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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verabreichen
eines Gases an einen Menschen oder ein Tier gemäß der Präambel von Patentanspruch 1.
Eine derartige Vorrichtung ist gemäß der US-A-5109840 bekannt.
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In
der US-A-5109840 und in der US-A-4374521 sind jeweils eine Wiederbelebungsvorrichtung
zum manuellen Unterstützen
oder Wiederherstellen der Atmung eines Patienten beschrieben. Die
Wiederbelebungsvorrichtungen weisen eine Kammer mit einem Ventil
auf, um den inspiratorischen Strom von der Kammer zu einem Atem-
oder Beatmungstubus vom expiratorischen Strom vom Beatmungstubus
zu einem Ableitungskanal zu trennen. Die Kammer weist eine Leitung
für eine
Verbindung mit einem Ballon zum manuellen Unter-Druck-Setzen des
Gases in der Kammer auf.
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Die
in der US-A-5109840 beschriebene Wiederbelebungsvorrichtung weist
ein Flatter- oder Entenschnabelventil zum Aufbauen eines Gasdrucks
im Beatmungstubus während
der Ausatmung auf, um einen Expirations-Überdruck zu erzeugen. Die in
der US-A-4374521 beschriebene Wiederbelebungsvorrichtung weist ein
nicht einstellbares Überdruck-
oder Sicherheitsventil auf.
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Die
US-A-4823828 beschreibt ein Ventil zur Verwendung mit einer Beatmungsmaschine
oder einen sich selbst aufblasenden starren Ballon mit einem Ventil
zum Ansaugen von frischem Gas. Das Ventil weist kein Sicherheitsventil
auf.
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Auf
dem Fachgebiet sind Ventilationsvorrichtungen bekannt. Derartige
Ventilationsvorrichtungen werden zum Ventilieren von Patienten verwendet. Eine
bestimmte Gasmenge wird in einer Kammer aufgenommen, woraufhin das
Gas auf einen erhöhten
Druck gebracht wird. Infolge der Druckerhöhung öffnet sich ein Strö mungskanal
von der Kammer zum mit der Vorrichtung verbundenen Beatmungstubus. Das
Gas wird dem Patienten über
diesen Beatmungstubus verabreicht. Der Gasdruck in der Kammer und
damit im Beatmungstubus wird dann gesenkt. Dem Patienten wird die
Gelegenheit gegeben auszuatmen. Der Gasstrom des ausgeatmeten Gases
wird nun über
den Beatmungstubus einem Ableitungskanal zugeführt, um das Gas von der Vorrichtung
auszugeben.
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Für zahlreiche
Anwendungen ist es wünschenswert,
dass das dem Patienten zugeführte
Gas für
eine längere
Zeitdauer im Respirationstrakt des Patienten verbleibt. Außerdem ist
es wünschenswert, wenn
dieses Gas unter einem bestimmten Minimaldruck in den Lungen des
Patienten gehalten wird. Mit Hilfe der herkömmlichen Vorrichtung ist es
nicht möglich,
einen Schwellenwert zu wählen,
der in den Lungen des Patienten überschritten
werden muß,
bevor der Patient in der Lage ist, die eingeatmete Luft über die
Beatmungsvorrichtung auszuatmen.
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Durch
die in der Präambel
spezifizierte Vorrichtung kann ein Patient die eingeatmete Luft
nur dann ausatmen, wenn der Druck dieser Luft in den Lungen und
im Beatmungstubus größer ist
als ein vorgegebener Minimalwert.
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Dies
wird erreicht, indem der Beatmungstubus durch ein Ventil mit einem
Ableitungskanal zum Ausgeben des durch einen Menschen oder ein Tier ausgeatmeten
Gases verbunden wird, wobei das Ventil den Durchfluß des vom
Beatmungstubus zum Ableitungskanal ausgeatmeten Gases begrenzt,
um während
der Ausatmung einen Gasdruck im Beatmungstubus aufzubauen.
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Als
Ergebnis dieser Maßnahme
kann eingeatmete Luft länger
in den Lungen gehalten und gewährleistet
werden, dass ein bestimmter Druckaufbau in den Lungen stattfindet,
bevor die eingeatmete Luft wieder ausgeatmet werden kann. Erfindungsgemäß weist
die Vorrichtung die kennzeichnenden Merkmale von Patentanspruch
1 auf.
