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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer
Druckeinheit in einer Offset-Maschine, wobei die Druckeinheit eine
Rakel aufweist, die zum Beschichten und als Befeuchtungseinheit
zum Aufbringen von Wasser verwendet wird, und bei dem die Rakel
und eine Wechselwirkungswalze zwischen zwei Positionen verlagert
werden. Die Erfindung betrifft ferner eine Druckeinheit für die Verwendung
bei diesem Verfahren in einer Offset-Maschine mit Mitteln zum Beschichten
und Mitteln zum Aufbringen von Wasser, wobei die Beschichtungsmittel
und die Wasseraufbringungsmittel durch eine Einheit gebildet sind,
die eine Rakel und wenigstens eine Walze zum Übertragen der Beschichtung
oder des Wassers von der Rakel umfasst.
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Offset-Maschinen
sind in der Technik wohlbekannt und werden deshalb nur kurz beschrieben. Eine
Materialbahn oder ein Blatt, an der bzw. dem ein Druck ausgeführt werden
soll, wird um Gegendruckwalzen oder Übertragungswalzen geführt. Die
Materialbahn oder die Blätter
werden mit einem Presszylinder in Kontakt gebracht, damit der aufzubringende Druck
in jeder einzelnen Druckeinheit in der Offset-Maschine aufgebracht
werden kann. Der Presszylinder ist mit einem Plattenzylinder in
Kontakt, der den Farbdruck, der auf der Materialbahn angebracht werden
soll, überträgt. Der
Plattenzylinder ist mit einer Befeuchtungseinheit und einer Farbaufbringungseinheit
in Kontakt, die Wasser bzw. Farbe aufbringen. Somit wird eine Offset-Platte
an dem Plattenzylinder gedreht, wodurch wasserempfindliche Teile
durch die Walzen der Befeuchtungseinheit befeuchtet werden. Anschließend wird
den farbempfindlichen Teilen der Offset-Platte Farbe von den Farbwalzen
in der Farbaufbringungseinheit zugeführt. Das somit gebildete Druckbild
wird dann auf dem Presszylinder abgelegt, der dann die Farbe auf die
Materialbahn oder das Blatt druckt. Es handelt sich vorzugsweise
um eine Papierbahn, wobei andere Materialien ebenfalls bedruckt
werden können.
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Eine
Druckeinheit gemäß der vorliegenden Erfindung
kann in einer herkömmlichen
Offset-Maschine verwendet werden, z. B. in der Weise, die in der
europäischen
Patentanmeldung Nr. 767 058 beschrieben ist. Die Druckeinheit kann
ein Teil einer Offset-Maschine sein, die nach dem gleichen Prinzip und
mit den gleichen Papierzufuhr- und Papieraufnahmemitteln am Eingang
bzw. am Ausgang der Druckeinheit aufgebaut ist und bei der ebenso
entsprechende Mittel zum Übertragen
der Papierbahn oder einzelner Blätter
zwischen verschiedenen Druckeinheiten, die nacheinander angeordnet
sind, verwendet werden können,
um auf der Materialbahn den fertigen Druck aufzubringen. Außerdem können die
gleichen Arten von Druckfarbe verwendet werden. Offset-Maschinen
können
mit einer Beschichtungseinheit versehen sein. Die Beschichtungseinheit
ist typischerweise mit einem Zylinder aufgebaut, auf dem die Beschichtung
von einer Walzenanordnung aufgebracht wird, der eine klare Beschichtung aus
einem Gefäß zugeführt wird.
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In
der internationalen Patentanmeldung PCT/DK98/00303 wird ein System
des in der Einführung
erwähnten
Typs beschrieben, welches verbessert ist und dadurch eine umfassendere
Anwendung und einen wirkungsvolleren Betrieb von Druckeinheiten
in Offset-Maschinen ermöglicht,
wobei die Druckeinheit für
die Beschichtungs- und Wasseraufbringung verwendet werden kann.
Bei diesem System wird die Beschichtung indirekt über den
Plattenzylinder hergestellt. Es ist jedoch erwünscht, die Beschichtung wegen
der Qualität
und der Ausführung des
gebildeten Drucks direkt auf dem Presszylinder aufzubringen.
