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Hintergrund
der Erfindung
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Diese
Erfindung bezieht sich allgemein auf das Gebiet dielektrischer Zusammensetzungen.
Insbesondere bezieht sich diese Erfindung auf dielektrische Zusammensetzungen
mit einem geringen Gehalt an flüchtigen
organischen Verbindungen.
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Ein
derzeitiger Trend in der Leiterplattenindustrie richtet sich auf
Verbundschaltungen hoher Dichte. Solche Schaltungen weisen eine
Vielzahl von Schaltkreisschichten auf einer Platte mit einer verringerten
Breite der gebildeten Linien und Freiräume auf. Typischerweise wird
eine Leiterplatte hergestellt, indem zuerst alle Schaltkreise separat
konstruiert und diese Schichten zusammen laminiert werden. Um die
Schichten elektrisch zu verbinden, werden dann Bohrungen vorgenommen
und die gebohrten Löcher
metallisiert. Kürzlich
ist ein neues Verfahren zur Herstellung von Mehrschichtleiterplatten
entwickelt worden, um die erhöhte
Verdichtung anzusprechen. Dieses neue Verfahren baut nacheinander
Schaltungsschichten auf einem Substrat auf. Substrate, die in konventionellen
Mehrschichtleiterplatten verwendet werden, umfassen typischerweise
Glasfasergewebe-verstärkte
kupferbeschichtete Kunststoffsubstrate, wobei allein die Dicke des
Isolierungskunststoffs in dem Bereich von 4 bis 8 mil liegt.
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In
einem typischen Verfahren zum aufeinanderfolgenden Aufbau von Schaltungsschichten
wird ein definierbares dielektrisches Material auf ein geeignetes
Substrat entweder als eine Lösung
in einem Lösungsmittel,
was einen Trocknungsschritt umfaßt, oder als ein vorgetrockneter
Film, der auf dem Polyester vorliegt, geschichtet. Die definierbare
Beschichtung wird dann durch Exponierung und Entwicklung, um Linien,
Freiräume und
Durchgänge,
wie durch die Schaltungskonstruktion erforderlich, bereitzustellen,
lithographisch verarbeitet. Alternativ können diese Strukturen durch
Laserbohrung definiert werden, die eine Fläche freilegt, auf der eine elektri sche
Verbindung von der oberen, bereits beschichteten Schicht hergestellt
werden kann. Die definierbare Beschichtung wird dann mit einem Haftvermittler
versehen und plattiert, gefolgt von einem Druck- und Ätzvorgang,
der die nächsten
Schaltkreisschichten definiert. Das obige Verfahren wird dann wiederholt,
bis die gewünschte
Anzahl von Schichten und Verbindungen erreicht wird.
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Im
allgemeinen werden die definierbaren dielektrischen Materialien
in einem Lösungsmittel
gelöst. Beispielsweise
beschreibt US-Patent Nr. 5,262,280 ein Verfahren des aufeinanderfolgenden
Aufbaus einer Leiterplatte unter Verwendung eines dielektrischen
Materials in einem Lösungsmittel.
Wenn eine Beschichtung des dielektrischen Materials einmal auf das
Substrat aufgetragen ist, muß es
vor der lithographischen Verarbeitung getrocknet werden. In diesem
Trocknungsschritt wird eine große
Menge an flüchtigem
organischem Material erzeugt, z. B. aus der Eindampfung des Lösungsmittels.
In einigen Gebieten der Welt werden die Emissionen von flüchtigen
organischen Verbindungen („VOC") reguliert oder
verboten. Daher muß das
verflüchtigte
Lösungsmittel
aus dem Trocknungsschritt in dem dielektrischen Beschichtungsverfahren
eingeschlossen werden, was zu den Kosten hinzukommt und das Verfahren
außerordentlich
unpraktisch macht.
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EP-A-0
735 071 offenbart eine lösungsmittelfreie
Zusammensetzung, umfassend ein Epoxy-Novolak-Harz, ein Bisphenol-A-Formaldehyd-Harz,
Aluminiumacetylacetonat, Bisphenol-A-Diglycidyletherepoxid-Harz
mit niedriger Dielektrizitätskonstante.
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Bei
einem anderen Verfahren erfolgt die Auftragung mittels einer Trockenfilmkonstruktion.
Bei diesem Verfahren wird eine lösungsmittelhaltige
dielektrische Beschichtung zunächst
auf eine Trägerfolie
geschichtet, dann wird das Lösungsmittel
durch Erhitzen entfernt.
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Photodefinierbare
Dielektrika müssen
Komponenten enthalten, die die Beschichtung entwickelbar machen,
das heißt,
Komponenten, die die Dielektrika entweder mehr oder weniger in dem
Entwickler löslich
machen. Daher werden photodefinierte Flächen während der Entwicklung der photodefinierbaren
Beschichtungen erzeugt, auf die später Kupfer abgeschieden werden
kann. Die entwickelbaren Komponenten, die in den dielektrischen
Beschichtungen verwendet werden, sind typischerweise stark polare
Verbindungen, die ihre Löslichkeit
unterstützen.
Leider erhöhen
diese entwickelbaren Komponenten die Dielektrizitätskonstante
der dielektrischen Beschichtungen, die für Schaltungsanwendungen so
niedrig wie möglich
sein muß.
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Geringe
Oberflächenklebrigkeit
ist eine wichtige Eigenschaft von bekannten dielektrischen Beschichtungen,
da diese dielektrische Beschichtung in direkten Kontakt mit der
Druckvorlage während
des Photoabgrenzungsverfahrens kommen wird. Die Oberflächenklebrigkeit
der dielektrischen Beschichtung muß gering genug sein, so daß die Druckvorlage über die
Oberfläche
der dielektrischen Beschichtung für die leichte Registrierung
mit dem dielektrischen beschichteten Substrat gleiten kann. Diese
geringe Oberflächenklebrigkeit grenzt
die erhältlichen
geringen dielektrischen Materialformulierungen ein.
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Im
Verlauf des Auftragens des Dielektrikums, entweder aus Lösungsmittel
oder aus Trockenfilmkonstruktion, tritt das Problem der Planarisierung
auf, da die Beschichtungen über
dreidimensionale Strukturen aufgetragen werden. Wenn lösungsmittelhaltiges
dielektrisches Material verwendet wird, wird die Flüssigkeit jedoch
während
der Eindampfung des Lösungsmittels
planarisieren, wobei die Dicke des Materials auf einen Teil der
Formulierung schrumpft. Die Schrumpfungsmenge wird dieselbe sein,
ob über
einem erhöhten
Schaltkreis oder in dem Tal dazwischen. Wenn das Lösungsmittel
verdampft, wird das verbleibende Dielektrikum schrumpfen, so daß es sich
an die unterschiedlichen Höhen
anpaßt,
was zu einer dreidimensionalen Oberfläche führt. Dies trifft ebenso auf
eine Trockenfilmkonstruktion zu, die eine einheitliche Filmdicke
aufweist. Wenn auf eine dreidimensionale Struktur aufgetragen, wird
sich der Film an die unebene Oberfläche anpassen.
