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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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1. Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen in dem sichtbaren Spektrum
betreibbaren Strahlteiler, welcher eine lineare Polarisation reflektiert
und die andere durchläßt. Insbesondere
betrifft die vorliegende Erfindung einen solchen Strahlteiler, der
einen Drahtgitterpolarisierer als das wirksame optische Element
verwendet. Darüber
hinaus betrifft die vorliegende Erfindung die Schlüsselparameter
des Strahlteilers zum Erreichen einer gewünschten Funktion über das
gesamte sichtbare Spektrum.
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2. Stand der Technik
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Drahtgitterpolarisierer
(WGPs) wurden bei polarisierenden optischen Systemen verwendet,
wurden aber nicht effektiv in Stahlteilern angewendet. Beispielsweise
wurden Drahtgitterpolarisierer entwickelt, welche bei den infraroten
und längeren
Wellenlängen
arbeiten1. Es sind Strukturen mit Gitterabständen oder
Perioden so fein wie 0,115 μm
berichtet worden2. Es wurden viele Konzepte,
welche die Leistungsfähigkeit
von Drahtgitterpolarisierern steigern, offenbart. Beispielsweise
offenbaren Garwin3 und Keilmann3 Wege,
die Leistungsfähigkeit
von im Infrarotbereich arbeitenden Drahtgitterpolarisierern bei normalem
Einfallswinkel zu verbessern. Tamada, als weiteres Beispiel, offenbart
das Konzept, Resonanzeffekte in Gitterstrukturen zum Erzeugen eines
engen polarisierenden Spektralbandelements zu verwenden, welches
es nicht erfordert, daß der
Gitterabstand viel kleiner als die Wellenlänge des einfallenden Lichtes
ist5. Jedoch erfordert ein Drahtgitterpolarisierer,
der über
ein breites Spektralband, beispielsweise das sichtbare Spektrum,
arbeitet, daß der
Gitterabstand viel kleiner als die Wellenlänge des einfallenden Lichtes
ist. Ein Nachteil bei Tamada ist, daß er keinen polarisierenden
Strahlteiler, welcher bei einem bestimmten Winkel und mit einem
bestimmten Verhältnis
von Intensitäten
zwischen den geteilten Strahlen offenbart. Tamada, wie andere, diskutiert
lediglich Strukturen, die nahe an einem normalen Einfallswinkel
arbeiten.
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Das
Konzept, infrarote Drahtgitterpolarisierer bei großen Einfallswinkeln
zu verwenden, wird gelegentlich in der Literatur beschrieben. Beispielweise mißt Stenkamp
die Transmission eines Drahtgitterpolarisierers mit einer Periode
von 100 nm bei einem Einfallswinkel von 80°. Stenkamp beobachtet eine Zunahme
des Extinktionsverhältnisses
bei einer Wellenlänge
von 670 nm. Stenkamp hat jedoch nicht die Intensität der reflektierten
Strahlung gemessen, und die Daten beziehen sich lediglich auf eine Wellenlänge6. Bird behauptet, als weiteres Beispiel, daß qualitative
Tests des Effektes eines schrägen (Licht-)
Einfalles zeigen, daß die
Durchlässigkeit
des Drahtgitters bis zu 30° von
der Normalen nahezu unabhängig
von einem schrägen
Einfall ist7, was mit einer sorgfältigen Studie
von Pursley8 übereinstimmt.
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Das
Handbook of Optics behauptet, daß Drahtgitterpolarisierer in
optischen Systemen mit hohen numerischen Aperturen verwendet werden
können.
Es wird insbesondere Young zitiert, und zwar dahingehend, daß er keine
prozentuale Abnahme der Polarisierung bei einem Polarisierer im
mittleren IR-Bereich (12 μm),
welcher bei Einfallswinkeln von 0–45° verwendet wird, auffindet,
während
die Durchlässigkeit
um 30% (0,55 – weniger
als 0,40) abnimmt10.
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Schlüsselgitterparameter,
die zum Entwerfen von polarisierenden Strahlteilern verwendet werden, umfassen
Periode (p), Linienbreite (w), Linientiefe oder -dicke (t), Eigenschaften
(beispielsweise Refraktionsindex) des Gittermaterials, Eigenschaften des
Substratmaterials (beispielsweise Refraktionsindex), Einfallswinkel,
die Wellenlänge
der einfallenden Strahlung und Gitterresonanzeffekte wie beispielsweise
die Rayleigh-Resonanz. Beispielsweise studierte Haggans den Effekt
dieser Parameter an optischen Strahlen, welche von dem Drahtgitter
reflektiert wurden11. Es scheint, daß die meisten
von Haggans Berechnungen für
einen Einfallswinkel von 45° vorge nommen
worden sind und eine Transmission nicht in Erwägung gezogen wurde. Schnable,
als weiteres Beispiel, behauptet, daß ein Ändern des Metallmaterials nicht
sehr hilfreich ist, da es lediglich ein paar Ausnahmen gibt, bei
welchen man den Polarisationseffekt, verglichen mit Chrom, für einen
bestimmten Wellenlängenbereich
erhöhen
kann12.
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Darüber hinaus
beschreibt Haidner einen polarisierenden Reflektionsgitterpolarisierer,
der lediglich bei einem normalen Einfallswnkel und einer Wellenlänge (10,6 μm) arbeitet13.
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Es
ist wünschenswert,
einen polarisierenden Drahtgitter-Strahlteiler zu haben, der eine hohe
und gleichmäßige Transmissionseffizienz über das
sichtbare Spektrum, eine hohe und gleichmäßige Reflexionseffizienz über das
sichtbare Spektrum, eine hohe Transmission und/oder Reflexionsextinktion über das sichtbare
Spektrum, und eine große
Anzahl numerischer Aperturen aufweist, beispielsweise müssen Transmissions-
und Reflexionseffizienten und Extinktionen über einen nennenswerten Lichtkegel
gehalten werden, und welcher gut mit einem Lichtkegel arbeitet,
dessen Kegelwinkel 20–30° groß ist. Um
diese Kriterien zu erfüllen,
muß ein
praktisch anwendbarer Entwurf, der eine gleichmäßige Leistung über das
gesamte sichtbare Spektrum aufweist, Gitter-Resonanzeffekte wie
beispielsweise die Rayleigh-Resonanz berücksichtigen und steuern. Wie
oben aufgezeigt, beschreiben einige Dokumente einige Aspekte der
Gitterparameter, die die Leistung von Drahtgitterpolarisierern bei
schiefen Winkeln beeinflussen, während
andere Dokumente eine gewisse Konfusion über die Rolle eben dieser Parameter
aufzeigen. Keines dieser. Dokumente jedoch vereint die Schlüsselkonzepte,
welche für
den Entwurf eines für
Abbildungsanwendungen in dem sichtbaren Spektrum anwendbaren polarisierenden
Drahtgitter-Strahlteilers notwendig sind.
