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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine lösungsmittelfreie, härtbare Zweikomponenten-Klebstoffzusammensetzung
zum Laminieren und ein Laminierungsverfahren. Insbesondere betrifft
die vorliegende Erfindung eine lösungsmittelfreie,
härtbare
Zweikomponenten-Klebstoffzusammensetzung zum Laminieren, die zur
Herstellung von Materialien zur Verpackung von Lebensmitteln, Getränken, Medikamenten
usw. brauchbar ist, und ein Laminierungsverfahren.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Laminierte
Verbundfolien, die eine Metallfolie wie Aluminiumfolie umfassen,
werden als Materialien zur Verpackung von Lebensmitteln, Getränken, Medikamenten
usw. weithin verwendet. Diese laminierten Verbundfolien können durch
das Verkleben wenigstens einer Seite einer Metallfolie und einer
Kunststofffolie eines beliebigen Typs mittels eines Klebstoffs erhalten
werden.
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Konkret
wird beim Kleben von Folien an beide Seiten einer Metallfolie zuerst
eine erste Kunststofffolie an eine Seite einer Metallfolie geklebt
(erster Laminierungsschritt), und die resultierende laminierte Folie
wird aufgewickelt. Sobald die laminierte Verbundfolie aufgewickelt
ist, wird sie abgewickelt, und eine weitere Kunststofffolie wird
auf die andere Seite der Metallfolie geklebt (zweiter Laminierungsschritt).
Danach wird die resultierende laminierte Folie wieder aufgewickelt.
Bei Bedarf wird die laminierte Metallfolie in einigen Fällen mit noch
einer weiteren Kunststofffolie laminiert (z.B. der dritte Laminierungsschritt,
der vierte Laminierungsschritt).
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Bisher
werden ein härtbarer
Zweikomponenten-Klebstoff auf der Grundlage von organischen Lösungsmitteln,
bei dem es sich um ein Blend aus einer Polyisocyanatverbindung und
wenigstens einem aus einem Polyesterpolyol, einem Polyetherpolyol
und einem Polyurethanpolyol ausgewähltes Element handelt, als der
oben beschriebene Klebstoff zum Laminieren verwendet.
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In
den vergangenen Jahren erfolgt zur Verbesserung der Arbeitsumgebung
und als Folge von Einschränkungen
bei der Verwendung von Lösungsmitteln
ein allmählicher Übergang
von der Verwendung von Klebstoffen auf der Grundlage von organischen
Lösungsmitteln
zur Verwendung von lösungsmittelfreien
Klebstoffen, und Klebstoffzusammensetzungen, bei denen es sich um
Blends einer Polyolkomponente und einer Polyisocyanatkomponente
handelt, sind als lösungsmittelfreie
Klebstoffe zur Laminierung in Gebrauch gekommen.
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Herkömmliche
lösungsmittelfreie
Klebstoffe weisen jedoch den Nachteil auf, dass sie, wenn eine Rolle der
laminierten Folie nach dem ersten Laminierungsschritt allein gelagert
wird, durch die winzigen Nadellöcher der
Metallfolie permeieren, wodurch ein Blocken verursacht wird. Dadurch
wird das Problem verursacht, dass die Verbundfolie beim Abwickeln
oder während
des zweiten Laminierungsschritts reißt. Je dünner die Metallfolie (z.B.
eine Aluminiumfolie) ist, desto höher ist die Häufigkeit
des Auftretens eines solchen Problems. Darüber hinaus ist es wahrscheinlich,
dass man bei einem Laminierungsvorgang unter bestimmten Bedingungen (z.B.
in dem Fall, in dem die Verbundfolie nach dem ersten Laminierungsschritt
mit einer höheren
Spannung aufgewickelt wird, in dem Fall, in dem ein lösungsmittelfreier
Zweikomponentenklebstoff bei hohen Temperaturen gehärtet wird,
in dem Fall, in dem die aufgetragene Klebstoffmenge zu groß ist) einem
solchen Problem gegenübersteht.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
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Somit
besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung in der Bereitstellung
einer lösungsmittelfreien, härtbaren
Zweikomponenten-Klebstoffzusammensetzung zum Laminieren, die dazu
fähig ist,
das Auftreten eines durch das Austreten durch eine Metallfolie bewirkten
Blockens zu verhindern, und eines Laminierungsverfahrens.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung
einer lösungsmittelfreien,
härtbaren
Zweikomponenten-Klebstoffzusammensetzung zum Laminieren, die dazu
fähig ist,
das Auftreten eines Blockens sogar in demjenigen Fall zu verhindern,
in dem eine Metallfolie wie eine Aluminiumfolie dünn ist,
und eines Laminierungsverfahrens.
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Noch
eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung
einer lösungsmittelfreien,
härtbaren
Zweikomponenten-Klebstoffzusammensetzung
zum Laminieren, die sogar im Fall eines Laminierens unter harten
Bedingungen dazu fähig
ist, das Auftreten eines Blockens zu verhindern, und eines Laminierungsverfahrens.
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Um
die obigen Aufgaben zu lösen,
haben die Erfinder der vorliegenden Erfindung intensive Untersuchungen
durchgeführt
und schließlich
gefunden, dass die Verwendung einer lösungsmittelfreien, härtbaren Zweikomponenten-Klebstoffzusammensetzung
zum Laminieren, die eine Polyolkomponente und eine Polyisocyanatkomponente
umfasst und eine spezifische Viskosität aufweist, das Auftreten eines
Blockens aufgrund eines Austretens des Klebstoffs durch die Metallfolie
zu hemmen. Die vorliegende Erfindung wurde auf der Grundlage des
obigen Befunds bewerkstelligt.
