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Stand der
Technik
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Sprachverteilungssystem.
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In
bestimmten Situationen kann es aufgrund von Geräuschen, anderem Schall oder
der Dämpfung
von Sprachschallwellen schwierig sein, Sprache klar oder vernehmbar
zu hören.
Zum Beispiel können Straßen- und
Hintergrundgeräusche
gesprochene Worte in einem Kraftfahrzeug unhörbar machen. Diese Art von
Problem wird verschlimmert, wenn der Fahrer eines Fahrzeugs versucht,
mit Personen zu kommunizieren, die sich relativ weit vom Fahrer
entfernt, zum Beispiel auf Rücksitzen,
befinden. Insbesondere in einem Minibus oder einem gleichartigen Fahrzeug,
das über
drei oder vier Sitzreihen verfügt, kann
es recht oft notwendig sein, dass der Fahrer seinen Kopf drehen
muss, um seine Stimme in den hinteren Bereich des Fahrzeugs zu richten.
Dies kann gefährliche
Folgen haben, da die Aufmerksamkeit des Fahrers von der Straße abgelenkt
wird. Andererseits verursacht das Richten des Schalls nach vorne eine übermäßige Dämpfung,
insbesondere in Kraftwagen mit guter Geräuschdämpfung.
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Paradoxerweise
ist der Dämpfungseffekt
auf Sprache, die von Insassen auf den Vordersitzen nach vorne projiziert
wird und die sich an Fahrgäste
richtet, die hinten sitzen, umso größer, je besser die Geräuschdämpfung (zur
Reduktion von Motor- und Straßengeräuschen)
in einem Fahrzeug ist.
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In
gleicher Weise kann im umgekehrten Fall Sprache, die ihren Ursprung
im hinteren Bereich des Fahrzeugs hat, durch Hintergrundgeräusche übertönt werden,
die Schall umfassen können,
der einem Audiosystem des Fahrzeugs, wie beispielsweise einer Radio-/Tonband-/CD-Einheit,
entspringt. Idealerweise sollte eine Situation geschaffen werden,
in der Konversation auf natürliche
Art erfolgen kann. Dies würde
es dem Fahrer ermöglichen,
sich an einem angenehmen Gespräch
mit Mitreisenden zu beteiligen und dabei einen einwandfreien Überblick
zu behalten.
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DE 197 465 25 beschreibt
ein System, das darauf abzielt, mehrere Programme für einzelne Fährgäste in einem
Kraftfahrzeug bereitzustellen. Das System umfasst ein einziges Audiogerät mit einer
Anzahl von Abstimmknöpfen,
die durch die verschiedenen Fahrgäste einzeln bedient werden
können.
Das System schafft keine Verbesserung der Kommunikation zwischen
Fahrzeuginsassen.
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Offenbarung
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung schafft ein Verfahren zur Sprachverteilung
wie in Anspruch 1 beschrieben. Die vorliegende Anmeldung beschreibt
ein Verfahren zur Sprachverteilung, das folgende Schritte umfasst:
- (a) Empfang eines Audiosignals an einem bestimmten
Ort,
- (b) Extraktion eines Signals, welches die Sprache darstellt,
die von dem Ort oder seiner nahen Umgebung ihren Ursprung hat, aus
dem Audiosignal, und
- (c) Verteilen eines elektrischen Signals, das mit dem extrahierten
Sprachsignal über
ein Audiosystem gemischt wird, um über zumindest einen Lautsprecher
abgespielt zu werden.
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Schritt
(b) wird vorzugsweise unter Verwendung von adaptiven Filtern, Echounterdrückung und anderen
digitalen Signalverarbeitungstechniken durchgeführt.
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Das
Signal kann über
zumindest einen Lautsprecher verteilt werden.
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Das
Signal kann an eine Vielzahl von Lautsprechern an Orten verteilt
werden, die den oben genannten Ort ausschließen.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
kann innerhalb eines Fahrzeugs ausgeführt werden und die Orte können jeweiligen
Sitzpositionen innerhalb des Fahrzeugs entsprechen.
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Bei
dem erwähnten
Lautsprecher kann es sich um einen aus einer Vielzahl von Lautsprechern handeln,
die einen Teil eines Audiosystems innerhalb eines Fahrzeugs bilden.
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Das
Verfahren kann den Schritt des Variierens der Signalstärke des
Signals, das verteilt wird, umfassen. So können Signale, die abhängig von
den vorherrschenden Bedingungen und Anforderungen unterschiedliche
Stärken
haben, an entsprechende Orte verteilt werden. Die Signalstärke kann
für jeden Ort
derart variiert werden, dass der Fahrer zum Beispiel in einem Fahrzeug
mit drei Sitzreihen sich mit einem Fahrgast unterhalten kann, der
in der hintersten Reihe direkt hinter dem Fahrer sitzt. Der Signalpegel
für andere
Fahrgäste
kann gedämpft
werden. Die Signalstärke
des verteilten Signals kann in einer Situation mit massiven Hintergrundgeräuschen größer sein
und, zum Beispiel bei einer hohen Geschwindigkeit des Fahrzeugs,
kann auch die Stärke des
Sprachsignals hoch sein.
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Wenn
die Lautsprecher eines Audiosystems verwendet werden, kann das Sprachsignal,
das verteilt wird, gemäß der Stärke oder
Amplitude eines Audiosignals, Musik oder anderem, das/die auf dem
Audiosystem gesendet wird, variieren.
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Wenn
unterschiedliche Audiosignale an entsprechenden Orten empfangen
werden, können
Signale, die jedem extrahierten Sprachsignal entsprechen, an die
verschiedenen Orte verteilt werden, wobei aber vorzugsweise in jedem
Fall der entsprechende Ort ausgeschlossen wird, an dem ein extrahiertes Signal
seinen Ursprung hat, um einen Echoeffekt oder eine positive Rückkopplung
zu verhindern.
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Wenn
keine zusätzliche
Verdrahtung im Sprachverteilungssystem untergebracht werden kann,
können
die lokal empfangenen Signale an den verschiedenen Orten gefiltert
und in der Frequenz derart verschoben werden, dass sie auf den gleichen Leiterbahnen,
die für
die Übermittlung
von Audiosignalen von einer zentralen Audio- oder Steuereinheit zu den Lautsprechern
verwendet werden, an eine Zentraleinheit gesendet werden können. Dies
ermöglicht
es, das verteilte Signal oder die verteilten Signale mit Signalen,
die ihren Ursprung im Audiosystem haben, zum Beispiel Radio- oder
Musiksignale, ohne Interferenz zu mischen.
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Da
sich die Signale über
Draht viel schneller zu den verschiedenen Orten bewegen als Schallwellen
(Sprache) von der Person, die zu den gleichen Orten spricht, können verteilte
Signale mit Verzögerungen
versehen werden, um Echoeffekte zu vermeiden.
