-
Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Besäumungsmaschine (squaring machine)
insbesondere zum Schneiden von Platten. Eine derartige Besäumungsmaschine
wird in
DE 93 07 635
U offenbart, wobei dieses Dokument alle Merkmale des Oberbegriffs
von Anspruch 1 offenbart.
-
Es
ist bekannt, dass ein breites Spektrum an Besäumungsmaschinen zum Schneiden
von Holz- oder holzartigen Platten auf dem Markt verfügbar ist, die
dazu dienen, halbfertige Bauteile zur Herstellung von Möbeln herzustellen.
Diese Maschinen stellen zueinander senkrechte Schnitte (beispielsweise Schnitte,
die zur Herstellung von Bauteilen eines Kleiderschranks erforderlich
sind) oder schräge Schnitte
(beispielsweise bestimmte Schnitte zum Herstellen von Bauteilen
für Küchen oder
spezielle Möbel)
her.
-
Maschinen,
bei denen die Handhabung der Positionieranschläge zum Ausrichten der zu schneidenden
Platte durch automatische Einrichtungen gesteuert wird, die von
einem numerischen Steuerungssystem unterstützt werden, werden gegenwärtig für rechtwinklige
Schnitte vorgeschlagen.
-
Bisher
hat es kaum Bedarf dahingehend gegeben, schräge Schnitte mit einer Besäumungsmaschine
durchzuführen,
jedoch hat die Notwendigkeit, zunehmend maßgeschneiderte und individuelle
Möbel anzubieten,
diese Entwicklung gefördert,
so dass die Maschine weite Verbreitung bei Benutzern finden könnte.
-
Heutige
Besäumungsmaschinen
werden durch einen Gleitrahmen gebildet, der von einem Teleskoparm
getragen wird, der an einem Ende schwenkbar gelagert ist. Eine lineare
Bezugsachse, vorzugsweise eine Aluminiumschiene, ist an dem Rahmen
vorhanden und ist so eingestellt, dass sie genau senkrecht zu der
Schnittlinie ist, die durch das Schneidmesser hergestellt wird.
Indem die zu schneidende Platte auf der Tragefläche der linearen Bezugsachse
angeordnet wird, wird sichergestellt, dass ein Schnitt erzeugt wird,
der im rechten Winkel dazu ist, wie dies die Herstellungsanforderungen
erfordern. Des Weiteren sind eine gleitende Positioniereinrichtung
und ein Lineal mit Millimetertei lung an der linearen Bezugsachse
eingefügt,
und das Lineal dient als Bezugsgröße für die Schnittmessung.
-
Gegenwärtig wird
für schräge Schnitte
selbst bei großen
Platten die lineare Bezugsachse in Bezug auf die Schnittlinie gedreht
und dabei manuell aus ihrer senkrechten Position bewegt. Diese Drehung
wird von einem Drehgelenk gesteuert, um das sich die Aluminiumschiene
mit einem Drehkopf dreht, der an der Gleitebene angebracht ist,
und an dem die Schiene für
den voreingestellten Schneidwinkel positioniert wird. Obwohl dieses
Verfahren einfach auszuführen ist,
weist es den Nachteil auf, dass bei großen Winkeln die Fläche zum
Aufliegen auf der Gleitfläche
verringert wird.
-
Ein
Verfahren, mit dem das obenerwähnte Problem
beseitigt wird, das die Verringerung der Auflagefläche betrifft,
besteht in einer Schiene, die starr mit der Gleitfläche verbunden
ist und eine Rhomboidverformung durchläuft, um die Auflagefläche konstant
zu halten.
-
Trotz
der oben beschriebenen Verbesserungen ist ein gravierendes Problem
auf die Tatsache zurückzuführen, dass
eine lineare Schnittmessung, die man mit der senkrechten Bezugsachse
erhält, sich ändert, sobald
die Schiene gedreht wird, um schräge Schnitte zu erzeugen, da
sich die Strecke des Anliegens von der Schnittlinie an der Bezugslinie trigonometrischen
Beziehungen entsprechend ändert.
Dies führt
zu erheblichen Komplikationen bei der praktischen Ausführung, da
Maßkorrekturvorgänge erforderlich
sind, die für
den normalen Benutzer sehr anspruchsvoll sind.
-
Das
Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, die oben erwähnten Nachteile
zu beseitigen, indem eine Besäumungsmaschine
geschaffen wird, deren praktischer Einsatz für den normalen Benutzer einfach
ist.
-
Innerhalb
dieser Zielsetzung besteht eine spezielle Aufgabe der vorliegenden
Erfindung darin, eine Maschine zu schaffen, die sehr flexibel und schnell
ist, um die Anorderungen und Erfordernisse höherer Produktivität zu erfüllen.
