DE60025763T2 - Vorrichtung zum richtungsbohren mit intergiertem sender zur beobachtung während des bohrens - Google Patents
Vorrichtung zum richtungsbohren mit intergiertem sender zur beobachtung während des bohrens Download PDFInfo
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Description
- Diese Anmeldung beansprucht die Priorität der vorläufigen US-Anmeldung Nr. 60/174.487, eingereicht am 4. Januar 2000, und der vorläufigen US-Anmeldung Nr. 60/203.040, eingereicht am 9. Mai 2000.
- HINTERGRUND DER ERFINDUNG
- Die Erfindung bezieht sich auf Verfahren zum horizontalen Richtungsbohren und insbesondere auf Weiterentwicklungen von Grundlochsätzen für solche Bohrtechniken.
- STAND DER TECHNIK
- Verfahren zum horizontalen Richtungsbohren sind an sich bekannt und können viele Vorteile gegenüber herkömmlichen Operationen zum Ausheben eines offenen Grabens bieten. Es besteht noch immer ein Bedarf nach größerer Genauigkeit des Überwachens und Lenkens des Verlaufs des Lochs, wenn es gebohrt wird. Dieser Bedarf ist bei Versorgungsübergängen und ähnlichen Korridoren, bei denen bereits vorhandene Leitungen häufig ohne Genauigkeit in ihrer Platzierung und ohne Aufzeichnungen darüber, wie sie verlegt sind, angeordnet sind, besonders groß.
- Die Begriffe "Sonde" und "Überwachungs-/Verfolgungsvorrichtung", wie sie hier verwendet werden, werden austauschbar verwendet und bedeuten eine Vorrichtung, die in der Industrie zum grabenfreien Bohren als Vermessungsvorrichtung zum Überwachen und Verfolgen eines Bohrlochs bekannt ist. Der Begriff "Bohrvorrichtung" bezeichnet ein Ausrüstungsteil wie etwa einen Dreikegelrollenmeißel für Gestein, einen Poly-Diamantkristall-(PDC, poly-diamond-crystalline)-Bohrer oder eine andere auf dem Fachgebiet des Bohrens oder Verlängern eines Bohrlochs bekannte Vorrichtung. Außerdem werden die Begriffe "Leistungsvorrichtung für das Ziehen von Gräben" (entrenching powering device) und "Motor für Schlammbohrungen" (mud motor) austauschbar verwendet für eine auf dem Fachgebiet allgemein bekannte Vorrichtung, die dazu verwendet wird, eine Bohrvorrichtung zu drehen, ohne das Gestängerohr/den Bohrungswerkzeugsatz durch irgendeine Art von Bohrturm zu drehen, um ein Loch oder Bohrloch fortzusetzen.
- Bekannte Grundlochsätze (bottom hole assemblies) für horizontales Richtungs bohren enthalten typischerweise eine Sonde, die elektromagnetische Signale sendet, die die Schräge (gegenüber der Horizontalen), die Uhr (Rollwinkel um eine horizontale Achse im Uhrzeigersinn oder entgegen dem Uhrzeigersinn bezogen auf beispielsweise 12 Uhr) und die Tiefe der Sonde angeben. Die Sonde ermöglicht außerdem einer Person das Absuchen des Korridors mit einem Empfänger oder Detektor, um die horizontale oder seitliche Position der Sonde in dem spezifischen Korridor zu lokalisieren.
- Wegen der Beschränkungen der gegenwärtigen Werkzeuge befindet sich das Sende-/Führungssystem oder die Sonde gewöhnlich in einem beträchtlichen Abstand von der Bohrvorrichtung, wenn eine Leistungsvorrichtung für das Ziehen von Gräben verwendet wird. Die Sonde kann zwischen etwa 20 Fuß und 50 Fuß von der Bohrvorrichtung entfernt sein. Dies ist dadurch bedingt, dass die Leistungsvorrichtung für das Ziehen von Gräben im Allgemeinen nicht für eine Integration einer Sonde entworfen ist. Der Abstand zwischen der Sonde und der Bohrvorrichtung ist ein Hauptanliegen für Bohrführer in Versorgungsunternehmen, insbesondere dann, wenn sie einer Aufgabe mit sehr restriktiven Parametern hinsichtlich des Bohrpfads gegenüberstehen.
