-
Anwendungsgebiet
der Erfindung
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Reservewicklungs-Spulverfahren
entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1, der aus
EP 0847 952 A1 bekannt ist.
-
Hintergrund
der Erfindung
-
Eine übliche Spulmaschine
ist in 12 gezeigt. Eine Spulmaschine 51,
wie sie in 12 gezeigt ist, dreht einen
Revolver 53, um zwei Spulenhalter 54, 55 zwischen
einer Spulposition M und einer Warteposition T umzuschalten, wodurch
ein Filamentfaden Y1 (ein Kunstfaserfaden) auf eine leere Spule
B in der Spulposition M gespult wird. Beim Spulen des Fadens Y1
wird eine Kontaktrolle 56 mit der leeren Spule B auf dem
Spulenhalter 54 in der Spulposition M in Kontaktdruck gebracht,
während eine
Traversierführung 57 der
Traversiervorrichtung 52 den Faden Y1 traversiert, so dass
der Faden Y1 über
die Kontaktrolle 46 läuft
und dann zu einer Auflaufspule P gespult wird. Außerdem wird
bei der Spulmaschine 51, wenn die Spule zur vollen Spule
Bf wird, der Revolver 53 gedreht, um die volle Spule Bf in
die Warteposition T zu schalten, während die leere Spule B in
die Spulposition M geschaltet wird, und der Faden Y1 wird dann von
der vollen Spule Bf zur leeren Spule B übertragen.
-
Während des
Fadenübertragungsvorgangs entfernt
eine Fadenfreigabeführung 58 den
Faden Y1 von der Traversiervorrichtung 52 (der Traversierführung 57),
während
ein Fadenverschiebehebel 59 den Faden Y1 zu einer Reservewicklungs- Spulpositions(fadenfang)seite
auf der leeren Spule B verschiebt, wie 13 zeigt.
Eine stationäre
Führung 60 positioniert
dann den Faden Y1 auf einer Fadenschicht auf der vollen Spule Bf
und eine Gleitführung 61 überträgt dann
den Faden Y1 zur Reservewicklungs-Spulposition auf der leeren Spule
B, um den Faden Y1 von der vollen Spule Bf zur leeren Spule B zu übertragen.
Dann wird der Faden Y1 zwischen der leeren Spule B und der vollen
Spule Bf unterbrochen, so dass eine Reservewicklung auf der leeren
Spule B an der Reservewicklungs-Spulposition
gespult wird.
-
Nach
der Bildung der Reservewicklung fahren alle Führungen 58 bis 61 zurück, um die
Regulierung des Fadens Y1 zu beenden. Der Faden Y1 kehrt dann zur
Traversiervorrichtung 52 (zur Traversierführung 57)
zurück,
wo er auf die leere Spule B gespult wird, während er traversiert wird.
-
Während der
Fadenübertragung
entfernt die übliche
Spulmaschine den Faden Y1 aus der Traversiervorrichtung 52 (der
Traversierführung 57),
um ihn von der vollen Spule Bf auf die leere Spule B zu übertragen,
wo eine Reservewicklung gebildet ist. Wenn daher der traversierte
Faden Y aus der Traversiervorrichtung 52 entfernt wird,
kann er beschädigt
werden, während
er auf der Traversierführung 57 oder
einer anderen Komponente reibt. Der Faden Y1 kann auch aus einem ähnlichen
Grund beschädigt
werden, wenn er zur Traversierführung 57 zurückgebracht wird.
Die Beschädigung
des Fadens Y1 während
der Fadenübertragung
kann die Qualität
der Auflaufspule P verschlechtern.
-
Ein
weiteres Reservewicklungs-Spulverfahren ist aus der
US 4 969 607 bekannt.
-
Der
vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes
Reservewicklungs-Spulverfahren zu schaffen, bei dem ein Faden von
einer vollen Spule auf eine leere Spule übertragen werden kann, ohne
beschädigt
zu werden, und bei dem der Faden zuverlässig in der Traversiervorrichtung
verbleibt. Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil
des Anspruchs angegebenen Merkmale gelöst.
