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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft im Allgemeinen das Gebiet therapeutischer
Formulierungen zur Verabreichung von Gamma-Hydroxybutyrat.
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Gamma-Hydroxybutyrat
(„GHB") ist eine natürlich vorkommende
Substanz, die im Säugetierkörper weit
verbreitet ist und beispielsweise im Gehirn, den Nieren, dem Herz,
der Leber, der Lunge und in Muskeln vorhanden ist (Nelson et al.,
J. Neurochem., 37: 1345–48
(1981)). Nach exogener Verabreichung durchquert GHB leicht die Blut-Hirn-Schranke
und durchdringt das Gehirn, was eine Reihe von neuropharmakologischen Effekten
hervorbringt. Seit mehr als 35 Jahren wird GHB als intravenöses Mittel
zur Einleitung einer Narkose und für langfristige Sedierung eingesetzt
und zwar ohne schwere Nebenwirkungen auf den Blutkreislauf oder die
Atmung (Entholzner et al., Anesthesist, 44: 345–50 (1995)) und ohne begleitende
Epilepsie-induzierende Aktivität
beim Menschen (Tunnicliff, Clinical Toxicology, 35: 581–90 (1997)).
Es wurden Patienten mit chronischer Schizophrenie, gekennzeichnet
durch Autismus, Inaktivität
und Apathie, katatonischer Schizophrenie, chronischer Schizophrenie
mit Halluzination und Wahnvorstellungen, atypischen Psychosen und
chronischem Hirnsyndrom sowie neurotische Patienten (Tanaka et al.,
Folia Psychiatrica et Neurologica, 20: 9–17 (1996)) mit GHB behandelt.
Außerdem
wurde kürzlich
darauf hingewiesen, dass GHB bei Patienten mit Koronararterienerkrankung
ein geeignetes Mittel für
eine intravenöse
Vollnarkose (Kleinschmidt et al., Euro. J. Anesthesiology, 14: 590–99 (1997))
sowie zur Sedierung während
einer Rückenmarksanästhesie
(Kleinschmidt et al., Euro. J. Anesthesiology, 16: 23–30 (1999))
sei.
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Darüber hinaus
wird GHB auch zur Behandlung von Narkolepsie verwendet, einer chronischen
Schlafstörung,
die in der Regel im Jugend- oder frühen Erwachsenenalter beginnt
und lebenslang bestehen bleibt. Narkolepsie ist durch plötzliche,
in der Regel zwischen einigen Minuten bis zu. dreißig Minuten
andauernde Schlafanfälle,
Lähmungen
in Ruheposition oder im Wachzustand, visuelle oder auditive Halluzinationen
beim Einschlafen und vorübergehenden
Verlust des Muskeltonus im Wachzustand (Kataplexie) oder im Schlaf
gekennzeichnet. Behandlung mit GHB verringert solche Anzeichen und
Symptome von Narkolepsie beim Menschen wesentlich (Scharf, Sleep,
21: 507–14
(1998)).
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GHB
wird auch in der Pharmakotherapie von Alkoholismus eingesetzt, wo
es die Alkoholgier und den Alkoholgenuss verringert und Symptome
des Alkoholentzugssyndroms bei Alkoholikern lindert (Colombo et
al., Physiology & Behaviour,
64: 293–302
(1998); Addolorato et al., The Lancet, 351: 38 (1998) und darin
enthaltende Bezugsverweise). GHB hilft außerdem Patienten während Opiatentzug
(Andriamampandry et al., Biochem. J. 334. 43–50 (1988) und darin enthaltende
Bezugsverweise) und lindert Angstzustände, Tremor und Muskelsteife
bei Patienten mit der Parkinson-Krankheit (Tanaka et al., Folia
Psychiatrica et Neurologica, 20: 9–17 (1966)). Es wurde außerdem berichtet,
dass die Verabreichung von GHB Neuronen und das Darmepithel gegen
Zelltod infolge einer experimentellen Ischämie schützt (Kaufman & Nelson, Neurochemical
Research, 16: 965–74
(1991) und darin enthaltende Bezugsverweise), den Blutdruck bei
Hypertonie-Patienten senkt (Tanaka et al., Folia Psychiatrica et
Neurologica, 20: 9–17
(1966)), den Plasmaspiegel von Wachstumshormon nach Injektion in
gesunde Personen erhöht
(Gerra et al., Int'l
Clinical Psychopharmacology, 9: 211–15 (1994)) und die Wachstumshormon-
und Prolaktinproduktion stimuliert (US-Patent Nr. 5,840,331 an Van Cauter et
al.). Die Verabreichung von GHB soll außerdem ein wirksames Anorektikum
sein, die sexuelle Lust steigern, angenehme Wirkungen wie Euphorie
und Entspannung der glatten Muskulatur bewirken, Muskelmasse fördern und den
REM (Rapid Eye Movement)-Schlaf induzieren (Ropero-Miller & Goldberger, Clinics
in Laboratory Medicine, 18: 727–46
(1998)). PCT WO 99/09972 und US-Patent Nr. 5,990,162 an Scharf offenbaren
die Verwendung von GHB bei der Behandlung von Fibromyalgie und chronischem
Erschöpfungssyndrom.
