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Technisches
Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet der Medizin, insbesondere
die chemische Synthese von Oligosaccharid-Mischungen, die sich von
Ribose-Ribit-Phosphat ableiten, welche als Hauptwirkstoff in Impfstoffen
zur Verhinderung von durch Haemophilus influenzae Typ b (Hib) verursachten
Infektionen verwendet werden, sowie mit Impfstoffen, welche die
Oligosaccharid-Mischungen
enthalten.
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Stand der
Technik
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Haemophilus
influenzae Typ b ist ein ernstzunehmendes Gesundheitsproblem für den Menschen
weltweit. Das Bakterium verursacht hauptsächlich bei Kindern unter einem
Alter von 5 Jahren Meningitis, Pneumonia, Epiglotitis und andere
Erkrankungen des Respirationstraktes. Die beobachteten Folgeerscheinungen,
die von Hörproblemen
bis hin zu einer drastischen mentalen Retardierung reichen, befallen
in vielen Ländern
mehr als 30% an Überlebenden
der Krankheit. Jüngste
Schätzungen
der Weltgesundheitsorganisation gaben an, dass mehr als 550 000
Kinder jährlich
durch die durch Haemophilus influenzae Typ b verursachten Erkrankungen
weltweit sterben.
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Gereinigtes
Kapselpolysaccharid von Haemophilus influenzae ist in der Lage,
eine schützende
Immunität
beim Erwachsenen zu induzieren, gleichwohl ist die Immunantwort
in Kindern sehr schlecht, und bei Kleinkindern unter 2 Jahren praktisch
nicht vorhanden.
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Das
Kapselpolysaccharid besitzt die folgende Struktur:
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Es
wurde gezeigt, dass das Hauptproblem seine antigene Natur selbst
ist, da es nämlich
ein Polysaccharid ist, ist es ein T-unabhängiges Antigen, welches nicht
in der Lage ist, das immer noch unreife Immunsystem des Kleinkindes
zu stimulieren. Es wurde gezeigt, dass die Lösung zu diesem Problem erreicht
werden kann, indem das Polysaccharid an einem als Träger bekannten
Protein kovalent gebunden wird (konjugiert wird). Das so erhaltene
Produkt, welches als konjugierter Impfstoff bekannt ist, induziert
Antikörper-Schutzspiegel
vom 2. Lebensmonat an.
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Chu
et al. (Infection immunity 1983, 40, 245–256) erhielten das Konjugat
aus dem nativen Kapselpolysaccharid und Tetanustoxoid nach Aktivierung
mit Cyanogenbromid.
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Gordon
(US-Patent Nr. 4 496 538) aktivierte das natürliche Polysaccharid mit Cyanogenbromid
und konjugierten es dann zum Diphtherietoxoid durch das Adipinsäuredihidrazid.
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Hilman
et al. (US-Patent Nr. 4 459 286) konjugierten das natürliche Polysaccharid
mittels 6-Aminocaproinsäure
an Meningococcen-Außenmembranprotein
nach ihrer anfänglichen
Aktivierung.
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In
allen der vorhergehenden Konjugationsverfahren findet die kovalente
Verknüpfung
zwischen mehreren Gruppen des Kapselpolysaccharids und des Trägerproteins
statt.
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Das
Vermögen,
eine Schutzimmunität
bei Kleinkindern zu induzieren, hängt von der Struktur des Konjugats
ab. Wenn die Konjugation bei dem nativen Polysaccharid durchgeführt wird,
werden die Gruppen, welche bei der Verknüpfung partizipieren, statistisch
entlang der Polysaccharidkette verteilt, wodurch die Charakterisierung
jedes Ansatzes sehr komplex wird.
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Alle
diese Impfstoffe sind sehr schwierig mittels physiko-chemischen
Verfahren zu analysieren; deshalb ist es die gängige Praxis, die Evaluierung
jedes Ansatzes durch Untersuchungen der Immunogenität bei experimentellen
Tieren vorzunehmen. Gleichwohl unterscheidet sich das Verhalten
des Konjugats bei Kindern von dem in Tierexperimenten.
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Gemäß den Kriterien
von stabiler Qualität
(M. R. Holliday, C. Jones, Biologicals, 1999, 27, 51–53) der Weltgesundheitsorganisation
(WHO) sollte die Kontrolle von konjugierten Impfstoffen auf physiko-chemischen Verfahren
basieren, wodurch Ähnlichkeit
von einem Ansatz zum anderen gezeigt werden sollte.
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Um
diese Aufgabe zu erleichtern, sollten konjugierte Impfstoffe auf
einem molekularen Niveau immer stärker definiert werden. Eine
alternative Lösung
dieses Problems ist die Synthese von Kapselpolysaccharidfragmenten.
Das Verfahren zur Konstruktion des Haemophilus influenzae Typ b-Antigens
durch die Synthese weist zwei Hauptschritte auf, die Synthese der
Disaccharid-Zwischenstufe
und seine Oligomerisierung. Mehrere Herangehensweisen wurden für diese
Synthese entwickelt.
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Beuvery
et al. (Europäische
Patentanmeldung EPO 0276 516; US-Patent 5 034 519; Tetrahedron Lett. 28,
1553, 1987) und Hoogerhout et al. (J. Carbohydr. Chem, 7, 1988,
399–416)
erhielten durch die Synthese ein Fragment des Kapselpolysaccharids,
von dem behauptet wurde, dass es zwischen 3 bis 20 Repetiereinheiten
enthielt. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde die Disaccharid-Zwischenstufe
2 zuerst hergestellt, und dann wurde durch Fest-Phasen-Chemie oder
Lösungssynthese
ein Oligomer hergestellt, welches 6 Repetiereinheiten enthielt (Elie
et al., Rec. Trav. Chim. Pays-Bas 108, 1989, 219). Die Oligomere
wurden an Proteine oder Peptide durch einen Spacer konjugiert. Das
Konjugat Trimer war genauso immunogen in Mäusen wie der kommerziell erhältliche
Impfstoff, der aus dem Kapselpolysaccharid hergestellt wurde.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform,
welche den folgenden Syntheseweg veranschaulicht, wurde die nachfolgende
Strategie angewandt: 1 – Synthese
des Ribits, 2 – Koppeln
an Ribose, 3 – selektive
Einführung
von Substituenten in die Riboseeinheit und 4 – Einführung der phosphor-aktivierenden
Gruppe. Unter Anwendung dieses Weges wurde das Disaccharid-Schlüsselderivat
2 in nur 15 Reaktionsschritten erhalten.
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Die
Gesamtausbeute beträgt
7% (Hermans et al., Recl. Trav. Chim. Pays-Bas 1987, 106, 498–504). Ferner
besitzt dieses Verfahren zwei Hauptnachteile: Das Verfahren schließt 11 chromatographische
Schritte ein, und die Schutzgruppen der Schlüssel Zwischenstufe sind für den Oligomerisierungsprozess
nicht ideal.
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Bei
der Oligomerisierung oder dem zweiten Schritt der Synthese ist das
angewandte Verfahren die Lösung
Synthese durch die Aktivierung von Phosphotriester, was Ausbeuten
zwischen 70–90%
pro Zyklus, bezogen auf das Disaccharid, ermöglicht. Der Hauptnachteil einer
solchen Prozedur ist die Unmöglichkeit
Fragmente herzustellen, welche mehr als vier Repetiereinheiten enthalten,
da die Ausbeuten drastisch verringert werden. Die Disaccharid-Zwischenstufe 2 besitzt
drei unterschiedliche Schutzgruppen, was die Ent schützung des
Endprodukts sehr schwierig macht. Deshalb ist dieses Disaccharid
weniger zweckdienlich für
eine Oligomerisierung mittels Fest-Phasen-Chemie. Deshalb wurde die Synthese eines
Hexamers berichtet.
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In
immunologischen Assays (Peters CCAM, et al., Infect. Immunity 1991,
59, 3504–10)
ist nur die Konjugation eines Trimers an Tetanus-Toxoid und seine
Immunogenität
in Mäusen
und Affen beschrieben.
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G.
Just, J. Upeslacis (Europäische
Patentanmeldung
EP 0 320 942 ,
L. Chan; G. Just, Tetrahedron, 46, 1990, 151–162) synthetisierten ebenfalls
ein Fragment des Kapselpolysaccharids durch eine Disaccharid-Zwischenstufe
und die Synthese durch Lösungschemie.
Mit dem Ziel der Herstellung einer optimalen Zwischenstufe für die Synthese
des Antigens wurde ein unterschiedlicher Weg gewählt: 1 – Synthese von Ribit, 2 – Synthese
der Riboseeinheit mit angemessenen Schutzgruppen, 3 – Koppeln
von Ribose und Ribit und 4 – Einührung der
phosphoraktiven Funktionalität.
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Unter
Anwendung dieser Methodologie ergibt sich eine Prozedur für die Zwischenstufe
3 als Phosphoramidit, die eine bessere Auswahl von Schutzgruppen
für die
Oligomerisierungsprozedur zeigt. Um dieses Ziel zu erreichen, war
eine größere Anzahl
von Schritten erforderlich. Das Schlüsselderivat wurde in 19 Schritten
erhalten, und unter Verwendung von 8 Chromatographieprozessen zur
Reinigung.
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Das
Disaccharid 3 wurde in Lösung
oligomerisiert, wodurch man Fragmente des Kapselpolysaccharids,
das 3 Repetiereinheiten enthielt, mit Ausbeuten zwischen 70–90% pro
Zyklus, basierend auf dem Disaccharid, erhielt.
