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Gebiet der
Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Teststreifen zur Analyse einer
flüssigen
Testprobe zur Bestimmung des Vorliegens oder der Konzentration eines
besonderen Bestandteils, z.B. eines Analyts. Insbesondere betrifft
die vorliegende Erfindung einen verbesserten Teststreifen, umfassend:
(a) einen Stützgriff
mit (b) einer oder mehreren darauf angeordneten Testunterlagen,
wobei die genannte Testunterlage (i) eine Trägermatrix umfasst, die (ii)
eine Reagenszusammensetzung mit der Befähigung zur Wechselwirkung mit
dem Analyt von Interesse zur Erzeugung einer nachweis- oder messbaren
Reaktion aufweist, und (c) einen Infrarot-Farbstoff, der entweder auf dem Trägerstreifen
aufgebracht und/oder in eine Testunterlage eingebracht vorliegt.
Die verbesserten Teststreifen ergeben einen zuverlässigeren
und genaueren Assay für
die jeweiligen Bestandteile, weil der Infrarot-Farbstoff gewährleistet,
dass die Teststreifen in der Vorrichtung, worin die auf der Testunterlage
abgelaufene Reaktion nachgewiesen und gemessen wird, sauber ausgerichtet
und angeordnet werden.
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Hintergrund der Erfindung
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Ein
wichtiges Werkzeug zur Analyse fluider Substanzen stellen Diagnose-Teststreifen
dar. Diagnose-Teststreifen weisen eine Testunterlage auf, in die
ein Reagens mit der Befähigung
zur Farbänderung
bei Kontakt mit einem vorab festgelegten, in einer Testprobe vorliegenden
Bestandteil eingebracht ist. Die Intensität und das Ausmaß der Farbänderung
werden in Korrelation zur Konzentration des vorab festgelegten Bestandteils
gebracht, der in der Testprobe vorliegt. Das Fehlen einer Farbänderung
zeigt an, dass der vorab festgelegte Bestandteil nicht in der Probe
vorliegt oder zumindest nur unterhalb nachweisbarer Gehaltsmengen vorhanden
ist.
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Diagnose-Teststreifen
sind verfügbar,
um Blut, Urin und weitere Körperflüssigkeiten
bezüglich
eines vorab festgelegten Bestandteils zu analysieren. Diagnose-Teststreifen
werden auch angewandt, um das Vorliegen und/oder die Konzentration
von Bestandteilen in so vielfältigen
Flüssigkeiten
wie Wasser und Wein zu bestimmen. In den Teststreifen werden unterschiedliche
Reagenzien benutzt, um selektiv auf unterschiedliche vorab festgelegte
Bestandteile zu reagieren. Demzufolge sind Teststreifen verfügbar, um
verschiedene Bestandteile zu analysieren, wie diejenigen, die beispielsweise
in Urin vorgefunden werden. Die Urin-Assayergebnisse erlauben es
dem medizinischen Personal, verschiedene Krankheitszustände zu diagnostizieren
und eine saubere Therapie zu erstellen.
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Dabei
ist es wichtig, die Konzentration einer unbekannten Substanz oder
eines Analyts in einer Testprobe genau zu messen, weil eine ungenaue
Messung zu einer fehlerhaften Deutung und Auswertung der Testergebnisse
führen
kann. Die auf dem einschlägigen
Gebiet tätigen
Forscher richten daher kontinuierlich ihre Bestrebungen sowohl auf
Teststreifen, in denen das Auftreten falscher positiver wie auch
falscher negativer Assayergebnisse eliminiert oder zumindest minimiert
ist, als auch auf Nachweisvorrichtungen, in denen die Farbe des
Teststreifens so genau bestimmt wird, dass die Farbänderung
des Streifens sauber mit der Konzentration der unbekannten Substanz
oder des Analyts in der Testprobe korrelierbar ist.
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Bei
einer typischen Analyse unter Verwendung von Teststreifen wird der
Teststreifen in eine Testprobe (wie Urin) getaucht. Überschüssige Testprobe
wird aus dem Teststreifen gelöscht,
und die Testunterlage wird bezüglich
einer Farbänderung
untersucht. Die Farbänderung
des Teststreifens kann durch einfache Betrachtung mit dem menschlichen
Auge bestimmt werden, wobei ein Vergleich der Farbänderung
mit einer standardisierten Karte die Korrelation der Farbänderung
zu einer unbekannten oder einer Analyt-Konzentration erlaubt.
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Eine
derartige visuelle Betrachtung eignet sich für einige Assayverfahren, andere
Assayverfahren benötigen
aber ein ausgeklügelteres
Nachweis- und Messverfahren. Daher wird für verschiedene weitere Assayverfahren,
die unter Anwendung eines Teststreifens durchgeführt werden, eine Nachweisvorrichtung,
wie ein Spektrofotometer, angewandt, um die Farbänderung aus dem Kontakt des
Teststreifens mit einer Testprobe nachzuweisen und zu messen. Bei
einer Urinanalyse wird mit einem herkömmlichen Spektrofotometer die
Farbänderung
bestimmt, die sich aus der Aufbringung einer Urinprobe auf eine
Testunterlage ergibt. Der Teststreifen wird dann an einem bezeichneten
Ort in das Spektrofotometer gelegt, und es wird ein Startknopf gedrückt, der
das Spektrofotometer zur automatischen Auswertung des Reagensstreifens
betätigt.
Das Spektrofotometer beleuchtet die Unterlage und nimmt eine Anzahl
von Reflexionsablesungen aus der Unterlage vor, wobei jeder abgelesene
Wert eine Größe aufweist,
die sich auf eine unterschiedliche Wellenlänge des sichtbaren Lichts bezieht.
Die Farbe der Testunterlage wird dann aus den relativen Größen von
roten, grünen
und blauen Reflexionssignalen ermittelt.
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Herkömmliche
Spektrofotometer können
genutzt werden, um mehrere unterschiedliche Urinanalysetests durch
Anwendung eines Teststreifens, worauf mehrere unterschiedliche Reagensunterlagen
vorliegen, gleichzeitig durchzuführen.
Ein solcher Reagensstreifen, wie MULTISTIX®, verfügbar von
Bayer Corporation, Elkhart, IN, kann 10 verschiedene Reagensunterlagen
zur Analyse von 10 verschiedenen Analyten aufweisen. Jede Reagensunterlage
enthält
ein unterschiedliches Reagens, das zu einer Farbänderung in Reaktion auf das
Vorliegen eines unterschiedlichen Bestandteils in Urin, wie von
Leukozyten (weißen
Blutkörperzellen)
oder von roten Blutkörperzellen,
führt.
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Beispielsweise
ist ein Spektrofotometer angewandt worden, um das Vorliegen roter
Blutkörperzellen in
einer Urinprobe nachzuweisen. Die im Urin vorhandenen roten Blutkörperzellen
reagieren mit dem in eine Testunterlage eingebrachten Reagens, um
zu verursachen, dass sich die Testunterlage bis zu einem Grad verfärbt, der
auf die Konzentration der roten Blutkörperzellen in der Urinprobe
bezogen wird. In der Gegenwart einer relativ großen Konzentration roter Blutkörperzellen
verfärbt
sich die Testunterlage von gelb nach dunkelgrün.
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Wie
oben festgestellt, wird in einem herkömmlichen Reflexionsspektrofotometer
die Konzentration der roten Blutkörperzellen in Urin dadurch
nachgewiesen, dass die Testunterlagen beleuchtet und, über einen
herkömmlichen
Reflexionsdetektor, die Menge des aus der Testunterlage empfangenen,
d.h. reflektierten, Lichts nachgewiesen werden. Das reflektierte
Licht wird auf die Farbe der Reagensunterlage bezogen. Bezogen auf die
Größe des vom
Reflexionsdetektor erzeugten Reflexionssignals, ordnet das Spektroskop
die Urinprobe einer aus mehreren Kategorien zu, z.B. einer ersten
Kategorie, entsprechend keinem Blut (negativ), einer zweiten Kategorie,
entsprechend einer Spurenkonzentration (lysiert oder intakt), einer
dritten Kategorie, entsprechend einer kleinen Blutkonzentration,
einer vierten Kategorie, entsprechend einer mittleren Blutkonzentration, und
einer fünften
Kategorie, entsprechend einer hohen Blutkonzentration. Aus dem Assayergebnis
werden eine Diagnose gestellt und ein Behandlungsregimen daraus
abgeleitet und durchgeführt.
