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Querverweis
auf verwandte Anmeldungen
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Die
vorliegende Erfindung ist verwandt mit den nachfolgenden parallelen
Anmeldungen: WO 01/02144 A1 mit der Bezeichnung: „Kontinuierliches
Verfahren für
die Bereitstellung einzelner Lagen aus einem kontinuierlichen Gewebe"; US 2003/0093049
A1 mit der Bezeichnung „Mehrlagiges
mit Öffnungen
versehenes Folienumhüllungselement
für absorbierende
Artikel";
WO
01/01901 A1 mit der Bezeichnung „Gewölbter Tampon mit einer mit
einer grenzflächenaktiven
Substanz behandelten Abdeckung";
US 6,537,414 B1 mit
der Bezeichnung „Versiegelungswalze
und Versiegelungswalzenelement, im besonderen für die Herstellung eines Tampons
für die
Frauenhygiene und das Verfahren dafür"; und WO 01/01908 A1 mit der Bezeichnung „Tampon
für die
Frauenhygiene und Verfahren und Vorrichtung für dessen Herstellung".
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Hintergrund
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Tampon, der eine Folienabdeckung
mit Öffnungen
aufweist. Auf die Abdeckung ist eine nichtionische grenzflächenaktive
Substanz aufgebracht. Die nichtionische grenzflächenaktive Substanz sorgt für einen
verbesserten Flüssigkeitstransfer über die
Abdeckung hinweg, und sie verringert Reibungskräfte während der Bearbeitung des Tampons.
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Es
gibt mehrere Arten von Abdeckungen, die für Tampons verwendet wurden
oder gegenwärtig
verwendet werden: Webstoffe, Faservliesstoffe, mit Öffnungen
versehene Folien, Netzfolien, Polymernetze und dergleichen. Die
Patentliteratur hat zwar vorgeschlagen, daß ein Fortschreiten von Faservliesstoffen
zu mit Öffnungen
versehenen Folien in diesen Abdeckungen gewünscht wird, jedoch ist dies
kommerziell noch nicht geschehen. Um diesen wünschenswerten Tampon zu kommerzialisieren,
müssen
mehrere Probleme gelöst werden.
Erstens sind mit Öffnungen
versehene Folien im allgemeinen hydrophob, und dies kann die Leichtigkeit
reduzieren, mit der Körperflüssigkeiten
in die absorbierende Struktur aufgenommen werden können, die innerhalb
der Abdeckungen eingeschlossen ist. Zweitens haben mit Öffnungen
versehene Folien signifikant andere Reibungsmerkmale als Faservliesstoffe.
Dies kann zu Bearbeitungsschwierigkeiten führen, besonders bei Tamponpressen,
bei denen komprimierte Tampons axialen Auswurfkräften ausgesetzt werden, wie
sie zum Beispiel offenbart werden in den US Patenten Nr. 3,343,225
(Hochstrasser et al.), 3,348,866 (Etz), 3,422,496 (Wolff et al.),
3,477,102 (Etz), 3,515,138 (Hochstrasser et al.), 3,688,346 (Johst
et al.), 3,852,847 (Etz), 4,081,884 (Johst et al.), 4,498,218 (Friese)
und 4,453,296 (Friese), in der europäischen Patentanmeldung Nr. 0
623 333 (Karl Ruggli AG), in der europäischen Patentanmeldung Nr.
0 639 363 (Karl Ruggli AG), und im europäischen Patent Nr. 0 422 660
(Johnson & Johnson
GmbH).
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Faservliesstoff-Abdeckungen
können
in Tampons eingefügt
werden, wie dies bei Friese, US Patent Nummern 4,816,100; 4,836,450
und 4,859,273 beschrieben wird. Diese Tampons können dann zu Tampons verarbeitet
werden, wie dies in den oben angegebenen Patenten beschrieben wird.
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Folienabdeckungen
mit Öffnungen
sind in Damenbinden eingefügt
worden, um die Fähigkeit
der Produkte zu verbessern, absorbierte Körperflüssigkeiten zu verbergen. Ein
Beispiel einer solchen Folienabdeckung mit Öffnungen wird offenglegt bei
McNeil-PPC, Inc.,
EP 0 900 071 .
Diese Verbesserung betrifft die Koronabehandlung einer mit Öffnungen
versehenen Folie für
das Aufbringen einer in Wasser befindlichen grenzflächenaktiven
Substanz auf derselben. Dieser wesentliche Fortschritt auf dem Fachgebiet
erfordert dennoch zahlreiche Bearbeitungsschritte, und die damit
hergestellten Damenbinden werden nicht den großen axialen Reibungskräften ausgesetzt,
die bei den oben beschriebenen Tamponherstellungsverfahren auftreten.
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Die
WO 98/10726 betrifft ein Verfahren für das Ausbilden eines einlagigen,
dauerhaft benetzbaren polymeren Gewebes, das eine Vielzahl von Öffnungen
aufweist. Das Verfahren umfaßt
das Schmelzen einer Mischung von zumindest einem thermoplastischen
Polymer und zumindest einer grenzflächenaktiven Substanz und das
Extrudieren dieser Mischung, um eine einlagige, im wesentlichen
kontinuierliche polymere Folie, die mit Öffnungen versehen ist, durch
den Einsatz von Hochdruck-Fluidströmen auszubilden. Diese mit Öffnungen versehene
polymere Folie sollte als eine obere Lage für absorbierende Artikel geeignet
sein. Gemäß einer Ausführungsform
können
Pellets der grenzflächenaktiven
Substanz und ein Polymer oder mehrere Polymere zunächst trockengemischt
und danach in einem Extruder schmelzgemischt werden. Falls im Extruder
ein ungenügendes
Mischen stattfindet, können
die Pellets des Polymers und die grenzflächenaktive Substanz zunächst trockengemischt
werden und danach in einem Vormisch-Extruder gemischt werden, gefolgt
von der Repelettisierung vor der Folienextrusion. Öffnungen
werden mit Hilfe einer Koronaentladungsbehandlung ausgebildet. Demgemäß stellt
die WO 98/10726 für
Fluid-Öffnungsbildung
eine kontinuierliche polymere Folie bereit, wobei dieses Verfahren
das Auswaschen der grenzflächenaktiven
Substanz minimiert.