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Kandil
et al. (Syn. Lett., 1992, 555–7),
Chon et al. (PCT-Patentanmeldung WO 93/15205 und US-Patent 5 679
352) synthetisierten ein Fragment des Kapselpolysaccharids unter
Verwendung der gleichen Disaccharid-Zwischenstufe 3 und mittels
Fest-Phasen-Chemie unter Verwendung von Monomethoxypolyethylenglycol
als Träger,
wobei Fragmente mit bis zu 6 Repetiereinheiten erhalten wurden,
wobei die Ausbeute pro Zyklus 95% war.
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Krivan
et al. (PCT-Patentanmeldung WO 94/00149) und Nilsson, et al. (J.
Carbohydr. Chem. 10, 1991, 1–22)
erhielten ein Fragment mit 10 Repetiereinheiten mit einer ähnlichen
Disaccharid-Zwischenstufe und der Fest-Phasen-Chemie. Dieses Fragment wurde durch
einen Spacer an Hib-Adhesin konjugiert. Die Phosphonat-Zwischenstufe
wurde in 21 Stufen mit einer Gesamtausbeute von 5% erhalten. Mindestens
7 chromatographische Schritte waren ebenfalls erforderlich. Das
Oligomerisierungsverfahren wurde unter Verwendung von H-Phosphonaten
und der Fest-Phasen-Chemie unter Verwendung von aminierten Merrifield-Harzen durchgeführt. Das
Antigen wurde unter Einbringung von 97–99% pro Zyklus erhalten.
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Chiu
Machado et al. (J. Carbohydr. Chem, 13 1994, 465–474) und das kubanische Patent
22424 berichten von einer effizienten Prozedur zur Synthese eines
geeigneten geschützten
Ribosederivats aus Glukose. Unter Verwendung dieses Derivats präparierten
sie das Schlüsseldisaccharid
in 20 Reaktionsschritten.
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Einer
der Aspekte, welche die Anwendung der Synthese für die Herstellung der Hib-Fragmente
und ihrer Verwendung in Impfstoffen schwierig macht, ist die Synthese
der Disaccharid-Zwischenstufe.
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Alle
oben aufgelisteten Verfahren reflektieren den Stand der Technik
der modernen Kohlenhydratchemie, gleichwohl weisen sie zwei ernstzunehmende
technische Hauptnachteile auf. Die Verwendung von mehreren chromato graphischen
Schritten durch die Synthese, welche die Synthese in einem industriellen
Maßstab unpraktisch
machen und die Anzahl von synthetischen Schritten, welche für gewöhnlich sehr
hoch ist. Das Hauptproblem für
die Synthese des Disaccharids in weniger Reaktionsschritten ist
die Einführung
von Benzylgruppen in die Riboseeinheit.
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Der
Oligomerisierungsprozess der Disaccharid-Zwischenstufe könnte entweder
in Lösung
durchgeführt
werden, mit der ernstzunehmenden unangenehmen Tatsache, dass die
maximale Größe, welche
erhalten werden könnte,
auf 3–4
Repetiereinheiten beschränkt
ist. Er könnte
ebenfalls durch die Fest-Phasen-Chemie durchgeführt werden.
Die Fest-Phasen-Chemie ermöglicht
die Herstellung von Oligosacchariden im Bereich von 6 bis 10 Repetiereinheiten
mit hohen Ausbeuten pro Zyklus. Gleichwohl sind die zwei ernstzunehmenden Probleme,
welche für
gewöhnlich
vorliegen, die, dass die reale Ausbeute nur 10– 15% beträgt, da zum Erhalt einer hohen
Einbringung einer Disaccharid-Zwischenstufe
pro Zyklus ein hoher Überschuss
an Disaccharid zwischen dem 3- bis 10-mol-fachen für gewöhnlich erforderlich
ist. Der Überschuss
an Disaccharid geht während
des Prozesses verloren. Ein weiteres Problem ist das, dass zwei
unterschiedliche Derivate für
gewöhnlich erforderlich
sind, eines zum Koppeln an den festen Träger, und das Zweite für die Verlängerung
der Kette.
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Die
Synthese eines einzelnen reinen Oligosaccharidfragments, welches
nicht nur keinen Unterschied bezüglich
der Struktur aufweist, sondern ebenfalls keinen bezüglich der
Kettenlänge,
ist ein gängiger
Aspekt bezüglich
aller vorliegenden Berichte wie über
die Synthese von Hib-Antigenen und war gleichzeitig eine ihrer Hauptziele.
All dieses basierte auf der Annahme, dass das aus einem einzelnen
Molekül
bestehende Antigen notwendig ist, um Anti-Hib-Konjugat-Impfstoffe mit stabilerer
Qualität
aufgrund einer leichteren Kontrolle bzw. Regulierung zu erhalten.
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Es
wurden neue Verfahren zur Herstellung von Oligosaccharidfragmenten
durch die Fragmentierung von natürlichen
Polysacchariden und ebenfalls für
die Aktivierung der Oligosaccharidmischung mittels einer ihrer endständigen Positionen
entwickelt.
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In
den US-Patenten 4 808 700;
US
4 761 283 sowie in Glycoconjugate J., 1989, 6, 489–498 (R.
C. Seid, et al.) wird das natürliche
Polysaccharid mit Peryodat oxidiert und die erhaltenen Fragmente
gereinigt. Die Mischung aus Oligosaccharidfragmenten wird durch
die zwei endständigen
Positionen aktiviert, wie es in dem folgenden Schema gezeigt ist.
Diese Oligosaccharide wurden durch eine reduktive Aminierungsreaktion an
CRM 197 konjugiert. Wie aus dem Schema ersichtlich ist, sind beide
Konjugationsstellen unterschiedlich. Sobald die Konjugation durchgeführt wurde,
liegen mindestens zwei Familien an konjugierten Oligosacchariden
mit unterschiedlichen Strukturen vor. Auf der anderen Seite bestimmt
der Prozentwert des Oligosaccharids nicht sehr gut die Ergebnisse
der Verknüpfung
des gleichen Oligosaccharids an zwei unterschiedlichen Stellen des
gleichen Proteins oder zu zwei unterschiedlichen Proteinmolekülen. Alle
diese Phänomene
erzeugen Heterogenität
und machen die Kontrolle schwierig.
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Auf
der anderen Seite wird in dem US-Patent 5 153 312 sowie in Vaccine
1999, 17, 1251–63
(P. Constantino et al.) von der Hydrolyse des natürlichen
Polysaccharids mit Essigsäure
und von der Reinigung der resultierenden Mischung von Oligosaccharidfragmenten
berichtet. Das Produkt wird durch eine Reihe von Reaktionen aktiviert,
wobei der Spacer durch eine reduktive Aminierung mit Ethylendiamin
bei einem hohen pH-Wert und hoher Temperatur eingeführt wird,
welche die Integrität
der Oligosaccharidmischung beeinflussen können. Auf der anderen Seite
wird ein Teil des Antigens wahrscheinlich nach seiner Reduktion seines
Carbonylhemiacetals inaktiviert, wie in dem folgenden Schema gezeigt.
Ferner wurde das Oligosaccharidaminderivat selektiv mit dem aktiven
Ester von Adipinsäure
durch eine ihrer endständigen
Esterfunktionen substituiert. Die andere Esterfunktion verbleibt
für das
Koppeln eines Proteins aktiv.
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Die
zwei Impfstoffe, welche aus Produkten der Fragmentierung des natürlichen
Polysaccharids hergestellt worden waren, sind in der Immunisierungspraxis
von großen
Massen an Kindern verwendet worden. Dies hat gezeigt, dass es möglich ist,
Oligosaccharid ohne eine einzelne Größe, sondern vielmehr in einem
Größenbereich,
bei der Herstellung von Konjugatimpfstoff gegen Hib zu verwenden,
und gleichzeitig in angemessener Weise die Reproduzierbarkeit und
die Qualität
des Produkts zu regulieren. Selbst wenn das auf diese Weise erhaltene
Konjugat definierter ist als jene, welche durch die direkte Aktivierung
des Polysaccharids erhalten werden, ist es praktisch unmöglich, eine
Fragmentierung des natürlichen
Polysaccharids, gefolgt von der Einführung einer funktionellen aktiven
Gruppe, durchzuführen
und das gleiche Ausmaß von
molekularer Bestimmtheit und Reinheit in dem Antigen zu erreichen,
welche durch die chemische Synthese erhalten werden kann.
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Es
gibt keine offensichtlichen Vorteile bei der Kontrolle von Konjugatimpfstoffen
mit der Verwendung entweder eines Oligosaccharids mit einer definierten Größe oder
einer Mischung von Oligosacchariden in Bezug auf die Größe, jedoch
homogen bezüglich
des Restes ihrer Struktur. Dies wurde mit dem Fortschritt bezüglich analytischer
Verfahren des Stands der Technik gezeigt, durch welche es sehr leicht
ist, die Zusammensetzung einer Hib-Oligosaccharidmischung zu bestimmen
(P. Constantino, et al., Vaccine 1999, 17, 1251–1263 und D. Prioeti, et al.,
European Carbohydrate Symposium, Galway, Juli 1999, PB014).
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Auf
der anderen Seite gibt es keine Unterschiede in dem immunologischen
Verhalten zwischen einem Impfstoff, der aus einer Mischung von Größen von
Hib-Oligosacchariden oder aus einer einzelnen Größe von Oligosaccharid besteht,
wenn das Fragment größer als
3 Repetiereinheiten ist (S. Pillai, et al., Infection and Immunity,
1991, 59, 4371–6;
A. A. Kandil, et al., Glycoconjugate J., 1997, 14, 13–7 und Peters
CCAM, et al., Infect. Immunity 1991, 59, 3504–10).
