34). Als Ergebnis wurde die Reaktivität mit dem
zur VSV-G-Geninduktion
spezifischen Antikörper
in LLCG-L1 nachgewiesen, was bestätigt, dass das VSV-G-Protein
auf der Zelloberfläche
exprimiert wird.
-
<2> Die Herstellung des
Pseudotyp-Sendai-Virus, welches ein in dem F-Gen defizientes Genom
umfasst, unter Verwendung von Helferzellen
-
Das
Sendai-Virus, welches ein im F-Gen defizientes Genom umfasst, wurde
zu VSV-G-Gen exprimierenden Zellen infiziert, und unter Verwendung
des F-defizienten Sendai-Virus, welches das in den Beispielen oben
beschriebene GFP-Gen umfasst, und der Expression des GFP-Gens als
ein Anzeiger wurde untersucht, ob die Herstellung des Pseudotyp-Virus
mit VSV-G als Kapsid gesehen werden kann oder nicht. Als Ergebnis wurde
das Virusgen in LLCG-L1 ohne Infektion des rekombinanten Adenovirus
AxCANCre, welches die Cre-Rekombinase umfasst, durch Infektion mit
dem F-defizientem Sendai-Virus eingeführt und GFP exprimierende Zellen
wurden nachgewiesen, obwohl die Anzahl der exprimierenden Zellen
nicht erhöht
wurde. In durch VSV-G induzierten Zellen wurde ein chronologischer
Anstieg von GFP exprimierenden Zellen gefunden. Wenn 1/5 der Überstände zusätzlich zu
neu durch VSV-G induzierten Zellen gegeben wurde, wurde keine Geneinführung in
dem ersten Überstand
gesehen, während
der Anstieg von GFP exprimierenden Zellen sowie die Geneinführung in
dem letzteren Überstand
gefunden wurden. Auch in dem Fall, dass der letzte Überstand
zu LLCG-L1-Zellen ohne Induktion des VSV-G-Gens zugegeben wird,
wurde das Gen eingeführt,
aber der Anstieg von GFP exprimierenden Zellen wurde nicht gesehen.
Zusammengefasst wurde die für
die VSV-G exprimierenden Zellen spezifische Virusverbreitung und
die Bildung des Pseudotyp-F-defizienten Virus mit VSV-G gefunden.
-
<3> Die Auswertung der
Bedingungen für
die Herstellung des Pseudotyp-Sendai-Virus mit F-Gen-defizientem Genom
-
Eine
bestimmte Menge der Pseudotyp-Sendai-Viren mit F-Gen-defizienten
Genomen wurde unter Änderung
der Menge der AxCANCre-Infektion (MOI = 0, 1.25, 2.5, 5 und 10)
infiziert und der Kulturüberstand
wurde am Tag 7 oder Tag 8 gewonnen. Dann wurde der Überstand
zu den Zellen vor und nach der Induktion von VSV-G infiziert, und
nach 5 Tagen wurde die Anzahl von GFP exprimierenden Zellen verglichen,
um den Effekt der Menge der VSV-G-Expression zu sehen. Als Ergebnis
wurde keine Viruserzeugung bei MOI = 0 gefunden, und maximale Erzeugung
wurde bei MOI = 10 gefunden (35).
Zusätzlich
begann das Erzeugungsniveau von Tag 5 oder danach anzuwachen, welches
bis Tag 8 fortbestand (36),
wenn der Zeitverlauf der Viruserzeugung analysiert wurde. Die Messung
des Virustiters wurde durchgeführt
durch Berechnen der Anzahl von infizierten Partikeln zu Zellen in
der Viruslösung
(CIU), durch Zählen
der GFP exprimierenden Zellen 5 Tage nach Infektion von serienmäßig (jede
10-fach) verdünnten
Viruslösungen
zu Zellen, die noch nicht mit VSV-G induziert wurden. Als Ergebnis
wurde gefunden, dass die maximale Virusherstellung 5 × 105 CIU/ml ist.
-
<4> Der Effekt des anti-VSV-Antikörpers auf
die Infektiosität
des Pseudotyp-Sendai-Virus
mit F-Gen-defizientem Genom
-
Darüber, ob
das Pseudotyp-Sendai-Virus mit F-Gen-defizientem Genom, welches
durch Verwendung von VSV-G exprimierende Zellen erhalten wird, das
VSV-G-Protein in dem Kapsid umfasst, ob die neutralisierende Aktivität der Infektiosität beeinflusst
werden wird, wurde unter Verwendung des anti-VSV-Antikörpers ausgewertet. Die Viruslösung und
der Antikörper
wurden gemischt und bei Raumtemperatur 30 min stehen gelassen, und
dann zu LLCG-L1-Zellen ohne VSV-G-Induktion infiziert. Am Tag 5
wurde die Fähigkeit
der Geneinführung
durch die Existenz von GFP-exprimierenden Zellen untersucht. Als
Ergebnis wurde die perfekte Hemmung der Infektiosität durch
den anti-VSV-Antikörper
gesehen, während
im Sendai-Virus mit dem F-Gen-defizienten Genom, welches das ursprüngliche
Kapsid hat, die Hemmung nicht gesehen wurde (37).
Daher wurde deutlich gezeigt, dass das vorliegende erhaltene Virus
ein Pseudotyp-Sendai-Virus
ist, welches das VSV-G-Protein in seinem Kapsid umfasst, in welchem
die Infektiosität
des Virus durch einen Antikörper
spezifisch gehemmt werden kann.
-
<5> Der Nachweis für den Besitz
des F-defizienten Genoms vom Pseudotyp-Sendai-Virus
-
Die
Western-Blotting-Analyse des Zellextrakts von infizierten Zellen
wurde ausgeführt,
um zu untersuchen, ob das vorliegende Virus sich in den Zellen verbreitete,
welche das VSV-G-Gen in dem F-defizienten Typ exprimieren. Die Western-Analyse
wurde durch das oben beschriebene Verfahren bewerkstelligt. Als
primäre Antikörper wurden
der polyclonale anti-Sendai-Virus-Antikörper, präpariert aus dem Kaninchen,
der monoclonale anti-F-Protein-Antikörper, präpariert aus der Maus, und der
monoclonale anti-HN-Protein-Antikörper, präpariert aus der Maus, verwendet.
Als sekundäre
Antikörper
wurden der anti-Kaninchen-IgG-Antikörper, welcher mit Peroxidase
in dem Fall des polyclonalen anti-Sendai-Virus-Antikörpers markiert
wird, und der anti-Maus-IgG-Antikörper, welcher mit Peroxidase
in dem Fall des monoclonalen anti-F-Protein-Antikörpers markiert
wird, und der monoclonale anti-HN-Protein-Antikörper verwendet. Als Ergebnis
wurde das F-Protein nicht nachgewiesen, während das Protein, welches
vom Sendai-Virus stammt, und das HN-Protein nachgewiesen wurden,
was bestätigt,
dass es ein F-defizienter Typ ist.
-
<6> Die Herstellung des
Pseudotyp-Sendai-Virus mit F- und HN-Gen-defizientem Genom unter
Verwendung von Helferzellen
-
Ob
die Herstellung des Pseudotyp-Virus mit VSV-G in seinem Kapsid nach
der Infektion des Sendai-Virus mit F- und HN-Gen-defizientem Genom
zu VSV-G-Gen exprimierende LLCG-L1-Zellen beobachtet wird, wurde
unter Verwendung der GFP-Genexpression
als Index und des F- und HN-Gen-defizienten Sendai-Virus, welches
das in den Beispielen oben beschriebene GFP-Gen umfasste, durch
ein ähnliches
Verfahren, wie in den Beispielen oben beschrieben, analysiert. Als
Ergebnis wurde die zu VSV-G exprimierenden Zellen spezifische Virusverbreitung
beobachtet, und die Herstellung des F- und HN-defizienten Sendai-Virus,
das ein Pseudotyp mit VSV-G
ist, wurde beobachtet (38).
Die Messung des Virustiters wurde durchgeführt durch Berechnen der Anzahl
von infizierten Partikeln zu Zellen in der Viruslösung (CIU)
berechnet, durch Zählen
von GFP exprimierenden Zellen 5 Tage nach Infektion von serienmäßig (jede
10-fach) verdünnten
Viruslösungen
zu Zellen, welche noch nicht mit VSV-G induziert waren. Als Ergebnis
war die maximale Virusherstellung 1 × 106 CIU/ml.
-
<7> Der Nachweis für den Besitz
des F- und HN-defizientem Genoms vom Pseudotyp-Sendai-Virus
-
Das
Western-Blotting der Proteine im Zellextrakt von infizierten Zellen
wurde ausgeführt,
um zu analysieren, ob das vorliegende Virus, welches in VSV-G exprimierenden
Zellen verbreitet wurde, F- und HN-defizienter Typ ist. Als Ergebnis
wurden F- und HN-Proteine nicht nachgewiesen, während Proteine, welche aus dem
Sendai-Virus stammen, nachgewiesen wurden, was bestätigt, dass
es ein F- und HN-defizienter Typ ist (39).
-
[Beispiel 12] Die Analyse des Virus-Rekonstitutionsverfahren
-
<Das
konventionelle Verfahren>
-
LLC-MK2-Zellen
wurden auf 100 mm Kulturschalen bei 5 × 106 Zellen/Schale
gesät.
Nach einer Züchtung
von 24 Stunden wurden die Zellen einmal mit MEM-Medium ohne Serum gewaschen und dann
mit rekombinanten Vacciniavirus, welches T7-RNA-Polymerase exprimiert
(Fuerst, T. R. et al., Proc. Natl. Acad. Sci. USA 83, 8122-8126
1986) (vTF7-3), bei Raumtemperatur 1 Stunde (moi = 2) (moi = 2 bis
3, vorzugsweise wird moi=2 verwendet) infiziert. Das hierin verwendete
Virus wurde mit 3 μg/ml
Psoralen und langwelligem Ultraviolettlicht (365 nm) 5 min vorbehandelt.