-
Kurzbeschreibung
der Zeichnungen
-
1 ist
eine Frontansicht, die die Spulmaschine zeigt.
-
2 ist
eine perspektivische Darstellung wesentlicher Teile der Spulmaschine
in 1.
-
3 ist
eine perspektivische Darstellung, die eine Fadenführung und
eine Reservewicklungsführung
der Spulmaschine in 1 zeigt.
-
4 ist
eine Darstellung längs
des Pfeils IV-IV in 3.
-
5 ist eine typische Darstellung zur Beschreibung
des Reservewicklungs-Spulverfahrens für eine Spulmaschine.
-
6 ist eine typische Darstellung zur Beschreibung
des Reservewicklungs-Spulverfahrens für eine Spulmaschine.
-
7 ist eine typische Darstellung zur Beschreibung
des Reservewicklungs-Spulverfahrens für eine Spulmaschine.
-
8 ist eine typische Darstellung zur Beschreibung
des Reservewicklungs-Spulverfahrens für eine Spulmaschine.
-
9 ist eine typische Darstellung zur Beschreibung
des Reservewicklungs-Spulverfahrens für eine Spulmaschine.
-
10 ist
eine Frontansicht, die eine Variante einer Spulmaschine zeigt.
-
11 ist
eine Frontansicht, die eine Variante der Spulmaschine in 10 zeigt.
-
12 ist
eine Frontansicht, die eine übliche Spulmaschine
zeigt.
-
13 ist
eine Aufsicht, die eine übliche Spulmaschine
zeigt.
-
Es
wird nun das Reservewicklungs-Spulverfahren gemäß der vorliegenden Erfindung
beschrieben.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird eine Kontaktrolle von einer leeren Spule getrennt,
bevor der Abschnitt des Fadens zwischen der Kontaktrolle und der
leeren Spule in eine Reservewicklungs-Spulposition auf der leeren
Spule außerhalb
des Spulbereichs der Spule verschoben wird, so dass der Faden von
einer vollen Spule auf eine leere Spule übertragen wird, wo eine Reservewicklung
gebildet wird.
-
Eine
Spulmaschine für
einen dehnbaren elastischen Faden und ein Reservewicklungs-Spulverfahren
dafür werden
nun anhand der 1 bis 9 beschrieben.
-
Eine
Spulmaschine 1, die in den 1 und 2 gezeigt
ist, hat einen Revolver 3, zwei Spulenhalter 4, 5,
eine Kontaktrolle 6 und eine Traversiervorrichtung 7 zum
Spulen eines elastischen Filamentfadens (nachfolgend als "Faden Y" bezeichnet) auf
eine leere Spule B, um eine Auflaufspule P zu bilden, wobei der
Faden Y von einer Spinnmaschine (in den Zeichnungen nicht gezeigt) über eine
Galette zugeführt
wird. Die Spulmaschine 1 hat auch eine Fadenschicht-Haltefadenführung 8 und
eine Reservewicklungs-Spulführung 9 zum Übertragen
des Fadens Y von einer vollen Spule Bf auf die leere Spule B, wo
eine Reservewicklung gebildet wird. Die Spule, auf die der Faden
vollständig
zu einer Auflaufspule P gespult wurde, wird mit Bf bezeichnet, und
die leere Spule mit B.
-
Der
Revolver 3 der Spulmaschine 1 wird auch als eine
Einrichtung zum Trennen der Kontaktrolle 6 von der leeren
Spule B verwendet und ist an einer Revolverachse 10 eines
Rahmens 2 drehbar gelagert. Der Revolver 3 wird
von einer Antriebsquelle (in den Zeichnungen nicht gezeigt), die
mit der Revolverachse 10 verbunden ist, drehmäßig gesteuert. Die
Spulenhalter 4, 5 sind am Revolver 3 (auskragend)
drehbar gelagert, so dass sie vom Rahmen 2 vorstehen. Außerdem wird
an jedem Spulenhalter 4, 5 eine leere Spule B
aufgesetzt, auf die der Faden Y zur Auflaufspule P gespult wird.
