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DE60015731T2 - Chirurgisches biopsieinstrument - Google Patents

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DE60015731T2
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DE
Germany
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shaft
instrument according
cutting
arm
instrument
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
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Application number
DE60015731T
Other languages
English (en)
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DE60015731D1 (de
Inventor
Samuel Weybridge George
Yusuf Northwood Abrahams
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Individual
Original Assignee
Individual
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Publication of DE60015731T2 publication Critical patent/DE60015731T2/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B18/00Surgical instruments, devices or methods for transferring non-mechanical forms of energy to or from the body
    • A61B18/04Surgical instruments, devices or methods for transferring non-mechanical forms of energy to or from the body by heating
    • A61B18/12Surgical instruments, devices or methods for transferring non-mechanical forms of energy to or from the body by heating by passing a current through the tissue to be heated, e.g. high-frequency current
    • A61B18/14Probes or electrodes therefor
    • A61B18/1485Probes or electrodes therefor having a short rigid shaft for accessing the inner body through natural openings
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B10/00Instruments for taking body samples for diagnostic purposes; Other methods or instruments for diagnosis, e.g. for vaccination diagnosis, sex determination or ovulation-period determination; Throat striking implements
    • A61B10/02Instruments for taking cell samples or for biopsy
    • A61B10/0291Instruments for taking cell samples or for biopsy for uterus
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods
    • A61B17/42Gynaecological or obstetrical instruments or methods
    • A61B2017/4216Operations on uterus, e.g. endometrium
    • A61B2017/4225Cervix uteri
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
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    • A61B18/12Surgical instruments, devices or methods for transferring non-mechanical forms of energy to or from the body by heating by passing a current through the tissue to be heated, e.g. high-frequency current
    • A61B18/14Probes or electrodes therefor
    • A61B2018/1405Electrodes having a specific shape
    • A61B2018/1407Loop

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Description

  • Die Erfindung betrifft die chirurgische Biopsie-Ausschneidung von Gewebe, insbesondere jedoch nicht ausschließlich die Entfernung anormaler Beläge im Gebärmutterhals.
  • Gebärmutterhalskrebs, oder Zervixkarzinom, entwickelt sich für gewöhnlich vom ersten Auftreten präkanzeröser Anomalien an langsam über einen längeren Zeitraum fort. Durch die heutigen fortgeschrittenen Screeningprogramme, die regelmäßige Abstrichtests, Kolposkopie und so weiter umfassen, gibt dieses langsame Fortschreiten vielen Patientinnen die Möglichkeit, Gebärmutterhalskrebs vollständig zu vermeiden, sofern sie von präventiven Maßnahmen profitieren können. Sogar für diejenigen, bei denen dies nicht der Fall ist, ist die Prognose gut, wenn der Krebs frühzeitig entdeckt und behandelt wird.
  • Bevor sich maligne Zellen finden lassen, verändert sich das Gebärmutterhalsgewebe, wobei anfangs am Epithelgewebe auf der Oberfläche des Gebärmutterhalses anormale Zellen aufzutreten beginnen. Dieser präkanzeröse Zustand ist als Dysplasie (Fehlbildung) oder zervikale intraepitheliale Neoplasie (CIN) bekannt.
  • CIN weist nicht direkt auf Krebs hin, sondern bezieht sich auf ein Spektrum von Anomalien, das von leichter Dysplasie, die sich ohne Intervention zurückbilden kann, bis hin zu schwerer Dysplasie reicht, die sich zu einem Carcinom in situ oder Oberflächenkarzinom ausweiten kann, wobei sich der Krebs anfangs am Intraepithelgewebe oder einer Oberflächenschicht des Gebärmutterhalses (Zervix) befindet. Ohne Behandlung beginnen die Krebszellen zu wachsen und breiten sich tiefer im Gebärmutterhals und umliegenden Gebieten aus, was bestenfalls eine Hysterektomie (Gebärmutterentfernung) erforderlich machen und selbstverständlich das Leben der Patientin gefährden kann.
  • Ohne Behandlung können sich ungefähr 30% bis 50% der CIN-Zustände zu einem invasiven Krebs entwickeln. Es ist offensichtlich, dass eine Feststellung und Behandlung von CIN unabdingbar ist, um die mögliche Entwicklung von Gebärmutterhalskrebs zu vermeiden.
  • CIN ist eine Läsion anormaler Zellen, die typischerweise mit dem humanen Papillomavirus (HPV) in Verbindung gebracht werden. Wenn man sich HPV zugezogen hat, infiziert es die Zellen der Transformationszone des Gebärmutterhalses, wo die Zellen des Gebärmutterhalses sich aktiv teilen und wachsen. Wenn diese Zellen wachsen und reifen, werden sie zu Oberfläche gedrängt, weil neue Zellen erzeugt werden, wobei die älteren äußeren Zellen absterben und abgestoßen werden. Wenn das Virus die Zellen infiziert und dann aktiv wird, beginnt die Erzeugung anormaler Zellen in der Transformationszone, und es entwickelt sich eine Läsion im Epithelgewebe an der Oberfläche des Gebärmutterhalses.
  • Eine Entfernung der Läsion stellt eine effiziente Behandlung von CIN dar. Obgleich das HPV verbleibt, wenn die CIN-Läsion entfernt worden ist, ist die Wiederauftrittsrate von CIN ziemlich niedrig, da die Entfernung der Transformationszone das am meisten für CIN anfällige Gewebe beseitigt.
  • Angegriffene oder dysplastische Zellen können durch Kauterisation, Kryochirurgie oder Laserchirurgie entfernt werden. Kauterisation verwendet Wärme, Elektrizität oder Chemikalien, um das anormale Gewebe vom Gebärmutterhals wegzubrennen. Kryochirurgie lässt die Zellen gefrieren, und Laserchirurgie zerstört die Zellen mit einem Laserstrahl. Verschiedene spezifische Techniken umfassen Kryokautern, das Verursachen kalter Gerinnung, umfängliche Schlingenexzision der Transformationszone (large loop excision of the transformation zone), Diathermie, Nadelexzision der Transformationszone, kalte Messerkonisation, Laserabtragung, Laserkonisation und eine Kombination von Schneiddiathermiekonisationen.
  • Ein übliches Gebärmutterhalsexzisionsverfahren verwendet die Konisation (loop electrosurgery), die manchmal Elektrokonisation (Loop Electrosurgical Excision Procedure oder LEEP) genannt wird. LEEP verwendet eine dünne Drahtschlingenelektrode, die mit einem elektrochirurgischen Generator verbunden ist, der elektrischen Strom abgibt, um befallenes Gewebe herauszuschneiden. Ein elektrischer Strom mit niedriger Spannung und relativ hoher Frequenz wird von der Schlinge an die Gewebszellen im unmittelbaren Bereich des Schlingendrahtes abgegeben. Infolge dessen erwärmen sich die Zellen rasch, wobei Wasserdampf erzeugt wird, der die Zellen mikroskopisch zum Platzen bringt und somit das Gewebe teilt, während sich der Draht durch das Gewebe bewegt. Der Draht wird typischerweise über das vorspringende Halsstück des Gebärmutterhalses oder den Ektozervix bewegt, wodurch ein dünnes ringförmiges Gewebestück entfernt wird.
  • Anders als bei den meisten anderen Behandlungsverfahren, insbesondere bei ablativen Verfahren wie etwa Laserchirurgie, ermöglicht es LEEP dem Arzt, die entfernte Probe durch ein Pathologielabor analysieren zu lassen. Dies ermöglicht eine genauere Bewertung des anormalen Gewebes, wodurch entweder bestätigt wird, dass die Läsion mit der Biopsieprobe vollständig entfernt worden ist, oder, wenn dies nicht der Fall ist, welche weitere Behandlung erforderlich sein kann.
  • Das gesamte LEEP-Verfahren dauert für gewöhnlich weniger als fünfzehn Minuten und ist im Allgemeinen äußerst effizient und wird von den Patientinnen gut angenommen. LEEP ist jedoch auch mit Komplikationen verbunden.
  • Da LEEP elektrischen Strom verwendet, können Verbrennungen der Vagina und anderem umliegenden Gewebe auftreten, solche Verletzungen verursachen unnötiges Unbehagen während und nach dem Verfahren und können den Rekonvaleszenzzeitraum der Patientin erheblich verlängern.
  • Ein anderes Problem einer ungenauen Verwendung einer Schlingenelektrode besteht darin, dass die erhaltene Gewebeprobe in Menge und Begrenzung variieren kann. LEEP führt besonders häufig zu fragmentierten und verbrannten Biopsieproben, wenn es notwendig ist, mehrere Durchläufe der Schlinge durchzuführen, wodurch die Diagnosegenauigkeit herabgesetzt wird. Mehrere Durchläufe sind besonders dann erforderlich, wenn sich, wie gewöhnlich, eine Läsion in den Zervikalkanal hinein erstreckt.
  • Eine unvollständige Entfernung der Läsion beim Entfernen der Transformationszone stellt ein weiteres, weit größeres potenzielles Risiko dar, da dies die Langzeitprognose der Patientin nur verschlechtern kann und weitere Verfahren zum Entfernen der verbliebenen anormalen Zellen erforderlich macht. Dadurch wird die Patientin einer weiteren ungenehmen und emotional belastenden Behandlung ausgesetzt. Das gegenteilige Risiko besteht in der Entfernung von zu viel Gewebe, was zu einer Zervixstenose, einem insuffizienten Gebärmutterhals und/oder Sterilität führen kann.