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Die
Erfindung stellt auch Vorrichtungen zur Sprachverteilung bereit,
umfassend eine Empfangsvorrichtung zum Empfangen eines Tonsignals
(Geräusche,
Musik, Sprache, usw.) von einem aus einer Vielzahl von Orten, ein
Modul zum Extrahieren eines Signals, das Sprache darstellt, die
ihren Ursprung an diesem Ort oder nahe in seiner Umgebung hat, von dem
Tonsignal, und eine Einheit zur Verteilung eines verstärkten Signals,
das das extrahierte Sprachsignal umfasst, an mindestens einen aus
der Vielzahl von Orten.
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Das
Sprachsignal kann an jeden der Vielzahl von Orten verteilt werden,
obgleich der Ort, von dem das Tonsignal empfangen wurde, vorzugsweise
eingeschlossen wird.
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Das
extrahierte Signal stellt vorzugsweise die (entsprechende) Sprache
bestmöglich
dar.
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Kurzbeschreibung
der Zeichnungen
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Die
Erfindung wird anhand von Beispielen mit Bezug auf die beiliegenden
Zeichnungen weiter beschrieben, in denen:
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1 eine
Darstellung von erfindungsgemäßen Vorrichtungen
zur Sprachverteilung in der Form eines Blockdiagramms ist,
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1a eine
Abwandlung der Vorrichtung von 1 veranschaulicht,
in der Gebrauch von einer zusätzlichen
drahtgebundenen Verbindung mit dem Mikrofon gemacht wird,
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2 und 2a ähnlich wie 1 beziehungsweise 1a sind,
wobei sie ein komplexeres Sprachverteilungssystem gemäß der Erfindung
veranschaulichen, das mehrere Mikrofone verwendet,
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3 ein
Verteilungsmodul zur Verwendung im erfindungsgemäßen Verfahren veranschaulicht,
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4 eine
Haupteinheit zur Verwendung im erfindungsgemäßen Verfahren veranschaulicht,
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5 eine
mögliche
Frequenznutzung durch ein Audiosystem in einem Fahrzeug veranschaulicht,
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6, 7 und 8 jeweils
unterschiedliche Ausführungsformen
der Erfindung veranschaulichen,
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9 ein
System zeigt, das demjenigen von 1a entspricht,
aber mit einer mit mehr Details veranschaulichten Haupteinheit,
und
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10 eine
schematische Darstellung einer Konsole ist, die einen Lautsprecher,
Mikrofone und Bedienungsknöpfe
umfasst.
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Beschreibung
von bevorzugten Ausführungsformen
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Die
Erfindung basiert auf der Verwendung von Techniken von adaptiven
Filtern und Echounterdrückung,
um lokalisierte Sprache von einem Signal zu extrahieren, das Musik,
Geräusche
und Sprache trägt,
und das resultierende Sprachsignal an einen oder mehrere Orte in
einem Fahrzeug zu verteilen. Die Erfindung kann wirksam umgesetzt
werden, indem Gebrauch von einem Audiosystem gemacht wird, wie beispielsweise
ein Radio-/Tonband-/CD-System innerhalb eines Fahrzeugs, das mit
einer Vielzahl von Lautsprechern und einigen Mikrofonen verbunden
ist, die strategisch innerhalb des Fahrzeugs angebracht sind.
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Die
Grundsätze
der Erfindung können
anhand des folgenden verallgemeinerten Beispiels beschrieben werden.
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Es
wird ein Fahrzeug mit vier Sitzen angenommen, das ein Stereo-Radio-/CD-System mit vier Lautsprechern
(links vorne, rechts vorne, links hinten, rechts hinten) hat, und
es wird angenommen, dass ein erfindungsgemäßes System mit dem Audiosystem
integriert ist. Es sind vier Mikrofone, eines an jedem Sitz, vorhanden.
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Eine
Haupteinheit verfügt über eine „a priori" Information über das
Audiosignal (ASe), das seinen Ursprung im Radio-/CD-System hat.
Ohne irgendein anderes Audiosignal (von Insassen, Straßengeräuschen,
usw.) ist das durch ein Mikrofon ermittelte Signal eine Funktion
(F) von ASe. Diese Funktion ist das zusammengesetzte Ergebnis der
Lautsprecherübertragungsfunktion,
der Dämpfung über die
Luft und durch Gegenstände
(Sitze usw.), Schallreflexionen von Gegenständen (Fenster usw.), der Mikrofonübertragungsfunktion,
mehreren Wegen, auf denen die Schallwellen sich bewegen, und dergleichen.
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Da
ASe (Bezugssignal von der Audioeinheit) bekannt ist und das durch
das Mikrofon gemessene Ergebnis in Abwesenheit von anderem Schall
bekannt ist, ist es möglich,
diese Übertragungsfunktion unter
Verwendung von Echounterdrückungstechniken
und Fehlerminimierungsalgorithmen, wie dem LMS (least mean square)-Algorithmus
zu modellieren. Da auch andere Signale im Mikrofonsignal vorhanden
sind, sind die Berechnungen etwas komplexer, aber Techniken dieses
Typs sind im Stand der Technik bekannt. Da andere Signale, wie beispielsweise
das Fahrersprachsignal normalerweise nicht mit den Signalen von
der Audioeinheit korreliert sind, werden sie die Filteranpassung
nicht in statistischer Weise über
einen Zeitraum beeinflussen. Die Modellierung ergibt ein Signal
ASe1. Die Subtraktion von ASe1 vom
Mikrofonsignal ergibt die Signale, die die Sprache und die anderen
Geräusche
darstellen.
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1 veranschaulicht
eine erste Form der Erfindung. Ein Fahrzeug, nicht gezeigt, umfasst
eine Audioeinheit 10, wie beispielsweise ein Radio-/Tonband-/CD-System,
das normalerweise direkt auf eine bekannte Weise mit vier Lautsprechern 12.1, 12.2, 12.3 beziehungsweise 12.4 verbunden
ist. Eine Haupteinheit 14 und vier Verteilungsmodule 16.1, 16.2, 16.3 beziehungsweise 16.4 sind
mit der Audioeinheit und den entsprechenden Lautsprechern verbunden.
Das Verteilungsmodul 16.1 ist mit einem Mikrofon 18.1 verbunden.
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1a veranschaulicht
eine abgewandelte Version der in 1 gezeigten
Form der Erfindung, wobei das Signal vom Mikrofon 18.1 über Draht
an die Haupteinheit 14 übertragen
wird. Diese Ausführungsform
hat ein einziges Mikrofon, das auf den Fahrer oder alle Insassen
auf den Vordersitzen gerichtet sein kann.
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Jeder
Lautsprecher kann mehr als einen Lautsprecher, wie beispielsweise
Tiefton-, Mittelton-, und Hochtonlautsprecher umfassen.