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Die
Schlüsselkonzepte
oder physikalischen Schlüsselparameter,
die zueinender in Beziehung gebracht werden müssen und gemeinsam behandelt werden
müssen,
um den gewünschten
Grad an Funktionalität
bei einem polarisierenden Drahtgitter-Strahlteiler sicher zu stellen,
umfassen: die Struktur und Form des Gitterprofils, die Höhe und Dicke der
Drähte
oder Gitterelemente, die Orientierung des Gitters in bezug auf die
Polarisationen von Licht, die Gittermaterialien, den Einfallswinkel,
Konvergenz, Divergenz oder Kegelwinkel und die Effekte von Phänomenen
wie beispielsweise der Rayleigh-Resonanz. Diese Konzepte müssen verstanden
werden, um die gewünschte
Funktionalität
eines effektiven polarisierenden Drahtgitter-Strahlteilers zu erhalten.
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Es
wäre daher
vorteilhaft, einen Strahlteiler unter Verwendung eines Drahtgitterpolarisierers
zum effektiven Reflektieren einer linearen Polarisation und Durchlassen
der anderen über
einen breiten Spektralbereich zu entwickeln. Es wäre ferner
vorteilhaft, einen Strahlteiler zu entwickeln, der bei einer Vielzahl
von Einfallwinkeln angeordnet werden kann, so daß dem optischen System keine
signifikanten Designbeschränkungen
auferlegt werden, jedoch eine weitestgehende Designflexibilität ermöglicht ist. Es
wäre auch
vorteilhaft, einen Strahlteiler zu entwickeln, welcher verschiedene
wichtige Designkonzepte oder -parameter wie beispielsweise Drahtgitterprofil,
Drahtgitterdimensionen, Drahtgittermaterial, Drahtgitterorientierung,
Wellenlängenbereich,
Einfallswinkel, Kegelwinkel, Rayleigh-Resonanzeffekte etc. berücksichtigt.
Es wäre
ferner vorteilhaft, einen Strahlteiler mit einem großen Öffnungswinkel
zu entwickeln, der in der Lage ist, relativ divergentes Licht aufzunehmen.
- 1. H. Hertz, Electric Waves (Macmillan and
Companyy, Ltd., London, 1893) Seite 177; G. R. Bird und M. Parrish,
Jr., "The Wire Grid
as a Near-Infrared Polarizer",
J. Opt. Soc. Anm. 50, Seiten 886–891, 1960.
- 2. G. J. Sonek, D. K. Wanger und J. M. Ballantyne, Appl. Opt.
22, Seiten 1270–1272,
1983.
- 3. Garvin, U. S. Patent 4,289,381.
- 4. Keilmann, U. S. Patent 5,177,635.
- 5. Tamada, U. S, Patent 5,748,368; und H. Tamada, et al., "Al wire-grid polarizer
using the s-polarization resonance effect at the 0,8-μm-wavelenght band", Optics Letters,
22, No. 6, Seiten 410–421, (1996).
- 6. B. Stenkamp, et al., "Grid
polarizer for the visible spectral region," SPIE, 2213, Seiten 288–296 (1994).
- 7. G. R. Bird und M. Parrish, Jr. "The Wire Grid as a Near-Infrared Polarizer," J. Opt. Soc. Am.
50, Seiten 886–891
(1960).
- 8. W. K. Pursley, Doctoral thesis, University of Michigan (1956).
- 9. Michael Bass, Editor in Chief, The Handbook of Optics, Volume
II, p. 3.34, McGraw-Hill, Inc., New York (1995).
- 10. J. B. Young et al., Appl. Opt. 4, Seiten 1023–1026 (1965).
- 11. C. W. Haggans, et al., "Lamellar
gratings as polarization components for specularly reflected beams," J. Mod. Optics,
40, Seiten 675–686 (1993).
- 12. B. Schnable, et al. "Study
on polarizing visible light by subwavelength-period metal-stripe
gratings" Opt. Eng.
38(2), Seiten 220–226
(1999).
- 13. H. Haidner, et al., "Polarizing
reflection grating beamsplitter for 10.6-μm wavelength" Opt. Eng., 32(8), 1860–1865 (1993).
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Weitere
Beispiele des Standes der Technik sind in EP A 1 200 874, US A 4289381
und EP A 0 566 004 beschrieben.
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AUFGABEN UND ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Strahlteilereinrichtung
zur Verfügung
zu stellen, die im sichtbaren Spektrum zum Reflektieren einer Polarisation
des sichtbaren Lichtes und Durchlassen der anderen betrieben werden
kann.
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Es
ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Strahlteilereinrichtung
zur Verfügung zu
stellen, welche verschiedene Designparameter oder -konzepte wie
beispielsweise Drahtgitterprofil, Drahtgitterdimension, Drahtgittermaterial,
Drahtgitterorientierung, Wellenlängenbereich,
Einfallswinkel, Kegelwinkel und Rayleigh-Resonanzeffekte kombiniert,
um eine effektive und effiziente Leistung zu liefern.
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Es
ist noch eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Strahlteilereinrichtung
bereitzustellen, die in der Lage ist, bei einer Vielzahl von Einfallswinkeln
angeordnet zu werden, was eine gesteigerte Designflexibilität ermöglicht.
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Es
ist noch eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Strahlteilereinrichtung
mit einem großen Öffnungswinkel
bereitzustellen, die in der Lage ist, relativ divergentes Licht
aufzunehmen.
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Es
ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Strahlteilereinrichtung
für eine
Verwendung in Bildprojektionssystemen, Lichtprojektionssystemen
und/oder Anzeigesystemen bereitzustellen.
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Diese
und andere Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden
mit einem polarisierenden Drahtgitter-Strahlteiler mit einer grundsätzlich parallelen
Anordnung von dünnen,
gestreckten Elementen realisiert, wie es in den beigefügten Ansprüchen dargelegt
ist. Vorzugsweise reflektiert die Anordnung von Elementen entweder
zumindest 67% einer Polarisation und/oder läßt zumindest 67% der anderen
Polarisation durch. Ferner ist die Anordnung von Elementen vorteilhafterweise
bei einem Einfallswinkel zwischen ungefähr 0 bis 80° angeordnet.