  • Das LEEP zugrunde liegende Problem besteht darin, dass sich die Schlingenelektrode im Allgemeinen am distalen Ende eines langen Handstücks befindet, für das es beim Gebrauch keine Führungsabstützung gibt. Sobald sie mit Energie versorgt wird, schneidet und brennt sich die Schlinge sofort in jedes Gewebe, das mit ihr in Kontakt gerät, so dass eine exakte Positionierung sowohl beim Auftreffen auf den Gebärmutterhals als auch während der Exzision oder Entfernung von Gebärmutterhalsgewebe kritisch ist. Es muss nicht nur der Kopf des Instrumentes vor dem Beginn der Exzision exakt dort platziert werden, wo er benötigt wird, sondern auch die Bewegung des Drahtes muss während seines Exzisionsdurchlaufs über den Gebärmutterhals sorgfältig gesteuert werden. Die fehlende Abstützung macht es sogar für einen erfahrenen Arzt schwierig, einen genauen Schnitt zu erzielen, wobei das Problem noch gravierender ist, wenn der operierende Arzt unerfahren ist, insbesondere wenn die Läsion schlecht sichtbar ist.
  • Der inhärente Mangel an Stabilität der Schlingenelektrode wird noch verschlimmert, da sich die Elektrode selbst unter Einfluss eines Widerstands, während des Durchtretens der Elektrode durch das Gebärmutterhalsgewebe in Bezug auf das Handstück bewegen kann. Dies aggraviert die Schwierigkeit, genau zu wissen, wo sich die Elektrode die ganze Zeit über befindet, und trägt somit zu den Schwierigkeiten bei der Erzeugung eines exakten Schnitts bei.
  • Aufgrund der vorstehend ausgeführten Probleme gab es Versuche, das übliche Schlingen-Zervixbiopsiegerät zu modifizieren. Die bedeutendste Modifikation ist in der internationalen Patentanmeldung Nr. PCT/US95/01262, Veröffentlichungsnummer WO95/20922, von Fischer, beschrieben.
  • Das in der WO95/20922 beschriebene Fischer-Instrument umfasst ein langgestrecktes isoliertes Körperelement mit einem endozervikalen Abschnitt am distalen Ende, einem Kontaktabschnitt am proximalen Ende und einem dazwischen liegenden vaginalen Abschnitt. Ein isolierter Anschlagarm erstreckt sich unter einem rechten Winkel von der Verbindungsstelle des endozervikalen und des vaginalen Abschnitts zum Körperelement. Eine Drahtelektrode erstreckt sich diagonal zwischen dem Anschlagarm und dem endozervikalen Abschnitt.
  • Das Fischer-Instrument wird von einer US-Firma, Apple Medical Corporation, vertrieben. Es ist unter Ärzten als Fischer-Konusbiopsiegerät oder einfach als Fischer-Konus bekannt, welcher Ausdruck aufgrund seiner Kürze nachfolgend verwendet wird.
  • Beim Gebrauch wird der Fischer-Konus mit Hilfe des Kontaktabschnitts mit einem elektrochirurgischen Generator, wie etwa einem Diathermie-Schneid-Koagulationsgerät, verbunden. Das Instrument wird dann durch den Vaginalkanal in den Gebärmutterhals eingeführt, wobei der Vaginalkanal durch ein Entenschnabel-Spekulum offen gehalten wird, was auf dem Gebiet wohlbekannt ist. Der endozervikale Abschnitt ist auf den Zervikalkanal gerichtet, um eine Abstützung des distalen Endes des Instruments zu erzielen, woraufhin der Draht über den Kontaktabschnitt und Stromleiteinrichtungen im isolierten Körper mit Energie versorgt wird.
  • Wenn der mit Energie beaufschlagte Draht das Gebärmutterhalsgewebe am Ektozervix berührt, fließt Strom über den Draht in die Patienten, wobei der Stromkreis durch eine an einem geeigneten Körperteil der Patientin angebrachte Elektrode geschlossen wird. Dieser Strom erwärmt die an den Draht angrenzenden Gewebezellen, bis sie platzen. Der Draht wird dann durch den Gebärmutterhals vorgeschoben, wobei er das Gebärmutterhalsgewebe teilt und wobei der endozervikale Abschnitt weiter in den Zervikalkanal vorgeschoben wird, bis der Anschlagarm den Ektozervix berührt. Wenn diese Position erreicht ist, wird das Instrument um eine volle Umdrehung (360°) um seine Längsachse gedreht, um eine konische Gewebeprobe aus der Transformationszone herauszuschneiden. Der Strom wird dann abgeschaltet, und die herausgeschnittene Probe wird mit dem Instrument aus dem Vaginalkanal herausgezogen.
  • Der in den Zervikalkanal hineinreichende endozervikale Abschnitt wirkt als Drehpunkt, um den der Fischer-Konus während des Schneidvorgangs gedreht wird, wobei der Drehpunkt das distale Ende des Instruments drehbar abstützt. Der am Ektozervix anliegende Arm dient außerdem zur Bestimmung der Schnitttiefe während des Schneidvorgangs. Wahlweise stützt ein sich in zwei Richtungen erstreckender Arm das Instrument an einander gegenüberliegenden Seiten des Zervikalkanals ab, um während der Drehung die Stabilität zu erhöhen. Der Fischer-Konus ermöglicht es daher bis zu einem gewissen Grad, die Exzision zum Teil nach Gefühl durchzuführen.
  • Die Genauigkeit des Fischer-Konus wird durch die Schlingenelektrode weiter verbessert, da der Arm die diagonale Elektrode während des gesamten Verfahrens straff und gerade hält und da die Elektrode selbst so kurz wie möglich ist.
  • Obgleich die verbesserte Stabilität, Einfachheit der Anwendung und somit die Genauigkeit, die durch den Fischer-Konus erreicht werden, von Ärzten gut aufgenommen wurden, hat der Fischer-Konus auch seine Nachteile.
  • Ein Problem besteht darin, dass jeder von der Norm abweichende Gebärmutterhals in seiner Größe und Form sowie hinsichtlich Position, Tiefe und Ausmaß der Läsion einzigartig ist. Die einzige Möglichkeit, den Fischer-Konus an diese Variationen anzupassen besteht darin, eine vorgegebene Palette von Instrumenten vorzusehen, die sich in Länge und Winkel der diagonalen Elektrode voneinander unterscheiden. Dadurch ist es dem Arzt möglich, ein geeignetes Instrument aus dieser Palette auszuwählen und zu hoffen, dass die Patientin und die benötigte Biopsieprobe mit einem der zur Verfügung stehenden Instrumente zusammenpassen.
  • Selbstverständlich kommt es selten vor, dass das gewählte Instrument genau für den fraglichen Gebärmutterhals und die fragliche Läsion passend ist. Läsionen sind selten gleichmäßig rund um die Transformationszone verteilt und können tatsächlich in manchen Gebieten tiefer sein als in anderen. Folglich wird bei Verwendung des Fischer-Konus dann, wenn von einem Gebiet des Gebärmutterhalses mehr Gewebe entfernt werden muss als von einem anderen, das weniger befallene Gebiet unnötig geschädigt, wodurch schließlich dieselben Probleme verursacht werden, die auch bei LEEP auftreten. Die einzige Möglichkeit, dies zu vermeiden, besteht darin, einen Teilschnitt zu machen, indem das Instrument um weniger als 360° gedreht wird, oder die Schnitttiefe örtlich zu verringern, indem das Instrument während der Schneidbewegung teilweise zurückgezogen wird. Bei keiner Technik wird der Fischer-Konus zu seinem größten Vorteil eingesetzt.
  • Ein weiterer Nachteil des Fischer-Konus ist die Notwendigkeit, das Instrument um volle 360° zu drehen, wenn es erwünscht ist, eine vollständige konische Exzision durchzuführen. Dadurch können Fehler auftreten, da der Arzt bzw. die Ärztin seinen oder ihren Griff am Instrument während der Exzisionsbewegung verändern muss: das Handgelenk des Arztes bzw. der Ärztin kann sich nicht um 360° drehen. Die Möglichkeit, dass Fehler gemacht werden, steigt noch, wenn der Zervikalkanal breiter als der endozervikale Abschnitt des Instruments ist, wie es bei so genannten auseinander klaffenden oder erweiterten Gebärmutterhälsen häufig vorkommt: der Zervikalkanal kann dann den endozervikaien Abschnitt nicht eng genug anliegend aufnehmend, um einen ortsfesten Drehpunkt zu erzeugen, und somit den endozervikalen Abschnitt nicht genau zentrieren.
  • Die Palette von gerade fünf Fischer-Konuskonfigurationen, die derzeit im Handel erhältlich ist, kann unmöglich allen Situationen gerecht werden. Die Folge davon ist, dass es die Verwendung des Fischer-Konus noch immer erforderlich machen kann, dass der Arzt oder die Ärztin während der Exzision beim Steuern der Bewegung des Instruments besonders großes Geschick aufwenden muss.
  • Obgleich zur erfolgreichen Durchführung eines Zervixbiopsieverfahrens immer Geschick erforderlich sein wird, besteht ein Bedarf daran, die Genauigkeit, Effizienz und Einfachheit der Anwendung bestehender Instrumente zu verbessern. Die vorliegende Erfindung ist vor diesem Hintergrund entstanden und wurde angesichts dieses Bedarfs entwickelt.