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Das
heißt,
dass die lösungsmittelfreie,
härtbare
Zweikomponenten-Klebstoffzusammensetzung der vorliegenden Erfindung
(A) eine Polyolkomponente und (B) eine Polyisocyanatkomponente umfasst,
wobei die Viskosität
der Mischung bei 80 °C
unmittelbar nach dem Zeitpunkt, zu dem die Komponenten (A) und (B)
zusammengemischt wurden, nicht weniger als 900 mPa·s beträgt. Bei
der Komponente A kann es sich um ein Polyesterpolyol handeln, der
aus einem mehrwertigen Alkohol und wenigstens einem Element erhalten
werden kann, das aus der aus einer aromatischen Dicarbonsäure und
einer aliphatischen Dicarbonsäure
bestehenden Gruppe ausgewählt
ist. Das Zahlenmittel der Molmasse von Komponente (A) beträgt nicht
weniger als 800 (insbesondere 800 bis 5000), und die Viskosität der Komponente
(B) bei 25 °C
beträgt
nicht weniger als 20 000 mPa·s
(insbesondere 20 000 bis 1 000 000 mPa·s). Komponente (B) ist wenigstens
ein Element, ausgewählt aus:
(B1) einem Produkt einer Reaktion eines Polyisocyanats mit wenigstens
einem Element, das aus der aus einem mehrwertigen Alkohol, einem
Polyesterpolyol, einem Polyetherpolyol, einem Polycarbonatpolyol
und einem Polyurethanpolyol bestehenden Gruppe ausgewählt ist,
und (B2) einem Polyisocyanatderivat. Insbesondere enthält Komponente
(B) ein Derivat wenigstens eines Diisocyanats, das aus der aus araliphatischen
Diisocyanaten, alicyclischen Diisocyanaten und aliphatischen Diisocyanaten
bestehenden Gruppe ausgewählt
ist und eine Mehrzahl von terminalen Isocyanatgruppen aufweisen
kann. Das Äquivalenzverhältnis der
Isocyanatgruppen von Komponente (B) zur Hydroxylgruppe von Komponente
(A) (NCO/OH) beträgt
etwa 0,4 bis 10 (insbesondere 0,5 bis 5). Die Zusammensetzung der
vorliegenden Erfindung kann weiterhin ein die Haftung verbesserndes
Mittel (insbesondere einen Haftvermittler oder eine Sauerstoffsäure von
Phosphor, ein Epoxyharz) enthalten. Darüber hinaus kann es sich bei
der Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung um eine Zusammensetzung
zum Laminieren einer Metallfolie mit einer Dicke von 5 bis 15 μm mit einer
Kunststofffolie handeln.
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Die
vorliegende Erfindung schließt
weiterhin ein Verfahren zum Laminieren einer Metallfolie mit einer Kunststofffolie
unter Verwendung der obigen Zusammensetzung ein.
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AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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[Polyolkomponente (A)]
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Als
Polyolkomponente kann wenigstens ein Element verwendet werden, das
aus der aus einem Polyesterpolyol, einem Polyetherpolyol, einem
Polycarbonatpolyol und einem Poylurethanpolyol etc. bestehenden Gruppe
ausgewählt
ist. Hinsichtlich der Form (z.B. gerad-, verzweigtkettig) der Polyolkomponente
gibt es keine bestimmte Einschränkung,
vorausgesetzt, die Viskosität
der Mischung unmittelbar nach dem Zeitpunkt des Zusammenmischens
der Komponenten (A) und (B) beträgt
900 mPa·s
oder mehr.
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Das
Polyesterpolyol kann durch eine solche herkömmliche Veresterungsreaktion
wie eine Kondensationsreaktion zwischen einer mehrbasigen Säure und
einem mehrwertigen Alkohol, einer Umesterungsreaktion zwischen einem
Alkylester einer mehrbasigen Säure
und einem mehrwertigen Alkohol, einer ringöffnenden Polymerisierungsreaktion
zwischen einem Lacton und einem mehrwertigen Alkohol und/oder einer
mehrbasigen Säure
hergestellt werden.
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Veranschaulichend
für die
mehrbasige Säure
oder deren Alkylester sind aliphatische Dicarbonsäuren wie
Bernsteinsäure,
Adipinsäure,
Azelainsäure,
Sebacinsäure,
Dodecandisäure
und Dimersäure;
alicyclische Dicarbonsäuren
wie Hexahydrophthalsäure
und Tetrahydrophthalsäure;
aromatische Dicarbonsäuren
wie Phthalsäure,
Isophthalsäure
und Terephthalsäure;
Dialkylester davon (z.B. C1-6-Alkylester)
und Mischungen davon.
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Beispiele
für den
mehrwertigen Alkohol sind Alkandiole (z.B. ein C2-40-Alkan
oder aliphatische Diole mit einer niedrigen Molmasse, wie Ethylenglycol,
Propylenglycol, 1,4-Butandiol, 1,3-Butandiol, 2-Methyl-1,3-propandiol,
1,5-Pentandiol,
3-Methyl-1,5-pentandiol, 2,4-Diethyl-1,5-pentandiol, 1,6-Hexandiol,
Neopentylglycol, 3,3'-Dimethylolheptan,
1,9-Nonandiol, 1,10-Decandiol, 12-Hydroxystearylalkohol und hydrierte
Dimerdiole); Polyoxyalkylenglycole (z.B. Poly(oxy-C2-4-alkylen)glycole
wie Diethylenglycol, Triethylenglycol, Polyoxyethylenglycol, Dipropylenglycol,
Polyoxypropylenglycol und Polyoxytetramethylenglycol und Copolymere
von C2-4-Alkylenoxiden); Alkylenoxidaddukte
von Bisphenol A oder hydriertem Bisphenol A; Polyole (z.B. Glycerin, Trimethylolpropan,
Pentaerythrit, Sorbit) und Mischungen davon.
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Beispiele
für das
Lacton sind C3-14-Lactone wie ε-Caprolacton, δ-Valerolacton
und β-Methyl-δ-valerolacton.
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Beispiele
für das
Polyetherpolyol sind Homo- oder Copolymere von Alkylenoxiden (z.B.
