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Die
Erfindung betrifft gewisse Multidentat-Phosphitliganden, die daraus
hergestellten Katalysatorzusammensetzungen und katalytische Verfahren,
bei denen derartige Multidentat-Phosphitliganden
verwendet werden. Insbesondere weisen die Liganden Heteroatome enthaltende
Substituenten am Kohlenstoff auf, der an der Ortho-Stellung der
endständigen
Phenolgruppe angeknüpft
ist. Die hier beispielhaft angegebenen katalytischen Verfahren sind
die Hydrocyanisierung und Isomerisierung.
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TECHNISCHER HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Phosphorliganden
kommen in der Katalyse überall
vor und werden bei einer Reihe verschiedener kommerziell wichtiger
chemischer Umwandlungen verwendet. Phosphorliganden, die man bei
der Katalyse allgemein antrifft, umfassen Phosphine (A) und Phosphite
(B), wie unten gezeigt. In diesen Darstellungen kann R praktisch
jede organische Gruppe sein. Monophosphin- und Monophosphitliganden
sind Verbindungen, die ein einziges Phosphoratom enthalten, das
einem Metall als Donator dient. Biphosphin-, Biphosphit- und Bis(phosphor)liganden
enthalten im Allgemeinen zwei Phosphordonatoratome und bilden normalerweise
cyclische Chelatstrukturen mit Übergangsmetallen.
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Es
gibt mehrere technisch wichtige katalytische Verfahren, bei denen
Phosphorliganden verwendet werden. Beispielsweise offenbart die
an Urata et al. vergebene US-Patentschrift Nr. 5910600, dass Biphosphitverbindungen
als konstituierendes Element eines homogenen Metalllcatalysators
für verschiedene
Reaktionen wie Hydrogenierung, Hydroformylierung, Hydrocyanisierung,
Hydrocarboxylierung, Hydroamidierung, Hydroveresterung und Aldolkondensation
verwendet werden können.
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Einige
dieser katalytischen Verfahren werden bei der kommerziellen Herstellung
von Polymeren, Lösungsmitteln,
Weichmachern und anderen als Grundstoffe dienenden Chemikalien verwendet.
Aus diesem Grund sind aufgrund des äußerst großen chemischen Grundstoffmarkts
weltweit selbst kleine Fortschritte zur Steigerung der Ausbeute
oder Selektivität
bei irgendeiner dieser kommerziell wichtigen Reaktion äußerst erwünscht. Des
Weiteren ist die Entdeckung gewisser Liganden, die für Anwendungen
bei einer Reihe dieser kommerziell wichtigen Reaktionen nützlich sind,
ebenfalls höchst
wünschenswert
nicht nur für
den kommerziellen Nutzen, sondern auch dazu, das Konsolidieren und
Fokussieren von Anstrengungen auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung
bei einer spezifischen Gruppe von Verbindungen zu ermöglichen.
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Die
an Kreutzer et al. vergebene US-Patentschrift Nr. 5512696 offenbart
ein Hydrocyanisierungsverfahren, bei dem ein Multidentat-Phosphitligand
verwendet wird, und die Patente und Veröffentlichungen, auf die hier
Bezug genommen wird, beschreiben Hydrocyanisierungskatalysatorsysteme,
die die Hydrocyanisierung von ethylenisch ungesättigten Verbindungen betreffen.
Die US-Patentschriften Nr. 5723641, 5663369, 5688986 und 5847191
offenbaren Verfahren und Katalysatorzusammensetzungen für die Hydrocyanisierung von
monoethylenisch ungesättigten
Verbindungen unter Anwendung von nullwertigem Nickel und Multidentat-Phosphitliganden
und Lewis-Säure-Promotoren.
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Die
an Foo et al. vergebene US-Patentschrift Nr. 5821378 offenbart ein
Flüssigphasenverfahren
zur Hydrocyanisierung diolefinischer Verbindungen unter Bildung
nichtkonjugierter acyclischer Nitrile sowie ein Flüssigphasenverfahren
zur Isomerisierung dieser Nitrile zu linearen 3- und/oder 4-Monalkennitrilen,
wobei die Reaktionen in Gegenwart von nullwertigem Nickel und einem
Multidentat-Phosphitligand
ausgeführt
werden. Andere katalytische Verfahren zur Hydrocyanisierung von
Olefinen und Isomerisierung von Monalkennitrilen sind in den Patenten
und Veröffentlichungen
beschrieben, auf die hier Bezug genommen wird. Die gemeinsam übertragene,
veröffentlichte
PCT-Anmeldung WO99/06357 offenbart Multidentat-Phosphitliganden,
die Alkylethersubstituenten am Kohlenstoff aufweisen, der an der
Ortho-Stellung der endständigen
Phenolgruppe angeknüpft
ist, zur Verwendung in einem Flüssigphasenverfahren
zur Hydrocyanisierung von diolefinischen Verbindungen unter Bildung
nichtkonjugierter acyclischer Nitrile sowie als Flüssigphasenverfahren
zur Isomerisierung dieser Nitrile zu linearen 3- und/oder 4-Monalkennitrilen.
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Während die
oben beschriebenen Katalysatorsysteme eventuell kommerziell rentable
Katalysatoren darstellen, bleibt es immer noch wünschenswert, noch effektivere,
hochleistungsfähigere
Katalysatorvorläuferzusammensetzungen,
katalytische Zusammensetzungen und katalytische Verfahren bereitzustellen,
um das volle kommerzielle Potential bei einer erwünschten
Reaktion zu erreichen. Die Wirksamkeit und/oder Leistungsfähigkeit
können
bezüglich
einer oder aller der folgenden erreicht werden: Schnelligkeit, Selektivität, Effizienz
oder Beständigkeit,
je nach der durchgeführten
Reaktion. Es ist auch wünschenswert,
derartig verbesserte Katalysatorsysteme und/oder Verfahren bereitzustellen,
die für
eine oder mehrere kommerziell wichtige Reaktionen, wie beispielsweise
Hydroformylierung, Hydrocyanisierung oder Isomerisierung, optimiert
werden können.
Andere Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden denjenigen,
die mit dem Stand der Technik vertraut sind, auf die Bezugnahme
auf die genaue Beschreibung hin, die weiter unten folgt, offensichtlich.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Die
Erfindung bietet ein Hydrocyanisierungsverfahren umfassend das Reagieren
einer acyclischen, aliphatischen, monoethylenisch ungesättigten
Verbindung, bei der die ethylenische Doppelbindung nicht an irgendeine
andere olefinische Gruppe im Molekül konjugiert ist, mit einer
Quelle von HCN in Gegenwart einer Katalysatorvorläuferzusammensetzung
umfassend eine Lewis-Säure,
einen nullwertigen Nickel und mindestens einen Multidentat-Phosphitliganden,
der durch folgende Formel II dargestellt ist, wobei alle gleichen
Bezugscharakter die gleiche Bedeutung besitzen, mit der Ausnahme
wie im Weiteren ausdrücklich
eingeschränkt. Formel
II
wobei:
X
1 eine brückenbildende
Gruppe ist, ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus
wobei R
1,
R
2, R
3, R
4, R
5, R
6,
R
7, R
8, R
1' und
R
2' unabhängig aus
der Gruppe ausgewählt
sind bestehend aus H, C
1- bis C
18-Alkyl,
Cycloalkyl, Trialkylsily, Triarylsilyl, Halogen, Nitril, Perfluoralkyl,
-SO
2R
11, -SO
2NR
2 12,
Acetal, Ketal, Dialkylamino oder Diarylamino, -OR
11,
-CO
2R
11, -(CNR
11)R
11, -(CNOR
11)R
11, wobei R
11 C
1- bis C
18-Alkyl, Cycloalkyl, Aryl oder substituiertes
Aryl, -C(O)R
12, -C(O)NR
12R
13, -O-C(O)R
12, -NR
12-C(O)R
13 ist, wobei
R
12 und R
13 unabhängig aus
der Gruppe ausgewählt
sind bestehend aus H, C
1- bis C
18-Alkyl,
Cycloalkyl, Aryl oder substituiertem Aryl; wobei die Positionen,
bei denen es sich nicht um R
1 bis R
8 an den aromatischen Ringen handelt, ebenfalls
durch C
1- bis C
18-Alkyl,
Cycloalkyl, Trialkylsily, Triarylsilyl, Halogen, Nitril, Perfluoralkyl,
Sulfonyl, Acetal, Ketal, Dialkylamino, Diarylamino, -OR
11 oder
-CO
2R
11 substituiert
sein können,
wobei
R
9 und R
10 unabhängig aus
der Gruppe ausgewählt
sind bestehend aus H, C
1- bis C
18-Alkyl,
Cycloalkyl, Aryl oder substituiertem Aryl;
wobei X
2 bis
X
5 unabhängig
aus der Gruppe ausgewählt
sind bestehend aus:
wobei Y
1 unabhängig aus
der Gruppe ausgewählt
ist bestehend aus H, Aryl, CR
14 3,
(CR
14 2)
n-OR
14 und (CR
14 2)
n-NHR
15,
wobei R
14 H, C
1-
bis C
18-Alkyl, Cycloalkyl oder Aryl ist,
wobei R
15 aus der Gruppe ausgewählt ist
bestehend aus H, Alkyl, Cycloalkyl, Aryl, -SO
2R
11, SO
2NR
12 2, -COR
16 und wobei R
16 H,
C
1- bis
C
18-Alkyl, Cycloalkyl, Aryl oder Perfluoralkyl
ist;
wobei Y
2 unabhängig aus der Gruppe ausgewählt ist
bestehend aus Aryl, CR
14 3,
(CR
14 2)
n-OR
14 und (CR
14 2)
n-NHR
15,
wobei R
14 H, C
1-
bis C
18-Alkyl, Cycloalkyl oder Aryl ist,
wobei R
15 aus der Gruppe ausgewählt ist
bestehend aus H, Alkyl, Cycloalkyl, Aryl, -SO
2R
11, SO
2-NR
12 2, -COR
16 und wobei R
16 H,
C
1- bis
C
18-Alkyl, Cycloalkyl, Aryl oder Perfluoralkyl
ist;
wobei Z aus der Gruppe ausgewählt ist bestehend aus (CR
14 2)
n-OR
14 oder wobei n = 0-3 ist und wobei R
14 wie oben definiert ist;
mit der Maßgabe, das
mindestens eine der Gruppen X
2-X
5 ein cyclischer Ether mit der Struktur der
Formeln A oder B ist; und wobei Y
3 = 0 oder
CH
2 ist;
und R
14 H, C
1- bis C
18-Alkyl, Cycloalkyl oder Aryl ist.
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Die
Erfindung bietet auch gewisse Multidentat-Phosphitliganden und Katalysatorzusammensetzungen,
die daraus hergestellt werden, die bei der Hydrocyanisierung von
diolefinischen Verbindungen unter Bildung nichtkonjugierter acyclischer
Nitrile nützlich
sind, sowie ein Flüssigphasenverfahren
zur Isomerisierung dieser Nitrile zu linearen 3- und/oder 4-Monoalkennitrilen.
Insbesondere umfassen diese den Liganden der Formel II in Kombination
mit Nickel.
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Die
vorliegende Erfindung bietet des Weiteren ein verbessertes Verfahren
zur Hydrocyanisierung von Diolefinen, wie beispielsweise Butadien,
und der Isomerisierung von nichtkonjugierten acyclischen Nitrilen.
Die vorliegende Erfindung bietet des Weiteren ein verbessertes Verfahren
zur Hydrocyanisierung von Diolefinen ohne die Notwendigkeit für Lewis-Säurepromotoren.
Die Multidentat-Phosphitliganden bei diesen Ausführungsformen umfassen den Liganden
der Formel II in Kombination mit Nickel, wobei die Liganden Heteroatome
enthaltende Substituenten am Kohlenstoff aufweisen, der an der Ortho-Stellung
der endständigen
Phenolgruppen angeknüpft
ist. Die vorliegende Erfindung kann auch einen Katalysator bereitstellen,
der einen hohen Selektivitätsgrad
bei der Hydrocyanisierung von Diolefinen derart aufweist, dass kein
zusätzlicher
Isomerisierungsschritt erforderlich ist.
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Spezifisch
bietet die vorliegende Erfindung ein verbessertes Verfahren für die Flüssigphasenhydrocyanisierung
von Diolefinen und die Isomerisierung der dabei gebildeten nichtkonjugierten
acyclischen Nitrile, umfassend das Reagieren eines acyclischen aliphatischen
Diolefins, bevorzugt Butadien, mit einer Quelle von HCN, wobei das
Verfahren das Durchführen
der Hydrocyanisierung und/oder Isomerisierung in Gegenwart einer
Katalysatorzusammensetzung umfasst, die nullwertigen Nickel und
mindestens einen Multidentat-Phosphitliganden umfasst, der durch
die oben aufgeführte
Formel II dargestellt ist, wobei alle gleichen Bezugscharakter die
gleiche Bedeutung aufweisen, mit der Ausnahme wie weiter ausdrücklich eingeschränkt wird:
Die
Reaktionen werden am bequemsten kontinuierlich aus der Hydrocyanisierung
des Ausgangsdiolefins zu den endgültigen linearen 3- und/oder
4-Monoalkennitrilen durchgeführt.
