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BEREICH DER
ERFINDUNG
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Diese
Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ausbilden eines verdichteten
Metallwerkstücks
aus einer eisenbasierenden metallurgischen Pulverzusammensetzung.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Eisenbasierende
Partikel werden schon seit langem als ein Basismaterial bei der
Herstellung strukureller Komponenten mittels pulvermetallurgischer
Verfahren verwandt. Die eisenbasierenden Partikel werden zunächst bei
einen hohen Druck in einer Form ausgeformt, um die gewünschte Konfiguration
herzustellen. Nach dem formgebenden Schritt wird die verdichtete
oder „grüne" Komponente im allgemeinen
einem Sinterprozess unterzogen, um der Komponente die notwendige
Festigkeit zu verleihen.
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Die
Festigkeit der verdichteten und gesinterten Komponente wird stark
vergrößert durch
Hinzufügen von
bestimmten, gewöhnlich
in Pulverform vorliegenden Legierungselementen zu dem eisenbasierenden
Pulver. Allgemein verwandte Pulver metallurgische Zusammensetzungen
enthalten derartige Legierungselemente wie Kohlenstoff (in Form
Graphit), Nickel, Kupfer, Mangan, Molybdän und Chrom u.a.. Der Anteil
dieser Legierungselemente kann so hoch sein wie etwa 4–5 Gewichtsprozent
dieser Pulverzusammensetzung. Bei den verwandten Anteilen können die
mit diesen Legierungselementen zusammenhängenden Kosten sich zu einem signifikanten
Anteil der Gesamtkosten der Pulverzusammensetzung addieren. In Folge
dessen lag es schon immer im Interesse der pulvermetallurgischen
Industrie zu versuchen, weniger kostspielige Legierungsele mente
oder Zusammensetzungen zu entwickeln, um die gewöhnlich verwandten Legierungselemente
zu reduzieren und/oder zu ersetzen.
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Obwohl
sie im höchsten
Maße brauchbar
sind, haben des weiteren einige dieser Legierungselemente auch noch
unerwünschte
Eigenschaften. Zum Beispiel können
Hersteller bestimmter Teile es wünschen,
die Menge von Kupfer und/oder Nickel, die in den pulvermetallurgischen
Zusammensetzungen verwandt werden, welche wiederum benutzt werden,
um die verdichteten Teile herzustellen, aufgrund von Umwelt- und/oder
Recycling-Bestimmungen, die die Verwendung oder Beseitigung dieser
Teile regeln, zu begrenzen. Die Verwendung von Graphit ist manchmal
nachteilig, weil es leicht aus den Pulverzusammensetzungen aufstäuben kann, was
aufgrund des Fehlens der benötigten
Menge von Kohlenstoff in der Pulvermischung zu einer reduzierten Funktionsfähigkeit
des verdichteten Teils führen
kann.
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Die
Aufnahme von Legierungselementen in die Pulverzusammensetzung kann
entweder die Duktilität des
Endprodukts verbessern oder verschlechtern, d.h. das Vermögen des
Teils, seine Ursprungsform wieder einzunehmen, nachdem eine Spannung
darauf ausgeübt
und wieder entfernt worden ist. Bestimmte Anwendungen von Teilen
benötigen
relativ gute Duktilitätseigenschaften
von den Endprodukten. Kupfer und Nickel enthaltende metallurgische
Pulverteile zeigen eine geringe Duktilität und haben daher bestimmte
Einschränkungen
bezüglich
ihres Designs. Typischerweise beträgt der Bereich der Duktilität derartiger
Teile zwischen 1,5 und 2% pro Inch. Bei bestimmten Anwendungen ist
es allerdings für
ein metallurgisches Pulverteil wünschenswert,
daß es
Duktilitäten
aufweist, die höher
sind als 3% pro Inch.
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Wie
in der Veröffentlichung
Ferros Powder Metallurgy (1995) berichtet, sind in der Vergangenheit
Versuche unter nommen worden, insbesondere die von A. N. Klein et
al durchgeführte
Arbeit, Silizium als Legierungselement zu verwenden, um derartige
Legierungselemte wie Kupfer, Nickel und Molybdän zu ersetzen. Das Silizium
wurde in dem Eisenpulver in elementarer Form, Ferro-Legierungen
oder als spezielle ternäre
FeSiMn-Vorlegierung, die aus Siliziummetallverbindungen gebildet
ist, hinzugefügt.
Wie allerdings bezüglich
der Verwendung des Siliziums herausgefunden wurde, führte dies
zu einem exzessiven Schrumpfen von binären Fe-Si-Verdichtungen in
dem Bereich üblicher
Verbindungs- und Verdichtungs-/Sinterungs-Bedingungen.
Das elementare Siliziumpulver weist typischerweise eine an Siliziumdioxid
reiche Oberfläche
auf, die nur sehr schwer in der Sinterumgebung, die üblicherweise
zur Herstellung von Pulvermetallteilen verwandt wird, zurück zu Silizium
reduziert werden kann. Hinzukommt, daß Silizium enthaltende Ferro-Legierungen
während
des Formungsprozesses nicht kompressibel sind und daher die produzierten
Teile nicht adäquate
gesinterte Dichten aufweisen.
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Es
besteht schon seit langem ein Bedarf bei der metallurgischen Pulverindustrie,
um Alternativen zu entwickeln für
die Verwendung von oder die Reduzierung der Menge von verschiedenen
bekannten Legierungselementen in den Pulvermischungen, wie z.B.
Kupfer und Nickel. Jede geeignete Alternative sollte einfach mit
dem eisenbasierenden Pulver gemischt werden können, und sollte darüber hinaus
die Festigkeit und/oder Duktilität-Charakteristika
der verdichteten Teile verbessern, ohne signifikant verschiedene
andere Pulvereigenschaften oder Eigenschaften der verdichteten Teile
zu beeinträchtigen.
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Die
JP 50 075509 A offenbart
ein Verfahren zur Herstellung einer gesinterten Ferro-Legierung,
die 0,5 bis 8 Gewichtsprozent Siliziumcarbidpulver enthält und deren
Sintertemperatur im Bereich von 1100°C bis 1230°C liegt.
