-
Allgemeiner
Stand der Techik
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft allgemein durchlässige Schirme und insbesondere
durchlässige Schirme,
die sich zur Verwendung bei Rückprojektionssystemen
eignen.
-
Rückprojektionssysteme
sind im allgemeinen dafür
ausgelegt, ein auf die Rückseite
des Schirms projiziertes Bild in einem Betrachtungsraum zu übertragen.
Der Betrachtungsraum des Projektionssystems kann relativ groß (z.B.
Rückprojektionsfernseher)
oder relativ klein (z.B. Rückprojektionsdatenmonitore)
sein. Die Leistung eines Rückprojektionsschirms
kann hinsichtlich verschiedener Eigenschaften des Schirms beschrieben
werden. Zu typischen Schirmeigenschaften, die zum Beschreiben der
Leistung eines Schirms verwendet werden, zählen Verstärkung, Betrachtungswinkel,
Auflösung,
Kontrast, das Vorliegen von unerwünschten Artefakten wie etwa
Farbe und Sprenkelung und dergleichen. Es ist im allgemeinen wünschenswert,
ein Rückprojektionssystem
zu haben, das eine hohe Auflösung,
einen hohen Kontrast und eine große Verstärkung aufweist. Es ist außerdem wünschenwert,
daß der
Schirm das Licht über
einen großen
Betrachtungsraum verteilt. Wie unten ausführlicher beschrieben wird,
verschlechtern sich bei Verbesserung einer Schirmeigenschaft eine oder
mehrere andere Schirmeigenschaften oftmals. Um beispielsweise die
Schirmverstärkung
unter Verwendung der gleichen Gesamtstruktur zu erhöhen, muß der Betrachtungswinkel
verringert werden, über
den sich der Schirm ohne weiteres betrachten läßt. Infolgedessen werden bei
der Schirmeigenschaft und -leistung bestimmte Kompromisse eingegangen,
damit man einen Schirm erhält,
der eine insgesamt annehmbare Leistung für die jeweilige Rückprojektiondisplayanwendung
liefert.
-
Es
besteht somit weiterhin eine Notwendigkeit für Schirme, die eine verbesserte
Gesamtleistung aufweisen und gleichzeitig die Minimalleistungskriterien
erfüllen,
die für
die Rückprojektionsdisplayanwendung
erforderlich sind, bei denen der Schirm verwendet wird.
-
Kurze Darstellung
der Erfindung
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft allgemein ein dispergierendes Element
für eine
Rückprojektionsschirmbaugruppe,
die für
die Polarisation des durch das Element hindurchtretenden Lichts
empfindlich ist. Insbesondere dispergiert das Element Licht mit
einer ersten Polarisation anders als Licht mit einer orthogonal
zu der ersten Polarisation verlaufenden zweiten Polarisation. Das
dispergierende Element kann so ausgerichtet sein, daß eine Polarisationsachse
weder parallel noch senkrecht zur Polarisation des durch das Element
hindurchtretenden Lichts verläuft.
Das dispergierende Element kann auch mit einem Polarisator verwendet
werden, um unerwünschtes
Licht zu entfernen, das sich durch das dispergierende Element ausbreitet.
Das dispergierende Element kann auch relativ zu einer polarisierten
Lichtquelle drehbar angebracht sein, um den Winkel zwischen der
Polarisationsachse des Elements und der Polarisationsrichtung des
Lichts zu variieren.
-
Bei
einer Ausführungsform
weist ein Rückprojektionssystem
eine Lichtquelle auf, die Licht mit einer Polarisation parallel
zu einer Quellenpolarisationsrichtung projiziert. Ein Transmissionsschirm
ist so angeordnet, daß er
Licht von der Lichtquelle erhält,
und weist eine erste streuende Schicht mit einer ersten streuenden Verteilung
für Licht
mit einer parallel zu einer ersten Schirmpolarisationsachse verlaufenden
Polarisation und eine zweite streuende Verteilung für Licht
mit einer parallel zu einer zweiten Schirmpolarisationsachse orthogonal
zu der ersten Polarisationsachse verlaufenden Polarisation auf.
Der Winkel zwischen der ersten Polarisationsachse und der Quellenpolarisationsrichtung
ist so ausgewählt,
daß er
größer als
0° und kleiner
als 90° ist.
-
Bei
einer weiteren Ausführungsform
weist ein Rückprojektionssystem
eine Lichtquelle auf, die Licht mit einer parallel zu einer Quellenpolarisationsrichtung
verlaufenden Polarisation projiziert. Ein Transmissionsschirm ist
so angeordnet, daß er
Licht von der Lichtquelle erhält.
Der Transmissionsschirm weist eine erste streuende Schicht mit einer
ersten streuenden Verteilung für
Licht mit einer parallel zu einer ersten Schirmpolarisationsachse
verlaufenden Polarisation und eine zweite streuende Verteilung für Licht
mit einer parallel zu einer zweiten Schirmpolarisationsachse orthogonal
zu der ersten Polarisationsachse verlaufenden Polarisation auf.
Der Transmissionsschirm weist außerdem eine polarisierende
Schicht auf, die so orientiert ist, daß sie Licht hindurchläßt, das
parallel zu der Quellenpolarisationsrichtung polarisiert ist, und
die Transmission von Licht blockiert, das senkrecht zu der Quellenpolarisationsrichtung
polarisiert ist.
-
Bei
einer weiteren Ausführungsform
weist eine Displayeinrichtung eine Lichtquelle auf, die Licht mit einer
Polarisation parallel zu einer Quellenpolarisationsrichtung projiziert.
Ein Transmissionsschirm ist so angeordnet, daß er Licht von der Lichtquelle
erhält.
Der Transmissionsschirm weist eine erste streuende Schicht mit einer
ersten streuenden Verteilung für
Licht mit einer parallel zu einer ersten Schirmpolarisationsachse
verlaufenden Polarisation und eine zweite streuende Verteilung für Licht
mit einer parallel zu einer zweiten Schirmpolarisationsachse orthogonal
zu der ersten streuenden Achse verlaufenden Polarisation auf. Die
erste streuende Schicht ist drehbar in der Displayeinrichtung montiert.
Eine Drehung der ersten streuenden Schicht führt zu einer Variation eines
Winkels zwischen der ersten Polarisationsachse und der Quellenpolarisationsrichtung.
-
Bei
einigen Ausführungsformen
ist die Lichtquelle eine Bildlichtquelle, die ein Bild aus polarisiertem Licht
in Richtung des Transmissionsschirms überträgt.
-
Die
obige Zusammenfassung der vorliegenden Erfindung soll nicht jede
dargestellte Ausführungsform oder
jede Implementierung der vorliegenden Erfindung beschreiben. Die
Figuren und ausführliche
Beschreibung, die folgen, exemplifizieren diese Ausführungsformen
eingehender.
-
Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
-
Ein
umfassenderes Verständnis
der Erfindung kann sich bei Betrachtung der folgenden ausführlichen Beschreibung
von verschiedenen Ausführungsformen
der Erfindung in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen ergeben.
Es zeigen:
-
1 ein
Rückprojektionsdisplay;
-
2A und 2B Querschnittsansichten
von besonderen Ausführungsformen
von Rückprojektionsdisplays;
-
3 Kurven
der optischen Verstärkung
als Funktion des Betrachtungswinkels für vertikale und horizontale
Winkel;
-
4 eine
polarisationsempfindliche streuende optische Einrichtung (PSSD)
gemäß einer
besonderen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
-
5A und 5B PSSDs
gemäß weiteren
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung;
-
6A ein
Rückprojektionssystem
unter Verwendung einer PSSD gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung;
-
6B–6D ein
Lichtstreuprofil für
verschiedene Winkel zwischen einer Schirmstreuachse und der Polarisationsrichtung
von einfallendem Licht für
die in 6A dargestellte Ausführungsform;
-
7 eine
graphische Darstellung, die die Abhängigkeit von Verstärkung und
Betrachtungswinkel von der relativen Orientierung einer PSSD zu
einer polarisierten Lichtquelle veranschaulicht;
-
8A und 8B die
Verwendung einer drehbaren PSSD zum Abstimmen des Betrachtungswinkels;
-
9A und 9B PSSD's in Kombination
mit anderen lichtdiffundierenden Elementen; und
-
10A und 10B verschiedene
Schirmbaugruppen unter Verwendung einer PSSD.