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Ein
Verfahren zum Entwerfen und Herstellen eines polarisierenden Drahtgitter-Strahlteilers,
der über
einen gewünschten
Bereich von Einfallswinkeln betrieben werden kann, mit einer grundsätzlich ähnlichen
Leistung über
das sichtbare Spektrum und mit einer vorgegebenen Extinktion umfaßt zunächst ein Bestimmen
der Transmissionseffizienz für
die vorgegebene untere und obere Grenze der Einfallswinkel bei verschiedenen
Elementdicken unter Verwendung einer unteren Grenze des sichtbaren
Spektrums. Andere kritische Parameter werden ausgewählt, die
zumindest die Periode und das Breite-zu-Periode-Verhältnis einschließen. Es
wird die Elementdicke bestimmt, bei welcher die Transmissionseffizienz
für die obere
und die untere Grenze der Einfallswinkel ausreichend ähnlich ist.
Es wird die Extinktion für
die bestimmte Elementdicke sowohl der oberen als auch der unteren
Grenze der Einfallswinkel berechnet. Wenn die berechnete Leistung
annehmbar ist, ist der Entwurf geeignet. Wenn die berechnete Leistung nicht
annehmbar ist, wird der obige Vorgang bei Veränderung zumindest eines der
Parameter wiederholt, bis die vorgegebene Extinktion erreicht wird.
Die Transmissionseffizienz kann für verschiedene unterschiedliche
Einfallswinkel im gewünschten
Bereich und für
verschiedene Wellenlängen
im sichtbaren Spektrum bestimmt werden. Der Vorgang kann bei Veränderung
zumindest eines der Parameter wiederholt werden, bis die gewünschte Strahlteilereffizienz erreicht
wird und grundsätzlich über das
gesamte Spektrum ähnlich
ist.
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Diese
und andere Aufgaben, Merkmale, Vorteile und alternative Aspekte
der vorliegenden Erfindung werden dem Fachmann bei einer Berücksichtigung
der folgenden detaillierten Beschreibung in Verbindung mit den begleitenden
Zeichnungen deutlich.
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BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1 zeigt
eine schematische Darstellung der allgemeinen Arbeitsweise einer
Anzeigevorrichtung bei Verwendung eines erfindungsgemäßen polarisierenden
Drahtgitter-Strahlteilers.
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2a zeigt
eine perspektivische Darstellung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen polarisierenden
Drahtgitter-Strahlteilers.
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2b zeigt
eine Querschnittsseitendarstellung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen polarisierenden
Drahtgitter-Strahlteilers.
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2c zeigt
eine Querschnittsseitendarstellung eines alternativen Ausführungsbeispieles
eines erfindungsgemäßen polarisierenden
Drahtgitter-Strahlteilers.
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2d zeigt
eine Querschnittsseitendarstellung eines alternativen Ausführungsbeispieles
eines erfindungsgemäßen polarisierenden
Drahtgitter-Strahlteilers.
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3a zeigt
ein Kurvenbild, welches die Effizienz von S-Polarisationsreflexion
und P-Polarisationstransmission bei Wellenlängen von 450 nm, 550 nm und
650 nm als eine Funktion der Gitterperiode zeigt.
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3b zeigt
ein Kurvenbild, welches die Durchsatz(RsTp)-Effizienz
des Drahtgitter-Strahlteilers als eine Funktion der Gitterperiode
bei 450 nm, 550 nm und 650 nm zeigt.
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3c zeigt
ein Kurvenbild, welches die Extinktion des Drahtgitterpolarisierers
als eine Funktion der Gitterperiode bei 450 nm, 550 nm und 650 nm zeigt.
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3d zeigt
eine Kurvenbild, welches die Wellenlänge, bei welcher die Rayleigh-Resonanz auftritt,
als eine Funktion der Gitterperiode für Einfallswinkel von 0°, 30°, 45° und 60° zeigt.
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3e zeigt
ein Kurvenbild, welches die maximal verwertbare Periode, basierend
auf dem Einsetzen der Rayleigh-Resonanz, als eine Funktion des Einfallswinkels
zeigt.
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4a zeigt
ein Kurvenbild, welches die Effizienzen von P-Polarisationstransmission
und S-Polarisationsreflexion als eine Funktion der Gitterelementhöhe bei 450
nm, 550 nm und 650 nm Einfallslicht zeigt.
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4b zeigt
ein Kurvenbild, welches den Durchsatz (RsTp) als eine Funktion der Gitterelementhöhe zeigt.
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4c zeigt
ein Kurvenbild, welches die Extinktion des Drahtgitterpolarisierers
als eine Funktion der Gitterelementhöhe zeigt.
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5a zeigt
ein Kurvenbild, welches die S-Polarisationsreflexion und die P-Polarisationstransmission
als eine Funktion des Breite-zu-Periode-Verhältnnisses oder Linie-Abstand-Verhältnisses bei
Wellenlängen
von 450 nm, 550 nm und 650 nm zeigt.
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5b zeigt
ein Kurvenbild, welches den Durchsatz (RsTp) als eine Funktion des Breite-zu-Periode-Verhältnisses
oder Linie-Abstand-Verhältnisses
bei Wellenlängen
von 450 nm, 550 nm und 650 nm zeigt.
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5c ist
ein Kurvenbild, welches die Extinktion als eine Funktion des Breite-zu-Periode-Verhältnisses
oder Linie-Abstand-Verhältnisses
bei Wellenlängen
von 450 nm, 550 nm und 650 nm zeigt.
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6a zeigt
ein Kurvenbild, welches den Durchsatz (RsTp) als eine Funktion der Wellenlänge für einen
Drahtgitterpolarisierer mit trapezförmigen Gitterelementen zeigt.
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6b zeigt
ein Kurvenbild, welches die Extinktion als eine Funktion der Wellenlänge für einen Drahtgitterpolarisierer
mit trapezförmigen
Gitterelementen zeigt.
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7a zeigt
ein Kurvenbild, welches den Durchsatz (RsTp) als eine Funktion des oberen Eckenradius
(Eckenrundung) für
Gitterelemente bei 450 nm, 550 nm und 650 nm zeigt.
