-
TECHNISCHER
BEREICH DER ERFINDUNG
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft allgemein hydrophile geladene Membranen.
Diese Membranen finden Verwendung in der Separation, Entfernung
oder Verminderung von bakteriellen Verunreinigungen, z.B. Endotoxinen,
aus Wasser, Kochsalzlösungen
und anderen Fluiden.
-
HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
-
Die
Entfernung von bakteriellen Verunreinigungen, wie Endotoxinen, aus
Fluiden, z.B. aus pharmazeutischen Produkten, ist eine Herausforderung
für die
Separationsindustrie. Es ist versucht worden, dieser Herausforderung
durch die Verwendung von ladungsmodifizierten Membranen zu begegnen.
-
Bei
einigen dieser Membranen ist die Entfernungseffizienz für bakterielle
Verunreinigungen begrenzt, z.B. ist die Bindungskapazität für Verunreinigungen
gering. Diese Membranen weisen also verminderte Endotoxin-Rückhalteeigenschaften
auf. Derartige Eigenschaften führen
zu einem frühen
Endotoxin-Durchbruch
in das gefilterte Fluid. Ferner weisen einige der Membranen niedrige
Wasserfließraten
auf. Einige dieser Membranen weisen eine begrenzte Benetzbarkeit
mit Wasser und/oder Kochsalzlösung
auf.
-
Es
besteht folglich ein Bedarf an einer Membran, die verbesserte Rückhalteeigenschaften
für bakterielle
Verunreinigungen, insbesondere Endotoxine, aufweist. Es besteht
ferner Bedarf an einer Membran, die Benetzbarkeit mit Wasser und/oder
Kochsalzlösung
und Wasserpermeabilität
aufweist. Mit der vorliegenden Erfindung werden mindestens einige
der Nachteile des Standes der Technik gebessert. Diese und weitere
Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung.
-
Die
WO 98/01208 offenbart eine kationisch ladungsmodifizierte Membran,
wobei die positive Ladung u.a. durch die Anwendung eines Epichlorhydrinmodifizierten
Polyamins bereitgestellt ist. Die Membranen sollen für die Filtration
einer breiten Vielfalt von Fluiden geeignet sein, einschließlich der
Entfernung von Endotoxinen.
-
Die
U5-A-5 269 931 betrifft eine kationisch geladene semihydrophobe
Polyethersulfon-Membran mit hydrophilen und semihydrophoben Eigenschaften.
Dieser Typ von Membran wird für
verschiedene Anwendungen empfohlen, so z.B. für die Filtration von Fluiden
und den makromolekularen Transfer von Biomolekülen entweder von Elektrophoresegelen
oder direkt zur Immobilisierung auf der Membran für Hybridisierung
und Stripping.
-
Die
U5-A-5 543 054 betrifft ein Verfahren zum kovalenten Immobilisieren
eines Kohlenhydratmoleküls mit
einer entgegengesetzt geladenen Oberfläche mittels einer hydrophoben
mikroporösen
polymeren Membran, die mit einem vernetzten kationischen Polymer
beschichtet ist, das Festladungen trägt.
-
Die
U5-A-5 462 867 offenbart eine hydrophobe mikroporöse Polysulfon-
oder Polyethersulfon-Membran, die so modifiziert ist, dass sie eine
Anzahl funktionalisierter Kettenenden enthält.
-
KURZE ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
-
Zahlreiche
der vorstehenden Forderungen werden mit der vorliegenden Erfindung
erfüllt,
die gemäß einer
Ausführungsform
eine hydrophile geladene Membran bereitstellt, umfassend eine poröse hydrophobe Matrix
und ein negativ geladenes, Ladung stellendes Agens, welches in der
hydrophoben Matrix verteilt ist. Die vorliegende Erfindung stellt
ferner ein Verfahren zur Herstellung der obigen Membran bereit,
umfassend das Bilden der Membran aus einer Lösung, welche ein zur Bildung
einer porösen
hydrophoben Matrix befähigtes hydrophobes
Polymer, ein Lösemittel
für das
hydrophobe Polymer, einen Porenbildner und ein negativ geladenes,
Ladung stellendes Agens oder einen Vorläufer hiervon umfasst. Die Bildung
der Membran kann eine Phaseninversion umfassen.
-
Die
vorliegende Erfindung stellt ferner eine Filtervorrichtung bereit,
welche die erfindungsgemäßen hydrophilen
geladenen Membranen umfasst. Die vorliegende Erfindung stellt ferner
ein Verfahren bereit zum Behandeln eines Fluids, welches bakterielle
Verunreinigungen enthält,
z.B. Endotoxine, wobei das Verfahren umfasst: Inkontaktbringen des
Fluids mit einer hydrophilen geladenen Membran und Wiedergewinnen
eines an bakteriellen Verunreinigungen verarmten Fluids. Falls gewünscht, kann
das an bakteriellen Verunreinigungen verarmte Fluid einem Patienten
zurückgegeben
oder verabreicht werden. Hierin bezieht sich der Ausdruck "bakterielle Verunreinigungen" auf Endotoxin-Verunreinigungen,
die aus Bakterien resultieren oder stammen, einschließlich Lipopolysaccharide
und Lipoteichonsäure.