- Die Sonde sendet ein Signal, das angibt, wo sich die Sonde, die sich mehr als 20 Fuß hinter der Bohrvorrichtung befinden kann, angeordnet ist. Diese Art des Bohrens ist mit dem Fahren eines Autos vorwärts vom Rücksitz aus und mit Blick durch die Heckscheibe verglichen worden. Ein Bohrführer "sieht", wo er bereits gebohrt hat, jedoch nicht das, was er momentan bohrt. Dies wird zu einem Hauptproblem, wenn die Bohrvorrichtung vom Kurs abkommt und außerhalb eines bezeichneten Korridors zu bohren beginnt. Die Bedienungsperson erkennt ein mögliches Problem erst dann, wenn, wenn die Bohrvorrichtung mehr als 20 Fuß vom Kurs abweicht. Wenn der Bohrführer abwartet, ob die Bohrvorrichtung zum Kurs zurückfindet, kann diese noch weiter vom Kurs abweichen. Dies führt zu der Gefahr, dass der Bohrführer Kabelleitungen, Gasleitungen oder dergleichen zerstört, wobei es, wenn eine solche Zerstörung eintritt, nicht nur teuer sondern auch gefährlich wird. Außerdem ist aus dem Dokument
EP0553908 ein System für Messen während des Bohrens (measuring-while-drilling) bekannt, das eine Sensoruntereinheit enthält, die am unteren Ende einer Bohrloch-Motorbaugruppe positioniert ist, damit sich die Untereinheit näher an der Bohrkrone befindet. Die Untereinheit bringt Instrumente unter, die verschiedene Bohrlochparameter wie etwa die Neigung des Bohrlochs, die natürliche Gammastrahlenemission der Forma tionen, den spezifischen elektrischen Widerstand der Formationen und eine Anzahl von Parametern der mechanischen Bohrleistung messen. - ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
- Die Erfindung schafft einen verbesserten Grundlochsatz zum horizontalen Richtungsbohren, bei dem die Sonde vorn an dem Leistungsabschnitt der Leistungsvorrichtung für das Ziehen von Gräben oder des Motors für Schlammbohrungen getragen ist. In einer gegenwärtig bevorzugten Ausführungsform ist die Sonde in einer Tasche angeordnet, die in der Wand eines Gehäuses der Leistungsvorrichtung für das Ziehen von Gräben ausgebildet ist, das eine Tragspindel oder Bohrerantriebswelle umgibt. Genauer ist die Sondenaufnahmetasche axial zwischen die Spindel unterstützenden Drucklagern und einer den Leistungsabschnitt mit der Spindel koppelnden Flexwellentransmission untergebracht. Dieser vorn liegende Ort der Sonde verbessert die Genauigkeit des Vermessens während des Bohrens des Bohrlochs wesentlich, so dass das Platzieren des Lochs und die endgültige Linie des beabsichtigten Pfads erleichtert werden.
- Die offenbarte Anbringungsanordnung für die Sonde erlaubt ohne weiteres das Justieren der Sonde zugunsten einer richtigen Orientierung zur Uhr und ist etwas elastisch, um die während des Bohrvorgangs auf die Sonde übertragenen Vibrationskräfte zu begrenzen.
- Es sind weitere Anbringungsstrukturen für die Sonde offenbart. Jede dieser Strukturen bietet eine gegenüber Konstruktionen im Stand der Technik verbesserte Bohrgenauigkeit, indem ein Positionieren der Sonde verhältnismäßig nahe an der Bohrvorrichtung ermöglicht wird.
- KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
-
1 ist ein Seitenriss eines Grundlochsatzes und eines Teils eines Schlepp-Bohrungswerkzeugsatzes; - die
2A bis2D sind longitudinale Querschnittsansichten eines in Übereinstimmung mit der Erfindung konstruierten Motors für Schlammbohrungen; -
3 ist eine fragmentarische, perspektivische auseinander gezogene Ansicht eines Teils des Motors für Schlammbohrungen und der Sonde; -
4 ist eine in der in2B angegebenen Ebene 4-4 aufgenommene transversale Querschnittsansicht des Motors für Schlammbohrungen; -
5 ist eine Seitenansicht, teilweise als Schnitt, einer zweiten Ausführungsform der Erfindung; und -
6 ist eine Seitenansicht, teilweise als Schnitt, einer dritten Ausführungsform der Erfindung. - BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
- Die in den
1 ,2D –2D ,5 und6 gezeigten Teile, die nach links gerichtet sind, werden im Folgenden als nach vorn gerichtete Teile im Sinn der Bohrrichtung bezeichnet, wobei in diesen Figuren dann natürlich die Richtung nach links die Bohrrichtung ist; umgekehrt ist das rückwärtige oder hintere Ende solcher Teile auf der rechten Seite gezeigt. Die Vorwärtsrichtung kann mit einer Abwärtsrichtung gleichgesetzt werden, während die Rückwärtsrichtung mit einer Aufwärtsrichtung gleichgesetzt werden kann, wenn das Bohren vertikal erfolgt. - In
1 umfasst ein Grundlochsatz10 eine Bohrvorrichtung oder einen Bohrer11 und eine Leistungsvorrichtung für das Ziehen von Gräben oder einen Motor für Schlammbohrungen12 , an dessen vorderen Ende der Bohrer11 getragen ist. In herkömmlicher Weise ist ein Bohrungswerkzeugsatz13 mit einem hinteren Ende14 des Motors für Schlammbohrungen12 verbunden. - Der Motor für Schlammbohrungen
12 umfasst, wie in den2A –2D gezeigt ist, eine hohle zylindrische Tragspindel18 mit einer mittleren Durchgangsbohrung19 . Der Bohrer11 ist mit einem Bohrerkasten oder einer Bit-Box21 , der bzw. die im vorderen Ende der Tragspindel18 gebildet ist, gekoppelt. In dieser Weise kann die Tragspindel18 den Bohrer11 rotatorisch antreiben und Schub von dem Bohrungswerkzeugsatz13 übertragen. - In der Nähe des Vorderendes
22 ist die Tragspindel18 durch einen Satz Radiallager24 in einem unteren rohrförmigen zylindrischen Gehäuse23 rotatorisch unter stützt. Eine konische Schulter28 der Tragspindel18 ist in einer konischen Bohrung29 eines radialen Rings31 aufgenommen. Eine radiale Fläche des Rings31 ist so angeordnet, dass sie an einem benachbarten Radiallager des Satzes von Radiallagern24 anliegt. Ein Außengewinde36 des unteren oder vorderen Gehäuses23 ist mit einem Innengewinde38 in einem Vorderende39 eines lang gestreckten hohlen kreisförmigen äußeren Gehäuses41 in Eingriff. - Sätze von Drucklagern
44 ,46 sind an einer Trägermutter47 an entgegengesetzten Seiten eines ringförmigen Flanschs48 eingebaut. Die Trägermutter47 ist auf ein mit Außengewinde versehenes Teil49 der Tragspindel18 geschraubt. Die Trägermutter47 ist durch Gewindestifte51 , die um den Umfang des Flanschs48 mit Zwischenraum angeordnet sind, in ihrer Position verriegelt. - In Senkungen
54 , die in dem äußeren Gehäuse41 ausgebildet sind, sind Lagerbuchsen oder Gleitlager53 aus einem geeigneten selbstschmierenden Werkstoff wie etwa dem unter dem registrierten Warenzeichen DU® vertriebenen Werkstoff aufgenommen, die dazu dienen, den mittleren und den hinteren Abschnitt der Tragspindel18 rotatorisch zu unterstützen. Ein Langloch56 in dem umgebenden äußeren Gehäuse41 verschafft dem Hauptabschnitt der Tragspindel18 Verschiebbarkeit. - An einem rückwärtigen Teil der Spindel