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Die
JP 54 29808 A offenbart
ein Verfahren zur Herstellung eines gemischten Friktionsmaterial
des Eisentyps, das ein Eisenpulver mit weniger als 3% Phosphor plus
2–20%
eines friktionellen Granulatpulvers enthält, das wiederum Siliziumdioxid,
Siliziumkarbid, ein Metalloxid oder ein Metallkarbid enthält.
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ZUSAMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Es
ist ein Verfahren angegeben zum Ausbilden eines verdichteten Metallwerkstückes aus
einer metallurgischen Pulverzusammensetzung, mit den Verfahrensschritten:
- a) Bereitstellen einer metallurgischen Pulverzusammensetzung,
enthaltend:
- (I) mindestens 85 Gewichtsprozent eines Basismetallpulvers,
das mindestens 50 Gewichtsprozent eisenbasierendes Pulver enthält mit einer
Rohdichte von zwischen 2,75 und 4,6 g/cm3;
und
- (II) von 0,05–0,82
Gewichtsprozent Siliziumkarbid; und
- b) Verdichten der metallurgischen Pulverzusammensetzung in einer
Form bei einem Druck von zwischen 68,95 und 2757,9 MPa (5 und 200
tsi), um ein verdichtetes Werkstück
auszubilden; und
- c) Sintern des verdichteten Werkstückes bei einer Temperatur von
mindestens 1230°C
(2250°F).
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KURZE BESCHREIBUNG
DER FIGUR
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1 ist
ein Graph zur Darstellung der Ergebnisse von Tests, die an erfindungsgemäß hergestellten Teilen
im Vergleich zu Zusammensetzungen nach dem Stand der Technik hergestellten
Teile durchgeführt
wurden.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung von metallurgischen
Pulverzusammensetzungen, um verdichtete Teile herzustellen. Die
Pulverzusammensetzungen enthalten als Pulver ein metallurgisches
Basismetallpulver, dem Siliziumkarbid hinzugefügt oder damit gemischt wurde,
insbesondere in seiner Pulverform, und zwar als ein Legierungspulver
zur Erhöhung
der Festigkeit. Die Pulverzusammensetzungen können ebenfalls kleine Mengen
an anderen üblicherweise
verwendeten Legierungspulvern aufweisen, wie z.B. Pulver von Kupfer,
Nickel und Kohlenstoff. Diese Pulverzusammensetzungen können in
gleicher Art und Weise gemischt werden mit bekannten Bindemitteln,
und zwar unter Verwendung bekannter Techniken, um die Segregation
und/oder das Stauben der Legierungspulver während des Transports, der Lagerung
und der Verwendung zu reduzieren. Die Pulverzusammensetzungen können ebenfalls
andere üblicherweise
verwandte Komponenten enthalten, wie z.B. Schmierstoffe usw.
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Das
Basismetallpulver stellt den Hauptanteil der metallurgischen Pulverzusammensetzung
dar und bildet zumindestens 80 Gewichtsprozent, bevorzugt zumindest
90 Gewichtsprozent und am meisten bevorzugt zumindest 95 Gewichtsprozent
der metallurgischen Pulverzusammensetzung. Das Basismetallpulver
ist ein zerstäubtes
eisenbasierendes Pulver, wie es im einzelnen weiter unten beschrieben
werden wird. Das Basismetall pulver kann eine Mischung sein aus einem
zerstäubten
Eisenpulver mit Eisenschwamm, oder aber ein anderer Typus von Eisenpulver.
Allerdings enthält
das Basismetallpulver mindestens 50 Gewichtsprozent, bevorzugt mindestens
75 Gewichtsprozent, am meisten bevorzugt mindestens 90 Gewichtsprozent
und am allermeisten bevorzugt etwa 100 Gewichtsprozent von zerstäubtem eisenbasierenden
Pulver.
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Beispiele
von zerstäubten „eisenbasierenden" Pulvern, wie er
hier als Begriff verwandt wird, sind Pulver aus im wesentlichen
reinem Eisen, Pulver von Eisenvorlegierungen mit anderen Elementen
(z.B. stahlproduzierende Elemente), die die Festigkeit, Härtbarkeit,
elektromagnetischen Eigenschaften oder andere gewünschte Eigenschaften
der Endprodukte verbessern, und Pulver aus Eisen, an denen derartige
andere Elemente mittels Diffusions-Kontaktierung angebunden worden
sind. Im wesentlichen reine zerstäubte Eisenpulver, die in der
Erfindung verwandt werden können,
sind Pulver aus Eisen, die nicht mehr als 1,0 Gewichtsprozent, bevorzugt
nicht mehr als etwa 0,5 Gewichtsprozent normaler Verunreinigungen
enthalten. Diese im wesentlichen reinen Eisenpulver sind zerstäubte Pulver,
die mittels Zerstäubungstechniken
hergestellt worden sind. Beispiele von derartigen hoch kompressierbaren,
metallurgisch eingeteilten Eisenpulvern sind Pulver der ANCORSTEEL
1000-Reihe von reinen Eisenpulvern, z.B. 1000, 1000B und 10000C,
die beziehbar sind von Hoeganaes Corporation, Riverton, New Jersey.
Zum Beispiel hat das ANCORSTEEL 1000-Eisenpulver ein typisches Verteilungsprofil
von etwa 22 Gewichtsprozent an Partikeln unterhalb der Nummer 325
Siebgröße (US-Reihe)
und etwa 10 Gewichtsprozent von Partikeln, die größer sind
als die Nummer 100 Siebgröße, wobei der
Rest zwischen diesen beiden Größen liegt
(mit Spuren von Teilen, die größer sind
als die Nummer 60 Siebgröße). Das
ANCORSTEEL 1000-Pulver hat eine anfängliche Dichte von 2,85–3,00 g/cm3 typischerweise 2,94 g/cm3.
