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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Einführhilfe zum Einführen eines
Tampons in den Vaginalkanal der Benutzerin.
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Eine
Einführhilfe
für einen
Tampon mit einer äußeren zylindrischen
Hülse und
einem axial innerhalb der äußeren zylindrischen
Hülse bewegbaren Innenkolben
zum Ausbringen eines Tampons aus der Öffnung an ihrem Vorderende
in den Vaginalkanal ist bereits früher vorgeschlagen worden. Es
ist auch bekannt, die äußere Hülse in der
Form eines Zylinders mit einem im Wesentlichen gleichmäßigen Außendurchmesser
vorzusehen. Beispiele derartiger Einführhilfen sind in den japanischen
Patent-Offenlegungsschriften Nr. 1980-155647 und 1980-155648 sowie in US-Patent
5.800.377 beschrieben.
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Bei
den vorstehend genannten Einführhilfen ist
bisweilen die Unannehmlichkeit aufgetreten, dass die Einführhilfen
durch Zusammenziehen des Schließmuskels
beim Einführen
der äußeren zylindrischen
Hülse in
den Vaginalkanal und Dehnen der Vaginalöffnung zurückgeschoben werden. Wenn solche Situationen
beim Ausbringen des Tampons aus der äußeren zylindrischen Hülse auftreten,
wäre nicht nur
der Tampon, sondern auch die Einführhilfe nicht mehr brauchbar
und müssten
weggeworfen werden. Auch wenn diese Situation nicht schwer wiegend
ist, kann das Einführen
der äußeren zylindrischen
Hülse in
den Vaginalkanal gelegentlich in unerwünschter Weise verzögert werden.
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EP 0 418 791 beschreibt
eine Einführhilfe, bei
der der Außendurchmesser
der Hülse
variiert.
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Ein
Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung einer Einführhilfe,
die ein zuverlässiges
Einführen
eines Tampons in den Vaginalkanal ermöglicht.
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Nach
der vorliegenden Erfindung wird eine Einführhilfe für einen Tampon bereitgestellt,
die einen Tampon, eine äu ßere zylindrische
Hülse,
die den Tampon aufnimmt und an ihrem vorderen und hinteren Ende Öffnungen
aufweist, und einen axial innerhalb der äußeren zylindrischen Hülse bewegbaren Innenkolben
zum Ausbringen des Tampons aus der Öffnung am Vorderende der äußeren zylindrischen Hülse in den
Vaginalkanal aufweist, wobei der Außendurchmesser der äußeren zylindrischen
Hülse vom
Vorderende zu einem Bereich maximalen Außendurchmessers nach hinten
allmählich
zunimmt und dann allmählich
abnimmt, wobei der Bereich maximalen Außendurchmessers innerhalb der
Hälfte der
gesamten Länge
der äußeren zylindrischen
Hülse verläuft und
die äußere zylindrische
Hülse hinter dem
Bereich maximalen Außendurchmessers
mit einem Bereich minimalen Außendurchmessers
versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der hintere Bereich mit
dem Bereich minimalen Außendurchmessers
(12) der äußeren zylindrischen
Hülse in Querrichtung
zu der Längsachse
der äußeren zylindrischen
Hülse hinter
dem maximalen Außendurchmesser
biegsam ist.
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Nach
einer bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung liegt der maximale Außendurchmesser der äußeren Hülse in einem
Bereich von 8 bis 20 mm, und der minimale Außendurchmesser der äußeren zylindrischen
Hülse liegt
in einem Bereich von 20 bis 70 % des maximalen Außendurchmessers.
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Nach
einer anderen bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist die äußere zylindrische Hülse so geformt,
dass sie hinter dem Bereich minimalen Außendurchmessers einen Außendurchmesser
aufweist, der größer als
der minimale Außendurchmesser
ist.
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Nach
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung weist der Innenkolben an seinem vorderen
und/oder seinem hinteren Ende einen größeren Außendurchmesser als irgendein
zwischen seinem vorderen und hinteren Ende befindlicher Zwischenpunkt
auf.
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Nach
noch einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung liegt der Innenkolben in der Form einer Röhre mit Öffnungen
an ihrem vorderen und hinteren Ende vor.
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1 zeigt
eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform der Einführhilfe
nach der vorliegenden Erfindung.
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2 zeigt
eine Schnittansicht entlang der Linie II - II in 1.
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3 zeigt
eine Ansicht ähnlich
wie 2, jedoch für
eine andere Ausführungsform
der Einführhilfe
nach der vorliegenden Erfindung.