18 schwimmt ein ringförmiger Kolben59 in einer Senkung61 in dem äußeren Gehäuse41 . Der Kolben59 hält Schmiermittel in den ringförmigen Zonen der Lager53 ,44 und46 . Auf das hintere Ende der Tragspindel18 ist ein ringförmiges Lagerübergangsstück62 geschraubt. Um den Umfang des Übergangsstücks62 sind mehrere verteilte Löcher63 winklig in das Übergangsstück gebohrt oder anderweitig ausgebildet, um den Schlamm von außen in eine Mittelbohrung64 des Übergangsstücks fließen zu lassen. Wie gezeigt ist, steht die Mittelbohrung direkt mit der Bohrung19 der Tragspindel18 in Verbindung. Das Lagerübergangsstück62 ist für die Drehung in einem buchsenartigen Marine-Lager66 , das in eine Senkung67 in einem hinteren Abschnitt des äußeren Gehäuses41 eingesetzt ist, radial unterstützt. Öffnungen68 ermöglichen zu Kühlungszwecken den Schlammfluss durch das Marine-Lager66 . - Eine Flexwelle
71 koppelt ein Rotorpassteil oder -übergangsstück72 rotatorisch mit dem Lagerübergangsstück62 . An jedem Ende der Flexwelle71 befindet sich ein Doppel-Universalgelenk73 , das eine Reihe am Umfang beabstandeter Kugeln74 aufweist, die in Vertiefungen in der Flexwelle und in axial verlaufenden Rillen in einem Einfassungsabschnitt76 des Lagerübergangsstücks62 oder einem Einfassungsabschnitt77 des Rotorpassteils72 sitzen. Jede Kopplung oder jedes Universalgelenk73 enthält ebenfalls eine Kugel78 an der Achse der Flexwelle und einen in dem jeweiligen Lagerübergangsstück62 oder Rotorpassteil72 aufgenommenen Kugelsitz79 . Jedes Universalgelenk73 weist eine Kappe81 auf, die jeweils in die Einfassungen76 oder77 geschraubt ist, um die Gelenke oder Kopplungen73 zusammenzuhalten. In jeder der Kappen81 sind zylindrische, elastomerische Buchsen82 angeordnet, um Fett im Bereich der Kugeln74 ,78 zu halten und eine Verschmutzung von diesem Bereich fernzuhalten. Ein zylindrisches, rohrförmiges Flexgehäuse84 umgibt die Flexwelle71 und ist am hinteren Ende des äußeren Gehäuses41 durch Einschrauben in diese an einer Verbindungsstelle86 befestigt. Das Flexgehäuse84 ist an einer Mittelebene87 gekrümmt, so dass die Mittelachse an seinem hinteren Ende um einen kleinen Winkel von beispielsweise 2° von seiner Mittelachse an seinem vorderen Ende versetzt ist. An seinem hinteren Ende ist das Flexgehäuse84 durch eine Gewindeverbindung91 an dem Stator oder Gehäuse88 eines Leistungsabschnitts89 des Motors für Schlammbohrungen12 befestigt. Der Stator88 ist ein hohles, innen geriffeltes Element, in dem ein außen geriffelter Rotor92 arbeitet. Der durch den Stator88 und den Rotor92 gebildete Leistungsabschnitt89 ist von allgemein bekannter Konstruktion und Funktionsweise. Das Rotorpassteil72 ist in das vordere Ende des Rotors92 geschraubt, um diese beiden Elemente zusammenzukoppeln. Der Bohrungswerkzeugsatz13 ist mit oder ohne Verwendung eines Passteils oder Übergangsstücks auf das hintere Ende des Stators geschraubt. Die Flexwelle71 setzt die Dreh- und Umlaufbewegung des Rotors92 in eine ebene Drehung der Tragspindel18 um. - In den