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Ferner
offenbart GB-A-2.119.711 ein festes Farbwerk mit einer Rakel, die
mit einem Duktor zusammenwirkt. Eine Lackwalze kann zwischen einer ersten
Position zum Übertragen
von Wasser über
einen Plattenzylinder und einer zweiten Position zum Übertragen
der Beschichtung direkt an den Presszylinder verlagert werden. Es
wird nicht offenbart, dass die Rakel gemeinsam mit der interaktiven
Walze als eine Einheit verlagert werden kann.
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Es
ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Betreiben
einer Druckeinheit sowie eine Druckeinheit für eine Offset-Maschine zu schaffen,
die eine umfassendere Verwendung und einen wirkungsvolleren Betrieb
von Druckeinheiten in vorhandenen und neuen Offset-Maschinen ermöglicht.
Es ist ferner eine Aufgabe, eine Befeuchtungseinheit zu kennzeichnen,
die gleichzeitig zum Beschichten verwendet werden kann sowie außerdem einen
Flexodruck in einer Offset-Maschine ermöglicht, indem ein Farbwerk
vereinfacht wird, dass entweder Wasser auf einen Plattenzylinder
oder eine Beschichtung auf einem Presszylinder aufbringt.
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Das
wird gemäß der vorliegenden
Erfindung durch ein Verfahren erreicht, das dahingehend einmalig
ist, dass die Verlagerung zwischen einer ersten Position zum Übertragen
von Wasser über
einen Plattenzylinder an einen Presszylinder und einer zweiten Position
zum Übertragen
einer Beschichtung direkt an den Presszylinder bewirkt wird.
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Gemäß einem
ersten Aspekt ist die Druckeinheit zur Verwendung durch das Verfahren
dadurch ausgezeichnet, dass die Beschichtungs- und Wasseraufbringungseinheit
so angeordnet ist, dass sie zwischen einer ersten Position zum Herstellen
eines Kontakts zwischen der wenigstens einen Walze und einer mit
dem Plattenzylinder in Eingriff befindlichen Walze und einer zweiten
Position zum Herstellen eines direkten Kontakts zwischen der wenigstens
einen Walze und dem Presszylinder der Druckeinheit gleiten kann.
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Gemäß einem
zweiten Aspekt ist die Druckeinheit zur Verwendung durch das Verfahren
dadurch ausgezeichnet, dass die Beschichtungs- und Wasseraufbringungseinheit
in Bezug auf den Plattenzylinder und den Presszylinder so angebracht
ist, dass sie zwischen einer ersten Position zum Herstellen eines
Kontakts zwischen der wenigstens einen Walze und einer mit dem Plattenzylinder
in Eingriff befindlichen Walze und einer zweiten Position zum Herstellen
eines direkten Kontakts zwischen der wenigstens einen Walze und
dem Presszylinder der Druckeinheit schwenkbar ist.
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Das
Verfahren und die Vorrichtung ermöglichen, dass die Rakel gemeinsam
mit der Walze eine Einheit bildet, die zwischen den beiden Positionen gleiten
oder schwenken kann.
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Durch
die Verwendung eines derartigen Verfahrens und einer derartigen
Einheit wird es möglich, Offset-Maschinen
in der Weise herzustellen, dass sie breitere Anwendungsmöglichkeiten
besitzen, wobei gleichzeitig der Druckvorgang wirkungsvoller ablaufen
kann, da die Beschichtung nicht indirekt über den Plattenzylinder an
dem Presszylinder aufgebracht wird. Die gleitfähige Einheit kann so beschaffen
sein, dass sie an vorhandenen Offset-Maschinen nachgerüstet werden
kann.
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Die
Beschichtung oder das Wasser aus der Kammer wird über eine
Walze, die vorzugsweise eine Siebwalze in der Form einer Aniloxwalze
(Auftragswalze) ist, an den Presszylinder oder den Plattenzylinder übertragen
und die Flüssigkeit,
die sich in den Näpfen
der Siebwalze befindet, wird an den Press- oder Plattenzylinder übertragen.
Die Übertragung
von Wasser an den Plattenzylinder erfolgt, wenn eine Gummiwalze
zwischen die Siebwalze und die Druckplatte des Plattenzylinders
eingesetzt wird. Die Übertragung
der Beschichtung erfolgt von der Siebwalze direkt an den Presszylinder.
