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DE60021213T2 - Zusatzstrebe für ein Halbhebel-Fahrwerk - Google Patents

Zusatzstrebe für ein Halbhebel-Fahrwerk Download PDF

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Publication number
DE60021213T2
DE60021213T2 DE60021213T DE60021213T DE60021213T2 DE 60021213 T2 DE60021213 T2 DE 60021213T2 DE 60021213 T DE60021213 T DE 60021213T DE 60021213 T DE60021213 T DE 60021213T DE 60021213 T2 DE60021213 T2 DE 60021213T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
strut
fluid
piston
blocking
valve
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE60021213T
Other languages
English (en)
Other versions
DE60021213D1 (de
Inventor
Jerome Bellevue Kilner
Gery NewCastle Lindahl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Boeing Co
Original Assignee
Boeing Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Family has litigation
First worldwide family litigation filed litigation Critical https://patents.darts-ip.com/?family=23077391&utm_source=google_patent&utm_medium=platform_link&utm_campaign=public_patent_search&patent=DE60021213(T2) "Global patent litigation dataset” by Darts-ip is licensed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License.
Application filed by Boeing Co filed Critical Boeing Co
Publication of DE60021213D1 publication Critical patent/DE60021213D1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE60021213T2 publication Critical patent/DE60021213T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C25/00Alighting gear
    • B64C25/32Alighting gear characterised by elements which contact the ground or similar surface 
    • B64C25/58Arrangements or adaptations of shock-absorbers or springs
    • B64C25/62Spring shock-absorbers; Springs
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C25/00Alighting gear
    • B64C25/001Devices not provided for in the groups B64C25/02 - B64C25/68
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B64C25/00Alighting gear
    • B64C25/32Alighting gear characterised by elements which contact the ground or similar surface 
    • B64C25/34Alighting gear characterised by elements which contact the ground or similar surface  wheeled type, e.g. multi-wheeled bogies
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F15FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
    • F15BSYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F15B11/00Servomotor systems without provision for follow-up action; Circuits therefor
    • F15B11/08Servomotor systems without provision for follow-up action; Circuits therefor with only one servomotor
    • F15B11/12Servomotor systems without provision for follow-up action; Circuits therefor with only one servomotor providing distinct intermediate positions; with step-by-step action
    • F15B11/121Servomotor systems without provision for follow-up action; Circuits therefor with only one servomotor providing distinct intermediate positions; with step-by-step action providing distinct intermediate positions
    • F15B11/123Servomotor systems without provision for follow-up action; Circuits therefor with only one servomotor providing distinct intermediate positions; with step-by-step action providing distinct intermediate positions by means of actuators with fluid-operated stops

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Description

  • ERFINDUNGSGEBIET
  • Die Erfindung betrifft eine Strebe, welche z. B. bei einem Halbhebel-Fahrwerk für ein Flugzeug als eine Zusatzstrebe verwendet werden kann. Insbesondere betrifft die Erfindung eine Strebe, welche Leerlauf- und Blockierfähigkeiten aufweist, umfassend:
    einen Zylinder mit einem geschlossenen Ende und einem offenen Ende;
    eine Kolbenbaugruppe, welche verschiebbar durch das offenen Ende des Zylinders aufgenommen ist und den Zylinder in ein Paar von Fluidkammern teilt; und
    eine Blockiervorrichtung, welche dazu betreibbar ist, ein Ausstrecken der Kolbenbaugruppe während eines Abschnitts ihres Hubs zu ermöglichen, bis die Strebe eine vorbestimmte Blockierlänge erreicht, welche geringer als ihre Maximallänge ist, wobei die Blockiervorrichtung im Wesentlichen ein weiteres Ausstrecken der Kolbenbaugruppe verhindert, sobald die Strebe die vorbestimmte Blockierlänge erreicht. Eine solche Strebe ist, wenn auch für eine vollständig andere Verwendung, z. B. aus der US-A-2,720,865 oder der GB-A-679060 bekannt.
  • HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • Bei den meisten großen kommerziellen Flugzeugen ist der maximale Drehwinkel des Flugzeugs bei Start und Landung durch einen minimal zulässigen Freiraum zwischen einem hinteren Unterabschnitt des Rumpfes und dem Boden begrenzt. Es ist bekannt, dass die Start- und Landungsleistungsfähigkeit eines gegebenen Flugzeugs verbessert werden kann, indem ein längeres Hauptfahrwerk bereitgestellt wird, um welches sich das Flugzeug dreht, um einen gezogenen Flugzustand zu erreichen, wodurch der maximale Drehwinkel des Flugzeugs erhöht wird. Eine der Aufgaben des Flugzeugentwurfs ist es jedoch, das Fahrwerk so einzurichten, dass der Flugzeugrumpf bei Bodenoperationen im Wesentlichen horizontal ist und eine geeignete Schwellenhöhe zur Bodenversorgung aufweist. Die maximale Schwellenhöhe, welche akzeptabel ist, wird von der Höhe von Bodeneinrichtungen bestimmt, welche sich mit dem Flugzeug verbinden müssen, und ist somit allgemein festgelegt. In vielen Fällen ist die maximal zulässige Schwellenhöhe geringer als sie von einem Flugzeugleistungsfähigkeitsstandpunkt her wünschenswert wäre, und daher ist ein bloßes Verlängern des Fahrwerks kein brauchbarer Ansatz, einen vergrößerten maximalen Drehwinkel zu erreichen. Ferner muss die Fahrwerkslänge minimiert werden, um das Ge wicht bei einem Minimum zu halten und die Verstauung des Fahrwerks während des Flugs zu erleichtern, und daher ist eine Verlängerung des Fahrwerks im großen Maßstab nicht wünschenswert.
  • Angesichts der obigen Betrachtungen wurde sich bemüht, ein Fahrwerk mit variabler Länge zu entwickeln, welches in der Lage ist, eine Länge anzunehmen, welche zur Verstauung innerhalb des Flugzeugs und für Bodenoperationen, während das Flugzeug auf dem Boden und stationär ist, geeignet ist, und darüber hinaus in der Lage ist, während Start- und Landevorgängen eine größere Länge anzunehmen. Ein solcher Typ von Fahrwerk mit variabler Länge, auf welchen sich die vorliegende Erfindung bezieht, ist das Halbhebel-Fahrwerk (Semi-Levered Landing Gear, SLG). Bei einem typischen SLG ist ein Räderfahrgestell durch einen Drehbalken gebildet, welcher an seinem vorderen und hinteren Ende vordere und hintere Räder trägt, und eine Hauptstrebe herkömmlicher Bauart ist schwenkbar an einem Hauptdrehpunkt zwischen den vorderen und hinteren Rädern mit dem Drehbalken verbunden. Ein zusätzliches mechanisches Gestänge ist an einem oberen Ende mit der Hauptstrebe und an einem unteren Ende an einem Zusatzdrehpunkt, welcher von dem Hauptdrehpunkt beabstandet ist, mit dem Drehbalken verbunden, um die Positionierung des Drehbalkens zu steuern. Das zusätzliche mechanische Gestänge ermöglichet es dem Drehbalken, sich unter bestimmten Bedingungen anstatt um den Hauptdrehpunkt um den Zusatzdrehpunkt zu schwenken. Auf diese Weise kann, wenn das Flugzeug sich dem Ende einer Startrollbewegung nähert und beginnt, sich zum Abheben zu drehen, der Drehbalken mit Hilfe des zusätzlichen mechanischen Gestänges, welches verhindert, dass der Drehbalken sich in eine horizontale Ausrichtung dreht, in eine verkippte Ausrichtung, wobei die vorderen Rädern vom Boden entfernt sind, gebracht werden. Mit dem Räderfahrgestell in dieser gekippten Position ist die effektive Länge des Fahrwerks bezüglich seiner Länge, wenn alle Räder auf dem Boden sind, erhöht. Das Flugzeug kann sich dann mit demselben Freiraum am Hinterteil zu einem größeren Anstellwinkel drehen, wodurch eine verbesserte Startleistungsfähigkeit erreicht wird.
  • In der EP-A-1041001, welches die Stammanmeldung für die vorliegende Anmeldung ist, ist ein Halbhebel-Fahrwerk offenbart, bei welchem das zusätzliche mechanische Gestänge durch eine Zusatzstrebe gebildet ist, welche zwischen der Hauptstrebe und einem Zusatzdrehpunkt an dem Drehbalken angeordnet ist. Diese Zusatzstrebe beinhaltet eine Blockier vorrichtung, welche es der Strebe ermöglicht, in einer Zwischenposition zwischen ihrer minimalen und maximalen Ausdehnung blockiert zu werden. Auf diese Weise kann der Drehbalken sich um die Zusatzstrebe und den Zusatzdrehpunkt schwenken, wodurch das Fahrwerk effektiv verlängert wird.