C2-5-Alkylenoxide wie Ethylenoxid, Propylenoxid,
Butylenoxid, Tetrahydrofuran, 3-Methyltetrahydrofuran und Oxetanverbindungen).
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Ein
Beispiel für
das Polycarbonatpolyol ist ein Polycarbonatdiol, das durch die Umsetzung
zwischen einem kurzkettigen Dialkylcarbonat (z.B. einem Di-C1-4-alkylcarbonat
wie Dimethylcarbonat, Diethylcarbonat) und wenigstens einem Element,
das aus der aus dem oben erwähnten
mehrwertigen Alkohol, dem mehrwertigen Polyesterpolyol und dem mehrwertigen
Polyetherpolyol bestehenden Gruppe ausgewählt ist, erhalten wird.
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Das
Polyurethanpolyol kann erhalten werden, indem ein Polyisocyanat
mit wenigstens einem Element umgesetzt wird, das aus der Gruppe
ausgewählt
ist bestehend aus dem mehrwertigen Alkohol, dem Polyesterpolyol,
dem Polyetherpolyol und dem Polycarbonatpolyol, die oben erwähnt sind.
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Beispiele
für das
Polyisocyanat sind Polyisocyanatmonomere und deren Derivate, die
gewöhnlich
bei der Herstellung von Polyurethan verwendet werden.
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Eingeschlossen
in die Polyisocyanatmonomere sind zum Beispiel aromatische Diisocyanate,
araliphatische Diisocyanate, alicyclische Diisocyanate und aliphatische
Diisocyanate.
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Beispiele
für die
aromatischen Diisocyanate sind m- oder p-Phenylendiisocyanat und
Mischungen davon, 4,4'-Diphenyldiisocyanat,
1,5-Naphthalindiisocyanat
(NDI), 4,4'-, 2,4'- oder 2,2'-Diphenylmethandiisocyanat
(MDI) und Mischungen davon, 2,4- oder 2,6-Trilendiisocyanat (TDI)
und Mischungen davon, 4,4'-Toluidindiisocyanat
(TODI) und 4,4'-Diphenyletherdiisocyanat.
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Beispiele
für die
araliphatischen Diisocyanate sind 1,3- oder 1,4-Xylylendiisocyanat
und Mischungen davon (XDI); 1,3- oder 1,4-Tetramethylxylylendiisocyanat
und Mischungen davon (TMXDI) und ω,ω'-Diisocyanat-1,4-diethylbenzol.
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Beispiele
für die
alicyclischen Diisocyanate sind 1,3-Cyclopentendiisocyanat, 1,4-Cyclohexandiisocyanat,
1,3-Cyclohexandiisocyanat, 3-Isocyanatmethyl-3,5,5-trimethylcyclohexylisocyanat (Isophorondiisocyanat:
IPDI), 4,4'-, 2,4'- oder 2,2'-Dicyclohexylmethandiisocyanat (hydriertes
MDI) und Mischungen davon, Methyl-2,4-cyclohexandiisocyanat, Methyl-2,6-cyclohexandiisocyanat,
1,3- oder 1,4-Bis(isocyanatmethyl)cyclohexan (hydriertes XDI) und
Mischungen davon.
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Als
aliphatische Diisocyanate seien Trimethylendiisocyanat, Tetramethylendiisocyanat,
Hexamethylendiisocyanat (HDI), Pentamethylendiisocyanat, 1,2-, 2,3-
oder 1,3-Butylendiisocyanat und 2,4,4- oder 2,2,4-Trimethylhexamethylendiisocyanat
erwähnt.
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Beispiele
für die
Derivate von Polyisocyanatmonomeren sind Oligomere (z.B. Dimere,
Trimere) der oben erwähnten
Polyisocyanat-Monomere; modifizierte Oligomere (z.B. modifizierte
Dimere, modifizierte Trimere); ein modifiziertes, durch die Umsetzung
eines beliebigen der oben erwähnten
Polyisocyanatmonomere mit Wasser gebildetes Biuret; ein modifiziertes,
durch die Umsetzung eines beliebigen der oben erwähnten Polyisocyanatmonomere
mit einem mehrwertigen Alkohol gebildetes Allophanat; ein durch
die Umsetzung eines beliebigen der oben erwähnten Polyisocyanatmonomere
mit einem Kohlensäuregas
erhaltenes Oxadiazintrion.
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Wenn
Komponente (A) ein Polyurethanpolyol ist, kann ein terminales Hydroxypolyurethan
mit einem Äquivalenzverhältnis der
Isocyanatgruppe der Polyisocyanatkomponente zur Hydroxylgruppe der
Polyolkomponente (NCO/OH) von weniger als 1 verwendet werden.
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Von
diesen Polyolen sind Polyesterpolyole, insbesondere diejenigen,
die aus wenigstens einer aus der Gruppe bestehend aus einer aromatischen
Dicarbonsäure
(z.B. Isophthalsäure,
Terephthalsäure
und Alkylestern davon) und einer aliphatischen Dicarbonsäure (z.B.
Adipinsäure,
Sebacinsäure,
Azelainsäure)
ausgewählten
mehrbasigen Säure
und einem mehrwertigen Alkohol (z.B. Ethylenglycol, Diethylenglycol,
1,4-Butandiol, 1,3-Butandiol, Neopentylglycol, 1,6-Hexandiol) erhalten
werden können,
bevorzugt.
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Diese
Komponenten (A) können
entweder allein oder in Kombination verwendet werden. Das Zahlenmittel
der Molmasse von Komponente (A) beträgt 800 oder mehr (z.B. 800
bis 5000) und vorzugsweise 800 bis 3000 (z.B. 850 bis 2000). Wenn
das Zahlenmittel der Molmasse kleiner als 800 ist, gelangen die
Klebstoffkomponenten durch die Nadellöcher der Metallfolie, und die
Folie weist nach dem ersten Laminierschritt die Tendenz eines Blockens
auf. Insbesondere, wenn die Viskosität von Komponente (B) bei 25 °C kleiner
als 20 000 mPa·s
ist, ist es bevorzugt, dass das Zahlenmittel der Molmasse von Komponente
(A) 800 oder mehr beträgt.