Es ist auch gezeigt worden, dass die Verabreichung von GHB die Magenentleerung
fördert
(Poggioli et al., Life Sci., 64: 2149–54 (1999)) und als prokinetisches
Arzneimittel zur Behandlung einer Reihe von Konditionen verwendet werden
könnte,
bei denen eine Verbesserung der gastrointestinalen Motilität und der
Magenentleerung angestrebt wird. Solche Konditionen umfassen die
Behandlung von Resorptionsstörungen
und die erhöhte
Aufnahme schlecht resorbierter Arzneimittel. Es ist gezeigt worden,
dass Gamma-Buryrolacton, das zu GHB metabolisiert wird, die Wirkung
von Gamma-Aminobuttersäure
auf Magensekretionen potenziert (Watanabe et al., Jpn. J. Pharmacol.
33: 1163–69
(1983)). GHB hat antiulzerative Aktivität gegen Ulzera gezeigt, die
durch Indomethacin, Spannungsstress oder Pylorusligation hevorgerufen
wurden (Yong et al., Chung Kuo Yao Li Hsueh Po; 10: 350–53 (1989)).
Andere Anwendungen von GHB wurden in Tanaka et al., Folia Psychiatrica
et Neurologica, 20: 9–17
(1966) beschrieben.
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Bei
Tieren produziert GHB elektroenzephalographische (EEG-)Veränderungen
und Verhaltensveränderungen,
die generalisierten Absence-Anfällen
gleichen. Die behandelten Tiere zeigen einen Stillstand der Aktivität, der durch
Anti-Absence-Medikamente aufgehoben werden kann. Aus diesem Grund
ist GHB verwendet worden, um ein reproduzierbares, konsistentes,
pharmakologisch spezifisches Modell für die Untersuchung generalisierter
Absence-Anfälle
bereit zu stellen, das zu anderen Modellen von Absence-Zuständen in der
Ratte analog ist (Snead, Neuropharmacology 30: 161–67 (1991)
und darin enthaltene Bezugsverweise). GHB-Verabreichung wurde bei Tieren außerdem verwendet,
um die kardiovaskuläre
Funktion bei Hämorrhagien
zu normalisieren, sowie als anti-ischämisches Mittel (Cash, Neuroscience & Behavioral Rev.,
18 : 291–304,
1994). Bei Mäusen
zeigte GHB eine strahlenschützende
Wirkung (Cash, Neuroscience & Behavioral Rev.,
18: 291–304
(1994)).
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Es
wurde herausgefunden, dass auch eine Infusion von GHB eine Angiogenese-hemmende
Wirkung hat, was GHB als ein Anti-Angiogenesemittel für die Behandlung
von Krebs potenziell nützlich
macht (Yonekura at al., Clin. Cancer Res., 5: 2185–91 (1999)).
GHB wurde auch bei Ratten prophylaktisch als ein Hypoxie-hemmendes
Mittel, Antioxidans oder Aktoprotektor verwendet und erhöhte die Überlebensraten
von Ratten mit Herzinfarkt (Dubovaia et al., Eksp. Klin. Farmakol.
59: 51–54
(1996); Tsorin et al., Eksp. Klin. Farmakol. 56: 35–27 (1993)).
Es wurde berichtet, dass GHB Herzschädigungen nach akutem Blutverlust
verhindert (Meerson et al., Kardiologiia 22: 38–44 (1982)).
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GHB
kann auch prophylaktisch verabreicht werden, um Entzündung oder
ischämische
Verletzung oder Reperfusionsverletzungen während chirurgischer Operationen
zu verringern. Prophylaktische Verabreichung von GHB verhinderte
Leberschäden
infolge Tetrachlormethanvergiftung (Eksp. Kim. Farmakol., 59 (4): 51–54 (1996)).
Das Lithiumsalz von GHB unterdrückte
Carrageenan-Entzündung
in einem Hamster-Backentaschen-Test (Aleksandrov & Speranskaia,
Biull. Eskp. Bio. Med. 106: 233–35
(1988)). Prophylaktische Verabreichung des Lithiumsalzes von GHB
verhinderte Entzündungen
in Test des akuten Pfotenekzems (Aleksandrov & Speranskaia, Biull. Eskp. Bio. Med.
103: 188–90
(1987)). Es wurde gezeigt, dass GHB den Blutfluss zu ischämischem
Herzgewebe verbessert (Matsievskii et al., Biull. Eskp. Bio. Med.
106: 531–33
(1988)). GHB wurde auch verwendet, um gefrorenes Lebergewebe für die Transplantation
zu schützen
(Sherman et al., Transplantation 57: 8–11 (1994)).