Jedoch können
die Verfahren stufenweise durchgeführt werden, d.h. die nichtkonjugierten
acyclischen Nitrile, die durch die Hydrocyanisierung gebildet werden,
können
als solche vor der Isomerisierung isoliert werden. Des Weiteren
können
nichtkonjugierte acyclische Nitrile, die durch irgendein Verfahren
hergestellt worden sind, als Ausgangsmaterialien für die Isomerisierung
erfindungsgemäß verwendet
werden.
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GENAUE BESCHREIBUNG
DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Die
Erfindung bietet gewisse Multidentat-Phosphitliganden, verbesserte
Katalysatorsysteme, bei denen derartige Liganden verwendet werden,
und die Verwendung derartiger Multidentat-Phosphitliganden beispielsweise
bei Hydrocyanisierungs- und/oder Isomerisierungsreaktionen. Die
erfindungsgemäßen Multidentat-Phosphitliganden
und Katalysatorsysteme, bei denen derartige Liganden verwendet werden,
weisen eine umfangreiche Reihe von Anwendungsmöglichkeiten bei verschiedenen
anderen katalytischen Reaktionen, wie beispielsweise der Hydroformylierung
auf und können
für derartige
Reaktionen erfindungsgemäß optimiert werden.
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Die
Katalysatorzusammensetzungen, die bei der Erfindung nützlich sind,
bestehen bevorzugt aus einem Multidentat-Phosphitliganden und einem Übergangsmetall.
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Die
zweiwertigen Überbrückungsverbindungen,
die bei dem in der Formel II beschriebenen Liganden verwendet werden,
können
durch eine Reihe verschiedener Methoden, die im Stand der Technik
bekannt sind, hergestellt werden. Beispielsweise kann Dimethyl-2,2'-dihydroxyl-1,1'-binaphthalin-3,3'-dicarboxylat J. Am. Chem. Soc. 1954,
76, 296 oder Tetrahedron Lett., 1990, 413 und Org. Proc. Prep. International,
1991, 23, 200 gemäß hergestellt
werden; 2,2'-Ethylidenbis(4,6-dimethylphenol)
kann Bull. Chem. Soc., Japan, 1989, 62, 3603 gemäß hergestellt werden; 3,3',5,5'-Tetramethyl-2,2'biphenol kann J.
Org. Chem. 1963, 28, 1063 gemäß hergestellt
werden; 2,2'-Dihydroxy-3,3'-dimethoxy-5,5'-dimethyl-1,1'-biphenylen kann Phytochemistry, 1988, 27,
3008 gemäß hergestellt
werden; und 3,3'-Dimethyl-2,2'-dihydroxydiphenylmethan kann Synthesis,
1981, 2, 143 gemäß hergestellt
werden. 3,3',5,5',6,6'-Hexamethyl-2,2'-biphenol kann JP 85-216749 gemäß hergestellt
werden.
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Durch
Acetal substituierte Salicylaldehyde können durch die mit dem Stand
der Technik vertrauten Fachleute hergestellt werden. Beispielsweise
kann ein Acetal durch Kochen unter Rückfluss eines Glykols mit Salicylaldehyd
in Gegenwart von Oxalsäurekatalysator
hergestellt werden. Bezüglich
Literaturangaben zum Zubereiten von Acetalen durch säurekatalysierte
Reaktion eines Aldehyds und eines Alkohols siehe Tetrahedon, 1996,
14599; Tet. Lett., 1989, 1609; Tetrahedron, 1990, 3315. Durch cyclischen
Ether substituierte Phenole können
wie in Aust. J Chem. 1988, 41, 69-80 beschrieben hergestellt werden.
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Phosphorchloridite
können
durch eine Reihe verschiedener Methoden, die im Stand der Technik
bekannt sind, hergestellt werden; man vergleiche beispielsweise
die Beschreibungen in Polymer, 1992, 33, 161; Inorganic Synthesis,
1966, 8, 68;
US 5210260 ;
Z. Anorg. Allg. Chem., 1986, 535221. Mit orthosubstituierten Phenolen
können
Phosphorchloridite in situ aus PCl
3 und
dem Phenol hergestellt werden. Auch können Phosphorchloridite von
1-Naphtholen in situ aus PCl
3 und 1-Naphtholen
in Gegenwart einer Base wie Triethylamin hergestellt werden.
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Ein
anderes Verfahren zum Herstellen des Phosphorchlorodits umfasst
die Behandlung von N,N-Dialkyldiarylphosphoramidit
mit HCl. ClP(OMe)2 ist auf diese Weise hergestellt
worden, vergleiche Z. Naturforsch. 1972, 27B, 1429. Phosphorchloridite,
die aus substituierten Phenolen deriviert sind, sind unter Anwendung
dieser Vorgehensweise, wie in der gemeinsam übertragenen US-Patentschrift
Nr. 5821378 beschrieben, zubereitet worden.
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Durch
Kontaktieren des so erhaltenen (OAr)2PCl,
wobei Ar ein substituiertes Aryl ist, mit einer zweiwertigen brückenbildenden
Verbindung, wird beispielsweise durch das in der US-Patentschrift
Nr. 5235113 beschriebene Verfahren ein Bidentat-Phosphitligand erhalten,
der bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
verwendet werden kann.
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Bis(phosphit)liganden,
die auf Polymerharzen, wie einem Merrifield-Harz, getragen sein
können,
können
durch ähnliche
Methoden, wie beispielsweise diejenigen, die bei Hetet, C.L., David,
M., Carreaux, F., Carboni, B. und Sauleau, A., Tetrahedron Lett.,
1997, 38, 5153-5156 und Gisin, B.F., Helv. Chim. Acta 1973, 56, 1476-1482
beschrieben sind, hergestellt werden.
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Das Übergangsmetall
kann irgendein Übergangsmetall
sein, das in der Lage ist, katalytische Umwandlungen durchzuführen und
kann zusätzlich
labile Liganden enthalten, die entweder während der katalytischen Reaktion
verdrängt
werden oder an der katalytischen Umwandlung aktiv teilnehmen. Irgendeines
der Übergangsmetalle
kann in dieser Beziehung in Betracht gezogen werden. Die bevorzugten
Metalle sind diejenigen, die die Gruppe VIII der Tabelle des Periodensystems
umfassen. Die bevorzugten Metalle für die Hydroformylierung sind
Rhodium, Kobalt, Iridium, Ruthenium, Palladium und Platin. Die bevorzugten
Metalle für
die Hydrocyanisierung und/oder Isomerisierung sind Nickel, Kobalt
und Palladium und Nickel wird für
die Hydrocyanisierung besonders bevorzugt.
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Die
erfindungsgemäßen Katalysatorzusammensetzungen
bestehen aus mindestens einem Multidentat-Phosphitliganden der Formel
II entsprechend und einem Übergangsmetall.
Bei Ausführungsformen
der Erfindung können
Katalysatorzusammensetzungen, die für Verfahren wie die Hydroformylierung
nützlich
sind, Verbindungen der Gruppe VIII aufweisen, wie sie Techniken
gemäß hergestellt
oder gebildet werden können, die
im Stand der Technik allgemein bekannt sind, wie beispielsweise
in WO 95 30680,
US 3907847 und
J. Amer. Chem. Soc., 1993, 115, 2066 beschrieben. Beispiele derartiger
geeigneter Metalle der Gruppe VIII sind Ruthenium, Rhodium und Iridium.
Geeignete Metallverbindungen der Gruppe VIII sind Hydride, Halogenide, organische
saure Salze, Acetylacetonate, anorganische saure Salze, Oxide, Carbonylverbindungen
und Aminverbindungen dieser Metalle. Beispiele geeigneter Verbindungen
der Metalle der Gruppe VIII sind beispielsweise Ru
3(CO)
12, Ru(NO
3)
2, RuCl
3(Ph
3P)
3, Ru(acac)
3, Ir
4(CO)
12, IrSO
4, RhCl
3, Rh(NO
3)
3, Rh(OAc)
3, Rh
2O
3, Rh(acac)(CO)
2, [Rh(OAc)(COD)]
2,
Rh
4(CO)
12, Rh
6(CO)
16, RhH(CO)(Ph
3P)
3, [Rh(OAc)(CO)
2]
2 und [RhCl(COD)]
2, (wobei „acac" eine Acetylacetonatgruppe; „OAc" eine Acetylgruppe; „COD" 1,5-Cyclooctadien;
und „Ph" eine Phenylgruppe
ist). Jedoch sollte man beachten, dass Verbindungen von Metall der
Gruppe VIII nicht unbedingt auf die oben aufgeführten Verbindungen beschränkt sind.
Das Metall der Gruppe VIII ist bevorzugt Rhodium. Rhodiumverbindungen,
die Liganden enthalten, die durch die Multidentat-Phosphite ersetzt
werden können,
sind eine bevorzugte Quelle von Rhodium. Beispiele derartiger bevorzugter
Rhodiumverbindungen sind Rh(CO)
2 (Acetylacetonat),
Rh(CO),(C
4H
9COCHCO-t-C
4H
9), Rh
2O
3, RH(CO)
12, RH
6(CO)
16, Rh(O
2CCH
3)
2 und
Rh(2-Ethylhexanoat). Rhodium, das auf Kohlenstoff getragen ist,
kann diesbezüglich
ebenfalls verwendet werden.
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Nickelverbindungen
können
Techniken gemäß hergestellt
oder gebildet werden, die im Stand der Technik allgemein bekannt
sind, wie beispielsweise in den US-Patenten 3496217; 3631191; 3846461; 3847959;
und 3903120 beschrieben, die hier summarisch eingefügt werden.
Nullwertige Nickelverbindungen, die Liganden enthalten, die durch
die Organophosphorliganden verdrängt
werden können,
sind eine bevorzugte Quelle von Nickel. Zwei derartige bevorzugte
nullwertige Nickelverbindungen sind Ni(COD)2 (COD
ist 1,5-Cyclooctadien) und Ni{P(O-o-C6H4CH3)3}2(C2H4),
die beide im Stand der Technik bekannt sind. Als Alternative können zweiwertige
Nickelverbindungen mit einem Reduziermittel kombiniert werden, um
als Quelle von Nickel bei der Reaktion zu dienen. Geeignete zweiwertige
Nickelverbindungen umfassen Verbindungen der Formel NiY2,
wobei Y Halogenid, Carboxylat oder Acetylacetonat ist. Geeignete
Reduziermittel umfassen Metallborhydride, Metallaluminiumhydride,
Metallalkyle, Zn, Fe, Al, Na oder H2. Elementarer
Nickel, bevorzugt Nickelpulver, ist, wird er bzw. es mit einem halogenierten
Katalysator kombiniert, wie er in der US-Patentschrift 3903120 beschrieben ist,
ebenfalls eine geeignete Quelle von nullwertigem Nickel.
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Je
nach der erwünschten
Reaktion, die durchgeführt
werden soll, kann die erfindungsgemäße Katalysatorzusammensetzung
auch das Vorliegen eines oder mehrerer Lewis-Säurepromotoren umfassen, die
sowohl die Aktivität
als auch die Selektivität
des Katalysatorsystems beeinflussen. Der Promotor kann eine anorganische
oder Organometallverbindung sein, bei der mindestens eines der Elemente
der anorganischen oder Organometallverbindung unter Scandium, Titan,
Vanadium, Chrom, Mangan, Eisen, Kobalt, Kupfer, Zink, Bor, Aluminium,
Yttrium, Zirconium, Niob, Molybdän,
Cadmium, Rhenium und Zinn ausgewählt
wird. Beispiele umfassen ZnBr2, Znl2, ZnCl2, ZnSO4, CuCl2, CuCl, Cu(O3SCF3)2,
CoCl2, CoI2, FeI2, FeCl3, FeCl2(THF)2, TiCl4(THF)2, TiCl4, TiCl3, ClTi(OiPr)3, MnCl2, ScCl3, AlCl3, (C8H17)AlCl2, (C8H17),AlCl,
(iso-C4H9)2AlCl, Ph2AlCl, PhAlCl2, ReCl5, ZrCl4, NbCl5, VCl3, CrCl2, MoCl5, YCl3, CdCl2, LaCl3, Er(O3SCF3)3,
Yb(O2CCF3)3, SmCl3, B(C6H5)3,
TaCl5. Geeignete Promotoren sind des Weiteren
in den US-Patentschriften 3496217; 3496218 und 4774353 beschrieben.
Diese umfassen Metallsalze (wie beispielsweise ZnCl2,
CoI2 und SnCl2)
und Organometallverbindungen (wie RAlCl2,
R3SnO3SCF3, und R3B, wobei
R eine Alkyl- oder Arylgruppe ist). Die US-Patentschrift 4874884
beschreibt, wie synergistische Kombinationen von Promotoren ausgewählt werden
können,
um die katalytische Aktivität
des Katalysatorsystems zu erhöhen.