-
Wenngleich
sich die Erfindung für
verschiedene Modifikationen und alternative Formen anbietet, sind Einzelheiten
dieser in den Zeichnungen beispielhaft gezeigt worden und werden
ausführlich
beschrieben. Es ist jedoch zu verstehen, daß die Erfindung nicht auf die
beschriebenen besonderen Ausführungsformen
beschränkt
sein soll. Im Gegensatz sollen alle Modifikationen, Äquivalente
und Alternativen abgedeckt werden, die in den Gedanken und Schutzbereich
der Erfindung fallen, wie durch die beigefügten Ansprüche definiert.
-
Ausführliche
Beschreibung
-
Die
vorliegende Erfindung läßt sich
allgemein auf eine Reihe verschiedener Schirmbaugruppen anwenden
und eignet sich insbesondere für
in Rückprojektionssystemen verwendete
Schirmbaugruppen. Die vorliegende Erfindung ist insbesondere in
solchen Anwendungen von Vorteil, bei denen die wahrscheinlichste Position
des oder der Betrachter bekannt ist: die Erfindung eignet sich zum
Lenken von Licht von allen Abschnitten des Schirms zu der wahrscheinlichsten
Betrachterposition, um die Helligkeitsgleichförmigkeit über den Schirm hinweg zu erhöhen.
-
Das
Rückprojektionsdisplay 100 wird
unter Bezugnahme auf die 1 und 2 beschrieben.
Das Display enthält
eine Lichtquelle 102, die polarisiertes Licht in Richtung
auf den Schirm projiziert. Beispielsweise kann die Lichtquelle 102 ein
Bildprojektor sein, der ein polarisiertes Bild auf die Rückseite
eines Schirms 104 projiziert. Das Bild wird von dem Schirm 104 durchgelassen,
so daß ein
Betrachter 106, der sich an einem gewissen Punkt jenseits
des Schirms 104 befindet, das durch den Schirm 104 projizierte
Bild sehen kann. Bei dem Rückprojektionsdisplay 100 kann
es sich beispielsweise um einen oder mehrere Rückprojektionsfernseher, einen
oder mehrere Rückprojektionscomputermonitore
oder eine beliebige andere Rückprojektionsdisplayvorrichtung
handeln, wie etwa die ILA®-Projektionstechnologie, die von der
Hughes-JVC Corporation erhältlich
ist, das digitale DLP®-Lichtverarbeitungsprojektionssystem,
das von Texas Instruments erhältlich
ist, und das Scanned Linear Grating Light Valve®, das
von Silicon Light Machines erhältlich
ist.
-
Gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung kann eine auf einem Flüssigkristalldisplay (LCD) basierende
bildprojizierende Lichtquelle 102 in dem Rückprojektionsdisplay 100 verwendet
werden, um ein Bild auf die Rückfläche der
Schirmbaugruppe 104 zu projizieren. Das Rückprojektionsdisplay
kann hinsichtlich der Größe von relativ
kleinen Datenmonitoren zu Fernsehern mit relativ großem Schirm
und Videowänden
variieren. Das Projektionsdispay 100 kann auch auf einem
gefalteten Bildprojektionsweg innerhalb seines Gehäuses basieren,
wie etwa den verschiedenen Projektionssystemen, die in der europäischen Patentanmeldung EP783133
mit dem Titel "Projecting
Images" beschrieben
werden, deren Inhalt durch Bezugnahme hier aufgenommen ist. Wie
aus den folgenden Beschreibungen zu sehen ist, profitieren solche
Systeme insbesondere von der Verwendung der verschiedenen nachfolgend
beschriebenen Schirmbaugruppen.
-
Es
wird nun eine ausführlichere
Beschreibung der verschiedenen Schirmeigenschaften geliefert. Eine wichtige
Schirmeigenschaft ist die Verstärkung.
Die Verstärkung
eines Schirms stellt die Helligkeit des Schirms als Funktion des
Betrachtungswinkels dar. Die Verstärkung wird in der Regel mit
einem idealen Lambert-Reflektor kalibriert, wobei die Verstärkung des
idealen Lambert-Standards für
alle Winkel auf 1 gesetzt ist. Die Spitzenverstärkung eines Schirms (oder Schirmelements)
entspricht der größten Verstärkung bei
einem bestimmten Winkel. Beispielsweise wird die Spitzenverstärkung eines
Volumendiffusorschirms, von hinten bei senkrechtem Einfallen eliminiert,
in der Regel für
das Licht beobachtet, das durch den Schirm unter einem Winkel senkrecht
zur Schirmoberfläche
hindurchtritt.
-
Eine
weitere wichtige Schirmeigenschaft ist der Betrachtungswinkel. Der
Betrachtungswinkel eines Schirms, wie er hier verwendet wird, ist
der Winkel, bei dem die Verstärkung
des Schirms auf die Hälfte
der Spitzenverstärkung
abfällt.
In vielen Situationen entspricht der Betrachtungswinkel der Differenz
zwischen dem Winkel mit der größten Luminanz
und dem Winkel, bei dem die Luminanz des übertragenen Bilds auf die Hälfte der
größten Luminanz
des Schirms abfällt.
In der Regel tritt die größte Luminanz
für Licht
auf, das in einer Richtung senkrecht zur Schirmoberfläche übertragen
wird.
-
Die
jeweilige Anwendung eines Rückprojektionssystems
bestimmt den gewünschten
Betrachtungswinkel. Es ist in der Regel vorteilhaft, die Winkelabhängigkeit
der Luminanz des Schirms dadurch zu steuern, daß Licht zu demjenigen Gebiet
gelenkt wird, in dem sich der Betrachter mit der größten Wahrscheinlichkeit befindet.
Wenn beispielsweise das Rückprojektionsdisplay
ein Datenmonitor ist, ist der Betrachter in der Regel relativ zum
Schirm zentral und innerhalb einer Entfernung von ein bis drei Fuß davon
positioniert. Die Augen des Betrachters können über einer Linie positioniert
sein, die senkrecht zur Mitte des Schirms verläuft, doch betrachtet der Betrachter
in der Regel den Schirm nicht aus einer Entfernung von über ein
oder zwei Fuß über dem
Schirm. Aus Gründen
der Geheimhaltung oder der Sicherheit kann es zudem wünschenswert
sein, die aus dem Schirm austretende Luminanz auf einen Winkel von
zum Beispiel 30° oder
mehr relativ zu einer senkrechten zum Schirm zu reduzieren. Dies
verringert die Möglichkeit,
daß jemand,
der weit weg von der Achse des Schirms positioniert ist und möglicherweise
keine Autorität
besitzt, den Inhalt des Schirms zu betrachten, die Informationen
auf dem Schirm sieht.
-
Eine
weitere Anwendung für
ein Rückprojektionssystem
ist ein Heimfernsehsystem, bei dem im allgemeinen erwünscht ist,
die Winkelabhängigkeit
der Luminanz des Schirms über
große
horizontale Winkel zu lenken, da es üblich ist, daß Zuschauer
an einer anderen Position als direkt vor dem Fernseher sitzen. Andererseits
betrachten die wenigen Zuschauer den Fernsehschirm von einer Position
aus, die wesentlich über oder
unter dem Schirm liegt, weshalb üblicherweise
erwünscht
wird, die Winkelabhängigkeit
der Luminanz des Schirms in der vertikalen Richtung zu reduzieren.
Dementsprechend sind die bevorzugten Betrachtungswinkel für einen
Fernseher in der Regel in der vertikalen Richtung kleiner als in
der horizontalen Richtung. Bei bestimmten Anwendungen kann die vertikale
Divergenz des Lichts von einem Fernsehschirm bevorzugt relativ zu
einer Senkrechten vom Fernsehschirm nach unten gekippt werden. Dies
berücksichtigt
beispielsweise Zuschauer, die den Fernseher vom Boden aus betrachten.
Bei diesem Beispiel ist es nicht so wichtig, Licht vom Fernsehschirm
nach oben abzulenken, da Zuschauer, die den Fernseher für längere Zeit
betrachten, in der Regel nicht stehen.