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Das
zerstäubte
eisenbasierte Pulver kann ein oder mehrere Legierungselemte aufweisen,
die die mechanische und andere Eigenschaften des Endproduktteils
verbessern. Derartige eisenbasierende Pulver können Pulver aus Eisen sein,
bevorzugt im wesentlichen reines Eisen, das vorlegiert worden ist
mit einem oder mehreren derartiger Elemente. Die vorlegierten Pulver
können
herstellt werden durch Bereiten einer Schmelze aus Eisen und den
gewünschten
Legierungselementen, wobei dann die Schmelze zerstäubt wird,
wodurch die zerstäubten
Tröpfchen
aufgrund ihrer Verfestigung das Pulver bilden.
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Beispiele
von Legierungselementen, die mit dem zerstäubten Eisenpulver vorlegiert
werden können, enthalten,
sind aber nicht darauf beschränkt,
Molybdän,
Mangan, Magnesium, Chrom, Silizium, Kupfer, Nickel, Gold, Vanadium,
Columbium (Neobium), Graphit, Phosphor, Aluminium und Kombinationen
davon. Die Menge der Legierungselemente oder inkorporierten Elemente
hängt ab
von den gewünschten
Eigenschaften des endgültigen
Metallteils. Vorlegierungseisenpulver, die derartige Legierungselemente
enthalten, sind beziehbar von Hoeganaes Corporation als einem Teil
von ihrer ANCORSTEEL-Reihe von Pulvern.
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Ein
weiteres Beispiel für
zerstäubte
eisenbasierende Pulver sind diffusions-kontaktierte eisenbasierende
Pulver, welche Teile von im wesentlichen reinen Eisen sind mit einer
Schicht oder Ummantelung von einem oder mehreren anderen Legierungselementen
oder Metallen, wie z.B. stahlproduzierende Elemente, die in ihren äußeren Oberflächen hineindifundiert
worden sind. Ein typisches Verfahren zur Herstellung derartiger Pulver
besteht darin, eine Schmelze aus Eisen zu zerstäuben und dann dieses zerstäubte Pulver
mit den Legierungspulvern zu kombinieren und dann diese Pulvermischung
in einem Ofen auszuglühen.
Derartige kommerzielle beschaffbare Pulver enthalten DISTALOY 4600A
mittels Diffusion verbundene Pulver von Hoeganaes Corporation, welche
etwa 1,8% Nickel, etwa 0,55% Molybdän und etwa 1,6% Kupfer enthalten
sowie DISTALOY 4800A mittels diffusionskontaktiertem Pulver von
Hoeganaes Corporation, welches etwa 4,05% Nickel, etwa 0,55% Molybdän und etwa
1,6% Kupfer enthält.
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Ein
bevorzugtes zerstäubtes
eisenbasierendes Pulver ist eines, bei welchem Eisen mit Molybdän (Mo) vorlegiert
wurde. Das Pulver wird erzeugt durch Zerstäuben einer Schmelze aus im
wesentlichen reinen Eisen, die von etwa 0,5 bis etwa 2,5 Gewichtsprozent
Molybdän
enthält.
Ein Beispiel für
ein derartiges Pulver ist ANCORSTEEL 85HP Stahlpulver von Hoeganaes,
das etwa 0,85 Gewichtsprozent Mo, weniger als 0,4 Gewichtsprozent
insgesamt von derartigen anderen Materialien wie Mangan, Chrom,
Silizium, Kupfer, Nickel, Molybdän oder
Aluminium und weniger als in etwa 0,02 Gewichtsprozent Kohlenstoff
enthält.
Andere gleichartige Pulver sind ANCORSTEEL 50HP und 150HP, die ähnliche
Zusammensetzungen haben wie das 85HP Pulver, mit der Ausnahme, daß die 0,5
bzw. 1,5% Molybdän
enthalten. Ein weiteres Beispiel für ein derartiges Pulver ist
ANCORSTEEL 4600V Stahlpulver von Hoeganaes, das etwa 0,5–0,6 Gewichtsprozent
Molybdän,
etwa 1,5–2,0 Gewichtsprozent
Nickel und etwa 0,1–25
Gewichtsprozent Mangan und weniger als etwa 0,02 Gewichtsprozent
Kohlenstoff enthält.
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Ein
weiteres vorlegiertes zerstäubtes
eisenbasiertes Pulver, das verwandt werden kann für diese
Erfindung, ist in dem Patent U.S. Pat.-No.: 5,108,493 mit dem Titel „Steel
Powder Admixture Having Distinct Prealloyed Powder of Iron Alloys" offenbart. Diese
Stahlpulverzusammensetzung ist eine Mischung von zwei unterschiedlichen
vorlegierten eisenbasierten Pulvern, wobei das eine eine Vorlegierung
von Eisen ist mit 0,5–2,5 Gewichtsprozent
Molybdän,
das andere eine Vorlegierung von Eisen ist mit Kohlenstoff und mit
mindestens etwa 25 Gewichtsprozent einer Komponente eines Übergangselemtes,
wobei diese Komponente mindestens ein Element ent hält, das
aus der Gruppe ausgewählt
worden ist, die Chrom, Mangan, Vanadium, und Columbium (Niobenium)
enthält.
Die Mischung zeigt ein derartiges Verhältnis auf, daß mindestens
etwa 0,05 Gewichtsprozent der Komponente des Übergangselements in der Stahlpulverzusammensetzung
enthalten sind. Ein Beispiel eines derartigen Pulvers ist kommerziell
beziehbar als ANCORSTEEL 41AB Stahlpulver von Hoeganaes, welches
etwa 0,85 Gewichtsprozent Molybdän,
etwa 1 Gewichtsprozent Nickel, etwa 0,9 Gewichtsprozent Mangan,
etwa 0,75 Gewichtsprozent Chrom und etwa 0,5 Gewichtsprozent Kohlenstoff
enthält.