  • Streben, welche Leerlauf- und Blockierfähigkeiten aufweisen, sind in der Technik bekannt.
  • Das erste oben genannte Dokument zum Stand der Technik, die US-A-2,720,865, offenbart einen Hydraulikzylinder, welcher z. B. bei einem Klappensystem für ein Flugzeug oder einem steuerbaren Bugrad oder Schwenkbugrad eines Flugzeugs verwendet werden kann und welcher in einer Zwischenposition zwischen seinem minimalen und maximalen Hub blockiert werden kann. Dieser Hydraulikzylinder beinhaltet einen Zylinder, welcher an jedem Ende eine Fluidverbindung aufweist, und eine hohle Kolbenbaugruppe, welche innerhalb des Zylinders verschiebbar ist. In der hohlen Kolbenbaugruppe ist ein hohler Gleitkolben verschiebbar angeordnet, welcher auf einem Plungerkolben verschiebbar ist, welcher an einer inneren Endwand des Zylinders befestigt ist und welcher an seinem äußeren Ende einen Anschlag beinhaltet. An dem inneren Ende des Gleitkolbens ist ein ringförmiger Vorsprung angeordnet, welcher als Anschlag für die Kolbenbaugruppe dient. Durch eine geeignete Auswahl von Kolbenflächen, kann die Kolbenbaugruppe in einer Zwischenposition blockiert werden, in welcher der Gleitkolben vollständig bis zu dem Anschlag des Plungerkolbens ausgestreckt ist und die Kolbenbaugruppe bis zu dem Anschlag des Gleitkolbens zurückgezogen ist.
  • Das andere Dokument des Stands der Technik GB-A-679060 offenbart eine Hydraulikstrebe zur Verwendung als ein Selbstzentrierungsmittel für Schwenkelemente oder steuerbare Elemente von Flugzeugfahrwerken. Diese Strebe umfasst einen äußeren Zylinder, einen ersten Kolben, welcher innerhalb des äußeren Zylinders verschiebbar ist und welcher einen inneren Zylinder definiert, und einen zweiten Kolben, welcher innerhalb des inneren Zylinders verschiebbar ist. Der innere und äußere Zylinder stehen in Fluidverbindung, und der äußere Zylinder ist darüber hinaus mit einem Fluiddrucksystem verbunden. Diese Verbindung ist nahe dem äußeren Ende des äußeren Zylinders positioniert, so dass das Einführen von unter Druck stehendem Fluid dazu führt, dass der erste Kolben zurückgezogen wird. Andererseits befindet sich die Fluidverbindung zwischen dem inneren und äußeren Zylinder nahe dem inneren Ende des inneren Endes, so dass der Fluiddruck dazu führt, dass der zweite Kolben ausgestreckt wird. Diese entgegengesetzten Bewegungen des ersten und zweiten Kolbens unter Druck führen dazu, dass die Strebe in einer Zwischenlängenposition blockiert wird. Wenn der Fluiddruck beseitigt wird, können der erste und zweite Kolben zusammen ausgestreckt oder zurückgezogen werden, was zu der minimalen bzw. maximalen Strebenlänge führt.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Die vorliegende Erfindung hat zur Aufgabe, eine verbesserte Strebe mit Leerlauf- und Blockierfähigkeiten bereitzustellen, welche speziell geeignet ist zur Verwendung als eine Zusatzstrebe in einem Halbhebel-Fahrwerk.
  • In Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung wird diese Aufgabe durch eine Strebe gelöst, wie sie im Oberbegriff von Anspruch 1 definiert ist, bei welcher durch die Kolbenbaugruppe hindurch ein Fluidweg zwischen den zwei Fluidkammern definiert ist, so dass ein Ausstrecken und ein Zurückziehen der Kolbenbaugruppe bewirkt, dass Fluid durch den Fluidweg zwischen den Kammern fließt;
    und bei welcher die Blockiervorrichtung ein Blockierventil umfasst, welches innerhalb der Strebe angeordnet ist und dazu betreibbar ist, den Fluidweg während des Abschnitts eines Hubs der Kolbenbaugruppe offen zu halten, um ein Ausstrecken der Kolbenbaugruppe zu ermöglichen, bis die Strebe die vorbestimmte Blockierlänge erreicht, wobei das Blockierventil dazu betreibbar ist, den Fluidweg an dem Ende des Abschnitts des Hubs zu schließen, um im Wesentlichen ein weiteres Ausstrecken der Kolbenbaugruppe zu verhindern und die Strebe im Wesentlichen bei der vorbestimmten Blockierlänge zu blockieren.
  • Bevorzugte Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Strebe bilden den Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
  • KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Die obigen und weitere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden aus der nachfolgenden Beschreibung von bestimmten bevorzugten Ausführungsbeispielen davon im Zusammenhang mit den beigefügten Zeichnungen besser ersichtlich sein, in welchen:
  • 1 eine schematische Seitenansicht eines eine Zusatzstrebe beinhaltenden Halbhebel-Fahrwerks ist, welche das Fahrwerk bei einem anfänglichen Aufsetzen, wenn das hintere Rad gerade in Kontakt mit dem Boden gekommen ist, oder während einer Abhebedrehung gerade vor dem Abheben zeigt;
  • 2 eine schematische aufgeteilte Seitenansicht einer Strebe in Übereinstimmung mit einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist, welche die Strebe in einer zurückgezogenen Position zum Kippen des Drehbalkens des Halbhebel-Fahrwerks wie in 1 dargestellt zeigt;
  • 3 eine aufgeteilte Seitenansicht ähnlich zu 2 ist, welche die Strebe in einer Blockierposition zeigt;
  • 4 eine Ansicht ähnlich zu 1 ist, welche das Fahrwerk in einem statischen Zustand am Boden zeigt;
  • 5 eine Ansicht ähnlich zu 1 ist, welche den Drehbalken des Halbhebel-Fahrwerks in einer Verstauungsposition in Vorbereitung dafür, dass das Fahrwerk in einem Flugzeug verstaut wird, zeigt;
  • 6 eine Ansicht ähnlich zu 2 ist, welche die Strebe in einem Landemodus zeigt, bei welchem das Blockierventilteil ausgestreckt ist, um die Blockierlänge der Strebe zu vergrößern;
  • 7 eine aufgeteilte Seitenansicht eines alternativen Ausführungsbeispiels der Strebe in Übereinstimmung mit der Erfindung ist;
  • 8 die Strebe von 7 in einer Position zeigt, welche typischerweise bestehen würde, wenn das Flugzeug stationär am Boden ist;
  • 9 die Strebe von 7 in einer landebereiten Position zeigt;
  • 10 die Strebe von 7 in einer vollständig ausgestreckten Verstauungsposition zeigt; und
  • 11 ein Einbetriebsweisen-Ausführungsbeispiel der Strebe in Übereinstimmung mit der Erfindung zeigt.
  • DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Die vorliegende Erfindung wird hiernach nun vollständiger unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, in welchen bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt sind. Diese Erfindung kann jedoch in vielen unterschiedlichen Formen ausgeführt werden und sollte nicht als auf die hierin dargelegten Ausführungsbeispiele eingeschränkt verstanden werden; vielmehr sind diese Ausführungsbeispiele bereitgestellt, so dass diese Offenbarung umfassend und vollständig wird, und werden demjenigen mit Fachkenntnissen den Umfang der Erfindung vollständig vermitteln. Ähnliche Ziffern beziehen sich durchweg auf ähnliche Elemente.
  • Unter Bezugnahme auf 1 ist ein Halbhebel-Fahrwerk 20, welches eine Strebe in Übereinstimmung mit der Erfindung beinhaltet, beim anfänglichen Aufsetzen dargestellt. Das Fahrwerk 20 beinhaltet eine Hauptstrebe 22 geeigneter Konstruktion, um vorübergehende Lasten, welche während Bodenoperationen eines Flugzeugs zwischen dem Fahrwerk und dem Boden ausgeübt werden, zu absorbieren und dämpfen und das Flugzeug zu tragen, wenn es stationär am Boden ist. Die Hauptstrebe 22 beinhaltet typischerweise einen Zylinderabschnitt 24 und einen Kolbenabschnitt 26, welcher teleskopartig in dem Zylinderabschnitt aufgenommen ist, so dass die Länge der Hauptstrebe 22 abhängig von dem Ausmaß von in einer Richtung entlang der Achse der Hauptstrebe auf das Fahrwerk ausgeübter Last variieren kann. Beim anfänglichen Aufsetzen wie in 1 dargestellt ist das Ausmaß von auf das Fahrwerk 20 ausgeübter Last vergleichsweise klein, und folglich befindet sich die Länge der Hauptstrebe 22 im Wesentlichen bei einem Maximum.