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EP 0 806 662 A2 offenbart
eine Vorrichtung zur Bestimmung von okkultem Blut in Urin mit Teststreifen und
IR-Reflexionsmessungen. Die Vorrichtung weist ein Tablett mit einem
Zentralkanal zur Anordnung des Streifens auf.
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US 5,304,968 offenbart ein
Teststreifen-System zur Messung von Glucose in Blut mit VIS-Reflexionsmessungen.
Der Teststreifen umfasst einen VIS-Farbstoff, der bei 700 nm durchsichtig
ist, um Interferenzkorrekturen wegen des Hämatokrit-Gehalts und des Sauerstoffbeladungsfaktors
zu ermöglichen.
Die korrekte Positionierung des Streifens in der Messvorrichtung
wird mittels einer Kerbe in der Mitte des Streifens bewerkstelligt.
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US 5,515,170 offenbart eine
Vorrichtung, umfassend einen Laufweg zur Aufnahme eines Streifens
zur Bestimmung des Vorliegens oder der Menge eines Analyts. Der
Laufweg weist eine Serpentinenform auf, um den Streifen in einer
Richtung gegen eine optische Öffnung
in der Laufwegwand zu halten, wodurch gewährleistet wird, dass eine konstante
optische Ablesung erhältlich
ist.
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WO
98/41 868 offenbart die Verwendung von mit einem IR-Farbstoff überzogenen
Partikeln zur Durchführung
von Agglutinationsassayverfahren, wobei Interferenzen durch das
Vorliegen von mit Sauerstoff beladenem Vollblut in der Probe vermieden
werden.
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Das
Abstract von
JP 11 161 172 offenbart
die Verwendung von IR-Farbstoffen, die im VIS durchsichtig sind,
um verborgene Markierungen herzustellen.
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WO
00/29 831 offenbart einen Teststreifen zum Nachweis eines Analyts
in einer Probe durch IR-Messungen, wobei der Streifen 1 Testunterlage
aufweist, die eine bioaktive Substanz und mit einem IR-Farbstoff überzogene
Partikel umfasst. WO 00/29 831 ist erst nach dem Prioritätsdatum
der vorliegenden Anmeldung veröffentlicht
worden und stellt daher lediglich einen Stand der Technik unter
Artikel 54(3) EPÜ dar
und ist zur Beurteilung des zum vorliegenden Anmeldungsgegenstand
führenden
erfinderischen Schritts nicht relevant.
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Weder
Mittel noch Maßnahmen,
die zur Überprüfung der
Genauigkeit der Ausrichtung und/oder Anordnung von Teststreifen
mit den Optik-Teilen in Messvorrichtungen herangezogen und/oder
angewandt werden könnten,
sind im oben diskutierten Stand der Technik offenbart.
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Ein
Problem im Zusammenhang mit der Anwendung eines Spektrofotometers
zur Messung oder Ablesung der Farbänderung einer Testunterlage
betrifft einen ungenauen Assay oder ein falsches Negativ-Assayergebnis,
welche einer unsauberen Ausrichtung und Anordnung des Teststreifens
im Spektrofotometer zuzuschreiben sind. Typischerweise macht eine
Nachweisvorrichtung einen Typ zur optischen Positionierung oder Eichung
relativ zur Position des Teststreifens erforderlich, der von der
Nachweisvorrichtung abgelesen wird. Die optische Positionierung
des Teststreifens wird derzeit bewerkstelligt durch:
- (1) Steuerung der körperlichen
Position des Streifens entweder durch Anbringen des Streifens an
einer Walze, die den Streifen in einer Spur absteckt, oder durch
Bewegen des Streifens entlang Schienen und/oder
- (2) durch einen Prüfcheck
bezüglich
vorbestimmter Reagenzien durch Messung einer sichtbaren Farbe.
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Der
Hauptnachteil bei den obigen Lösungsansätzen beruht
darauf, dass man sich auf medizinisches Laborpersonal oder die Instrumentenmechanik
zu verlassen hat, um den Teststreifen bezüglich der Optik-Teile der Nachweisvorrichtung
genau in Stellung zu bringen. Diese Vorgehensweisen sind nicht sicher
vor einem Versagen, und Fehlausrichtungen treten relativ häufig auf.
Solche Fehlausrichtungen führen
zu fehlerhaften Analyt-Assays, werden aber als Assayfehler weder
erkannt noch angegeben.
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Verlässt man
sich alleiniglich auf das Laborpersonal oder die Instrumentenmechanik
ohne einen vor einem Versagen sicheren Mechanismus zur sauberen
Ausrichtung des Teststreifens in der Testvorrichtung, kann dies
zu mehr als 1 von 100 Streifen führen,
die inkorrekt abgelesen werden. Die Überprüfung der Unterlage bezüglich einer
sichtbaren Farbe steigert die Zuverlässigkeit, aber es wird die
Messung der Farbe der Unterlage eingeschränkt, die einem Reagens zugeordnet
werden kann, dessen Farbe von der in einem Specimen vorhandenen
Analyt-Menge abhängig
ist. Beispielsweise muss eine 5,08 mm (0,200 inch) breite Testunterlage um
mehr als 2,794 mm (0,110 inch) fehlgeordnet sein, bevor der vor
einem Versagen sichere Mechanismus betätigt wird und die Nachweisvorrichtung
den Teststreifen zurückweist,
d.h., die Farbe des Streifens nicht misst, bis der Streifen sauer
ausgerichtet wird. Ferner treten, wie dargestellt in der folgenden
Tabelle 1, falsche Ergebnisse bei einer Fehlpositionierung von so
wenig wie 1,1397 mm (0,055 inch) auf.
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Die
Genauigkeit der Assayverfahren kann ferner durch Anbringen der Teststreifen
an fixierten Positionen auf einem Teststreifenträger vor dem Ablesen des Streifens
in der Nachweisvorrichtung verbessert werden.
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Allerdings
wird durch diese Verfahrensweise die Befähigung der Vorrichtung zur
Handhabung einer Vielzahl unterschiedlicher Typen von Teststreifen
herabgesetzt, weshalb diese Maßnahme
nur in Vorrichtungen wirtschaftlich ist, in denen hohe Volumina
identischer Typen von Teststreifen abgelesen werden.
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Die
in Tabelle 1 zusammengefassten Ergebnisse belegen, dass ein Streifen
um bis zu 2,799 mm (0,110 inch) fehlgeordnet sein kann und immer
noch nicht von den Positionsprüfchecks
zurückgewiesen
wird, die in der Nachweisvorrichtung zur Anwendung gelangen. Bei
einer Fehlpositionierung um größer als
1,397 mm (0,055 inch) wurden einige Nieder-Niveau-Positiv-Assays als
falsche Negativ-Ergebnisse angegeben. Bei einer Fehlpositionierung
um 2,794 mm (0,110 inch) wurden fast alle Assays, sogar bei gemäßigten positiven Gehaltsmengen,
als falsche Negativ-Ergebnisse angegeben. In der derzeitigen Positionierverfahrensweise gelangt
die inhärente
Farbe der Testunterlagen als Prüfcheckmaßnahme zur
Anwendung, die entsprechende Empfindlichkeit ist aber sehr niedrig,
weil eine große
Toleranz wegen Unterschieden bei der Reagensaktivität bei variierenden
positiven Analyt-Gehaltsmengen
benötigt
wird. Die vorliegende Erfindung ist auf die Überwindung des Problems einer
Fehlausrichtung eines Teststreifens in einer Nachweisvorrichtung
sowie auf die Bereitstellung eines genaueren Teststreifen-Assay
gerichtet.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung ist auf einen verbesserten Trockenphase-Teststreifen zur
Analyse einer Testprobe bezüglich
eines vorbestimmten Analyts gerichtet. Insbesondere ist die vorliegende
Erfindung auf einen Trockenphase-Teststreifen gerichtet, wobei eine
saubere Anordnung und/oder Ausrichtung des Teststreifens in einer
Nachweisvorrichtung, wie in einem Spektrofotometer, gewährleistet
werden.
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Die
verbesserten Teststreifen beinhalten einen Infrarot (IR)-Farbstoff an einer
vorbestimmten Position oder einem entsprechenden Ort auf dem Teststreifen.
