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Die
vorliegende Erfindung betrifft die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf ein Steuerverfahren für
sensorlose Antriebe mit Induktionsmotoren.
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Üblicherweise
werden Antriebe mit Induktionsmotoren weitverbreitet in elektrischen
Antriebssystemen und in verschiedenen Industrieanwendungen, wie
beispielsweise Werkzeugmaschinen, Pumpen, Förderbänder usw., eingesetzt, wobei
sie dank ihrer verbesserten Widerstandsfähigkeit, reduzierten Wartungszeit
und geringeren Produktionskosten nach und nach die traditionellen
Gleichstrommotor-Antriebe ersetzen.
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Gemäß ihres
dynamischen Verhaltens können
die Induktionsmotor-Antriebe in zwei Kategorien eingeteilt werden:
Niedrigleistungsantriebe und Hochleistungsantriebe.
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Bei
Niedrigleistungs- Induktionsmotor-Antrieben können Drehzahlregulatoren vom
Offen-Regelkreis-Typ
(konstante Volt/Hertz-Technik) oder Geschlossen-Regelkreis-Typ (Schlupfüberwachungstechnik)
sein, während
Fluss- und Drehmomentsteuerung durch Skalarsteuerungsansätze durchgeführt werden,
die nur auf die Amplitude der elektrischen Variablen wirken. Solche
Skalarsteuerungsansätze benötigen die
Kenntnis über
die Amplitude des Statorflusses, um die Statorspannung als Funktion
der Frequenz und der Drehzahl zu bestimmen.
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In
Hochleistungs-Induktionsmotor-Antrieben sind Drehzahl- und Positionscontroller
vom Geschlossenen-Regelkreistyp, während Fluss- und Drehmomentsteuerung
durch Vektorsteuerungsansätze
durchgeführt
werden, die sowohl auf die Amplitude als auch die Winkelstellung
der Drehvektoren, die die elektrischen Variablen regulieren, wirkt.
Unter den Induktionsmotor-Vektorsteuerungstechniken von ist heutzutage
die Feldorientierung der am weitesten verbreitetste Ansatz. Er übt eine
unabhängige
Regelung des Flusses und des Drehmoments aus, indem er auf Komponenten
des Statorstroms gemäß einem zweiphasen
rotierenden Bezugssystem wirkt, synchron mit dem Rotorfluss. Steuertechniken,
die auf dem Feldorientierungsprinzip basieren, benötigen sowohl
die Kenntnis über
die Amplitude als auch über die
Winkelstellung Rotorflusses.
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Die
Amplitude und die Winkelstellung sowohl des Statorflusses als auch
des Rotorflusses kann über
die Amplitude und der Winkelstellung des Luftspaltflusses erhalten
werden, indem geeignete Korrekturterme hinzugefügt werden, die von dem Statorstrom
und den Parametern der Induktionsmaschine abhängig sind.
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Die
Amplitude und die Winkelstellung des Luftspaltflusses könnte theoretisch
direkt unter Verwendung von Halleffekt-Flusssensoren gemessen werden.
Jedoch stellen solche Sensoren in der Praxis nicht die benötigte Präzision bereit;
ferner ist ihre Installation in der Maschine oft komplex.
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In
Niedrigleistungs-Antrieben wird stattdessen eher ein genäherter,
konstanter Wert verwendet, als dass die Amplitude des Luftspaltflusses
gemessen wird. Bei Hochleistungs-Antrieben
beruhend auf dem Feldorientierungsprinzip; können die Amplitude und die
Stellung des Rotorflusses direkt aus den gemessenen Statorspannungen
und -strömen
(direkte Feldorientierung) oder, üblicherweise in indirekter Weise
mittels eines mathematischen Models des Motors (indirekte Feldorientierung)
bestimmt werden. Die letztgenannte Technik ist mit Anstand die am meisten
verwendetste, auch wenn sie einen Winkelstellungs-Messwertgeber der
Motorwelle mit einer Auflösung
von mindestens gleich 8 Bits benötigt
und obwohl die so erhaltenen Ergebnisse extrem sensibel auf durch
die Temperatur verursachte Widerstandsveränderungen des Rotors sind.
