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TECHNISCHES
GEBIET
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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen verbesserten Photoleiter, der
in elektrophotographischen Reproduktionsvorrichtungen verwendet
wird, mit einer ladungserzeugenden Schicht und einer Ladungstransportschicht,
welcher eine verringerte positive elektrische Ermüdung sowie
eine verringerte Endversiegelungs- und Papierbereichsabnutzung aufweist.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung ist ein schichtförmiger elektrophotographischer
Photoleiter, d.h. ein Photoleiter mit einem Bodenflächenelement
aus Metall, das mit einer Ladungserzeugungsschicht und einer Ladungstransportschicht
in dieser Reihenfolge beschichtet ist. Obwohl diese Schichten im
Allgemeinen voneinander getrennt sind, können sie zu einer einzigen
Schicht kombiniert werden, die sowohl Ladungserzeugungs- als auch Ladungstransportfunktionen
ausübt.
Ein solcher Photoleiter kann gegebenenfalls eine Sperrschicht, die
sich zwischen dem Bodenflächenelement
aus Metall und der Ladungserzeugungsschicht befindet, und/oder eine
haftverstärkende
Schicht, die sich zwischen der Sperrschicht (oder dem Bodenflächenelement) und
der Ladungserzeugungsschicht befindet, und/oder eine Überzugsschicht
auf der Oberfläche
der Ladungstransportschicht enthalten.
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Bei
der Elektrophotographie wird ein latentes Bild auf der Oberfläche eines
isolierenden photoleitenden Materials erzeugt, indem ein Bereich
der Oberfläche
selektiv Licht ausgesetzt wird. Zwischen den Bereichen auf der Oberfläche, die
dem Licht ausgesetzt wurden, und denen, die dem Licht nicht ausgesetzt
wurden, wird eine unterschiedliche elektrostatische Ladungsdichte
ausgebildet. Das latente elektrostatische Bild wird durch elektrostatische
Toner, die Pigmentkomponenten und thermoplastische Komponenten enthalten,
zu einem sichtbaren Bild entwickelt. In Abhängigkeit von den relativen
elektrostatischen Ladungen auf der Photoleiteroberfläche, der
Entwicklungselektrode und dem Toner, werden die Toner, die Flüssigkeiten
oder Pulver sein können,
selektiv entweder von der dem Licht ausgesetzten oder von der dem
Licht nicht ausge setzten Photoleiteroberfläche angezogen. Der Photoleiter
kann entweder positiv oder negativ geladen sein, und das Tonersystem
kann gleichermaßen
negativ oder positiv geladene Teilchen enthalten.
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Ein
Blatt Papier oder ein intermediäres Übertragungsmedium
wird mit einer elektrostatischen Ladung versehen, die zu der des
Toners entgegengesetzt ist, und dann nahe an der Photoleiteroberfläche vorbeigeleitet,
wobei der Toner von der Photoleiteroberfläche auf das Papier oder das
intermediäre Übertragungselement gezogen
wird und er noch immer das Muster des von der Photoleiteroberfläche entwickelten
Bildes besitzt. Nach der direkten Übertragung oder der indirekten Übertragung,
wenn ein intermediäres Übertragungselement verwendet
wird, schmilzt und fixiert ein Satz Fixierwalzen den Toner auf das
Papier, wodurch das Druckbild erzeugt wird.
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Das
elektrostatische Druckverfahren umfasst daher eine fortwährende Reihe
von Schritten, bei denen die Photoleiteroberfläche während des Drucks auf- und entladen
wird. Es ist wichtig, die Aufladungsspannung und die Entladungsspannung
auf der Oberfläche
des Photoleiters relativ konstant zu halten, während verschiedene Seiten gedruckt
werden, damit sichergestellt wird, dass die Qualität der erzeugten
Bilder gleichmäßig ist (Betriebsstabilität). Wenn
sich die Aufladungs/Entladungs-Spannung jedes Mal deutlich ändert, wenn
die Walze betrieben wird, d.h. wenn die Photoleiteroberfläche eine
Ermüdung
oder eine andere bedeutende Änderung zeigt,
wird die Qualität
der gedruckten Seiten nicht gleichmäßig und unzureichend sein. Ähnlich werden,
wenn die Oberfläche
oder andere Teile des Photoleiters eine Abnutzung, insbesondere
eine ungleichmäßige Abnutzung,
während
des Druckverfahrens erfahren, die gedruckten Seiten nicht einheitlich
und die Qualität
des Endprodukts unzureichend sein.
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Es
wurde nun unerwartet gefunden, dass die Zugabe von Polyolefinwachsen
mit niedriger Oberflächenenergie
mit einem mittleren Teilchendurchmesser von etwa 6–12 μm zu der
Ladungstransportschicht die positive elektrische Ermüdung und
die Endversiegelungs- und Papierbereichsabnutzung in einem Photoleiter verringert.
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Organische
und anorganische Teilchen sind für
ihre Verwendung als Ladungstransport-Dotiersubstanzen und ihren
Einbau in verschiedene Photorezeptorschichten zur Abnutzungsverbesserung
bekannt. Teilchen, die für
diese Verwendung offenbart wurden, sind u.a. Additive mit niedriger
Oberflächenenergie,
wie z.B. Polyolefine und fluorhaltige Polymere (wie z.B. PTFE),
sowie Additive mit hoher Oberflächenenergie,
wie z.B. hydrophobes Siliciumdioxid. So lehrt das US-Patent 5 096
795, Yu, ausgegeben am 17. März
1992, dass die Verwendung von teilchenförmigen Materialien in der Ladungstransportschicht
eines Photoleiters die Abriebbeständigkeit und die Beständigkeit
gegen Spannungsbruch verbessert, während die guten elektrischen
Eigenschaften des Photoleiters beibehalten werden. Verwendete Teilchen
sind u.a. mikrokristallines Siliciumdioxid, Polytetrafluorethylen
(PTFE) und feinstgemahlenes wachsartiges Polyethylen. Teilchen,
die in der Ladungstransportschicht verwendet werden, haben einen
Durchmesser zwischen etwa 0,1 und etwa 4,5 μm, wobei der mittlere Teilchendurchmesser
etwa 2,5 μm
beträgt.
Es wird gelehrt, dass die Teilchen sogar gesiebt werden, um größere Teilchen
zu entfernen, so dass die verwendeten Teilchen in die definierten
Teilchengrößenbereiche fallen.
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Das
US-Patent 5 485 250, Kashimura et al., ausgegeben am 16. Januar
1996, beschreibt ein elektrophotographisches Abbildungselement mit
einer Oberflächenschicht,
die ein Binderharz und fluor- oder siliciumhaltige Teilchen enthält. Die
verwendeten Teilchen sind u.a. Tetrafluorethylen und Polydimethylsiloxane
und haben einen Durchmesser von etwa 0,01 bis etwa 5 μm, vorzugsweise
von etwa 0,01 bis etwa 0,35 μm.