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Es
sollte präsent
bleiben, dass die Erfindung nicht den Betrieb eines Beschallungssystems
nachahmt, in dem ein Audiosignal, das an einem Eingang anliegt,
unterschiedslos verstärkt
wird. Die Erfindung zielt darauf ab eine Mischung des Sprachsignals
mit der vorherrschenden Musik oder anderer Audiounterhaltung zu
erzielen, ohne die Umgebung durch eine übermäßige Signalverstärkung zu ändern.
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Die
Signalverarbeitung beseitigt auch das Erfordernis, dass das Mikrofon
sehr nahe bei dem jeweiligen Sprechen oder spezifisch auf diesen
gerichtet sein muss.
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Der
Aufbau der Haupteinheit und der Aufbau von jedem Verteilungsmodul
werden nachfolgend beschrieben.
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Es
ist darauf hinzuweisen, dass in der folgenden Beschreibung die Hinzufügung des
Symbols „e" als ein Suffix für ein Schallsignal
die elektrische Entsprechung eines solchen Schallsignals kennzeichnet.
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Die
Audioeinheit 10 erzeugt ein Audiosignal AS (elektrische
Entsprechung ASe), das durch die Haupteinheit 14 und die
Verteilungsmodule 16 an die entsprechenden Lautsprecher 12.1 bis 12.4 übermittelt
wird. Dieser Aspekt wird üblicherweise
auf konventionelle Art durchgeführt
und wird nachfolgend nicht weiter beschrieben. Tatsächlich ähnelt dieser Aspekt
einer Situation ohne die Haupteinheit und die Verteilungsmodule.
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Es
wird angenommen, dass der Lautsprecher 12.1 und das Mikrofon 18.1 der
Position des Sitzes des Fahrzeugfahrers (in 1 und in 1a)
zugeordnet sind. Weiter wird angenommen, dass der Fahrer spricht
und dadurch ein Sprachsignal erzeugt, das als S1a bezeichnet wird.
Das Sprachsignal wird durch das Mikrofon 18.1 aufgenommen,
das auch AS1 m aufnimmt, welches das Ergebnis des Schalls ist, der
seinen Ursprung in den verschiedenen Lautsprechern im Fahrzeug plus
anderen Geräuschen hat.
Die kombinierten Sprach- und Tonsignale bilden die Eingabe für das Verteilungsmodul 16.1 (1), das
das Eingangssignal AS1e von der Haupteinheit mit den Signalen vergleicht,
die durch das Mikrofon 18.1 erzeugt werden, d.h. die Kombination
oder Summe von AS1me + S1ae (die elektrischen Darstellungen von
AS1 m beziehungsweise S1a). S1ae wird als zusätzliches Signal identifiziert
und von dem kombinierten Signal des Mikrofons extrahiert. Die Extraktion
erfolgt durch Modellieren der Übertragungsfunktion
von ASe durch den Lautsprecher und das Mikrofon unter Verwendung
von adaptiven Filtertechniken und anschließendem Subtrahieren des geschätzten AS1e1 von AS1me + S1ae um S1ae1 zu
erhalten. Das letzte erwähnte
Signal S1ae1, das die geschätzte Sprache
(elektrische Form), die ihren Ursprung beim Fahrer hat, und Geräusche darstellt,
ist dann in der Haupteinheit verfügbar. Die Haupteinheit 14 kombiniert
das Signal ASe, das von der Audioeinheit 10 zu jedem Lautsprecher
geht, mit dem Signal S1ae1.
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Dieses
Verfahren wird für
jeden Lautsprecher durchgeführt.
ASxe + S1ae1 wird dann an jedes der Verteilungsmodule 16.2, 16.3 und 16.4 übermittelt,
wobei x in diesem Beispiel mit vier Lautsprechern dem einzelnen
Lautsprecher (2, 3 oder 4) entspricht. Das
kombinierte Signal wird typischerweise nicht an das Modul 16.1 übermittelt,
das der Ursprungsquelle des Sprachsignals zugeordnet ist.
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Das
kombinierte Signal ASxe + S1ae1 wird an
die verschiedenen Lautsprecher 12.2 bis 12.4 übermittelt,
die den unterschiedlichen Sitzen im Fahrzeug zugeordnet sind. Personen,
die sich auf diesen Sitzen befinden, hören daher ein Signal, das aus
dem Audiosignal besteht, das seinen Ursprung aus der Audioeinheit 10 gemäß der Lautstärkeeinstellung (einschließlich Links-/Rechts-Balance
und Balance vorne/hinten) hat, und das überlagerte Sprachsignal, das
vom Fahrer abgeleitet wird. So wird das Sprachsignal des Fahrers
mit dem in 1 gezeigten System automatisch
an alle Lautsprecher übermittelt,
mit der möglichen
Ausnahme des Lautsprechers, der dem Fahrer zugeordnet ist. Selbstverständlich kann dieses
Sprachsignal nach Belieben verstärkt
werden, aber das System weist den zusätzlichen Vorteil auf, dass
das Tonsignal weder durch die Schall(Geräusch)-Dämpfungstechnologien
im Fahrzeug gedämpft
wird, noch wird die Dämpfung
des Tonsignals über
die Entfernung vermindert.
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Auch
wenn zusätzliche
Verdrahtung oder andere Medien zur Übertragung vom Mikrofon zu
der Haupteinheit untergebracht werden können, wird ein System wie in 1a gezeigt
bevorzugt, wobei die Verteilungsmodule wie in 1 gezeigt
verwendet werden können.
Es wäre
auch möglich,
die Amplitude der Sprache (S1) einzeln an die verschiedenen Lautsprecher
anzupassen (siehe 10). Die Lautstärkeeinstellungen
in 10 können
nur für
die Sprachsignale oder für
eine Kombination von Sprache und Musik oder nur für Signale
von der Audioeinheit 10 stehen.
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Das
in 1 gezeigte System kann weiterentwickelt werden,
um sicherzustellen, dass ein Sprachsignal, das seinen Ursprung an
irgendeinem Ort haben kann, unter Verwendung des Audiosystems des
Fahrzeugs an die anderen Orte übertragen wird,
mit der möglichen
Ausnahme des Lautsprechers des Ursprungsorts. Dies wird in den 2 und 2a gezeigt.
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Es
ist darauf hinzuweisen, dass die adaptive Filterung in der Anordnung
von 1 zur Extraktion der Sprache im Verteilungsmodul
oder in der Haupteinheit erfolgen kann, wohingegen das System in 1a Techniken
des nachfolgend mit Bezug auf 9 beschriebenen
Typs verwenden würde,
wobei das Filtern ein Teil der Haupteinheit wäre.
