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DE60020252T2 - Verfahren zum betreiben einer druckeinheit und druckeinheit für eine offset-druckmaschine - Google Patents

Verfahren zum betreiben einer druckeinheit und druckeinheit für eine offset-druckmaschine Download PDF

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DE60020252T2
DE60020252T2 DE60020252T DE60020252T DE60020252T2 DE 60020252 T2 DE60020252 T2 DE 60020252T2 DE 60020252 T DE60020252 T DE 60020252T DE 60020252 T DE60020252 T DE 60020252T DE 60020252 T2 DE60020252 T2 DE 60020252T2
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DE
Germany
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roller
coating
unit
water
printing unit
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Henrik Christiansen
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Tresu Production AS
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    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F23/00Devices for treating the surfaces of sheets, webs, or other articles in connection with printing
    • B41F23/08Print finishing devices, e.g. for glossing prints
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F7/00Rotary lithographic machines
    • B41F7/20Details
    • B41F7/24Damping devices

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Printing Methods (AREA)
  • Rotary Presses (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)
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  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Druckeinheit in einer Offset-Maschine, wobei die Druckeinheit eine Rakel aufweist, die zum Beschichten und als Befeuchtungseinheit zum Aufbringen von Wasser verwendet wird, und bei dem die Rakel und eine Wechselwirkungswalze zwischen zwei Positionen verlagert werden. Die Erfindung betrifft ferner eine Druckeinheit für die Verwendung bei diesem Verfahren in einer Offset-Maschine mit Mitteln zum Beschichten und Mitteln zum Aufbringen von Wasser, wobei die Beschichtungsmittel und die Wasseraufbringungsmittel durch eine Einheit gebildet sind, die eine Rakel und wenigstens eine Walze zum Übertragen der Beschichtung oder des Wassers von der Rakel umfasst.
  • Offset-Maschinen sind in der Technik wohlbekannt und werden deshalb nur kurz beschrieben. Eine Materialbahn oder ein Blatt, an der bzw. dem ein Druck ausgeführt werden soll, wird um Gegendruckwalzen oder Übertragungswalzen geführt. Die Materialbahn oder die Blätter werden mit einem Presszylinder in Kontakt gebracht, damit der aufzubringende Druck in jeder einzelnen Druckeinheit in der Offset-Maschine aufgebracht werden kann. Der Presszylinder ist mit einem Plattenzylinder in Kontakt, der den Farbdruck, der auf der Materialbahn angebracht werden soll, überträgt. Der Plattenzylinder ist mit einer Befeuchtungseinheit und einer Farbaufbringungseinheit in Kontakt, die Wasser bzw. Farbe aufbringen. Somit wird eine Offset-Platte an dem Plattenzylinder gedreht, wodurch wasserempfindliche Teile durch die Walzen der Befeuchtungseinheit befeuchtet werden. Anschließend wird den farbempfindlichen Teilen der Offset-Platte Farbe von den Farbwalzen in der Farbaufbringungseinheit zugeführt. Das somit gebildete Druckbild wird dann auf dem Presszylinder abgelegt, der dann die Farbe auf die Materialbahn oder das Blatt druckt. Es handelt sich vorzugsweise um eine Papierbahn, wobei andere Materialien ebenfalls bedruckt werden können.
  • Eine Druckeinheit gemäß der vorliegenden Erfindung kann in einer herkömmlichen Offset-Maschine verwendet werden, z. B. in der Weise, die in der europäischen Patentanmeldung Nr. 767 058 beschrieben ist. Die Druckeinheit kann ein Teil einer Offset-Maschine sein, die nach dem gleichen Prinzip und mit den gleichen Papierzufuhr- und Papieraufnahmemitteln am Eingang bzw. am Ausgang der Druckeinheit aufgebaut ist und bei der ebenso entsprechende Mittel zum Übertragen der Papierbahn oder einzelner Blätter zwischen verschiedenen Druckeinheiten, die nacheinander angeordnet sind, verwendet werden können, um auf der Materialbahn den fertigen Druck aufzubringen. Außerdem können die gleichen Arten von Druckfarbe verwendet werden. Offset-Maschinen können mit einer Beschichtungseinheit versehen sein. Die Beschichtungseinheit ist typischerweise mit einem Zylinder aufgebaut, auf dem die Beschichtung von einer Walzenanordnung aufgebracht wird, der eine klare Beschichtung aus einem Gefäß zugeführt wird.