Die Nachweisvorrichtung muss den IR-Farbstoff für den Teststreifen nachweisen,
um diesen sauber auszurichten. Die Nachweisvorrichtung liest daher
den Teststreifen an der vorbestimmten Position bezüglich einer
Reflexion ab. Der IR-Farbstoff absorbiert Energie im IR-Bereich. Ist
daher die Reflexion zu hoch (d.h., liegt kein IR-Farbstoff vor, um Energie um absorbieren),
ist der Streifen fehlgerichtet, und der Teststreifen wird zurückgewiesen.
Nach sauberer Ausrichtung wird der Teststreifen durch die Nachweisvorrichtung
abgelesen, und es ist ein genauer Analyt-Assay gegeben.
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In
einer Ausführungsform
der Erfindung wird der IR-Farbstoff auf eine Oberfläche des
Stützgriffs
des Teststreifens aufgebracht. In einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung ist der IR-Farbstoff in einer Testunterlage des Streifens
entweder zusammen mit dem Assay-Reagens oder getrennt vom Assay-Reagens
enthalten.
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Das
Vorliegen des IR-Farbstoffes auf dem Teststreifen gewährleistet
die saubere Ausrichtung des Teststreifens in der Nachweisvorrichtung,
so dass eine Fehlanordnung des Streifens um ca. 1,27 mm (0,050 inch)
oder mehr dazu führt,
dass die Nachweisvorrichtung den Teststreifen zurückweist.
Der Teststreifen wird dann erneut in Position gebracht, um einen
genauen Assay des Teststreifens zu ergeben. Eine weitere Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung beruht daher darauf, dass ein Verfahren
zur Beseitigung oder Absenkung der Häufigkeit einer Fehlanordnung
des Teststreifens in einer Nachweisvorrichtung bis zu einem solchen
Ausmaß angegeben
und zur Verfügung
gestellt wird, dass der Teststreifen ein vor einem Versagen sicheres
System zum Nachweis der Farbänderung
einer Testunterlagen auf dem Teststreifen ergibt.
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Die
obigen und weiteren Gesichtspunkte, Vorteile und neuen Merkmale
der vorliegenden Erfindung werden aus der nun folgenden detaillierten
Beschreibung bevorzugter Ausgestaltungen noch deutlicher erkennbar,
mit denen die gesteigerte Assayzuverlässigkeit und -genauigkeit dargestellt
werden, die sich durch die vorliegenden Teststreifen wegen der sauberen
Ausrichtung des Teststreifens in einer Nachweisvorrichtung ergeben.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnung
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1 ist
eine Draufsicht einer Ausgestaltung des Teststreifens der vorliegenden
Erfindung.
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Detaillierte
Beschreibung der bevorzugten Ausgestaltungen
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird ein quantitativer Assay für einen oder mehrere vorbestimmte Bestandteile
in einer flüssigen
Testprobe, wie Urin, durchgeführt,
wobei ein Trockenphase-Teststreifen angewandt wird, der umfasst:
(a) einen Stützgriff
mit darauf angeordneter (b) einer oder mehreren Testunterlagen, umfassend
eine Indikator-Reagenszusammensetzung, mit der eine geeignete Trägermatrix
beaufschlagt ist. Der Teststreifen weist auch einen IR-Farbstoff
an einem spezifischen, vorbestimmten Ort auf dem Streifen auf. Durch
Anwendung eines Teststreifens, der den IR-Farbstoff aufweist, kann
der Teststreifen bezüglich
seiner korrekten Positionierung in einer Nachweisvorrichtung messend
verfolgt und überwacht
werden, die zum Nachweis und zur Messung der Farbänderung
einer Testunterlage in Reaktion auf einen Analyt zum Einsatz gelangt.
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Die
saubere Ausrichtung des Teststreifens in der Nachweisvorrichtung
führt zu
einem genaueren und verlässlicheren
Analyt-Assay. Gemäß einem
wichtigen Merkmal der vorliegenden Erfindung weist, falls der Teststreifen
nicht sauber in der Nachweisvorrichtung ausgerichtet ist, die Vorrichtung
den Teststreifen zurück, und
es wird keine Messung durchgeführt,
bis der Teststreifen sauber in der Vorrichtung ausgerichtet ist.
Demzufolge wird das Auftreten falscher Negativ-Assayergebnisse im
Wesentlichen verringert oder sogar eliminiert, wodurch ein verlässlicherer
Assay bereitgestellt wird. Die Genauigkeit des Assay wird auch deshalb
verbessert, weil die Testunterlage sauber im optischen Laufweg der
Nachweisvorrichtung angeordnet wird, was verbesserte Reflexionsmessungen
ergibt.
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Ein
zuverlässiger
Analyt-Assay, der mit dem vorliegenden Teststreifen bereitgestellt
wird, kann entweder vom Arzt als Beitrag für die Diagnose einer Krankheit
oder Bedingung oder vom Arzt oder einer Einzelperson zu Hause als
Beitrag durchgeführt
werden, um den Verlauf einer medizinischen Behandlung der Krankheit oder
Bedingung messend zu verfolgen und zu überwachen. Ein genauer Assay
für einen
vorbestimmten Analyt vermag die Verträglichkeit für den Patienten, die Qualität der Versorgung
und die Wirksamkeit einer besonderen Therapie messend zu verfolgen
und zu überwachen.
Daher kann, gemäß der vorliegenden
Erfindung, die Konzentration eines Analyts in einer physiologischen
Flüssigkeit,
wie in Urin oder Blut, in hinreichenden Zeitabständen entweder zu Hause oder
in einer Arztpraxis gemessen werden, um eine Krankheit oder Bedingung genau
und zuverlässig
nachzuweisen oder eine Verbesserung oder Verschlechterung bei der
gezielten Behandlung der Krankheit nachzuweisen. Ebenso kann das
Personal für
die Qualitätsüberwachung
einen genauen Assay für
einen Bestandteil in einer Flüssigkeit
wie in Wasser oder Wein unter Anwendung des vorliegenden Teststreifens
durchführen.
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Der
IR-Farbstoff zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung weist
eine starke Absorption im Infrarot-Bereich auf. Die Identität des IR-Farbstoffes ist ansonsten
nicht eingeschränkt.
Bevorzugten IR-Farbstoffen fehlt die sichtbare Farbe, weil solche
Farbstoffe eine nur geringe Tendenz, falls überhaupt, aufweisen, die Messung
der Farbänderung
des Streifens zu stören,
und sie beeinträchtigen
demzufolge das Leistungsvermögen des
Teststreifens nicht. In den Ausgestaltungen, in denen der IR-Farbstoff
in der Testunterlage enthalten ist, beeinflusst der Farbstoff die
mit dem Reagens beaufschlagte Testunterlage oder die Wechselwirkung
zwischen dem Analyt von Interesse und dem in der Testunterlage vorliegenden
Reagens nicht gegenläufig.
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Infrarot
(IR)-Strahlung ist derjenige Anteil des elektromagnetischen Spektrums
zwischen den sichtbaren und den Mikrowellen-Bereichen. In diesem
breiten Bereich ist der Anteil von ca. 700 bis 2500 nm das Nahe-Infrarot
(d.h. nahes-IR oder NIR). Der Anteil des elektromagnetischen Spektrums,
der für
den Menschen sichtbar ist, befindet sich zwischen 400 bis 700 nm.
Viele unterschiedliche Klassen von Farbstoffen sind bekannt, die
Absorptionen im IR- und insbesondere im NIR-Bereich aufweisen. Unter
den IR-Farbstoffen befinden sich Phthalocyanin- und Naphthalocyaninverbindungen,
Metallkomplex-Farbstoffe (wie Dithiolen-Metallkomplex-Farbstoffe)
sowie die große
Klasse von Polymethin-Farbstoffen, einschließlich der Cyanin-Farbstoffe. Weitere
Klassen von NIR-Farbstoffen schließen Di- und Triphenylmethan-,
Chinin-, bestimmte Azo- und Ladungstransfer- und Ladungsresonanz-Farbstoffe
ein. Weitere Farbstoffe sind in J. Fabian, Chem. Rev., 92, S. 1197–1226 (1992)
beschrieben und offenbart.
