DE60019529T2 - Elektrisches gerät mit batteriehalter - Google Patents
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Description
- Die Erfindung betrifft ein elektrisches Gerät mit einem Batteriehalter, welcher Batteriehalter ein Gehäuse aufweist, das zumindest eine Batterie aufnehmen kann und welcher Batteriehalter in ein Gehäuse des elektrischen Gerätes eingebracht werden kann, wobei Verriegelungsmittel zum Verriegeln des Batteriehalters in dem Gerät vorgesehen sind.
- Solche herausnehmbaren Batteriehalter, auch als Power Packs bezeichnet, werden beispielsweise in elektrisch aufladbaren Geräten wie Bohrmaschinen verwendet. Ein Beispiel hierfür wird in DE-A1-39 02 442 beschrieben. Die Konstruktion zum Verriegeln solcher Batteriehalter in dem elektrischen Gerät umfasst häufig eine große Anzahl Einzelteile, die gewöhnlich aus einem Kunststoff hergestellt sind.
- Der Erfindung liegt als Aufgabe zugrunde, einen herausnehmbaren Batteriehalter für ein elektrisches Gerät zu verschaffen, der eine verhältnismäßig geringe Anzahl Einzelteile zum Verriegeln des Batteriehalters aufweist und der einen Verriegelungsmechanismus hat, der auch langfristig zuverlässig arbeitet.
- Zu Lösung dieser Aufgabe ist das erfindungsgemäße Gerät dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungsmittel durch zwei auf Abstand voneinander liegende, federnde Kunststofffinger, die je einen Fortsatz aufweisen, und durch zumindest eine Verdickung zum Zusammenwirken mit den Fortsätzen der federnden Finger gebildet werden, wobei die Finger und die Verdickung auf dem Gehäuse des Batteriehalters bzw. auf dem Gehäuse des Gerätes angebracht sind oder umgekehrt, und wobei die federnden Kunststofffinger in Richtung ihrer Federwirkung durch federnde Glieder aus einem Material unterstützt werden, das eine Steifheit hat, die größer ist als die Steifheit der federnden Kunststofffinger.
- Die Kunststofffinger und die Verdickung können in einfacher Weise mit dem Gehäuse des Batteriehalters bzw. mit dem Gehäuse des Gerätes aus einen Stück geformt werden. Wenn der Batteriehalter in das Gerät eingesetzt wird, gleitet die Verdickung zwischen den federnden Fingern, woraufhin die Fortsätze sich auseinander bewegen und nach Durchlaufen der Verdickung wieder zusammenkommen. Die federnden Glieder, deren Steifheit größer ist als die der Finger, unterstützen die Federwirkung der Kunststofffinger, wodurch ein zuverlässiges Arbeiten und Verriegeln des Batteriehalters erhalten wird. Um den Batteriehalter aus dem Gerät zu entfernen, wird kein Entriegelungsknopf wie in DE-A1-39 02 442 benötigt. Sich bewegende Kunststoffteile unterliegen häufig einem Kriechen. Kriechen führt zu einer Verringerung der Kraft, mit der der Batteriehalter in dem Gerät verriegelt ist. Die federnden Glieder verhindern, dass der Verriegelungsmechanismus nachteilig durch Kriechen beeinflusst wird. Die federnden Glieder bilden ein zusätzliches Einzelteil, aber sie verlängern die Lebensdauer des Mechanismus deutlich. Darüber hinaus haben federnde Glieder einen zusätzlichen Vorteil, wie im Weiteren näher erläutert werden soll.
- Vorzugsweise ist das Material der federnden Glieder ein elektrisch leitfähiges Metall.
- Eine bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse, auf dem die Verdickung angebracht ist, elektrisch leitfähige Glieder aufweist, die beim Einbringen des Batteriehalters in das elektrische Gerät automatisch Kontakt mit den federnden Metallgliedern herstellen, die zur Unterstützung der federnden Kunststofffinger dienen. Die Metallglieder stellen einen elektrischen Kontakt mit den Anschlüssen der Batterie (den Batterien) her. Die elektrisch leitfähigen Glieder sind ihrerseits mit einem mit Strom zu versorgenden Teil des elektrischen Gerätes verbunden.
- Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
-
1 eine Draufsicht eines elektrischen Rasierapparates, wobei der Batteriehalter als aus dem Gerät herausgenommen dargestellt wird, und -
2 den Batteriehalter von1 , aber jetzt in einer auf den Kopf gestellten Lage. - Der elektrische Rasierapparat
1 von1 hat ein von zwei Kunststoffgehäuseabschnitten2a ,2b gebildetes Gehäuse2 und einen Scherkopf3 . In dem unteren Teil des Rasierapparates bilden die beiden Gehäuseabschnitte2a ,2b eine Aussparung4 . Der Batteriehalter5 hat ein Kunststoffgehäuse6 , das, im vorliegenden Fall drei, Batterien70 aufnehmen kann. Das Gehäuse6 hat eine Endkappe7 . Das Gehäuse6 des Batteriehalters kann in die Aussparung4 des Rasierapparates geschoben werden, wobei die Endkappe7 gegen die Endflächen der Gehäuseabschnitte2a ,2b anliegt. Zum Verriegeln des Batteriehalters5 in dem Rasierapparat1 ist ein Verriegelungsmechanismus8 vorgesehen. Die Teile des Verriegelungsmechanismus des Batteriehalters liegen in dem unteren Teil des in1 gezeigten Batteriehalters5 .2 zeigt den unteren Teil des Batteriehalters. Der vorliegende Verriegelungsmechanismus umfasst zwei auseinander liegende federnde Kunststofffinger9 ,10 , deren jeweilige Enden11 und12 an dem Gehäuse6 des Batteriehalters5 befestigt sind. Die freien Enden der Finger, die von den Enden11 ,12 abgewandt sind, tragen jeweilige Fortsätze13 und14 . Diese Fortsätze sind aufeinander zu gerichtet. Die Finger9 ,10 können in einfacher Weise beim Spritzgussprozess des Gehäuses6 geformt werden. Der Verriegelungsmechanismus umfasst darüber hinaus eine an der Innenseite des Gehäuseabschnittes2b des Rasierapparates angeordnete Verdickung15 . Diese Verdickung kann auch in einfacher Weise beim Spritzgussprozess des Gehäuseabschnittes geformt werden. Wenn das Gehäuse6 des Batteriehalters in die Aussparung4 des Rasierapparates geschoben wird, stößt die Verdickung15 gegen die Fortsätze13 ,14 und drängt sie auseinander. Beim weiteren Schieben greift die Verdickung15 hinter die Fortsätze. Ein Randabschnitt16 der Endkappe7 liegt dann gegen die Randabschnitte17 ,18 der Gehäuseabschnitte2a bzw.2b an und wird infolge der Federwirkung der Finger9 ,10 in Zusammenwirkung mit der Verdickung15 gegen diese Randabschnitte gezogen. Auf diese Weise wird der Batteriehalter in dem Rasierapparat verriegelt. Um das Einbringen und Herausnehmen des Batteriehalters zu erleichtern, sind die Fortsätze13 ,14 mit schrägen Einlaufflächen19 ,20 bzw. Auslaufflächen21 ,22 versehen worden, wobei die Einlaufwinkel kleiner sind als die Auslaufwinkel. Dies erleichtert das Einbringen des Batteriehalters, während Herausnehmen (Herausschieben) des Batteriehalters etwas schwieriger wird. Das Einbringen des Batteriehalters wird weiter erleichtert, indem die Verdickung15 mit einer Führungsrippe versehen wird. Diese Führungsrippe geht allmählich in die Verdickung15 über. Wenn der Batteriehalter eingebracht wird, wird erst die Führungsrippe23 und dann die Verdickung15 zwischen die Fortsätze13 und14 der federnden Finger9 ,10 geschoben. - Die federnde Schließkraft der Kunststofffinger
9 ,10 wird durch die Hilfe der federnden Glieder, deren Steifheit größer ist als die der Kunststofffinger, günstig beeinflusst. Hierzu ist zwischen der Außenseite jedes Fingers9 ,10 und einer jeweiligen Wand24 oder25 des Gehäuses6 eine U-förmige metallene Blattfeder26 oder27 angeordnet. Die Blattfedern drängen die Finger aufeinander zu. Die Hauptfunktion der metallenen Blattfedern ist, der Kriechwirkung der Kunststofffinger9 ,10 entgegenzuwirken. Dies führt zu einer besser definierten Schließkraft des Mechanismus, d.h. der Kraft, mit der der Batteriehalter5 in dem Rasierapparat1 festgehalten wird. Da die Finger jetzt durch Blattfedern unterstützt werden und aus einem Kunststoff bestehen, können die Winkel der Einlauf- und Auslaufflächen19 –22 der Fortsätze13 ,14 genauer hergestellt werden, wodurch die Streuung in der Schließkraft des herzustellenden Batteriehalterss gering ist. - Die metallenen Blattfedern