  • Das Fahrwerk 20 beinhaltet darüber hinaus ein Räderfahrgestell 28, welches durch wenigstens einen Drehbalken 30 gebildet ist, welcher schwenkbar an einem Hauptdrehpunkt 32 an einem unteren Ende des Kolbenabschnitts 26 der Hauptstrebe angebracht ist, und eine Vielzahl von drehbar von dem Drehbalken 30 gehaltenen Rädern, welche wenigstens ein Vorderrad 34 und wenigstens ein Hinterrad 36 beinhalten, welche an einem vorderen Ende bzw. einem hinteren Ende des Drehbalkens 30 gelagert sind. Das in 1 dargestellte Räderfahrgestell 28 kann ein oder mehrere Mittelräder 38 beinhalten, welche sich an einer Zwischenposition zwischen den vorderen und hinteren Rädern befinden. Im Allgemeinen beinhaltet für die meisten kommerziellen Passagierflugzeuge das Räderfahrgestell eines Hauptfahrwerks wenigstens ein Paar von Vorderrädern, welche auf einer Achse angebracht sind, und ein Paar von Hinterrädern, welche auf einer Achse angebracht sind, und einige Räderfahrgestelle beinhalten ein mittleres drittes Paar von Rädern, welche auf einer Achse angebracht sind. Die vorliegende Erfindung ist jedoch auf jede Räderfahrgestellkonfiguration anwendbar, welche wenigstens ein Rad aufweist, das von einem Drehbalken an einer Position gehalten ist, die longitudinal von einem Hauptdrehpunkt, an welchem eine Hauptstrebe an dem Drehbalken angebracht ist, nach vorne oder nach hinten verschoben ist.
  • Das Fahrwerk 20 beinhaltet auch eine Zusatzstrebe 40, welche schwenkbar an ihrem oberen Ende an dem Zylinderabschnitt 24 der Hauptstrebe 22 angebracht ist und ihr unteres Ende schwenkbar an einem Zusatzdrehpunkt 42 in einer Position vor dem Hauptdrehpunkt 32 mit dem Drehbalken 30 verbunden hat. Die Zusatzstrebe 40 ist eine Vorrichtung mit variabler Länge, welche es dem Drehbalken 30 ermöglicht, relativ zu der Hauptstrebe 22 verschwenkt zu werden. Zusätzlich ist die Zusatzstrebe 40 in der Lage, bei einer festgelegten Länge zu blockieren, wenn sie wie nachfolgend genauer beschrieben geeignet angesteuert wird, so dass der Drehbalken 30 dazu gezwungen wird, sich um den Zusatzdrehpunkt 42 anstatt um den Hauptdrehpunkt 33 zu verschwenken, um das Fahrwerk 20 mit einer Halbhebel-Funktion zu versehen.
  • 2 veranschaulicht detaillierter ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Zusatzstrebe 40. Die Strebe 40 beinhaltet einen Zylinder 44 und eine Kolbenbaugruppe 46, welche verschiebbar durch ein offenes Ende des Zylinders aufgenommen ist. Die Kolbenbaugruppe 46 beinhaltet einen Hauptkolben 48, welcher an seinem unteren Ende eine Öse 50 oder ein anderes Verbindungsteil zur Anbringung an dem Drehbalken eines Räderfahrgestells und einen Gleitkolben 52, welcher vollständig innerhalb des Zylinders 44 angeordnet ist und bezüglich sowohl des Zylinders 44 als auch des Hauptkolbens 48 verschiebbar ist, aufweist. Der Gleitkolben 52 beinhaltet eine Endwand 54, deren Außenumfang abdichtend im Eingriff mit der inneren Zylinderoberfläche 56 des Zylinders 44 steht, und einen allgemein zylindrischen Abschnitt 58, welcher an der Endwand 54 angebracht ist und sich von ihr nach oben erstreckt. Das obere Ende des zylindrischen Abschnitts 58 steht abdichtend im Eingriff mit der inneren Oberfläche 56 des Zylinders und ist derart ausgestaltet, dass ein sich längsgerichtet erstreckendes Teil des zylindrischen Abschnitts 58 radial nach innen von der inneren Oberfläche 56 des Zylinders beabstandet ist, um eine ringförmige Gleitkolbensteuerkammer 60 zwischen dem zylindrischen Abschnitt 58 und der inneren Oberfläche 56 des Zylinders zu erzeugen. Wie nachfolgend genauer beschrieben, kann die Gleitkolbensteuerkammer 60 mit unter Druck stehendem Fluid versorgt werden oder kann alternativ evakuiert werden, um den Gleitkolben 52 innerhalb des Zylinders 44 auszustrecken oder zurückzuziehen, um die Länge der Strebe 40 zur drehbaren Positionierung des Drehbalkens 30 des in 1 dargestellten Fahrwerks zu variieren.
  • Die Endwand 54 des Gleitkolbens 52 beinhaltet eine Öffnung, durch welche ein rohrförmiger Abschnitt 62 des Hauptkolbens 48 verschiebbar aufgenommen ist, und der innere Umfang der Öffnung steht abdichtend im Eingriff mit der äußeren Oberfläche des rohrförmigen Abschnitts 62. Somit teilt die Endwand 54 des Gleitkolbens 52 das Innere des Zylinders 44 in ein Paar von Hydraulikkammern 64 und 66. Der rohrförmige Abschnitt 62 des Hauptkolbens 48 beinhaltet sich dadurch erstreckende Dämpfungslöcher 68, um einen Fluiddurchgang zwischen den Kammern 64 und 66 bereitzustellen. Der rohrförmige Abschnitt 62 beinhaltet darüber hinaus einen ringförmigen Flansch 70, welcher an einem oberen Ende des rohrförmigen Abschnitts 62 von diesem nach außen hervorsteht. Wenn sich der Flansch 70 in Kontakt mit der Endwand 54 des Gleitkolbens befindet, bewirkt ein erzwungenes Ausstrecken des Hauptkolbens 48 aus dem Zylinder 44, dass der Gleitkolben 52 ebenfalls innerhalb des Zylinders ausgestreckt wird. Diese Bewegung des Gleitkolbens 52 bewirkt, dass Fluid aus der Hydraulikkammer 66 durch die Dämpfungslöcher 68 in die andere Hydraulikkammer 64 fließt. Wenn umgekehrt der Gleitkolben 52 innerhalb des Zylinders 44 zurückgezogen wird, wird der Hauptkolben 48 ebenfalls zusammen mit dem Gleitkolben 52 zurückgezogen, solange sich der Flansch 70 in Kontakt mit der Endwand 54 befindet, wodurch ein umgekehrter Fluss von Fluid aus der Kammer 64 in die Kammer 66 bewirkt wird. Die Dämpfungslöcher 68 ermöglichen somit ein vergleichsweise freies Ausdehnen und Zusammenziehen der Strebe 40 und Gewährleisten abhängig von der Gesamtdurchflussfläche durch die Dämpfungslöcher und der Viskosität des Fluids ein Maß an Dämpfung vom Öffnungstyp.
