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Gebiet der
Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung ist eine Katalysator-Struktur und ein Verfahren
zur Herstellung und ein Verfahren zur Fischer-Tropsch-Synthese.
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Hintergrund
der Erfindung
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Die
Fischer-Tropsch-Synthese ist die Hydrierung von Kohlenmonoxid, die
normalerweise in einem Produktstrom aus einer anderen Reaktion durchgeführt wird,
einschließlich,
aber nicht begrenzt auf Dampfreformieren (Produktstrom H2/CO ~3), teilweise Oxidation (Produktstrom
H2/CO ~2,5), Selbsterwärmungsreformieren (Produktstrom
H2/CO ~2,5), CO2 Reformieren
(Produktstrom H2/CO ~1), Kohle-Vergasung
(Produktstrom H2/CO ~1) und deren Kombinationen.
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Die
Fischer-Tropsch-Synthese hat grundsätzlich eine schnelle Oberflächen-Reaktionskinetik.
Die gesamte Reaktionsrate wird aber durch Wärme und Masseübertragung
bei herkömmlichen
Katalysatoren und Katalysatorstrukturen stark begrenzt. Die begrenzte
Wärmeübertragung
kann zusammen mit der schnellen Oberflächen-Reaktionskinetik zu heißen Stellen
(hot spots) im Katalysatorbett führen.
Heiße
Stellen fördern die
Methanbildung. In kommerziellen Verfahren werden feste Bettreaktoren
mit kleinen Innenabmessungen oder Schlammbett- und Fließbett-Reaktoren
mit kleinen Katalysatorpartikeln (>50
Mikrometer) verwendet, damit die Wärme- und Massenübertragungsbegrenzungen
verringert werden. Ein weiterer, wichtiger Grund, warum Fischer-Tropsch-Reaktoren
bei geringeren Konversionen pro Durchgang betrieben werden, ist
zusätzlich, dass
die Temperaturauslenkung im Katalysatorbett minimiert werden soll.
Aufgrund der notwendigen Betriebsparameter zur Vermeidung von Methanbildung
werden herkömmliche
Reaktoren nicht verbessert, selbst mit aktiven Fischer-Tropsch Synthesekatalysatoren.
Der detaillierte Betrieb ist in Tabelle 1 und 1 zusammengefasst.
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Tabelle
1- Vergleich der Kontaktzeiten-Effekte bei Fischer-Tropsch-Experimenten
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Für Verweisungen,
die Ergebnisse für
mehrfache, experimentelle Bedingungen enthalten, wurde der Lauf
für den
Vergleich der Kontaktzeit ausgewählt,
der am besten zu unserer Konversion, Selektivität und/oder Konditionen passte.
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(A) Verweisungen
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- 1. Bessell, S., Appl. Catal. A: Gen 96, 253 (1993).
- 2. Hutchings, G.J., Topics Catal. 2, 163 (1995).
- 3. Iglesia, E., S.L. Soled und R.A. Fiato (Exxon Res. and Eng.Co.),
U.S. patent 4,738,948, 19.April 1988.
- 4. Iglesia, E., S.C. Reyes, R.J. Madon und S. L. Soled, Adv.Catal.
39, 221 (1993).
- 5. Karn, F.S., J.F. Schultz und R. B. Anderson, Ind. Eng. Chem.
Prod. Res. Dev. 4(4), 265 (1965).
- 6. King, F., E. Shutt und A. I. Thomson, Platinum Metals Rev.
29(44), 146 (1985)
- 7. Shultz, J.F., F.S. Karn und R.B. Anderson, Rep. Invest. – U.S. Bur.Mines
6974, 20 (1967).
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Die
Literaturdaten (Tabelle 1 und 1) wurden
bei einem geringeren H2/CO-Verhältnis (2:1)
erhalten und längere
Kontaktzeiten (3 Sekunden oder länger)
bei einem Festbett-Reaktor. Geringe H2/CO
(besonders 2–2,5),
lange Kontaktzeiten, geringe Temperatur und höherer Druck begünstigen
die Fischer-Tropsch-Synthese. Die Selektivität bezüglich CH4 wird
signifikant gesteigert, wenn das H2/CO-Verhältnis von
2 auf 3 gesteigert wird. Die Erhöhung
der Kontaktzeiten hat ebenfalls einen dramatisch begünstigenden
Effekt auf die Leistungsfähigkeit
des Katalysators. Obwohl Verweisung 3 in Tabelle 1 zufriedenstellende
Ergebnisse zeigt, wurde das Experiment unter den Bedingungen durchgeführt, die
die Fischer-Tropsch-Synthese
begünstigen
(wenigstens 3 Sekunden Verweildauer und H2/CO=2).
Zusätzlich
wurde das Experiment in Verweisung 3 unter Verwendung von pulverisiertem
Katalysator auf einer experimentellen Skala durchgeführt, die
wirtschaftlich aufgrund des Druckabfall-Nachteils, der durch den
pulverisierten Katalysator verursacht wird, unpraktikabel wäre. Der
Betrieb bei höheren
Temperaturen wird die Konversion verstärken, jedoch bei wesentlich
höherem
Aufwand bezüglich
der Selektivität
von CH4. Es ist ebenfalls bemerkenswert,
dass die Kontaktzeit bei kommerziellen Fischer-Tropsch-Einheiten
wenigstens 10 Sekunden ist.
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Es
besteht daher ein Bedürfnis
für eine
Katalysator-Struktur und ein Verfahren für eine Fischer-Tropsch-Synthese,
mit welcher die gleiche oder eine höhere Konversion bei kürzerer Kontaktzeit und/oder
höherem
H2/CO erreicht wird.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung umfasst eine Katalysator-Struktur für die Fischer-Tropsch-Synthese, enthaltend:
die Katalysatorstruktur enthaltend eine erste poröse Struktur
mit einer ersten Porenoberfläche
und einer ersten Porengröße von wenigstens
0,1 μm;
eine Pufferschicht, die auf diese poröse Struktur aufgebracht ist; eine
poröse
Zwischenschicht mit einer zweiten Porenoberfläche und einer zweiten Porengröße, die
geringer ist als die erste Porengröße, wobei die poröse Zwischenschicht
auf besagte Pufferschicht aufgebracht ist; einen Fischer-Tropsch-Katalysator,
der ausgewählt
ist aus der Gruppe, die aus Kobalt, Ruthenium, Eisen, Rhenium, Nickel,
Osmium und deren Kombinationen besteht, und der auf besagter zweiten
Porenoberfläche
platziert ist. Die erste Porengröße ist wenigstens
0,1 μm,
vorzugsweise 10 μm
bis 300 μm.
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Die
vorliegende Erfindung schafft weiterhin ein Verfahren zur Herstellung
eines Fischer-Tropsch-Katalysators,
enthaltend die Schritte: Bereitstellen einer Katalysator-Struktur
enthaltend einen porösen
Träger
mit einer ersten Porenoberfläche
und ersten Porengröße von wenigstens
0,1 μm;
Aufbringen einer Pufferschicht auf diese poröse Struktur; Aufbringen einer
poröse
Zwischenschicht mit einer zweiten Porenoberfläche und einer zweiten Porengröße, die
geringer ist als die erste Porengröße, wobei die poröse Zwischenschicht
auf besagte Pufferschicht; und Platzieren eines Fischer-Tropsch-Katalysators
auf besagter zweiten Porenoberfläche.