-
Die
Erfindung wird im Folgenden im Zusammenhang mit gewissen Ausführungsformen
und Verfahren beschrieben; es ist jedoch nicht beabsichtigt, die
Erfindung auf diese spezifischen Ausführungsformen zu begrenzen.
Vielmehr ist es beabsichtigt, alle alternativen Ausführungsformen
und Modifikationen, die in den Bereich der Erfindung fallen, zu
umfassen.
-
KURZE BESCHREIBUNG
DER FIGUREN
-
In 1 zeigt
die x-Achse die Filtratfraktionssammelzeit in Minuten und die y-Achse
zeigt den Log Reduction Value, der definiert ist als Log10 (Endotoxin-Challenge-Konzentration/Endotoxin-Konzentration
in der Fraktion).
-
1 zeigt
die Endotoxin-Reduktion, die erzielt wird, wenn eine eine Endotoxin-Challenge-Konzentration
enthaltende Kochsalzlösung
mittels der in dem Beispiel beschriebenen Ausführungsform der Membran filtriert
wird.
-
DETAILBESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
-
Die
vorliegende Erfindung basiert auf der Entdeckung, dass eine hydrophile
Membran, die Festladungen und eine hydrophobe Komponente aufweist,
hervorragende Rückhaltewerte
für bakterielle
Verunreinigungen, z.B. Endotoxine, zeigt.
-
Die
vorliegende Erfindung stellt in einer Ausführungsform eine hydrophile
geladene mikroporöse
Membran bereit, umfassend ein poröses hydrophobes Substrat und
eine Beschichtung umfassend ein negativ geladenes, Ladung stellendes
Agens. Das Ladung stellende Agens enthält eine geeignete negativ geladene Gruppe.
Vorzugsweise ist das Ladung stellende Agens ein Polymer.
-
Die
für die
vorliegende Erfindung verwendeten Polyamine sind vorzugsweise wasserlöslich oder
durch geeignete chemische Modifikationen wasserlöslich gemacht, z.B. durch die
Einführung
hydrophiler Gruppen wie Hydroxyl.
-
Wie
oben diskutiert, ist das Ladung stellende Agens negativ geladen.
Das Ladung stellende Agens kann ein negativ geladenes Polymer sein.
Das negativ geladene Polymer kann eine beliebige geeignete negative
Gruppe enthalten, vorzugsweise eine Sulfonsäure-Gruppe. Beispielsweise
umfasst das negativ geladene Polymer ein polymerisiertes Acrylamidosulfonsäure-Monomer,
vorzugsweise ein Acrylamidoalkylsulfonsäure-Monomer. Ein Beispiel für ein derartiges
Monomer ist 2-Acrylamido-2-methyl-1-propansulfonsäure ("AMPS").
-
Es
ist ferner bevorzugt, wenn das negativ geladene Polymer vernetzt
ist. Das Vernetzen kann zwar mittels eines beliebigen Vernetzungsmittels
durchgeführt
werden; ein bevorzugtes Vernetzungsmittel ist jedoch ein Acrylamido-Vernetzungsmittel.
Ein Beispiel für
ein Acrylamido-Vernetzungsmittel ist N-(Alkoxymethyl)-acrylamid,
vorzugsweise N-(Isobutoxymethyl)-acrylamid ("IBMA").
-
Optional
kann das negativ geladene Polymer ein polymerisiertes Hydroxyalkylacrylat-Monomer
umfassen, z.B. ein Hydroxyethylacrylat wie z.B. ein Hydroxyethylalkylacrylat,
z.B. 2-Hydroxyethylmethacrylat. Hierin bezieht sich der Ausdruck "Alkyl" auf niedere Alkyl-Gruppen,
insbesondere C1-C10-Alkyl-Gruppen, ganz besonders
C1-C3-Alkyl-Gruppen.
-
Das
poröse
hydrophobe Substrat kann nach Methoden hergestellt werden, die dem
Durchschnittsfachmann bekannt sind. Beispielsweise kann es durch
einen Phaseninversionsprozess hergestellt werden. Es wird also eine
Gießlösung hergestellt,
welche das hydrophobe Polymer, ein Lösemittel, einen Porenbildner
und optional eine kleine Menge eines Nichtlösemittels enthält, durch
Kombinieren und Mischen der Bestandteile, vorzugsweise bei einer
erhöhten
Temperatur. Die resultierende Lösung
wird filtriert, um Unlösliches
oder Verunreinigungen zu entfernen. Die Gießlösung wird in die Form eines
Flachmaterials oder einer Hohlfaser gegossen oder extrudiert. Das
resultierende Flachmaterial oder die Faser wird als eine phaseninvertierte
Membran fest werden oder gelieren gelassen. Die verfestigte Membran
wird dann "geleacht", um das Lösemittel und
andere lösliche
Bestandteile zu entfernen.