Die Plasmide pSeV18+/ΔF-GFP, pGEM/NP, pGEM/P und pGEM/L
(Kato, A. et al., Genes cells 1, 569-579 (1996)) wurden in Opti-MEM-Medium
(GIBCO) bei einem Verhältnis
von jeweils 12 μg,
4 μg, 2 μg und 4 μg/Schale
suspendiert. Dann wurde SuperFect Transfektionsreagenz (1 μg DNA/5 μl, QIAGEN)
zugegeben und bei Raumtemperatur 15 min stehen gelassen und 3 ml
Opti-MEM-Medium,
welches 3% FBS enthielt, wurden zugegeben. Danach wurden die Zellen
zweimal mit MEM-Medium ohne Serum gewaschen und die DNA-SuperFect-Mischung wurde zugegeben.
Nach einer Züchtung
von 3 Stunden wurden die Zellen zweimal mit MEM-Medium ohne Serum
gewaschen und 70 Stunden in MEM-Medium kultiviert, welches 40 μg/ml Cytosin-β-D-Arabinofuranosid
(AraC, Sigma) enthielt. Die Zellen und der Kulturüberstand
wurden als P0-d3-Proben gesammelt. Die Pellets von P0-d3 wurden
in Opti-MEM-Medium (10 Zellen/ml) suspendiert. Sie wurde dreimal
gefroren/aufgetaut und dann mit dem Lipofektionsreagenz DOSPER (Boehringer
Mannheim) (106 Zellen/25 μl DOSPER)
gemischt und bei Raumtemperatur 15 min stehen gelassen. Dann wurden
F-exprimierende LLC-MK2/F7-Zellen mit der Mischung (106 Zellen/Well
in einer 24-Well-Platte) transfiziert und mit MEM-Medium ohne Serum
(welches 40 μg/ml
AraC und 7.5 μg/ml
Trypsin enthielt) kultiviert. Die Kulturüberstände wurde am Tag 3 und Tag
7 gewonnen und wurden als P1-d3- und P1-d7-Proben bezeichnet.
-
<Das
Hüllproteinplasmid
+ das Überschichtungsverfahren
für F-exprimierende
Zellen>
-
Die
Transfektion wurde gleichermaßen,
wie oben beschrieben ausgeführt,
außer
dass 4 μg/Schale Hüllproteinplasmid
pGEM/FHN zugegeben wurden. Nach einer Züchtung von 3 Stunden wurden
die Zellen zweimal mit MEM-Medium ohne Serum gewaschen und 48 Stunden
in MEM-Medium kultiviert, welches 40 μg/ml Cytosin-β-D-Arabinofuranosid
(AraC, Sigma) und 7.5 μg/ml
Trypsin enthielt. Nach Entfernen des Kulturüberstands wurden die Zellen
mit 5 ml Zellsuspensionslösung
einer 100 mm-Schale von F-exprimierenden LLC-MK2/F7-Zellen überschichtet,
welche mit MEM-Medium ohne Serum (welches 40 μg/ml AraC und 7.5 μg/ml Trypsin
enthielt) suspendiert waren. Nach einer Züchtung von 48 Stunden wurden
die Zellen und Überstände gewonnen
und als P0-d4-Proben bezeichnet. Die Pellets der P0-d4-Proben wurden in
Opti-MEM-Medium (2 × 107 Zellen/ml) suspendiert und dreimal gefroren/aufgetaut.
Dann wurden die F-exprimierenden LLC-MK2-Zellen mit der Suspension
(2 × 106 Zellen/Well, 24-Well-Platte) überschichtet
und in MEM-Medium ohne Serum (welches 40 μg/ml AraC und 7.5 μg/ml Trypsin
enthielt) kultiviert. Die Kulturüberstände wurden am
Tag 3 und Tag 7 der Züchtung
gewonnen als P1-d3-bzw.
P1-d7-Proben bezeichnet. Als Kontrolle wurde das Experiment unter
Verwendung des gleichen Verfahrens, wie oben beschrieben, aber ohne Überschichtung und
Zugabe von nur dem Hüllproteinplasmid
ausgeführt.
-
<Die
CIU (Zell-infektiöse
Einheiten)-Messung durch Zählen
von GFP exprimierenden Zellen (GFP-CIU)>
-
LLC-MK2-Zellen
wurden auf eine 12-Well-Platte bei 2 × 105 Zellen/Well
gesät,
und nach 24 Stunden Züchtung
wurden die Wells einmal mit MEM-Medium ohne Serum gewaschen. Dann
wurden die Zellen mit 100 μl/Well
geeignet verdünnten
Proben, oben beschrieben (P0-d3 oder PO-d4, P1-d3 und P1-d7), infiziert,
in welchen die Proben verdünnt
wurden, um 10 bis 100 positive Zellen in 10 cm2 zu
enthalten. Nach 15 min wurde 1 ml/Well serumfreies MEM-Medium zugegeben,
und nach einer zusätzlichen
Züchtung
von 24 Stunden wurden die Zellen unter Fluoreszenzmikroskopie beobachtet,
um die GFP exprimierenden Zellen zu zählen.
-
<Die
Messung von CIU (Zell-infektiöse
Einheiten)>
-
LLC-MK2-Zellen
wurden auf eine 12-Well-Platte bei 2 × 105 Zellen/Schale
gesät und
nach einer Züchtung
von 24 Stunden wurden die Zellen einmal mit MEM-Medium ohne Serum gewaschen. Dann wurden
die Zellen mit 100 μl/Well
der oben beschriebenen Proben infiziert, in welchen der enthaltene
Virusvektor als SeV/ΔF-GFP bezeichnet wird.
Nach 15 min wurde 1 ml/Well MEM-Medium ohne Serum zugegeben und
zusätzliche
24 Stunden kultiviert. Nach der Züchtung wurden die Zellen mit
PBS (-) dreimal gewaschen und wurden durch Stehenlassen bei Raumtemperatur
für ungefähr 10 min
bis 15 min trocken gelegt. Um die Zellen zu fixieren, wurde 1 ml/Well
Aceton zugegeben und sofort entfernt, und dann wurden die Zellen
wieder durch Stehen lassen bei Raumtemperatur für ungefähr 10 min bis 15 min trockengelegt.
300 μl/Well
polyclonaler anti-SeV-Antikörper
(DN-1), präpariert
aus dem Kaninchen, 100-fach mit PBS (-) verdünnt, wurden zu Zellen zugegeben,
und wurden 45 min bei 37°C
inkubiert. Dann wurden sie dreimal mit PBS (-) gewaschen und 300 μl/Well sekundärer Antikörper anti-Kaninchen-IgG
(H + L), Fluoreszenz markiert (AlexaTM568,
Molecular Probes), 200-fach mit PBS (-) verdünnt, wurden zugegeben und 45
min bei 37°C
inkubiert. Nach dreimal Waschen mit PBS (-) wurden die Zellen unter
Fluoreszenzmikroskopie (Emission: 560 nm, Absorption: 645 nm Filter,
Leica) beobachtet, um fluoreszierende Zellen zu finden (40).
-
Als
Kontrollen wurden die oben beschriebenen Proben (SeV/ΔF-GFP) bei
100 μl/Well
infiziert, und nach 15 min wurde 1 ml/Well MEM ohne Serum zugegeben,
und nach einer Züchtung
von 24 Stunden wurden Zellen unter Fluoreszenzmikroskopie (Emission:
360 nm, Absorption: 470 nm Filter, Leica) beobachtet, um GFP exprimierende
Zellen zu finden, ohne das Verfahren nach der Züchtung.
-
[Beispiel 13] Die Auswertung der passendsten
PLWUV (Psoralen und langwelliges UV-Licht)-Behandlungsbedingungen
für das
Vacciniavirus (vTF7-3) für
den Anstieg der Rekonstitutionseffizienz des Sendai-Virusvektors vom
defizienten Typ
-
LLC-MK2
wurden auf 100 mm-Kultuschalen bei 5 × 106 Zellen/Schale
gesät,
und nach einer Züchtung von
24 Stunden wurden die Zellen einmal mit MEM-Medium ohne Serum gewaschen.
Dann wurden die Zellen mit rekombinanten Vacciniavirus (vTF7-3)
(Fuerst, T.R. et al., Proc. Natl. Acad. Sci. USA 83, 8122-8126 (1986)),
welches die T7-RNA-Polymerase exprimiert, bei Raumtemperatur 1 Stunde
(moi = 2) (moi = 2 bis 3, vorzugsweise wird moi = 2 verwendet) infiziert.
Das hierin verwendete Virus wurde mit 0.3 bis 3 μg/ml Psoralen und langwelligem
Ultraviolettlicht (365 nm) 2 bis 20 min vorbehandelt. Die Plasmide
pSeV18+/ΔF-GFP, pGEM/NP,
pGEM/P und pGEM/L (Kato, A. et al., Genes cells 1, 569-579 (1996))
wurden in Opti-MEM-Medium (GIBCO)
bei einem Verhältnis
von jeweils 12 μg,
4 μg, 2 μg und 4 μg/Schale
suspendiert. Dann wurde das SuperFect-Transfektionsreagenz (1 μg DNA/5 μl, QIAGEN)
zugegeben und 15 min bei Raumtemperatur stehen gelassen, und 3 ml
Opti-MEM, Medium, welches 3% FBS enthielt, wurden zugegeben. Danach
wurden die Zellen zweimal mit MEM-Medium ohne Serum gewaschen, und
dann wurde die DNA-SuperFect-Mischung zugegeben. Nach einer Züchtung von
3 Stunden wurden die Zellen zweimal mit MEM-Medium ohne Serum gewaschen
und 48 Stunden in MEM-Medium kultiviert, welches 40 μg/ml Cytosin-β-D-Arabinofuranosid
(AraC, Sigma) enthielt. Ungefähr
1/20 des Sichtfeldes in einer 100 mm-Kulturschale wurde durch ein
Fluoreszenzmikroskop beobachtet und GFP exprimierende Zellen wurden
gezählt.
Um die Inaktivierung des Vacciniavirus (vTF7-3) zu testen, wurde
die Titermessung durch Plaquebildung (Yoshiyuki Nagai et al., vrus
experiment protocols, S 291-296, 1995) ausgeführt.