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Die
erfindungsgemäße Vorrichtung
ist außerdem
dahingehend vorteilhaft, dass sie eine Einrichtung zum Einstellen
des Grades aufweist, in dem das Ventil den Gasstrom vom Beatmungstu bus
zum Ableitungskanal begrenzt. Als Ergebnis dieser Maßnahme kann
der Schwellenwert in Abhängigkeit
vom gewünschten
Anwendungszweck eingestellt werden.
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Die
Vorrichtung ist außerdem
dahingehend vorteilhaft, dass das Ventil als bewegliche Wand konstruiert
ist, die die Kammer von einer Einlassöffnung für den Beatmungstubus und für den Ableitungskanal trennt,
wobei die bewegliche Wand der Kammer beweglich ist zwischen einer
ersten Position, in der die Wand gegen das Einlassende des Beatmungstubus gezwungen
wird und dadurch den Beatmungstubus verschließt, und einer zweiten Position,
in der die Wand das Einlassende des Beatmungstubus freigibt und
das Auslassende des Beatmungstubus mit dem Ableitungskanal kommuniziert,
wobei die Position der Wand zwischen ihrer ersten und ihrer zweiten
Position durch die momentanen Druckdifferenzen in der Kammer und
im Beatmungstubus bestimmt ist, wobei ein oder mehrere Kanäle und ein
Absperrelement in der beweglichen Wand angeordnet sind, das Absperrelement
beweglich ist zwischen einer geschlossenen Position, in der das
Absperrelement die Kanäle
in der beweglichen Wand schließt,
und einer offenen Position, in der das Absperrelement die Kanäle in der
beweglichen Wand freigibt, die Position des Absperrelements durch
momentane Druckdifferenzen in der Kammer und im Beatmungstubus bestimmt
ist, und das Absperrelement in seine offene Position gezwungen wird,
wenn der momentane Druck in der Kammer einen Schwellenwert überschreitet.
Außerdem
kann die Vorrichtung eine Vorspanneinrichtung zum Zwingen der beweglichen Wand
in die erste Position aufweisen.
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In
der herkömmlichen
Vorrichtung werden die bewegliche Wand und das darin angeordnete
Absperrelement zum Führen
des Gasstroms auf eine korrekte Weise durch die Vorrichtung verwendet.
Bei einem erhöhten
Gasdruck in der Kammer wird die Kommunikation zwischen dem Auslassende
des Beatmungstubus und dem Ableitungskanal mit Hilfe der beweglichen
Wand unterbrochen. Unter dem Einfluss des erhöhten Drucks in der Kammer wird
das Absperrelement in seine offene Position gezwungen, so dass Gas
von der Kammer in den Beatmungstubus strömen kann. Wenn der Patient
ausatmet, bewegt sich die bewegliche Wand in ihre zweite Position,
so dass eine offene Kommunikation zwischen dem Beatmungstubus und
dem Ableitungskanal hergestellt wird. Das Absperrelement in der
beweglichen Wand wird in seine geschlossene Position gezwungen,
so dass das durch einen Patienten ausgeatmete Gas nicht in die Kammer
zurück
strömen
kann. Das durch den Patienten ausgeatmete Gas wird über den
Beatmungstubus und den Ableitungskanal in Richtung eines Ausgabeelements
geleitet, das das Gas von der Vorrichtung ausgibt.
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Erfindungsgemäß kann außerdem die
Vorspannungseinrichtung eine Feder aufweisen. Außerdem kann die Vorspannungskraft
der Vorspannungseinrichtung mit Hilfe einer Einstellscheibe manuell einstellbar
sein.
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Als
Ergebnis dieser Maßnahmen
wird mit Hilfe einer sehr einfachen Einrichtung eine einstellbare Vorspannungskraft
für die
bewegliche Wand bereitgestellt. Daher ist die erfindungsgemäße Vorrichtung relativ
einfach herstellbar. Dadurch kann die Vorrichtung auch in Ländern verwendet
werden, in denen die technische Entwicklung weniger fortgeschritten ist.
Außerdem
ist die Konstruktion der erfindungsgemäßen Vorrichtung relativ einfach
und damit kostengünstig.
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Die
erfindungsgemäße Vorrichtung
ist außerdem
dahingehend vorteilhaft, dass die Kammer ein Überdruck- oder Sicherheitsventil
aufweist, das einen Durchlass zwischen der Kammer und einem Auslasselement
der Vorrichtung freigibt, sobald der Druck in der Kammer einen Schwellenwert überschreitet.