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4 zeigt
Teilansichten der inneren Röhre, wobei
(a) bis (d) vier bestimmte Ausführungsformen derselben
zeigen. Die Einzelheiten einer Einführhilfe für einen Tampon nach der vorliegenden
Erfindung werden aus der nachstehenden Beschreibung unter Bezugnahme
auf die anliegenden Zeichnungen besser verständlich.
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1 zeigt
eine perspektivische Ansicht einer Einführhilfe, und 2 zeigt
eine Schnittansicht entlang der Linie II - II in 1.
Eine Einführhilfe 1 weist
eine äußere zylindrische
Hülse 2,
einen Innenkolben 3, einen in der äußeren zylindrischen Hülse 2 untergebrachten
Tampon 4 und einen Faden 6 auf, der von einem
hinteren Ende des Tampons 4 durch den Innenkolben 3 nach
hinten über
ein hinteres Ende des Innenkolbens 3 verläuft. Der
Innenkolben 3 hat ebenfalls die Form einer Röhre.
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Die äußere zylindrische
Hülse 2 weist Öffnungen 7 und 8 an
ihren in Längsrichtung
gegenüberliegenden
Enden auf. Die Öffnung 7 am
vorderen Ende ist mit mehreren elastisch verformbaren blattartigen
Bereichen 9 der äußeren zylindrischen
Hülse 2 versehen,
und der Innenkolben 3 erstreckt sich nach hinten über die Öffnung 8 am
hinteren Ende. Zwischen diesen vorderen und hinteren Öffnungen 7 und 8 weist
die äußere zylindrische
Hülse 2 einen
Außendurchmesser
auf, der von der Öffnung 7 am
vorderen Ende allmählich
zunimmt, bis der Bereich 11 maximalen Außendurchmessers
erreicht ist. Hinter diesem Bereich 11 nimmt der Außendurchmesser
allmählich
ab, bis der Bereich 12 minimalen Außendurchmes sers erreicht ist.
Hinter diesem Bereich 12 nimmt der Außendurchmesser bis zu der Öffnung 8 am
hinteren Ende allmählich
wieder zu.
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Der
Bereich 11 maximalen Außendurchmessers verläuft größtenteils
innerhalb der Hälfte
und besser noch in einem Bereich von einem Achtel bis der Hälfte der
gesamten Länge
der äußeren zylindrischen
Hülse 2,
gemessen von deren vorderem Ende. Auch wenn nicht festgelegt, kann
der Außendurchmesser
dieses Bereichs 11 zum Beispiel in einem Bereich von 8
bis 20 mm liegen.
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Der
Bereich 12 minimalen Außendurchmessers verläuft vorzugsweise
größtenteils
in einem Bereich innerhalb der Hälfte
der gesamten Länge
der äußeren zylindrischen
Hülse 2,
gemessen von deren hinterem Ende. Auch wenn nicht festgelegt, liegt
der Außendurchmesser
dieses Bereichs 12 vorzugsweise in einem Bereich von 20
bis 70 % des Außendurchmessers
des Bereichs 11, soweit der Innenkolben 3 in die äußere zylindrische
Hülse 2 eingesteckt werden
kann. Hinter dem Bereich 12 minimalen Außendurchmessers
weist die äußere zylindrische
Hülse 2 einen
Außendurchmesser
auf, der so bemessen ist, dass er zu ihrem hinteren Ende hin allmählich zunimmt,
um eventuelle Bedenken zu vermeiden, dass die Einführhilfe
der Benutzerin beim Einführen
des Tampons aus der Hand gleiten könnte.
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Die
Wandstärke
dieser äußeren zylindrischen
Hülse 2 ist
im Wesentlichen gleichmäßig, und daher
variiert der Innendurchmesser der äußeren zylindrischen Hülse 2 zwischen
ihrem vorderen und hinteren Ende im Verhältnis zur Änderung des Außendurchmessers.
Der vordere Abschnitt der äußeren zylindrischen
Hülse 2 mit
dem Bereich 11 maximalen Außendurchmessers umschließt den Tampon 4,
und der hintere Abschnitt der äußeren zylindrischen
Hülse 2 mit
dem Bereich 12 minimalen Außendurchmessers umschließt den dadurch
verlaufenden Innenkolben 3.
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Der
Innenkolben 3 hat eine im Wesentlichen gerade Form und
weist Öffnungen 16 und 17 an
seinem vorderen und hinte ren Ende auf. Die Umfangskante der vorderen Öffnung 16 ist
aufgeweitet, so dass der Faden 6 des Tampons 4 ohne
weiteres in den Innenkolben 3 eingesteckt und das hintere
Ende des Tampons 4 mit dem Innenkolben 3 über eine möglichst
große
Fläche
axial vorwärts
ausgebracht werden kann. Die hintere Öffnung 17 des Innenkolbens 3 einschließlich eines
Bereichs in der Nähe
der hinteren Öffnung 17 erstreckt
sich über
die hintere Öffnung 8 der äußeren zylindrischen
Hülse 2 hinaus.