-
Zusätzlich wurden
unter Fixierung der Zeitsteuerung der Gewinnung nach Transfektion
zu Tag 3 Psoralen und die UV-Bestrahlungszeit untersucht. Unter
Verwendung des Vacciniavirus (vTF7-3), welches mit jeder PLWUV-Behandlung
behandelt wurde, wurde die Rekonstitutionseffizienz des Sendai-Virus
untersucht. Die Rekonstitution wurde durch Modifizierung des Verfahrens
von Kato et al., und zwar durch das unten beschriebene Verfahren
ausgeführt.
LLC-MK2-Zellen wurden auf eine 6-Well-Mikroplatte bei 5 × 105 Zellen/Well gesät, und nach einer Züchtung über Nacht
(Von den Zellen nimmt man an, dass sie zu 1 × 106 Zellen/Well wachsen) wurden
die mit PBS gewaschenen Zellen mit verdünntem Vacciniavirus (vTF7-3)
bei 2 × 106 pfu/100 μl,
vor der PLWUV-Behandlung durch Titer kalibriert, infiziert. Nach
einer Infektion von 1 Stunde wurden 50 μl Opti-MEM-Medium (GIBCO) mit
jeweils 1, 0.5, 1 und 4 μg
des Plasmids pGEM/NP, pGEM/P, pGEM/L und SeV-cDNA vom zusätzlichen
Typ (pSeV18+b (+)) (Hasan, M. K. et al.,
J. General Virology 78:2813-2820,
1997) zugegeben. 10 μl
SuperFect (QIAGEN) wurden zusätzlich
zugegeben und bei Raumtemperatur 15 min stehen gelassen. Dann wurde
1 ml Opti-MEM (welches 40 μg/ml
AraC enthielt) zugegeben und auf die Zellen überschichtet. Die Zellen wurden
3 Tage nach Transfektion gewonnen, dann zentrifugiert und in 100 μl/Well PBS suspendiert.
Die Suspension wurde 10-, 100- und 1000-fach verdünnt und
100 μl der
resultierenden Zelllösung wurden
in Hühner-Bruteier
10 Tage nach Befruchtung unter Verwendung von 3 Eiern für jede Verdünnung (jeweils
1 × 105, 1 × 104 und 1 × 103 Zellen) geimpft. Nach 3 Tagen wurde die
Allantoisflüssigkeit
aus den Eiern gewonnen und die Virus-Rekonstitution wurde durch
den HA-Test untersucht. Eier, welche HA-Aktivität zeigten, welche mit 1 × 105 Zellen, 1 × 104 Zellen
und 1 × 103 Zellen geimpft wurden, erreichten jeweils
1, 10 und 100 Punkt(e), um die Rekonstitutionseffizienz zu berechnen.
-
<Ergebnisse>
-
Die
Ergebnisse der Beispiele 12 und 13 werden in den
40 bis
43 und
Tabelle 2 gezeigt. Die Kombination von Hüllprotein-exprimierendem Plasmid
und Zellüberschichtung
erhöhte
die Rekonstitutionseffizienz von SeV/ΔF-GFP. Eine bemerkenswerte Verbesserung
wurde an d3 bis d4 (Tag 3 bis Tag 4) von PO (vor der Subkultur)
erhalten (
41). In Tabelle 2 wurden die
Eier mit Zellen 3 Tage nach der Transfektion geimpft. Die höchste Rekonstitutionseffizienz
wurde an Tag 3 erhalten, wenn mit 0.3 μg/ml Psoralen 20 min behandelt.
So wurden diese Bedingungen als optimale Bedingungen genommen (Tabelle
2). Tabelle
2: Effekt der PLWUV-Behandlung des Vacciniavirus auf die Rekonstitution
des Sendai-Virus
-
[Beispiel 14] Die Herstellung des LacZ
umfassenden, F-defizienten GFP nicht umfassenden Sendai-Virusvektors
-
<Die
Konstruktion der LacZ-Gen umfassenden SeV-Vektor-cDNA vom F-defizienten
Typ>
-
Um
cDNA zu konstruieren, welche das LacZ-Gen an der NotI-Restriktionsstelle
umfasst, welche an der Stromaufwärts-Region
des NP-Gens von pSeV18+/ΔF vorhanden ist, in Beispiel
1 (pSeV (+18:LacZ)/ΔF) beschrieben,
wurde PCR durchgeführt,
um das LacZ-Gen zu amplifizifieren. Die PCR wurde durch Anpassen des
LacZ-Gens zu Vielfachen von 6 (Hausmann, S et al., RNA 2, 1033-1045
(1996)) und unter Verwendung des Primers (5'-GCGCGGCCGCCGTACGGTGGCAACCATGTCGTTTACTTTGACCAA-3'/SEQ ID NO: 17), welcher
die NotI-Restriktionsstelle für
das 5'-Ende umfasst,
und des Primers (5'-GCGCGGCCGCGATGAACTTTCACCCTAAGTTTTTCTTACTACGGCGTACGCTATTACTTCTGACACCAGACCACTGGTA-3'/SEQ ID NO: 18),
welcher das Transkriptionsterminationssignal von SeV (E), das Intron
(I), das Transkriptionsstartsignal (S) und die NotI-Restriktionsstelle
für das
3'-Ende umfasst,
unter Verwendung von pCMV-β (Clontech) als
Matrize ausgeführt.
Die Reaktionsbedingungen waren, wie folgt. 50 ng pCMV-β, 200 μM dNTP (PharmaciaBiotech),
100 pM Primer, 4 U Vent Polymerase (New England Biolab) wurden mit
dem begleitenden Puffer gemischt, und 25 Reaktionstemperaturzyklen
von 94°C
30 s, 50°C
1 min, 72°C
2 min wurden verwendet. Die resultierenden Produkte wurden mit Agarosegelelektrophorese
elektrophoresiert. Dann wurde das 3.2 kb-Fragment ausgeschnitten
und mit NotI nach der Reinigung verdaut. pSeV(+18:LacZ)/ΔF wurde durch
Ligieren mit dem NotI verdauten Fragment von pSeVi 8+/ΔF erhalten.
-
<Das
konventionelle Verfahren>
-
LLC-MK2-Zellen
wurden auf eine 100 mm-Kulturschale bei 5 × 106 Zellen/Schale gesät, und nach
einer Züchtung
von 24 Stunden wurden die Zellen einmal mit MEM-Medium ohne Serum
gewaschen. Dann wurden die Zellen mit rekombinanten Vacciniavirus
(vTF7-3) (Fuerst, T.R. et al., Proc. Natl. Acad. Sci. USA 83, 8122-8126
(1986)), welches die T7-RNA-Polymerase exprimiert, bei Raumtemperatur
1 Stunde (moi = 2) (moi = 2 bis 3, vorzugsweise wird moi = 2 verwendet)
infiziert. Das hierin verwendete Virus wurde 5 min mit 3 μg/ml Psoralen
und langwelligen Ultraviolettlicht (365 nm) vorbehandelt. Die Sendai-Virusvektor-cDNA vom F-defizienten
Typ, welche LacZ umfasst, (pSeV(+18:LacZ)ΔF), pGEM/NP, pGEM/P und pGEM/L
(Kato, A. et al., Genes Cells 1, 569-579 (1996)) wurden in Opti-MEM-Medium
(GIBCO) bei einem Verhältnis
von jeweils 12 μg,
4 μg, 2 μg und 4 μg/Schale
suspendiert, 4 μg/Schale
Hüllproteinplasmid
pGEM/FHN und SuperFect Transfektionsreagenz (1 μg DNA/5 μl, QIAGEN) wurden zugegeben
und bei Raumtemperatur 15 min stehen gelassen. Dann wurden 3 ml
Opti-MEM-Medium, welches 3% FBS enthielt, zugegeben und die Zellen
wurden zweimal mit MEM ohne Serum gewaschen, und dann wurde die
DNA-SuperFect-Mischung zugegeben. Nach einer Züchtung von 3 Stunden wurden
die Zellen zweimal mit MEM-Medium ohne Serum gewaschen und 24 Stunden
in MEM-Medium kultiviert, welches 40 μg/ml Cytosin-β-D-Arabinofuranosid
(AraC, Sigma) und 7.5 μg/ml Trypsin
enthielt. Die Kulturüberstände wurden
entfernt und 5 ml Suspension einer 100 mm-Kulturschale von F-exprimierenden
LLC-MK2/F7-Zellen in MEM-Medium ohne Serum (welches 40 μg/ml AraC
und 7.5 μg/ml Trypsin
enthielt) wurden auf die Zellen überschichtet.
Nach einer zusätzlichen
Züchtung
von 48 Stunden wurden die Zellen und Überstände gewonnen und als P0-d3-Proben
bezeichnet. Die P0-d3-Pellets wurden in Opti-MEM-Medium (2 × 107 Zellen/ml)
suspendiert und nach 3-mal Gefrier-Tauen wurden sie mit dem Lipofektionsreagenz
DOSPER (Boehringer Mannheim) (106 Zellen/25 μl DOSPER)
gemischt und bei Raumtemperatur 15 min stehen gelassen. Dann wurden
die F-exprimierenden LLC-MK2/F7-Zellen mit der Mischung (106 Zellen/Well, 24-Well-Platte) transfiziert und mit MEM-Medium
ohne Serum (welches 40 μg/ml
AraC und 7.5 μg/ml Trypsin
enthielt) kultiviert. Die Kulturüberstände wurden
an Tag 7 gewonnen und als P1-d7-Proben bezeichnet. Zusätzlich wurden
die gesamten Volumina der Überstände zu F-exprimierenden
LLC-MK2/F7-Zellen, welche auf 12-Well-Platten
gesät worden
waren, bei 37°C
1 Stunde infiziert. Nach einmal Waschen mit MEM-Medium wurden die
Zellen dann in MEM-Medium ohne Serum (welches 40 μg/ml AraC
und 7.5 μg/ml
Trypsin enthielt) kultiviert. Die Kulturüberstände wurden am Tag 7 gewonnen
und wurden als P2-d7-Proben bezeichnet. Zusätzlich wurden die gesamten
Volumina der Überstände zu F-exprimierenden
LLC-MK2/F7-Zellen, welche auf 6-Well-Platten gesät worden waren, bei 37°C 1 Stunde
infiziert. Nach einmal Waschen mit MEM-Medium wurden dann die Zellen
in MEM-Medium ohne Serum (welches 7.5 μg/ml Trypsin enthielt) kultiviert.