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Zusätzliche
Umstände
erschweren die Auswahl einer optimalen einzelnen Größe von allen
Blickwinkeln aus. Die Oligosaccharide mit 4–6 Repetiereinheiten werden
leichter synthetisiert, und ihre Größe ist für gewöhnlich ausreichend, um eine
angemessene Immunantwort zu induzieren. Gleichwohl ist die Menge
an Trägerprotein,
die für
diesen Impfstoff notwendig ist, sehr hoch, und die Stabilität des Oligosaccharids
in dem Impfstoff ist schlechter, und zwar aufgrund des Abbauprozesses
durch die Hydrolyse des Phosphodiesters, welcher sehr schnell ein
sehr kurzes, an ein Protein gekoppeltes Fragment mit weniger als
vier Repetiereinheiten hervorbringt und deswegen inaktiv ist. Die
Fragmente mit einer Größe zwischen
8–20 Repetiereinheiten sind
im Prinzip stabiler, da nach dem Abbau auf die Hälfte ihrer Größe das verbleibende
Fragment, welches an dem Trägerprotein
gebunden ist, größer als
vier Repetiereinheiten sein wird. Die Menge an Trägerprotein, die
für Impfstoffdosen
notwendig ist, ist ebenfalls geringer.
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Gleichwohl
ist gemäß dem Stand
der Technik für
Oligosaccharide von Hib die Synthese von Fragmenten mit einer Größe zwischen
10–20
unmöglich
mittels Lösungsverfahren
und ist immer noch eine Herausforderung mittels Fest-Phasen-Verfahren.
In der Tat sind bei früher
berichteten Beispielen die Oligosaccharide dieser Größe vollständig abwesend.
Ein weiterer Nachteil ist die T-Abhängigkeit der Immunantwort,
ein sehr wichtiger Aspekt zum Erreichen einer guten Immunantwort
in Kindern. Die T-Abhängigkeit
eines Polysaccharids nimmt mit der Zunahme in der Größe ab (C.
Fernández,
E. Sverremark, Cell Immunol 1994, 153, 67–78).
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Daraus
folgt, dass jeder Weg der Synthese von Hib-Antigenen, der wettbewerbsfähig sein
soll, die Anzahl von Schritten zu dem Schlüssel Disaccharid reduzieren
muss, um die Anzahl an Chromatographieschritten zu verringern und
speziell signifikant die Ausbeuten in dem Oligomerisierungsverfahren
zu erhöhen.
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Die
Mischungen von Oligosacchariden, die durch die Hydrolyse der natürlichen
Polysaccharide erhalten werden, enthalten Fraktionen von beiden
Größenintervallen,
wodurch der Vorteil von jedem genutzt wird und die Nachteile verringert
werden. Wenn ähnliche
Mischungen durch die Synthese erhalten werden könnten, führt dies zum Vorteil, dass
beide Größenintervalle
enthalten sind. Da diese Mischung durch Synthese entsteht, wird
sie definierter und reiner sein, und wird den Spacer in einem präzisen Anteil
und präziser
Position enthalten.
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Offenbarung
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft insbesondere die chemische Synthese
von Oligosaccharidmischungen, die sich von Ribose-Ribit-Phosphat
ableiten, welche als Hauptwirkstoff in Impfstoffen für die Prävention von
durch Haemophilus influenzae Typ b (Hib) verursachten Infektionen
verwendet werden, sowie die Impfstoffe, welche die Oligosaccharidmischungen
enthalten.
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Die
Oligosaccharidmischungen, welche durch die chemische Synthese der
vorliegenden Erfindung erhalten werden, umfassen Repetiereinheiten
der Formeln (Phosphat-Ribose-Ribit)n oder (Ribose-Ribit-Phosphat)n
aus mindestens 5 Verbindungen der Struktur A oder B, welche die
Repetiereinheit des Kapselpolysaccharids von Haemophilus influenzae
Typ b repräsentieren
und sich nur durch n unterscheiden, wobei n ein Wert ist, welcher
sich auf zwischen 4 bis 25 beläuft
(n ≥ 4 und ≤ 25), und
worin R1 oder R2 ein
Spacer zur Konjugation an einen Träger ist, mit der Bedingung,
dass R1 = Spacer ist, wenn R2 =
H ist, oder R2 = Spacer ist, wenn R1 = H ist.
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Mit
Hilfe der vorliegenden Erfindung ist es möglich, durch chemische Synthese
eine reguläre
Mischung von Oligosacchariden einer gut definierten Größe und auf
eine effizientere Weise zu erhalten. Diese Mischung besitzt eine
höhere
Reinheit, und sie wird unter Verwendung eines einfacheren technischen
Verfahrens erhalten. Ebenfalls wurde herausgefunden, dass die konjugierten
Impfstoffe, die aus der Mischung der Erfindung hergestellt werden,
aufgrund ihrer Herstellung überlegener
sind und einfacher zu regulieren sind.
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Ein
weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist das synthetische Verfahren,
um die oben erwähnte
Oligosaccharidmischung zu erhalten, welches dadurch gekennzeichnet
ist, dass es ein Ein-Schritt-Verfahren ist, das in einer regulierten
Polykondensationsreaktion zwischen einer Disaccharid-Schlüsselzwischenstufe,
einem Spacer und einem Promoter besteht und ebenfalls durch die
Tatsache gekennzeichnet ist, dass die Durchschnittsgröße des Antigens
durch den Anteil jedes Teilnehmers, der Reihenfolge ihrer Zugabe
und der Reaktionszeit reguliert werden kann.
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Ein
weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Optimierung des
synthetischen Verfahrens zu dem Schlüssel Disaccharid, welches für die Synthese
von Hib-Oligosacchariden erforderlich ist. Die Optimierung besteht
im Auffinden einer neuen selektiven Benzylierungsreaktion, welche,
wenn sie auf das Disaccharid 4 angewendet wird, seine Transformation
zum Disaccharid 5 ermöglicht,
mit der Einführung
von Benzylschutzgruppen in die Riboseeinheit in einem einzelnen
Schritt, wodurch das gesamte Verfahren signifikant kürzer und einfacher
wird.
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Das
Ziel der vorliegenden Erfindung ist ebenfalls die optimale Prozedur
zur Synthese der Zwischenstufe 4, welche ihre Herstellung mit hoher
Reinheit in nur 11 Reaktionsschritten und ohne die Anwendung von chromatographischen
Verfahren ermöglicht.
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Ein
weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung der
vorausgehend beschriebenen Oligosaccharide beim Nachweis und bei
der Quantifizierung von Anti-Hib-Antikörpern durch ihre Konjugate
mit immunologisch inerten Substanzen als Polyacrylamid, Polystyrol,
Latex.
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Die
Neuheit der vorliegenden Erfindung ist die Zusammensetzung der erhaltenen
Oligosaccharidmischung, welche sich auf die Repetiereinheit des
Kapselpolysaccharids vom Haemophilus influenzae Typ b mit einem
Spacer für
die Konjugation in nur einer der endständigen Positionen, in einer
in der Synthese vorentworfenen Position, bezieht. Es richtet sich
auf die gleiche reguläre
und homogene Struktur. Die Oligosaccharidmischung enthält Fragmente
aus zwei unterschiedlichen Größenintervallen,
hauptsächlich
zwischen 4–8 und
8–20,
wodurch die Vorteile von jedem Intervall genutzt werden und die
Nachteile, welche jede Gruppe separat haben könnten, reduziert werden.
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Ferner
liegt die Neuheit der vorliegenden Erfindung in dem Verfahren selbst
zur Herstellung von einer solchen Mischung durch chemische Synthese,
wodurch die Herstellung des Produktes mit hoher Reproduzierbarkeit
und Effizienz ermöglicht
wird. Auf die gleiche Weise wird durch die vorliegende Erfindung
ebenfalls gezeigt, dass nur eine Reaktion zur Einführung von
Benzylschutzgruppen in die Riboseeinheit in einem einzelnen Schritt
führt,
wodurch die Effizienz einer Herstellung eines Disaccharid-Schlüsselderivats
für die
Synthese von solchen Oligosacchariden erhöht wird.
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Die
Synthese einer Disaccharid-Zwischenstufe beginnt mit der Herstellung
eines Derivats 5-O-allyl-2,3,4-tri-O-benzyl-D-ribit 14 durch 9 chemische
Reaktionen, die in dem folgenden Schema repräsentiert werden. D-Ribose-Wachs
wurde zu dem Isopropyliden-Derivat 6 transformiert, gefolgt von
der Prozedur, die bereits früher
im Fachbereich beschrieben wurde (Leonart et al., J. Het. Chem.,
1966, 3, 485). Die Position 5 wurde mit Allylbromid unter Phasentransferbedingungen
allyliert, gefolgt von der Hydrolyse der Isopropylidengruppe mit
Schwefelsäure
in Methanol, um das Derivat 8 zu erhalten, welches einer Benzylierung
mit Benzylchlorid und Natriumhydrid in Dimethylformamid zugeführt wurde.
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Die
Methylgruppe wurde mit einer Mischung aus Essigsäure und Chlorwasserstoffsäure hydrolisiert, gefolgt
von der Reduktion mit Natriumborhydrid. Das Derivat 5-O-allyl-2,3-di-O-benzyl-D-Ribit
11 wurde auf Silicagel absorbiert und selektiv mittels eines Perkolationsverfahrens
zuerst mit Cyclohexan und dann mit Chloroform extrahiert. Diese
Prozedur erlaubt die Reinigung in großem Maßstab, ohne auf herkömmliche
chromatographische Verfahren zurückgreifen
zu müssen.