Diese Vorrichtungen liefern angeblich Farbbilder mit verbesserter
Qualität.
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Das
US-Patent 5 714 248, Lewis, ausgegeben am 3. Februar 1998, beschreibt
ein elektrophotographisches Abbildungselement, das eine Beschichtung
umfasst, die ein Harz, elektrisch leitende Metalloxidteilchen und
isolierende Teilchen (wie z.B. pyrogene Kieselsäure, die bevorzugt ist, undotiertes
Zinkoxid und undotiertes Titandioxid) enthält.
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Das
US-Patent 5 733 698, Lehman et al., ausgegeben am 31. März 1998,
beschreibt einen elektrophotographischen Photorezeptor, der angeblich
die Perlenbildung der Tonerträgerflüssigkeit
auf der Photorezeptoroberfläche
steuert, enthaltend ein elektroleitendes Substrat, eine photoleitende
Schicht, eine Zwischenschicht und eine äußere Trennschicht. Die Oberfläche der
Trennschicht muss wenigstens eine Mindest-Rauhigkeit besitzen, die durch Einbau
von Füllmaterialien,
einschließlich
Polystyrolperlen und Acrylteilchen (mit einem mittleren Teilchendurchmesser
von etwa 10 bis etwa 50000 nm), bereitgestellt wird.
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Das
US-Patent 5 021 309, Yu, ausgegeben am 4. Juni 1991, beschreibt
den Einbau von teilchenförmigen
Materialien in die Anti-Curl-Schicht eines elektrophotographischen
Abbildungssystems, um einen verringerten Oberflächenreibungskoeffizienten und
eine verbesserte Abriebfestigkeit ohne nachteilige Wirkungen auf
die optischen und mechanischen Eigenschaften des Systems zu ergeben.
Die offenbarten teilchenförmigen
Materialien sind u.a. Fluorkohlenstoffpolymere, Fettsäureamide,
Polyethylenwachse, Polypropylenwachse und Stearate mit einem Teilchengrößendurchmesser
im Bereich von etwa 0,1 bis etwa 4,5 μ bei einem mittleren Teilchendurchmesser
von etwa 2,5 μ.
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Das
US-Patent 5 686 214, Yu, ausgegeben am 11. November 1997, beschreibt
ein elektrophotographisches Abbildungssystem, das eine Grundstreifenschicht
enthält,
umfassend eine Dispersion aus leitenden Teilchen und festen organischen
Teilchen in einem filmbildenden Bindemittel. Die offenbarten organischen
Teilchen sind u.a. feinstgemahlene wachsartige Polyethylenteilchen
mit einer Teilchengröße von etwa
0,1 bis etwa 5 μm.
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Das
US-Patent 5 725 983, Yu, ausgegeben am 10. März 1998, beschreibt den Einbau
einer Mischung aus anorganischen und organischen Teilchen in die
Ladungstransportschicht, die Anti-Curl-Schicht oder die Grundstreifenschicht
eines elektrophotographischen Photorezeptors. Offenbarte geeignete
Teilchen sind u.a. wachsartige Polyethylenteilchen mit einem Durchmesser
im Bereich von etwa 0,1 bis etwa 4,5 μm bei einem mittleren Teilchendurchmesser
von etwa 2,5 μm.
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Das
US-Patent 4 784 928, Karr et al., ausgegeben am 15. November 1988,
beschreibt den Einbau von Teilchen in die äußere Schicht eines elektrophotographischen
Abbildungselements, um die Freisetzung von Toner von dem Element
auf Papier zu erleichtern. Teilchen, die als in dieser Hinsicht
geeignet beschrieben werden, sind u.a. Tetrafluorethylen und Polyolefinwachse.
Eine Diskussion über
die Teilchengröße fehlt,
sie scheinen jedoch ziemlich klein zu sein; in einem Beispiel beträgt die Teilchengröße 2 μ, und die
gesamte gebildete Schicht ist nur 0,1 μm dick.
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Das
US-Patent 5 385 797, Nagahara et al., ausgegeben am 31. Januar 1995,
beschreibt ein elektrophotographisches Abbildungselement, das eine äußere Schutzschicht
enthält,
umfassend ein Binderharz und ein teilchenförmiges elektroleitendes Material,
das mit einer Siloxanverbindung überzogen
ist. Die in dieser Schicht verwendeten Teilchen sind sehr klein
und haben einen Durchmesser von weniger als etwa 0,3 μ, vorzugsweise
von weniger als etwa 0,1 μm.
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Das
US-Patent 5 504 558, Ikezue, ausgegeben am 2. April 1996, beschreibt
ein elektrophotographisches Abbildungselement, das ein fluorhaltiges
teilchenförmiges
Harz in seiner Oberflächenschicht
enthält. Die
verwendeten Teilchengrößen betragen
etwa 0,01 bis etwa 10 μm,
vorzugsweise etwa 0,05 bis etwa 2 μm. Es existiert kein Vorschlag,
ein teilchenförmiges
Harz in die Ladungstransportschicht einzubauen. Das Wesentliche
der Erfindung ist die Auswahl eines speziellen Binderharzes für die Oberflächenschicht
und die lichtempfindliche Schicht, um eine gute Bildqualität bei größerer Haltbarkeit
zu ergeben.
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Das
US-Patent 5 610 690, Yoshihara et al., ausgegeben am 11. März 1997,
beschreibt ein elektrophotographisches Abbildungselement mit einem
Gleitharzpulver in seiner Oberflächenschicht
und einem Abstandselement in Kontakt mit dieser Oberflächenschicht.
Die Oberfläche
sorgt angeblich für
eine gute Bildqualität ohne
Beschädigung
der Oberflächenschicht
oder dass dies zu einem Ablösen
von der lichtempfindlichen Schicht führt. Teilchen, die als geeignet
offenbart werden, sind u.a. fluorhaltige Harzpulver (die bevorzugt
sind), Polyolefinharzpulver und siliciumhaltige Harzpulver.
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Wie
zu erkennen ist, offenbart keines dieser Patente Photoleiterelemente,
die relativ große
wachsartige Polyolefinteilchen mit einer Teilchengröße von etwa
6 μm–12 μm in ihrer
Ladungstransportschicht besitzen. Tatsächlich lehrt der Stand der
Technik, dass Teilchen größer als
4,5 μm Probleme
im Zusammenhang mit einem Photoleiter erzeugen, indem einfallendes
Licht gestreut wird oder die elektrischen Eigenschaften des Photoleiters
gestört
werden.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein elektrophotographisches Abbildungselement,
das eine Ladungstransportschicht umfasst, die ein thermoplastisches
filmbildendes Bindemittel, ein Ladungstransportmolekül und eine
homogene Dispersion aus einem Polyolefinwachs mit niedriger Oberflächenenergie,
ausgewählt
aus der Gruppe, bestehend aus Polyethylen, Polypropylen und Mischungen
davon, in Teilchenform mit einem mittleren Teilchendurchmesser von
etwa 6 bis etwa 12 μm.