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Daher
besteht in der Technik der Bedarf nach dielektrischen Beschichtungen,
die einen geringen Gehalt an flüchtigen
organischen Verbindungen, niedrige Dielektrizitätskonstanten aufweisen, das
Problem der Oberflächenklebrigkeit
vermeiden und verbesserte Planarisierung aufweisen.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung stellt solche dielektrischen Zusammensetzungen
bereit. Die Vorteile der vorliegenden Erfindung sind, daß die Menge
an flüchtigen
organischen Komponenten stark verringert wird, das Nachhärten vermieden
wird, die Entwicklung der dielektrischen Zusammensetzungen vermieden
wird, die Planarisierung verbessert wird und die Oberflächenklebrigkeitsprobleme
vermieden werden.
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Die
Erfindung wird in den anhängenden
Ansprüchen
dargestellt.
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In
einem ersten Aspekt stellt die vorliegende Erfindung eine Zusammensetzung
bereit, die zur Verwendung als ein Dielektrikum geeignet ist, bestehend
aus
- a) 20 bis 80 Gew.-% mindestens eines vernetzbaren
Materials mit einer niedrigen Dielektrizitätskonstante (z. B. einer Dielektrizitätskonstante
unterhalb 4), ausgewählt
aus Polybutadien, funktionalisiertem Polybutadien oder Gemischen
davon;
- b) 10 bis 80 Gew.-% mindestens eines Vernetzungsmittels, ausgewählt aus
Phenolharzen, Amin-haltigen Verbindungen, Epoxy-haltigen Materialien
oder Kombinationen davon;
- c) 0,1 bis 25 Gew.-% mindestens eines Katalysators, ausgewählt aus
thermischen Säureerzeugern
bzw. -generatoren, ausgewählt
aus organischen Sulfonsäuren,
photosauren Erzeugern, ausgewählt
aus Diaryl-Diazoniumsalzen, Oniumsalzen der Gruppe VA und B, IIA
und B und I des Periodensystems, Haloniumsalzen, quartären Ammonium-,
Phosphonium- und Arsoniumsalzen, aromatischen Sulfoniumsalzen und Sulfoxoniumsalzen
oder Seleniumsalzen oder Gemischen davon;
- d) 5 bis 60 Gew.-% eines reaktiven Verdünnungsmittels, ausgewählt aus
Epoxiden; und
- e) gegebenenfalls einem oder mehreren Additiven, ausgewählt aus
Farbstoffen, Egalisierungshilfsmitteln, Füllstoffen, Thixotropierungsmitteln,
Pigmenten, Benetzungsmitteln, Entschäumungsmitteln, Haftvermittlern
und Flammschutzmitteln, wobei die Zusammensetzung im wesentlichen
frei von organischen Lösungsmitteln
ist.
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In
einem zweiten Aspekt stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren
zur Herstellung von Leiterplatten bereit, umfassend die Schritte
des Aufbringens der obigen dielektrischen Zusammensetzung auf ein
Substrat; des thermischen Härtens
der dielektrischen Zusammensetzung, des Bereitstellens von einem
oder mehreren von Linien, Freiräumen
oder Durchgängen
in der dielektrischen Zusammensetzung, des Beschleunigens bzw. Vermittelns
der Haftung und des Plattierens bzw. Beschichtens der dielektrischen
Schicht mit einem leitfähigen
Metall.
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In
einem dritten Aspekt stellt die vorliegende Erfindung ein Substrat
bereit, das mit der dielektrischen Zusammensetzung, wie oben beschrieben,
beschichtet ist.
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Ausführliche
Beschreibung der Erfindung
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Wie
durch die Beschreibung hindurch verwendet, sollen die folgenden
Ausdrücke
die folgenden Bedeutungen haben, wenn es der Kontext nicht deutlich
anderweitig angibt.
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Die
Ausdrücke „Schaltkarte" und „Leiterplatte" werden in der ganzen
Beschreibung austauschbar verwendet. Die Ausdrücke „Polymer" und „polymer" umfassen Dimere, Trimere, Oligomere
und dergleichen. „Polymer" bezieht sich sowohl
auf Homopolymere als auch Copolymere. Der Ausdruck „Polymer" umfaßt lineare Polymere,
Blockcopolymere und Pfropfcopolymere. „Vernetzungsmittel" und „Vernetzer" werden in der ganzen Beschreibung
austauschbar verwendet. „(Meth)acryl" bezieht sich sowohl
auf Acryl als auch Methacryl. Ebenso bezieht sich „(Meth)acrylat" sowohl auf Acrylat
als auch Methacrylat, und „(Meth)acrylamid" bezieht sich sowohl
auf Acrylamid als auch Methacrylamid. Der Ausdruck „Alkyl" umfaßt lineares,
verzweigtes und cyclisches Alkyl.
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Alle
Verhältnisse
und Mengen beziehen sich auf das Gewicht, wenn nicht anders angegeben.
Alle Zahlenbereiche sind einschließlich, wenn nicht anders angegeben.
Die folgenden Abkürzungen
werden in der ganzen Beschreibung verwendet: pph = Teile pro Hundert;
F = Fahrenheit; C = Grad Celsius; cPs = Centipoise pro Sekunde und
asf = Ampere pro Quadratfuß.
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Unter
Material mit niedriger Dielektrizitätskonstante ist ein Material
mit einer Dielektrizitätskonstante unter
4,0 und bevorzugt unter 3,0 zu verstehen. Unter thermisch härtbar ist
ein Material zu verstehen, welches in dem Bereich von 100 °C bis 500 °C, und bevorzugt
in dem Bereich von 100 °C
bis 300 °C
härtet.
Das Material mit niedriger Dielektrizitätskonstante, das in der vorliegenden
Erfindung nützlich
ist, kann monomer oder polymer sein.
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Die
Menge an wenig dielektrischem Material liegt in dem Bereich von
20 bis 80 Gew.-% und bevorzugt in dem Bereich von 25 bis 60 Gew.-%.
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Die
wenig dielektrischen Materialien, die in der vorliegenden Erfindung
nützlich
sind, sind Polybutadien, funktionalisiertes Polybutadien und Gemische
davon. Unter „funktionalisiert" ist zu verstehen,
daß das
wenig dielektrische Material mit einer Gruppe substituiert ist,
die mit einer anderen Verbindung vernetzt werden kann, wie eine
Verbindung, die eine Vinylgruppe, ein Acrylat oder eine Epoxygruppe
enthält.
Es ist bevorzugt, daß das
vernetzbare Material mit niedriger Dielektrizitätskonstante epoxidiertes Polybutadien,
wie oligomeren epoxidierten Kautschuk, umfaßt. Es wird angenommen, daß Kombinationen
von dielektrischem Material in der vorliegenden Erfindung erfolgreich
verwendet werden können.
Daher werden Gemische aus Monomeren und Polymeren durch die vorliegende
Erfindung in Betracht gezogen.
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Reaktive
Verdünnungsmittel,
die in der vorliegenden Erfindung nützlich sind, sind Verbindungen,
die mit allen Komponenten der Zusammensetzung mischbar sind, und
die Funktion des dielektrischen Materials nicht nachteilig beeinflussen.
Die reaktiven Verdünnungsmittel
können
verwendet werden, um die Viskosität der Beschichtung für verschiedene
Anwendungen einzustellen. Beispielsweise können diese reaktiven Verdünnungsmittel
ein Material mit niedriger Viskosität oder ein viskositätsverringerndes
Material sein. Die reaktiven Verdünnungsmittel haben den Vorteil,
dass sie als löslich
machende Komponenten für
die Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung fungieren, aber
ebenso als Teil der Endbeschichtung härten, wodurch das Problem der
flüchtigen
organischen Verbindungen vermieden wird. Die reaktiven Verdünnungsmittel,
die in der vorliegenden Erfindung nützlich sind, können ebenso
als Vernetzungsmittel fungieren.