-
Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Maschine
zu schaffen, die einfach ist, leicht in der Praxis eingesetzt werden kann,
im Gebrauch sicher, in der Funktion effektiv und relativ kostengünstig ist.
-
Diese
und andere Aufgaben, die im Folgenden deutlicher werden, werden
mit einer Besäumungsmaschine
erfüllt,
wie sie durch die Merkmale von Anspruch 1 definiert wird.
-
Weitere
Eigenschaften und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus
der folgenden ausführlichen
Beschreibung einer bevorzugten, jedoch nicht ausschließlichen
Ausführung
der Besäumungsmaschine
insbesondere zum Schneiden von Brettern gemäß der Erfindung besser ersichtlich,
die in den beigefügten
Zeichnungen lediglich als nicht einschränkendes Beispiel dargestellt
ist, wobei:
-
1 eine
Perspektivansicht einer Besäumungsmaschine
gemäß der vorliegenden
Erfindung ist;
-
2 eine
Draufsicht auf die Besäumungsmaschine
ist;
-
3 eine
Draufsicht auf die Besäumungsmaschine
in einem anderen Betriebszustand ist;
-
4 eine
Perspektivansicht eines Plattenauflagerahmens der Besäumungsmaschine
ist;
-
5 eine
untere Perspektivansicht eines Details in 4 ist;
-
6 eine
Seitenansicht einer Seite des Rahmens ist.
-
In
den Figuren kennzeichnet das Bezugszeichen 1 allgemein
eine Besäumungsmaschine
insbesondere zum Schneiden von Platten. Die Maschine 1 umfasst
ein Untergestell 2, das auf einem Oberteil eine Gleitschiene 2b trägt, auf
der ein flacher Wagen 3 gleitet, der im Wesentlichen rechteckig
ist und in der Richtung verlängert
ist, in der er gleitet. Im Mittelbereich der Längsseite des flachen Wagens 3 befindet
sich eine Plattform 4, die von Stützen 5 getragen wird,
die von dem Untergestell 2 vorstehen. Die Plattform 4 weist
an der Kante 4b, die an der Vorderseite des flachen Wagens 3 liegt,
einen Schlitz 4a auf, in dem ein Schneidmesser 6 aufgenommen
ist, wobei das Schneidmesser eine Schnittlinie 6a erzeugt,
die parallel zu der Kante 4b ist. Das Messer 6 ist,
wie in 2 und 3 dargestellt, drehend starr
mit einer horizontalen Sekundärwelle 7a gekoppelt,
die mit einem Motor 7 verbunden ist.
-
Das
Untergestell 2 trägt
an einem unteren Querende 2c einen Teleskoparm 8,
der dazu dient, einen Rahmen 9 zu stützen, der wie ein Parallelogramm
gelenkig gelagert ist und koplanar zu dem flachen Wagen 3 ist.
-
Der
Rahmen 9 umfasst zwei Querelemente 9a und 9b,
die parallel zueinander sind und gelenkig an zwei Längsträgern 9c und 9d gelagert
sind, die ebenfalls parallel zueinander sind. Das erste Querelement 9a ist
im Mittelbereich drehbar mit dem oberen Ende 10a einer
Stange 10 verbunden, die vertikal ist und vertikal verstellt
werden kann und über
ihr unteres Ende 10b drehbar mit dem vorderen Ende des Teleskoparms 8 verbunden
ist, um das erste Querelement 9a horizontal stützen zu
können.
Schließlich stehen
zwei Vorsprünge 12a und 12b von
den Enden des ersten Querelementes 9a vor und tragen, wie
in 2 und 3 dargestellt, eine Walze 12,
die das Gleiten der zu schneidenden Platten ermöglicht. Das zweite Querelement 9b hat
an der dem flachen Wagen 3 zugewandten Fläche einen
Gleitblock 11a, der an einer Führung 11 entlanggleiten
kann, die mit der anderen Längsseite
des flachen Wagens 3 verbunden ist. Der erste Längsträger 9c und
der zweite Längsträger 9d sind
drehbar mit den Enden des ersten und des zweiten Querelementes 9a und 9b verbunden
und sind in ihrem Mittelbereich drehbar mit einem Element 9f verbunden,
das sowohl als Auflage für
die zu schneidenden Platten als auch als Verstärkung für den Rahmen 9 dient.
-
Der
erste Längsträger 9c trägt am vorderen Ende 9g ein
Haltelement 9h für
die Platten und trägt im
restlichen Abschnitt eine Schiene 13, die starr damit verbunden
ist und innen einen Längshohlraum 14 aufweist,
wie dies in 6 dargestellt ist.
-
Die
Maschine umfasst eine Positioniereinrichtung, die im Inneren des
Hohlraums 14 angeordnet ist, sowie die Einrichtung zum Ändern des
Winkels der Schiene 13, die mit dem Mittelbereichs des Rahmens 9 verbunden
ist.