Jeder Spulenhalter 4, 5 wird von der Antriebsquelle
(in den Zeichnungen nicht gezeigt) zusätzlich drehmäßig angetrieben.
Jeder Spulenhalter 4, 5 wird aus einer Spulposition
M in die Warteposition T oder aus der Warteposition T in die Spulposition
M umgeschaltet, wenn der Revolver 3 gedreht wird. Jeder
Spulenhalter 4, 5 wird auch in Fadenübertragungspositionen
K1, K2 geschaltet, die sich zwischen der Spulposition M und der
Warteposition T befinden, wie 5C zeigt.
Obwohl jeder Spulenhalter 4, 5 typischerweise
mehrere leere Spulen B hat, werden die folgenden Zeichnungen in
Verbindung mit den Spulenhaltern 4, 5 beschrieben,
die sich in der Spulposition M bzw. der Warteposition T befinden,
und jede hat eine leere Spule B.
-
Die
Kontaktrolle 6 der Spulmaschine 1 ist an einem
Hubkasten 11 angeordnet, der über der Spulposition M gehoben
und gesenkt werden kann. Die Kontaktrolle 6 wird mit der
Auflaufspule P (oder der leeren Spule B) in der Spulposition M mittels
des Hubkastens in Kontaktdruck gebracht, um den Faden Y von der
Zufuhrseite der Auflaufspule P (oder der leeren Spule B) zu führen. Die
Kontaktrolle 6 wird von der Antriebsquelle (in den Zeichnungen
nicht gezeigt) zwangsläufig
angetrieben. Die Traversiervorrichtung 7 befindet sich
näher auf
der Zufuhrseite als die Kontaktrolle 6 und ist im Hubkasten 11 angeordnet.
Die Traversiervorrichtung 7 hat eine Traversierführung 12,
um den Faden Y zum Traversieren zu erfassen. Die Traversierführung 12 hat
eine Fadennut 13, um den Faden Y einzufangen, wie 2 zeigt, die
Traversierführungen
sind in einer Anzahl gleich der der Auflaufspulen P (der leeren
Spulen B) in der Spulposition M vorgesehen. Die Traversierführung 7 fängt somit
den Faden Y in der Fadennut 13 und bewegt dann die Traversierführung 12 über die
Traversierbreite S hin und her, um den Faden Y von der Kontaktrolle 6 in
die Spulposition M zu traversieren (siehe 2).
-
Die
Fadenschicht-Haltefadenführung 8 der Spulmaschine 1 ist
in einer Fadenschaltposition K angeordnet, die durch Drehen der
Spulposition M in Gegenuhrzeigerrichtung bestimmt wird. Die Fadenführung 8 verläuft vor
der Seite des Revolvers 3 längs jedes Spulenhalters 4, 5 und
ist an einer Führungsachse 18 des
Rahmens 2 drehbar gelagert. Außerdem wird die Fadenführung 8 um
die Führungsachse 18 durch
eine Antriebsquelle (in den Zeichnungen nicht gezeigt) geschwenkt
(hin- und herbewegt).
-
Die
Reservewicklungs-Spulführung 9 der Spulmaschine 1 ist
am vorderen Ende der Fadenschicht-Haltefadenführung 8 befestigt
und wird zusammen mit der Fadenschicht-Haltefadenführung 8 geschwenkt.
Außerdem
gleitet die Reservewicklungs-Spulführung 9 in axialer
Richtung der Spulhalter 4, 5.
-
Wenn
sich die Spulenhalter 4, 5 in den Fadenübertragungspositionen
K1 bzw. K2 befinden, wie die 3 und 4 zeigen, übertragen
die Fadenschicht-Haltefadenführung 8 und
die Reservewicklungs-Spulführung 9 den
Faden Y von der vollen Spule Bf (der Auflaufspule P) zur leeren
Spule B, wo eine Fadenwicklung gebildet wird. Die 3 und 4 zeigen
einen Zustand, in dem der Revolver 3 in Gegenuhrzeigerrichtung
gedreht wurde, um die leere Spule B in der Warteposition T aus der
Spulposition M zur Fadenübertragungsposition
K1 zu bewegen, so dass die leere Spule B von der Kontaktrolle 6 getrennt
wird. Außerdem
verläuft
in diesem Zustand der Faden Y von der Traversiervorrichtung 7 über die Kontaktrolle 6 und
die leere Spule B zur vollen Spule Bf, auf die sie gespult wird.