3 und4 ist das äußere Gehäuse41 hinter den Drucklagereinheiten44 ,46 mit einer Tasche oder länglichen Aussparung101 ausgebildet. Die Tasche101 ist mit einem Öffnungswinkel von 90° in der Ebene von4 transversal zur Längsachse des äußeren Gehäuses41 herausgefräst oder anderweitig aus der Wand des Gehäuses41 herausgeschnitten. In ähnlicher Weise ist ein relativ flacher Sitz oder eine relativ flache Aussparung102 , der bzw. die die Tasche101 umgibt, in die Wand des Gehäuses41 geschnitten. Bei Betrachtung in der Ebene von4 besitzt dieser Sitz eine zylindrische, gekrümmte Mantelfläche103 , die mit der Achse des Gehäuses41 konzentrisch ist, und sich radial erstreckende Flächen104 . - Ein elastomerischer Sarg
106 aus Polyurethan oder einem anderen geeigneten Werkstoff besitzt Oberflächen, die im Allgemeinen mit den Oberflächen der Tasche101 in Einklang stehen. Der Sarg106 ist mit einem runden Bodenschlitz107 zur Aufnahme einer Sonde108 ausgebildet. Genauer ist der Schlitz107 so dimensioniert, dass er eine handelsübliche Standardsonde, deren Größe beispielsweise einem Durchmesser von 1¼'' und einer Länge von 19'' entsprechen kann. Selbstverständlich kann der Sarg mit einem Schlitz ausgebildet sein, in den Sonden mit anderen Standardgrößen wie etwa einem Durchmesser von 1'' und einer Länge von 8'' passen, oder ein zweiter Sarg vorgesehen sein, um die effektive Größe einer kleineren Sonde auf die weitere Größe zu vergrößern. Eine gekrümmte Abdeckplatte109 aus Stahl oder einem anderen geeigneten Werkstoff ist so dimensioniert, dass sie in den Bereich des Sitzes102 passt, um die Sonde108 abzudecken und anderweitig vor einer Beschädigung während Bohrvorgängen zu schützen. Die Abdeckung oder Kappe109 so dimensioniert, dass sie, wenn sie in dem Sitz102 installiert ist, eine äußere zylindrische Oberfläche111 bietet, die auf demselben Radius wie jener der äußeren zylindrischen Oberfläche des die Tasche oder den Schlitz101 umgebenden Gehäuses41 liegt. Die Kappe109 ist mit mehreren longitudinalen Durchgangsschlitzen112 versehen, um den Durchgang von der Sonde108 gesendeter elektromagnetischer Signale zu ermöglichen. Die Schlitze112 sind mit einem Nichtmetallwerkstoff wie etwa Epoxidharz gefüllt, um auszuschließen, dass Schmutzstoffe in die Tasche101 gelangen oder anderweitig die Sonde108 erreichen. Außerdem ist zum Zeck, der Sonde das Senden von Signalen über einen weiten Winkel zu erlauben, der Körper des Gehäuses41 mit Löchern113 durchbohrt, die mit Epoxidharz oder einer anderen nichtmetallischen Dichtungsmasse gefüllt sind. Zur Aufnahme einer O-Ring-Dichtung116 ist eine flache Rille114 in einem im Allgemeinen rechtwinkligen Muster in die Oberfläche103 um die Tasche101 geschnitten. - Der runde Bodenschlitz oder die Rille
107 in dem Sarg ist so dimensioniert, dass er bzw. sie einen Reibungssitz für die Sonde bietet. Dies ermöglicht das Drehen oder Rollen der Sonde108 um ihre Längsachse, um sie durch Registrieren ihrer Winkelorientierung in Bezug auf die Ebene der Krümmung in dem Flexgehäuse82 , wie es an sich bekannt ist, "(nach der Uhrzeit) stellen". - Die Kappe oder Platte
109 ist durch mehrere Schrauben117 , die durch Löcher118 in der Kappe geführt und auf die in dem äußeren Gehäuse41 ausgebildeten Gewindelöcher119 ausgerichtet sind, über der Sonde108 an Ort und Stelle gehalten. Die Schraubenlöcher118 ,119 sind um den Umfang der Kappe109 verteilt. Der O-Ring116 dichtet gegen die Innenfläche der Kappe109 ab, um während Bohrvorgängen das Eindringen von Schmutzstoffen in die Tasche101 auszuschließen. - Der Sarg