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Es
zeigte sich, dass Natrium-4-hydroxybutyrat den Stoffwechsel beeinflusst
(Petrin et al., Vopr. Med Khim, 39: 36–39 (1993)), da seine Verabreichung
den Nukleotidmetabolismus, die Glykolyse, Lipolyse und Lipidperoxidation
verringerte. Natriumhydroxybutyrat stimulierte auch den Pentosephosphatzyklus
und beeinflusst die metabolische Azidose (Lopatin et al., Farmakol.
Toksikol., 47: 53–55
(1984). GHB kann daher verwendet werden, um den Stoffwechsel zu
verbessern und die schädigenden
Auswirkungen von Verletzungen, chirurgische Operationen, Ischämie und
Schock aufzuheben.
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Es
wurde auch gezeigt, dass GHB die Proliferation von Krebs verhindert
und als ein antineoplastisches Mittel wirkt (Basaki et al., Gan
To Kagaku Ryoho, 27: 93–98
(2000)). Es wurde gezeigt, dass GHB und Gamma-Butyrolacton die von
bestimmten Arten von Krebszellen ausgelöste Angiogenese verringern
(Yonekura et al., Clinical Cancer Research, 5: 2185–91 (1999)).
Es wurde auch gezeigt, dass GHB für die Behandlung von Lungenkrebspatienten
während
und nach der Operation vorteilhaft ist (Leonenkov et al., Vopr.
Onkol., 39: 75–79
(1993)) und dieser Vorteil wurde der antihypoxischen Wirkung von
GHB zugeschrieben. Entsprechend kann GHB verwendet werden, um die
Ausbreitung oder Proliferation eines Krebses zu verhindern.
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Während in
der Entwicklung therapeutischer und experimenteller Anwendungen
von GHB eindeutig signifikante Fortschritte erzielt wurden, gab
es eine Reihe von Problemen in Verbindung mit der Entwicklung dieser
Anwendungen, welche weiteren Fortschritt gehemmt oder verhindert
haben oder das Management der Behandlung schwieriger oder beschwerlicher
gemacht haben. Zu diesen Problemen gehören die Entwicklung von Hypernatriämie und
metabolischer Azidose als Ergebnis der Verabreichung großer Dosismengen
von GHB, das als ein Natriumsalz und nicht als freie Säure verabreicht
wird, vor allem über
längere
Zeiträume
(Entholzner, E., et al., Anaesthesist, 44: 345–50 (1995)). Beispielsweise
wurde berichtet, dass sich diese Konditionen bei Patienten unter
Hämodialyse
entwickelten (Id.). Es wäre
daher wünschenswert,
neue Zusammensetzungen und Verfahren zur Verabreichung therapeutischer
Mengen von GHB in vivo in einer Form zu entwickeln, welche die Verwendung
von Natriumionen minimiert oder beseitigt.
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Außer den
Problemen in Verbindung mit der Verabreichung der Salzform von GHB
ist die Halbwertszeit von GHB relativ kurz (35 Minuten, wobei 20–60 Minuten
nach oraler Applikation die Spitzenplasmakonzentration erreicht
wird), was eine häufigere
Verabreichung von GHB erforderlich macht, um seine therapeutischen
Wirkungen aufrecht zu erhalten. Beispielsweise wurde berichtet,
dass die Erhöhung
der Dosierung von GHB von dreimal täglich auf sechsmal täglich bei
der Behandlung von Alkoholismus vorteilhaft war (Addolorato et al.,
The Lancet, 351: 38 (1998)), insbesondere bei einer Patientenpopulation,
die auf weniger häufigere
Dosierungen nicht gut ansprach. Des Weiteren stellte sich heraus,
dass Patienten bei der Behandlung von Narkolepsie von zwei und selbst
drei Dosismengen GHB während
der Nacht anstelle einer Einzeldosis, bei der die Patienten bereits
vor der geplanten Aufwachzeit hellwach waren, profitierten (Scharf,
Sleep, 21: 507–14 (1998)).
US-Patent Nr. 4,599,355
und 4,738,985 an Kluger beschreiben die Verwendung von Ethyl-4-acetoxybutanoat,
um Schlaf bei einer Ratte zu verlängern, wobei die Schlafdauer
mit einer großen
Dosis dieses Wirkstoffes von etwa zwei Stunden mit GHB auf vier
Stunden verlängert
wurde. Es wäre
daher wünschenswert, neue
Zusammensetzungen und Verfahren zu entwickeln, um therapeutische
Mengen von GHB in vivo zu verabreichen, die länger wirksam sind, was die Notwendigkeit
häufigerer
Verabreichung verringert. Solche Formulierungen hätten viele
Vorteile, einschließlich
einer erhöhten
Compliance, weniger medizinischer Pflege und weniger Eingreifen,
was beispielsweise Patienten mit Narkolepsie und Alkoholismus unter
Behandlung ermöglichen
würde,
ungestört
zu schlafen.