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Ferner
wurde das Derivat 11 in Pyridin trityliert, mit Benzylchlorid und
Natriumhydrid in Dimethylformamid benzyliert und schließlich mit
Essigsäure
hydrolisiert, wodurch man das letztendliche Ribitderivat erhielt, welches
mittels Destillation gereinigt wurde. Das Ribitderivat 14 wurde
mit einem Ribofuranoseperacetat 15 ribosyliert, wie es im folgenden
Schema gezeigt ist. Nach der Deacetylierung folgt eine neue Anwendung
eines Absorptions-Desorptions-Verfahrens,
was dazu führt,
dass Triol 4 in hohem Maßstab
erhalten wird, und zwar ohne irgendwelche herkömmlichen chromatographischen
Schritte.
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Dann
wird es der Dibenzylierungsreaktion, welche im Rahmen der vorliegenden
Erfindung gefunden wurde, zu Triol 4 zugeführt. Diese Reaktion führt dazu,
dass das Derivat 5 nach einem Säulenchromatographie-Reinigungsverfahren
erhalten wird. Die Allylgruppe der Zwischenstufe 5 wurde zu Propenyl
isomerisiert, gefolgt von der Einführung von Phosphonat an der
freien 3-Position der Riboseeinheit. Die Entfernung der Propenylgruppe
ergab das Zwischenstufen-Schlüsselderivat
19. In gleicher Weise führte
die Acetylierung der Hydroxyfunktion an der Position 3 in dem Derivat
17, gefolgt von der Hydrolyse von Propenyl, der Einführung des Phosphonats
an der Position 5 und der Deacetylierung des Produkts, zum Schlüsseldisaccharid
23, welches Phosphonat an der Position 5 und eine freie Hydroxyfunktion
an der Position 3 besitzt.
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Die
Struktur der gebildeten Produkte wurde in allen Fällen durch 1H- und 13C-Kernmagnetresonanz und
durch H-H- und H-X-Korrelationsexperimenten bestätigt. Die Reinheit wurde mittels
Dünnschicht-Chromatographie
oder mittels HPLC geprüft.
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Ausgehend
von den Derivaten 18 oder 22 können
die Derivate 24 und 25 erhalten werden, welche als Akzeptoren in
der Polykondensationsreaktion ebenfalls verwendet werden, wie gezeigt
werden wird.
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Die
Oligomerisierungsreaktion wurde unter unterschiedlichen Bedingungen
untersucht, immer auf der Basis von nur drei Komponenten, einem
Schlüsseldisaccharid
(19 oder seinem Analog 23), einem Promoter der Reaktion, welcher
Pivaloylchlorid, Adamantan-1-carbonylchlorid oder ein anderes sterisch
gehindertes Säurechlorid
sein kann, und eine dritte Komponente, welche die Reaktion unterdrücken kann
und gleichzeitig den Spacer einführen
kann. Diese Komponente enthält
die funktionelle aktive Gruppe oder ihren Vorläufer in einer endständigen Position,
wie zum Beispiel 24, 25 oder 26.
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Als
ein Spacer, welcher im Fall von 24, 25 oder 26 5-Azido-3-oxapentanol
ist, können
jedwede anderen Verbindungen mit der allgemeinen Formel R1-Y-OH verwendet werden, worin Y die Spacerkette
ist, welche eine aliphatische Kette sein kann. Die aliphatische
Kette kann eine aromatische Kette einschließen, welche in dieser eingefügt ist,
oder eine Anzahl von Heteroatomen, die zwischen 0–5 schwanken.
R1 ist eine funktionelle Gruppe in der endständigen Position
des Spacers und kann NH2, COOR, CHO, SH
oder ein beliebiger ihrer Vorläufer
sein.
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Die
optimalen Bedingungen für
das Polykondensationsverfahren wurden für mehrere Fälle entwickelt, zum Beispiel
mit dem Disaccharid 19, dem Spacer 5-Azido-3-oxapentanol 26 und Pivaloylchlorid
in Dichlormethan-Pyridin, was zu einem Produkt führt. Eine Oligomere 27 enthaltende
Fraktion kann in einer Ausbeute von 70–85% erhalten werden, basierend
auf Disaccharid, und zwar nach der Oxidation und LH-20-Gel-Chromatographie
in LH-20 in Methanol.
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Die
Oligosaccharidmischung 27 wurde in Methanol-Ethyl-Acetat-Wasser-Essigsäure in Gegenwart von
Palladium-auf-Kohlenstoff hydriert, wodurch man die Roh-Oligosaccharidmischung
28 erhielt. Wenn die Spacergruppe aktiviert werden muss, wird der
Prozess besser im nächsten
Schritt durchgeführt.
Zum Beispiel wurde zu der Mischung von Oligomeren 28 N-Hydroxysuccinimidylester
von β-Maleimidopropionsäure in Dimethylformamid
gegeben. Nachdem die Reaktion beendet war, wurde die resultierende
Lösung
mit destilliertem Wasser verdünnt
und diafiltriert unter Stickstoffdruck durch eine Membran mit einem
Cut-off-Wert von 1 000. Das so erhaltene Produkt 30 ist eine aktive
Oligosaccharidmischung, die für
den Einsatz in den Konjugationsprozess fertig ist.
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Die
Struktur der gebildeten Produkte wurde in allen Fällen durch 1H- und 13C-Kernmagnetresonanz und
mittels H-H- und H-X-Korrelationsexperimenten bestätigt.
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Die
Proteine wurden mit Thiopropionsäure
derivatisiert und zwar durch die Einführung von als ein Bisulfid
maskiertes Thiol. Für
diese Derivatisierung können
Reagenzien wie SPDP oder DSP verwendet werden, gefolgt von der Reaktion
mit Dithiotreitol in einer Stickstoffatmosphäre. Ein Reagenzienüberschuss
kann für Neisseria
meningitidis OMP oder für
Tetanustoxoid durch die Präzipitation
mit wässrigem
Ethanol (20–95%), gefolgt
von einer Zentrifugation, eliminiert werden. Für Neisseria meningitidis OMP
ist das Verfahren, welches ausgeführt wurde, im folgenden Schema
veranschaulicht.
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Das
thiolierte Protein wird in einer inerten Atmosphäre mit dem aktiven Oligosaccharid
gemischt, im Voraus durch 0,2-Mikrometer filtriert und lyophilisiert.
Die Reaktion wurde durch Ethanolpräzipitation abgelöscht bzw.
unterdrückt,
gefolgt von einer Zentrifugation und Diafiltration.
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Alternativ
kann der Überschuss
an aktivierenden Reagenzien von dem Konjugat durch Diafiltration entfernt
werden. Beide Separationsprozesse eliminieren fast das ganze Nicht-Konjugat-Oligosaccharid
an dem Protein, was die Qualität
des Endprodukts sehr stabil macht.
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Die
Mischung von Oligosacchariden 30 kann an andere Träger konjugiert
werden, zum Beispiel Lipide. Somit führt zum Beispiel die Reaktion
mit 2,3-Dioctadecyloxipropylsuccinimidylbutandioat 33 in Gegenwart
von Carbodiimid zum Erhalt des Konjugats 34.
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Das
Konjugat der synthetischen Oligosaccharidmischung und Proteine kann
verdünnt
werden oder in einem angemessenen physiologischen Puffer rekonstituiert
werden und kann mit Additiven, wie Hilfsstoffen, Konservierungsmitteln
und anderen gemischt werden, und zwar mit dem Ziel, die letztendliche
Impfstoffformulierung zu erhalten.
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In
entsprechender Weise kann der Impfstoff vor oder während des
Formulierungsverfahrens mit anderen Impfstoffen gemischt werden,
welche von dem Typ sind, die derzeit im Immunisierungsplan für Kleinkinder unter
einem Alter von einem Jahr verwendet werden. Zum Beispiel kann das
Mischen mit den Außenmembranproteinen
von Neisseria meningitidis Typ B (OMP), einem kombinierten Impfstoff
Anti-Hib und Anti-Meningitis Typ B, durchgeführt werden. Nach dem Mischen
mit DTP kann ein kombinierter tetravalenter Impfstoff erhalten werden,
Anti-Hib und Anti-Diphtherie, Pertussis und Tetanus.
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Die
Immunogenität
des Konjugatimpfstoffes zwischen Oligosacchariden 30 und meningococcalen
Außenmembranproteinen
wurde in mehreren Tiermodellen gezeigt. Die Anwesenheit von Antikörpern gegen
das Hib-Kapselpolysaccharid, welches durch den Impfstoff induziert
wurde, wurde unter Verwendung des ELISA-Verfahrens detektiert (D.
C. Phipps et al., J. Immunol. Methods, 1990, 135, 121–8). Die
Ergebnisse sind in der 2–5 gezeigt.
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In
Kaninchen induziert der ohne Aluminiumoxid formulierte Impfstoff
eine höhere
Antwortreaktion bei den ersten Dosen. Gleichwohl werden beide Präparationen
gleich nach den zweiten Dosen. In beiden Fällen wurde ein hoher Antikörper-Titer
festgestellt.
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In
dem Beispiel von Sprague-Dawley-Ratten zeigte der Impfstoff, der
aus den zwei Konjugaten, die im Kohlenhydrat-Protein-Verhältnis differierten,
ebenfalls hohe Anti-Hib-Antikörper-Titer.
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In
Balb-c-Mäusen
induzierte der aus einem ähnlichen
Konjugat erhaltene Impfstoff hohe Anti-Kapsel-Polysaccharid-Antikörper-Titer.