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Ob
in dem vorlegierten oder in dem diffusionskontaktierten eisenbasierten
Pulver die Legierungselemente in einer bestimmten Menge vorhanden
sind, ist von den gewünschten
Eigenschaften des gesinterten Endproduktes abhängig. Gewöhnlich wird die Menge des Legierungselementes
relativ gering sein, bis zu etwa 5 Gewichtsprozent von dem Gewicht
der gesamten Pulverzusammensetzung, obwohl soviel wie 10–15 Gewichtsprozent
bei bestimmten Anwendungsfällen
verwandt werden können.
Ein bevorzugter Bereich liegt typischerweise zwischen 0,25 und 4
Gewichtsprozent.
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Andere
zerstäubte
eisenbasierte Pulver, die in der Praxis für die Erfindung brauchbar sind,
sind ferromagnetische Pulver. Ein Beispiel dafür ist ein Pulver aus Eisen,
das mit geringen Mengen Phosphor vorlegiert worden ist. Eisenbasierte
Pulver, die in der Praxis für
die Erfindung brauchbar sind, enthalten ebenfalls Pulver aus rostfreiem
Stahl bzw. Edelstahl. Diese Edelstahlpulver sind kommerziell in
vielen Stufen bzw. Einteilungsgraden aus der ANCOR®-Reihe
von Hoeganaes erhältlich,
wie z.B. als ANCOR® 303L, 304L, 316L, 410L, 430L,
434L und 409Cb-Pulver. Des weiteren enthalten eisenbasierte Pulver
Werkzeugstähle,
welche mit der pulvermetallurgischen Methode hergestellt worden
sind.
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Die
einzelnen Teilchen der zerstäubten
eisenbasierenden Pulver, wie z.B. im wesentlichen reines Eisen,
diffusionskontaktierte Eisen und vorlegiertes Eisen, haben eine
bestimmte Verteilung der Teilchengrößen. Typisch an derartigen
Pulvern ist, daß sie
mindestens 90 Gewichtsprozent einer Pulverprobe durch ein Nr. 45 Sieb
(US-Reihe) passieren können,
und noch bevorzugter mindestens 90 Gewichtsprozent der Pulverprobe ein
Nr. 60 Sieb durchdringen können.
Bei diesen Pulvern passieren mindestens 50 Gewichtsprozent des Pulvers
ein Nr. 70 Sieb und werden oberhalb oder größer als ein Nr. 400 Sieb zurückgehalten,
bevorzugter mindestens 50 Gewichtsprozent des Pulvers passieren
ein Nr. 70 und werden oberhalb oder größer eines Nr. 325 Siebs zurückgehalten.
Des weiteren weisen diese Pulver typischerweise mindestens 5 Gewichtsprozent,
noch üblicher
mindestens 10 Gewichtsprozent und allgemein mindestens 15 Gewichtsprozent
von Partikeln auf, die ein Nr. 325 Sieb passieren. Als solche können diese
Pulver eine Durchschnittsgewicht-Partikelgröße aufweisen, die so klein
ist, wie ein Mikron oder darunter oder aber bis zu 850–100 Mikron,
aber allgemein werden die Partikel eine Gewichtsdurchschnittspartikelgröße in dem
Bereich von 10–500
Mikron haben. Bevorzugte Eisen- oder vorlegierte Eisenteilchen haben
eine maximale Durchschnittsgewichtspartikelgröße von bis zu 350 Mikron; bevorzugter
werden diese Teilchen eine Gewichtsdurchschnittspartikelgröße von 25–150 Mikron
aufweisen, und am meisten bevorzugt 80–150 Mikron haben. Es wird
Bezug genommen auf den MPF-Standard 05 für die Siebanalyse. Bei einem
anderen Ausführungsbeispiel
kann die Teilchengröße dieser
Pulver relativ klein sein. Bei diesen unteren Teilchengrößebereichen
kann die Teilchengrößenverteilung
mittels Laserlicht-Verteilungstechnologien im Gegensatz zu den Siebtechniken
analysiert werden. Diese Laserlicht-Verteilungstechnologien stellen
die Teilchengrößenverteilung
in dx-Werten dar, wobei das „x" aussagt, wieviel
Volumenprozent des Pulvers ein Durchmesser unterhalb dieses dargestellten
Wertes aufweisen. Die eisenbasierten Pulver können Teilchengrößeverteilungen
aufweisen, die z.B. in dem Bereich von einem d50-Wert
von 1–50, bevorzugt
zwischen 1–25,
bevorzugter zwischen 5–20
und am bevorzugtesten zwischen 10–20 Mikron liegen für den Gebrauch
bei Anwendungen, die Pulver mit derartig geringen Teilchengrößen benötigen, z.B.
bei dem Einsatz in Metallinjektionsschmelzanwendungen.
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Das
Basismetallpulver, das als Hauptkomponente in der vorliegenden Erfindung
verwandt wird, kann zusätzlich
zu dem zerstäubten
eisenbasierten Pulvern auch noch nickelbasierende Pulver enthalten.
Beispiele von „nickelbasierenden" Pulvern so wie hier
der Begriff verwandt wird, sind Pulver aus im wesentlichen reinem Nickel
und Pulver aus Nickel, das mit anderen Elementen vorlegiert worden
ist, um die Festigkeit, Härtbarkeit, elektromagnetischen
Eigenschaften oder andere gewünschte
Eigenschaften des Endproduktes zu erhöhen bzw. zu verbessern. Die
nickelbasierenden Pulver können
mit jedem anderen Legierungspulver gemischt werden, die mit Bezug
auf die zerstäubten
eisenbasierenden Pulver oben genannt worden sind. Beispiele von
nickelbasierenden Pulvern enthalten diejenigen kommerziell beziehbaren
der ANCORSPRAY®-Pulver
von Hoeganaes, wie z.B. das N-70/30Cu, N80/20 und N20-Pulver. Diese
Pulver haben Teilchengrößeverteilungen,
die den zerstäubten
eisenbasierenden Pulvern ähnlich
sind. Bevorzugt sind nickelbasierende Pulver diejenigen, die mittels
eines Zerstäubungsprozesses
hergestellt worden sind.