Diese elektrophotographischen Abbildungsvorrichtungen weisen eine
dramatisch verringerte Endversiegelungs- und Papierbereichsabnutzung sowie eine
verringerte positive elektrische Ermüdung bei der Verwendung auf.
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Insbesondere
betrifft die vorliegende Erfindung ein elektrophotographisches Element,
umfassend:
- (a) ein Bodenflächenelement,
- (b) eine ladungserzeugende Schicht, die von dem Bodenflächenelement
getragen wird, umfassend eine wirksame Menge eines lichtempfindlichen
Farbstoffs, dispergiert in einem Bindemittel, und
- (c) eine Ladungstransportschicht, die von der ladungserzeugenden
Schicht getragen wird, enthalten etwa 25 Gew.-% bis etwa 65 Gew.-%
eines Ladungstransportmoleküls
(vorzugsweise eines Hydrazons, wie z.B. DEH), etwa 35 Gew.-% bis
etwa 65 Gew.-% eines thermoplastischen filmbildenden Bindemittelharzes
und etwa 0,1 Gew.-% bis etwa 10 Gew.-% eines Polyolefinwachses mit
niedriger Oberflächenenergie,
ausgewählt
aus der Gruppe, bestehend aus Polyethylen, Polypropylen und Mischungen
davon, in Teilchenform mit einem mittleren Teilchendurchmesser von
etwa 6 bis etwa 12 μm,
homogen dispergiert in der Ladungstransportschicht.
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So
wie hier verwendet, sind alle Prozentangaben, Anteile und Teilangaben "auf das Gewicht bezogen", falls nichts anderes
angegeben ist.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Die
Photoleiter der vorliegenden Erfindung finden in Vorrichtungen zur
elektrophotographischen Vervielfältigung
Anwendung, wie z.B. in Kopierern und Druckern, und können allgemein
als schichtförmige
Photoleiter charakterisiert werden, bei dem eine Schicht (die ladungserzeugende
Schicht) Licht absorbiert und als Folge davon Ladungsträger erzeugt,
während
eine zweite Schicht (die Ladungstransportschicht) diese Ladungsträger an die
exponierte Oberfläche
des Photoleiters transportiert.
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Obwohl
diese Vorrichtungen häufig
separate Ladungserzeugungs- und Ladungstransportschichten besitzen,
wobei die Ladungstransportschicht über der ladungserzeugenden
Schicht liegt, ist es auch möglich, die
Ladungserzeugungs- und Ladungstransportfunktionen in einer einzigen
Schicht im Photoleiter zu kombinieren.
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In
der Photoleiterstruktur wird ein Substrat, das flexibel (wie z.B.
eine flexible Bahn oder ein flexibles Band) oder starr (wie z.B.
eine Trommel) sein kann, gleichmäßig mit
einer dünnen
Schicht aus metallischem Aluminium beschichtet. Die Aluminiumschicht
dient als elektrische Bodenfläche.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform
wird das Aluminium anodisiert, wodurch aus der Aluminiumoberfläche eine
dickere Aluminiumoxidoberfläche
(mit einer Dicke von 2 bis 12 μm,
vorzugsweise von 4 bis 7 μm)
wird. Das Bodenflächenelement kann
eine Metallplatte (zum Beispiel hergestellt aus Aluminium oder Nickel),
eine Metalltrommel oder -folie, eine Kunststofffolie, auf die zum
Beispiel Aluminium, Zinnoxid oder Indiumoxid im Vakuum aufgedampft
wurde, oder eine mit leitender Substanz beschichte Papier- oder
Kunststofffolie oder -trommel sein.
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Die
Aluminiumschicht wird dann mit einer dünnen ladungserzeugenden Schicht
mit konstanter Dicke beschichtet, die ein lichtempfindliches Farbstoffmaterial,
dispergiert in einem Bindemittel, enthält. Schließlich wird auf die ladungserzeugende
Schicht eine Ladungstransportschicht mit konstanter Dicke aufgebracht.
Die Ladungstransportschicht umfasst ein thermoplastisches filmbildendes
Bindemittel, ein Ladungstransportmolekül und eine homogene Dispersion
aus einem teilchenförmigen
Polyolefinwachs mit niedriger Oberflächenenergie, ausgewählt aus
der Gruppe, bestehend aus Polyethylen, Polypropylen und Mischungen
davon, mit einem mittleren Teilchendurchmesser von 6 bis 12 μ.
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Im
Falle einer Einschichtstruktur umfasst die lichtempfindliche Schicht
ein ladungserzeugendes Material, ein Ladungstransportmaterial, ein
Bindemittelharz und die Polyolefinwachsteilchen.
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Die
Dicke der verschiedenen Schichten in der Struktur ist von Bedeutung
und ist den Fachleuten gut bekannt. Bei einem typischen Photoleiter
hat die Bodenflächenschicht
eine Dicke von 0,01 bis 0,07 μm,
die ladungserzeugende Schicht hat eine Dicke von 0,05 bis 5,0 μm, vorzugsweise
von 0,1 bis 2,0 μm,
besonders bevorzugt von 0,1 bis 0,5 μm, und die Ladungstransportschicht
ist 10 bis 25 μm,
vorzugsweise 20 bis 25 μm, dick.
Wenn eine Sperrschicht zwischen der Bodenfläche und der ladungserzeugenden
Schicht verwendet wird, hat sie eine Dicke von 0,05 bis 2,0 μm. Wenn eine
einzige Ladungserzeugungs-/Ladungstransportschicht verwendet wird,
hat die Schicht im Allgemeinen eine Dicke von 10 bis 25 μm.
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Bei
der Bildung der ladungserzeugenden Schicht, die bei der vorliegenden
Erfindung verwendet wird, wird eine Feindispersion von kleinen lichtempfindlichen
Farbstoffmaterialteilchen in einem Bindemittelmaterial gebildet,
und mit dieser Dispersion wird das Bodenflächenelement beschichtet. Dies
geschieht in der Regel durch Herstellen einer Dispersion, die den
lichtempfindlichen Farbstoff, das Bindemittel und ein Lösungsmittel enthält, Beschichten
des Bodenflächenelements
mit der Dispersion und Trocknen der Beschichtung.