  • Ein weiteres Dokument des Standes der Technik, WO87/05486 von Malmström, offenbart ein Zervixbiopsieinstrument mit einem Schaft, der eine Längsachse bildet und ein proximales Ende sowie ein distales Ende aufweist, wenigstens einem Arm, der sich seitlich vom Schaft erstreckt, einem Schneiddraht, der in der Lage ist, Gewebe zu schneiden, wenn dem Draht beim Gebrauch über Stromleiteinrichtungen im Schaft Strom zugeführt wird, wobei ein Schneidabschnitt des Schneiddrahtes an einem äußeren Ende durch den Arm gestützt oder gehalten wird und relativ zur Längsachse geneigt ist oder schräg verläuft, derart, dass der Schneidabschnitt des Drahtes mit der Längsachse, die sich vom Arm in Richtung des distalen Endes bewegt, konvergiert, und einem Mittel zum Einstellen oder Festlegen der Neigung und/oder Länge des Schneidabschnitts.
  • Im Hinblick auf WO87/05486 von Malmström ist die vorliegende Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass der Arm im Verhältnis zur Längsachse längenvariabel ist, um den Abstand zwischen dem äußeren Ende des Schneidabschnitts und der Längsachse zu verändern.
  • Das erfindungsgemäße Instrument kann daher so eingestellt werden, dass ein angemessener Abschnitt des Zervix entfernt wird. Allgemein verleiht die Möglichkeit, die Neigung und/oder Länge des Schneidabschnitts einstellen oder festlegen zu können, dem Instrument Anpassungsfähigkeit. Dadurch kann ein einzelnes Instrument unterschiedlich große, geformte und positionierte Zervixläsionen in einer Weise behandeln, die klinisch effizient, jedoch minimal invasiv ist. Anders ausgedrückt, die Erfindung hilft dem Arzt dabei, den schwierigen Mittelweg zwischen einer zu geringen Exzision, die durch das Unvermögen, den Ausbruch oder das Fortschreiten von Gebärmutterhalskrebs aufzuhalten, potenziell das Leben der Patientin gefährdet, und einer zu umfangreichen Exzision zu finden, die potenziell zu einem insuffizienten Gebärmutterhals und dem Ende der Fortpflanzungsfähigkeit der Patientin führt.
  • Obgleich angesichts des erfindungsgemäßen Konzepts viele unterschiedlich komplexe Möglichkeiten zum Erzielen eines längenvariablen Arms von den Fachleuten auf diesem Gebiet leicht aufgefunden werden können, ist es bei der Erfindung bevorzugt, dass der oder jeder Arm einfach in einem Ausmaß plastisch verformbar ist, dass er vor dem Gebrauch gebogen werden kann, um seine Form und Länge einzustellen, wobei er dann diese Form und Länge beim normalen Gebrauch des Instruments beibehält.
  • Wenn zwei oder mehr längenvariable Arme vorhanden sind und die Länge eines Arms unabhängig von dem oder jedem anderen Arm eingestellt werden kann, kann ein asymmetrischer Schnitt durch eine einfache Drehung um 180° oder weniger erzielt werden. Dies kann von einzigartiger Bedeutung sein, wenn, wie es häufig vorkommt, die Läsion asymmetrisch oder der Gebärmutterhals verformt ist und es daher erwünscht ist, Gewebe nicht in gleicher Tiefe um den gesamten Gebärmutterhals herum zu entfernen.
  • Es ist bevorzugt, dass die Neigung und/oder Länge des Schneidabschnitts stufenlos verstellbar sind, damit das Instrument genau an die Bedürfnisse des Arztes angepasst werden kann.
  • Obgleich es bevorzugt ist, dass sich der Schneidabschnitt von dem durch den Arm gestützten oder gehaltenen äußeren Ende zu einem inneren Ende erstreckt, das vom Schaft am oder nahe dem distalen Ende gestützt oder gehalten wird, muss das innere Ende des Schneidabschnitts nicht direkt vom Schaft gestützt oder gehalten werden, sondern könnte auch durch eine andere Stütz- oder Haltestruktur gestützt oder gehalten werden, die wiederum durch den Schaft gestützt oder gehalten wird.
  • Bei besonders bevorzugten Ausführungsformen erstrecken sich mehrere Arme seitlich vom Schaft und sind unter einem Winkel um den Schaft beabstandet angeordnet, wobei jeder Arm jeweils einen Schneidabschnitt mit einer Neigung relativ zur Längsachse stützt oder hält, so dass die Schneidabschnitte nahe dem distalen Ende mit der Längsachse konvergieren. Noch bevorzugter sind mindestens ein erster und ein zweiter Arm einander entgegengesetzt um den Schaft angeordnet, so dass die Schneidabschnitte des Schneiddrahtes, die von diesen Armen gestützt oder gehalten werden, im Wesentlichen coplanar sind.
  • Durch Vorsehen mehr als eines Arms am erfindungsgemäßen Instrument und durch Anordnen dieser Arme um den Schaft in beispielsweise einer diametral gegenüberliegenden Anordnung mit einem Abstand von 180° muss der Arzt oder die Ärztin das Instrument nicht um volle 360° drehen, um eine vollständige konische Gewebeprobe zu entnehmen. Stattdessen reicht eine Drehung von 180° aus, und es genügt sogar eine geringere Drehung, wenn mehr als zwei Arme verwendet werden. Allgemein gilt: je geringer die Winkelbewegung, die der Arzt oder die Ärztin ausführen muss, desto besser sind die Chancen einer gleichmäßigen und korrekten Position und Tiefe des Schnitts. Nichtsdestotrotz werden zwei Arme für die Zwecke der Erfindung als ausreichend angesehen und sind gegenüber einer größeren Anzahl von Armen bevorzugt.
  • Selbstverständlich muss ein Arzt oder eine Ärztin nicht notwendigerweise um volle 360° schneiden, bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sehen Einstellungen des Instruments vor, um auf einer Seite des Gebärmutterhalses ein Schneiden zu vermeiden oder die Schnitttiefe dort zu verringern. Wenn beispielsweise zwei oder mehr längenvariable Arme vorhanden sind, kann die Länge eines Arms unabhängig von dem oder jedem anderen Arm eingestellt werden. Darüber hinaus ist es immer Sache des Arztes bzw. der Ärztin, wie weit er oder sie das Instrument drehen möchte und damit, wie viel er oder sie herausschneiden möchte.
  • Das Vorsehen von mehr als einem Arm hilft außerdem beim Zentrieren des Instruments in der Zervikalöffnung, und zwar sowohl bei der Einführung des Instruments als auch während der Exzision von Gewebe. Die relative Symmetrie des Instruments und die größere Gleichmäßigkeit der Widerstandskräfte, die sich beim Drehen auf beiden Seiten der Längsachse spüren lassen, bietet einen Grad an Selbstzentrierung, der bei den bekannten asymmetrischen Instrumenten nicht gegeben ist.
  • Es ist ferner bevorzugt, dass der oder jeder Arm während der Einstellung in eine Richtung bewegbar ist, die bezüglich des distalen Endes des Schaftes parallel zur Längsachse verläuft. Zu diesem Zweck kann der oder jeder Arm an einem Schlitten befestigt werden, der seinerseits zur Bewegung längs des Schaftes an diesem angebracht ist. Aus Gründen der Einfachheit ist diese Längsbewegung des oder jedes Arms bevorzugt eine Gleitbewegung, die die Arme in einer fixen Winkelbeziehung zum Schaft hält.
  • Wenn die Position des inneren Endes des Schneidabschnitts in Bezug auf das distale Ende des Schaftes fixiert ist, trägt eine Bewegung des oder jedes Arms auf diese Weise ohne seine Länge zu verändern dazu bei, den Schneidabschnitt zu verlängern oder zu verkürzen und seinen Neigungswinkel in Bezug auf die Längsachse zu verändern. Dies ist eine Möglichkeit, das Instrument dafür anzupassen, einen angemessenen Abschnitt des Gebärmutterhalses zu entfernen.
  • Ein Verändern der Länge des oder jedes Arms, ohne seine Längsposition in Bezug auf das distale Ende zu verändern, trägt ebenfalls dazu bei, den Schneidabschnitt zu verlängern oder zu verkürzen und seinen Neigungswinkel in Bezug auf die Längsachse zu verändern.
  • Zur Unterstützung einer korrekten Positionierung kann der Schaft ein Graduierungsmittel aufweisen, das während der Einstellung sichtbar ist, um die Position des oder jedes Armes in Bezug auf das distale Ende des Schaftes anzuzeigen. Zur Beibehaltung der korrekten Position ist in geeigneter Weise ein Mittel zum Sperren des Schlittens vorgesehen, um eine Bewegung des Schlittens in Bezug auf den Schaft zu verhindern.
  • In der Praxis können die unterschiedlichen Arten der Einstellung, die durch die bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung bereitgestellt werden, mit großer Flexibilität in Kombination verwendet werden. Auf diese Weise kann ein Arzt das Instrument so anpassen, dass er den betroffenen speziellen Gebärmutterhals und die fragliche Läsion behandeln kann, ohne eines aus einer Palette unterschiedlicher Instrumente verwenden zu müssen, von denen möglicherweise keines für die fragliche Aufgabe genau richtig ist.
  • Wenn der Schneidabschnitt durch eines der vorstehenden Einstellungsmittel verkürzt wird, sind vorteilhafterweise Rückholmittel vorgesehen, um überschüssigen Schneiddraht einzuziehen und dadurch den Schneidabschnitt straff und gerade zu haften. Der eingezogene Schneiddraht kann in einer Aufnahme aufbewahrt werden, um ausgegeben zu werden, wenn der Schneidabschnitt verlängert wird. Aus Gründen der Kompaktheit und Robustheit befinden sich die Rückholmittel und die Aufnahme bevorzugt innerhalb des Schaftes, obgleich es denkbar ist, dass diese Einrichtungen außen angebracht sein könnten. Es ist ferner bevorzugt, dass der Schneidabschnitt an seinem äußeren Ende am Arm fixiert ist und dass sein inneres Ende vom Schaft in einer Weise gehalten oder gestützt wird, die es dem Schneiddraht ermöglicht, sich unter dem Einfluss des Rückholmittels zu bewegen, wenn der Schneidabschnitt in der Länge verändert wird. Dies vereinfacht die Konstruktion des oder jedes Armes. Es wäre jedoch möglich, die Anordnung umzukehren, so dass der Schneidabschnitt an seinem inneren Ende am Schaft fixiert ist und an seinem äußeren Ende durch den oder jeden Arm in einer Weise gestützt oder gehalten wird, die es dem Schneiddraht ermöglicht, sich zu bewegen, wenn der Schneidabschnitt in der Länge verändert wird.