Selbstverständlich
werden die Kontaktrolle 6 und die Spulenhalter 4, 5 drehmäßig angetrieben.
-
Die
Fadenschicht-Haltefadenführung 8 wird dann
um die Führungsachse 18 geschwenkt
und gegen einen Abschnitt des Fadens Ya zwischen der leeren Spule
B und der vollen Spule Bf gedrückt,
um den Faden Ya, der traversiert wird, in einer Fadennut 19 während des
Schwenkens einzufangen. Die Führungsnuten 19 sind
in gleicher Anzahl wie die leeren Hülsen B auf dem Spulenhalter 5 gebildet,
und jede positioniert den Faden Ya in der Mitte einer Spulbreite
der vollen Spule Bf. Außerdem
schwenkt die Fadenschicht-Haltefadenführung 8 um die leere
Spule B, um den Faden Ya mit dem Außenumfang der leeren Spule
B in Kontakt zu bringen (durch Adhäsion), während der Faden Ya gestreckt
wird, so dass er auf die leere Hülse
B gespult wird.
-
Folglich
wird der Faden Ya auf die volle Spule Bf in der Mitte der Spulbreite
(auf einer Fadenschicht) der vollen Spule Bf gespult, während er gleichzeitig
um die leere Hülse
B gespult wird, so dass er gestreckt und unterbrochen wird (siehe 3 und 4).
-
Die
Reservewicklungsführung 9 rückt zwischen
die Kontaktrolle 6 und die leere Spule B vor, um einen
Abschnitt des Fadens Yb zwischen der Kontaktrolle 6 und
der leeren Spule B zu erfassen, und den Faden Y zu einer Reservewicklungs-Spulposition R auf
der leeren Hülse
B zu bewegen und zu regulieren. Die Reservewicklungs-Spulposition
R befindet sich an einem Endabschnitt der leeren Hülse B und
außerhalb
der Traversierbreite S (der Spulbreite), die durch die Traversierführung 12 bestimmt
wird. Der Faden Yb wird somit an der Reservewicklungs-Spulposition
R der leeren Hülse
B mittels der Reservewicklungs-Spulführung 9 angeordnet
(siehe 3 und 4).
-
Der
Faden Y, der von der Reservewicklungs-Spulführung 9 reguliert
wird, wird dann auf die leere Hülse
B in der Reservewicklungs-Spulposition R gespult, wenn der Faden
Ya zwischen der leeren Spulen B und der vollen Spule Bf unterbrochen
ist.
-
Die
Reservewicklungs-Spulführungen 9 sind in
der gleichen Anzahl wie die leeren Spulen B auf dem Spulhalter 5 vorgesehen,
und jede bewegt den Faden Y in die Reservewicklungs-Spulposition
R auf der leeren Spule B und reguliert ihn.
-
Auf
diese Weise wirken die Fadenschicht-Haltefadenführung 8 und die Reservewicklungs-Spulführung 9 beim
Regulieren (Positionieren) der Fäden
Ya, Yb relativ zur vollen Spule Bf und zur leeren Spule B zusammen,
um den Faden Y der Traversiervorrichtung 7 von der vollen
Spule Bf zur leeren Spule B zu übertragen,
so dass eine Reservewicklung auf der leeren Spule B gebildet wird.
Dadurch, dass die Reservewicklungs-Spulführung 9 in der gleichen
Richtung wie die Traversierrichtung eindringt, kann der Faden Yb
in die Reservewicklungs-Spulposition
R der leeren Spule B reguliert werden, ohne dass es notwendig ist, den
Faden Y von der Traversiervorrichtung 7 (der Traversierführung 12)
zu entfernen.