Wenn das Zahlenmittel der Molmasse andererseits mehr als 5000 beträgt, wird
die Viskosität
zu hoch, und dies führt
zu Schwierigkeiten beim Auftragen der Zusammensetzung.
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[Polyisocyanat-Komponente
(B)]
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Hinsichtlich
der Polyisocyanat-Komponente (B) gibt es keine besondere Einschränkung, vorausgesetzt,
die Komponente (B) weist eine Mehrzahl von terminalen Isocyanatgruppen
auf und die Viskosität
der Mischung bei 80 °C beträgt unmittelbar
nach dem Zeitpunkt, an dem die Komponenten (A) und (B) zusammengemischt
werden, 900 mPa·s
oder mehr. Unter anderem als Komponente (B) bevorzugt sind Komponenten, die
ein Derivat (z.B. ein Dimer, Trimer, Trimere, in denen ein Teil
der NCO-Gruppen modifiziert oder mit einem Mono- oder Polyol umgesetzt
ist, ein eine Biureteinheit enthaltendes Polyisocyanat, ein eine
Allophanateinheit enthaltendes Polyisocyanat) wenigstens eines Diisocyanats
enthalten, das aus einem araliphatischen Diisocyanat (z.B. XDI),
einem alicyclischen Diisocyanat (z.B. IPDI) und einem aliphatischen
Diisocyanat (z.B. HDI) ausgewählt
ist, wobei die Komponenten ein Trimer enthalten, in dem die NCO-Gruppe
teilweise modifiziert oder mit einem Monool (z.B. C1-6-Alkoholen
wie t-Butanol) oder einem Polyol (z.B. Polyole wie einem Alkandiol und
Polyoxyalkylenglycol) umgesetzt ist, und Komponenten, die ein Biureteinheiten
enthaltendes Polyisocyanat enthalten, sind besonders bevorzugt.
Die Komponente (B) kann ein terminale Isocyanatgruppen enthaltendes
Oligomer (z.B. ein Produkt der Umsetzung eines Polyisocyanats mit
wenigstens einem Element, das z.B. aus den oben erwähnten mehrwertigen
Alkoholen, Polyesterpolyolen, Polyetherpolyolen, Polycarbonatpolyolen
und Polyurethanpolyolen ausgewählt
ist) umfassen. Insbesondere kann sie ein Produkt der Umsetzung eines
Polyesterpolyols mit einem Polyisocyanat umfassen.
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Das Äquivalenzverhältnis der
Isocyanatgruppe der Polyisocyanatkomponente zur Hydroxylgruppe der Polyolkomponente
(NCO/OH) des terminale Isocyanatgruppen enthaltenden Oligomers braucht
nur größer als 1
zu sein, und das Verhältnis
beträgt
vorzugsweise etwa 1,5 bis 3, noch mehr bevorzugt etwa 1,7 bis 3
(z.B. 2 bis 2,5).
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Diese
Komponente (B) kann entweder allein oder in Kombination verwendet
werden. Die Viskosität von
Komponente (B) bei 25 °C
beträgt
etwa 20 000 mPa·s
oder mehr (z.B. 20 000 bis 1 000 000 mPa·s) und vorzugsweise etwa
20 000 bis 500 000 mPa·s.
Wenn die Viskosität
von Komponente (B) bei 25 °C
weniger als 20 000 mPa·s
beträgt,
gelangen die Komponenten des Klebstoffs durch die Nadellöcher der
Metallfolie, und die Folie weist nach dem ersten Laminierungsschritt
die Tendenz zum Blocken auf. Insbesondere in demjenigen Fall, in
dem das Zahlenmittel der Molmasse von Komponente (A) kleiner als
800 ist, ist es bevorzugt, dass die Viskosität von Komponente (B) bei 25 °C 20 000
mPa·s
oder mehr beträgt.
Bei einer solchen Viskosität wird,
obwohl das Zahlenmittel der Molmasse von Komponente (A) kleiner
als 800 ist, das Auftreten eines Blockens effektiv verhindert. Wenn
die Viskosität
andererseits höher
als 1 000 000 mPa·s
ist, besteht die Möglichkeit,
dass der Beschichtungsschritt erschwert ist.
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Obwohl
in der vorliegenden Erfindung nur notwendig ist, dass das Zahlenmittel
der Molmasse von Komponente (A) 800 oder größer ist oder dass die Viskosität von Komponente
(B) bei 25 °C
20 000 mPa·s oder
größer ist,
ist es bevorzugt, dass beide Bedingungen erfüllt sind.
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Der
lösungsmittelfreie,
härtbare
Zweikomponenten-Klebstoff zum Laminieren kann durch ein Vermischen
der Komponenten (A) und (B) erhalten werden. Das Compoundierungsverhältnis von
Komponente (A) zu Komponente (B) kann so ausgewählt sein, dass das Äquivalenzverhältnis der
Isocyanatgruppe von Komponente (B) zur Hydroxylgruppe von Komponente
(A) (NCO/OH) im Bereich von etwa 0,4 bis 10, vorzugsweise etwa 0,5
bis 5 liegt und insbesondere etwa 0,6 bis 2,5 beträgt.