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Die
vorliegende Erfindung umfasst weiterhin ein Verfahren zur Fischer-Tropsch-Synthese,
enthaltend die Schritte:
- (a) Bereitstellen
einer Katalysator-Struktur enthaltend einen porösen Träger mit einer ersten Porengröße von wenigstens
0,1 μm;
eine
Pufferschicht, die auf diese poröse
Struktur aufgebracht ist;
eine poröse Zwischenschicht mit einer
zweiten Porenoberfläche
und einer zweiten Porengröße, die
geringer ist als die erste Porengröße auf besagte Pufferschicht,
wobei die poröse
Zwischenschicht auf der Pufferschicht aufgebracht ist; und
einen
Fischer-Tropsch-Katalysator, der auf besagter zweiten Porenoberfläche aufgebracht
ist; und
- (b) Vorbeileiten eines Zustroms, der eine Mischung aus Wasserstoffgas
mit Kohlenmonoxidgas ist, durch besagte Katalysator-Struktur und
Aufheizen der Katalysator-Struktur auf wenigstens 200°C bei einem
Betriebsdruck, wobei besagter Zustrom eine Aufenthaltsdauer innerhalb
besagter Katalysator-Struktur von weniger 5 Sekunden hat, wodurch
ein Produktstrom von wenigstens 25% Umwandlung von Kohlenmonoxid erreicht
wird und höchstens
25% Selektivität
bezüglich
Methan.
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Die
vorliegende Erfindung umfasst außerdem verschiedene, unterstützte Fischer-Tropsch-Katalysatoren wie
nachstehend beschrieben, die durch ihre Eigenschaften gekennzeichnet
sind. Ein Katalysator wird zum Beispiel geschaffen, der, wenn er
einem Zustrom bestehend aus einem Gas mit Wasserstoffgas und Kohlenmonoxid
im Verhältnis
3 zu 1 bei 250°C
und einer Verweildauer von 12,5 Sekunden ausgesetzt wird, eine Selektivität gegenüber Methan
zeigt, die bei 24 Atmosphären
(Kontaktzeit von 1 Sekunde) größer ist,
als bei 6 Atmosphären
Druck (Kontaktzeit von 4 Sekunden) obwohl die Konversion bei geringerem
Druck höher
ist.
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Die
katalytische Aktivität
ist eine intrinsische Eigenschaft eines Katalysators. Bei der vorliegenden
Erfindung wird diese Eigenschaft durch verschiedene Testbedingungen
definiert. Ein bevorzugter Katalysator hat zum Beispiel ein Fischer-Tropsch-katalytisches
Metall, der auf einem porösen
Träger
gestützt
wird; wo der Katalysator katalytische Aktivität aufweist, die so ausgestaltet
ist, dass die Selektivität
bezüglich
Methan geringer als 25% und die Kohlenmonoxid-Konversion größer als
25%, wenn der Katalysator in einer Röhre innerhalb eines isothermen
Ofens platziert wird und bei 250°C,
bei 6 atm, bei einer Kontaktzeit von weniger als 5 Sekunden einem
Zustrom ausgesetzt wird, der aus Wasserstoffgas und Kohlenmonoxid
im Verhältnis
3 zu 1 besteht und der Produktstrom gesammelt und auf Raumtemperatur
gekühlt
wird. Um festzustellen, ob ein Katalysator die beanspruchte Aktivitätseigenschaft
aufweist, wird nur ein Test unter den spezifizierten Bedingungen
benötigt.
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Die
Erfindung schafft weiterhin ein Verfahren zum Hydrieren von Kohlenmonoxid,
in welches ein Zustrom, der Wasserstoff und Kohlenmonoxid enthält, bei
wenigstens 200°C
in eine Reaktionskammer geleitet wird, die einen wie oben definierten
Katalysator enthält;
und den Produktstrom aufnehmen. In diesem Verfahren wird Wärme von
der Reaktionskammer bei ausreichender Rate überführt, so dass unter Gleichgewichtsbedingungen
der Zustrom aufweist: eine Kontaktzeit von weniger als 2 Sekunden;
eine Produktionsrate von wenigstens 1 Milliliter pro Minute flüssiges Produkt,
wobei das flüssige
Produkt bei 20°C
und 1 atm gemessen wird oder wenigstens 1 Liter pro Minute gasförmiges Kohlenwasserstoff-Produkt
an Molekülen
mit wenigstens 2 Kohlenstoffatomen; eine Selektivität bezüglich Methan
von weniger als 25% und eine Kohlenmonoxid-Konversion oberhalb von
25%. Die Kohlenwasserstoffe können
gesättigt,
ungesättigt
oder teilweise oxidiert sein; und für die Verwendung als Brennstoffe
werden vorzugsweise gesättigte
Kohlenwasserstoffe verwendet.
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Die
vorliegende Erfindung umfasst weiterhin Reaktoren die irgendeinen
der hier beschriebenen Katalysatoren verwenden. Die Erfindung umfasst
auch ein Verfahren zur Herstellung von Kohlenwasserstoff-Brennstoffen,
das die hier beschriebene, erfindungsgemäße Fischer-Tropsch-Reaktion
verwendet. Die vorliegende Erfindung umfasst weiterhin Verfahren
zur Hydrierung von Kohlenmonoxid, die irgendeinen der hier beschriebenen,
erfindungsgemäßen Katalysatoren
verwendet.
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Vorteile,
die durch die Erfindung geschaffen werden können, umfassen (i) bei Verweildauern/Kontaktzeiten,
die kürzer
als die aus dem Stand der Technik sind, werden höhere Konversionen erreicht
ohne die Selektivität
bezüglich
Methan zu erhöhen;
und (ii) bei steigenden Verweildauern/Kontaktzeiten steigt die Konversion
und die Selektivität
bezüglich
Methan wird verringert. Überraschenderweise
wurde gefunden, dass Kohlenmonoxid bei kurzen Kontaktzeiten hydriert
werden kann um flüssige
Brennstoffe bei guten Konversionsraten, geringer Selektivität bezüglich Methan
und guten Produktionsraten zu erzeugen.
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Der
Gegenstand der vorliegenden Erfindung im Schlussteil der Anmeldung
wird besonders hervorgehoben und gesondert beansprucht. Sowohl die
Organisation, als auch das Betriebsverfahren, zusammen mit den weiteren
Vorteilen und Zielen kann jedoch am besten durch Bezug auf die folgende
Beschreibung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen verstanden
werden, worin gleiche Bezugszeichen sich auf gleiche Elemente beziehen.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1 ist
ein Graph der CO-Konversion aufgetragen über die Kontaktzeit zum Stand
der Technik zu Fischer-Tropsch-Verfahren.
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2 ist
ein Schnitt durch eine erfindungsgemäße Katalysatorstruktur.
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3 veranschaulicht
eine Reaktorkonstruktion mit vielfach-Reaktionskammern, von denen
jede einen Katalysator und Vielfach-Wärmetauscher enthält.
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BESCHREIBUNG DES/DER BEVORZUGEN
AUSFÜHRUNGSBEISPIELS/E
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Ein
erfindungsgemäßer Katalysator,
der einen porösen
Träger 100 aufweist,
eine Pufferschicht 102, eine Zwischenschicht 104 und,
optional, eine Katalysatorschicht 106, ist in 1 dargestellt.
Jede Schicht kann kontinuierlich oder diskret, in Form von Flecken
oder Punkten vorliegen oder in der Form einer Schicht mit Aussparungen
oder Löchern.
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Der
poröse
Träger 100 kann
eine poröse
Keramik oder ein poröses
Metall sein. Poröse
Träger,
die Verwendung für
vorliegende Erfindung geeignet sind, umfassen Carbide, Nitride und
Verbundwerkstoffe. Vor aufbringen der Schichten hat der poröse Träger vorzugsweise
eine Porosität
von etwa 30% bis etwa 99%, besonders bevorzugt 60% bis 98%, wie
es durch Quecksilber-Porosimetrie messbar ist und eine mittlere
Porengröße von 1 μm bis 1000 μm, wie es
mit optischer – und
Abtastelektronenmikroskopie messbar ist. Bevorzugte Formen von porösen Trägern sind
Schäume,
Filze, Bündel
und deren Kombinationen. Schaum ist eine Struktur mit kontinuierlichen
Wänden,
welche Poren über
die gesamte Struktur definieren. Filz ist eine Faserstruktur mit dazwischenliegenden,
interstitiellen Zwischenräumen.