-
Es
wird nun das Reservewicklungs-Spulverfahren für die Spulmaschine beschrieben.
-
Die
Spulmaschine 1 treibt die Kontaktrolle 6 an, um
den Spulenhalter 4 in die Spulposition M in Kontaktdruck
mit der Kontaktrolle 6 zu bringen, und treibt auch die
Traversierführung 7 an,
um den Spulvorgang zu beginnen. Während des Spulvorgangs wird
der künstlich
hergestellte Filamentfaden Y mittels des Hubs der Traversierführung 12 traversiert, während er
von der Kontaktrolle 6 geführt wird, um die leere Spule
B in der Spulposition M zur vollen Auflaufspule P (siehe 5A)
zu formen.
-
Sobald
die Auflaufspule P in der Spulposition M voll wird, wird der Revolver 3 in
Gegenuhrzeigerrichtung gedreht, um die leere Spule B in der Warteposition
T in die Fadenschaltposition K1 über
die Spulposition M zu schalten, während die volle Spule Bf in
der Spulposition M in die Fadenschaltposition K2 über die
Warteposition T geschaltet wird. Dabei werden die Spulenhalter 4, 5 mit
einer Drehgeschwindigkeit entsprechend der Fadengeschwindigkeit
drehmäßig angetrieben.
Die leere Spule B wird somit gegen den Faden Y gedrückt und
von der Kontaktrolle 6 gelöst. Außerdem bleibt der Faden Y mit der
Traversiervorrichtung 7 in Eingriff, so dass er traversiert
wird, während
er über
die Kontaktrolle 6 und die leere Spule B zur vollen Spule
Bf läuft,
auf die er gespult wird (siehe 5B und 5C).
-
Wenn
die leere Spule B und die volle Spule Bf in der Fadenschaltposition
K1 bzw. K2 angeordnet sind, beginnt die Spulmaschine 1 einen
Fadenübertragungsvorgang.
-
Während des
Fadenübertragungsvorgangs wird
die Fadenschicht-Haltefadenführung 8 geschwenkt,
um den Faden Y zwischen der leeren Spule B und der vollen Spule
Bf (der Auflaufspule P) mit Druck zu beaufschlagen. Der Faden Ya
wird dann in der Führungsnut 19 während des
Traversierens eingefangen und in der Mitte der Spulbreite der vollen Spule
Bf angeordnet (siehe 6).
-
Danach
schiebt sich die Reservewicklungs-Spulführung 9 zwischen die
Kontaktrolle 6 und die leere Spule B, um den Faden dazwischen
in die Reservewicklungs-Spulposition R auf der leeren Spule B zu
verschieben und zu regulieren. Der Faden Yb wird dann aus der gleichen
Richtung wie die Traversierrichtung reguliert und somit daran gehindert, aus
der Traversiervorrichtung 7 (der Traversierführung 12)
zu rutschen (siehe 7).
-
Die
Führungen 8, 9 regulieren
somit die Fäden
Ya, Yb relativ zur leeren Spule B bzw. zur vollen Spule Bf, um den
Faden Y von der vollen Spule Bf zur leeren Spule B zu übertragen,
so dass eine Reservewicklung auf der leeren Spule B gebildet werden kann.
Außerdem
verhindert die Fadenschicht-Haltefadenführung 8, dass der
Faden Ya aus der Spulbreite (der Traversierbreite S) der vollen
Spule Bf freigegeben wird, um ein gerades Spulen (den Faden in der
gleichen Position zu spulen) auf der Fadenschicht der vollen Spule
Bf zu bilden.
-
Danach
wird die Fadenschicht-Haltefadenführung 8 weiter geschwenkt,
um den Faden Ya auf die leere Spule B zu spulen, während der
Faden Ya (siehe 8) gestreckt wird.
Der Faden Ya, der auf die leere Spule B gespult wurde, wird dann
aufgrund der Spannung unterbrochen, um die Fadenübertragung von der vollen Spule
Bf auf die leere Spule B zu beenden.