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Die
US 5,647,862 offenbart eine
Damenbinde mit einer oberen Lage, einer hinteren Lage und einem absorbierenden
Kern. Der absorbierende Artikel umfaßt eine Vorrichtung für gerichtete
Flüssigkeitsverteilung, wie
zum Beispiel einen Streifen zum Leiten der Flüssigkeit, der zwischen der
oberen Lage und dem absorbierenden Kern positioniert ist, und ebenfalls
einen absorbierenden Streifen, der zwischen der oberen Lage und dem
Streifen zum Leiten der Flüssigkeit
positioniert ist. Diese Streifen sind so angeordnet, daß Körperexsudate hin
zu den Enden des absorbierenden Kerns geleitet werden können, selbst
wenn die Damenbinde eine dem Körper
angepaßte
Form annimmt oder anderweitig während
des Gebrauchs aus ihrer Form gebracht wird. Mit der Gestaltung entsprechend
der
US 5,647,862 D2 sollte
das Problem gelöst
werden, daß das
gesamte Absorptionsvermögen
der Damenbinde genutzt wird, ehe Flüssigkeiten zu den longitudinalen
Seitenrändern
der Damenbinde gelangen.
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Die
US 3,683,912 offenbart einen
absorbierenden Tampon, der eine flüssigkeitsdurchlässige Lage
aus Polypropylenfasern aufweist, die auf seiner äußeren Oberfläche angeordnet
ist. Die Faservlies-Polypropylenumhüllung könnte ebenfalls
mit einem Benetzungsmittel, wie zum Beispiel einem nichtionischen
Mittel, behandelt werden, um die Penetration von Flüssigkeiten
während
des Gebrauchs zu beschleunigen.
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Die
WO 95/23571 offenbart ein Verfahren für die Herstellung eines mit
einer grenzflächenaktiven
Substanz behandelten ausgebildeten polymeren Gewebes, das für den Einsatz
als eine obere Lage geeignet sein sollte, und absorbierende Artikel,
wie zum Beispiel Damenbinden, Slipeinlagen, Wegwert-Windeln und
Inkontinenzartikel. Das polymere Gewebe wird erhalten aus einer
koextrudierten mehrlagigen polymeren Folie, die eine Kernlage und
zumindest eine äußere Lage
aufweist, wobei die Kernlage eine grenzflächenaktive Substanz (Seite
2, Zeilen 21 bis 24) aufweist. Das Polymer und die grenzflächenaktive
Substanz werden in Pelletform in einem Rührmischer gemischt und danach
extrudiert, um eine gründliche
Mischung auszubilden.
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Die
US 5,342,334 offenbart einen
absorbierenden Artikel, der eine flüssigkeitsdurchlässige obere Lage
einschließt,
welche ein dreidimensionales mikroskopisch erweitertes flüssigkeitsdurchlässiges Gewebe umfaßt, einschließlich eines
ersten polymeren Materials und eines zweiten polymeren Materials,
welche unterschiedliche Schmelzpunkttemperaturen aufweisen, wobei
der Schmelzpunkt des zweiten polymeren Materials niedriger ist als
die Schmelzpunkttemperatur des ersten polymeren Materials. Das Gewebe
wird auf eine Temperatur zwischen den zwei Schmelzpunkttemperaturen
dergestalt erwärmt,
daß das
zweite polymere Material mit der Zwischenlage entlang einer zweiten
Oberfläche
des Gewebes verbunden werden kann.
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Daher
wird ein Tampon benötigt,
welcher eine mit Öffnungen
versehene Folienabdeckung aufweist, die in einer kommerziell effizienten
Weise bearbeitbar ist.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft Tampons nach Anspruch 1, welche eine
mit Öffnungen
versehene Folienabdeckung aufweisen, und die in kommerziell effizienter
Weise hergestellt werden können,
wobei die Tampons eine mit Öffnungen
versehene Folienabdeckung mit einer Beschichtung mit einer nichtionischen grenzflächenaktiven
Substanz aufweisen, und ein Verfahren nach Anspruch 15, umfassend
die nichtionische grenzflächenaktive
Substanz auf der Abdeckung, welche zu verringerten Auswurfkräften führt, wenn
der im wesentlichen zylindrische, komprimierte Tampon in axialer
Richtung aus einer Tamponausbildungspresse ausgeworfen wird.
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Bevorzugte
Ausführungsformen
der Tampons stehen in Übereinstimmung
mit den Unteransprüchen
2 bis 14, während
bevorzugte Ausführungsformen
des Verfahrens für
die Herstellung eines Tampons in Übereinstimmung mit den Unteransprüchen 16
bis 21 stehen. Der Tampon umfaßt
eine absorbierende Struktur, die im wesentlichen von einer Abdeckung
umhüllt
wird. Die Abdeckung weist ein flüssigkeitsundurchlässiges Kunststoffmaterial
in Form eines elastischen dreidimensionalen Gewebes auf, das ein
faserähnliches
Aussehen und ein faserähnliches
Berührungsempfinden
aufweist. Das Gewebe hat erste und zweite Oberflächen, und die erste Oberfläche weist
eine Vielzahl von Öffnungen
in dieser auf.
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Das
flüssigkeitsundurchlässige Kunststoffmaterial
ist mit zirka 0,5 bis zirka 2 Gewichtsprozent einer nichtionischen
grenzflächenaktiven
Substanz beschichtet.
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Das
Verfahren für
die Herstellung eines Tampons umfaßt mehrere Schritte. Eine nichtionische
grenzflächenaktive
Substanz wird auf ein Gewebe aus flüssigkeitsundurchlässigem Kunststoffmaterial aufgebracht. Das
Gewebe hat die Form eines elastischen dreidimensionalen Gewebes,
das ein faserähnliches
Aussehen und ein faserähnliches
Berührungsempfinden
aufweist. Das Gewebe hat einander gegenüberliegende erste und zweite
Ränder
und eine im wesentlichen unendliche Länge und eine erste und eine
zweite Oberfläche.
Die erste Oberfläche
weist eine Vielzahl von Öffnungen
in dieser auf.
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Eine
einzelne Lage wird vom Gewebe abgetrennt und an einer absorbierenden
Struktur befestigt. Die absorbierende Struktur wird zu einem Tamponrohling
ausgebildet, wobei die einzelne Lage den Tamponrohling im wesentlichen
umschließt.
Der Tamponrohling wird in einer Presse komprimiert, um einen im
wesentlichen zylindrischen, komprimierten Tampon auszubilden, der
eine Abdeckung aufweist, welche die einzelne Lage umfaßt. Der
komprimierte Tampon wird durch das Ausüben einer axialen Auswurfkraft
aus der Presse ausgeworfen. Das Aufbringen der nichtionischen grenzflächenaktiven
Substanz reicht aus, um die Auswurfkraft des komprimierten Tampons
aus der Presse auf weniger als zirka 1100 N zu reduzieren.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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1 ist
eine Perspektivansicht eines Tampons, der eine erfindungsgemäße mit Öffnungen
versehene Folienabdeckung aufweist.