Das Überdruck-
oder Sicherheitsventil kann eine Vorspannungseinrichtung aufweisen,
deren Vorspannung durch einen Einstellknopf manuell einstellbar
ist.
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Durch
das Überdruck-
oder Sicherheitsventil wird verhindert, dass dem Patienten Gas von
der Kammer mit einem zu hohen Druck zugeführt wird. Weil die Vorspannungskraft
des Überdruck-
oder Sicherheitsventils einstellbar ist, kann der Maximaldruck in
der Kammer für
jeden Patienten individuell einge stellt werden. Dadurch, dass die
Vorspannungskraft manuell einstellbar ist, ist die Vorrichtung auch
durch weniger geschultes Personal einfach bedienbar.
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Außerdem kann
die Vorrichtung erfindungsgemäß einen
mit dem Beatmungstubus verbundenen Messkanal aufweisen, in dem ein
Anschluß für ein Druckmessgerät bereitgestellt
wird.
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Erfindungsgemäß kann die
Einrichtung zum Druckbeaufschlagen des Gases in der Kammer ein Element
aufweisen, das von Hand zusammendrückbar ist, z.B. einen Ballon.
Ein Benutzer kann den Druck durch Zusammendrücken des Ballons erzeugen.
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Die
Erfindung wird nachstehend unter Bezug auf die beigefügten Figuren
beschrieben; es zeigen:
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1 eine
Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;
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2 eine
Querschnittansicht der Vorrichtung von 1;
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3 ein
Detail der Querschnittansicht von 2 in einer
Position, in der dem Beatmungstubus Gas von der Kammer zugeführt wird;
und
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4 ein
Detail der Querschnittansicht von 2 in einer
Position, in der dem Ableitungskanal Gas vom Beatmungstubus zugeführt wird.
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Die
erfindungsgemäße Vorrichtung 1 ist
in 1 dargestellt. Die Vorrichtung 1 weist
ein Gehäuse 2 auf,
in dem eine Kammer zum Aufnehmen eines Gases ausgebildet ist (vergl. 2).
Das Gehäuse 2 weist
eine Gasleitung 3 auf, die mit einer Quelle (nicht dargestellt)
zum Zuführen
von Gas zum Gehäuse 2 verbindbar
ist. Die Vorrichtung 1 weist ferner einen Ballon 4 auf.
Dieser Ballon 4 kann von Hand (in die in der Figur durch
einen Pfeil dargestellte Richtung) zusammengedrückt werden, um das im Gehäuse 2 aufgenommene
Gas unter Druck zu setzen. Gas kann über das Beatmungstubus 5 vom
Gehäuse 2 ausgegeben
werden. Im Betrieb wird das Beatmungstubus 5 einem Patienten
zugeführt,
der mit Hilfe der Vorrichtung 1 ventiliert werden soll.
Wenn ein Patient Gas ausatmet, wird dieses Gas über den Beatmungstubus 5 in
das Gehäuse 2 zurückgeleitet. Aufgrund
des Vorhandenseins von Ableitungskanälen (die nachstehend unter Bezug
auf 2 erläutert werden)
wird ausgeatmetes Gas über
einen Ableitungskanal 26 einem Ausgabeelement 6 zugeführt, das
das ausgeatmete Gas von der Vorrichtung 1 ausgibt.
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Außerdem weist
die Vorrichtung einen Einstellknopf 7 auf, mit dessen Hilfe
eine Vorspannungskraft für
das Sicherheitsventil 30 eingestellt werden kann. Die Vorrichtung
weist ferner eine Einstellscheibe 8 auf, mit deren Hilfe
der Druck eingestellt werden kann, den ein Patient überwinden
muß, um
Gas über die
Vorrichtung ausatmen zu können.
Die Funktionen des Einstellknopfes 7 und der Einstellscheibe 8 werden
nachstehend unter Bezug auf 2 ausführlich beschrieben.
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2 zeigt
einen Querschnitt der in 1 dargestellten Vorrichtung.
Eine Kammer 9, in der eine zu verabreichende Gasmenge aufgenommen
werden kann, ist im Gehäuse 2 ausgebildet.