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Sensitivität auf Parameterveränderung
und die Erfordernis innerhalb des Antriebs einen relativ teuren
Stellungssensor einzuführen,
haben die Entwicklung alternativer Techniken des „sensorlosen" Typs ausgelöst, die
geeignet sind, die Amplitude und die Winkelstellung des Rotorflusses
zu bestimmen, ohne einen Stellungsmesswertgeber zu verwenden.
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Die
am meisten verbreiteten sensorlosen Steuertechniken basieren auf
einem Direkt-Feldorientierungsansatz,
wobei die Amplitude und die Winkelstellung des Rotorflusses von
der gegenelektromotorischen Kraft (EMV) erhalten wird. Techniken, die
auf einem solchen Prinzip basieren, können einfach zu niedrigen Kosten
implementiert werden, aber sie versagen bei niedrigen Statorspannungsfrequenzen.
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Das
Fehlen einer korrekten Abschätzung
der Amplitude und/oder der Winkelstellung des Luftspaltflusses bei
niedriger Frequenz verursacht starke Einschränkungen bei Induktionsmotor-Angetriebenen Anwendungen
bei niedriger Drehzahl wie auch bei gesperrtem Rotor.
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Ausgeklügeltere
sensorlose Arten an Steuertechniken, die auf einem Einspeisen geeigneter
Testsignale und auf Messen der Hochfrequenz-Strom Oberschwingungen
basieren, erlauben eine merkliche Reduktion der minimalen Motordrehzahl,
die durch die Steuerung erlaubt wird; jedoch lösen auch solche Techniken das
Problem der Drehmoment- und Flusssteuerung bei sehr kleiner oder
Null-Drehzahl nicht vollständig.
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Diesbezüglich ist
festzustellen, dass die Motorsteuerung bei sehr kleiner bzw. keiner
Null-Drehzahl sehr
häufig
benötigt
wird und insbesondere ist es nützlich
bei elektrischen Kraftschlussanwendungen, in der Robotik, in vielen
Werkzeugmaschinen der neueren Generation und, im Allgemeinen, in
all jenen Anwendungen, wo es nötig
ist zwischen Last im Stillstand auszugleichen oder eine Welle zurück in eine
bestimmte Position zu bringen.
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Ein
Verfahren zum Steuern eines Induktionsmotors ist aus der
US 5,559,419 bekannt.
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Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist deswegen ein Steuersystem
für Niedrigleistungs-Induktionsmotor-Antriebe
zu realisieren, das imstande ist, die oben genannten Nachteile zu
bewältigen
und insbesondere ein Steuersystem zu definieren, das einen „sensorlosen
Typ" eines Elektroantriebsmittels realisiert,
das auf der konstanten Volt/Hertztechnik oder auf der Schlupfsteuerungstechnik
basiert und geeignet ist, bei sehr niedrigen Drehzahlen oder auch bei
Null-Drehzahl genau zu arbeiten.
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Eine
andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Steuersystem
für Hochleistungs-Induktionsmotor-Antriebe
zu realisieren, das geeignet ist, die oben genannten Nachteile zu
bewältigen
und insbesondere ein Steuersystem zu definieren, das einen „sensorlosen
Typ" eines Elektroantriebsmittels realisiert,
der auf dem Direkt-Feldorientierungsansatz basiert und geeignet
ist, bei sehr niedrigen Drehzahlen oder auch bei Null-Drehzahl genau
zu arbeiten.
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Eine
andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren
zum Messen der Amplitude und/oder der Winkelstellung des Luftspaltflusses
in Induktionsmotor-Antrieben zu definieren, das geeignet ist, bei
jeglicher Statorspannungsfrequenz und insbesondere bei sehr niedrigen
und Null-Frequenzen genau zu arbeiten.