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7c zeigt
ein Kurvenbild; welches den Durchsatz (RsTp) als eine Funktion der Wellenlänge für ein Gitter
mit Elementen von sinusförmigem
Querschnitt zeigt.
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7d zeigt
ein Kurvenbild, welches die Extinktion als eine Funktion der Wellenlänge für ein Gitter
mit Elementen von sinusförmigem
Querschnitt zeigt.
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8a zeigt
ein Kurvenbild einer P-Polarisationstransmission bei Einfallswinkeln
von 30° und
60° als
eine Funktion der Gitterelementhöhe.
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8b zeigt
ein Kurvenbild der Transmissionsextinktion bei Einfallswinkeln von
30° und
60° als eine
Funktion der Gitterelementhöhe.
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8c zeigt
ein Kurvenbild der P-Polarisationstransmission bei Einfallswinkeln
von 30° und
60° als
eine Funktion der Gitterelementhöhe.
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8d zeigt
ein Kurvenbild der Transmissionsextinktion bei Einfallswinkeln von
30° und
60° als eine
Funktion der Gitterelementhöhe.
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8e zeigt
ein Kurvenbild der P-Polarisationstransmission des optimierten Designs.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
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Es
wird nun Bezug genommen auf die Zeichnungen, in welchen den verschiedenen
Elemente der vorliegenden Erfindung Bezugszeichen zugeordnet sind,
und in welchen die Erfindung so beschrieben wird, daß ein Fachmann
in die Lage versetzt wird, die Erfindung herzustellen und zu verwenden.
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Das
bevorzugte Ausführungsbeispiel
eines polarisierenden Drahtgitter-Strahlteilers ist für eine Verwendung
in optischen Systemen wie das in 1 gezeigte
geeignet. Wie in 1 veranschaulicht, ist eine
Anzeigeoptik eines Bildprojektionssystems, allgemein bezeichnet
mit 10, mit einem Drahtgitterpolarisierer als der Strahlteiler,
allgemein bezeichnet mit 14, gezeigt. Das Bildprojektionssystem 10 kann
eine Lichtquelle 20, eine Lichtsammeloptik 22,
den polarisierendenden Drahtgitter-Strahlteiler 14, die
Projektionsoptik 24 und einen Anzeigebildschirm 25 beliebiger
Art, das Bilderzeugungs-Flüssigkristall-Array oder
Lichtventil 26 und eine Abbildungs-Übertragungs-Optik 27 umfassen.
Es ist offensichtlich, daß andere
Anordnungen mit einem polarisierenden Drahtgitter-Strahlteiler möglich sind.
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Bei
der in 1 gezeigten optischen Geometrie muß das Drahtgitter
PBS 14 ein hohes Reflexionsvermögen (RS)
für die
gewünschte
Polarisation, beispielsweise die S-Polarisation, von der Lichtquelle 20 aufweisen
und es muß ein
hohes Transmissionsvermögen
(TP) für
die entgegengesetzte Polarisation, wie beispielsweise die P-Polarisation,
von dem Flüssigkristall-Array 26 haben.
Die Effizienz des optischen Systems ist proportional zu dem Produkt
dieser zwei, nämlich
RSTP, so daß ein Defizit
eines Faktors in gewissem Maße
durch eine Erhöhung
des anderen kompensiert werden kann, wobei es das Ziel ist, das
größtmögliche Produkt
RSTP zu bilden.
Für die
weitere Beschreibung wird der Begriff Durchsatz zur Bezeichnung
des Produktes RSTP verwendet.
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Ein
weiterer wichtiger Leistungsfaktor ist der Kontrast in dem Bild,
der definiert ist als das Verhältnis
der Intensität
von hellen zu dunklen Pixeln. Dies wird zu einem großen Teil
durch geringen Verlust der nicht erwünschten Polarisation geregelt,
aber in diesem Falle ist das Produkt der Reflexionsextinktion und
der Transmissionsextinktion kein wichtiger Parameter, da auch das
Bilderzeugungs-Array 26, welches in Sequenz hinter dem
ersten aber vor dem zweiten Treffen mit dem Strahlteiler 14 liegt,
an der Erzeugung des Bildkontrastes teilnimmt. Daher hängt der
endgültige
Systemkontrast sowohl von der Leistung des Lichtventils als auch
von der Extinktion des Polarisierers ab. Es wurde gefunden, daß eine Reflexions-
und Transmissionsextinktion von 50 ein vernünftig anwendbares Minimum für Systeme
gemäß 1 ist,
welche keine zusätzlichen
Polarisierelemente aufweisen.
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Von
dem Strahlteiler 14 werden zwei unterschiedliche Funktionen
erfüllt.
Die erste ist das Erzeugen des polarisierten Lichtes vor Auftreffen
auf das Flüssigkristall-Array 26 oder
eine andere geeignete Bilderzeugungseinrichtung. Dabei ist erforderlich,
daß das
Licht ausreichend gut polarisiert ist, damit sämtliche Variationen in der
Polarisation des von dem Lichtventil 26 erzeugten Lichtstrahles
von dem Strahlteiler 14 angemessen erkannt oder analysiert werden
können,
so daß das
endgültige
Bild die gewünschte
Güte aufweist.
Die zweite ähnliche
Funktion des Strahlteilers 14 ist es, Licht zu analysieren, welches
von dem Lichtventil 26 zurück auf den Strahlteiler 14 geleitet
wird, so daß die
gewünschte Systemkontrastleistung
erreicht wird.
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Der
polarisierende Drahtgitter-Strahlteiler 14 des bevorzugten
Ausführungsbeispiels
ist daher so gestaltet, daß er
den Durchsatz (RSTP)
maximiert, während
er gleichzeitig die gewünschte
Polarisationsextinktion für
sowohl den reflektierten Strahl R als auch den durchgelassenen Strahl
T liefert. Es gibt Schlüsselparameter
oder physikalische Charakteristika der Erfindung, welche zum Erreichen
dieses gewünschten
Leistungsgrades wesentlich sind, und welche daher nachfolgend unter
Bezugnahme auf die 2a und 2b beschrieben
werden.
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Es
wird Bezug genommen auf die 2a und 2b.