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Die
beschriebenen eisenbasierenden Pulver, die das Basismetallpulver
bilden, oder zumindest einen großen Anteil davon, sind, wie
bereits oben schon genannt worden ist, zerstäubte Pulver. Diese eisenbasierenden
Pulver haben eine Rohdichte von zwischen 2,75 und 4,6, bevorzugt
zwischen 2,8 und 4,0 und in einigen Fällen noch bevorzugter zwischen
2,8 und 3,5 g/cm3.
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Siliziumkarbid
wird entweder einem oder mehreren der oben beschriebenen Basismetallpulver
zugeführt
oder damit vermischt, wie z.B. mit den zerstäubten eisenbasierenden Pulvern.
Die Hinzugabe von Siliziumkarbid hat überraschender Weise dazu geführt, daß die Festigkeit
und die Duktilität
der verdichteten Teile, die aus den Pulverzusammensetzungen hergestellt
worden sind, dramatisch erhöht
wurden, insbesondere dann, wenn erhöhte Sintertemperaturen während des
Herstellungsprozesses verwandt wurden, ohne aber eine signifikante
Auswirkung auf die Abmessungsänderung
des Produktes zu zeigen. Die Verwendung von Siliziumkarbid verringert
zum größten Teil
die Voraussetzung bzw. den Bedarf, zusätzliche die Festigkeit erhöhende Legierungselemente,
wie z.B. Kupfer, Nickel, Mangan, Graphit usw. hinzugeben, und in
einigen Fällen macht
es die Zugabe dieser Elemente völlig überflüssig.
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Es
ist bevorzugt, daß Siliziumkarbid
in Form von einem Siliziumkarbid enthaltenden Pulver hinzuzugeben.
Eine derartige Pulverform, die hierin verwandt wird, gehört zu denen,
die derartige Formen wie winkelförmig,
rechteckig, nadelförmig,
sphärisch
und andere Formen umfaßt.
Die Menge von Siliziumkarbid, die in der metallurgischen Pulverzusammensetzung
verwandt wird, kann in dem Bereich von 0,05–0,82 Gewichtsprozent liegen.
Reines Siliziumkarbid, SiC, enthält
etwa 70 Gewichtsprozent Silizium und 30 Gewichtsprozent Kohlenstoff,
so daß demgemäß die Menge
des verwandten Siliziums von etwa 0,035 bis etwa 0,514 Gewichtsprozent
liegt mit einem Kohlenstoffanteil, der im wesentlichen die Differenz
darstellt, d.h. von etwa 0,015 bis etwa 0,246 Gewichtsprozent liegt.
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Die
Teilchengröße des Siliziumkarbid
enthaltenden Pulvers ist allgemein relativ klein und mittels einer Laserlichtverteilungstechnologie
analysiert worden im Gegensatz zu den Siebtechniken. Die Laserlichtverteilungstechnologie
oder Laserlichtstreuungstechnolgie gibt die Teilchengrößen verteilung
in Werten dx an, wobei der Index „x" die Volumenprozentangabe
des Pulvers ist, dessen Durchmesser unterhalb des dargestellten Wertes
liegt. Die Teilchengrößenverteilung
des Siliziumkarbid enthaltenden Pulvers, das in der vorliegenden Erfindung
verwandt wird, ist bevorzugt derart, daß es eine d90 Wert
von unter 100 Mikron aufweist, bevorzugter unterhalb von 75 Mikron
und am meisten bevorzugt unterhalb von 50 Mikron. Diese Siliziumkarbid
enthaltenden Pulver haben bevorzugt einen d50 Wert
unterhalb von 75 Mikron, bevorzugter von unterhalb 50 Mikron und am
bevorzugtesten unterhalb von 25 Mikron und sogar bis unterhalb von
10 Mikron. In einem anderen Ausführungsbeispiel
kann das Siliziumkarbid enthaltende Pulver eine relativ grobere
Partikelgrößenverteilung
aufweisen derart, daß mindestens
90 Gewichtsprozent des Pulvers durch ein 100 Mesh-Sieb hindurchgehen
und bevorzugter mindestens 90 Gewichtsprozent des Pulvers durch
ein 200 Mesh-Sieb
hindurchgehen. Das Siliziumkarbid enthaltende Pulver ist bevorzugt
ein Pulver von hoher Qualität
und von hoher Reinheit mit einem Reinheitspegel (Siliziumkarbidanteil)
von mehr als 90, bevorzugter von mehr als 95 und am meisten bevorzugt
von mehr als 98 Gewichtsprozent.
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Es
ist bevorzugt, daß Siliziumkarbid
enthaltende Pulver in die metallurgische Pulverzusammensetzung in
Form von Siliziumkarbid einzumischen. Die vorliegende Erfindung
kann allerdings aber auch dann verwirklicht werden, in dem das Siliziumkarbid
erstens entweder mittels Mischen, Vorlegieren oder auf jede Art und
Weise mittels Anhaften mit jedem anderen Pulverbestandteil des metallurgischen
Pulvers zugegeben wird. Das heißt
also, daß das
Siliziumkarbid auch als binäres,
terziäres
usw. Legierungspulver mit anderen Legierungselemten oder Pulvern
hinzugefügt
werden kann. Zum Beispiel kann das Siliziumkarbid zuerst mit einem
anderen Legierungspulver kombiniert werden, und dann kann dieses
kombinierte Pulver mit dem Basismetallpulver gemischt werden, um
die metallurgische Zusammensetzung mit der Hinzufügung von jedem
anderen optionellen Legierungspulver, Bindemittel, Gleitmittel usw.,
wie es unten diskutiert werden wird, auszubilden. Hinzukommt, daß das Siliziumkarbid
enthaltende Pulver mit dem Basismetallpulver mit Hilfe eines konventionellen
Diffusions-Kontaktierungsverfahren gebunden werden kann. In einem
derartigen Diffusions-Kontaktierungsverfahren werden das eisenbasierende
Pulver und das Siliziumkarbid enthaltende Pulver kombiniert und
Temperaturen zwischen etwa 800–1000°C ausgesetzt,
um die Pulver aneinander zu binden.