  • In Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung ermöglichen die Dämpfungslöcher 68 jedoch keine Ausdehnung der Strebe bis zu ihrer mechanisch begrenzten Maximallänge (was auftritt, wenn der Gleitkolben 52 an den unteren Endanschlag 52 des Zylinders 44 anstößt und der Flansch 70 an der Endwand 54 des Gleitkolbens anstößt). Vielmehr beinhaltet die Strebe 40 ein Blockierventil 74, welches dazu dient, den Fluiddurchgang durch die Dämpfungslöcher 68 zu verschließen, wenn die Strebe eine vorbestimmte Blockierlänge erreicht, welche geringer als die maximale Strebenlänge ist. Das Blockierventil 74 beinhaltet ein Ventilteil 76, welches innerhalb des rohrförmigen Abschnitts 62 des Hauptkolbens 48 angeordnet ist und mit dessen innerer Oberfläche an einem oberen Ende 78 des Blockierventils und an dessen unterem Ende 80 beabstandet von dem oberen Ende 78 abdichtend im Eingriff steht. Der Hauptkolben 48 ist relativ zu dem Ventilteil 76 verschiebbar, welches dazu betreibbar ist, während eines Ausstreckens der Kolbenbaugruppe 46 der Strebe in einer festgelegten Position zu bleiben. Demnach bleiben die Dämpfungslöcher, wenn der Hauptkolben 48 und Gleitkolben 52 aus der in 2 dargestellten allgemein zurückgezogenen Position ausgestreckt werden, während des anfänglichen Abschnitts des Ausstreckhubs offen, um einen Fluidfluss von der unteren Hydraulikkammer 66 zu der oberen Hydraulikkammer 64 zu ermöglichen. Wenn jedoch die Dämpfungslöcher 68 nach unten zu dem und hinter das abgedichtete obere Ende 78 des Blockierventilteils 76 gebracht werden, wie es in 3 dargestellt ist, werden die Dämpfungslöcher durch das Ventilteil 78 verschlossen, so dass ein weiterer Fluidfluss zwischen den Kammern verhindert wird. Der Effekt dieses Vorgangs ist es, die Strebe 40 bei einer vorbestimmten Blockierlänge zu blockieren. Es versteht sich, dass die Strebe 40 dazu ausgestaltet sein kann, jede gewünschte Blockierlänge bereitzustellen, indem die verschiedenen Komponenten der Strebe geeignet proportioniert werden und das Ventilteil 76 passend bezüglich der Dämpfungslöcher 68 positioniert wird. Weiter versteht es sich, dass vorteilhafterweise ein fortschreitendes Verschließen der Dämpfungslöcher 68 vorgesehen sein kann, indem eine Reihe von Dämpfungslöchern 68, welche längsgerichtet entlang des rohrförmigen Abschnitts 62 des Hauptkolbens beabstandet sind, ausgebildet werden, so dass eine Dämpfung der Strebenausdehnung fortschreitend ansteigt, wenn die Löcher fortschreitend verschlossen werden.
  • Die Blockierfähigkeit der Strebe 40 ermöglicht es dem Fahrwerk 20, in einer Halbhebel-Weise zu arbeiten. Genauer ist es vorteilhaft, die Strebe 40 erart aufzubauen, dass wenn der Gleitkolben 52 und Hauptkolben 48 beim Landeanflug in die in 2 dargestellten Positionen zurückgezogen sind, die Strebe 40 bewirkt, dass der Drehbalken 30 in eine gezogene Position verkippt wird, in welcher das vordere Rad 34 vertikal höher ist als das hintere Rad 36, wie es in 1 dargestellt ist. Somit ist beim anfänglichen Aufsetzen das Hinterrad 36 das erste, welches den Boden berührt. Die auf das hintere Rad 36 ausgeübte Bodenlast F bewirkt, dass ein Kippmoment auf den Drehbalken 30 ausgeübt wird, welches dazu neigt, den Drehbalken in Richtung einer horizontalen Position zu drehen, wie es in 1 durch den Pfeil 82 angedeutet ist. Folglich wird die Zusatzstrebe 40 unter Zugspannung gesetzt, und der Hauptkolben und Gleitkolben 52 werden gewaltsam ausgestreckt. Wie zuvor angemerkt, sind die Dämpfungslöcher 68 während des anfänglichen Abschnitts des Ausdehnungshubs des Hauptkolbens 48 und Gleitkolbens 52 offen, und somit ermöglicht es die Strebe 40 dem Drehbalken 30, sich um ein gewisses Ausmaß zu drehen und gewährleistet eine viskose Dämpfung der Drehung des Drehbalkens. Diese „Leerlaufbewegung" erleichtert vorteilhaft ein Erfassen von anfänglichem Bodenkontakt für andere Flugzeugsysteme, welche nicht Teil der vorliegenden Erfindung sind. Es ist vorteilhaft, die Strebe 40 so aufzubauen, dass nach einem vorbestimmten Ausmaß von Drehbalkendrehung, jedoch bevor alle Räder den Boden berühren, die Dämpfungslöcher 68 durch das Blockierventilteil 76 verschlossen werden und die Strebe 40 blockiert. Somit ist für den anfänglichen Abschnitt der Landerollbewegung das Fahrwerk 20 effektiv durch die verkippte Ausrichtung des Fahrgestells 28 verlängert. Wenn das Flugzeug während der Landerollbewegung weiter Geschwindigkeit verliert, wird ein immer größeres Ausmaß der Flugzeuggewichtskraft auf das Fahrwerk 20 ausgeübt und somit die Hauptstrebe 22 immer stärker komprimiert. Anfänglich bewirkt die Kompression der Hauptstrebe 22 im Wesent lichen keine Verkürzung der Zusatzstrebe 40 und der Drehbalken 30 wird um den Zusatzdrehpunkt 42 verschwenkt bis alle Räder 34 bis 38 auf dem Boden sind. Eine weitere Kompression der Hauptstrebe 22 drückt dann wie in 4 dargestellt den Hauptkolben 48 in den Zylinder 44, und der Hauptkolben 48 trennt sich von dem Gleitkolben 52 und wird vergleichsweise frei zusammengedrückt, so dass das Fahrwerk 20 in einer allgemein herkömmlichen Weise arbeitet.
  • Die Zusatzstrebe 40 in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung hat vorzugsweise die Fähigkeit, zwei unterschiedliche Blockierlängen einzunehmen, wobei die eine für die Landung optimiert ist und die andere für den Start optimiert ist. Auf diese Weise kann ein größeres Ausmaß von Drehbalkendrehung beim Landen ermöglicht werden, so dass Aufsetzlasten von der Zusatzstrebe absorbiert und gedämpft werden, bevor die Strebe blockiert, während beim Start die Strebe nach einer vergleichsweise kurzen Ausdehnung blockieren kann, um einen größeren Flugzeugdrehwinkel zu ermöglichen. Zu diesen Zwecken ist das Blockierventilteil 76 vorzugsweise beweglich zwischen einer zurückgezogenen Position wie in 2 und 3 dargestellt, um eine kurze Ausdehnung zu gewährleisten, bevor ein Blockieren auftritt, und einer ausgestreckten Position wie in 6 dargestellt, um eine längere Ausdehnung zu gewährleisten, bevor ein Blockieren auftritt.
  • Vorteilhafterweise wird das Ventilteil 76 hydraulisch betätigt, um sich von einer Position zu der anderen zu bewegen. Die Strebe 40 beinhaltet ein Fluidzufuhrteil 84 vom Kolbentyp, welches bezüglich des Zylinders 44 befestigt ist und sich in das Innere des rohrförmigen Abschnitts 62 des Hauptkolbens 48 erstreckt, und das Blockierventilteil 76 umgibt das Zufuhrteil 84 auf abdichtende Weise, um dazwischen eine ringförmige Blockiersteuerkammer 86 zu definieren. Das Zuführungsteil 84 beinhaltet eine Fluiddurchlass 88, welcher sich in die Blockiersteuerkammer 86 erstreckt, um unter Druck stehendes Fluid in diese zuzuführen. Somit wird von einer Seite durch Fluiddruck innerhalb der oberen Hydraulikkammer 64 der Strebe und auf der anderen Seite durch Fluiddruck innerhalb der Blockiersteuerkammer 86 auf das Blockierventilteil 76 eingewirkt. Folglich bewirkt eine Druckdifferenz einer Richtung zwischen der Kammer 64 und der Blockiersteuerkammer 86, dass das Ventilteil 76 in die Position von 2 und 3 zurückgezogen wird, und eine Druckdifferenz der entgegengesetzten Richtung bewirkt, dass das Ventilteil 76 in die Position von 6 ausgestreckt wird.
  • Das Fahrwerk und die Zusatzstrebe in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung beinhalten vorzugsweise ein Fluidzuführungssystem 90, welches dazu betreibbar ist, Fluid bei geeigneten Drücken in die verschiedenen Kammern der Strebe 40 zuzuführen, um eine Bewegung des Blockierventilteils 76 zu bewirken und auch um zum Verkippen des Drehbalkens beim Landeanflug und zum Ausdehnen der Strebe zum Positionieren des Räderfahrgestells in einer Verstauungsposition ein Zurückziehen des Gleitkolbens 52 zu bewirken. Das Zuführungssystem 90 beinhaltet eine Quelle 92 von Fluid mit einem vergleichsweise hohen Druck bei einem Druck PTilt und eine Quelle 94 von Fluid mit einem vergleichsweise hohen Druck bei einem Druck PStow, wobei die Quellen 92 und 94 in der Lage sind, unabhängig dazu angesteuert zu werden, eine Fluidzufuhr bereitzustellen oder zu unterbrechen. Das System 90 beinhaltet auch eine Fluidrückführung (nicht dargestellt), wie zum Beispiel ein Reservoir oder Ähnliches, zur Rückführung von aus der Strebe 40 evakuiertem Fluid, so dass das Fluid zur Wiederverwendung in die Fluidquellen zurückgeführt werden kann.