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In 2 sind
die Mikrofone 18.1 bis 18.4 den Positionen an
den Lautsprechern 12.1 bis 12.4 zugeordnet. Es
wird angenommen, dass die Sprachsignale S1 bis S4 ihren Ursprung
an den entsprechenden Orten der Lautsprecher 12.1 bis 12.4 haben
und durch entsprechende Mikrofone 18.1 bis 18.4 ermittelt
werden. Unter Verwendung von Techniken, die analog denjenigen sind,
die in Verbindung mit den 1 und 1a beschrieben
wurden, werden die verschiedenen Sprachsignale mit dem Audiosignal von
der Audioeinheit kombiniert und die resultierenden Kombinationen
an die verschiedenen Lautsprecher verteilt. So empfängt der
Lautsprecher 12.1 ein Signal AS1, das aus (AS1e + S2 +
S3 + S4) besteht; der Lautsprecher 12.2 empfängt ein
Signal AS2, das gleich (AS2e + S1 + S3 + S4) ist; der Lautsprecher 12.3 empfängt ein
Signal AS3 gleich (AS3e + S1 + S2 + S4) und der Lautsprecher 12.4 empfängt ein
Signal, das gleich (AS4e + S1 + S2 + S3) ist; (wobei SN das durch
das Mikrofon 18N ermittelte Sprachsignal ist). Es wird
versucht, zwischen den Idealwerten von beispielsweise S1 und S1e,
die jeweils die Sprache und den Mikrofonausgang der Sprache darstellen, und
den Schätzwerten
derselben zu unterscheiden, was durch die digitale Signalverarbeitung
erfolgt und was als S1e1 bezeichnet wird.
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3 veranschaulicht
den Aufbau eines Verteilungsmoduls 16 in Form eines Blockdiagramms.
Das Modul ist mit einem Mikrofon 18 und einem Lautsprecher 12 verbunden,
und ein Lautsprecherdraht 20 verläuft von der Haupteinheit 14,
nicht gezeigt, zum Verteilungsmodul. Der Lautsprecherdraht 20 überträgt die Signale
von der Haupteinheit und die Sprach- und anderen Signale, die zwischen dem
Verteilungsmodul und der Haupteinheit übertragen werden, zum Verteilungsmodul.
In 1 und 2 sind für diese Signale separate Linien
gezeigt, was aber lediglich dem einfacheren Verständnis dient.
Wie nachfolgend beschrieben, kann eine Frequenzverschiebung oder
-umsetzung verwendet werden, um das Übermitteln beider Signale auf
einer einzigen Leitung zu ermöglichen.
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Das
Modul 16 umfasst die Mischer 22 beziehungsweise 24 und
das erste und zweite Filter 26 beziehungsweise 28.
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Das
Filter 26 ist ein Bandpassfilter, das sich zum Beispiel
von 100 Hz bis 20 kHz erstreckt und das geeignet für Sprach-
und Musikübermittlung
ist. Der Zweck dieses Filters ist das Herausfiltern eines Sprachsignals
und anderen Schalls, die durch das Mikrofon 18 vor Ort
aufgefangen, durch den Mischer 24 und den Lokaloszillator 30 frequenzverschoben und
dann durch den Mischer 22 in die Leitung gemischt werden.
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Das
Filter 28 ist ein dynamischer adaptiver Digitalfiltermechanismus.
Das Filter wird durch dynamisches Anpassen der Koeffizienten eines
Filters des FIR-Typs ausgeführt,
sodass sämtlicher
Schall, der durch das Mikrofon 18 ermittelt wird, und der
mit dem Schall, der aus dem Lautsprecher 12 ausgegeben
wird, korreliert ist, so gut als möglich ausgelöscht wird.
Diese Technik kann unter Verwendung des LMS (least means square)
Fehlerprinzips ausgeführt
werden. Die Qualität
der Auslöschung
wird durch die Qualität
der Digitalisierung, die Filterlänge,
usw. bestimmt. Wie gewöhnlich
ist ein Kompromiss zwischen Güte
und Kosten erforderlich.
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Das
System kann derart ausgestaltet sein, dass der adaptive Filter die Übertragungsfunktion
als Teil des Installationsverfahrens schätzen kann. Die resultierenden
Filterkoeffizienten können
dann in einem nichtflüchtigen
Speicher 29 gespeichert werden und jedes Mal verwendet
werden, wenn das System eingeschaltet wird. Dieser Ansatz verhindert,
dass das Anpassungsverfahren mit einem Zufalls- oder einem Nullvektor
startet, beschleunigt das Anpassungsverfahren und hilft fehlerhafte
Einschwingvorgänge
beim Einschalten zu vermeiden.
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Das
System kann auch so ausgelegt werden, dass es neue Koeffizienten
speichert, wenn festgestellt wird, dass sich die Übergangsfunktion
geändert hat
oder sich um mehr als eine Minimaleinstellung geändert hat. Dies kann sich ergeben,
wenn große Gegenstände in einem
Fahrzeug untergebracht werden, wenn sich die Anzahl der Fahrgäste ändert, wenn
sich die Balance (L/R, V/H) ändert
und in vielen anderen Fällen.
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Das
Filter 28 kann auch eine Stufe umfassen, in der das Ausgangssignal,
typischerweise die Sprache, die ihren Ursprung in der Nähe des Mikrofons 18 hat, über das
Sprachfrequenzband, angenommen von 300 Hz bis 6 kHz, gefiltert wird,
um Geräusche
aus dem System zu halten. Alternativ kann das Sprachbandfilter zwischen
dem Mikrofon und dem Filter 28 positioniert sein. Ein Anti-Aliasing-Filter ist
auf jeden Fall erforderlich.
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Der
Mischer 24 multipliziert das Signal, das an die Haupteinheit 14 übermittelt
wird, mit einem Signal von einem Lokaloszillator 30, derart,
dass das Signal frequenzumgesetzt wird. Der Mischer 22 mischt
dieses Signal mit dem Signal AS von der Haupteinheit und ermöglicht es
beiden Signalen, d.h. dem Audiosignal und dem Sprachsignal, auf
dem Lautsprecherdraht 20 an unterschiedlichen Stellen im
Frequenzspektrum eingeprägt
zu werden.
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Es
kann vorteilhaft sein, einen geringen Pegel von weißem Rauschen
vom Audiosystem (Radio/CD usw.) zu dem Signal hinzuzufügen, bevor
dieses Signal auf den Lautsprechern ausgegeben wird. Das adaptive
Filter 28 muss ein Modell der Übertragungsfunktion zwischen
dem elektrischen Signal vor den Lautsprechern und dem elektrischen
Signal nach dem Mikrofon aufbauen. Um dies zu bewerkstelligen, benötigt das
Filter Energie über
das gesamte Frequenzspektrum und da dies nicht für die gesamte Musik und den
Schall aus dem Audiosystem gewährleistet
werden kann, kann es vernünftig
sein, weißes Rauschen
von einer Quelle 31 für
einen kurzen Zeitraum hinzuzufügen,
um das Schätzen
der Übertragungsfunktion
bei allen Frequenzen zu unterstützen.