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Wenn
die Übertragungseinheit
entweder durch eine Gleitbewegung oder eine Schwenkbewegung in ihre
zweite Position für
einen Kontakt mit der Presswalze verlagert wird, ist es außerdem möglich, einen
flexographischen Druck auszuführen.
Der Presszylinder ist mit einer Druckplatte versehen und der Plattenzylinder
wird so verlagert, dass er den Presszylinder nicht mehr berührt. Dann
können
Flexofarben von der Kammer und von der Übertragungswalze in Form einer
Aniloxwalze an die Druckplatte übertragen
werden.
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Wenn
ein vollständig überdeckender
Druck erwünscht
ist, kann wie beim Beschichten ein Presskissen an dem Presszylinder
verwendet werden.
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Es
ist möglich,
separate Rakel für
die Farb/Beschichtungs- und die Wasseraufbringung zu verwenden.
Es ist jedoch außerdem
möglich,
für die Beschichtungs-
und die Wasseraufbringung ein und dieselbe Rakel zu verwenden.
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In
einer Beschichtungseinheit, die in einer Offset-Maschine typischerweise
die letzte Druckeinheit ist, ist es vorteilhaft, wenn die Beschichtungsmittel
lediglich eine Siebwalze in Form einer Aniloxwalze zum Übertragen
der Beschichtung, die von der Rakel direkt auf den Presszylinder
aufgebracht wird, aufweisen.
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Die
meisten Maschinen sind mit einem Rahmen mit Kopplungsmitteln zum
Tragen eines Reinigungssystems versehen, das eine Flüssigkeitssprühdüse und Reinigungspapier
enthält.
In einigen Fällen kann
die Druckeinheit gemäß der Erfindung
in Kopplungsmitteln dieses Rahmens angebracht sein. Dadurch wird
die Notwendigkeit der speziellen Anpassung des Maschinenrahmens
vermieden. Dadurch wird es besonders einfach, eine vorhandene Maschine
zu modifizieren, da die Kopplungsmittel, die in dem Rahmen der Offset-Maschine
angeordnet sind, als Kopplungsmittel für die erfindungsgemäße Einheit
wiederverwendet werden.
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Der
Motor, der zum Antreiben der Siebwalze verwendet wird, ist unabhängig, damit
die Drehzahl an verschiedenen Offset-Maschinen eingestellt werden
kann. Deswegen benötigt
die Einheit keine spezielle Anpassung des Antriebs der Siebwalze
für unterschiedliche
Offset-Maschinen. In der Maschine ist lediglich eine Aufhängung erforderlich,
die in ihrer einfachsten Form vier Stifte oder Schrauben an einem
Gestell enthält.
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Durch
die Verwendung einer erfindungsgemäßen Einheit, die auf einer
Rakel beruht, ist es möglich,
stark pigmentierte Farben aufzubringen, wie z. B. Metalleffekt-Lackfarben.
Das ist bei gewöhnlichen
Offset-Druckeinheiten nicht möglich,
da Pigmente/Farben an dieser Stelle klumpig werden und die Herstellung
eines Qualitätsdrucks
unmöglich
machen.
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Die
Einheit gemäß der Erfindung
kann außerdem
als eine Befeuchtungseinheit verwendet werden. Bei den bekannten
Befeuchtungseinheiten entsteht ein Umweltproblem. Um das Befeuchtungswasser
mit der vorhandenen Walzenanordnung zu übertragen, müssen Lösungsmittel
zugefügt
werden. Das ist gegenwärtig
an verschiedenen Orten verboten.
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Es
ist alternativ versucht worden, das Problem durch eine Teflonbeschichtung
zu lösen,
um eine Art Maske zu bilden mit dem Zweck, dass die Farbablagerung
in bestimmten Bereichen vermieden wird. Das ist als Trocken-Offset
bekannt und ist im Prinzip ein anderer Prozess. Deswegen wurde Teflon verwendet,
um die Wasseraufbringung von den Befeuchtungswalzen zu ersetzen.
Dieses System besitzt einen Vorteil, da das Papier nicht befeuchtet
wird und dadurch die Gefahr, dass die Beschichtung schlecht anhaftet,
nicht entsteht.