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Ganz
allgemein können
jeder IR-Farbstoff und besonders jeder NIR-Farbstoff in der vorliegenden Erfindung
verwendet werden. Die Wahl des spezifischen Farbstoffs hängt von
dem optischen System, das für dessen
Nachweis angewandt wird, von der Kompatibilität mit dem Verfahren, das zu
dessen Aufbringung auf den Teststreifen zur Anwendung gelangt, von
der Stabilität
und den Kosten ab. Ein IR-Farbstoff mit einer starken Absorption
im Bereich von 825 bis 855 nm ist bevorzugt. Es ist auch erwünscht, dass
dem Farbstoff eine sichtbare Farbe fehlt. Ganz allgemein weist der
bevorzugte Farbstoff eine Absorption im sichtbaren Bereich (d.h.
von 400 bis 700 nm) von weniger als 20 % der Absorption des Absorptionsmaximum
des Farbstoffs im NIR-Bereich auf. Noch bevorzugter beträgt diese
sichtbare Absorption weniger als 10 %.
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In
der folgenden Tabelle 2 sind nicht-einschränkende Beispiele geeigneter
IR-Farbstoffe zusammengestellt. Weitere geeignete IR-Farbstoffe
sind dem auf dem einschlägigen
Gebiet tätigen
Durchschnittsfachmann bekannt. Tabelle 2 enthält auch die IR- und sichtbaren
Absorptionsdaten für
die aufgelisteten Farbstoffe. Der IR-Farbstoff liegt auf dem Teststreifen
in einer Menge von ca. 0,05 bis ca. 0,3 und vorzugsweise von ca. 0,07
bis ca. 0,2 Mikrogramm (μg)
pro Streifen vor. Zum Erreichen des vollwertigen Vorteils der vorliegenden Erfindung
ist der IR-Farbstoff auf dem Teststreifen in einer Menge von ca.
0,1 bis ca. 0,2 μg/Streifen
vorhanden, und zwar entweder auf dem Griff oder beaufschlagt auf
einer Testunterlage.
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Die
Farbstoffe 1 bis 5 und eine Vorstufenverbindung zu diesen Farbstoffen,
d.h. CAS-Registriernr. [174829-19-7], sind wie folgt dargestellt:
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Jeder
in Tabelle 2 aufgelistete Farbstoff 1 bis 5 ergibt geeignete und
starke IR-Absorptionen. Wie nachfolgend im Detail noch diskutiert
wird, wurden die Farbstoffe 1 bis 5 auf den Griff eines Teststreifens
aufgebracht oder in eine Testunterlage eingebracht, um einen Teststreifen
der vorliegenden Erfindung zu ergeben. Die folgende Tabelle verdeutlicht,
dass jeder Farbstoff 1 bis 5 beim Test in einem üblich angewandten, im Handel
verfügbaren
Spektrofotometer zur Messung der Farbänderung auf einem Teststreifen
die Reflexion des Streifens signifikant herabsetzt. Die Verringerung
der Reflexion kann durch die Optik-Teile des Spektrofotometers nachgewiesen
werden. Wird eine Reflexionsverringerung nicht nachgewiesen, ist
der Teststreifen in der Nachweisvorrichtung fehlgerichtet. Der Teststreifen
wird dann zurückgewiesen,
d.h., er wird nicht analysiert.
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Ein
Teststreifen der vorliegenden Erfindung kann entweder als Einzelunterlage-Teststreifen
(zur Analyse von nur einzelnen unbekannten Substanzen oder Analyten)
oder als Mehrfach-Teststreifen (zur gleichzeitigen Analyse mehrerer
unbekannter Substanzen oder Analyte) entworfen sein. Für jeden
Typ von Teststreifen schließt
der Teststreifen einen Stützstreifen
oder -griff, der im Normalfall aus einem hydrophoben Kunststoff hergestellt
ist, und eine Reagens-Testunterlage aus einer saugfähigen oder
nicht-saugfähigen
Trägermatrix ein.
Der Griff ist aus hydrophoben Materialien, wie aus Celluloseacetat,
Polyethylenterephthalat, Polycarbonat oder aus Polystyrol, gebildet.
Im Allgemeinen ist die Trägermatrix
ein absorbierendes Material, mit dem es ermöglicht ist, dass sich die Testprobe
in Reaktion auf Kapillarkräfte
durch die Matrix bewegt, um in Kontakt mit dem Reagens zu gelangen
und einen Nachweis und messbaren Farbübergang zu erzeugen.
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Die
Trägermatrix
kann eine Substanz sein, die die Befähigung aufweist, dass die zur
Durchführung
des Assay von Interesse benötigten
chemischen Reagenzien einverleibt werden, solange die Trägermatrix
im Wesentlichen inert gegenüber
den chemischen Reagenzien und porös und/oder absorbierend gegenüber der
flüssigen
Testprobe ist. Der Ausdruck "Trägermatrix" bezieht sich entweder
auf saug- oder nicht-saugfähige
Matrices, die in Wasser und weiteren physiologischen Flüssigkeiten
unlöslich
sind und ihre strukturelle Integrität beibehalten, wenn sie Wasser
und weiteren physiologischen Flüssigkeiten
ausgesetzt werden. Geeignete saugfähige Matrices schließen Filterpapier,
Schwammmaterialien, Cellulose, Holz, gewebte und Vlies-Stoffe und
dgl. ein. Nicht-saugfähige
Matrices schließen
Glasfaser, polymere Filme und vorgeformte oder mikroporöse Membranen
ein. Weitere geeignete Trägermatrices
schließen
hydrophile anorganische Pulver, wie Silikagel, Aluminiumoxid, Diatomeenerde
und dgl., tonartige Substanzen, Tuch, hydrophile natürliche polymere
Materialien, insbesondere Cellulose-Material, wie Celluloseperlen, und ganz
besonders Faser-haltige Papiere wie Filterpapier oder Chromatografiepapier,
synthetische oder modifizierte natürlich vorkommende Polymere,
wie Celluloseacetat, Polyvinylchlorid, Polyacrylamid, Polyacrylate,
Polyurethane, vernetztes Dextran, Agarose, sowie weitere derartige
vernetzte und nicht-vernetzte wasserunlösliche hydrophile Polymere
ein. Hydrophobe und nicht-absorptive Substanzen eignen sich nicht
zur Verwendung als die Trägermatrix
der vorliegenden Erfindung. Die Trägermatrix kann aus unterschiedlichen
chemischen Zusammensetzungen oder aus einer Mischung aus chemischen
Zusammensetzungen hergestellt sein. Die Matrix kann auch bezüglich der
Glätte
und Rauigkeit in Kombination mit der Härte und Weichheit schwanken.
Allerdings muss, in jedem Fall, die Trägermatrix ein hydrophiles oder
absorptives Material einschließen.
Die Trägermatrix
ist in am meisten vorteilhafter Weise aus saugfähigem Filterpapier oder aus
nicht-saugfähigen
Polymerfilmen aufgebaut.
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Gemäß einer
Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung wird der IR-Farbstoff auf einen
vorbestimmten Ort auf dem Griff aufgebracht. Beispielsweise kann
ein Streifen des IR-Farbstoffs auf den Griff in Nachbarschaft zur
Testunterlage eines Einzelunterlage-Teststreifens aufgebracht vorliegen.
Im Fall eines Mehrfachunterlage-Teststreifens kann der IR-Farbstoff
auf dem Griff als Streifen im Raum zwischen zwei benachbarten Testunterlagen
aufgebracht vorliegen.
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Diese
Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist in 1 dargestellt.
Insbesondere ist in 1 ein Mehrfachreagens-Teststreifen 20 veranschaulicht,
enthaltend 11 Testunterlagen, die mit 1 bis 11 auf dem
Griff 16 durchnummeriert sind. Zwischen jeder Testunterlage
liegt ein Raum 12 vor, der den Griff 16 freilegt.
Auf dem Griff 16 liegt zwischen und überlappend mit der Testunterlage 1 und
der Testunterlage 2 und der Testunterlage 10 und
der Testunterlage 11 ein Infrarot-Farbstoff 14 vor.
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Alternativ
dazu, kann eine Testunterlage mit dem IR-Farbstoff beaufschlagt
sein. Der IR-Farbstoff kann als Komponente der Reagenszusammensetzung
aufgebracht werden, oder er kann auf die Testunterlage getrennt
vom Reagens aufgebracht werden. Außerdem kann der IR-Farbstoff
auf mehr als eine vorbestimmte Position auf dem Teststreifen, wie
sowohl auf den Griff als auch auf eine Testunterlage, oder auf 2
Testunterlagen aufgebracht werden und dort vorliegen, um zusätzliche
Prüfpunkte
zur sauberen Ausrichtung und Anordnung der Testunterlage in der
Nachweisvorrichtung zu ergeben.
