-
Diese
Erfindung betrifft eine Anlage und ein Verfahren zum Züchten von
Krustentierlarven. Diese Erfindung findet besonders, aber nicht
ausschließlich,
Anwendung bei der Anlage und dem Verfahren zum Züchten von Thenus spp., und
zu Anschauungszwecken wird auf eine solche Anwendung Bezug genommen.
Jedoch können
diese Erfindung und erfinderische Teile davon selbstverständlich auch
für andere
Anwendungszwecke, wie für
Langusten- und Bärenkrebslarven,
angewandt werden.
-
Es
wurden viele Versuche zur Entwicklung von Strategien zur Larvenzucht
handelsüblicher
Krustentierarten unternommen. Bislang konzentrierten sich diese
auf die Entwicklung von Strategien für die Arten von Langusten- und Bärenkrebslarven.
In Tabelle 1 werden diese Verfahren zusammengefasst dargestellt.
-
-
-
In
Tabelle 2 ist eine Chronologie von Versuchen zum Züchten von
Larven dargestellt.
-
-
Die
derzeit vier wichtigsten und bei der Forschung am gebräuchlichsten
Tanksysteme zum Züchten von
Langusten- und Bärenkrebslarven
sind, für
die Kaplanguste (Jasus edwardsii), die vom Tasmanischen Institut
für Aquakultur
und Fischerei (TAFI) entwickelten Systeme, für J. edwardsii und die Neuseelandlanguste (Jasus
verreauxi) die vom neuseeländischen
Nationalen Institut für
Wasser- und Atmosphärenforschung
(NIWA) entwickelten Systeme, für
die Japanische Languste (Panulirus japonicus) das vom Institut für Fischereiforschung
von Mie (FRIM), der Gesellschaft für japanische Marikultur (JSFA)
und des Forschungsinstituts für Wissenschaft
und Technologie der Science University von Tokio für ganz Japan
entwickelte System. Die ausführlichen
Eigenschaften dieser Systeme und die veröffentlichten Ergebnisse sind
folgende:
- 1. (TAFI)
- – Kaplanguste
- – 10
l Wasser in 30-l-Tanks
- – Lagerdichte
von 20 frisch geschlüpften
Larven je Liter
- – Keine
Juvenile erhalten.
- 2. Tanksystem mit Auftrieb (NIWA)
- – Kaplanguste
- – Kombination
von 4 × 72-l-Tanks
- – Lagerdichte
von 26 frisch geschlüpften
Larven je Liter
- – Nur
ein Juvenil überlebte
1990
- 3. Tanksystem ohne Wasserbewegung (FRIM)
- – Japanische
Languste
- – 150–180 l in
200-l-Tanks
- – Lagerdichte
von 20 frisch geschlüpften
Larven je Liter
- – Weniger
als 1% Überlebensrate
bis zum juvenilen Stadium
(bis zu 10 Juvenile)
- 4. (JSFA)
- – Japanische
Languste
- – 150–180 l in
200-l-Tanks
- – Lagerdichte
von 20 frisch geschlüpften
Larven je Liter bis zu 1 Larve im letzten Stadium je Liter
- – Etwa
1% überlebte
bis zum juvenilen Stadium
(bis zu 100 Juvenile)
-
Das
US-amerikanische Patent 5,353,745 beschreibt ein geschlossenes Aquakultursystem,
das einen Tank mit einem wasserhaltigen Medium, Mittel zum Zuführen von
Nährstoffen
in den Tank, Mittel zum selektiven Ablassen des wasserhaltigen Mediums
aus dem Tank, Mittel zum Entfernen von Feststoffen aus dem wasserhaltigen
Medium, das aus dem Tank entfernt wurde, Mittel zum Sterilisieren
des wasserhaltigen Mediums, das aus dem Tank entfernt wurde, nicht
biologische Mittel zum Entfernen von Giftstoffen aus dem wasserhaltigen
Mittel, das aus dem Tank entfernt wurde, Mittel, um das wasserhaltige
Medium, das aus dem Tank entfernt wurde, in einen gleichmäßigen Zustand
zu bringen, der für
das Wachstum und Überleben
der wichtigsten Arten geeignet ist und Mittel zur Rückführung des
wasserhaltigen Mediums in den Tank, nachdem das wasserhaltige Medium
wie oben beschrieben behandelt wurde, umfasst. Neben den Wiedergewinnungsproblemen
in Verbindung mit der beschriebenen Anlage und dem Verfahren, ist
die Beschreibung typisch für
Konstruktionen, die hohe Sterblichkeitsraten ergaben.
-
Thenus
spp., allgemein bekannt als Tiere aus der Moreton Bay, Bärenkrebs
und Bay-Lobster, findet man entlang der gesamten Nordküste Australiens,
von der Shark Bay in Westaustralien bis Coffs Harbour im nördlichen
Neu-Süd-Wales (Kailola et
al., 1993). Es gibt zwei Thenusarten: Schlammkrebse (Thenus sp.)
und Sandkrebse (Thenus orientalis). Schlammkrebse sind überall braun
und haben braune Streifen auf ihren Beinen, während Sandkrebse überall gefleckt
sind und Tupfen auf ihren Beinen haben. Schlammkrebse bevorzugen
feinen Schlamm als Untergrund und werden üblicherweise aus küstennahen
Gewässern
mit einer Tiefe von 10 bis 30 Metern gefischt. Sandkrebse bevorzugen
Böden mit
größeren, grobkörnigeren
Partikeln und werden gewöhnlich
aus einer Tiefe von 30 bis 60 Metern an den Küstenfelsen und vor der Küste gefischt.
-
Derzeit
wird nirgendwo auf der Welt kommerzielle Aquakultur mit Tieren aus
der Moreton Bay betrieben. Die größte Hürde bei der Kommerzialisierung
ist die Schwierigkeit, die Krebse durch die Larvenstadien zu bringen.
Wie andere Bärenkrebs-
oder Langustenarten haben Tiere aus der Moreton Bay ein sehr charakteristisches
abgeflachtes Larvenstadium, genannt Phyllosoma-Larven. Sie zirkulieren
im Plankton, steigen und fallen in der Wassersäule und dies macht es schwierig,
die Kulturumgebung anzupassen.
-
Jedoch
wurden kürzlich
umfangreiche Studien über
die Kulturbedingungen für
Phyllosoma-Larven von Tieren aus der Moreton Bay durchgeführt, die
besagen, dass die kommerzielle Aquakultur dieser Arten (Mikami,
1995) ein großes
Potenzial hat. Phyllosoma-Larven von Tieren aus der Moreton Bay
durchlaufen in 25 bis 35 Tagen vier Larvenstadien mit einer hohen Überlebensrate
im kleinen Maßstab
und brauchen ein Jahr, um eine handelsübliche Größe von 250 g zu erreichen.
-
Nach
der von Mikami (1995) durchgeführten
Studie wurde vom jetzigen Bewerber während der letzten fünf Jahre
weiter Forschung betrieben. Das Hauptziel dieser Studie ist die
Kommerzialisierung der Aquakultur von Tieren aus der Moreton Bay
und weg vom kleinen experimentellen Rahmen. Bis heute war das einzige und
größte Problem
die Lösung
der technischen Gesichtspunkte bei der Larvenzucht von Tieren aus
der Moreton Bay.
-
Ein
Aspekt dieser Erfindung ist ein Verfahren zur Aufzucht von Langusten-
oder Bärenkrebslarven
der Artengruppe Thenus spp., einschließlich der folgenden Schritte:
Bereitstellen
eines ringförmigen
Tanks, der angepasst ist, um bis zu einer Tiefe von mindestens 10
cm bis weniger als 1 Meter ein Larvenaufzuchtmedium zu enthalten;
Kontinuierliches
Zuführen
eines im Wesentlichen sterilisierten, gefilterten Larvenaufzuchtmediums
in den Tank durch mehrere Auslässe,
die um eine ringförmige
Seitenwand des Tanks angelegt sind und angepasst sind, um eine waagrechte
Zirkulation des Mediums zu verursachen, und mit einer Auslassflussgeschwindigkeit,
die so gewählt
ist, dass eine Verletzung der Larven verhindert wird;
Kontinuierliches
Ablassen des Mediums durch eine die Tanktiefe regulierende Ablassanordnung,
einschließlich
eines Larvensiebs, wobei die hindurch gerichtete Flussgeschwindigkeit
des Mediums so gewählt
ist, dass eine Verletzung der Larven verhindert wird; und
Halten
des Mediums bei einer Temperatur, die so gewählt ist, dass ermöglicht wird,
die Larvenarten durch Steuerung der Temperatur des im Wesentlichen
sterilisierten, gefilterten Larvenaufzuchtmediums aufzuziehen.
-
Ein
weiterer Aspekt dieser Erfindung umfasst im weitesten Sinn eine
Vorrichtung zur Aufzucht von Langusten- oder Bärenkrebslarven der Artengruppe
Thenus spp., einschließlich
einer
Zufuhr von im Wesentlichen sterilisiertem, gefiltertem Larvenaufzuchtmedium;
einem
ringförmigen
Tank, der angepasst ist, um bis zu einer Tiefe von mindestens 10
cm bis weniger als 1 Meter ein Larvenaufzuchtmedium zu enthalten;
mehreren
Auslässen
an einer ringförmigen
Seitenwand des Tanks, die mit der Zufuhr verbunden und angepasst
sind, um eine waagrechte Zirkulation des Mediums in dem Tank bereit
zu stellen und zu verursachen;
Ablassmitteln, umfassend ein
Larvensieb, wobei die hindurch gerichtete Flussgeschwindigkeit des
Mediums so gewählt
ist, dass eine Verletzung der Larven verhindert wird, und so eingestellt
ist, dass ein ausgewählter Füllstand
in dem Tank erhalten bleibt; und
Temperatursteuerungsmitteln
für die
Mediumzufuhr.
-
Der
Tank für
die Larvenaufzucht kann in einem waagrechten Querschnitt rund oder
oval sein, so dass eine kontinuierliche, in eine Richtung verlaufende
Zirkulation beibehalten werden kann. Alternativ kann der Tank für die Larvenaufzucht
einen ringförmigen
Tank umfassen. Als eine weitere Alternative kann der Larvenaufzuchttank
ein ringförmiges
Langstrombecken mit geraden Abschnitten umfassen, die von Endabschnitten geschlossen
werden. Vorzugsweise umfasst das Langstrombecken eine modulare Konstruktion
mit runden und geraden Abschnitten, wobei die linearen Abmessungen
und damit die Haltekapazität
wählbar
sind. Zum Beispiel können
die modularen Elemente aus Kunststoffmaterial geformt und angepasst
sein, um in einer Anordnung verschraubt zu werden, um das Langstrombecken
zu bilden. Die modularen Elemente können mit vorgeformter Fugenabdichtung
versehen werden oder sie können
alternativ mit In-Situ-Abdichtung wie Durosilikon oder anderer Abdichtung
abgedichtet werden.
