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ALLGEMEINER STAND DER
TECHNIK
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1. GEBIET DER ERFINDUNG
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Diese
Erfindung betrifft das Gebiet von Bestandsschätzung von Unterwasserressourcen
durch Unterwassermarkierung von repräsentativen Tieren, und insbesondere
ein Verfahren, eine Anlage und eine Vorrichtung, bei der neuartige
und bestehende Einrichtungen zum Fangen und Markieren von Meerestieren
in ihrer Unterwasserumgebung eingesetzt werden.
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Die
Erfindung ist zur Verwendung in der Umgebung eines Wasserfahrzeugtyps
für die
Fischerei vorgesehen, das mit einem herkömmlichen Schleppnetz und einem
Kabeldraht ausgerüstet
ist, mit Markierungseinrichtungen, die gemäß dieser Erfindung hergestellt
und in der Fischereiausrüstung
angeordnet werden, um ein Wassertier zu fangen und in der Bewegung
einzuschränken,
und es danach beispielsweise mit einem aktiven elektronischen Markierungsetikett
zu markieren, oder mit einem Markierungsetikett, das durch eine
Nummer (Identifikationsnummer) identifiziert wird. Die Verwendung
bestehender Einrichtungen reduziert die Komplexität von Einrichtungen,
die zur Erstellung der Unterwassermarkierung verwendet werden. Dennoch
stellen sie immer noch sowohl ein fortschrittliches und wirtschaftliches
Verfahren zum Markieren zur Verfügung, als
auch kosteneinsparende Kommunikationsfähigkeiten zwischen dem Wasserfahrzeug
und der Markierungseinrichtung durch die Übertragung von Video- und Steuersignalen
zu der Markierungseinrichtung hin und von ihr zurück. Infolgedessen
kann der Status von beweglichen Gegenständen dargestellt werden, und
gemessene Daten können übertragen werden.
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2. BESCHREIBUNG VERWANDTER
TECHNIK
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Um
den Zustand von Unterwasserressourcen einschließlich Meeres-, Ozean- und Süßwassertieren,
besser schätzen
zu können,
ist es von lebensnotwendiger Wichtigkeit, diese Tiere zu markieren und
dadurch ihre Migrations- und Verteilungsmuster herauszufinden, insbesondere
in Bezug auf Umgebungsbedingungen. Die Umgebungsbedingungen, welche
die Migrationsmuster oder das Migrationsverhalten eines Tieres beeinflussen,
sind bedeutende Parameter bei der Modellerstellung und/oder Simulierung
von Unterwasserressourcen, und das Studium der Reaktionen des Tieres
auf diese Parameter ist entscheidend, wenn die Schätzung von
zukünftigen
Ressourcen verbessert werden soll.
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In
WO 90/03070 wird ein Identifikationssystem für eine Vielzahl von biologischen
Umgebungen offenbart, welches auf einfache Weise Informationen von überwachten
Individuen sammelt.
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Das
Markieren von Meerestieren in deren natürlicher Umgebung senkt den
Einfluss des Markierens auf das Tier und steigert die Überlebensrate der
Tiere.
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Das
Markieren von Unterwassertieren in deren eigener natürlicher
Umgebung ermöglicht
es, Tiefseearten zu markieren, die ansonsten unmöglich markiert werden könnten, weil
diese Arten nicht überleben
würden,
wenn sie durch herkömmliche
Verfahren zum Markieren an die Oberfläche gebracht würden.
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Das
Markieren ist jahrelang durchgeführt worden,
indem Meerestiere eingefangen und an die Oberfläche gebracht wurden, wo diese
Tiere betäubt wurden,
mit einem Informationen tragenden Markierungsetikett markiert wurden,
beobachtet und wieder freigelassen wurden. Die Überlebenschancen dieser markierten
Fische wird durch eine Anzahl von Parametern beeinflusst, wie beispielsweise
Temperaturveränderungen,
Druckveränderungen,
Handhabung, medizinische Behandlung, und, nachdem ein erfolgreich
markiertes Objekt freigelassen worden ist, dem erneuten Aussetzten
von Temperatur- und Druckveränderungen.
Die Behandlung an sich stellt eine Stö rung für das Tier dar, und der Fisch
könnte
nach seiner Freilassung sehr leicht eine einfache Beute für andere
Meerestiere werden.
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Das
Markieren ist außerdem
unter Wasser in Tiefen durchgeführt
worden, wo sich Meerestiere befinden, aber diese Anlagen beinhalten
herkömmlicherweise
die Verwendung einer Falle, um das Tier einzufangen, während ein
Taucher an einer Stelle unmittelbar neben der Falle den Markierungsvorgang durchführt. Es
ist offensichtlich, dass die erforderliche Anwesenheit eines Tauchers
zu relativ hohen Kosten führt,
die mit dem Markierungsvorgang verbunden sind, und die Anzahl von
Tieren, die markiert werden können,
ist sowohl durch die Geschwindigkeit begrenzt, mit welcher die Taucher
den Markierungsvorgang durchführen
können,
als auch durch die für
jeden Taucher verfügbare
Zeit, um den Vorgang in den Tiefen durchzuführen, wo die Tiere gefangen
worden sind.
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Heutzutage
gibt es sehr viele besondere Arten, die aufgrund ihrer Lebensart
mit herkömmlichen Verfahren
nicht markiert werden können.
Eine dieser besonderen Arten ist die wirtschaftlich bedeutende Spezies
des großen
Rotbarsches, Sebastes marinus. Der große Rotbarsch ist als ein Tiefsee- oder Meeresbodenfisch
klassifiziert, und aufgrund seiner physiologischen Gestaltung kann
er den veränderten Druck
nicht kompensieren, wenn er aus seiner natürlichen Lebensumgebung im Wasser
(300 bis 800 m tief) an die Luft mit atmosphärischem Druck gebracht wird.