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Eine
andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein System zum
Messen der Amplitude und/oder der Winkelstellung des Luftspaltflusses
zu indizieren, das in der Realisation des sensorlosen Hochleistungs-
und Niedrigleistungs-Induktionsmotor-Antrieb eingesetzt wird.
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Eine
andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einige
Steuerschemen für
Induktionsmotor-Antriebe, die das besagte Verfahren und Messsystem
verwenden und imstande sind bei sehr niedriger und Nulldrehzahl
ungeachtet von Lastwechseln korrekt zu arbeiten, zu definieren.
Ferner, um einige beispielhafte Ausführungsschemen zu indizieren,
die übliche
Schaltungen und Computervorrichtungen verwenden, die einfach installieren
und anzuwenden sind, zu geringen Kosten im Vergleich zu Standardtechniken
und in Betracht der erreichten Vorteile.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung werden solche Ziele durch das Verfahren gemäß Anspruch
1 erreicht.
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Weitere
Aufgaben, Merkmale und Vorteile der Induktionsmotor-Antriebe, die
entsprechend der Erfindung realisiert werden, werden mit der folgenden
detaillierten Beschreibung bezogen auf ein Beispiel einer bevorzugten,
nicht einschränkenden
erläuternden
Ausführung,
die sich auf die begleitenden und beigefügten schematischen Zeichnungen
beziehen, besser verstanden, wobei:
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1 die
Beziehung zwischen der dritten harmonischen Flusskurve und des Luftspaltflusses eines
Induktionsmotors zeigt;
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2 die
Beziehung zwischen der Amplitude der Nullsequenz-Statorspannungskomponente, die durch
Interaktion zwischen dem Hauptrotationsfeld und einem geeigneten
Hochfrequenz-Magnetfeld erzeugt wird, und der Amplitude des Luftspaltflusses
zeigt.
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3 ein
schematisches Diagramm eines ersten beispielhaften sensorlosen Steuersystems
für Niedrigleistungs-Induktionsmotor-Antrieb
ist, wobei die Amplitude des Luftspaltflusses gemäß der vorliegenden
Erfindung geschätzt
wird.
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4 ein
schematisches Diagramm eines ersten beispielhaften sensorlosen Steuersystems
für Hochleistungs-Induktionsmotor-Antrieb
ist, wobei die Winkelstellung des Luftspaltflusses gemäß der vorliegenden
Erfindung geschätzt
wird.
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5 ein schematisches Diagramm eines ersten
beispielhaften sensorlosen Steuersystems für Hochleistungs-Induktionsmotor-Antrieb
ist, wobei die Amplitude und die Winkelstellung des Luftspaltflusses
gemäß der vorliegenden
Erfindung geschätzt werden.
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Unter
Bezugnahme auf die oben genannten Figuren gibt T3 der dritte harmonische
Komponente des Luftspaltflusses TF an, BS gibt die Zuführungsleitung
des Inverters PWM an, ST 1, ST 2, ST 3 gibt die Wicklungen der drei
Phasen des Stators ST der Elektromaschine an, TV gibt den Spannungsmesswertgeber
an, TA einen Stromstärkemesswertgeber
an, PB gibt einen Bandpassfilter an, EB gibt einen Sperrfilter an,
CA gibt eine elektronische Vorrichtung oder eine Softwareprozedur
zum Auswerten der Amplitude FA des Luftspaltflusses TF an, CP gibt
eine elektronische Vorrichtung oder eine Softwareprozedur an, um die
Winkelstellung FP des Luftspaltflusses TF auszuwerten, RC gibt ein
Steuersystem des Statorstroms an, während BO eine elektronische
Vorrichtung oder eine Softwareprozedur angibt, um die Maschinensteuerung,
gemäß der konstanten
Volt/Hertztechnik durchzuführen,
und XF gibt eine elektronische Vorrichtung oder eine Softwareprozedur
an, um die Maschinensteuerung gemäß des Feldorientierungsprinzips
durchzuführen.