-
Eine
Ausführungsform
der hydrophilen ladungsmodifizierten Membran kann wie folgt hergestellt
werden. Das poröse
hydrophobe Substrat wird mit einer Zusammensetzung in Kontakt gebracht,
welche ein Ladung stellendes Agens oder einen Vorläufer hiervon
umfasst. Das Inkontaktbringen wird so durchgeführt, dass das Ladung stellende
Agens oder der (die) Vorläufer
hiervon vorzugsweise die Porenwände
des hydrophoben Substrats bedeckt. So kann zum Beispiel das Ladung
stellende Agens oder sein(e) Vorläufer in einem geeigneten Lösemittel
gelöst
werden, welches mit dem hydrophoben Substrat verträglich ist,
um eine Lösung
bereitzustellen, die dann mit dem Substrat in Kontakt gebracht wird.
-
Bevorzugte
Lösemittel
umfassen Wasser, niedrigsiedende Alkohole, wie Methanol, Ethanol
und Isopropanol, sowie Kombinationen hiervon. So ist beispielsweise
eine Mischung von Wasser und Ethanol bevorzugt. Das Lösemittel
oder die Mischung von Lösemitteln
liegt in einer Menge von ca. 80 Gew.-% bis ca. 99 Gew.-%, vorzugsweise
in einer Menge von ca. 88 Gew.-% bis ca. 97 Gew.-% der Beschichtungszusammensetzung
vor.
-
Zur
Bereitstellung einer positiv geladenen Membran liegt das Polyamin
oder die Mischung von Polyamin-Vorläufern typisch in einer Menge
von ca. 0,5 Gew.-% bis ca. 20 Gew.-%, vorzugsweise in einer Menge von
ca. 1 Gew.-% bis ca. 9 Gew.-% der Beschichtungszusammensetzung vor.
Zusätzlich
kann die Gießlösung einen
pH-Regler enthalten, z.B. um einen pH-Wert von ca. 9,5 bis ca. 11,5,
vorzugsweise von ca. 10,5 bis ca. 11,0 bereitzustellen. Der pH-Wert
kann durch die Verwendung einer Base, z.B. ein Alkali wie Kaliumhydroxid, eingestellt
werden.
-
Das
poröse
hydrophobe Substrat kann mit der Beschichtungslösung nach dem Durchschnittsfachmann
bekannten Methoden beschichtet werden, z.B. durch Tauchbeschichten,
Sprühen.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
stellt die vorliegende Erfindung eine hydrophile geladene mikroporöse Membran
bereit, umfassend eine poröse
hydrophobe polymere Matrix und ein negativ geladenes, Ladung stellendes
Agens, welches innerhalb der porösen
hydrophoben polymeren Matrix verteilt ist. Ohne Beschränkung auf
eine bestimmte Theorie oder Mechanismus wird angenommen, dass das
Ladung stellende Agens als Präzipitat,
Okklusion, Mischung und/oder Netzwerk innerhalb der hydrophoben
Matrix verteilt ist. So ist z.B. die hydrophile geladene Membran
aus einem porösen
hydrophoben Polymer gebildet, z.B. einem Polyethersulfon, mit einem
darin dispergierten Ladung stellenden Agens, welches negativ geladene
Gruppen enthält.
Derartige Membranen können
z.B. durch ein Gießverfahren,
Co-Casting genannt, hergestellt werden, wie unten beispielhaft dargestellt.
-
Es
kann ein beliebiges geeignetes hydrophobes Polymer, Lösemittel
und/oder Porenbildner verwendet werden, um die hydrophobe Matrix
herzustellen. Beispiele für
hydrophobe Polymere umfassen Polysulfone, Polyolefine, Polystyrole,
Polyaromaten, Cellulosederivate, Polyester, Polyamide wie aromatische
Polyamide und aliphatische Polyamide mit langen Alkylsegmenten,
z.B. mit C8-C16-Segmenten,
Polyimide, Polytetrafluorethylen, Polycarbonate und PEEK. Aromatische
Polysulfone sind bevorzugt. Polyethersulfon ist besonders bevorzugt.
N-Methylpyrrolidon und N,N-Dimethylformamid sind bevorzugte Lösemittel.
Polyethylenglycol und Glycerol sind bevorzugte Porenbildner.
-
Die
Gießlösung kann
hergestellt werden durch Kombinieren und Mischen der benötigten Komponenten.
Es ist bevorzugt, wenn das Ladung stellende Agens ein Polymer ist.
Der Vorläufer
des polymeren Ladung stellenden Agens umfasst ein oder mehrere polymerisierbare
Monomere, einen Initiator und, optio nal, ein Vernetzungsmittel.