  • Die Fluidquellen 92, 94 sind durch entsprechende Rückschlagventile 96, 98 mit einem Druckminderungsventil 100 verbunden, welches dazu betreibbar ist, Fluid bei einem Druck zwischen dem Versorgungsdruck der Quellen 92, 94 und dem Fluidrückführungsdruck auszugeben. Der Ausgang des Druckminderungsventils 100 ist mit einem Fluiddurchlass 102 verbunden, welcher sich in die obere Hydraulikkammer 64 der Strebe erstreckt. Die PStow-Quelle 94 ist durch ein druckbetriebenes Rückschlagventil 104 mit einem Fluiddurchlass 106 verbunden, welcher sich in die Gleitkolbensteuerkammer 60 erstreckt. Das druckbetriebene Rückschlagventil ist auch mit der PTilt-Quelle 92 verbunden, so dass wenn die PTilt-Quelle 92 unter Druck gesetzt ist und für die PStow-Quelle 94 der Druck herabgesetzt ist, das druckbetriebene Rückschlagventil 104 sich öffnet und Fluid aus der Gleitkolbensteuerkammer 60 evakuiert wird, wodurch bewirkt wird, dass der Gleitkolben 52 wie in 2 dargestellt zurückgezogen wird. Das Ventil 104 dient auch dazu, den Gleitkolben 52 ausgestreckt zu halten, wenn das Fahrwerk in den Fahrwerksschacht zurückgezogen wird und der gesamte Fahrwerksbetätigungssystemdruck auf Rückführung gestellt wird. Gleichzeitig bewirkt Druck des Fluids in der oberen Hydraulikkammer 64, welches von dem Druckminderungsventil 100 zugeführt wird, dass der Hauptkolben 48 in Kontakt mit dem Gleitkolben 52 bleibt. Folglich bewirkt der Gleitkolben 52 ein Zurückziehen des Haupt kolbens 48, und die Strebe wird bis zu einer vorbestimmten Länge zusammengezogen. Wie zuvor angemerkt ist diese Länge vorzugsweise derart, dass das Räderfahrgestell 48 des Fahrwerks in Vorbereitung einer Landung in einer verkippten Position angeordnet wird, wie es in 1 dargestellt ist. Diese Länge der Strebe wird hierin als die „Landungshalte"-Position bezeichnet.
  • Um die Position des Blockierventils 74 zu steuern, beinhaltet das Fluidzuführungssystem 90 bei einem Ausführungsbeispiel ein elektrisch betriebenes Solenoidventil 108, dessen Ausgang mit dem Fluiddurchlass 88 in dem Zuführungsteil 84 verbunden ist. Das Solenoidventil beinhaltet ein Paar von Eingängen, welche mit der PTilt-Quelle 92 und der Fluidrückführung gekoppelt sind. Das Solenoidventil 108 wird vorzugsweise beim Start eingeschaltet, so dass der PTilt-Druck durch den Fluiddurchlass 88 zu dem Blockierventil 74 geführt wird, wodurch das Ventilteil 76 zurückgezogen wird, so dass die Strebe 40 nach einem vergleichsweise kurzen Ausdehnungshub blockiert. Zum Landen wird das Solenoidventil 108 ausgeschaltet, so dass der Rückführungsdruck mit dem Blockierventil 74 gekoppelt wird und das Ventilteil 76 ausgestreckt wird, so dass die Strebe nach einem vergleichsweise längeren Ausdehnungshub blockiert. Ein Blockiersignal wird durch einen geeigneten Sensor, welcher dazu betreibbar ist, zu erfassen, wann sich das Flugzeug auf dem Boden befindet, an das Solenoidventil 108 bereitgestellt. 2 veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel, bei welchem der Sensor ein Näherungssensor 110 ist, welcher in dem Zylinder 44 befestigt ist und dazu positioniert ist, zu erfassen, wann der Hauptkolben 48 in die Strebe hinter die in 2 dargestellte Landungshalte-Position gedrückt wird. Der Sensor 110 stellt ein Signal an das Solenoidventil 108 bereit, um ein Umschalten in den in 6 dargestellten Startmodus zu bewirken. Um sicherzustellen, dass das Umschalten in den Startmodus nicht während eines Aufsetzübergangs auftritt (und um zu gewährleisten, dass ein Umschalten in den Landemodus nicht während des Starts auftritt), wird das Signal vom dem Näherungssensor 110 vorzugsweise durch eine Zeitverzögerungseinheit 112 geführt, welche vorzugsweise dazu betreibbar ist, eine Zeitverzögerung von 5 bis 10 Sekunden bereitzustellen, bevor das Signal dem Solenoidventil 108 zugeführt wird.
  • Die Strebe 40 beinhaltet auch zwischen den Kammern 64 und 66 ein Rückführungsventil 114 in dem Gleitkolben 52, welches es dem Gleitkolben 52 ermöglicht, nach der Landung in eine erhöhte Position zurückzukehren. Ein Druckentlastungsventil 116 ist ebenfalls zur Entlastung von Druckspitzen vorgesehen, welche während der Landung und beim Rollen auftreten können, wenn das Fahrwerk auf Löcher, Erhebungen oder Ähnlichem auf der Rollbahn trifft.
  • Wenn nach dem Start das Fahrwerk 20 in dem Flugzeug verstaut werden soll, ist es häufig erforderlich, das Räderfahrgestel 28 in einer annähernd horizontalen Position zu positionieren, um ein Verstauen des Fahrwerks zu erleichtern. Die Zusatzstrebe 40 biete vorzugsweise die Fähigkeit, sich aktiv auszudehnen, um eine solche Positionierung des Räderfahrgestells zu bewirken. Zu diesem Zweck wird für die PTilt-Quelle 92 der Druck herabgesetzt und die PStow-Quelle 94 wird unter Druck gesetzt. Somit wird der PStow-Druck in die Gleitkolbensteuerkammer 60 geführt, was bewirkt, dass der Gleitkolben sich bis zu dem Endanschlag 72 ausstreckt und der von dem Druckminderungsventil 100 der oberen Hydraulikkammer 64 zugeführte Druck bewirkt, dass der Hauptkolben 48 in Kontakt mit dem Gleitkolben 48 bleibt, so dass der Hauptkolben 48 bis zu seiner maximalen Ausdehnung ausgestreckt wird (hierin als die „Verstauungsposition" der Strebe bezeichnet). Dies bewirkt, dass die Strebe 40 das Räderfahrgestel 28 in einer zur Verstauung geeigneten Position positioniert, wie es in 5 dargestellt ist.
  • 7 veranschaulicht ein alternatives bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer Strebe und eines Steuersystems in Übereinstimmung mit der Erfindung. Die Strebe 40' von 7 ist in meister Hinsicht ähnlich zu der Strebe von 2, 3 und 6, und somit konzentriert sich die vorliegende Beschreibung der Strebe 40' auf diejenigen Aspekte, welche sich von der Strebe 40 unterscheiden. Die Strebe 40 beinhaltet ein Blockierventilteil 76', welches an seinem äußeren Umfang eine obere Dämpfungsdichtung 78' aufweist. Anders als die Dichtung 78 des Blockierventilteils 76 der zuvor beschriebenen Strebe 40, hält die Dämpfungsdichtung 78' nicht durchgängig einen abdichtenden Kontakt mit der inneren Oberfläche des rohrförmigen Abschnitts 62' des Hauptkolbens 48' aufrecht. Vielmehr kontaktiert die Dämpfungsdichtung 78' abdichtend die innere Oberfläche des rohrförmigen Abschnitts 62' nur, wenn der Hauptkolben 48' nahe seiner Blockierposition bezüglich des Blockierventilteils 76' ist, wie es nachfolgend genauer beschrieben wird. Zusätzlich beinhaltet der Gleitkolben 52' auf seinem inneren Umfang eine Dämpfungsdichtung 53, welche in ähnlicher Weise einen abdichtenden Kontakt mit der äußeren Oberfläche des rohrförmigen Ab schnitts 62' nur herstellt, wenn der Hauptkolben 48' nahe seiner Blockierposition bezüglich des Blockierventilteils 76' ist.