  • In der internationalen Patentanmeldung PCT/DK98/00303 wird ein System des in der Einführung erwähnten Typs beschrieben, welches verbessert ist und dadurch eine umfassendere Anwendung und einen wirkungsvolleren Betrieb von Druckeinheiten in Offset-Maschinen ermöglicht, wobei die Druckeinheit für die Beschichtungs- und Wasseraufbringung verwendet werden kann. Bei diesem System wird die Beschichtung indirekt über den Plattenzylinder hergestellt. Es ist jedoch erwünscht, die Beschichtung wegen der Qualität und der Ausführung des gebildeten Drucks direkt auf dem Presszylinder aufzubringen.
  • Ferner offenbart GB-A-2.119.711 ein festes Farbwerk mit einer Rakel, die mit einem Duktor zusammenwirkt. Eine Lackwalze kann zwischen einer ersten Position zum Übertragen von Wasser über einen Plattenzylinder und einer zweiten Position zum Übertragen der Beschichtung direkt an den Presszylinder verlagert werden. Es wird nicht offenbart, dass die Rakel gemeinsam mit der interaktiven Walze als eine Einheit verlagert werden kann.
  • Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Betreiben einer Druckeinheit sowie eine Druckeinheit für eine Offset-Maschine zu schaffen, die eine umfassendere Verwendung und einen wirkungsvolleren Betrieb von Druckeinheiten in vorhandenen und neuen Offset-Maschinen ermöglicht. Es ist ferner eine Aufgabe, eine Befeuchtungseinheit zu kennzeichnen, die gleichzeitig zum Beschichten verwendet werden kann sowie außerdem einen Flexodruck in einer Offset-Maschine ermöglicht, indem ein Farbwerk vereinfacht wird, dass entweder Wasser auf einen Plattenzylinder oder eine Beschichtung auf einem Presszylinder aufbringt.
  • Das wird gemäß der vorliegenden Erfindung durch ein Verfahren erreicht, das dahingehend einmalig ist, dass die Verlagerung zwischen einer ersten Position zum Übertragen von Wasser über einen Plattenzylinder an einen Presszylinder und einer zweiten Position zum Übertragen einer Beschichtung direkt an den Presszylinder bewirkt wird.
  • Gemäß einem ersten Aspekt ist die Druckeinheit zur Verwendung durch das Verfahren dadurch ausgezeichnet, dass die Beschichtungs- und Wasseraufbringungseinheit so angeordnet ist, dass sie zwischen einer ersten Position zum Herstellen eines Kontakts zwischen der wenigstens einen Walze und einer mit dem Plattenzylinder in Eingriff befindlichen Walze und einer zweiten Position zum Herstellen eines direkten Kontakts zwischen der wenigstens einen Walze und dem Presszylinder der Druckeinheit gleiten kann.
  • Gemäß einem zweiten Aspekt ist die Druckeinheit zur Verwendung durch das Verfahren dadurch ausgezeichnet, dass die Beschichtungs- und Wasseraufbringungseinheit in Bezug auf den Plattenzylinder und den Presszylinder so angebracht ist, dass sie zwischen einer ersten Position zum Herstellen eines Kontakts zwischen der wenigstens einen Walze und einer mit dem Plattenzylinder in Eingriff befindlichen Walze und einer zweiten Position zum Herstellen eines direkten Kontakts zwischen der wenigstens einen Walze und dem Presszylinder der Druckeinheit schwenkbar ist.
  • Das Verfahren und die Vorrichtung ermöglichen, dass die Rakel gemeinsam mit der Walze eine Einheit bildet, die zwischen den beiden Positionen gleiten oder schwenken kann.
  • Durch die Verwendung eines derartigen Verfahrens und einer derartigen Einheit wird es möglich, Offset-Maschinen in der Weise herzustellen, dass sie breitere Anwendungsmöglichkeiten besitzen, wobei gleichzeitig der Druckvorgang wirkungsvoller ablaufen kann, da die Beschichtung nicht indirekt über den Plattenzylinder an dem Presszylinder aufgebracht wird. Die gleitfähige Einheit kann so beschaffen sein, dass sie an vorhandenen Offset-Maschinen nachgerüstet werden kann.
