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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Bahnkorrektur
für durch
Kreiselwirkung gesteuerte Geschosse.
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Es
wird derzeit versucht, die Präzision
und das Preis/Leistungsverhältnis
der Munitionen zu verbessern. Die Systeme, die es ermöglichen,
die Bahnen von Munitionen zu korrigieren, bieten den Vorteil, die
Richtschüsse
zu vermeiden, wodurch man von einem Überraschungseffekt profitiert,
der das Zielobjekt daran hindert, die angepeilte Zone zu verlassen und
die Wahrscheinlichkeit verringert, von den Radargeräten der
Abwehrbatterien lokalisiert zu werden.
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Im
Allgemeinen wirken die bekannten Systeme zur Bahnkorrektur von Geschossen
während
der Endphase der Bahn. Dieses Systeme gehören zu zwei Typen: Systeme
mit ausklappbarer Schürze
und Systeme mit "Entenleitwerk". Der erste Typ enthält eine
Schürze,
die aus ausklappbaren "Blütenblättern" besteht, die es
ermöglichen,
die Bahn des Geschosses durch Erhöhung seines Luftwiderstands
zu steuern. Im geeigneten Moment löst man die Drehung einer Nockenwelle
aus, die die Blätter
ausklappt. Der Hauptnachteil eines solchen Systems ist es, dass
die Korrektur nur bei Reichweitenfehlern greift. Die durch den Wind
oder durch Ausrichtungsfehler verursachten seitlichen Abweichungen
werden nicht korrigiert.
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Das
Entenleitwerk-System ermöglicht
es, die Längsabweichungen
und Seitenabweichungen zu korrigieren, indem mit Hilfe von auf dem
Annäherungszünder angeordneten
und ausgerichteten Entenflügeln,
die beim Rollen des Geschosses entkoppelt werden, in einer festen
Ebene eine Kraft erzeugt wird. Die relative Bewegung des Entenleitwerks
bezüglich
des Zünders
ermöglicht
es, einen elektrischen Wechselstromgenerator zu bilden. Dieser Zünder kann bezüglich des
Geschosses ausgetauscht werden. Einer der Nachteile dieses bekannten
Typs ist es, dass das so mit einem Entenleitwerk ausgestattete Geschoss
(in diesem Fall eine Granate) mit dem Ladesystem der existierenden
Feuergeschütze inkompatibel
wird. Der Hauptnachteil der Steuerung durch Entenleitwerk ist es,
dass sie nicht erlaubt, große
Lastfaktoren zu erhalten, da sie das Geschoss ablenkt. Außerdem verringert
das Entenleitwerk deutlich die Gleitzahl eines Geschosses, was für die Reichweite
eines direkten Schusses sehr nachteilig ist.
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Andererseits
sind Systeme mit Mikro-Steuerflächen
für Granaten
bekannt. Ein erstes System besteht aus zwei Stangen aus piezoelektrischem
Material, die um einen Granaten-Annäherungszünder herum angelenkt sind und
je auf die Spannung einer kleinen Leinwand wirken, die einen Flügel bildet.
Der Zünder
ist bezüglich
der Granate austauschbar und wird von ihr bei der Rolldrehung entkoppelt.
Dieses System ist mit dem System zum Laden von Granaten in das Geschütz kompatibel,
und betrifft insbesondere statisch instabile Granaten. Ein zweites
bekanntes System weist steife Mikro-Steuerflächen auf, die auf dem Annäherungszünder einer
Granate angeordnet sind, und hat die gleichen Vorteile wie das erste
System. Diese beiden bekannten Systeme sind aber nicht zur Steuerung
von rotationsstabilisierten Mörsergeschossen
geeignet, da diese sich im Unterschallflug und Überschallflug gemäß einer
gekrümmten
Bahn fortbewegen. Andererseits ist die Wirksamkeit dieser Systeme
von Mikro-Steuerflächen zu
gering, um einen ausreichenden Lastfaktor für die Bahnkorrekturen zu erhalten,
da der geringe Lastfaktor die Notwendigkeit nach sich zieht, das
Zielobjekt in einer Entfernung zu erfassen, die größer ist
als die Erfassungskapazitäten
des Lasersystems des Annäherungszünders.