-
Die
Tanktiefe beträgt
vorzugsweise weniger als einen Meter. Vorzugsweise wird die Wassertiefe
bei etwa 10 bis 20 cm gehalten. Diese relativ flache Tiefe erlaubt
ein häufigeres
Füttern
der Larven. Im Falle der bevorzugten ringförmigen oder der modularen Konstruktion
des Langstrombeckens, kann der Abschnitt des Langstrombeckens beispielsweise
30 cm tief sein. Während
die Breite des Abschnitts jede geeignete und festgelegte Abmessung
haben kann, wird mindestens zum Teil durch die Anordnung der Auslässe des
Aufzuchtmediums eine Abmessung von folglich etwa 30 cm bevorzugt.
-
Für Phyllosoma-Larven
der Tiere aus der Moreton Bay beträgt die artgerechte Lagerdichte
etwa 40 frisch geschlüpfte
Larven je Liter und wird stufenweise auf 10–15 Larven je Liter im letzten
Stadium reduziert.
-
Um
die Dichte des Bodenbereiches in gewerblichen Situationen zu erhöhen, können die
Tanks in Stapeln angeordnet werden.
-
Das
Medium wird entsprechend der zu züchtenden Arten ausgewählt. Im
Allgemeinen ist das Medium Meerwasser oder künstlich erzeugtes Meerwasser
einer ausgewählten
Zusammensetzung, die dem Medium der natürlichen Umgebung entspricht
und in welcher der Organismus in der Wildnis lebt.
-
Die
Wasserauslässe
können
mehrere Düsen
aufweisen. Es kann eine Anzahl an Düsen ausgewählt werden, um die kontinuierliche,
in einer Richtung verlaufende Zirkulation mit einheitlichem Fluss
in dem Kreislauf zu fördern.
Die Anzahl der Düsen
und das Fassungsvermögen
des Tanks können
zum Ausgleichen der volumetrischen Flussgeschwindigkeit genutzt
werden.
-
Die
Flussgeschwindigkeit der Düsen
kann jede ausgewählte
Flussgeschwindigkeit sein, um die Zirkulation im Tank beizubehalten
während
Schürfverletzungen
der Larven vermieden werden. Die Flussgeschwindigkeit wird vorzugsweise
im Bereich von weniger als 4 bis 6 m pro Minute beibehalten, zumindest
während der
frühen
Larvenstadien, ähnlich
denen des ersten Phyllosoma-Larvenstadiums
der Tiere aus der Moreton Bay. Vorzugsweise ist die Flussgeschwindigkeit
die Mindestflussgeschwindigkeit, die der Erhaltung der Zirkulation
des Mediums im Tank entspricht.
-
Die
Auslässe
können
am Boden des Tanks oder auf dem Tank angebracht sein. Zum Beispiel
können die
Auslässe
an einen linearen oder ringförmigen
Zufuhrverteiler angeschlossen sein, der sich am Boden des Tanks
oder jeder anderen Position auf den Tankwänden befindet, einschließlich oberhalb
des Niveaus des Mediums. Es kann ein einzelner oder mehrere Zufuhrverteiler
vorhanden sein. Bei einer Ausführungsform
der Erfindung in Verbindung mit dem bevorzugten modularen Langstrombecken
sind die Auslässe
Schläuche
mit 4-mm-Düsen,
die an 19-mm-Polyethylen-Verteilern
am oberen Abschnitt der Innen- und Außenwände des Langstrombeckens angelegt
sind und nach der Montage der modularen Struktur installiert werden.
Die Auslässe
erstrecken sich hinunter zum Boden des Tanks und die Düsen werden
in die Richtung der gewünschten Zirkulation
ausgerichtet, vorzugsweise leicht einwärts der Wände.
-
Das
Medium kann durch ein kontinuierliches, in eine Richtung verlaufendes
System zugeführt
werden oder es kann eine gewisse Rezirkulation nutzen. Zum Beispiel
kann das Medium, wie Meerwasser, bei einer Zufuhr in eine Richtung
aus einer natürlichen
Zufuhr durch einen 1-μm- Filter und vorzugsweise
einen 0,5-μm-Filter
in einem Haupttank gefiltert werden.
-
Das
Ablassmittel ist vorzugsweise mit einem Sieb mit einer Maschenweite
von etwa 1 mm versehen. Die Flussgeschwindigkeit durch das Sieb
kann in jedem Fall empirisch bestimmt werden. Jedoch ist bevorzugt, dass
die Flussgeschwindigkeit je Einheit viel geringer als die Zuflussgeschwindigkeit
ist und dementsprechend der Oberflächenbereich des Siebs vorzugsweise
maximiert wird. Das Ablassmittel kann dazu verwendet werden, den
Pegel des Mediums im Tank beizubehalten. Dazu kann das Ablassmittel
einen Oberflächenablass
für einen
gewünschten
Pegel von 10–20
cm umfassen. Alternativ kann das Ablassmittel an jeden Pegel in
der Mediumsäule
angebracht sein, wobei der Pegel durch die Mediumzufuhr/Abflussrate
gesteuert ist. In Fällen,
bei denen der Ablass den Pegel steuert, kann dies durch einen mit
einem Sieb versehenen Ablasszulauf mit einem vergrößerten Bereich
relativ zu einem Standrohr bereit gestellt, sein, welches das Medium
der Entsorgung oder Rezirkulation zuführt, wobei die Länge des
Standrohres einstellbar sein kann.
-
Der
Tank kann mit einer Abdeckung oder anderen ausgewählten Mitteln
zur Verhinderung von Lichteinfall in den Tank für ausgewählte Intervalle versehen sein.
Lichteinfall sollte während
den Tagesstunden vom Tank ferngehalten werden, um die Fütterungshäufigkeit
der Larven zu maximieren. Dazu ist der Tank vorzugsweise aus einem
lichtundurchlässigen
Material geformt.
-
Verunreinigung
durch Bakterien, Protozoen oder Pilze ist ein ernstes Problem bei
der Aufzucht von Phyllosoma-Larven.
Die Hauptursachen für
Verunreinigung bei der Larvenaufzucht sind zufließendes Wasser, Nahrung,
die Luft, Handhabung durch Menschen und die Starterkultur (Eier,
Wasser und frisch geschlüpfte Larven
aus dem Bruttank). Das Wasser für
die Larvenaufzucht sollte von jeglichen Organismen freigehalten werden.
Dementsprechend kann das gefilterte Meerwasser nach der Filtration
durch geeignete Mittel wie UV-Sterilisierung, Filtration im Submikronbereich,
Chlorierung, Ansäuerung
oder Ozonierung sterilisiert werden. Zum Beispiel kann das gefilterte
Meerwasser UV-Strahlung aus einem Lichtbogen oder einer anderen Quelle
bei über
etwa 10 l/Stunde/Watt ausgesetzt werden, um Bakterien zu minimieren.
-
Alternativ
kann Chlor bei etwa 10 ppm für
etwa 12 Stunden in Inkubation mit dem Medium gebehalten werden,
vorzugsweise ohne Belüftung,
danach wird ausreichend Natriumthiosulfat zur Neutralisierung des Chlors
dazugegeben.
-
Die
Temperatur des gefilterten, sterilisierten Zuflusses kann durch
geeignete Mittel wie Heiz- und/oder Kühlvorrichtungen mit entsprechenden
Thermostaten in dem gewünschten
Bereich beibehalten werden.
-
Alternativ
zu dem in eine Richtung verlaufenden System kann ein teilweise rezirkulierendes
System mit dem Larvenaufzuchttank und zwei oder mehreren Nebentanks
versehen sein. Vorzugsweise werden zwei Nebentanks verwendet. Die
Nebentanks haben alle mindestens dasselbe Fassungsvermögen wie
der Larvenaufzuchttank. In dieser Ausführungsform kann das im Nebentank
enthaltene gefilterte, sterilisierte Wasser unter Verwendung einer
Behälterpumpe
in den gefüllten
Larvenaufzuchttank zirkuliert werden, um dort für etwa 24 Stunden zu verbleiben.
Nach 24 Stunden kann die Pumpe in den anderen Nebentank versetzt
werden, in welchem das Wasser bei etwa derselben Temperatur, vorzugsweise ±0,5°C, reguliert
wird. Dann kann wieder Wasser in den Larvenaufzuchttank zirkuliert
werden. Vorzugsweise ist die Flussgeschwindigkeit gleich wie bei dem
in eine Richtung verlaufenden System. Während Wasser in einem Nebentank
genutzt wird, kann der andere Nebentank geleert und getrocknet werden.
-
Im
Falle der teilweisen Rezirkulation kann das Aufzuchtwasser beispielsweise
mit 10% Chlor für
einen Zeitraum von 12 Stunden, gefolgt von der Neutralisierung mit
10% Natriumthiosulfat, sterilisiert werden. Vorzugsweise wird das
Aufzuchtwasser getestet, zum Beispiel mit dem Palintest® (DPD
No 1), bevor es in das Aufzuchtsystem eingeleitet wird, um sicherzugehen,
dass kein Chlor mehr vorhanden ist.
-
Im
Falle der Phyllosoma-Larven von Tieren aus der Moreton Bay liegt
der Temperaturbereich des Mediums vorzugsweise zwischen 26–27°C. Phyllosoma-Larven
können
bei einem Temperaturbereich zwischen 24–30°C gezüchtet werden, aber Temperaturen
unter 25°C
führen
zu einer langsameren Wachstumsrate, und Temperaturen über 28°C erhöhen das
Risiko für
missglücktes
Häuten,
Kannibalismus und Krankheit. Wenn Larven in den Aufzuchttank verlegt
werden, sollte vorzugsweise die Temperatur des Larvenaufzuchtsystems im
Wesentlichen bei derselben Temperatur ±0,5°C wie der Herkunftsort der Larven,
zum Beispiel der Bruttank, beibehalten werden. Wenn die Temperatur
des Aufzuchtwassers geändert
werden muss, wird die Temperaturschwankung vorzugsweise bei innerhalb
1 Grad je Stunde gehalten.
-
Der
Salzgehalt des Mediums kann je nach Art entsprechend variieren.