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Jedes
beliebige lichtempfindliche Farbstoffmaterial, das im Stand der
Technik als in Photoleitern geeignet bekannt ist, kann bei der vorliegenden
Erfindung verwendet werden. Beispiele für solche Materialien gehören zu irgendwelchen
der folgenden Klassen:
- (a) Polynukleare Chinone,
z.B. Anthanthrone
- (b) Chinacridone
- (c) Von Naphthalin-1,4,5,8-tetracarbonsäure hergeleitete Pigmente,
wie z.B. Perinone
- (d) Phthalocyanine und Naphthalocyanine, z.B. H2-Phthalocyanin
in X-Kristallform (siehe zum Beispiel US-Patent 3 357 989), Metallphthalocyanine
und Naphthalocyanine (einschließlich
denjenigen mit zusätzlichen
Gruppen, gebunden an das Zentralmetall).
- (e) Indigo- und Thioindigo-Farbstoffe
- (f) Benzothioxanthen-Derivate
- (g) Von Perylen-3,4,9,10-tetracarbonsäure hergeleitete Pigmente,
einschließlich
Kondensationsprodukte mit Aminen (Paralendiimiden) und o-Diaminen
(Perylenbisimidazolen)
- (h) Polyazopigmente, einschließlich Bisazo-, Trisazo- und
Tetrakisazopigmente
- (i) Squarylium-Farbstoffe
- (j) Polymethin-Farbstoffe
- (k) Farbstoffe, die Chinazolingruppen enthalten (siehe zum Beispiel
die UK-Patentschrift
1 416 602)
- (l) Triarylmethan-Farbstoffe
- (m) Farbstoffe, die 1,5-Diaminoanthrachinongruppen enthalten
- (n) Thiapyryliumsalze
- (o) Azuleniumsalze und
- (p) Pyrrolopyrrol-Pigmente.
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Solche
Materialien sind in größerem Detail
in dem US-Patent 5 190 817, Terrell et al., ausgegeben am 2. März 1993,
beschrieben.
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Die
bevorzugten lichtempfindlichen Farbstoffe zur Verwendung bei der
vorliegenden Erfindung sind Phthalocyanin-Farbstoffe, die den Fachleuten
gut bekannt sind. Beispiele für
solche Materialien werden in dem US-Patent 3 816 118 von Byrne,
ausgegeben am 11. Juni 1974, gelehrt. Jedes beliebige geeignete
Phthalocyanin kann verwendet werden, um den Ladungserzeugungsschichtteil
der vorliegenden Erfindung zu erzeugen. Das verwendete Phthalocyanin
kann in einer beliebigen geeigneten kristallinen Form verwendet
werden. Es kann unsubstituiert sein, entweder (oder sowohl als auch)
in den sechsgliedrigen aromatischen Ringen und/oder an den Stickstoffen
der fünfgliedrigen
Ringe. In Moser & Thomas,
Phthalocyanine Compounds, Reinhold Publishing Company, 1963, werden
geeignete Materialien beschrieben und deren Synthese angegeben. Besonders
bevorzugte Phthalocyaninmaterialien sind diejenigen, bei denen das
Metall in der Mitte der Struktur Titan ist (d.h. Titanylphthalocyanine),
und die metallfreien Phthalocyanine. Die metallfreien Phthalocyanine sind
ebenfalls besonders bevorzugt, insbesondere die X-Kristallform metallfreier
Phthalocyanine. Solche Materialien sind in US-Patent 3 357 989,
Byrne et al., ausgegeben am 12. Dezember 1967, US-Patent 3 816 118, Byrne,
ausgegeben am 11. Juni 1974, und US-Patent 5 204 200, Kobata et
al., ausgegeben am 20. April 1993, offenbart. Das nichtmetallische
Phthalocyanin vom X-Typ wird dargestellt durch die Formel:
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Solche
Materialien sind zum Beispiel unter der Handelsbezeichnung Progen-XPC
von Zeneca Colours Company in einer elektrophotographischen Güte mit sehr
hoher Reinheit erhältlich.
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Als
Bindemittel wird vorzugsweise ein Polymer mit hohem Molekulargewicht
mit hydrophoben Eigenschaften und guten Bildungseigenschaften für einen
elektrisch isolierenden Film bevorzugt. Diese filmbildenden Polymere
mit hohem Molekulargewicht sind u.a. zum Beispiel die folgenden
Materialien, ohne jedoch darauf beschränkt zu sein: Polycarbonate,
Polyester, Methacrylharze, Acrylharze, Polyvinylchloride, Polyvinylidenchloride,
Polystyrole, Polyvinylbutyrale, Ester-Carbonat-Copolymere, Polyvinylacetate,
Styrol-Butadien-Copolymere, Vinylidenchlorid-Acrylonitril-Copolymere,
Vinylchlorid-Vinylacetat-Copolymere,
Vinylchlorid-Vinylacetat-Maleinsäureanhydrid-Copolymere,
Siliconharze, Siliconalkydharze, Phenolformaldehydharze, Styrolalkydharze
und Poly-N-vinylcarbazole.
Diese Bindemittel können
in Form eines einzelnen Harzes oder in einer Mischung aus zwei oder
mehreren Harzen verwendet werden.
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Bevorzuge
Materialien sind u.a. das Bisphenol A und die Bisphenol A-Bisphenol
TMC-Copolymere, die nachstehend beschrieben sind, Polyvinylchloride
mit mittlerem Molekulargewicht, Polyvinylbutyrale, Ester-Carbonat-Copolymere
und Mischungen davon. Die als Bindemittel geeigneten Polyvinylchlorid-Verbindungen
haben ein mittleres Molekulargewicht (massegemittelt) von 25000
bis 300000, vorzugsweise von 50000 bis 125000, besonders bevorzugt
von 80000. Das PVC-Material kann eine Vielzahl von Substituenten,
einschließlich
Chlor, Oxiran, Acrylonitril oder Butyral, enthalten, obwohl das
bevorzugte Material unsubstituiert ist. Polyvinylchloridmaterialien,
die sich bei der vorliegenden Erfindung eignen, sind den Fachleuten
gut bekannt. Beispiele für
solche Materialien sind im Handel als GEON 110X426 von der GEON
Company erhältlich. Ähnliche
Polyvinylchloride sind auch von der Union Carbide Corporation erhältlich.
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Bisphenol
A mit der nachstehend angegebenen Formel ist hier ein geeignetes
Bindemittel:
wobei
jedes X ein C
1-C
4-Alkyl
ist und n etwa 20 bis etwa 200 ist.
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Die
oben genannten Bisphenol-Bindemittel sind Copolymere von Bisphenol
A und Bisphenol TMC. Dieses Copolymer hat die folgende Strukturformel:
wobei
a und b derart sind, dass das Gewichtsverhältnis von Bisphenol A zu Bisphenol
TMC 30:70 bis 70:30, vorzugsweise 35:65 bis 65:35, besonders bevorzugt
40:60 bis 60:40, beträgt.
Das Molekulargewicht (massegemittelt) des Polymers beträgt 10000
bis 100000, vorzugsweise 20000 bis 50000, besonders bevorzugt 30000
bis 40000.