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Für die Präzision der
Geschosse mit gestreckter Flugbahn im Überschallflug, zum Beispiel Granaten
von 155 mm, deren Streuung der Auftreffpunkte größer ist als diejenige der Mörsergeschosse, muss
die Bahnkorrektur größer sein.
Das Lasererfassungssystem dieser Geschosse hat eine Reichweite, die
bei starkem Regen 2 km nicht überschreitet,
was dazu zwingt, diesen Geschossen einen Auftrieb und eine Gleitzahl
zu verleihen, die größer sind
als diejenigen der Mörsergeschosse.
Daraus folgt, dass die existierenden Systeme es nicht erlauben,
die Bahn solcher Geschosse ausreichend zu korrigieren.
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Aus
der Druckschrift US-A-5 439 188 ist ein Lenkflugkörper mit
Selbstdrehung um seine Längsachse
mit geringer Drehgeschwindigkeit (10 bis 15 Umdrehungen/Sekunde)
bekannt, was zu keinerlei Stabilisierung durch Kreiselwirkung führt.
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Gemäß dieser
Druckschrift werden außerdem
der Einschlag der Entenleitwerkebene und ihre Position beim Rollen
vereint, um die Korrekturkraft richtungsmäßig auszurichten, was nicht
anwendbar ist, wenn die Rollkraft mäßig bleibt, da dies ein Ausschlagen
der Entenleitwerkebene bei der Rollfrequenz impliziert (die gering
ist, wie oben erläutert).
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Die
vorliegende Erfindung hat eine Vorrichtung zur Korrektur der Bahn
von gesteuerten und um ihre Längsachse
drehenden Geschossen zum Gegenstand, unabhängig davon, ob diese Geschosse für einen
direkten Schuss oder für
einen Bogenschuss vorgesehen sind, wobei die Vorrichtung es ermöglicht,
die Korrektur der Präzisions-
und Treffgenauigkeitsabweichungen deutlich zu verbessern, leicht
an vorhandene Geschosse anpassbar ist, und dies, ohne die Herstellungskosten
dieser Geschosse beträchtlich
zu erhöhen.
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Die
erfindungsgemäße Vorrichtung
zur Bahnkorrektur eines durch Kreiselwirkung mittels Drehung bei
großer
Geschwindigkeit (zum Beispiel von mindestens etwa 200 Umdrehungen
pro Sekunde) um seine Längsachse
flugstabilisierten, gesteuerten Geschosses weist ein im hinteren
Bereich des Geschosses angeordnetes Leitwerk und eine Entenleitwerk-Steuervorrichtung
auf, die auf dem Annäherungszünder dieses
Geschosses angeordnet ist.
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Die
vorliegende Erfindung wird besser verstanden werden anhand der ausführlichen
Beschreibung mehrerer Ausführungsformen
als nicht einschränkend
zu verstehende Beispiele, die in der beiliegenden Zeichnung dargestellt
sind. Es zeigen:
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1 eine
vereinfachte Draufsicht auf eine erste Ausführungsform eines Mörsergeschosses, das
mit einer erfindungsgemäßen Bahnkorrekturvorrichtung
mit ausklappbarem Leitwerk versehen ist;
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2 eine
vereinfachte Draufsicht auf eine zweite Ausführungsform eines Mörsergeschosses, das
mit einer erfindungsgemäßen Bahnkorrekturvorrichtung
mit Leitwerk mit Mikroflügeln
versehen ist;
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3 eine
vereinfachte Draufsicht auf eine Ausführungsform einer Artilleriegranate,
die mit einer erfindungsgemäßen Bahnkorrekturvorrichtung
mit Leitwerk mit Mikroflügeln
versehen ist;
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4 eine
detaillierte Ansicht eines Flügels des
Leitwerks des Geschosses der 1 im zusammengeklappten
Zustand;
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5 eine
detaillierte Draufsicht auf den Flügel der 4 im ausgeklappten
Zustand;
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die 6 und 7 vereinfachte
Draufsichten auf zwei weitere Ausführungsformen von Leitwerkflügeln gemäß der Erfindung,
und
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die 8 und 9 vereinfachte
Schnittansichten von zwei Ausführungsformen
eines Annäherungszünders, der
einen Teil der erfindungsgemäßen Bahnkorrekturvorrichtung
enthält.