  • Bei jeder Anordnung ist es äußerst vorteilhaft, dass das Rückholmittel die Spannung an den Schneidabschnitten nach der Einstellung aufrechterhält. Zweckmäßigerweise umfasst das Rückholmittel ein unter Spannung arbeitendes Federmittel. Es kann ein erstes und ein zweites Federmittel vorhanden sein, wobei das erste Federmittel in Bezug auf das zweite Federmittel distal angeordnet ist und die Federmittel in Längsrichtung in einem Ausmaß voneinander versetzt sind, das notwendig ist, um beim Gebrauch ihre maximale Ausdehnung zu ermöglichen. In diesem Fall ist sogar dann Platz für beide Federmittel, wenn sie sich in einem rohrförmigen Schaftabschnitt befinden und einen Gesamtdurchmesser haben, der größer als der Innendurchmesser dieses Schaftabschnitts ist.
  • Bei einer alternativen Anordnung befinden sich das erste und das zweite Federmittel nebeneinander an in Längsrichtung korrespondierenden Positionen. In diesem Fall sind das erste und das zweite Federmittel bevorzugt voneinander getrennt, um sicherzustellen, dass jedes ohne Behinderung durch das andere arbeiten kann. Eine elegante Entwicklung verwendet ein gemeinsames Federmittel, das sowohl auf den ersten als auch auf den zweiten Draht einwirkt, um die Schneidabschnitte zu spannen und einzuziehen. Die Trennwand zwischen denn ersten und dem zweiten Draht weist geeigneterweise eine Öffnung auf, durch die sich die gemeinsame Federeinrichtung erstreckt.
  • Da die Öffnung eines erweiterten oder offenstehenden Zervikalkanals breiter als der Schaft sein kann, ist bevorzugt eine Zentriereinrichtung vorgesehen, die längs des Schaftes in einer parallel zur Längsachse verlaufenden Richtung bewegbar ist, wobei die Zentriereinrichtung in Richtung des distalen Ende des Schaftes vorgeschoben wird, um sich während des Gebrauchs in Eingriff mit dem Zervixkanal zu befinden. Um unterschiedlichen Größen des Zervikalkanals gerecht zu werden, bildet die Zentriereinrichtung bevorzugt eine am Gebärmutterhals angreifende Oberfläche, die sich zum distalen Ende des Schaftes hin verjüngt. Bei einer einfachen Anordnung, die diese Aufgabe erfüllt, ist die Zentriereinrichtung ein um den Schaft gelegener kegelstumpfförmiger Kragen, der längs des Schaftes vorgeschoben werden kann, wenn es erwünscht ist, den Schaft effizient zu verbreitern, um ihn an einen offenstehenden Gebärmutterhals anzupassen.
  • Das erfindungsgemäße Instrument besitzt daher bevorzugt einen Schaft, der eine Längsachse bildet und ein proximales Ende sowie ein distales Ende aufweist, wobei ein distaler Endabschnitt während des Gebrauchs in einem Zervikalkanal aufgenommen ist und dadurch einen Drehpunkt für eine winkelförmige Exzisionsbewegung um die Längsachse bildet, wobei das Instrument ferner eine Zentriereinrichtung umfasst, die am distalen Endabschnitt positionierbar ist, um den Schaft in einem Zervikalkanal zu zentrieren, der breiter als der Querdurchmesser des distalen Endabschnitts ist.
  • Zur Vermeidung von Behinderungen beim Einführen des distalen Endabschnitts in einen normalen Gebärmutterhals weist die Zentriereinrichtung bevorzugt eine Parkstellung auf, die in Bezug auf den oder jeden Arm proximal angeordnet ist. Die Zentriereinrichtung kann dann in eine Stellung vorgeschoben werden, in der sie am Gebärmutterhals anliegt und die in Bezug auf den oder jeden Arm distal gelegen ist.
  • Wenn die Zentriereinrichtung ein um den Schaft gelegener Kragen ist, kann der Kragen den Schaft elastisch umgreifen, oder die Zentriereinrichtung und der Schaft können komplementäre Gewinde aufweisen, durch welche die Zentriereinrichtung in Bezug auf den Schaft in Längsrichtung bewegbar ist.
  • Zum besseren Verständnis der Erfindung wird nun beispielhaft auf die begleitenden Zeichnungen Bezug genommen. Es zeigen:
  • 1 eine schematische Schnittansicht einer ersten Ausführungsform der Erfindung, wobei die Schneidabschnitte nahezu ihre maximale Länge haben, der die Arme abstützende Schlitten dem distalen Ende abgewandt und mäßig weit ausgefahren ist, mit einer Zentriereinrichtung in einer Parkstellung,
  • 2 eine Querschnitt-End- oder -Aufsicht längs der Linie II-II aus 1, die die Form der Arme darstellt,
  • 3 eine Schnittendansicht oder Schnittdraufsicht längs der Linie III-III aus 1, die die Anordnung der Zentriereinrichtung in Form eines um den Schaft gelegenen Kragens darstellt,
  • 4 eine Querschnitt-End- oder -Aufsicht längs der Linie IV-IV aus 1, die die innenliegenden Merkmale der Sperreinrichtung zeigt,
  • 5 eine 1 entsprechende schematische Schnittansicht, die jedoch die erste Ausführungsform in einer Einstellung zum Gebrauch zeigt, bei der ein Arm verlängert, der andere Arm verkürzt, der Schlitten näher zum distalen Ende gestellt und eine Zentriereinrichtung in eine Stellung vorgeschoben ist, in der Eingriff mit dem Gebärmutterhals gegeben ist,
  • 6 eine 2 entsprechende Querschnitt-End- oder -Aufsicht längs der Linie VI-VI aus 5, die jedoch die Form der Arme im zum Gebrauch eingestellten Zustand zeigt,
  • 7 eine seitliche Schnittansicht der ersten Ausführungsform beim Gebrauch während einer Zervixbiopsieexzision, die an einem offenstehendem Gebärmutterhals durchgeführt wird,
  • 8 eine schematische Teilansicht im Schnitt, die Details einer zweiten Ausführungsform der Erfindung zeigt, welche eine andere Rückholfederanordnung verwendet,
  • 9 eine schematische Detailansicht eines Teils einer Abwandlung der zweiten Ausführungsform im Schnitt, bei der eine gemeinsame Rückholfeder verwendet wird, welche auf beide Schneidabschnitte wirkt,
  • 10 eine schematische Schnittansicht, die im Wesentlichen 1 entspricht, jedoch eine Abwandlung der ersten Ausführungsform in Form eines Lineals zum Messen der Länge der Arme darstellt, und
  • 11 eine schematische räumliche Ansicht einer alternativen Sperreinrichtung für den Schlitten.
  • Bezugnehmend zunächst auf die 1 bis 4 der Zeichnungen umfasst ein Instrument (1) gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung einen geraden, hohlen, rohrförmigen Schaft (2) mit kreisförmigem Querschnitt, der aus einem beliebigen geeignetermaßen stabilen, elektrisch isolierenden oder nicht leitenden Material gefertigt ist. Der Schaft ist nicht maßstabsgetreu dargestellt, sondern würde in der Realität einen exemplarischen Durchmesser von ungefähr 5 mm und eine Länge von ungefähr 120 mm haben.
  • Der Schaft weist einen distalen Endabschnitt (3) aus einem Material auf, das den hohen Temperaturen standhalten kann, die während der Exzision auftreten. Der distale Endabschnitt verjüngt sich an seinem Ende, um am distalen Ende in einem Punkt zu enden, der einen schmales mittiges Loch (4) bildet, dessen Zweck noch erläutert wird. Ansonsten verlaufen die Wände des Schaftes im Wesentlichen parallel und symmetrisch um eine mittige Längsachse des Schaftes.
  • Eine Elektrode (5) ist eng anliegend in das proximale Ende (6) des rohrförmigen Schaftes eingepasst. Das freiliegende äußere oder proximale Ende der Elektrode (5) kann leitfähig mit einem Diathermie-Schneid-Koagulationsgerät bekannter Art verbunden werden, wie es beispielsweise mit dem Fischer-Konus verwendet wird.
  • Ein ringförmiger Schlitten (7) ist in Längsrichtung längs der Außenseite des Schaftes (2) stufenlos verschieblich. Ein Sperrmittel (8) fixiert den Schlitten (7) am Schaft (2) in einer gewünschten Längsstellung unter Verwendung eines Mechanismus, der nachfolgend unter Bezugnahme auf 4 beschrieben ist. Außen am distalen Schaftabschnitt (3) angebrachte Meßbereichseinteilungen (9), die im gezeigten Beispiel vom distalen Ende aus in 10mm-Abständen dargestellt sind, ermöglichen es dem Benutzer, die Längsstellung des Schlittens (7) in Bezug auf das distale Ende auf einfache Weise abzumessen.