Im Falle der Phyllosoma-Larven von Tieren aus der Moreton Bay kann
der Salzgehalt im Bereich zwischen 25–40 ppt und vorzugsweise zwischen
34–36
ppt gehalten werden. Phyllosoma-Larven sind äußerst intolerant gegenüber plötzlichen
Veränderungen
des Salzgehalts, deshalb sollte die Veränderung des Salzgehalts innerhalb ±1 ppt
pro Tag gehalten werden.
-
Während allen
Phyllosoma-Larvenstadien weisen Phyllosoma-Larven starke photopositive Reaktionen
auf. Um tagsüber
die Ansammlung von Larven an der Oberfläche zu vermeiden, kann das
Aufzuchtsystem abgedeckt werden, beispielsweise mit einer schwarzen
Kunststofffolie.
-
Der
pH-Wert kann zwischen 7–9
und vorzugsweise zwischen 8,2–8,5
gehalten werden, was dem pH-Wert des natürlichen Meerwassers entspricht.
-
Starke
Belüftung
verletzt die Larven, deshalb sollte vorzugsweise die Anwendung einer
Belüftung
im Aufzuchttank vermieden werden. Der Sauerstoffgehalt des Aufzuchtwassers
wird vorzugsweise bei über
7 ppm bei 26–27°C gehalten.
Der Sauerstoffverbrauch der Larven ist sehr gering, deshalb ist
im Allgemeinen die Zirkulation des Aufzuchtwassers mit einem großen Oberflächenbereich
ausreichend, um den Sauerstoffbedarf der Larven ohne Belüftung zu
liefern, wobei die Lagerdichte kontrolliert wird.
-
Bei
dem Durchflusssystem betragen die maximalen Aufzuchtdichten der
Phyllosoma-Larven vorzugsweise:
- – 40 Larven
pro l im ersten Larvenstadium
- – 25
Larven pro l im zweiten Larvenstadium
- – 10
Larven pro l im dritten Larvenstadium
- – 5
Larven pro l im vierten Larvenstadium.
-
Höhere Aufzuchtdichten
als diese können
zum Zeitpunkt der Häutung
ein hohes Maß an
Kannibalismus verursachen. Larven, die sich in einem Stadium vor
oder nach der Häutung
befinden, werden von Larven, die sich in einem Stadium der Häutung befinden,
gefressen.
-
Die
Phyllosoma-Larven werden vorzugsweise mit einer kontrollierten Ernährung gefüttert. Es
wurde festgestellt, dass das maximale Wachstum und Überleben
der Phyllosoma-Larven durch das Verwenden von gehacktem, frischem,
lebendem Fleisch von Weichtieren, vorzugsweise lebenden neuseeländischen
Herzmuscheln (Donax spp.), erzielt wird. Salinenkrebs (Artemia spp.)
kann auch verwendet werden, jedoch nur während des ersten Phyllosoma-Stadiums.
-
Die
Verwendung von lebenden neuseeländischen
Herzmuscheln verursacht gelegentlich eine höhere Sterberate in der Zeit
der Häutung.
Dies wird als Moult-Death-Syndrome (MDS) bezeichnet. Die Ursache
für MDS
bei anderen Arten ist noch unklar, aber im Fall von Thenus steht
MDS im Zusammenhang mit jahreszeitlich bedingten Veränderungen der
Futterqualität.
Um einheitlich qualitative Nahrung zu erhalten, empfiehlt sich die
Anreicherung mit zweischaligen Weichtieren.
-
Die
Verwendung der grünen
Mikroalgen Nannochloropsis spp. oder anderer Mikroalgen und/oder
Diatomeen-Arten wie Isochrsis spp., Chaetoceros spp. und Pavlova
spp. hat sich für
die Anreicherung als nützlich
erwiesen. Die Anreicherung kann die Züchtung von neuseeländischen
Herzmuscheln bei 25–28°C mit Algenwasser
bei einer Zelldichte von vorzugsweise über 20 × 107 umfassen.
Beispielsweise kann etwa 1 kg neuseeländische Herzmuscheln (Nassgewicht
mit Schale) pro 40 l Algenwasser verwendet werden. Vorzugsweise wird
das Wasser alle 12 Stunden ersetzt. Der Anreicherungsprozess kann
mindestens 24 Stunden und vorzugsweise 48 Stunden lang durchgeführt werden.
Der Ammoniak-Wert im Algenwasser sollte unter 1 ppm gehalten werden.
Der Fleischgehalt der neuseeländischen
Herzmuscheln (Darm, Keimdrüse,
Kieme und Hülle) beträgt etwa
20% des Gesamtgewichts.
-
Als
Alternative für
die bevorzugten Algen können
getrocknete handelsübliche
Arten wie Marine Sigma (Nisshin Science), Marine Growth (Nisshin
Science) und Algamac-2000 (Bio Marine) verwendet werden. Die Anzahl
der Zellen dieser handelsüblichen
Produkte sollte bei > 20
Millionen pro ml gehalten werden.
-
Die
Futterzubereitung kann durch alle geeigneten Mittel erfolgen. Im
Falle der bevorzugten neuseeländischen
Herzmuscheln kann das Fleisch grob gehackt sein, nachdem es durch
mindestens zwei unterschiedliche Maschensiebe mit beispielsweise
0,5 bis 0,2 mm Maschendichte im ersten Waschgang und danach < 0,55 mm durchgespült wurde.
Die große
Maschengröße kann
vorzugsweise entsprechend dem Larvenstadium verändert werden. Zum Beispiel
können
für das
erste Larvenstadium 1,0 mm, für
das zweite Stadium 1,5 mm und 2,0 mm für das dritte und vierte Stadium
verwendet werden. Die gehackten Fleischstücke, die zwischen dem großmaschigen
und dem kleinmaschigen Sieb zurückbleiben,
können
bei Seite gelegt werden. Die Fleischstücke, die im großmaschigen
Sieb zurückbleiben,
können
wieder gehackt werden und der obige Vorgang kann wiederholt werden.
-
Um
Verunreinigung durch Bakterien zu vermeiden, muss die Nahrung vor
der Fütterung
sterilisiert werden. Zum Beispiel kann das Fleisch in UV-sterilisiertem
Meerwasser vorsichtig gewaschen und dann in 0,1%iger Chlorwasserlösung für einen
Zeitraum von 30 Minuten oder mehr inkubiert werden. Dann werden
die Futterpartikel mit UV-sterilisiertem Meerwasser noch einmal
auf dem kleinen Sieb gewaschen, bevor sie den Larven verfüttert werden.
-
Die
mit Meerwasser zubereiteten Nährstoffe
können
gleichmäßig im Aufzuchtwasser
verteilt werden, beispielsweise unter Anwendung einer Pipette. Die
Futterpartikel sinken auf den Boden des Aufzuchtbeckens. Futterpartikel,
die nach der Fütterung
im Aufzuchttank übrig
bleiben, sollten vor der Zugabe der nächsten Futtermenge herausgewaschen
werden. Die Futtermenge wechselt abhängig vom Wachstumsstadium und
dem Stadium der Häutung.
Die Futtermenge sollte durch Feststellung der von der vorigen Fütterung
verbliebenen Menge angeglichen werden.
-
Phyllosoma-Larven
beginnen in der Nacht, in der sie schlüpfen, zu fressen. Um eine gleichzeitige
Häutung
der Larven zu erzielen, sollte vorzugsweise am Morgen des ersten
Tages nicht gefüttert
werden. Wenn die Phyllosoma-Larven
beginnen, mehr zu fressen, wird die Futtermenge abhängig von
der verbliebenen Futtermenge angepasst. Vorzugsweise wird zweimal
täglich
gefüttert,
früh am
Morgen und spät
abends. Am Tag 5–6
beginnen die Phyllosoma-Larven, sich auf die Häutung vorzubereiten, deshalb
kann die Futtermenge ab dem Abend des Tages 5 verringert werden.
-
Phyllosma-Larven
im ersten Stadium häuten
sich am frühen
Morgen in das zweite Stadium, deshalb kann die Futtermenge am Morgen
minimiert werden, wobei am späten
Abend etwas mehr gegeben wird. An den Tagen 7–9 ist die Fütterung
zweimal täglich
noch annehmbar, aber ab Tag 9 beginnen die Phyllosoma-Larven, mehr
zu fressen. Die regelmäßige Überwachung
der restlichen Futtermenge wird bevorzugt; um das Verhungern der
Phyllosoma-Larven zu verhindern, kann, falls erforderlich, 3-mal
täglich
gefüttert
werden. An den Tagen 9–10
wird noch viel gefüttert,
sogar vor der Häutung.
Vorzugsweise wird sichergestellt, dass während der Nacht genügend Nahrung
verfügbar
ist, um Kannibalismus am Morgen zu vermeiden.
-
Larven
häuten
sich gewöhnlich
am frühen
Morgen (4.00–5.00
Uhr) in das dritte Larvenstadium und deshalb wird vorzugsweise sichergestellt,
dass vor und während
des Stadiums der Häutung
ausreichend Nahrung verfügbar
ist. Eine zusätzliche
Fütterung
vor der Häutung
ist wünschenswert,
sollte keine Nahrung im Tank übrig
sein.
-
Larven
im Stadium nach der Häutung
fressen 3–6
Stunden lang keine Nahrung und deshalb sollte die Morgenfütterung
minimiert und am Nachmittag erhöht
werden. Ab den Tagen 12–16
können
die Larven dreimal täglich
gefüttert
werden, vorzugsweise alle 8 Stunden, so dass ständig Nahrung verfügbar ist.
Hungrige Phyllosoma-Larven verursachen viel Kannibalismus, wenn
sie sich vom dritten in das vierten Phyllosoma-Larvenstadium häuten.
-
Phyllosoma-Larven
im vierten Stadium (Tag 15–27)
können
während
Tag 15–17
dreimal täglich
gefüttert
werden, vorzugsweise wird sichergestellt, dass immer Nahrung verfügbar ist.
An Tag 18–21
ist die Futtermenge der Phyllosoma-Larven auf ihrem Höchststand.
Die Larven können
dreimal täglich
oder öfter
gefüttert werden,
vorzugsweise ohne, dass die drei Fütterungen um mehr als 2 Stunden
verschoben werden. Ab Tag 21–30
beginnen die Phyllosoma-Larven mit der Metamorphose in das Nisto-Stadium und deshalb
sollte die Futtermenge bei reduzierter Anzahl an Phyllosoma-Larven
im vierten Stadium verringert werden. Wenn die Phyllosoma-Larven
um Tag 25–26
nicht fressen, kann die Fütterung
auf nur zweimal täglich
reduziert werden.