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Die
metallurgische Pulverzusammensetzung, die zur Verwendung in der
vorliegenden Erfindung gedacht ist, kann auch eine geringe Menge
an Legierungspulver enthalten. Der Begriff „Legierungspulver", wie er hierin benutzt
wird, bezieht sich auf Materialien, die in der Lage sind mittels
eines Sinterungsprozesses in die eisenbasierenden Materialien hinein
zu diffundieren. Die Legierungspulver, die mit den Basismetallpulvern der
oben beschriebenen Art gemischt werden können, sind diejenigen auf dem
Gebiet der metallurgischen Pulver bekannten, die die Festigkeit,
Härtbarkeit,
elektromagnetischen Eigenschaften oder andere gewünschte Eigenschaften
dem gesinterten Endprodukt verleihen. Stahlproduzierende Elemente
sind dabei unter den am besten bekannten dieser Materialien. Spezielle
Beispiele von Legierungsmaterialien enthalten, sind aber nicht darauf
beschränkt,
elementares Molybdän,
Mangan, Chrom, Silizium, Kupfer, Nickel, Zinn, Vanadium, Columbium
(Niobium), metallurgischer Kohlenstoff (Graphit), Phosphor, Aluminium,
Schwefel und Kombination davon. Andere geeignete Legierungsmaterialien
sind binäre
Legierungen von Kupfer, Zinn oder Phosphor; Ferro-Legierungen von
Eisen mit Mangan, Chrom, Bor, Phosphor oder Silizium; niedrig schmelzende
ternäre
und quartäre
Euteptika von Kohlenstoff und zwei oder drei von Eisen, Vanadium,
Mangan, Chrom und Molybdän; Karbide
von Wolfram oder Silizium; Siliziumnitrid; und Sulfide von Mangan
oder Molybdän.
Diese Legierungspulver liegen in Form von Teilchen vor, die von
allgemein kleinerer Größe sind
als die Teilchen des Metallpulvers, mit welchem sie vermischt werden.
Die Legierungspartikel haben eine allgemeine Partikelgrößenverteilung
derart, daß sie
d90 Wert von unterhalb 100 Mikron, bevorzugt
unterhalb 75 Mikron und am bevorzugtesten unterhalb von 50 Mikron
aufweisen; und einen d50 Wert von unterhalb
von 75 Mikron, bevorzugt unterhalb von 50 Mikron und am bevorzugtesten
unterhalb von 30 Mikron. Die Menge des in der Zusammensetzung vorhandenen
Legierungspulvers wird von den gewünschten Eigenschaften des gesinterten
Endproduktes abhängen. Allgemein
wird die Menge geringer sein, und zwar bis zu 5 Gewichtsprozent
des Gewichtes der gesamten Pulverzusammensetzung, obwohl aber auch
bis zu 10–15
Gewichtsprozent für
bestimmte spezialisierte Pulver vorhanden sein können. Ein bevorzugter für die meisten
Anwendungsfälle
geeigneter Bereich ist 0,25–4,0
Gewichtsprozent. Besonders bevorzugte Legierungselemente, die in
der Erfindung für
bestimmte Anwendungsfälle
benutzt werden, sind Kupfer und Nickel, die individuell bis zur
Größenordnung
von 0,25–4
Gewichtsprozent verwandt werden können, wobei sie auch noch in.
Kombinationen verwandt werden können.
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Die
metallurgische Pulverzusammensetzung kann auch noch ein Schmiermittelpulver
enthalten, um die Austreibkräfte
zu reduzieren, wenn das verdichtete Teil aus dem Hohlraum der Verdichtungsform
zu entfernen ist. Beispiele für
derartige Schmierstoffe enthalten Stearat-Verbindungen, wie z.B.
Lithium, Zink, Mangan und Kalziumstearate, Wachse wie z.B. Ethylen,
Bi-Stearamide, Polyethylen-Wachs und Polyolefine sowie Mischungen
dieser Arten von Schmiermittel. Andere Schmiermittel enthalten diejenigen,
die Polyetherverbindungen aufweisen, wie sie beschrieben sind in
dem US-Patent 5,498,276 von Luk sowie diejenigen, die für höhere Verdichtungstemperaturen
geeignet sind, die in US-Patent 5,368,630 von Luk und zusätzlich zu
diesen die Offenbarung des US-Patent 5,330,792 von Johnsen et al
beschrieben sind.
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Das
Schmiermittel wird gewöhnlich
hinzugefügt
in einer Menge von bis zu 2 Gewichtsprozent, bevorzugt von 0,1–1,5 Gewichtsprozent,
bevorzugter von 0,1–1,0
Gewichtsprozent und am meisten bevorzugt von 0,2–0,75 Gewichtsprozent bezogen
auf die metallurgische Pulverzusammensetzung.
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Die
Komponenten der metallurgischen Pulverzusammensetzungen zur Verwendung
in der vorliegenden Erfindung können
nach gewöhnlichen
bzw. konventionellen pulvermetallurgischen Techniken hergestellt werden.
Im allgemeinen werden das Basismetallpulver, das Siliziumkarbidpulver
und optional das feste Schmiermittel und zusätzliche Legierungspulver (zusammen
mit jedem anderen verwandten Additiv) miteinander gemischt unter
Verwendung konventioneller pulvermetallurgischer Techniken, so z.B.
unter Verwendung des Doppelkonus-Mischers. Die gemischte Pulverzusammensetzung
ist dann fertig zum Gebrauch.
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Die
metallurgische Pulverzusammensetzung kann auch einen oder mehrere
Bindemittel aufweisen, insbesondere dort, wo ein zusätzliches
separates Legierungspulver verwandt wird, um die unterschiedlichen Komponenten,
die in der metallurgischen Pulverzusammensetzung vorhanden sind,
aneinander zu binden, um ein Entmischen oder Absondern zu verhindern
und das Stauben zu reduzieren. Mit dem Begriff „Binden", so wie er hierin verwandt wird, ist
jede physikalische oder chemische Methode gemeint, die die Adhäsion von Komponenten
der metallurgischen Pulverzusammensetzung erleichtern.