  • Die Beschichtung oder das Wasser aus der Kammer wird über eine Walze, die vorzugsweise eine Siebwalze in der Form einer Aniloxwalze (Auftragswalze) ist, an den Presszylinder oder den Plattenzylinder übertragen und die Flüssigkeit, die sich in den Näpfen der Siebwalze befindet, wird an den Press- oder Plattenzylinder übertragen. Die Übertragung von Wasser an den Plattenzylinder erfolgt, wenn eine Gummiwalze zwischen die Siebwalze und die Druckplatte des Plattenzylinders eingesetzt wird. Die Übertragung der Beschichtung erfolgt von der Siebwalze direkt an den Presszylinder.
  • Wenn die Übertragungseinheit entweder durch eine Gleitbewegung oder eine Schwenkbewegung in ihre zweite Position für einen Kontakt mit der Presswalze verlagert wird, ist es außerdem möglich, einen flexographischen Druck auszuführen. Der Presszylinder ist mit einer Druckplatte versehen und der Plattenzylinder wird so verlagert, dass er den Presszylinder nicht mehr berührt. Dann können Flexofarben von der Kammer und von der Übertragungswalze in Form einer Aniloxwalze an die Druckplatte übertragen werden.
  • Wenn ein vollständig überdeckender Druck erwünscht ist, kann wie beim Beschichten ein Presskissen an dem Presszylinder verwendet werden.
  • Es ist möglich, separate Rakel für die Farb/Beschichtungs- und die Wasseraufbringung zu verwenden. Es ist jedoch außerdem möglich, für die Beschichtungs- und die Wasseraufbringung ein und dieselbe Rakel zu verwenden.
  • In einer Beschichtungseinheit, die in einer Offset-Maschine typischerweise die letzte Druckeinheit ist, ist es vorteilhaft, wenn die Beschichtungsmittel lediglich eine Siebwalze in Form einer Aniloxwalze zum Übertragen der Beschichtung, die von der Rakel direkt auf den Presszylinder aufgebracht wird, aufweisen.
  • Die meisten Maschinen sind mit einem Rahmen mit Kopplungsmitteln zum Tragen eines Reinigungssystems versehen, das eine Flüssigkeitssprühdüse und Reinigungspapier enthält. In einigen Fällen kann die Druckeinheit gemäß der Erfindung in Kopplungsmitteln dieses Rahmens angebracht sein. Dadurch wird die Notwendigkeit der speziellen Anpassung des Maschinenrahmens vermieden. Dadurch wird es besonders einfach, eine vorhandene Maschine zu modifizieren, da die Kopplungsmittel, die in dem Rahmen der Offset-Maschine angeordnet sind, als Kopplungsmittel für die erfindungsgemäße Einheit wiederverwendet werden.
  • Der Motor, der zum Antreiben der Siebwalze verwendet wird, ist unabhängig, damit die Drehzahl an verschiedenen Offset-Maschinen eingestellt werden kann. Deswegen benötigt die Einheit keine spezielle Anpassung des Antriebs der Siebwalze für unterschiedliche Offset-Maschinen. In der Maschine ist lediglich eine Aufhängung erforderlich, die in ihrer einfachsten Form vier Stifte oder Schrauben an einem Gestell enthält.
  • Durch die Verwendung einer erfindungsgemäßen Einheit, die auf einer Rakel beruht, ist es möglich, stark pigmentierte Farben aufzubringen, wie z. B. Metalleffekt-Lackfarben. Das ist bei gewöhnlichen Offset-Druckeinheiten nicht möglich, da Pigmente/Farben an dieser Stelle klumpig werden und die Herstellung eines Qualitätsdrucks unmöglich machen.
  • Die Einheit gemäß der Erfindung kann außerdem als eine Befeuchtungseinheit verwendet werden. Bei den bekannten Befeuchtungseinheiten entsteht ein Umweltproblem. Um das Befeuchtungswasser mit der vorhandenen Walzenanordnung zu übertragen, müssen Lösungsmittel zugefügt werden. Das ist gegenwärtig an verschiedenen Orten verboten.