Bevorzugte Promotoren umfassen CdCl2, FeCl2, ZnCl2, B(C6H5)3 und
(C6H5)3SnX,
wobei X = CF3SO3,
CH3C6HSSO3 oder (C6H5)3BCN ist. Das Molverhältnis von
Promotor zu Nickel, die bei der Reaktion vorliegen, kann innerhalb
des Bereichs von etwa 1:16 bis etwa 50:1 liegen.
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HYDROCYANISIERUNG VON
MONOOLEFINISCHEN VERBINDUNGEN
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Die
vorliegende Erfindung bietet ein Verfahren für die Hydrocyanisierung umfassend
das Reagieren einer ungesättigten
Verbindung mit einer Quelle von Hydrogencyanid in Gegenwart einer
Katalysatorzusammensetzung umfassend ein Übergangsmetall ausgewählt unter
Ni, Co und Pd, und eine Lewis-Säureverbindung
und mindestens einen Liganden, der durch die Formel II dargestellt
ist.
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Repräsentative,
ethylenisch ungesättigte
Verbindungen, die bei dem erfindungsgemäßen Hydrocyanisierungsverfahren
nützlich
sind, sind durch die Formeln III oder V gezeigt und die entsprechenden
hergestellten endständigen
Nitrilverbindungen sind durch die jeweiligen Formeln IV oder VI
veranschaulicht, wobei gleiche Bezugscharakter dieselbe Bedeutung
haben.
wobei
R
22 H, CN, CO
2R
23 oder Perfluoralkyl ist;
y eine ganze
Zahl von 0 bis 12 ist;
x eine ganze Zahl von 0 bis 12 ist,
wobei R
22 H, CO
2R
23 oder Perfluoralkyl ist;
x eine ganze
Zahl von 1 bis 12 ist, wobei R
22 CN ist;
und
R
23 ein C
1-
bis C
12-Alkyl oder Aryl ist.
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Die
nichtkonjugierten acyclischen, aliphatischen, monoethylenisch ungesättigten
Ausgangsmaterialien, die bei dieser Erfindung nützlich sind, umfassen ungesättigte organische
Verbindungen, die 2 bis etwa 30 Kohlenstoffatome enthalten. Geeignete
ungesättigte
Verbindungen umfassen unsubstituierte Kohlenwasserstoffe sowie Kohlenwasserstoffe,
die durch Gruppen, die den Katalysator nicht angreifen, wie beispielsweise Cyano,
substituiert sind. Beispiele dieser monoethylenisch ungesättigten
Verbindungen umfassen Ethylen, Propylen, 1-Buten, 2-Penten, 2-Hexen
usw., nichtkonjugierte diethylenisch ungesättigte Verbindungen wie Allen,
substituierte Verbindungen wie 3-Pentennitril,
4-Pentennitril, Methylpent-3-enoat und ethylenisch ungesättigte Verbindungen,
die Perfluoralkylsubstituenten wie beispielsweise C2F2z+1 aufweisen, wobei z eine ganze Zahl von
bis zu 20 ist. Die ethylenisch ungesättigten Verbindungen können auch
an eine Estergruppe wie beispielsweise Methylpent-2-enoat konjugiert
sein.
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Nichtkonjugierte
lineare Alkene, nichtkonjugierte lineare Allennitrile, nichtkonjugierte
lineare Alkenoate, lineare Alk-2-enoate und Perfluoralkylethylene
werden bevorzugt. Die bevorzugtesten Substrate umfassen 3- und 4-Pentennitril,
Alkyl-2-, 3-, und 4-Pentenoate und C2F2z+1CH=CH2 (wobei
z 1 bis 12 beträgt).
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3-Pentennitril
und 4-Pentennitril werden besonders bevorzugt. Als praktische Angelegenheit
können, wenn
die nichtkonjugierten, acyclischen, aliphatischen monoethylenisch
ungesättigten
Verbindungen erfindungsgemäß verwendet
werden, bis zu etwa 10 Gew.-% der monoethylenisch ungesättigten
Verbindung in Form eines konjugierten Isomers vorliegen, das selbst
eine Hydrocyanisierung durchmachen kann. Beispielsweise können, wenn
3-Pentennitril verwendet wird, bis zu 10 Gew.-% desselben aus 2-Pentennitril
bestehen. (Der Ausdruck „Pentennitril", wie er hier verwendet
wird, soll mit „Cyanbuten" identisch sein.)
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Die
bevorzugten Produkte sind endständige
Alkannitrile, lineare Dicyanalkylene, lineare aliphatische Cyanester
und 3-(Perfluoralkyl)propionitril. Die bevorzugtesten Produkte sind
Adiponitril, Alkyl-5-cyanvalerat und CzF2z+1CH2CH2CN, wobei z 1 bis 12 beträgt.
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Das
vorliegende Hydrocyanisierungsverfahren kann beispielsweise durch
Beschicken eines Reaktors mit den Reaktanden, der Katalysatorzusammensetzung
und Lösungsmittel,
falls verwendet, durchgeführt
werden; jedoch wird das Hydrogencyanid bevorzugt der Mischung der
anderen Komponenten der Reaktion langsam hinzugegeben. Hydrogencyanid
kann als Flüssigkeit
oder Dampf der Reaktion zugeführt
werden. Eine andere geeignete Technik besteht darin, den Reaktor
mit dem Katalysator und dem zu verwendenden Lösungsmittel zu beaufschlagen
und sowohl die ungesättigte
Verbindung als auch das HCN langsam der Reaktionsmischung zuzuführen. Das
Molverhältnis
von ungesättigter
Verbindung zum Katalysator kann zwischen etwa 10:1 und 2000:1 variieren.
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Bevorzugt
wird das Reaktionsmedium beispielsweise durch Rühren oder Schütteln in
Bewegung gehalten. Das Reaktionsprodukt kann durch herkömmliche
Techniken, wie beispielsweise Destillation, gewonnen werden. Die
Reaktion kann entweder chargenweise oder kontinuierlich durchgeführt werden.
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Die
Hydrogencyanisierungsreaktion kann mit oder ohne Lösungsmittel
durchgeführt
werden. Das Lösungsmittel,
wird es verwendet, sollte bei der Reaktionstemperatur und dem Reaktionsdruck
flüssig
und der ungesättigten
Verbindung und dem Katalysator gegenüber inert sein. Geeignete Lösungsmittel
umfassen Kohlenwasserstoffe, wie beispielsweise Benzol oder Xylol,
und Nitrile, wie beispielsweise Acetonitril oder Benzonitril. In
einigen Fällen
kann die ungesättigte
Verbindung, die hydrocyanisiert werden soll, selbst als Lösungsmittel
dienen.
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Die
genaue Temperatur hängt
bis zu einem gewissen Grad vom spezifischen Katalysator, der verwendet
wird, der spezifischen ungesättigten
Verbindung, die verwendet wird, und der erwünschten Geschwindigkeit ab.
Normalerweise können
Temperaturen von –25°C bis 200°C angewendet
werden, wobei der Bereich von 0°C
bis 150°C
bevorzugt wird.
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Der
Luftdruck ist zum Durchführen
der vorliegenden Erfindung zufriedenstellend und daher werden Drucke
von etwa 0,05 bis 10 Atmosphären
(50,6 bis 1013 kPa) bevorzugt. Höhere
Drucke von bis zu 10.000 kPa oder mehr können, falls erwünscht, angewendet
werden, ein jeglicher Vorteil, der dadurch erzielt werden könnte, würde jedoch
die erhöhten
Kosten derartiger Vorgänge
nicht rechtfertigen.
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HCN
kann in die Reaktion als Dampf oder Flüssigkeit eingeführt werden.
Als Alternative kann ein Cyanhydrin als Quelle von HCN verwendet
werden. Siehe beispielsweise die US-Patentschrift 3655723.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
wird in Anwesenheit eines oder mehrerer Lewis-Säurepromotoren durchgeführt, die
sowohl die Aktivität
als auch die Selektivität
des Katalysatorsystems beeinflussen. Der Promotor kann eine anorganische
oder Organometallverbindung sein, wobei mindestens eines der Elemente
der anorganischen oder Organometallverbindung unter Scandium, Titan,
Vanadium, Chrom, Mangan, Eisen, Kobalt, Kupfer, Zink, Bor, Aluminium,
Yttrium, Zirkonium, Niob, Molybdän,
Cadmium, Rhenium und Zinn ausgewählt
wird. Beispiele umfassen ZnBr, ZnI2, ZnCl2, ZnSO4, CuCl2, CuCl, Cu(O3SCF3)2,
CoCl2, CoI2, FeI2, FeCl3, FeCl2(THF)2, TiCl4(THF)2, TiCl4, TiCl3, ClTi(OiPr)3, MnCl2, ScCl3, AlCl3, (C8H17)AlCl2, (C8H17)2AlCl, (iso-C4H9)2AlCl, Ph2AlCl, PhAlCl2, ReCl5, ZrCl4, NbCl5, VCl3, CrCl2, MoCl5, YCl3, CdCl2, LaCl3, Er(O3SCF3)3, Yb(O2CCF3)3,
SmCl3, B(C6H5)3TaCl5.
Geeignete Promotoren sind des Weiteren in den US-Patentschriften 3496217;
3496218 und 4774353 beschrieben. Diese umfassen Metallsalze (wie
beispielsweise ZnCh, CoI2 und SnCl2) und Organometallverbindungen (wie RAlCl2, R3SnO3SCF3, und R3B, wobei
R eine Alkyl- oder Arylgruppe ist). Die US-Patentschrift 4874884
beschreibt, wie synergistische Kombinationen von Promotoren ausgewählt werden
können,
um die katalytische Aktivität
des Katalysatorsystems zu erhöhen.
Bevorzugte Promotoren umfassen CdCl2, FeCl2, ZnCl2, B(C6H5)3 und
(C6H5)3SnX,
wobei X = CF3SO3,
CH3C6H5SO3 oder (C6H5)3BCN ist. Das Molverhältnis von
Promotor zu Nickel, die bei der Reaktion vorliegen, kann innerhalb
des Bereichs von etwa 1:16 bis etwa 50:1 liegen.
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HYDROCYANISIERUNG MIT
DARAUFFOLGENDER ISOMERISIERUNG
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Die
vorliegende Erfindung bietet auch ein Verfahren zur Hydrocyanisierung
von Diolefinen, das das Reagieren eines Diolefins mit einer Quelle
von Hydrogencyanid in Gegenwart einer Katalysatorzusammensetzung
umfasst, die ein Übergangsmetall,
das unter Ni, Co und Pd ausgewählt
wird, und mindestens einen Liganden umfasst, der durch die Formel
II dargestellt ist. Außerdem
bietet die Erfindung ein Verfahren zur Isomerisierung von verzweigten
Monoalkennitrilen zu linearen Monoalkennitrilen in Gegenwart einer
Katalysatorzusammensetzung, die ein Übergangsmetall, das unter Ni,
Co und Pd ausgewählt
wird, und einen Liganden umfasst, der durch die Formel II dargestellt
ist.
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Die
bei dieser Erfindung verwendeten Diolefine umfassen primär konjugierte
Diolefine, die 4 bis 10 Kohlenstoffatome enthalten, beispielsweise
1,3-Butadien (BD) und cis- und trans-2-4-Hexadiene. Butadien wird
wegen seiner kommerziellen Bedeutung bei der Herstellung von Adiponitril
besonders bevorzugt. Andere geeignete Diolefine umfassen Diolefine,
die durch Gruppen substituiert sind, die den Katalysator nicht deaktivieren,
beispielsweise cis- und trans-l,3-Pentadiene.
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Die
folgenden Formeln VII und VIII veranschaulichen geeignete repräsentative
diolefinische Ausgangsverbindungen, und die Formeln IX, X und XI
stellen die Produkte dar, die aus 1,3-Butadien und HCN erhalten
werden.
wobei
jedes von R
24 und R
25 unabhängig H oder
ein C
1- bis C
3-Alkyl
ist.
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Man
wird erkennen, dass die Verbindung VII ein Spezialfall der Formel
VIII ist, wobei jedes von R24 und R25 Wasserstoff ist. In den Formeln IX, X
und XI ist 3PN 3-Pentennitril, 4PN ist 4-Pentennitril und 2M3 ist
2-Methyl-3-butennitril.
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Bei
der praktischen Durchführung
der Hydrocyanisierung des Diolefins der vorliegenden Erfindung gemäß trifft
folgende Beschreibung zu:
Die Hydrocyanisierungsreaktion kann
mit oder ohne Lösungsmittel
durchgeführt
werden. Das Lösungsmittel sollte
bei der Reaktionstemperatur eine Flüssigkeit und der ungesättigten
Verbindung und dem Katalysator gegenüber inert sein. Im Allgemeinen
sind derartige Lösungsmittel
Kohlenwasserstoffe wie Benzol, Xylol oder Nitrile wie Acetonitril,
Benzonitril oder Adiponitril.