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Die
erfindungsgemäße Bahnkorrekturvorrichtung
wird für "in Kreiselbewegung
versetzte" Geschosse,
d.h., die durch Drehung um ihre Längsachse stabilisiert werden,
verwendet. Diese Geschosse können
Mörsergeschosse
oder Artilleriegranaten sein. Die Bahnfehler, die man korrigieren
möchte, sind
Präzisionsfehler
und Treffgenauigkeitsfehler. Die Präzision bezieht sich auf Zufallsstreuungen
der Auftreffpunkte, die den verwendeten Waffensystemen inhärent sind
und nur durch eine Veränderung der
Ausrichtung dieser Waffen kompensiert werden können. Dieser Präzisionsfehler
tritt hauptsächlich bei
den Reichweitenabweichungen auf. Die Treffgenauigkeit des Schusses
entspricht der Wiederholbarkeit des Präzisionsfehlers während eines
bestimmten Zeitraums mit unveränderter
Ausrichtung. Die Treffgenauigkeitsfehler gehen auf atmosphärische Störungen (Veränderungen
der Windrichtung usw.) und auf Ausrichtungsfehler zurück. Diese
Fehler können
durch eine Ausrichtungsänderung
der Schusswaffe korrigiert werden. Die Treffgenauigkeitsfehler äußern sich
durch Längsabweichungen und
Seitenabweichungen der Auftreffpunkte der Geschosse.
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Die
Vorrichtung zur Korrektur von Fehlern der oben genannten Arten weist
hauptsächlich
eine Vorrichtung zur Navigationssteuerung, die im Annäherungszünder des
Geschosses angeordnet ist, eine Vorrichtung mit Steuerflächen zur
aerodynamischen Steuerung, die auf diesem Zünder angeordnet ist, und ein
Leitwerk auf, das auf dem Hülsenboden
des Geschosses angeordnet ist. So erhält man ein Geschoss mit aerodynamischer
Konfiguration und neutraler statischer Stabilität und mit einer dynamischen Stabilität, die durch
seine Drehung beim Rollen gewährleistet
wird. Dieses Geschoss wird während praktisch
seiner ganzen Bahn gesteuert, was es selbst bei Geschossen mit Steuerflächen mit
geringem Lastfaktor ermöglicht,
bedeutende Korrekturen durchzuführen
(für eine
Reichweite von mehr als 20 km können
diese Korrekturen zum Beispiel 200 m überschreiten).
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In
den 1 bis 3 sind drei Ausführungsformen
von Steuerflächen
und Leitwerken der Bahnkorrekturvorrichtung gemäß der Erfindung für ein Mörsergeschoss
(1 und 2) und für eine Artilleriegranate (3)
dargestellt.
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Diese
drei Korrekturvorrichtungen haben außer der dynamischen Stabilisierung
durch Rolldrehung des Geschosses die Verwendung von Steuerflächen vom
Typ "Entenleitwerk" gemeinsam, die auf dem
Annäherungszünder der
Geschosse angeordnet sind. Diese Steuerflächen sind an sich bekannt und
werden nur in Bezug auf die 8 und 9 für ihre Betätigung durch
die im Zünder
angeordneten Motoren beschrieben.
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Das
Geschoss 1 der 1 weist hauptsächlich einen
Körper 2,
einen Kopf-Annäherungszünder 3 und
einen Hülsenboden 4 auf,
aus dem das Ladungsträgerende 5 vorsteht.
Der Zünder 3 hat
nur einen Freiheitsgrad bezüglich
des Körpers
des Geschosses in Rolldrehung. Ein schräg gerillter Ring 6 ist
vorne am Hülsenboden 4 befestigt.
Er dient dazu, mit Hilfe von entsprechenden Riefen des Mörselraufs dem
Geschoss eine Rolldrehung zu verleihen. Angelenkte Flügel 7,
zum Beispiel vier, sind hinter dem Hülsenboden 4 angeordnet
und werden nachfolgend ausführlich
unter Bezugnahme auf die 4 und 5 beschrieben.