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2A–2C sind
Querschnittsansichten, welche die Abfolge der Herstellung eines
Tampons veranschaulichen, der eine erfindungsgemäße mit Öffnungen versehene Folienabdeckung
aufweist.
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3A ist
ein Längsquerschnitt
einer Vorrichtung für
die Herstellung eines Tampons, der eine erfindungsgemäße mit Öffnungen
versehene Folienabdeckung aufweist.
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3B und
C sind Querschnittsansichten entlang der Linie 3B-3B von 3A,
welche die Abfolge der Herstellung eines Tampons veranschaulichen,
der eine erfindungsgemäße mit Öffnungen
versehene Folienabdeckung aufweist.
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Detaillierte
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform
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Wie
er hierin gebraucht wird, verweist der Begriff „mit Öffnungen versehene Folie" auf ein flüssigkeitsundurchlässiges Kunststoffmaterial
in Form eines elastischen dreidimensionalen Gewebes, das eine erste und
eine zweite Oberfläche
hat und ein faserähnliches
Aussehen und ein faserähnliches
Berührungsempfinden
aufweist. Die erste Oberfläche
des dreidimensionalen Gewebes weist eine Vielzahl von Öffnungen
in dieser auf. Vorzugsweise wird jede Öffnung durch eine Vielzahl
von sich kreuzenden faserähnlichen
Elementen begrenzt, welche miteinander im wesentlichen auf der Ebene
der ersten Oberfläche
verbunden sind. Jedes der faserähnlichen
Elemente weist einen Querschnitt auf, der vorzugsweise einen Basisabschnitt
auf der Ebene der ersten Oberfläche
aufweist, und eine Seitenwand, die mit jedem Rand des Basisabschnitts
verbunden ist. Die Seitenwandabschnitte erstrecken sich im allgemeinen
in der Richtung der zweiten Oberfläche des dreidimensionalen Gewebes.
Weiterhin sind die sich kreuzenden Seitenwandabschnitte miteinander
zwischen der ersten Oberfläche
und der zweiten Oberfläche
des Gewebes verbunden. Die miteinander verbundenen Seitenwandabschnitte
enden vorzugsweise im wesentlichen gemeinsam miteinander auf der
Ebene der zweiten Oberfläche.
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Der
Tampon 10 der vorliegenden Erfindung umfaßt eine
mit Öffnungen
versehene Folienabdeckung 12 und eine absorbierende Struktur 14.
Die Abdeckung umschließt
zumindest zum Teil die absorbierende Struktur 14, die im
allgemeinen so gestaltet und ausgebildet ist, daß sie Körperexsudate absorbiert und
hält. Der
Tampon 10 schließt
ebenfalls ein Rückholmittel
ein, wie zum Beispiel ein Rückholbändchen 16.
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Die
absorbierende Struktur kann jedes absorbierende Mittel sein, das
in der Lage ist, Flüssigkeiten (zum
Beispiel Monatsfluß und/oder
Urin) zu absorbieren und/oder zurückzuhalten. Die absorbierende
Struktur kann in einer großen
Vielfalt von Größen und
Formen und aus einer großen
Vielfalt von flüssigkeitsabsorbierenden
Materialien hergestellt werden. Eine repräsentative, nicht einschränkende Liste
nützlicher
Materialien schließt
Zellulosematerialien ein, wie zum Beispiel Reyon, Baumwolle, Holzzellstoff,
gekräuselte
Zellulosewatte, Seidenpapierhüllen
und Laminate, Torfmoos und chemisch versteifte, modifizierte oder
vernetzte Zellulosefasern; synthetische Materialien, wie zum Beispiel
Polyesterfasern, Polyolefinfasern, absorbierende Schaumstoffe, absorbierende
Schwämme,
superabsorbierende Polymere, absorbierende Geliermaterialien; Formfasern,
wie zum Beispiel Kapillarkanalfasern und mehrgliedrige Fasern; Kombinationen
von Materialien, wie zum Beispiel synthetische Fasern und Holzzellstoff,
einschließlich
von ko-geformten fasrigen Strukturen (zum Beispiel diejenigen Materialien,
die bei Anderson et al., U.S. Patent Nr. 4,100,324 beschrieben werden);
oder alle äquivalenten
Materialien oder Kombinationen von Materialien oder Mischungen derselben.
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Das
Rückholmittel
kann jedes Element oder jede Vorrichtung sein, die dazu dienen,
den Tampon nach dem Gebrauch aus der Körperhöhle zurückzuholen. Eine repräsentative,
nicht einschränkende
Liste von nützlichen
Rückholmitteln
schließt
ein Bändchen
ein, einschließlich
von Spinnfasern und einem Monofilfaden, ein Band und dergleichen.
Vorzugsweise schließt
das Rückholmittel
ein Bändchen
ein.
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Die
Abdeckung der vorliegenden Erfindung ist aus einem Gewebe ausgebildet,
welches eine erste Oberfläche
und eine zweite Oberfläche
aufweist. Das Gewebe kann aus einer heterogenen, einlagigen Folie ausgebildet
sein, oder es kann aus einem Laminat ausgebildet sein, welches eine
Vielzahl von Lagen aufweist, wie es zum Beispiel beschrieben wird
in der gemeinsam übertragenen,
entsprechenden Anmeldung US 2003/0093049 A1 mit der Bezeichnung „Mehrlagiges
mit Öffnungen
versehenes Folienumhüllungselement
für absorbierende
Artikel".
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Die
mit Öffnungen
versehene Folie ist aus zumindest einer Mischung von zumindest zwei
unvermischbaren polymeren Materialien ausgebildet. Eine repräsentative,
nicht einschränkende
Liste von polymeren Materialien, die bei der mit Öffnungen
versehenen Folie verwendet werden können, umfaßt Polyolefine, wie zum Beispiel
Polypropylen und Polyethylen; Polyolefin Copolymere, wie zum Beispiel
Ethylenvinylacetat („EVA"), Ethylenpropylen,
Ethylenakrylate und Ethylenakrylsäure und Salze derselben; halogenierte
Polymere; Polyester und Polyeste Copolymere; Polyamide und Polyamid
Copolymere; Polyurethane und Polyurethan Copolymere; Polystyrole
und Polystyrol Copolymere und dergleichen. Bevorzugte polymere Materialien
schließen
Polyolefine ein, besonders Polyethylen und Polypropylen und Ethylen
Copolymere, im besonderen EVA.