-
Unter
optimalen Zuchtbedingungen (physikalisch und ernährungstechnisch) finden die
Häutungsperioden
der Phyllosoma-Larven vorzugsweise gleichzeitig statt. Der Zeitpunkt
dieser Häutungen
hängt von
den Zuchtbedingungen (Temperatur, Futterbedingung, Lagerdichte und
so weiter) ab und deshalb werden vorzugsweise optimale Zuchtbedingungen
während
aller Larvenstadien beibehalten.
-
Entsprechend
der vorliegenden Erfindung können
Larven unter Verwendung nur eines Aufzuchttanks gezüchtet werden,
wobei kein Auswechseln des Tanks erforderlich ist. Wenn sich Phyllosoma-Larven
im vierten Stadium in das Nisto-Stadium verwandeln, sollten Phyllosoma-Larven,
die sich vor der Metamorphose befinden, in den Nisto-Tank umgesetzt
werden. Metamorphose findet immer am späten Abend kurz nach Sonnenuntergang
statt. Phyllosoma-Larven, die sich vor der Metamorphose befinden,
können
durch veränderte äußere Morphologie
erkannt werden: das Auftreten W-förmiger Spalten am Antennenansatz
(aus diesen entstehen Augenhöhlen),
kleinen Tupfen auf dem Panzer und an der Veränderung der Körperfarbe
zu weiß.
Phyllosoma-Larven, die sich vor der Metamorphose befinden, sollten
mit Meerwasser in den Nisto-Tank übergesiedelt werden.
-
Zur
Vermeidung bakterieller Verunreinigung muss menschlicher Kontakt
mit dem Larvenaufzuchtwasser vermieden werden. Zum Beispiel sollten
vor der Behandlung der Larven die Hände mit einer antibakteriellen
Seife gewaschen werden. Kunststoffgeräte sollten beispielsweise in
einem 0,01%igen Chlorwasserbad aufbewahrt werden, solange sie nicht
benutzt werden. Vorzugsweise sollte das Wasser alle 3–4 Tage
komplett ausgetauscht werden. Geräte aus Glas können vorsichtig
mit frischem Wasser gespült
und nach dem Trocknen auf einem Regal aufbewahrt werden.
-
Phyllosoma-Larven
können
sofort nach dem Schlüpfen
mit dem Fressen beginnen, dies hängt
jedoch von der Eigelb-Retention
der Larven und der Temperatur ab. Im Allgemeinen beginnen die Phyllosoma-Larven, 6–12 Stunden
nach dem Schlüpfen
zu fressen, können
aber bis zu 72 Stunden ohne Nahrung überleben. Hungerzeiten von
bis zu 48 Stunden bei 27°C
haben keinen Einfluss auf Überleben
und Häutung.
Die 50%-Rate des Point of No Return (PNR50)
ist gewöhnlich
72 Stunden nach dem Schlüpfen,
aber das wechselt abhängig von
der Eigelb-Retention
der Larven. Die Verzögerung
der ersten Fütterung
verlängert
die Dauer des ersten Larvenstadiums. Nach der Häutung in das zweite Larvenstadium
hat das anfängliche
Hungern keinen weiteren Einfluss auf das Wachstum.
-
Phyllosoma-Larven
fressen weniger Nahrung während
der Stadien vor und nach der Häutung
(±12 Stunden
der Häutung)
als während
der Häutungsperioden.
Während
der Häutungsperiode
fressen Phyllosoma-Larven ständig,
Tag und Nacht. Obwohl Phyllosoma-Larven ein großes Hungervermögen besitzen
und mehr als 72 Stunden ohne Nahrung überleben können, führen langfristiges Hungern
und niedrigere Futtermengen zu einem erhöhten Risiko für MDS zum
Zeitpunkt der Häutung.
-
Phyllosoma-Larven
sind keine passiven Futteraufnehmer, sie nähern sich der Beute und greifen
sie an. Die Phyllosoma-Larven greifen die Nahrung an (nehmen sie
auf), indem sie die Periopoden (Laufbeine) benutzen und sie an die
Mundpartien weiterreichen, die sich am mittleren Teil des Panzers
(Bauchseite) befinden. Die Mundpartien umfassen das Gelenk, paarweise
Paragnathen, die Kiefer und die ersten Maxillen. Gelenk und Paragnathen
bedecken den oberen Teil der Mandibeln. Die Futterpartikel werden
durch die ersten Maxillen auf die Paragnathen gedrückt und
grob in kleine Futtermengen geschnitten. Dann zerlegen die Mandibeln,
die an der vorderen Spitze eine scherenähnliche Struktur haben, die
Nahrung in noch kleinere Stücke. Deshalb
können
Phyllosoma-Larven nur weiche Futtermengen mit einem hohen Wassergehalt
fressen.
-
Nachdem
Phyllosoma-Larven Futterstoffe in das Darmsystem aufgenommen haben,
verändert
sich die Farbe der Mitteldarmdrüse
von durchsichtig in weiß aufgrund
des Auftretens lipidreicher Globuli im Zellplasma der Mitteldarmdrüsen-Zellen.
Nur ein Teil der aufgenommenen Futterstoffe gelangt in den Bereich
der Mitteldarmdrüse,
wo der Hauptteil der Verdauung stattfindet. Der Großteil der
Futterstoffe passiert das Mitteldarmrohr und wird 5 bis 10 Minuten
nach dem Fressen durch den Darmausgang ausgeschieden. Fäkalien der Phyllosoma-Larven
sind lipidreiche Pseudofäkalien.
-
Phyllosoma-Larven
sind Plankton und schwimmen gewöhnlich
in dieselbe Richtung wie die Wasserströmung. Jedoch sind Phyllosoma-Larven
auch stark photopositiv und können
durch eine Wasserströmung von
10–15
m pro Minute einer Lichtquelle entgegenschwimmen. In der Brutstätte sammeln
sich die Phyllosoma-Larven tagsüber
an der Stelle, wo die Lichtintensität am stärksten ist, aber während der
Nachtzeit verteilen sie sich gleichmäßig in der Wassersäule. Phyllosoma-Larven
weisen starke photopositive Fototaxis, sogar bei einer Lichtintensität von unter
0,5 μEm–2sec–1,
auf. Phyllosoma-Larven können
auch auf dem Tankboden gegen eine Wasserströmung von 10–15 m pro Minute schwimmen
und Futterstoffe aufsammeln. Wenn Phyllosoma-Larven gesund sind,
schwimmen sie durch die Rotation ihrer Körper.
-
Die
Häutung
findet gewöhnlich
nur am frühen
Morgen, etwa zur Zeit des Sonnenaufgangs, statt. Das Stadium vor
der Häutung
(bei dem sich die innere chemische Zusammensetzung verändert) beginnt
2–3 Stunden
vor der eigentlichen Häutung.
Larven, die vor der Häutung
stehen, können
durch die Veränderung
der Körperfarbe
(durchsichtig bis weiß-rosa)
und das Anschwellen des Panzers erkannt werden. Nach der Häutung sind
Phyllosoma-Larven
für 2–3 Stunden
sehr weich und verletzlich. Die Bewegungen der Phyllosoma-Larven hängen im
Stadium nach der Häutung
von der Wasserströmung
ab. Kannibalismus tritt nur während
der Häutungsphase
auf, wenn sich häutende
Larven Phyllosoma-Larven fressen, die vor oder nach dem Häutungsstadium
stehen. Phyllosoma-Larven im Stadium nach der Häutung beginnen 2–4 Stunden
nach der Häutung
Nahrung zu fressen.
-
Metamorphose
findet nur am späten
Abend, etwa zur Zeit des Sonnenuntergangs, statt, wobei der Vorgang
nur 10–20
Minuten dauert. Phyllosoma-Larven, die vor der Metamorphose stehen,
können
durch ihre äußere Morphologie
unterschieden werden: kleine Tupfen auf der Mitte des Panzers (diese
werden nach der Metamorphose zum oberen Rand des Panzers) und W-förmige Spalten
am Ansatz der Antennen (aus diesen entstehen die Augenhöhlen). Der
gesamte Körper
der Phyllosoma-Larven, die vor der Metamorphose stehen, ist dick
und meist leuchtend weiß.
-
Kannibalismus
der Phyllosoma-Larven kann nur zur Zeit der Häutung beobachtet werden, wenn
Phyllosoma-Larven im Häutungsstadium
Phyllosoma-Larven, die im Stadium vor oder nach der Häutung stehen, fressen.
Wenn jedoch der Nährstoffbedarf
der Phyllosoma-Larven während
der Häutungsphase
zufriedenstellend ist, sollte das Ausmaß des Kannibalismus minimiert
werden.
-
Die
Ursachen für
Krankheiten der Phyllosoma-Larve können in bakterielle, pilzbedingte,
nährstoffbedingte,
virale und umgebungsbedingte oder stressbedingte unterteilt werden.
Verunreinigung durch Bakterien ist das Hauptproblem beim Züchten von
Phyllosoma-Larven. Die verbreitetsten Ursachen bakterieller Verunreinigung
sind Starterkultur (Eier), zufließendes Wasser und Futtermittel.
Die Sterilisation von Meerwasser durch physikalische Verfahren wie
Filtration, UV, und/oder chemische Verfahren wie Chlorieren und
Ozonierung sind wirksam zur Vorbeugung von Krankheiten bakteriellen
Ursprungs. Es gibt eine Anzahl von schwerwiegenden Krankheiten,
die von Bakterien ausgehen.
-
Gegen
Ende der Larvenaufzucht (im vierten Stadium der Phyllosoma-Larven),
führt eine
Infektion mit Vibrio zu Verstopfung. Das Symptom ist die Ansammlung
von Nährstoffen
im Mitteldarmrohr (Darmträgheit). Die
Larve stirbt 6–12
Stunden später.
Der Mitteldarmtrakt ist mit Vibrio infiziert und der Darminhalt
wird nicht mehr vom Mitteldarmrohr ausgeschieden. Diese Krankheit
ist nicht ansteckend. Es wird vermutet, dass eine Ansammlung von
Bakterien auf der Bodenfläche
des Aufzuchttanks diese Krankheit verursacht. Tägliche Instandhaltung, besonders
der Bodenfläche,
ist ein bedeutender Faktor bei der Vorbeugung. Alternativ kann das Auswechseln
des Aufzuchttanks die Sterblichkeitsrate bei dieser Krankheit senken.
-
Die
paarweisen Antennendrüsen
sind ein Ausscheidungsorgan und befinden sich am Ansatz der Antennen.