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In 2 ist
ein weiteres Mörsergeschoss 8 ähnlich dem
der 1, aber mit einer anderen Korrekturvorrichtung
gemäß der Erfindung
dargestellt. Das Geschoss 8 hat den gleichen Körper 2 und
den gleichen Ring 6 wie das Geschoss 1, und sein
Hülsenboden 4' ist ähnlich dem
Hülsenboden 4,
mit dem einzigen Unterschied, dass der Hülsenboden 4' in seinem rückwärtigen Bereich
keine angelenkten Flügel,
sondern eine Einheit 8A aus festen Mikroflügeln aufweist,
zum Beispiel 32 Mikroflügel.
Die "Schürze" 9A des
Annäherungszünders 9 des
Geschosses 8 bedeckt den vorderen Bereich des Körpers des
Geschosses, mit dem sie über
eine Kugelgelenkvorrichtung verbunden ist, wie in 9 dargestellt.
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Die
Artilleriegranate 10 der 3 weist
vor ihrer Ogive 11 einen Annäherungszünder 12 ähnlich oder
gleich dem Zünder 3 mit
dem gleichen Entenleitwerksystem auf. Auf dem Hülsenboden 13 der Granate
wird eine Einheit 14 von Mikroflügeln 14 angeordnet,
die von einem Ring getragen werden, der auf den Hülsenboden
gequetscht ist, welcher ebenfalls einen gerillten Ring 15 ähnlich dem
Ring 6 trägt.
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Im
vorliegenden Fall ist das Geschoss mit vier gleichen Flügeln 7 versehen,
die in einem Abstand von 90° um
die Symmetrieachse 16 des Geschosses angeordnet sind. Gemäß einem
Ausführungsbeispiel
haben diese Flügel 7 eine
Streckung (Verhältnis
zwischen ihrer Spannweite E und ihrer Breite L) von 4, wobei ihre
Spannweite 100 mm und ihre Breite 25 mm betragen. Diese Flügel 7 haben
ein für
den Überschallflug
geeignetes, symmetrisches aerodynamisches Profil, ein an sich bekanntes
Profil, um ihre Wellenwiderstand zu minimieren.
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Wenn
die Geschosse gelagert sind, und bis zum Beginn ihrer Schussbahn,
sind ihre Flügel 7 zusammengeklappt,
wie in 4 dargestellt. Eine fest mit dem Ladungsträgerende 5,
das dadurch verlängert
wird, verbundene kreisförmige
Haube 17 schützt die
Flügel 7 und
ermöglicht
es, sie bis in das Abschussrohr in der zusammengefalteten Stellung
zu halten. Nach dem Ausstoß des
Geschosses aus seinem Abschussrohr wird die Haube 17 abgeworfen, und
seine Flügel
klappen durch Zentrifugalwirkung auf und werden in einer Neigung
blockiert, die eine Pfeilung F von etwa 15° gewährleistet (diese Pfeilung F
ist der Winkel, der zwischen der Vorderkante des Flügels und
der Ebene P senkrecht zur Symmetrieachse 16 gebildet wird
und die Vorderkante in ihrem unteren Bereich tangiert, wobei die
Vorderkante hinter dieser Ebene liegt). Diese Pfeilung F verringert
die kritische Mach-Zahl beim Beginn des Betriebs des Geschosses.
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Jeder
Flügel 7 wird über eine
Vorrichtung 18 von der Art Kugelgelenk auf einen Träger 19 montiert, der
auf einer Scheibe 20 befestigt ist, die allen Flügeln gemeinsam
ist und parallel zur Ebene P liegt. Auf der Scheibe 20 (oder
in einer Variante auf dem Träger 19)
wird eine Blockiervorrichtung 21 von der Art mit Kugel
und Feder montiert, die mit einer entsprechenden Kerbe 21A zusammenwirkt,
die auf der Vorderkante des Flügels
fast in Höhe
der Gelenkvorrichtung 18 ausgebildet ist, um das Blockieren
des Flügels
in der Neigung zu ermöglichen,
die die Pfeilung F gewährleistet.
Die Scheibe 20 ist frei um die Achse 16 drehend
auf einen selbstschmierenden Ring 22 montiert, zum Beispiel
vom Typ "Metapharm", der hohen Temperaturgradienten
gegenüber fest
ist. Der Ring 22 ist auf einer Hülse 23 befestigt, die
selbst an der Rückseite
des Hülsenbodens 4 befestigt
ist. Wenn das Geschoss aus seinem Abschussrohr ausgestoßen wird,
um seine Achse 16 dreht und die Flügel 7 aufklappen,
werden die Hülse 23 und
der Ring 22 ebenfalls in Drehung versetzt, während die
Scheibe 20 und die vier Flügel 7 bezüglich der
Achse 16 in Drehung fest sind.