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Die
genaue angewendete Temperatur hängt
bis zu einem gewissen Grad von dem spezifischen Katalysator, der
verwendet wird, der spezifischen ungesättigten Verbindung, die verwendet
wird, und der erwünschten
Geschwindigkeit ab. Im Allgemeinen können Temperaturen von –25°C bis 200°C angewendet
werden, wobei 0°C
bis 150°C
der bevorzugte Bereich ist.
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Die
Reaktion kann durch Beschicken eines Reaktors mit allen den Reaktanden
durchgeführt
werden oder bevorzugt wird der Reaktor mit dem Katalysator oder
den Katalysatorkomponenten, der ungesättigten Verbindung und Lösungsmittel
beaufschlagtt. Hydrogencyanidgas wird dann über die Oberfläche der
Reaktionsmischung geführt
oder durch die Reaktionsmischung hindurchgeperlt. Falls erwünscht können bei
Verwendung einer gasförmigen
ungesättigten
organischen Verbindung das Hydrogencyanid und die ungesättigte organische
Verbindung zusammen in das Reaktionsmedium eingespeist werden. Das
Molverhältnis
von HCN zu Katalysator variiert im Allgemeinen zwischen etwa 10:1
und 100.000:1, bevorzugt 100:1 und 5.000:1 bei chargenweisem Arbeiten.
Beim kontinuierlichen Arbeiten wie beispielsweise, wenn eine Arbeitsweise
vom Festbettkatalysatortyp angewendet wird, kann ein höherer Anteil
Katalysator wie beispielsweise 5:1 bis 100.000:1, bevorzugt 100:1
bis 5.000:1 HCN zu Katalysator verwendet werden.
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Bevorzugt
wird die Reaktionsmischung durch Rühren oder Schütteln in
Bewegung gehalten. Das cyanisierte Produkt kann durch herkömmliche
Techniken wie Kristallisation des Produkts aus Lösung oder durch Destillation
gewonnen werden.
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Man
kann die durch die Hydrocyanisierung des Diolefins hergestellten
2-Alkyl-3-monoalkennitrile entweder isolieren oder mit der Isomerisierung
unter ähnlichen
Reaktionsbedingungen fortfahren.
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Die
als Ausgangsmaterialien bei der erfindungsgemäßen Isomerisierung verwendeten
2-Alkyl-3-monoalkennitrile
können
aus der oben beschriebenen Hydrocyanisierung von Diolefin herrühren oder
aus irgendeiner verfügbaren
Quelle stammen. Geeignete Ausgangs-2-Alkyl-3-monoalkennitrile können auch
Gruppen, die den Katalysator nicht angreifen, beispielsweise eine
andere Cyanogruppe tragen. Bevorzugt enthalten die Ausgangs-2-Alkyl-3-monoalkennitrile
5 bis 8 Kohlenstoffatome, ausschließlich irgendwelcher zusätzlicher Substitution.
2-Methyl-3-butennitril (2M3) ist bei der Herstellung von Adiponitril
besonders wichtig. Andere repräsentative
Nitrile umfassen 2-Ethyl-3-butennitril und 2-Propyl-3-butennitril.
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Folgende
Formeln XI und XII veranschaulichen geeignete repräsentative
Ausgangs-2-Alkyl-3-monoalkennitrile.
Wenn das Ausgangsnitril 2-Methyl-3-butennitril ist, so sind die
Isomerisationsprodukte 3-Pentennitril und 4-Pentennitril.
wobei
R
26 H oder ein C
1-bis
C
3-Alkyl ist.
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Man
wird erkennen, dass die Formel XI ein Spezialfall der Formel XII
ist, wobei R26 Wasserstoff ist.
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Das
erfindungsgemäße Isomerisierungsverfahren
kann beispielsweise bei Luftdruck und irgendeiner Temperatur im
Bereich von 10-200°C,
bevorzugt im Bereich von 60-150°C
durchgeführt
werden. Der Druck ist jedoch nicht kritisch und kann, falls erwünscht, über oder
unter dem Luftdruck liegen. Irgendeiner der herkömmlichen chargenweisen oder
kontinuierlichen Strömungsvorgänge kann
entweder in der Flüssigphase oder
bei flüchtigen
Reaktanden und Produkten in der Dampfphase angewendet werden. Der
Reaktor kann aus mechanisch und chemisch widerstandsfähigem Material
bestehen und besteht gewöhnlich
aus Glas oder einem inerten Metall oder einer inerten Legierung
z.B. Nickel, Kupfer, Silber, Gold, Platin, Edelstahl, Monel®, Hastelloy® usw.
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Das
Verfahren wird gewöhnlich „unverdünnt", d.h. ohne zugesetztes
Verdünnungsmittel
oder Lösungsmittel
durchgeführt;
irgendein Lösungsmittel
oder Verdünnungsmittel,
das den Katalysator nicht zerstört, kann
angewendet werden. Geeignete Lösungsmittel
umfassen aliphatische oder aromatische Kohlenwasserstoffe (Hexan,
Cyclohexan, Benzol), Ether (Diethylether, Tetrahydrofuran (THF),
Dioxan, Glykoldimethylether, Anisol), Ester (Ethylacetat, Methylbenzoat),
Nitrile (Acetonitril, Benzonitril) usw.
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Eine
nicht oxidierende Umgebung ist wünschenswert,
um die oxidative Deaktivierung des Katalysators zu verzögern. Dementsprechend
wird normalerweise und bevorzugt eine inerte Atmosphäre, z.B.
Stickstoff, verwendet, obwohl Luft, falls erwünscht, auf Kosten eines Verlusts
eines Anteils des Katalysators durch Oxidation verwendet werden
kann.
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Der
Nickelkomplex ist im Wesentlichen nichtflüchtig, während die 2-Alkyl-3-monoalkennitrilreaktande und
die linearen Monoalkennitrilprodukte relativ flüchtig sind. Dementsprechend
kann bei einem kontinuierlichen Fließvorgang der Katalysator eine
Komponente des Fließsystems
bei einem ausschließlich
Flüssigphasenbetrieb
sein, er kann sich in einem mobilen nichtfließenden flüssigen Zustand bei einem Halbdampfphasenbetrieb
befinden, oder er kann sich in einem Festbettzustand (gewöhnlich auf
einem festen Träger)
bei einem herkömmlichen
fließenden
Dampfphasenbetrieb befinden.
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Das
Zeitelement ist bei dem Verfahren nicht kritisch und kann im Allgemeinen
durch praktische Gesichtspunkte bestimmt werden. Die für ein praktisches
Niveau an Umwandlung von 2-Alkyl-3-monoalkennitril zu linearem Monoalkennitril
erforderliche Zeit hängt
von der Temperatur der Reaktion ab, d.h. ein Betrieb bei niederer
Temperatur erfordert im Allgemeinen eine längere Zeit als das Arbeiten
bei einer höheren
Temperatur. Eine praktische Reaktionszeit kann je nach den spezifischen
Bedingungen und der Arbeitsmethode im Bereich einiger weniger Sekunden
bis vieler Stunden liegen.
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Das
Molverhältnis
von 2-Alkyl-3-monoalkennitril zum Katalysator liegt im Allgemeinen über 1:1,
gewöhnlich
im Bereich von etwa 5:1 bis 20.000:1, bevorzugt 100:1 bis 5.000:1
bei einem chargenweisen oder kontinuierlichen Betrieb.
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Die
Erfindung wird nun durch folgende nicht einschränkende Beispiele gewisser Ausführungsformen derselben
veranschaulicht, wobei alle Teile, Verhältnisse und Prozentsätze auf
das Gewicht bezogen sind, es sei denn, es wird etwas anderes angegeben.
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Die
folgenden Definitionen treffen immer dann zu, wenn die definierten
Ausdrücke
in dieser Beschreibung erscheinen.
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Der
Ausdruck „Hydrocarbyl" bezeichnet ein Kohlenwasserstoffmolekül, aus dem
ein Wasserstoffatom entfernt worden ist. Derartige Moleküle können einfache,
doppelte oder dreifache Bindungen enthalten.
- 3PN:
- 3-Pentennitril
- 2PN:
- 2-Pentennitril
- 4PN:
- 4-Pentennitril
- 2M3:
- 2-Methyl-3-butennitril
- VN:
- Valeronitril
- ESN:
- Ethylbernsteinsäuredinitril
- MGN:
- 2-Methylglutarnitril
- 5FVN:
- 5-Formylvaleronitril
- M3P:
- Methyl-3-pentenoat
- BD:
- 1,3-Butadien
- COD:
- 1,5-Cyclooctadien
- Et3N:
- Triethylamin
- PCl3:
- Phosphortrichlorid
- THF:
- Tetrahydrofuran
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Das
Protokoll für
das Berechnen bestimmter Reaktionsergebnisse für Hydrocyanisierungsreaktionen und
Isomerisierungsreaktionen ist wie folgt:
Für Hydrocyanisierungsreaktionen
des Schritts 1 wird der Prozentsatz nützlicher Pentennitrile (PN)
und das 3PN/2M3-Verhältnis
berichtet. Die Produktverteilung wird durch Gaschromatografie unter
Anwendung von Valeronitril als internem Standard analysiert. Der
Prozentsatz nützlicher
PN ist das Molarverhältnis
der Summe von 3PN (cis und trans) und 2M3, durch die Menge von HCN
geteilt. Das 3PN/2M3-Verhältnis
ist das Verhältnis von
cis- und trans-3PN zu 2M3.
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Für Isomerisierungsreaktionen
wird das 3PN/2M3-Verhältnis
berichtet und es ist wie oben definiert.
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Für Hydrocyanisierungsreaktionen
des Schritts 2 beträgt
die Selektivität
für Adiponitril
(ADN) ADN/(ESN + MGN + ADN). Die 3PN- und 4PN-Umwandlung wird unter
Anwendung von 2- Ethoxyethylether (EEE)
als internem Standard berechnet. Die Gesamtumwandlung von PN zu
Dinitrilen (DN) auf der Basis der Annahme, dass alle Materialien
in Betracht gezogen sind, wird als (Summe(Mol DN)/Summe (PN + BN
+ DN)) berechnet. (BN sind Butennitrile). Die Umwandlung auf der
Basis von HCN wird durch Teilen der Gesamtumwandlung von PN zu DN
durch das HCN/PN-Verhältnis
der ursprünglichen
Einspeisung berechnet, d.h. (Mol DN/Mol PN zu Beginn)/(Mol HCN/Mol
PN zu Beginn).
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BEISPIEL 1
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SYNTHESE VON ACETAL A
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Salicylaldehyd
(24,4 g, 200 mmol), Ethylenglykol (31 g, 500 mmol), Oxalsäure (1 g,
11 mmol) und Toluol (150 ml) wurden kombiniert und unter Rückfluss
3 Tage lang in einem Apparat erhitzt, der mit einem Kühler und
einem Wasserbestimmungsapparat nach Dean-Stark ausgestattet war.
Nach dem Abkühlen
wurde die Lösung
mit NaHCO3 und destilliertem Wasser gewaschen.
Die Lösung
wurde über
MgSO4 getrocknet und das Lösungsmittel
verdampft, um 26 g eines weißlichen
Feststoffs zu ergeben. Er wurde aus Hexan kristallisier.
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BEISPIEL 2
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SYNTHESE VON ACETAL B
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Salicylaldehyd
(244 g, 2,0 Mol), 1,3-Propandiol (228 g, 3,0 Mol) und Oxalsäure (4,5
g, 0,05 Mol) wurden 400 ml Toluol zugegeben und unter Rückfluss
8 Stunden lang in einem Apparat erhitzt, der mit einem Kühler und
einem Wasserbestimmungsapparat nach Dean-Stark ausgestattet war.
Nach dem Abkühlen
wurde die Lösung
mit NaHCO3 und destilliertem Wasser gewaschen
und die Lösung
wurde über
MgSO4 getrocknet. Das Produkt wurde ausgefällt, als
die Lösung
verdampft wurde. Der Feststoff wurde aufgefangen und in heißem Hexan
gelöst.
Die Lösung
wurde durch Celite® (einem Filterhilfsmittel,
das von Johns Manville Corp. hergestellt wird) filtriert und das
Produkt wurde kristallisiert, um 108 g eines weißlichen Feststoffs zu ergeben.
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BEISPIEL 3
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SYNTHESE VON
ACETAL C
-
Salicylaldehyd
(24 g, 0,2 Mol), Neopentylglykol (20,9 g, 0,2 Mol) und Oxalsäure (1 g,
11 mmol) und Toluol (150 ml) wurden kombiniert und unter Rückfluss
2 Tage lang in einem Apparat erhitzt, der mit einem Kühler und
einem Wasserbestimmungsapparat nach Dean-Stark ausgestattet war.