  • Der Schlitten (7) stützt zwei einander gegenüberliegende Arme (10), die sich seitlich um den Schaft (2) in einer diametral entgegengesetzten, um 180° voneinander beabstandeten Anordnung erstrecken, wenn man sie von einem Ende des Schaftes (2) aus betrachtet. Jeder Arm (10) weist einen inneren Abschnitt (11) auf, der sich vom Schlitten in distaler Richtung über eine kurze Strecke, beispielsweise 10 mm, und im Wesentlichen parallel zur Längsachse des Schaftes (2) erstreckt. Die inneren Abschnitte (11) sind vom Schaft beabstandet, um eine Aussparung (12) um den Schaft (2) zu bilden, deren Zweck noch erläutert wird, wobei die Aussparung z.B. ungefähr 10 mm breit ist. Jeder Arm (10) weist außerdem einen äußeren Abschnitt (13) auf, der sich Relation zur Längsachse rechtwinklig nach außen erstreckt, und zwar vom distalen Ende des inneren Abschnitts (11) aus, wobei der äußere Abschnitt (13) in einem freien Ende (14) endet.
  • Die äußeren Abschnitte (13) der Arme (10) erscheinen in der Seitenansicht gemäß 1 gerade; wie jedoch aus der Schnittansicht gemäß 2 hervorgeht, sind die äußeren Abschnitte (13) in der Ansicht vom Ende her oder Draufsicht entgegengesetzt gekrümmt. Die Krümmung ist in dem Sinne entgegengesetzt, dass sich ein äußerer Abschnitt (13a) auf einer Seite einer Linie krümmt, welche die freien Enden (14) der äußeren Abschnitte (13) verbindet und sich durch die inneren Teile der Arme (11) und die mittige Längsachse des Schaftes (2) erstreckt, und sich der andere äußere Abschnitt (13b) auf der anderen Seite dieser Linie krümmt.
  • Die Krümmung der äußeren Teile der Arme (13) ist in der Darstellung halbkreisförmig, sie kann jedoch nach Wunsch variiert werden. Diesbezüglich sei darauf hingewiesen, dass der Querschnitt jedes äußeren Abschnitts (13) etwas abgeflacht ist, so dass die Dicke der äußeren Abschnitte (13), wenn sie von der Seite betrachtet werden, größer als in Draufsicht oder Endansicht ist. Dies stellt ein nützliches fakultatives Merkmal der Erfindung dar, das darin besteht, dass die äußeren Armabschnitte (13) in Draufsicht oder Endansicht gebogen sein können, um ihre Länge zu verändern und zu verstellen. Die Krümmung der äußeren Abschnitte (13) ist zwischen einer weniger gebogenen Krümmung zum Verlängern der Arme (10) und einer stärkeren Krümmung zum Verkürzen der Arme (10) veränderbar.
  • Die äußeren Abschnitte (13) können beispielsweise längs der Krümmung jeweils 30 mm lang sein, was bedeutet, dass die maximale Länge jedes Arms (10), wenn der äußere Abschnitt begradigt wäre, vom distalen Ende des inneren Abschnitts (11) 30 mm betrüge. Eine typische Länge würde, wenn der Arm (10) gekrümmt ist, beispielsweise 20 mm betragen, innerhalb eines möglichen Bereiches von vielleicht 5 mm bis 30 mm.
  • Um dieses Merkmal zu realisieren, sind die äußeren Armabschnitte (13) aus einem plastisch verformbaren und bevorzugt manuell biegbaren Material gefertigt, wie etwa einem dicken, isolierten Draht, der durch wiederholtes Biegen nicht ermüdet und seine Einstellung während der Belastung beim normalen Gebrauch beibehalten kann. Die inneren Armabschnitte (11) sind aus einem relativ starren isolierten Draht gefertigt, der sich nicht biegt, wenn die äußeren Abschnitte gebogen werden.
  • Ein erster und ein zweiter Draht (15a, 15b) sind an voneinander beabstandeten Stellen mit dem distalen oder inneren Ende der Elektrode (5) leitend verbunden und erstrecken sich von der Elektrode in distaler Richtung innerhalb des hohlen Schafts (2), wobei sie nebeneinander liegen und bis zu dem verjüngten distalen Ende (3) reichen. Der Abstand der Drähte (15) verjüngt sich zwischen den beiden auf ihrem Weg zum distalen Ende (3), wobei sie am distalen Ende durch den Rand des Loches (4) gehalten werden, dessen Durchmesser kleiner ist als der Abstand zwischen den Drähten (15) an der Stelle, an der sie mit der Elektrode (5) verbunden sind.
  • Die Drähte (15) treten durch das Loch (4) aus dem Schaft (2) an dessen distalem Ende (3) aus, von wo aus die Drähte 15 dann, in proximaler Richtung und nach außen, einander gegenüberliegend zurücklaufen, wobei sie gerade Schneidabschnitte (16) bilden, die relativ zur Längsachse des Schaftes (2) schräg verlaufen. Jeder Schneidabschnitt (16) erstreckt sich bis zum freien Ende (14) des jeweiligen äußeren Armabschnitts (13) und ist an diesem verankert. Die Schneidabschnitte (16) verlaufen daher zueinander und zum distalen Schaftende (3) koplanar und definieren einen im Wesentlichen dreieckigen Schneidkopf (26) um den Schaft (2).
  • Im Schaft (2) bilden der erste und der zweite Draht (15) jeweils proximate Drahtabschnitte (17) und distale Drahtabschnitte (18), die jeweils durch Schraubenfedern (19) miteinander verbunden sind. Die Federn (19) stehen fortwährend unter Spannung, um die Drähte (15) und somit die Schneidabschnitte (16) straff und gerade zu halten, unabhängig davon, wie die Arme (10) eingestellt sind. Wenn eine Veränderung an den Armen (10) die Schneidabschnitte (16) verkürzt, wird der überschüssige Draht (15) durch die Spannung der Federn (19) in den Schaft (2) zurückgezogen. Durch die Verkürzung unter ihrer eigenen Spannung bewahren die Federn (19) außerdem den überschüssigen Draht (15) im Schaft (2) auf. Wenn im Gegensatz dazu die Anpassung der Arme (10) die Schneidabschnitte (16) verlängert, verlängern sich die Federn (19), um den aufgenommenen Draht (15) an die Schneidabschnitte (16) zu entlassen oder auszugeben.
  • Jeder der proximalen Drahtabschnitte (17) ist an seinem proximalen Ende leitend mit der Elektrode (5) und an seinem distalen Ende mit einer jeweiligen Feder (19) verbunden. Jeder der distalen Drahtabschnitte (18) ist an seinem proximalen Ende leitend mit einer jeweiligen Feder (19) verbunden und erstreckt sich von dort in distaler Richtung zum distalen Schaftende (3). Die Federn (19) leiten den Strom von der Elektrode (5) zu den distalen Drahtabschnitten (18), um die Schneidabschnitte (16) beim Gebrauch mit Energie zu versorgen, so dass die Federn (19), für die Zwecke dieser Beschreibung, als Teil der ersten und zweiten Drähte (15) angesehen werden können.
  • Man wird feststellen, dass sich die Feder des ersten Drahtes (19a) nahe der Mitte des Schaftes (2) und somit bezüglich der Feder des zweiten Drahtes (19b) distal befindet, wobei diese Feder sich nahe dem proximalen Ende des Schaftes (2) befindet. Diese in Längsrichtung versetzte Federanordnung ist vorteilhaft, da sie ermöglicht, dass der Schaft (2) zwei Federn (19) aufnehmen kann, deren Gesamtdurchmesser möglicherweise breiter als der Innendurchmesser des Schaftes (2) ist. Der Versatzgrad zwischen den Federn (19) ist derart, dass sich jede auf ihre maximale Länge ausdehnen kann, was der Fall ist, wenn die Schneidabschnitte (16) am längsten sind, ohne die andere Feder (19), die ebenfalls ihre maximale Länge hat, zu behindern.
  • Bei den dargestellten bevorzugten Ausführungsformen hat eine Zentriereinrichtung die Form eines Kragens (20), der aus einem beliebigen geeigneten Material gefertigt ist, wie etwa Gummi, Kunststoff oder einer Kombination daraus. Der Kragen (20) liegt eng um den Schaft (2) an und hat eine mittige Längsbohrung, die mit dem Außendurchmesser des Schaftes übereinstimmt und in dem gezeigten Beispiel somit einen Durchmesser von ungefähr 5 mm hat. Der Kragen (20) hat in dem gezeigten Beispiel eine Länge von ungefähr 10 mm und verjüngt sich von einer proximalen Basis von ungefähr 10 mm Breite zu einer distalen Spitze, die kaum breiter als der Schaft (2) ist. Die verjüngte kegelstumpfförmige Oberfläche des Kragens (20) ist so geformt, dass sie in den Öffnungen von erweiterten Zervikalkanälen unterschiedlicher Durchmesser eng anliegt.
  • Es wird darauf hingewiesen, dass der Kragen (20) so bemessen ist, dass er, wie dargestellt, in einer Parkstellung in der vorstehend erwähnten Aussparung (12) zwischen den inneren Armabschnitten (11) und somit proximal hinter den äußeren Armabschnitten (13) ruht. Dort behindert der Kragen (20) nicht die Einführung des Instruments (1) in einen normalen Gebärmutterhals oder einen verengten, d.h. stenosierten Gebärmutterhals bis zu einer Schneidtiefe, an der die äußeren Armabschnitte (13) am Ektozervix (21) anliegen. In diesen Fällen wird der Schaft (2) eng genug im Zervikalkanal (22) aufgenommen, um sich selbst genau zu zentrieren. Wenn es jedoch notwendig ist, die Zentrierung in einem offenstehenden Gebärmutterhals zu unterstützen, wird der Kragen (20) zum distalen Schaftende (3) vorgeschoben, wobei er sich aus der Parkstellung heraus und in distaler Richtung vor die äußeren Armabschnitte (13) in eine Stellung bewegt, in der er am Gebärmutterhals angreift. In dieser Stellung liegt der Kragen (20) eng innerhalb der Öffnung des Zervikalkanals (22) an, wenn die Schneidabschnitte (16) beim Gebrauch ihre Schneidtiefe erreichen, und die äußeren Armabschnitte (13) liegen am Ektozervix (21) an, wodurch das Instrument (1) während einer Exzisionsbewegung leicht geschwenkt werden kann.