-
Eine
wichtige Eigenschaft eines Schirms ist seine Fähigkeit, unerwünschte Farb-
oder Sprenkeleffekte zu vermeiden. Bei bestimmten Schirmen kann
Farbe als ein Zufallsmuster aus unterschiedlich gefärbten pixelartigen
Flecken auf dem Schirm beobachtet werden. Solche Farbartefakte entstehen
in der Regel aus wellenlängenabhängigen Effekten
wie etwa der Streuung, bei der verschiedene Wellenlängen in
verschiedenen Richtungen oder mit verschiedener Effizienz gestreut
werden. Infolge der wellenlängenabhängigen Effekte
können verschiedene
Farben physikalisch getrennt oder auf der Zuschauerseite des Projektionsschirms
sichtbar werden. Die Vergrößerung der
Dicke des Schirms, bis der Beobachter keine Farbtrennung mehr auflösen kann, kann
dazu verwendet werden, um Farbartefakte auf einem Schirm unter Verwendung
eines Volumendiffusors zu reduzieren. Die Dicke des Volumendiffusors
ist nicht notwendigerweise eine freie Variable, die nur zum Reduzieren
von Farbeffekten gewählt
wird, und so wird die Diffusordicke in der Regel als ein Kompromißwert gewählt, der
mehrere verschiedene Schirmeigenschaften optimiert.
-
Die
Auflösung
des Rückprojektionsschirms
wird immer wichtiger, weil Rückprojektionsdisplays
in Anwendungen mit immer höheren
Auflösungsanforderungen
verwendet werden, beispielsweise beim hochauflösenden Fernsehen. Die Auflösung eines
Schirms wird im allgemeinen als ein Maß des feinsten Details definiert,
das in einem auf den Schirm projizierten Bild unterschieden werden
kann.
-
Nunmehr
unter Betrachtung der Darstellung von 2A wird
das von dem Bildprojektor 102 erzeugte Bildlicht 110 zu
der Schirmbaugruppe 124 gelenkt. Die Schirmbaugruppe 124 enthält in der
Regel mehrere verschiedene Schichten zum Steuern des von dem Betrachter
gesehenen Bilds, einschließlich
einer dispergierenden Schicht 134 und einer Glasplatte 136 als
Träger.
Die dispergierende Schicht 134 dispergiert oder diffundiert
durch einen bestimmten Punkt des Schirms hindurchtretendes Licht
in einen Kegelwinkel, so daß ein
Betrachter auf der abgelegenen Seite des Schirms Bildlicht von diesem
jeweiligen Punkt detektieren kann. Es versteht sich, daß die dispergierende
Schicht 134 in der Regel Licht von allen Punkten auf dem
Schirm dispergiert, so daß der
Betrachter das ganze von dem Bildprojektor 102 auf die
Schirmbaugruppe 124 projizierte Bild sehen kann.
-
Hier
wird der Ausdruck "dispergieren" so verwendet, daß er sich
auf jeden Prozeß bezieht,
der die Richtung des Bildlichts ändert,
zum Beispiel Streuung, Diffusion, Divergieren oder Konvergieren
unter Verwendung von Linsen oder jeder beliebige andere Ansatz,
der einen Betrachtungswinkel in einer oder mehreren Richtungen erzeugt.
Durch die Verwendung des Ausdrucks wird weder notwendigerweise eine
wellenlängenabhängige Eigenschaft
impliziert noch ausgeschlossen.
-
Der
axial angeordnete Lichtstrahl 112 wird von der dispergierenden
Schicht 134 dispergiert, um einen Betrachtungswinkel von
2θ zu erzeugen.
Die außeraxialen
Lichtstrahlen 110 von dem Bildprojektor 102 beleuchten
den Rand der Schirmbaugruppe 124 und sind durch einen Winkel
von α von
dem axial angeordneten Strahl 112 getrennt. Wenn die außeraxialen
Strahlen 110 durch die dispergierende Schicht hindurchtreten, werden
sie um ±θ' um einen Strahl 111 dispergiert,
der unter einem Winkel α relativ
zu einer Schirmnormalen verläuft.
Der Winkel θ' kann möglicherweise
gleich dem Winkel θ sein,
da die Einzelheiten des streuenden Ereignisses von anderen optischen
Eigenschaften des Rückprojektionsschirms
abhängen.
-
Eine
weitere Schirmbaugruppe 104 ist in 2B dargestellt,
bei der Licht 110 vom Bildprojektor 102 von einer
Fresnel-Linse 113 kollimiert wird, bevor es auf die dispergierende
Schicht 114 auffällt.
Die dispergierende Schicht 114 wird von einer Trägerschicht 116 getragen,
bei der es sich beispielsweise um einen Glasschirm handeln kann.
In diesem Fall wird das durch den Rand des Schirms 104 durchgelassene
dispergierte Licht um einen Strahl 115 dispergiert, der
senkrecht zum Schirm verläuft.
Ein Vorteil der Schirmbaugruppe 104 gegenüber der
Schirmbaugruppe 124 ohne jegliche Fresnel-Linse besteht
darin, daß der
Winkel, durch den Licht vom Rand des Schirms dispergiert werden
muß, um
von einem auf der Achse angeordneten Betrachter detektiert zu werden,
reduziert ist. Da die Intensität
von dispergiertem Licht im allgemeinen mit größerem Winkel abnimmt, erscheint
das von einem Betrachter auf der Schirmbaugruppe 104 mit
einer Fresnel-Linse gesehene Bild über den Schirm hinweg eine
gleichförmigere
Intensität
zu haben, als wenn keine Fresnel-Linse verwendet wird.
-
Ein
Beispiel einer erwünschten
Verstärkungseigenschaft
für einen
Fernsehschirm ist in 3 dargestellt. Die 3 zeigt
zwei Kurven 302 und 304, die die Verstärkung zum
Betrachtungswinkel θ in
Beziehung setzen, wie er für
einen in einem Fernseher verwendeten Schirm erhalten werden könnte. Die
breitere Kurve 302 veranschaulicht die Verstärkung G
als Funktion des Winkels θ in
einer horizontalen Richtung. Mit anderen Worten beschreibt Kurve 302 die
von einem Zuschauer wahrgenommene Helligkeit des Schirms, während sich der Zuschauer
seitlich vom Schirm wegbewegt. Der horizontale Betrachtungswinkel θH ist der Winkel, bei dem die Luminanz des
horizontaldispergierten Lichts auf die Hälfte der größten Luminanz abfällt.
-
Die
schmalere Kurve 304 stellt die Abhängigkeit der Verstärkung als
Funktion des Winkels relativ zu dem in einer vertikalen Richtung
betrachteten Schirm dar. Wie oben erörtert wurde, ist es in der
Regel bei einer Fernsehanwendung erwünscht, daß das Bild von dem Schirm vertikal
in einem relativ schmalen Bereich von Winkeln gerichtet wird, um
zu vermeiden, daß Licht
weggeworfen wird, das ansonsten den Boden und die Decke beleuchten
würde.
Dies erhöht
die von den Zuschauern wahrgenommene Schirmhelligkeit. Der vertikale Betrachtungswinkel θV, der Winkel, bei dem die Lichtintensität die Hälfte der
größten Intensität beträgt, ist
kleiner als der horizontale Betrachtungswinkel θH.
-
Es
ist dementsprechend zu verstehen, daß es mehrere Anwendungen für Rückprojektionsdisplayschirme
gibt, bei denen der Betrachtungswinkel nicht symmetrisch ist, mit
anderen Worten ist der vertikale Betrachtungswinkel θV vom horizontalen Betrachtungswinkel θH verschieden. Außerdem braucht der Betrachtungswinkel
in einer Richtung, beispielsweise der vertikalen Richtung, nicht
eine symmetrische Funktion des Winkels zu sein. Beispielsweise kann
die Verstärkung
in der vertikalen Richtung bei zunehmendem Winkel über der
Schirmachse schneller abfallen als für abnehmende Winkel unter der
Schirmachse, wie für
Kurve 306 gezeigt, die ihre Spitzenverstärkung bei θ = 0° aufweist,
die aber mehr Licht nach oben als nach unten abwirft.
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung einer polarisationsempfindlichen,
lichtdispergierenden optischen Einrichtungen zum Erzeugen von unterschiedlichen
Betrachtungswinkeln in der horizontalen und vertikalen Richtung.