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Geeignete
reaktive Verdünnungsmittel,
die in der vorliegenden Erfindung nützlich sind, sind Epoxide.
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Die
Epoxide, die als reaktive Verdünnungsmittel
in der vorliegenden Erfindung nützlich
sind, umfassen: mono-, di- und tri-funktionelle Epoxide geringer
Viskosität,
wie Glycidylbutanether und Glycidylbutandiether.
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Mehr
als ein reaktives Verdünnungsmittel
kann erfolgreich in der vorliegenden Erfindung verwendet werden.
Es wird dem Fachmann offensichtlich sein, daß mehr als ein reaktives Verdünnungsmittel
notwendig sein kann, um eine gewünschte
Viskosität
oder Löslichkeit
der Komponenten der Zusammensetzung oder beides zu erreichen. Typischerweise
liegt das reaktive Verdünnungsmittel
in den Zusammensetzungen der Erfindung in einem Bereich von 5 bis
60 Gew.-%, bevorzugt 15 bis 55 Gew.-% und stärker bevorzugt 20 bis 50 Gew.-%
vor.
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Vernetzungsmittel,
die in der vorliegenden Erfindung nützlich sind, umfassen: Phenolharze,
Amin-haltige Verbindungen, Epoxy-haltige Materialien und Kombinationen
davon. Bevorzugte Vernetzungsmittel umfassen Phenolharze und Amin-haltige
Verbindungen.
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Solche
Vernetzungsmittel werden unter Bildung eines polymerisierten Netzwerkes
mit dem Material mit niedriger Dielektrizitätskonstante härten. Solche
Vernetzungsmittel können
Monomere oder Polymere sein. Es wird dem Fachmann offensichtlich
sein, daß Kombinationen
von Vernetzungsmitteln erfolgreich in der vorliegenden Erfindung
verwendet werden können.
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Geeignete
Phenolharze umfassen: Phenolaldehydkondensate (in der Technik bekannt
als Novolakharze), Homopolymere und Copolymere von Alkenylphenolen,
teilweise hydrierte Novolak- und Poly(vinylphenol)harze, Polymere,
enthaltend Phenoleinheiten und nichtaromatische cyclische Alkoholeinheiten,
und Homopolymere und Copolymere von N-Hydroxyphenyl-maleimiden,
sind aber nicht darauf be schränkt.
Von den Phenolharzen, die als Vernetzer für die Zusammensetzungen der
Erfindung geeignet sind, sind die Novolakharze bevorzugt.
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Novolakharze
sind das thermoplastische Kondensationsprodukt eines Phenols und
eines Aldehyds. Beispiele von geeigneten Phenolen zur Kondensation
mit einem Aldehyd, insbesondere Formaldehyd, für die Bildung von Novolakharzen,
umfassen Phenol; m-Cresol; o-Cresol; p-Cresol; 2,4-Xylenol; 2,5-Xylenol;
3,4-Xylenol; 3,5-Xylenol; Thymol und Gemische davon. Eine säurekatalysierte
Kondensationsreaktion führt
zur Bildung eines geeigneten Novolakharzes, das im Molekulargewicht
von etwa 500 bis 100.000 Dalton variieren kann. Bevorzugte Novolakharze
umfassen Phenolformaldehyd-Kondensationsprodukte, Cresolformaldehyd-Kondensationsprodukte
und Gemische davon.
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Im
allgemeinen werden Novolakharze gemäß den Verfahrensweisen hergestellt,
bekannt und offenbart in zahlreichen Veröffentlichungen, wie DeForest,
Photoresist Materials and Processes, McGraw-Hill Book Company, New
York, Kap. 2, 1975; Moreau, Semiconductor Lithography Principles,
Practices and Materials, Plenum Press, New York, Kap. 2 und 4, 1988;
und Knop and Pilato, Phenolic Resins, Springer-Verlag, 1985.
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Poly(vinylphenol)harze
sind thermoplastische Materialien, die durch Blockpolymerisation,
Emulsionspolymerisation oder Lösungspolymerisation
von entsprechenden Monomeren in Gegenwart eines kationischen Katalysators
gebildet werden können.
Vinylphenole, die zur Herstellung von Poly(vinylphenol)harzen verwendet
werden, können
beispielsweise durch Hydrolyse von kommerziell erhältlichen
Coumarinen oder substituierten Coumarinen, gefolgt von Decarboxylierung
der resultierenden Hydroxyzimtsäuren
hergestellt werden. Nützliche
Vinylphenole können
ebenso durch Dehydratisierung des entsprechenden Hydroxyalkylphenols
oder durch Decarboxylierung der Hydroxyzimtsäuren, die aus der Reaktion
von substituierten oder nichtsubstituierten Hydroxybenzaldehyden
mit Malonsäure
resultieren, hergestellt werden. Bevorzugte Poly(vinylphenol)harze,
die aus diesen Vinylphenolen hergestellt werden, haben ein Molekulargewicht
in dem Bereich von etwa 2.000 bis etwa 100.000 Dalton. Verfahrensweisen
zur Bildung von Poly(vinylphenol)harzen können ebenso in US-Pat. Nr.
4,439,516 gefunden werden. Viele nützliche Poly(vinylphenol)harze
sind von Maruzen Corporation, Tokyo, Japan erhältlich.
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Die
Polymere, die Phenoleinheiten und nichtaromatische cyclische Alkoholeinheiten
enthalten, die zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung geeignet
sind, haben analoge Strukturen wie die Novolakharze und Poly(vinylphenol)harze.
Diese Copolymerharze sind in der europäischen Patentanmeldung Nr.
0 401 499 beschrieben.
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Die
Homopolymere und Copolymere von N-Hydroxyphenylmaleimiden, die in
der vorliegenden Erfindung nützlich
sind, umfassen die, die in der europäischen Patentanmeldung Nr.
0 255 989 offenbart sind.
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Die
Amin-haltigen Verbindungen, die als Vernetzungsmittel in der vorliegenden
Erfindung nützlich sind,
umfassen: ein Melaminmonomer oder -polymer, Melamin-Formaldehydharze,
Benzoguanamin-Formaldehydharze, Harnstoff-Formaldehydharze, Glycoluril-Formaldehydharze
und Kombinationen davon, sind aber nicht darauf beschränkt. Diese
Harze können
durch die Reaktion von Acrylamid- oder Methacrylamidcopolymeren
mit Formaldehyd in einer Alkohol-haltigen Lösung oder alternativ durch
die Copolymerisation von N-Alkoxymethylacrylamid oder -methacrylamid
mit anderen geeigneten Monomeren hergestellt werden. Besonders geeignete
Aminbasierende Vernetzer umfassen die Melamine, hergestellt durch
Cytec aus West Paterson, New Jersey, wie CYMELTM 300,
301, 303, 350, 370, 380, 1116 und 1130; Benzoguanaminharze, wie
CYMELTM 1123 und 1125; die Glycolurilharze
CYMELTM 1170, 1171 und 1172; und die Harnstoff-basierenden
Harze BEETLETM 60, 65 und 80, ebenso erhältlich von
Cytec, West Paterson, New Jersey. Eine große Anzahl von ähnlichen
Amin-basierenden Verbindungen ist von verschieden Anbietern kommerziell
erhältlich.