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Detaillierte
Darstellung der Erfindung
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Induktionsmotoren
bei normalen Betriebsbedingungen und ausgelegten Fluss arbeiten
in dem gekrümmten
Bereich der Kurve B-H des ferromagnetischen Materials, welches den
Kern darstellt; ferner ist der ferromagnetische Kern der Maschine
entlang der Flussrichtung mehr gesättigt.
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Als
eine Konsequenz verursacht die Sättigung
eine örtliche
Anisotropie der Induktionsmaschine, welche an sich keine hervortretende
magnetische Struktur hat.
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Die
Raumverteilung des Luftspaltflusses TF ist nicht völlig sinusförmig aufgrund
Sättigung
mit einem Oberschwingungsinhalt, der durch das Anwesensein von ungeraden
und Nullsequenz-Oberschwingungen charakterisiert, sondern stark
durch die dritte harmonische Komponente T3 beeinflusst. Die dritte
Oberschwingung T3 des Flusses an dem Luftspalt TF induziert, in
den drei Phasen F1, F2, F3, der Statorwicklungen ST1, ST2, ST3,
drei Spannungen V31, V32, V33 der dritten Oberschwingungen, untereinander
phasengleich sind und eine Nullsequenz-Dreiphasenspannung bilden.
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Variationen
des dritten harmonischen Flusses T3 als eine Funktion des Hauptflusses
TF kann experimentell bestimmt werden und ist, wie in 1 dargestellt,
nicht linear.
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Falls
ein direkter oder ein umgekehrter Satz an Hochfrequenz-Dreiphasen-Spannungen
VHF zu der Stator-Dreiphasen-Spannung addiert wird, wird ein Hochfrequenz-Magnetdrehfeld
erzeugt, das mit dem Hauptmagnetfeld interagiert.
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Das
Hochfrequenz-Drehfeld erzeugt eine Änderung des Sättigungslevels
des magnetischen Kreises der Maschine, welcher eine Funktion der
Position ist, die während
der Rotation eingenommen worden sind; insbesondere wird der Sättigungslevel maximal
sein, wenn solch ein Hochfrequenz-Feld ausgerichtet und mit dem
Hauptfeld in Phase ist, er wird bei dem Wert sein, der nur durch
den Hauptluftspaltfluss bestimmt wird, wenn das Hochfrequenz-Feld
90° Grad
phasenverschoben mit dem Hauptfeld ist, und letztendlich wird er
minimal sein, wenn der Hochfrequenz-Fluss gegenphasig zum Hauptfeld
ausgerichtet ist.
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Aufgrund
des periodischen Wechsels der Sättigung
aufgrund der Interaktion zwischen dem Hauptfeld und dem Hochfrequenz-Feld,
enthält
die Nullfrequenzkomponente des Flusses an dem Luftspalt TF, was üblicherweise
durch die Anwesenheit der dritten harmonischen Komponente T3 charakterisiert
wird, auch eine hochfrequente Oberschwingung FOA bei einer Frequenz,
die gleich der Differenz zwischen der Frequenz der zusätzlichen Spannung
VHF und der Frequenz des Haupt-Drehmagnetfeld ist. Ferner korrspondieren
Maximum- und Minimumpunkte in der Wellenform der FOA jeweils zu
einem Maximal- und Minimalwert des Sättigungslevels, die abweichend
auftreten, wenn das Hochfrequenzfeld gleichphasig bzw. gegenphasig
mit dem Hauptdrehfeld ausgerichtet ist. Da der hochfrequente Fluss
der zusätzlichen
Hochfrequenz-Spannungen VHF um 90° vorauseilt,
ist es möglich,
eindeutig die Winkelstellung FP des Luftspaltflusses TF aus der bekannten
Winkelstellung der Spannung VHF zu dem Zeitpunkten in denen Maximum-,
Minimum- und Nullpunkte des FOA stattfinden, zu bestimmen,.