Eine polarisationsempfindliche lichtdispergierende optische Einrichtung
streut oder diffundiert übertragenes
Licht je nach der Polarisation des einfallenden Lichts mehr oder
weniger. Der Betrachtungswinkel kann in der horizontalen und vertikalen
Richtung gleich oder verschieden sein.
-
Eine
besondere Ausführungsform
für eine
derartige optische Einrichtung ist in 4 veranschaulicht. Die
optische Einrichtung 400 enthält eine kontinuierliche Materialphase 402,
bespielsweise aus einem Polymer ausgebildet, die diskrete Körper 404 eines
anderen Materials darin eingebettet enthält. Die Körper 404 können aus
einer dispersen Phase eines Polymers ausgebildet sein, das von der
kontinuierlichen Phase 4D2 verschieden ist. Die Körper 404 können auch
aus Flüssigkristallen
oder einem anderen dielektrischen Material mit einem Brechungsindex
ausgebildet sein, der vom Brechungsindex der kontinuierlichen Phase
verschieden ist. Die eingebetteten Körper 404 können verschiedene
Morphologien haben und können
beispielsweise teilchenförmig
oder faserförmig
sein.
-
Die
Einrichtung 400 wird unter Bezugnahme auf den kartesischen
Achsensatz beschrieben. Die hier verwendete Konvention lautet, daß sich Licht
durch die Einrichtung 400 im wesentlichen in der z-Richtung
ausbreitet, während
die x- und y-Achse Richtungen senkrecht zur z-Achse bezeichnen.
Der Brechungsindex der kontinuierlichen Phase 402 wird
unter Bezugnahme auf die Achsen x, y und z beschrieben. Die kontinuierliche Phase
weist drei Brechungsindizes nx, ny und nz auf, die
jeweils die Brechungsindexerfahrung von sich durch die kontinuierliche
Phase 402 ausbreitendem Licht beschreiben, wobei der elektrische
Vektor des Lichts jeweils parallel auf die x-, y- und z-Achse ausgerichtet
ist. Die kontinuierliche Phase 402 kann isotrop sein, wobei nx = ny = nz. Die kontinuierliche Phase 402 kann
uniaxial doppeltbrechend sein, wobei einer der Brechungsindizes
von den anderen verschieden ist, beispielsweise nx =
nz ≠ ny. Die kontinuierliche Phase 402 kann
auch biaxial doppeltbrechend sein, wobei die drei Brechungsindizes
voneinander verschieden sind, nx ≠ ny ≠ nz. Analog können die Körper 404 isotrop,
uniaxial doppeltbrechend oder biaxial doppeltbrechend sein. Damit
die optische Einrichtung 400 polarisationsempfindlich ist,
sind entweder die kontinuierliche Phase 402 oder die Körper 404 doppeltbrechend
oder sowohl die kontinuierliche Phase 402 als auch die
Körper 404 können doppeltbrechend
sein.
-
Eine
Streuung tritt auf, wenn eine Brechungsindexdifferenz zwischen den
Körpern 404 und
der kontinuierlichen Polymerphase 402 vorliegt. Im allgemeinen
nimmt der Streugrad für
größere Differenzen
beim Brechungsindex zu. Bei einer Ausführungsform ist die kontinuierliche
Phase 402 isotrop und die Körper 404 sind doppeltbrechend.
Somit tritt eine Streuung für
x-polarisiertes Licht auf, wobei ncx ≠ npx, während
wenig Streuung für
y-polarisiertes Licht auftritt, wenn beispielsweise ncy ≠ npy, wobei die Brechungsindexdifferenz relativ zur
y-Achse Δny = |ncy – npy| ≈ 0.
Der zusätzliche
Index "c" bezeichnet den Brechungsindex
der kontinuierlichen Phase 402, und der Index "p" bezeichnet den Brechungsindex der Körper 404.
In der Darstellung ist ncx der Brechungsindex
der kontinuierlichen Phase 402 für parallel zur x-Achse polarisiertes
Licht, während
npy der Brechungsindex der Körper 404 für parallel
zur y-Achse polarisiertes Licht ist. Somit führt Doppeltbrechung zu einer
polarisationsabhängigen
Streuung.
-
Für eine polarisationsabhängige lichtstreuende
optische Einrichtung, bei der die Brechungsindexdifferenz Δn kleiner
ist als 0,03 bis 0,05 je nach anderen Faktoren hinsichtlich der
Art des Systems, wird Licht im wesentlichen ungestreut durch die
optische Einrichtung übertragen.
Deshalb kann die polarisationsempfindliche streuende optische Einrichtung
sich dort hindurch mit einer ersten Polarisation ausbreitendes Licht
streuen, während
sie gestattet, daß Licht
mit einer orthogonal zur ersten Polarisation verlaufenden zweiten
Polarisation im wesentlichen ungestreut hindurchtritt. Der Streugrad
kann groß sein,
wobei dann Licht in der ersten Polarisation durch einen großen Winkel
gestreut werden kann oder im wesentlichen zurückgestreut werden kann.
-
Die
Brechungsindexdifferenzen für
die beiden Polarisationen können
derart gewählt
werden, daß keine
Polarisation ohne wesentliche Streuung hindurchtritt. Die polarisationsabhängigen Brechungsindexdifferenzen
können
auch derart gewählt
werden, daß jede
Polarisation um ein ausgewähltes
Ausmaß gestreut
wird. Beispielsweise kann Licht in einer Polarisation durch die
optische Einrichtung mit einer diffusen Vorwärtsstreuung durchgelassen werden,
während
Licht in der orthogonalen Polarisation rückgestreut wird, so daß es von der
optischen Einrichtung im wesentlichen reflektiert wird.
-
Die
charakteristische Streuung des Films 400 hängt zusätzlich zu
der Brechungsindexdifferenz von mehreren Parametern ab. Zu den Parametern
zählen
der Volumenanteil der eingebetteten Körper, die charakteristische
Abmessung der Körper
und die Gesamtdicke der optischen Einrichtung.
-
Der
Grad der Lichtstreuung ist im allgemeinen umgekehrt proportional
zu der charakteristischen z-Achse-Abmessung des eingebetteten Körpers, wobei
die z-Achse die Richtung der Lichtausbreitung in den Körper ist.
Somit nimmt die Streuung im allgemeinen zu, wenn kleinere eingebettete
Körper
verwendet werden. Wenn zudem die eingebetteten Körper längliche Formen aufweisen, dann
kann die Streuung richtungsabhängig
werden. Mehrere verschiedene Ausführungsformen von polarisationsempfindlichen
lichtstreuenden Körpern
sind aus dem US-Patent Nr. 5,751,388 bekannt, das durch Bezugnahme
hier aufgenommen ist.
-
Bei
einer in 5A dargestellten Ausführungsform
der optischen Einrichtung 500 weisen die in einer kontinuierlichen
Matrix 502 angeordneten eingebetteten Körper 504 in der y-Richtung
eine kleinere Abmessung als in der x-Richtung auf. Die eingebetteten
Körper 504 können beispielsweise
Tropfen aus Flüssigkristall in
einer kontinuierlichen Polymermatrix 502 sein. Die länglichen
Achsen der Körper 504 werden
parallel zu einer gemeinsamen Achse ausgerichtet, beispielsweise
durch Dehnen der Einrichtung 500 entlang der Achse 506.
Bei einer anderen, in 5B dargestellten Ausführungsform
weist die optische Einrichtung 520 in einer Polymermatrix 522 eingebettete
Polymerfasern 524 auf. Die Fasern 524 sind parallel
zu einer gemeinsamen Achse in der Matrix 522 ausgerichtet.
Zu weiteren Ansätzen
zum Herstellen von polarisationsempfindlichen lichtstreuenden Körpern zählen das
Einbetten von Polymertropfen in einer Polymermatrix und das Dehnen
der Matrix, wie beispielsweise aus US-Patent Nr. 5,825,543 bekannt,
das durch Bezugnahme hier aufgenommen ist, das Einbetten von doppeltbrechenden
Kristallen (oder ähnlichen
Teilchen) in einer Matrix, entweder doppeltbrechend oder nicht-doppeltbrechend;
und andere aus US-Patent Nr. 5,751,388 bekannte Verfahren.