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Der
Tampon 4 selbst ist von bekannter Art, wobei der Faden 6 zum
Herausziehen des Tampons 4 aus dem Vaginalkanal durch den
Innenkolben 3 und über
die hintere Öffnung 17 des
Innenkolbens 3 hinaus verläuft. Der Tampon 4 dehnt
die blattartigen Bereiche 9 der äußeren zylindrischen Hülse 2,
bis der Tampon 4 die äußere zylindrische
Hülse 2 vollständig verlassen
hat, wenn der Tampon 4 durch den Innenkolben 3 von
hinten ausgebracht wird.
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Die äußere zylindrische
Hülse 2 besteht
aus einem weichen und elastischen thermoplastischen Material. Der
hintere Abschnitt mit dem Bereich 12 minimalen Außendurchmessers
ist biegsam, so dass der hintere Abschnitt quer zu einer Achse C
- C der äußeren zylindrische
Hülse 2 leicht
gebogen werden kann, wie durch den Pfeil A angegeben. Der Innenkolben 3 besteht
ebenfalls aus einem thermoplastischen Material und ist biegsam in
der durch den Pfeil A angegebenen Richtung. Die Biegsamkeit des
Innenkolbens 3 ist geringer als die der äußeren zylindrischen
Hülse 2,
um sicherzustellen, dass der Tampon 4 problemlos aus der äußeren zylindrischen
Hülse 2 ausgebracht
werden kann.
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Die
Einführhilfe 1 mit
dem oben beschriebenen Aufbau dehnt den Schließmuskel des Vaginalkanals,
wenn die Einführhilfe 1 in
den Vaginalkanal eingeführt
wird. Sobald der Bereich 11 maximalen Außendurchmessers
den Schließmuskel
passiert hat, zieht dieser sich zusammen und verhindert dadurch, dass
die in den Vaginalkanal eingeführte
Einführhilfe wieder
aus diesem herausgedrückt
wird. Daher entfallen bei der Einführhilfe 1 nach der
vorliegenden Erfindung etwaige Bedenken, dass es der Benutzerin eventuell
nicht gelingt, die Einführhilfe
in den Vaginalkanal einzuführen,
wie dies bei bekannten Einführhilfen
der Fall war. Nachdem die Einführhilfe 1 auf
diese Weise eingeführt
worden ist, kann der Innenkolben 3 vorwärts geschoben werden, bis der
Tampon 4 aus der äußeren zylindrischen
Hülse 2 in
den Vaginalkanal vorgeschoben und im Inneren des Vaginalkanals aufgenommen
worden ist. Daraufhin ist die Vaginalöffnung frei von jeder Beeinträchtigung
durch den Tampon 4, und für die Benutzerin entsteht kein
Gefühl
der Unverträglichkeit.
Der hintere Bereich der Einführhilfe 1,
der biegsam ist, kann leicht in der durch den Pfeil A angegebenen
Richtung gebogen sein. Mit einer solchen Einführhilfe 1 kann das
Einführen
in sowie das Herausziehen aus dem Vaginalkanal problemlos erfolgen,
da die Einführhilfe 1 entsprechend
einer inneren Form des Vaginalkanals verformbar ist. Die Einführhilfe 1 hat
eine im Wesentlichen gerade Form, und der Vaginalkanal ist zwischen
der Öffnung
und dem innersten Bereich des Vaginalkanals gebogen. Folglich kann
der hintere Abschnitt der in den Vaginalkanal eingeführten Einführhilfe 1 oft
teilweise gegen die Vaginalwand in der Nähe der Vaginalöffnung drücken und
der Benutzerin dadurch sogar Schmerzen verursachen. Selbst in einer
solchen Situation kann ein gewisses Maß des auf die Vaginalwand in
der Nähe
der Vaginalöffnung
ausgeübten
Teildrucks nach der vorliegenden Erfindung auf ein Minimum reduziert
werden, indem der hintere Bereich der äußeren zylindrischen Hülse 2 so
gestaltet wird, dass er über
einen relativ langen Bereich einen kleinen Durchmesser aufweist.
Auf diese Weise kann die oben genannte Unannehmlichkeit vermieden
werden, und diese Unannehmlichkeit kann besonders wirkungsvoll verhindert
werden, wenn die äußere zylindrische
Hülse 2 mit
erheblicher Länge ausgebildet
wird.