Die Kulturüberstände wurden
am Tag 7 gewonnen und wurden als P3-d7-Proben bezeichnet. Zusätzlich wurden
die gesamten Volumina der Überstände zu F-exprimierende
LLC-MK2/F7 Zellen, welche auf 10 cm-Platten gesät worden waren, bei 37°C 1 Stunde
infiziert. Nach einmal Waschen mit MEM-Medium wurden dann die Zellen in
MEM-Medium ohne Serum (welches 40 μg/ml AraC und 7.5 μg/ml Trypsin
enthielt) kultiviert. Die Kulturüberstände wurden
am Tag 7 gewonnen und wurden als P4-d7-Proben bezeichnet.
-
<Die
Messung von CIU durch Zählen
der LacZ exprimierenden Zellen (LacZ-CIU)>
-
LLC-MK2-Zellen
wurden auf eine 6-Well-Platte bei 2.5 × 106 Zellen/Well
gesät,
und nach einer Züchtung
von 24 Stunden wurden die Zellen einmal mit MEM-Medium ohne Serum gewaschen und mit
der 1/10-fach seriellen Verdünnungsreihe
von P3-d7, welche unter Verwendung des MEM-Mediums hergestellt worden
war, bei 37°C
1 Stunde infiziert. Dann wurden die Zellen einmal mit MEM-Medium
gewaschen, und 1.5 ml MEM-Medium, welches 10% Serum enthielt, wurden
zugegeben. Nach einer dreitägigen
Züchtung
bei 37°C wurden
die Zellen mit β-Gal
färbendem
Kit (Invitrogen) gefärbt.
Das Ergebnis des dreimal wiederholten Experiments wird in 44 gezeigt. Als Ergebnis des Zählens der Zahl der LacZ färbenden
positiven Zellen wurde 1 × 106 CIU/ml Virus in den P3-d7-Proben in irgendeinem
Fall erhalten.
-
[Beispiel 15] Die Regulation der Genexpressionsniveaus
unter Verwendung des Polaritätseffekts
beim Sendai-Virus
-
<Die
Konstruktion der genomischen SeV-cDNA>
-
Zusätzliche
NotI-Stellen wurden in die genomische cDNA von ganzer Länge des
Sendai-Virus (SeV), und zwar in pSeV(+) (Kato, A. et al., Genes
to Cells 1: 569-579,
1996) zwischen dem Startsignal und dem ATG-Translationsstartsignal
der jeweiligen Gene eingeführt.
Spezifisch wurden die Fragmente von pSeV(+), welche mit SphI/SalI
(2645 bp), ClaI (3246 bp) und ClaI/EcoRI (5146 bp) verdaut worden
waren, mit Agarosegelelektrophorese getrennt und entsprechende Banden
wurden ausgeschnitten und dann gewonnen und mit QIAEXII Gel Extraction
System (QIAGEN) gereinigt, wie in 45(A) gezeigt.
Das Sphl/Sal/ verdaute Fragment, das Clal verdaute Fragment und
das ClaI/EcoRI verdaute Fragment wurden jeweils mit LITMUS38 (NEW ENGLAND
BIOLABS), pBluescriptII KS+ (STRATAGENE) und pBluescriptII KS+ (STRATAGENE)
für die
Subclonierung ligiert. Der Quickchange Site-Directed Mutagenesis-Kit
(STRATAGENE) wurde für
die stufenweise Einführung
von NotI-Stellen verwendet. Die synthetisierten und für jede Einführung verwendeten
Primer waren der Sense-Strang: 5'-ccaccgaccacacccagcggccgcgacagccacggcttcgg-3' (SEQ ID NO: 19),
der Antisense-Strang: 5'-ccgaagccgtggctgtcgcggccgctgggtgtggtcggtgg-3' (SEQ ID NO: 20)
für NP-P,
der Sense-Strang: 5'-gaaatttcacctaagcggccgcaatggcagatatctatag-3' (SEQ ID NO: 21),
der Antisense-Strang: 5'-ctatagatatctgccattgcggccgcttaggtgaaatttc-3' (SEQ ID NO: 22)
für P-M,
der Sense-Strang: 5'-gggataaagtcccttgcggccgcttggttgcaaaactctcccc-3' (SEQ ID NO: 23),
der Antisense-Strang: 5'-gggagagttttgcaaccaagcggccgcaagggactttatccc-3' (SEQ ID NO: 24)
für M-F,
der Sense-Strang: 5'-ggtcgcgcggtactttagcggccgcctcaaacaagcacagatcatgg-3' (SEQ ID NO: 25),
der Antisense-Strang: 5'-ccatgatctgtgcttgtttgaggcggccgctaaagtaccgcgcgacc-3' (SEQ ID NO: 26) für F-HN,
der Sense-Strang: 5'-cctgcccatccatgacctagcggccgcttcccattcaccctggg-3' (SEQ ID NO: 27)
der Antisense-Strang 5'-cccagggtgaatgggaagcggccgctaggtcatggatgggcagg-3' (SEQ ID NO: 28)
für HN-L.
-
Als
Matrizen wurden das SalI/SphI-Fragment für NP-P, die Clal-Fragmente
für P-M
und M-F und die Clal-/EcoRI-Fragmente für F-HN und HN-L, welche wie
oben beschrieben subcloniert wurden, verwendet, und die Einführung wurde
nach dem Protokoll ausgeführt,
welches dem Quickchange Site-Directed Mutagenesis-Kit beiliegt.
Die Resultierenden wurden wieder mit dem gleichen Enzym, welches
für die
Subclonierung verwendet worden war, gewonnen und gereinigt. Dann
wurden sie mit der genomischen cDNA des Sendai-Virus zusammengefügt. Als
Ergebnis wurden 5 Arten von genomischer cDNA des Sendai-Virus (pSeV(+)NPP, pSeV(+)PM,
pSeV(+)MF, pSeV(+)FHN und pSeV(+)HNL), bei welchen die NotI-Stellen
zwischen jedem Gen eingeführt
werden, konstruiert, wie in 45(B) gezeigt.
-
Als
Reportergen, um das Genexpressionsniveau zu testen, wurde alkalische
Phosphatase (SEAP) des menschlichen sezernierten Typs durch PCR
subcloniert. Als Primer wurden der 5'-Primer: 5'-gcggcgcgccatgctgctgctgctgctgctgctgggcctg-3' (SEQ ID NO: 29)
und der 3'-Primer:
5'-gcggcgcgcccttatcatgtctgctcgaagcggccggccg-3' (SEQ ID NO: 30)
welche mit den Ascl-Restriktionsstellen hinzugefügt waren, synthetisiert und
die PCR wurde durchgeführt.
pSEAP-Basic (CLONTECH) wurde als Matrize verwendet und Pfu-Turbo-DNA-Polymerase
(STRATAGENE) wurde als Enzym verwendet. Nach der PCR wurden die
resultierenden Produkte mit Ascl verdaut, dann gewonnen und durch
Elektrophorese gereinigt. Als Plasmid für die Subclonierung wurde pBluescriptII
KS+ konstruiert, welches in seiner NotI-Stelle mit der synthetisierten
Doppelstrang-DNA [Sense-Strang: 5'-gcggccgcgtttaaacggcgcgccatttaaatCcgtagtaagaaaaacttagggtgaaagttcatcgcggccgc-3' (SEQ ID NO: 31),
Antisense-Strang: 5'-gcggccgcgatgaactttcaccctaagtttttcttactacggatttaaatggcgcgccgtttaaacgcggccgc-3' (SEQ ID NO: 32)]
eingebaut wurde, welche die Multicloning-Stelle (PmeI-AscI-SwaI)
und das Terminationssignal-Intron-Startsignal umfasste (46). Das gewonnene und gereinigte RCR-Produkt wurde
zur Ascl-Stelle des Plasmids ligiert und cloniert. Das Resultierende
wurde mit NotI verdaut und das SEAP-Genfragment wurde gewonnen und
durch Elektrophorese gereinigt, um jeweils in 5 Typen der genomischen
cDNA des Sendai-Virus und die NotI-Stelle von pSeV18+ zu ligieren.
Die resultierenden Virusvektoren wurden jeweils als pSeV(+)NPP/SEAP,
pSeV(+)PM/SEAP, pSeV(+)MF/SEAP, pSeV(+)FHN/SEAP, pSeV(+)HNL/SEAP
und pSeV18(+)/SEAP bezeichnet.
-
<Die
Rekonstitution des Virus>
-
LLC-MK2-Zellen
wurden auf 100 mm-Kulturschalen bei 2 × 106 Zellen/Schale
gesät,
und nach einer Züchtung
von 24 Stunden wurden die Zellen mit rekombinanten Vacciniavirus
(PLWUV-VacT7) (Fuerst, T. R. et al., Proc. NatI. Acad. Sci. USA
83: 8122-8126, 1986, Kato, A. et al., Genes Cells 1: 569-579, 1996),
welches die T7-Polymerase exprimiert, 1 Stunde (moi = 2) bei Raumtemperatur
infiziert, in welcher das Virus mit Psoralen und UV vorbehandelt
wurde. Jede Sendai-Virus-cDNA,
welche mit SEAP, pGEM/NP, pGEM/P und pGEM/L eingebaut war, wurde
in Opti-MEM-Medium (GIBCO) bei einem Verhältnis von jeweils 12 μg, 4 μg, 2 μg und 4 μg/Schale
suspendiert, 110 μl
SuperFect-Transfektionsreagenz (QIAGEN) wurden zugegeben und bei
Raumtemperatur 15 min stehen gelassen und 3 ml Opti-MEM-Medium, welches
3% FBS enthielt, wurden zugegeben. Dann wurden die Zellen gewaschen
und die DNA-SuperFect-Mischung wurde zugegeben. Nach einer Züchtung von
3 bis 5 Stunden wurden die Zellen zweimal mit MEM-Medium ohne Serum
gewaschen und 72 Stunden in MEM-Medium, welches Cytosin-β-D-Arabinofuranosid
(AraC) enthielt, kultiviert. Die Zellen wurden gewonnen und die
Pellets wurden mit 1 ml PBS suspendiert, dreimal gefrier-getaut.