Aus diesem Grund ist großer
Rotbarsch noch niemals markiert worden, und deswegen gibt es viele unbeantwortete
Fragen bezüglich
seines allgemeinen biologischen Verhaltens. Dieses Problem existiert
auch bei weiteren Tiefseearten, und selbst wenn der Fisch den Druckunterschied
vertragen kann, ist der markierte, wieder freigelassene Fisch nicht
notwendigerweise gesund, und es kann nicht mit seiner normalen Lebenserwartung
gerechnet werden.
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KURZDARSTELLUNG
DER ERFINDUNG
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Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, im Wesentlichen eines
oder mehrere der vorstehend genannten Probleme zu lösen oder
zumindest zu verbessern.
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Gemäß einem
Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Markierungsanlage für Wassertiere zur
Verfügung
gestellt, umfassend:
eine Stützrahmenkonstruktion;
eine
Bewegungseinschränkung
für Unterwassertiere, die
durch die Rahmenkonstruktion getragen wird, mit einer Gattervorrichtung,
welche ausgestaltet ist, um ein schwimmendes, lebendes Meerestier
einzufangen und an einer vorbestimmten Stelle innerhalb des Einschränkungsbehältnisses
seine relative Bewegung vorübergehend
einzuschränken;
mindestens
ein Informationsmarkierungsetikett, das in das Wassertier implantiert
werden soll;
einen Markierungsetikettenmitnehmer, der durch
die Rahmenkonstruktion getragen wird und direkt neben der vorbestimmten
Stelle angeordnet ist und zu der Gattervorrichtung hin und von ihr
weg, bis zu der vorbestimmten Stelle, bewegt werden kann;
ein
Stellglied für
einen Markierungsetikettenmitnehmer, das dem Markierungsetikettenmitnehmer
zugeordnet und ausgestaltet ist, um den Markierungsetikettenmitnehmer
in Richtung der Gattervorrichtung anzutreiben, mindestens bis zu
der vorbestimmten Stelle, und den Markierungsetikettenmitnehmer
von der Stelle wegzuziehen; und
eine durch die Rahmenkonstruktion
getragene Zuführungsvorrichtung
zum Zuführen
von mindestens einem Informationsmarkierungsetikett zu dem Markierungsetikettenmitnehmer,
um es gleichzeitig damit zu bewegen. Es wird außerdem ein Verfahren zum Markieren
von Wassertieren unter Wasser zur Verfügung gestellt, das die Schritte
von Anspruch 21 umfasst.
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Offenbart
werden eine Anlage und ein Verfahren zum Durchführen der Unterwassermarkierung von
Meerestieren, in welchen die Markierungseinrichtung, die in der
Fischereiausrüstung
angeordnet ist, mit einer Steuereinheit an Bord des Wasserfahrzeuges
kommuniziert, von welchem aus das Markieren der Fische gesteuert
wird. Die Zeit des Markierens und die geografische Position des
Tieres sind bekannt. Dieses Verfahren schließt außerdem Daten über die
Tiefe ein, in welcher das Markieren stattfindet und gibt Forschern
die Möglichkeit,
die Daten des Weiteren im Verhältnis
zu der natürlichen
Umgebung der Fische zu analysieren, indem ein dreidimensionales
Spektrum des natürlichen
Lebensraums der Fische erstellt wird. Das Markieren des Tieres wird über eine
oder mehrere Videokameras beobachtet, wodurch dem Forscher die Möglichkeit
gegeben wird, den markierten Fisch in zwei oder drei Dimensionen zu
beobachten. Nach dem Markieren wird ein Bild, entweder zwei- oder
dreidimensional, für
dieses bestimmte Objekt mit der aufgezeichneten Länge, Höhe und Breite
des Fisches gespeichert, und visuelle Zeichen werden gemessen, welche
die metrischen Abmessungen für
die Körperumrisse
des Fisches liefern. Infolgedessen kann das Körpergewicht des Objektes geschätzt werden.
Während
der Markierung erhaltene Daten werden zu einem späteren Zeitpunkt,
wenn der Fisch wieder aufgefunden wird, mit dem tatsächlichen
Tier verglichen.
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Unter
Verwendung einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, schließt die Markierungseinrichtung,
die in der Fischereiausrüstung
angeordnet ist, Sensoren zum Messen der Umgebungsparameter ein,
zur Zuordnung und Spei cherung, zusammen mit digitalisierten Bildern
des Tieres, von GPS-Koordinaten und der Zeit der Markierung, so
dass das Verhalten des Tieres in Bezug auf die gespeicherten Parameter
untersucht werden kann, während
das Wasserfahrzeug das Sende-/Empfangsgerät zur Positionsbestimmung trägt, mit
welchem die Daten verbunden sind. Die hier beschriebene beispielhafte
Ausführungsform
schließt ein
Wasserfahrzeug ein, Drahtverbindung mit der Markierungseinrichtung,
Markierungseinrichtung, Fischereiausrüstung, Kommunikationseinheiten,
gesteuerte Roboterarme, Videokameras, Lichtprojektoren, Computer
sowohl in der Markierungsanlage als auch auf dem Wasserfahrzeug,
elektronische Geräte zur
Vergrößerung und
Leitungspufferung von Videosignalen und zur Kompensation von Kabeldämpfung, Verstärker und
Leitungspufferung von Computerkommunikationssignalen.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1 ist
eine schematische Ansicht der Hauptbestandteile einer Unterwassermarkierungsanlage,
die gemäß den Prinzipien
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung aufgebaut ist.
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2 ist
eine schematische Ansicht einer Anordnung zum Auswählen, zum
Positionieren und zum Markieren von Meerestieren.
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3a ist
eine schematische Ansicht einer Anordnung zum entfernten und/oder
automatischen Markieren von Meerestieren.
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3b zeigt
schematisch ein Transportband und einen Markierungsetikettenträger.
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3c illustriert
schematisch ein Gatter zum Einschränken der Bewegung von Fischen
während der
Markierung.
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4 ist
eine dreidimensionale Darstellung der Ausführungsform der Markierung zur
Verwendung mit der Markierungsanlage, die in 1, 2 und 3 dargestellt ist.