Nach dem Abkühlen
wurde die Lösung
mit NaHCO3 und destilliertem Wasser gewaschen.
Die Lösung
wurde über
MgSO4 getrocknet und das Lösungsmittel
wurde verdampft, um 39 g eines weißen Feststoffs zu ergeben,
der aus Hexan kristallisiert wurde.
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BEISPIEL 6
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SYNTHESE VON
ACETAL F
-
Ein
Kolben von 300 ml wurde mit 14,929 g 5-Chlorsalicylaldehyd, 12,409
g Pinacol und 0,300 g Oxalsäure
und 150 ml Toluol beaufschlagt. Der Kolben wurde an einen Wasserbestimmungsapparat
nach Dean-Stark angeschlossen und die Mischung über Nacht unter Rückfluss
gekühlt.
Die Mischung wurde mit wässrigem
Natriumbicarbonat gewaschen und die organische Schicht wurde über Magnesiumsulfat
getrocknet. Das Lösungsmittel
wurde durch Rotationsverdampfen entfernt. Es wurde ein gelber Feststoff
erhalten, der aus heißem
Hexan umkristallisiert wurde. Der Feststoff wurde mit Acetonitril
gewaschen, um 7,118 g eines weißen
Feststoffs zu ergeben. 1H NMR (500 MHz,
C6D6, δ): 7,9 (s,
1H), 7,17 (d, 2,6 Hz, 1H), 7,08 (dd, J = 2,6, 8,7 Hz, 1H), 6,73
(d, J = 8,7 Hz, 1H), 6,02 (s, 1H), 1,26 (s, 6H), 1,18 (s, 6H).
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BEISPIEL 7
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SYNTHESE VON ACETAL G
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Ein
Kolben wurde mit 18 g 5-Chlorsalicylaldehyd, 13 g 1,3-Propandiol
und 2 g Oxalsäure
und 200 ml Toluol beaufschlagt. Der Kolben wurde an einen Wasserbestimmungsapparat
nach Dean-Stark angeschlossen und die Mischung 12 Stunden lang unter
Rückfluss
gekocht. Die Mischung wurde mit Wasser und wässrigem Natriumbicarbonat gewaschen.
Die organische Schicht wurde über
Magnesiumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel wurde durch Rotationsverdampfen
entfernt. Es wurde ein hellbraunes Öl (22,3 g) erhalten, das sich
nach dem Stehenlassen verfestigte. 1H NMR
(500 MHz, C6D6, δ): 7,7 (s,
1H), 6,96 (d, 2,6 Hz, 1H), 6,72 (dd, J = 2,6, 8,7 Hz, 1H), 6,49
(d, J = 8,7 Hz, 1H), 4,87 (s, 1H), 3,37 (m, 2H), 2,99 (m, 2H), 1,37
(m, 1H), 0,35 (m, 1H).
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BEISPIEL 8
-
SYNTHESE VON ACETAL H
-
Salicylaldehyd
(24, g, 0,2 Mol), 2-Methyl-1,3-propandiol (18,0 g, 0,2 Mol), Oxalsäure (2,0
g) und Toluol (250 ml) wurden kombiniert und unter Rückfluss
2 Tage lang in einem Apparat gekocht, der mit einem Kühler und
einem Wasserbestimmungsapparat nach Dean-Stark ausgestattet war.
Nach dem Abkühlen
wurde die Lösung
mit NaHCO3 (2 × 30 ml) und destilliertem
Wasser (30 ml) gewaschen. Die Lösung
wurde über
MgSO4 getrocknet und das Lösungsmittel
verdampft, um 39 g eines weißen
Feststoffs zu ergeben, der aus Hexan kristallisiert wurde.
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BEISPIEL
9 SYNTHESE
DES LIGANDEN A
-
Acetal
A (1,33 g, 8,0 mmol) und PCl3 (0,55 g, 4
mmol) wurden in Toluol (40 ml) gelöst und die Lösung wurde
auf –40°C gekühlt. Et3N (1,0 g, 10,0 mmol) in Toluol (15 ml) wurde
tropfenweise unter Rühren
hinzugegeben. Man ließ die
Reaktionsmischung sich langsam auf Raumtemperatur erwärmen und
dann wurde sie über
Nacht gerührt.
Eine Mischung von Et3N (0,4 g, 4,0 mmol)
und Dimethyl-2,2'-dihydroxy-1,1'-binaphthalin-3,3'dicarboxylat (0,8
g, 2,0 mmol) in Toluol (15 ml) wurde der Phosphorchloriditlösung zugegeben
und die Mischung wurde 2 Stunden lang gerührt. Die Lösung wurde durch Celite® filtriert
und das Lösungsmittel
entfernt, um 2,0 g des Produkts zu ergeben. 31P
NMR (C6D6): δ 132,6, andere
Peaks bei 146,3, 130,3, 130,7 ppm.
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BEISPIEL
10 SYNTHESE
DES LIGANDEN B
-
Acetal
A (1,33 g, 8,0 mmol) und PCl3 (0,55 g, 4
mmol) wurden in Toluol (40 ml) gelöst und die Lösung wurde
auf –40°C gekühlt. Et3N (1,0 g, 10,0 mmol) in Toluol (15 ml) wurde
tropfenweise unter Rühren
hinzugegeben. Man ließ die
Reaktionsmischung sich langsam auf Raumtemperatur erwärmen und
dann wurde sie über
Nacht gerührt.
Eine Mischung von Et3N (0,4 g, 4,0 mmol)
und 3,3'-Dimethoxy-5,5'-dimethyl-2,2'-biphenol (0,55 g, 2,0 mmol) in Toluol
(15 ml) wurde der Phosphorchloriditlösung zugegeben und die Mischung
wurde 2 Stunden lang gerührt.
Die Lösung
wurde durch Celite® filtriert und das Lösungsmittel
entfernt, um 1,8 g des Produkts zu ergeben. 31P
NMR (C6D6): δ 134,9, geringe
Peaks bei 145,4, 132,3 ppm.
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BEISPIEL
11 SYNTHESE
DES LIGANDEN C
-
Acetal
A (1,33 g, 8,0 mmol) und PCl3 (0,55 g, 4
mmol) wurden in Toluol (40 ml) gelöst und die Lösung wurde
auf –40°C gekühlt. Et3N (1,0 g, 10,0 mmol) in Toluol (15 ml) wurde
tropfenweise unter Rühren
hinzugegeben. Man ließ die
Reaktionsmischung sich langsam auf Raumtemperatur erwärmen und
dann wurde sie über
Nacht gerührt.
Eine Mischung von Et3N (0,4 g, 4,0 mmol)
und Diphenyl-2,2'-dihydroxy-1,1'-binaphthalin-3,3'-dicarboxylat (1,05
g, 2,0 mmol) in Toluol (15 ml) wurde der Phosphorchloriditlösung zugegeben
und die Mischung wurde 2 Stunden lang gerührt. Die Lösung wurde durch Celite® filtriert
und das Lösungsmittel
entfernt, um 2,2 g des Produkts zu ergeben. 31P
NMR (C6D6): δ 130,2, geringe
Peaks bei 146,8, 131,4 ppm.
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BEISPIEL
12 SYNTHESE
DES LIGANDEN D
-
Acetal
C (1,67 g, 8,0 mmol) und PCl3 (0,55 g, 4
mmol) wurden in Toluol (40 ml) gelöst und die Lösung wurde
auf –40°C gekühlt. Et3N (1,0 g, 10,0 mmol) in Toluol (15 ml) wurde
tropfenweise unter Rühren
hinzugegeben. Man ließ die
Reaktionsmischung sich langsam auf Raumtemperatur erwärmen und
dann wurde sie über
Nacht gerührt.
Eine Mischung von Et3N (0,4 g, 4,0 mmol)
und 3,3',5,5'-Tetramethyl-2,2'-biphenol (0,48 g, 2,0
mmol) in Toluol (15 ml) wurde der Phosphorchloriditlösung zugegeben
und die Mischung wurde 2 Stunden lang gerührt. Die Lösung wurde durch Celite® filtriert
und das Lösungsmittel
entfernt, um 1,3 g eines weißen klebrigen
Feststoffs zu ergeben. 31P NMR (C6D6): δ 135,2, andere
Peaks bei 142,7, 134,5 ppm.
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BEISPIEL
14 SYNTHESE
DES LIGANDEN F
-
Unter
Rühren
unter einer Atmosphäre
von trockenem Stickstoff wurde eine trockene Etherlösung (50 ml)
von Acetal C tropfenweise im Laufe einer Zeitspanne von 20 Minuten
N,N-diethylphosphoramidischem
Dichlorid (3,36 g, 19,3 nmol) und trockenem Triethylamin (4,88 g,
48,3 mmol), das in 150 ml trockenem Ether gelöst worden war, hinzugegeben.
Nach dem Rühren über Nacht
wurden die Triethylammoniumchloridfeststoffe vakuumfiltriert und
mit trockenem Ether (3 × 15
ml) gewaschen. Die kombinierten Etherfiltrate wurden verdampft,
um das erwünschte
Phosphoramidit, [2-[5,5-(CH3)2-1,3-C3H5O2]C6H4O]2PN(C2H5)2 als
weißen
Feststoff (9,33 g) zu ergeben. 31P NMR (CDCl3): 141,9 ppm.
-
Das
Phosphoramidit (9,33 g, 18,0 mmol) wurde in trockenem Ether (150
ml) gelöst,
dann in einer Gefriertruhe auf –35°C abgekühlt. Chlorwasserstoff
in trockenem Ether (36 ml, 1,0 M) wurde im Laufe einer Zeitspanne
von 20 Minuten tropfenweise der kalten, gerührten Phosphoramiditlösung hinzugegeben.
Die dabei gebildete Mischung wurde 1,5 Stunden lang in die Gefriertruhe
zurückgestellt.
Die Feststoffe wurden vakuumfiltriert und mit trockenem Ether (20
ml) gewaschen. Die kombinierten Etherfiltrate wurden verdampft,
um das Phosphorchloridit von Acetal C, [2-[5,5-(CH3)2-1,3-C3H5O2]C6H4O]2PCl zu ergeben. 31P NMR (CDCl3):
163,9 ppm.
-
Di(2,6-dimethylphenyl)2,2'-dihydroxy-1,1'-binaphthalin-3,3'-dicarboxylat (0,792
g, 1,36 mmol) wurde dem Phosphorchloridit von Acetal C (1,634 g,
3,40 mmol), das in trockenem Ether (50 ml) gelöst worden war, hinzugegeben.
Nach dem Kühlen
in einer Gefriertruhe auf –35°C wurde die
hellgelbe Mischung gerührt,
während
trockenes Triethylamin (0,344 g, 3,39 mmol) über eine Zeitspanne von 5 Minuten
tropfenweise hinzugegeben wurde. Nach dem Rühren bei Raumtemperatur für weitere
2,5 Stunden wurde die Mischung durch trockenes neutrales Aluminiumoxid
filtriert und das Aluminiumoxid wurde mit trockenem Tetrahydrofuran
(50 ml) gespült.
Die kombinierten Filtrate wurden verdampft, um den erwünschten
Diphosphitliganden als hellgelben Feststoff (0,376 g) zu ergeben. 31P NMR (CDCl3):
129,7 ppm.
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BEISPIEL
15 SYNTHESE
DES LIGANDEN G
-
Unter
Rühren
unter trockenem Stickstoff wurde 2,2'-Dihydroxy-1,1'-binaphthalin-3,3'-dicarbonsäure (1,87
g, 5,0 mmol) in trockenem Tetrahydrofuran (50 ml) gelöst, dann
in einem Trockeneis/Acetonbad auf –78°C abgekühlt. Methyllithium (25 ml von
1,4 M in Ether, 35 mmol) wurde tropfenweise hinzugegeben, dann ließ man die
Lösung
sich auf Raumtemperatur erwärmen.
Nach dem Rühren über Nacht
wurde die Lösung langsam
eiskalter 1 M Salzsäure
(30 ml) zugegeben. Die organische Phase wurde mit Wasser gewaschen, dann
verdampft. Der orangefarbene Rückstand
wurde in Dichlormethan gelöst
und durch einen Kieselgelpfropfen eluiert. Das orangefarbene Filtrat
wurde verdampft, um 2,2'-Dihydroxy-1,1'-binaphthalin-3,3'-bis(methylketon) als gelben Feststoff
(1,52 g) zu egeben
-
2,2'-Dihydroxy-1,1'-binaphthalin-3,3'-bis(methylketon)
(0,200 g, 0,54 mmol) wurde dem Phosphorchloridit von Acetal C (0,651
g, 1,35 mmol), das in trockenem Ether (50 ml) gelöst worden
war, hinzugegeben. Nach dem Kühlen
in einer Gefriertruhe auf –35°C wurde die
hellgelbe Mischung gerührt,
während
trockenes Triethylamin (0,155 g, 1,53 mmol) über eine Zeitspanne von 5 Minuten
tropfenweise hinzugegeben wurde. Nach dem Rühren bei Raumtemperatur für weitere
48 Stunden wurde die Mischung durch trockenes neutrales Aluminiumoxid
filtriert und das Aluminiumoxid wurde mit trockenem Ether (50 ml)
gespült.