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Der
Geräuschpegel
sollte sehr niedrig sein, um einen Zuhörer nicht zu irritieren. Das
weiße
Rauschen muss nur für
etwa eine Sekunde hinzugefügt werden
und das Hinzufügen
davon sollte sich für
die Insassen des Fahrzeugs nicht als störend erweisen. Es kann erforderlich
sein, dies von Zeit zu Zeit zu wiederholen.
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4 veranschaulicht
eine Haupteinheit 14 in der Form eines Blockdiagramms.
Die Haupteinheit umfasst das dritte 32 beziehungsweise
das vierte Filter 34, Mischer 36, 38 und 40 und
Lokaloszillatoren 42 beziehungsweise 44. Der Mischer 36 schätzt den Verstärkungskoeffizienten
oder -faktor der Audioeinheit 10 ab, multipliziert das
Sprachsignal, das auf dem entsprechenden Lautsprecherdraht 20 eingegeben
wird, mit dem Verstärkungskoeffizienten
und mischt das resultierende Signal mit dem Audiosignal, das dann
an jeden Lautsprecher, außer
möglicherweise
den Ursprungslautsprecher des Sprachsignals, übermittelt wird. Die Verstärkung des
Ursprungslautsprechers ist vorzugsweise Null oder niedriger als
diejenige der anderen Lautsprecher, um sicherzustellen, dass keinerlei
Echo oder positive Rückkopplung
auftritt.
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Es
ist auch wichtig, zu gewährleisten,
dass der Schall von den Mikrofonen derart verarbeitet wird, dass
Hintergrundgeräusche
so weit als möglich beseitigt
werden. Dies kann auch unter Verwendung von dynamischen adaptiven
Filtertechniken bewerkstelligt werden. Zum Beispiel kann eine kontinuierliche
Sinuswelle leicht als ein Nichtsprachsignal identifiziert werden
und dann durch enges Filter beseitigt werden.
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Das
System kann auch dazu verwendet werden, um die Schallpegel an den
unterschiedlichen Lautsprechern an die vorherrschenden Bedingungen anzupassen.
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Eine
wichtige Funktion, die in das System integriert werden kann, ist
die automatischer Lautstärkekontrolle.
Eine Radio- und Musiklautstärkeeinstellung,
die bei einer hohen Geschwindigkeit mit einem begleitenden hohen
Hintergrundgeräuschpegel
angemessen sein kann, wird wahrscheinlich zu laut sein, wenn die
Fahrzeuggeschwindigkeit sehr viel niedriger ist.
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Das
System hat Zugriff auf Signale, die Geräusche und Schallpegel darstellen
und die analysiert werden können,
um eine Entscheidung über
das automatische Anpassen der Lautstärkekontrolle auf einen unterschiedlichen
Pegel zu treffen. Mit einem verfügbaren
digitalen Signalprozessor und Mikrofonen, die strategisch an unterschiedlichen
Orten innerhalb des Fahrzeugs angebracht sind, ist es möglich, die
erforderlichen Parameter (Straßen-
und Motorgeräuschpegel)
zu extrahieren und die erforderlichen Anpassungen vorzunehmen, um
für die
Insassen des Fahrzeugs ein angenehmes Audioerlebnis zu gewährleisten.
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Das
System kann auch abschalten, wenn kein Sprachsignal vorhanden ist.
Es kann auch mit Mobiltelefontechnologie ausgestattet werden, um eine
Freisprechfunktion bereitzustellen.
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Die
Filter 32 und 34 extrahieren den frequenzumgesetzten
Sprachsignaleingang auf dem Lautsprecherdraht 20 durch
Entfernen der Basisbandsignale und die Mischer 38 und 40 setzen
das Sprachsignals in das Basisband um. Im Mischer 36 wird
das Audiosignal mit den Sprachsignalen von jedem der Orte gemischt
und wird dann an jeden Lautsprecher verteilt, wobei möglicherweise
für jedes
Sprachsignal der Lautsprecher ausgenommen ist, aus dessen Nähe das Sprachsignal
stammt.
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5 veranschaulicht
die Frequenzverwertung in einem Lautsprecherdraht 20. Das
Audiosignal AS mit Ursprung aus der Audioeinheit 10 belegt
ein erstes Frequenzband (Basisband), während das Sprachsignal S, das
an einem bestimmten Ort ermittelt wird, frequenzumgesetzt und bei
einer relativ hohen Frequenz positioniert wird. So werden AS und
S, was die Frequenz betrifft, nicht gemischt, und können über einen
einzigen Draht übermittelt
werden. Wie bereits angegeben, wird die Frequenz des Sprachsignals
S, damit das Sprachsignal S auf herkömmliche Weise vernehmbar ist,
abwärts
auf das Basisband verschoben, bevor es die entsprechenden Lautsprecher
erreicht. Systeme, die zusätzliche
Drähte
(oder andere Medien, wie RF) verwenden, um die Signale von den verschiedenen
Mikrofonen zur Haupteinheit zu übertragen,
sind in diesem Sinne wesentlich einfacher gebaut, da sie keine Filterung
und Frequenzverschiebung benötigen
(siehe 1a, 2 und 9).
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6 veranschaulicht
in Form eines Blockdiagramms ein anderes Beispiel eines Systems,
das im Wesentlichen das gleiche ist, wie das System, das in 1 dargestellt
wird, in dem Sprache, die ihren Ursprung nur an einem einzigen Ort
hat, zum Beispiel vom Fahrer eines Fahrzeugs, an die verschiedenen Lautsprecher
im Audiosystem, außer
dem Lautsprecher, der dem Fahrer zugeordnet ist, verteilt wird.
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Das
Sprachverteilungssystem umfasst einen Mischer 50, einen
Filter 52 und einen Echounterdrückungsmechanismus 54.
Vier Lautsprecher 12.1, 12.2, 12.3 und 12.4 sind
im Audiosystem enthalten. Ein Lautsprecherdraht 56 erstreckt
sich von der Audioeinheit 10 und ist für den Lautsprecher 12.1 bestimmt,
der dem Fahrer zugeordnet ist. Ein Lautsprecherdraht 58,
der für
die Lautsprecher 12.2, 12.3 und 12.4 bestimmt
ist, erstreckt sich von der Audioeinheit zu dem Mischer 50.
Ein Mikrofon 60 ist mit dem Lautsprecher 12.1 verbunden
und ist positioniert, um Sprache von einem Fahrer des Fahrzeugs
zu ermitteln.