  • Bei der gezeigten Ausführungsform ist der Sitz zwischen Kragen (20) und Schaft (2) derart, dass der Kragen (20) längs des Schaftes (2) bequem durch die Finger des Benutzers bewegt werden kann, ohne jedoch locker zu sein, wobei die bevorzugte Elastizität des Kragens (20) den Schaft (2) in jeder Stellung festhält, um ein Verrutschen des Kragens (20) unter den normalen Längsbelastungen während des Gebrauchs zu verhindern. Andere Ausgestaltungen sind möglich, was am Ende dieser Beschreibung erläutert wird.
  • Die vorstehend erwähnten Bereichseinteilungen (9), die am distalen Schaftabschnitt (3) angebracht sind, dienen hauptsächlich dem Zweck, die Einstellung der Längsposition der Arme (10) zu unterstützen; es sei jedoch darauf hingewiesen, dass die Bereichseinteilungen (9) es dem Benutzer außerdem ermöglichen, die Längsstellung des Kragens (20) in Bezug auf das distale Schaftende (3) abzumessen.
  • Bezug nehmend nun wieder auf die Sperreinrichtung (8) sei angemerkt, dass diese in jeder geeigneten Form ausgeführt und aus jedem geeigneten Material gefertigt sein und einen beliebigen einer Vielzahl an Mechanismen nutzen kann. Eine einfache und daher bevorzugte Sperranordnung ist dargestellt und umfasst ein rohrförmiges Gehäuse (23) mit kreisförmigem Querschnitt, das die Arme (10) abstützt und somit außerdem als Hauptbauteil des Schlittens (7) dient.
  • Wie am besten in der Schnittansicht von 4 gezeigt, ist die Mittelachse des Gehäuses (23) im rechten Winkel zur Längsachse des Schaftes (2) ausgerichtet. Das Gehäuse (23) weist ein geschlossenes Ende, ein offenes Ende und miteinander fluchtende Löcher in seiner zylindrischen Wand auf, um den Schaft (2) in Form eines Gleitsitzes in der rechtwinkligen Ausrichtung einzulassen. Das Gehäuse (23) enthält ferner einen Kolben (24) in Form eines kurzen, eng anliegenden Stückes einer runden Stange, die mit der Mittelachse des Gehäuses (23) fluchtet. Durch den Kolben (24) reicht eine Querbohrung, die rechtwinklig zur Mittelachse des Gehäuses (23) verläuft und mit den Löchern im Gehäuse zum Fluchten gebracht werden kann, wobei die Bohrung in vergleichbarer Weise den Schaft (2) als Gleitsitz aufnimmt, wenn sie entsprechend ausgerichtet ist. Das äußere Ende des Kolbens (24) erstreckt sich etwas aus dem Gehäuse (23) heraus.
  • Eine im Gehäuse (23) befindliche Schraubenfeder (25) ist zwischen dem geschlossenen Ende des Gehäuses und dem inneren Ende des Kolbens (24) eingeklemmt, wodurch sie die Bohrung im Kolben (24) so vorspannt, dass diese nicht mit den Löchern im Gehäuse (23) fluchtet, wodurch auf den Schaft (2) dort Reibung ausgeübt wird, wo das Gehäuse (23) und der Kolben (24) mit dem Schaft (2) in Kontakt stehen. Diese Reibung fixiert das Gehäuse (23) in Bezug auf den Schaft (2) in einem Maße, dass Längs- oder Winkelbewegungen der Arme (10) relativ zu dem Schaft (2) unter den normalen Gebrauchsbelastungen verhindert werden. Wenn es jedoch erwünscht ist, die Arme (10) während der Einstellung des Instruments (1) vor dem Gebrauch in Längsrichtung zu bewegen, sei darauf hingewiesen, dass das äußere Ende des Kolbens (24) eine Knopfoberfläche darstellt, die gegen die Vorspannkraft der Feder (25) niedergedrückt werden kann, um die Bohrung des Kolbens (24) mit den Löchern des Gehäuses 23 zum Fluchten zu bringen und somit das Gehäuse (23) für eine langsame unbehinderte Gleitbewegung längs des Schaftes (2) freizugeben. Eine Freigabe des Mechanismus in dieser Weise ist für den Benutzer, der den Schlitten (7) bewegen möchte, eine einfache und durch und durch intuitive Bewegung.
  • Die Form des dreieckigen Schneidkopfes (26) und das Ausmaß, in dem das Instrument (1) beim Gebrauch um die Längsachse des Schaftes (2) gedreht wird, definiert die Form und das Ausmaß der Zervixexzision. Die Form des Dreiecks (26) wird durch die Längsstellung des Schlittens (7) und somit der Arme (10) in Bezug auf das distale Ende (3) sowie außerdem durch die Form und somit die Länge der Arme (10) selbst bestimmt. Ein Bewegen des Schlittens (7) in proximaler Richtung längs des Schaftes (2) beispielsweise macht die Exzisionsbiopsie oder Probenexzision länger und tiefer.
  • Bei einem anderen Einstellungsmodus erweitert bzw. verengt ein Begradigen oder Verstärken der Krümmung der äußeren Armabschnitte (13) die Basis der Exzisionsbiopsie. Derartige Manöver ermöglichen die Entnahme von Exzisionsbiopsien sogar aus besonders stark verformten Gebärmutterhälsen.
  • Die 5, 6 und 7 sollen zeigen, wie das Instrument gemäß den 1 bis 4 im Gebrauch eingestellt werden kann, wobei die darin berücksichtigte, dargestellte Situation bewusst ungewöhnlich, jedoch nicht unmöglich ist. In dieser Situation ist der in 7 gezeigte Gebärmutterhals (22) in einem Ausmaß erweitert, dass die endozervikale Öffnung breiter als der distale Endabschnitt (3) des Instruments 1 ist, wobei der Gebärmutterhals (22) eine stark asymmetrische Läsion (27) aufweist, die auf einer Seite des Zervikalkanals (22) einen breiteren Schnitt und auf der anderen Seite einen schmaleren Schnitt erforderlich macht. Die Läsion (27) erstreckt sich jedoch nicht weit in den Zervikalkanal (22) hinein, so dass ein relativ flacher Schnitt erforderlich ist.
  • Angesichts dieser schwierigen Zervixkonfiguration hat der Arzt das Instrument (1) so eingestellt, wie es am besten in den 5 und 6 zu sehen ist. Zunächst sei darauf hingewiesen, dass ein Arm (10a) verlängert und der andere Arm (10b) verkürzt worden ist, um die Asymmetrie der Läsion (27) wiederzuspiegeln. Der Schlitten (7) ist näher zum distalen Ende (3) verstellt worden, um einen Schnitt mit geringerer Tiefe durchzuführen, wobei der Zentrierkragen (20) in eine Stellung vorgeschoben worden ist, in der er am Gebärmutterhals anliegt und die sich zwischen seiner Parkstellung und dem distalen Schaftende (3) befindet.
  • 7 zeigt die Wechselwirkung des Instruments (1), das gemäß den 5 und 6 eingestellt worden ist, mit dem Gebärmutterhals (22), zu dem die Einstellung passen soll. Das in 7 gezeigte Instrument (1) wurde mit einem elektrochirurgischen Generator (nicht gezeigt) verbunden und durch den Vaginalkanal in den Gebärmutterhals (22) eingeführt, wobei der Vaginalkanal durch ein geeignetes Spekulum (nicht gezeigt) offen gehalten wird. Die Winkelausrichtung des Instruments (1) um die Längsachse des Schaftes (2) wurde vom Arzt gewählt und gesteuert, um den geeigneten Schneidabschnitt (16) (d.h. den durch den verlängerten Arm abgestützten Abschnitt) zum Herausschneiden der Läsion (27) in Stellung zu bringen.
  • Das Instrument 1 ist in 7 gezeigt, bevor es um 180° um seine Längsachse gedreht wird, um die Läsion (27) zu entfernen, jedoch nachdem der distale Endabschnitt (3) in den Zervikalkanal (22) eingeführt worden ist und die Arme (10) sich in Kontakt mit dem Ektozervix (21) befinden. Die Arme (10) verhindern so eine tiefere Einführung und signalisieren dem Arzt über das Gefühl, dass die korrekte Einführtiefe erreicht worden ist. Es wird darauf hingewiesen, dass die Schneidabschnitte (16) seit dem ersten Kontakt mit dem Endozervix (28) mit Energie versorgt werden, so dass sie, in 7, bereits bis zur durch die eingestellte Anordnung der Schneidabschnitte (16) vorherbestimmten Schneidtiefe durch den Ektozervix (21) geschnitten haben.