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5 ist
eine dreidimensionale Darstellung von unterschiedlichen Markierungsetiketten,
die mit der Markierungsanlage der Erfindung verwendet werden können.
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6 ist
ein schematisches Diagramm einer Anordnung für die Messung und die Steuerung
von beweglichen Stellgliedern, welche bei der Ausführungsform
der Erfindung der Unterwassermarkierung Daten übertragen und Empfangen.
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7 ist
ein schematisches Diagramm einer Anordnung für die Übertragung und den Empfang von
Daten an der Basisstation der Ausführungsform der Erfindung.
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8 ist
ein Ablaufdiagramm, das eine erfolgreiche Markierung in Übereinstimmung
mit einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung darstellt.
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9 ist
ein Ablaufdiagramm, das eine erfolgreiche Markierung und Datenspeicherung
für eine Markierung
in Übereinstimmung
mit der bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung darstellt.
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10 ist
eine schematische Ansicht einer Anordnung, um das Transportband
auf der Spule gespannt zu halten, die Spannung zu verändern, und die
Bewegungen auf eine Vorwärtsrichtung
zu beschränken.
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11 ist
eine schematische Ansicht einer Anordnung, um eine Öffnung in
die Haut des Tieres zu schneiden, und um ein Markierungsetikett
in die Öffnung
hineinzudrücken.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN
AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Im
Allgemeinen schließt
die Erfindung eine Anlage, eine Vorrichtung und ein Verfahren zur
Unterwassermarkierung von Meerestieren ein, wobei die Einrichtung,
die in einer Fischereiausrüstung,
beispielsweise einem Schleppnetz angeordnet ist, mit einer Basis-
oder zentralen Station kommuniziert, die auf einem Fischereifahrzeug
oder einer anderen schwimmenden Fläche, wie beispielsweise einer Boje
angeordnet ist. Ein Meerestier wird durch die Fischereiausrüstung gefangen,
danach durch die Markierungseinrichtung transportiert, während es
von der Basisstation über
Video beobachtet wird. Das Tier wird markiert und die mit der Markierung
verbundenen Informationen, wie beispielsweise Bilder des Tieres,
Identifikationsnummer eines Markierungsetiketts, Wassertiefe, Temperatur,
Licht und Salzgehalt, werden in digitaler Form gespeichert, die
der Identität des
markierten Tieres zugeordnet ist. Diese Informationen können abgerufen
und mit dem markierten Tier nach dem Wiedereinfangen des Tieres
verglichen werden. In dem nachstehenden Abschnitt 1 wird eine bevorzugte
Ausführungsform
der Anlage und der Vorrichtung im Zusammenhang mit 1 bis 4 beschrieben,
und im nachstehenden Abschnitt 2 werden Verfahren zur Verwendung
der bevorzugten Anlage und der Vorrichtung im Zusammenhang mit 5 bis 9 beschrieben.
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1. Anlage
und Vorrichtung
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1 bis 5 stellen
schematisch die Hauptbestandteile einer Anlage zum Durchführen von
Unterwassermarkierung von Meerestieren in Übereinstimmung mit den Prinzipien
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung dar, einschließ lich
eines GPS-Empfängers
(102), der in der Lage ist, Positionssignale von einer
entfernten Quelle (101), wie zum Beispiel einem Satelliten,
zu empfangen und zu entschlüsseln.
Eine Markierungseinheit (107) ist an einem Schleppnetz
(106) befestigt und in der Lage, mit der Basisstation (104)
in dem Wasserfahrzeug (103) über einen Draht oder ein Kabel
(105) oder einem Schall- oder akustischen Übertragungsgerät zu kommunizieren.
Das Wasserfahrzeug (103) könnte beispielsweise auch eine
Boje sein, die mit der notwendigen Ausrüstung versehen ist.
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Eines
der grundlegenden Prinzipien der Erfindung besteht darin, ein individuelles
Tier einem speziellen Markierungsetikett zuzuordnen. Diese Tiere
werden unter Wasser in ihrer Umgebung markiert und ihr Markierungsetikett
wird der geografischen Position des Markierens, Bildern des markierten
Tieres im zwei- oder dreidimensionaler Form und den gemessenen Umgebungsparametern
zugeordnet, die an der Markierungsstelle aufgenommen wurden.
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Ein
Bestandteil der Ausführungsform
der Markierung ist ein Positionsbestimmungsgerät, welches einen bekannten
Empfänger
einschließt,
der in der Lage ist, beliebige Signalrahmen von einer Vielzahl von
derzeit verfügbaren
geografischen Positionierungssystemen zu empfangen, einschließlich dem Globalen
Positionierungssystem (GPS), dem Differenzialen Globalen Positionierungssystem
(DGPS), dem Globalen Navigationssatellitensystem (GNSS), dem russischen
Positionierungs-Satellitensystem (GLO-NASS) und dem Langstreckennavigationssystem
(LORAN, Long Range Navigation), als auch Entschlüsselungsschaltungen, die in
der Lage sind, die geografische Position auf der Grundlage von beliebigen
empfangenen Signalrahmen zu bestimmen. Das bekannte Positionsbestimmungsgerät kann entweder
eine separate Einheit sein, die mit der Basisstation verbunden ist,
oder Bestandteil des Navigationssystems eines Wasserfahrzeuges.
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Es
sollte außerdem
vorausgesetzt werden, dass zusätzlich
zu den vorgenannten, derzeit verfügbaren Navigationssystemen,
die Prinzipien der Erfindung außerdem
auf vorgeschlagene Navigationserweiterungssysteme anwendbar sein
sollen, wie beispielsweise das Großräumige Erweiterungssystem (WAAS,
Wide-area augmentation system), der Multifunktionale Transportsatellit
(MTSAT), und der Europäische
Geostationäre
Navigations-Überlagerungsdienst
(EGNOS, European Geostationary Navigation Overlay System).