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Das
Filter 52 ist ein Analog- oder Digitalfilter, das ein Sprachsignal
extrahiert, das seinen Ursprung beim Fahrer hat. Wenn von einem
Digitalfilter Gebrauch gemacht wird, dann umfasst das Filter einen Analog-Anti-Aliasing-Filter.
Dieser wäre
typischerweise ein 300 Hz oder 3 kHz (oder 6 kHz) Bandpassfilter.
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Der
Echounterdrückungsmechanismus 54 ist
eine dynamisch adaptive Vorrichtung (siehe 9). In einer
Situation, in der Schall mit einer hohen Qualität erforderlich ist, zum Beispiel
in einem Stereosystem, kann es erforderlich sein, parallel zu arbeiten.
Um das Audiosignal, das seinen Ursprung in der Audioeinheit hat,
besser zu unterdrücken,
d.h. um die lokal erzeugte Sprache effektiver zu extrahieren, werden
die Stereosignale parallel bearbeitet.
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Der
Mechanismus 54 kann auch ein festes Filter umfassen, der
das Arbeiten des adaptiven Teils des Mechanismus auf das gleiche
Frequenzband begrenzt, in dem auch Filter 52 arbeitet.
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Der
Mischer 50 verstärkt
das erwünschte Sprachsignal
auf einen Pegel, der vergleichbar mit den Amplituden der anderen
Signale oder sogar mit einem vorbestimmten durch den Benutzer einstellbaren
Pegel ist. Das Sprachsignal wird dann mit dem Audiosignal gemischt,
das seinen Ursprung in der Einheit 10 hat, die für die Lautsprecher 12.2 bis 12.4 bestimmt
ist. Die Lautstärke
kann mittels einer herkömmlichen
Vorrichtung 62 gesteuert werden. Die Vorrichtung 62 könnte auch
mittels eines Prozessors 63, der auf Hintergrundgeräuschpegel
reagiert, bis zu einem gewissen Maß automatisch gesteuert werden.
Wie oben bereits beschrieben wurde, wird die Lautstärke des
Audioeingangssignals automatisch auf eine Weise angepasst, die vom
Hintergrundgeräuschpegel
abhängt.
So steigt, wenn der Lautstärkepegel
der Audioeinheit steigt, auch die Amplitude des gemischten Sprachsignals.
Die Lautstärkeanpassung
kann für
einzelne Lautsprecher oder für Gruppen
von Lautsprechern vorgenommen werden.
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Es
ist möglich,
ein Mikrofon so mit einem Lautsprecher zu kombinieren, dass diese
Einheiten als integrale Bestandteile gebildet sind. In diesem Fall
ist die Anordnung, die in 6 gezeigt
wird, im Vergleich zu derjenigen, die in 7 gezeigt
wird, leicht vereinfacht. Die Arbeitsweise des in 7 gezeigten
Sprachverteilungssystems ist indes tatsächlich die gleiche, wie diejenige,
die in Verbindung mit 6 beschrieben wurde. Dieser
Ansatz würde
indes eine genauere Signalverarbeitung erfordern, um das empfangene
Signal (Mikrofontätigkeit)
von dem viel größeren Ausgabesignal
(Lautsprechertätigkeit) zu
extrahieren.
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1 und 2 veranschaulichen
Systeme, die Gebrauch von mehreren lokalisierten Verteilungseinheiten
machen. Mit anderen Worten ist ein Verteilungsmodul 16 mit
jedem entsprechenden Lautsprecher verbunden. Mit diesem Ansatz kann das
System mit minimalen Anpassungen in das bestehende Audioverdrahtungssystem
des Fahrzeugs aufgenommen werden. Bei einem Audiosystem, das vier
Lautsprecher hat, bedeutet dies indes, dass fünf Hardwareelemente erforderlich
sind, nämlich
die vier Verteilungsmodule 16 und die Haupt- oder Zentraleinheit 14.
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Mit
Hilfe eines anderen Ansatzes ist es möglich, eine zentralisierte
Verteilung durchzuführen. Das
System kann in einfacher Weise als eine zentrale Verteilungseinheit
ausgestaltet werden, wenn zum Beispiel die unterschiedlichen Mikrofone
fest verdrahtet sind oder wenn angenommen werden kann, dass das
Mikrofonsignal über
die Lautsprecherdrähte übermittelt
werden kann, oder dass das Mikrofon Teil des Lautsprechers ist.
Diese Technik wird in den 1a, 2a, 8 und 9 gezeigt.
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Die
Anordnung von 8 ist im Wesentlichen die gleiche
wie diejenige, die in 6 gezeigt wird. Da die Lautsprecher 12 und
die Mikrofone 18 indes tatsächlich eine Einheit bilden,
wird eine Verbindung 70 wirksam, was bedeutet, dass die
Lautsprechersignale und die Mikrofonsignale über die gleichen Drähte übermittelt
werden.
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Gemäß einer
weiteren Abwandlung der Erfindung können Zeitverzögerungen
in das System eingebaut werden, um die Unterschiede in den Übermittlungszeiten
des physischen Schalls (dem echten akustischen Schall) und der elektronischen
oder elektrischen Signale auszugleichen, die den Schall darstellen
und die viel schneller übertragen
werden. Auf diese Weise können
wahrnehmbare Echos oder Nachhalleffekte beseitigt oder minimiert
werden.
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Eine
weitere Möglichkeit
stellt der Einbau des Verteilungssystems, entweder in der Form einer zentralen
Verteilungseinheit oder einer verteilten Einheit, in das Audiosystem
des Fahrzeugs dar. In diesem Fall ist es nicht erforderlich separate
Hardwareelemente zu installieren, um Komponenten bereitzustellen,
die erforderlich sind, um das Sprachverteilungssystem in das Audiosystem
zu integrieren.
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Das
System der Erfindung eignet sich, inter alia wegen dem Vorhandensein
der Prozessorkapazität 63 (siehe 7)
und der Sensoren (Fahrermikrofon 60), für Spracherkennung und Verarbeitung
der Sprachsignale. Mit dieser Technologie kann der Fahrer dem Schallverteilungssystem
unter Verwendung der bereits beschriebenen Techniken mündlich Befehle
erteilen, die das Extrahieren der Sprachsignale ermöglichen.
Da die Sprachextraktionsfunktion in einer Ausführungsform der Erfindung in
das Audiosystem des Fahrzeugs integriert ist, können auch dem Audiosystem mündliche
Befehle erteilt werden. Es ist daher möglich, es einem Insassen wie
etwa dem Fahrer zu ermöglichen,
mündliche
Befehle zu erteilen. Diese Befehle werden durch zweckmäßige Software 65 erkannt,
wodurch Steuersignale 67 erzeugt werden, z.B. um einen
ausgewählten
Radiosender zu ändern
oder den Lautstärkepegel,
eine CD-Spur oder CD, usw. anzupassen. Es handelt sich also um praktische
Eigenschaften, die daneben die Sicherheit verbessern, indem sie
für den
Fahrer die Notwendigkeit vermindern, seinen Blick von der Straße abzuwenden.