-
Entlang
einer ersten Achse gedehnte Teilchen bewirken, daß eine Streuung
bei größeren Winkeln
in einer zweiten orthogonalen Achse als für nichtgedehnte Teilchen auftritt,
obwohl die Einzelheit der Streuprofile von einer Reihe von Eigenschaften
der optischen Einrichtung abhängen.
Die Teilchenabmessungen relativ zu zwei orthogonalen Achsen können so
gewählt
werden, daß man
ein gewünschtes
Streuprofil erhält.
Mit anderen Worten kann ein ausgewähltes Verhältnis der Teilchenabmessung in
der x-Richtung und der Teilchenrichtung in der y-Richtung eingeführt werden, um einen gewünschten
Wert für
das Verhältnis θx/θy zu erzeugen, wobei θx bzw. θy den in der x-z-Ebene und der y-z-Ebene
gemessenen Betrachtungswinkel darstellen. Beispielsweise kann eine
optische Einrichtung wie in 5B gezeigt
in einem Schirm verwendet werden, um die verschiedenen, in 3 dargestellten
horizontalen und vertikalen Betrachtungswinkel zu erzeugen, wobei
die Größe der Faserlänge größer ist
als der Faserdurchmesser, um eine ungleiche Dispersion in der vertikalen
und horizontalen Richtung zu erzeugen.
-
Der
Volumenanteil der eingebetteten Teilchen beeinflußt das Streuen
von Licht in der vorliegenden Erfindung. Innerhalb von Grenzen nimmt
mit einer Zunahme des Volumenanteils der eingebetteten Teilchen
im allgemeinen auch das Ausmaß der
Streuung zu, die ein Lichtstrahl nach dem Eintritt in die optische
Einrichtung sowohl für
angepaßte
als auch fehlangepaßte
Richtungen des polarisierten Lichts erfährt. Dieser Faktor ist wichtig
beim Steuern der Reflexions- und Transmissionseigenschaften der
optischen Einrichtung. Wenn jedoch der Volumenanteil der eingebetteten
Teilchen zu groß wird,
nimmt die Lichtstreuung ab. Ein Grund für dieses Phänomen besteht darin, daß die eingebetteten
Teilchen, wenn sie relativ zu der Wellenlänge des durch die optische
Einrichtung hindurchtretenden Lichts nahe beieinanderliegen, im
allgemeinen wie eine kleine Anzahl von größeren effektiven Teilchen wirken.
-
Auch
die Dicke der optischen Einrichtung ist ein wichtiger Steuerparameter,
der manipuliert werden kann, um Reflexions- und Transmissionseigenschaften
in der vorliegenden Erfindung zu beeinflussen. Mit Zunahme der Dicke
der optischen Einrichtung und der Beibehaltung der gleichen Teilchendichte
wird auch die diffuse Reflexion vergrößert und die Transmission,
sowohl spiegelnde als auch diffuse, nimmt ab.
-
Dementsprechend
können
mehrere Parameter verstellt werden, damit man eine optische Einrichtung mit
einer bestimmten polarisationsempfindlichen streuenden Eigenschaft
erhält.
Auch wenn dies nicht einschränkend
ist, lautet ein Satz von Parameterbereichen, der für eine polarisationsempfindliche,
lichtstreuende optische Einrichtung verwendet werden kann, die eine
ausgewählte
Polarisation des Lichts diffus durchläßt:
Δn für die streuende Polarisation
zwischen etwa 0,03 und 0,25;
dz zwischen
etwa 0,1 μm
und etwa 20 μm;
Volumenanteil
zwischen etwa 5 und 50 Prozent und Dicke der optischen Einrichtung
zwischen etwa 5 μm
und 10000 μm.
-
Es
versteht sich, daß polarisationsempfindliche
diffusdurchlassende optische Einrichtungen möglicherweise auch außerhalb
dieser Bereich funktionieren können.
-
Die
Ausdrücke "spiegelnde Transmission" und "spiegelnder Transmissionsgrad" werden dafür verwendet,
die Transmission von Strahlen durch die polarisationsempfindliche
lichtstreuende Einrichtung in einer im wesentlichen spiegelnden
Richtung ohne jegliche signifikante Diffusion oder Dispersion zu
bezeichnen. Die Ausdrücke "diffuse Transmission" und "diffuser Transmissionsgrad" werden dazu verwendet,
die Transmission durch die optische Einrichtung zu bezeichnen, die
diffus oder dispergierend ist. Die Ausdrücke "Gesamttransmission" und "Gesamttransmissionsgrad" beziehen sich auf
die kombinierte Transmission allen Lichts durch einen optischen
Körper.
Somit ist die Gesamttransmission die Summe der spiegelnden und diffusen
Transmission.
-
Dimensionsausrichtung
weist einen Effekt auf das Streuverhalten der eingebetteten Teilchen
auf. Insbesondere streuen in gemäß der vorliegenden
Erfindung hergestellten optischen Körpern ausgerichtete Streuer
Licht nicht symmetrisch um die Richtungen der spiegelnden Transmission,
wie zufällig
ausgerichtete Streuer. Beispielsweise streuen eingebettete Körper, die
verlängert
sind, um Stäben
innerhalb der kontinuierlichen Phasenmatrix zu ähneln, Licht in erster Linie
in eine Richtung senkrecht zur Verlängerungsachse, und das gestreute
Licht erscheint als ein Lichtband in der senkrecht zur Verlängerungsrichtung
laufenden Ebene mit einer Intensität, die mit zunehmendem Winkel
von der Einfallsrichtung weg abnimmt. Indem die Geometrie der eingebetteten
Körper
zugeschnitten wird, kann eine gewisse Kontrolle über die Verteilung von gestreutem
Licht in der durchlässigen
Halbkugel erzielt werden.
-
Zu
geeigneten Diffuserteilchen zählen
phasengetrennte Teilchen aus Extrusions- und Polymerteilchen, insbesondere
vorgeformte Perlen. Nicht-doppeltbrechende Teilchen können aus
Acrylpolymeren und Copolymeren hergestellt sein, Polyurethan und
Polycarbonat können
als nicht-doppeltbrechende Harze verwendet werden, während doppeltbrechende
Teilchen aus halbkristallinen (Co)-Polymeren wie etwa Polyethylennaphthalat
(PEN), Polyethylenterphthalat (PET), einem Copolymer aus PEN und
PET (CoPEN) und syndiotaktischem Polystyrol, Polyamiden und einer
großen
Vielfalt von nichtabsorbierenden Materialien hergestellt sein können.
-
Ein
wichtiges Merkmal der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß der Streuwinkel
für das
durchgelassene Licht von dem relativen Winkel zwischen dem Polarisationsvektor
des auf die optische Einrichtung einfallenden Lichts und den jeweiligen Achsen
der optischen Einrichtung abhängt.
Dies kann zum Wählen
eines bestimmten Betrachtungswinkels verwendet werden. Man betrachte
die in 5B dargestellte optische Einrichtung 520,
bei der die Körper 524 isotrop
sind und einen Brechungsindex von np aufweisen
und das kontinuierliche Phase aufweisende Polymer 522 doppeltbrechend
ist, wobei die Brechungsindizes ncx ≠ np und ncy ≈ np, so daß y-polarisiertes
Licht im wesentlichen von der optischen Einrichtung spiegelnd durchgelassen
wird, während
x-polarisiertes Licht diffus durchgelassen wird. Bei diesem Beispiel
ist das einfallende Licht horizontal polarisiert, parallel zur x-Achse.
-
Eine
Ausführungsform
eines Projektionssystems ist in 6A dargestellt,
die eine Bildlichtquelle 602 zeigt, die Licht in Richtung
eines Schirms 604 durchläßt, der ein dispergierendes
Element mit einem Aufbau enthält,
der dem der optischen Einrichtung 520 in 5B ähnlich ist.
Die Bildlichtquelle 602 läßt Licht mit einer durch den
Doppelkopfpfeil dargestellten Polarisation parallel zur vertikalen
Richtung durch. Der Schirm 604 ist mit der Streckungsrichtung
der Körper 606,
von denen einige schematisch gezeigt sind, parallel zur x-Richtung orientiert.