Die Antennendrüsen
sind von einer Einzellschicht, genannt Blase, umschlossen, in der
Ammoniak aus der Hämolymphe
selektiv transportiert wird. Die Blase ist mit der Öffnung an
der Panzeroberfläche
verbunden und Ammoniak wird durch die Öffnung abgesondert. Der Durchmesser
dieser Öffnung
ist kleiner als 5 μm.
Wegen eines hohen Ammoniakgehalts um die Öffnung der Antennendrüsen können fadenförmige Bakterien
leicht wachsen und die Öffnung
der Antennendrüsen
abdunkeln, was die Nekrose einer Zellschicht verursacht. Gesunde
Antennendrüsen
sind durchsichtig aber ihre Farbe verändert sich nach der Nekrose
in braun/schwarz. Wenn beide Antennendrüsen infiziert sind, sterben
die Larven nach 24–48
Stunden. 10 ppm Streptomycin kann das Bakterienwachstum verhindern,
aber die Nekrose der Antennendrüsen
kann nicht geheilt werden. Das tägliche
Reinigen des Larventanksystems ist ein wichtiges Mittel, um die
Sterblichkeitsrate durch Krankheiten dieser Art zu vermindern.
-
Auf
der Oberfläche
des Exoskelettes kann eine Infektion mit fadenförmigen (Leucothrix sp) Bakterien beobachtet
werden. Unzureichendes Qualitätsmanagement
bezüglich
des Wassers ist die Ursache. Obwohl Streptomycinsulfat bei 10 ppm
eine wirksame Vorbeugungsmaßnahme
ist, sollte die ständige
Verwendung von Antibiotika vermieden werden.
-
Durch
Pilze verursachte Krankheiten können
Infektionen mit Meerespilzen einschließen, die im Allgemeinen im
Meerwasser vorhanden sind und gelegentlich auf der Oberfläche des
Larvenexoskelettes wachsen, besonders auf den Exopodenhärchen der
Periopoden. Meerespilze beginnen 3–4 Tage nach dem Schlüpfen und
Häuten
zu wachsen. Das Pilzwachstum auf den Stäbchen der Exopodenhärchen zieht
Futterpartikel an, was zur Folge hat, dass die Larven „zusammengeklebt" werden. Diese Larven
sterben nicht sofort, jedoch schaden Füttern und Schwimmen und verursachen
zwei oder drei Tage nach Auftreten der Pilze eine hohe Sterblichkeit.
Formalin bei 20 ppm zweimal täglich
kann das Wachstum der Meerespilze verhindern, wirkt aber nicht gegen
die Pilze, die bereits auf der Oberfläche des Larvenexoskelettes
sind.
-
Ernährung ist
ein bedeutender Faktor, nicht nur um optimales Wachstum zu erzielen
sondern auch zur Vorbeugung jeder Art von Krankheit. Phyllosoma-Larven
sollten in einem gewissen Ausmaß resistent
gegen Krankheiten bakteriellen Ursprungs sein, wenn ihr Nährstoffbedarf
entsprechend gedeckt ist. Das Moult Death Syndrome (MDS) ist ein
katastrophales Syndrom, das zur Zeit der Häutung beobachtet werden kann.
Die Larven stellen einfach mitten während des Vorgans die Häutung ein
und sterben. Das Syndrom kann vor der Zeit der Häutung nicht vorausgesehen werden.
Während
der Häutungsphase
sind das Überleben
und die Aktivität immer
hoch und Häutungsphasen
verlaufen normalerweise gleichzeitig. Jahreszeitlich bedingte Veränderungen
des Nährstoffgehalts
natürlicher
Nahrung (zweischalige Weichtiere, neuseeländische Herzmuscheln) werden
als Hauptursache für
MDS gesehen. Während
des Frühlingsbeginns
(September) bis zum Hochsommer (Dezember) kann bei der Fütterung
mit nicht angereicherten neuseeländischen
Herzmuscheln eine hohe Rate an MDS beobachtet werden. Die MDS-Raten
sind zwischen Hochsommer (Januar) und Herbst (Juni) viel niedriger.
-
Die
Anreicherung der neuseeländischen
Herzmuscheln (Erhöhung
des Nährwerts)
wie oben beschrieben, ist eine wirksame Möglichkeit, diesem Syndrom vorzubeugen.
Jedoch kann MDS gelegentlich selbst dann auftreten, wenn die Phyllosoma-Larven
mit angereicherten neuseeländischen
Herzmuscheln gefüttert
werden. Offensichtlich stehen einige andere Faktoren, wie eine hohe
Dichte (weniger individuelle Fütterung)
und uneinheitliche Umgebungsbedingungen (inkonsequente Nährstoffaufnahme)
in gewisser Weise mit MDS in Zusammenhang.
-
Krankheiten,
die von umgebungsbedingtem (physikalischem und chemischem) Stress
herrühren,
sind nicht ansteckend. Umgebungsbedingter Stress kann sich in Form
weißer
Tupfen manifestieren, wobei Partikel in der Hämolymphe verklumpen. Ein hoher
Grad chemischer Verunreinigung (Chlor, Formalin u.s.w.) und physikalischer
Stress (hohe Lagerdichte, Frischwassertropfen von der Abdeckung)
sind die wahrscheinlichen Ursachen. Phyllosoma-Larven sterben innerhalb
24 Stunden nach Auftreten dieser weißen Tupfen. Es gibt keine Behandlungsmöglichkeit.
-
AUFZUCHT NACH DEM LARVENSTADIUM
(NISTO)
-
Nach
der Metamorphose in das Nisto-Stadium werden Nistos in einem Nisto-Tank
gezüchtet.
Das Exoskelett der Nistos ist durchsichtig und nicht verkalkt. Die
Farbe der Nistos verändert
sich von durchsichtig-weiß in
orangefarben aufgrund der Entwicklung der Pigmentierung unter dem
Exoskelett. Die Wasserqualität
im Nistoaufzuchttank ist dieselbe wie bei der Phyllosoma-Larvenaufzucht.
Nistos können
bei einer hohen Dichte (> 100
Nistos pro l) gezüchtet
werden. Während
des Nisto-Stadiums ist keine Fütterung
erforderlich. Die Dauer des Nisto-Stadiums beträgt etwa 7 Tage, wobei die Temperatur
bei 26–27°C gehalten
wird. Zur Vermeidung von Kannibalismus werden Phyllosoma-Larven,
die vor der Metamorphose stehen, von den anderen, in der Häutung stehenden
Phyllosoma-Larven getrennt. Für
die Nistos kann dieselbe Ausführung
wie für
den Larvenaufzuchttank verwendet werden, wie zum Beispiel der in
eine Richtung zirkulierende Tank. Das Wasser im Metamorphose-Tank
sollte auf dieselbe Art und Weise behandelt werden wie das im Larvenaufzuchttank.
Es ist keine Fütterung
erforderlich. Es ist keine Belüftung
erforderlich.
-
JUVENILE KULTUR
-
Nach
7 Tagen häuten
sich die Nistos in das juvenile Stadium. Die Häutung in das juvenile Stadium
ereignet sich immer während
der Nacht. Das Exoskelett juveniler Tiere ist verkalkt und pigmentiert.
Frisch gehäutete
juvenile Tiere sollten am nächsten
Morgen aus dem Nisto-Tank
gesammelt und in den Aufbewahrungstank für juvenile Tiere verlegt werden.
-
Juvenile
Tiere sind nachtaktiv. Vorzugsweise wird einmal täglich am
Abend gefüttert,
und am nächsten Morgen
werden die Futterreste und Fäkalien
ausgeputzt. Die Futtermenge ist der Menge an Futterresten anzupassen.
Die Futtermenge für
juvenile Tiere im ersten Juvenilstadium ist ähnlich der Menge im zweiten
oder dritten Stadium der Phyllosoma-Larven. Gehacktes Fleisch aus angereicherten neuseeländischen
Herzmuscheln ist mindestens bis zum vierten Juvenilstadium geeignet,
dann können
nicht angereicherte neuseeländische
Herzmuscheln, Tintenfische, Jakobsmuscheln und Miesmuscheln verwendet
werden. Die optimale Temperatur für die Kultivierung der juvenilen
Tiere beträgt
26–27°C.
-
BRUTBESTAND
-
Nach
dem Fang können
lebende Eier tragende Weibchen in einem Tank innerhalb des Behälters gelagert
werden, der vorzugsweise mit einer leichten Belüftung und/oder einem Wasseraustauscher
ausgestattet ist. Fütterung
ist nicht erforderlich. Die Umgebungsbedingungen, besonders die
Temperatur und der Salzgehalt des Wassers, sollten während der
Lagerung der lebenden Tiere konstant gehalten werden.
-
Die
Eier tragenden Weibchen sollten dann im Wasser transportiert werden.
Obwohl Eier tragende Weibchen etwa 30 Stunden lang ohne Wasser überleben
können,
ist es physischer Stress, wenn sie langfristig der Luft ausgesetzt
werden, und gelegentlich kratzen die Eier tragenden Weibchen einige
Tage nach Anlieferung beim Züchter
die Eier von ihren Abdomen ab.
-
Kleine
Mengen Eier tragender Weibchen (< 6)
können
in Kunststoffbeuteln, gefüllt
mit Wasser (10–20 l)
und reinem Sauerstoff, transportiert werden. Der Kunststoffbeutel
wird dann in eine Kühlbox
gestellt und an den Züchter
geschickt. Eier tragende Weibchen und ihre Eier können zwischen
24–36
Stunden in den Beuteln reisen, ohne Schaden zu nehmen.
-
Für größere Mengen
Eier tragender Weibchen (> 6)
empfiehlt sich ein Fischtransporter. Mehr als 10 l Meerwasser pro
Tier sind eine angemessene Menge. Während des Transports sollte
reine Luft oder Sauerstoff bei mehr als 2 l pro Minute zugeführt werden.
Mit diesem Verfahren haben bis zu 24 Stunden Reisezeit keine nachteiligen
Auswirkungen auf die Eier tragenden Weibchen oder Eier.
-
Die
Eier tragenden Weibchen werden vorzugsweise in einem Aufbewahrungstank
mit einem Meerwasseraustausch von mehr als 100% pro Stunde und mit
Belüftung
(> 2 l Luft pro Minute)
gehalten. Mindestens 30 l Meerwasser pro Tier sind erforderlich.
Das Meerwasser wird vorzugsweise vor Verwendung durch UV sterilisiert.
Der Tank wird vorzugsweise mit einer schwarzen Kunststofffolie oder ähnlichem
abgedeckt. Die Wassertemperatur im Aufbewahrungstank wird vorzugsweise
zwischen 20–29°C gehalten,
wobei es besonders von Vorteil ist, sie bei 26–27°C zu halten. Der tägliche Temperaturunterschied
sollte nicht größer als
1°C sein.