  • Aus 7 geht hervor, dass der Kragen (20) seine Aufgabe erfüllt hat, indem er den erweiterten Zervikalkanal (22) ausgefüllt hat und somit einen zuverlässigen Drehpunkt bereitstellt, um den das Instrument (1) während des bevorstehenden Schneidbetriebs gedreht werden kann. Beide Schneidabschnitte (16) sind tief genug eingedrungen, um das gesamte CIN-Gewebe zu entfernen, welches die Läsion (27) bildet, wobei jedoch der durch den längeren Arm (10a) abgestützte Schneidabschnitt (16a) während des Schneidbetriebs einen Schnitt von größerem Radius erzeugt als der andere Schneidabschnitt (16b). Auf diese Weise wird die asymmetrische Läsion (27) vollständig entfernt, wobei jedoch an den relativ unbetroffenen Gebieten des Gebärmutterhalses (22) nur ein minimaler Schaden verursacht wird.
  • Bezug nehmend nun auf 8, ist die darin gezeigte zweite Ausführungsform im Prinzip der ersten Ausführungsform ähnlich. Insoweit werden für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen verwendet und die Zeichnung ist gekürzt, um nur die inneren Merkmale des rohrförmigen Schafts (2) zu zeigen, die sich von der ersten Ausführungsform unterscheiden. Es ist ersichtlich, dass der Schaft durch eine mittige Längstrennwand (29) in zwei Kammern geteilt ist, die sich nebeneinander über die gesamte Strecke von der Elektrode (5) am proximalen Ende (6) bis hin zum distalen Ende (3) erstrecken. Es wäre jedoch möglich, die Trennwand (29) zu verkürzen, zu unterbrechen oder ganz wegzulassen. Ansonsten ist der distale Schaftabschnitt (3) sehr viel schmaler als der proximale Abschnitt (6) und innen gerade breit genug, dass der erste und der zweite Draht (15) in ihren jeweiligen Kammern durch ihn hindurch zum distalen Ende (3) treten können. Der proximale Abschnitt (6) ist viel breiter, damit sich die Federn (19), die nebeneinander in ihren jeweiligen Kammern angeordnet sind, effizient parallel zueinander frei bewegen können. Die Federn (19) sind an ihren proximalen Enden direkt am distalen Ende der Elektrode (5) verankert.
  • Eine andere Federanordnung für die zweite Ausführungsform ist in 9 gezeigt. Anstelle von zwei Federn (19), eine in jeder Kammer, ist nur eine Feder (19) vorhanden, die in beiden Kammern arbeitet. Die Feder (19) ist an ihrem Mittelpunkt (30) leitfähig mit der Elektrode 5 verbunden, und ihre Enden sind leitfähig mit den jeweiligen Drähten (15a, 15b) verbunden. Um dies zu ermöglichen, erstrecken sich die Enden der Feder (19) durch eine Öffnung im proximalen Ende der Trennwand (29) in die jeweiligen Kammern.
  • Eine optimale Ergänzung für jede Ausführungsform ist mit (10) mit Bezug auf die erste Ausführungsform gezeigt. Diese Ergänzung ist ein Lineal (31), das Einteilungen (9) vorsieht, um die Einstellung der Länge der Arme (10) zu unterstützen. Bei der dargestellten Ausführungsform ist das Lineal (31) ein flacher schmaler Streifen von ungefähr 30 mm Länge, dessen eines Ende durch einen Stift (32) schwenkbar am Schlitten (7) befestigt ist, wobei der Stift sich durch das Lineal (31) und in das geschlossene Ende des Gehäuses (23) der Sperreinrichtung (8) erstreckt. Wenn es nicht benutzt wird, liegt das Lineal (31) parallel am Schaft (2) an, wobei das freie Ende des Lineals in die proximale Richtung zeigt. Wenn es um seinen Drehpunkt (32) winkelig in eine beliebige Richtung bewegt wird, kann das Lineal (31) parallel zu den äußeren Armabschnitten (13) ausgerichtet werden, um eine direkte und genaue Messung des Schneidradius' jedes Arms (10) zu ermöglichen. Es ist außerdem möglich, die Arme (10) selbst mit Einteilungen zu versehen, um den gewünschten Radius anzuzeigen.
  • Eine andere Sperreinrichtung, die nun beispielhaft erläutert wird, ist in 11 gezeigt. Die darin gezeigte Sperreinrichtung (8) umfasst eine im Schnitt C-förmige, teilzylindrische Hülse (33), die den Schaft (nicht gezeigt) teilweise umgibt, wobei ein Längsschlitz (34) verbleibt, der zwischen parallel verlaufenden, sich nach außen erstreckenden länglichen Klappen ausgebildet ist, die beim Gebrauch parallel zur Längsachse des Schaftes verlaufen. Jede Klappe (35) enthält nahe einem Ende ein versetztes Loch (36) und endet am anderen Ende in einem dreieckigen, sich in radialer Richtung erstreckenden Flügel (36), wobei die Flügel der jeweiligen Klappen (36) voneinander weg weisen. Ein Rand jedes Flügels (36) bildet eine Abschrägung (37), die sich zur Klappe (35) hin verjüngt und sich von der Hülse (33) weg bewegt.
  • Eine Klemmeinrichtung (38) in Form eines allgemein länglichen Stücks eines starken Federdrahtes ist an einem Ende schwenkbar in den Löchern (36) aufgenommen, so dass seine langen Seiten mit den Abschrägungen (37) der einander entgegengesetzten Flügel (36) in Eingriff kommen können. Wenn das freie Ende der Klemmeinrichtung (39) beim Gebrauch in Richtung der Hülse (33) gedrückt wird, bewegen sich die langen Seiten der Klemmeinrichtung (40) an den Abschrägungen (37) hinauf, wobei die dreieckigen Flügel (36) zueinander gedrückt werden und somit die Hülse (33) um den Schaft (2) festziehen. Die Hülse (33) wird festgezogen, bis die langen Seiten (40) mit jeweiligen Kerben (41) am Ende der Abschrägungen (37) in Eingriff geraten, um die Klemmeinrichtung (38) an der am Schaft (2) fixierten Hülse (33) zu befestigen. Zum Lösen des Griffs wird die Klemmeinrichtung (38) in eine entgegengesetzte Richtung gezogen, um sie aus den Kerben (41) zu befreien.
  • Wie zuvor, ist auch diese Sperreinrichtung (8) bevorzugt integral mit dem Schlitten (7) verbunden oder ein Synonym für diesen. Die Arme (10) können beispielsweise, analog zur direkten Anbringung der Arme (10) am Gehäuse (23) gemäß der ersten Ausführungsform, direkt an der Hülse (33) befestigt werden.
  • Es sind viele Variationen möglich, ohne von dem erfindungsgemäßen Konzept abzuweichen. Es ist beispielsweise möglich, die oder jede Feder (19) integral mit den im Schaft (2) befindlichen Drähten (15) auszubilden, wobei die oder jede Feder (19) nicht unbedingt eine Schraubenfeder sein muss.
  • Bei einer alternativen Anordnung zum Vorschub des Zentrierkragens (20) in eine Stellung, in der er am Gebärmutterhals anliegt, weisen die Außenflächen des distalen Schaftabschnitts (3) und die Bohrung des Kragens (20) komplementäre Gewinde auf, so dass der Kragen (20) einfach durch Drehen desselben um den Schaft (2) an diesem entlang geschraubt werden kann. Die Gewindesteigung kann so gewählt werden, dass der Kragen (20) unter normalen Gebrauchsbedingungen in seiner Stellung bleibt, sobald er in die gewünschte Stellung geschraubt worden ist, in der er am Gebärmutterhals anliegt.
  • Zusammenfassend hat das erfindungsgemäße Exzisionsinstrument zahlreiche Vorteile. Es ist einfach und schnell zu gebrauchen. Das beschriebene Instrument kann jede beliebige Form von CIN jeder beliebigen Tiefe bis zu 30 mm und jedes beliebigen Durchmessers bis zu mehr als 60 mm entfernen. Exzisionsbiopsien oder Probenexzisionen könnten sogar aus kleinsten Gebärmutterhälsen entnommen werden, da das verjüngte distale Ende die Entnahme einer CIN-Exzision sogar aus stenosierten (verengten) Zervikalkanälen ermöglicht.
  • Die Arme (10) können unabhängig voneinander arbeiten, so dass beispielsweise die Hälfte der entfernten CIN einen Radius von 30 mm haben könnte, während die andere Hälfte einen Radius von 10 mm aufweisen könnte. Dadurch kann eine CIN-Exzision auch völlig verformten Gebärmutterhälsen entnommen werden, die man ziemlich häufig findet. In sämtlichen Fällen ist der Gebärmutterhals besser freigelegt und der Blutverlust für gewöhnlich gering.
  • Der Kragen (20) kann zum distalen Schaftende (3) bewegt werden, wenn er die Vorrichtung bei erweiterten (ausgeweiteten) Gebärmutterhälsen verwendet wird, wodurch der Zervikalkanal ausgefüllt wird, um eine symmetrische CIN-Exzision zu steuern. Bei allen Gebärmutterhälsen macht die Tatsache, dass das Instrument nur um 180° gedreht werden muss, die Exzision einfach, und die Möglichkeit, die Höhe und Basis des dreieckigen Schneidkopfes (26) vorab einstellen zu können, erzeugt ein vorhersagbares Spiegelbild des zu entfernenden Gewebestücks.
  • Unter Verwendung der Erfindung könnte eine CIN-Exzision als ambulantes Verfahren unter Anwendung örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Tatsächlich wird davon ausgegangen, dass die vorliegende Erfindung das kostengünstigste und effizienteste universell anwendbare Instrument zur Behandlung von präkanzerösen Zuständen des Gebärmutterhalses realisiert.