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Bei
einer heterogenen mit Öffnungen
versehenen Folie, entweder einlagig oder mehrlagig, umfaßt die Folie
vorzugsweise eine Mischung von zumindest zwei thermoplastischen
polymeren Bestandteilen. Der erste thermoplastische polymere Bestandteil
bildet eine kontinuierliche Phase aus, welche eine erste Schmelzpunkttemperatur
aufweist. Für
die Ausbildung der kontinuierlichen Phase wird es bevorzugt, daß der erste
thermoplastische polymere Bestandteil mit zirka 45 bis zirka 95
Gewichtsprozent der Lage vorliegt, besser mit zirka 60 bis zirka
80 Gew.-% der Lage. Eine disperse Phase umfaßt einen zweiten thermoplastischen
polymeren Bestandteil, der eine zweite Schmelzpunkttemperatur aufweist.
Es wird bevorzugt, daß der
zweite thermoplastische polymere Bestandteil mit zirka 55 bis zirka
5 Gewichtsprozent der Lage vorliegt, besser mit zirka 80 bis zirka
60 Gew.-% der Lage. Darüber
hinaus ist die zweite Schmelzpunkttemperatur ausreichend niedriger
als die erste Schmelzpunkttemperatur, um es zu ermöglichen,
daß die
Folie auf eine Temperatur zwischen der ersten Schmelzpunkttemperatur
und der zweiten Schmelzpunkttemperatur erwärmt wird, was es möglich macht, daß der zweite
thermoplastische polymere Bestandteil eine Klebeverbindung ausbildet.
Diese Verbindung kann zwischen verschiedenen Abschnitten der Abdeckung
ausgebildet werden oder zwischen der Abdeckung und einem anderen
Element des Tampons. Vorzugsweise ist der Unterschied zwischen der
ersten Schmelzpunkttemperatur und der zweiten Schmelzpunkttemperatur
größer als
zirka 20°C,
und besser ist der Unterschied zwischen der ersten und zweiten Schmelzpunkttemperatur
größer als
zirka 30°C.
Am besten ist der Unterschied größer als
zirka 40°C.
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Die
kontinuierliche Phase sorgt für
das Rückgrat" der Lage und leistet
den größten Beitrag
zu den mechanischen Eigenschaften der Lage, wie zum Beispiel Zugfestigkeit,
Steifigkeit, Bruchdehnung, Reibungskoeffizient, konstanter Koeffizient
und dergleichen. Der erste thermoplastische polymere Bestandteil
stellt im wesentlichen diese Eigenschaften bereit. Daher wird der
erste thermoplastische polymere Bestandteil der ersten Lage im Hinblick
auf seine wünschenswerten
Eigenschaften ausgewählt.
Die disperse Phase sorgt hingegen für lokalisierte Bereiche für thermische
Verbindung mit angrenzenden Elementen. Der zweite thermoplastische polymere
Bestandteil sorgt für
diese Eigenschaften, und er kann ebenfalls einen Beitrag zu einigen
der mechanischen Eigenschaften leisten, einschließlich des
Reibungskoeffizienten.
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Darüber hinaus
können
andere Bestandteile und weitere Zusatzstoffe dem polymeren Material
in einer Menge hinzugefügt
werden, welche die Lösung
der Aufgabe der vorliegenden Erfindung nicht behindern werden, unbeschränkt einschließend Antioxidantien,
UV-absorbierende Mittel, Schmierstoffe, Anti-Blockierungsmittel und Gleitmittel,
Weichmacher, Nukleierungsmittel, antistatische Mittel, Flammhemmer,
Pigmente, Farbstoffe und anorganische oder organische Füllstoffe.
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Die
nichtionische grenzflächenaktive
Substanz ist vorzugsweise ein Ethoxylat. Bei einer Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Tampons
ist das Ethoxylat ein ethoxyliertes Fettsäurepolyolester. Bei einer bevorzugten
Ausführungsform
ist das Ethoxylat ein ethoxyliertes Fettsäuresorbitanester. Eine repräsentative, nicht
einschränkende
Liste von nützlichen
Sorbitanestern schließt Polyoxyethylensorbitanlaurat
ein (ebenfalls als Polysorbat 20 und 21 bekannt), Polyoxyethylensorbitanpalmitat
(ebenfalls bekannt als Polysorbat 40), Polyoxyethylensorbitanstearat
(ebenfalls bekannt als Polysorbat 60 und 61), Polyoxyethylensorbitantristearat (ebenfalls
bekannt als Polysorbat 65), Polyoxyethylensorbitanoleat (ebenfalls
bekannt als Polysorbat 80 und 81) und Polyoxyethylensorbitantrioleat
(ebenfalls bekannt als Polysorbat 85). Bei den oben erwähnten ethoxylierten
Fettsäuresorbitanestern
wird Polyoxyethylen-20-Sorbitanmonolaurat am meisten bevorzugt.
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Bei
einer alternativen Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Tampons
ist das Ethoxylat ein Polyoxyethylenalkylether. Eine repräsentative,
nicht einschränkende
Liste nützlicher
Polyoxyethylenalkylether umfaßt
Polyoxyethylenlaurylether, Polyoxyethylenstearylether (ebenfalls
bekannt als Steareth-2, Steareth-10 und dergleichen), Polyoxyethylencetylether
(ebenfalls bekannt als Ceteth-2, Ceteth-10 und dergleichen), und
Polyoxyethylenoleylether (ebenfalls bekannt als Oleth-2, Oleth-10
und dergleichen. Bei den oben genannten Polyoxyethylenalkylethern
wird Polyoxyethylenstearylether am meisten bevorzugt.
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Bei
einer dritten alternativen Ausführungsform
ist das Ethoxylat ein Ether eines olefinischen Diols. Eine repräsentative,
nicht einschränkende
Liste dieser olefinischen Diole, die bei der vorliegenden Erfindung
von Nutzen sind, umfaßt
die folgenden: Polyethylenglykol, Polypropylenglykol, Polybutylenglykol,
Propylenglykol und dergleichen. Die olefinischen Diole sind vorzugsweise
flüssig
bei einer Temperatur von weniger als zirka 35°C. Dieses Gewicht wird typischerweise
von ihrem Molekulargewicht diktiert. Wie er hierin in der Beschreibung
und in den Ansprüchen
gebraucht wird, verweist der Begriff „Molekulargewicht" auf die Zahl des
durchschnittlichen Molekulargewichts einer Verbindung. Vorzugsweise
ist das olefinische Diol Polyethylenglykol, mit einem Molekulargewicht
von weniger als zirka 600, oder Polypropylenglykol, mit einem Molekulargewicht
von weniger als zirka 4000. Am besten ist das olefinische Diol Polyethylenglykol,
mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von weniger als zirka
600. Bevorzugte Ester und Ether von Fettsäuren und Salze derselben schließen unbeschränkt Mono-
und Diester von C
8-18 Fettsäuren und
mehrwertigen Alkoholen ein, wie zum Beispiel Glyzerinmonolaurat,
rein aus einer Schmelze aufgebracht oder in Polyethylenglykol aufgelöst, wie
in der Parallelanmeldung an Yang, mit der Bezeichnung „Verfahren
für das
Hinzufügen
von pharmazeutisch aktiven Verbindungen zu Substraten",
US 6,316,019 B1 , beschrieben
wird.