  • Es ist alternativ versucht worden, das Problem durch eine Teflonbeschichtung zu lösen, um eine Art Maske zu bilden mit dem Zweck, dass die Farbablagerung in bestimmten Bereichen vermieden wird. Das ist als Trocken-Offset bekannt und ist im Prinzip ein anderer Prozess. Deswegen wurde Teflon verwendet, um die Wasseraufbringung von den Befeuchtungswalzen zu ersetzen. Dieses System besitzt einen Vorteil, da das Papier nicht befeuchtet wird und dadurch die Gefahr, dass die Beschichtung schlecht anhaftet, nicht entsteht.
  • Anstelle der Verwendung der herkömmlichen Befeuchtungseinheiten kann ein System verwendet werden, das eine Rakel und eine Siebwalze sowie eine Gummiwalze zwischen der Rakel und dem Plattenzylinder enthält, wie in der oben genannten internationalen Patentanmeldung beschrieben ist. Das ist vorteilhaft, da ein schnellerer Betrieb als zuvor möglich ist. Die Wassermenge oder der Umfang der Wasserwurst, die in einem keilförmigen Zwischenraum zwischen der Gummiwalze und dem Plattenzylinder gebildet wird, kann verändert werden, indem die Gummiwalze und der Plattenzylinder mit veränderlicher Drehzahl angetrieben werden. Indem die Gummiwalze mit einer größeren Drehzahl angetrieben wird, ist es somit möglich, eine größere Wassermenge in dem Keil vorzusehen. Die Wassermenge kann außerdem eingestellt werden, indem die Schlitzbreite, die zwischen der Gummiwalze und dem Plattenzylinder auftritt, variiert wird. Die Druckeinheit gemäß der Erfindung ist somit dahingehend vorteilhaft, dass die Menge des Wassers, das sich in dem Schlitz befindet, je nach Bedarf variiert werden kann.
  • Da die Druckeinheit zum Beschichten und als Befeuchtungseinheit vorgesehen werden kann, ist es möglich, die gleiche Einheit, die eine Rakel und eine Übertragungswalze enthält, sowohl für Wasser als auch für eine Beschichtung zu verwenden.
  • Bei Verwendung einer gebräuchlichen Befeuchtungseinheit ist es nicht möglich, eine Beschichtung aufzubringen. Infolge der Oberflächengeschwindigkeiten erfolgt eine starke und unzulässige Verschmutzung der Umgebung, wenn die Beschichtung vom Umfang der Walze und von den Enden der Walzen spritzt. Bei Verwendung der erfindungsgemäßen Einheit zum Beschichten ist es möglich, eine Verschmutzung zu vermeiden.
  • Es ist außerdem möglich, dass gemeinsam mit einem Plattenzylinder und einem Presszylinder zwei erfindungsgemäße Einheiten vorgesehen werden können, von denen eine Einheit zum Beschichten und die andere Einheit zur Wasseraufbringung verwendet werden. Dadurch wird es möglich, Beschichtungsstreifen und Farbstreifen nebeneinander auf dem Plattenzylinder vorzusehen. Das wird ermöglicht, da die Rakel über einen Abschnitt ihrer Länge zum Abgeben von Flüssigkeit/Farbe unterteilt sein kann. Dadurch wird die Möglichkeit zum Herstellen eines Drucks mit ganz neuen Effekten erreicht.
  • Beschreibung der Zeichnung
  • Im Folgenden wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügte schematische Zeichnung erläutert, in der:
  • 1 eine Seitenansicht einer typischen Offset-Maschine mit vier Druckeinheiten zeigt;
  • 2 eine Teilansicht zeigt, die eine bekannte Druckeinheit mit einer Befeuchtungseinheit und einer Farbeinheit veranschaulicht;
  • 3 eine der 2 entsprechende Ansicht zeigt, die eine Ausführungsform einer Druckeinheit gemäß der oben genannten internationalen Patentanmeldung veranschaulicht;
  • 4 eine der 3 entsprechende Ansicht zeigt, die eine erste Ausführungsform einer Druckeinheit gemäß der Erfindung veranschaulicht; und
  • 5 eine Ansicht zeigt, die eine weitere Ausführungsform einer Druckeinheit gemäß der Erfindung veranschaulicht.