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Die
Mischung von Oligosacchariden 30 kann an Matrizen, wie zum Beispiel
Polyacrylamid, gekoppelt werden. Das Produkt kann zum Nachweis von
Anti-Hib-Antikörpern in
immunisierten Menschen oder in Labortieren verwendet werden. Die
Mischung kann ebenfalls an Latex gekoppelt werden und beim Nachweis
von Antikörpern
bei kranken oder geimpften Menschen verwendet werden. Das Polyacrylamid,
welches gemäß N. Bovin
(Glycoconjugate J., 1998, 15, 431–446) aktiviert worden war,
reagierte mit einer Mischung aus Oligoacchariden 30. Die vergleichende
Fähigkeit
von HbO-HSA, die empfohlene Substanz für den Nachweis von Anti-Hib-Antikörpern, und
das Polyacrylamid-Konjugat
von 30, ist in der 6 gezeigt. Ein besseres Antwort-Rausch-Verhältnis wurde
mit dem Produkt erreicht, welches die synthetischen Oligosaccharide
enthielt.
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ARBEITSBEISPIELE:
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BEISPIEL 1: Synthese von
5-O-allyl-2,3-di-O-benzyl-D-ribit 11.
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Allylierung:
100 g Methyl 2,3-O-isopropyliden-D-ribofuranosid wurden in 70 mL
Allylbromid gelöst
und in Gegenwart von 75 mL wässrigen
50%igem Natriumhydroxid und 2,6 g Tetrabutylammoniumiodid während 12
Stunden gerührt.
Danach wurde das Rühren
gestoppt, und die Phasen wurden getrennt. Die wässrige Phase wurde mit Dichlormethan
(70 mL) extrahiert, und die vereinigte organische Phase wurde getrocknet
und abgedampft.
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Hydrolyse:
Der resultierende Sirup wurde in 1,5 L Methanol gelöst. Zu dieser
Lösung
wurden 3,6 mL wässrige
Schwefelsäure
(0,4 N) hinzugegeben, und die Mischung wurde 3 Stunden am Rückfluss
gehalten. Nachdem die Reaktion beendet war, wurde mit Natriumbicarbonat
neutralisiert, und die resultierenden Salze wurden filtriert, und
die Lösung
wurde abgedampft. Der Rückstand
wurde mit Ethylacetat extrahiert, getrocknet und abgedampft. Das
Produkt wurde im Vakuum mindestens 2 Stunden lang getrocknet.
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Benzylierung:
Das erhaltene Produkt wurde in 450 mL Dimethylformamid geöst. Die
resultierende Lösung
wurde auf 0°C
gekühlt,
und 50 g Natriumhydrid wurden langsam hinzugesetzt. Die Mischung
wurde 30 Minuten lang gerührt,
und dann wurde Benzylchlorid hinzugetropft (150 mL). Nach 2 Stunden
Rühren
wurden 20 mL Methanol der Reaktion hinzugesetzt. Die resultierende
Suspension wurde im Vakuum abgedampft, erneut in Dichlormethan gelöst und mit
Wasser gewaschen. Die organische Phase wurde mit Natriumsulfat getrocknet
und abgedampft.
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Hydrolyse:
Der resultierende Sirup aus der vorhergehenden Reaktion wurde in
1,5 L Dioxan gelöst. HCl
(2 N, 1,5 L) wurde hinzugesetzt, und das System wurde bei 75–80°C erhitzt.
Nach 2 Stunden wurde die Reaktion gestoppt und die Phasen wurden
getrennt. Die wässrige
Phase wurde zweimal mit 200 mL Dichlormethan extrahiert, und die
vereinigte organische Phase wurde abge dampft. Das konzentrierte
Produkt wurde in Dichlormethan (1 L) gelöst und der Reihe nach mit Wasser
(400 mL), gesättigter
Natriumbicarbonatlösung (300
mL) und Wasser (400 mL) gewaschen und schließlich mit Natriumsulfat getrocknet
und abgedampft.
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Reduktion:
Der resultierende Sirup wurde in Ethanol (800 mL) gelöst, und
das System wurde auf 20°C gekühlt. Dann
wurden 24 g NaBH4 hinzugesetzt. Die Mischung
wurde 1,5 Stunden bei Raumtemperatur gerührt, und nachdem die Reaktion
beendet war, wurde der Überschuss
an Borhydrid mit Essigsäure
zerstört, bis
ein pH-Wert von 7 bis 8 erreicht war. Die Lösung wurde filtriert und abgedampft.
Der Rückstand
wurde in 500 mL Dichlormethan gelöst, die organische Lösung wurde
mit Wasser gewaschen, mit Natriumsulfat getrocknet und im folgenden
Beispiel verwendet.
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Beispiel 2: Reinigung
von 5-O-allyl-2,3-di-O-benzyl-D-ribit 11.
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Zu
der Dichlormethanlösung
von rohem 5-O-allyl-2,3-di-O-benzyl-D-ribit 11 aus dem vorhergehenden Beispiel
wurden 300 g Silicagel gegeben, und die Mischung wurde per Hand
gerührt,
bis das Produkt in der festen Phase adsorbiert war. Die Suspension
wurde im Vakuum zur Entfernung von Dichlormethan abgedampft. Das
Silicagel, welches das Produkt enthielt, wurde in einen Percolator
gestellt. Die Verunreinigungen wurden durch Extraktion mit Cyclohexan
während
48 Stunden entfernt. Das Lösungsmittel
zur Extraktion wurde zu Dichlormethan zur Extraktion des Produkts
ausgetauscht, wodurch ein chromatographisch reiner blassgelber Sirup
erhalten wurde. Ausbeute: 75–95%. 13C-NMR: δ 60,7
(C-1), 70,2 (C-4), 71,0, 71,7, 72,0, 73,6 (PhCH2C-5,
OCH2CH=), 79,2, 79,3 (C-2, 3), 117,1 (CH2=), 127,5–128,2 (Ph), 134,3 (CH=), 138,0,
138,1 (Cipso).
-
BEISPIEL 3: Synthese von
5-O-allyl-2,3,4-tri-O-benzyl-D-ribit 14
-
Trytilierung:
100 g 5-O-allyl-2,3-di-O-benzyl-D-ribit 11 von dem vorhergehenden
Beispiel wurden im Vakuum getrocknet und in 600 mL Pyridin gelöst. Zu dieser
Lösung
wurden 75 g Chlortriphenylmethan und 0,5 g Dimethylaminopyridin
gegeben, und die Mischung wurde bei 50°C 6 Stunden lang gerührt. Sobald
die Reaktion beendet war, wurde das Lösungsmittel abgedampft und
der Rückstand
wurde in 500 mL Dichlormethan gelöst, die Lösung wurde mit Wasser (1 L)
gewaschen, getrocknet und abgedampft. Der Rückstand wurde im Vakuum 3 Stunden
lang getrocknet.
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Benzylierung:
Der Sirup aus der vorangehenden Reaktion wurde in 300 mL Dimethylformamid
gelöst, und
die Lösung
wurde auf 5°C
gekühlt.
Natriumhydrid (25 g) wurde langsam hinzugesetzt, und das Rühren wurde
dann 30 Minuten lang fortgesetzt. Benzylchlorid (40 mL) wurde dann
langsam hinzugesetzt, und das Rühren
wurde eine Stunde lang beibehalten. Nachdem die Reaktion beendet
war, wurde es erneut gekühlt
und 10 mL Methanol wurden langsam hinzugesetzt, um den Überschuss
an Reagenzien zu zerstören.
Die Lösungsmittel
wurden abgedampft, und der Rückstand
wurde in 500 mL Dichlormethan gelöst, mit 1 Liter Wasser gewaschen.
Die organische Phase wurde mit Natriumsulfat getrocknet und abgedampft.
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Hydrolyse:
Der Rückstand
wurde in Essigsäure
(1 L) und 110 mL Wasser gelöst,
und die Reaktion wurde bei 80°C
1,5 Stunden lang gerührt.
Das Lösungsmittel
wurde durch Abdampfung entfernt, und der Rückstand wurde in 500 mL Cyclohexan
gelöst.
Die organische Phase wurde auf 0–5°C 4 Stunden lang gekühlt und dann
filtriert, mit Wasser gewaschen, mit Natriumsulfat getrocknet und
abgedampft. Das Produkt wurde mittels Destillation bei 200–220°C und 0,1
mm rein erhalten. Ausbeute 80–90
g Base auf 100 g Ribose. 13C-NMR: δ 61,2 (C-1),
69,6, 71,8, 72,1, 72,3, 73,9 (PhCH2C-5,
OCH2CH=), 78,0, 78,8, 78,9 (C-2, 3, 4),
116,8 (CH2=), 127,5–128,2 (Ph), 134,7 (CH=), 138,0,
138,1, 138,2 (Cipso).
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BEISPIEL 4: Synthese von
5-O-Allyl-2,3,4-tri-O-benzyl-1-O-(β-D-ribofuranosyl)-D-ribit 4.
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Glycosylierung:
Das Produkt des vorausgehenden Beispiels (370 g) wurde in 2,7 L
getrocknetem Dichlorethan gelöst
und in einen Reaktor gegeben. Die Lösung wurde auf 0 bis 25°C gekühlt, pulverförmige Molekularsiebe
4 Å (207
g) wurden hinzugesetzt, und nach 15 Minuten wurde Bortrifluoridetherat
(407 mL) langsam bei 15 mL/min. hinzugesetzt. Schließlich wurde
D-Ribofuranoseperacetat 15 (370 g), gelöst in getrocknetem Dichlorethan
(1 L), langsam während
20 Minuten hinzugesetzt. Die Reaktion wurde 3 Stunden lang gerührt und
mittels TLC mit Hexanen/Ethylacetat (2/1) überwacht. Die Platten wurden
entwickelt durch Verkohlung mit 5%iger H2SO4(c) in Ethanol. Sobald die Reaktion beendet
war, wurde mit Triethylamin (222 mL) auf einen pH-Wert von 7 neutralisiert,
und dann wurde eine gesättigte
Lösung
von Natriumbicarbonat (800 mL) hinzugesetzt, und das Rühren wurde
30 Minuten lang fortgesetzt. Der pH-Wert der Reaktion muss auf Neutralität gehalten
werden. Der Inhalt des Reaktors wurde im Vakuum filtriert. Der Feststoff
wurde zweimal mit Dichlorethan (200 mL) gewaschen, um jedwedes restliche
Produkt in dem Feststoff zu extrahieren. Die feste Phase wurde verworfen,
und die organische Phase wurde zweimal mit Wasser 600 mL extrahiert,
mit Natriumsulfat getrocknet und im Vakuum abgedampft.