Die 100 μl
des Resultierenden wurden in Hühnereier
geimpft, welche 10 Tage vorinkubiert wurden, und zusätzlich 3
Tage bei 35°C inkubiert,
dann wurde die Allantoisflüssigkeit
gewonnen. Die gewonnenen Allantoisflüssigkeiten wurden zu 10-5 bis 10-7 verdünnt und
zu Hühnereiern
neu geimpft, um es frei von Vacciniaviurs zu machen, dann gleichermaßen gewonnen
und in Aliquots bei -80°C
gelagert. Die Virusvektoren wurden als SeVNPP/SEAP, SeVPM/SEAP,
SeVMF/SEAP, SeVHN/SEAP, SeVHNL/SEAP und SeV18/SEAP bezeichnet.
-
<Die
Titermessung durch den Plaque-Assay>
-
CV-1-Zellen
wurden auf 6-Well-Platten bei 5 × 10
5 Zellen/Well
gesät und
24 Stunden kultiviert. Nach Waschen mit PBS wurden die Zellen 1
Stunde mit rekombinanten SeV, durch BSA/PBS (1% BSA in PBS) als 10
-3, 10
-4, 10
-5, 10
-6 und 10
-7 verdünnt,
inkubiert, wieder mit PBS gewaschen, dann mit 3 ml/Well von BSA/MEM/Agarose
(0.2% BSA + 2 × MEM,
gemischt mit equivalentem Volumen von 2%iger Agarose) überschichtet
und bei 37°C,
0.5% CO
2 6 Tage kultiviert. Nach der Züchtung wurden
3 ml Ethanol/Essigsäure
(Ethanol:Essigsäure
= 1:5) zugegeben und 3 Stunden stehen gelassen, dann mit Agarose
entfernt. Nach dreimal Waschen mit PBS wurden die Zellen mit dem
anti-Sendai-Virus-Antikörper
des Kaninchens, welcher 100-fach verdünnt worden war, bei Raumtemperatur
1 Stunde inkubiert. Nach dreimal Waschen mit PBS wurden die Zellen
dann mit Alexa Flour
TM markiertem anti-Kaninchen-Ig(G
+ H) der Ziege (Molecular Probe), 200-fach verdünnt, bei Raumtemperatur 1 Stunde
inkubiert. Nach dreimal Waschen mit PBS wurden Fluoreszenzbilder durch
den Lumino-Image-Analyzer LAS1000 (Fuji Film) erhalten und die Plaques
wurden gemessen. Die Ergebnisse werden in
47 gezeigt.
Zusätzlich
werden die Ergebnisse von erhaltenen Titern in Tabelle 3 gezeigt. Tabelle 3: Ergebnisse der Titer von jedem
rekombinanten Sendai-Virus, gemessen aus den Ergebnissen des Plaque-Assays
| Rekombinantes
Virus | Titer
(pfu/ml) |
| SeV18/SEAP | 3.9 × 109 |
| SeVNPP/SEAP | 4.7 × 109 |
| SeVPM/SEAP | 3.8 × 109 |
| SeVMF/SEAP | 1.5 × 1010 |
| SeVFHN/SEAP | 7.0 × 109 |
| SeVHNL/SEAP | 7.1 × 109 |
-
<Der
Vergleich der Reportergen-Expression>
-
LLC-MK2-Zellen
wurden auf eine 6-Well-Platte bei 1 bis 5 × 105 Zellen/Well
gesät und
nach einer Züchtung
von 24 Stunden wurde jeder Virusvektor bei moi = 2 infiziert. Nach
24 Stunden wurden 100 μl
der Kulturüberstände gewonnen,
und der SEAP-Assay wurde ausgeführt.
Der Assay wurde mit dem Reporter Assay Kit – SEAP – (Toyobo) bewerkstelligt und
durch den Lumino-Image-Analyzer LAS1000 (Fuji Film) gemessen. Die
gemessenen Werte wurden als relative Werte durch den bezeichnenden
Wert von SeV18+/SEAP als 100 angezeigt. Als Ergebnis wurde die SEAP-Aktivität nachgewiesen,
ungeachtet der Position wo das SEAP-Gen eingefügt wurde, angezeigt in 48. Es wurde gefunden, dass die SEAP-Aktivität gegen
stromabwärts
des Genoms abnahm, und zwar nahm das Expressionsiveau ab.
-
Wenn
das SEAP-Gen zwischen das NP- und P-Genen eingefügt wird, wurde zusätzlich ein
dazwischenliegendes Expressionsniveau nachgewiesen, im Vergleich
dazu, wenn das SEAP-Gen stromaufwärts des NP-Gens eingefügt wird
und wenn das SEAP-Gen das SEAP-Gen zwischen dem P- und dem M-Genen eingefügt wird.
-
[Beispiel 16] Der Anstieg der Effizienz
bei der Vermehrung des defizienten SeV durch das Überschichtungsverfahren
des doppelt defizienten ΔF-HN
-
Da
das nun verwendete Rekonstitutionsverfahren des SeV-Virus ein rekombinantes
Vacciniavirus verwendet, welches T7-RNA-Polymerase (vTF7-3) exprimiert,
wird eine Portion der infizierten Zellen durch die Zytotoxizität des Vacciniavirus
abgetötet.
Zusätzlich
ist die Virusverbreitung nur in einem Teil der Zellen möglich, und
es ist vorzuziehen, wenn die Virusvermehrung effizient und persistent
in mehreren Zellen durchgeführt werden
könnte.
Jedoch findet in dem Fall von Paramyxovirus Zellfusion statt, wenn
das F- und das HN-Protein derselben Virusart auf der Zelloberfläche zu derselben
Zeit vorhanden ist, was Synctium-Bildung
verursacht (Lamb und Kolakofsky, 1996, Fields virology, S 1189).
Daher waren FHN co-exprimierende Zellen schwierig, zu subkultivieren.
Daher dachten die Erfinder, dass die Effizienz den defizienten Virus
zu erhalten durch Überschichtung
von Helferzellen, welche das deletierte Protein (F und HN) exprimierten,
zu den rekonstituierten Zellen zunehmen kann. Durch Untersuchung
der überschichtenden
Zellen mit verschiedenen Zeiten der FHN-Expression wurde die Effizienz
der Viruserhaltung des FHN-co-defizienten Virus besonders erhöht.
-
LLC-MK2-Zellen
(1 × 10
7 Zellen/Schale), welche zu 100% Konfluenz
in 10 cm-Kulturschalen
gezüchtet worden
waren, wurden mit PLWU behandeltem Vacciniavirus bei moi = 2 1 Stunde
bei Raumtemperatur infiziert. Danach wurden durch Mischen von 12 μg/10 cm Schale,
4 μg/10
cm Schale, 2 μg/10
cm Schale, 4 μg/10 cm
Schale und 4 μg/10
cm Schale von FHN-defizienter cDNA, welche jeweils d2EGFP (pSeV18
+/ΔFHN-d2GFP
(Beispiel 8)), pGEM/NP, pGEM/P, pGEM/L und pGEM/FHN umfasste (3
ml/10 cm Schale als Endvolumen), und unter Verwendung des Geneinführungsreagenz
SuperFect (QIAGEN) wurden LLC-MK2-Zellen mit den Genen unter Verwendung
eines ähnlichen
Verfahrens zu dem, wie oben für
die Rekonstitution des F-defizienten Virus beschrieben, eingeführt. Nach
3 Stunden wurden die Zellen dreimal mit Medium ohne Serum gewaschen,
dann wurden die abgelösten
Zellen durch Zentrifugation bei langsamer Geschwindigkeit (1000
Upm/2 min) gewonnen und in serumfreien MEM-Medium, welches 40 μg/ml AraC
(Sigma) und 7.5 μg/ml
Trypsin (GIBCO) enthielt, suspendiert und zu Zellen gegeben und über Nacht
kultiviert. FHN-co-exprimierende Zellen wurde separat präpariert,
welche 100% konfluent auf 10 cm-Kulturschalen waren, wurden mit
Adenovirus AxCANCre bei MOI = 10 induziert, und die Zellen wurden
einmal mit 5 ml PBS(-) bei 4 Stunden, 6 Stunden, 8 Stunden, Tag
2 und Tag 3 gewaschen und durch die Zelldissoziationslösung (Sigma)
abgelöst.
Die Zellen wurden durch Zentrifugation bei langsamer Geschwindigkeit
(1000 Upm/2 min) gesammelt und in serumfreien MEM-Medium, welches 40 μg/ml AraC
(Sigma) und 7.5 μg/ml
Trypsin (GIBCO) enthielt, suspendiert. Dieses wurde dann zu Zellen
gegeben, bei welchen das FHN-co-defiziente
Virus rekonstituiert (P0) und über
Nach kultiviert wurde. Zwei Tage nach Überschichtung der Zellen wurden
die Zellen unter Verwendung von Fluoreszenzmikroskopie beobachtet,
um die Ausbreitung des Virus durch GFP-Expression innerhalb der Zellen zu bestimmen.
Die Ergebnisse werden in
49 gezeigt.
Wenn mit dem konventionellen Fall (linkes Feld) ohne Überschichtung
mit Zellen verglichen wird, wurden bemerkenswert mehr GFP exprimierende
Zellen beobachtet, als wenn die Zellen mit Zellen überschichtet
wurden (rechts). Diese Zellen wurden gewonnen, mit 10
7 Zellen/ml
Opti-MEM-Medium (GIBCO) suspendiert, und 3-mal gefrier-getaut, um
ein Zelllysat zu präparieren.