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Es
versteht sich, daß die
nichtionischen grenzflächenaktiven
Substanzen, die beim Tampon und bei seiner Herstellung, wie hierin
beschrieben wird, zum Einsatz kommen, kommerziell erhältlich sein
können.
Beispiele derselben werden vermarktet unter den eingetragenen Marken „TWEEN" und „BRIJ" von ICI, Altas Chemical
Division, Wilmington, DE, USA.
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Die
auf die Abdeckung aufgebrachte nichtionische grenzflächenaktive
Substanz kann zumindest zwei Funktionen dienen. Erstens kann die
nichtionische grenzflächenaktive
Substanz eine mit Öffnungen
versehene Folie hydrophil machen, welche im allgemeinen hydrophobe
polymere Materialien umfaßt.
Zweitens verringert die nichtionische grenzflächenaktive Substanz wesentlich
Auswurfkräfte,
wenn das Tampon aus einer Tamponausbildungspresse in axialer Richtung
ausgeworfen wird. Daher hat die nichtionische grenzflächenaktive
Substanz Eigenschaften, welche die Affinität der mit Öffnungen versehenen Folie für Körperflüssigkeiten verbessern
und die Reibung zwischen dem Tampon und der Produktionsanlage verringern.
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Die
nichtionische grenzflächenaktive
Substanz wird auf die Abdeckung in einer Menge aufgebracht, die
ausreicht, um Tamponpressen-Auswurfkräfte wesentlich zu verringern,
um eine Schädigung
des Produkts während
der Herstellung zu verhindern. Eine Schädigung des Produkts schließt die Zerstörung des
Produkts auf Grund eines Staus in der Presse ein, bei dem das Produkt
die Maschine stoppt. Eine Schädigung
des Produkts schließt
ebenfalls eine Verdrehung der Abdeckung auf Grund von Reibung zwischen
der Abdeckung und der Produktionsanlage ein. Dies kann betrachtet
werden als ein "Schindeln" des Produkts. Das
Schindeln des Produkts tritt auf, wenn Falten senkrecht zur Längsachse
des Tampons ausgebildet werden. Dies kann sich darstellen als eine
Reihe von Ringen rund um die Produkte auf Grund dieser Umkreisfalten.
Die nichtionische grenzflächenaktive
Substanz wird vorzugsweise auf die Abdeckung in einer Menge aufgebracht,
die ausreicht, um Tamponpressen-Auswurfkräfte auf weniger als zirka 1100
N zu reduzieren. Besser noch werden die Tamponpressen-Auswurfkräfte auf
weniger als zirka 1000 N reduziert.
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Diese
reduzierten Auswurfkräfte
können
erzielt werden durch das Aufbringen eines Beschichtungsgewichtes
von bis zu zirka 0,5 Gramm/Quadratmeter („g/m2"). Besser noch beträgt das Beschichtungsgewicht zirka
0,1 bis zirka 0,4 g/m2, und am besten wird
es bei einem Beschichtungsgewicht von zirka 0,16 bis zirka 0,36
g/m2 aufgebracht. Wenn zu wenig nichtionische
grenzflächenaktive
Substanz aufgebracht wird, wird das Produkt beim Herstellungsverfahren
beschädigt
werden, im besonderen während
seines axialen Auswurfs aus der Tamponpresse. Wenn zu viel nichtionische
grenzflächenaktive
Substanz aufgebracht wird, neigt die überschüssige Menge dazu, sich auf
der Herstellungsanlage anzuhäufen,
und Fremdstoffe (wie zum Beispiel Schmutz, Fasern und dergleichen)
können
sich an die Maschine anheften. Dies kann ebenfalls zu einer schlechten
Steuerung des Abdeckungsmaterials, zu einer falschen Plazierung
der Abdeckung und zu losen Enden der Abdeckung nach dem Anbringen
der Abdeckung führen.
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Die
absorbierende Struktur kann wiederum in einer großen Vielfalt
von Größen und
Formen und aus einer breiten Vielfalt von flüssigkeitsabsorbierenden Materialien
hergestellt werden. Ein Beispiel der Ausbildung der absorbierenden
Struktur wird bei Etz, US-Patent Nr. 3,477,102, offenbart.
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Die
nichtionische grenzflächenaktive
Substanz kann auf die Abdeckung in jeder Weise aufgebracht werden,
die eine ausreichend einheitliche Beschichtung gewährleistet.
Viele dieser Verfahren sind den Fachleuten bekannt. Eine repräsentative,
nicht einschränkende
Liste nützlicher
Verfahren umfaßt
Sprayen, Schlitzbeschichten, Aufbürst- und Transferbeschichtung.
Das mit Öffnungen
versehene Folienabdeckungsmaterial kann auf eine absorbierende Struktur
bei der Herstellung eines Tampons aufgebracht werden, indem eine Schneide-
und Plazierungseinheit eingesetzt wird, um das Material von der
Schlitzwalze abzuschneiden und es auf der absorbierenden Struktur
zu plazieren. Ein weiteres Verfahren des Aufbringens der Abdeckung
wird allgemein beschrieben bei Friese, US-Patent Nr. 4,816,100.
Dieses beschreibt zwar die Verwendung einer Vliesstoffabdeckung
auf einem Tampon, jedoch werden Verbesserungen, die erforderlich
sind, um dies zu erreichen, in der WO 01/02144 A1, mit der Bezeichnung „Kontinuierliches
Verfahren der Bereitstellung einzelner Lagen aus einem kontinuierlichen
Gewebe", beschrieben.
Diese Parallelanmeldung offenbart ein Verfahren für die totale
Abtrennung eines Abschnitts des Materials und umfaßt die folgenden
Schritte: Abtrennung eines Zuführungsmaterials
in einer Vielzahl von einzelnen Bereichen entlang einer diagonalen
Achse, Kerbschnitt des Materials, das sich zwischen den abgetrennten
Bereichen entlang der gleichen diagonalen Achse befindet, und anschließendes Ausüben einer
Kraft, die ausreicht, um die eingekerbten Bereiche zu brechen, um
dadurch den Abschnitt des Materials von seiner Zuführung zu
trennen.