  • 1 zeigt eine herkömmliche Offset-Druckmaschine 1 mit vier Druckeinheiten 2. Die Maschine besitzt eine Transportrichtung 3 für Blätter, die bedruckt werden. Die Blätter kommen von einer Zufuhrstation 4 und werden mittels einer Beförderungsanordnung 6 mit einem Transportriemen 7 zu einer Aufnahmestation 5 transportiert. Der Transportriemen 7 läuft um zwei Kettenräder 8, 9. Die einzelnen Blätter werden von der Einheit 4 über einen Weg 10 um einen Druckzylinder oder Gegendruckzylinder 12 transportiert. Die einzelnen Blätter werden an einer Position, die durch das Bezugszeichen 13 angegeben ist, angeordnet. Die Blätter werden somit in einem Bereich zwischen einem Presszylinder 14 und dem Druckzylinder 12 angeordnet. Der Presszylinder 14 steht mit einem Plattenzylinder 15 in Kontakt. Außer dem Druckzylinder 12 umfasst die Offset-Maschine außerdem Übertragungszylinder 16 für die Blätter.
  • Die Offset-Maschine umfasst ferner Greifmittel zum Halten der Blätter und eine lange Reihe von Walzen für Befeuchtungseinheiten und Farbaufbringungseinheiten, die mit dem Plattenzylinder in Verbindung stehen. Da diese wohlbekannt sind, sind sie in 1 nicht gezeigt, die zur Veranschaulichung des Aufbaus der Offset-Einheit dient. Diese Walzen erscheinen jedoch in 2.
  • 2 zeigt eine Druckeinheit 1 mit einem Druckzylinder 12, einem Presszylinder 14 und einem Plattenzylinder 15. Diese Zylinder drehen sich gemäß den Pfeilen 17, 18, 19. Eine Befeuchtungseinheit enthält einen Behälter 21 für Wasser. Aus dem Wasserbehälter 21 wird das Wasser über ein System aus Walzen 22 zu der letzten Kontaktwalze 23 geführt, die mit dem Plattenzylinder 15 in Kontakt steht. Die Druckeinheit 1 umfasst ferner eine Farbaufbringungseinheit 24 mit mehreren Walzen 25, die Farbe von einem Farbbehälter 26 an Kontaktwalzen 27 übertragen, die die Farbe auf einer (nicht gezeigten) elastischen Druckplatte aufbringen, die an dem Plattenzylinder 15 angebracht ist. Die an dem Plattenzylinder angeordnete Druckplatte wird somit in den Bereichen, in denen kein Wasser von der Befeuchtungseinheit 20 aufgebracht wurde, mit Farbe versehen. Die Druckplatte ist gewöhnlich eine geätzte Metallplatte.
  • Da eine Beschichtungseinheit prinzipiell wie die Befeuchtungseinheit 20 aufgebaut ist, kann 2 außerdem zum Veranschaulichen einer Beschichtungseinheit verwendet werden. Die Beschichtung wird somit aus dem Behälter 21, der die Beschichtung enthält, befördert und über Walzen 22 auf die letzte Kontaktwalze 23 übertragen, die außerdem als die Gestaltungswalze bezeichnet wird. Eine Beschichtungseinheit wird jedoch vorzugsweise an dem Presszylinder 14 angebracht, um eine unerwünschte Verschmutzung zu verhindern.
  • Die gezeigte Ausführungsform besitzt einige umgebungsbedingte und druckbedingte Nachteile. Anstelle der Verwendung der vorhandenen Befeuchtungseinheit kann die Druckeinheit von 2 so modifiziert werden, wie in 3 dargestellt ist.
  • In 3 ist die Kontaktwalze 23 durch eine Einheit 28 ersetzt, die ein Rakelsystem 30 und eine Siebwalze 29, die vorzugsweise eine Aniloxwalze der Art ist, die ebenfalls beim Flexodruck verwendet wird, enthält. Die Siebwalze 29 kann direkt in der vorhandenen Aufhängung angebracht sein. Zwischen der Siebwalze 29 und dem Plattenzylinder 15 ist eine elastische Walze 32, die vorzugsweise eine Gummiwalze ist, angebracht. Die Einheit 28 kann selbst bei großen Umfangsgeschwindigkeiten sicherstellen, dass eine konstante und gleichförmige Menge von Wasser und/oder Beschichtung an den Plattenzylinder 15 übertragen wird. Wenn die Einheit 28 zum Beschichten verwendet werden soll, werden die Walzen 27 der Farbaufbringungseinheit von dem Plattenzylinder 15 gelöst. Wenn die Einheit 28 für eine Wasseraufbringung verwendet wird, bleibt die Farbaufbringungseinheit 24 an dem Plattenzylinder 15 in Eingriff.