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Auf ähnliche
Weise können
mündliche
Befehle verwendet werden, um andere Fahrzeugfunktionen (69)
zu steuern, wie beispielsweise das Einstellen einer Geschwindigkeitsregelungseinheit,
das Ein- und Ausschalten von Scheinwerfern, das Steuern von Wischerfunktionen,
Mobiltelefonfunktionen und dergleichen. Dies kann in Verbindung
mit dem Drücken
eines „Audiobefehl-Aktivierungsknopfs" 71 erfolgen,
der sich typischerweise auf dem Lenkrad befinden sollte. Es wäre wünschenswert,
wenn diese Einheit über
Sprachbefehle vom Fahrer das Beantworten und Wählen eines fahrzeugbasierten
Mobiltelefons steuern würde.
Die Lautstärke
der Audioeinheit kann dann automatisch verringert werden und für das Telefongespräch auf einen
bestimmten Insassen oder in gleichem Maße auf alle Insassen zielen. Sprachbefehle
können
für Unterhaltungssysteme (DVD,
VHS, TV), einen Radiosender, für
die Steuerung und Adressauswahl eines elektronischen Leitsystems
(GPS), für
die Klimaanlage (Klimatisierung, Heizung) und dergleichen verwendet
werden.
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In
einer weiteren Ausführungsform
(siehe 10) hätten die Fahrgäste einen
Schalter oder zwei Schalter 80, 82 (für + und –), um das
Sprachsignal an ihren einzelnen Orten lauter oder leiser zu regeln.
Dies würde
es Fahrgästen
mit schlechtem Gehör
erlauben, die Sprachlautstärke
an ihrem Ort lauter zu regeln, ohne andere Personen zu beeinträchtigen
oder ohne dass der Fahrer dies für
sie tun müsste.
Es ist auch möglich
alle Sprachsignale, die von verschiedenen Mikrofonen (18)
empfangen werden, zu normalisieren, bevor sie durch die Pegeleinstellung
von jedem Ort geregelt werden und mit anderen Signalen, die an die
unterschiedlichen Orte (Sitze) zu senden sind, gemischt werden.
Auf diese Weise können
Effekte von unterschiedlichen Fahrgästen, die lauter oder leiser
sprechen, oder Effekte wie näher
an einem oder weiter von einem Mikrofon entfernt sitzen, aufgehoben
werden, um einen einheitlichen Pegel von Sprachsignalen zu erreichen,
der sich an die Einstellungen an jedem Ort anpasst. Ein solches System
würde zusätzliche
Drähte
oder andere Mechanismen erfordern, um die Einstellungssignale zurück zur Zentraleinheit
zu leiten, wo das Mischen ausgeführt
wird. Ein zentraler Override ist auch möglich.
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In 9 wird
ein System gezeigt, das demjenigen in 1a entspricht,
in dem aber die Haupteinheit 14 von 1 mit mehr
Details dargestellt ist. In 9 sind die
Lautsprecher mit 12.1 bis 12.4 markiert, aber
sie werden üblicherweise
voneinander als LF (links vorne), RF (rechts vorne), LB (links hinten) und
RB (rechts hinten) unterschieden.
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In
dem System der 9 werden die Signale von der
Radio-/CD-Einheit 10 mit ihren entsprechenden Lautstärken, wie
sie zu den einzelnen Lautsprechern gesendet würden, in die Haupteinheit 14 eingespeist.
Alle erforderlichen Funktionen der Einheit 14 können im
Wesentlichen in einem einzelnen digitalen Prozessor ausgeführt werden.
Einige, wie beispielsweise das Endmischen, können analog ausgeführt werden,
wie nachfolgend mit Bezug auf eine Stufe 104 beschrieben
wird.
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Ein
Digitalfilter ist mit jedem Mikrofon verbunden, obwohl in diesem
Fall nur ein Mikrofon gezeigt wird. Ein Signal von der Radioeinheit 10 wird
in eine Schieberegister-Verzögerungsleitung 90 des
Digitalfilters eingespeist. Die Werte von der Verzögerungsleitung
werden dann mit den digitalen Filterkoeffizienten 92 multipliziert
und in einen Akkumulator 94 summiert. Das Ergebnis ist
eine Schätzung
des Teils des Mikrofonsignals, der die Signale von der Radioeinheit abhängig von
den Übertragungsfunktionen
der Lautsprecher, der Mikrofone und der Medien zwischen ihnen, repräsentiert.
Dieser Wert wird von den durch das Mikrofon 18.1 ermittelten
Signalen subtrahiert (Schritt 96) und ergibt ein Signal,
das, wie an anderer Stelle erläutert,
das Fehlersignal darstellt, das das Filteranpassungsverfahren und
auch die Signale von anderem Schall oder anderer Sprache, der/die
ihren Ursprung in der Nähe
des Mikrofons hat, steuert.
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In
einer Stufe 98 wird das Fehlersignal mit einem Koeffizienten
multipliziert, der die Anpassungsrate und auch die Gleichmäßigkeit
der Anpassung bestimmt. Das Fehlersignal wird dann weiterhin verwendet,
um die Filterkoeffizienten 92 zu steuern. Vom gleichen
Signal, aber auf der Signalseite, wird in Schritt 100 eine
Durchschnittsstärke
bestimmt. Diese ist nützlich,
um Signale angepasst zu halten oder um Werte an den verschiedenen
Orten einzustellen. Das Signal vom Mikrofon kann auch hinsichtlich
Inhalt und Stärke
analysiert werden, um eine Situation zu verhindern, in der keine
Sprache vorhanden ist und nur Geräusche in das System eingegeben
und verstärkt
werden. Dieses (Sprach)-Fehlersignal wird dann in einer Stufe 102 angepasst,
um die Lautstärkeeinstellungen
der Sprache an den verschiedenen Lautsprechern widerzuspiegeln.
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In
einem Schritt 104 findet das Endmischen zwischen den Signalen
von der Radioeinheit 10 mit den Sprachsignalen statt, die
nun lautstärkeangepasst
sind. Dies kann bei einem niedrigen Signalpegel ausgeführt werden
und das resultierende Signal wird verstärkt (104) und dann
an die verschiedenen Lautsprecher gesendet.
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Die
vorliegende Anmeldung beschreibt Ausführungsformen gemäß den folgenden
Absätzen:
- 1. Verfahren zur Sprachverteilung, das folgende Schritte
umfasst:
(a) Empfang eines Audiosignals über ein Mikrofon an einem bestimmten
Ort,
(b) Extraktion eines Signals, das die Sprache darstellt,
die ihren Ursprung an dem Ort oder in seiner Nähe hat, aus dem Audiosignal,
und
(c) Verteilen eines elektrischen Signals, das mit dem extrahierten
Sprachsignal gemischt ist, an mindestens einen Lautsprecher an einem
anderen Ort.