-
Die
Positioniereinrichtung wird durch einen Riemen 15 gebildet,
der über
die gesamte Länge
des Hohlraums 14 verläuft
und um zwei Riemenscheiben 16 und 17 gewickelt
ist, wobei eine der Riemenscheiben, beispielsweise die Riemenscheibe 16,
durch ein Betätigungselement 18 betätigt wird,
das über
die Welle 19 damit verbunden ist. Eine Positioniereinrichtung 20 ist
an dem Riemen 15 befestigt und so eingerichtet, dass sie
die Platte über
eine elektronische Steuerung des Betätigungselementes 18 positioniert.
-
Die
Einrichtung zum Ändern
des Winkels der Schiene 13 wird, wie in 4 und 5 dargestellt, durch
einen Zahnbogen 21 gebildet, der an dem zweiten Längsträger 9d befestigt
ist. Der Zahnbogen 21 ist mit einem Ritzel 22 in
Eingriff, das auf die Welle 23 eines Motors 24 gekeilt
ist, der an dem Element 9f befestigt ist. Der Motor 24 wird
elektronisch gesteuert und steht in Wechselbeziehung mit dem Betätigungselement 18,
so dass vorgegebene Winkeländerungen,
denen die Schiene 13 unterzogen wird, entsprechend trigonometrischen
Beziehungen mit bestimmten linearen Bewegungen der Positioniereinrichtung 20 einhergehen.
-
Bei
dem Schritt vor dem Schneiden wird die Holzplatte auf den Gelenkrahmen 9 aufgelegt
und an die Schiene 13 angelegt, die eine lineare Bezugsachse
bildet, die senkrecht zu der Schnittlinie ist. Die Positionierung
der Platte wird abgeschlossen, indem sie mit der Positioniereinrichtung 20 und
dem Halteelement 9g arretiert wird.
-
Wenn
der herzustellende Schnitt rechtwinklig ist, wird die Positionierung
der Platte durch die Positioniereinrichtung 20 entsprechend
einer vorgegebenen Abmessung, die auf einem Computer eingestellt
wird, und die Bewegungen, in die die Positioniereinrichtung zu versetzen
ist, auf das Betätigungselement 18 überträgt, linear
eingestellt. Für
rechtwinklige Schnitte gibt es auch eine manuelle Einstellung unter
Verwendung eines Lineals, das in Millimeter eingeteilt ist und an
der Schiene 13 vorhanden ist.
-
Dann
kann man, nachdem die oben beschriebenen Feineinstellungen vorgenommen
worden sind, sicher sein, dass ein genauer rechtwinkliger Schnitt
erzeugt wird, indem der Rahmen 9 in der Richtung des Pfeils
A auf das Schneidmesser 6 zu in eine Verschiebebewegung
versetzt wird.
-
Wenn
der herzustellende Schnitt schräg
ist, wird nach Positionierung der Platte der Schneidwinkel an dem
Computer eingestellt. Der Computer überträgt die verarbeiteten Informationen
zu dem Motor und dem Betätigungselement,
so dass eine Drehung der Schiene 13, die durch den Motor
bewirkt wird, automatisch mit einer Bewegung der Positioniereinrichtung
einhergeht, die von dem Betätigungselement
bewirkt wird, und durch die der Abstand der Positioniereinrichtung
zu der Schnittlinie unverändert bleibt.
-
Aus
der obenstehenden Beschreibung wird ersichtlich, dass die Erfindung
das beabsichtigte Ziel erreicht und die Aufgaben erfüllt, und
insbesondere ist die Tatsache hervorzuheben, dass die elektronische
Einstellung, die das Betätigungselement
und den Motor über
eine Schnittstelle steuert, die durch einen Rechenalgorithmus erzeugt
wird, es ermöglicht,
den Fehler der linearen Abmessung zu korrigieren, der durch die
Anordnung der Schiene in einem Winkel in Bezug auf die Schnittlinie
erzeugt wird.
-
Die
so ausgearbeitete Erfindung lässt
zahlreiche Abwandlungen und Änderungen
zu, die sämtlich
im Schutzumfang der beigefügten
Ansprüche
liegen.
-
Alle
Details können
des Weiteren durch andere, technisch äquivalente ersetzt werden.
-
In
der Praxis können
die eingesetzten Materialien sowie die Formen und Abmessungen beliebigen
Anforderungen entsprechen, ohne damit den Schutzumfang der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
-
Dort,
wo auf in einem Anspruch erwähnte technische
Strukturen Bezugszeichen folgen, dienen diese Bezugszeichen lediglich
der besseren Verständlichkeit
der Ansprüche,
und dementsprechend haben diese Bezugszeichen keine einschränkende Wirkung
auf den Umfang jedes Elementes, das beispielshalber mit diesen Bezugszeichen
gekennzeichnet wird.