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In 6 ist
ein Teil der Einheit 8A von Mikroflügeln vereinfacht dargestellt,
die auf dem Hülsenboden
des Geschosses 8 der 2 befestigt
ist. Diese Einheit 8A weist einen Ring 24 auf,
den man auf den hinteren Bereich des Gehäusebodens 4' aufschiebt. Die äußere Umfangsfläche des
Rings 24 ist kegelförmig
und öffnet
sich zur Vorderseite des Geschosses. Der Öffnungswinkel A dieser kegeligen
Fläche
beträgt
etwa 5,7°.
Man befestigt auf dieser kegeligen Fläche viele, zum Beispiel 32,
gleichmäßig verteilte radiale
Mikroflügel,
von denen ein einziger 25 in 6 dargestellt
ist. Der Ring 24 und die Mikroflügel sind bezüglich des
Geschosses fest. Die Mikroflügel haben
eine Form, die für
den Unterschall- und den Überschallflug
geeignet ist. Gemäß einem
Ausführungsbeispiel
hat jeder Mikroflügel 25 in
der Ebene eine Trapezform einer Länge L' von 11 mm und einer Höhe H von
9 mm, was einer Streckung von L'/H
von etwa 1,2 entspricht.
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Die
Pfeilung F' (in
gleicher Weise definiert wie die Pfeilung F der 5)
beträgt
etwa 15°.
Die Gesamtspannweite E (gemessen von der Achse des Geschosses) der
Mikroflügel
beträgt
etwa 120 mm.
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Die
Vorrichtung 14 von Mikroflügeln, die auf dem rückwärtigen Bereich
des Hülsenbodens
der Granate 10 montiert und bezüglich dieses Bodens fest ist,
ist teilweise und vereinfacht dargestellt. Diese Vorrichtung 14 enthält viele,
zum Beispiel 32, Mikroflügel, von denen ein einziger 26 dargestellt
ist. Diese Mikroflügel
sind gleichmäßig verteilt
auf einem Ring 27 befestigt, dessen äußere Umfangsfläche kegelförmig ist,
mit einem Öffnungswinkel
A' von zum Beispiel
etwa 7,5°.
Wie die Mikroflügel 25 haben
sie im Wesentlichen Trapezform, aber ihre große Abmessung ist längs ausgerichtet
statt radial wie im Fall der 6. Gemäß einem
Ausführungsbeispiel
beträgt für eine Granate
von 155 mm die Pfeilung F'' der Vorderkante
jedes Mikroflügels
etwa 45°,
seine Höhe
H'' (Höhe der der
Vorderkante gegenüberliegenden
Seite) beträgt
etwa 14 mm, und seine Länge
L'' (Länge der
Seite 26A gegenüber
der auf dem Ring 27 befestigten Seite) beträgt etwa
40 mm, was eine Streckung von H''/L'' = 0,35 ergibt. Die Spannweite E'' (gemessen zwischen Symmetrieachse der
Granate und der Seite 26A) beträgt
155 mm.
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Der
Annäherungszünder 28,
der zur Ausstattung der Geschosse der 1 und 3 gehören kann,
ist in 8 sehr vereinfacht dargestellt. Er ist auf ein
Wälzlager 29 montiert,
das bezüglich
der Symmetrieachse 30 des Geschosses zentriert ist, wobei
dieses Wälzlager
mittels einer Schraube 31 auf der Stirnfläche der
Ogive 32 des Geschosses befestigt ist (wobei diese Ogive
entweder die Ogive 2A des Geschosses der 1 oder
die Ogive 11 der Granate der 3 ist).
So hat der Zünder 28 einen Freiheitsgrad
in Drehung um die Achse 30.