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Im
Allgemeinen verwenden die Anlage und die Vorrichtung, die in 1 und 2 dargestellt sind,
anerkannte Technologien, um die Prinzipien der Erfindung zu implementieren.
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GPS
und weitere Ausführungsformen
sind hinlänglich
bekannt und im Handel verfügbar.
Die Fischereiausrüstung
und der Kabeldraht, die an dem Wasserfahrzeug angebracht sind und
verwendet werden, um Daten zu übertragen,
sind auch weit verbreitet, während
die Modulation der Daten eine Angelegenheit routinemäßiger elektronischer
Schaltungs- und Softwareprogrammierung ist. Selbstverständlich wäre es innerhalb
des Umfangs der Erfindung möglich,
die Markierungseinrichtung kundenspezifisch in Übereinstimmung mit den Anwendungen
der Benutzer für
spezielle Spezies auszulegen.
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Das
Prinzip der Ausführungsform
der Markierung ist in 2 dargestellt. Große Fische
werden von der Markierungseinheit (107), welche durch eine geeignete
strukturelle Plattform oder eine Rahmenkonstruktion getragen wird,
die für
Unterwassereinsätze
geeignet ist, durch ein einstellbares vorderes Gitter (202)
aussortiert, während
Fischen mit der richtigen Größe und kleiner
erlaubt wird, zu der Markierungseinheit durchzuschwimmen. Der Pfeil
A bezeichnet die relative Bewegung zwischen den Fischen und der
Markierungseinheit. Ein weiteres Gitter (203) erlaubt kleineren
Fischen, die Einheit wieder zu verlassen, so dass Fische der bevorzugten
Größe zu der
Markierungsstelle T gelangen. Ein in 3c schematisch
gezeigtes, lösbares
Gatter (207) wird geschlossen, um Fische in einer Gitternetzeinschränkung einzufangen,
welche Fische nicht verletzt, sie allerdings vorübergehend bewegungseinschränkt, wie
in 3a gezeigt. Wenn durch das Videogerät (206)
gesehen wird, dass Fische eingefangen worden sind, wird ein weiteres
Gatter (204) während
der Markierung geschlossen, so dass weitere Tiere den Fisch in der
Markierungshalterung nicht stören.
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Die
eingefangenen Fische werden von mindestens einer Videokamera (206)
unter Verwendung von Lampen (210) aus unterschiedlichen
Winkeln beobachtet. Eine Kamera (205) gibt dem Beobachter die
Möglichkeit,
den Fisch in zwei Dimensionen zu sehen, während das Hinzufügen von
Kameras die Möglichkeit
eröffnet,
den Fisch in drei Dimensionen zu beobachten.
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Diese
Bilder werden verarbeitet und gespeichert. Wenn die Gestalt des
Fisches (Höhe,
Länge und
Breite) bekannt ist, kann das Gewicht des Fisches ziemlich genau
geschätzt
werden. Dies ist möglich,
weil die Kamera Punkte verwendet, die nahe an dem Fisch liegen,
um alle Dimensionsabmessungen zur kalibrieren.
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Ein
Stellglied (208) für
ein Schneidewerkzeug und für
einen Markierungsetikettenmitnehmer drückt ein Schneidemesser (308)
mit einem Markierungsetikett (305 – siehe 11) nach
vorne. Das Messer schneidet eine Öffnung in die Haut des Fisches
und das Informationsmarkierungsetikett wird danach durch den Markierungsetikettenmitnehmer durch
die Öffnung
hindurch in den Fisch gedrückt. Das
Markierungsetikett kann in der Körperhöhle des Fisches,
dem Muskel oder an anderer Stelle angeordnet werden. Geeignete Markierungsetiketten (305),
wie beispielsweise passive und/oder aktive elektronische Markierungsetiketten
und programmierbare Markierungsetiketten für die Markierungseinrichtung
sind von Star-Oddi, Island, erhältlich.
Darin sind derzeit die Markierungsetikettenmodelle DST200, DST300,
DST400 und DST500 eingeschlossen. Beispiele solcher Markierungsetiketten sind
in 3b und 5 gezeigt, wobei ein Markierungsetikett
ohne externe Identifikation verwendet wird, weil die Markierungsetikettenidentifikation
sich an oder innerhalb des Markierungsetikettengehäuses befindet.
Die verwendeten Markierungsetiketten können passive und/oder aktive
elektronische Markierungsetiketten sein, in welchen die elektronische Komponente
die Identifikationsinformationen und weitere gemessene und gespeicherte
Daten aus dem Feld sichert. Aktive elektronische Markierungsetiketten
ohne externe Identifikationsnummer können einfach durch einen Metalldetektor
und/oder durch Fernkommunikation mit dem Markierungsetikett aus einer
kurzen Entfernung aufgefunden werden. Ein Markierungsetikett, welches
Funkfrequenzimpulse übermittelt,
kann aus einer Entfernung von bis zu einigen Kilometern geortet
werden. Ein passives Markierungsetikett, das durch Funkfrequenzenergie
aktiviert wird, kann aus bis zu einigen 100 Metern erfasst werden,
wobei das Markierungsetikett das Vorhandensein eines Funkfrequenzfeldes
(RF) erfasst und als Reaktion darauf durch Übermitteln von Funkfrequenzenimpulsen
antwortet. Bei einem Markierungsetikett, das über keinen integrierten Batteriestrom
verfügt,
kann die Kommunikation in einer Entfernung von einigen Metern durch
Aktivieren des Markierungsetiketts mit dem Funkfrequenzfeld und durch
Erzeugen von Gleichspannung innerhalb des Markierungsetiketts erhalten
werden, um es mit Energie zu versorgen. Außerdem kann ein Markierungsetikett
verwendet werden, das mit einem Schlauch (501) versehen
ist. Diese Schläuche,
die unterschiedliche Farben und eine Identifikation oder weiteren,
auf ihnen aufgedruckten Text aufweisen können, werden für die externe
Identifikation verwendet. Ein Markierungsetikett kann beispielsweise
in einer Körperhöhle eines
Fisches implantiert sein, wobei der Schlauch an der Außenseite
des Fisches zur visuellen Identifikation verbleibt. Eine weitere
Art von Markierungsetikett, die beispielsweise mit einer Verankerung
(502) versehen ist, kann zum Befestigen des Markie rungsetikettes
an dem Fisch verwendet werden, wobei die Verankerung innerhalb des
Fisches befestigt ist und der Fisch das Markierungsetikett an der
Außenseite
mit sich zieht. Bestehende Markierungsetiketten schliessen zwei
kleine gefertigte Vorsprünge
(nicht dargestellt) zur Befestigung an dem Fisch in einer Stellung
ein, beispielsweise parallel zu der Rückenflosse.