  • Die in 3 gezeigte Ausführungsform kann verändert werden, wenn sie ausschließlich zum Beschichten verwendet wird. Dabei kann die harte Siebwalze 29 direkt ohne eine elastische Walze zum Beschichten verwendet werden. Das erfordert jedoch die Verwendung eines Presskissens an dem Plattenzylinder 15.
  • Die gezeigte Druckeinheit ist sehr einfach und leicht zu warten. Gleichzeitig kann das System in Abhängigkeit davon, ob die Druckeinheit für den einen oder den anderen Zweck verwendet werden soll, leicht ersetzt werden. Dadurch ist es möglich, die vorhandene Befeuchtungseinheit wunschgemäss gleichzeitig mit der erfindungsgemäßen Einheit 28 zu verwenden.
  • Wenn die Einheit 28 zur Wasseraufbringung verwendet wird, ist es leicht, die Wassermenge auf eine einfache Art einzustellen. Eine derartige Einstellung ist bei herkömmlichen Befeuchtungseinheiten schwierig, bei denen die Walzen mit dem Plattenzylinder 15 synchron laufen. Die Gummiwalze 32 kann mit ihrem eigenen Motor versehen sein, der unabhängig von dem Plattenzylinder angetrieben wird. Das erzeugt die Möglichkeit einer unterschiedlichen Umfangsgeschwindigkeit und dadurch kann eine größere oder eine kleinere Menge von Wasser in dem keilförmigen Zwischenraum 31, der zwischen der Gummiwalze 32 und dem Plattenzylinder 15 gebildet ist, angestaut werden.
  • 4 zeigt eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Druckeinheit 1. 4 unterscheidet sich von der in 3 gezeigten Druckeinheit dahingehend, dass die Einheit 28 um eine Schwenkachse 33 schwenkbar aufgehängt ist, die zu den Drehachsen 34 und 35 für den Presszylinder 14 bzw. den Plattenzylinder 15 parallel verläuft. Die Einheit 28 ist in einer ersten Position 36, in der die Siebwalze 29 an einer am Plattenzylinder 15 in Eingriff befindlichen elastischen Walze 32 in Kontakt ist, und in einer zweiten Position 37, in der die Siebwalze 29 direkt an dem Presszylinder 14 in Eingriff ist, gezeigt. Diese beiden Positionen werden für eine Wasseraufbringung (Position 36) bzw. die Beschichtung (Position 37) verwendet.
  • 5 zeigt eine weitere Ausführungsform einer Druckeinheit gemäß der Erfindung. In dieser Druckeinheit werden zwei Einheiten 28 gleichzeitig verwendet. Die Einheit 28, die in der Figur rechts dargestellt ist, wird zum Aufbringen von Befeuchtungswasser verwendet. Die Einheit 28, die links gezeigt ist, wird zum Aufbringen einer Beschichtung verwendet. Da es möglich ist, die Rakel über ihre Länge zu unterteilen, ist es möglich, dort eine Beschichtung in Streifen aufzubringen, wo die Befeuchtungseinheit keine Befeuchtung aufbringt. Ein derartiger Effekt ist bei herkömmlichen Druckeinheiten nicht möglich. Die Beschichtungseinheit und die Befeuchtungseinheit, die in 5 dargestellt sind, funktionieren gemäß dem gleichen Prinzip, das oben unter Bezugnahme auf die vorhergehenden Figuren erläutert wurde. Die auf der linken Seite befindliche Einheit 28 kann alternativ verwendet werden, um eine Beschichtung und eine flexographische Farbe zu übertragen. Wenn ein Presskissen auf dem Presszylinder 14 vorhanden ist, wird eine vollständig bedeckende Farbe gedruckt, und wenn an dem Presszylinder 14 eine Druckplatte angeordnet ist, kann ein gewünschtes flexographisch gedrucktes Bild hergestellt werden.