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Es
wäre auch
wünschenswert,
neue Zusammensetzungen und Verfahren zu entwickeln, um therapeutische
Mengen von GHB in vivo zu verabreichen, die einen Weg zur genaueren
Steuerung der Verabreichung von GHB und der Plasmaspiegel von GHB
bereitstellen. Solche Zusammensetzungen könnten nützlich sein, um die wirksamen
Dosismengen in vivo zu erhöhen
und die Entwicklung von Hypernatriämie und metabolischer Azidose
bei derzeitigen Dosismengen zu verhindern.
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Es
ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Zusammensetzungen
bereit zu stellen, die therapeutische Mengen von GHB in vivo verabreichen,
welche unerwünschte
Nebenwirkungen minimieren oder beseitigen, beispielsweise in Verbindung
mit der gemeinsamen Verabreichung von Natriumionen.
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Es
ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Zusammensetzungen
für die
Verabreichung therapeutischer Mengen von GHB in vivo in Formulierungen
bereit zu stellen, die länger
wirken und die Notwendigkeit einer häufigen Applikation verringern.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Es
sind pharmazeutische Zusammensetzungen, umfassend Oligomere und
Polymerzusammensetzungen, die GHB umfassen und GHB nach Verabreichung
in vivo produzieren, bereit gestellt. Es sind ferner Vorrichtungen
für die
Speicherverabreichung dieser Polymere und Oligomere beschrieben.
Diese Oligomere und Polymerzusammensetzungen sind in verschiedenen
Anwendungen nützlich.
Die Zusammensetzungen können
beispielsweise bei der Herstellung von Medikamenten zur Behandlung
von Patienten mit Narkolepsie, chronischer Schizophrenie, katatonischer
Schizophrenie, atypischen Psychosen, chronischem Hirnsyndrom, Neurose,
Alkoholismus, Drogen/Medikamenten-Missbrauch und -Entzug, der Parkinson-Krankheit
und anderen neuropharmakologischen Erkrankungen, Hypertonie, Ischämie, Kreislaufkollaps,
Strahlenexposition, Krebs und Myokardinfarkt therapeutisch verwendet
werden. Das Medikament kann zur Einleitung einer Narkose, zur Sedierung,
Wachstumshormonproduktion, Steigerung der sexuellen Lust, für anorektische
Wirkungen, Euphorie, zur Entspannung der glatten Muskulatur, zur
Produktion von Muskelmasse und für
Schlaf, einschließlich
REM (Rapid Eye Movement)-Schlaf, eingesetzt werden. Die Oligomere
und Polymere können
bei der Herstellung eines Medikaments verwendet werden, um Absence-Anfälle zu produzieren.
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Ausführliche
Beschreibung der Erfindung
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Es
wurde entdeckt, dass bestimmte Oligomere und Polymere, umfassend
GHB, zur Verabreichung von GHB in vivo geeignet sind. Die Oligomere
und Polymere sind praktisch oder vollständig salzfrei und können GHB
in unterschiedlicher und wünschenswerter
Pharmakokinetik verabreichen. Dies umfasst verlängerte Freisetzung, Freisetzung
im Gleichgewichtszustand (Steady State) und kontrollierte Dosierung,
sowohl niedrig als auch hoch. Diese Oligomere und Polymere können in
vivo durch unterschiedliche, herkömmliche Verfahren verabreicht
werden, einschließlich
auf oralem und intravenösem
Weg sowie durch Implantation.
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Ein
erster Aspekt der Erfindung stellt eine pharmazeutische Zusammensetzung
zum Modulieren endogener Spiegel von Gamma-Hydroxybutyrat bei einem Patienten bereit,
umfassend eine Dosisformulierung für enterale oder parenterale
Verabreichung an einen Patienten, wobei die Formulierung ein Polymer
oder Oligomer als aktiven Wirkstoff umfasst, das Gamma-Hydroxybutyrat
umfasst, wobei das Polymer oder Oligomer, wenn es an den Patienten
verabreicht wird, metabolisiert wird, um in vivo eine wirksame Menge
des Gamma-Hydroxybutyrats freizusetzen.
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Ein
zweiter Aspekt der Erfindung stellt eine pharmazeutische Zusammensetzung
bereit, die als einen aktiven Wirkstoff ein Gamma-Hydroxybutyrat-Propharmakon
in einem Polymer oder Oligomer umfasst, das endogene Spiegel von
Gamma-Hydroxybutyrat in vivo modulieren kann, wobei das Gamma-Hydroxybutyrat-Propharmakon
eine Einheit des Polymers oder Oligomers ist.
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I. Die GHB-Zusammensetzungen
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Die
Zusammensetzungen enthalten Oligomere und/oder Polymere, die GHB
umfassen, und sind in einer pharmazeutisch annehmbaren Form zur
Verabreichung an Patienten bereit gestellt.