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Markierungsetiketten
sind in einer Reihe von Größen verfügbar; beispielsweise
sind aktive elektronische Markierungsetiketten, die gerade mal 7
mm im Durchmesser und 13 mm in der Länge messen, verfügbar. Passive
Markierungsetiketten sind in denselben Größen verfügbar und können leicht in kleineren Größen hergestellt
werden. Die Größe des Markierungsetikettes
hängt beispielsweise
von der Anzahl und Art von Sensoren, der Leistung, der Speichergröße, der
Lebensdauer und weiteren Parametern ab.
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Die
Hauptzeichnung, welche den Betrieb der Markierungspistole darstellt,
ist in 3a und 3c gezeigt,
in welchen ein Fisch eingefangen worden ist und in einem Gitternetz
des Gatters (207) bewegungseingeschränkt wird und für die Markierung
bereit ist. Der Markierungsetikettenmitnehmer (208) wird
horizontal (306) und/oder vertikal (307) durch geeignete
ferngesteuerte Stellglieder (nicht dargestellt) zu dem Markierungpunkt
an dem Fisch bewegt. Wenn die Pistole angeordnet ist, wird das Markieren durch
Betätigen
der Pistole ausgeführt.
Wenn die Pistole zu ihrer Ausgangsstellung zurückkehrt, wird ein neues Markierungsetikett
aus einer Zulieferungsspule oder einem Magazin (301) geladen,
welches eine Anzahl von Markierungsetiketten enthält, die
bereit sind, um in die Pistole geladen zu werden. Leere Magazine
(304) werden außerdem
zu einer Aufwickelspule (302) zurückgeführt. Zum Beispiel werden die
Magazine an einem beweglichen Transportband (303) befestigt,
welches die Markierungsetiketten, wie in 3b gezeigt,
nach vorne zu der Markierungspistole befördert. Die Pistole kann beispielsweise
hydraulisch in der Art einer Nagelmaschine oder durch weitere Antriebsquellen
(elektrisch, pneumatisch, etc.) betätigt werden.
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Ein
Mechanismus, wie in 10 gezeigt, hält jederzeit
die Spannung sowohl an dem Transportband (303) als auch
an der Aufwickelspule (302) aufrecht, welche nach dem Markieren
die leeren Magazine erhält.
Die Spannung an dem Transportband ändert sich jedes Mal, wenn
sich die Pistole vor- und zurückbewegt.
Eine Rasteinrichtung (301')
hindert die Spulen daran, sich in die falsche Richtung zu drehen
und begrenzt ihre Bewegung auf eine Vorwärtsrichtung.
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Die
Pistole schließt
außerdem
eine in 11 gezeigte Schneidereinrichtung
(308) ein, welche eine Öffnung
in die Haut des Tieres schneidet, wenn die Pistole mit einem Markierungsetikett
nach vorne gedrückt
wird. Die Tiefe der geschnittenen Öffnung kann über die
Einrichtung gesteuert und eingestellt werden. Nachdem die Öffnung geschnitten
worden ist, wird das Markierungsetikett automatisch nach vorne gedrückt, wobei
das Wasser in der Anlage und um sie herum als Puffer zum Dämpfen der
Bewegungen verwendet wird. Infolgedessen ist es möglich, dass
dasselbe Stellglied mehr als eine Aufgabe in derselben Bewegung
durchführt
(beispielsweise den in 11 gezeigten Vorgang).
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4 zeigt
die tatsächliche
Form einer Ausführungsform
der Markierungseinheit, in welcher Flotationskörper (402) auf der
Oberseite der Einheit angeordnet sind, und Gummirohre (401)
werden zum Schutz der Rahmenkonstruktion (407) verwendet. Die
Anordnung der unterschiedlichen Gegenstände der Erfindung ist so gewählt worden,
dass die bestmögliche
Schwimmfähigkeit
und Stabilität
im Wasser für
die Einrichtung erhalten wird. Der Schwerpunkt ist so niedrig wie
möglich
angeordnet. Die Stellen des Gatters (207), der Markierungspistole
(208) und des Videogerätes
(206) sind bei spielsweise so dargestellt, dass sie in einem
zentralen Bereich (405) angeordnet sind.
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Nachdem
die Markierung durchgeführt
worden ist, wird das Gatter (207) geöffnet und wieder geschlossen,
bereit den nächsten
Fisch einzufangen, während
das Gatter (204) geöffnet
wird.
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Nach
dem Wiederauffinden des Markierungsetikettes durch Einfangen des
Tieres, werden Daten und Bilder von der Markierung mit Daten beim Wiederauffinden
verglichen, die von dem markierten Objekt gesammelt werden. Informationen,
wie beispielsweise geografische Position der Fundstelle, Umgebungsparameter, äußere Abmessungen
des Tieres, Gestalt und visuelle Parameter, wie beispielsweise Verletzungen
und/oder Meerestiere an dem Tier beim Einfangen, werden mit eingeschlossen.
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2. Verfahren
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Das
Verfahren der Erfindung schließt
mehrere Ausführungsformen
ein:
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(i) Basisstation
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Die
Basisstation ist die Steuereinheit in der Anlage, wo die Entscheidungsfindung
ausgeführt wird.