Der polarisierende Strahlteiler 14 weist ein Gitter 30 oder
ein Array von parallelen leitfähigen, auf
einem Substrat 40 angeordneten Elementen auf. Der polarisierende
Strahlteiler 14 ist derart in dem Licht angeordnet, daß der Lichtstrahl
auf dem Gitter mit einem Einfallswinkel θ einfällt. Die physikalischen Schlüsselparameter
des Drahtgitter-Strahlteilers 14, welche als eine Gruppe
optimiert werden müssen, um
den erforderlichen Leistungsgrad zu erreichen, umfassen: die Periode
p des Drahtgitters 30, die Höhe oder Dicke t der Gitterelemente 30,
die Breite w der Gitterelemente 30 und die Neigung α der Gitterelementseiten.
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Neben
dem Herstellen eines Arrays von gestreckten Elementen mit der geeigneten
Beziehung zwischen den Dimensionen ist es wichtig, die Elemente
aus geeigneten Materialien mit geeigneten optischen Eigenschaften
zu bilden. Bei Strahlteilern, welche über das sichtbare Spektrum
arbeiten müssen,
sind Aluminium oder Silber die bevorzugten Materialien. Es ist wichtig,
daß das
verwendete Aluminium oder Silber die beste optische Qualität aufweist. Beim
Herstellen des Aluminiums oder Silbers muß man Sorgfalt walten lassen,
so daß es
optische Qualitäten
(wie beispielsweise die optischen Konstanten n und k) aufweist,
welche im wesentlichen denen in Palik, Handbook of Optical Constants
of Solids, Part I, Edward D. Palik, Herausgeber, 1985, Seiten 350–357 und
369–406,
den in Palik zitierten ursprünglichen
Quellen oder ähnlichen
Datentabellen entsprechen. Beispielweise sind die gewünschten optischen
Konstanten für
Silber: n = 0,144 und k = 2,56 bei einer Wellenlänge von 459,2 nm; n = 0,120 und
k = 3,45 bei einer Wellenlänge
von 563,6 nm; und n = 0,140 und k = 4,15 bei einer Wellenlänge von 652,6
nm. Entsprechend sind für
Aluminium geeignete Werte: n = 0,618 und k = 5,47 bei einer Wellenlänge von
450 nm; n = 0,958 und k = 6,69 bei einer Wellenlänge von 550 nm und n = 0,147
und k = 7,79 bei einer Wellenlänge
von 650 nm. Wir haben gefunden, daß Aluminium gegenüber Silber
bevorzugt ist, da es signifikant höhere k-Werte aufweist. Insbesondere haben
wir gefunden, daß die
Verwendung von Aluminium, bei welchem entweder einer oder beide
der n- und k-Werte nicht über
ungefähr
50% dieser Werte liegen, die Schwierigkeit des Herstellens eines Strahlteilers,
welcher angemessen funktioniert, signifikant erhöht. Falls Silber verwendet
wird, müssen entweder
einer oder beide der n- und k-Werte größer als ungefähr 80% der
oben gezeigten Werte sein.
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Man
wird beim Betrachten der 2b erkennen,
daß der
Querschnitt der Gitterelemente 30 trapezförmig oder
rechteckig ist. Diese Form ist auch ein Merkmal des polarisierenden
Strahlteilers 14 des bevorzugten Ausführungsbeispiels, jedoch sind
naturgemäße geringe
Variationen aufgrund von Herstellungsprozessen, wie beispielsweise
die Rundung der Ecken 50 an der Spitze des Gitterelements 30 und Ausrundungen 54 an
der Unterseite des Gitterelementes 30, erlaubt.
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Es
sollte zur Kenntnis genommen werden, daß die Neigung der Gitterelementseiten
unterschiedlich sein kann, da ein Einführen einer unterschiedlichen
Neigung an der linken Seite gegenüber der rechten Seite des Gitterelementes 30 vorteilhaft genutzt
werden kann, um die Winkelleistung des Gitters 30 durch
Einführen
einer gerichteten Anisotropie in die Gitterstruktur zu unterstützen. Jedoch
ist dies ein sekundärer
Effekt.
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Wahlweise
kann der Querschnitt der Gitterelemente 30 sanft gekrümmt, wie
es in 2c gezeigt ist, oder sinusförmig sein,
wie es in 2d gezeigt ist. Beispielsweise
kann der Querschnitt des Elementes 30 einem Abschnitt einer
Sinuskurve ähnlich
sein, wie es in 2d gezeigt ist. Ein solcher
gekrümmter oder
sinusförmiger
Querschnitt kann durch ein extremes Abrunden der Ecken und Ausrundungen
an der Unterseite der Elemente gebildet werden. Als weiteres Beispiel
kann die Oberseite der Elemente breit gekrümmt sein, oder die Ecken können extrem
abgerundet sein, wie es in 2c gezeigt
ist.
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Es
sollte ferner zur Kenntnis genommen werden, daß die Periode p des Drahtgitters 30 regelmäßig sein
muß, um
die Spiegelreflexionsleistung zu erreichen, die erforderlich ist,
um die Abbildungsgenauigkeitserfordernisse des Strahlteilers 14 des
bevorzugten Ausführungsbeispiels
zu erfüllen.
Obwohl es besser ist, wenn das Gitter vollständig regelmäßig oder gleichmäßig ist,
können
einige Anwendungen moderate Anforderungen aufweisen, bei welchen dieses
nicht so kritisch ist. Es wird jedoch angenommen, daß eine Variation
der Periode p von weniger als 10% bei einer wichtigen Dimension
des Bildes, wie beispielsweise der Größe eines einzigen Zeichens
bei einer Zeichenanzeige oder einiger Pixel bei einem Bild, zum
Erreichen der erforderlichen Leistung erforderlich ist. Natürlich können Anwendungen des
polarisierenden Drahtgitter-Strahltei lers außerhalb des Abbildungsbereiches
eine große
Toleranz für
eine Variation der Periode p aufweisen.
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Entsprechend
sind auch sinnvolle Variationen bei anderen beschriebenen Parametern
des Strahlteilers 14 wie beispielsweise die Breite w der Gitterelemente 30,
die Gitterelementhöhe
t, die Neigungen α der
Seiten oder sogar der Rundung Rc der Ecke 50 und
die Rundung Rf der Ausrundung 54, möglich, ohne
die Anzeigeleistung wesentlich zu beeinflussen, insbesondere wenn
der Strahlteiler 14 nicht in einer Bildebene ist, wie es
oftmals der Fall sein wird. Diese Variationen können sogar bei dem fertigen
Strahlteiler 14 als Streifen, Änderungen der Transmissionseffizienz,
Reflexionseffizienz, Farbgleichmäßigkeit
etc. sichtbar sein und dennoch ein verwendbares Teil für bestimmte
Anwendungen bereitstellen.