Claims (9)

  1. Verfahren zum Betreiben einer Druckeinheit in einer Offset-Maschine, wobei die Druckeinheit eine Rakel aufweist, die zum Beschichten und als Befeuchtungseinheit zum Aufbringen von Wasser verwendet wird, und bei dem die Rakel und eine Wechselwirkungswalze zwischen zwei Positionen verlagert werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlagerung zwischen einer ersten Position zum Übertragen von Wasser über einen Plattenzylinder an einen Presszylinder und einer zweiten Position zum Übertragen einer Beschichtung direkt an den Presszylinder erfolgt.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlagerung eine Schwenkung um eine zu der Drehachse des Plattenzylinders und des Presszylinders parallele Achse ist.
  3. Druckeinheit für die Verwendung in einem Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 in einer Offset-Maschine, mit Mitteln zum Beschichten und Mitteln zum Aufbringen von Wasser, wobei die Beschichtungsmittel und die Wasseraufbringungsmittel durch eine Einheit gebildet sind, die eine Rakel und wenigstens eine Walze zum Übertragen der Beschichtung oder des Wassers von der Rakel umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtungs- und Wasseraufbringungseinheit so angeordnet ist, dass sie zwischen einer ersten Position zum Herstellen eines Kontakts zwischen der wenigstens einen Walze und einer mit dem Plattenzylinder in Eingriff befindlichen Walze und einer zweiten Position zum Herstellen eines direkten Kontakts zwischen der wenigstens einen Walze und dem Presszylinder der Druckeinheit gleiten kann.
  4. Druckeinheit für die Verwendung in einem Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 in einer Offset-Maschine, mit Mitteln zum Beschichten und Mitteln zum Aufbringen von Wasser, wobei die Beschichtungsmittel und die Wasseraufbringungsmittel durch eine Einheit gebildet sind, die eine Rakel und wenigstens eine Walze zum Übertragen der Beschichtung oder des Wassers von der Rakel umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtungs- und Wasseraufbringungseinheit in Bezug auf den Plattenzylinder und den Presszylinder so angebracht ist, dass sie zwischen einer ersten Position zum Herstellen eines Kontakts zwischen der wenigstens einen Walze und einer mit dem Plattenzylinder in Eingriff befindlichen Walze und einer zweiten Position zum Herstellen eines direkten Kontakts zwischen der wenigstens einen Walze und dem Presszylinder der Druckeinheit schwenkbar ist.
  5. Druckeinheit nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtungsmittel nur eine Übertragungswalze in Form einer Siebwalze, die die Beschichtung direkt von der Rakel an den Presszylinder überträgt, umfassen.
  6. Druckeinheit nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtungsmittel Übertragungswalzen in Form einer Siebwalze und einer Gummiwalze, um Wasser von der Rakel an den Plattenzylinder zu übertragen und eine Siebwalze, um die Beschichtung direkt an den Presszylinder zu übertragen, umfassen.
  7. Druckeinheit nach einem der Ansprüche 3–6, dadurch gekennzeichnet, dass die Einheit mit Kopplungsmitteln versehen ist, die so beschaffen sind, dass sie mit Kopplungsmitteln im Rahmen der Offset-Maschine, vorzugsweise mit Kopplungsmitteln für eine an sich bekannte Reinigungseinheit für den Plattenzylinder, lösbar verbunden sind.
  8. Druckeinheit nach einem der Ansprüche 3–7, dadurch gekennzeichnet , dass die Übertragungswalze durch ihren eigenen Motor, vorzugsweise durch einen Motor, der durch ein Leitungssignal von der Hauptmaschine gesteuert wird, angetrieben wird.
  9. Druckeinheit nach einem der Ansprüche 3–8, dadurch gekennzeichnet , dass die Einheit, die die Rakel und die wenigstens eine Walze umfasst, in der Offset-Maschine so angebracht ist, dass sie gegen die vorhandene Befeuchtungseinheit der Offset-Maschine ausgetauscht werden kann.
DE60020252T 1999-10-01 2000-09-29 Verfahren zum betreiben einer druckeinheit und druckeinheit für eine offset-druckmaschine Expired - Lifetime DE60020252T2 (de)

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