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3 zeigt
eine ähnliche
Ansicht wie 2 für eine andere Ausführungsform
nach der vorliegenden Erfindung.
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Nach
dieser Ausführungsform
weist die äußere zylindrische
Hülse 2 der
Einführhilfe 1 einen
Außendurchmesser
auf, der vom vorderen Ende nach hinten allmählich zunimmt, bis der Bereich 11 maximalen
Außendurchmessers
erreicht ist. Auf diesen Bereich 11 maximalen Außendurchmessers
folgt ein Bereich 15 mit einem im Wesentlichen gleichmäßigen Außendurchmesser.
Bei einer solchen Einführhilfe 1 ist
das Variieren ihres Außendurchmessers
vor und hinter dem Bereich 11 maximalen Außendurchmessers
ausgeprägter
als in 2. Die hintere Öffnung 8 der äußeren zylindrischen
Hülse 2 ist
um ihre Umfangskante mit einem Flansch 21 versehen, so dass
die Benutzerin ihre Fingerspitzen auf diesen Flansch 21 legen
kann, um den Innenkolben 3 vorwärts zu schieben. Dabei ist
jedoch zu beachten, dass dieser Flansch 21 für die Einführhilfe 1 nicht
wesentlich ist und entfallen kann, ohne vom Umfang der vorliegenden
Erfindung abzuweichen. Der Tampon 4 kann durch ein festes,
stabartiges Element ersetzt werden, wenn es nicht nötig ist,
den Faden 6 in den Tampon 4 einzustecken.
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4 zeigt
Teilansichten eines Bereichs der äußeren zylindrischen Hülse 2 in
der Nähe
der Öffnung 8 an
ihrem hinteren Ende. Wie bereits beschrieben, kann die äußere zylindrische
Hülse 2 so
bemessen sein, dass sie in der Nähe
der Öffnung 8 einen
relativ großen
Außendurchmesser
aufweist, wie in 2 gezeigt, oder die Umfangskante
der Öffnung 8 kann
mit dem Flansch 21 versehen sein, wie in 4 gezeigt,
um die Annehmlichkeit zu bieten, dass die äußere zylindrische Hülse 2 beim
Vorwärtsschieben des
Tampons 4 mit dem Innenkolben 3 festgehalten werden
kann. Diese Annehmlichkeit kann auch erreicht werden, indem die äußere Umfangsfläche der äußeren zylindrischen
Hülse 2 mit
mehreren Stufen 22 versehen wird, die ein Abrutschen verhindern,
wie in 4(a) bis (c) gezeigt. Alternativ
kann der Flansch 21 vor der hinteren Öffnung 8 um die äußere zylindrische
Hülse 2 herum
ausgebildet werden, wie in 4(d) gezeigt.
Diese Maßnahmen
sind auch für den
Innenkolben 3 geeignet. Insbesondere kann die Annehmlichkeit
des Festhaltens des Innenkolbens 3 in der Nähe seiner
hinteren Öffnung 17 erreicht
werden, indem der Außendurchmesser
des Innenkolbens 3 in der Nähe der hinteren Öffnung 17 relativ groß bemessen
wird oder indem der Innenkolben 3 an seiner Umfangsfläche mit
Stufen versehen wird, die ein Abrutschen verhindern, wie in 4(a) bis (c) gezeigt.
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Bei
der Einführhilfe
nach der vorliegenden Erfindung weist die äußere zylindrische Hülse einen Außendurchmesser
auf, der vom vorderen Ende nach hinten allmählich zunimmt, bis der Bereich
maximalen Außendurchmessers
erreicht ist, und hinter diesem Bereich wieder abnimmt. Sobald der
Bereich maximalen Außendurchmessers
den Schließmuskel der
Vaginalöffnung
zum Vaginalkanal passiert hat, besteht daher keine Gefahr mehr,
dass die Einführhilfe
aus dem Vaginalkanal herausgedrückt
werden könnte.
Nachdem der Bereich maximalen Außendurchmessers den Schließmuskel
passiert hat, ist ein möglicherweise
auf den Schließmuskel
ausgeübter Druck
auf den Druck des Bereichs der äußeren zylindrischen
Hülse mit
einem relativ kleinen Durchmesser beschränkt. Folglich kann die Einführhilfe
problemlos ohne größeren Widerstand
in den Vaginalkanal eingeführt
werden. Der mit dieser Einführhilfe
in den Vaginalkanal eingebrachte Tampon kann zuverlässig im
Inneren des Vaginalkanals aufgenommen werden, ohne dass ein stärkerer Druck
auf die Vaginalöffnung
ausgeübt
werden kann und der Benutzerin ein Gefühl der Unverträglichkeit
zu vermitteln.