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Der
Zünder 28 umschließt unter
anderen einen Rechner 33, der mit einem Laserdetektor 34 und Motoren
verbunden ist, von denen nur einer mit dem Bezugszeichen 35 dargestellt
ist. Die Anzahl dieser Motoren ist gleich der Anzahl von Entenflügeln, d.h. im
vorliegenden Fall vier. Alle diese Motoren sind zum Beispiel vom
piezoelektrischen Typ. Der Motor 35 steuert über einen
Getriebezug 36 einen "Enten"-Flügel 37 und
einen "Hilfsruder" genannten komplementären Flügel 38,
der hinter dem Entenflügel angeordnet
ist. Diese Flügel
sind in Gier- und Nickdrehung beweglich, wobei der Flügel 38 optional
ist.
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Der
Annäherungszünder 9,
der in 9 sehr vereinfacht dargestellt ist, ist derjenige,
der das Geschoss der 2 ausstattet. Er ist mit der
Stirnfläche der
Ogive 2A des Geschosses durch eine Kugelgelenkverbindung 39 verbunden,
wobei dass Kugelgelenk auf die Symmetrieachse (und Drehachse) 40 des
Geschosses zentriert ist. Da die Schürze 9A das Ende der
Ogive bedeckt, ist der Winkelausschlag des Zünders in den durch die Symmetrieachse 40 verlaufenden Ebenen
begrenzt. In einem Ausführungsbeispiel
beträgt
dieser Ausschlag ±20° bezüglich der zentralen
Position des Zünders
(diejenige, in der seine eigene Symmetrieachse mit der Achse 40 zusammenfällt). Dagegen
ist der Zünder
in Rolldrehung um die Achse 40 frei.
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Der
Zünder 9 weist
unter anderen einen Rechner 41 auf, der einerseits mit
einem Laserdetektor 42 und andererseits mit Motoren 43 verbunden
ist, deren Anzahl gleich der Anzahl der den Zünder bestückenden Flügel ist, d.h. im vorliegenden
Fall vier. Jeder der Motoren 43 steuert über einen
Getriebezug 44 einen Entenflügel 45, wobei diese
Flügel
gleichmäßig auf
dem Umfang des Zünders
verteilt sind. Der Schwerpunkt des Zünders kann vorteilhafterweise mit
dem Zentrum der Kugel des Kugelgelenks 39 zusammenfallen.
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Der
Zünder
von kegeliger Form hat einen Scheitelwinkel von etwa 24°, was es
ermöglicht,
den Ausschlag von ±20° zu erhalten.
Der Fokus jedes Entenflügels
fällt vorteilhafterweise
mit dem Schwerpunkt des Zünders
zusammen.
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Im
Fall des Zünders
der 8 haben die Flügel 37 in
einem Ausführungsbeispiel
eine Spannweite E1 von 10 mm, eine Sehne C1 von 4,5 mm und eine
Pfeilung F1 von 30°,
was es den Flügeln
erlaubt, mit einem Gesamteinfallswinkel (d.h. Eigeneinfallswinkel
des Geschosses plus Einschlagwinkel des Zünders bezüglich der Achse des Geschosses)
von etwa 30°.
Die piezoelektrischen Motoren können sehr
klein sein (zum Beispiel etwa 1 cm Durchmesser haben). Ihre Getriebezüge 36 ermöglichen
es, die Präzision
des Einschlagens des Zünders
und das von den Motoren gelieferte Moment zu erhöhen. Die optionalen Hilfsruder 38 sind
in Gegenrichtung zu derjenigen der entsprechenden Flügel 37 eingeschlagen,
um das Scharniermoment aufgrund der Flügel zu reduzieren. Die Hilfsruder 38 haben
eine Spannweite (gemessen wie E1) von etwa 5 bis 8 mm und eine Sehne
(gemessen wie C1) von etwa 1 bis 1,5 mm. Ihr Abstand zum entsprechenden
Flügel (Abstand
zwischen ihrer Vorderkante und der Hinterkante des Flügels) beträgt etwa
0,5 bis 1 mm.
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Außerdem kann
man vorteilhafterweise dem Lager 29 (8)
einen Wechselstromgenerator zuordnen, dessen feste und bewegliche
Teile fest mit den festen und beweglichen Bereichen des Lagers verbunden
sind. Dieser Wechselstromgenerator bildet dann eine Energiequelle
für die
elektrischen und elektronischen Schaltungen des Zünders.