Geeignete Monomere umfassen Acrylmonomere, z.B. ein Acryloyl-Monomer,
mehr bevorzugt ein alkylsubstituiertes Acryloyl- oder Alkacryloyl-Monomer. Es ist weiter
bevorzugt, wenn das Monomer ein Alkacryloylaminoalkyl-Monomer ist.
Hierin bezieht sich der Ausdruck "Alkyl" auf niedere Alkyl-Gruppen, insbesondere
C1-C10-Alkyl-Gruppen,
ganz besonders C1-C3-Alkyl-Gruppen.
-
Eine
Kombination von geladenen Monomeren und ungeladenen Monomeren kann
verwendet werden. Von den ungeladenen Monomeren glaubt man, dass
sie, wenn sie polymerisiert sind, vorteilhafte Ladungstrennung und/oder
verbesserte Kompatibilität
zwischen dem Ladung stellenden Agens und der hydrophoben Matrix
bereitstellen.
-
Vorzugsweise
ist das Ladung stellende Polymer vernetzt. Es kann ein beliebiges
geeignetes Vernetzungsmittel, wie dem Durchschnittsfachmann bekannt,
verwendet werden. Vorzugsweise kann ein polyfunktionales Vernetzungsmittel,
wie ein Polyacrylat, z.B. ein Di-, Tri- oder höheres Acrylat, verwendet werden.
Alkylenglycolpolyacrylate, insbesondere Alkylenglycoldiacrylate
sind bevorzugt. Hierin bezeichnet der Ausdruck "Alkylen" eine C2-C10-Alkylen-Gruppe, vorzugsweise eine C2-C4-Gruppe. Weiter
bevorzugt sind Alkylenglycoldialkylacrylate. Hierin bezieht sich
der Ausdruck "Alkyl" auf niedere Alkyl-Gruppen, insbesondere
C1-C10-Alkyl-Gruppen,
ganz besonders C1-C3-Alkyl-Gruppen. Alkylenglycoldimethacrylate
sind weiter bevorzugt. Ein geeignetes Beispiel für ein Alkylenglycoldimethacrylat
ist Ethylenglycoldimethacrylat. Weitere Beispiele für Alkylenglycoldimethacrylate
umfassen Di-, Tri- und höhere
Ethylenglycoldimethacrylate und Polyethylenglycoldimethacrylat.
Zusätzlich
zu oder an Stelle von Alkylenglycoldimethacrylaten können Di-,
Tri- und höhere
Alkylengycoldialkylacrylate, wie Diethyl-, Dipropyl- und höhere Dialkylacrylate
verwendet werden.
-
Es
kann ein beliebiger geeigneter Polymerisationsinitiator verwendet
werden, vorzugsweise ein radikalischer Polymerisationsinitiator.
Ammoniumpersulfat ist ein Beispiel für einen geeigneten radikalischen
Polymerisationsinitiator.
-
Die
Komponenten, welche die Gießlösung bilden,
können
in einem beliebigen geeigneten Verhältnis kombiniert werden. Beispielsweise
kann das hydrophobe Polymer in einer Menge von ca. 6 Gew.-% bis
ca. 22 Gew.-%, vorzugsweise in einer Menge von ca. 9 Gew.-% bis
ca. 15 Gew.-% der Gießlösung vorliegen.
Das Lösemittel
kann in einer Menge von ca. 15 Gew.-% bis ca. 30 Gew.-%, vorzugsweise
in einer Menge von ca. 18 Gew.-% bis ca. 30 Gew.-% der Gießlösung vorliegen.
Der Porenbildner kann in einer Menge von ca. 50 Gew.-% bis ca. 80
Gew.-%, vorzugsweise in einer Menge von ca. 60 Gew.-% bis ca. 70
Gew.-% der Gießlösung vorliegen.
-
Typisch
liegt das geladene Monomer in einer Menge von ca. 0,01 Gew.-% bis
ca. 15 Gew.-%, vorzugsweise in einer Menge von ca. 1,5 Gew.-% bis
ca. 2,5 Gew.-% der Gießlösung vor
Polymerisation vor.
-
Beispielhaft
kann das Vernetzungsmittel in einer Menge von ca. 0,001 Gew.-% bis
ca. 2 Gew.-%, vorzugsweise in einer Menge von ca. 0,03 Gew.-% bis
ca. 1 Gew.-% der Gießlösung vor
Polymerisation vorliegen. Beispielhaft kann der Initiator in einer
Menge von ca. 0,01 Gew.-% bis ca. 1 Gew.-%, vorzugsweise in einer Menge
von ca. 0,05 Gew.-% bis ca. 0,3 Gew.-% der Gießlösung vor Polymerisation vorliegen.
-
Die
Komponenten können
in einem geeigneten Mischer kombiniert und gemischt werden, vorzugsweise
bei einer erhöhten
Temperatur. So kann das hydrophobe Polymer z.B. dem Porenbildner
in einem geeigneten, mit einem Mischer ausgestatteten Behälter zugegeben
werden. Der radikalische Initiator wird in dem Lösemittel für das hydrophobe Polymer gelöst und dem
Behälter
hinzugefügt.