  • Diese Vorteile können im Rahmen des erfindungsgemäßen Konzepts auch auf andere spezifische Weise erzielt werden, und es sind viele andere Variationen möglich. Demgemäß sollte bei der Definition des erfindungsgemäßen Konzepts eher auf die beigefügten Ansprüche als auf die vorstehende spezifische Beschreibung Bezug genommen werden. Insbesondere ist es beabsichtigt, dass Aspekte der Erfindung in vorteilhafter Weise bei der Untersuchung oder Behandlung anderer Läsionen und anderer Zustände verwendet werden könnten, unabhängig davon, ob diese extern oder intern sind, auch wenn das erfindungsgemäße Instrument zur Behandlung von Gebärmutterhalszuständen beschrieben worden ist.

Claims (34)

  1. Ein Biopsieinstrument (1) für den Gebärmutterhals, umfassend einen Schaft (2), der eine Längsachse definiert und ein proximales und ein distales Ende (3) aufweist; zumindest einen Arm (10), welcher sich von dem Schaft (2) ausgehend lateral erstreckt; einen Schneiddraht (15), der in der Lage ist, Gewebe zu schneiden, wenn dem Draht während der Anwendung durch ein leitendes Mittel (5) im Schaft (2) Strom zugeführt wird, wobei ein Schneidabschnitt (16) des Schneiddrahts (15) an einem äußeren Ende durch den Arm (10) gestützt oder gehalten wird und relativ zur Längsachse geneigt ist oder schräg verläuft, so dass der Schneidabschnitt (16) des Drahts (15) mit der Längsachse, die sich vom Arm (10) in Richtung des distalen Endes (3) bewegt, konvergiert, und eine Mittel zum Einstellen und Festlegen der Neigung und/oder der Länge des Schneidabschnitts (16); gekennzeichnet dadurch, dass der Arm (10) im Verhältnis zu der Längsachse längenvariabel ist, um den Abstand zwischen dem äußeren Ende des Schneidabschnitts (16) und der Längsachse zu variieren.
  2. Instrument nach Anspruch 1, wobei der Arm (10) plastisch verformbar ist und durch Verändern seiner Krümmung in seiner Länge veränderbar ist.
  3. Instrument nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Schneidabschnitt (16) sich von dem äußeren, von dem Arm (10) gestützten oder gehaltenen Ende zu einem inneren Ende erstreckt, welches von dem Schaft (2) am oder nahe dem distalen Ende (3) gestützt oder gehalten ist.
  4. Instrument nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sich eine Mehrzahl von Armen (10) von dem Schaft (2) ausgehend lateral erstrecken und winklig um den Schaft (2) herum und von diesem beabstandet angeordnet sind, wobei jeder Arm (10) einen entsprechenden Schneidabschnitt (16) mit einer Neigung relativ zur Längsachse derart trägt oder stützt, dass die Schneidabschnitte (16) nahe dem distalen Ende (3) mit der Längsachse konvergieren.
  5. Instrument nach Anspruch 4, wobei jeder Arm (10) in seiner Länge veränderlich ist, unabhängig von dem oder jedem anderen Arm (10).
  6. Instrument nach Anspruch 4 oder 5, wobei ein erster und ein zweiter Arm (10) gegenüberliegend um den Schaft (2) herum angeordnet sind, derart, dass die Schneidabschnitte (16) des Schneiddrahts (15), die von diesen Armen (10) gestützt oder gehalten werden, im wesentlichen koplanar sind.
  7. Instrument nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der oder jeder Arm (10) während einer Einstellung in eine Richtung bewegbar ist, die in Bezug auf das distale Ende (3) des Schafts (2) parallel zur Längsachse verläuft.
  8. Instrument nach Anspruch 7, wobei der Schaft (2) eine Maßteilungseinrichtung aufweist, welche während der Einstellung sichtbar ist, um die Längsposition des oder jedes Arms (10) relativ zum distalen Ende (3) des Schafts (2) anzuzeigen.
  9. Instrument nach Anspruch 7 oder 8, wobei der oder jeder Arm (10) auf einem Schlitten (7) angebracht ist, der seinerseits zur Bewegung längs des Schaftes (2) am Schaft (2) angeordnet ist.
  10. Instrument nach Anspruch 9, weiter umfassend eine Einrichtung zum Sperren oder Verriegeln des Schlittens (7), um eine Bewegung des Schlittens (7) relativ zum Schaft (2) zu verhindern.
  11. Instrument nach einem der Ansprüche 7 bis 9, soweit abhängig von Anspruch 3, wobei die Position des inneren Endes relativ zum distalen Ende (3) des Schaftes (2) fixiert ist.
  12. Instrument nach einem der vorhergehenden Ansprüche und mit einer Rückzieh- oder Rückholeinrichtung (19), zum Rückholen oder Zurückziehen von überflüssig gewordenem Schneiddraht (15), wenn der Schneidabschnitt (16) verkürzt wird.
  13. Instrument nach Anspruch 12 und mit einer Aufnahmeeinrichtung zum Aufbewahren des zurückgeholten Schneiddrahts (15).
  14. Instrument nach Anspruch 12 oder Anspruch 13, wobei die Rückholeinrichtung (19) die Spannung an den Schneidabschnitten (16) nach der Einstellung aufrecht erhält.
  15. Instrument nach einem der Ansprüche 12 bis 14, wobei die Rückholeinrichtung (19) ein Federmittel (19) aufweist, das unter Spannung arbeitet.
  16. Instrument nach Anspruch 15, wobei ein erstes und ein zweites Federmittel (19) vorgesehen sind, wobei das erste Federmittel (19a) relativ zum Federmittel (19b) distal angeordnet ist und die Federmittel (19) in Längsrichtung in einem Ausmaß gegeneinander versetzt sind, das erforderlich ist, um während der Anwendung ihre maximale Ausdehnung zu ermöglichen.
  17. Instrument nach Anspruch 16, wobei das erste und das zweite Federmittel (19a,19b) innerhalb eines rohrförmigen Schaftabschnitts angeordnet sind und einen Gesamtdurchmesser aufweisen, der größer als der Innendurchmesser des rohrförmigen Schaftabschnitts ist.
  18. Instrument nach Anspruch 17, wobei das erste und das zweite Federmittel (19) sich an in Längsrichtung entsprechenden Positionen nebeneinander befinden.
  19. Instrument nach Anspruch 18, wobei das erste und das zweite Federmittel (19) voneinander getrennt sind.
  20. Instrument nach einem der Ansprüche 15 bis 19, umfassend einen ersten und einen zweiten Draht (15), die sich zu einem ersten und einem zweiten Schneidabschnitt (16) erstrecken, und ein gemeinsames Federmittel (19), welches sowohl auf den ersten als auch auf den zweiten Draht (15) einwirkt, um die Schneidabschnitte (16) zu spannen und zurückzuziehen.
  21. Instrument nach Anspruch 20, wobei die Trennwand (29) zwischen dem ersten und dem zweiten Draht (15) eine Öffnung aufweist, durch welche sich die gemeinsame Federeinrichtung (19) erstreckt.
  22. Instrument nach einem der Ansprüche 15 bis 21, in welchem das Federmittel (19) in Reihe mit dem Schneiddraht (15) und dem Leiter (5) angeordnet ist.
  23. Instrument nach einem der Ansprüche 12 bis 22, wobei der Schneidabschnitt (16) an einem Ende verankert ist und am anderen Ende beweglich gehalten wird, um während des Rückziehens oder während des Ausgebens eine Bewegung des Schneiddrahts (15) relativ zu der beweglichen Halterung oder Stütze zu erlauben.
  24. Instrument nach Anspruch 23, wobei sich die bewegbare Stütze an einem inneren Ende des Schneidabschnitts (16) befindet.
  25. Instrument nach einem der vorhergehenden Ansprüche und umfassend eine Zentriereinrichtung (20), welche längs des Schaftes (2) in einer Richtung parallel zur Längsachse bewegbar ist, wobei die Zentriereinrichtung (20) in Richtung des distalen Endes (3) des Schaftes (2) vorgeschoben wird, um während der Anwendung an einem Zervixkanal anzuliegen, der breiter ist als die Dicke eines distalen Abschnitts (3) des Schafts (2).
  26. Instrument nach Anspruch 25, wobei die Zentriereinrichtung (20) eine am Gebärmutterhals oder Zervix in Anlage befindliche Oberfläche bildet, welche sich zum distalen Ende (3) des Schaftes (2) hin verjüngt.
  27. Instrument nach Anspruch 26, wobei die am Gebärmutterhals oder Zervix anliegende Oberfläche kegelstumpfartig ausgebildet ist.
  28. Instrument nach einem der Ansprüche 25 bis 27, wobei die Zentriereinrichtung (20) eine Parkposition besitzt, welche relativ zu dem oder jedem Arm (10) proximal angeordnet ist.
  29. Instrument nach einem der Ansprüche 25 bis 28, wobei die Zentriereinrichtung (20) in eine Stellung vorgeschoben werden kann, in der sie am Gebärmutterhals anliegt und die relativ zu dem oder jedem Arm (10) distal gelegen ist.
  30. Instrument nach einem der Ansprüche 25 bis 29, wobei die Zentriereinrichtung (20) ein um den Schaft (2) gelegener Kragen ist.
  31. Instrument nach Anspruch 30, wobei der Kragen (20) den Schaft (2) elastisch umgreift.
  32. Instrument nach Anspruch 30, wobei die Zentriereinrichtung (20) und der Schaft (2) komplementäre Gewinde aufweisen, wodurch die Zentriereinrichtung (20) relativ zum Schaft (2) in Längsrichtung bewegbar ist.
  33. Instrument nach einem der vorhergehenden Ansprüche und mit einem sich verjüngenden oder konischen distalen Endabschnitt (3).
  34. Instrument nach Anspruch 33, wobei der distale Endabschnitt (3) sich zu einem Punkt hin verjüngt, der ein Ende des Schneidabschnitts (16) bildet.
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