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Der
entstandene Trockenphase-Teststreifen wird gemäß im Stand der Technik gut
bekannten Verfahren verwendet. Wie oben dargelegt, wird der Assay
für einen
vorbestimmten Analyt durchgeführt,
wobei die Testprobe mit einem Reagensstreifen in Kontakt gebracht
wird. Der Teststreifen kann in die Testprobe getaucht werden, oder
es kann die Testprobe auf den Teststreifen getropft werden. Die
entstandene Farbänderung
der Testunterlage belegt das Vorliegen eines Analyts, und der entstandene
Farbübergang
kann spektrofotometrisch gemessen werden, um einen quantitativen
Assay bzw. eine entsprechende Analyse für die Konzentration eines Analyts
in der Testprobe zu ergeben.
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Bei
Nachweis und Messung der Farbänderung
im Spektrofotometer werden Ablesungen an den vorbestimmten Orten
vorgenommen, an denen der IR-Farbstoff auf dem Teststreifen vorliegt.
Ist der Teststreifen sauber ausgerichtet, erkennt die Nachweisvorrichtung
das Vorliegen des Infrarot-Farbstoffs
am vorbestimmten Ort (d.h. es erfolgt eine hinreichend niedrige
Reflexionsablesung, weil der IR-Farbstoff die einfallende Energie absorbiert),
und ansonsten rastert oder liest die Vorrichtung den Teststreifen
ab. Ist der Teststreifen nicht sauber ausgerichtet, vermag die Nachweisvorrichtung
das Vorliegen des IR-Farbstoffes nicht nachzuweisen (d.h., es erfolgt
eine hohe Reflexionsablesung, weil der IR-Farbstoff nicht im Laufweg
der einfallenden Energie vorliegt), und der Teststreifen wird zurückgewiesen,
d.h., es werden keine Ablesung oder Messung durchgeführt.
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In
der Praxis werden Algorithmen auf diese Reflexionsablesungen angewandt,
um die Positionierung des Teststreifens im Spektrofotometer zu bestimmen.
Die Reflexionsablesungen können
auch zur Eichung von Pixeln herangezogen werden. Wird der Teststreifen
nicht sauber im Spektrofotometer ausgerichtet, werden kein Assay
durchgeführt
und der Streifen "zurückgewiesen". Die anschließende saubere
Ausrichtung und Anordnung des Teststreifens ermöglichen es, dass der Teststreifen
im Spektrofotometer analysiert wird. Der auf den Teststreifen aufgebrachte
und dort zur Anwendung gelangende IR-Farbstoff verringert oder eliminiert
daher falsche Negativ- und fehlerhaft niedrige Assays und verbessert
die Zuverlässigkeit,
Verlässlichkeit
und Genauigkeit des Analyt-Assay.
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Die
folgenden Beispiele verdeutlichen 2 Ausgestaltungen der Erfindung.
Beispiel 1 verdeutlicht das Überziehverfahren
eines IR-Farbstoffs auf einen Griff eines Teststreifens. Beispiel
2 verdeutlicht die Beaufschlagung einer Testunterlage des Teststreifens
mit einem IR-Farbstoff.
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Beispiel 1
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Ein
Teststreifen, enthaltend einen IR-Farbstoff auf einem Polystyrol-Griff wurde aus den
folgenden Materialien hergestellt:
- a. Kupfer(II)-5,9,14,18,23,27,32,36-octabutoxy-2,3-naphthalocyanin,
IR-Farbstoff (erhältlich
von Aldrich Chemical Co., Milwaukee, WI) (Kupfer-Farbstoff)
- b. DTO-108-IR-Farbstoff
- c. THF
- d. Methanol
- e. Destilliertes Wasser
- f. Weiches hydrophobes Polystyrol
- g. Rollen (ca. 0,5 cm (1/5'') breit) einer Testunterlage,
enthaltend ein Reagens, das sich in Reaktion auf Nitrit verfärbt (Nitrit-Rolle)
- h. Rollen (ca. 0,5 cm (1/5'') breit) einer Testunterlage,
enthaltend ein Reagens, das sich in Reaktion auf weiße Blutkörperzellen
verfärbt
(WBC-Rolle)
- i. Drucktinte (American Inks and Coatings, C11462-M19 Extender)
- j. Triethylamin (TEA)
- k. Weißes
10 mil dickes Polystyrol (Karten von ca. 2,5 cm2 (10
inch square ))
-
Teststreifen
mit einem auf den Kunststoffgriff aufgebrachten IR-Farbstoff wurden
wie folgt hergestellt. Eine Lösung
des DTO-108-IR-Farbstoffs
in Methanol/Wasser (10 mg/mL) wurde zubereitet. Eine Lösung des Kupfer-Farbstoffes
in Tinte (0,5 mg Farbstoff/g Tinte) wurde durch Auflösen des
Farbstoffes in der Tinte ebenfalls zubereitet. Außerdem wurde
eine Lösung
des DTO-108-Farbstoffes in der Drucktinte (0,2 mg Farbstoff/g Tinte) dadurch
zubereitet, dass zuerst der DTO-108-Farbstoff in Methanol aufgelöst, dann
Triethylamin zugegeben und anschließend das Ganze an der Luft
getrocknet wurde. Danach wurde das entstandene Farbstoffpulver in
Tinte gelöst.
-
In
einer Ausführungsform
wurden Polystyrol-Karten in die DTO-108-Farbstoff-Lösung getaucht und dann an der
Luft getrocknet. Die WBC- und Nitrit-Reagens-Rollen wurden auf die überzogenen
Polystyrol-Karten laminiert. Die Polystyrol-Karten wurden auf einem
Ruff-Schneidgerät
zu Streifen von ca. 0,5 cm (1/5 inch) Breite geschnitten und in
Flaschen aufbewahrt. In weiteren Ausführungsformen wurden die Polystyrol-Karten mit
den IR-Farbstoff-Tintenlösungen
unter Anwendung eines Meyer-Stabgeräts in verschiedenen Dicken überzogen.
Die WBC- und Nitrit-Reagenzien wurden auf einen Teilbereich der
Karten laminiert. Die Karten wurden dann auf dem Ruff-Schneidgerät zurechtgeschnitten
und in Flaschen gegeben.
-
Beispiel 2
-
Die
folgenden Materialien wurden verwendet, um eine Nitrit-Testunterlage herzustellen,
die mit einem IR-Farbstoff beaufschlagt war:
- a.
Eine Testunterlage, enthaltend ein Reagens, das sich in der Reaktion
auf Nitrit verfärbt
(Nitrit-Testunterlage)
- b. Kupfer(II)-5,9,14,18,23,27,32,36-octabutoxy-2,3-naphthalocyanin,
IR-Farbstoff (erhältlich
von Aldrich Chemical Co., Milwaukee, WI) (Kupfer-Farbstoff)
- c. DTO-108-IR-Farbstoff
- d. Tetrahydrofuran (THF)
- e. Methanol
- f. Destilliertes Wasser
-
Eine
Testunterlage, enthaltend den DTO-108-IR-Farbstoff, wurde wie folgt
hergestellt. Eine 0,7 mg/dL-Lösung
von DTO-108 in 10 % destilliertem Wasser in Methanol wurde zubereitet.
Die Nitrit-Testunterlage wurde dann mit der Farbstoff-Lösung gesättigt, worauf
die entstandene Unterlage bei 50°C
6 min lang getrocknet wurde. Die getrocknete Testunterlage wurde
dann auf eine Kunststoffstützschicht
laminiert, die dann in Streifen geschnitten und in Flaschen gegeben
wurde. Die Assayergebnisse wurden auf einem CLINITEK® 50-Raster-Typ-Gerät abgelesen.
-
Eine
Testunterlage, enthaltend den Kupfer-IR-Farbstoff, wurde wie folgt
hergestellt. Eine 1,12 mg/dL-Lösung
des Kupfer-Farbstoffs in THF wurde zubereitet. Eine Nitrit-Testunterlage
wurde dann mit der Farbstoff-Lösung gesättigt, worauf
die entstandene Testunterlage bei 50°C 6 min lang getrocknet wurde.