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Die
Tatsache, dass die Beziehung zwischen dem Luftspaltfluss und seiner
dritten harmonischen Komponente, wie in 1 gezeigt,
nicht linear ist, stellt eine Verbesserung des Phänomens bereit,
was folglich die hochfrequente Oberschwingung des Flusses deutlich
macht und ermöglicht
eine Nullsequenz-Hochfrequenz-Spannungskomponente VOA zu induzieren,
die die gleiche Frequenz der FOA hat, überlagert mit den dritten harmonischen
Spannungen V31, V32, V33.
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Die
Amplitude der harmonischen Nullsequenz-Spannung VOA ist genau proportional
zu der Amplitude der Nullsequenz-Luftspaltflusskomponente FOA und
steht mit der Amplitude des Luftspaltflusses TF mittels der in 2 gezeigten
Funktion in Beziehung Ferner eilt VOA der Nullsequenz-Luftspaltflusskomponente
FOA um 90° voraus,
so dass die Position FP des Luftspaltflusses TF ebenso eindeutig von
der bekannten Winkelstellung der Spannung VHF, zu den Zeitpunkten,
in denen Maximum-, Minimum- und Nullpunkte der FOA stattfinden,
bestimmt werden kann.
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Falls
der Nullsequenzpfad durch Masse geschlossen ist, dann wird auch
eine Hochfrequenz-Nullsequenzkomponente
IOA des Statorstroms erzeugt, die die gleiche Frequenz der Nullsequenz-Luftspaltflusskomponente
FOA hat. Aufgrund der Merkmale des Hochfrequenz-Nullsequenzstrompfads, ist die Amplitude
der Nullsequenz-Stromkomponente IOA proportional zu der Amplitude
der Nullsequenz-Spannungskomponente VOA. Ferner existiert zwischen
IOA und VOA eine konstante Phasenverschiebung, die eine Bestimmung
der Winkelstellung FP des Luftspaltflusses TF aus der bekannten Winkelstellung
der Spannung VHF, zu dem Zeitpunkten, in denen Maximum-, Minimum-
und Nullpunkt des IOA stattfinden, ermöglicht.
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Diese
Ergebnisse können
ebenso mittels Einführens
eines direkt- oder invers-symmetrischen Satzes von drei Hochfrequenzströmen oder
mittels Einführens
einer Hochfrequenzspannungs- oder -stromkomponente
entlang der Richtung des Luftspaltflusses TF erhalten werden.
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Die
dritten harmonischen Phasenspannungen V31, V32, V33 und die harmonische
Hochfrequenz-Nullsequenzkomponenten können direkt zwischen den Anschlüssen des
Stators ST und des Sternzentrums N der Statorwicklungen ohne einen signifikanten
Phasenfehler aufgenommen werden. Dann kann zu jedem Zeitpunkt, die
Gesamt-Nullsequenz-Spannung
VSM durch Addieren der drei Phasenspannungen der Maschine erhalten
werden.
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Alternativ
kann die globale Nullsequenzspannung VSM zwischen dem Sternzentrum
N der Statorwicklungen ST1, ST2, ST3 und dem zentralen Punkt O die
Kapazitäten
C1, C2 der direkten Stromzuleitung BS aufgenommen werden, welche
die Inverter PWM mit Breiten-Impulsmodulation
versorgt.
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Falls
das Sternzentrum N der Statorwicklungen ST1, ST2, ST3 nicht erreichbar
ist, dann kann eine Spannung, die proportional zu der globalen Nullspannung
VSM ist, zwischen einem fiktiven Sternzentrum NF, das durch Verbinden
eines Sterns von drei gleichen Impedanzen in irgendeinem Punkt des Kabels,
das den Inverter an der Maschine verbindet, und des zentralen Punktes
O die Kapazitäten
C1 und C2 des Gleichstromleitung BS, der den Inverter PWM versorgt,
aufgenommen werden.
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Eine
weitere Alternative besteht darin, den totalen Nullsequenzstrom
ISM zu messen.