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Das
Betriebsprinzip des Geschosses 1 der 1 zerfällt in drei
Phasen. Die erste Phase entspricht dem Abschuss und dem Beginn der
Bahn. In diesem Teil sind die Flügel 7 zusammengeklappt
und werden von der Schutzhaube 17 in Stellung gehalten. Das
Geschoss beschleunigt sich im Rohr und versetzt sich mit den Riefen
des Rohrs in Drehung. In der ersten Flugphase sind das Geschoss
und der Ladungsträger 5 nicht
getrennt. Die Flugstabilität
wird durch die Kreiselwirkung gewährleistet. Am Ende der ersten
Phase trennt sich der Ladungsträger
vom Geschoss und nimmt die Verschlusshaube mit sich. Die Flügel werden
durch Reibung in Drehung versetzt. Sie klappen durch Zentrifugalwirkung
auf und blockieren sich in ihrer Position aufgrund des Kugel-Feder-Systems 21 (zum
Beispiel). Während
der zweiten Flugphase hat das Geschoss eine Bahn von der Art mit
Gleitflug mit der der Konfiguration mit ausgeklappten Flügeln entsprechenden
Gleitzahl. Das Leitwerk mit Flügeln 7 wird
durch die aerodynamischen Kräfte
bis zum Stillstand gebremst. Während
der dritten Phase, die der Endphase entspricht, identifiziert der
Laserdetektor 34 die genaue Position des Ziels. Die Steuerung
des Geschosses beginnt und setzt sich fort bis zum Auftreffen auf
das Ziel. Es ist ggf. möglich,
die beweglichen Ziele zu verarbeiten, indem das zukünftige Ziel
beim Abschuss angezeigt wird. Der Detektor benötigt selbstverständlich ein
dem Fachmann bekanntes Laser-Zielbezeichnungssystem.
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Die
Präzisions-
und Treffgenauigkeitsfehler und die Veränderungen der ursprünglichen
Bedingungen und der meteorologischen Bedingungen für ein "Spin"-Geschoss von 120
mm (um sich selbst drehend) liegen in einer typischen Abweichung
gleich einem Radius von 50 m. Man nimmt an, dass 99% der Schüsse sich
in einem Kreis mit einem Radius von zwei typischen Abweichungen
befinden, d.h. 100 m für
eine Reichweite in der Größenordnung
von 8 km und eine Flugzeit von 40 Sekunden. Der zulässige Lastfaktor
für das
Geschoss ermöglicht
es, die Bahn um 100 m für
eine Entfernung von 530 Meter zu korrigieren. Die Erfassungskapazität liegt
in der Größenordnung
von 5 km bei klarer Sicht und von nur 2 km bei starkem Regen. Folglich
hat man genug Zeit, diese Bahnkorrektur durchzuführen.
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Das
Betriebsprinzip des Geschosses der 2 zerfällt in zwei
Phasen: eine ballistische Phase, die dem Beginn der Bahn entspricht
und derjenigen des Standardgeschosses gleich bleibt, da der Luftwiderstand
mit Einfallswinkel Null gleich ist, und eine gesteuerte Endphase.
Die Leistungen dieser Art Geschoss ermöglichen es, die Streuung eines
Mörsergeschosses über eine
Flugstrecke von 1200 m zu korrigieren. Diese Leistungen sind geringer
als die des Geschosses der 1, aber
ausreichend. Der Vorteil dieses Geschosses liegt darin, dass es
keine Veränderungen
des Ladungsträgerendes
erfordert und folglich sehr viel billiger ist.
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Das
Betriebsprinzip des Geschosses der 3, zerfällt in zwei
Phasen: eine ballistische Phase entsprechende dem Beginn der Bahn,
die gleich derjenigen des Standardgeschosses bleibt, und eine gesteuerte
Phase. Die Leistungen dieser Art Geschoss ermöglichen es, die Streuung einer
Artilleriegranate über
eine Entfernung von 2000 m zu korrigieren. Da die Gleitzahl des
Geschosses größer ist als
bei einem Standardgeschoss, kann außerdem seine Reichweite durch
einen Gleitflug erhöht
werden. Der Vorteil dieses Typs liegt darin, dass er keine Veränderung
der Artilleriegranate erfordert und gleichzeitig eine gute Korrekturfähigkeit
gewährleistet.