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In
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung wird das Anbinden durchgeführt unter
Verwendung von mindestens einem Bindemittel. Bindemittel, die in
der vorliegenden Erfindung verwandt werden können, sind diejenigen, die
in der metallurgischen Pulvertechnologie allgemein verwandt werden.
Zum Beispiel enthalten derartige Binde mittel diejenigen, die in
der US-Patent 4,384,800, von Semel, in dem US Patent 4,483,905 von
Engstrom, in der US-Patent 5,298,055 von Semel et al und der US-Patent 5,368,630
von Luk offenbart sind.
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Derartige
Bindemittel enthalten z.B. Polyglykole, wie z.B. Polyethylenglykol
oder Polyprophylenglykol; Glycerine; Polyvenylalkohol, Homopolymere
oder Copolymere von Venylacetat; Celluloseesther oder Ether-Kunstharze;
oder Kombinationen davon. Andere Beispiele von Bindemitteln, die
geeignet sind, sind Polyalkylen, Oxid-basierende Zusammensetzungen
mit relativ hohem Molekulargewicht, wie sie beschrieben sind in
dem US-Patent 5,298,055 von Semel et al. Geeignete Bindemittel enthalten
des weiteren zweiwertige organische Säuren, wie z.B. Azelainsäure, sowie
eine oder mehrere polare Elemente, wie Polyether (flüssig oder
fest) und Acrylharze, wie sie im US-Patent 5,290,336, von Luk, beschrieben
sind. Die Bindemittel des "336-Patents" von Luk können ebenfalls
vorteilhafterweise als eine Kombination von Bindemittel und Schmiermittel
wirken. Zusätzliche
geeignete Bindemittel enthalten Celluloseestherharze, Pydroxiacrylcelluloseharze sowie
thermoplastische Phenolharze, wie sie beschrieben sind dem US-Patent
5,368,630, von Luk.
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Als
Bindemittel können
des weiteren verwandt werden niedrig schmelzende, feste Polymere
oder Wachse, z.B. ein Polymer oder ein Wachs mit einer Erweichungstemperatur
von unter 200°C
(390 F), wie z.B. Polyesther, Polyethylene, Epoxidharze, Urethane,
Paraffine, Ethylen-Bi-Stearamide sowie Baumwollsamenwachse und auch
Polyolefine mit einem mittleren Molekulargewicht von unter 3000,
und hydrierte Pflanzenöle, das
sind Triglyceride der C14-24 Alcyl-Gruppen
und deren Derivate, und hydrierte Derivate, z.B. Baumwollsamenöl, Sojaöl, Jojobaöl und Mischungen
davon, wie es beschrieben ist in der WO 99/20689, offengelegt am 29.04.1999.
Diese Bindemittel können
angewandt und aufgetragen werden mittels der Trocken anhaftungstechniken,
die in dieser Anmeldung diskutiert worden sind, und in den allgemeinen
Mengen, wie sie oben für Bindemittel
angegeben worden sind. Weitere Bindemittel, die in dieser vorliegenden
Erfindung verwandt werden können,
sind Polyvenyl, Pyrrolidon, wie es in dem US-Patent 5,069,714 offenbart
worden ist, oder Tallölesther.
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Die
Menge des in der metallurgischen Pulverzusammensetzung vorhandenen
Bindemittels hängt
von derartigen Faktoren ab, wie z.B. Dichte, Teilchengrößeverteilung
und Mengen des Eisenlegierungspulvers, des Eisenpulvers und optionaler
Legierungspulver in der metallurgischen Pulverzusammensetzung. Im
allgemeinen wird das Bindemittel in einer Menge von mindestens 0,005
Gewichtsprozent, bevorzugter von 0,005 Gewichtsprozent bis 2 Gewichtsprozent
und am meisten bevorzugt von 0,005 Gewichtsprozent bis 1 Gewichtsprozent
bezogen auf das Gesamtgewicht der metallurgischen Pulverzusammensetzung
hinzufgefügt
werden.
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Die
Siliziumkarbid enthaltende metallurgische Pulverzusammensetzung
für die
Verwendung in der vorliegenden Erfindung kann zu verdichteten Teilen
geformt werden, und zwar unter Verwendung konventioneller Techniken.
Typischerweise wird die metallurgische Pulverzusammensetzung in
einen Formenhohlraum hineingeschüttet
und unter Druckeinwirkung von zwischen 68,95 und 2757,9 MPa (5 und
200 Tonnen pro Quadratinch (tsi)), und noch üblicher zwischen 137,9 und
1379 MPa (10 und 1000 tsi) verdichtet. Das verdichtete Teil wird
dann aus dem Formenhohlraum herausgestoßen. Das verdichtete („grüne") Teil wird dann
gesintert, um seine Festigkeit zu erhöhen. Gemäß der vorliegenden Erfindung
wird das Sintern durchgeführt
bei einer Temperatur von mindestens 2250°F (1230°C), und bevorzugter mindestens
bei 2300°F
(1260°C).
Das Sintern wird für
eine derartige Zeitspanne durchgeführt, die ausreichend ist, um
das metallurgische Binden und Legieren zu erzielen. Es ist insbesondere
bevorzugt, wie auch in den folgenden Beispielen gezeigt wird, die
Siliziumkarbid enthaltende Pulverzusammensetzung bei einer Temperatur
zu sintern, die bewirkt, daß das
Siliziumkarbid in die Eisenmatrix derart hineindiffundiert, daß sie mit
dem Eisen legiert. Zusätzliche
Arbeitsschritte, wie z.B. Schmieden oder andere geeignete Herstellungstechniken
oder Nacharbeiten können
verwandt werden, um das endgültige
Produkt herzustellen. Die Verwendung von Siliziumkarbid als Legierungselement
führt zu verdichteten
Teilen, die relativ hohe Härtewerte
nach dem Sinterungsprozess aufweisen. Die Verwendung von Siliziumkarbid
in der beschriebenen Art und Weise, in Verfahren, bei denen der
Sinterungsschritt mit erhöhten Temperaturen
durchgeführt
wird, negiert in vielen Fällen
die Notwendigkeit, das verdichtete Teil einer nachgeordneten Wärmebehandlung
zu unterziehen, die dem Sinterungsschritt folgt, um die Härteeigenschaften
des Teils zu verbessern.