Die getrocknete Testunterlage wurde dann auf eine Kunststoffstützschicht
laminiert, die dann in Streifen geschnitten und in Flaschen gegeben
wurde. Die Assayergebnisse aus den Teststreifen wurden auf einem
CLINITEK® 50-Gerät abgelesen.
-
Bezüglich der
Aufbringung des IR-Farbstoffs auf den Griff des Teststreifens wie
in Beispiel 1, wurde die Transluzenz der verschiedenen Reagenzien
relativ zu deren Algorithmus betrachtet. Ebenfalls betrachtet wurde
die Variabilität
bzw. die entsprechenden Abweichungen des Teststreifen-Herstellverfahrens.
-
Daher
wird, zur Bereitstellung eines Überzugs
des IR-Farbstoffes, mit welchem der Raum (d.h. 2,54 mm (0,100 inch))
zwischen benachbarten Testunterlagen auf einem Mehrfachunterlage-Teststreifen überzogen
wird, eine überzugsbreite
des IR-Farbstoffs von 3,175 mm (0,125 inch) bis 5,08 mm (0,200 inch)
und vorzugsweise von 3,81 mm (0,150 inch) bis 4,572 mm (0,180 inch)
angewandt. Dies ergibt einen Überzug
von bis zu 2,54 mm (0,100 inch) bei den Testunterlagen in Nachbarschaft
zum IR-Streifen. In einem Mehrfachunterlage-Teststreifen wurde der
Raum zwischen der Nitrit-Testunterlage
und der Testunterlage für
die weißen
Blutkörperzellen
(WBC) als bevorzugte Position für
den IR-Farbstoff auf dem Griff gewählt, weil, wie oben dargelegt,
eine IR-Reflexion nicht im Algorithmus für den Nitrit-Assay und in der
WBC-Testunterlage ein kinetischer Algorithmus angewandt werden,
weshalb der Effekt der IR-Reflexion minimiert ist.
-
In
Beispiel 2 wurde eine Nitrit-Testunterlage mit dem IR-Farbstoff
beaufschlagt. Die Nitrit-Testunterlage ist die am meisten bevorzugte
Unterlage zur Einbringung des IR-Farbstoffes, weil eine IR-Reflexionsablesung im
Algorithmus zur Messung der Farbänderung
aus der Nitrit-Konzentration
der Testprobe nicht angewandt wird. Eine weitere bevorzugte Testunterlage
zur Anbringung des IR-Farbstoffes ist eine Testunterlage für okkultes
Blut. Allerdings steigt, obwohl die Messung des Okkultblut (OB)-Assay nicht auf IR-Reflexionsmessungen
beruht, die IR-Absorption in diesem Assay mit der Analyt-Konzentration
an, weil der im OB-Assay verwendete Indikator IR-absorbierend nach
Oxidation durch den Analyt wird. Die IR-Absorption des im Nitrit-Test
verwendeten Reagens verändert
sich nicht mit den Reagensreaktionen, und daher ist die Einbringung
des IR-Farbstoffes in die Nitrit-Unterlage am meisten bevorzugt.
-
In
allen weiteren Testunterlagen, mit Ausnahme der Nitrit- und Okkultblut-Testunterlagen,
werden IR-Reflexionsmessungen im Algorithmus zur Analyt-Messung
angewandt, und somit könnte
sich die Gegenwart eines IR-Farbstoffes in diesen Testunterlagen
auf die Assayergebnisse auswirken. Allerdings kann der IR-Farbstoff
in den Testunterlagen enthalten sein, weil saubere Anpassungen von
den auf dem einschlägigen Gebiet
tätigen
Durchschnittsfachleuten vorgenommen werden können, um einer IR-Reflexion
aus Bestandteilen der Reagenszusammensetzung Rechnung zu tragen.
Die auf dem einschlägigen
Gebiet tätigen
Durchschnittsfachleute sind dazu befähigt, die IR-Reflexion, die
dem IR-Farbstoff zugeordnet werden kann, zu identifizieren und diese
IR-Reflexion von einer IR-Reflexion abzutrennen, zu welcher Reagensbestandteile
einen Beitrag leisten.
-
Die
oben in den Beispielen 1 und 2 hergestellten Teststreifen wurden
unter Anwendung der zu Grunde liegenden IR-Reflexionsmessungen abgelesen.
Mehrere unterschiedliche CLINITEK® 50-Geräte in Test-Modus 1 wurden
angewandt. Die Streifen wurden in Stellung gebracht, um es für das Gerät zu ermöglichen,
dass der überzogene
Raum auf dem Streifen als Reagens abgelesen wird.
-
Für diese
Teststreifen wurden Algorithmen so bestimmt, dass fehlgerichtete
Teststreifen nachgewiesen und daher, falls nötig, zurückgewiesen werden konnten.
Die Algorithmen wurden wie folgt bestimmt.
-
Ein
CLINITEK® 50
wurde mit Software programmiert, die die IR-Reflexion alle 0,254
mm (0,010 inch) abliest und ausgibt. Der CLINITEK® 50
wurde angewandt, um Teststreifen, die eine mit DTO-108-Farbstoff
beaufschlagte Nitrit-Testunterlage aufwiesen, und Teststreifen abzulesen,
die mit einer DTO-108-Farbstoff-Lösung überzogenes Polystyrol aufwiesen.
Die Daten wurden von Hand ausgewertet, um zu den folgenden Algorithmen
zu gelangen, die eine Fehlanordnung der Testunterlagen nachweisen:
- a. Farbstoff in Nitrit-Unterlage:
(1)
Nitrit-IR-Reflexion an einer Position, 6 Stufen vom theoretischen
Zentrum der Unterlage: ≤ 50
% = Fehler
(2) Leerraum-Ablesung zwischen Nitrit-Unterlage-Reflexion: <25 % = Fehler
- b. Farbstoff, aufgebracht auf Polystyrol:
(1) Referenz-Leerraum-Referenz
an IR-Raum: <20
% = Fehler
(2) Die folgenden 2 Gleichungen müssen beide
erfüllt
sein, oder es liegt ein Fehler vor:
a. IR (Vergleich des Nitrits) >IR (Kante des Nitrits) >IR (Zentrum des IR-Raums)
b.
IR (Zentrum der Unterlage) – IR
(Zentrum des IR-Raums) ≥15
%
-
Die
Algorithmen beinhalten, dass IR-Reflexionsablesungen an spezifischen
Positionen auf dem Teststreifen vorgenommen und die Reflexionswerte
entweder unter einander oder mit vorab bestimmten festgelegten Werten
oder sowohl mit dem einen als auch mit dem anderen Wert verglichen
werden. Zur Nitrit-Unterlagenausgestaltung wird 1 Ablesung vorgenommen,
d.h. an IR1, einer theoretischen Position, 6 Stufen vom Zentrum
der Nitrit-Unterlage in Richtung der Unterlage für die weißen Blutkörperzellen. Der Algorithmus
ist: IR1 ≥ 50
%.
-
Für die Ausgestaltung
mit dem Griffüberzug
werden 3 Reflexionsablesungen vorgenommen: (1) an einem theoretischen
Zentrum des Raums zwischen den WBC- und den Nitrit-Testunterlagen,
d.h. IR1, (2) an einer theoretischen Kante der Nitrit-Testunterlage,
d.h. IR2, (3) an einem theoretischen Zentrum der Nitrit-Unterlage,
d.h. IR3. Die Algorithmen sind: IR1 < IR2 < IR3
und IR3 – IR2 ≥ 15 % Reflexion.
Ist der Streifen noch weiter von seiner sauberen "voll-drin"-Position fehlgerichtet,
werden beide dieser Beziehungen am Ende verletzt und eine Fehlanordnung
angegeben. Die Beispiele 1 und 2 zeigen ferner, dass jeder IR-Farbstoff
verwendet werden kann, um die saubere Positionierung des Teststreifens
in der Nachweisvorrichtung zu bewerkstelligen.
-
Alles
in Allem zeigen die Testergebnisse, dass für eine Nitrit-Testunterlage mit
dem beaufschlagten IR-Farbstoff eine Fehlanordnung von 0,762 mm
(0,030 inch) bis 1,27 mm (0,050 inch) auf 10 Streifen nachgewiesen
wurde. Kein Streifen wurde um mehr als 1,27 mm (0,050 inch) ohne
Nachweis der Fehlausrichtung fehlgeordnet. Für den IR-Farbstoff auf dem
Kunststoffgriff zwischen den Nitrit- und WBC-Testunterlagen wurde die
Fehlanordnung von 0,762 mm (0,030 inch) bis 1,27 mm (0,050 inch)
auf 10 Streifen nachgewiesen. Kein Streifen wurde um mehr als 1,27
mm (0,050 inch) ohne Nachweis der Fehlausrichtung fehlgeordnet.