Die Kammer 9 kommuniziert über eine Leitung 10 mit
dem Ballon 4 (nicht dargestellt). Über die Leitung 10 kann
Gas vom Ballon 4 mit einem erhöhten Druck in die Kammer 9 gezwungen
werden. Die Kammer 9 weist an ihrem Boden eine beweglich
montierte Wand 11 auf. Die Wand 11 ist beweglich
zwischen zwei Extrempositionen, die in den 3 bzw. 4 dargestellt
sind. Der Einlass 16 des Beatmungstubus 5 ist
unter der beweglichen Wand 11 angeordnet. Der Einlass 16 ist durch
die Wand 11 von der Kammer 9 getrennt. Ein Ableitungskanal 26 zum
Ableiten ausgeatmeter Luft in Richtung des Ausgabeelements 6 ist
ebenfalls unter der beweglichen Wand 11 angeordnet. Ein
oder mehrere Kanäle 15 sind
in der beweglichen Wand 11 selbst ausgebildet, wobei die
Kanäle
durch ein Absperrelement 12 verschließbar sind.
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Wenn
in der Kammer 9 ein Gasdruck aufgebaut wird, wird die bewegliche
Wand 11 mit Hilfe der Feder 17 gegen den Einlass 16 des
Beatmungstubus 5 gezwungen. In dieser Position ist die
Kommunikation zwischen dem Beatmungstubus 5 und dem Ableitungskanal 26 unterbrochen.
Wenn der Druck in der Kammer erhöht
wird, wird sich das Absperrelement 12 nach unten bewegen.
Dadurch werden die Kanäle 15 in
der beweglichen Wand 11 frei gegeben, so dass ein Gastransport
von der Kammer 9 in Richtung des Beatmungstubus 5 stattfinden
kann. Diese Position ist in 3 dargestellt.
In 3 ist verdeutlicht, dass die Wand 11 mit
dem Einlass 16 des Beatmungstubus 5 in Kontakt
steht. Das Absperrelement 12 hat sich nach unten bewegt,
und das Absperrelement 12 wird in der dargestellten Position
gehalten, weil ein Grat 14 mit einem Vorsprungabschnitt
der Wand 11 in Kontakt steht. In der dargestellten Position
steht die Absperrfläche 13 des
Absperrelements 12 nicht mit den Kanälen 15 in der Wand 11 in
Kontakt. Dadurch kann ein Fluidtransport durch die Wand 11 in
Richtung des Beatmungstubus 5 stattfinden. Das Öffnen der
Kanäle 15 kann
unterstützt
werden, indem die Absperrfläche 13 des
Absperrelements 12 aus einem relativ flexiblen Material
hergestellt wird, z.B. aus Gummi. In diesem Fall können die äußersten
Ränder der
Absperrfläche 13 sich
biegen, so dass die Kanäle in
einem erheblichen Maß freigelegt
werden. Weil die bewegliche Wand 11 mit dem Einlass 16 des
Beatmungstubus 5 in Kontakt steht, ist die offene Verbindung
zwischen dem Beatmungstubus 5 und dem Ableitungskanal 26 unterbrochen.
Dadurch wird verhindert, dass Luft von der Kammer 9 in
den Ableitungskanal 26 strömt. Das Absperrelement 12 ist
mit einer Feder 27 verbunden. Mit Hilfe dieser Feder kann
die bewegliche Wand 11 unter eine vorgegebene Vorspannung
gesetzt werden. Das Absperrelement 12 legt die Kanäle 15 in
der beweglichen Wand 11 nur dann frei, wenn ein vorgegebener
Schwellenwert überschritten
ist.
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4 zeigt
einen Fall, in dem die bewegliche Wand 11 sich zu ihrer
zweiten Position bewegt hat. Die bewegliche Wand 11 kann
diese Position annehmen, wenn der Druck im Beatmungstubus höher wird als
der Druck in der Kammer 9. Diese Position wird angenommen,
wenn der Patient ausatmet. Ein Patient kann die Wand 11 nicht
einfach durch Ausatmen auf die in 4 dargestellte
Position bringen. Um die Wand in diese Position bringen zu können, muß ein vorgegebener
Schwellenwert überschritten
werden, der durch die Vorspannkraft bestimmt ist, die durch die
Vorspannkraftdifferenz zwischen den Federn 17 und 27 auf
die Wand 11 ausgeübt
wird. Je höher
die auf die Wand 11 ausgeübte Vorspannkraft der Feder 17 ist,
desto höher
muß der
Druck im Beatmungstubus sein, um die Wand in die dargestellte Position
bewegen zu können.