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Die
Designziele, welche durch die Optimierung dieser Parameter erreicht
werden müssen,
sind Erzeugen des bestmöglichen
Durchsatzes RSTP bei Einhaltung
der Kontrasterfordernisse der Anwendung. Wie oben angegeben, liegt
die minimale, für den
polarisierten Strahlteiler 14 erforderliche Extinktion
in der Größenordnung
von 50. Es wurde gefunden, daß der
minimal erforderliche Durchsatz (RSTP) des Strahlteilers 14 zum Erzielen
eines verwertbaren Produktes ungefähr 50% beträgt, was bedeutet, daß entweder
einer oder beide der Werte RS und TP über 67%
liegen muß bzw.
müssen.
Natürlich
ist eine höhere
Leistung sowohl des Durchsatzes als auch der Extinktion des Strahlteilers
nützlich
und stellt ein besseres Produkt dar. Um zu verstehen, wie diese
Parameter die Leistung des Drahtgitter-Strahlteilers beeinflussen,
ist es notwendig, die Leistungsveränderung, welche durch jeden
Parameter erzeugt wird, zu untersuchen.
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Es
wird Bezug genommen auf die 3a–3e.
Es ist die Leistung des Drahtgitter-Strahlteilers 14 bezüglich der
Periode p gezeigt. Das Gitter besteht aus einem Array von Aluminiumdrahtgitterelementen
mit optischen Konstanten von Palik auf einem BL7-Glassubstrat. Die
Höhe oder
Dicke t jedes Aluminiumdrahtgitterelementes beträgt 1000 Å oder 100 nm. Der Einfallswinkel θ beträgt 30° und das
Linienbreite-zu-Periode- Verhältnis ist
0,45. 3a zeigt die Reflexionseffizienz
der S-Polarisation und die Transmissionseffizenz der P-Polarisation bei
Wellenlängen
von 450 nm, 550 nm und 650 nm als eine Funktion der Gitterperiode
p.
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3b zeigt
den Durchsatz (RSTP)
als eine Funktion der Periode p bei Wellenlängen von 450 nm, 550 nm und
650 nm. Die in 3b dargestellten Daten zeigen,
daß die
Periode p 0,21 μm
groß sein kann
und dennoch einen Durchsatz von 50% erbringt.
-
3c gibt
die Extinktion als eine Funktion der Periode p wieder. Für den schlechtesten
Fall, d.h. die Wellenlänge λ = 450 nm,
ist die Extinktion größer als
100, wobei die Periode p 0,21 μm
ist.
-
3d stellt
die Rayleigh-Wellenlänge
dar, d.h. die Wellenlänge,
bei welcher eine Gitterresonanz (λ =
p[ns ± sin θ] mit ns = 1,525) als eine Funktion der Periode
p auftritt. Wiederum kann die Periode p bei einem Einfallswinkel θ von 30° und einer
Wellenlänge λ = 450 nm
0,21 μm
groß sein.
-
3e zeigt
die zulässig
Periode p als eine Funktion des Einfallswinkels θ. Die maximal sinnvolle Periode
basiert auf dem Einsetzen der Rayleigh-Resonanz basisierend auf
dem Einfallswinkel bei einer Wellenlänge von 450 nm. Die Kurve zeigt,
daß der Drahtgitterpolarisierer
bei einem großen
Einfallswinkel mit einer Periode von 0,21 μm oder weniger arbeiten kann.
-
Daher
zeigen die 3a–3e, daß ein Drahtgitterpolarisierer,
wie er durch die oben genannten Parameter definiert ist, eine Periode
p von weniger als 0,21 μm
aufweisen muß,
um einen Strahlteiler zu ergeben, welcher über das sichtbare Spektrum eine
vernünftige
Leistung liefert. Es ist selbstverständlich, daß ein Strahlteiler mit einer
größeren Periode
in Systemen verwendbar ist, bei welchen angenommen wird, daß sie weniger
als das gesamte sichtbare Spektrum, beispielsweise lediglich Rot,
Rot und Grün
etc. anzeigen.
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Es
wird nun Bezug genommen auf die 4a–4c.
Es ist die Leistung des Drahtgitter-Strahlteilers 14 bezogen
auf die Elementhöhe oder
-dicke t gezeigt. Der Polarisierer ist ein Array von Aluminiumdrahtelementen
mit optischen Eigenschaften nach Palik auf einem BK7-Glassubstrat.
Die Periode beträgt
0,15 μm,
das Linie-Abstand-Verhältnis
ist 0,5 und der Einfallswinkel θ beträgt 60°. 4a stellt
die Reflexionseffizienz der S-Polarisation und die Transmissionseffizienz
der P-Polarisation als
ein Funktion der Elementhöhe
oder -dicke t bei Wellenlängen
von 450 nm, 550 nm und 650 nm dar. In 4a sind
Dünnfilmeffekte
sichtbar, jedoch verbleibt die P-Transmissionseffizienz
für sämtliche praktikablen
Elementhöhen,
nämlich
200 Å bis
0,5 μm und
mehr, über
60%. Natürlich
ergeben sich für andere
Materialien als Aluminium mit anderen optischen Eigenschaften unterschiedliche
Ergebnisse.
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4b zeigt
den Durchsatz als eine Funktion der Elementhöhe oder -dicke t bei Wellenlängen von
450 nm, 550 nm und 650 nm. Der Durchsatz ist größer als 50% für sämtliche
praktikablen Elementhöhen
zwischen 200 Å und
0,5 μm oder
20 nm und 500 nm.
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4c zeigt
die Extinktion als eine Funktion der Elementhöhe bei Wellenlängen von
450 nm, 550 nm und 650 nm. Eine Extinktion von 50 erfordert eine Elementhöhe t von
zumindest 500 Å oder
50 nm.
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Daher
zeigen die 4a–4c, daß die Drahtgitterelementshöhe für t zwischen
500 Å und 0,5 μm liegen
muß, um
die erforderliche Leistung bereitzustellen.
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Es
wird nun Bezug genommen auf die 5a–5c.
Die Leistung des Drahtgitterstrahlteilers 14 ist bezogen
auf das Linie-Abstand-Verhältnis
dargestellt. Der Polarisierer ist ein Array von Aluminiumdrahtgitterelementen
mit optischen Eigenschaften nach Palik auf einem BK7-Glassubstrat.