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Polymere und
Oligomere
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Die
Oligomere und Polymere umfassen GHB und können durch jede Anzahl von
Verfahren hergestellt werden, einschließlich biologischer Verfahren
wie beispielsweise Fermentation, einschließlich transgener Fermentationssysteme,
transgener Kulturpflanzen, chemischer Synthese und enzymatischer
Synthese. Bevorzugte Herstellungsverfahren verwenden Fermentation,
einschließlich
transgener Fermentation, um die Oligomere und Polymere herzustellen.
Diese Verfahren sind beispielsweise in Madison & Huisman, Microbiol. & Mol. Biol. Rev.,
63: 21–53
(1999); Williams & Peoples,
CHEMTECH, 26: 38–44
(1996) und Williams & Peoples, Chem.
Br., 33: 29- 32 (1997)
beschrieben. Die Molekulargewichte von nach diesen Verfahren hergestellten
Polymeren können
durch darauf folgende, chemische Hydrolyse und/oder Transveresterung
weiter spezifisch angepasst werden. Kombinieren der Fermentationsherstellung
gefolgt von einer Hydrolyse oder Transveresterung ist ein besonders
bevorzugtes Verfahren zum Herstellen von GHB, das Oligomere mit
einer mittleren Molmasse (Mn) von über 3.000 enthält, da die
chemische Synthese ausgehend von Gamma-Butyrolacton schwierig ist
(Lebedev & Yevstropov,
Makromol. Chem. 185: 1235–53
(1984)).
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In
bevorzugten Ausführungsformen
gehören
die GHB umfassenden Oligomere und Polymere zu einer Klasse natürlich vorkommender
Polyester, die als Polyhydroxyalkanoate (PHAs) bekannt sind. Diese
Materialien sind Polyester, die von zahlreichen Organismen als Reaktion
auf Umweltbelastung synthetisiert werden. Für eine Übersicht siehe Byrom, „Miscellaneous
Biomaterials" in
Byrom, Hrsg., Biomaterials MacMillan Publishers, London, 1991, S.
333–59;
Hocking & Marchessault „Biopolyesters" in Griffin, Hrsg.,
Chemistry and Technology of Biodegradable Polymers, Chapman and
Hall, London, 1994, S. 48–96;
Holmes „Biologically
Produced (URU)-3-hydroxyalkanoate Polymers and Copolymers", in Bassett, Hrsg.,
Developments in Crystalline Polymers, Elsevier, London, Band 2,
1988, S. 1-65; Lafferty
et al., „Microbial
Production of Poly-(3-hydroxybutyric
acid" in Rehm & Reed, Hrsg.,
Biotechnology, Verlagsgesellschaft, Weinheim, Band 66, 1988, S.
135–76; Müller & Seebach, Angew.
Chem. Int. Ed. Engl. 32: 477–502
(1993); Steinbüchel, „Polyhydroxyalkanoic
Acids" in Byrom,
Hrsg., Biomaterials, MacMillan Publishers, London, 1991, S. 123–213, Williams & Peoples, CHEMTECH,
26: 38–44
(1996) und die kürzlich
erschienene Übersicht
von Madison & Huisman,
Microbiol. & Mol.
Biol. Rev. 63: 21–53
(1999).
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Die
bevorzugten Zusammensetzungen können
GHB alleine, wie in einem Homopolymer (oder Oligomer) von Gamma-Hydroxybutyrat, enthalten
oder GHB in einem Polymer oder Oligomer zusammen mit anderen Monomeren
umfassen. Beispielsweise kann GHB mit β-Hydroxybutyrat copolymerisiert
sein, wie in Poly-β-hydroxybutyrat-co-γ-hydroxybutyrat, oder
mit zwei oder mehr unterschiedlichen Monomeren copolymerisiert sein,
einschließlich
anderen Hydroxyalkanoaten oder Hydroxysäuren. Beispiele von Monomeren,
die in GHB-Polymere und -Oligomere eingebaut sein können, sind
identifiziert in Williams et al., Int. J. Biol. Macromol., 25: 111–21 (1999).
Eine besonders bevorzugte Zusammensetzung der Polymere und Oligomere
ist Poly-gamma-hydroxybutyrat (auch bekannt als Poly-gamma-butyrolacton). Repräsentative
Verfahren zum Herstellen dieses Polymers sind beschrieben in PCT
WO 99/32536 an Martin et al.; PCT WO 99/14313 an Huisman et al.,
und darin enthaltene Bezugsverweise; Song et al., Biotechnol. Lett.,
21: 193–97
(1999); Saito et al., Polymer International, 39: 169–74 (1996)
und
EP 0304293 an Doi.