Der Winkel β ist
als der Winkel zwischen der x-Achse und der Polarisationsrichtung
des Lichts definiert, wie gezeigt. Für die jeweilige dargestellte
Orientierung des Schirms verläuft
die x-Achse parallel zur Richtung der Lichtpolarisation, weshalb β = 0°. Da die
Eigenschaften des Films für
parallel zur x-Achse und zur y-Achse polarisiertes Licht verschieden
sind, können
die x- und y-Achse als Polarisationsachsen bezeichnet werden.
-
Das
Streuprofil des vom Schirm 604 diffus durchgelassenen Lichts
wird durch die Kurve 610 in 6B dargestellt.
Die Ellipse stellt die Luminanz oder Verstärkung dar, die die Hälfte der
Spitzenluminanz oder -verstärkung
darstellt, als Funktion des Winkels θ für Licht, das normal auf dem
Schirm 604 auftrifft. Der elliptische Charakter der Kurve 610 veranschaulicht
eine Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, bei der der Betrachtungswinkel in der
vertikalen Richtung θV kleiner ist als der Betrachtungswinkel
in der horizontalen Richtung θH. Die Kurve 610 stellt das Streuprofil
dar, durch das in der Richtung des Doppelkopfpfeils polarisiertes Licht
beim Durchtreten durch die optische Einrichtung gestreut wird. Hier
wird das Licht parallel zur x-Achse der optischen Einrichtung polarisiert.
-
Wenn
der Schirm 604 um die Einfallsachse gedreht wird, beispielsweise β = 45°, dann weist
das auf den Schirm 604 fallende Licht Komponenten sowohl
mit x- als auch y-Polarisation auf. Die y-Komponente wird ungefähr spiegelnd übertragen,
während
die x-Komponente diffus übertragen
wird. Sowohl θV als auch θH werden
relativ zu dem in 6B gezeigten Fall reduziert,
wie in 6C gezeigt. Die Hauptachse des
abgeflachten Streuprofils 620 bleibt parallel zur y-Achse.
Die Winkelgröße des Streuprofils
ist verringert, weil sich in dem diffus gestreuten Licht weniger
optische Leistung befindet und weil sich in dem spiegelnd übertragenen
Licht mehr optische Leistung befindet.
-
Licht
wird von dem Schirm 604 größtenteils spiegelnd übertragen,
wenn der Schirm 604 so gedreht wird, daß die y-Achse bei β = 90° parallel
zur Polarisationsrichtung verläuft,
wie in 6D dargestellt. Folglich ist
das Streuprofil im wesentlichen kreisförmig, wie von dem kleinen Kreis 630 gezeigt,
und die Betrachtungswinkel θV und θH sind erheblich reduziert.
-
Dieses
Verhalten kann auch im Hinblick auf den Betrachtungswinkel und die
auf der Achse liegende Verstärkung
veranschaulicht werden. Die in 7 gezeigten
Kurven 700 und 702 stellen jeweils die Abhängigkeit
des Betrachtungswinkels und der auf der Achse liegenden Verstärkung als
Funktion des Winkels β zwischen
der Polarisationsrichtung und der x-Achse dar. Der Betrachtungswinkel
nimmt von einem Maximalwert bei β =
0° auf ein
Minimum bei β =
90° ab,
während
die axiale Verstärkung
von einem Minimalwert bei β =
0° auf ein
Maximum bei β =
90° zunimmt.
-
Ein
von der Abhängigkeit
des Betrachtungswinkels von dem Winkel β hergeleiteter Vorteil besteht
darin, daß der
von der optischen Einrichtung bereitgestellte Betrachtungswinkel
verstellt werden kann, was zu einer damit einhergehenden Änderung
bei der axialen Verstärkung
führt.
Wenn beispielsweise eine polarisationsempfindliche, diffusdurchlassende
optische Einrichtung als ein Streuschirm für eine Quelle polarisierten Lichts
verwendet wird, kann die optische Einrichtung so um die optische
Achse gedreht werden, daß sich β ändert, und
somit werden verschiedene Werte für Betrachtungswinkel und Verstärkung gewählt. Dies
kann in Situationen von Vorteil sein, wenn sich die Umgebungslichtbedingungen ändern, wenn
ein Benutzer bereit ist, auf Betrachtungswinkel zugunsten von Verstärkung zu
verzichten.
-
Eine
polarisationsempfindliche, diffusübertragende optische Einrichtung
kann in einem von hinten beleuchteten Display verwendet werden.
Beispielsweise kann eine Armbanduhr 800 mit einer drehbaren,
polarisationsabhängigen,
diffusübertragenden
optischen Einrichtung 802 ausgestattet sein, wie in 8A dargestellt.
Bei schwachen Beleuchtungsbedingungen kann die optische Einrichtung
zu einer Position mit niedriger Verstärkung und großem Betrachtungswinkel
gedreht werden, so daß der
Benutzer die großen
Betrachtungswinkel nutzen kann: die Lichtstrahlen 804 breiten
sich von der Einrichtung 802 über einen großen Bereich
von Winkeln aus. Bei hellen Beleuchtungsbedingungen ist möglicherweise
mehr Licht von der Armbanduhrvorderseite erforderlich, damit der
Benutzer die Informationen vor einem hellen Hintergrund sehen kann.
In einem derartigen Fall kann der Benutzer die optische Einrichtung 802 zu
einer Position mit größerer Verstärkung und kleinerem
Betrachtungswinkel drehen, wie in 8B dargestellt.
Die Zweckmäßigkeit
eines großen
Betrachtungswinkels kann reduziert werden, doch kann der Benutzer
das Licht von der Armbanduhrvorderseite unter ungünstigen
Beleuchtungsbedingungen deutlicher sehen.
-
Displays
mit abstimmbarem Betrachtungswinkel/abstimmbarer Verstärkung können in
anderen Situationen wie etwa bei Instrumentendisplaybrettern verwendet
werden, beispielsweise in Avionikanwendungen, wenn sich die Umgebungsbeleuchtungsbedingungen
schnell ändern.
Solche Displays und Schirme können auch
dazu verwendet werden, die Fähigkeit
einer außeraxial
positionierten Person zu reduzieren, Informationen auf dem Schirm
zu sehen, beispielsweise bei Anwendungen, wenn Datenschutz wichtig
ist.
-
Eine
polarisationsempfindliche, diffusübertragende optische Einrichtung
kann auch zum Dispergieren von Licht in ausgewählten Richtungen verwendet
werden. Eine derartige optische Einrichtung kann alleine oder in
Verbindung mit anderen Mitteln dazu verwendet werden, Licht in den
bestimmten gewünschten
horizontalen und vertikalen Betrachtungswinkeln zu dispergieren.
Ein bestimmtes Beispiel eines Kombinationstransmissionsschirms 900 ist
in 9A dargestellt. Der Transmissionsschirm 900 enthält eine
erste Schicht 902 aus einer polarisationsempfindlichen,
asymmetrischdiffus übertragenden
optischen Schicht, die Licht in einem größeren Grad in einer Richtung
als in einer anderen diffundiert. Der Schirm 900 enthält außerdem eine isotropstreuende
optische Volumendiffusorschicht 904, die Licht isotrop
diffundiert. Beispielsweise kann die polarisationsempfindliche optische
Einrichtung 902 einen horizontalen Betrachtungswinkel von
30° und
einen vertikalen Betrachtungswinkel von 10° erzeugen. Die isotropstreuende
optische Einrichtung 904 kann ein 20°-Streuer sein, so daß der resultierende Betrachtungswinkel
für durch
den Schirm durchgelassenes Licht sowohl in der horizontalen als
auch der vertikalen Richtung vergrößert wird, wobei der horizontale
Betrachtungswinkel größer ist
als der vertikale Betrachtungswinkel.
-
Eine
weitere Ausführungsform
eines polarisationsempfindlichen, diffusübertragenden Schirms 920 ist in 9B dargestellt.