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Anstelle
der Verwendung der herkömmlichen Befeuchtungseinheiten
kann ein System verwendet werden, das eine Rakel und eine Siebwalze
sowie eine Gummiwalze zwischen der Rakel und dem Plattenzylinder
enthält,
wie in der oben genannten internationalen Patentanmeldung beschrieben
ist. Das ist vorteilhaft, da ein schnellerer Betrieb als zuvor möglich ist.
Die Wassermenge oder der Umfang der Wasserwurst, die in einem keilförmigen Zwischenraum zwischen
der Gummiwalze und dem Plattenzylinder gebildet wird, kann verändert werden,
indem die Gummiwalze und der Plattenzylinder mit veränderlicher
Drehzahl angetrieben werden. Indem die Gummiwalze mit einer größeren Drehzahl
angetrieben wird, ist es somit möglich,
eine größere Wassermenge
in dem Keil vorzusehen. Die Wassermenge kann außerdem eingestellt werden,
indem die Schlitzbreite, die zwischen der Gummiwalze und dem Plattenzylinder
auftritt, variiert wird. Die Druckeinheit gemäß der Erfindung ist somit dahingehend vorteilhaft,
dass die Menge des Wassers, das sich in dem Schlitz befindet, je
nach Bedarf variiert werden kann.
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Da
die Druckeinheit zum Beschichten und als Befeuchtungseinheit vorgesehen
werden kann, ist es möglich,
die gleiche Einheit, die eine Rakel und eine Übertragungswalze enthält, sowohl
für Wasser als
auch für
eine Beschichtung zu verwenden.
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Bei
Verwendung einer gebräuchlichen
Befeuchtungseinheit ist es nicht möglich, eine Beschichtung aufzubringen.
Infolge der Oberflächengeschwindigkeiten
erfolgt eine starke und unzulässige Verschmutzung
der Umgebung, wenn die Beschichtung vom Umfang der Walze und von
den Enden der Walzen spritzt. Bei Verwendung der erfindungsgemäßen Einheit
zum Beschichten ist es möglich,
eine Verschmutzung zu vermeiden.
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Es
ist außerdem
möglich,
dass gemeinsam mit einem Plattenzylinder und einem Presszylinder zwei
erfindungsgemäße Einheiten
vorgesehen werden können,
von denen eine Einheit zum Beschichten und die andere Einheit zur
Wasseraufbringung verwendet werden. Dadurch wird es möglich, Beschichtungsstreifen
und Farbstreifen nebeneinander auf dem Plattenzylinder vorzusehen.
Das wird ermöglicht,
da die Rakel über
einen Abschnitt ihrer Länge
zum Abgeben von Flüssigkeit/Farbe
unterteilt sein kann. Dadurch wird die Möglichkeit zum Herstellen eines
Drucks mit ganz neuen Effekten erreicht.
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Beschreibung
der Zeichnung
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Im
Folgenden wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügte schematische
Zeichnung erläutert,
in der:
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1 eine
Seitenansicht einer typischen Offset-Maschine mit vier Druckeinheiten
zeigt;
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2 eine
Teilansicht zeigt, die eine bekannte Druckeinheit mit einer Befeuchtungseinheit
und einer Farbeinheit veranschaulicht;
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3 eine
der 2 entsprechende Ansicht zeigt, die eine Ausführungsform
einer Druckeinheit gemäß der oben
genannten internationalen Patentanmeldung veranschaulicht;
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4 eine
der 3 entsprechende Ansicht zeigt, die eine erste
Ausführungsform
einer Druckeinheit gemäß der Erfindung
veranschaulicht; und
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5 eine
Ansicht zeigt, die eine weitere Ausführungsform einer Druckeinheit
gemäß der Erfindung
veranschaulicht.
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1 zeigt
eine herkömmliche
Offset-Druckmaschine 1 mit vier Druckeinheiten 2.
Die Maschine besitzt eine Transportrichtung 3 für Blätter, die
bedruckt werden. Die Blätter
kommen von einer Zufuhrstation 4 und werden mittels einer
Beförderungsanordnung 6 mit
einem Transportriemen 7 zu einer Aufnahmestation 5 transportiert.
Der Transportriemen 7 läuft
um zwei Kettenräder 8, 9.