Polymere und Oligomere, die GHB umfassen, können auch durch Verfahren synthetisiert
sein, die von Lebedev & Yevstropov,
Makromol. Chem., 185: 1235–53
(1984); Agostini et al., Polym. Sci., Teil A-I, 9: 2775–87 (1971)
; Gross et al., Macromolecules, 21: 2657–68 (1988); Dubois et al.,
Macromolecules, 26: 4407–12
(1993); Le Borgne & Spassky,
Polymer, 30: 2312–19
(1989); Tanahashi & Doi,
Macromolecules, 24: 5732–33
(1991); Hori et al., Macromolecules, 26: 1221–29 (1993); Hori et al., Macromolecules,
26: 5533–34
(1993) ; Hocking & Marchessault,
Polym. Bull., 30: 163–70
(1993) und US-Patent Nr. 5,563,239 an Hubbs et al., und darin enthaltenen
Bezugsverweisen beschrieben sind. Chemoenzymatische Verfahren, die
verwendet werden können,
um diese Polymere und Oligomere herzustellen, sind in Xie et al.,
Macromolecules 30: 6997–98
(1997) beschrieben.
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Außer linearen,
GMB umfassenden Oligomeren könnten
zyklische, GMB umfassende Oligomere für die Verabreichung von GHB
in vivo besonders nützlich
sein. Diese könnten
beispielsweise nach den in Müller & Seebach, Angew. Chem. Int. Ed. Engl. 32: 477–502 (1993)
beschriebenen Verfahren hergestellt sein.
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In
einer weiteren Ausführungsform
können
Polymere und Oligomere hergestellt werden, die kein GHB enthalten,
aber in vivo zu GHB abgebaut werden. Ein Beispiel eines solchen
Polymers ist der bioerodierbare Polyorthoester, der in Sendelbeck & Girdis, Drug
Metabolism & Disposition,
13: 291–95
(1985) beschrieben ist.
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Pharmazeutische
Formulierungen
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Die
GHB umfassenden Polymere und Oligomere können in mehreren verschiedenen
physikalischen Formen hergestellt sein, einschließlich als
Latexarten und Trockenpulver. Verfahren zur Herstellung geeigneter Latexarten
sind in Horowitz et al., Macromolecules, 32: 3347–52 (1999)
und PCT WO 99/35192 an Horowitz et al. und darin enthaltenen Bezugsverweisen
beschrieben. Partikuläre,
flüssige, ölige und
visköse
Formen und Mikrodispersionsformen sind für die Verabreichung besonders
bevorzugt. Die Polymere und Oligomere können überall in dem Körper von
Tieren in einer therapeutischen Menge verwendet werden, um den gewünschten
Effekt hervorzurufen. Die Polymere und Oligomere können für enterale
oder parenterale Verabreichung hergestellt werden, indem sie mit
dem geeigneten Verabreichungssystem kombiniert werden. Für enterale
Verabreichung können
sie beispielsweise Lebensmitteln; Getränken oder einem Nahrungsergänzungsmittel
hinzugefügt
werden. Es können
auch andere Bestandteile hinzugefügt werden, um ihre Verabreichung
zu erleichtern, beispielsweise Geschmacksstoffe, Geschmack verbergende
Stoffe und Farbstoffe. Die Polymere und Oligomere können auch
zu Tabletten formuliert oder verkapselt sein.
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In
einer Ausführungsform
umfassen die Formulierungen von GHB umfassenden Polymeren und Oligomeren
des Weiteren GHB-Monomer.
Das Monomer dieser Formulierungen kann eine anfängliche Freisetzung (Spitze)
von GHB bieten, während
das Polymer oder Oligomer metabolisiert wird und somit eine verzögerte und/oder
anhaltende Freisetzung bietet.
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Zur
parenteralen Verabreichung können
die Polymere und Oligomere gegebenenfalls gelöst oder in einem Trägerstoff
zur Injektion suspendiert sein. Die Polymere und Oligomere können beispielsweise
in Ölen, Lösungen,
Salzlösung,
phosphatgepufferten Lösungen
und selbst sehr kurzen Oligomeren von GHB gemischt oder suspendiert
sein. Das Monomer, GHB oder andere aktiven Wirkstoffe können gegebenenfalls
ebenfalls in einer Formulierung enthalten sein.
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Die
Dosierung der Oligomere variiert je nach der gewünschten Therapie und richtet
sich nach dem Ein- oder Ausschluss von GHB-Monomer in der Dosis.
Die Dosismengen bieten in vivo im Allgemeinen effektive GHB-Konzentrationen,
die zu der oralen Verabreichung von 10 bis 100 mg/kg des Natriumsalzes
von GHB äquivalent
sind. Orale Dosismengen von GHB-Oligomeren können beispielsweise von etwa
10 mg/kg bis mehr als 1 g/kg reichen, wobei 50 bis 500 mg/kg typische
Dosismengen sind. Die Freisetzung von GHB in vivo kann auch gesteuert
werden, indem Oligomere und Polymere mit unterschiedlichen Molekulargewichten
hergestellt werden, sowie durch Einbau unterschiedlicher, monomerer
Einheiten in die GHB-enthaltenden Oligomere und Polymere.