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Die
dritte harmonische Komponente T3 der Nullspannung VSM, die der Output
des Spannungsmesswertgebers TV oder von dem Nullsequenzstrom ISM
ist, wird durch einen Bandpassfilter PB beseitigt, der auch weitere
Hochfrequenz-Oberschwingungen, wie diejenigen, die durch den Inverter
PWM und durch die Rotorschlitze erzeugt werden, wie auch hochfrequentes
Rauschen, beseitigt.
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Die
Amplitude FA des Luftspaltflusses TS wird durch Verwendung einer
Computervorrichtung CA aus der Amplitude der Spannung VOA, die der Output
des Bandpassfilters PB ist, erhalten, gemäß der in 2 gezeigten
experimentellen Funktion.
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Die
Winkelstellung FP des Luftspaltflusses TF wird durch Verwendung
einer Computervorrichtung CP und von der bekannten Winkelstellung
der Spannung VHF erhalten, mittels Feststellens des Maximums-, Minimums-
und Nullpunkts der Spannung VOA.
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Alternativ
kann die Winkelstellung EP des Luftspaltflusses TF durch Verwendung
einer geeigneten Computervorrichtung erhalten werden, mittels Integration
der Differenz zwischen der bekannten Winkelgeschwindigkeit der Spannung
VHF und der messbaren Winkelgeschwindigkeit der Null-Frequenz-Spannungskomponente
VOA.
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Ein
Hochleistungs-Induktionsmotor-Antrieb gemäß der vorliegenden Erfindung
kann experimentell in einem einfachen und günstigen Weg, wie derjenige,
der in dem schematischen Diagramm von 4 dargestellt
ist, implementiert werden, der das Verfahren und das System zum
Messen der Winkelstellung des Luftspaltflusses gemäß der vorliegenden
Erfindung ausnutzt.
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Die
Injektion des Satzes aus drei Hochfrequenz-Spannungen VHF, das Messen
der Nullsequenzkomponente VSM von den Statorspannungen V31, V32,
V33, die filternde Funktion der Hochfrequenz-Oberschwingungen, das
Messen der Maximum-, Minimum- und Nullpunkte durch Verwendung der
Computervorrichtung CP, kann durch Verwendung von günstigen
Analogschaltkreisen ausgeführt werden
und es gibt verschiedene Schemen die realisiert werden können, wie
das eine aus 4, das ein nichtlimitierendes
Beispiel einer Ausführungsform
eines Systems gemäß der vorliegenden
Erfindung darstellt. Es ist zu beachten, dass in solch einem Schema
auch der Block XF, der die feldorientierte Steuerung des Motors
in einem vorherbestimmten Bezugssystem durchführt, wie auch der Block RC
gezeigt wird, der die Statorstromsteuerung durchführt.
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Insbesondere
wird die Spannung VOA mittels Messen, mittels des Messwertgebers
TV, der Spannung VS 1 zwischen dem Sterncenter N der Statorwicklungen
ST1, ST2, ST3 und dem zentralen Punkt O die Kapazitäten C1,
C2 des Gleichstromzuleitung BS des Inverters PWM erhalten.
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Das
Signal VSM, das am Output des TV erhalten wird, wird dann gefiltert
und verstärkt,
um ein gutes Signal-Rausch-Verhältnis
zu erreichen. Der Block CP führt
die Schätzung
der Winkelstellung des Luftspaltflusses gemäß der Erfindung durch.
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Die
geschätzte
Winkelstellung des Luftspaltflusses FP wird dann zu dem Block XF
gesendet, der die Feldorientierung durchführt. Der Block XF empfängt als
Eingangssignal die Referenz-Statorstromkomponenten
ID und IQ, dann macht er eine Transformation aus dem Zweiphasen-Drehbezugssystem, welches,
synchron mit dem Fluss ist, in ein Dreiphasen-Stationärbezugssystem, um die Statorstromreferenz
IR zu erzeugen.