- 2. Verfahren nach Absatz 1, wobei das extrahierte Signal verstärkt wird.
- 3. Verfahren nach Absatz 1 oder 2, wobei Schritt (b) ausgeführt wird,
um einen Schätzwert
des Audiosignals vom Mikrofonsignal zu subtrahieren und so ein Signal
zu liefern, das einen Schätzwert der
Sprache darstellt.
- 4. Verfahren nach Absatz 3, wobei Schritt (b) unter Verwendung
von adaptiven Filtertechniken durchgeführt wird, und der Schätzwert des
Audiobezugssignals sich aus dem Signal ergibt, das durch einen adaptiven
Filter umgewandelt wird.
- 5. Verfahren nach einem der Absätze 1 bis 4, das innerhalb
eines Fahrzeugs ausgeführt
wird und wobei das Signal an eine Vielzahl von Orten verteilt wird,
die jeweils den Sitzpositionen innerhalb des Fahrzeugs entsprechen.
- 6. Verfahren nach Absatz 5, wobei das Signal über mindestens
einen Lautsprecher verteilt wird, der einen Teil eines Audiosystems
innerhalb des Fahrzeugs bildet.
- 7. Verfahren nach Absatz 4 oder 5, das die Schritte des Überwachens
eines Hintergrundgeräuschpegels
und das automatische Überprüfen der
Signalstärke
des verteilten Signals in Reaktion auf den Hintergrundgeräuschpegel
umfasst.
- 8. Verfahren nach einem der Absätze 5 bis 7, wobei unterschiedliche
Audiosignale von jedem der Orte erhalten werden und Signale, die
jedem extrahierten Sprachsignal entsprechen, an die verschiedenen
Orte verteilt werden.
- 9. Verfahren nach Absatz 8, wobei jedes Audiosignal, das von
einem bestimmten Ort empfangen wird, gefiltert und frequenzverschoben
wird, derart, dass es auf Leiterbahnen, die auch für die Übermittlung
von Audiosignalen an mindestens den Lautsprecher verwendet werden,
an eine Zentraleinheit übermittelt
werden kann.
- 10. Verfahren nach einem der Absätze 5 bis 8, das den Schritt
der Verwendung von Spracherkennungsverarbeitung zum Steuern von
mindestens einem von Folgendem umfasst:
– Signalstärke der verteilten Sprache
– Audiosystemlautstärke
– CD-Auswahl
– Spurauswahl
– Mobiltelefonfunktionen
– Radiosenderauswahl
– Wischerfunktionen
– Lichter
– Klimaanlage
– elektronisches
Leitsystem
– Unterhaltungssystemsteuerung
- 11. Verfahren nach einem der Absätze 1 bis 9, das, an zumindest
einem der Orte, den Schritt des Anpassens des elektrischen Signals,
das in Schritt (c) an diesen Ort verteilt wird, umfasst.
- 12. Verfahren nach einem der Absätze 1 bis 11, das die Schritte
des Verwendens von weißem Rauschen
zum Bilden einer Übertragungsfunktion umfasst,
die anschließend
verwendet wird, um das verteilte elektrische Signal zu erzeugen.
- 13. Verfahren nach einem der Absätze 1 bis 12, das die Schritte
des Speicherns von Koeffizienten eines Digitalfilters umfasst, der
verwendet wird, um das Signal in Schritt (b) zu extrahieren, und Leiten
der gespeicherten Koeffizienten in den Filter, wenn der Filter gestartet
wird.
- 14. Vorrichtung zur Sprachverteilung, das ein Empfangsgerät zum Empfangen
eines Tonsignals von einem von mehreren Orten, ein Modul zum Extrahieren
eines geschätzten
Signals, das Sprache darstellt, vom Tonsignal, und eine Verteilungseinheit
zum Verteilen eines Signals, das auf dem extrahierten geschätzten Sprachsignal
basiert, an zumindest einige der mehreren Orte umfasst.
- 15. Vorrichtung nach Absatz 14, wobei das Signal an jeden der
mehreren Orte, aber unter Ausschluss des Ortes, von dem das Tonsignal
erhalten wurde, verteilt wird.
- 16. Vorrichtung nach Absatz 14 oder 15, wobei das Empfangsgerät ein Mikrofon
ist, das eines von mehreren Mikrofonen ist, von denen jedes zu einem
entsprechenden Ort gehört.
- 17. Vorrichtung nach Absatz 14, 15 oder 16, wobei das Modul
zumindest einen Filter zum Extrahieren des Sprachtonsignals und
zumindest einen Mischer zum Umsetzen der Frequenz des extrahierten
Sprachsignals in Bezug auf ein Signal, das einer Audioeinheit entspringt,
umfasst.
- 18. Vorrichtung nach Absatz 17, wobei die Verteilungseinheit
zumindest einen Filter, der das frequenzumgesetzte Sprachsignal
extrahiert, und mindestens einen Mischer, der das extrahierte Signal
mit einem Verstärkungsfaktor
der Audioeinheit mischt, um ein Signal zu erzeugen, das an einen
entsprechenden Lautsprecher an mindestens einem entsprechenden Ort übermittelt
wird, umfasst.
- 19. Vorrichtung nach Absatz 18, wobei das Signal an einen entsprechenden
Lautsprecher an jeden entsprechenden Ort, außer den Ort, von dem das Tonsignal
erhalten wurde, übermittelt
wird.
- 20. Vorrichtung nach Absatz 17, 18 oder 19, wobei das Modul
eine Quelle weißen
Rauschens umfasst, von der weißes
Rauschen zum Audiosystem hinzugefügt wird, bevor es durch die
Lautsprecher ausgegeben wird, und der Filter darauf reagiert, um
eine erwünschte Übertragungsfunktion
zu bilden.
- 21. Vorrichtung nach einem der Absätze 17 bis 20, wobei der Filter
ein Digitalfilter ist und das Modul einen Speicher umfasst, um angepasste
Koeffizienten des Digitalfilters zu speichern, und die Koeffizienten
beim Start in den Filter geladen werden.
- 22. Vorrichtung nach einem der Absätze 14 bis 21, die einen Prozessor
zum Steuern der Signalstärke
des verteilten Signals auf eine Weise, die vom Pegel des Hintergrundrauschens
abhängt, umfasst.
- 23. Vorrichtung nach einem der Absätze 14 bis 22, die eine Steuerung
an mindestens einem Ort umfasst, um die Stärke des Signals, das an den Ort
verteilt wird, zu steuern.
- 24. Vorrichtung nach einem der Absätze 14 bis 23, die in ein Audiosystem
integriert ist.