Bündel
ist eine Struktur von verwickelten Strängen, wie etwa Stahlwolle.
Weniger bevorzugt umfasst der poröse Träger auch andere poröse Medien,
wie Pellets oder Wabenstücke,
vorausgesetzt, dass sie die oben aufgeführten Eigenschaften bezüglich Porosität und Porengröße haben.
Die offenen Zellen eines metallischen Schaums reichen vorzugsweise
von etwa 20 Poren pro Inch (ppi) bis etwa 3000 ppi und weiter bevorzugt
von etwa 40 bis etwa 600 ppi. PPI ist definiert als die größte Anzahl
an Poren pro Inch (in isotropen Materialien ist die Richtung der
Messung irrelevant; in anisotropen Materialien wird die Messung
jedoch in der Richtung durchgeführt,
in welcher die maximale Anzahl an Poren vorliegt). Bei der vorliegenden
Erfindung wird ppi durch Abtastelektronenmikroskopie (Scanning electron
microscopy) gemessen. Es wurde gefunden, dass ein poröser Träger bei
der vorliegenden Erfindung mehrere Vorteile aufweißt, einschließlich Druckabfall,
verstärkte
Wärmeleitfähigkeit
gegenüber
herkömmlichen
keramischen Pellet-Trägern,
und Vereinfachung des Beschicken/Entleeren des chemischen Reaktors.
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Die
Pufferschicht 102, falls vorhanden, hat unterschiedliche
Zusammensetzung und/oder Dichte als sowohl der Träger als
auch die Zwischenschichten und vorzugsweise hat einen thermischen
Ausdehnungskoeffizienten, der zwischen dem thermischen Ausdehnungskoeffizienten
des porösen
Trägers
und der Zwischenschicht liegt. Vorzugsweise ist die Pufferschicht
ein Metalloxid oder Metallcarbid. Die Anmelder entdeckten, dass
aufgedampfte Schichten überlegen
sind, weil sie bessere Adhäsion
zeigen und selbst nach mehreren Wärmedurchgängen nicht abblätterten.
Weiter bevorzugt ist die Zwischenschicht aus Al2O3, TiO2, SiO2, ZrO2 und deren
Kombinationen. Genauer ist Zwischenschicht aus α-Al2O3, γ-Al2O3 oder deren Kombinationen. α-Al2O3 wird aufgrund
seiner ausgezeichneten Widerstandsfähigkeit bezüglich Sauerstoffdiffusion mehr
bevorzugt. Es wird daher erwartet, dass die Widerstandsfähigkeit
gegen Hochtemperaturoxidation mit einer Aluminiumbeschichtung auf
dem porösen
Träger 100 verbessert
werden kann. Die Pufferschicht kann ebenso aus zwei oder mehr unterschiedlich
zusammengesetzten Teilschichten bestehen. Wenn der poröse Träger 100 metallisch
ist, zum Beispiel ein Edelstahlschaum, hat ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
eine Pufferschicht 102, die aus zwei unterschiedlich zusammengesetzten
Teilschichten (nicht dargestellt) gebildet ist. Die erste Teilschicht
(in Kontakt mit dem porösen
Träger 100)
ist vorzugsweise TiO2, weil sie gute Adhäsion zum
metallischen, porösen
Träger 100 zeigt.
Die zweite Teilschicht ist vorzugsweise α-Al2O3, die sich auf dem TiO2 befindet.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
ist die α-Al2O3-Teilschicht eine
dichte Schicht, die ausgezeichneten Schutz der darunter liegenden,
metallischen Oberfläche
schafft. Eine weniger dichte, Aluminium-Zwischenschicht mit großer Oberfläche kann
dann als Unterstützung
für die
katalytisch aktive Schicht aufgetragen werden.
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Typischerweise
hat der poröse
Träger 100 einen
thermischen Ausdehnungskoeffizienten, der sich von dem der Zwischenschicht 104 unterscheidet.
Entsprechend kann für
die Hochtemperaturkatalyse (T > 150°C) eine Pufferschicht 102 verwendet
werden, die einen Übergang
zwischen zwei thermischen Ausdehnungskoeffizienten schafft. Der
thermische Ausdehnungskoeffizient der Pufferschicht kann maßgeschneidert
sein, indem die Zusammensetzung so gesteuert wird, dass ein Expansionskoeffizient
erhalten wird, der kompatibel mit den Expansionskoeffizienten des
porösen
Trägers
und der Zwischenschichten ist. Ein weiterer Vorteil der Pufferschicht 102 ist
es, dass sie einen Widerstand gegen Nebenreaktionen bildet, wie
etwa verkoken oder Rissbildung, welches von der baren Metallschaumoberfläche verursacht
wird. Für
chemische Reaktionen, die keine Träger mit große Oberfläche erfordern, wie katalytische
Verbrennung, stabilisiert die Pufferschicht 102 das katalytische
Metall bezüglich
starker Metall-Metalloxid-Zwischenreaktion. Bei chemischen Reaktionen,
die Träger
mit großer
Oberfläche
erfordern, schafft die Pufferschicht eine stärkere Bindung an die Zwischenschicht 104 mit
großer
Oberfläche.
Vorzugsweise ist die Pufferschicht frei von Öffnungen oder Pinholes – dies schafft einen überlegeneren
Schutz des darunter liegenden Trägers.
Vorzugsweise ist die Pufferschicht nicht porös. Die Pufferschicht hat eine
Dicke, die geringer als die halbe Porengröße des porösen Trägers ist. Vorzugsweise ist
die Pufferschicht zwischen etwa 0,05 und etwa 10 μm dick, weiter
bevorzugt weniger als 5 μm
dick. Die Pufferschicht sollte thermische und chemische Stabilität bei erhöhten Temperaturen
aufweisen.
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Die
Zwischenschicht 104 kann aus Nitriden, Carbiden, Sulfiden,
Haliden, Metalloxiden, Kohlenstoff oder deren Kombinationen bestehen.
Die Zwischenschicht schafft eine große Oberfläche und/oder schafft wünschenswerte
Katalysator-Träger-Wechselwirkung
für die
unterstützten
Katalysatoren. Die Zwischenschicht kann aus jedem Material bestehen,
dass herkömmlich
als Katalysatorträger
verwendet wird. Vorzugsweise ist die Zwischenschicht ein Metalloxid.
Beispiele für
solche Metalloxide umfassen, aber sind nicht begrenzt auf γ-Al2O3, SiO2,
ZrO2, TiO2, Wolframoxid,
Magnesiumoxid, Vanadiumoxid, Chromoxid, Manganoxid, Eisenoxid, Nickeloxid,
Kobaltoxid, Kupferoxid, Zinkoxid, Molybdenoxid, Zinnoxid, Kalziumoxid,
Aluminiumoxid, Lanthanreihenoxid(e), Zeolit(e) und deren Kombinationen.
Die Zwischenschicht 104 kann als katalytisch aktive Schicht
dienen ohne dass weiteres katalytisch aktives Material darauf aufgebracht
wird. Normalerweise wird die Zwischenschicht 104 jedoch
in Kombination mit einer katalytisch aktiven Schicht 106 verwendet.
Die Zwischenschicht kann ebenfalls aus zwei oder mehr unterschiedlich
zusammengesetzten Teilschichten gebildet sein. Die Zwischenschicht
hat eine Dicke, die geringer ist, als die halbe durchschnittliche
Porengröße des porösen Trägers. Vorzugsweise
reicht die Dicke der Zwischenschicht von etwa 0,5 bis etwa 100 μm, noch bevorzugter
von etwa 1 bis etwa 50 μm.
Die Zwischenschicht kann entweder kristallin oder amorph sein und
hat vorzugsweise eine BET Oberfläche
von wenigstens 1 m2/g.