Dann können
das Vernetzungsmittel und der Vorläufer hinzugegeben werden. Beispielsweise
wird die Mischung bei einer Temperatur von ca. 90°F (32°C) bis ca.
150°F (65°C), vorzugsweise
ca. 100°F
(49°C) bis
ca. 140°F
(60°C) gemischt.
Das Mischen kann für
eine geeignete Zeitdauer durchgeführt werden. So kann die Mischung
z.B. bei ca. 115°F
(46°C) für ca. 8
Stunden bewegt werden. Während
des Mischens wird/werden der/die Vorläufer polymerisiert. Es ist
jedoch bevorzugt, die Polymerisation nicht über den Punkt hinaus weiterschreiten
zu lassen, bei dem sich ein Präzipitat
oder Gel bilden würde,
da Präzipitate
und Gele den Gießvorgang
oder die Qualität
der resultierenden Membran abträglich
beeinflussen würden.
Die resultierende Gießlösung kann
filtriert werden, um Ungelöstes, Präzipitate,
Gele oder Verunreinigungen zu entfernen. Die Gießlösung kann vorteilhaft entgast
werden, um Blasen zu entfernen.
-
Die
Gießlösung kann
in eine beliebige geeignete Form überführt werden, z.B. in die Form
eines Flachmaterials, eines Rohrs oder einer Hohlfaser. So kann
die Gießlösung z.B.
in die Form eines Flachmaterials überführt werden durch Extrudieren
durch einen Schlitz oder durch Auftragen auf eine Glasplatte mittels
einer Rakel. Die Gießlösung kann
auch als dünner
Film auf ein poröses
Textilmaterial oder Papier aufgetragen werden.
-
Die
wie oben geformte Gießlösung stellt
eine Vormembran bereit. Die Vormembran wird dann eine Phaseninversion
durchlaufen gelassen. Die Phaseninversion kann z.B. dadurch verursacht
werden, dass die Vormembran einer Nichtlösemittel-Flüssigkeit oder -Dampf ausgesetzt
wird. So kann die Vormembran z.B. einem Wasserdampf in einer Kammer
mit kontrollierter Feuchtigkeit ausgesetzt werden.
-
Die
resultierende phaseninvertierte Membran kann gewaschen werden, um
das Lösemittel,
den Porenbildner und andere auswaschbare Bestandteile zu entfernen.
Die phaseninvertierte Membran kann in deionisiertem Wasser gewaschen
oder "geleacht" werden. Die gewaschene
Membran wird dann getrocknet, um das Wasser zu entfernen.
-
Zur
Herstellung der hydrophilen Membran, welche eine hydrophobe polymere
Matrix und ein eine negative Ladung stellendes, in der Matrix verteiltes
Agens umfasst, kann ein eine negative Ladung stellendes Agens oder
ein Vorläufer
hiervon verwendet werden. Beispielsweise kann ein negativ geladenes
Monomer oder ein Polymer in die Zubereitung der Membrangießlösung mit
einbezogen werden.
-
So
kann z.B. eine Mischung von AMPS und IBMA in einem geeigneten Lösemittel
polymerisiert werden, um eine Copolymerlösung zu erhalten wie in US-Patent Nr. 5 021
160 diskutiert, dessen Offenbarung in ihrer Gesamtheit durch Bezugnahme
in den vorliegenden Text aufgenommen wird. Diese Copolymer lösung kann
mit dem hydrophoben Polymer, dem (den) Gießlösemittel(n), den Porenbildnern,
dem Initiator, dem Vernetzungsmittel und anderen Bestandteilen wie
oben diskutiert kombiniert werden. Die resultierende Mischung kann
erhitzt werden, um eine Gießlösung zu
erhalten. Die negative geladene Membran kann hergestellt werden
durch Gießen
der Lösung
und Verursachen einer Phaseninversion. Vorzugsweise enthält die Copolymerlösung ein
Copolymer in einer Menge von ca. 5 Gew.-% bis ca. 20 Gew.-%, mehr
bevorzugt in einer Menge von ca. 10 Gew.-% bis ca. 15 Gew.-% der
Lösung.
Das Copolymer kann in einer Menge von ca. 0,1 Gew.-% bis ca. 1,5
Gew.-%, mehr bevorzugt in einer Menge von ca. 0,3 Gew.-% bis ca.
0,5 Gew.-% der Gießlösung verwendet
werden.
-
Die
poröse
hydrophobe Matrix kann eine beliebige geeignete Porengröße aufweisen,
z.B. eine Porengröße von ca.
10 μm oder
weniger, z.B. im Bereich von ca. 0,1 μm bis ca. 10 μm, vorzugsweise
von ca. 0,1 μm bis
ca. 5 μm,
mehr bevorzugt von ca. 0,2 μm
bis ca. 1 μm.