106 ist so dimensioniert, dass er durch die Kappe109 um die Sonde108 gepresst wird, wenn die Schrauben117 die Kappe fest gegen die Sitzfläche103 ziehen. Dieses Pressen des Sargs106 verstärkt seinen Griff auf die Sonde108 , so dass die Sonde in ihrer justierten "(nach der Uhrzeit) gestellten" Position verriegelt ist. Die elastomere Eigenschaft des Sargs106 kann, außer dass sie das elastische Greifen der Sonde, wenn er durch die Kappe109 gepresst wird, ermöglicht, dazu dienen, die Sonde108 während Bohrvorgängen vor übergroßen Stoßkräften abzupolstern. - Es kommen weitere elastische Anbringungsstrukturen für die Sonde
108 in Betracht. Die Sonde108 kann beispielsweise durch elastische Stahlbänder, die so angeordnet sind, dass sie die Sonde, wenn sie in der Tasche101 liegt, überlagern, in der Tasche101 halten. Die Bänder können durch geeignete Schrauben oder andere Elemente an Ort und Stelle gehalten sein. - Wenn der Motor für Schlammbohrungen
12 betrieben wird, wandert Schlamm oder Wasser, der bzw. das zwischen den Stator88 und den Rotor92 strömt, durch die Trieb- und Tragabschnitte des Motor für Schlammbohrungen, die durch das Flexgehäuse84 , das äußere Gehäuse41 und das untere Gehäuse23 begrenzt sind, und wird an den Bohrer11 abgegeben. Genauer fließt der Schlamm durch den Ringraum zwischen der Flexwelle71 und einer Innenbohrung120 des Flexgehäuses84 . Von diesem Ringraum dringt der Schlamm durch die winklig gebohrten Löcher63 in die Mittelbohrung64 des Lagerübergangsstücks ein. Der Schlamm fließt von dieser Bohrung64 durch die axiale Bohrung19 in die Tragspindel18 . - Aus der vorhergehenden Beschreibung ist ersichtlich, dass bei der offenbarten Anordnung, bei der die Sonde in der Wand eines Hauptgehäuseteils, nämlich des äußeren Gehäuses
41 , aufgenommen ist, die Sonde mit minimaler Hardware und ohne Komplexität ziemlich nahe an dem Bohrer11 angeordnet werden kann. Wie ersichtlich ist, ist der Schlammfluss von dem Leistungsabschnitt89 zum Bohrer11 unbehindert, wobei der Durchmesser des Tragabschnitts nicht unnötig über das hinaus, was bereits für die notwendigen Lager und anderen Komponenten erforderlich ist, vergrößert ist. Durch Anordnen der Sonde108 nahe am Bohrer11 ist eine Genauigkeit des Überwachens und Verfolgens des Fortschritts des Bohrprozesses möglich, die viel größer ist als jene, die mit dem Stand der Technik erzielt werden kann. - Die Funktionsweise des Motors für Schlammbohrungen zum Lenken des Rohrstrangs auf seinen gewünschten Pfad ist Fachleuten auf dem Gebiet klar. Typischerweise wird der Bohrungswerkzeugsatz zum Einstellen gedreht, um den Bohrer in die Richtung der erforderlichen Einstellung zu weisen. Die Orientierung des Motors für Schlammbohrungen wird von der Sonde an einen Empfänger an der Oberfläche gesendet. Der Bohrungswerkzeugsatz wird, während der Motor für Schlammbohrungen den Bohrer dreht, gegen eine Drehung gesichert und vorwärts geschoben, um die Richtung des Bohrlochs umzulenken. Der offenbarte Motor für Schlammbohrungen übt eine einzigartige Funktion aus, die durch Vorsehen des vorderen Satzes von Drucklagern
44 ermöglicht wird. Durch diese Lager44 kann der Motor für Schlammbohrungen so arbeiten, dass er den Bohrer11 dreht, wenn der Bohrungswerkzeugsatz aus dem Loch herausgezogen wird, um so das Bohrloch während dieses Herausziehprozesses zweckmäßig zu räumen oder mit einer Lochöffnungsvorrichtung zu vergrößern. - Die