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Andere Wirkstoffe
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Die
Zusammensetzungen können
des Weiteren andere therapeutische oder prophylaktische Wirkstoffe
enthalten. Beispiele solcher Wirkstoffe umfassen Verbindungen mit
antimikrobieller Aktivität,
Anästhetika, Hilfsstoffe,
entzündungshemmende
Verbindungen, Stimulanzien, Antidepressiva, oberflächenaktive
Stoffe, Steroide, Lipide, Enzyme, Antikörper und Hormone.
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II. Anwendungen der GHB-Zusammensetzungen
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Die
Oligomere und Polymere können
bei der Herstellung von Medikamenten zur Verabreichung in allen
Fällen
verwendet werden, in denen es als wünschenswert gilt, den in vivo-Spiegel von GHB zu
erhöhen, insbesondere über einen
längeren
Zeitraum hinweg (z.B. anhaltende Freisetzung), beispielsweise über mehrere
Stunden oder Tage. Die Medikamente können in der Human- und Tiermedizin
verwendet werden. Die Oligomere und Polymere können therapeutisch bei der
Herstellung von Medikamenten zur Behandlung von Patienten mit Narkolepsie,
chronischer Schizophrenie, katatonischer Schizophrenie, atypischen
Psychosen, chronischem Hirnsyndrom, Neurose, Alkoholismus, Drogen/Medikamenten-Missbrauch
und -Entzug, der Parkinson-Krankheit,
anderen neuropharmakologischen Krankheiten und Hypertonie, Fibromyalgie
und chronischem Erschöpfungssyndrom
verwendet werden. Andere Verwendungen des Medikaments umfassen die
Verabreichung der Oligomere und Polymere, um GHB als einen antiangiogenen
Wirkstoff zur Behandlung von Krebs bereit zu stellen, und als prokinetischen
Wirkstoff zur Erhöhung
der Magenentleerung zur Behandlung von Resorptionsstörungen und
um die Aufnahme schlecht resorbierter Wirkstoffe zu erhöhen. Die
Oligomere und Polymere können
auch bei der Herstellung von Medikamenten zur Induktion von Anästhesie,
Sedierung, Wachstumshormonproduktion, anorektischen Wirkungen, Euphorie,
Entspannung der glatten Muskulatur, Produktion von Muskelmasse,
Steigerung der sexuellen Lust, Schlaf (einschließlich REM (Rapid Eye Movement)-Schlaf)
und Prolaktinfreisetzung verwendet werden. Die Oligomere und Polymere
können
auch bei der Herstellung von Medikamenten zum Hervorrufen von Absence-Anfällen verwendet
werden, vor allem bei Tiermodellen. Die Oligomere und Polymere können bei
der Herstellung von Medikamenten zur Behandlung oder Prävention
von Entzündung
und Schädigungen
infolge einer Ischämie
oder Reperfusion verwendet werden. Das Medikament könnte auch
in Verbindung mit anderen Behandlungen verwendet werden.
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III. Verfahren und Vorrichtungen
zur Verabreichung der Zusammensetzungen
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Zur
Speicherung und Verabreichung der Polymere und Oligomere sowie deren
Formulierungen können
unterschiedliche Vorrichtungen verwendet werden. Ein bevorzugtes
Verabreichungsverfahren nutzt Spritze und Kanüle. Für bestimmte Behandlungen werden
die Polymere und Oligomerformulierungen in Form einer Ausrüstung verkauft,
einschließlich
der Polymerformulierung in einem Tank in Kombination mit einem Verabreichungsmittel,
wie beispielsweise einer Spritze oder einem Katheter, oder einer
Lösung,
um die Polymerformulierung aufzulösen oder zu resuspendieren.
Die Polymere und Oligomere können
in einem Verabreichungssystem platziert sein, um die Verabreichung
von GHB zu modulieren oder zu steuern. Die Formulierungen können durch
Filtration, Bestrahlung, Dampf oder Behandlung mit Ethylenoxid sterilisiert
werden, je nachdem, was geeigneter ist.
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Die
vorliegende Erfindung ist unter Bezugnahme auf die folgenden, nicht
einschränkenden
Beispiele besser verständlich.
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Beispiel 1: Herstellung
von Oligomeren von GHB
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Achteinhalb
(8,5) Gramm von PHA4400 (Poly-4-Hydroxybuttersäure, MW
430.000) wurden in 280 ml wasserfreiem THF gelöst, um eine 3%ige (Gew./Vol.)
Lösung
herzustellen. Durch vorsichtiges Erhitzen auf 60°C wurde die Auflösung des
Polymers erleichtert. Der Lösung
wurde langsam ein Milliliter absolutes Ethanol zugegeben und die
Lösung
wurde auf Raumtemperatur abgekühlt.