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BEISPIELE
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Die
folgenden Beispiele, die nicht als Einschränkung gedacht sind, zeigen
bestimmte Ausführungsbeispiele
und Vorteile der vorliegenden Erfindung. Falls nicht anders angegeben,
bezieht sich jede Prozentangabe auf die Gewichtsbasis.
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Die
physikalischen Eigenschaften der Pulvermischungen sowie der sogenannten
Grünling-Stäbe werden
allgemein festgelegt gemäß den folgenden
Testverfahren und Formeln: Eigenschaft
Testverfahren
| Rohdichte
(g/cm3) | ASTM
B331-76 |
| Grünfestigkeit
(psi) | ASTM
B312-76 |
| Größenänderung
(%) | ASTM
B610-76 |
| Biegebruchfestigkeit
(ksi) | MPIF
Std.41 |
| spezifische
Zugfestigkeit (ksi) | MPIF
Std.10 |
| Bruchspannung
(%) | MPIF
Std.10 |
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Beispiel 1
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Verschiedene
unterschiedliche Mengen von Siliziumkarbid wurden mit eisenbasierendem
Metallpulver gemischt und verdichtet und gesintert. Die daraus resultierenden
Teile zeigen, daß mit
zunehmenden Siliziumkarbidgehalt auch die Festigkeit zunahm.
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Das
verwandte eisenbasierende Pulver war ANCORSTEEL 1000 Eisenpulver
(Hoeganaes Corporation), welches ein im wesentlichen reines eisenbasierendes
zerstäubtes
Pulver ist. Das Siliziumkarbidpulver wurde erhalten von Norton Saint-Gobain
und hatte einen d50 Wert von 10 Mikron,
wenn mittels eines Instruments MicroTrac II gemessen wurde, hergestellt
von Leeds and Northrup, Horsham, PA, Modell-Nr: 158704. Das Siliziumkarbidpulver
wurde gemischt mit dem A1000 Eisenpulver mit unterschiedlichen Mengenanteilen, wobei
jede Zusammensetzung ebenfalls etwa 0,75 Gewichtsprozent Acarawax
enthält,
welches ein Ethylen-Bi-Stearamidwachs-Schmiermittel ist. Ein Bindemittel
war eine Mischung von Polyethylenoxid und Polyethylenglycol und
wurde verwandt in einer Menge in einer relativen Proportion zu der
Menge des verwandten Siliziumkarbids (0,07 Gewichtsprozent Bindemittel
für 2%
SiC). Die Zusammensetzungen wurden hergestellt durch Kombinieren
des eisenbasierenden Pulvers, des Schmiermittels und des Siliziumkarbids,
wobei dann das Bindemittel in einer Acetonlösung unter Mischen hinzugefügt wurde
und anschließend
das Lösungsmittel wieder
entfernt wurde. Die Zusammensetzung wurden verdichtet bei 551,6
MPa (40 tsi) in rechteckige Stäbe (etwa
1,5 "lang, 0,5" breit), die dann
in einem Bandofen in einer 25% N2/75% H2 Atmosphäre
(etwa 30 Minuten) gesintert und dann auf Raumtemperatur abgekühlt wurden.
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Die
Zusammenseztungen und Grünlingseigenschaften
sind in der Tabelle 1.1 gezeigt
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Die
Eigenschaften der Teile, die bei 1260°C (2300°F) gesintert worden sind, sind
in Tabelle 1.2 gezeigt.
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Beispiel 2
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Ein
Vergleich der spezifischen Zufestigkeit gegenüber der Bruchspannung, was
ein Maß für die Duktilität des verdichteten
Teils ist, wurde mit verschiedenen Pulverzusammensetzungen der vorliegenden
Erfindung und anderen Zusammensetzung, die kein Siliziumkarbid enthielten,
durchgeführt.
Typischerweise wurde ein allgemein inverses Verhältnis zwischen der spezifischen
Zugfestigkeit und der Bruchspannung erhalten. Dieses Experiment
zeigt, daß die
Hinzufügung
von Siliziumkarbid gemäß der vorliegenden
Erfindung einen höheren
Bruchspannungswert für
eine gegebene Zugfestigkeit ergibt.
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Die
Tabelle 3.1 zeigt die nominellen Zusammensetzungen auf einer Gewichtsprozentbasis
von verschiedenen Mischungen oder Zusammensetzungen, die in diesem
Experiment verwandt wurden.
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Tabelle
3.1 Nominelle
Zusammensetzungen der Pulvermischungen
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A1000,
50HP, 85HP und 150HP sind Ancorsteel Qualitätspulver von Hoeganaes Corportion,
Riverton, NJ. Diese Pulver werden gemischt mit Siliziumkarbidpulver
(demgleichen, daß in
Beispiel 1 verwandt wurde) mit Stufen von zwei (2p) Volumenprozent.
Diese verschiedenen Zusammenstellungen wurden gemischt mit einem
Schmiermittel und mit einem Bindemittel mit den Bedingungen, die
im Beispiel 1 angegeben worden sind. Die verschiedenen Pulverzusammensetzungen
wurden verdichtet bei 551,6 MPa (40 tsi) und anschließend bei einer
Temperatur von 1260°C
(2300°F)
wie im Beispiel 1 für
30 Minuten gesindert. Die verdichteten Teile wurden dann geprüft auf ihre
spezifische Zugfestigkeit (ksi) und auf die Bruchspannung (%).
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Die
Ergebnisse dieser Testreihe sind in 1 gezeigt.
Die Daten für
die F-Reihen-Zusammensetzungen wurden genommen von MPIF-35-Standarddaten
von Materialstandards für
P/M Teile (Metal Powder Industry Federation, 1997).