An der Basisstation kann die Aktivität der Markierungseinheit durch
Anzeigen der eingehenden Videosignale beobachtet werden, und die
Stellglieder, die an unterschiedlichen Stellen in der Markierungseinheit
angeordnet sind, können
aus der Ferne betätigt
werden.
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Ein
standardmäßiger PC
(704) stellt eine Basiseinheit in der Konstruktion dar.
Er arbeitet mit Steuerungen und sendet die Videosignale, die von der
Markierungseinheit gewonnen werden, an einen PC-Bildschirm (705).
Dies gibt dem Forscher oder Wissenschaftler ein Werkzeug für die Ent scheidungsfindung.
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Der
Forscher trifft eine Entscheidung an der PC-Tastatur/Maus. Der PC
sendet eine Kommunikationsanzeige (708) an den Kabeldraht,
welcher die Steuereinheit (601) in der Markierungseinheit
auf Empfangsmodus einstellt. Das Steuersignal wird danach gepuffert
(702) und dem Kabeldraht übermittelt, um von der Markierungseinheit
empfangen zu werden.
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Der
PC weiß,
ob ein Rücksignal
von der Markierungseinheit erwartet wird und, falls erforderlich, wartet
er auf solch eine Antwort.
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Bei
dem hier beschriebenen Verfahren wird angenommen, dass nur zwei
Drähte
in dem Kabeldraht vorhanden sind. Der Aufbau könnte einfacher sein, wenn mehr
Drähte
in dem Kabeldraht vorhanden sind.
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Der
MUX (701) ist ein Multiplexer und schaltet gemäß der PC-Steuereinheit
auf unterschiedliche Leitungen. Alle von der Basisstation empfangenen Videobilder
können über einen
Videomonitor (707) betrachtet werden und können außerdem aufgezeichnet
werden (706).
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Die
Stromversorgungseinheit (709) funktioniert dergestalt,
dass sie über
den Kabeldraht Spannung an die Markierungseinheit liefert, so dass
sie ihre Batterien angeschlossen laden kann und dadurch die Lebensdauer
der in der Markierungseinheit angeordneten Batterien verlängert.
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(ii) Markierungseinheit
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Die
Markierungseinheit umfasst mechanische Teile und elektronische Geräte, von
denen einige in einem abgedichteten Behälter (600) angeordnet
sind, welcher auf einem bestimmten atmosphärischen Druck gehalten wird,
während
andere Teile, wie beispielsweise Stellglieder, dem Umgebungsdruck
ausgesetzt sind, der in der Tiefe vorherrscht, in welcher die Einrichtung
betrieben wird.
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Die
Steuereinheit (601) ist gemäß der erforderlichen Leistung
programmiert und kommuniziert über
den Kabeldraht (105) mit der Basisstation. Signale, die
von der Steuereinheit übertragen
werden, werden mit einem Verstärker
gepuffert, welcher hohe kapazitive Belastungen von dem Kabeldraht
steuern kann. Dies ist die gleiche Lösung, die in der Basisstation
(702) verwendet wird, die mit dem Kabeltreiber gepuffert
(604) ist.
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Wenn
Videokameras verwendet werden, wird das Videosignal verstärkt und
gepuffert (602), bevor es den Kabeldraht erreicht. Der
Multiplexer (603) schaltet die Signale zu dem Kabeldraht.
Das Verwenden einer auf das Objekt gerichteten Kamera ergibt eine
zweidimensionale Ansicht, während
die Verwendung von zwei Kameras eine Annäherung an eine dreidimensionale
Ansicht liefert. Je mehr Videokameras verwendet werden desto genauer
wird das erhaltene dreidimensionale Bild ausfallen.
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Die
Steuereinheit steuert und schaltet gemäß der Befehle der Basisstation
durch den Multiplexer (605) das Licht ein/aus.
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Das
Laden von Batterien (611) erfolgt auf zwei Arten. Zunächst gibt
es einen Verbinder zu dem Behälter
(600), der gesteuertem atmosphärischen Druck ausgesetzt ist.
Hier kann ein Ladegerät
angeschlossen werden und der ausgewählte Aufladestrom kann hoch
sein, in Zehntel Ampere. Zweitens kann das Aufladen durch den Kabeldraht
geschehen. Der durch den Draht fließende Strom muss dabei allerdings
entsprechend dem Aufbau des Kabels, der Drahtlänge und der Dicke beschränkt werden.
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Mehrfache
Sensormessungen werden vorgenommen und die gemessenen Daten werden
der Basisstation übertragen.
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Die
Steuereinheit wählt
die Stellglieder (208)/(211) und betätigt sie
durch Verwendung eines hydraulischen Systems.
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Ein
Motor (609) treibt eine hydraulische Pumpe (608)
an, welche den erforderlichen hydraulischen Druck für die Stellglieder
erzeugt. Die hydraulischen Schalter (606), (607)
werden durch die Steuereinheit gesteuert und geöffnet/geschlossen. Durch das Öffnen eines
hydraulischen Schalters wird ein Stellglied betätigt, während die Steuereinheit die
Bewegung und Geschwindigkeit des Stellgliedes bestimmt. Weitere
Stellglieder werden auf genau dieselbe Weise gesteuert und werden
deswegen in dem schematischen Diagramm nicht gezeigt. Der hydraulische
Druck wird digital gemessen (610), so dass die Leistung
des Gerätes
jederzeit von der Basisstation überwacht
und gesteuert werden kann.
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Ein
Ablaufdiagramm, welches einen erfolgreichen Markierungsvorgang beschreibt,
ist in 8 gezeigt.
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Die
Markierungseinheit enthält
einen Behälter
(600), welcher einem Druck widerstehen kann, der bis zu
600 Bar (6000 Meter) betragen kann, infolgedessen kann die Markierungseinrichtung
bis zu einer Tiefe von ungefähr
6000 Metern verwendet werden.
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(iii) Kommunikation
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Kommunikation
kann abhängig
von der verwendeten Kommunikationsverbindung auf unterschiedliche
Arten ausgeführt
werden. Die Einrichtung ist, abhängig
von der verfügbaren
Verbindung, für
unterschiedliche Lösungsangänge der
Kommunikation vorbereitet:
- a.) Die Erfindung
kann eine Zweidrahtverbindung verwenden, bei der es möglich ist,
auf demselben Kabel Mehrfachdaten, einschließlich Videosignale, zu übertragen
und zu empfangen. Dies ist ein so genanntes Simplex-Kommunikationssys tem.