Die Periode p beträgt
0,16 μm,
die Aluminiumelementhöhe
t beträgt
0,13 μm
und der Einfallswinkel θ beträgt 60°.
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5a zeigt
eine graphische Darstellung der Reflexionseffizienz der S-Polarisation
und der Transmissionseffizienz des Linienbreite-zu-Periode-Verhältnisses
(w/p) bei Wellenlängen
von 450 nm, 550 nm und 650 nm. Die P-Transmissionseffizienz bleibt bei
einem Linie-Abstand-Verhältnis
zwischen 0,16 und 0,76 hoch.
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5b zeigt
den Durchsatz als eine Funktion des Linienbreite-zu-Periode-Verhältnisses
bei Wellenlängen
von 450 nm, 550 nm und 650 nm. Eine gute Durchsatzleistung wird
für ein
Linenbreite-zu-Periode-Verhältnis
zwischen 0,16 und 0,76 erreicht.
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5c gibt
die Extinktion als eine Funktion des Linienbreite-zu-Periode-Verhältnisses
bei Wellenlängen
von 450 nm, 550 nm und 650 nm wieder. Eine Extinktion von 50 über das
sichtbare Spektrum erfordert, daß dieses Verhältnis zumindest
0,25 ist. Natürlich
kann ein Strahlteiler, welcher lediglich bei größeren Wellenlängen (Rot,
Rot-Grün)
verwendet wird, ein Verhältnis
kleiner als 0,20 aufweisen.
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Daher
zeigen die 5a–5c, daß das Linienbreite-zu-Periode-Verhältnis (w/p)
zwischen 0,25 und 0,76 liegen muß, um die erforderliche Leistung
zur Verfügung
zu stellen.
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Es
wird nun auf die 6a und 6b Bezug
genommen. Die Leistung des Drahtgitter-Strahlteilers 14 wird
bezogen auf die Querschnittsform der Elemente, nämlich ein trapezförmiger Querschnitt,
gezeigt. Der in diesen Figuren dargestellte Polarisierer ist ein
Array von Aluminiumdrahtgitterelementen mit optischen Eigenschaften nach
Palik auf einem BK7-Glassubstrat. Die Periode p beträgt 0,16 μm, der Einfallswinkel θ 45° und die Höhe t der
trapezförmigen
Elemente ist 1000 Å.
Der Querschnittsbereich des Drahtgitterelementes ist der gleiche
wie bei einem rechteckigen Drahtgitterelement mit einem Linie-Abstand-Verhältnis von
0,45.
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6a zeigt
den Durchsatz für
ein Drahtgitter-Array aus Elementen mit einem trapezförmigen Querschnitt
mit Seitenwänden,
die bezüglich
des Substrates einen Winkel von 60° bilden, als eine Funktion der
Wellenlänge λ. Ein Durchsatz
von mehr als 50% tritt für
sämtliche
Wellenlängen λ ≥ 415 nm auf.
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6b gibt
die Extinktion für
ein Drahtgitter-Array aus Elementen mit einem trapezförmigen Querschnitt
mit Seitenwänden,
die mit dem Substrat einen Winkel von 68° bilden, als eine Funktion der Wellenlänge λ wieder.
Sämtliche
Wellenlängen ≥ 390 nm weisen
eine Extinktion von größer 50 auf.
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Daher
zeigen die 6a und 6b, daß ein Drahtgitterelement
mit einem trapezförmigen Querschnitt,
das einen Neigungswinkel von weniger als 68° aufweist, die erforderliche
Leistung zur Verfügung
stellt. Der Winkel kann zwischen 112° [über 90° (rechteckig)] und 68° liegen,
ohne die Leistung gegenüber
der in den 6a und 6b gezeigten
wesentlich zu vermindern.
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Es
wird nun auf die 7a und 7b Bezug
genommen. Die Leistung des Drahtgitter-Strahlteilers 14 wird
bezogen auf den Radius rc der Ecken 50 gezeigt.
Der Polarisierer ist ein Array von Aluminiumdrahtgitterelementen
mit optischen Eigenschaften nach Palik auf einem 1737F-Glassubstrat.
Die Periode p beträgt
0,16 μm,
die Aluminiumelementhöhe
t beträgt
0,115 μm
und der Einfallswinkel θ beträgt 45°.
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7a zeigt
den Durchsatz (RSTP)
als eine Funktion der Eckenrundung bei Wellenlängen von 450 nm, 550 nm und
650 nm. Eine gute Durchsatzleistung, d.h. mehr als 50%, wird für sämtliche
Rundungen erhalten.
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7b gibt
die Extinktion als eine Funktion der Eckenrundung bei Wellenlängen von
450 nm, 550 nm und 650 nm wieder. Eine Extinktion von mehr als 100
ist für
sämtliche
Eckenrundungen möglich.
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Es
wird nun auf die 7c und 7d Bezug
genommen. Die Leistung des Drahtgitter-Strahlteilers 14 wird
bezogen auf die Querschnittsform der Elemente, nämlich einen sinusförmigen Querschnitt,
gezeigt. Der Polarisierer ist ein Array von Aluminiumdrahtgitterelementen
mit optischen Eigenschaften nach Palik auf einem BK7-Glassubstrat.
Die Drahtgitterelemente weisen einen sinusförmigen Querschnitt mit einer
Höhe t
von 0,15 μm
auf. Die anderen Parameter entsprechen den in 7a und 7b verwendeten.
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7c zeigt
den Durchsatz (RSTP)
für den
sinusförmigen
Querschnitt als eine Funktion der Wellenlänge λ. Eine gute Durchsatzleistung,
d.h. mehr als 50%, wird für
Wellenlängen
größer als
400 nm erreicht.
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Die 7d gibt
die Extinktion für
den sinusförmigen
Querschnitt als eine Funktion der Wellenlänge λ wieder. Eine Extinktion von
mehr als 50 ist für Wellenlänger größer als
400 nm möglich.
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Daher
zeigen die 7a–7d, daß die Ecken
des Drahtgitterelementes gerundet und zur einfacheren Herstellung
sogar sinusförmig
etc. sein können.