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Das
katalytisch aktive Material 106 (falls vorhanden) kann
auf der Zwischenschicht 104 aufgetragen werden. Alternativ
kann ein katalytisch aktives Material gleichzeitig mit der Zwischenschicht
aufgetragen werden. Die katalytisch aktive Schicht (falls vorhanden)
ist typischerweise eng auf der Zwischenschicht dispergiert. Dass
die katalytisch aktive Schicht auf der Zwischenschicht „aufgebracht„ oder „verteilt„ ist,
umfasst das herkömmliche
Verständnis,
dass mikroskopische, katalytisch aktive Partikel dispergiert werden:
Auf der Oberfläche
der Trägerschicht
(d.h. der Zwischenschicht), in Spalten der Trägerschicht und in den offenen
Poren der Trägerschicht.
Die vorliegende Erfindung nutzt ein Fischer-Tropsch-Katalysemetall in
der katalytisch aktiven Schicht. Herkömmliche Fischer-Tropsch-Katalysatoren basieren
auf Eisen (Fe), Kobalt (Co), Nickel (Ni), Ruthenium (Ru), Rhenium
(Re), Osmium (Os) und deren Kombinationen. Katalytische Metalle
nach der vorliegenden Erfindung sind vorzugsweise Eisen, Kobalt,
Ruthenium, Rhenium, Osmium und deren Kombinationen. Zusätzlich zu
diesen katalytischen Metallen kann ein Aktivator hinzugefügt werden.
Aktivatoren können Übergangsmetalle
und Metalloxide (außer
Au und Hg), Lanthanide Metalle oder Metalloxide und Elemente der Gruppe
IA (außer
H) umfassen. Ein Fischer-Tropsch-Katalysatormetall kombiniert mit
einem geeigneten Träger,
wie der poröse
Träger
mit einer Zwischenschicht, wie hier beschrieben, wird als unterstütztes Fischer-Tropsch-Katalysatormetall
bezeichnet. In weniger bevorzugten Ausführungsbeispielen kann das unterstützte Fischer-Tropsch-Katalysatormetall
ein Fischer-Tropsch-Katalysatormetall sein, das auf anderen Trägern, wie
einem Pulver unterstützt
wird.
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Um
die Begrenzung des Massentransfers der Katalysatorstruktur zu mildern
bildet die Katalysatorimprägnierung
vorzugsweise eine poröse
Zwischenschicht mit einer Tiefe von weniger als 50 μm, vorzugsweise weniger
als 20 μm.
Die Diffusionsweglänge
ist daher wenigstens um einen Faktor 5 kürzer als für standard Katalysatorpartikel.
Die dünnere,
imprägnierte
Katalysatorstruktur erhöht
auch die Wärmeübertragung
aufgrund eines kürzeren
Wärmeübertragungswegs
und führt
zu einer geringeren Selektivität
bezüglich
CH4.
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Die
Katalysatorstruktur kann in jeder geometrischen Konfiguration vorliegen.
Vorzugsweise ist der Katalysator eine poröse Struktur wie etwa ein Schaum,
Filz, Bündel
oder deren Kombinationen. Der Katalysator (einschließlich des
Trägers
und des Fischer-Tropsch-Katalysatormetalls)
ist vorzugsweise so dimensioniert, dass er in die Reaktionskammer
passt. Der Katalysator kann ein einziges Stück aus porösem, durchgängigen Material sein oder aus
vielen Stücken
in physikalischen Kontakt. Der Katalysator hat vorzugsweise durchgängiges Material
und durchgängige
Porosität
so dass Moleküle
durch den Katalysator diffundieren können. In diesem bevorzugten
Ausführungsbeispiel
kann der Katalysator in einer Reaktionskammer angeordnet werden,
so dass Gase im wesentlichen durch den Katalysator fließen (einzeln
oder mehrere Stücke)
und nicht um ihn herum. In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
belegt die Querschnittsfläche
des Katalysators wenigstens 80%, noch bevorzugter wenigstens 95%
der Querschnittsfläche
der Reaktionskammer. In bevorzugten Ausführungsbeispielen ist das katalytisch
aktive Metall auf den Oberflächen über den
gesamten Katalysator verteilt, so dass die Reaktanden, die durch
den Katalysator treten, irgendwo entlang des Durchgangs über den Katalysator
reagieren können.
Dies ist ein signifikanter Vorteil über die Pellet-artigen Katalysatoren,
die ein großes
Volumen von ungenutztem Raum oder katalytisch ineffektiv verwendetem
Raum im Inneren der Pellets haben. Der poröse Katalysator ist den Pulvern
auch überlegen,
weil gepackte Pulver einen ernsthaften Druckabfall bewirken können. Der
Katalysator hat vorzugsweise eine Oberfläche, gemessen durch BET, von
größer als
etwa 0,5 m2/g, weiter bevorzugt von größer als
etwa 2,0 m2/g.
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Zusätzlich kann
auch eine größere Porosität verwendet
werden, zum Beispiel eine Porosität von größer als etwa 30%, wodurch der
Massetransfer in der Katalysatorstruktur verstärkt wird, weil die Katalysatorstruktur
nicht reibwiderstandsfähig
sein muss, wie dies bei Katalysatorteilchen der Fall ist, die in
einem Fließbett-Reaktor
verwendet werden.
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Katalysatoren
nach der vorliegenden Erfindung können auch durch die Eigenschaften,
die sie zeigen, gekennzeichnet sein. Faktoren, die gesteuert werden
können,
um diese Eigenschaften zu bewirken, umfassen: Auswahl des porösen Trägers, Puffer,
Zwischen- und katalytisch aktive Schicht; Abstaffelung der thermischen
Expansionskoeffizienten, Kristallinität, Wechselwirkungen zwischen
den Metallunterstützungen,
Katalysatorgröße, Wärmeleitfähigkeit
des Trägers,
Porosität,
Wärmeleitfähigkeit
der Reaktionskammer, Aufbring-Techniken und andere Faktoren, die
bei Betrachtung der hier vorliegenden Beschreibung offensichtlich werden.
Bestimmte bevorzugte Ausführungsbeispiele
für erfindungsgemäße Katalysatoren
zeigen eine oder mehrere der folgenden Eigenschaften: Adhäsion – nach 3
Wärmezyklen
in Luft zeigt der Katalysator weniger als 2% (der Fläche) Abblättern, ermittelt
durch SEM (scanning electron microscope) – Analyse; Widerstandsfähigkeit
gegenüber
Oxidieren; Konversion von Kohlenmonoxid, Kontaktzeiten, Methan-Selektivität, Druckabfall
und Produktionsgeschwindigkeiten. Die Widerstandsfähigkeit
gegenüber
Oxidieren kann durch Thermowiegen (TGA thermal gravity analysis)
gemessen werden. Nach Aufheizen auf 580°C in Luft über 2500 Minuten steigt das
Gewicht des Katalysators um weniger als 5%, vorzugsweise weniger
als 3% und noch weiter bevorzugt steigt das Gewicht um weniger als
0,5% nach Aufheizen bei 750 °C über 1500
Minuten. Jeder Wärmezyklus
besteht aus Aufheizen von Raumtemperatur auf 600°C in Luft bei einer Heizrate
von 10°C/min,
Halten der Temperatur bei 600 °C über 3000
Minuten und Kühlen
bei einer Rate von 10°C/min.
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Ein
weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Katalysator und
ein Verfahren zur Verwendung des Katalysators, der eine geringere
Methan-Selektivität
bei geringeren Drücken
aufweist. Es wurde unerwarteterweise gefunden, dass durch Verwendung
der porösen
Katalysatorstruktur nach der vorliegenden Erfindung die Verringerung
des Drucks der Fischer-Tropsch-Reaktion eine erhöhte Ausbeute ergibt und geringere Selektivität gegenüber Methan.