26 ,27 sind aus einem elektrisch leitfähigen Material und sind mit elektrischen Kontaktzungen28 bzw.29 verbunden, die ihrerseits Kontakt mit den jeweiligen Anschlüssen30 und31 der Batterien70 herstellen. Die Verbindungen zwischen den Blattfedern und den Kontaktzungen können durch einfache elektrische Drähte32 ,33 gebildet werden. Der Gehäuseabschnitt2b des Rasierapparates1 ist mit zwei federnden Metallgliedern34 ,35 versehen worden, die auch elektrisch leitfähig sind. Diese Glieder34 ,35 sind mit einer elektrischen Schaltung verbunden, um unter anderem den Motor des Rasierapparates anzutreiben. Dies wird jedoch nicht im Einzelnen dargestellt. Wenn der Batteriehalter5 in die Aussparung4 des Rasierapparates1 eingebracht wird, kommen die Schenkel26a ,27a automatisch mit den Gliedern34 bzw.35 in Kontakt. Somit haben die metallenen Blattfedern26 ,27 eine doppelte Funktion, d.h. Unterstützen der Kunststofffinger9 ,10 des Verriegelungsmechanismus8 und die Stromversorgung von den Batterien70 aus zur Antriebseinheit hin. - Im vorliegenden Beispiel sind die Fortsätze (
13 ,14 ) der federnden Finger (9 ,10 ) aufeinander zu gerichtet. Es ist jedoch offensichtlich, dass diese Fortsätze auch voreinander weg gerichtet sein können. In diesem Fall sollten in dem Gehäuse (2 ) des Gerätes (1 ) zwei Verdickungen (15 ) vorgesehen sein. - Im vorliegenden Beispiel sind beide Anschlüsse
30 ,31 der Batterien über die Kontaktzungen28 bzw.29 mit den Blattfedern26 bzw.27 verbunden. Es ist auch möglich, nur den Anschluss31 über die Kontaktzunge29 mit der Blattfeder27 zu verbinden und dafür zu sorgen, dass der andere Anschluss30 unmittelbar nach dem Einbringen des Batteriehalters in das Gerät mit einer Kontaktzunge36 des Gerätes Kontakt macht statt über das Metallglied34 . - Im vorliegenden Beispiel sind die Metallglieder
32 ,33 in dem Gerät1 federnd, während die Schenkel26a ,27a der Blattfedern nicht federnd sind. Es ist jedoch offensichtlich, dass diese Konstruktion umgekehrt werden kann.
Claims (6)
- Elektrisches Gerät (
1 ) mit einem Batteriehalter (5 ), welcher Batteriehalter ein Gehäuse (6 ) aufweist, das zumindest eine Batterie (70 ) aufnehmen kann und welcher Batteriehalter in ein Gehäuse (2 ) des elektrischen Gerätes eingebracht werden kann, wobei Verriegelungsmittel (8 ) zum Verriegeln des Batteriehalters (5 ) in dem Gerät (1 ) vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungsmittel (8 ) durch zwei auf Abstand voneinander liegende, federnde Kunststofffinger (9 ,10 ), die je einen Fortsatz (13 ,14 ) aufweisen, und durch zumindest eine Verdickung (15 ) zum Zusammenwirken mit den Fortsätzen (13 ,14 ) der federnden Finger (9 ,10 ) gebildet werden, wobei die Finger und die Verdickung auf dem Gehäuse (6 ) des Batteriehalters (5 ) bzw. auf dem Gehäuse (2 ) des Gerätes (1 ) angebracht sind oder umgekehrt, und wobei die federnden Kunststofffinger (9 ,10 ) in Richtung ihrer Federwirkung durch federnde Glieder (26 ,27 ) aus einem Material unterstützt werden, das eine Steifheit hat, die größer ist als die Steifheit der federnden Kunststofffinger. - Batteriehalter und elektrisches Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Material der Glieder (
26 ,27 ) ein elektrisch leitfähiges Metall ist. - Batteriehalter und elektrisches Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Metallglieder (
26 ,27 ) einen elektrischen Kontakt mit einem Anschluss der Batterie (70 ) herstellt. - Batteriehalter und elektrisches Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (
2 oder6 ), auf dem die Verdickung angebracht ist, elektrisch leitfähige Glieder (32 ,33 ) aufweist, die beim Einbringen des Batteriehalters (5 ) in das elektrische Gerät (1 ) automatisch Kontakt mit den federnden Metallgliedern (26 ,27 ) herstellen, die zur Unterstützung der federnden Kunststofffinger (9 ,10 ) dienen. - Batteriehalter und elektrisches Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Einlaufwinkel (
19 ,20 ) der Fortsätze (13 ,14 ) kleiner ist als ein Auslaufwinkel (21 ,22 ) der Fortsätze. - Batteriehalter und elektrisches Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdickung (
15 ) eine Führungsrippe (23 ) aufweist, die zwischen den federnden Kunststofffingern (9 ,10 ) gleitet, wenn der Batteriehalter (5 ) in das Gerät (1 ) eingebracht wird.
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