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Additiv
Bei Bedarf kann ein Additiv (können
Additive) zur Klebstoffzusammensetzung der vorliegenden Erfindung
gegeben werden. Ein Beispiel für
das Additiv ist ein Haftfähigkeitsverbesserer
wenigstens eines Elements, das aus der aus Kopplungsmitteln (einem
Silan-Kopplungsmittel, Titan-Kopplungsmittel, insbesondere einem
Silan-Kopplungsmittel), Sauerstoffsäuren von Phosphor (z.B. Orthophosphorsäure, Metaphosphorsäure, Polyphosphorsäure), Derivaten
davon und Epoxyharzen bestehenden Gruppe ausgewählt ist. Das Silan-Kopplungsmittel
hat wenigstens eine Alkoxysilylgruppe (insbesondere eine C1-2-Alkoxysilylgruppe) und kann eine funktionelle
Gruppe wie eine Isocyanatgruppe, eine polymerisierbare Gruppe (z.B.
eine Vinylgruppe, (Meth)acryloylgruppe), eine Glycidylgruppe, eine
N-substituierte Aminogruppe, eine Carboxylgruppe und eine Mercaptogruppe
haben. Beispiele für
das oben erwähnte
Epoxyharz sind Epoxyharze auf der Grundlage von Bisphenol des Typs
A, F und AD, bromhaltige Epoxyharze, Epoxyharze auf der Grundlage
von Phenol oder Cresol, cyclische, aliphatische Epoxyharze, Epoxyharze
auf der Grundlage von Glycidylester, Epoxyharze vom Glycidylamin-Typ
und heterocyclische Epoxyharze. Gewöhnlich werden Epoxyharze auf
der Grundlage von Bisphenol (insbesondere Epoxyharze auf der Grundlage
von Bisphenol A) verwendet. Das Zahlenmittel der Molmasse eines
solchen Additivs beträgt
gewöhnlich
etwa 700 oder weniger und vorzugsweise etwa 80 bis 600 (z.B. 100
bis 600).
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Weiterhin
kann Folgendes als Additiv zur Zusammensetzung gegeben werden: ein
Katalysator zur Regelung einer Härtungsreaktion;
ein die Auftragbarkeit verbesserndes Mittel; ein Verlaufmittel;
ein Antischaummittel; ein durch ein Antioxidans und ein Ultraviolettstrahlen-Absorptionsmittel
veranschaulichter Stabilisator; ein Weichmacher; ein Tensid; ein
farbgebendes Pigment; organische oder anorganische aus Teilchen
bestehende Stoffe und andere.
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Die
Klebstoffzusammensetzung kann diese Additive, bezogen auf 100 Gew.-Teile von Komponente (A),
in einem Anteil von etwa 0,001 bis 5 Gew.-Teilen, vorzugsweise etwa
0,01 bis 5 Gew.-Teilen einschließen. Wenn die Menge des verwendeten
Additivs (der verwendeten Additive) (insbesondere die Gesamtmenge)
kleiner als 0,001 Gew.-Teile ist, sind die Wirkungen des Additivs
(der Additive) kaum zu sehen. Wenn die Menge mehr als 5 Gew.-Teile beträgt und das
Additiv (die Additive) eine niedrige Molmasse hat (haben), wird
der Klebstoff zusammen mit dem Additiv (den Additiven) in die Nadellöcher gezogen
und tritt durch diese durch, und die Folie weist im ersten Laminierungsschritt
die Tendenz eines Blockens auf.
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[Lösungsmittelfreie, härtbare Zweikomponenten-Klebstoffzusammensetzung
zum Laminieren]
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Die
lösungsmittelfreie,
härtbare
Zweikomponenten-Klebstoffzusammensetzung zum Laminieren der vorliegenden
Erfindung, die durch ein Vermischen der oben beschriebenen Komponenten
gebildet wird, kann zum Verkleben einer Metallfolie mit einer Kunststofffolie
unter Verwendung eines üblichen
Laminators für
lösungsmittelfreie
Klebstoffe verwendet werden.
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Die
Viskosität
der Mischung unmittelbar nach dem Zeitpunkt, an dem die Komponenten
(A) und (B) bei 80 °C
zusammengemischt werden, beträgt
etwa 900 mPa·s
oder mehr (900 bis 10 000 mPa·s).
Vorzugsweise liegt die Viskosität
im Bereich von etwa 900 bis 5000 mPa·s und beträgt noch
mehr bevorzugt etwa 900 bis 3000 mPa·s. Wenn die Viskosität zu niedrig
ist, besteht die Möglichkeit
einer Delaminierung aufgrund einer schwachen anfänglichen Kohäsivkraft.
Wenn die Viskosität
zu hoch ist, besteht die Möglichkeit,
dass der Beschichtungsschritt erschwert wird, was zu einer Verschlechterung
des äußeren Aussehens
führt.
Im Übrigen bedeutet
der Begriff "unmittelbar
nach" dem Mischen,
dass nicht mehr als 5 min nach dem Vermischen der Komponenten bis
zur Gleichmäßigkeit
vergangen sind.
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[Laminierungsverfahren]
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Die
Klebstoffzusammensetzung der vorliegenden Erfindung ist zum Laminieren
einer Metallfolie mit einer Kunststofffolie brauchbar. Beispielhaft
für die
Metallfolie ist eine ausbreitbare Metallfolie (z.B. Aluminiumfolie,
Goldfolie). Die Dicke der Metallfolie beträgt zum Beispiel 5 bis 100 μm, vorzugsweise
etwa 5 bis 20 μm und
noch mehr bevorzugt etwa 5 bis 15 μm (insbesondere 5 bis 10 μm).
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Beispiele
für die
Kunststofffolie sind Folien aus olefinischen Polymeren (z.B. Polyethylen,
Polypropylen), Polymere der Polyesterserie (z.B. Polyalkylenterephthalat,
exemplifiziert durch Polyethylenterephthalat und Polybutylente rephthalat;
Polyalkylennaphthalate und Copolyester, deren Hauptkomponente eine
dieser Polyalkylenarylat-Einheiten ist); Polymere der Polyamid-Serie
(z.B. Nylon 6, Nylon 66) und Polymere der Vinylserie (z.B. Polyvinylchlorid,
Ethylen-Vinylacetat-Copolymer). Diese Kunststofffolien können nicht
gestreckte Folien (nicht gestrecktes Polyethylen, Polypropylen und
andere) oder gestreckte Folien (z.B. biaxial gestrecktes Polypropylen,
Polyalkylenterephthalat, Nylon) sein, und jede davon kann verwendet
werden. Die Fläche (die
Fläche,
auf die die Klebstoffzusammensetzung aufgetragen wird oder die Fläche, auf
die die Klebstoffzusammensetzung nicht aufgetragen wird) der Kunststofffolie
kann zum Beispiel einer Koronaentladungsbehandlung unterzogen werden.