Siehe Beispiel 2.
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Eine
erhöhter
Wärmeübergang
nach der vorliegenden Erfindung ermöglicht kurze Kontaktzeiten,
gute Konversion und geringe Methan-Selektivitäten. Verschiedene Faktoren,
die genutzt werden können,
um den Wärmeübergang
zu verstärken,
umfassen: Verwendung eines Metallträgers, vorzugsweise eines porösen Metallträgers wie
einem metallischen Schaum oder Bündel,
dünnen
Puffer (falls vorhanden) und Zwischenschichten, einen Wärmetauscher
in thermischen Kontakt mit der Reaktionskammer, Mikrokanäle in der
Reaktionskammer und/oder dem Wärmetauscher
und einen Katalysator, der eine Dicke in Richtung des Wärmeübergangs
hat (d.h. in der Richtung der Reaktionskammer-Wandungen und im wesentlichen
senkrecht zur Fließrichtung)
von 1,5 cm oder weniger, vorzugsweise etwa 1 bis 10 mm und noch
weiter bevorzugt von etwa 1 bis 3 mm.
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Die
Erfindung schafft weiterhin Geräte
(d.h. Reaktoren) und Verfahren zur Hydrierung von Kohlenmonoxid.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
wird der katalytische Prozess in einem Gerät durchgeführt, das Mikrokanäle aufweist.
Ein Mikrokanal hat eine charakteristische Dimension von weniger
als etwa 1 mm. In einem Ausführungsbeispiel
hat die Reaktionskammer Wandungen, die wenigstens einen Mikrokanal
definieren, durch welchen die Reaktanden in die Reaktionskammer
fließen.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
trennen die Wandungen der Reaktionskammer die Reaktionskammer von
wenigstens einer Kühlkammer. Beispiele
für geeignete
Mikrokanal-Geräte
und verschiedene verfahrensbezogene Faktoren sind in den US-Patenten
mit den Nummern 511214, 5811062, 5534328, 6200536, 6129973, 6616909,
6540975, 6488838 und 6192596 beschrieben. In einem weiteren, bevorzugten
Ausführungsbeispiel
ist der Katalysator ein Monolith – ein einziges, durchgehendes,
aber poröses
Stück eines
Katalysators oder mehere durchgehende Stücke, die zusammengestapelt
sind (nicht ein Bett aus gepacktem Pulver oder Pellets oder eine
Beschichtung auf der Wandung eines Mikrokanals), das leicht in die
Reaktionskammer eingeführt
und wieder herausgenommen werden kann. Das Stück oder der Stapel an Katalysatorstücken hat
vorzugsweise eine Weite von 0,1 mm bis etwa 2 cm mit einer bevorzugten
Dicke von weniger als 1,5 cm, noch bevorzugter weniger als 1,0 cm
und noch mehr bevorzugt etwa 1 bis etwa 3 mm. Der erfinderische
Katalysator kann vielfache Vorteile bei katalytischen Prozessen
bieten, wie: chemische Stabilität,
Stabilität
bezüglich
wiederholten Wärmekreisläufen, thermische Stabilität, effizientes
Beschicken und Entleeren des Katalysators, hohe Wärmeübertragungs-
und Massetransfergeschwindigkeiten, und die Aufrechterhaltung der
gewünschten
katalytischen Aktivität.
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Die
metallischen Oberflächen
innerhalb des Mikrokanalgeräts
können
mit einem oder beiden von Puffer- und Zwischenschichten beschichtet
sein. Dies kann durchgeführt
werden, indem eines der hier beschriebenen Verfahren verwendet wird,
vorzugsweise durch Aufdampfen. Bevorzugte Beschichtungsmaterialien
umfassen Titan und 5–10%
SiO2/Al2O3. Die inneren Oberflächen der Reaktionskammer, des
Wärmetauschers
und anderer Oberflächen
des Mikrokanalgeräts
können
beschichtet werden. In einigen Ausführungsbeispielen können die
Wandungen einer Reaktionskammer mit einer optionalen Pufferschicht,
einer Zwischenschicht und einem katalytisch aktiven Material beschichtet
werden – typischerweise
werden das katalytisch aktive Material und die Zwischenschicht kombiniert,
wodurch sie einen unterstützenden
Katalysator bilden. Beschichtungen können auch auf die metallischen
Wandungen der Rohre und Schläuche
aufgetragen werden, die Verbindungen mit oder innerhalb des Mikrokanalgeräts bilden.
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Nach
einem bevorzugten Verfahren der vorliegenden Erfindung können Verweildauern
von 5 Sekunden erreicht werden durch: (a) Bereitstellen einer Katalysator-Struktur
mit einem daraufliegenden Katalysator; und (b) Vorbeileiten eines
Zustroms, der eine Mischung aus Wasserstoffgas mit Kohlenmonoxidgas
ist, durch besagte Katalysator-Struktur und Aufheizen der Katalysator-Struktur
auf wenigstens 200°C
bei einem Betriebsdruck, wodurch ein Produktstrom von wenigstens
25% Umwandlung von Kohlenmonoxid erreicht wird und höchstens
25% Selektivität
bezüglich
Methan. In einem weiteren bevorzugten Verfahren umfasst die Katalysator-Struktur
eine Pufferschicht und eine Zwischenschicht mit einem katalytisch
aktiven Metall, das auf der Zwischenschicht aufgetragen ist.
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Die
vorliegende Erfindung schafft Verfahren zur Hydrierung von Kohlenmonoxid.
In bevorzugten Verfahren reicht das Verhältnis von Wasserstoff zu Kohlenmonoxid
von etwa 1:1 bis etwa 6:1, vorzugsweise von etwa 2:1 bis etwa 3,5:1.
Die Hydrierung wird vorzugsweise bei Temperaturen oberhalb von etwa
200°C durchgeführt, besonders
bevorzugt zwischen etwa 200°C
und etwa 300°C
und noch mehr bevorzugt zwischen etwa 200°C und etwa 270°C.
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Bestimmte
Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung können
gekennzeichnet sein durch ihre Verweildauer oder Kontaktzeit. Diese
Begriffe haben in ihrem Gebiet wohl bekannte Bedeutungen. Die Kontaktzeit
ist das Gesamtvolumen der Katalysatorkammern geteilt durch die Gesamtfließrate der
Eingangsreaktanden, wobei angenommen wird, daß sie ideale Gase darstellen,
die auf Standardbedingungen korrigiert wurden (d.h. das Volumen
der Katalysatorkammer/F – Gesamt
bei STP mit STP 273 K und 1 atm). Das Volumen der Katalysatorkammern
umfasst das Volumen in der unmittelbaren Nähe und Umgebung der Katalysatorzone.
Als Beispiel, wenn man ein Viertel eines Kanals mit Pulver beschickt,
würde das
Volumen der Katalysatorkammer nur die Region umfassen, wo das Gas
fließen
kann und wo es mit dem Katalysator in Kontakt kommen kann, d.h.
nur ein Viertel des Gesamtkanalvolumens würde in die Berechnung einfließen. Das
Volumen des Todbereichs, d.h. Köpfe
und Fußbereich
etc. wird bei der Berechnung ignoriert. Die durchschnittliche Verweildauer
(auch Verweildauer bezeichnet) ist das Gesamtvolumen der Katalysatorkammer
geteilt durch die Gesamtflussrate der Eingangsreaktanden, korrigiert
auf die tatsächliche
Temperatur und den Druck der Reaktanden im Reaktor (d.h. das Volumen
der Katalysatorkammer/F-Gesamt korrigiert auf die tatsächlichen
Bedingungen). F-Gesamt bei STP ist die gesamte volumetrische Flussrate
der Reaktanden (umfasst alle Reaktanden und, falls vorhanden, Lösungsmittel).