-
Die
vorliegende Erfindung stellt ferner ein Filter bereit, welches die
hydrophilen geladenen Membranen gemäß vorliegender Erfindung umfasst.
Das Filter kann in einer beliebigen geeigneten Form vorliegen. Beispielsweise
kann das Filter ein Filterelement umfassen, welches aus dem hydrophilen
geladenen Membranflachmaterial hergestellt ist. Bei einer bevorzugten
Ausführungsform
ist das Filter in einem Gehäuse
angeordnet, um eine Filtervorrichtung bereitzustellen.
-
Die
Membranen gemäß vorliegender
Erfindung weisen ausgezeichnete Wasserpermeabilität, Endotoxin-Bindungskapazität und, vorzugsweise,
Ladungsdichte auf.
-
Die
obige Membran weist vorzugsweise eine hohe Ladungsdichte auf. Die
Ladungsdichte kann nach einem beliebigen geeigneten Verfahren gemessen
werden, z.B. nach einem elektrolytischen Verfahren, so etwa durch
Messen des Potentialabfalls über
der Membran, wobei die Membran zwischen zwei Elektrolytlösungen von
unterschiedlicher Ionenstärke
angeordnet ist, oder durch ein Farbstoff-Bindungsverfahren.
-
Für negativ
geladene Membranen kann die Bindungskapazität mit einem positiv geladenen
Farbstoff, z.B. Methylenblau, gemessen werden.
-
Die
hydrophile geladene Membran, welche ein eine negative Ladung stellendes
Agens umfasst, das innerhalb einer hydrophoben Matrix verteilt ist,
weist typisch eine Wasserfließrate
von mindestens ca. 10 ml/min/cm2, z.B. von
ca. 15 ml/min/cm2 bis ca. 50 ml/min/cm2, vorzugsweise von ca. 18 ml/min/cm2 bis ca. 35 ml/min/cm2,
bei 10 psi (0,68 bar) auf. Die obige Membran zeigt einen Öffnungs-Wasser-Blasenpunkt
von ca. 45 psi bis ca. 70 psi (ca. 3,1 bis ca. 4,8 bar), vorzugsweise
von ca. 50 psi bis ca. 60 psi (ca. 3,5 bis 4,1 bar).
-
Eine
15%ige NaCl-Lösung
benetzt die obige Membran in einer Zeit von ca. 5 s bis ca. 1 s,
vorzugsweise augenblicklich. Die obige Membran weist vorzugsweise
eine hohe Ladungsdichte auf. Beispielhaft kann die Membran bei einigen
Ausführungsformen
eine Methylenblau-Farbstoff-Bindungskapazität von 5 ml bis ca. 50 ml, vorzugsweise
von ca. 10 ml bis ca. 20 ml aufweisen. Die Membran zeigt eine Endotoxin-Bindungskapazität von mindestens
ca. 100 000 EU/cm2, z.B. von ca. 100 000
EU/cm2 bis ca. 300 000 EU/cm2 oder
größer, vorzugsweise
größer als
200 000 EU/cm2, in 0,9% Kochsalzlösung.
-
Ein
Vorteil einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist, dass die Komponenten der neuartigen
Membran sorgfältig
gewählt
sind, so dass die Membranen frei oder im Wesentlichen frei von Pfropfungen
oder kovalenten Bindungen zwischen dem ladungsmodifizierenden Agens
und dem hydrophoben Substrat oder Matrix sind. Die Herstellung der
hydrophilen geladenen Membranen gemäß vorliegender Erfindung beinhaltet
eine Chemie und Verfahren, welche relativ einfach und/oder leicht
zu realisieren sind.
-
Die
Eigenschaften der Membranen gemäß vorliegender
Erfindung machen die Membranen attraktiv zur Verwendung bei der
Entfernung von bakteriellen Verunreinigungen, insbesondere Lipopolysacchariden und/oder
Lipoteichonsäuren,
aus biologischen und pharmazeutischen Produkten. So können z.B.
bakterielle Verunreinigungen aus biologischen Fluiden, pharmazeutischen
Produkten, Puffern, Salzlösungen,
Dialyselösungen
und Zellwachstumsmedien sowie anderen biologischen Zubereitungen
entfernt werden. Ein biologisches Fluid umfasst ein beliebiges behandeltes
oder unbehandeltes Fluid, welches mit lebenden Organismen assoziiert
ist, insbesondere Blut, einschließlich Vollblut, Warm- oder
Kaltblut, konserviertes oder frisch entnommenes Blut; behandeltes
Blut, z.B. Blut, welches mit mindestens einer physiologischen Lösung verdünnt ist, einschließlich, jedoch
nicht beschränkt
auf Kochsalzlösungen,
Nährlösungen und/oder
Antikoagulanslösungen;
Blutkomponenten, wie Blutplättchenkonzentrat,
plättchenreiches
Plasma, plättchenarmes
Plasma, plättchenfreies
Plasma, Plasma, Fresh-Frozen-Plasma, aus Plasma gewonnene Komponenten,
gepackte rote Zellen (PRC), Übergangszonenmaterial
oder Buffy-Coat; analoge Blutprodukte, abgeleitet von Blut oder
einer Blutkomponente oder abgeleitet von Knochenmark; vom Plasma
getrennte und in einem physiologischen Fluid resuspendierte rote
Zellen; und vom Plasma getrennte und einem physiologischen Fluid
resuspendierte Blutplättchen.