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Deacetylierung:
Zu dem resultierenden Sirup aus der vorhergehenden Reaktion, gelöst in Methanol
(2 L), wurde eine Lösung
von Natriummethoxid (1%) in Methanol hinzugegeben, bis der pH-Wert
9 erreichte. Die Reaktion wurde fast 2 Stunden lang fortgesetzt.
Sobald beendet, wurde die Reaktion mit Säureharz neutralisiert, bis
ein pH-Wert von 6–7
erreicht wurde. Das Harz wurde mittels Filtration im Vakuum eliminiert.
Der Sirup (427 g) enthielt das gewünschte Produkt zusammen mit
5-O-Allyl-2,3,4-tri-O-benzyl-D-ribit, D-Ribose und anderen nicht bestimmten
Verunreinigungen.
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BEISPIEL 5: Reinigung
von 5-O-Allyl-2,3,4-tri-O-benzyl-1-O-(β-D-ribofuranosyl)-D-ribit 4.
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Der
Sirup des vorangehenden Beispiels wurde in Dichlormethan (1 L) gelöst. Zu der
Lösung
wurde Silicagel (1 kg) gegeben, und die Mischung wurde per Hand
so lange gerührt,
bis das Produkt in der festen Phase adsorbiert war. Die Suspension
wurde im Vakuum zur Eliminierung von Dichlormethan abgedampft. Der resultierende
Feststoff wurde im Vakuum 2 Stunden lang zur Entfernung von jedweden
Spuren an Dichlormethan getrocknet.
-
Das
Silicagel, welches das Produkt enthielt, wurde in einen Percolator
gestellt. Die Verunreinigungen wurden mittels Extraktion mit Cyclohexan
48 Stunden lang entfernt. Das Lösungsmittel
zur Extraktion wurde zu Chloroform zur Extraktion des Produkts ausgetauscht,
wodurch man einen blassgelben Sirup erhielt. Ausbeute 238 g. 1H-NMR: δ 5,85
(m, 1H, CH=), 5,20 (m, 2H, CH2=), 4,85 (s,
1H, H-1'), 13C δ 62,8
(C-5'), 77,7, 77,9, 78,2
(C-2, 3, 4), 84,0 (C-4'),
107,2 (C-1').
-
BEISPIEL 6: Synthese von
5-O-allyl-2,3,4-Tri-O-benzyl-1-O-(β-D-2',5'-di-O-benzyl-ribofuranosyl)-D-ribit
5.
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Benzylierung:
Die Verbindungen (200 g), welche aus dem vorangehenden Beispiel
resultierten, wurden in Toluol (2 L) gelöst. Zu dieser Lösung wurde
Bu2SnO (80 g) gegeben, und die Mischung
wurde 4 Stunden lang am Rückfluss
gehalten. NaH 50% (56 g) wurde in kleinen Portionen bei Raumtemperatur
hinzugesetzt, und die Mischung wurde bei 80°C 30 Minuten lang gerührt. Tetrabutylammoniumjodid
(62 g) wurde hinzugesetzt, und die Mischung wurde erneut 1 Stunde
lang gerührt.
Benzylchlorid wurde dann hinzugegeben (148 mL), und die Reaktion
wurde unter Rühren
bei 80°C
mehrere Stunden lang fortgesetzt. Ähnliche Zugaben an Benzylchlorid
wurden in einem Intervall von 30 Minuten so lange wiederholt, bis
die TLC (Hexane/Ethylacetat – 2/1)
ein Hauptprodukt anzeigte, das aus einem dibenzylierten Disaccharid
bestand. Die Reaktion wurde gekühlt
und mit einer methanolischen Lösung
von 1% HCl neutralisiert. Dann wurde die Reaktion durch Celite filtriert
und unter reduziertem Druck abgedampft. Das resultierende Produkt,
welches einige Salze enthielt, wurde in Ethylacetat gelöst, bei
reduziertem Druck filtriert und konzentriert. Der rohe Sirup wurde
mittels Säulenchromatographie
in einem Lösungsmittelsystem
aus Toluol-Aceton 60/1 gereinigt. Reines 5 wurde als ein Sirup erhalten
(100 g). 1H-NMR: δ 5,96 (m, 1H, -CH=), 5,18 (m,
2H, CH2=), 5,02 (s, 1H, H-1).
-
BEISPIEL 7: Synthese von
2,3,4-Tri-O-benzyl-1-O-(β-D-2',5'-di-O-benzyl-3'-O-triethylammoniumphosphonat-ribofuranosyl)-D-ribit
(19).
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Isomerisierung
der Allylgruppe: 20 g des resultierenden Sirups aus dem vorhergehenden
Beispiel wurden in hohem Vakuum 2 Stunden lang getrocknet. Der Sirup
wurde in getrocknetem Dimethylsulfoxid (100 mL) gelöst und Kalium-t-Butoxid (6,4 g)
wurde hinzugesetzt. Die Reaktion wurde bei 100°C eine Stunde lang gerührt, und
dann wurden 250 mL Eis-Wasser hinzugesetzt. Konzentrierte Chlorwasserstoffsäure wurde
Tropfen für
Tropfen hinzugegeben, bis ein pH-Wert von 7 erreicht war. Die Mischung
wurde dreimal mit 80 mL Diethylether extrahiert. Die organische
Phase wurde vereinigt, mit Natriumsulfat getrocknet und abgedampft.
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Phosphonylierung:
Eine Lösung
von Imidazol (1,5 g) in getrocknetem Acetonitril (34 mL) wurde auf
0°C gekühlt. Phosphortrichlorid
(0,56 mL) und Triethylamin (3,1 mL) wurden hinzugegeben. Die resultierende
Lösung
wurde 15 Minuten lang gerührt.
Das Disaccharid aus der vorhergehenden Reaktion wurde dieser Mischung,
gelöst
in getrocknetem Acetonitril (3 mL), hinzugegeben. Die resultierende
Mischung wurde 15 Minuten lang bei Raumtemperatur gerührt, und
sie wurde durch Zugabe einer 1 M-Lösung an Triethylammoniumbromid
gestoppt. Das Rühren
wurde 10 Minuten lang fortgesetzt, das Dichlormethan wurde hinzugegeben
und die Phasen wurden abgetrennt. Die organische Phase wurde mit
kalter Lösung
an Triethylammoniumbicarbonat gewaschen, getrocknet und abgedampft.
-
Hydrolyse
der Propenylgruppe: Das Produkt wurde in 60%iger Essigsäure gelöst und bei
70°C 30
Minuten lang gerührt.
Das Lösungsmittel
wurde durch Abdampfung entfernt, und das Produkt wurde in Dichlormethan
gelöst,
mit Triethylammoniumbicarbonat gewaschen, getrocknet und abgedampft.
Die Säulenchromatographie
des resultierenden Produkts ergab die reine Verbindung mit einer
Ausbeute zwischen 70–85%. 1H-NMR: δ 6,85
(d, H-P), 4,95 (s, H-1), 4,60 (m, H-3), 2,93 (q, NCH2CH3) 1,20 (t, NCH2CH3). 13C δ 105,9 (C-1).
-
BEISPIEL 8: Polykondensationsreaktion
zwischen 19 und 26 (Verhältnis
10–1).
-
Zu
einer Lösung
der Verbindung 19 (1 g) in Pyridin-Triethylamin (10–1, 1 mL)
wurde Trimethylacetylchlorid (0,14 mL) gegeben, und die Reaktion
wurde 20 Minuten lang gerührt.
Der Spacer 26 (29,2 mg) wurde hinzugegeben, und eine neue Menge
an Trimethylacetylchlorid (0,9 mL) wurde hinzugesetzt, und die Reaktion wurde
eine Stunde lang gerührt.
Eine Lösung
von I2 (1,1 g) in Pyridin-Wasser wurde hinzugegeben
(7,3 mL; 20–1),
und die Reaktion wurde 30 Minuten lang gerührt. Die Mischung wurde mit
Dichlormethan verdünnt,
mit Lösungen
an Natriumthiosulfat (1 M) und mit einer kalten Lösung von
Triethylammoniumbromid (0,5 M) gewaschen, dann mit Natriumsulfat
getrocknet und abgedampft. Das resultierende Produkt wurde in Methanol
gelöst
und auf einer Sephadex LN-20-Säule
im gleichen Lösungsmittel
chromatographiert. Die Fraktionen, welche die Oligomeren enthielten,
wurden vereinigt und abgedampft. Ausbeute 80%.
-
BEISPIEL 9: Polykondensationsreaktion
zwischen 19 und 26 (Verhältnis
10–1).
-
Zu
einer Lösung
der Verbindung 19 (1 g) und des Spacers 26 (14,6 mg) in Pyridin-Triethylamin
(10–1, 1
mL) wurde Trimethylacetylchlorid (0,23 mL) gegeben und die Reaktion
wurde 2 Stunden lang gerührt.