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Melamine
sind die bevorzugten Amin-basierenden Vernetzer. Besonders bevorzugt
sind Melaminformaldehydharze, d. h. Reaktionsprodukte von Melamin
und Formaldehyd. Diese Harze sind typischerweise Ether, wie Trialkylolmelamin
und Hexaalkylolmelamin. Die Alkylgruppe kann 1 bis 8 oder mehr Kohlenstoffatome
haben, ist aber bevorzugt Methyl. In Abhängigkeit der Reaktionsbedingungen
und der Formal dehydkonzentration können die Methylether miteinander
unter Bildung komplexerer Einheiten reagieren.
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Die
Epoxy-haltigen Materialien, die als Vernetzer in der vorliegenden
Erfindung nützlich
sind, sind jegliche organische Verbindungen mit einem oder mehreren
Oxiranringen, die durch Ringöffnung
polymerisierbar sind. Diese Materialien, die weitgehend Epoxide
genannt werden, umfassen: monomere Epoxyverbindungen und polymere
Epoxide, die aliphatisch, cycloaliphatisch, aromatisch oder heterocyclisch
sein können,
sind aber nicht darauf beschränkt.
Bevorzugte Epoxyvernetzungsmaterialien haben im allgemeinen durchschnittlich
mindestens 2 polymerisierbare Epoxygruppen pro Molekül. Die polymeren
Epoxide umfassen lineare Polymere mit terminalen Epoxygruppen (z.
B. Diglycidylether eines Polyoxyalkylenglycols), Polymere mit skelettartigen
Oxiraneinheiten (z. B. Polybutadienpolyepoxid) und Polymere mit
seitenständigen
Epoxygruppen (z. B. Glycidylmethacrylatpolymer oder -copolymer).
Die Epoxide können
reine Verbindungen sein, sind aber im allgemeinen Gemische, die
ein, zwei oder mehr Epoxygruppen pro Molekül enthalten.
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Nützliche
Epoxy-haltige Materialien können
von monomeren Materialien und Oligomeren mit niedrigem Molekulargewicht
bis Polymeren mit relativ hohem Molekulargewicht variieren, und
können
größtenteils in
der Natur ihrer Hauptkette und Substituentengruppen variieren. Beispielsweise
kann die Hauptkette von jedem Typ sein, und die Substituentengruppen
können
jede Gruppe sein, die frei von jeglichen Substituenten ist, die
mit einem Oxiranring bei Raumtemperatur reaktiv sind. Geeignete
Substituenten umfassen: Halogene, Estergruppen, Ether, Sulfonatgruppen,
Siloxangruppen, Nitrogruppen, Phosphatgruppen und dergleichen.
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Besonders
nützliche
Epoxy-haltige Materialien in der vorliegenden Erfindung umfassen
Glycidylether. Beispiele sind die Glycidylether von mehrwertigen
Phenolen, erhalten durch das Umsetzen eines mehrwertigen Phenols
mit einem Überschuß an Chlorhydrin,
wie Epichlorhydrin (z. B. der Diglycidylether von 2,2-Bis-(2,3-epoxypropoxyphenol)propan).
Weitere Beispiele von Epoxiden dieses Typs sind in US-Pat. Nr. 3,018,262
beschrieben.
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Geeignete
Epoxide, die in der vorliegenden Erfindung nützlich sind, umfassen: Epichlorhydrin,
Glycidol, Glycidylmethacrylat, den Glycidylether von p-Tertbutylphenol
(z. B. die, die unter dem Handelsname EPI-REZ 5014 von Celanese
erhältlich
sind); Diglycidylether von Bisphenol A (z. B. die, die unter den
Markenbezeichnungen EPON 828, EPON 1004 und EPON 1010 von Shell
Chemical Co.; und DER-331, DER-332 und DER-334 von Dow Chemical
Co. erhältlich
sind), Vinylcyclohexendioxid (z. B. ERL-4206 von Union Carbide Corp.),
3,4-Epoxy-6-methylcyclohexylmethyl-3,4-epoxy-6-methylcyclohexencarboxylat
(z. B. ERL-4201 von Union Carbide Corp.), Bis(3,4-epoxy-6-methylcyclohexylmethyl)adipat
(z. B. ERL-4289 von Union Carbide Corp.), Bis(2,3-epoxycyclopentyl)ether
(z. B. ERL-0400 von Union Carbide Corp.), aliphatisches Epoxy, modifiziert
mit Polypropylenglykol (z. B. ERL-4050 und ERL-4269 von Union Carbide Corp.), Dipentendioxid
(z. B. ERL-4269 von Union Carbide Corp.), flammenhemmende Epoxyharze
(z. B. DER-580, ein bromiertes Epoxyharz vom Bisphenoltyp, erhältlich von
Dow Chemical Co.), 1,4-Butandioldiglycidylether von Phenolformaldehyd-Novolak
(z. B. DEN-431 und DEN-438 von Dow Chemical Co.), und Resorcinoldiglycidylether
(z. B. KOPOXITE von Koppers Company, Inc.), sind aber nicht darauf
beschränkt.
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Die
Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung können geeigneterweise nur einen
einzelnen Typ an Vernetzer umfassen, z. B. nur einen Phenolharzvernetzer,
oder können
zwei oder mehrere verschiedene Vernetzer enthalten. Wenn eine Kombination
von Vernetzern in der vorliegenden Erfindung verwendet wird, ist
es bevorzugt, daß die
Kombination ein Phenolharz und eine Amin-haltige Verbindung, und
stärker
bevorzugt ein Cresol-Novolak-Harz und einen Melaminvernetzer umfaßt. Die
Konzentration von Vernetzungsmitteln in den Zusammensetzungen der
vorliegenden Erfindung kann innerhalb eines relativ breiten Bereiches
variieren. Es ist für
den Fachmann offensichtlich, daß geeignete
Vernetzerkonzentrationen mit Faktoren wie Vernetzerreaktivität und spezieller
Auftragung der Zusammensetzung variieren werden. Typischerweise
liegt/liegen das/die Vernetzungsmittel in einer Menge in dem Bereich
von 10 bis 80 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung,
bevorzugt in dem Bereich von 15 bis 70 Gew.-% und stärker bevorzugt
in dem Bereich von 20 bis 60 Gew.-%, vor. Es ist bevorzugt, daß ein Vernetzungsmittel
in den Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung verwendet wird.
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Die
Katalysatoren, die in den Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung
nützlich
sind, sind thermische Säureerzeuger,
Photosäureerzeuger
und Gemische davon. Es wird dem Fachmann offensichtlich sein, daß ein Gemisch
aus zwei oder mehr Katalysatoren eines Typs, wie ein Gemisch aus
zwei oder mehr thermischen Säureerzeugern,
oder ein Gemisch aus Katalysatoren verschiedener Typen, wie ein
thermischer Säureerzeuger
und photosaurer Erzeuger, vorteilhaft in der vorliegenden Erfindung
verwendet werden kann. Es ist bevorzugt, daß der Katalysator ein thermischer
Säureerzeuger
ist.
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Die
in der vorliegenden Erfindung nützlichen
Katalysatoren werden typischerweise in einem Bereich von 0,1 bis
25 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der Zusammensetzung, verwendet.