Das biologische Fluid kann vor seiner erfindungsgemäßen Verarbeitung
auf Entfernung eines Teils der Leukozyten behandelt worden sein.
Gelegentlich wird auf eine "Einheit" eines biologischen
Fluids Bezug genommen. Eine "Einheit" ist die Menge an
biologischem Fluid von einem Spender oder die von einer Einheit Vollblut
abgeleitete Menge. Der Ausdruck kann sich ferner auf die Menge beziehen,
die bei einer einzigen Spende abgenommen wird. Typisch variiert
das Volumen einer Einheit, wobei die Menge von Patient zu Patient und
von Spende zu Spende differiert. Mehrfache Einheiten von einigen
Blutkomponenten, insbesondere Plättchen
und Buffy Coat, können
gepoolt oder kombiniert werden, typisch durch Kombinieren von vier
oder mehr Einheiten.
-
Wie
hierin verwendet, bezieht sich "biologisches
Fluid" auf die im
Vorstehenden beschriebenen Komponenten sowie Lymphflüssigkeiten
und cerebrospinale Flüssigkeit.
Pharmazeutische Produkte umfassen Zusammensetzungen, welche Proteine
(z.B. Antikörper,
Enzyme, Vakzinen), Aminosäuren,
Peptide, Nucleinsäuren,
Plasmide, Cosmide, Phagen, Polysaccharide, Lipide, Bioreaktor-,
Fermenter- und/oder Zellkulturernten umfassen.
-
Die
Membranen gemäß vorliegender
Erfindung sind geeignet zur Verminderung der Endotoxin-Kontamination
von Proben, welche Plasmide und Endotoxine enthalten. Ausführungsformen
der Membran können in
Nucleinsäure-Proben (z.B. DNA-Proben)
vorliegende Endotoxine von über
1000 EU/ml eines Fluids auf weniger als 10 EU/ml (> 2 logs) vermindern.
Die Endotoxin-Konzentration kann von über 52 000 EU/mg DNA auf weniger
als 500 EU/mg DNA vermindert werden. Die DNA kann chromosomal oder
extrachromosomal sein.
-
Die
vorliegende Erfindung stellt also ein Verfahren bereit zum Behandeln
eines Fluids, welches bakterielle Verunreinigungen enthält, um das
Fluid an den Verunreinigungen zu verarmen, wobei das Verfahren umfasst:
Inkontaktbringen des Fluids mit der hydrophilen geladenen Membran
und Wiedergewinnen eines an bakteriellen Verunreinigungen verarmten
Fluids.
-
Das
kontaminierte Fluid kann mit der Membran z.B. dadurch in Kontakt
gebracht werden, dass die Flüssigkeit
durch ein Filter geleitet wird, welches die Membran gemäß vorliegender
Erfindung enthält.
Beispielhaft wird das Fluid mit der Membran dadurch in Kontakt gebracht,
dass das Fluid unter Druck über
oder durch die Membranoberfläche
geleitet wird. Das Fluid kann also durch ein Filter geleitet werden,
und das an Verunreinigungen verarmte Filtrat (z.B. Permeat) kann
gesammelt, weiter verarbeitet und/oder einem Patienten verabreicht
oder zurückgegeben
werden.
-
Die
vorliegende Erfindung stellt ferner eine Vorrichtung bereit, z.B.
eine Filtervorrichtung, eine chromatographische Vorrichtung, eine
Vorrichtung für
den makromolekularen Transfer, eine Strömungsverteilungsanordnung und/oder
ein Membranmodul, umfassend eine oder mehrere Membranen gemäß vorliegender
Erfindung. Bei einigen Ausführungsformen
der Erfindung wird ein Set und/oder ein System bereitgestellt, umfassend
eine die erfindungsgemäße Membran
enthaltende Filtervorrichtung und mindestens eine von den Komponenten,
welche sind ein Behälter,
eine Leitung und eine Entlüftung.
Eine Ausführungsform
eines Systems umfasst eine zusätzliche
Filtervorrichtung, z.B. eine Leukozyten-Filtervorrichtung.
-
Die
Vorrichtung kann in einer beliebigen geeigneten Form vorliegen.