5 und6 zeigen zusätzlichen Ausführungsformen der Erfindung. Teile, die den in Verbindung mit der Ausführungsform nach den1 –4 beschriebenen ähnlich sind, sind mit denselben Bezugszeichen bezeichnet. In5 ist eine rohrförmige zylindrisch Einfassung126 , die die Sonde108 unterbringt, um ein Gehäuse127 montiert, das dem äußeren Gehäuse41 der Ausführungsform nach den1 –4 entspricht. Die Einfassung126 ist aus Stahl oder einem anderen geeigneten Werkstoff gebildet. Die Einfassung126 ist in Längsrichtung und im Winkel in Bezug auf das Gehäuse128 durch Stiftschrauben128 , die in die Wand der Einfassung126 geführt und in in die Wand des Gehäuses127 gebohrten Blindlöchern129 aufgenommen sind, fixiert. Die Sonde108 ist, wie oben beschrieben worden ist, in dem Sarg106 aufgenommen und durch die Kappe109 geschützt. Neben den Stiftschrauben129 können weitere Techniken zur Fixierung der Einfassung126 an dem Gehäuse127 angewandt werden. Die Einfassung127 kann auf das Gehäuse127 geschraubt sein, wobei das Gehäuse beispielsweise mit einem Außengewinde und einer Anschlagschulter versehen ist. Eine weitere Technik ist das Verschweißen der Einfassung126 mit dem Gehäuse127 . Falls erwünscht oder erforderlich kann die Sonde108 in ein auf die Achse der Einfassung126 ausgerichtetes und an einem Ende offenes Loch eingesetzt sein. Die Öffnung kann während der Verwendung mit einem geeigneten Verschluss zugestopft sein. -
6 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung. Zwischen der Tragspindel18 und dem Bohrer11 ist eine Kupplung131 angeordnet. Die Kupplung131 besitzt ein Außengewinde, das auf die Bit-Box21 abgestimmt ist, und ein Innengewinde, das den Bohrer11 aufnimmt. Die Kupplung131 besitzt eine Innenbohrung zum Befördern von Schlamm von der Tragspindel18 zum Bohrer11 . Falls erwünscht kann anstelle der Tasche101 mit offner Fläche ein axial orientiertes Loch verwendet werden, um die Sonde108 aufzunehmen, wobei das Loch mit einem geeigneten Verschluss zugestopft sein kann. Des Weiteren können, falls erwünscht, zum Anordnen der Sonde108 in der Mitte der Kupplung131 , axial durch die Kupplung und am Umfang um die Sonde beabstandet Wasserkorsette oder Durchgänge gebohrt oder anderweitig ausgebildet sein, die das Strömen von Schlamm durch die Kupplung ermöglichen.
Claims (11)
- Motor (
12 ) für Schlammbohrungen, zum horizontalen Richtungsbohren, mit einem Tragabschnitt, einem Triebabschnitt und einem Leistungsabschnitt (89 ), wobei der Tragabschnitt einen Schaft zum Führen eines Bohrers (11 ) sowie ein Traggestell zum Radial- bzw. Axialstützen des Schafts umfasst, wobei der Leistungsabschnitt einen Rotor (92 ) umfasst, der durch die von einem Bohrungswerkzeugsatz (13 ) erhaltene Schlammströmungsleistung betätigt wird, wobei der Triebabschnitt Kraft von dem Rotor des Leistungsabschnitts (89 ) auf den Schaft überträgt, wobei die Trag-, Trieb- und Leistungsabschnitte (89 ) je umgebende Gehäuseflächen haben, wobei das Traggestell innerhalb der Gehäusefläche des Tragabschnitts enthalten ist, sowie mit einer Sonde (108 ), die imstande ist, ein deren Stellung angebendes Signal zu senden, dadurch gekennzeichnet, dass die Sonde (108 ) in der Gehäusefläche des Tragabschnitts hinter dem genannten Traggestell und radial in einem mit dem genannten Traggestell gemeinen Bereich getragen ist. - Motor für Schlammbohrungen nach Anspruch 1, wobei die dem Tragabschnitt zugeordnete Gehäusefläche den Schaft umgibt, wobei diese den Schaft umgebende Gehäusefläche eine Wand mit einer Tasche (
101 ) aufweist und die Sonde (108 ) innerhalb dieser Tasche (101 ) angeordnet ist. - Motor für Schlammbohrungen nach Anspruch 2, mit einer oberhalb der Tasche (