Die kombinierten Filtrate wurden verdampft, um den erwünschten
Diphosphitliganden als hellgelben Feststoff (0,466 g) zu ergeben. 31P NMR (CDCl3):
134,1 ppm.
-
BEISPIEL
16 SYNTHESE
DES LIGANDEN H
-
Unter
Rühren
unter trockenem Stickstoff wurde 2,2'-Dihydroxy-1,1'-binaphthalin-3,3'-dicarbonsäure (8,42
g, 22,5 mmol) in trockenem Tetrahydrofuran (500 ml) gelöst, dann
in einem Trockeneis-/Acetonbad auf –78°C gekühlt. Phenyllithium (100 ml
von 1,8 M in 70/30 Cyclohexan/Ether, 0,18 Mol) wurde tropfenweise
hinzugegeben, dann ließ man
die Lösung
sich auf Raumtemperatur erwärmen.
Nach dem Rühren über Nacht wurde
entionisiertes Wasser (50 ml) der Reaktionslösung langsam bei 0°C zugegeben.
Unter kräftigem
Rühren wurde
ein 1 M Salzsäure
tropfenweise zugegeben, bis die Wasserphase stark sauer (pH-Wert
= 2) wurde. Die organische Phase wurde mit Wasser in einem Trennungstrichter
gewaschen, dann über
Magnesiumsulfat getrocknet und verdampft. Der orangefarbene Rückstand
wurde in Dichlormethan gelöst
und durch einen Kieselgelpfropfen eluiert. Das orangefarbene Filtrat
wurde verdampft, um 2,2'-Dihydroxy-1,1'-binaphthalin-3,3'-bis(phenylketon)
als gelben Feststoff (10,5 g) zu egeben
-
2,2'-Dihydroxy-1,1'-binaphthalin-3,3'-bis(phenylketon)
(0,715 g, 1,45 mmol) wurde dem Phosphorchloridit von Acetal C (1,738
g, 3,62 mmol), das in trockenem Ether (50 ml) gelöst worden
war, hinzugegeben. Nach dem Kühlen
in einer Gefriertruhe auf –35°C wurde die
orangefarbene Lösung
gerührt,
während
trockenes Triethylamin (0,365 g, 3,62 mmol) über eine Zeitspanne von 5 Minuten
tropfenweise hinzugegeben wurde. Nach dem Rühren bei Raumtemperatur für weitere
2,5 Stunden wurde die gelbe Mischung durch trockenes, neutrales
Aluminiumoxid filtriert und das Aluminiumoxid wurde mit trockenem
Ether (50 ml) gespült.
Die kombinierten Filtrate wurden verdampft, um den erwünschten
Diphosphitliganden als hellgelben Feststoff (1,68 g) zu ergeben. 31P NMR (CDCl3):
134,0 ppm.
-
BEISPIEL
17 SYNTHESE
DES LIGANDEN I
-
In
einen Rundkolben wurden 0,412 g Phosphortrichlorid und etwa 50 ml
Toluol hineingegeben. Die Mischung wurde auf –30°C gekühlt und 1,288 g Acetal G wurde
hinzugegeben. Eine vorgekühlte
Lösung
(–30°C) von Triethylamin
(0,800 g) in 20 ml Toluol wurde tropfenweise hinzugegeben. Ein 31 NMR der Mischung zeigt eine starke Resonanz
bei 164,1 ppm mit geringeren Resonanzen bei 193,3 und 132,5 ppm
an. Dieser Mischung wurden 0,405 g 2,2'-Ethylidenbis(4,6-dimethylphenol), das
Yamada et al., Bull. Chem. Soc. Jpn., 1989, 62, 3603 entsprechend
zubereitet worden war, in 10 ml Toluol zugegeben und daraufhin wurden
0,600 g Triethylamin zugegeben. Die Mischung wurde über Nacht
gerührt
und durch Celite® filtriert, mit Toluol
gewaschen und Lösungsmittel
durch Rotationsverdampfung entfernt, um 1,8 g eines weißen Feststoffs
zu ergeben. 31P{H} (202 MHz, C6D6): Hauptresonanz bei 134,9 ppm, geringere
Resonanzen bei 132,6, 132,2, 130,9, 128,2 ppm. APCI MS (chemische
Ionisationsmassenspektroskopie bei Luftdruck): Gefunden: 1183,1;
für C58H60O14Cl4P2 + H+ berechnet:
1183,22.
-
BEISPIEL
18 SYNTHESE
DES LIGANDEN J
-
Acetal
A (1,33 g, 8 mmol) und PCl3 (0,55 g, 4 mmol)
wurden in Toluol (40 ml) gelöst
und auf –40°C abgekühlt. Eine
Lösung
von Et3N (1,0 g, 10 mmol) in Toluol (15
ml) wurde der kalten Lösung
tropfenweise zugegeben. Man ließ die
Reaktionsmischung sich langsam auf Raumtemperatur erwärmen und sie
wurde dann über
Nacht gerührt.
Eine Lösung
von (N-Methyl,N-phenyl)-2,2'-dihydroxy-1,1'-binaphthalin-3,3'-dicarboxamid (1,1 g, 2 mmol) und Et3N (0,4 g, 4 mmol) in Toluol (15 ml) wurde
hinzugegeben und die Mischung 2 Stunden lang gerührt. Die Mischung wurde durch
Celite® filtriert
und das Lösungsmittel
wurde entfernt, um 2,3 g eines gelben klebrigen Produkts zu ergeben. 31P NMR: δ 131,6,
kleinerer Peak bei 127,6, breite Peaks bei 133,1, 144,1 ppm.
-
BEISPIEL
19 SYNTHESE
DES LIGANDEN K
-
Unter
Rühren
unter einer trockenen Stickstoffatmosphäre wurde 2-(Tetrahydro-2-furanyl)phenol
(5,10 g, 31,3 mmol tropfenweise N,N-diethylphosphoramidischem Dichlorid
(2,702 g, 15,5 mmol) und trockenem Triethylamin (3,77 g, 37,3 mmol),
das in 200 ml trockenem Ether gelöst worden war, hinzugegeben.
Nach einer Stunde wurden die Triethylammoniumchloridfeststoffe vakuumfiltriert
und mit trockenem Ether (3 × 15
ml) gewaschen. Die kombinierten Etherfiltrate wurden verdampft,
um das erwünschte
Phosphoramidit, [2-(2-(C4H7O)C6H4O]2PN(C2H5)2 als
viskoses Öl
zu ergeben. 31P NMR (CDCl3):
142,2, 142,0, 141,5 und 141,2 ppm aufgrund einer Mischung von Stereoisomeren.
-
Das
Phosphoramidit (5,0 g, 11,6 mmol) wurde in trockenem Ether (50 ml)
gelöst,
dann in einer Gefriertruhe auf –35°C abgekühlt. Chlorwasserstoff
(24 ml, 1,0 M in trockenem Ether) wurde tropfenweise der kalten, gerührten Phosphoramiditlösung hinzugegeben.
Fünf Minuten
nach Abschluss der Zugabe wurden die Feststoffe vakuumfiltiert und
mit trockenem Ether (3 × 15
ml) gewaschen. Die kombinierten Etherfiltrate wurden verdampft,
um das Phosphorchloridit von 2-(Tetrahydro-2-furanyl)phenol, [2-(2-(C4H7O)C6H4O]2PN(C2H5)2 zu ergeben. 31P
NMR (CDCl3): 163,7, 162,9, 162,5 ppm aufgrund
einer Mischung von Stereoisomeren.
-
Diphenyl-2,2'-dihydro×y-1,1'-binaphthalin-3,3'-dicarboxylat (0,425
g, 0,807 mmol) wurde dem Phosphorchloridit von 2-(Tetrahydro-2-furanyl)phenol
(0,793 g, 2,02 mmol), das in trockenem Ether (50 ml) gelöst worden
war, hinzugegeben. Nach dem Kühlen
in einer Gefriertruhe auf –35°C wurde die
hellgelbe Mischung gerührt,
während
trockenes Triethylamin (0,204 g, 2,02 mmol) über eine Zeitspanne von 10
Minuten tropfenweise hinzugegeben wurde. Die Mischung durch trockenes,
neutrales Aluminiumoxid filtriert und das Aluminiumoxid wurde mit
trockenem Ether (3 × 25
ml) gespült.
Die kombinierten Filtrate wurden verdampft, um den erwünschten
Diphosphitliganden als weißen
Feststoff (0,81 g) zu ergeben. 31P NMR (C6D6): mehrere auf
131 ppm zentrierte Peaks aufgrund einer Mischung von Stereoisomeren.
-
BEISPIEL
20 SYNTHESE
DES LIGANDEN L
-
In
einen Rundkolben wurden 0,343 g Phosphortrichlorid und etwa 50 ml
Toluol hineingegeben. Die Mischung wurde auf –30°C gekühlt und 1,284 g Acetal F wurde
hinzugegeben. Eine vorgekühlte
Lösung
(–30°C) von Triethylamin
(0,700 g) in 20 ml Toluol wurde tropfenweise hinzugegeben. Eine 31P NMR-Analyse der Mischung zeigt eine starke
Resonanz bei 162,6 ppm mit geringeren Resonanzen bei 190,4 und 130,7
ppm. Dieser Mischung wurden 0,358 g 2,2'-Binaphthol in 10 ml Toluol und daraufhin
0,600 g Triethylamin zugegeben. Die Mischung wurde über Nacht
gerührt
und dann durch Celite® filtriert, mit Toluol
gewaschen und Lösungsmittel
durch Rotationsverdampfung entfernt, um 1,753 g eines weißen Feststoffs
zu ergeben. 31P{H} (202 MHz, C6D6): Hauptresonanz bei 130,0 ppm, andere Resonanzen
bei 143,1 und 130,8 ppm. APCI MS: Gefunden: 1366,3; für C72H76O14Cl4P2 berechnet: 1366,346.
-
BEISPIEL
21 SYNTHESE
DES LIGANDEN M
-
Acetal
A (1,33 g, 8 mmol) und PCl3 (0,55 g, 4 mmol)
wurden in Toluol (40 ml) gelöst
und auf –40°C abgekühlt. Eine
Lösung
von Et3N (1,0 g, 10 mmol) in Toluol (15
ml) wurde der kalten Lösung
tropfenweise zugegeben. Man ließ die
Reaktionsmischung sich auf Raumtemperatur erwärmen und sie wurde dann über Nacht
gerührt.
Eine Lösung
von 2,2'-Biphenol
(0,37 g, 2 mmol) und Et3N (0,4 g, 4 mmol) in
Toluol (15 ml) wurde hinzugegeben und die Mischung 2 Stunden lang
gerührt.
Die Mischung wurde durch Celite® filtriert
und das Lösungsmittel
entfernt, um 1,79 g eines hellen öligen Rückstands zu ergeben.
-
BEISPIEL
23 SYNTHESE
DES LIGANDEN O
-
Acetal
C (25,0 g, 120 mmol) und PCl3 (8,23 g, 60
mmol) wurden in Toluol(100 ml) gelöst und auf –20°C gekühlt. Etwa Zweidrittel einer
Et3N (21,0, 200 mmol) Lösung in Toluol (100 ml) wurden
der Acetallösung über eine
Zeitspanne von 30 Minuten tropfenweise hinzugegeben. Die Mischung
wurde weitere 15 min bei –20°C gerührt. Im
Laufe der nächsten
Stunde wurden kleine Portionen von festem di(2-tolyl)-2,2'-dihydroxy-1,1'-binaphthalin-3,3'-dicarboxylat (16,5 g, 29,8 mmol) der
kalten Chloriditlösung
(–10 bis –15°C) hinzugegeben, während mit äquivalenten
Portionen der verbleibenden Et3N-Lösung abgewechselt
wurde. Die Mischung wurde eine Stunde lang gerührt und die Mischung wurde
dann filtriert. Das Lösungsmittelvolumen
wurde auf 100-200 ml Toluol reduziert und man ließ die Lösung 2 Tage
lang stehen. Es wurde ein feiner Niederschlag aufgefangen (20,6
g). 31P NMR: δ 129,5, sehr kleine Peaks bei
133,1, 146,7 ppm. 31P NMR: δ 131,3, kleinere Peaks
bei 132,5, 144,2 ppm.
-
BEISPIEL 24
-
HERSTELLUNG VON KATALYSATOR
AUF KOHLENSTOFFTRÄGER
UNTER ANWENDUNG DES LIGANDEN Q
-
Kristallines
Rh(CO)2(acac) (1 Äquivalent) wurde in 2-4 ml
Toluol gelöst.
Die hellgelbe Lösung
wurde dem festen Liganden O (100 mg) hinzugegeben, was zu einiger
Blasenbildung und einer Änderung
Farbe der Lösung
führte.