Die einzelnen Blätter werden
von der Einheit 4 über
einen Weg 10 um einen Druckzylinder oder Gegendruckzylinder 12 transportiert.
Die einzelnen Blätter
werden an einer Position, die durch das Bezugszeichen 13 angegeben
ist, angeordnet. Die Blätter
werden somit in einem Bereich zwischen einem Presszylinder 14 und dem
Druckzylinder 12 angeordnet. Der Presszylinder 14 steht
mit einem Plattenzylinder 15 in Kontakt. Außer dem
Druckzylinder 12 umfasst die Offset-Maschine außerdem Übertragungszylinder 16 für die Blätter.
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Die
Offset-Maschine umfasst ferner Greifmittel zum Halten der Blätter und
eine lange Reihe von Walzen für
Befeuchtungseinheiten und Farbaufbringungseinheiten, die mit dem
Plattenzylinder in Verbindung stehen. Da diese wohlbekannt sind,
sind sie in 1 nicht gezeigt, die zur Veranschaulichung
des Aufbaus der Offset-Einheit dient. Diese Walzen erscheinen jedoch
in 2.
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2 zeigt
eine Druckeinheit 1 mit einem Druckzylinder 12,
einem Presszylinder 14 und einem Plattenzylinder 15.
Diese Zylinder drehen sich gemäß den Pfeilen 17, 18, 19.
Eine Befeuchtungseinheit enthält
einen Behälter 21 für Wasser.
Aus dem Wasserbehälter 21 wird
das Wasser über
ein System aus Walzen 22 zu der letzten Kontaktwalze 23 geführt, die
mit dem Plattenzylinder 15 in Kontakt steht. Die Druckeinheit 1 umfasst
ferner eine Farbaufbringungseinheit 24 mit mehreren Walzen 25,
die Farbe von einem Farbbehälter 26 an
Kontaktwalzen 27 übertragen,
die die Farbe auf einer (nicht gezeigten) elastischen Druckplatte
aufbringen, die an dem Plattenzylinder 15 angebracht ist.
Die an dem Plattenzylinder angeordnete Druckplatte wird somit in
den Bereichen, in denen kein Wasser von der Befeuchtungseinheit 20 aufgebracht
wurde, mit Farbe versehen. Die Druckplatte ist gewöhnlich eine
geätzte
Metallplatte.
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Da
eine Beschichtungseinheit prinzipiell wie die Befeuchtungseinheit 20 aufgebaut
ist, kann 2 außerdem zum Veranschaulichen
einer Beschichtungseinheit verwendet werden. Die Beschichtung wird
somit aus dem Behälter 21,
der die Beschichtung enthält,
befördert
und über
Walzen 22 auf die letzte Kontaktwalze 23 übertragen,
die außerdem als
die Gestaltungswalze bezeichnet wird. Eine Beschichtungseinheit
wird jedoch vorzugsweise an dem Presszylinder 14 angebracht,
um eine unerwünschte Verschmutzung
zu verhindern.
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Die
gezeigte Ausführungsform
besitzt einige umgebungsbedingte und druckbedingte Nachteile. Anstelle
der Verwendung der vorhandenen Befeuchtungseinheit kann die Druckeinheit
von 2 so modifiziert werden, wie in 3 dargestellt
ist.
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In 3 ist
die Kontaktwalze 23 durch eine Einheit 28 ersetzt,
die ein Rakelsystem 30 und eine Siebwalze 29,
die vorzugsweise eine Aniloxwalze der Art ist, die ebenfalls beim
Flexodruck verwendet wird, enthält.
Die Siebwalze 29 kann direkt in der vorhandenen Aufhängung angebracht
sein. Zwischen der Siebwalze 29 und dem Plattenzylinder 15 ist
eine elastische Walze 32, die vorzugsweise eine Gummiwalze
ist, angebracht. Die Einheit 28 kann selbst bei großen Umfangsgeschwindigkeiten
sicherstellen, dass eine konstante und gleichförmige Menge von Wasser und/oder
Beschichtung an den Plattenzylinder 15 übertragen wird. Wenn die Einheit 28 zum
Beschichten verwendet werden soll, werden die Walzen 27 der
Farbaufbringungseinheit von dem Plattenzylinder 15 gelöst. Wenn
die Einheit 28 für
eine Wasseraufbringung verwendet wird, bleibt die Farbaufbringungseinheit 24 an
dem Plattenzylinder 15 in Eingriff.