101 ) liegenden Kappe (109 ) zum Schutz der Sonde (108 ), die lösbar an der den Schaft umgebenden Gehäusefläche befestigt ist. - Motor für Schlammbohrungen nach Anspruch 3, wobei die genannte Kappe (
109 ) an der genannten umgebenden Gehäusefläche durch eine Mehrheit in die genannte den Schaft umgebende Gehäusefläche eingeschraubte Schrauben (117 ) befestigt ist. - Grundlochsatz zum horizontalen Bohren, mit einem Motor (
12 ) für Schlammbohrungen, der einen an seinem Vorderende (22 ) gelagerten Bohrer (11 ) aufweist, wobei der Motor für Schlammbohrungen sich axial erstreckende Trag-, Trieb- und Leistungsabschnitte (89 ) umfasst, wobei die genannten Abschnitte ein gekrümmtes Gehäuse, eine axial verlaufende Tragspindel (18 ) – die in einem Teil des dem Tragabschnitt zugeordneten Gehäuses drehbar und axial gelagert ist, wobei der Tragabschnitt einen radialen Traglager und einen Drucklager hat, wobei der Tragabschnitt und der Leistungsabschnitt (89 ) je spitzwinklig zueinander angeordnete Achsen aufweisen, wobei der Bohrer (11 ) von der Tragspindel (18 ) getragen ist und der Triebabschnitt ein Drehmoment vom Leistungsabschnitt (89 ) auf die Tragspindel (18 ) überträgt, um den Bohrer (11 ) in Drehung zum Gehäuse zu führen – sowie eine Sonde (108 ) umfassen, die zur elektromagnetischen Meldung deren Stellung wie auch anderer Daten über deren Schwenklage in Bezug auf die Fläche dient, wobei die Sonde (108 ) in dem der Tragspindel (18 ) zugeordneten Gehäuseteil angeordnet ist, wobei der radiale Traglager und der Drucklager die Tragspindel (18 ) radial führen und axial durch Rückwirkungskräfte drücken, die von dem der Tragspindel (18 ) zugeordneten Gehäusespindel (18 ) gestützt sind, wobei die Sonde (108 ) einen Bereich einnimmt, der axial hinter den genannten Radial- und Drucklagern liegt und der radial von den genannten Radial- und Drucklagern eingenommen wird. - Grundlochsatz nach Anspruch 5, wobei der genannte der Tragspindel (
18 ) zugeordnete Gehäuseteil eine sich axial erstreckende Tasche (101 ) umfasst, und die genannte Sonde (108 ) innerhalb dieser Tasche (101 ) angeordnet ist. - Grundlochsatz nach Anspruch 6, mit einem elasthomerischen Sarg (
106 ) innerhalb der genannten Tasche (101 ), wobei die genannte Sonde (108 ) innerhalb des genannten Sarges (106 ) angeordnet ist. - Motor für Schlammbohrungen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Kappe (
109 ) ferner einen Schlitz (112 ) umfasst, um den Durchgang elektromagnetischer Signale von der Sonde (108 ) zu ermöglichen, wobei der genannte Schlitz (112 ) eine Füllung aus Nichtmetallwerkstoff enthält. - Motor für Schlammbohrungen nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte Schlitz (
112 ) in einer Längsrichtung ausgerichtet ist. - Grundlochsatz nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass dieser ferner eine Kappe (
109 ) umfasst, die lösbar am genannten Gehäuse befestigt ist und oberhalb der Sonde (108 ) liegt, wobei die genannte Kappe (109 ) einen Schlitz (112 ) umfasst, um den Durchgang elektromagnetischer Signale von der Sonde (108 ) zu ermöglichen, wobei der genannte Schlitz (112 ) eine Füllung aus Nichtmetallwerkstoff enthält. - Grundlochsatz nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte Schlitz (
112 ) in einer Längsrichtung ausgerichtet ist.
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