Die Fläche
kann mit einer Grundierschicht z.B. aus einem Haftvermittler versehen
sein. Darüber
hinaus kann eine laminierte Verbundfolie verwendet werden, die aus
einer extrudierten Folie beliebiger Art und der oben beschriebenen
Folie besteht, die zuvor mit einem anderen Klebstoff miteinander verklebt
wurden. Die Dicke der Kunststofffolie beträgt gewöhnlich etwa 5 bis 200 μm. Die oben
beschriebene Kunststofffolie kann mit einem aufgedruckten Bild versehen
sein.
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Es
ist nicht kritisch, ob eine oder beide Seiten der Metallfolie mit
der Kunststofffolie laminiert sind (zweiter Laminierungsschritt).
Gewöhnlich
wird die Metallfolie im ersten Laminierungsschritt mit der Kunststofffolie unter
Bildung einer Verbundfolie laminiert, und die Verbundfolie wird
auf einer Stützrolle
aufgewickelt, und nach einem bei Bedarf erfolgenden Altern wird
sie ausgerollt, um im zweiten Laminierschritt weiter laminiert zu
werden. Die derart zweimal laminierte Verbundfolie wird auf einer
Stützrolle
aufgewickelt und bei Bedarf altern gelassen. Im ersten Laminierungsschritt
wird die Klebstoffzusammensetzung gewöhnlich auf die Kunststofffolie aufgetragen,
und die Kunststofffolie wird dann an die Metallfolie wie eine Aluminiumfolie
geklebt. Bevor die laminierte Verbundfolie dem zweiten Laminierungsschritt
unterzogen wird, kann sie erwärmt/altern
gelassen (z.B. bei 25 bis 60 °C
altern gelassen) werden, damit der Klebstoff mit seiner Härtungsreaktion
beginnt, oder die Verbundfolie kann direkt dem zweiten Laminierungsschritt
unterzogen werden, ohne einer Alterung unterzogen zu werden. Während des Erwärmungs-
oder Alterungsschritts besteht eine Neigung zum Auftreten eines
Blockens. Die Klebstoffzusammensetzung der vorliegenden Erfindung
verhindert jedoch das Auftreten eines Blockens sogar dann, wenn
die Verbundfolie nach dem ersten Laminierschritt erwärmt/altern
gelassen wird. Die Klebstoffzusammensetzung der vorliegenden Erfindung
braucht nur wenigstens beim ersten Laminierschritt verwendet zu
werden. Ein Klebstoff zur Verwendung beim zweiten und den folgenden
Laminierschritten kann ein beliebiger Klebstoff für das Laminieren
sein, und nicht nur lösungsmittelfreie
Klebstoffe, sondern auch Klebstoffe auf der Grundlage von Lösungsmittel
oder Wasser sind auch verfügbar.
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Beim
Aufbringen (Auftragen) der Klebstoffzusammensetzung ist es bevorzugt,
dass die Klebstoffzusammensetzung auf eine Temperatur im Bereich
von etwa 50 bis 100 °C
(vorzugsweise 50 bis 90 °C,
noch mehr bevorzugt 50 bis 80 °C)
erwärmt
wird, bis sie eine geeignete Viskosität angenommen hat. Die geeignete Viskosität beträgt bei einer
gegebenen Temperatur innerhalb des oben erwähnten Bereichs etwa 100 bis
5000 mPa·s
und vorzugsweise etwa 300 bis 3000 mPa·s. Wenn die Temperatur mehr
als 100 °C
beträgt,
beginnt die Klebstoffzusammensetzung vor dem Auftragen als Folge
der Umsetzung zwischen der Komponente (A) und der Komponente (B),
Wärme zu
erzeugen, und wird unter Beschleunigung viskos. Dies könnte zu
einer Verschlechterung des äußeren Aussehens
führen.
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Die
aufzutragende Menge der Klebstoffzusammensetzung der vorliegenden
Erfindung beträgt
bei jedem Laminierungsschritt etwa 0,5 bis 5 g/m2,
vorzugsweise etwa 1 bis 3 g/m2 und am meisten
bevorzugt etwa 1,5 bis 2 g/m2. Wenn die
Menge der aufgetragenen Klebstoffzusammensetzung weniger als 0,5
g/m2 beträgt, bestehen die Möglichkeiten,
dass sie ihre Klebstoffeigenschaften nicht vollständig entfaltet
und das äußere Aussehen
schlecht wird. Darüber
hinaus tritt, wenn die aufgetragene Menge der Klebstoffzusammensetzung mehr
als 5 g/m2 beträgt, Klebstoff an der Kante
der Folie aus, wodurch Probleme bei der Herstellung der laminierten
Verbundfolien verursacht werden.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung ist es sogar dann, wenn eine laminierte Verbundfolie,
die eine so dünne
Metallfolie wie Aluminiumfolie umfasst, unter Verwendung eines lösungsmittelfreien,
härtbaren
Zweikomponenten-Klebstoffs
zum Laminieren hergestellt wird, möglich, das Auftreten eines
Blockens aufgrund eines Permeierens des Klebstoffs durch die Metallfolie
wirksam zu hemmen.
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BEISPIELE
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Die
folgenden Beispiele dienen zur weiteren ausführlichen Beschreibung dieser
Erfindung und dürfen keinesfalls
dahingehend aufgefasst werden, dass sie den Rahmen der Erfindung
definieren.