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Bei
der Bildung der ladungserzeugenden Schicht wird in dem Bindemittelmaterial
eine Mischung aus dem lichtempfindlichen Farbstoff gebildet. Die
Menge an verwendetem lichtempfindlichem Farbstoff ist die Menge,
die bewirkt, dass in dem Photoleiter die Ladungserzeugungsfunktion
bereitgestellt wird. Diese Mischung enthält im Allgemeinen 10 Teile
bis 50 Teile, vorzugsweise 10 Teile bis 30 Teile, besonders bevorzugt 20
Teile, der lichtempfindlichen Farbstoffkomponente und 50 Teile bis
90 Teile, vorzugsweise 70 Teile bis 90 Teile, besonders bevorzugt
80 Teile, der Bindemittelkomponente.
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Die
Mischung aus lichtempfindlichem Farbstoff und Bindemittel wird anschließend zur
weiteren Verarbeitung mit einem Lösungsmittel oder Dispersionsmedium
vermischt. Das ausgewählte
Lösungsmittel
sollte: (1) für
Polymere mit hohem Molekulargewicht ein echtes Lösungsmittel sein, (2) mit allen
Komponenten nichtreaktiv sein und (3) eine geringe Toxizität besitzen.
Beispiele für
Dispersionsmittel/Lösungsmittel,
die bei der vorliegenden Erfindung entweder alleine oder in Kombination
mit bevorzugten Lösungsmitteln
verwendet werden können,
sind u.a. Kohlenwasserstoffe, wie z.B. Hexan, Benzol, Toluol und
Xylol; halogenierte Kohlenwasserstoffe, wie z.B. Methylenchlorid,
Methylenbromid, 1,2-Dichlorethan, 1,1,2-Trichlorethan, 1,1,1-Trichlorethan,
1,2-Dichlorpropan, Chloroform, Bromoform und Chlorbenzol; Ketone,
wie z.B. Aceton, Methylethylketon und Cyclohexanon; Ester, wie z.B.
Ethylacetat und Butylacetat; Alkohole, wie z.B. Methanol, Ethanol,
Propanol, Butanol, Cyclohexanol, Heptanol, Ethylenglycol, Methylcellosolve,
Ethylcellosolve und Cellosolveacetat und Derivate davon; Ether und
Acetale, wie z.B. Tetrahydrofuran, 1,4-Dioxan, Furan und Furfural;
Amine, wie z.B. Pyridin, Butylamin, Diethylamin, Ethylendiamin und
Isopropanolamin; Stickstoffverbindungen, einschließlich Amide,
wie z.B. N,N-Dimethylformamid; Fettsäuren und Phenole; und Schwefel-
und Phosphorverbindungen, wie z.B. Schwefelkohlenstoff und Triethylphosphat.
Die bevorzugten Lösungsmittel
zur Verwendung bei der vorliegenden Erfindung sind Methylenchlorid,
Cyclohexanon und Tetrahydrofuran (THF). Die gebildeten Mischungen
umfassen 1% bis 50%, vorzugsweise 2% bis 30%, besonders bevorzugt
5%, der Mischung aus lichtempfindlichem Farbstoff und Bindemittel
und 50% bis 99%, vorzugsweise 90% bis 98%, besonders bevorzugt 95%,
des Lösungsmittels/Dispersionsmediums.
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Die
gesamte Mischung wird dann zermahlen, wobei ein herkömmlicher
Mahlmechanismus verwendet wird, bis die erwünschte Farbstoff-Teilchengröße erreicht
und in der Mischung dispergiert ist. Das organische Pigment kann
zu feinen Teilchen pulverisiert werden, wobei zum Beispiel eine
Kugelmühle,
ein Homogenisator, ein Farbschüttler,
eine Sandmühle,
ein Ultraschall-Dispersionsvorrichtung, eine Reibungsmühle oder
eine Sandmahlvorrichtung verwendet wird. Die bevorzugte Vorrichtung
ist eine Sandmühlen-Mahlvorrichtung.
Der lichtempfindliche Farbstoff hat eine Teilchengröße (nach
dem Mahlen), die vom Submikrometerbereich (z.B. 0,01 μm) bis 5 μm reicht,
wobei eine Teilchengröße von 0,05
bis 0,5 μm
bevorzugt ist. Die Mischung kann dann mit weiterem Lösungsmittel
auf einen Feststoffgehalt von etwa 2–5% versetzt oder verdünnt werden,
wobei eine Viskosität
erhalten wird, die für
die Beschichtung, zum Beispiel durch Tauchbeschichtung, geeignet
ist.
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Anschließend wird
das Bodenflächenelement
mit der ladungserzeugenden Schicht beschichtet. Die Dispersion,
aus der die ladungserzeugende Schicht gebildet wird, wird auf das
Bodenflächenelement
aufgetragen, wobei Verfahren verwendet werden, die im Stand der
Technik gut bekannt sind, einschließlich Tauchbeschichten, Sprühbeschichten, Rakelbeschichten
oder Walzenbeschichten, und dann getrocknet. Das bei der vorliegenden
Erfindung bevorzugt verwendete Verfahren ist die Tauchbeschichtung.
Die Dicke der gebildeten ladungserzeugenden Schicht sollte vorzugsweise
0,1 bis 2,0 μm
betragen, besonders bevorzugt um 0,5 μm. Die Dicke der gebildeten
Schicht wird von dem prozentualen Gehalt an Feststoffen der Dispersion,
in die das Bodenflächenelement
getaucht wird, sowie von der Dauer und Temperatur des Verfahrens
abhängen.
Nachdem das Bodenflächenelement
mit der ladungserzeugenden Schicht beschichtet worden ist, lässt man
es 0 bis 100 Minuten, vorzugsweise 5 bis 60 Minuten, besonders bevorzugt
5 bis 30 Minuten, bei einer Temperatur von 60°C bis 160°C, vorzugsweise etwa 100°C, trocknen.
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Anschließend wird
die Ladungstransportschicht hergestellt und so auf das Bodenflächenelement
aufgetragen, dass sie die ladungserzeugende Schicht bedeckt. Die
Ladungstransportschicht wird aus einer Lösung gebildet, die ein Ladungstransporfmolekül in einem
thermoplastischen filmbildenden Bindemittel enthält und in der die Polyolefinwachsteilchen
homogen dispergiert sind, mit dieser Lösung wird die ladungserzeugende
Schicht beschichtet, und die Beschichtung wird getrocknet.