In 4 ist ersichtlich, dass in der dargestellten Position
ein freier Durchlass zwischen dem Auslassende 16 des Beatmungstubus 5 und dem
Ableitungskanal 26 gebildet wird. D.h., dass der Patient
die ausgeatmete Luft über
den Beatmungstubus 5 und den damit verbundenen Ableitungskanal 26 in
Richtung des Ausgabeelements 6 der Vorrichtung ausblasen
kann (vergl. 2). In 2 ist außerdem ersichtlich,
dass das Absperrelement 12 die Kanäle 15 in der beweglichen
Wand 11 verschließt. D.h.,
dass die ausgeatmete Luft nicht in die Kammer 9 gelangen
kann. Die Absperrfläche 13 des
Absperrelements 12 steht in Kontakt mit den Öffnungen der
Kanäle 15,
wodurch ein Fluidtransport vom Beatmungstubus 5 in Richtung
der Kammer 9 verhindert wird. Die Extremposition der beweglichen
Wand 11 ist durch von der Wand der Kammer 9 hervorstehende
Grate 25 begrenzt.
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Nachstehend
wird die Funktion der Feder 17 unter Bezug auf die 3 und 4 beschrieben.
In 2 ist ersichtlich, dass die Vorspannkraft der
Feder 17 mit Hilfe einer Einstellscheibe 8 einstellbar
ist. Diese Einstellscheibe kann von Hand gedreht werden, so dass
eine Anschlagfläche 18,
an der das Ende der Feder 17 anliegt, bezüglich der
Wand 11 beweglich ist. In Abhängigkeit vom gewünschten
Anwendungszweck und von der Expirationskraft eines Patienten (dem
durch einen Patienten aufbaubaren Druck) kann eine vorgegebene Vorspannkraft
der Feder 17 eingestellt werden. Weil die Vorspannkraft
der Feder 17 von Hand einstellbar ist, ist die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 einfach
in der Handhabung. Eine korrekte Einstellung kann beispielsweise
durch Bereitstellen einer Skala auf der Vorrichtung und/oder auf
der Einstellscheibe 8 gewährleistet werden.
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In 2 ist
ferner ersichtlich, dass die obere Wand der Kammer 9 einen
Hohlkörper 19 aufweist. Dieser
Hohlkörper 19 ist
an der Oberseite durch ein Ventil 30 verschlossen. Das
ventil 30 dient als Überdruck-
oder Sicherheitsventil. Wenn der Druck in der Kammer 9 zu
hoch wird, wird das Sicherheitsventil 30 nach oben gezwungen,
so dass die Kammer 9 und die Öffnungen 21, 22,
die in dem mit der Einstellscheibe 8 verbundenen Drehkörper ausgebildet
sind, miteinander kommunizieren. Die Luft kann über diese Öffnungen 22 von der
Kammer 9 entweichen und dem Ausgabeelement 6 zugeführt werden.
Dadurch wird verhindert, dass dem Patienten über den Beatmungstubus 5 Gas
unter einem zu hohen Druck zugeführt
wird. Der in der Kammer 9 erreichbare Maximaldruck kann
durch Einstellen der Vorspannung des Ventils 30 eingestellt
werden. Die Vorspannung wird mit Hilfe einer Feder 20 erzeugt.
Die Vorspannung der Feder 20 kann durch einen Drehknopf 7 eingestellt
werden. Der Knopf 7 kann ebenfalls von Hand betätigt werden.
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5 zeigt
eine weitere Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Ventilationsvorrichtung.
Gemäß 5 ist
ein Schlauch 40 zwischen dem Gehäuse 2 und dem Ballon 4 angeordnet.
Aufgrund des Vorhandenseins des Schlauchs 40 kann ein Benutzer
eine manuelle Kraft auf den Ballon 4 ausüben, während der
Ballon 4 vom Gehäuse 2 beabstandet ist.
Dadurch wird die Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung weiter vereinfacht.
Medizinisches Personal kann beispielsweise den Ballon 4 von
der Seite des Bettes des Patienten betätigen. Gemäß 5 ist die
Gasleitung 3 am Ende des Schlauchs 40 angeordnet,
d.h. in einigem Abstand vom Gehäuse 2. Dadurch
wird eine Verbindung der Gasversorgung mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
in einigem Abstand vom Mund des Patienten ermöglicht. Die Gasversorgung wird
normalerweise von einer Narkoseeinrichtung oder einer Narkose-Wandeinheit
mit der Gasleitung 3 verbunden werden müssen.