  • Der rohrförmige Abschnitt 62' des Hauptkolbens 48' beinhaltet an seinem oberen Ende einen allgemein ringförmigen Flanschabschnitt 63. Der Flanschabschnitt 63 hat eine innere zylindrische Oberfläche mit einem Durchmesser, welcher kleiner als derjenige des übrigen rohrförmigen Abschnitts 62' ist und damit über eine innere konische Oberfläche 65 verbunden ist, welche sich nach unten und nach außen erstreckt. In ähnlicher Weise hat der Flanschabschnitt 63 eine äußere zylindrische Oberfläche mit einem Durchmesser, welcher größer als derjenige des übrigen rohrförmigen Abschnitts 62' ist und mit einer äußeren konischen Oberfläche 67 verbunden ist, welche sich nach unten und nach innen erstreckt. Die inneren und äußeren zylindrischen Oberflächen des ringförmigen Flanschabschnitts 63 sind dazu bemessen, einen abdichtenden Kontakt mit den Dämpfungsdichtungen 53 und 78' herzustellen. Das Blockierventilteil 76' und der Gleitkolben 52' sind derart ausgestaltet, dass, wenn wie in 7 dargestellt beide vollständig zurückgezogen sind, die Dämpfungsdichtungen 53 und 78' wie dargestellt gleichzeitig im Eingriff mit der äußeren und inneren zylindrischen Oberfläche des ringförmigen Flanschabschnitts 63 stehen können. In dieser Position der Strebe wird ein Fluidfluss zwischen den zwei Kammern 64 und 66 verhindert, und somit wird die Strebe, wenn sie unter Zugspannung steht, bei einer festgelegten Länge blockiert.
  • Der rohrförmige Abschnitt 62' des Hauptkolbens 48' beinhaltet wenigstens eine, und vorzugsweise mehrere, Schlitzöffnungen 69, welche sich durch den rohrförmigen Abschnitt 62' erstrecken und mit ihren längsgerichteten Abmessungen sich längsgerichtet entlang des röhrenförmigen Abschnitts 62' ausgerichtet sind. Die Schlitzöffnungen 69 haben vorzugsweise ihre oberen Enden beabstandet unter dem unteren Ende des Flanschabschnitts 63, aber über der äußeren konischen Oberfläche 67 und haben ihre unteren Enden unter der inneren konischen Oberfläche 65. Somit sind, wenn der Hauptkolben 48' gewaltsam aus einer anfänglich komprimierten Position, in welcher der Flanschabschnitt 63 vollständig über den Dämpfungsdichtungen 53 und 78' angeordnet ist, wie zum Beispiel, wenn das Flugzeug wie in 8 dargestellt stationär am Boden ist, die Dämpfungsdichtungen 53 und 78' anfänglich nicht im Kontakt mit dem rohrförmigen Abschnitt 62' des Hauptkolbens, und daher streckt sich der Hauptkolben 48' mit vergleichsweise geringem Wider stand frei aus. Wenn sich der Hauptkolben weiter ausstreckt, kommt die Dämpfungsdichtung 78' zunächst in Eingriff mit der inneren zylindrischen Oberfläche des ringförmigen Flanschabschnitts 63 (und wird durch die konische Oberfläche 65 in einen Kontakt damit geführt), so dass die Dämpfungsdichtung 78' beginnt, einen unteren Abschnitt der Schlitzöffnungen 69 zu bedecken. Wenn sich der Hauptkolben 48' weiter ausstreckt, bedeckt die Dämpfungsdichtung 78' fortschreitend immer mehr von den Schlitzöffnungen 69. Als nächstes stellt die Dämpfungsdichtung 53 einen abdichtenden Kontakt mit dem unteren Ende der zylindrischen äußeren Oberfläche des Flanschabschnitts 63 her, welcher sich genau unter den oberen Enden der Schlitzöffnungen 69 befindet. Zu diesem Zeitpunkt ist ein Fluidfluss durch die Schlitzöffnungen 69 erheblich gedrosselt, so dass ein weiteres Ausstrecken des Hauptkolbens 48' deutlich gedämpft ist. Wenn sich der Hauptkolben bis zu seiner vollen Ausdehnung relativ zu dem Gleitkolben 52' ausstreckt, so dass der Flansch 70 an die Endwand 54' des Gleitkolbens anstößt, werden die Schlitzöffnungen 69 durch die Dämpfungsdichtungen 53 und 78' vollständig geschlossen und die Strebe 40' wird wie in 7 dargestellt bei einer festgelegten Länge blockiert.
  • Die Dämpfungsdichtungen 53 und 78' sind vorteilhafterweise durch einen oder mehrere Ringe aus vergleichsweise steifem Material gebildet, welches ausreichend robust ist, so dass die Ringe ein wiederholtes Gleiten über die konischen Oberfläche 65 und 67 und über die Schlitzöffnungen 69 aushalten können, ohne zerschnitten oder anderweitig beschädigt, deformiert oder aus ihren gewünschten Positionen entfernt zu werden. Zum Beispiel kann jede der Dämpfungsdichtungen durch einen massiven Ring aus einem Kunststoffmaterial gebildet sein.
  • Das Blockierventilteil 76' beinhaltet einen länglichen rohrförmigen Abschnitt 77, welcher sich von der Dämpfungsdichtung 78' nach oben erstreckt. Das Blockierventilteil 76' wird durch Ausüben von Fluiddruck in der zuvor im Zusammenhang mit der Strebe 40 beschriebenen Weise betätigt, um sich auszustrecken und zurückzuziehen. Das obere Ende des rohrförmigen Abschnitts 77 ist dazu ausgestaltet, mit einem Näherungsschalter 109 in Eingriff zu kommen, wenn das Blockierventilteil 76' sich wie in 7 dargestellt in der zurückgezogenen Position befindet, und das Signal von dem Näherungsschalter 109 wird an eine Überwachungselektronik 111 bereitgestellt, welche dazu betreibbar ist, zu überwa chen, ob die Strebe 40' sich in einem Startmodus (mit zurückgezogenem Blockierventilteil 76') oder einem Landemodus (mit ausgestrecktem Blockierventilteil 76') befindet.
  • Der Schalter 109 kann auch während einer Startdrehung verwendet werden, um die ordnungsgemäße Funktion der Zusatzstrebe 40' zu überwachen. Spezieller kann, wenn das Blockierventilteil 76' sich um einen vorbestimmten Betrag aus seiner Position bewegt, wenn die Zusatzstrebe unter einer starken Zuglast steht, was eine interne Beschädigung der Strebe, wie z. B. ein Dichtungsleck, anzeigen kann, eine in der Überwachungselektronik enthaltene Logik erkennen, dass die Strebe eine Wartung benötigt.
  • Die Strebe 40' wird durch ein von einem Bodeneingrifferfassungssystem 113 des Flugzeugs empfangenen Signal, welches dazu betreibbar ist, zu erfassen, wann ein Teil der Gewichtskraft des Flugzeugs von dem Fahrwerk getragen wird, von einem Modus in den anderen umgeschaltet. Das Signal von dem Bodeneingrifferfassungssystem 113 wird durch eine Zeitverzögerungseinheit 112 in ein Solenoidventil 108 gespeist, welches wie zuvor im Zusammenhang mit der Strebe 40 beschrieben arbeitet. Somit stammt das Signal, welches eine Modusänderung initiiert, von außerhalb der Strebe 40' und nicht von innerhalb der Strebe.
  • 9 zeigt die Strebe 40' in einem Landemodus, bereit für ein anfängliches Aufsetzen auf dem Boden. Das Blockiersteuerventil 76' ist vollständig ausgestreckt und der Gleitkolben 52' und Hauptkolben 48' sind vollständig zurückgezogen, um das Räderfahrgestell wie zuvor beschrieben in eine gekippte gezogene Position zu versetzen. Folglich werden, wenn das Flugzeug aufsetzt, der Hauptkolben 48' und Gleitkolben 52' gewaltsam ausgedehnt, wenn das Räderfahrgestell durch die nach oben gerichtete Kraft, welche auf die hinteren Räder des Fahrgestells ausgeübt wird, in Richtung der Horizontalen gedreht wird. Die Strebe 40' beinhaltet eine Vielzahl von vergleichsweise große Fluiddurchlässen 55 durch die Endwand 54' des Gleitkolbens 52', so dass der Gleitkolben 52' und Hauptkolben 48' sich mit einer gewissen Dämpfung ausstrecken, wenn Fluid durch die Schlitzöffnungen 69 strömt. Die ausgestreckte Position des Blockierventilteils 76' ist derart, dass der Hauptkolben 48' und der Gleitkolben 52' bis zu annähernd ihrer Endausdehnung ausgestreckt werden können, bevor irgendeine signifikante Dämpfung ihrer Bewegung beginnt. Über den letzten Abschnitt des Ausstreckens des Haupt- und Gleitkolbens beginnen die Schlitzöff nungen 60 jedoch durch die Dämpfungsdichtung 78' verschlossen zu werden, so dass die Kolben weniger abrupt zum Stillstand gebracht werden als es anderfalls der Fall wäre, wenn keine Dämpfung vorgenommen würde.