-
Das
folgende Beispiel 3 verdeutlicht den Effekt der Positionierung eines
gefärbten,
sichtbaren Farbstoffes auf einem Teststreifen sowie die Anwendung
eines sichtbaren Vergleichsfarbstoffes in einem Versuch zur Gewährleistung
einer sauberen Positionierung des Teststreifens in einer Nachweisvorrichtung.
-
Beispiel 3
-
Materialien:
-
- a. Gefärbte
Klebebänder – rot, blau,
grün und
schwarz
- b. Weißes
hydrophobes Polystyrol
- c. MULTISTIX® 10 SG-Reagensunterlage-Rollen:
i.
weiße
Blutkörperzellen
okkultes Blut
ii. Nitrit spezifisches Gewicht
iii. Urobilinogen
Glucose
iv. Protein Ketone
v. pH Bilirubin
- d. Schwarze Flaschen, Kappen, Molekularsieb-Trocknungsmittel
- e. CLINITEK® 50-Spektrofotometer
- f. MAS 1
- g. Weißes
Blutkörperzelle-Reagens
(10 Zellen/μL)
- h. Nitrit-Lösung
(1 g/dL)
-
Verfahren:
-
- a. Fünf
Sätze von
MULTISTIX® 10
SG-Teststreifen wurden zusammengebaut, geschnitten und in Flaschen gegeben,
wie folgt:
(1) Vergleich – Kein
gefärbtes
Band (zur Erhöhung
des Vergleichs lag ein blanker Kunststoffgriff bei den Vexgleichsstreifen
in der gleichen Höhe
wie der des gefärbten
Bandes vor.)
(2) Rot – rotes
Band zwischen den Testunterlagen und Polystyrol
(3) Grün – grünes Band
zwischen den Testunterlagen und Polystyrol
(4) Schwarz – schwarzes
Band zwischen den Testunterlagen und Polystyrol
(5) Blau – blaues
Band zwischen den Testunterlagen und Polystyrol
- b. Alle Teststreifen wurden an einem CLINITEK® 50-Gerät im Test-Modus abgelesen.
- c. Lösungen:
(1)
Verdünntes
weißes
Blutkörperzelle-Reagens
(10 Zellen/μL)
mit MAS 1 auf 1:1, um 5 Zellen/μL
zu ergeben, 1 Tropfen Nitrit-Lösung
würde zugegeben,
um die Lösung
knapp positiv bezüglich
der Nitrit-Konzentration einzustellen
(2) MAS 1 wurde als Negativ-Test
für WBC
und Nitrit verwendet.
-
Zum
Beleg des Effekts des sichtbaren Farbstoffs wurden die obigen 4
unterschiedlichen gefärbten Bänder, d.h.
das rote, grüne,
blaue und schwarze, auf unterschiedliche Kunststoffgriffe laminiert,
worauf alle 10 Reagensunterlagen, die auf dem MULTISTIX
® 10
SG-Teststreifen vorlagen, auf die Griffe laminiert wurden. Die Ergebnisse
für sowohl
negative als auch positive Testlösungen
für diese
gefärbten
Bandstreifen wurden mit Vergleichsstreifen verglichen, die auf einem
extra dicken Griff zur Angleichung der Dicke des Bandstreifens montiert
waren. Bei allen auf dem MULTISTIX
®-Teststreifen
verwendeten Reagenzien verursachten einige oder alle der gefärbten Bänder entweder
falsche Positiv- oder falsche Negativ-Testassays. Die Ergebnisse (Tabelle
3) zeigen, dass ein im Sichtbaren farbloser Farbstoff, d.h. ein
IR-Farbstoff, als der Markierer angewandt und verwendet werden muss,
um die saubere Ausrichtung eines Teststreifens in einem Spektrofotometer
sicherzustellen und zu gewährleisten.
- N
- = Negativ-Assay
- Pos
- = Positiv-Assay
- Tr
- = Spuren-Assay
- Sm
- = kleine Konzentration
- L
- = große Konzentration
-
Die
Daten in Tabelle 3 belegen, dass ein IR-Farbstoff, dem ein sichtbare
Farbe fehlt, der einzige Typ von Farbstoff ist, der als Markierer
zu dienen vermag, um die korrekte Ausrichtung eines Teststreifens
in der Nachweisvorrichtung sicherzustellen und zu gewährleisten.
Insbesondere absorbiert ein sichtbarer Farbstoff Licht an den roten,
grünen
und/oder blauen Wellenlängenbanden,
die vom Spektrofotometer genutzt werden. Solch eine Absorption beeinflusst
das Leistungsvermögen
der Testunterlage-Reagenzien,
weil Testunterlagen alle bis zu einem gewissen Grad durchscheinend
sind, wenn sie nass sind (d.h., sie sind "verfügbar", um durch die Testvorrichtung
abgelesen zu werden), und alle benutzen eine oder mehrere der sichtbaren
Wellenlängen in
ihren jeweiligen Algorithmen.
-
Die
in den obigen Beispielen angewandte CLINITEK® 50-Nachweisvorrichtung
ist ein Gerät
vom Raster-Typ. Das folgende Beispiel 9 verdeutlicht, dass sich
die vorliegenden Teststreifen zur Ausrichtung und optischen Eichung
auch von Geräten
des Kamera-Typs eignen. In einem Gerät vom Kamera-Typ gelangt eine CCD-Kamera
zur Anwendung, um ein Multipixel-Bild
zu einem Zeitpunkt zu erzeugen (siehe die folgende Tabelle 5). In
diesem Fall wird ein Verfahren zur Ausrichtung des Multipixel-Bildes
benötigt,
d.h. zur Bestimmung, welche Positionen auf dem Streifen welchem
Pixel entsprechen.
-
Demgemäss können, bei
Anwendung eines Geräts
vom Kamera-Typ (z.B. eines Bobcat SWM #6), 2 IR-Farbstoff-Streifen
auf dem Griff oder 1 IR-Farbstoff-Streifen auf dem Griff und 1 IR-Farbstoff,
mit dem 1 Unterlage beaufschlagt ist, welche durch bekannte Abstände getrennt
vorliegen, angewandt werden, um das Pixel-Bild jedes Mal, wenn ein
Streifen abgelesen wird, "auszurichten". Das Bobcat-Gerät ist ein
Analysiergerät, das
zur Messung der Reflexion von Diagnose-Teststreifen verwendet wird,
wobei eine einheitliche Beleuchtung des Streifens mit Mehrfach-LEDs
und linearem Arraynachweis genutzt und angewandt werden.
-
Ähnlich einem
Gerät vom
Raster-Typ können
Streifen mit einem gefärbten
Farbstoff nicht in einem Gerät
vom Kamera-Typ diesbezüglich
angewandt werden. Gefärbte
Streifen können
deshalb nicht verwendet werden, weil die Farbe zumindest geringfügig das
Leistungsvermögen
aller Reagenzien wegen Fertigungstoleranzen und der Transluzenz
nasser Testunterlagen beeinflusst. Weitere Verfahren einer Pixel-Eichung,
wie eine Fabrik-Eichung der Pixel-Ausrichtung, beruhen darauf, dass
der Anwender den Teststreifen genau in einer Spur anordnet. Dieses
frühere
Verfahren ist nicht auf das Problem eines Anwenders gerichtet, der
Teststreifen im Halter fehlpositioniert.
-
Die
IR-Farbstoffe werden auf dem Teststreifen an einer vorbestimmten
Abtrennung angeordnet, und durch Anwendung der den IR-Farbstoff
enthaltenden Streifen oder Testunterlagen zur Eichung wird eine
Fehlanordnung des Streifens im Halter im Gerät korrigiert. Die in Tabelle
5 angegebenen Daten legen diese Ausgestaltung der Erfindung dar.
-
Beispiel 4
-
A. Materialien:
-
- 1. DTO-108-Farbstoff und Triethylamin wurden
zu Methanol gegeben. Das Methanol und überschüssiges Triethylamin wurden
unter Zurücklassen
eines amorphen Pulvers des IR-Farbstoffs verdampft.