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Der
eigentliche Statorstrom wird mittels den Strommesswertgeber TA gemessen,
während
der Sperrfilter EB verwendet wird, um die Hochfrequenzkomponenten
in der Stromrückkopplungsschleife
zu eliminieren.
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Die
Stromregelvorrichtung RC verwaltet die Referenzstatorspannung VR,
um den Fehler zwischen dem Referenzstatorstrom IR und dem Rückkopplungssignal
IF zu minimieren.
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Die
Statorreferenzspannung VR wird dann zu der Hochfrequenzkomponente
VHF addiert und schließlich
zu dem Inverter PWM gesendet.
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Von
der gegebenen Beschreibung werden sowohl die Eigenschaften des Systems
und das Steuerverfahren für
einen Induktionsmotor-Antrieb, die Gegenstand der vorliegenden Erfindung
sind, als auch die Vorteile, deutlich definiert.
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Ein
alternatives Schema für
Hochleistungs-Induktionsmotor-Antriebe gemäß der vorliegenden Erfindung,
kann experimentell auf einfache und günstige Weise implementiert werden,
wie die eine, die in dem schematischen Diagramm von 5 dargestellt
ist, das ein nicht einschränkendes
Beispiel einer Ausführungsform
des Systems entsprechend der Erfindung darstellt, welches das Verfahren und
das System zum Messen der Amplitude und der Winkelstellung des Luftspaltflusses,
was die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, ausnützt.
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Falls
mit dem Schema von 4 verglichen wird, wird in dem
Schema von 5 die Anwesenheit des Blocks
CA offensichtlich, der die Amplitude FA des Luftspaltflussvektors
TF aus der Amplitude der Spannung VOA, gemäß der in 2 gezeigten Funktion
bestimmt. Ein weiterer Unterschied besteht in der Anwesenheit des
Blocks CT, der sowohl das elektromagnetische Drehmoment TM entsprechend der
tatsächlichen
Werte des Statorstroms IF, als auch die Amplitude FA und die Winkelstellung
FP des Luftspaltflusses schätzt.
Die Kenntnis der tatsächlichen
Werte des Motordrehmoments und Flusses erlaubt eine Geschlossen-Schleifensteuerung
solcher Variablen mittels des Drehmomentregulators RT und des Plusregulators
RF durchzuführen.
Solche Blöcke erzeugen
die Referenzwerte ID und IQ der Statorstromkomponenten gemäß eines
rotierenden Bezugssystem, welches synchron mit dem Fluss ist, die in
dem Schema von 4 durch externe Vorrichtungen
eingeführt
werden.
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Ein
Niedrigleistungs-Induktionsmotor-Antrieb gemäß der vorliegenden Erfindung
kann auch experimentell auf einfache und günstige Weise implementiert
werden, wie die, die in dem schematischen Diagramm von 3 dargestellt
ist, welches ein nicht einschränkendes
Beispiel einer Ausführungsform des
Systems gemäß der Erfindung
repräsentiert,
was das Verfahren und das System zum Messen der Amplitude des Luftspaltflusses
ausnutzt, was eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist.
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Falls
mit den Schemen von 4 und 5 verglichen
wird, sind in dem Schema von 3 keine Blöcke eingefügt, die
die Drehmomentssteuerung (CT, RT), die Feldorientierung (XF), die
Statorstromsteuerung (TA, EB, RC) und die Schätzung der Winkelstellung des
Luftspaltflusses (CP) durchführen. Die
Steuerung der Amplitude des Luftspaltflusses wird mittels dem Flussregulator
RF durchgeführt,
der den Referenzwert der Statorspannungsamplitude VS erzeugt, um
den Fehler zwischen der Flussreferenz FR und der geschätzten Flussamplitude
FA zu minimieren. Letztendlich wird das Referenzsignal VR des Inverters
PWM mittels des Blocks BO, gemäß z.B. einer
konstanten Volt/Hertztechnik, erzeugt.