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[Produktionsbeispiel 1]
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In
einen Reaktor wurden 291,56 g Dimethylterephthalat, 748,32 g Isophthalsäure, 368,22
g Ethylenglycol, 100,01 g Neopentylglycol, 340,43 g 1,6-Hexandiol und 0,18
g Zinkacetat gegeben, und die Mischung wurde in einem Stickstoffstrom
bei 180 – 220 °C einer Veresterungsreaktion
unterzogen. Nachdem vorbestimmte Mengen an Wasser und Methanol abdestilliert
worden waren, wurden 282,61 g Azelainsäure zum Reaktionsprodukt gegeben,
und die resultierende Mischung wurde einer Veresterungsreaktion
bei 180 – 220 °C unterzogen,
wodurch ein Polyesterpolyol "a" mit einem Zahlenmittel
der Molmasse von etwa 900 erhalten wurde.
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[Produktionsbeispiel 2]
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In
einen Reaktor wurden 272,1 g Dimethylterephthalat, 698,64 g Isophthalsäure, 329,55
g Ethylenglycol, 89,51 g Neopentylglycol, 304,68 g 1,6-Hexandiol und 0,165
g Zinkacetat gegeben, und die Mischung wurde in einem Stickstoffstrom
bei 180 – 220 °C einer Veresterungsreaktion
unterzogen. Nachdem vorbestimmte Mengen an Wasser und Methanol abdestilliert
worden waren, wurden 263,85 g Azelainsäure zum Reaktionsprodukt gegeben,
und die resultierende Mischung wurde einer Veresterungsreaktion
bei 180 – 220 °C unterzogen,
wodurch ein Polyesterpolyol "b" mit einem Zahlenmittel
der Molmasse von etwa 1100 erhalten wurde.
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[Produktionsbeispiel 3]
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In
einen Reaktor wurden 199,32 g Dimethylterephthalat, 511,57 g Isophthalsäure, 237,5
g Ethylenglycol, 64,5 g Neopentylglycol, 219,57 g 1,6-Hexandiol
und 0,12 g Zinkacetat gegeben, und die Mischung wurde in einem Stickstoffstrom
bei 180 – 220 °C einer Veresterungsreaktion
unterzogen. Nachdem vorbestimmte Mengen an Wasser und Methanol abdestilliert
worden waren, wurden 193,2 g Azelainsäure zum Reaktionsprodukt gegeben,
und die resultierende Mischung wurde einer Veresterungsreaktion
bei 180 – 220 °C unterzogen,
wodurch ein Polyesterpolyol "c" mit einem Zahlenmittel
der Molmasse von etwa 1200 erhalten wurde.
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[Produktionsbeispiel 4]
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In
einen Reaktor wurden 223,19 g Dimethylterephthalat, 572,84 g Isophthalsäure, 338,77
g Ethylenglycol, 92,01 g Neopentylglycol, 313,2 g 1,6-Hexandiol und 0,15
g Zinkacetat gegeben, und die Mischung wurde in einem Stickstoffstrom
bei 180 – 220 °C einer Veresterungsreaktion
unterzogen. Nachdem vorbestimmte Mengen an Wasser und Methanol abdestilliert
worden waren, wurden 216,34 g Azelainsäure zum Reaktionsprodukt gegeben,
und die resultierende Mischung wurde einer Veresterungsreaktion
bei 180 – 220 °C unterzogen,
wodurch ein Polyesterpolyol "d" mit einem Zahlenmittel
der Molmasse von etwa 500 erhalten wurde.
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[Produktionsbeispiel 5]
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In
einen Reaktor wurden 720,68 g Isophthalsäure, 193,96 g Ethylenglycol,
262,28 g Neopentylglycol, 378,76 g 1,6-Hexandiol, 150,14 g Diethylenglycol
und 0,18 g Zinkacetat gegeben, und die Mischung wurde in einem Stickstoff strom
bei 180 – 220 °C einer Veresterungsreaktion
unterzogen. Nachdem vorbestimmte Mengen an Wasser abdestilliert
worden waren, wurden 326,6 g Azelainsäure zum Reaktionsprodukt gegeben,
und die resultierende Mischung wurde einer Veresterungsreaktion
bei 180 – 220 °C unterzogen,
wodurch ein Polyesterpolyol "e" mit einem Zahlenmittel
der Molmasse von etwa 450 erhalten wurde.
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[Produktionsbeispiel 6]
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In
einen Reaktor wurden 292,5 g des in Produktionsbeispiel 5 erhaltenen
Polyesterpolyols "e" und 1223,21 g Xylylendiisocyanat
gegeben, und die Mischung wurde in einem Stickstoffstrom bei 70 – 80 °C einer Urethanisierungsreaktion
unterzogen. Danach wurde nicht umgesetztes Xylylendiisocyanat durch
eine Smith-Destillation vom Reaktionsprodukt entfernt, und ein Polyisocyanat "f" mit einer Viskosität bei 25 °C von 470 000 mPa·s wurde
erhalten.
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[Produktionsbeispiel 7]
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In
einen Reaktor wurden 325 g des in Produktionsbeispiel 4 erhaltenen
Polyesterpolyols "d" und 1223,21 g Xylylendiisocyanat
gegeben, und die Mischung wurde in einem Stickstoffstrom bei 70 – 80 °C einer Urethanisierungsreaktion
unterzogen. Danach wurde nicht umgesetztes Xylylendiisocyanat durch
eine Smith-Destillation vom Reaktionsprodukt entfernt, und ein Polyisocyanat "g" mit einer Viskosität bei 25 °C von 730 000 mPa·s wurde
erhalten.
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[Produktionsbeispiel 8]
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500
g des in Produktionsbeispiel 6 erhaltenen Polyisocyanats "f" und 500 g einer Polyisocyanatkomponente
(hergestellt von Takeda Chemical Industries, Ltd., Takenate D-177N),
bei dem es sich um das Trimer eines aliphatischen Polyisocyanats
handelt, dessen NCO-Gruppe teilweise mit einem Monool umgesetzt
ist, wurden in einem Stickstoffstrom bei 50 °C bis zur Gleichmäßigkeit
zusammengemischt, wodurch eine Polyisocyanatkomponente A mit einer
Viskosität
von 7500 mPa·s
bei 25 °C
erhalten wurde.