  • Während das Flugzeug bei einer Landerollbewegung an Geschwindigkeit verliert, wird die Hauptstrebe des Fahrwerks immer stärker komprimiert, und folglich beginnt die Strebe 40' komprimiert zu werden. Der Hauptkolben 48' trennt sich von dem Gleitkolben 52' und wird nach oben in die Strebe gedrückt. Es sollte bemerkt werden, dass die Durchlässe 55 in dem Gleitkolben einen Fluidfluss von der oberen Kammer 64 in die unter Kammer 66 ermöglichen, wenn der Hauptkolben 48' komprimiert wird, und somit das Rückführungsventil 114 der zuvor beschriebenen Strebe 40 eliminiert wird.
  • 10 zeigt die Strebe 40' in einer Verstauungsposition, wobei das Blockierventilteil 76', der Gleitkolben 52' und der Hauptkolben 48' vollständig ausgestreckt sind. Die Schlitzöffnungen 69 sind in dieser Position nicht vollständig verschlossen, um zu vermeiden, dass sich ein Vakuum in der unteren Kammer ausbildet, da ein Vakuum ein nachfolgendes Zurückziehen des Gleitkolbens und Hauptkolbens beeinträchtigen könnte.
  • 11 veranschaulicht noch ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Strebe 40'', welche sich von der Strebe 40' nur darin unterscheidet, dass die Strebe 40'' eine Einbetriebsweisen-Strebe ist, welcher die Fähigkeit fehlt, von einem Landemodus in einen Startmodus umgeschaltet zu werden. Somit sind das Modusauswahl-Solenoidventil 108, die Zeitverzögerungseinheit 112 und das Bodenerfassungssystem 113 eliminiert, und das Blockierventil 76' ist durchgängig mit der Quelle von PTilt-Druck verbunden. Das Blockierventil 76' wird dennoch ausgestreckt, wenn für PTilt der Druck herabgesetzt wird und PStow unter Druck gesetzt wird, um das Räderfahrgestell in eine Verstauungsposition zu bringen (wie in 10 dargestellt).
  • Viele Modifikationen und weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung werden jemandem mit Kenntnissen der Technik, auf welche sich die Erfindung bezieht, der über den Vorteil der in den vorangegangenen Beschreibungen und den zugehörigen Zeichnungen dargestellten Lehren verfügt, in den Sinn kommen. Während zum Beispiel die Streben 40, 40', 40'' Blockierventilteile aufweisen, welche durch Fluiddruck betätigt sind, um sich zwischen ausgestreckten und zurückgezogenen Positionen zu bewegen, können alternativ andere Betätigungsvorrichtungen verwendet werden, um das Blockierventilteil zu bewegen, wie zum Beispiel eine Anordnung mit einem Motor und einer Kugelumlaufsspindel. Es versteht sich auch, dass, obwohl bestimmte Kolbengeometrien einschließlich eines Hauptkolbens und eines Gleitkolbens beschrieben wurden und der Fluidweg zwischen den zwei Fluidkammern der Strebe als in einem rohrförmigen Abschnitt des Hauptkolbens definiert dargestellt wurde, die Erfindung nicht auf eine solche Konfiguration beschränkt ist. Das bedeutsame Merkmal der Strebe ist die Bereitstellung einer Blockierventilstruktur, welche in der Lage ist, mit einer Kolbenbaugruppe zusammenzuwirken, um einen Fluidweg zwischen zwei Kammern der Strebe bei einer Zwischenlänge der Strebe, welche geringer ist als die Maximallänge der Strebe, zu verschließen. Verschiedenartige Ventil- und Kolbenstrukturen können verwendet werden, um diese Funktion zu bewerkstelligen. Darüber hinaus kann, obwohl die beschriebenen und dargestellten Ausführungsbeispiele der Erfindung ein Fahrwerk und eine Zusatzstrebe betreffen, bei welchen die Zusatzstrebe zwischen der Hauptstrebe und einem vorderen Teil des Drehbalkens angebracht ist, eine äquivalente Anordnung für zumindest einige Zwecke die Zusatzstrebe an einem Hinterteil des Drehbalkens angebracht haben, was dazu führen würde, dass der Drehbalken in eine abgekippte Stellung verkippt würde, in welcher die vorderen Rädern unten sind, wenn die Zusatzstrebe blockiert. Diese Anordnung könnte vorteilhaft sein, wenn zum Beispiel andere Teile des Flugzeugs beim Positionieren der Zusatzstrebe vor der Hauptstrebe stören würden. Daher versteht es sich, dass die Erfindung nicht auf die speziellen offenbarten Ausführungsbeispiele beschränkt ist und dass beabsichtigt ist, dass Modifikationen und weitere Ausführungsbeispiele innerhalb des Umfangs der angefügten Ansprüche enthalten sind. Obwohl hierin spezifische Ausdrücke verwendet werden, werden sie nur in einem allgemeinen und beschreibenden Sinn und nicht zum Zwecke einer Einschränkung verwendet.

Claims (16)

  1. Strebe (40; 40'; 40'') mit Leerlauf- und Blockierfähigkeiten, umfassend: einen Zylinder (44) mit einem geschlossenen Ende und einem offenen Ende; einer Kolbenbaugruppe (46), welche verschiebbar durch das offene Ende des Zylinders (44) aufgenommen ist und den Zylinder (44) in ein Paar von Fluidkammern (64, 66) teilt; und eine Blockiervorrichtung, welche dazu betreibbar ist, ein Ausstrecken der Kolbenbaugruppe (46) während eines Abschnitts ihres Hubs zu ermöglichen, bis die Strebe (40; 40'; 40'') eine vorbestimmte Blockierlänge erreicht, welche geringer als ihre Maximallänge ist, wobei die Blockiervorrichtung im Wesentlichen ein weiteres Ausstrecken der Kolbenbaugruppe (46) verhindert, sobald die Strebe (40; 40'; 40'') die vorbestimmte Blockierlänge erreicht, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Kolbenbaugruppe (46) hindurch ein Fluidweg zwischen den zwei Fluidkammern (64, 66) definiert ist, so dass ein Ausstrecken und ein Zurückziehen der Kolbenbaugruppe (46) bewirkt, dass Fluid durch den Fluidweg zwischen den Kammern (64, 66) fließt; und dass die Blockiervorrichtung ein Blockierventil (74) umfasst, welches innerhalb der Strebe (40; 40'; 40'') angeordnet ist und dazu betreibbar ist, den Fluidweg während des Abschnitts eines Hubs der Kolbenbaugruppe (46) offen zu halten, um ein Ausstrecken der Kolbenbaugruppe (46) zu ermöglichen, bis die Strebe (40; 40'; 40'') die vorbestimmte Blockierlänge erreicht, wobei das Blockierventil (74) dazu betreibbar ist, den Fluidweg an dem Ende des Abschnitts des Hubs zu schließen, um im Wesentlichen ein weiteres Ausstrecken der Kolbenbaugruppe (46) zu verhindern und die Strebe (40; 40'; 40'') im Wesentlichen bei der vorbestimmten Blockierlänge zu blockieren.
  2. Strebe (40; 40'; 40'') nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Blockierventil (74) auswählbar entweder in eine ausgestreckte Position oder eine zurückgezogene Position beweglich ist, um dadurch die Länge der Strebe (40; 40'; 40''), bei welcher das Blockierventil (74) den Fluidweg zwischen den Fluidkammern (64, 66) schließt, um die Strebe (40; 40'; 40'') zu blockieren, zu vergrößern bzw. zu verkleinern.
  3. Strebe (40; 40'; 40'') nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Blockierventil (74) derart aufgebaut ist, dass ein Ausüben eines differenziellen Fluiddrucks einer Richtung oder einer entgegengesetzten Richtung über das Blockierventil (74) bewirkt, dass das Blockierventil (74) entsprechend entweder in der ausgestreckten Position oder der zurückgezogenen Position positioniert wird.