-
5
g granulöse
(40-60 Maschen) Aktivkohle (EM Scientific) wurden getrocknet und
durch Erhitzen in strömendem
Helium (100 ml/min) bei 850°C
5 h lang kalziniert. Der getrocknete Kohlenstoff wurde in eine mit Stickstoff
gefüllte
Manipulationskammer überführt, wo
er in einer Toluollösung
aufgeschlämmt
wurde, die Rhodium und den Liganden O enthielt. Die Aufschlämmung wurde
15 min lang gerührt
und dann unter Vakuum bis zur Trockne verdampft. Die überbleibenden
Feststoffe, die sich auf den Seiten des Gefäßes abgesetzt hatten, wurden
mit extra Toluol derart gespült,
dass sie sich schließlich
alle ausschließlich
auf dem Kohlenstoff absetzten. Der trockene Feststoff wurde über Nacht
gepumpt, um restliches Toluol zu entfernen und dann mit einer Kappe
verschlossen und zum katalytischen Testen in der Manipulationskammer
gelagert.
-
BEISPIEL
25 SYNTHESE
DES LIGANDEN P
-
Dieses
Diphosphit wurde dem allgemeinen Verfahren gemäß hergestellt, das für den Liganden
K beschrieben worden ist, mit der Ausnahme, dass das Diphenyl-2,2'-dihydroxy-1,1'-binaphthalin-3,3'-dicarboxylat durch den entsprechenden
Dimethylester substituiert wurde. Das Produkt war ein Öl. 31P NMR (C6D6): 131,0, 130,9, 130,8, 130,6, 130,4, 130,3
ppm aufgrund einer Mischung von Stereoisomeren zusammen mit cyclischer Monophosphitverunreinigung
bei 146,8 und 146,4 ppm.
-
BEISPIEL
26 LIGAND
Q – SYNTHESE
DES LIGANDEN AUF POLYMERTRÄGER HERSTELLUNG
EINES GETRÄGERTEN
DOPPELTSUBSTITUIERTEN BINAPHTHOLS
-
Eine
Mischung von 50 g (60 mmol) Merrifield-Harz (polCH2Cl,
wobei pol = 1-2 % vernetztes Polystyrol, Perlen von 200-400 Maschen
ist), 2,2'-Dihydroxy-2,2'-binaphthalin-3,3'-dicarbonsäure (33,7
g), Kaliumcarbonat (12,4 g) und DMF (Dimethylformamid) (350 ml)
wurde bei 90°C
8 h lang unter Rühren
erhitzt. Die Farbe des Harzes änderte
sich von weiß auf
grüngelb.
Die Mischung wurde mit Wasser verdünnt, filtriert, mit H2O, DMF und Aceton gewaschen und dann an
der Luft gründlich
getrocknet, um das erwünschte
Produkt zu ergeben. IR (KBr, cm-1): 1712
(vs), 1676 (vs).
-
FUNKTIONALISIERUNG
DER CARBOXYLATGRUPPE
-
25
g (18,7 mmol) des Diols auf Polymerträger wurden in 150 ml wasserfreiem
DMF suspendiert und dieser Mischung wurden 4,54 g (28 mmol) 1,1-Carbonyldiimidazol
hinzugegeben. Die Mischung wurde über Nacht geschüttelt und
die Polymerperlen färbten
sich dunkelrot-orange. Die Perlen wurden durch Filtrieren aufgefangen
und mit DMF (3 × 100
ml), Toluol (3 × 100
ml) und CH2Cl2 (3 × 100 ml)
vor dem Trocknen unter Vakuum gewaschen. IR (cm-1,
KBr): 1771 (vs), 1720 (vs).
-
VERESTERUNG
DER SEITENKETTE
-
25,93
g (18,7 mmol) des Imidazolylesters auf Polymerträger wurden in 150 ml wasserfreiem
DMF suspendiert. 10,10 g (93,5 mmol) ortho-Cresol und 2,845 g (18,7
mmol) DBU (1,8-Diazabicyclo[5.4.0]undec-7-en) wurden
hinzugegeben. Die Mischung wurde zwei Tage lang bei Raumtemperatur
geschüttelt.
Das Produkt wurde durch Filtrieren aufgefangen und mit DMF, Toluol
und CH2Cl2 (3 × 100 ml)
vor dem endgültigen
Vakuumtrocknen gewaschen. IR (cm-1, KBr):
1759 (vs), 1720 (vs), 1675 (vs).
-
-
24,8
g (17,4 mmol) des geträgerten
Diols wurden in 150 ml Toluol suspendiert und dieser Suspension wurden
25,0 g (52,1 mmol) des Phosphorchloridits, das von Acetal C deriviert
worden war, und 13,4 g Diisopropylethylamin hinzugegeben. Die Mischung
wurde über
Nacht bei Raumtemperatur geschüttelt.
Die hellgelben Perlen wurden durch Filtrieren aufgefangen, mit Toluol,
CH2Cl2 (3 × 100 ml)
gewaschen und dann unter Vakuum getrocknet. Elementaranalyse: 1,15
Gew.-% P (Durchschnitt).
-
BEISPIEL
29 SYNTHESE
DES LIGANDEN T
-
2-(2-Tetrahydropyranyl)-4-methylphenol
wurde aus dementsprechenden Phenol dem Verfahren gemäß hergestellt,
das in Aust. J. Chem., 1988, 41, 69-84 skizziert ist. In einer mit
Stickstoff ausgespülten
Manipulationskammer wurde 2-(2-Tetrahydropyranyl)-4-methylphenol
(0,96 g, 5,0 mmol) in 25 ml Diethylether gelöst und auf –40°C gekühlt. Diethylphosphoramidisches
Dichlorid (2,5 mmol) wurde hinzugegeben, gefolgt von Triethylamin
(6 mmol). Die Reaktionsmischung wurde eine Stunde lang bei Raumtemperatur
gerührt,
dann über
ein Kissen von Celite® filtriert. Das Filtrat
wurde unter Vakuum konzentriert, um 1,1 g (90 %) des entsprechenden
Phosphoramidits zu ergeben. 31P NMR (Toluol):
142,7, 142,6 ppm. Das obige Phosphoramidit (1,1 g) wurde in 25 ml
wasserfreiem Ether gelöst
und auf –40°C abgekühlt. Der
gerührten
Phosphoramiditlösung
wurden langsam 4,4 ml vorgekühlte
1 M HCl-Lösung
in Ether zugegeben. Nach der Zugabe bildete sich ein weißer Niederschlag.
Die Mischung wurde 10 Minuten lang gerührt und 2 Stunden lang zurück auf –40°C gekühlt. Die dabei
gebildete Aufschlämmung
wurde über
ein Kissen von Celite® filtriert und unter Vakuum
konzentriert, um 0,92 g des entsprechenden Phosphorchloridits zu
ergeben. 31P NMR (Toluol): 161,6 ppm. Das
obige Phosphorchloridit wurde mit Di(2-tolyl)-2,2'-dihydroxy-1,1'-binaphthalin-3,3'-dicarboxylat und
Triethylamin reagiert, um den entsprechenden Liganden zu ergeben. 31P NMR (Toluol): 130 (Hauptresonanz)
-
BEISPIEL
30 SYNTHESE
DES LIGANDEN U
-
Das
Phosphorchloridit von 2-(2-Tetrahydropyranyl)-4-methylphenol wurde
wie in Beispiel 32 beschrieben hergestellt. Das obige Phosphorchloridit
wurde mit 3,3',4,4',6,6'-Hexamethyl-2,2'-biphenol und Triethylamin
reagiert, um den entsprechenden Liganden zu ergeben. 31P
NMR (Toluol): 134, 131, 127.
-
BEISPIEL
31 SYNTHESE
DES LIGANDEN V
-
2-(2-Tetrahydropyranyl)-4-methylphenol
wurde aus dementsprechenden Phenol dem Verfahren gemäß hergestellt,
das in Aust. J. Chem., 1988, 41, 69-84 skizziert ist. In einer mit
Stickstoff ausgespülten
Manipulationskammer wurde 2-(2-Tetrahydropyranyl)-4-methylphenol
(0,96 g, 5,0 mmol) in 25 ml Diethylether gelöst und auf –40°C gekühlt. Diethylphosphoramidisches
Dichlorid (2,5 mmol) wurde hinzugegeben, gefolgt von Triethylamin
(6 mmol). Die Reaktionsmischung wurde eine Stunde bei Raumtemperatur
gerührt,
dann über
ein Kissen von Celite® filtriert. Das Filtrat
wurde unter Vakuum konzentriert, um 1,1 g (90 %) des entsprechenden Phosphoramidits
zu ergeben. 31P NMR (Toluol): 142,7, 142,6
ppm. Das obige Phosphoramidit (1,1 g) wurde in 25 ml wasserfreiem
Ether gelöst
und auf –40°C abgekühlt. Der
gerührten
Phosphoramiditlösung
wurden langsam 4,4 ml vorgekühlte
1 M HCl-Lösung
in Ether zugegeben. Nach der Zugabe bildete sich ein weißer Niederschlag.
Die Mischung wurde 10 Minuten lang gerührt und 2 Stunden lang zurück auf –40°C gekühlt. Die
dabei gebildete Aufschlämmung
wurde über
ein Kissen von Celite® filtriert und unter Vakuum
konzentriert, um 0,92 g des entsprechenden Phosphorchloridits zu
ergeben. 31P NMR (Toluol): 161,6 ppm. Das
obige Phosphorchloridit wurde mit 1,1'-Bi-2'-naphthol und Triethylamin
reagiert, um den entsprechenden Liganden zu ergeben. 31P NMR
(Toluol): 131,11, 131,14 (Stereoisomere).
-
BEISPIEL
32 SYNTHESE
DES LIGANDEN W
-
Ein
Kolben von 100 ml wurde mit PCl3 (0,412
g) und 50 ml Toluol beaufschlagt. Die Mischung wurde auf –30°C gekühlt und
das Acetal B (1,081 g) wurde hinzugegeben. Daraufhin folgte 0,65
g NEt3 in 20 ml Toluol (auf –30°C vorgekühlt), das
tropfenweise zugegeben wurde. Nach dem Erwärmen auf Raumtemperatur und Rühren für etwa 40
Minuten wurde die Mischung auf –30°C abekühlt und
3,3',5,5',6,6'-Hexameethyl-2,2'-biphenol (0,406
g) wurde hinzugegeben, gefolgt von 0,6 g NEt3.
Die Mischung wurde über
Nacht gerührt,
durch Celite® filtriert
und das Lösungsmittel
wurde durch Rotationsverdampfung entfernt. Es wurde ein weißer Feststoff (1,652
g) erhalten. 31P NMR in CDCl3:
Hauptresonanz bei 134,42 ppm mit geringeren Resonanzen bei 135,08 und
132,6 ppm.
-
BEISPIEL
33 SYNTHESE
DES LIGANDEN X
-
-
Eine
Mischung von 50 g (60 mmol) Merrifield-Harz (pol = 1-2 % vernetztes
Polystyrol, Perlen von 200-400 Maschen), 2,2'-Dihydroxy-2,2'-binaphthalin-3,3'-dicarbonsäure (33,7 g), Kaliumcarbonat
(12,4 g) und DMF (Dimethylformamid) (350 ml) wurde bei 90°C 8 h lang
unter Rühren
erhitzt. Die Farbe des Harzes änderte sich
von weiß auf
grüngelb.
Die Mischung wurde mit Wasser verdünnt, filtriert, mit H2O, DMF und Aceton gewaschen und dann an
der Luft gründlich
getrocknet, um das erwünschte
Produkt zu ergeben. IR (KBr, cm-1): 1712
(vs), 1676 (vs).
-
81,64
g (84 mmol) der hellgelben Carbonsäure/des Esters auf Polymerträger wurden
in 300 ml wasserfreiem DMF suspendiert, das 13,6 g (84 mmol) Carbonyldiimidazol
enthielt. Nach dem Rühren
bei Raumtemperatur über
Nacht wurde ein orangefarbenes Zwischenprodukt durch Filtrieren
isoliert und mit DMF (3x) gewaschen. Das Polymer wurde dann in eine
Mischung von DMF (200 ml) und iPrOH (51,4 ml, 672 mmol) eingegeben
und die Mischung wurde über
Nacht bei Raumtemperatur gerührt.
Das Diol/Diesterprodukt auf Polymerträger wurde dann durch Filtrieren
isoliert und mit THF und Aceton vor dem Trocknen an der Luft gewaschen.
-
1,7
g (1,0 mmol) des Diols auf Polymerträger aus dem vorherigen Beispiel
wurden in 15 ml Toluol suspendiert, diesem wurden 1,7 ml (10 mmol)
Diisopropylethylamin und 4,0 mmol des geeigneten Phosphorchloridits
hinzugegeben. Die Suspension wurde über Nacht bei Raumtemperatur
geschüttelt.