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[Produktionsbeispiel 9]
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600
g des in Produktionsbeispiel 6 erhaltenen Polyisocyanats "f" und 300 g einer Polyisocyanatkomponente
(hergestellt von Takeda Chemical Industries, Ltd., Takenate D-177N),
bei dem es sich um das Trimer eines aliphatischen Polyisocyanats
handelt, dessen NCO-Gruppe teilweise mit einem Monool umgesetzt
ist, wurden in einem Stickstoffstrom bei 50 °C bis zur Gleichmäßigkeit
zusammengemischt, wodurch eine Polyisocyanatkomponente B mit einer
Viskosität
von 32 500 mPa·s
bei 25 °C
erhalten wurde.
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[Produktionsbeispiel 10]
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750
g des in Produktionsbeispiel 6 erhaltenen Polyisocyanats "f" und 250 g einer Polyisocyanatkomponente
(hergestellt von Takeda Chemical Industries, Ltd., Takenate D-177N),
bei dem es sich um das Trimer eines aliphatischen Polyisocyanats
handelt, dessen NCO-Gruppe teilweise mit einem Monool umgesetzt
ist, wurden in einem Stickstoffstrom bei 50 °C bis zur Gleichmäßigkeit
zusammengemischt, wodurch eine Polyisocyanatkomponente C mit einer
Viskosität
von 68 300 mPa·s
bei 25 °C
erhalten wurde.
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[Produktionsbeispiel 11]
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750
9 des in Produktionsbeispiel 7 erhaltenen Polyisocyanats "g" und 250 g einer Polyisocyanatkomponente
(hergestellt von Takeda Chemical Industries, Ltd., Takenate D-170N),
bei der es sich um das Trimer eines aliphatischen Polyisocyanats
handelt, dessen NCO-Gruppe teilweise mit einem Diol umgesetzt ist,
wurden in einem Stickstoffstrom bei 50 °C bis zur Gleichmäßigkeit
zusammengemischt, wodurch eine Polyisocyanatkomponente D mit einer
Viskosität
von 100 000 mPa·s
bei 25 °C
erhalten wurde.
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750
g eines eine Biureteinheit enthaltenden araliphatischen Polyisocyanats,
das gebildet wird, indem das Lösungsmittel
von Takenate A-14 (hergestellt von Takeda Chemical Industries, Ltd.)
entfernt wurde, wurden mit 250 g einer Polyisocyanatkomponente,
bei der es sich um das Trimer eines aliphatischen Polyisocyanats
handelt, dessen NCO-Gruppe teilweise mit einem Monool umgesetzt
ist (hergestellt von Takeda Chemical Industries, Ltd., Takenate
D-177N), das ein
Trimer eines Polyisocyanats enthält,
in einem Stickstoffstrom bei 50 °C
bis zur Gleichmäßigkeit
zusammengemischt, wodurch eine Polyisocyanatkomponente E mit einer
Viskosität
von 25 000 mPa·s
bei 25 °C
erhalten wurde.
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[Beispiele
und Vergleichsbeispiele]
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Die
in den obigen Produktionsbeispielen erhaltenden Polyesterpolyole "a" bis "c" und
Polyisocyanatkomponenten A bis E und die folgenden, verschiedenen
Additive wurden in den in Tabelle 1 aufgeführten Anteilen vermischt, wodurch
Klebstoffe zum Laminieren hergestellt wurden. Danach wurden unter
Verwendung der so erhaltenen Klebstoffe Verbundfolien auf die folgende
Weise hergestellt. Vom Gesichtspunkt des Blockens aus wurde jede
Verbundfolie auf die folgende Weise ausgewertet. Die Ergebnisse
sind in Tabelle 2 aufgeführt.
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Additive
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Silan-Kopplungsmittel:
hergestellt von Shinetsu Kagaku Kogyo, K.K., KBE-403.
-
Silan-Kopplungsmittel:
hergestellt von Shinetsu Kagaku Kogyo, K.K., KBE-603.
-
Phosphorsäure: hergestellt
von Wako Junyaku Kogyo, K.K.
-
[In Vergleichsbeispielen
verwendete Polyolkomponenten]
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Polyolkomponente:
hergestellt von Takeda Chemical Industries, Ltd., Takelac A-660.
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Polyolkomponente:
hergestellt von Takeda Chemical Industries, Ltd., Takelac A-658.
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[In Vergleichsbeispielen
verwendete Polyisocyanatkomgonenten]
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Polyisocyanatkomponente:
hergestellt von Takeda Chemical Industries, Ltd., Takenate A-70HN.
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Polyisocyanatkomponente:
hergestellt von Takeda Chemical Industries, Ltd., Takenate A-65.
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[Herstellung von Verbundfolien]
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Eine
Verbundfolie, die aus zwei Schichten bestand, eine aus Nylonfolie
(Dicke: 15 mm) und die andere aus Aluminiumfolie (7 mm), wurde hergestellt
durch:
das Auftragen jedes der Klebstoffe zum Laminieren der
Beispiele und der Vergleichsbeispiele auf eine Nylonfolie unter
Verwendung einer Laminierungsmaschine für lösungsmittelfreie Klebstoffe
so, dass die aufgetragene Klebstoffmenge 1,5 bis 2 g/m2 betrug;
das
Verkleben der so erhaltenen Folie und der Aluminiumfolie und
das
Alternlassen der resultierenden Folie bei 40 °C für einen Tag.
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[Bestimmung des Blockens]
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50
m der hergestellten Verbundfolie wurde mit einer Maschine von der
Rolle abgewickelt, und die Folie wurde dahingehend ausgewertet,
ob beim Abrollen der Folie ein Abziehgeräusch verursacht wurde.
- A: kein Geräusch,
- B: Ein Geräusch
wurde verursacht.
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