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Der
abgedeckte Tamponrohling kann dann unter Einsatz einer Tamponpresse
zu einem Tampon ausgebildet werden. Ein Verfahren wird in 2A–2C beschrieben.
Bei diesem Verfahren wird ein Tamponrohling 200a, welcher
die absorbierende Struktur, die im wesentlichen von der mit Öffnungen
versehenen Folienabdeckung umhüllt
ist, umfaßt,
durch die Bewegung einer Vielzahl von Klemmbackenelementen 210 und 212 in
einer Tamponpresse 214 komprimiert. Dieses Verfahren wird
im Detail bei Wolff et al, US-Patent Nr. 3,422,496 beschrieben.
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Es
gibt zwei unterschiedliche Arten von Klemmbackenelementen 210 und 212.
Die zugespitzten Klemmbacken 210 dienen dazu, den Tamponrohling 200 entlang
peripherer Kontaktlinien 216 radial zu komprimieren, die
auf radialen Ebenen liegen, welche symmetrisch um eine vorgegebene
longitudinale Pressenachse X angeordnet sind, welche die zentrale
longitudinale Achse darstellt, die für den komprimierten Tampon 200c bestimmt
ist. Die konkaven Klemmbacken 212 sind mit Druckabschnitten 218 mit
einer konkaven zylindrischen Segmentoberfläche gestaltet. Die Klemmbacken 210 und 212 sind
angeordnet für
radiale Wege reziproker Bewegung, die zur zentralen longitudinalen
Achse X hin zusammenlaufen. Die zugespitzten Klemmbacken 210 und
die konkaven Klemmbacken 212 sind rund um die Pressenachse
X in abwechselnder Reihenfolge umkreisförmig angeordnet.
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Für das Komprimieren
des Tamponrohlings 200a wird dieser in der Mitte der Tamponpresse 214 plaziert,
wobei die zentrale longitudinale Achse des Tamponrohlings 200a im
wesentlichen der Pressenachse X entspricht. Der Tamponrohling 200a kann
durch die partielle Bewegung aller Klemmbackenelemente 210 und 212 zentriert
werden, wie dies in 2a gezeigt wird. Die zugespitzten
Klemmbacken 210 bewegen sich radial nach innen zur Pressenachse
X hin zu einem radialen Abstand von der Pressenachse X, der im wesentlichen dem
Radius des komprimierten Tampons 200c entspricht. Das Ergebnis
dieser Bewegung wird in 2b gezeigt.
Anschließend
bewegen sich die konkaven Klemmbacken 212 radial nach innen
zu einem radialen Abstand von der Pressenachse X, der im wesentlichen
dem Radius des komprimierten Tampons 200c entspricht, wie
dies in 2c gezeigt wird. Schließlich wird
der komprimierte Tampon 200c aus der Presse (zum Beispiel aus
der Ebene von 2A–2C) entlang
der Richtung der Pressenachse X mit Hilfe eines Stößels (nicht gezeigt)
ausgeworfen. Dieses Auswerten erfolgt axial oder entlang der Richtung
der Pressenachse, und es ist ersichtlich, daß Auswurfkräfte auf Grund der Reibungskräfte zwischen
dem komprimierten Tampon 200c und den Klemmbackenelementen 210 und 212 ziemlich
hoch sein können.
Es kann zwar möglich
sein, die Reibungskräfte
zu reduzieren, indem die Klemmbackenelemente 210 und 212 leicht
von der Pressenachse X weg zurückgezogen
werden, jedoch sorgt das radiale Auswerten des komprimierten Tampons 200c dennoch
für eine
beträchtlich
hohe Auswurfkraft.
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Ein
weiteres Verfahren wird in 3A–3C beschrieben.
Bei diesem Verfahren wird ein Tamponrohling 200, welcher
die im wesentlichen von der mit Öffnungen
versehenen Folienabdeckung umhüllte
absorbierende Struktur umfaßt,
durch die Bewegung einer Vielzahl von Klemmbackenelementen 210 und 212' in einer Tamponpresse 214' komprimiert.
Dieses Verfahren wird im Detail bei Friese et al, US 2002/0157222
A1 und EP-B-0 422 660, beschrieben.
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Die
Klemmbackenelemente 210 und 212 von 2A–2C werden
bei diesem Verfahren verändert,
um Pressenschneider oder Finger 220 zu inkorporieren. Die
Pressenschneider 220 dienen der radialen Komprimierung
des Kerns 22 des Tamponrohlings 200 entlang peripherer
Kontaktstreifen 224, welche auf radialen Ebenen liegen,
die symmetrisch rund um eine vorgegebene longitudinale Pressenachse
X angeordnet sind, welche die zentrale longitudinale Achse repräsentiert,
die für
den komprimierten Tampon 200 bestimmt ist. Die Klemmbackenelemente 210' und 212' sind für radiale
Wege reziproker Bewegung angeordnet, die zur zentralen longitudinalen
Achse X hin zusammenlaufen. Die Klemmbackenelemente 210' und 212' sind rund um
die Pressenachse X abwechselnd umkreisförmig angeordnet.
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Für das Komprimieren
des Tamponrohlings 200 wird dieser in der Mitte der Tamponpresse 214' plaziert, wobei
die zentrale longitudinale Achse des Tamponrohlings 200 im
wesentlichen der Pressenachse X entspricht. Der Tamponrohling 200a kann
wiederum durch die partielle Bewegung aller Klemmbackenelemente 210' und 212' zentriert werden.
Die Klemmbackenelemente 210' und 212' können sich
so bewegen, wie dies oben für 2A–2C beschrieben
wird, oder sie können
sich alle gleichzeitig radial nach innen hin zur Pressenachse X
bewegen. Diese letztere Bewegung wird in 3B und 3C gezeigt.
Im Gegensatz zum Verfahren von 2A–2C erstrecken
sich die distalen Enden der Pressenschneider 220 in den
komprimierten Tampon 200 zwischen benachbarten Rippen 226 hinein.
Schließlich
wird der komprimierte Tampon 200 aus der Presse (wie in 3A gezeigt)
mit Hilfe eines Stößels 228 entlang
der Richtung der Pressenachse X ausgeworfen. Der äußere Abschnitt
der Rippen des ausgeworfenen Tampons 200 kann mit Hilfe
einer Reduzierbuchse 230 weiter geglättet werden. Dieses Auswerfen
geschieht axial oder entlang der Richtung der Pressenachse, und
es ist ersichtlich, daß Auswurfkräfte auf
Grund der Reibungskräfte
zwischen dem komprimierten Tampon 200 und den Klemmbackenelementen 210' und 212' ziemlich hoch
sein können.