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Die
oben aufgezeigten Informationen definieren in breiten Begriffen,
was die erforderten Bereiche für
sämtliche
der Parameter des Drahtgitter-Strahlteilers 14 sind, jedoch
definieren sie nicht Wege, auf welchen diese Parameter zusammen
gewählt
werden, um die gewünschte
Strahlteilerleistung zu erreichen. Bedenken bestehen hinsichtlich
des Ausgleichens, der Farbleistung über einen Winkel, der Transmission über einen
Winkel, der Extinktion über
einen Winkel etc. Neben den oben angegebenen breiten Bereichen ist
es ferner wichtig, zu wählen,
welche besonderen Parameter aus den definierten Bereichen für besondere
Anwendungen geeignet sind, und es ist wichtig, einige grundsätzliche
Regeln zu definieren, welche aufzeigen, wie diese Parameter ausgewählt werden.
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Es
wird Bezug genommen auf die 8a–8d.
Ein Designbeispiel ist gezeigt. Das Ziel ist es, einen polarisierenden
Drahtgitter-Strahlteiler herzustellen, der über einen Einfallswinkel θ von 30° bis 60° mit einer
annähernd
ebenen Antwort über
die sichtbaren Wellenlängen,
450 nm bis 650 nm, mit einer Extinktion von zumindest 200 und einer
Effizienz oder einem Durchsatz von zumindest 70% arbeitet. Das Design
wird durch Iteration erreicht. Zunächst wird die P-Transmission
als eine Funktion der Drahtgitterelementhöhe t für Einfallswinkel von 30° bis 60° unter Verwendung
einer Wellenlänge
von 450 nm berechnet. Die kurze Wellenlänge von 450 nm ergibt das schlechteste
Ergebnis, während
längere
Wellenlängen
bessere Ergebnisse erzielen. Anhand von 5b ist
es klar, daß eine Auswahl
von 0,5 für
das Breite-zu-Periode-Verhältnis nahe
dem Optimum ist und daß die
Periode unter Berücksichtigung
anderer Gegebenheiten wie Kosten und Herstellungsausbeute so gering
wie praktisch möglich
sein sollte. Die zwei Berechnungen sind in demselben Graphen dargestellt.
Es wird die Drahtgitterelementhöhe
t, bei welcher sich die beiden Kurven schneiden, auf gefunden. Die
Extinktion als eine Funktion der Drahtgitterelementhöhe t wird
nun für beide
Winkel berechnet, und die Extinktion bei der Kreuzungspunkhöhe t aufgefunden.
Wenn die Leistung nicht zufriedenstellend ist, wird einer der kritischen
Parameter geändert
und der Designvorgang wiederholt. Um das beste Design aufzufinden,
können
Antwortflächenverfahren
(response surface methods) wie die in A. I. Khuri und J. A. Cornell,
Response Surfaces: Design and Analysis, 2. Auflage, Marcel Dekker
Inc., NY 1996, durchgerechnet worden. Wenn die Extinktionsleistung
zufriedenstellend ist, wird die P-Transmission als eine Funktion
des Einfallswinkels θ für drei unterschiedliche
Wellenlängen
450 nm, 550 nm und 650 nm berechnet. Wenn die Transmission bei ungefähr 80% liegt
und annähernd
eben über
den speziellen Winkelbereich ist, dann ist das Design fertig. 8a zeigt
beispielsweise die P-Transmission als eine Funktion der Drahtgitterelementhöhe t für einen
Polarisierer, welcher ein Array von Aluminiumdrahtgitterelementen
mit optischen Eigenschaften nach Palik auf einem BK7-Glassubstrat
ist. Die Periode p ist 0,16 μm,
das Linienbreite-zu-Periode-Verhältnis
beträgt
0,45, der Einfallswinkel θ beträgt 30° und 60° und die
Wellenlänge λ beträgt 450 nm.
Der Kreuzungspunkt liegt bei ungefähr 0,09 μm.
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8b zeigt
die Extension als eine Funktion der Drahtgitterelementhöhe t für diese
Parameter. Bei dem Kreuzungspunktwert von 0,09 μm beträgt die Extinktion 86 und 161
bei 30° bzw.
60°. Somit
ist die Leistung nicht zufriedenstellen. Der Vorgang wird mit einem
Linie-Abstand-Verhältnis
von 0,50 wiederholt.
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8c entspricht 8a,
jedoch mit der Ausnahme, daß das
Linie-Abstand-Verhältnis
in 0,5 geändert
ist. Der Kreuzungspunkt liegt nun bei ungefähr 0,10 μm.
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8d zeigt
die Extinktion als eine Funktion der Drahtgitterelementhöhe t für die in 8c verwendeten
Parameter. Bei dem Kreuzungspunktwert von 0,10 μm beträgt die Extinktion 258 und 484
bei 30° bzw.
60°. Somit
ist die Leistung des Polarisierers zufriedenstellend. Die Ergebnisse
werden nun durch Berechnung der P-Transmission als eine Funktion des
Einfalls winkels θ für 3 verschiedene
Wellenlängen λ 450 nm,
550 nm und 650 nm, unter Verwendung der gleichen, in 8c und 8d verwendeten
Parameter mit einer Drahtgitterelementhöhe t von 0,100 μm berechnet,
wie es in 8e gezeigt ist. Die Transmission
ist über
den Winkelbereicht für
450 nm eben, während
bei 550 nm und 650 nm die Transmission von 80% bei 30° auf 88%
bei 60° zunimmt.
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Obgleich
die Effizienz nicht gezeigt ist, nimmt diese mit zunehmendem Winkel
zu. Somit ist unter Bezugnahme auf die 8a bis 8e eine
Darstellung eines Verfahrens zum Entwerfen eines Drahtgitterpolarisierers
mit guter Leistung in dem sichtbaren Spektrum dargestellt.
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Es
ist verständlich,
daß die
beschriebenen Ausführungsbeispiele
der Erfindung lediglich veranschaulichend sind, und daß Modifikationen
daran für den
Fachmann naheliegen. Beispielsweise vermindert die Einbeziehung
des Drahtgitter-Strahlteilers auf einem Substrat mit optischer Wirkung
derart, daß der
Gitter-Strahlteiler mit anderen Elementen zum Vermindern der Anzahl
von erforderlichen Optiken kombiniert wird, das Systemgewicht, das
Systemvolumen, oder zum Erreichen anderer wünschenswerter Funktionen. In
Anbetracht der signifikanten Zunahme der Designflexibilität gegenüber dem
Stand der Technik, die durch die vorliegende Erfindung erreicht
wird, werden dem Fachmann andere Änderungen einfallen. Daher
soll diese Erfindung nicht als begrenzt auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele betrachtet
werden, sondern ist lediglich so begrenzt, wie es durch die beigefügten Ansprüche definiert
ist.