Die polarisationsempfindliche streuende optische Einrichtung 922 weist
eine streuende Oberfläche 924 auf,
die so konturiert ist, daß sie
das dort hindurchtretende Licht dispergiert. Die streuende Oberfläche 924 kann
eine linsenförmige
Oberfläche
sein, die Licht in einer Dimension divergieren läßt, wie dargestellt. Es versteht
sich, daß es
sich bei der Oberfläche 924 um
eine beliebige andere geeignete lichtdispergierende Oberfläche wie
etwa eine zufällig
aufgerauhte Oberfläche,
eine mikroholographische streuende Oberfläche, eine mit Mikrolinsen versehene
Oberfläche
und dergleichen handeln kann. Eine einen niedrigen Brechungsindex
aufweisende Schicht 926 kann auf der Ausgabeseite der streuenden
Oberfläche 924 angebracht
sein, um die Herstellung zu erleichtern. Dadurch kann die polarisationsempfindliche
streuende optische Einrichtung 922 mit einer strukturierten
Ausgabeoberfläche 924 mit
anderen Schichten des Schirms ohne Notwendigkeit eines Luftspalts
integriert werden. Alternativ kann die streuende Oberfläche 924 auf
einer Eingabeseite der polarisationsempfindlichen streuenden optischen
Einrichtung 922 angeordnet sein.
-
Eine
polarisationsempfindliche streuende optische Einrichtung kann in
verschiedenen Arten von Transmissionsschirmbaugruppen enthalten
sein. Viele verschiedene Kombinationen von optischen Einrichtungen können in
einer Schirmbaugruppe verwendet werden, von denen zwei hier dargestellt
sind. In 10A wird eine Schirmbaugruppe 1000 aus
vier Schichten hergestellt. Eine Fresnel-Linse 1002 kann
in einer einen niedrigen Brechungsindex aufweisenden Schicht 1004 eingebettet
sein, wie in der am 13. Januar 1999 eingereichten US-Patentanmeldung 09/229,198
gelehrt, die durch Bezugnahme hier aufgenommen ist. Die einen niedrigen
Brechungsindex aufweisende optische Schicht 1004 kann auf
einer Eingabefläche 1006 der
polarisationsempfindlichen, diffusdurchlassenden optischen Einrichtung 1008 laminiert
sein, die an einer isotropstreuenden Schicht 1010 wie etwa
einem massiven diffundierenden Film laminiert oder auf andere Weise angebracht
ist. Es versteht sich, daß zusätzlich zu
der hier dargestellten besonderen Ausführungsform andere Ausführungsformen
von polarisationsempfindlichen streuenden optischen Einrichtungen
in einer derartigen Schirmbaugruppenstruktur enthalten sein können. Eine
Fresnel-Linse 1002 kann sich dafür eignen, von einem nicht gezeigten
Bildprojektor erhaltenes Licht zu kollimieren oder zumindest umzulenken,
um über
eine Schirmfläche
hinweg eine Helligkeitsgleichförmigkeit
beizubehalten. Der Schirm 1000 kann anstelle der isotropstreuenden
Schicht 1010 einen Oberflächendiffusor verwenden.
-
Eine
weitere Ausführungsform
einer Schirmbaugruppe ist in 10B dargestellt.
Die Baugruppe 1020 enthält
eine polarisationsempfindliche, diffusdurchlassende optische Einrichtung 1022,
die an einer streuenden Einrichtungsubstratschicht 1024 angebracht
ist, um einen Träger
für die
streuende optische Einrichtung 1022 zu liefern. Die Baugruppe
enthält
außerdem
eine linearpolarisierende Schicht 1026, die so orientiert
ist, daß sie
Licht mit der Polarisation überträgt, die
diffus durch die polarisationsempfindliche, diffusdurchlassende optische
Einrichtung 1022 durchgelassen wird. Die polarisierende
Schicht 1026 verhindert die Übertragung von Licht mit der
orthogonalen Polarisation.
-
Die
Figur zeigt einen einfallenden Strahl 1032, der unpolarisiert
sein kann oder eine Mischung aus verschiedenen Polarisationskomponenten
enthalten kann. Eine Polarisationskomponente des einfallenden Strahls 1032 ist
die Polarisation, die von der polarisationsempfindlichen streuenden
optischen Einrichtung 1022 diffus gestreut wird und als
Strahl 1034 diffus übertragen
wird. Licht mit der orthogonalen Polarisation kann von der polarisationsempfindlichen,
diffusdurchlassenden streuenden optischen Einrichtung 1022 durchgelassen
werden. Beispielsweise kann sie als Strahl 1036 spiegelnd übertragen
werden. Der Lichtstrahl 1036 wird in der polarisierenden
Schicht 1026 absorbiert. Deshalb überträgt die polarisierende Schicht 1026 nur
diejenige Komponente 1034 des einfallenden Lichts, die
von der polarisationsempfindlichen streuenden optischen Einrichtung 1022 diffus übertragen
wird. Dies ist nützlich
beim Verstärken
des Schirmkontrasts durch Reduzieren der Transmission von Licht
mit der unerwünschten
Polarisation der Einrichtung 1022 zu der Betrachterseite.
Die polarisierende Schicht 1026 eignet sich außerdem zum
Reduzieren der Reflexion von Umgebungslicht, das von der Betrachterseite
aus auf die Einrichtung 1022 fällt, wodurch der Schirmkontrast
weiter erhöht
wird.
-
Die
optische Einrichtung 1022 kann außerdem das orthogonal zu der
Polarisation des Lichtstrahls 1034 polarisierte Licht diffus übertragen.
Die polarisierende Schicht 1026 kann sich auch dafür eignen,
die Übertragung
von orthogonal zur Polarisation des Lichtstrahls 1034 polarisiertem
Licht durch den Schirm 1020 zu verhindern.
-
Die
polarisierende optische Einrichtung kann zur Unterstützung an
einer Glasplatte 1028 angebracht sein.
-
Jede
Schicht 1022, 1024, 1026 und 1028 kann
auf die andere Schicht laminiert sein, an eine andere Schicht geklebt
sein, wobei beispielsweise ein optisch transparenter Kleber verwendet
wird, oder durch irgendein anderes Verfahren an den anderen Schichten
befestigt werden.
-
Unten
werden zusammen mit einigen gemessenen Eigenschaften verschiedene
Schirmbaugruppen unter Verwendung von polarisationsempfindlichen
streuenden Schichten beschrieben. Diese Beispiele zeigen, daß polarisationsempfindliche,
diffusdurchlässige
Schichten effektiv für
Rückprojektionsschirme
verwendet werden können.
-
Beispiel 1. Thermoplastische
Perlen, die in einem thermoplastischen Bindemittel dispergiert sind
-
Durch
extrudieren einer Mischung aus 10 Gew.-% Polymethylmethacrylat-(PMMA)-Perlen
in Questra MA405®, erhältlich von Dow Chemical Company,
bei 270°C
wurde eine polarisationsempfindliche streuende optische Einrichtung
hergestellt. Die PMMA-Perlen wiesen einen mittleren Durchmesser
von 5 μm
und einen Brechungsindex von np = 1,49 auf.
Ein Abschnitt der extrudierten optischen Einrichtung wurde um einen
Faktor von vier in der Bahnabwärtsrichtung
bei 125°C
gedehnt, wodurch sich der Brechungsindex der kontinuierlichen Phase
von Questra änderte.
Die gedehnte optische Einrichtung zeigte, daß sich die PMMA-Teilchen in
der gedehnten Richtung verlängert
hatten. Die polarisationsempfindliche streuende optische Einrichtung
weist Betrachtungswinkel von 3° und
8° in der
Richtung der x-Achse
(gedehnt) bzw. y-Achse (ungedehnt) auf. Wegen der hohen Extrusionstemperatur
verklumpten sich einige der PMMA-Perlen wodurch der Streueffekt
dieser optischen Einrichtung reduziert wurde.
-
Beispiel 2. Teilweise
vernetzte Perlen, die in einem thermoplastischen Bindemittel dispergiert
sind
-
Durch
Extrudieren einer Mischung aus 40 Gew.-% modifizierten (teilweise
vernetzten) PMMA-Perlen wurde eine polarisationsempfindliche streuende
optische Einrichtung hergestellt. Der Modifizierer war Plexiglas-'L'-Modifizierer, erhältlich von AutoHaas, Philadelphia,
PA, USA. Die PMMA-Perlen wiesen einen mittleren Durchmesser von
7 μm und
einen Brechungsindex von np = 1,46 auf.