Eingangsgase werden typischerweise mit Massen-Durchflussreglern gemessen, die auf
Standardbedingungen eingestellt sind, d.h. der Anwender mache eine
Voreinstellung auf die gewünschte
STP Flussrate. F-Gesamt, korrigiert auf die tatsächlichen Bedingungen = F-Gesamt
STP×(Temperatur
in K)/273 × 1
atm /(P tatsächlich
in atm): Dieser Wert wird verwendet um die Verweildauer oder die „wahre
Zeit„ im
Reaktor zu ermitteln. Die meisten Praktiker bevorzugen die Verwendung
der Kontaktzeit, weil es ein bequemes Verfahren ist, die Zeitvariable
fest zu halten, während
die Reaktionstemperatur etc. in 10°C-Schritten geändert wird.
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Kontaktzeiten
von weniger als 5 Sekunden können
mit der Standardausrüstung
erreicht werden, aber bei signifikantem Energieaufwand zum Erhöhen der
Raumgeschwindigkeit der Reaktanden um den Druckabfall zu überwinden
und bei schwachem Wärmeübergang,
der zu höherer
Methanbildung führt.
Das erfindungsgemäße Verfahren
wird daher vorzugsweise in einer Reaktionskammer durchgeführt, in
welcher der Katalysator eine Dicke von etwa 1,5 cm oder weniger
hat und die Wandung der Reaktionskammer berührt oder sich in großer Nähe (innerhalb
von etwa 1 mm) befindet, wo die Wandung der Reaktionskammer in thermischen
Kontakt mit einem Wärmetauscher
steht. Der Wärmeübergang
von der Reaktionskammer wird vorzugsweise verstärkt, indem Mikrokanäle wenigstens
auf einer Wandung der Reaktionskammer auf der Seite der Reaktionskammer,
die der Katalysator-Struktur gegenüberliegt, zugefügt wird.
Der Katalysator hat vorzugsweise durchgängige und relativ große Poren,
wie in einem Schaum um große
Druckabfälle
zu vermeiden. Vorzugsweise liegt die Porengröße der großen Poren in dem Katalysator
zwischen etwa 10 μm
und etwa 300 μm.
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In
bevorzugten Ausführungsbeispielen
der vorliegenden Erfindung wird die Kohlenmonoxidhydrierung bei
Kontaktzeiten von weniger als 5 Sekunden durchgeführt, noch
bevorzugter bei weniger als 2 Sekunden und noch weiter bevorzugt
zwischen etwa 0,1 und etwa 1 Sekunde. Bei diesen Kontaktzeiten kann
eine gute CO-Konversion und geringe Methan-Selektivität erhalten
werden. Vorzugweise ist die CO-Konversion wenigstens 25%, bevorzugter
wenigstens 50% und noch bevorzugter größer als etwa 80%. Die Methan-Selektivität ist vorzugsweise
geringer als 25%, noch bevorzugter weniger als etwa 20% und noch
weiter bevorzugt zwischen etwa 15% und 5%. Zusätzlich können diese Eigenschaften mit
geringen Druckabfällen über die
Reaktionskammer erreicht werden. Nach der vorliegenden Erfindung
ist der Druckabfall über
die Reaktionskammer vorzugsweise weniger als etwa 15 psig, weiter
bevorzugt weniger als 10 psig und noch weiter bevorzugt weniger
als etwa 5 psig und schließlich
noch weiter bevorzugt weniger als 1 psig.
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Ein
Verfahren zur Herstellung des erfindungsgemäßen Katalysators hat die Schritte
Auswählen
eines porösen
Trägers 100,
optional Aufbringen einer Pufferschicht 102 auf dem porösen Träger 100 und
Aufbringen einer Zwischenschicht 104 darauf. Optional kann
eine Katalysatorschicht 106 auf der Zwischenschicht 104 aufgebracht
sein. Oder sowohl die Zwischenschicht, als auch die Katalysatorschicht
können
gleichzeitig auf der Pufferschicht aufgetragen werden.
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Da
Metall flache Oberflächen
hat, die nicht porös
und glatt sind, kann das Auftragen einer Pufferschicht oder Zwischenschicht
gestört
werden. Ein Weg dieses Problem zu mildern ist es, die metallische
Oberfläche durch
chemisches Ätzen
aufzurauhen. Die Adhäsion
von durch die große
Oberfläche
unterstützten
Metallkatalysatoren, wie Gamma-Aluminium gegenüber Metallschaum wird signifikant
verbessert, wenn Metallschaum durch chemisches Ätzen aufgerauht wird, wobei
Mineralsäurelösungen,
z.B. 0,1 bis 1M HCL verwendet werden. Die aufgerauhte Oberfläche zeigt
auch eine verbesserte Widerstandskraft gegenüber Abblättern der Katalysatorschicht
bei Wärmezyklen.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel,
bei dem ein Metallschaum als poröser
Träger 100 verwendet
wird, wird der Metallschaum vor dem Aufdampfen der Pufferschicht 102 geätzt. Ätzen wird
vorzugsweise mit Säure,
zum Beispiel HCl durchgeführt.
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Das
Auftragen der Pufferschicht 102 erfolgt vorzugsweise durch
Aufdampfen, einschließlich,
aber nicht begrenzt auf chemisches Aufdampfen, physikalisches Aufdampfen
und deren Kombinationen. Es wurde überraschenderweise gefunden,
daß Aufdampfen,
das typischerweise bei hohen Temperaturen durchgeführt wird,
zu polykristallinen oder amorphen Phasen führt, die eine gute Adhäsion der
Pufferschicht gegenüber
der Oberfläche
des porösen
Trägers
schaffen. Das Verfahren ist besonders vorteilhaft zum Anhaften einer
Metalloxid-Pufferschicht
auf einem metallischen, porösen
Träger.
Alternativ kann die Pufferschicht 102 durch Lösungsmittelbeschichtung
erhalten werden. Die Lösungsmittelbeschichtung
hat zum Beispiel die Schritte der Funktionalisierung der Metalloberfläche durch
Aussetzen der metallischen Oberfläche in Wasserdampf für die Bildung
von Oberflächenhydroxylen,
gefolgt von Oberflächenreaktion
und Hydrolyse von Alkoxiden zum Erhalten einer Beschichtung aus
Metalloxid. Diese Lösungsmittelbeschichtung
kann als Verfahren zum Aufbringen der Pufferschicht 102 mit
geringeren Kosten bevorzugt werden.
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Die
Zwischenschicht 104 wird vorzugsweise durch Aufdampfen
oder Lösungsmittelbeschichtung
gebildet, wobei Vorläufer,
die für
diese Techniken verwendet werden, bekannt sind. Geeignete Vorläufer umfassen
organometallische Verbindungen, Halide, Carbonyle, Acetonate, Acetate,
Metalle, kolloide Dispersionen von Metalloxiden, Nitrate, Schlämme etc.
Eine poröse
Aluminium-Zwischenschicht kann zum Beispiel waschbeschichtet werden
mit einer PQ-Aluminium (Nyacol Products, Ashland, MA) kolloiden
Dispersion, gefolgt von Trocknen in einem Vakuumofen über nacht
und kalzinieren bei 500°C über 2 Stunden.
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Das
katalytisch aktive Material kann mit jedem geeigneten Verfahren
aufgebracht werden. Katalytische, metallische Vorläufer können zum
Beispiel auf kolloide Metalloxid-Partikel aufgebracht werden und
auf einem porösen
Träger
schlammbeschichtet, dann getrocknet und reduziert.