-
Wenn
der Faden während
des Fadenschaltvorgangs unterbrochen wird, wird der Faden Yb, der von
der Reservewicklungs-Spulführung 9 reguliert wird,
auf die leere Spule B in der Reservewicklungs-Spulposition R gespult,
um dort eine Reservewicklung zu bilden (siehe 9).
-
Nach
der Bildung der Reservewicklung kehren die Führungen 8, 9 von
den Spulenhaltern 4, 5 zurück, und die Kontaktrolle 6 und
der Revolver 3 werden dann in Uhrzeigerrichtung gedreht,
um die leere Spule B in die Spulposition M zu schalten, während die
volle Spule Bf (die Auflaufspule P) in die Warteposition T (siehe 5B)
geschaltet wird. Der Faden Y wird somit von der Regulierung, die
durch die Führungen 8, 9 bewirkt
wird, befreit, und wird dann auf die leere Spule B in der Spulposition
M zur Auflaufspule P gespult, während
er traversiert wird. Weiterhin wird in der Warteposition T die volle
Spule Bf (die Auflaufspule P) vom Spulenhalter 4 entfernt.
-
Gemäß dem Reservewicklungs-Spulverfahren
erfasst die Reservewicklungs-Spulführung 9 den Faden
Yb zwischen der Kontaktrolle 6 und der leeren Spule B,
um den Faden Y in die Reservewicklungs-Spulposition R auf der leeren
Spule zu bewegen, die sich außerhalb
der Traversierbreite befindet. Der Faden Y kann daher aus der Spulposition
Bf auf die leere Spule B umgeschaltet werden, ohne dass es notwendig
ist, ihn von der Traversiervorrichtung 7 (der Traversierführung 12)
zu lösen,
so dass eine Reservewicklung auf der leeren Spule B an der Reservewicklungs-Spulposition
R gebildet werden kann.
-
Es
können
daher Auflaufspulen mit hoher Qualität erhalten werden, ohne eine
Beschädigung des
Fadens Y zu verursachen, die auftreten kann, wenn er aus der Traversiervorrichtung 7 (der
Traversierführung 12)
gelöst
oder zu dieser zurückgestellt wird.
-
Da
der Faden Y nicht aus der Traversiervorrichtung 7 gelöst oder
zu ihr zurückgestellt
wird, kann die Erfolgsrate der Fadenübertragung von der vollen Spule
Bf zur leeren Spule B erhöht
werden.
-
Da
außerdem
die Reservewicklungs-Führung 9,
die sich nahe der leeren Spule B befindet, eine Reservewicklung
auf der leeren Spule B an der Reservewicklungs-Spulposition R bildet, kann eine regelmäßige und
genau definierte Reservewicklung gebildet werden. Weiterhin wird
beim Spulen eines elastischen Fadens dieser von der Galette direkt
zur Traversiervorrichtung 7 geführt wird, so dass es schwierig
ist, diesen in die Traversiervorrichtung 7 zurückzustellen,
nachdem er von dieser gelöst
wurde. Die vorliegende Erfindung löst jedoch dieses Problem.
-
Obwohl
die Spulmaschine 1 und das Reservewicklungs-Spulverfahren
in Verbindung mit dem Fall erläutert
wurden, dass eine gerade Wicklung in der Mitte der Spulbreite der
vollen Spule Bf gebildet wird, kann eine Reservewicklung an irgendeiner
Position innerhalb der Spulbreite der vollen Spule Bf gebildet werden.
Außerdem
ist die Traversiervorrichtung 7 nicht auf die Traversiervorrichtung 12,
die eine Reziprokbewegung durchführt,
beschränkt,
sondern sie kann den Faden Y z. B. durch zwei Traversierdrehflügel traversieren.
-
Es
wird nun eine Variante der Spulmaschine vorzugsweise für Filamentfäden (Kunstfaserfäden) wie
Polyester ebenso wie elastische Fäden anhand der 10 und 11 beschrieben.
-
In
den 10 und 11 bezeichnen
die gleichen Bezugsziffern wie in den 1 und 9 die gleichen Teile, weshalb sie nicht
beschrieben werden.