Es wurden Aliquots von Natriummethoxid (0,1 M in Methanol) zugegeben,
um das gewünschte
Molekulargewicht des Produktes, wie in Tabelle 1 unten gezeigt,
bereit zu stellen. Die Lösung
wurde bei Raumtemperatur 10 Minuten gerührt und die Reaktion mit Säure gestoppt
(gequencht). Die resultierende Lösung
wurde filtriert und das THF verdampft, um das Produkt zu ergeben
(7,5 g je 300 μl
zugegebenes Natriummethoxid).
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Tabelle
1: Molekulargewicht von GHB-Oligomeren
Log MW = GPC-Retentionszeit*(–0,984) + 13,376, zur Bestimmung
relativ zu Polystyrol
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Beispiel 2: Verdaulichkeit
von GHB-Oligomeren in normalen Ratten
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Neununddreißig männliche
Sprague-Dawley-Ratten wurden eine Woche lang an eine kontrollierte Umgebung
gewöhnt.
Nach Fasten über
Nacht wogen die Ratten 244 ± 21
g. Die Ratten wurden in drei Gruppen eingeteilt und wie folgt behandelt:
- (i) 3 Kontrollraten erhielten 1,5 ml TWEENTM durch Sondenernährung und wurden nach 1 Stunde
dekapitiert.
- (ii) 12 Ratten erhielten 50 mg/kg Natrium-GHB-Monomer (= 0, 4 mmol/kg)
in 1, 5 ml TWEENTM durch Sondenernährung und
wurden nach 0,5, 1,2 und 4 Stunden in Dreiergruppen dekapitiert.
- (iii) 24 Ratten erhielten 138 mg/kg GHB-Oligomer (= 1,6 mmol
GHB-Äquiv./kg,
MW 25.000) in 1,5 ml TWEENTM durch Sondenernährung und
wurden nach 0,5, 1, 2, 4, 6, 8 und 10 Stunden in Dreier- oder Vierergruppen
dekapitiert.
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Zum
Zeitpunkt der Dekapitation wurde Blut gesammelt und das Serum zur
Analyse eingefroren. Serumproben (0,25 ml) wurden mit 200 nmol [2H6]4HB versetzt.
Serumproben wurden mit Sulfosalicylsäure und Zentrifugation entproteinisiert
und die saure Lösung
wurde mit Ether extrahiert (dreimal).
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Gepoolte
Extrakte wurden eingeengt und mit NaOH hydrolysiert (1 ml, 10 mM).
Nach der Verdampfung wurde der Rückstand
in das Trimethylsilylderivat umgewandelt. Mit einem Hewlett-Packard-MS-Engine
wurde eine Gaschromatographie-Massenspektrometrie-Analyse im chemischen
Ionisationsmodus mit Ammoniak als Reaktandgas mit einer HP-5-Säule (47
m) durchgeführt.
Die Ionen wurden bei m/z 249 auf unmarkiertes GHB und bei m/z 255
auf das [2H6]GHB
(interner Standard) überprüft, beide
als die Trimethylsilylderivate.
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Es
wurde eine Standardkurve von GHB in Hundeplasma erstellt, indem
die Isotopverdünnung
des oben beschriebenen GC-MS-Tests verwendet wurde. Diese Kurve
war im Bereich von 0 bis 100 nmol linear, mit einer Nachweisgrenze
von 1–2
nmol.
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Ergebnisse
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Wie
in Tabelle 2 gezeigt, war die gefundene Basislinienkonzentration
von GHB in Rattenserum der Ratten, die nur TWEENT M über
Sondenernährung
erhielten, 9,12 ± 1,47 μM. Nach der
Sondenernährung
mit GHB-Monomer erhöhte
sich die Serumkonzentration von GHB innerhalb von 0,5 Stunden vorübergehend
auf 182 ± 158 μM und verringerte
sich innerhalb von 2 Stunden rasch auf Basislinienwerte. Nach Sondenernährung mit
GHB-Oligomer erhöhte
sich die Serumkonzentration von GHB innerhalb von 0,5 Stunden auf
86,5 ± 21,8 μM und blieb über 10 Stunden
lang auf einem Wert, der etwa drei- bis fünfmal über dem Basiswert lag.
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Tabelle
2: Konzentration von GHB im Serum von Ratten nach Sondenernährung mit
Tween (Kontrolle), Tween plus GHB und Tween plus GHB-Oligomer
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Diese
Ergebnisse zeigen, dass das GHB-Oligomer in der Ratte verdaut wird
und dass es eine anhaltende Freisetzung des Monomers über mindestens
10 Stunden bietet. Die Menge von GHB im Serum war über einen
Zeitraum von 1 bis 10 Stunden um etwa 3- bis etwa 8-mal gegenüber dem
Basiswert erhöht.
Diese Ergebnisse werden nicht durch die bloße Anwesenheit des Monomers
in der Oligomerpräparation
erklärt,
da das Monomer schnell (z. B. innerhalb von 1–2 Stunden) resorbiert und
aus dem Blutkreislauf entfernt wird.