-
Die
Weibchen können
einmal täglich
am Abend gefüttert
werden, und vorzugsweise werden die Futterreste am nächsten Morgen
entfernt. Vorzugsweise wird die Nahrung aus Fleisch von Muscheln,
wie neuseeländischen
Herzmuscheln, Tintenfischen und Miesmuscheln gewählt. Die Nahrung wird vorzugsweise
mit 0,1%iger Chlorlösung
für mindestens
eine halbe Stunde sterilisiert und dann vorsichtig mit UV-sterilisiertem Meerwasser
gewaschen, bevor sie verfüttert
wird.
-
AUFBEWAHRUNGSSYSTEM FÜR BRUTBESTAND
-
Das
Aufbewahrungssystem für
Brutbestand kann einen runden oder eckigen Tank mit einem Fassungsvermögen von
mehr als 200 l umfassen. Vorzugsweise wird eine schwarze Abdeckfolie
auf dem Aufbewahrungstank bereitgestellt, um Stress in der Brutstätte zu minimieren.
Leichte Belüftung
kann bereitgestellt werden, üblicherweise
bei etwa > 2 l Luft
pro Minute. Meerwasser kann von einem Ende des Tanks, vorzugsweise
vom Tankboden aus, zugeführt
werden und vom anderen Ende, vorzugsweise am oberen Ende des Tanks,
abgeleitet werden.
-
Der
Wasserzufluss beträgt
vorzugsweise 1–5 μm gefiltertes
und UV-sterilisiertes Wasser bei einem Minimum von 30 l Meerwasser
pro Tier. Ein Austauschverhältnis
von > 100% pro Stunde
wird bevorzugt, bei einer Temperatur zwischen 20–28°C und vorzugsweise bei 26–27°C.
-
Weibchen
werden vorzugsweise einmal täglich
am Abend gefüttert,
und das Futter wird am nächsten Morgen
entfernt, zum Beispiel durch Absaugen und durch Abschaben des Bodens
mit einem Schwamm. Es wird bevorzugt, den Tank alle 10–15 Tage
durch einen neuen sauberen Tank auszutauschen.
-
BRUTSYSTEM
-
Das
Brutsystem kann einen runden oder eckigen Tank mit einem Fassungsvermögen von üblicherweise
100–200
l umfassen. Meerwasser kann von einem Ende des Tanks, vorzugsweise
dem Boden, zugeführt werden.
Das Wasser kann durch ein 500-μm-Sieb
abgeleitet werden, um ein Entkommen der Larven zu verhindern. Vorzugsweise
ist eine schwarze Abdeckfolie mit einer 15–20 cm großen Öffnung auf dem Aufbewahrungstank.
Es ist wünschenswert,
langsame Belüftung
von etwa 2 l pro Minute um den Auslass herum bereitzustellen. Die
Wasserzufuhr sollte 0,5–1 μm gefiltertes
und UV-sterilisiertes Wasser sein. Vorzugsweise wird ein Austauschverhältnis von
etwa 100% pro Stunde angewandt, wobei die Temperatur vorzugsweise
bei 26–27°C gehalten
wird.
-
Der
Bruttank sollte am Nachmittag vorbereitet werden und die Weibchen
sollten am späten
Nachmittag in ihn verlegt werden. Im Bruttank ist keine Fütterung
erforderlich. Der Bruttank sollte nach dem Einsammeln der Larven
mit 0,1% Chlor für
einen Zeitraum von 6 Stunden sterilisiert werden. wenn die Larven
bis zum nächsten
Morgen nicht geschlüpft
sind, sollten die Weibchen in den Aufbewahrungstank zurückgebracht
werden und ein weiterer Bruttank sollte aufgestellt werden.
-
Wenn
die Embryos zusehends bernstein- bis braunfarben werden, kann das
einzelne Eier tragende Weibchen in einen 100–200-l-Bruttank verlegt werden.
Der Bruttank sollte am Nachmittag vorbereitet werden und die Weibchen
sollten am späten
Nachmittag, vor dem Schlüpfen
der Larven, verlegt werden. Zuvor gefiltertes und UV-sterilisiertes
Meerwasser kann bei einem Austauschverhältnis von etwa 100% pro Stunde
zugeführt
werden, und aus einem Tank durch ein 500 μm-Sieb abgeleitet werden, um
ein Entkommen der Larven zu verhindern. Vorzugsweise wird eine langsame
Belüftung
mit etwa 2 l pro Minute um den Auslass herum zugeführt.
-
Das
Schlüpfen
findet immer ungefähr
zur Zeit des Sonnenaufgangs statt. Wenn die Eier schlüpfen, bewegt
das Weibchen ihren Schwanz mehrmals ruckartig und die Larven werden
ins Wasser gestreut. Dies dauert etwa 10 bis 20 Minuten. Das Schlüpfen findet
nur am Morgen statt, und gelegentlich verteilt es sich auf zwei oder
drei Morgen. Um Stress für
die Weibchen zu minimieren, sollte Beleuchtung vermieden werden.
-
Nach
dem Schlüpfen
sind die Larven sehr weich und verletzlich und können nicht schwimmen, deshalb sollte
starke Belüftung
vermieden werden. Das Exoskelett der Larven wird hart, und sie beginnen
20–30
Minuten nach dem Schlüpfen
einer Lichtquelle entgegenzuschwimmen. Das Einsammeln der Larven
ist möglich, wenn
sie sich an der Wasseroberfläche
(Lichtquelle) sammeln.
-
Larven
können
nur mit Wasser verlegt werden. Ein Glasbecher oder eine Glasschale
sind geeignete Gefäße für das Einsammeln.
-
Um
diese Erfindung besser zu verstehen und in die Praxis umsetzen zu
können,
wird nun auf die beigefügten
Zeichnungen und Beispiele Bezug genommen, die eine bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung darstellen, wobei:
-
1 eine
Seitenansicht einer teilweise rezirkulierenden Vorrichtung entsprechend
der vorliegenden Erfindung ist;
-
2 ein
Grundriss der Vorrichtung aus 1 ist,
-
3 ein
detaillierter Grundriss eines Larvenaufzuchttanks, geeignet für die Verwendung
im Zusammenhang mit der Vorrichtung aus den 1 und 2 ist;
-
4 ein
Aufriss des Tanks aus 3 ist;
-
5 ein
Grundriss einer Durchflussvorrichtung entsprechend der vorliegenden
Erfindung ist;
-
6 eine
nicht maßstabsgetreue
Ansicht des Tankteils aus 5 ist;
-
7 eine
alternative Ausführungsform
eines teilweise rezirkulierenden Systems zu dem in 1 dargestellten
ist;
-
8 eine
alternative Ausführungsform
eines Durchflusssystems zu dem in 5 dargestellten
ist; und
-
9 eine
Darstellung eines komplett rezirkulierenden Larvenaufzuchtsystems
entsprechend der vorliegenden Erfindung ist.
-
In
den Figuren haben, falls erforderlich, gleiche Elemente die gleiche
Nummerierung.
-
BEISPIEL
-
BRUTBESTAND-AUFBEWAHRUNGSSYSTEM
-
Meerwasser
wird kontinuierlich einem 1 μm-Filter
zugeführt
und von dort einem UV-Sterilisator zugeführt. Die Wasserzufuhr wird
auf 30 l Meerwasser pro Tier mit einem Austauschverhältnis von
100% pro Stunde festgesetzt. Die Temperatur wird zwischen 26–27°C gehalten.
Das sterilisierte Wasser wird in einen runden Tank mit einem Fassungsvermögen von
200 l geleitet. Eine schwarze Kunststoffabdeckfolie wird auf dem
Aufbewahrungstank bereitgestellt, um Stress in der Brutstätte zu minimieren.
Der Tank wird mit > 2
l Luft pro Minute leicht belüftet.
Das Wasser wird kontinuierlich an ein Ende des Tankbodens zugeführt und
aus dem anderen, oberen, Ende des Tanks abgeleitet.
-
Die
Eier tragenden Weibchen werden in den Tank eingebracht und einmal
täglich
am Abend gefüttert. Am
nächsten
Morgen werden Futterreste entfernt und der Tank gereinigt. Die Nahrung
besteht aus neuseeländischen
Herzmuscheln, die durch eine 0,1%ige Chlorlösung für mindestens eine halbe Stunde
sterilisiert und dann vorsichtig mit UV-sterilisiertem Meerwasser
gewaschen wurden, bevor sie verfüttert
werden.
-
Wenn
die Embryos zusehends bernstein- bis braunfarbig werden, wird das
einzelne Eier tragende Weibchen in den Bruttank transportiert.
-
BRUTSYSTEM
-
Wasser
wird zuvor gefiltert und sterilisiert und kontinuierlich bei einem
Austauschverhältnis
von etwa 100% pro Stunde zugeführt,
die Temperatur wird bei 26–27°C gehalten.
Das Wasser wird in einen runden Tank mit einem Fassungsvermögen von
200 l geleitet. Das behandelte Wasser wird vom einen Ende des Tankbodens
zugeführt.
Wasser wird durch ein 500-μm-Sieb
ausgelassen, um das Entkommen der Larven zu verhindern. Eine schwarze
Abdeckfolie bedeckt den Tank und hat eine Öffnung von 15–20 cm.
Langsame Belüftung bei
2 l pro Minute wird um den Auslass herum zugeführt.
-
Der
Bruttank wird am Nachmittag vorbereitet und die Weibchen werden
am späten
Nachmittag verlegt. Fütterung
ist im Bruttank nicht erforderlich. Der Bruttank wird mit 0,1% Chlor über einen
Zeitraum von 6 Stunden nach dem Einsammeln der Larven sterilisiert.
Wenn die Larven bis zum nächsten
Morgen nicht geschlüpft sind,
werden die Weibchen in den Aufbewahrungstank zurückgegeben und ein weiterer
Bruttank wird aufgestellt.
-
Das
Schlüpfen
ereignet sich immer ungefähr
zur Zeit des Sonnenaufgangs. Wenn die Eier schlüpfen, bewegen die Weibchen
ihren Schwanz mehrmals ruckartig und Larven werden in das Wasser
verstreut. Dies dauert ungefähr
10 bis 20 Minuten. Das Schlüpfen
findet nur am Morgen statt und gelegentlich verteilt es sich über zwei
bis drei Morgen. Um Stress für
die Weibchen zu minimieren wird Beleuchtung vermieden.