- b.) Die Erfindung kann einen Kabeldraht verwenden, der mehr
als zweite Drähte
aufweist. Dadurch wird es möglich,
Videosignale kontinuierlich von mehr als einer Kamera gleichzeitig
zu übertragen,
und Kommunikation an beiden Enden des Drahtes gleichzeitig zu übertragen
und zu empfangen. Dies ist ein Vollduplexsystem.
Solch ein
Duplexsystem kann außerdem
durch Kommunizieren mit Funkfrequenzsignalen (Funkfrequenzen) erhalten
werden, wobei Übertragung und
Empfang von sowohl Datenkommunikationssignalen, als auch Signalen
von verschiedenen Videokameras auf unterschiedlichen Frequenzen erfolgen
kann. Die Grenze eines solchen Systems liegt darin, dass die Kabeldrahtleistung
bei sehr hohen Frequenzen schlecht ist. Dies bedeutet, dass die
Funkfrequenzkommunikationen bei Frequenzen stattfinden sollen, die
so niedrig wie möglich
sind, mit einer notwendigen Frequenztrennung, so dass keine Störungen auftreten.
Das verwendete Funkfrequenzverfahren ist ein geschlossenes Kommunikationssystem.
Die von den Behörden
verlangten Auflagen zur Genehmigung einer solchen Anlage sind einfach
zu erfüllen.
- c.) Das Übertragen
von Videosignalen über
eine akustische Verbindung ist keine realisierbare Lösung, weil
die Geschwindigkeit einer solchen Kommunikation beschränkt ist.
Digitale
Kommunikation könnte
durch Verwendung der Schall-Sende-/Empfangsgeräte auf Wasserfahrzeugen
und durch Implantieren eines Schall-Sende-/Empfangsgerätes in der
Ausführungsform
der Markierung erhalten werden. Solch eine Anordnung würde allerdings
die Komplexität der
Anlage erhöhen.
- d.) Es stehen Kabel zur Verfügung,
welche über einen
integrierten Lichtleiter (optische Kabel) verfügen. Wenn solch eine Anordnung
in Kabeldrähten
an Bord von Wasserfahrzeugen zur Verfügung stehen würde, dann
könnten
sowohl sämtliche Kommunikationen
als auch Signale von einer unbegrenzten Anzahl von Videokameras über das Kabel
gleichzeitig übertragen
werden. Solch eine Anordnung würde
die Komplexität
des Systems leicht erhöhen,
würde sie
allerdings für
den Benutzer wesentlich effizienter gestalten. Der einzige Nachteil
besteht darin, dass Lichtleiter durch Verbiegen und Dehnen beschädigt werden
können, wodurch
die Konstruktion der Erfindung erschwert wird.
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(iv) Beobachten der markierten
Meerestiere
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Das
markierte Tier wird durch eine, zwei oder noch mehr Videokameras
beobachtet, und eine digitale Version des Bildes wird an der Basisstation
auf einer Platte oder einem Band abgespeichert.
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Durch
Verwendung einer Kamera (205) kann das Markierungsobjekt
beobachtet, die Spezies bestimmt, und alle Vorbereitungsfunktionen
für das Markieren
ausgeführt
werden, während
Messungen aufgezeichnet werden, wie beispielsweise die Länge und
Höhe des
Tieres. Durch das Verwenden von zwei Videokameras (205),
(206) wird eine dritte Dimension für die Messungen und die Gestalt
des markierten Tieres hinzugefügt.
Ein Bild des Tieres kann zu einem dreidimensionalen Bild verarbeitet
und gespeichert werden. Dies ist auf Grund der Tatsache möglich, dass
der Umriss des markierten Tieres bekannt ist, infolgedessen können Zeichnungstechniken
und Algorithmen zusätzlich
zu Kenntnissen über
die Gestalt der Art verwendet werden, um die nicht gesehenen Bereiche
auszufüllen.
Das Verwenden von noch mehr Kameras wird ein solches Bild verbessern,
aber nicht notwendigerweise bis zu dem Punkt, dass Verbraucher sie
in ihren Anlagen implementieren würden.
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(v) Mehrfache Messungen
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Mehrfache
Messungen werden an der Markierungseinheit inner halb des Behälters (600)
vorgenommen, welcher auf einem gesteuerten atmosphärischen
Druck gehalten wird. Es werden außerdem Messungen der Umgebungsbedingungen
außerhalb des
Behälters
vorgenommen. Alle diese Informationen werden der Basisstation übermittelt.
Die Messungen innerhalb des Behälters
(600) bestehen aus Daten, wie beispielsweise Temperatur
(612), Neigung in drei Richtungen (613), und Wasser/Salzgehaltsspiegel
(618), welche zum Erfassen von Leakagen innerhalb des Behälters (600)
verwendet werden. Die äußeren Messungen
schließen
Temperatur (614), Druck (615), Salzgehalt (616),
Licht (619) und Wasserströmung (617) ein. Weitere
Messungen können
entsprechend vom Benutzer definierten Anforderungen hinzugefügt werden.
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(vi) Programmieren der
Basisstation und der Ausführungsform
der Markierung
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Forscher
und Wissenschaftler, welche die Markierungseinrichtung erhalten,
können
sie programmieren, damit sie in Bezug auf die durchzuführende Forschung
auf eine spezielle Weise arbeitet. Beispielsweise kann das Programmieren
durch den Benutzer über
eine grafische Mensch-Maschine-Schnittstelle durchgeführt werden,
welche über einen
Bildschirm aufgebaut und gesehen wird. Alle Systemparameter und
Positionen können
angezeigt werden, während
die in der Erfindung beschriebene Ausführungsform funktioniert. Sowohl
die Baud-Rate der Kommunikation zwischen der Basisstation und der
Ausführungsform
der Markierung kann durch den Benutzer eingestellt werden, als auch
die Bewegungen aller Stellglieder, Geschwindigkeit und bewegbarer
Abstand.