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Beispiel 1
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Der
Effekt der Verweildauer und Reaktionstemperatur auf die katalytische
Konversion von CO mit H2 wurde in einem
Dauerfließreaktor
untersucht. Dem Reaktor wurde eine Mischung aus Zufuhrgas, enthaltend H2 und CO in einem molaren oder volumetrischen
(unter der Annahme des Verhaltens eines idealen Gases) Verhältnis von
H2/CO=3 zugeführt. Diese Reaktionscharge
wurde der Reaktionskammer zugeführt,
welche bei einer konstanten Temperatur innerhalb eines isothermischen
Ofens gehalten wurde. Das Innere der Katalysatorkammer maß 35,6 mm
(1,4 in) in der Länge,
1,5 mm (0,060 in) Dicke und 8 mm (0,315 in) in der Breite. Die Reaktionsprodukte
verließen
dann die Reaktionskammer und wurden aufgenommen und bezüglich der
Zusammensetzung analysiert.
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Der
Katalysator für
dieses Experiment wurde wie folgt hergestellt. Zuerst wurde ein
saures Gamma-Aluminium Unterstützungspulver
(Strem) gemahlen und gesiebt auf zwischen 70 und 100 Siebgröße (150 bis
220 μ),
und kalziniert (stabilisiert) bei 500°C für mehrere Stunden. Dieses Pulver
wurde dann mit einer Lösung
imprägniert,
die Kobaltnitrathexahydrat und Rutheniumtrichloridhydrat (oder Rutheniumnitrosylnitrat) Vorläufer in
den gewünschten
Konzentrationen, um einen 15 Gew.-%ige 1 Gew.-%ige Ruthenium oder
Aluminium Katalysator zu erzeugen, enthielt. Die Vorläuferlösung wurde
in solcher Weise hergestellt, daß das Porenvolumen des Aluminiumträgers ohne
eine Übersättigung
des Aluminiumträgers
gesättigt
wird. Dieses Pulver wurden dann in einem Vakuumofen bei 100°C für wenigstens
4 Stunden getrocknet, gefolgt von Trocknen bei 100°C für wenigstens
12 Stunden. Das Pulver wurde dann kalziniert bei Erwärmen auf
350°C für wenigstens
3 Stunden. Ein Teil des Pulvers wurde dann mit destilliertem Wasser
in einem Gewichtsverhältnis
Wasser zu Katalysator von wenigstens 2,5 vereint um einen Katalysatorschlamm
zu erzeugen. Dieser Katalysatorschlamm wurde dann in einem Behälter mit
inerten Reibmittel-Kugeln plaziert und auf einem rotierenden Gerät für wenigstens
24 Stunden angeordnet. Dieser Schlamm war dann bereit für die Beschichtung
eines vorbehandelten Metallschaum-Trägers monolithischer Art. Der
monolithische Metallschaum-Träger
ist typischerweise 80 ppi (Poren pro Inch) Edelstahl (von AstroMet,
Cincinnati, Ohio) mit kennzeichnenden Makroporen in der Größenordnung
von etwa 200 bis 250 μm
und mit einer Porosität
von etwa 90% (bezogen auf das Volumen). Die Vorbehandlung des Monolithen
besteht aus nacheinander Reinigen in Dichlormethan und Aceton-Lösungsmitteln
in einem Wasserbad, das in ein Ultraschallgerät eingetaucht ist um das Lösungsmittel
innerhalb des Monoliths anzuregen. Optional kann die Metalloberfläche des
Monolithen durch Ätzen
mit einer Säure
aufgerauht werden. Falls dies gewünscht ist, wird der Monolith
in 0,1 molare Salpetersäure
eingetaucht und in einem Ultraschallgerät plaziert. Der Monolith wurde
dann mit destilliertem Wasser gespült und bei etwa 100°C getrocknet.
Der Monolith wurde dann mit einer Schicht aus Aluminium beschichtet,
wobei chemisches Aufdampfen (CVD chemical vapor deposition) als
Technik verwendet wurde. Das CVD System hat einen horizontalen Heißwand-Reaktor
mit drei Vorläuferquellen.
Die CVD-Beschichtungen wurden bei einer Aufdampftemperatur von 600°C und einem
Reaktordruck von 5 torr durchgeführt.
Dieser Vorläufer
wird in einem Quartzbehälter
gelagert und während
des Aufbringes bei 100°C
gehalten, was einen Dampf erzeugt, der von einem Stickstoff-Trägergasstrom über etwa
20 Minuten in den CVD-Reaktor getragen wird. Es wurde dann Luft
verwendet um die Aluminiumvorläufer
zu Aluminium zu oxidieren. Eine typische Dicke der Aluminium-Beschichtungen
ist 0,5 μm.
Dieser vorbehandelte, monolithische Metallschaum-Träger wurde
dann mit dem Katalysatorschlamm durch Tauchbeschichtung beschichtet.
Der Monolith wurde dann in einem Luftstrom oder Stickstoff bei Raumtemperatur
getrocknet, während
der Monolith ständig
rotiert wurde so daß eine
gleichmäßige Bedeckung
der getrockneten Katalysatorschlammschicht geschaffen wurde. Der
Monolith wurde dann bei 90°C über wenigstens
1 Stunde getrocknet, langsam auf 120°C über den Zeitraum von 1 Stunde
aufgeheizt, weiter über
wenigstens 2 Stunden bei 120°C getrocknet
und dann auf 350°C
erhitzt und über
wenigstens 3 Stunden kalziniert. Typischerweise wurden 0,1 – 0,25 g
Aluminium unterstützter
Co-Ru-Pulver-Katalysator wurde mit oben beschriebenen Abessungen
und Eigenschaften auf dem Metallschaum-Monolith beschichtet.
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Der
Katalysator-Monolith oder – Pulver,
der etwa 0,5 Gramm wog, wurde dann innerhalb der Reaktionskammer
plaziert und vor der Reaktion durch Erwärmen auf etwa 350°C bis 400°C und unter
einem etwa 10 bis 20% (molar oder per Volumen) Wasserstoff- in einem
inerten Trägergas
(wie Stickstoff oder Helim) enthaltenen Strom bei einer Flußrate von
wenigstens 20 qc/min (gemessen bei 273K und 1 atm) über wenigstens 2
Stunden aktiviert (oder reduziert). Der Katalysator wurde dann auf
Reaktionstemperaturen wenigstens 200° abkühlen gelassen. Der Katalysator
wurde dann einem Zufuhrgas ausgesetzt, das aus H2 und
CO in dem gewünschten
Molverhältnis
von H2 pro Mol CO bestand. Die Flußrate des
Zufuhrgases war steuerbar, damit eine präzise Erzeugung der gewünschten
Kontaktzeit, normalerweise etwa 1 Sekunde, eingestellt werden konnte. Die
Reaktionsprodukte wurden dann analysiert um die Konversion von CO
und die Selektivität
bestimmter Produkte wie Methan auszuwerten. Die Reaktion wurde bei
einem Druck von bis zu 24 Atmosphären (etwa 353 psia) durchgeführt.
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Tabelle
E1-1 zeigt die Ergebnisse dieser Experimente. Im allgemeinen erzeugte
die Pulverform des Katalysators größere Konversionen bei einer
vorgegebenen Temperatur als die monolithische Form. Bei einer vorgegebenen
Temperatur erzeugt der monolithische Katalysator jedoch weniger
Methan. Bei herkömmlichen Fischer-Tropsch-Reaktoren
wird die Methanbildung hauptsächlich
durch die Reaktortemperatur und die Zusammensetzung der Zufuhr beeinflusst,
obwohl sie auch in weniger großem
Umfang auch von anderen Parameter, wie der Kontaktzeit beeinflusst
wird. Die Tatsache, daß der
monolithische Katalysator eine geringere Methanselektivität bei vorgegebener
Temperatur, liefert legt es nahe, daß der Monolith Wärme besser
aus dem inneren Teil des Reaktors ableiten kann und so hohe örtliche
Temperaturen vermeidet, die oft in den inneren Teilen eines gepackten
oder Pulverbetts vorliegen. Für
den monolithischen Katalysator ist die Konversion eine starke Funktion
sowohl der Temperatur als auch der Kontaktzeit und die Konversion
steigt mit steigender Temperatur und/oder Zeit. Eine Verringerung
der Kontaktzeit von 2 Sekunden auf 1 Sekunde bei 275°C für den monolithischen
Katalysator ergibt eine geringere Konversion und eine höhere Methanselektivität.