-
Nach
dem Schlüpfen
sind die Larven sehr weich und verletzlich und können nicht schwimmen, deshalb wird
starke Belüftung
vermieden. Das Exoskelett der Larven wird hart, und sie beginnen,
20–30
Minuten nach dem Schlüpfen
einer Lichtquelle entgegenzuschwimmen. Das Einsammeln der Larven
ist möglich,
wenn sie sich an der Wasseroberfläche, der Lichtquelle entgegen,
ansammeln.
-
Larven
können
nur mit Wasser verlegt werden und dementsprechend wurde eine Glasschüssel benutzt,
um die geschlüpften
Larven zu verlegen.
-
LARVENAUFZUCHT
-
Bezug
nehmen auf 1 und 2 stützt eine
unterstützende
Basis, welche Pfeiler 10 umfasst, einen Tankrahmen 12,
einschließlich
Tank tragende Abschnitte 13, die angepasst sind, um eine
wünschenswerte
Arbeitshöhe
bereitzustellen. Ein Aufzuchttank 14 wird auf den tragenden
Abschnitten gestützt
und ist mit einer schwarzen Kunststoffabdeckfolie 15 zur
Verwendung tagsüber
versehen.
-
Es
ist eine Reihe von drei Nebentanks 16 bereit gestellt,
wobei die Nebentanks durch eine gefilterte Meerwasserzuführung von
einem Mikron (nicht dargestellt) versorgt werden. Das Fassungsvermögen jedes Nebentanks 16 ist
dasselbe wie im Larvenaufzuchttank 14.
-
Eine
Tauchpumpe und eine Filteranordnung 17 sind angepasst,
um gezielt von einem Nebentank 16 in die anderen bewegt
werden zu können.
Jeder Nebentank ist mit einer thermostatgesteuerten Heizung 18 ausgestattet.
Jeder Nebentank 16 hat einen mit einem Hahn versehenen
Ablass 20, der mit einem Abfallablass 21 verbunden
ist.
-
Die
Tauchpumpe und die Filteranordnung 17 haben einen Auslass,
der an ein flexibles Rohr angeschlossen ist, welches Wasser einem
UV-Sterilisator 23 zuführt.
Der UV-Sterilisator 23 führt sterilisiertes
Wasser über
Schlauch 24 in den Tank 14. Durch die Höhe der oben
offenen Standrohre 25, die durch den Boden des Tanks 14 nach
oben verlaufen und mit einem Ablassverteiler 26, der das
Wasser durch den Ablass 27 in die Nebentanks 16 zurückführt, verbunden
ist, wird die Wassertiefe im Tank 14 auf 15 cm gehalten.
Der Tank 14 hat eine Siebanlage 30, welche die
Standrohre 25 umschließt
und vom Tankboden bis über
die Standrohre 25 verläuft.
-
Bezugnehmen
auf 3 und 4 führt der Wasserzuführschlauch 24 Wasser
zu einem Verteiler 32, der angepasst ist, um die Verteilung
an eine ringförmige
Einflussdüsenöffnung 33 auszugleichen,
die um die periphere Innenfläche
des Tankbodens 14 bereitgestellt wird. An der Einflussdüsenöffnung 33 sind
mehrere Düsen 34 angelegt,
wobei alle Düsen
so ausgerichtet sind, dass eine in eine Richtung verlaufende ununterbrochene
Zirkulation im Tank 14 ausgelöst wird. Die Flussgeschwindigkeit
der Düsen
wird während
des ersten Stadiums der Phyllosoma-Larven auf 5 m pro Minute gesteuert
und im vierten Stadium stufenweise auf 15–30 m pro Minute erhöht.
-
Bei
der Anwendung wird das Wasser in einem Nebentank 15 unter
Verwendung der Tauchpumpe 17 für 24 Stunden in den Larvenaufzuchttank 14 zirkuliert.
Nach 24 Stunden wird die Pumpe 17 in den anderen Nebentank 16 verlegt,
wobei das Wasser bei derselben Temperatur (±0,5°C) gehalten wird. Dann wird
wieder Wasser in den Larvenaufzuchttank 14 zirkuliert.
Die Flussgeschwindigkeit ist dieselbe wie bei dem in eine Richtung
verlaufenden Durchflusssystem.
-
Während das
Wasser in einem Nebentank verwendet wird, wird der andere Nebentank
geleert und getrocknet. Das Aufzuchtwasser, das in die Nebentanks 16 geführt wird,
wird mit 10% Chlor für
einen Zeitraum von 12 Stunden sterilisiert und dann mit 10% Natriumthiosulfat
neutralisiert. Die Chlorneutralisierung wird vor dem Einlass in
das Aufzuchtsystem durch den Palintest® (DPD
No 1) bestätigt.
-
Bei
der in 5 und 6 dargestellten Ausführungsform
ist ein Absaugrohr 35 mit einem außen befindlichen Überlauftank 36 verbunden
und hält
so den Wasserpegel aufrecht. In dieser Ausführungsform wird Wasser von
einem groben Wassereinlass 37 durch einen Filter zum Haupttank 41 zu
dem UV-Sterilisator 23 geführt. Der Haupttank 41 hat
eine Heiz- und Thermostatanlage 42. Der Haupttank füllt den
UV-Sterilisator 23 durch das Zuflussrohr 43.
-
Im
Gebrauch wird das Wasser am Einlass 37 durch den 0,5-μm-Filter 40 gefiltert
und in den Haupttank 41 geführt. Nach der Zufuhr zum Haupttank 42 wird
das gefilterte temperaturgesteuerte (26–27°C) Wasser zum Sterilisator 23 weitergeleitet,
wo es einer UV-Bestrahlung
von 10 l/Stunde/Watt ausgesetzt wird. Der Salzgehalt wird im Bereich
zwischen 34–36
ppt gehalten, wobei der Salzgehaltunterschied innerhalb ±1 ppt
pro Tag gehalten wird. Um tagsüber
das Ansammeln der Larven an der Oberfläche zu vermeiden wird das Aufzuchtsystem
mit einer schwarzen Kunststofffolie abgedeckt. Der pH-Wert wird
bei zwischen 8,2–8,5
(pH-Wert des natürlichen
Meerwassers) gehalten. Der Sauerstoffgehalt des Aufzuchtwassers
wird durch die Zirkulation des Aufzuchtwassers ohne Belüftung bei
mehr als 7 ppm beibehalten.
-
Aufzuchtdichte
-
Bei
dem Durchflusssystem aus 5 und 6 beträgt die maximale
Aufzuchtdichte für
Phyllosoma-Larven:
40 Larven pro l im ersten Larvenstadium
25
Larven pro l im zweiten Larvenstadium
10 Larven pro l im dritten
Larvenstadium
5 Larven pro l im fünften Larvenstadium.
-
Bei
der in 7 dargestellten Ausführungsform wird ein teilweise
rezirkulierendes System einer alternativen Konstruktion zu dem aus 1 bereitgestellt,
in der ein ringförmiger
Larvenaufzuchttank 50 eine Anlage aus modularen geraden
Kanalabschnitten 51 und eckigen Kanalabschnitten 52 umfasst.
Die Kanalabschnitte 51 und 52 sind aus im Wesentlichen
lichtundurchlässigem
Kunststoffmaterial geformt und haben quer durch den Kanal eine Wandhöhe und Breite
von jeweils 30 cm. Die geformten Abschnitte sind angepasst um zusammengeschraubt
zu werden und den Tank 50 zu bilden, und werden dann mit
Silikon abgedichtet.
-
Es
sind zwei Nebentanks 53, 54 bereitgestellt, jeder
mit demselben oder einem größeren Fassungsvermögen als
dem des Larvenaufzuchttanks 50. Ein UV-Sterilisationsgerät 55 und
eine Tauchpumpe 56 zirkulieren das Medium, das bei 0,5–1,0 μm gefiltert
und mit 10% Chlor über
einen Zeitraum von 12 Stunden vorsterilisiert wurde und dann mit
10% Natriumthiosulfat neutralisiert wurde. Um sicherzustellen, dass
kein Chlor zurückbleibt,
wird das neue Aufzuchtwasser mit dem Palintest® (DPD
No 1) getestet, bevor es in das Aufzuchtsystem zugeführt wird.
-
Das
Medium wird durch den UV-Sterilisator 55 geleitet und einer
UV-Strahlung von 10 l/Stunde/Watt ausgesetzt. Der Sterilisator 55 enthält Temperatursteuerungsmittel,
die einen Heiz-/Kühl-Thermostat
umfassen, um die Temperatur bei ±0,5°C zu halten. Das Medium gelangt über zu Tank 50 durch
das Zuflussrohr 57, das über ein Verteilerrohr 60 zu
Leitungen am inneren 61 und äußeren 62 Ring verteilt
wird, welche sich am oberen Rand der Außen- und Innenwände des
Tanks 50 befinden.
-
Von
den Ringleitungen 61 und 62 verlaufen die entsprechenden
Wände hinunter
in Richtung des Bodens des Tanks 50 mehrere Hänger 63,
wobei jeder Hänger
in einer Düse 64 endet
und in die Richtung der Zirkulation und weg von den jeweiligen Wänden ausgerichtet
ist.
-
Ein
Ablass mit einem 1-mm2-maschigen Sieb 65 ermöglicht die
Rezirkulation zum Nebentank, der im Gebrauch ist, und die Pegelsteuerung
im Tank 50.
-
Grundarbeitsvorgang
des Systems ist, dass Wasser in einem Nebentank in den Larvenaufzuchttank für 24 Stunden
unter Verwendung der Tauchpumpe zirkuliert wird. Nach 24 Stunden
wird die Pumpe in den anderen Nebentank verlegt, wobei die Wassertemperatur
so gesteuert wird, dass dieselbe Temperatur (±0,5°C) beibehalten wird. Das Wasser
wird dann wieder in den Larvenaufzuchttank zirkuliert. Während in
einem Nebentank Wasser verwendet wird, wird der andere Nebentank
von Abfällen
geleert und getrocknet und somit zum Wiederfüllen mit dem vorbehandelten
Medium vorbereitet.
-
Die
Ausführungsform
in 8 ist im Wesentlichen wie die in 7 außer, dass
ein in eine Richtung verlaufendes System, das zur Verwendung von
Meerwasserzufluss angepasst ist, dargestellt ist. Dieses System
führt Meerwasser,
das auf mindestens 1,0 μm
und vorzugsweise auf 1,0 μm
gefiltert wurde, zum UV-Sterilisator/zur
Temperatursteuerungsanlage 55 und von dort zum Zuflussrohr.
Das Sieb 65 führt
den Fluss durch das System direkt zum Abfall.