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(vii) Automatisches Markieren
durch maschinelles Sehen
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Für die Basisstation
ist es wichtig, dass sie in der Lage ist, die Gestalt des gewünschten
Tieres zu identifizieren.
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Dies
kann mit der Markierungseinrichtung geschehen, und wenn das Zieltier
richtig in der Markierungseinrichtung liegt, kann das automatische Markieren
des Tieres vorgenom men werden. Mit diesem Verfahren werden Arten
in der Markierungseinrichtung erkannt, Markierungspistolen zu der
gewählten
Stelle für
die Markierungsetikettenplatzierung bewegt und eine Entscheidung
getroffen, wann das Tier markiert werden soll. Dieses Verfahren
ist genau dasselbe wie das zuvor beschriebene, allerdings schließt die Basisstation
einen automatischen Entscheidungsfinder ein. Das Beobachten und
Identifizieren des Tieres kann durch eine zwei- oder dreidimensionale Anlage durchgeführt werden.
Die Größe kann als
ein Auswahlparameter verwendet werden, wobei Tiere außerhalb
der voreingestellten Kriterien freigelassen werden, ohne markiert
zu werden.
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(viii) Platzierung des
Markierungsetiketts
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Markierungsetiketten
können
abhängig
von der Art der Markierungsetikettenbefestigung und Identifikation
an zahlreichen Stellen an/in dem Fisch angeordnet werden. Die Markierungsetiketten
können
beispielsweise in der Körperhöhle oder
einem Muskel mit oder ohne äußere Identifikation
(501) platziert werden, welche sich in Gestalt von Identifikationsschläuchen darstellt,
die nach außen
führen.
Das Markierungsetikett kann außerdem
an der Außenseite
platziert werden, wobei das Markierungsetikett unter Verwendung
von Öffnungen
in dem Markierungsetikett an dem Tier befestigt wird. Das Markierungsetikett
kann außerdem
unter Verwendung einer Befestigungsanordnung (502) lose
an dem Tier hängen,
die an der Außenseite
des Fisches, in seiner Körperhöhle oder
seinem Muskel oder durch den Fisch hindurch befestigt ist. Außerdem ist
eine Befestigungsanordnung verfügbar,
welche knopfartig ausgestaltet ist und gut bei flachen Fischen passt.
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(ix) Speicherung und Bildverarbeitung
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Daten,
die von der Markierung oder bei ihr gesammelt werden, die das markierte
Tier betreffen, werden alle auf einer Platte oder einem weiteren
Medienspeichersystem (magnetische Band) gespeichert, und können beim
erneuten Fangen des markierten Tieres ohne weiteres abgerufen werden.
Die Speicherung wird im Verhältnis
zu der Identifikationsnummer der individuell markierten Tiere indexiert
und zwei- oder dreidimensionale Bilder des Tieres können zusammen
mit der geologischen Position und der Zeit abgerufen werden, zu
welcher das Markieren stattgefunden hat, ebenso wie Umgebungsparameter,
wie beispielsweise Markierungstiefe und Umgebungstemperatur.
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Verwalter
der Ressourcen werden den Wunsch haben, die gesammelten Daten sowohl
von dem Markieren als auch von dem Wiedereinfangen zu verwenden
und zu vergleichen, und sie in Bezug auf das Verhalten, Migrationsrouten
und Verteilung der Spezies zu untersuchen. Wachstum und Gesundheit
des Tieres, und visuelle Untersuchung des Fisches ist außerdem für die Forscher
interessant.
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Damit
der Computer die meiste Arbeit durchführen kann, wodurch die Arbeit
der Forscher vereinfacht wird, liegen alle Daten der Tiere und Markierungsinformationen
in digitaler Form vor. Bildverarbeitung kann verwendet werden und
der Wissenschaftler kann infolgedessen seine Zeit vorrangig dafür aufwenden,
Ergebnisse, wie beispielsweise Gewichtsverteilung, Größe, usw.,
zu analysieren. Wenn sogar ein aktives elektronisches Markierungsetikett verwendet
wird, können
Ergebnisse mit Temperaturprofilen, welchen die Fische beim Markieren
ausgesetzt waren, als auch mit Positionsinformationen verglichen
werden.
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Ein
Ablaufdiagramm für
die Speicherung von Informationen ist in 9 gezeigt.
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Indem
auf diese Weise eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ausreichend
detailliert beschrieben worden ist, damit diejenigen in verwandten
Gebieten in die Lage versetzt werden, auf einfache Weise die Erfindung
herzustellen und zu verwenden, und indem verschiedene mögliche Variatio nen und
Modifikationen der bevorzugten Ausführungsform beschrieben worden
sind, wird nichtsdestoweniger darauf hingewiesen, dass noch weitere
Variationen und Modifikationen der Erfindung möglich sind, und dass vorausgesetzt
wird, dass all diese Variationen und Modifikationen im Umfang der
Erfindung eingeschlossen sind. Beispielsweise könnte die Erfindung möglicherweise
in einer Falle platziert werden, um Tiere, wie beispielsweise Tunfisch
oder weitere Spezies, manuell oder automatisch zu markieren. Außerdem könnte die
Erfindung ohne eine Markierungseinheit verwendet werden, um Meerestieren vorübergehend
in ihrer Umgebung in der Bewegung einzuschränken, während die Videokamera(s) die bewegungseingeschränkten Tiere
aufnimmt und Videosignale zu der Basisstation zum Verarbeiten übermittelt.
Dementsprechend sollte der Umfang der Erfindung nicht durch die
vorstehende Beschreibung eingegrenzt sein, sondern sollte nur in Übereinstimmung
mit den beigefügten
Ansprüchen
interpretiert werden.