- 2. Klares 76,2 μm
(3 mil) dickes Mylar
- 3. Durchscheinendes 88,9 μm
(3,5 mil) dickes Mylar
- 4. Reagenszusammensetzung auf Rollen von 5,08 mm (1/5 inch)
a.
weiße
Blutkörperzelle
b.
Nitrit
c. Glucose
- 5. Doppelseitiger Klebstoff
- 6. Schwarze Flaschen mit Kappen
- 7. Molekularsieb-Trocknungsmittel
- 8. Tinte-Grundlage
- 9. Weiße
254 μm (10
mil) dicke Polystyrol-25,4 cm (10 inch)-Quadrat-Karten
- 10. Bobcat SWM #6 (CCD-Typ-Nachweisvorrichtung)
-
B. Verfahren:
-
Das
amorphe Farbstoffpulver wurde in der Tinten-Grundlage (0,2 mg Farbstoff/g
Tinte) gelöst.
Die entstandene Lösung
wurde dann auf Mylar in einer Dicke von 41 μm (1,62 mil) aufgezogen, und
ein Klebstoff wurde auf das überzogene
Mylar aufgebracht. Das entstandene überzogene Mylar wurde zu 10,16
mm (2/5 inch) breiten Bändern
geschnitten, und Rollen aus überzogenem
Mylar/Klebstoff von 10,16 mm (2/5 inch) wurden auf die Polystyrol-Karten
bei (a) einer Position 11 und (b) nahe der Spitze aufgebracht. Reagenzien
würden dann
auf die Karten über
dem Mylar wie folgt aufgebracht:
- a. weiße Blutkörperzelle – Position
1 (Spitze)
- b. Nitrit – Position
2
- c. Glucose – Position
10
-
Die
Karten wurden dann zu 5,08 mm (1/5 inch) Streifen geschnitten, in
schwarze Flaschen von 48 mm gegeben und mit einer Kappe verschlossen
und etikettiert (Klar 1, Klar 2, Mylar 1 und Mylar 2). 5 Streifen
aus jeder Flasche wurden in eine MAS1-Lösung getaucht und in Flaschen
gegeben. Die Streifen wurden dann an einem Bobcat SWM # 6, angepasst
an eine 845 nm-LED, abgelesen, und die Daten wurden gesammelt und analysiert.
-
C. Angewandte Algorithmen
(256-Pixel-CCD in Bobcat)
-
- 1. Pixel 1a = Mittelpunkt zwischen weißer Blutkörperzelle
und Nitrit
- 2. Pixel 1b = Minimum zwischen weißer Blutkörperzelle und Nitrit
- 3. Pixel 2a = erste Ablesung um mehr als 10 % R niedriger als
Glucose (R: > 80 %)
- 4. Pixel 2b = erste Ablesung jenseits Glucose mit <75 % R
- 5. Pixel 2c = erste Ablesung jenseits Glucose mit <50 % R
-
Die
Berechnungen waren die folgenden:
- 1. 2a–1a
- 2. 2a–1b
- 3. 2b–1a
- 4. 2b–1b
- 5. 2c–1a
- 6. 2c–1b
-
-
-
Die
Daten in Tabelle 5 zeigen, dass jede der Algorithmen-Kombinationen angewandt
werden kann, weil alle Messungen im Wesentlichen die gleichen sind.
Die Lücken
bleiben die gleichen für
absichtlich fehlplatzierte Streifen (Streifen, nummiert mit 5),
und alle sagen eine Streifenspitze innerhalb 1 Pixel bis 18 Pixel aus
1a vorher.
-
Beispiel 5
-
A. Materialien:
-
- 1. Hydrophober Kunststoff, überzogen mit dem IR-Farbstoff
DTO-141
a. Überzugslösung (bezogen
auf das Gewicht) 0,05 % DTO-141-Farbstoff 0,3 % UVITEX (Ciba Specialty Chemicals
Holding, Inc., Basel, Schweiz), gelöst in SUNBOND Blend-Lack 61-V-38-Drucktinte
(Sun Chemical Corp., Charlotte, NC)
b. Überzogen bei Produktion von
Flexo Press bei den Streifenpositionen 1,5 und 10,5 mit einer Breite
von ca: 0,5 cm (0,200 inch) für
jeden Streifen
- 2. Reagenszusammensetzungen von Rollen mit 5,08 mm (1/5 inch)
a.
weiße
Blutkörperzellen
(WBC)
b. Nitrit
- 3. Doppelseitiger Klebstoff
- 4. Schwarze Flaschen mit Kappen
- 5. Molekularsieb-Trocknungsmittel
- 6. CLINITEK® 50
# 218
- 7. Mehrfach-Analyt-Lösung
# 1
-
B. Verfahren:
-
Das
amorphe Farbstoffpulver und das UVITEX®-Pulver
wurden in der Tinten-Grundlage mit einer Konzentration von 0,5 bzw.
0,3 Gew.-% gelöst.
Das UVITEX® wurde
zugefügt,
um den Überzug
sichtbar unter UV-Licht zu machen, was zum Nachweis von "Sprüngen" ("skips") auf der Presse
angewandt wurde. Die Lösung
wurde auf Polystyrol von 254 μm
(10 mil) an den Positionen 1,5 und 10,5 auf jedem von 7 10,8 cm
(4,25 inch) breiten Teilbereichen des Gewebes aufgebracht. Das Gewebe
wurde zu Rollen von 14,8 cm (4,25 inch) geschnitten, die zum Streifenaufbau
der Streifen verwendet wurden. Die Karten von jeweils 25,4 cm (10
inches) wurden aus den Rollen aus Kunststoff von 10,8 cm (4,25 inch)
geschnitten.
-
Das
Reagens für
die weißen
Blutkörperzellen
wurde auf die Position 1 und das Nitrit-Reagens wurde auf die Position
2 jeder Karte aufgebracht.
-
Die
Karten wurden dann zu Streifen von 5,08 mm (1/5 inch) geschnitten
und in schwarze Flaschen von 48 mm gegeben, worauf ein Trocknungsmittel
zugegeben und die Flaschen mit Kappen verschlossen wurden. 10 Streifen
wurden dann in eine Mehrfach-Analyt-Test-Lösung getaucht und auf dem mit
spezieller Software ausgerüsteten
CLINITEK® 50
abgelesen, um die Infrarot-Ablesungen
aus den Streifen alle 0,254 mm (0,010 inch) nachzuweisen und auszugeben.
-
C. Angewandte Algorithmen:
-
3
Reflexionsablesungen wurden abgelesen: (1) IR1 an einem theoretischen
Raumzentrum zwischen den WBC- und Nitrit-Testunterlagen, (2) IR2
an einer theoretischen Kante der Nitrit-Testunterlage und (3) IR3 am
theoretischen Zentrum der Nitrit-Testunterlage. Die Algorithmen
sind: IR1 < IR2 < IR3 und IR3 – IR1 ≥ 15 %.
-
D. Ergebnisse:
-
Alle
10 Teststreifen verletzten einen oder mehrere der oben aufgelisteten
Algorithmen an einer Fehlpositionierung von 1,27 mm (0,050'') oder weniger. Daher wurde jede Fehlausrichtung
von 1,27 mm (0,050'') oder mehr nachgewiesen.
-
Es
ist belegt worden, dass mit einem IR-Farbstoff auf einem Teststreifen
an einem oder mehreren vorbestimmten bekannten Orten Analyt-Assayfehler im Wesentlichen
verringert oder eliminiert werden, die einer Fehlpositionierung
eines Teststreifens in einer Nachweisvorrichtung zugeordnet werden
können.
Wie oben verdeutlichend dargestellt, kann der IR-Farbstoff auf den Griff des Teststreifens
aufgebracht, in eine Testunterlage des Teststreifens oder auch in
beide eingebracht worden. Die vorliegenden Teststreifen eignen sich
zur Anwendung in Nachweisvorrichtungen sowohl vom Raster- als auch
vom Kamera-Typ. Daher sind, gemäß einem
wichtigen Merkmal der vorliegenden Erfindung, zutreffendere und
zuverlässigere
Assays für
einen unbekannten Analyt oder für
dessen Gehaltsmenge in einer Testprobe, wie Urin, mit den Teststreifen
der vorliegenden Erfindung durchführbar.