Typische Filtervorrichtungen umfassen ein Gehäuse, welches mindestens einen
Einlass und mindestens einen Auslass umfasst, wobei ein Fluidströmungspfad
zwischen dem Einlass und dem Auslass definiert ist, und eine Membran
gemäß vorliegender Erfindung,
welche quer über
den Fluidströmungspfad
oder tangential zu dem Fluidströmungspfad
angeordnet ist. Bei einigen Ausführungs formen,
z.B. dort, wo die Filtervorrichtung geeignet ist zum Verarbeiten
von Fluid, welches einem Patienten verabreicht oder zurückgegeben
werden soll, kann die Vorrichtung zusätzliche Komponenten umfassen,
z.B. mindestens eine Entlüftung,
z.B. mindestens einen Gasauslass und/oder mindestens einen Gaseinlass.
Typisch umfasst die Entlüftung
ein poröses
Medium, welches einem Gas den Durchtritt durch das Medium erlaubt,
während
es den Durchtritt von Bakterien durch das Medium verhindert.
-
Beispielhaft
kann die Vorrichtung ein Filterelement umfassen, welches die erfindungsgemäße Membran
in einer im Wesentlichen planaren oder gefalteten Form umfasst.
Bei einer Ausführungsform
kann das Element eine hohle, im Wesentlichen zylindrische Form aufweisen.
Falls gewünscht,
kann die Vorrichtung das Filterelement in Kombination mit einer
Stromabwärts-
und/oder Stromaufwärtsstütz- oder
-drainageschicht umfassen. Die Vorrichtung kann eine Mehrzahl von
Membranen umfassen, z.B. um ein mehrschichtiges Filterelement bereitzustellen,
oder in gestapelter Form, um ein Membranmodul bereitzustellen, z.B.
ein Membranmodul zur Verwendung in der Membranchromatographie. Für Ausführungsformen
der Membran, welche in Form eines Rohrs oder einer Faser vorliegen,
können
Bündel
von Rohren oder Fasern in Module überführt werden, durch Einbetten
ihrer Enden mittels eines Klebemittels. Filterpatronen können konstruiert
werden durch Einbeziehung eines Gehäuses und Endkappen, um eine
Fluidabdichtung bereitzustellen, sowie von mindestens einem Einlass
und mindestens einem Auslass.
-
Die
Vorrichtungen können
so konstruiert sein, dass sie im Querstrom-(Crossflow-) oder Tangentialstrombetrieb
sowie in einem statischen (Deadend-)Betrieb arbeiten. Dementsprechend
kann das zu behandelnde Fluid beispielsweise tangential zur Membranoberfläche strömen gelassen
werden oder es kann senkrecht zur Membranoberfläche strömen gelassen werden.
-
Die
folgenden Beispiele sollen die vorliegende Erfindung weiter veranschaulichen;
es versteht sich jedoch, dass sie den Bereich der Erfindung in keiner
Weise begrenzen sollen.
-
BEISPIEL
-
Dieses
Beispiel illustriert eine weitere Ausführungsform einer Membran, die
geeignet ist zur Behandlung von Fluiden, welche eine bakterielle
Verunreinigung enthalten. Die Bestandteile und ihre Mengen sind
im Folgenden aufgezeigt.
-
-
Die
IBMA-AMPS-Copolymerlösung
wurde herstellt aus AMPS und IBMA wie in Beispiel 1 des US-Patents
Nr. 5 021 160 beschrieben.
-
Die
in der obigen Tabelle angegebenen Bestandteile wurden kombiniert
und gemischt bei 130°F (54,4°C) für 18 Stunden.
Die resultierende Lösung
wurde entgast und auf eine Unterlage gegossen, und es wurde eine
Phaseninversion durch Wasserdampfexposition durchgeführt. Die
resultierende Membran wurde mit deionisiertem Wasser gewaschen und
getrocknet. Die Membran wies einen Öffnungs-Wasser-Blasenpunkt von
53,9 psi, eine Wasserfließrate
von 18,8 ml/min/cm2 bei 10 psi (0,68 bar),
eine Dicke von ca. 5,5–5,9
mil (137–148 μm) und eine
Methylenblau-Farbstoff-Bindungskapazität von 16 ml mit einer 10 ppm-Lösung bei
pH 6,6 bei einem ΔP
von 10 psi (0,68) auf. Eine 15%ige NaCl-Lösung benetzte die Membran augenblicklich.
Die Membran hatte eine nominelle Porengröße von 0,2 μm.
-
Die
Membran wurde auf Endotoxin-Entfernung aus einer 0,9%igen Kochsalzlösung getestet,
wie in Beispiel 2 beschrieben. Die Ziel-Endotoxin-Challenge-Konzentration betrug
10 000 EU/ml. Der tatsächliche Endotoxin-Challenge-Level betrug 24 560
EU/ml. Die Fluidfließrate
betrug 1 ml/min. Die Detekti onsgrenze war 0,05 EU/ml oder ein LRV-Wert
von 5,7. Die erhaltenen Resultate sind in 1 dargestellt.
Die Membran zeigte eine Endotoxin-Bindungskapazität von mehr
als 265 513 EU/cm2 in Kochsalzlösung.