Es ist bevorzugt, daß der
Katalysator in einer Menge im Bereich von 0,5 bis 15 Gew.-% und
stärker
bevorzugt in dem Bereich von 1 bis 12 Gew.-% vorliegt.
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Es
wird offensichtlich sein, daß,
wenn ein thermischer Säureerzeuger
verwendet wird, die Zusammensetzung effektiv photobeschleunigt werden
kann, das heißt,
daß Licht,
wie UV, verwendet werden kann, um eine Reaktion zu beschleunigen.
Beispielsweise kann bei einer Reaktion, die einen thermischen Säureerzeuger
enthält,
Licht verwendet werden, um die Reaktion zu beginnen oder zu beschleunigen,
gefolgt von Erhitzen. Diese Photobeschleunigung weist den Vorteil
auf, daß die
Menge an Katalysator verringert werden kann.
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Die
thermischen Säureerzeuger,
die in der vorliegenden Erfindung nützlich sind, setzen Säure beim Erhitzen,
typischerweise bei einer Temperatur in dem Bereich von etwa 25 °C bis 220 °C frei. Geeignete
thermische Säureerzeuger,
die in der vorliegenden Erfindung nützlich sind, sind organische
Sulfonsäuren,
wie Dinonylnaphthalindisulfonsäure,
Dinonylnaphthalinsulfonsäure,
Dodecylbenzolsulfonsäure
und p-Toluolsulfonsäure.
Blockierte thermische Säureerzeuger,
das heißt,
Säureester,
sind bevorzugt, wie blockierte Dodecylsulfonsäureester. Diese thermischen
Säureerzeuger
sind in der Technik allgemein bekannt und sind im allgemeinen kommerziell erhältlich,
wie der blockierte Säureerzeuger,
erhältlich
von King Industries, Norwalk, Connecticut, unter dem Markennamen
NACURE.
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Die
in der vorliegenden Erfindung nützlichen
thermischen Säureerzeuger
können
eine einzelne Verbindung oder eine Kombination von Verbindungen
sein. Beispielsweise können
zwei oder mehr thermische Säureerzeuger
verwendet werden. Alternativ können
die thermischen Säureerzeuger
ein Zwei-Komponenten-System sein. Solche Zwei-Komponenten-Systeme
sind für
das Härten
bei Raumtemperatur, das heißt
20 °C bis
25 °C, der
Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung besonders nützlich.
In einem Zwei-Komponenten-System können typischerweise zwei oder
mehr Verbindungen vor dem Kombinieren mit den anderen Komponenten
der Zusammensetzung gemischt werden. Diese Zwei-Komponenten-Systeme
haben eine relativ kurze Gebrauchsdauer, beispielsweise bis zu 4
Stunden, und werden daher direkt vor der Verwendung hergestellt.
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Die
photosauren Erzeuger, die in der vorliegenden Erfindung nützlich sind,
sind Verbindungen, welche Säure
bei Belichtung typischerweise bei einer Wellenlänge von etwa 320 bis 420 Nanometer
freisetzen, jedoch können
andere Wellenlängen
geeignet sein. Geeignete photosaure Erzeuger sind Oniumsalze, ausgewählt aus:
Diaryl-Diazoniumsalzen
und Oniumsalzen der Gruppen VA und B, IIA und B und I des Periodensystems, beispielsweise
Haloniumsalze, quartäre
Ammonium-, Phosphonium- und
Arsoniumsalze, aromatische Sulfoniumsalze und Sulfoxoniumsalze oder
Seleniumsalze. Oniumsalze mit schwach nukleophilen Anionen sind
besonders für
die Verwendung als photosaure Erzeuger in der vorliegenden Erfindung
geeignet. Beispiele solcher Anionen sind die Halogenkomplexanionen
von zweiwertigen bis siebenwertigen Metallen oder Nicht-Metallen,
beispielsweise Antimon, Zinn, Eisen, Bismuth, Aluminium, Gallium,
Indium, Titan, Zirkonium, Scandium, Chrom, Hafnium, Kupfer, Bor,
Phosphor und Arsen. Beispiele von geeignetem Onium sind in US-Patent Nr. 4,442,197;
4,603,101 und 4,624,912 offenbart.
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Die
Additive, welche gegebenenfalls in den Zusammensetzungen der Erfindung
vorliegen können, sind:
Färbemittel,
wie ORASOL BLUE, erhältlich
von Ciba-Geigy, Egalisierungshilfsmittel, Füllstoffe, Pigmente, Benetzungsmittel,
Entschäumungsmittel, Haftvermittler,
Thixotropierungsmittel und Flammschutzmittel. Solche Zusatzmittel
sind in der Technik für
Beschichtungszusammensetzungen allgemein bekannt. Es wird offensichtlich
sein, daß mehr
als ein Additiv in den Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung
kombiniert werden kann. Beispielsweise kann ein Benetzungsmittel
mit einem Thixotropierungsmittel kombiniert werden. Geeignete Füllstoffe
und Thixotropierungsmittelumfassen Siliciumdioxid, Quarzstaub, Talk
und dergleichen. Geeignete Benetzungsmittelumfassen Silikon-basierende
Mittel, wie SILWETTM, erhältlich von
Dow. Diese optionalen Additive sind aus einer Vielzahl von Quellen
kommerziell erhältlich.
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Die
dielektrischen Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung sind
im wesentlichen frei von organischem Lösungsmittel. Unter „im wesentlichen
frei" ist zu verstehen,
daß die
Zusammensetzungen bis zu 5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zusammensetzung, eines oder mehrerer organischer Lösungsmittel
umfassen. Bevorzugt beträgt
die Menge an organischem Lösungsmittel
bis zu 3 Gew.-% und stärker
bevorzugt bis zu 2 Gew.-%. Es ist besonders bevorzugt, daß die dielektrischen
Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung frei von organischem
Lösungsmittel
sind.
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Diese
organischen Lösungsmittel
können
zu der Zusammensetzung für
die leichte Formulierung zugegeben werden. Geeignete organische
Lösungsmittel
zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung umfassen: Glykolether,
wie Ethylenglykolmonomethylether, Propylenglykolmonomethylether,
Dipropylenglykolmonomethylether; Ester, wie Methylcellosolveacetat,
Ethylcellosolveacetat, Propylenglykolmonomethyletheracetat, Dipropylenglykolmonomethyletheracetat
und andere Lösungsmittel,
wie zweiwertige Ester, Propylencarbonat, γ-Butyrolacton, Ethyllactat und
Alkohole, wie n-Propanol, i-Propanol und dergleichen, sind aber
nicht darauf beschränkt.
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Eine
besonders nützliche
dielektrische Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung umfaßt 20 bis 30
Gew.-% epoxidierten Butadienkautschuk, 10 bis 15 Gew.-% eines Cresol-Novolak-Vernetzers,
5 bis 8 Gew.-% eines Melaminvernetzers, 1 bis 5 Gew.-% Quarzstaub
als ein Thixotropierungsmittel, 1 bis 5 Gew.-% blockierte Dodecylsulfonsäure, 20
bis 25 Gew.-% Glycidylbutanether und 20 bis 25 Gew.-% Digly cidylbutanether.
Es ist ferner bevorzugt, daß diese
Zusammensetzung frei von organischem Lösungsmittel ist.