-
Beim Übertragen
eines Filamentfadens Y1 (nachfolgend als "Faden Y1" bezeichnet) von der vollen Spule Bf
zur leeren Spule B schaltet eine Spulmaschine 31, die in
den 10 und 11 gezeigt
ist, die leere Spule B in die Spulposition M, während die volle Spule Bf in
die Warteposition T geschaltet wird. Dann hebt ein Hubkasten 11 die
Kontaktrolle 6 an, um die Kontaktrolle 6 von der
leeren Spule B zu trennen.
-
Außerdem hat
die Spulmaschine 31 eine Reservewicklungs-Spulführung 9 ähnlich der
in den 1 bis 9, die sich
vor- und zurückbewegen
kann, um den Faden Y1b zwischen der Kontaktrolle 6 und der
leeren Spule B zu erfassen. Die Reservewicklungs-Spulführung 9 verschiebt
und reguliert den Faden Y1b zwischen der Kontaktrolle 6 und
der leeren Spule B in die Reservewicklungs-Spulposition R (einen Fadenfangschlitz 34)
auf der leeren Spule B außerhalb
ihrer Traversierbreite. Die Spulmaschine 31 hat eine stationäre Fadenschicht-Haltefadenführung 32 zum
Einfangen des Fadens Y1a zwischen der leeren Spule B und der vollen
Spule Bf, und eine Gleitführung 33 (eine
Fadenfangführung).
-
Während ein
Fadenübertragungsvorgang von
der Spulmaschine 31 durchgeführt wird, wird die leere Spule
B in die Spulposition M umgeschaltet, während die volle Spule Bf in
die Warteposition T umgeschaltet wird. Danach hebt der Hubkasten 11 die Kontaktrolle 6 an,
um sie von der leeren Spule B zu lösen.
-
Dann
rückt die
Reservewicklungs-Spulführung 9 zwischen
die Kontaktrolle 6 und die leere Spule B vor, um den Faden
Y1b in eine Position auf der leeren Spule B nahe dem einen Ende
der Traversierbreite zu verschieben. An dieser Stelle bleibt der
Faden Y1b mit der Traversiervorrichtung 7 (der Traversierführung 12)
in Eingriff. Die stationäre
Fadenführung 32 und
die Gleitführung 33 rücken dann
zwischen die leere Spule B und die volle Spule Bf vor. Die Reservewicklungs-Spulführung 9 verschiebt dann
den Faden Y1b in die Reservewicklungs-Spulposition R auf der leeren Spule
B. Der Faden Y1a wird von der stationären Fadenführung 32 reguliert. Hierbei
bleibt der Faden Y1 mit der Traversiervorrichtung 7 (der
Traversierführung 12)
in Eingriff. Folglich wird der Faden Y1 von der Traversiervorrichtung 7 über die
Kontaktrolle 6 und die leere Spule B zur vollen Spule Bf
geführt,
auf der eine gerade Wicklung gebildet wird.
-
Die
Gleitführung 33 gleitet
dann, um den Faden Y1 zum Fadenfangschlitz 34 zu führen. Wenn
die Führungen 9, 32, 33 die
Fäden Y1a,
Y1b wie oben beschrieben regulieren, wird der Faden Y1 unter Spannung
unterbrochen, so dass die Fadenübertragung
beendet wird. Der Faden Y1 der Traversiervorrichtung 7 wird
auf die leere Spule B in der Reservewicklungs-Spulposition R gespult,
um dort eine Reservewicklung zu bilden.
-
Nachdem
die Führungen 9, 32, 33 von
den Spulenhaltern 4, 5 zurückgestellt wurden, wird die Kontaktrolle 6 mit
der leeren Spule B (dem Spulenhalter 5) in der Spulposition
M in Druckkontakt gebracht, damit der Faden Y1, der traversiert
wurde, auf die leere Spule B gespult werden kann. Außerdem kann
die volle Spule Bf (die Auflaufspule P) in der Warteposition T entfernt
werden.