Dann wurden FHN co-exprimierende
Zellen 2 Tage nach Induktion mit dem Lysat bei 10
6 Zellen/100 μl/Well infiziert
und 2 Tage in serumfreien MEM-Medium, welches 40 μg/ml AraC
(Sigma) und 7.5 μg/ml
Trypsin (GIBCO) enthielt, bei 37°C
in einem 5% CO2-Inkubator kultiviert, und der Virustiter des Kulturüberstands
der P1-Zellen wurde durch CIU-GFP
(Tabelle 4) gemessen. Als Ergebnis wurde kein Virusamplifikationseffekt
4 Stunden nach FHN-Induktion nachgewiesen, und bemerkenswerte Amplifikationseffekte
wurden 6 Stunden oder mehrere Stunden nach der Induktion auf Grund
der Zellüberschichtung
nachgewiesen. Insbesondere waren die Viren, welche in den P1-Zellkulturüberstand
freigesetzt worden waren, 10-mal mehr nach 6 Stunden, wenn die Zellüberschichtung
ausgeführt
wurde, verglichen dazu, wenn die Zellüberschichtung nicht ausgeführt wurde. Tabelle 4: Amplifikation des defizienten
SeV durch das Überschichtungsverfahren
der doppelt-defizienten ΔF-HN-Zelle
| GFP-CIU | | × 103/ml |
| | | | | PHN-Zelle+ ad/cre |
| FHN-Zelle- | 4h | 6h | 8h | 2d | 3d |
| 8-10 | 6-9 | 80-100 | 70-100 | 60-100 | 20-50 |
-
[Beispiel 17] Die Der Nachweis für den Besitz
des F-defizienten Genoms vom Pseudotyp-Sendai-Virus
-
Die
Western-Analyse der Proteine von Extrakten von infizierten Zellen
wurde ausgeführt,
um zu bestätigen,
dass das Virus, welches durch die oben beschriebene VSV-G-Genexpression
verbreitet wurde, ein F-defizienter Typ ist. Als Ergebnis wurden
Proteine, welche aus dem Sendai-Virus stammten, nachgewiesen, während das
F-Protein nicht nachgewiesen wurde, was bestätigt, dass das Virus ein F-defizienter Typ ist
(50).
-
[Beispiel 18] Der Effekt des anti-VSV-Antikörpers auf
die Infektiosität
des Pseudotyp-Sendai-Virus,
welches das F- und HN-Gen-defiziente Genom umfasst
-
Um
herauszufinden, ob das Pseudotyp-Sendai-Virus, welches das F- und
HN-Gen-defiziente
Genom umfasst, welches durch Verwendung der VSV-G exprimierenden
Linie erhalten wurde, das VSV-G-Protein in seinem Kapsid umfasst,
ob oder nicht die neutralisierende Aktivität der Infektiosität beeinflusst
wird, wurde unter Verwendung des anti-VSV-Antikörpers untersucht. Die Viruslösung und
der Antikörper
wurden gemischt und 30 min bei Raumtemperatur stehen gelassen. Dann
wurden LLCG-L1-Zellen, bei welchen die VSV-G-Expression nicht induziert
wurde, mit der Mischung infiziert und die Gen einführende Fähigkeit
am Tag 4 wurde durch die Existenz von GFP exprimierenden Zellen
untersucht. Als Ergebnis wurde die perfekte Hemmung der Infektiosität durch
den anti-VSV-Antikörper
in dem Pseudotyp-Sendai-Virus gesehen, welches das F- und HN-Gen-defiziente
Genom umfasste (VSV-G in der Figur), während keine Hemmung beim Sendai-Virus,
welches das geeignete Kapsid umfasst (F, HN in der Figur), nachgewiesen
wurde (51). So wurde belegt, dass das
in dem vorliegenden Beispiel erhaltene Virus ein Pseudotyp-Sendai-Virus
ist, welches das VSV-G-Protein als sein Kapsid umfasst, und dass
seine Infektiosität
spezifisch durch den Antikörper
gehemmt werden kann.
-
[Beispiel 19] Die Reinigung der Pseudotyp-Sendai-Viren,
welche die F-Gen-defizienten
und die F- und HN-Gen-defizienten Genome umfasst, durch Dichtegradientenultrazentrifugation.
-
Unter
Verwendung des Kulturüberstands
der mit Virus infizierten Zellen wurde eine Saccharose-Dichtegradientenzentrifugation
ausgeführt,
um das Pseudotyp- Sendai-Virus,
welches die defizienten Genome des F-Gen und der F- und HN-Gene
umfasst, zu fraktionieren und zu reinigen. Die Viruslösung wurde
auf eine Saccharose-Lösung
mit einem 20 bis 60%igem Gradienten gegeben, dann 15 bis 16 Stunden
bei 29000 Upm unter Verwendung eines SW41-Rotors (Beckman) ultrazentrifugiert.
Nach der Ultrazentrifugation wurde ein Loch an dem Boden des Röhrchens
gemacht, dann wurden 300 μl
Fraktionen unter Verwendung eines Fraktionensammlers gesammelt.
Für jede
Fraktion wurde die Western-Analyse ausgeführt, um zu testen, dass das
Virus ein Pseudotyp-Sendai-Virus ist, welches ein Genom, defizient
in F-Gen oder F- und HN-Genen, und das VSV-G-Protein als Kapsid
umfasst. Die Western-Analyse wurde durch das Verfahren, wie oben
beschrieben, bewerkstelligt. Als Ergebnis wurden im F-defizienten
Pseudotyp-Sendai-Virus
Proteine, welche von dem Sendai-Virus stammten, HN-Protein und VSV-G-Protein
in derselben Fraktion nachgewiesen, während das F-Protein nicht nachgewiesen
wurde, was bestätigt,
dass es ein F-defizientes Pseudotyp-Sendai-Virus ist. Andererseits wurden in dem
F- und HN-defizientem Pseudotyp-Sendai-Virus Proteine, welche vom Sendai-Virus stammten,
und das VSV-G-Protein in derselben Fraktion nachgewiesen, während das
F- und das HN-Protein nicht nachgewiesen wurden, was bestätigt, dass
es ein F- und HN-defizientes Pseudotyp-Sendai-Virus ist (52).
-
[Beispiel 20] Das Überwinden der Hämagglutination
durch das Pseudotyp-Sendai-Virus,
welches das F-Gen-defiziente und das F- und HN-Gen-defiziente Genom
umfasst
-
LLC-MK2-Zellen
wurde mit entweder Pseudotyp-Sendai-Virus, welches das F-Gen-defiziente oder das
F- und HN-Gen-defiziente Genom umfasst, oder mit dem Sendai-Virus
mit dem normalen Kapsid infiziert, und an Tag 3 wurde eine 1%ige
rote Blutzell-Suspension des Vogels zugegeben und bei Raumtemperatur
30 min bei 4°C
stehen gelassen. Danach wurde die Zelloberfläche von infizierten Zellen,
welche GFP exprimierten, beobachtet. Als Ergebnis wurde für das Virus
mit F-Gen-defizientem
Genom und F-defizientem Pseudotyp-Sendai-Virus (SeV/ΔF und Pseudotyp-SeV/ΔF(VSV-G)
durch VSV-G) die Agglutinationsreaktion auf der Oberfläche von
infizierten Zellen, sowie für
das Sendai-Virus mit dem ursprünglichen
Kapsid beobachtet. Andererseits wurde keine Agglutinationsreaktion
auf der Oberfläche
von infizierten Zellen für
das Pseudotyp-Sendai-Virus, welches das F-und HN-Gen-defiziente Genom (SeV/ΔF-HN(VSV-G))
umfasst, beobachtet (53).
-
[Beispiel 21] Die Infektionsspezifität des VSV-G-Pseudotyp-Sendai-Virus,
welches das F-Gen-defiziente Genom umfasst, zu kultivierten Zellen
-
Die
Infektionseffiezienz des VSV-G-Psuedotyp-Sendai-Virus, welches das
F-Gen-defiziente
Genom umfasst, zu kultivierten Zellen wurde durch das Ausmaß der GFP-Expression
in überlebenden
Zellen 3 Tage nach Infektion unter Verwendung der Durchflusszytometrie
gemessen. LLC-MK2-Zellen, welche fast die gleiche Infektionseffizienz
im Pseudotyp-Sendai-Virus, welcher das F-Gen-defiziente Genom umfasst,
und im Sendai-Virus mit dem ursprüngliche Kapsid zeigten, wurden
als Kontrollen für
den Vergleich verwendet. Als Ergebnis wurde kein Unterschied in
der Infektionseffizienz bei menschlichen Eierstockkrebs-HRA-Zellen
gefunden, während
in Jurkat-Zellen der T-Zell-Abstammung eine etwa 2-fache Zunahme
in der Infektionseffizienz des VSV-G-Pseudotyp-Sendai-Virus, welches
das F-Gen-defiziente
Genom umfasste, verglichen zu den Kontrollen beobachtet wurde ( 54).
-
[Beispiel 22] Die Konstruktion des Sendai-Virus-Vektors
vom F-defizienten Typ, welches NGF umfasst
-
<Die
Rekonstitution von NGF/SeV/ΔF>
-
Die
Rekonstitution von NGF/SeV/ΔF
wurde nach dem oben beschriebenen „Das Hüllproteinplasmid + das Überschichtungsverfahren
für F-exprimierende
Zellen" bewerkstelligt.
Die Titermessung wurde durch ein Verfahren unter Verwendung des
polyclonalen anti-SeV-Antikörpers
bewerkstelligt.
-
<Die
Bestätigung
des Virusgenoms von NGF/SeV/ΔF
(RT-PCR>
-
Um
das Virusgenom NGF/SeV/ΔF
zu bestätigen
(55, oberes Feld), wurde der aus LLC-MK2/F7-Zellen
gewonnene Kulturüberstand
zentrifugiert, und die RNA wurde unter Verwendung von QIAmp Viral
RNA Minikit (QIAGEN) nach dem Herstellerprotokoll extrahiert. Unter
Verwendung der RNA-Matrize wurde die Synthese und PCR von RT-PCR
unter Verwendung von SUPERSCRIPTTM ONE-STEPTM RT-PCR SYSTEM
(GIBCO BRL) ausgeführt.
Als Kontrollgruppe wurde die cDNA des zusätzlichen SeV-Typs (pSeV18+b(+)) (Hasan, M.K. et al., J General Virology
78: 2813-2820, 1997) verwendet. NGF-N und NGF-C wurden als PCR-Primer verwendet.