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Die
Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung können durch Kombinieren der
Komponenten in jeder Reihenfolge hergestellt werden. Die Komponenten
können
gleichzeitig kombiniert werden oder können nacheinander kombiniert
werden. Beispielsweise kann das Material mit niedriger Dielektrizitätskonstante
zunächst
mit dem reaktiven Verdünnungsmittel
und Vernetzungsmittel kombiniert, gefolgt von zusätzlichem
Vernetzungsmittel und optionalen Additiven, und zuletzt mit einem
thermischen Säureerzeuger
kombiniert werden. Es ist bevorzugt, daß alle anderen Komponenten
vor der Zugabe des thermischen Säureerzeugers
kombiniert werden. Es ist ferner bevorzugt, daß, wenn ein thermischer Säureerzeuger
bei Raumtemperatur verwendet wird, er noch vor der Verwendung zu
der Zusammensetzung zugegeben wird.
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Die
Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung stellen eine dielektrische
Schaltungsschicht mit niedrigem VOC-Gehalt bereit, ohne die Notwendigkeit
der photochemischen Härtung
oder Entwicklung. Da es keine photochemische Härtung gibt, ist die Oberflächenklebrigkeit
kein Problem, und da es keine Entwicklung gibt, werden hohe Gehalte
an polarem Entwicklermaterial vermieden. Daher kann die Menge an
dielektrischem Material in der Zusammensetzung erhöht werden,
was es ermöglicht,
daß die
Beschichtung eine niedrigere Dielektrizitätskonstante hat, als es in
bekannten entwickelbaren Systemen erreichbar ist. Ein weiterer Vorteil der
vorliegenden Erfindung ist, daß dielektrische
Schichten mit mehr als 90 % Planarisierung bereitgestellt werden.
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Unter
Verwendung eines Verfahrens zum Bilden einer Leiterplatte für den Zweck
der Veranschaulichung kann eine Zusammensetzung der Erfindung auf
ein Substrat mit einem Muster von leitfähigem Material, das darauf
abgeschieden ist, bereitgestellt werden. Das Substrat kann ein Kupferlaminatsubstrat
sein, hergestellt durch die in Coombs, Printed Circuits Handbook,
McGraw-Hill, (3. Aufl. 1988) beschriebenen Verfahren, hierin durch
Verweis aufgenommen. Andere geeignete Substrate umfassen die, die
durch Laminieren von Mehrlagenleiterplatten zur Herstellung von
Leiter platten mit Durchgängen
(Durchgangslöchern)
und Verbindungen, die Lötmetall
enthalten können,
hergestellt werden, wie in dem oben genannten Printed Circuits Handbook
beschrieben.
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Die
Zusammensetzungen der Erfindung können auf das Substrat unter
Verwendung konventioneller Techniken aufgetragen werden, einschließlich Siebbeschichtung
(oder Siebdruck), Lackgießen,
Walzenauftrag, Schlitzbeschichtung, Schleuderbeschichtung, Flutbeschichtung,
elektrostatisches Sprühen,
Spritzen, Tauchbeschichten und als ein Trockenfilm. Wenn die Zusammensetzungen
der vorliegenden Erfindung gespritzt werden, kann eine Heißspritzpistole
verwendet werden. Wie oben angegeben, kann die Viskosität der Zusammensetzung
eingestellt werden, um die Anforderungen für jedes Auftragungsverfahren
durch Zugeben zusätzlicher
reaktiver Verdünnungsmittel,
für Verfahren,
die geringe Viskosität
erfordern, wie Tauchbeschichten, oder optionale Additive, wie Verdickungsmittel
und Füllstoffe,
für Verfahren,
die hohe Viskosität
erfordern, wie Siebbeschichten, zu erfüllen.
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Das
beschichtete Substrat wird dann gehärtet, entweder durch thermisches
Härten
oder photochemisches Härten,
in Abhängigkeit
dessen, ob ein thermisch oder durch Photonenabsorption erzeugter
Katalysator verwendet wird. Wenn die Zusammensetzungen thermisch
gehärtet
werden, können
sie bei Raumtemperatur oder in einem Ofen gehärtet werden. Die spezielle
Härtungstemperatur
wird von dem speziellen ausgewählten thermischen
Säureerzeuger
abhängen.
Daher muß die
Härtungstemperatur
für den
thermischen Säureerzeuger
ausreichend hoch sein, um Säure
freizusetzen. Das thermische Härten
kann bei Temperaturen in dem Bereich von etwa Raumtemperatur (d.
h. 25 °C)
bis 180 °C,
vorzugsweise 100 °C
bis 140 °C,
für einen
Zeitraum zwischen etwa 30 und 240 Minuten, bevorzugt zwischen etwa
45 und 90 Minuten durchgeführt
werden. Die thermische Härtung
härtet
nicht umgesetzte Komponenten, fördert
die Flexibilität
der Beschichtungsschicht und kann die Haftung der Beschichtungsschicht
an das Substrat verbessern. Die Beschichtungsschicht kann ebenso
unter Verwendung von Hochfrequenz („RF") oder Mikrowellenenergie durch Verfahren,
die in der Beschichtungsindustrie allgemein bekannt sind, nachgehärtet werden.
Wenn der Katalysator durch Photonenabsorption erzeugt wird, d. h. eine
Photosäure
oder Photobase als der Katalysator verwendet wird, muß das beschichtete
Substrat thermisch gehärtet
werden, wie oben beschrieben.
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Wenn
einmal gehärtet,
werden Linien, Freiräume
und Durchgänge
in der Beschichtung mittels Laserablation oder -bohren bereitgestellt.
Geeignete Laser zur Verwendung bei diesem Bohren umfassen CO2 und Neodymium-Yttrium-Aluminium-Granat
(„Nd:YAG"). Diese Laser sind
im allgemeinen kommerziell erhältlich, wie
von ESI, Coherent, Lumonics und Hitachi.
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Das
beschichtete Substrat wird dann durch bekannte Verfahren, wie Plasmaätzen, elektrostatische Entladung
und Quell- und Ätzverfahren,
bevorzugt durch Quell- und Ätzverfahren
haftvermittelt. Bei einem typischen Quell- und Ätzverfahren wird das beschichtete
Substrat zunächst
mit einem Lösungsmittel,
wie CIRCUPOSIT 302, erhältlich
von Shipley Co., Marlborough, Massachusetts, gequollen, mit Permanganat,
wie CIRCUPOSIT 3308, erhältlich
von Shipley, Co., geätzt
und neutralisiert, wie mit CIRCUPOSIT 3314, erhältlich von Shipley Co., bei
Raumtemperatur für
2 Minuten.
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Schließlich wird
das beschichtete Substrat mit einem leitfähigen Metall durch irgendein
bekanntes Verfahren plattiert. Typischerweise wird das beschichtete
Substrat stromlos mit einem Metall, wie Kupfer, plattiert. Bei einem
typischen stromlosen Plattierungsverfahren wird das haftvermittelte
beschichtete Substrat zunächst konditioniert,
wie mit CIRCUPOSIT 3320, erhältlich
von Shipley Co., bei 45 °C
für 5 Minuten,
dann geätzt,
wie mit PREPOSIT 748, erhältlich
von Shipley Co., dann katalysiert, wie CATAPOSIT 44, erhältlich von
Shipley Co., bei Raumtemperatur für 5 Minuten, dann wird Kupfer
stromlos abgeschieden, wie mit CIRCUPOSIT 328, erhältlich von
Shipley Co., und schließlich
wird Kupfer elektrolytisch plattiert, wie mit CIRCUPOSIT 1100, erhältlich von
Shipley Co.