-
Bei
der Ausführungsform
aus 9 wird ein komplett rezirkulierendes System mit
Regenerierung des Mediums dargestellt. In dieser Ausführungsform
sind mehrere Tanks 50 dargestellt, die über ein Mehrfachverteilungsrohr 60 mit
Medium versorgt werden. Es ist ein Sammelbecken 66, dessen
Volumen der Summe der Fassungsvermögen der Tanks entspricht, bereit
gestellt. Im Sammelbecken ist ein Sickergrubenabschnitt 67 angepasst,
um das Medium aus den Ablässen 65,
die in die Sickergrube 67 verteilt wurden, aufzufangen.
Eine Pumpe 70 leitet das Medium zu einem Biofilter 71,
einem Schaumfraktionierer 72 und einer Verarbeitungseinheit 73,
welche die Funktionen eines UV-Sterilisators,
eines Ozonerzeugers und eines Antriebskopfmischers mit Venturi sowie
eine Temperatursteuerung beinhaltet.
-
Larvenfutter
-
Um
einen Standard bei der Futterqualität zu erzielen, ist die Anreicherung
von Zweischalern erforderlich. Die grünen Mikroalgen Nannochloropsis
spp. werden neben den lebenden neuseeländischen Herzmuscheln bei einer
beibehaltenen Temperatur im Bereich zwischen 25–28°C gezüchtet. Die Zelldichte wird
bei über
20 × 107 pro ml gehalten. Die Algenkultur wird in
einem Verhältnis
von 1 kg neuseeländischen
Herzmuscheln (Nassgewicht) je 40 l Algenwasser verwendet, und das
Wasser wird alle 12 Stunden ersetzt. Der Ammoniakgehalt im Algenwasser
wird bei unter 1 ppm gehalten. Der Anreicherungsprozess wird für 48 Stunden fortgesetzt.
Die neuseeländischen
Herzmuscheln ergeben 20% Herzmuschelfleisch basierend auf dem Nassgewicht
der neuseeländischen
Herzmuscheln in der Muschelschale.
-
Die
angereicherten neuseeländischen
Herzmuscheln werden mit einem gebogenen „Dick-Messer" auf einem Schneidebrett
grob gehackt. Die Stücke
werden abhängig
vom Larvenstadium, das gefüttert
wird, durch ein großmaschiges
Sieb mit 0,5 bis 2,0 mm und dann durch ein kleinmaschiges Sieb mit
0,5 mm, gewaschen. Die Maschengröße, die
für das
erste Larvenstadium verwendet wurde, betrug 1,0 mm, 1,5 mm für das zweite Larvenstadium
und 2,0 mm für
das dritte und vierte Larvenstadium. Die gehackten Fleischstücke, die
zwischen dem großmaschigen
und dem kleinmaschigen Sieb zurückblieben,
wurden beiseite gelegt. Die Fleischstücke, die im großmaschigen
Sieb zurückblieben,
wurden noch einmal gehackt und der obige Vorgang wurde wiederholt.
-
Die
verarbeitete Nahrung wurde vor der Fütterung durch das vorsichtige
Waschen des Fleisches in UV-sterilisiertem
Meerwasser und anschließender
Bestrahlung in 0,1% Chlormeerwasserlösung für einen Zeitraum von 30 Minuten
sterilisiert. Die gewaschenen Futterpartikel wurden wieder mit UV-sterilisiertem
Meerwasser durch das kleinmaschige Sieb gewaschen, bevor sie an
die Larven verfüttert
wurden.
-
Die
mit sterilisiertem Meerwasser zubereiteten Futtermittel wurden unter
Verwendung einer Pipette gleichmäßig in das
Aufzuchtwasser verteilt. Futterpartikel sinken auf den Boden des
Aufzuchttanks. Die nach der Fütterung
im Aufzuchttank verbliebenen Futterpartikel wurden entfernt, bevor
die nächste
Futtermenge gegeben wurde.
-
Die
Futtermenge verändert
sich abhängig
vom Wachstumsstadium und Häutungsstadium.
Die Futtermenge wurde angepasst, indem festgestellt wurde, wie viel
Futter von der vorigen Fütterung übrig blieb.
Nachfolgend ist die tägliche
Futtermenge, normalisiert auf 1000 Phyllosoma-Larven in einem 1-t-Tank,
angegeben.
-
Erstes Larvenstadium (Tag
1–Tag
5)
-
(Tag 1)
-
Phyllosoma-Larven
begannen in der Nacht des Schlüpfens
zu fressen (50 ml gehackte Fleischpartikel). Um gleichzeitige Häutung der
Larven zu erzielen, wurde am Morgen des Tages 1 nicht gefüttert.
-
(Tage 2–4)
-
Phyllosoma-Larven
begannen mehr zu fressen, folglich wurde die Futtermenge abhängig von
der Menge übrig
gebliebener Nahrung angepasst. Gefüttert wurde zweimal täglich (50–70 ml am
frühen
Morgen und späten
Abend).
-
(Tage 5–6)
-
Phyllosoma-Larven
begannen sich auf die Häutung
vorzubereiten, folglich wurde die Futtermenge ab dem Abend des Tages
5 verringert (50–70
ml am Morgen und 30–40
ml am späten
Nachmittag). Zweites Larvenstadium (Tag 6–Tag 10)
-
(Tage 6–7)
-
Phyllosoma-Larven
im ersten Larvenstadium häuten
sich am frühen
Morgen in das zweite Larvenstadium, folglich wurde die Futtermenge
am Morgen minimiert, wobei am späten
Abend etwas mehr gegeben wurde (50–60 ml am Morgen und 60–80 ml am
Nachmittag).
-
(Tage 7–9)
-
Es
wurde zweimal täglich
gefüttert
(50–60
ml), aber gegen Tag 9 begannen die Phyllosoma-Larven mehr zu fressen,
und eine Fütterung
dreimal täglich
wurde erforderlich.
-
(Tage 9–10)
-
Futtermengen
waren immer noch hoch, sogar vor der Häutung. Während der Nächte wurde ausreichend Nahrung
(70–80
ml) zur Verfügung
gestellt, um Kannibalismus am Morgen zu vermeiden.
-
Drittes Larvenstadium
(Tage 10–16)
-
(Tage 10–12)
-
Die
Larven häuteten
sich am frühen
Morgen (4.00–5.00
Uhr), und deshalb wurde sichergestellt, dass ausreichend Nahrung
vor und während
dem Häutungsstadium
verfügbar
ist. Vor der Häutung
gab es eine zusätzliche
Fütterung
(20–30
ml), da keine Nahrung im Tank übrig
war. Die Larven fraßen
im Stadium nach der Häutung
3–6 Stunden
lang kein Futter, und deshalb wurde die Fütterung am Morgen minimiert
(50–60
ml), und eine größeren Menge
wurde am Nachmittag (100 ml–120
ml) gefüttert.
-
(Tage 12–16)
-
Die
Larven wurden dreimal täglich
gefüttert
(70–80
ml, alle 8 Stunden), und es wurde sichergestellt, dass immer Futter
verfügbar
ist.
-
Viertes Larvenstadium
(Tage 15–27)
-
(Tage 15–17)
-
Es
wurde dreimal täglich
gefüttert
(60–70
ml) und sichergestellt, dass immer Futter verfügbar ist.
-
(Tage 18–21)
-
Die
Futtermenge für
die Phyllosoma-Larven erreichte nun ihren Höchststand. Die Larven wurden
dreimal täglich
gefüttert
(100–120
ml).
-
(Tage 21–30)
-
Die
Phyllosoma-Larven begannen die Metamorphose in das Nisto-Stadium,
und deshalb wurde die Futtermenge angesichts der abnehmenden Anzahl
an Phyllosoma-Larven im vierten Larvenstadium verringert. Wenn die
Phyllosoma-Larven
zwischen den Tagen 25–26
nicht fraßen,
wurde die Fütterung
auf zweimal täglich (60–80 ml)
reduziert. Um Kannibalismus zu vermeiden, wurden Phyllosoma-Larven,
die vor der Metamorphose standen, von den anderen Phyllosoma-Larven, die in der
Häutung
standen, getrennt.
-
NISTO
-
Die
Nistos werden in einem baugleichen Tank wie dem für Larven
gezüchtet,
wobei das Wasser auf dieselbe Art und Weise behandelt wird.
-
Nach
der Metamorphose in das Nisto-Stadium werden Nistos in einem Nisto-Tank
gezüchtet.
Die Wasserqualität
im Nistoaufzuchttank ist dieselbe wie in dem bei der Phyllosoma-Larvenzucht.
Nistos können
bei hoher Aufzuchtdichte (> 100
Nistos pro l) gezüchtet
werden. während
des Nisto-Stadiums ist keine Fütterung erforderlich.
Die Dauer des Nisto-Stadiums beträgt etwa 7 Tage, wobei die Temperatur
bei 26–27°C gehalten wird.
-
JUVENILE KULTUR
-
Nach
7 Tagen häuten
sich Nistos in das juvenile Stadium. Die Häutung in das juvenile Stadium
findet immer während
der Nacht statt. Das Exoskelett der juvenilen Tiere ist verkalkt
und pigmentiert. Frisch gehäutete
juvenile Tiere sollten am nächsten
Morgen aus dem Nisto-Tank gesammelt werden und in den Aufbewahrungstank
für juvenile
Tiere verlegt werden.
-
Juvenile
Tiere sind nachtaktiv. Nur einmal täglich am Abend füttern und
die verbliebene Nahrung und die Fäkalien am nächsten Morgen entfernen. Futtermengen
entsprechend der Menge der Futterreste anpassen. Die Futtermenge
für juvenile
Tiere im ersten Stadium ist ähnlich
der Menge im zweiten oder dritten Stadium der Phyllosoma-Larven.
Gehacktes Fleisch von angereicherten neuseeländischen Herzmuscheln ist mindestens
bis zum vierten Juvenilstadium geeignet, dann können nicht-angereicherte neuseeländische
Herzmuscheln, Tintenfische, Jakobsmuscheln und Miesmuscheln verwendet
werden. Die optimale Temperatur für die Juvenilen-Kultur beträgt 26–27°C.
-
Es
ist selbstverständlich,
dass während
obige Beschreibung als veranschaulichende Beispiele dieser Erfindung
gegeben wurde, alle ähnlichen
und andere Modifikationen und Abweichungen davon, die einem Fachmann
offensichtlich wären,
ebenfalls als im Umfang dieser Erfindung enthalten zu verstehen
sind, wie in den hier beigefügten
Ansprüchen
definiert.