Für NGF-N
wurde vorwärts:
ACTTGCGGCCGCCAAAGTTCAGTAATGTCCATGTTGTTCTACACTCTG (SEQ ID NO: 33)
und für
NGF-C wurde revers: ATCCGCGGCCGCGATGAACTTTCACCCTAAGTTTTTCTTACTACGGTCAGCCTCTTCTTGTAGCCTTCCTGC
(SEQ ID NO: 34) verwendet. Wenn NGF-N und NGF-C als Primer verwendet
wurden, wurde als Ergebnis eine NGF spezifische Bande für NGF/SeV/ΔF in den
RT-Bedingungen nachgewiesen. Keine Bande wurde für die Kontrollgruppe nachgewiesen
(55, unteres Feld).
-
[Beispiel 23] Die NGF-Protein-Quantifizierung
und die Messung der in vitro-Aktivität, exprimiert nach Infektion des
SeV vom F-defizienten Typ, welches das NGF-Gen umfasst
-
Die
Infektion und die NGF-Protein-Expression wurden unter Verwendung
von LLC-MK2/F- oder LLC-MK2-Zellen, welche bis fast konfluent auf
Kulturplatten von 10 cm oder 6 cm Durchmesser gezüchtet worden
waren, bewerkstelligt. NGF/SeV/ΔF
und NGF/SeV/ΔF-GFP
wurden zu LLC-MK2/F-Zellen infiziert, und NGF/SeV und GFP/SeV wurden
zu LLC-MK2-Zellen bei m.o.i 0.01 infiziert und 3 Tage mit MEM-Medium ohne Serum,
welches 7.5 μg/ml
Trypsin (GIBCO) enthielt, kultiviert. Nach der Züchtung von 3 Tagen, bei welcher fast
100% der Zellen infiziert werden, wurde das Medium zu MEM-Medium
ohne Trypsin und Serum gewechselt und zusätzlich 3 Tage kultiviert. Dann
wurde jeder Kulturüberstand
gewonnen und bei 48,000x g 60 min zentrifugiert. Dann wurden die
Quantifizierung des NGF-Proteins und die Messung der in vitro-Aktivität für den Überstand
ausgeführt.
Wenn auch in den vorliegenden Beispielen, SeV vom F-defizienten
Typ (NGF/SeV/ΔF, NGF/SeV/ΔF-GFP) (s. 55) zu LLC-MK2/F-Zellen infiziert werden, falls
mit einem hohen m.o.i. (z.B. 1 oder 3) infiziert, und zwar zu Zellen
infiziert, die vom Anfang fast 100% konfluent sind, kann das Experiment,
welches ähnliche
Ergebnisse gibt, unter Verwendung von F-nicht-exprimierenden Zellen
durchgeführt
werden.
-
Für die NGF-Protein-Quantifizierung
wurden das ELISA-Kit NGF Emax Immuno Assay System (Promega) und
das begleitende Protokoll verwendet. 32.4 μg/ml, 37.4 μg/ml und 10.5 μg/ml von
NGF-Protein wurden im Kulturüberstand
von jeweils NGF/SeV/ΔF,
NGF/SeV/ΔF-GFP
und NGF/SeV infizierten Zellen nachgewiesen. In dem Kulturüberstand
von NGF/SeV/ΔF
und NGF/SeV/ΔF-GFP
infizierten Zellen ist eine hohe Konzentration von NGF-Protein vorhanden, ähnlich zu
dem Kulturüberstand
von NGF/SeV infizierten Zellen, was bestätigt, dass SeV vom F-defizienten Typ genug
NGF exprimiert.
-
Die
Messung der in vitro-Aktivität
des NGF-Proteins wurde durch Verwendung einer dissoziierten Züchtung des
primären
Hühner-Spinatganglions
(DRG; eine Sinnesnervenzelle des Huhns), welches eine Sinnesnervenzelle
eines Huhns ist, unter Verwendung der Überlebensaktivität als Index
(Nerve Growth Factors (Wiley, New York), S. 94-109 (1989)) bewerkstelligt.
Das Spinalganglion wurde am Tag 10 aus einem Hühnerembryo entfernt und nach
Behandlung mit 0.25%igem Trypsin (GIBCO) bei 37°C 20 min dispergiert. Unter
Verwendung eines Hoch-Glucose-D-MEM-Medium,
welches 100 Einheiten/ml Penicillin (GIBCO), 100 Einheiten/ml Streptomycin
(GIBCO), 250 ng/ml Amphotericin B (GIBCO) 20 μM 2-Desoxyuridin (Nakarai),
20 μM 5-Fluorodesoxyuridin
(Nakarai), 2 mM L-Glutamin (Sigma) und 5% Serum enthielt, wurden
die Zellen auf eine 96-Well-Platte bei etwa 5000 Zellen/Well gesät. Die mit
Polylysin vorbeschichteten 96-Well-Platten (Iwaki) wurden zusätzlich mit
Laminin (Sigma) vor Verwendung beschichtet. Nach dem Startpunkt
wurde das Kontroll-NGF-Protein oder der vorher präparierte
Kulturüberstand
nach der SeV-Infektion
zugegeben. Nach 3 Tagen wurden die Zellen unter einem Mikroskop
sowie unter Durchführung
der Quantifizierung von überlebenden Zellen
durch Zugabe von Alamer-Blau (CosmoBio) und unter Verwendung der
Reduktionsaktivität
durch Mitochondrien als Index (Messung der 590 nm-Fluoreszenz mit
einer 530 nm-Anregung)
beobachtet. Equivalente Fluoreszenzsignale wurden in der Kontrolle
(ohne NGF-Zugabe) beobachtet und bei der Zugabe von 1/1000 verdünntem Kulturüberstand
von Zellen, die mit SeV/zusätzlichem
Typ GFP (GFP/SeV) infiziert wurden, zugegeben wurde, während die
Zugabe von 1/1000 verdünntem
Kulturüberstand
von Zellen, welche mit NGF/SeV/ΔF,
NGF/SeV/ΔF-GFP
und NGF/SeV infiziert wurden, eine bemerkenswerte Zunahme in der
Fluoreszenzintensität
verursachte, was als Einschließen
einer hohen Anzahl von überlebenden
Zellen und Überlebensaktivität bewertet
wurde (56). Der Wert des Effekts war
vergleichbar mit der Zugabe der Menge von NGF-Protein, welche aus
ELISA berechnet wurde. Die Beobachtung unter einem Mikroskop belegte
einen ähnlichen
Effekt. Und zwar wurde durch Zugabe des Kulturüberstands der Zellen, welche
mit NGF/SeV/ΔF, NGF/SeV/ΔF-GFP und
NGF/SeV infiziert waren, eine Zunahme an überlebenden Zellen und eine
bemerkenswerte Neuritverlängerung
beobachtet (57). So wurde bestätigt, dass
NGF, welches nach Infektion von NGF umfassenden SeV vom F-defizienten
Typ exprimiert wurde, eine aktive Form ist.
-
[Beispiel 24] Die ausführliche Analyse von F-exprimierenden
Zellen
-
1. moi und Induktionszeitverlauf von Adeno-Cre
-
Unter
Verwendung unterschiedlicher moi von Adeno-Cre wurden LLC-MK2-Zellen infiziert
und nach Induktion des F-Proteins wurden die Menge der Proteinexpression
und die Änderung
der Zellform analysiert.
-
Das
Expressionsniveau war leicht höher
in moi = 10, verglichen mit moi = 1 ( 58).
Wenn die Expressionsmengen an den Zeitpunkten 6 h, 12 h, 24 h und
48 h nach Induktion analysiert wurden, wurde ein hohes Expressionsniveau
des F-Proteins bei 48 h nach Induktion in allen Fällen nachgewiesen.
-
Zusätzlich wurden
die Änderungen
in der Zellform bei einem Zeitverlauf überwacht, als Zellen mit moi =
1, 3, 10, 30 und 100 infiziert wurden. Obwohl ein bemerkenswerter
Unterschied bis zu moi = 10 gefunden wurde, wurde die Zytotoxizität für moi =
30 oder darüber
beobachtet (59).
-
2. Die Passage-Nummer
-
Nach
der Induktion des F-Proteins zu LLC-MK2/F-Zellen unter Verwendung
von Adeno-Cre wurden die Zellen 7-mal passagiert und das Expressionsniveau
des F-Proteins und
die Morphologie der Zellen wurden unter Verwendung mikroskopischer
Beobachtung analysiert. Andererseits wurde die Lasermikroskopie
für die Analyse
der intrazellulären
Lokalisierung des F-Proteins nach der Induktion des F-Proteins in
den Zellen, welche bis zur 20. Generation passagiert wurden, verwendet.
-
Für die lasermikroskopische
Beobachtung wurden LLC-MK2/F-Zellen, welche mit F-Protein-Expression
induziert wurden, in eine Glaskammer gebracht und nach einer Züchtung über Nacht
wurden die Medien entfernt und einmal mit PBS gewaschen, dann mit
3.7%igem Formalin-PBS 5 min fixiert. Nach einmal Waschen der Zellen
mit PBS wurden die Zellen dann mit 0.1%igem Triton X100-PBS 5 min behandelt
und mit monoclonalem anti-F-Protein-Antikörper (γ-236) (1/100-Verdünnung)
und mit FITC markiertem anti-Kaninchen-IgG-Antikörper der Ziege (1/200-Verdünnung) in
diesem Ablauf behandelt, und schließlich mit PBS gewaschen und
unter einem Lasermikroskop beobachtet.
-
Als
Ergebnis wurde kein Unterschied in den F-Protein-Expressionsniveaus
in den Zellen, welche bis zu 7-mal passagiert wurden, gefunden (60). Kein bemerkenswerter Unterschied wurde bei
morphologischer Änderung,
Infektiosität
von SeV und Produktivität
beobachtet. Andererseits wurde kein großer Unterschied bis zu 15 Passagen
gefunden, wenn die Zellen, welche bis zu 20-mal passagiert wurden,
für die
intrazelluläre
Lokalisierung des F-Proteins unter Verwendung des Immunantikörper-Verfahrens
analysiert wurden, aber eine Lokalisierungstendenz des F-Proteins
wurde in Zellen beobachtet, welche mehr als 15 Male passagiert wurden
(61).