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Jegliche
direkten Plattierungsverfahren sind ebenso für die Verwendung mit den beschichteten
Substraten der vorliegenden Erfindung geeignet. Geeignete direkte
Plattierungsverfahren umfassen CRIMSON und GRAPHITE 2000, beide
erhältlich
von Shipley Co., sind aber nicht darauf beschränkt.
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Die
Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung sind für alle Anwendungen
nützlich,
die definierbare elektronische Beschichtungen benötigen. Diese
Anwendungen umfassen: als Dielektrika in Sequential-Build-Anwendungen,
als flexible Deckschichten für
flexible Schaltungen, als Einkapselungsstoffe, das heißt „Glop Top", als Lötmasken
und als Unterschicht, sind aber nicht darauf beschränkt. Die
vorliegenden Zusammensetzungen sind in Anwendungen, die Laserbohrung
erfordern, besonders nützlich,
wie Dielektrika in Sequential-Build-Anwendungen, flexible Deckschichten
für flexible
Schaltungen und Lötmasken.
Die Laserbohrung stellt kompliziertere Geometrien in elektronischen
Schaltungen im Vergleich zu Siebdruck bereit.
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Zusammensetzungen
der Erfindung sind als dielektrische Zwischenlagen für Mehrlagenleiterplatten nützlich,
die durch ein aufeinanderfolgendes Schichtbildungsverfahren hergestellt
werden, wie oben und in US-Pat. Nr. 4,902,610 beschrieben. Beispielsweise
kann eine Zusammensetzung der Erfindung über eine erste Schaltungsschicht
beschichtet werden und dann die Beschichtungsschicht gehärtet und
lasergebohrt werden, wie oben beschrieben, um Öffnungen bereitzustellen, die
Verbindungen definieren, und dann werden eine oder mehrere andere
Plattenschichten nacheinander über
der gebohrten Zusammensetzungsschicht unter Bildung einer Leiterplatte
mit zwei oder mehr Schichten der Schaltung gebildet. Die erste Schaltungsschicht
wird in elektrischer Verbindung mit anderen Schaltungsschicht(en)
der Platte mittels der gebohrten Öffnungen der Beschichtungsschicht
vorliegen. Eine typische Anwendung einer dielektrischen Zwischenlage
würde die
Auftragung einer zwei-mil-Schicht einer Zusammensetzung der Erfindung über einem
vorgereinigten Schaltungssubstrat mit 6 mil breiten Leitern und
die Bildung von Durchgangsöffnungen
mit einem Durchmesser von 3 mil in der Beschichtungsschicht mittels
Laserablation, wie oben erläutert,
umfassen. Die Durchgangsöffnungen werden
an vorbestimmten Stellen innerhalb der Breite der darunterliegenden
Leiter lokalisiert sein. Die Durchgänge können dann mit stromlosem Kupfer
gleichzeitig plattiert werden, wenn die zweite Schicht der Schaltungsleiter
plattiert wird.
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Die
Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung sind ebenso für die Verwendung
als eine Lötmaske
geeignet, und werden Lötbeständigkeit
zeigen und gut an der Kupferschaltung haften. Beispielsweise können Zusammensetzungen
der Erfindung 550 °F
(280–290 °C) Lötflotierungstests
für 10
bis 30 Sekunden ohne jegliche Blasenbildung oder anderen sichtbaren
Abbau der thermisch gehärteten
Beschichtungsschicht widerstehen.
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Eine
vernetzte Beschichtungsschicht einer Zusammensetzung der Erfindung
weist wesentliche Flexibilität
als Eigenschaft auf. Eine flexiblere vernetzte Beschichtungsschicht
ist stark vorteilhaft, da beispielsweise weniger Vorsicht erforderlich
ist, um die Rißbildung
oder anderen Qualitätsverlust
der Schicht während
der aufeinanderfolgenden Verarbeitungsschritte zu vermeiden. Gehärtete Beschichtungsschichten
der Zusammensetzungen der Erfindung widerstehen typischerweise 180 °C-Biegeprüfungen ohne
Rißbildung
oder jeglichem anderem Qualitätsverlust
der gehärteten
Beschichtungsschicht. Der Dehnungstest der gehärteten Beschichtungsschichten
der Zusammensetzungen kann Werte von 5 Prozent oder mehr Dehnung
ohne jeglichen Nachweis von Qualitätsverlust der Beschichtungsschicht
bereitstellen. Wie in der Technik bekannt, ist der Ausdruck „Dehnungswert" die Länge einer
Probestreckung vor dem Zerbrechen, ausgedrückt als Prozentsatz der Probenlänge vor
dem Strecken. Beispielsweise würde
eine ein Zentimeter lange Probe, die nach der Streckung auf eine
Länge von
1,10 Zentimeter bricht, einen Dehnungswert von 10 Prozent aufweisen.
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Festes
polymeres, dielektrisches Material, das heißt polymeres Material, das
kein Lösungsmittel
enthält,
kann auf ein Substrat als eine Polymerschmelze geschichtet werden.
Bei einem solchen Verfahren, wird eine Schmelze des polymeren dielektrischen
Materials hergestellt und dann auf das Substrat, das beschichtet werden
soll, aufgetragen. Die Schmelze des polymeren dielektrischen Materials
kann hergestellt werden und dann das Substrat durch jegliche konventionelle
Mittel wie Extrusion beschichtet werden.
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Wenn
ein festes, polymeres dielektrisches Material als eine Schmelze
aufgetragen werden soll, kann dieses Material als solches aufgetragen
werden, das heißt,
ohne die Notwendigkeit für
ein reaktives Verdünnungsmittel.
Es wird dem Fachmann offensichtlich sein, daß ein reaktives Verdünnungsmittel
zu der Schmelze vor oder während
der Beschichtung des Substrats mit der Schmelze zugegeben werden
kann. Dieses reaktive Verdünnungsmittel
erlaubt die Einstellung der Viskosität der Polymerschmelze und/oder
stellt eine vernetzte Beschichtung bereit.
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Jedes
feste polymere Material mit einer niedrigen Dielektrizitätskonstante,
das als eine Schmelze hergestellt werden kann, kann in dem Verfahren
der vorliegenden Erfindung nützlich
sein. Dieses feste polymere Material umfaßt: Polyimidhomopolymere und
-copolymere, Poly(meth)acrylathomopolymer und -copolymere und Kombinationen
davon.
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Mittels
der vorliegenden Erfindung können
dielektrische Schichten mit einer Dicke in dem Bereich von 0,3 bis
5,0 mil erhalten werden. Vorzugsweise hat die resultierende dielektrische
Schicht eine Dicke in dem Bereich von 1 bis 3 mil Dicke und stärker bevorzugt
1,8 bis 2,2 mil.
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Die
folgenden Beispiele werden dargestellt, um die weiteren verschiedenen
Aspekte der vorliegenden Erfindung zu erläutern, aber sollen den Umfang
der Erfindung in keinem Aspekt einschränken. Alle Reagenzien waren
von guter kommerzieller Qualität
und wurden ohne weitere Reinigung verwendet.