Die kontinuierliche Phase war ein PMMA-Harz (Plexiglas DR-100, n=1,49
von AutoHaas, Philadelphia, PA, USA) Die Extrusion fand bei einer
Temperatur von 22°C
statt. Ein Abschnitt des extrudierten Films wurde um 30% in einer
Richtung bei einer Temperatur von 105°C gedehnt, um eine 7-Milli-I-nch dicke polarisationsempfindliche
streuende optische Einrichtung herzustellen. Eine Untersuchung der
entstehenden optischen Einrichtung durch SEM ergab, daß die Teilchen entlang
der gedehnten Richtung verlängert
wurden. Der Diffusor wies eine Spitzenverstärkung von 12,5 und einen Betrachtungswinkel
von 8° bzw.
11° in der
Richtung der x-Achse (gedehnt) und y-Achse auf.
-
Beispiel 3. In einem doppeltbrechenden
Harz dispergierte Polymerperlen
-
Durch
Extrudieren einer Mischung von 15 Gew.-% vernetzter Styrol-Divinylbenzol-Copolymer-Perlen in
Questra MA405® bei
270°C wurde
eine polarisationsempfindliche streuende optische Einrichtung hergestellt.
Die Perlen wurden aus SBX-6-Material hergestellt, das von der Firma
Nagase America, NY, NY, USA, erhältlich
ist. Die Perlen wiesen einen mittleren Durchmesser von 6 μm und einen
Brechungsindex von np = 1,59 auf. Der Brechungsindex
einer klaren syndiotaktischen optischen Polystyrol-Einrichtung nimmt
bei Dehnung in der x-Richtung bei 125°C von 1,58 auf 1,53 ab und nimmt
in der y-Richtung auf 1,61 zu. Eine Probe der extrudierten optischen
Diffusereinrichtung wurde um einen Faktor von 1,5 in der x-Richtung
bei 125°C
gedehnt, um eine 175 μmil
dicke polarisationsempfindliche streuende optische Einrichtung auszubilden.
Die optische Einrichtung wies Betrachtungswinkel von 14° und 26° in der Richtung
der x-Achse (gedehnt) bzw. y-Achse auf.
-
Beispiel 4. Phasengetrennte
Polystyrolteilchen in einem doppeltbrechenden Harz
-
In
Beispiel 4 wurde ein dreischichtiger optischer Film gemäß der vorliegenden
Erfindung hergestellt, wobei herkömmliche Dreischichten-Koextrusionstechniken
verwendet wurden. Der Film wies eine Kernschicht und eine Hautschicht
auf jeder Seite der Kernschicht auf. Die Kernschicht wurde aus einer
Mischung aus 88 Gew.-% eines ersten Copolyesters, 10 Gew.-% syndiotaktischem
Polystyrol und 2 Gew.-% Dylark® 332-80 hergestellt. Das
erste Copolyester war ein Copolymer auf der Basis von 70 mol% Naphthalen-Dicarboxylat
und 30 mol% Dimethylterephthalat. Das erste Copolyester wies bei
Messung in 60% Phenol und 40% Dicholorobenzol eine Eigenviskosität von etwa
0,56 auf. Das syndiotaktische Polystyrol war ein Copolymer auf der
Basis von 93 mol% Styrol und 7 mol% Paramethylstyrol und wies ein
Molekülgewicht
von 250000 Dalton auf. Das syndiotaktische Polystyrol wurde von
Dow Chemical Company bezogen.
-
Die
Hautschichten wurden aus einem zweiten Copolyester gebildet. Das
zweite Copolyester basierte auf 70 mol% Naphthalen-Dicarboxylat
und 30 mol% Dimethylisophthalat. Das zweite Copolyester wies bei Messung
in 60% Phenol und 40% Dicholorobenzol eine Eigenviskosität von etwa
0,48 auf.
-
Beispiel
4 wurde in der Querrichtung auf einer konventionellen Polyesterstraße bei 118°C in Querrichtung
gedehnt. Der Endfilm war nach der Dehnung 120 μm dick. Der Film wies eine Einfachdurchgangstransmission
von 84,3 für
linearpolarisiertes Licht auf, dessen Polarisation mit der Maschinenrichtung
des Films übereinstimmte.
Die Einfachdurchgangstransmission betrug 47,8 für linearpolarisiertes Licht,
dessen polarisiertes Licht, dessen Polarisation mit der Querrichtung
des Films übereinstimmte.
-
Die
Spitzenverstärkung
(PG) und der Betrachtungswinkel (VA) wurden unter Verwendung von
polarisiertem Licht jeweils parallel zur Maschinenrichtung (MD)
und der Querrichtung (TD) gemessen, und die Ergebnisse sind in Tabelle
I zusammengefaßt.
-
Tabelle
I Verstärkungs-
und Betrachtungswinkelmessungen
-
Ein
symmetrischer Diffusor mit einem Betrachtungswinkel von 22° wurde auf
die Oberfläche
gegenüber
dem einfallenden Licht laminiert, und die Spitzengewinne und Betrachtungswinkel
wurden wieder gemessen. Qualitative Charakterisierungen wurden ebenfalls
für Diffusion,
Farbe und Fleckigkeit vorgenommen. Die Ergebnisse der Messungen
und der quantitativen Charakterisierungen sind in Tabelle II zusammengefaßt.
-
Tabelle
II Verstärkungs-
und Betrachtungswinkelmessungen
-
Beispiele 5 und 6. Phasengetrennte
Polystyrolteilchen in einem doppeltbrechenden Harz
-
Die
Beispiele 5 und 6 wurden unter Einsatz der gleichen Technik wie
für Beispiel
4 beschrieben mit der Ausnahme der Orientierungstemperatur hergestellt.
Die Beispiele 5 und 6 wurden bei 130°C bzw. 135°C orientiert. Die Beispiele
5 und 6 wiesen Einfachdurchgangstransmissionswerte von 87,5% bzw.
87,3% für
linearpolarisiertes Licht auf, dessen Polarisation mit der Maschinenrichtung
des Films übereinstimmte.
Die Beispiele 5 und 6 wiesen Einfachdurchgangstransmissionswerte
von 59,6% bzw. 62,3% für
linearpolarisiertes Licht auf, dessen Polarisation mit der Querrichtung
des Films übereinstimmte.
-
Die
Beispiele 5 und 6 wurden entsprechend dem in Beispiel 4 verwendeten
Verfahren charakterisiert, und die Ergebnisse sind in Tabelle III
zusammengefaßt.
-
Tabelle
III Verstärkungs-
und Betrachtungswinkelmessungen
-
Die
Beispiele 4 bis 6 zeigen, daß der
hier erörterte
Ansatz dazu verwendet werden kann, einen lichtdispergierenden Film
herzustellen, der signifikante asymmetrische lichtdispergierende
Eigenschaften aufweist. Ein derartiger Film kann wahlweise mit einem
symmetrischen Diffusor kombiniert werden. Es zeigt sich, daß die resultierende
Struktur ausgezeichnete Eigenschaften hinsichtlich Diffusion, Farbe
und Fleckigkeit aufweist.
-
Wie
oben angemerkt, läßt sich
die vorliegende Erfindung auf Rückprojektionsschirme
anwenden, und es wird davon ausgegangen, daß sie sich besonders für Schirme
eignet, die in Anwendungen verwendet werden, die einen asymmetrischen
Betrachtungswinkel erfordern. Die Erfindung eignet sich außerdem dafür, einem
Benutzer die Möglichkeit
zu geben, einen gewünschten
Betrachtungswinkel oder eine gewünschte
optische Verstärkung
einzustellen.
-
Die
vorliegende Erfindung sollte dementsprechend nicht als auf die oben
beschriebenen bestimmten Beispiele beschränkt angesehen werden, sondern
es versteht sich vielmehr, daß sie
alle Aspekte der Erfindung, wie sie in den beigefügten Ansprüchen entsprechend
dargelegt sind, abdeckt. Verschiedene Modifikationen, äquivalente
Prozesse sowie zahlreiche Strukturen, auf die sich die vorliegende
Erfindung anwenden läßt, ergeben
sich ohne weiteres bei Betrachtung der vorliegenden Patentschrift
dem Fachmann auf dem jeweiligen Gebiet, auf das sich die vorliegende
Erfindung bezieht. Die Ansprüche
sollen alle derartigen Modifikationen und Einrichtungen abdecken.