Eine Lösung
von I2 (1,1 g) in Pyridin-Wasser wurde hinzugesetzt
(7,3 mL; 20–1)
und das Produkt wurde in einer ähnlichen
Weise wie in Beispiel 8 behandelt.
-
BEISPIEL 10: Polykondensationsreaktion
zwischen 19 und 26 (Verhältnis
5–1).
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Zu
einer Lösung
der Verbindung 19 (1 g) und des Spacers 24 (29,2 mg) in Pyridin-Triethylamin
(10–1, 1
mL) wurde Trimethylacetylchlorid (0,23 mL) gegeben und die Reaktion
wurde 2 Stunden lang gerührt.
Eine Lösung
von I2 (1,1 g) in Pyridin-Wasser wurde hinzugesetzt
(7,3 mL; 20–1)
und das Produkt wurde in einer ähnlichen
Weise wie in Beispiel 8 gewaschen.
-
BEISPIEL 11: Polykondensationsreaktion
zwischen 23 und 26 (Verhältnis
5–1, Lösungsmittel
Pyridin).
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Zu
einer Lösung
von Verbindung 23 (1 g) und dem Spacer 26 (29,2 mg) in Pyridin (1
mL) wurde Trimethylacetylchlorid (0,23 mL) gegeben und die Reaktion
wurde 2 Stunden lang gerührt.
Eine Lösung
von I2 (1,1 g) in Pyridin-Wasser wurde hinzugesetzt
(7,3 mL; 20–1),
und das Produkt wurde in einer ähnlichen
Weise wie in Beispiel 8 erhalten.
-
BEISPIEL 12: Polykondensationsreaktion
zwischen 19 und 24 (Verhältnis
5–1, Lösungsmittel
Pyridin).
-
Zu
einer Lösung
von Verbindung 19 (1 g) und dem Spacer 24 (29,2 mg) in Pyridin (1
mL) wurde Trimethylacetylchlorid (0,23 mL) gegeben und die Reaktion
wurde 2 Stunden lang gerührt.
Eine Lösung
von I2 (1,1 g) in Pyridin-Wasser wurde hinzugesetzt
(7,3 mL; 20–1),
und das Produkt wurde in einer ähnlichen
Weise wie in Beispiel 8 erhalten.
-
BEISPIEL 13: Hydrierungsreaktion
der Produkte von den Beispielen 8 bis 12.
-
Das
rohe Produkt der vorausgehenden Beispiele 8–12 wurde in einer Mischung
aus Ethylacetat-Ethanol-Wasser-Essigsäure (1–2–2–0,1) mit 10% Palladium-auf-Kohlenstoff
hydriert. Schließlich
wurde das Produkt mittels Ionenaustauschchromatographie auf Sephadex
C-25 Na gereinigt. Das lyophilisierte Produkt wurde mittels NMR
charakterisiert, und es zeigte die grundlegende (Basic) Repetiereinheit
Rib-Rib-Phosphat und den Spacer. Aktive Fraktionen wurden nach einer
Diafiltration und einem Ultrafiltrationsprozess, zuerst durch eine
Membran mit einem Cut-off-Wert von 1 000 und durch eine Membran
mit einem Cut-off-Wert von 10 000 bezüglich des Retentats erhalten.
Die Lösung,
welche durch die 10 000-Membran ging, wurde vereinigt und lyophilisiert,
wodurch das letztendliche 28 mit einer Gesamtausbeute, die von den
Reaktionsbedingungen abhängig
war, zwischen 20–80%,
basierend auf dem abgetrennten Disaccharid, erhalten wurde. 1H-NMR δ 5,12 (H-1),
4,60 (H-3), 3,29
(CH2NH2). 31P δ 2,14
(spac-P-Rib) 0,74 (Ribit-P-Rib).
-
BEISPIEL 14: Synthese
eines Derivats von 5-(3-Maleimidopropionamido)-3-oxapentyl-oligo-ribosil-ribit-phosphat
30
-
Zu
einer Lösung
des vorangehenden Beispiels (3,34 mg, 1,73 μmol) in bidestilliertem Wasser
(0,1 mL) wurden 0,7 mg (2,62 μmol)
N-hydroxysuccinimidyl-β-maleimidopropionat
27, gelöst
in N,N-Dimethylformamid (0,4 mL), gegeben. Nach 4 Stunden der Reaktion
wurde die Lösung
im Vakuum abgedampft, erneut in destilliertem Wasser suspendiert
(0,5 mL) und zentrifugiert (10 Minuten, 3 500 Umdrehungen pro Minute).
Der Überstand
wurde mit Wasser verdünnt
und in eine Amicon-Gerätschaft
mit einer Cut-off-Membran
von 1 000 ultrafiltriert. Das Retentat wurde lyophilisiert. Die
Ausbeuten lagen zwischen 85 und 95%. 1H-NMR: δ 6,95 (s,
2H, CH=CH), 5,01 (s, H-1) 3,41 (t, 2H, CH2NH),
2,56 (t, 2H, CH2a).
-
BEISPIEL 15: Analyse der
aus dem Beispiel 13 mittels Ionenaustauschchromatographie erhaltenen
Produkte
-
Die
Produkte von Beispiel 8–12
hydriert und als ein Natriumsalz, wurden mittels Ionenaustauschchromatographie
in einer HR5/5 Mono Q-Säule
mit einem linearen Gradienten von Natriumchlorid analysiert (P. Constantino,
y col., Vaccine 1999, 17, 1251–1263).
Das chromatographische Elutionsprofil von Beispiel 8 wird in der 1B repräsentiert und zeigt Fragmente
in verschiedenen Größen. Wenn
sie mit den Ergebnissen verglichen werden, die in der Literatur
und in der 1A, welche ein Chromatogramm
eines Pentameren zeigt, angegeben sind, kann daraus geschlossen
werden, dass in der Mischung Fragmente mit 4–5 Repetiereinheiten bis mehr
als 20 vorliegen.
-
BEISPIEL 16: Konjugation
an Neisseria meningitidis-Außenmembranprotein.
-
Neisseria
meningitidis Außenmembranprotein-Komplex
(OMPC) 400 mg wurde in 80 mL PBS-Puffer, pH 8, der vorher mit N2 (g) gespült worden war, gelöst. Die
Lösung
wurde mit N2 (g) 5 Minuten lang unter Rühren in
einem Eis-Wasser-Bad
gespült.
1,6 mL einer Lösung
von DSP in Dimethylformamid wurde hinzugesetzt und die Mischung
wurde langsam bei 4°C
2 Stunden lang gerührt.
1,6 mL Lösung
von DTT in PBS wurde hinzugesetzt, und das Rühren wurde bei 4°C 1 Stunde
lang fortgesetzt. Die resultierende Suspension wurde in einen Zentrifugenkolben,
der 20–400
mL kaltes Ethanol enthielt, überführt. Der
Kolben wurde bei 1 800 Umdrehungen pro Minute und bei 4°C 30 Minuten
lang zentrifugiert, und der Überstand
wurde verworfen. Eine neue Portion an Ethanol wurde dem Feststoff
hinzugesetzt, und der Zentrifugationsprozess wurde erneut wiederholt
nach Zugabe von 200–400
mL Ethanol. Das Präzipitat
wurde erneut in 80 mL PBS-Puffer, pH = 7–9 suspendiert. Zu der resultierenden
Lösung
wurde das synthetische Oligosaccharid 30 hinzugesetzt, und das Rühren wurde
1–48 Stunden
lang fortgesetzt. Sobald der Prozess abgeschlossen war, wurden die
ethanolischen Präzipitations-Zentrifugations- Vorgänge wiederholt,
gefolgt von einer Diafiltration unter Verwendung einer Membran mit
einem Cut-off-Wert von 30 000. Das Retentat wurde in einem PBS-Puffer
zu einer Konzentration von Hib von 40–80 μg pro mL aufgenommen.
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BEISPIEL 17: Konjugation
an Tetanustoxoid.
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Eine
Lösung
von Tetanustoxoid bei einer Konzentration von 5 mg/mL in PBS, pH
8, wurde mit N2(g) 5 Minuten lang gespült. Unter
Aufrechterhalten des Rührens
in einem Eis-Wasser-Bad wurden 1,6 mL einer Lösung von DSP in Dimethylformamid
hinzugesetzt, und die Mischung wurde sanft bei 4°C 2 Stunden lang gerührt. 1,6
mL Lösung
von DTT in PBS wurde hinzugesetzt und das Rühren wurde bei 4°C 1 Stunde
lang fortgesetzt. Die resultierende Lösung wurde in eine Ultrafiltrationsgerätschaft
mit einer Cut-off-Membran von 10 000 überführt. Die Lösung wurde mehrere Male diafiltriert
mittels Hinzugabe von frischem Puffer, welcher vorher mit N2(g) gespült
worden war, bis die Lösung,
welche durch die Membran ging, gegenüber einem Elman-Test negativ
war. Zu der resultierenden Lösung
wurde das synthetische Oligosaccharid 30 gegeben und das Rühren wurde
1–48 Stunden
lang fortgesetzt. Sobald das Verfahren abgeschlossen war, wurde
die Lösung erneut
solange diafiltriert, bis die Lösung,
welche durch die Membran ging, gegenüber einem Phenol-Schwefelsäure-Test
für Zucker
negativ war. Schließlich
wurde die Lösung
in PBS-Puffer auf eine Konzentration von Hib 40–80 μg pro mL aufgenommen.
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BEISPIEL 18: Konjugation
an Dioctadecilglycerolhemisuccinat.
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Das
Produkt von Beispiel 8 (10 mg) wurde in 1 mL Dimethylformamid gelöst und zu
einer Lösung
von Dioctadecilglycerolhemisuccinat als N-Hydroxysuccinamidester
31 gegeben. Zu der Lösung
wurde Ethyldiaminopropylcarbodiimid (5 mg) gegeben, und die Reaktion
wurde 6 Stunden lang gerührt.