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Beispiel 1
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Eine
dielektrische Zusammensetzung mit wenig VOC wurde durch Vereinigen
von 23,7 % Glycidylbutanether (ARALDITETM RD-1,
Ciba-Geigy) als ein erstes reaktives Verdünnungsmittel, 23,7 % Diglycidylbutanether
(ARALDITETM RD-2, Ciba-Geigy) als ein zweites
reaktives Verdünnungsmittel,
27,8 % Polybutadienkautschukoligomer (POLY BD 605, Elf Atochem)
als ein Material mit niedriger Dielektrizitätskonstante und 14 % Cresol-Novolak-Harz
mit einem meta-zu-para-Substitutionsverhältnis von 55:45 und einem mittleren
Molekulargewicht von 5.000 als ein erster Vernetzer mittels eines
Hochgeschwindigkeitsmischers hergestellt. Nachdem alle Komponenten
in den reaktiven Verdünnungsmitteln
gelöst
waren, wurden 6,6 % Melaminharz (CYMELTM 303,
Cytec) als ein zweiter Vernetzer, 0,1 % Silikonbenetzungsmittel (SILWETTM, Dow Chemical Co.) und 0,6 % Acrylatentschäumungs-/Egalisierungshilfsmittel
(MODAFLOWTM, Monsanto) zugegeben und die Komponenten
unter Verwendung eines Hochgeschwindigkeitsmischers vereinigt. Nach
2 Stunden Mischen wurden 2,4 % Quarzstaub als Thixotropierungsmittel
langsam zugegeben, um die richtige Dispersion sicherzustellen. Nach
5 Stunden Mischen wurden 1,1 % blockierte Dodecylsulfonsäure (NACURETM 5225, King Industries) als thermischer
Säureerzeuger
zugegeben und das Gemisch für
weitere 30 Minuten gemischt.
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Beispiel 2
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Man
folgte der Verfahrensweise von Beispiel 1, außer daß der Cresol-Novolak-Harz-Vernetzer durch ein
Cresol-Novolak-Harz mit einem ortho-Ethyl-zu-meta-Methyl-zu-para-Methyl-Substitutionsverhältnis von
10 : 50 : 40 ersetzt wurde.
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Beispiel 3
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Man
folgte der Verfahrensweise von Beispiel 1, außer daß der Cresol-Novolak-Harz-Vernetzer durch ein
Bis-A-Epoxyoligomer mit einem Epoxyäquivalentgewicht von 475 und
einem Erweichungspunkt von 70 bis 80 °C (DER 661, erhältlich von
Dow) ersetzt wurde.
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Beispiel 4
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Man
folgte der Verfahrensweise von Beispiel 1, außer daß der Cresol-Novolak-Harz-Vernetzer durch ein
Epoxy-Novolak mit einer Viskosität
von 800 cPs bei 110 °C
(DEN 444, erhältlich
von Dow) ersetzt wurde.
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Beispiel 5
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Man
folgte der Verfahrensweise von Beispiel 1, außer daß das Melaminharz durch ein
Melamin mit verringerter Methoxysubstitution (RESIMENE 741, Monsanto)
ersetzt wurde.
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Beispiel 6
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Man
folgte der Verfahrensweise von Beispiel 1, außer daß das Melaminharz durch einen
Harnstoff (BEETLE 80, erhältlich
von Cytec) ersetzt wurde.
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Beispiel 7
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Man
folgte der Verfahrensweise von Beispiel 1, außer daß das Melaminharz durch ein
Glycocil (CYMEL 1170, erhältlich
von Cytec) ersetzt wurde.
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Beispiel 8
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Man
folgte der Verfahrensweise von Beispiel 1, außer daß die blockierte Dodecylsulfonsäure durch
Dinonylnaphthalinsulfonsäure
(NACURE 1419, erhältlich
von King Industries) ersetzt wurde.
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Beispiel 9
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Man
folgte der Verfahrensweise von Beispiel 1, außer daß sowohl das erste als auch
das zweite reaktive Verdünnungsmittel
durch Cresolglycidylether ersetzt wurde.
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Beispiele 10–15
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Man
folgte der Verfahrensweise von Beispiel 1, außer daß die Mengen der Komponenten
variiert wurden, wie in der Tabelle gezeigt. Alle Mengen sind Gewichtsprozent.
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Beispiel 16
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Jede
der Proben, hergestellt gemäß den Beispielen
1 bis 15, wurde separat auf eine vorgeformten Leiterplatte geschichtet.
Jede resultierende Beschichtung wies eine Dicke von 0,3 bis 5,0
mil auf. Die beschichteten Substrate wurden dann in zwei Stufen
wärmebehandelt,
zuerst bei 90 °C
für 30
Minuten, dann bei 155 °C
für 60
Minuten. Nach dem Wärmebehandeln
wurden die beschichteten Substrate abgekühlt und der vorprogrammierten
Laserbohrung unterzogen.
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Die
beschichteten Substrate wurden dann für stromloses Plattieren durch
zunächst
Haftvermittlung der Substrate unter Verwendung eines Lösungsmittels
(Shipley 3032, erhältlich
von Shipley Co.) bei 165 °F
für 3 Minuten
und Shipley 3308 Ätzmittel
(erhältlich
von Shipley Co.) bei 165 °F
für 5 Minuten,
gefolgt von Eintauchen in einen Neutralisator (NEUTRALIZER 3314,
erhältlich
von Shipley Co.) für
5 Minuten, und schließlich durch
Spülen
der Substrate mit Wasser für
2 Minuten hergestellt. Die Substrate wurden dann in einen Reiniger/Konditionierer
(Cleaner/Conditioner 3320, erhältlich
von Shipley Co.) bei 120 °F
für 3 Minuten
eingetaucht, gefolgt von Spülen
mit Wasser für
2 Minuten.
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Danach
wurden die beschichteten Substrate in Shipley 748 Ätzmittel
(erhältlich
von Shipley Co.) bei Raumtemperatur für 1 Minute getaucht, gefolgt
von Spülen
mit Wasser für
2 Minuten. Nach dem Spülen
wurden die beschichteten Substrate in CATAPOSIT 404 (erhältlich von
Shipley Co.) bei Raumtemperatur für 30 Sekunden plaziert. Nach
dieser Behandlung wurden die beschichteten Substrate in CATAPOSIT
44 bei 115 °F für 4 Minuten
plaziert, gefolgt von Wasserspülung
für 2 Minuten.
Die Substrate wurden dann in ELECTROLESS 3350 (erhältlich von
Shipley Co.) bei 115 °F
für 7 Minuten
plaziert, mit Wasser für
2 Minuten gespült, getrocknet
und bei 90 °C
für 30
Minuten wärmebehandelt
und dann bei 120 °C
für 30
Minuten wärmebehandelt. Schließlich wurden
die beschichteten Substrate unter Verwendung von ELECTROPOSIT 1100
(erhältlich
von Shipley Co.) bei 20 asf für
90 Minuten bei Raumtemperatur elektroplattiert.
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In
jedem Fall wurde eine Kupferplattierung mit einer Bindungsfestigkeit
von bis zu 9 Pfund pro linearem Inch erreicht.
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Beispiel 17
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Nacheinander
aufgebaute Leiterplatten wurden durch Drucken und Ätzen der
Leiterplatten, die gemäß Beispiel
16 hergestellt wurden, hergestellt, um Spuren und Durchgänge bereitzustellen.
Die Schritte von Beispiel 9 wurden wiederholt, um eine zweite dielektrische
Schicht bereitzustellen. Diese Schritte wurden wiederholt, bis die
gewünschte
Anzahl an Schichten erreicht wurde.