Es kann zwar möglich
sein, die Reibungskräfte
zu reduzieren, indem die Klemmbackenelemente 210' und 212' leicht von
der Pressenachse X weg zurückgezogen
werden, jedoch sorgt das radiale Auswerfen des komprimierten Tampons 200 dennoch
für eine
beträchtlich
hohe Auswurfkraft. Dies trifft besonders zu beim vergrößerten Oberflächenkontaktbereich
zwischen den Pressenschneidern 220 und dem komprimierten
Tampon 200.
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Natürlich würde ein
Fachmann erkennen, daß es
hilfreich ist, auf Hochglanz polierte Werkzeuge bei den Tamponpressen
von 2 und 3 einzusetzen.
Darüber
hinaus kann es vorteilhaft sein, die Pressenoberflächen mit
entsprechenden reibungsverringernden Beschichtungen zu behandeln.
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Beispiele
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Beispiel 1
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Eine
Reihe von Versuchen wurde durchgeführt, um die Auswirkung von
Beschichtungen von mit Öffnungen
versehenen Folienabdeckungen mit einer nichtionischen grenzflächenaktive
Substanz auf die Tamponpressenauswurfkräfte zu bestimmen. Zwei polymere
Mischungen wurden durch Mehrtachextruder koextrudiert. Die zwei
Schmelzströme
wurden in einen Zuführungsblock
eingebracht, welcher die Polymermischung der äußeren Lage in zwei Ströme trennte
und die Zwischenlage intakt beließ. Die äußeren Lagen umhüllten oder "sandwichten" die Zwischenlage
somit, um eine A-B-A-Folie herzustellen. 50 Gewichtsprozent der
Folie waren eine unvermischbare Mischung aus Polypropylen und Polyethylen
niedriger Dichte („LDPE"), gleichmäßig in den
zwei A Lagen verteilt, und 50 Gew.-% der Folie waren eine unvermischbare
Mischung eines Copolymers aus linearem Polyethylen niedriger Dichte
("LLDPE") und Ethylenvinylacetat
(8 Gew.-% Vinylacetat) in der Zwischenlage B. Die A Lagen wurden
ausgebildet aus 70 Gew.-% des Polypropylens in der kontinuierlichen
Phase und 30 Gew.-% des LDPE in der dispersen Phase. Diese Folie
wurde bereitgestellt als P18-3964 von der Clopay Plastic Products
Company, Inc., aus Cincinatti, Ohio, USA, und sie hatte ein durchschnittliches Basisgewicht
von 20 g/m2, eine nominelle Dicke von 8
Tausendstel (0,2 mm) und eine Titandioxidpigmentladung von zirka
6,5 Gew.-%.
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Die
A-B-A-Folie wurde dann durch das Aufbringen von Strömen von
heißer
Luft und Vakuum bei zirka 330°C
mit Öffnungen
versehen, während
sie auf einer zylindrischen Formgebungsoberfläche auflag, im wesentlichen
wie dies bei James et al., US-Patent Nr. 5,916,462 und bei Zimmeril,
US-Patent Nr. 3,054,148, beschrieben ist. Es wird nicht davon ausgegangen,
daß die
Unterschiede zwischen den darin enthaltenen Offenlegungen und dem
hierin angewendeten Verfahren die nachstehend beschriebenen Ergebnisse
verändern würden. Die
sich ergebende mit Öffnungen
versehene Folie wies ein sich wiederholendes Muster von im wesentlichen
einheitlichen runden Öffnungen
mit einem Durchmesser von zirka 0,75 mm auf, einen offenen Bereich
von zirka 32 % und einen äquivalenten
hydraulischen Durchmesser von zirka 26 Tausendstel (0,65 mm) („EHD"), wie gemäß der Formel
EHD = 4·Fläche/Umkreis
gemessen.
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Der
offene Bereich kann mit Hilfe der Bildanalyse bestimmt werden, um
die relativen Prozentsätze
von mit Öffnungen
versehenen Bereichen und von Bereichen ohne Öffnungen oder Flächenbereichen
zu messen. Im wesentlichen wandelt die Bildanalyse ein optisches
Bild aus einem Lichtmikroskop in ein elektronisches Signal um, das
für die
Verarbeitung geeignet ist. Ein Elektronenstrahl tastet das Bild
zeilenweise ab. Wenn jede Zeile abgetastet wird, ändert sich
ein Ausgangssignal entsprechend der Beleuchtung. Weiße Bereiche
erzeugen eine relativ hohe Spannung, und schwarze Bereiche erzeugen
eine relativ niedrige Spannung. Ein Bild der mit Öffnungen
versehenen ausgebildeten Folie wird erzeugt, und bei diesem Bild
sind die Öffnungen
weiß, während die
Bereiche ohne Öffnungen
aus thermoplastischem Material verschiedene Stufen von grau aufweisen.
Je dichter der Bereich ohne Öffnungen
ist, desto dunkler ist der erzeugte graue Bereich. Jede Zeile des Bildes,
das gemessen wird, wird in Abtastpunkte oder Pixel aufgeteilt. Die
folgenden Ausrüstungen
können
genutzt werden, um die oben beschriebene Analyse durchzuführen: ein
Quantimet Q520 Bildanalysator (mit V. 5.02B Software und Grey Store
Option), verkauft durch LEICA/Cambridge Instruments Ltd., in Verbindung
mit einem Olympus SZH Mikroskop mit einer Durchlichtbasis, mit einem
Plan 1.0x Objektiv und einem 2.50x Okular. Das Bild kann mit einer
DAGE MTI CCD72 Videokamera erzeugt werden.
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Ein
repräsentatives
Stück jedes
Materials, das analysiert werden soll, wird auf dem Mikroskoptisch
plaziert und scharf auf dem Videobildschirm bei einer Mikroskop-Zoomeinstellung
von 10x abgebildet. Der offene Bereich wird aus Feldmessungen repräsentativer
Bereiche bestimmt. Die Quantimet Programmausgabe gibt den Durchschnittswert
und die Standardabweichung für
jede Probe an.
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Der
EHD wurde nach dem Verfahren gemessen, das bei Turi et al., US Patent
Nr. 5,567,376, offengelegt wird. Das Bild wurde jedoch erzielt,
indem ein ScanJet 4c Scanner von Hewlett-Packard, Palo Alto, Kalifornien,
USA, eingesetzt wurde, und es wurde unter Nutzung von Image-Pro
Software von Media Cybernetics, Silver Springs, Maryland, USA, analysiert.