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Die
in 3 gezeigte Ausführungsform kann verändert werden,
wenn sie ausschließlich
zum Beschichten verwendet wird. Dabei kann die harte Siebwalze 29 direkt
ohne eine elastische Walze zum Beschichten verwendet werden. Das
erfordert jedoch die Verwendung eines Presskissens an dem Plattenzylinder 15.
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Die
gezeigte Druckeinheit ist sehr einfach und leicht zu warten. Gleichzeitig
kann das System in Abhängigkeit
davon, ob die Druckeinheit für
den einen oder den anderen Zweck verwendet werden soll, leicht ersetzt
werden. Dadurch ist es möglich,
die vorhandene Befeuchtungseinheit wunschgemäss gleichzeitig mit der erfindungsgemäßen Einheit 28 zu verwenden.
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Wenn
die Einheit 28 zur Wasseraufbringung verwendet wird, ist
es leicht, die Wassermenge auf eine einfache Art einzustellen. Eine
derartige Einstellung ist bei herkömmlichen Befeuchtungseinheiten schwierig,
bei denen die Walzen mit dem Plattenzylinder 15 synchron
laufen. Die Gummiwalze 32 kann mit ihrem eigenen Motor
versehen sein, der unabhängig
von dem Plattenzylinder angetrieben wird. Das erzeugt die Möglichkeit
einer unterschiedlichen Umfangsgeschwindigkeit und dadurch kann
eine größere oder
eine kleinere Menge von Wasser in dem keilförmigen Zwischenraum 31,
der zwischen der Gummiwalze 32 und dem Plattenzylinder 15 gebildet ist,
angestaut werden.
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4 zeigt
eine erste Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Druckeinheit 1. 4 unterscheidet
sich von der in 3 gezeigten Druckeinheit dahingehend,
dass die Einheit 28 um eine Schwenkachse 33 schwenkbar
aufgehängt
ist, die zu den Drehachsen 34 und 35 für den Presszylinder 14 bzw.
den Plattenzylinder 15 parallel verläuft. Die Einheit 28 ist
in einer ersten Position 36, in der die Siebwalze 29 an
einer am Plattenzylinder 15 in Eingriff befindlichen elastischen
Walze 32 in Kontakt ist, und in einer zweiten Position 37,
in der die Siebwalze 29 direkt an dem Presszylinder 14 in
Eingriff ist, gezeigt. Diese beiden Positionen werden für eine Wasseraufbringung
(Position 36) bzw. die Beschichtung (Position 37)
verwendet.
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5 zeigt
eine weitere Ausführungsform
einer Druckeinheit gemäß der Erfindung.
In dieser Druckeinheit werden zwei Einheiten 28 gleichzeitig verwendet.
Die Einheit 28, die in der Figur rechts dargestellt ist,
wird zum Aufbringen von Befeuchtungswasser verwendet. Die Einheit 28,
die links gezeigt ist, wird zum Aufbringen einer Beschichtung verwendet.
Da es möglich
ist, die Rakel über
ihre Länge
zu unterteilen, ist es möglich,
dort eine Beschichtung in Streifen aufzubringen, wo die Befeuchtungseinheit keine
Befeuchtung aufbringt. Ein derartiger Effekt ist bei herkömmlichen
Druckeinheiten nicht möglich.
Die Beschichtungseinheit und die Befeuchtungseinheit, die in 5 dargestellt
sind, funktionieren gemäß dem gleichen
Prinzip, das oben unter Bezugnahme auf die vorhergehenden Figuren
erläutert
wurde. Die auf der linken Seite befindliche Einheit 28 kann
alternativ verwendet werden, um eine Beschichtung und eine flexographische
Farbe zu übertragen.
Wenn ein Presskissen auf dem Presszylinder 14 vorhanden
ist, wird eine vollständig
bedeckende Farbe gedruckt, und wenn an dem Presszylinder 14 eine
Druckplatte angeordnet ist, kann ein gewünschtes flexographisch gedrucktes
Bild hergestellt werden.