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Prinzipiell
kann eine große
Klasse von bekannten Loch- oder Elektronentransportmolekülen bei
der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Beispiele für solche
Verbindungen sind u.a. Poly-N-vinylcarbazole und Derivate, Poly-τ-carbazolylglutamat
und Derivate, Pyrol-Formaldehyd-Kondensate und Derivate, Polyvinylpyrol,
Polyvinylphenanthren, Oxazolderivate, Oxadiazolderivate, Imidazolderivate,
9-(p-Diethylaminostyryl)anthracen, 1,1-Bis(4-dibenzylaminophenyl)propan,
Styrylanthracen, Styrylpyrazolin, Arylamine, arylsubstituierte Butadiene,
Phenylhydrazone und α-Stilbenderivate.
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Diese
Ladungstransportmoleküle
oder -molekülsysteme
sind im Stand der Technik gut bekannt. Eine grundlegende Anforderung
an diese organischen Verbindungen mit niedrigem Molekulargewicht
ist, dass die Mobilität
(Positiv-Lochtransfer durch die Schicht) derart sein muss, dass
Ladung die Schicht in einer Zeit durchlaufen kann, die, verglichen
mit der Zeit zwischen der Belichtung und der Bildentwicklung, kurz
ist. Der Lochtransport findet durch den Ladungstransfer von Zuständen, die
mit den Donor/Akzeptor-Funktionalitäten zusammenhängen, statt.
Dies kann als ein Donor/Akzeptor-Elektronentransferverfahren beschrieben
werden. Oxidationspotentialmessungen sowie Ladungsmobilitätsmessungen
wurden verwendet, um die Effizienz von Ladungstransportmolekülen zu untersuchen.
Beispiele für
solche Verbindungen sind in dem US-Patent 5 053 303, Sakaguchi et
al., ausgegeben am 1. Oktober 1991, offenbart. Bevorzugte Ladungstransportmoleküle sind ausgewählt aus
Hydrazonen, Butadienen, Pyrazolinen und Mischungen aus diesen Verbindungen.
Hydrazone, die bei der vorliegenden Erfindung geeignet sind, sind
diejenigen Verbindungen mit der folgenden allgemeinen Formel:

worin R
1,
R
8 und R
9 unabhängig voneinander
Wasserstoff oder ein Niederalkyl bedeuten und R
15 und
R
16 unabhängig voneinander ein Niederalkyl
oder Aryl bedeuten.
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Butadiene,
die bei der vorliegenden Erfindung geeignet sind, sind diejenigen
Verbindungen mit der folgenden allgemeinen Formel:
worin R
3 und
R
4 unabhängig
voneinander ein Niederalkyl bedeuten und R
1,
R
5, R
6, R
10 und R
11 unabhängig voneinander
Wasserstoff oder ein Niederalkyl bedeuten.
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Die
Pyrazolinverbindungen, die bei der vorliegenden Erfindung geeignet
sind, sind diejenigen Verbindungen mit der folgenden Strukturformel:
worin R
3,
R
4, R
12 und R
13 unabhängig
voneinander ein Niederalkyl bedeuten und R
14 eine
Phenolgruppe bedeutet, die einen oder mehrere Substituenten enthalten
kann.
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Hydrazone
sind die für
die Verwendung bei der vorliegenden Erfindung bevorzugten Ladungstransportmoleküle. Das
bevorzugteste Ladungstransportmolekül ist als DEH bekannt, welches
den chemischen Namen p-Diethylaminobenzaldehyd-N,N-diphenylhydrazon
hat. Diese Verbindung hat die folgende Strukturformel:
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Die
in der Ladungstransportschicht der vorliegenden Erfindung verwendeten
Bindemittel sind die oben beschriebenen Bindemittel, die in der
ladungserzeugenden Schicht verwendet werden.
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Die
Ladungstransportschicht enthält
auch Polyolefinwachse mit niedriger Oberflächenenergie in Teilchenform.
Die Wachsteilchen sind in der Ladungstransportschicht homogen dispergiert.
Diese Materialien sind im Stand der Technik gut bekannt und bestehen
aus Polyethylenen, Polypropylenen und Mischungen davon. Vorzugsweise
hat das Polyolefinwachs ein Molekulargewicht (massegemittelt) von
1000 bis 25000, vorzugsweise 1200 bis 20000. Spezielle Beispiele
für solche
bei der vorliegenden Erfindung geeignete Materialien sind u.a. Polypropylene
mit einem Molekulargewicht von etwa 1200 und einem mittleren Teilchendurchmesser
von 8 bis 11 μm
(im Handel als Micropro 200 von Micropowders Inc. Erhältlich);
Polypropylene mit einem Molekulargewicht von etwa 1200 und einem
mittleren Teilchendurchmesser von 6 bis 8 μm (im Handel als Micropro 600
VF von Micropowders Inc.) erhältlich;
modifizierte Polyethylene, die aus Polyethylen mit einem Molekulargewicht
von etwa 2000 und einem mittleren Teilchendurchmesser von 9 bis
11 μm bestehen;
und Polypropylene mit einem Molekulargewicht von etwa 20000 und
einem mittleren Teilchendurchmesser von 8 bis 12 μm (im Handel
als Propylmatte 31 von Micropowders, Inc.) erhältlich. Um bei der vorliegenden
Erfindung geeignet zu sein, haben die Polyolefinteilchen einen mittleren
Teilchendurchmesser von 6 bis 12 μm.
Der Nutzen der vorliegenden Erfindung wird bei Teilchengrößen, die
wesentlich unter 6 μm
liegen, geschmälert.
Bei Teilchengrößen, die
wesentlich über
12 μm liegen,
werden die elektrischen Eigenschaften des Photoleiters nachteilig beeinflusst.
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Die
Mischung aus Ladungstransportmolekül(en), Bindemittel und Polyolefinwachsteilchen
mit einer Zusammensetzung von 25% bis 65%, vorzugsweise 30% bis
50%, besonders bevorzugt 35% bis 45%, des Ladungstransportmoleküls oder
der Ladungstransportmoleküle;
35% bis 65%, vorzugsweise 50% bis 65%, besonders bevorzugt 55% bis
65%, des Bindemittels; und 0,1% bis 10%, vorzugsweise 1,5% bis 5%,
der Polyolefinwachsteilchen wird anschließend formuliert. Die verwendete
Ladungstransportmolekülmenge
ist die Menge, die die Durchführung
der Ladungstransportfunktion in dem Photoleiter bewirkt. Die sowohl
in der Ladungstransportschicht als auch in der ladungserzeugenden
Schicht verwendeten Bindemittel werden in einer Menge verwendet,
die die Durchführung
der Bindemittelfunktion bewirkt. Die Mischung wird so gebildet,
dass die Polyolefinwachsteilchen homogen in der Mischung dispergiert
sind. Diese Mischung wird zu einem Lösungsmittel, wie z.B. einem,
das oben zur Verwendung zur Bildung der Ladungserzeugungsschicht
erörtert
wurde, zugegeben. Bevorzugte Lösungsmittel
sind THF, Cyclohexanon und Methylenchlorid. Vorzugsweise enthält die Lösung 10%
bis 40%, besonders bevorzugt 25%, der Bindemittel/Transportmolekül/Polyolefinwachs-Mischung
und 60% bis 90%, besonders bevorzugt 75%, des Lösungsmittels. Anschließend wird
die ladungserzeugende Schicht und das Bodenflächenelement mit der Ladungstransportschicht
beschichtet, wobei irgendeines der herkömmlichen Beschichtungsverfahren,
die oben erörtert
wurden, verwendet wird. Tauchbeschichten ist bevorzugt. Die Dicke
der Ladungstransportschicht beträgt
im Allgemeinen 10 bis 25 μm,
vorzugsweise 20 bis 25 μm.