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Bei
Vergleich der Ergebnisse mit früheren
Studien in Tabelle 1 werden folgende Eigenschaften deutliche:
- – Im
Vergleich zu all diesen Verweisungen kann eine ausreichende Katalysatorleistungsfähigkeit
(Konversion größer als
etwa 50% und Methanselektivität
unterhalb von etwa 25%) bei einer Kontaktzeit erreicht werden, die
etwa drei- bis zwölfmal
kürzer
ist.
- – Die
Bildung von Methan, die bei hohen Reaktortemperaturen stark begünstigt wird,
und die Wasserstoff-zu-Kohlenstoff Zufuhrverhältnisse liegt zwischen denen
von Verweisung 1 und 3, die die ähnlichsten Kontaktzeiten
verwenden; der monolithische Katalysator erzeugt jedoch vergleichbare
Methanselektivitäten
bei Bedingungen, die wesentlich weniger ungünstig sind, als die bei diesen
Verweisungen. Die monolithische Form war in der Lage diese Menge
an Methan bei Temperaturen von bis zu 260°C zu erzeugen (im Vergleich
zu 240°C
von Verweisung 1) und ein H2-zu CO Zufuhr-Verhältnis von
3 (im Vergleich zu 2 bei Verweisungen 1 und 3). Dies zeigt weiterhin,
daß die
monolithische Form Wärme
effektiver entfernt als Pulver- oder Pelletformen, und dass die
Methanbildung auch bei unerwünschten
Bedingungen unterdrückt
werden kann.
- – bei
einem vergleichbaren H2 zu CO-Zufuhr-Verhältnis von
3 und CO-Konversion (etwa 80%) erzeugt der Pulver-Katalysator in
Verweisung 7 eine wesentlich höhere
Selektivität
bezüglich
Methan, als der erfindungsgemäße Katalysator
selbst bei geringeren Temperaturen und längeren Kontaktzeiten, bei welchen die
Bildung von Methan behindert wird. Bemerke, daß in Verweisung 7 eine Änderung
des H2 zu CO-Zufuhr-Verhältnises von 2 auf 3 die Methanselektivität verdreifachte.
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Zusätzlich ist
die Dicke der Katalysatorschicht in dem Monolith (typischerweise
weniger als 20 μm)
wesentlich geringer als die feinste Partikelgröße, die in entweder einem Festbett-Reaktor (>100 μm) oder in
einem Schlamm- oder Fließbettreaktor
(> 50 μm) verwendet
werden. Der interne Massentransfer-Diffusionsweg ist daher in dem
monolithischen Katalysator kürzer.
Bei Fischer-Tropsch-Synthesebetrib sind weiterhin die inneren Poren
innerhalb des Katalysators normalerweise mit Kohlenwasserstoff-Produkten
gefüllt,
und Wasserstoff hat eine wesentlich höhere Diffusivität als CO.
Dies kann ein wesentlich höheres
H2/CO-Verhältnis innerhalb eines Pellet-
oder Pulverkatalysators ergeben als das bei Massezufuhr, was die
Methanierung begünstigt.
Die dünnere
Katalysatorschicht bei dem monolythischen Katalysator ergibt daher
eine relativ geringen örtlichen H2-Konzentration innerhalb des Katalysators
zur Minimierung der Methanselektivität. Ein noch weiterer Vorteil von
porösen
Katalysatoren ist ihre effiziente Verwendung des Raum, durch welchen
die Moleküle
passieren und innerhalb des Katalysators reagieren können, ohne übermäßige Druckabfälle zu verursachen.
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Tabelle
E1-Fischer-Tropsch-Katalysator-Leistungsfähigkeit
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Beispiel 2
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Es
wurde ein Experiment durchgeführt,
um den Betrieb bei verschiedenen Drücken zu zeigen. Die Ausstattung
war die gleiche wie bei Beispiel 1.
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Nach
der Literatur soll die Änderung
des Druckes nur die wahre Verweildauer bei der Fischer-Tropsch-Synthese
beeinflussen. In anderen Worten: herkömmliche Erkenntnis bei Fischer-Tropsch-Reaktionen
ist es, daß die
Reaktionsrate proportional zum Druck bei identischen Verweildauern
ist. Wie jedoch in Tabelle E2-1 gezeigt wird, wurde die Katalysatoraktivität bei der
erfindungsgemäßen Katalysator-Struktur
unerwarteterweise verstärkt,
wenn der Druck bei der gleichen Verweildauer abgesenkt wurde. Dieses überraschende
Ergebnis wird dem erhöhten
Masse- und Wärmeübergang
zugeschrieben, der mit der erfindungsgemäßen Katalysatorstruktur ermöglicht wird.
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Tabelle
E2-1 konstuierte Katalysatorleistungsfähigkiet für die Fischer-Tropsch-Synthese
bei etwa 250°C
und konstanter Verweildauer (d.h. Temperatur- und Druck-korrigierte
Kontaktzeit) von 12,5 Sekunden. Die Kontaktzeit bei 24 atm (absolut)
ist 1 sek.
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Beispiel 3
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Verwendung
von saurem Gamma-Aluminium-unterstütztem Co oder Ru, allein als
Katalysator auf einem Metalschaum, wurde ebenfalls bei den Bedingungen
von Beispiel 1 getestet und die Leistungsfähigkeit wurde für schlechter
befunden als die von bi-metallischen Katalysatoren, wie Co-Ru.
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Beispiel 4
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Es
wurde ein Experiment durchgeführt,
um bestimmte Vorteile der erfindungsgemäßen Pufferschicht zu zeigen.
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Ein
ungeätzter
Edelstahlschaum (Astromet, Cincinatti OH) wurde mit 1000 Angstrom
TiO2 mittels chemischem Aufdampfen beschichtet.
Titanisopropxid (Strem Chemical, Newburyport, MA) wurde bei einer
Temperatur von 250° bis
800°C bei
einem Druck von 0,1 bis 100 Torr aufgedampft. Titanbeschichtungen
mit ausgezeichneter Adhäsion
zum Schaum wurden bei einer Aufdampftemperatur von 600°C und einem
Reaktordruck von 3 torr erhalten.
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Die
SEM (Scanning Electron Microscope)-Analyse zeigte, dass der Edelstahlschaum
Träger
Gamma-Aluminium mit einer TiO2-Pufferschicht
nach mehreren (3) Wärmezyklen
von Raumtemperatur bis 600°C nicht
abblätterte.
In einem Überprüfungsexperiment
mit einem Edelstahlschaum-Träger,
der mit Gamma-Aluminium ohne TiO2-Pufferschicht
beschichtet war, wurde starkes Abblättern der Gamma-Aluminiumschicht
bei identischen Testbedingungen beobachtet. Der unbeschichtete Stahlschaum
oxidierte sehr schnell, wenn er auf 500°C in Luft erhitzt wurde (gezeigt
durch Gewichtszunahme, d.h. thermische Gravitätswerte), während Titanbeschichteter Stahl
relativ langsam oxidierte. Auf ähnliche
Weise oxidierte unbeschichteter Nickelschaum, während unter den gleichen Bedingungen
(Aufheizen auf 500°C
oder 750°C
in Luft), der Titan-beschichtete Nickelschaum keine (d.h. nicht
detektierbare) Oxidation zeigte.
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SCHLUSS
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Während ein
bevorzugtes Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung gezeigt und beschrieben wurde, ist es
für den
Fachmann offensichtlich, dass viele Änderungen und Modifikationen
durchgeführt
werden können,
ohne von der Erfindung in ihrer weiteren Bedeutung, wie in den beigefügten Ansprüchen definiert,
abzuweichen.