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5 zeigt
ferner einen Fall, in dem der Schlauch 40 eine Innenleitung 41 aufweist,
die den Ballon 4 mit dem Gehäu se 2 verbindet. Die
Leitung 41 wird zum Zuführen
von frischem Gas in Richtung des Gehäuses verwendet. Die Leitung 41 ist
von einer zweiten Leitung 42 umschlossen. Die Leitung 42 wird
als Ableitung verwendet. Die Leitung 42 endet in einer
Ausgabeöffnung 43.
Aufgrund der koaxialen Konstruktion der Zufuhrleitung und der Ableitung
für das
Gas muß lediglich
ein Schlauch von der Einrichtung in Richtung des Patienten geführt werden. Durch
diese Konstruktion ist die erfindungsgemäße Vorrichtung noch einfacher
anwendbar.
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Anstatt
des in den 1 und 5 dargestellten
Ballons kann auch ein sogenannter "starrer Ballon" verwendet werden. Ein starrer Ballon
ist ein Ballon, der mit einem Ventil ausgestattet ist. Nachdem die
Kraft zum Zusammendrücken
des Ballons freigegeben wurde, wird der Ballon wieder seine ursprüngliche
Form annehmen. Während
dieser Bewegung wird das Ventil im starren Ballon geöffnet, um eine
Menge frischen Gases (Umgebungsluft) anzusaugen.
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Zur
Verdeutlichung sei herausgestellt, dass die in den Figuren dargestellte
Vorrichtung in verschiedenen Größen herstellbar
ist. Beispielsweise kann ein System mit kleineren Abmessungen hergestellt
werden, das insbesondere für
Kinder und Neugeborene geeignet ist. In diesem Fall werden auch die
Leitungen kleiner ausgebildet.
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Mit
Hilfe der einstellbaren Kraft auf das Sicherheitsventil 30 kann
ein maximaler Druck in der Kammer 9 eingestellt werden,
z.B. 20 – 60
cmH2O. Der maximale Druck, den ein Patient überwinden muß, um Luft
aus der Vorrichtung 1 herausblasen zu können, kann beispielsweise von
0 bis 20 cmH2O einstellbar sein. Um die
erfindungsgemäße Vorrichtung auch
für Kinder
geeignet anzupassen, ist beabsichtigt, das tote Volumen in der Vorrichtung
so klein wie möglich
zu machen. Mit der in den 1 bis 4 dargestellten
Konstruktion kann ein totes Volumen von typischerweise höchstens
7 ml erzielt werden.
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Die
Verbindung des Ballons mit der Vorrichtung 1 über die
Leitung 10 kann beispielsweise unter Verwendung eines soge nannten
Ballonkonus mit einem Außendurchmesser
von 22 mm hergestellt werden.
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Das
Ausgabeelement 6 kann als Evakuierungskonus mit einem Außendurchmesser
von 19 mm ausgebildet sein.
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Der
Beatmungstubus 5 kann als Konus mit einem Außendurchmesser
von 22/15 mm ausgebildet sein.
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Die
erfindungsgemäße Vorrichtung
weist einen mit dem Beatmungstubus 5 verbundenen selbstschließenden 24
Messkanal 23 auf. In diesen Messkanal kann ein Druckmessgerät angepasst
werden, um den momentanen Druck im Beatmungstubus 5 messen
zu können.
Das Druckmessgerät
kann als Manometer oder als elektronisches Messgerät konstruiert
sein. Außerdem
kann die Kammer 9 anstatt durch den Ballon mit Hilfe einer
Pumpe, z.B. einer zeitgesteuerten Pumpe, gefüllt werden. Auf diese Weise
kann ein konstanter Durchfluss von der Kammer zum Beatmungstubus
gewährleistet
werden, während
ein Patient einatmet.
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Die
bewegliche Wand 11 kann aus verschiedenartigen Materialien
hergestellt sein. Alternativ kann die bewegliche Wand als in Position
festgeklemmte flexible Platte ausgebildet sein. In diesem Fall bildet
die bewegliche Wand eine hin und her bewegliche Membran.