Der Prozentsatz an Feststoffen in der Lösung, die Viskosität, die Temperatur
der Lösung und
die Ausziehgeschwindigkeit steuern die Dicke der Transportschicht.
Die Schicht wird üblicherweise
10 bis 120 Minuten, vorzugsweise 30 bis 60 Minuten, bei einer Temperatur
von 60°C
bis 160°C,
vorzugsweise 100°C, wärmegetrocknet.
Nachdem die Transportschicht auf dem elektrophotographischen Element
gebildet wurde, ist eine Vorbehandlung der Schicht entweder durch
UV-Härtung
oder durch thermisches Härten
insofern bevorzugt, als es die Transportmolekülauslaugungsrate insbesondere
bei höheren
Transportmolekülkonzentrationen
weiter verringert.
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Zusätzlich zu
den oben erörterten
Schichten kann zwischen das Bodenflächenelement (Substrat) und die
ladungserzeugende Schicht eine Grundschicht gelegt werden. Diese
ist im Wesentlichen eine Primer-Schicht, die etwaige Fehler in der
Substratschicht überdeckt
und die Gleichmäßigkeit
der ausgebildeten dünnen
Ladungserzeugungsschicht verbessert. Materialien, die verwendet
werden können,
um diese Grundschicht zu bilden, sind u.a. Epoxidharz, Polyamid
und Polyurethan. Es ist auch möglich,
eine Deckschicht (d.h. eine Oberflächenschutzschicht) über die
Ladungstransportschicht zu legen. Diese schützt die Ladungstransportschicht
vor Abnützung
und Abrieb während
des Druckprozesses. Materialien, die verwendet werden können, um
diese Deckschicht zu bilden, sind u.a. Polyurethan, Phenol-, Polyamid-
und Epoxidharze. Diese Strukturen sind den Fachleuten gut bekannt.
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Die
folgenden Beispiele veranschaulichen die Photoleiter der vorliegenden
Erfindung. Diese Beispiele sollen zur Veranschaulichung dienen und
den Umfang der vorliegenden Erfindung nicht einschränken.
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BEISPIEL I
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Die
Materialien, die in den folgenden Beispielen verwendet werden, sind
folgende:
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Makrolon-5208
Polycarbonat (Bayer Corporation, Mn ~34000),
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Titanylphthalocyanin
(Typ IV, SynTec Corporation),
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Polyvinylbutyral
S-Lec-B (Sekisui Chemical Co.) -BX-55Z(Mn ~98000 g/mol),
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N,N'-Diphenyl-N,N'-di(m-tolyl)-p-benzidin
(TPD),
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p-Diethylaminobenzaldehyddiphenylhydrazon
(DEH) (Kodak Corporation).
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Die
in den Beispielen I–III
verwendete Typ-IV-Titanylphthalocyanin-Dispersion wird folgendermaßen hergestellt:
Cyclohexanon (400 g), Methylethylketon (100,67 g) und BX-55Z (32 g) werden
in ein 1-Quart-Metallgefäß gegeben
und in einem Red-Devil-Farbschüttler eine
Stunde geschüttelt.
Nachdem diese Vormischung fertig gestellt ist, wird Titanylphthalocyanin
(68 g) zugegeben und das Gefäß weitere
vier Stunden geschüttelt.
Anschließend
werden Cyclohexanon (25 g) und Methylethylketon (41 g) zugegeben,
um bei der Überführung der
Dispersion in eine Netzsch-Mühle
(Modell LMJ05 von der Netzsch Corporation) behilflich zu sein. Das
Material wird zwei Stunden gemahlen und mit BX-55Z (51,11 g), Cyclohexanon
(63,59 g) und Methylethylketon (4255,67 g) versetzt, gefolgt von
weiteren 30 Minuten zusätzlichen
Rührens.
Dieses Verfahren ergibt eine Dispersion aus 3,0% Feststoffen, 45%
Titanylphthalocyanin und einem Cyclohexanon-Methylethylketon-Verhältnis von
10/90.
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Eine
ladungserzeugende Dispersion wird wie oben beschrieben hergestellt
und anodisierte Aluminiumtrommeln damit tauchbeschichtet. Die Ladungserzeugungsschicht
wird anschließend
fünfzehn
Minuten bei 100°C
getrocknet. Die Ladungserzeugungsschicht wird mit der Ladungstransportschicht
beschichtet und eine Stunde bei 120°C gehärtet.
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Die
Kontroll-Ladungstransportlösung
wird folgendermaßen
hergestellt: THF (227,4 g), 1,4-Dioxan (97,7 g), DC-200 (vier Tropfen),
Savinyl Yellow (Sandoz Corporation, 0,6 g) und DEH (33,3 g) werden
in ein Ein-Liter-Becherglas gegeben. Makrolon 5208 (49,6 g) wird
langsam unter kräftigem
Rühren
zu der gelben Lösung
zugegeben. Die Lösung
enthält
39,9% DEH (bezogen auf die Gesamtfeststoffe) und 20,4% Gesamtfeststoffe
(bezogen auf die Gesamtformulierung). Formulierungen, die 2,5% Polyolefinwachsteilchen
(bezogen auf die Gesamtfeststoffe) enthalten, werden durch Entfernen
von 1,25 g Makrolon 5208 und Zugabe von 1,25 g Polyolefin hergestellt.
Die Dispersion wird 60 Minuten kräftig gerührt. Die verwendeten Polyolefinadditive
sind: Micropro 200 (8–11 μm Polypropylen);
Micropro 600 VF (6–8 μm Polypropylen);
und Polysilk 14 (9–11 μm modifiziertes
Polyethylen). Alle diese Polyolefine sind von Micropowders, Inc.,
im Handel erhältlich.
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Die
optischen Dichten, die Beschichtungsgewichte und die Anfangsspannung
vs. Energiekurven werden in einem elektrostatischen Tester gemessen,
und die Ergebnisse sind in Tabelle 1 zusammengefasst. Tabelle
1 – Zusammenfassung
der Beschichtungseigenschaften und anfänglichen elektrostatischen
Eigenschaften für
BEISPIEL I
-
Diese
Trommeln werden dann bis zum Lebensdauerende (EOL) in Lexmark Optra
SE-Druckern (Geschwindigkeit = 32 Seiten pro Minute {ppm}) betrieben.