Das farblose Produkt wurden dann filtriert, mit Toluol (3 × 10 ml),
DMF (3 × 10
ml) und CH2Cl2 (Methylenchlorid)
(3 × 10
ml) vor dem Trocknen unter Vakuum gewaschen.
Elementaranalyse:
1,45 % P.
-
Eine
Probe des Bis(phosphits) auf Polymerträger wurde mit Ni(COD)2 behandelt, um das braunorange mit Ni(COD)
beladene Derivat zu ergeben. Dieses Material wurde dann mit CO bei
1 atm und Raumtemperatur behandelt, um den P2Ni(CO)2-Komplex auf Polymerträger zu ergeben, der durch sein
Infrarotspektrum in KBr: 2051,7 (vs), 2001,3 (vs) cm-1 gekennzeichnet
war.
-
BEISPIEL
34 SYNTHESE
DES LIGANDEN Y
-
3,3',5,5'-Tetramethyl-2,2'-dihydroxy-1,1'-biphenylen (0,303
g, 1,25 mmol) wurde einer Toluollösung (50 ml) von Triethylamin
(0,41 g, 4,0 mmol) und dem Phosphorchloridit (1,11 g, 2,8 mmol)
von 2-(Tetrahydrofuran-2-yl)phenol zugegeben. Nach dem Rühren über Nacht
wurden die Feststoffe vakuumfiltriert und mit Toluol (3 × 5 ml)
gewaschen. Das Filtrat wurde verdampft, um das Produkt zu ergeben. 31P NMR (CDCl3, 202
MHz): mehrere Peaks zwischen 134,9 und 133,6 und mehrere Peaks zwischen
131,2 und 127,5 ppm.
-
BEISPIEL
35 SYNTHESE
DES LIGANDEN Z
-
Acetal
C (1,67 g, 8,0 mmol) und PCl3 (0,55 g, 4
mmol) wurden in Toluol (40 ml) gelöst und die Lösung wurde
auf –40°C gekühlt. Et3N (1,0 g, 10,0 mmol) in Toluol (15 ml) wurde
tropfenweise unter Rühren
hinzugegeben. Man ließ die
Reaktionsmischung sich langsam auf Raumtemperatur erwärmen und
dann wurde sie über
Nacht gerührt.
Eine Mischung von Et3N (0,4 g, 4,0 mmol)
und Dimethyl-2,2'-dihydroxy-1,1'-binaphthalin-3,3'-dicarboxylat (0,8
g, 2,0 mmol) in Toluol (15 ml) wurde der Phosphorchloriditlösung hinzugegeben
und die Mischung wurde 2 Stunden lang gerührt. Die Lösung wurde durch Celite® filtriert
und das Lösungsmittel entfernt,
um 2,6 g Produkt zu ergeben. 31P NMR (C6D6): 132,7, 130,4,
129,7, 129,1 ppm.
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BEISPIEL
36 SYNTHESE
DES LIGANDEN AA
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Acetal
B (1,44 g, 8,0 mmol) und PCl3 (0,55 g, 4
mmol) wurden in Toluol (40 ml) gelöst und die Lösung wurde
auf –40°C gekühlt. Et3N (1,0 g, 10,0 mmol) in Toluol (15 ml) wurde
tropfenweise unter Rühren
hinzugegeben. Man ließ die
Reaktionsmischung sich langsam auf Raumtemperatur erwärmen und
dann wurde sie über
Nacht gerührt.
Eine Mischung von Et3N (0,4 g, 4,0 mmol)
und 2,2'-Binaphthol
(0,57 g, 2,0 mmol) in Toluol (15 ml) wurde der Phosphorchloriditlösung hinzugegeben
und die Mischung wurde 2 Stunden lang gerührt. Die Lösung wurde durch Celite® filtriert
und das Lösungsmittel
entfernt, um 1,7 g Produkt zu ergeben. 31P
NMR (C6D6): 132,4,
134,5, 146,0 ppm.
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BEISPIEL
37 SYNTHESE
DES LIGANDEN BB
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Ein
Kolben von 100 ml wurde mit PCl3 (0,343
g) und 50 ml Toluol beaufschlagt. Die Mischung wurde auf –30°C gekühlt und
das Acetal F (1,284 g) wurde hinzugegeben, gefolgt von 0,7 g NEt3 in 20 ml Toluol (auf –30°C vorgekühlt), das tropfenweise zugegeben
wurde. Nach dem Erwärmen
auf Raumtemperatur und Rühren
für etwa
40 Minuten wurde die Mischung auf –30°C abekühlt und 2,2'-Ethylidenbis(4,6-dimethylphenol) (0,338
g) wurde hinzugegeben und dann wurden 0,6 g NEt3 hinzugegeben.
Die Mischung wurde über
Nacht gerührt,
durch Celite® filtriert
und das Lösungsmittel
wurde durch Rotationsverdampfung entfernt. Es wurde ein weißer Feststoff
(1,67 g) erhalten. 31P NMR in C6D6: Hauptpeak bei 133,104 ppm zusammen mit
Resonanzen bei 130,96, 130,78, 130,01 aufgrund von Verunreinigungen.
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BEISPIEL
40 SYNTHESE
DES LIGANDEN EE
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Acetal
H (1,55 g, 8,0 mmol) und PCl3 (0,55 g, 4
mmol) wurden in Toluol (40 ml) gelöst und die Lösung wurde
auf –40°C gekühlt. Et3N (1,0 g, 10,0 mmol) in Toluol (15 ml) wurde
tropfenweise unter Rühren
hinzugegeben. Man ließ die
Reaktionsmischung sich langsam auf Raumtemperatur erwärmen und
dann wurde sie über
Nacht gerührt.
Eine Mischung von Et3N (0,5 g, 5,0 mmol)
und Dimethyl-2,2'-dihydroxy-1,1'-binaphthalin-3,3'-dicarboxylat (0,8
g, 2,0 mmol) in Toluol (15 ml) wurde der Phosphorchloriditlösung zugegeben
und die Mischung wurde 2 Stunden lang gerührt. Die Lösung wurde durch Celite® filtriert
und das Lösungsmittel
entfernt, um 2,0 g Produkt zu ergeben. 31P
NMR (C6D6): δ 131,1, 134,4,
147,4 ppm.
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BEISPIEL
41 SYNTHESE
DES LIGANDEN FF
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Ein
Kolben von 100 ml mit einer Magnetrührerstange wurde mit 0,412
g PCl3 und 50 ml Toluol beaufschlagt. Die
Mischung wurde auf –30°C gekühlt und
das von 5-Chlorsalicylaldehyd und Neopentylglykol derivierte Acetal
(1,456 g) wurde hinzugegeben. Dieser Mischung wurde eine vorgekühlte Lösung (–30°C) von Triethylamin
(0,800 g) in 20 ml Toluol tropfenweise hinzugegeben. Das 31P NMR der Reaktionsmischung zeigte eine
Hauptresonanz bei 164,44 ppm zusammen mit geringeren Resonanzen
bei 193,04 und 131,99 ppm auf. Die Mischung wurde auf –30°C gekühlt, Binaphthol
(0,429 g) in 10 ml Toluol und dann 0,600 g Triethylamin wurden hinzugegeben.
Die Mischung wurde über
Nacht gerührt,
durch Celite® filtriert,
mit Toluol gewaschen und das Lösungsmittel
durch Rotationsverdampfung entfernt, um 2,105 g eines weißen Feststoffs
zu ergeben. 31P NMR m C6D6: Hauptresonanz bei 131,21 ppm mit geringeren
Resonanzen bei 144,96 und 132,20 ppm.
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BEISPIEL
42 SYNTHESE
DES LIGANDEN GG
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Ein
Kolben von 100 ml mit einem Magnetrührer wurde mit 0,412 g PCl3, 1,081 g Acetal B und 20 ml THF beaufschlagt.
Die Lösung
wurde auf –30°C gekühlt und
eine vorgekühlte
(–30°C) Lösung von
Triethylamin (0,68 g) in 20 ml Toluol wurde tropfenweise hinzugegeben.
Die Aufschlämmung
wurde etwa 1 Stunde lang bei Raumtemperatur gerührt. Die Aufschlämmung wurde
auf –30°C gekühlt, 0,448
g 3,3'-Diisopropyl-6,6'-dimethyl-2,2'-dihydroxy-1,1'-biphenyl wurden
hinzugegeben. Dieser Mischung wurden 0,600 g Triethylamin hinzugegeben.
Die Mischung wurde über
Nacht gerührt,
filtriert, das Lösungsmittel
durch Rotationsverdampfung entfernt, um 1,668 g eines weißen Feststoffs
zu ergeben. 31P NMR (CDCl3):
Hauptresonanz bei 132,26 ppm mit geringeren Resonanzen bei 132,97,
132,86, 135,83, 132,62, 131,76, 128,88 ppm.
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BEISPIELE 43-51
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Es
wurden Katalysatorlösungen
durch Mischen von 0,042 mmol eines der erfindungsgemäßen Bidentatliganden
und von 0,014 mmol Ni(COD)2 in 457 mg Toluol
hergestellt.
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BD-Hydrocyanisierung:
74 μl der
Ni-Katalysatorlösung
(0,0018 mmol Ni), die wie oben beschrieben hergestellt worden war,
wurde in eine mit einer Scheidewand geschlossenen Phiole von 4 ml
mit Schraubkappe eingegeben und auf –20°C gekühlt. Nach dem Kühlen wurden
120 μl einer
Lösung
von HCN in Valeronitril (0,83 mmol HCN) und 280 μl einer Lösung von BD in Toluol (0,925
mmol BD) hinzugegeben. Die Phiolen wurden dicht verschlossen und
bei 80°C
erhitzt. Nach 1,5 und 3 Stunden wurden Proben entfernt. Die Reaktionsmischungen
wurden dann mit Diethylether (Et2O) verdünnt und
durch GC gegen Valeronitril als internem Standard analysiert.
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2M3-Isomerisierung:
130 μl einer
kalten Lösung,
die 2M3 und Valeronitril (0,930 mmol 2M3) und 82 μl einer Ni-Katalysatorlösung (0,002
mmol Ni), die wie oben beschrieben hergestellt worden war, enthielt,
wurden in eine mit einer Scheidewand verkappte Phiole eingegeben.
Die Phiole wurde dicht geschlossen und bei 125°C erhitzt. Nach 1,5 und 3,0
h wurden Proben entfernt, gekühlt
und mit Ethylether verdünnt.
Die Produktverteilung wurde durch GC unter Anwendung von Valeronitril
als internem Standard analysiert.
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KATALYSATORPRÜFMETHODE
A
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Es
wurden Katalysatorlösungen
durch Mischen von 0,042 mmol eines der erfindungsgemäßen Bidentatliganden
und von 0,014 mmol Ni(COD)2 in 457 mg Toluol
hergestellt.
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Hydrocyanisierung
von 3,4-Pentennitril (3,4 PN): 125 μl einer Lösung, die HCN, t-3PN und 2-Ethoxyethylether
(0,396 g mmol HCN, 0,99 mmol t-3PN) enthielt, wurden in eine durch
eine Scheidewand verkappte Phiole hineingegeben. 13 μl einer Lösung von
ZnCl2 in t-3PN (0,0067 mmol ZnCl2) wurden in die Phiole hineingegeben und
die Phiole wurde auf –20°C gekühlt. Nach
dem Kühlen
wurden 116 μl
(0,003 mmol Ni) einer Katalysatorlösung, die wie oben zubereitet
worden war, in die Phiole hineingegeben. Die Phiole wurde dicht verschlossen
und 24 Stunden bei Raumtemperatur beiseite gestellt. Nach 24 h wurde
die Reaktionsmischung mit Ethylether verdünnt und die Produktverteilung
durch GC unter Anwendung von 2-Ethoxyethylether
als innerem Standard analysiert. Die berichteten Ausbeuten basieren
auf dem verbrauchten HCN.
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KATALYSATORPRÜFMETHODE
B
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Ein
Glasreaktor, der mit einem Stickstoffbarboteur ausgestattet war,
wurde mit 3-Pentennitril (5 ml, 52 mmol), Ligand (0,42 mmol), Ni(COD)2 (0,040 g; 0,14 mmol und ZnCl2 (0,020
g; 0,15 mmol) unter einer inerten Stickstoffatmosphäre beaufschlagt.
Die Mischung wurde auf 50°C
erhitzt und mit einem Magnetrührer
in Bewegung gehalten. HCN wurde durch Hindurchperlen von trockenem
Stickstoff (30 cm3/min) durch eine Quelle von
flüssigem
HCN (auf 0°C
gekühlt)
und Führen
der dabei gebildeten gesättigten
HCN/N2-Mischung zum Reaktor unterhalb des
Flüssigkeitsniveaus
an den Reaktor gespeist. Das Fortschreiten der Reaktion wird durch Entfernen
aliquoter Teile und Analysieren derselben durch GC überwacht.
Die Reaktion ist nach 1 h abgeschlossen.
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