Eine neue Portion an Carbodiimid wurde hinzugesetzt und das Rühren wurde
6 Stunden lang fortgesetzt. Das Lösungsmittel wurde abgedampft,
und die Mischung wurde auf eine C18-Silicagel-Säule (1 g) gegeben. Die Elution
mit Wasser entfernte das Oligosaccharid. Das Produkt wurde mit einem
Konzentrationsgradienten von Methanol-Wasser eluiert. Ausbeute:
85%. 1H-NMR: δ 5,12 (H-1), 4,60 (H-3), 3,40 (CH2NH),
1,30 (CH2), 0,90 (CH3).
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BEISPIEL 19: Herstellung
eines Impfstoffes ohne Hilfsstoff.
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Das
Immunogen des Beispiels 16, gelöst
in einem Phosphatpuffer bei einer Konzentration von 40 μg pro mL,
wurde unter aseptischen Bedingungen bei 4–8°C mit einer Lösung aus
bidestilliertem Wasser verdünnt.
Die Suspension wurde 10 Minuten lang gerührt. Die Endkonzentration an
Hib-Antigen wurde durch Abschätzung
der Ribose und der Gesamtproteine bestimmt und konnte erneut eingestellt
werden, indem mehr Pufferlösung
hinzugesetzt wurde, bis eine Hib-Antigen-Endkonzentration von 20
mg pro mL erhalten wurde. Tiomersal wurde auf eine Endkonzentration
von 0,1–0,001%
hinzugesetzt. Die resultierende Suspension ist die Endmasse eines
Anti-Hib-Konjugat-Impfstoffes ohne Hilfsstoff.
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BEISPIEL 20: Herstellung
von Anti-Hib-Impfstoff in Aluminiumoxid als Hilfsstoff.
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Das
Immunogen des Beispiels 16, gelöst
in einem Phosphatpuffer bei einer Konzentration von 40 μg pro mL,
wurde unter aseptischen Bedingungen bei 4–6°C mit einem gleichen Volumen
an Aluminiumoxid 1–0,01
mg pro mL in destilliertem Wasser gemischt. Das Rühren wurde
20 Minuten bei 4–8°C aufrechterhalten. Die
Endkonzentration an Hib wurde bestimmt, indem Ribose und Gesamtproteine
abgeschätzt
wurden, und sie konnte erneut eingestellt werden, indem mehr Pufferlösung hinzugesetzt
wurde, bis eine Antigen-Hib-Endkonzentration
von 20 mg pro mL erhalten wurde. Tiomersal wurde auf eine Endkonzentration
von 0,1 bis 0,001% hinzugesetzt. Die resultierende Suspension ist
die Endmasse eines Anti-Hib-Konjugat-Impfstoffes in Aluminiumoxid.
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BEISPIEL 21: Herstellung
eines kombinierten Anti-Hib- und Anti-Meningococcus-B-Impfstoffes
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Das
Immunogen des Beispiels 16, gelöst
in einem Phosphatpuffer bei einer Konzentration von 80 μg pro mL,
wurde unter aseptischen Bedingungen bei 4–6°C mit einer Massenlösung vom
Außenmembranprotein-Komplex
(OMPC) von Neisseria meningitidis Typ B, die derzeit in VAMEMGOC
BC bei einer Konzentration in PBS von 100–200 mg pro mL eingesetzt wird,
gemischt. Nach 20 Minuten der Homogenisierung durch leichtes magnetisches
Rühren
wurde der Inhalt der Reaktion mit gleichem Volumen an Aluminiumoxid
von 1–0,01 mg
pro mL in destilliertem Wasser gemischt. Das Rühren wurde 20 Minuten bei 4–6°C fortgesetzt.
Die Endkonzentration des Hib-Antigens wurde bestimmt, indem eine
Abschätzung
der Ribose und der Gesamtproteine gemäß Lowry vorgenommen wurde und
sie konnte erneut eingestellt werden, indem mehr Pufferlösung hinzugesetzt
wurde, bis eine Hib-Antigen-Endkonzentration von 20 mg pro mL erreicht
worden war. Tiomersal wurde auf eine Endkonzentration von 0,1–0,001%
hinzugesetzt. Die resultierende Suspension ist die Endmasse kombiniertem
Anti-Hib- und Anti-Meningococcus B in Aluminiumoxid.
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BEISPIEL 22: Herstellung
eines kombinierten Anti-Hib- und Anti-DTP-Impfstoffes
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Das
Immunogen des Beispiels 16, gelöst
in einem Phosphatpuffer bei einer Konzentration von 80 μg pro mL,
wurde unter aseptischen Bedingungen bei 4–6°C mit einer Massenlösung von
DTP bei einer vierfachen Konzentration gemischt. Nach 20 Minuten
der Homogenisierung durch weiches magnetisches Rühren wurde der Inhalt mit gleichem
Volumen an Aluminiumoxid 1–0,01
mg pro mL in bidestilliertem Wasser gemischt. Das Rühren wurde
20 Minuten lang bei 4–6°C beibehalten.
Die Endkonzentration an Hib wurde bestimmt, indem Ribose und Gesamtproteine
gemäß Lowry
abgeschätzt
wurden, und sie konnte erneut eingestellt werden, indem mehr Pufferlösung so
lange hinzugesetzt wurde, bis eine Hib-Antigen-Endkonzentration von
20 mg pro mL erreicht worden war. Tiomersal wurde auf eine Endkonzentration
von 0,1–0,001
hinzugesetzt. Die resultierende Suspension ist die Endmasse von
kombiniertem Anti-Hib- und Anti-DTP in Aluminiumoxid.
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BEISPIEL 23: Immunologische
Assays von Impfstoffen, die aus einer synthetischen Oligosaccharidmischung und
OMP hergestellt wurden
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Der
Impfstoff der Beispiele 19 und 20 wurde bei einer Dosis von 1 μg oder 2 μg an Antigenen
immunisiert. Die in diesen Experimenten verwendeten Tiere waren
Kaninchen, Ratten und Mäuse.
2 Immunisierungen wurden in Intervallen von 4 Wochen durch Ausbluten
am 0., 28. und 42. Tag durchgeführt.
Das Blut wurde gesammelt und bei 3 500 Umdrehungen pro Minute während 20
Minuten zentrifugiert. Die Seren wurden 10-fach verdünnt und
bei –40°C gelagert.
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Das
Antikörper-Ansprechverhalten
wurde durch indirektes ELISA unter Verwendung von Hib-HSA als Beschichtungs-Antigen
gemessen. Die Ergebnisse sind in den 2–5 gezeigt.
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BEISPIEL 24: Konjugat
zwischen der Mischung aus synthetischen Oligosacchariden und p-Nitrophenylacrylat
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Die
Mischung von Oligosacchariden aus dem Beispiel 13 (10 mg) wurde
in Dimethylformamid gelöst und
zu einer Lösung
von Nitrophenylacrylat (10–30
mg) in Dimethylformamid (1 mL) gegeben. 0,1–0,5 mL Triethylamin wurden
hinzugesetzt und die Reaktion wurde unter Rühren 16 Stunden lang gehalten.
0,1–0,5
mL Ammoniak wurden hinzugesetzt, und das Rühren wurde 24 Stunden lang
fortgesetzt. Die Lösung
wurde auf eine sephadex LH-20-Säule
in Acetonitril aufgetragen. Die Elution wurde mit Acetonitril-Wasser
durchgeführt. Fraktionen,
die in dem Orcinol-Assay für
Ribose positiv waren, wurden vereinigt und lyophilisiert. Die Ausbeute liegt
für gewöhnlich höher als
80%.
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BEISPIEL 25: Vermögen des
synthetischen Oligosaccharid-Konjugats, Anti-Hib-Antikörper nachzuweisen.
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Eine
Lösung
des Produkts von dem vorausgehenden Beispiel in einem Carbonat-Bicarbonat-Puffer wurde
in einer Konzentration von 1–100 μg pro mL
auf die Hälfte
einer Platte mit 96 Vertiefungen aufgetragen. Auf die andere Hälfte der
Platte wurde das HbO-HSA-Antigen in empfohlenen Konzentrationen
aufgetragen. Ein ELISA-Assay wurde unter Verwendung der Seren von
Mäusen,
die mit einem Impfstoff immunisiert worden waren, der das an Tetanustoxoid
gekoppelte natürliche
Kapselpolysaccharid enthielt, durchgeführt. Die erhaltenen Ergebnisse
sind in der 6 gezeigt.
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KURZE BESCHREIBUNG DER
ZEICHNUNGEN:
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1:
Typisches Chromatogramm der in Beispiel 15 durch Ionenaustauschchromatographie
auf Mono Q HR 5/5 mit einem linearen Gradienten von NaCl von 0–500 mM
erhaltenen oligomeren Fraktionen, wobei A – Pentamer; B – Oligomer
von Beispiel 10.
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2:
Antikörper-Antwort
in Kaninchen, die mit dem Impfstoff des Beispiels 16 immunisiert
worden waren.
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3:
Antikörper-Antwort
in Kaninchen, die mit dem Impfstoff von Beispiel 15 immunisiert
worden waren.
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4:
Antikörper-Antwort
in Ratten, die mit dem Impfstoff von Beispiel 15 immunisiert worden
waren.
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5:
Antikörper-Antwort
in Balb-C-Mäusen,
die mit dem Impfstoff von Beispiel 15 immunisiert worden waren.
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6:
Das Vermögen
des Konjugats 26-PAA zum Nachweis von Anti-Hib-Antikörpern.