Die Ermüdungsdaten,
gemessen in dem Drucker, sind in Tabelle 2 zusammengefasst. Tabelle
2 – Zusammenfassung
der Ermüdungsdaten
für BEISPIEL
I.
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Tabelle
2 zeigt die verbesserte elektrische Stabilität (gegenüber der Kontrolle), die durch
die Verwendung der teilchenförmigen
Polyolefinadditive der vorliegenden Erfindung verliehen wird. Man
beachte, dass die Abnutzung im Allgemeinen bei DEH-haltigen Ladungstransportformulierungen
kein Problem darstellt.
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BEISPIEL II
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Eine
Ladungserzeugungsdispersion wird wie oben in Beispiel I beschrieben
hergestellt und damit anodisierte Aluminiumtrommeln beschichtet.
Anschließend
wird die Ladungserzeugungsschicht 15 Minuten bei 100°C getrocknet.
Die Ladungserzeugungsschicht wird mit der Ladungstransportschicht
beschichtet und diese eine Stunde bei 120°C gehärtet.
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Die
Kontroll-Ladungstransportlösung
wird folgendermaßen
hergestellt: THF (227,4 g), 1,4-Dioxan (97,7 g), DC-200 (Dow Corning
Corporation, 4 Tropfen) und TPD (21,4 g) werden in einen Ein-Liter-Becherglas gegeben.
Makrolon 5208 (50,0 g) wird langsam zu der opaken Lösung unter
kräftigem
Rühren
zugegeben. Die gebildete Lösung
enthält
30% TPD (bezogen auf die Gesamtfeststoffe) und 18% Gesamtfeststoffe
(bezogen auf die Gesamtformulierung). Formulierungen, die 1,0% (bezogen
auf die Gesamtfeststoffe) Polyolefin enthalten, werden durch Entfernen
von 0,5 g Makrolon 5208 und Zugabe von 0,5 g Polyolefinadditiven
hergestellt. Die Dispersionen werden 60 Minuten kräftig gerührt. Die
verwendeten Polyolefinadditive sind: Polysilk 14 und Micropro 600
VF.
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Die
optischen Dichten, die Beschichtungsgewichte und die Anfangsspannung
vs. Energiekurven werden in einem elektrostatischen Tester gemessen,
und die Ergebnisse sind in Tabelle 3 zusammengefasst. Tabelle
3 – Zusammenfassung
der Beschichtungseigenschaften und anfänglichen elektrostatischen
Eigenschaften für
BEISPIEL II
-
Diese
Trommeln wurden dann bis zum EOL in Lexmark Optra SE-Druckern (Geschwindigkeit
= 32 ppm) betrieben. Die Ermüdungs-
(elektrische Daten, gemessen in dem Drucker) und Abnutzungsdaten
sind in Tabelle 4 zusammengefasst. Tabelle
4 – Zusammenfassung
der Ermüdungs-
und Abnutzungsdaten für
BEISPIEL II
-
Tabelle
4 zeigt die verbesserte elektrische Stabilität (gegenüber der Kontrolle), die durch
die Verwendung von Polyolefinwachs-Ladungstransportadditiven verliehen
wird. Die Verwendung von 1% Polyolefin verbessert auch sowohl die
Endversiegelungs- als auch die Papierbereichsabnutzung.
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BEISPIEL III
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Eine
Ladungserzeugungsdispersion wird wie in dem obigen Beispiel I beschrieben
hergestellt und damit anodisierte Aluminiumtrommeln beschichtet.
Anschließend
wird die Ladungserzeugungsschicht 15 Minuten bei 100°C getrocknet.
Die Ladungserzeugungsschicht wird mit der Ladungstransportschicht
beschichtet und diese eine Stunde bei 120°C gehärtet.
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Die
Kontroll-Ladungstransportlösung
wird folgendermaßen
hergestellt: THF (41,1 g), 1,1-Dioxan (146,6 g), DC-200 (Dow Corning
Corporation, 6 Tropfen) und TPD (32,1 g) werden in einen Ein-Liter-Becherglas
gegeben. Makrolon 5208 (75,0 g) wird langsam zu der opaken Lösung unter
kräftigem
Rühren
zugegeben. Eine Formulierung, die 2,5% (bezogen auf die Gesamtfeststoffe)
Polyolefinteilchen enthält,
wird durch Entfernen von 2,85 g Makrolon 5208 und Zugabe von 2,85
g Propylmatte 31 (8–12 μm), Polypropylen)
hergestellt. Die Dispersion wird 60 Minuten kräftig gerührt.
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Die
optischen Dichten, die Beschichtungsgewichte und die Anfangsspannung
vs. Energiekurven, gemessen in einem elektrostatischen Tester, sind
in Tabelle 5 zusammengefasst. Tabelle
5 – Zusammenfassung
der Beschichtungseigenschaften und anfänglichen elektrostatischen
Eigenschaften für
BEISPIEL III.
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Diese
Trommeln werden bis zum Lebensdauerende in Lexmark Optra SE-Druckern (Geschwindigkeit =
32 ppm) betrieben. Die Ermüdungs-
(elektrische Daten, gemessen in dem Drucker) und Abnutzungsdaten sind
in Tabelle 6 zusammengefasst. Tabelle
6 – Zusammenfassung
der Ermüdungs-
und Abnutzungsdaten für
BEISPIEL II
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Tabelle
6 zeigt die verbesserte elektrische Stabilität (gegenüber der Kontrolle), die durch
die Verwendung von Polyolefinwachsteilchenadditiven verliehen wird.
Die Verwendung von 2,5% Polyolefin verbessert auch sowohl die Endversiegelungs-
als auch die Papierbereichsabnutzung.
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BEISPIEL IV
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Trommeln,
die durch Anwendung der in den vorhergehenden Beispielen beschriebenen
Verfahren hergestellt wurden, werden in einem elektrostatischen
Drucker betrieben, um das Ausmaß der
elektrischen Ermüdung
unabhängig
von Druckerwechselwirkungen zu ermitteln. Tabelle 9 zeigt die Änderung
(zunächst
1k-Betrieb) der Spannung für
den Hochenergieentladungsbereich (0,6–1,0 μJ/cm2)
für Formulierungen,
die eine TPD-Entladungstransportschicht
und eine Titanylphthalocyanin-Typ-IV-Ladungserzeugungsschicht enthalten.
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Tabelle
9 – Zusammenfassung
der erzwungenen Alterung von Titanylphthalocyanin
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Alle
Additive überkompensieren
die in dem Satz Kontrolltrommeln festgestellte positive Ermüdung. Diese
Kompensation kann durch Einstellen der Menge an Additiv auf der
Elektrophotoleitertrommel variiert werden.