Diese Veränderungen ändern Ergebnisse
nicht wesentlich.
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Die
mit Öffnungen
versehene Folie wurde mit Polysorbat 20 beschichtet (TWEEN 20, erhältlich bei
ICI, Atlas Chemical Division, in Wilmington, Delaware, USA), durch
Aufbringen eines feinen Sprays einer Lösung, gebildet aus einem Teil
TWEEN 20, aufgelöst
in zwei Teilen (v/v) Isopropylalkohol, und sie wurde auf eine Breite
von zirka 47 mm geschlitzt. TWEEN 20 wurde auf das Foliensubstrat
bei einer Umgebungstemperatur von zirka 20°C mit den Ziel-Beschichtungs-gewichten
aufgebracht, die nachstehend in Tabelle 1 aufgeführt sind. Das Beschichtungsgewicht
wird auf der Grundlage von TWEEN 20 gemessen, wenn sich das Alkohol-Lösungsmittel
verflüchtigt.
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Die
geschlitzte Folie wurde zugeschnitten, um eine Abdeckung mit einer
Länge von
zirka 125 mm auszubilden. Die Abdeckung wird auf ein absorbierendes
Gewebe aufgebracht, das 75 Gew.-% Reyon und 25 Gew.-% Baumwolle
umfaßt
und eine Länge
von zirka 235 mm, eine Breite von zirka 50 mm und ein Zielgewicht von
zirka 2,5 g aufweist. Die Abdeckung wurde durch Wärmeversiegelung
an einem Ende des absorbierenden Gewebes angebracht, in einer Weise,
wie sie im allgemeinen beschrieben wird bei Friese, US-Patent Nr. 4,816,100,
und in der Parallelanmeldung WO 01/02144 A1, mit der Bezeichnung „Kontinuierliches
Verfahren für
die Bereitstellung einzelner Lagen aus einem kontinuierlichen Gewebe". Das mit der Abdeckung
versehene Gewebe wurde dann in einer Tamponpresse komprimiert, wie
allgemein beschrieben bei Friese et al., US 2002/0157222 A1, und
EP-B-0 422 660.
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Die
sich ergebenden Tampons hatten ein Gewicht im Bereich von 2,55 und
3,2 g. Der Auswurfstößel dieser
Presse war mit einem Dehnungsmeßgerät ausgerüstet, um
die Auswurfkraft zu bestimmen, die erforderlich ist, um den komprimierten
Tampon aus der Presse hinaus und durch die Reduzierbuchse hindurch
auszuwerten. Die Auswurfkraft wurde ebenfalls in Tabelle 1 aufgezeichnet. Tabelle
1
- *
Hinzufügungskategorie
wie folgt definiert: gering, 0,3 – 0,6 Gew.-%; Ziel, zirka 1
Gew.-%.
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Der
Versuch veranschaulicht, daß es
möglich
war, Tampons unter Nutzung einer durchschnittlichen Auswurfkraft
von zirka 1200 N oder weniger auszubilden. Dies wurde ermöglicht durch
das Aufbringen von zumindest 0,3 Gew.-% TWEEN 20 auf das Abdeckungsmaterial.
Zirka 1 Gew.-% sorgte jedoch für
eine geringere Auswurfkraft. Ohne jedes TWEEN 20 wurden die Auswurfkräfte bei
zirka 1800 N gemessen, ehe sich die Produkte in der Presse festklemmten.
Die Hinzufügung
von niedrigen Beschichtungsgewichten von TWEEN 20 sorgte für eine Auswurfkraft
von zirka 60 bis 70 Prozent derjenigen Kraft, die für das unbeschichtete
Produkt gemessen wurde. Die Hinzufügung von Ziel-Beschichtungsgewichten
von TWEEN 20 sorgte für
eine Auswurfkraft von zirka 50 bis 55 Prozent derjenigen Kraft,
die für
das unbeschichtete Produkt gemessen wurde. Diese Verringerungen
sind signifikant.
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Beispiel 2
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Ein
zweiter Versuch wurde durchgeführt,
um die Wirkung anderer nichtionischer grenzflächenaktiven Substanzen zu bestimmen.
Die Proben wurden wie oben bei Beispiel 1 vorbereitet, mit folgenden
Ausnahmen: mehrere nichtionische grenzflächenaktive Substanzen wurden
aufgebracht, wie in nachstehender Tabelle 2 gezeigt wird; das Beschichtungsniveau
wurde bei einem Ziel von 1 Gew.-% gehalten, und die Beschichtung wurde
mit Kiss-Coating aufgebracht. Die Bandgeschwindigkeit wurde variiert,
während
die Geschwindigkeit der Kiss-Walze bei 18,4 Fuß/Minute (5,6 m/Minute) gehalten
wurde, um für
das gewünschte
Hinzufügungsniveau
zu sorgen. Während
die Beschichtungstemperatur variiert wurde, um es zu ermöglichen,
daß die
nichtionische grenzflächenaktive
Substanz ordnungsgemäß auf das
Substrat fließen
konnte, betrugen die Umgebungsbedingungen 72°F (22°C und 65 % relative Feuchtigkeit).
Die nichtionische grenzflächenaktive
Substanz, das Hinzufügungsniveau
und Auswurfkräfte
werden nachstehend in Tabelle 2 gezeigt. Festes GML und BRIJ-76
(Steareth 10) wurden separat über
Nacht in einem Ofen bei 150°F
(65°C) erwärmt, um
sie zu schmelzen, und sie wurden aus einer Kiss-Walzenpfanne, die
bei 150°F
(65°C) gehalten
wurde, aufgetragen. Das TWEEN-20 wurde aus einer Kiss-Walzenpfanne,
die bei zirka 95°F
(35°C) gehalten
wurde, aufgetragen.
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Der
Versuch veranschaulicht, daß andere
nichtionische grenzflächenaktive
Substanzen ebenfalls als Beschichtung für die mit Öffnungen versehene Folienabdeckung
akzeptabel waren. Alle nichtionischen grenzflächenaktiven Substanzen wurden
bei zirka 800 N oder weniger verarbeitet. Dies stellt eine Auswurfkraft
von weniger als zirka 50 % der unbeschichteten Tampons von Beispiel
1 dar. Diese Verringerungen sind wiederum signifikant.
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Die
obige Beschreibung und die Ausführungsformen
werden dargelegt, um das vollständige
und nicht einschränkende
Verstehen der hierin offengelegten Erfindung zu unterstützen. Da
viele Variationen und Ausführungsformen
der Erfindung vorgenommen werden können, ohne von ihrem Schutzumfang
abzugehen, beruht die Erfindung auf den hiernach beigefügten Ansprüchen.