  4. Strebe (40; 40'; 40'') nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolbenbaugruppe (46) umfasst: einen Gleitkolben (52; 52'), welcher innerhalb des Zylinders (44) enthalten ist und darin entlang einer Achse des Zylinders (44) verschiebbar ist, wobei der Gleitkolben (52; 52') eine Endwand (54; 54') aufweist, welche den Zylinder (44) in das Paar von Fluidkammern (64, 66) teilt, wobei die Endwand (54; 54') des Gleitzylinders (52; 52') eine sich axial dadurch erstreckende Öffnung aufweist; und einen Hauptkolben (48; 48'), welcher einen rohrförmigen Abschnitt (62; 62') aufweist, welcher verschiebbar durch das offene Ende des Zylinders (44) und durch die Öffnung in der Endwand (54; 54') des Gleitkolbens (52; 52') aufgenommen ist, so dass der Gleitkolben (52; 52') und Hauptkolben (48; 48') relativ zueinander verschiebbar sind, wobei der Gleitkolben (52; 52') und Hauptkolben (48; 48') zusammenwirkend den Fluidweg zwischen den zwei Fluidkammern (64, 66) definieren, und wobei das Blockierventil (74) sich abdichtend mit dem Hauptkolben (48; 48') und dem Gleitkolben (52; 52') im Eingriff befindet, um den Fluidweg zu schließen, wenn die Strebe (40; 40'; 40'') die vorbestimmte Blockierlänge erreicht.
  5. Strebe (40; 40'; 40'') nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass durch den röhrenförmigen Abschnitt (62; 62') des Hauptkolbens (48; 48') hindurch Dämpfungslöcher (68; 69) definiert sind, welche den Fluidweg zwischen den zwei Fluidkammern (64, 66) bereitstellen.
  6. Strebe (40) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungslöcher eine Reihe von Dämpfungslöchern (68) umfassen, welche längsgerichtet entlang des rohrförmigen Abschnitts (62) des Hauptkolbens (48) beabstandet sind, um fortschreitend von dem Blockierventil (74) geschlossen zu werden, wenn sich die Strebe (40) an die vorbestimmte Länge annähert, so dass eine Dämpfung der Bewegung des Hauptkolbens (48) fortschreitend ansteigt, wenn die Dämpfungslöcher (68) fortschreitend geschlossen werden, und die Strebe (40) bei der vorbestimmten Länge blockiert wird, wenn alle der Dämpfungslöcher (68) von dem Blockierventil (74) geschlossen worden sind.
  7. Strebe (40'; 40'') nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungslöcher längliche Öffnungen (69) umfassen, welche durch den rohrförmigen Abschnitt (62') des Hauptkolbens (48') hindurch ausgebildet sind und sich längsgerichtet daran entlang erstrecken, so dass sie fortschreitend von dem Blockierventil (74) geschlossen werden, wenn die Strebe (40'; 40'') sich der vorbestimmten Blockierlänge annähert, so dass eine Dämpfung der Bewegung des Hauptkolbens (48') fortschreitend zunimmt, wenn die länglichen Öffnungen (69) fortschreitend geschlossen werden, und die Strebe (40'; 40'') bei der vorbestimmten Blockierlänge blockiert wird, wenn die länglichen Öffnungen (69) vollständig von dem Blockierventil (74) geschlossen worden sind.
  8. Die Strebe (40; 40'; 40'') nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitkolben (52; 52') und Hauptkolben (48; 48') zusammenwirkende Eingriffabschnitte (54, 70; 54', 70') beinhalten, welche bei einem Zurückziehen des Gleitkolbens (52; 52') in dem Zylinder (44) zusammenwirken, so dass ein Zurückziehen des Gleitzylinders (52; 52') innerhalb des Zylinders (44) ein Zurückziehen des Hauptkolbens (48; 48') bewirkt, um die Länge der Strebe (40; 40'; 40'') bezüglich der vorbestimmten Blockierlänge zu reduzieren.
  9. Strebe (40; 40', 40'') nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitkolben (52; 52') einen allgemein zylindrischen Abschnitt (58) beinhaltet, welcher mit der Endwand (54; 54') des Gleitkolbens (52; 52') verbunden ist und innerhalb des Zylinders (44) derart angeordnet ist, dass eine ringförmige Gleitkolbensteuerkammer (60) zwischen dem zylindrischen Abschnitt (58) des Gleitkolbens (52; 52') und einer Innenwand (56) des Zylinders (44) definiert ist, wobei die Strebe (40; 40'; 40'') einen Fluiddurchlass (106) beinhaltet, welcher sich in die Gleitkolbensteuerkammer (60) erstreckt und dazu ausgestaltet ist, mit einer Fluidquelle (92, 94) verbunden zu werden, welche dazu betreibbar ist, selektiv den Druck eines Fluids, welches durch den Fluiddurchlass (106) in die Gleitkolbensteuerkammer (60) zugeführt wird, zu variieren, um eine Bewegung des Gleitkolbens (52; 52') zu steuern.
  10. Strebe (40; 40'; 40'') nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch einen Fluiddurchlass (102), welcher sich in eine (64) der Fluidkammern (64, 66) der Strebe (40; 40'; 40'') erstreckt und dazu ausgestaltet ist, mit einer Fluidquelle (92, 94) verbunden zu werden.
  11. Strebe (40; 40'; 40'') nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch ein Fluidzuführungssystem (90), welches mit den Fluiddurchlässen (106, 104) verbunden ist, welche sich in die Gleitkolbensteuerkammer (60) und die eine (64) der Fluidkammern (64, 66) der Strebe (40; 40'; 40'') erstrecken, wobei das Fluidzuführungssystem (90) dazu betreibbar ist, einen differenziellen Fluiddruck einer Richtung zwischen der Gleitkolbensteuerkammer (60) und der einen (64) der Fluidkammern (64, 66) auszuüben, um den Gleitkolben (52; 52') zurückzuziehen, was wiederum den Hauptkolben (48; 48') zurückzieht, und dazu betreibbar ist, einen differenziellen Fluiddruck einer entgegengesetzten Richtung zwischen der Gleitkolbensteuerkammer (60) und der einen (64) der Fluidkammern (64, 66) auszuüben, um den Gleitkolben (52; 52') und den Hauptkolben (48; 48') auszustrecken.
  12. Strebe (40; 40'; 40'') nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Blockierventil (74) ein Ventilteil (76; 76') beinhaltet, welches innerhalb des rohrförmigen Abschnitts (62; 62') des Hauptkolbens (48; 48') angeordnet ist, wobei das Ventilteil (76; 76') bezüglich des Hauptkolbens (48; 48') verschiebbar ist, um den Fluidweg durch die Kolbenbaugruppe (46) zu öffnen und zu schließen.
  13. Strebe (40; 40'; 40'') nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Blockierventil (74) eine Blockiersteuerkammer (86) beinhaltet, welche durch einen Steuerfluidzuführungsdurchlass (88) mit einem Steuerfluid versorgt wird, wobei ein Fluiddruck innerhalb der Blockiersteuerkammer (86) auf das Ventilteil (76; 76') wirkt, um das Ventilteil (76; 76') in eine vorbestimmte Position bezüglich des Zylinders (44) zu drängen, so dass das Ventilteil (76; 76') den Fluidweg durch die Kolbenbaugruppe (46) schließt, wenn die Strebe (40; 40'; 40'') die vorbestimmte Blockierlänge erreicht.
  14. Strebe (40; 40'; 40'') nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilteil (76; 76') des Blockierventils (74) selektiv entweder in eine ausgestreckte Position oder eine zurückgezogene Position beweglich ist, um selektiv die Länge der Strebe (40; 40'; 40''), bei welcher das Ventilteil (76; 76') den Fluidweg durch die Kolbenbaugruppe (46) schließt, selektiv zu vergrößern bzw. zu verkleinern.
  15. Strebe (40; 40'; 40'') nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilteil (76; 76') des Blockierventils (74) derart angeordnet ist, dass auf einer Seite ein Fluiddruck, welcher in der Blockiersteuerkammer (86) besteht, und auf einer entgegengesetzten Seite ein Fluiddruck darauf wirkt, welcher in einer ersten (64) der Fluidkammern (64, 66) besteht, und darüber hinaus umfassend ein Fluidzuführungssytem (90), welches mit der Blockiersteuerkammer (86) und der ersten Fluidkammer (64) verbunden ist, wobei das Fluidzuführungssystem (90) dazu betreibbar ist, selektiv einen differenziellen Fluiddruck einer Richtung oder einer entgegengesetzten Richtung zwischen der Blockiersteuerkammer (86) und der Fluidkammer (64) der Strebe (40; 40'; 40'') auszuüben, um das Ventilteil (76; 76') entsprechend in entweder der ausgestreckten oder der zurückgezogenen Position zu positionieren.
  16. Strebe (40; 40'; 40'') nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch einen nichthydraulischen Aktuator, welcher mit dem Ventilteil (76; 76') des Blockierventils (74) verbunden ist und dazu betreibbar ist, das Ventilteil (76; 76') zwischen einer ausgestreckten Position und einer zurückgezogenen Position zu bewegen, um die Länge zu variieren, bei welcher die Strebe (40; 40'; 40'') blockiert.
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