-
Zusammengefasst
werden Zellen vor 15 Passagen wünschenswert
für die
Herstellung des F-defizienten SeV gehalten.
-
[Beispiel 25] Die Korrelation zwischen
GFP-CIU und anti-SeV-CIU
-
Die
Korrelation der Ergebnisse der Messung der „zeltinfizierenden" Einheit (CIU) durch
zwei Verfahren wurde analysiert. LLC-MK2-Zellen wurden auf eine
12-Well-Platte bei
2 × 105 Zellen/Schale gesät, und nach einer Züchtung von
24 Stunden wurden die Zellen einmal mit MEM-Medium ohne Serum gewaschen
und mit 100 μl/Well
SeV/ΔF-GFP
infiziert. Nach 15 min wurde 1 ml/Well serumfreies MEM-Medium zugegeben
und zusätzlich
24 Stunden kultiviert. Nach der Züchtung wurden die Zellen dreimal
mit PBS(-) gewaschen und trocken gelegt (bei Raumtemperatur ungefähr 10 bis
15 min stehen gelassen), und 1 ml/Well Aceton wurde zugegeben, um
die Zellen zu fixieren, und wurde sofort entfernt. Die Zellen wurden
wieder trocken gelegt (bei Raumtemperatur ungefähr 10 bis 15 min stehen gelassen).
Dann wurden 300 μl/Well
polyclonaler anti-SeV-Antikörper
(DN-1), präpariert
aus Kaninchen und 1/100 mit PBS(-) verdünnt, zu Zellen gegeben und
bei 37°C
45 min inkubiert und dreimal mit PBS(-) gewaschen. Dann wurden zu
den Zellen 300 μl/Well
des Fluoreszenz markiertem zweiten Antikörpers anti-Kaninchen-IgG(H
+ D) (AlexTM 568, Molecular Probes), 1/200
mit PBS(-) verdünnt,
zugegeben und bei 37°C
45 min inkubiert und dreimal mit PBS(-) gewaschen. Dann wurden die
Zellen mit Fluoreszenz unter dem Fluoreszenzmikroskopie (Emission:
560 nm, Absorption: 645 nm, Filter: Leica) beobachtet.
-
Als
Kontrolle wurden die Zellen mit 100 μl/Well SeV/ΔF-GFP infiziert und nach 15
min wurde 1 ml/Well MEM ohne Serum zugegeben. Nach einer zusätzlichen
Züchtung
von 24 Stunden, wurden GFP exprimierende Zellen unter dem Fluoreszenzmikroskop
(Emission: 360 nm, Absorption: 470 nm, Filter: Leica) ohne zusätzliche
Manipulationen beobachtet.
-
Eine
gute Korrelation wurde durch Auswertung der Fluoreszenzintensität durch
Quantifizierung erhalten (62).
-
[Beispiel 26] Die Konstruktion der Multicloning-Stelle
-
Eine
Multicloning-Stelle wurde zu dem SeV-Vektor hinzugefügt. Die
zwei verwendeten Verfahren werden unten gelistet.
- 1.
Mehrere Restriktionsstellen in genomischer cDNA des Sendai-Virus
(SeV) von ganzer Länge
und in genomischer cDNA des pSeV18+ wurden
gespalten, und eine andere Restriktionsstelle, welche die gespaltene
Restriktionsstelle umfasste, wurde zwischen dem Startsignal und
dem ATG-Translationsinitiationssignal von jedem Gen eingeführt.
- 2. In eine bereits konstruierte SeV-Vektor-cDNA wurden die Sequenz
der Multicloning-Stelle und das Transkriptionsstartsignal – Intron – Terminationssignal
hinzugefügt
und in die NotI-Stelle eingebaut.
-
In
dem Fall von Verfahren 1 wurden als ein einführendes Verfahren das EagI-verdaute Fragment
(2644 bp), das Clal-verdaute Fragment (3246 bp), das ClaI/EcoRI-verdaute
Fragment (5146 bp) und das EcoRI-verdaute Fragment (5010 bp) von
pSeV18+ durch Agarose-Elektrophorese getrennt
und die entsprechenden Banden wurden ausgeschnitten, dann wurde
es gewonnen und durch das QIAEXII Gel Extraction System (QIAGEN)
gereinigt. Das EagI-verdaute Fragment wurde ligiert und in LITMUS38
(NEW ENGLAND BIOLABS) subcloniert, und das ClaI-verdaute Fragment, das ClaI/EcoRI-verdaute
Fragment und das EcoRI-verdaute Fragment wurden ligiert und in pBluescriptII
KS+ (STRATAGENE) subcloniert. Der Quickchange Site-Directed Mutagenesis-Kit
(STRATAGENE) wurde für
das schrittweise Spalten und die Einführung der Restriktionsstellen verwendet.
-
Für das Spalten
der Restriktionsstellen wurden SalI: (Sense-Strang) 5'-ggagaagtctcaacaccgtccacccaagataatcgatcag-3' (SEQ ID NO: 35),
(Antisense-Strang) 5'-ctgatcgattatcttgggtggacggtgttgagacttctcc-3' (SEQ ID NO: 36),
NheI: (Sense-Strang) 5'-gtatatgtgttcagttgagcttgctgtcggtctaaggc-3' (SEQ ID ND: 37),
(Antisense-Strang) 5'-gccttagaccgacagcaagctcaactgaacacatatac-3' (SEQ ID NO: 38),
XhoI: (Sense-Strang) 5'-caatgaactctctagagaggctggagtcactaaagagttacctgg-3' (SEQ ID NO: 39),
(Antisense-Strang) 5'-ccaggtaactctttagtgactccagcctctctagagagttcattg-3' (SEQ ID NO: 40)
und für
das Einführen
der Restriktionsstellen, NP-P: (Sense-Strang) 5'-gtgaaagttcatccaccgatcggctcactcgaggccacacccaaccccaccg-3' (SEQ ID NO: 41),
(Antisense-Strang) 5'-cggtggggttgggtgtggcctcgagtgagccgatcggtggatgaactttcac-3' (SEQ ID NO: 42),
P-M: (Sense-Strang) 5'-cttagggtgaaagaaatttcagctagcacggcgcaatggcagatatc-3' (SEQ ID NO: 43),
(Antisense-Strang) 5'-gatatctgccattgcgccgtgctagctgaaatttctttcaccctaag-3' (SEQ ID NO: 44),
M-F: (Sense-Strang) 5'-cttagggataaagtcccttgtgcgcgcttggttgcaaaactctcccc-3' (SEQ ID NO: 45),
(Antisense-Strang) 5'-ggggagagttttgcaaccaagcgcgcacaagggactttatccctaag-3' (SEQ ID NO: 46),
F-HN: (Sense-Strang) 5'-ggtcgcgcggtactttagtcgacacctcaaacaagcacagatcatgg-3' (SEQ ID NO: 47),
(Antisense-Strang) 5'-ccatgatctgtgcttgtttgaggtgtcgactaaagtaccgcgcgacc-3' (SEQ ID NO: 48),
HN-L: (Sense-Strang) 5'-cccagggtgaatgggaaggccggccaggtcatggatgggCaggagtcc-3' (SEQ ID NO: 49),
(Antisense-Strang) 5'-ggactcctgcccatccatgacctggccggcccttcccattcaccctggg-3' (SEQ ID NO: 50)
synthetisiert und für
die Reaktion verwendet. Nach Einführung wurde jedes Fragment
gleichermaßen
gewonnen und gereinigt, wie oben beschrieben, und die cDNA wurde
zusammengefügt.
-
In
dem Fall von Verfahren 2 wurden (Sense-Strang) 5'-ggccgcttaattaacggtttaaacgcgcgccaacagtgttgataagaaaaacttagggtgaaagttcatcac-3' (SEQ ID NO: 51),
(Antisense-Strang) 5'-ggccgtgatgaactttcaccctaagtttttcttatcaacactgttggcgcgcgtttaaaccgttaattaagc-3' (SEQ ID NO: 52)
synthetisiert und nach Phosphorylierung bei 85°C 2 min, 65°C 15 min, 37°C 15 min und Raumtemperatur 15
min annealt, um in die SeV-cDNA einzubauen. Alternativ werden die
Multicloning-Stellen von pUC18 oder pBluescriptII oder dergleichen
durch PCR unter Verwendung von Primer, welche das Terminationssignal – Intron – Startsignal
umfassen, subcloniert, und dann das Resultierende in die SeV-cDNA
eingebaut. Die VirusRekonstitution durch die resultierende cDNA
kann, wie oben beschrieben, durchgeführt werden.
-
Industrielle Anwendbarkeit
-
Die
vorliegende Erfindung stellt Hüllproteingen-defiziente
virale Vektoren von Paramyxoviridae bereit. Die vorliegende Erfindung
etabliert zum ersten Mal ein praktisches, neues, Hüllproteingen-defizientes
Vektorsystem auf der Grundlage eines Negativstrang-RNA-Virus. Das
Ergebnis infektiöse
defiziente Viruspartikeln aus der F-Gen-defizienten, FHN-Gen-defizienten
genomischen cDNA unter Verwendung von Helferzellen zu erhalten,
ebnete den Weg für
die Forschung und Entwicklung von neuen Vektoren für die Gentherapie,
welche die ausgezeichneten Merkmale des Sendai-Virus ausnutzen.
Der Sendai-Virusvektor des defizienten Typs in der vorliegenden
Erfindung ist in der Lage, ein Gen in verschiedene Zelltypen mit
einer extrem hohen Effizienz einzuführen, und das exogene Gen bei
einem außerordentlich
hohen Niveau zu exprimieren. Darüber
hinaus wird der Vektor in infizierten Zellen persistent exprimiert
und ist ein hoch sicherer Vektor, dem vollständig die Fähigkeit fehlt, Virusverbreitung
zu verursachen, da er keine sekundären infektiösen Viruspartikel freisetzt. SEQUENZPROTOKOLL
























