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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Gewebe, das zur Herstellung
von Kleidungsstücken
geeignet ist, ohne im Wesentlichen einen Nähprozess zu erfordern.
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Bei
einem aus Gewebe hergestellten Kleidungsstück verläuft ein herkömmlicher
Prozess so, dass das Gewebe einem Zuschneiden entlang den jeweiligen
Schnittmustern unterzogen wird, um verschiedene Schnittstücke wie
ein Vorderteil, ein Rückenteil
und einen Kragen zu erhalten, und dass die Schnittstücke einem
Nähvorgang
unterzogen werden, bei dem die Schnittstücke so miteinander verbunden
werden, dass ein Kleidungsstück
entsteht.
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Aus
Sicht der Steigerung der Leistungsfähigkeit beim Herstellen von
Kleidungsstücken
ist, soweit das Zuschneiden betroffen ist, eine Automatisierung durch
Einsatz von Computer unterstütztem
Schneiden möglich.
Es wird nämlich
bei einem Herrenkleidungsstück,
das halb-kundenspezifisch hergestellt wird, ein weit verbreitetes
System eingesetzt, bei dem verschiedenen Größen entsprechende System-Schnittmuster
im Computer gespeichert werden, von denen ein Schnittmuster ausgewählt wird,
das mit den Kundenmaßen
am Besten übereinstimmt,
an dem auf einem Computerbildschirm eine geeignete Korrektur ausgeführt wird,
und bei dem mit dem korrigierten Schnittmuster ein Zuschneiden mittels
einer Laserschneidevorrichtung vorgenommen wird.
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Was
das Vernähen
betrifft, ist ein automatisierter Betrieb schwieriger, und grundsätzlich wird daher
noch eine händische
Tätigkeit
benutzt. Daher ist aus Sicht der Produktivitätssteigerung und auch der Kostensenkung
das Nähen
ein Engpass. Unter diesen Umständen
gab es bisher eine starke Anforderung eine Bekleidungsfertigung
zu entwickeln, bei der kein Nähen
erforderlich ist.
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Soweit
es sich um Stricken handelt, bei dem gesteppte Maschen bevorzugt
seitlich bewegt werden können,
um die Wirkbreite zu steuern, ist ein Kleidungsstück herkömmlicher
Weise ohne Nähen nur
gefertigt worden, wenn es von Hand gestrickt wurde. Ferner sind
bezüglich
des maschinellen Strickens seit kurzem auch ausgeklügelte Kulierwirkmaschinen kommerziell
verfügbar,
bei denen eine unabhängige
Steuerung der Stricknadeln eins zu eins eingesetzt wird, wodurch
ohne Nähen
eine vollautomatische Herstellung eines Kleidungsstücks durchgeführt wird,
einschließlich
eines Steppens an offenen Abschnitten des Kleidungsstücks wie
bei Ärmel,
Kragen und Saumende. Auf diese Art von Kulierwirkmaschinen bezieht
sich z.B. die japanische geprüfte
Patentschrift Nr. 3-75656.
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Jedoch
unterscheidet sich eine Webtechnik vollständig von einer Kulierwirktechnik.
Mit anderen Worten kann eine Stricktechnik keinesfalls auf eine Webetechnik übertragen
werden. Folglich zielt die vorliegende Erfindung darauf ab, das
Nähen im
Wesentlichen auch beim Herstellen von Bekleidung aus Gewebe abzuschaffen.
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Die
Veröffentlichung
BE 655 727 zum Stand der
Technik, auf der die vorab kennzeichnende Formulierung von Anspruch
1 beruht, legt ein Gewebe mit sich wiederholenden Mustern offen,
das zu Erzeugnissen zuzuschneiden ist, wobei das Gewebe ein Vielzahl
von mit einer Jacquardmaschine gewebten Schichten umfasst, und wobei
von den Schichten mindestens eine erste Schicht eine Seite des Erzeugnisses
wird, während
mindestens eine verbleibende zweite Schicht die andere Seite des
Erzeugnisses wird, und das Gewebe des Weiteren genähte Abschnitte
umfasst, wo die erste und die zweite Schicht entlang einer Konturlinie
des Erzeugnisses bis auf Stellen miteinander vernäht sind,
die zu Öffnungen der
hergestellten Erzeugnisse werden, und wobei das sich wiederholende
Muster erzeugt wird, indem die genähten Abschnitte (
18a,
18b,
18c) über im Wesentlichen
die gesamte Länge
und Breite des Gewebes verteilt sind.
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Nach
einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Gewebe mit
sich wiederholenden Mustern zur Verfügung gestellt, das zu Erzeugnissen zugeschnitten
wird, wobei das Gewebe ein Vielzahl von mit einer Jacquardmaschine
gewebten Schichten umfasst, wobei von den Schichten mindestens eine
erste Schicht die eine Seite des Erzeugnisses wird, während wenigstens
eine verbleibende zweite Schicht die andere Seite des Erzeugnisses
wird, und das Gewebe ferner vernähte
Abschnitte umfasst, in denen die erste und die zweite Schicht entlang
einer Konturlinie des Erzeugnisses bis auf Stellen miteinander vernäht sind,
die zu Öffnungen
des hergestellten Erzeugnisses werden, und wobei das sich wiederholende
Muster erzeugt wird, indem die vernähten Abschnitte über im Wesentlichen
die gesamte Länge
und Breite des Gewebes verteilt sind, dadurch gekennzeichnet, dass
sich die Konturlinie über
eine wesentliche Breite des Gewebes so erstreckt, dass die Kon turlinie
die eines Kleidungsstücks
als das Erzeugnis ist, und die erste Schicht ein Vorderteil des Kleidungsstücks und
die zweite Schicht ein Rückenteil
des Kleidungsstücks
darstellt.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner ein Verfahren zum Ausbilden
von Erzeugnissen aus einem Gewebe zur Verfügung, das die Schritte umfasst:
auf
einer Jacquardmaschine Weben eines Textils mit einer Vielzahl von
Schichten, wobei von den Schichten mindestens eine erste Schicht
eine Seite des Erzeugnisses wird, während von den verbleibenden mindestens
eine zweite Schicht die andere Seite des Erzeugnisses wird, und
wobei die erste und zweite Schicht entlang einer Konturlinie des
Erzeugnisses miteinander vernäht
werden, und
Zuschneiden des Textils entlang der Konturlinie,
wodurch aus dem Textil ein Erzeugnis herausgetrennt wird, bei dem
die erste und zweite Schicht mittels Nähen miteinander verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass sich die Konturlinie entlang einer
wesentlichen Breite des Textils so erstreckt, dass die Konturlinie
diejenige eines Kleidungsstücks
als das Erzeugnis ist,
wobei das Vernähen derart vonstatten geht,
dass die erste Schicht ein Vorderteil des Kleidungsstücks und die
zweite Schicht ein Rückenteil
des Kleidungsstücks
ist, und das Zuschneiden so abläuft,
dass die erste und zweite Schicht an einer Stelle getrennt sind,
die zu einer Öffnung
des Kleidungsstücks
wie etwa Kragen, Ausschnitt, Ärmel
oder Saumende etc. wird.
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In
der vorliegenden Erfindung wird ein Zuschneiden des Textils entlang
der Konturlinie so ausgeführt,
dass die Kleidungsstücke
getrennt werden. Das Zuschneiden geschieht derart, dass bis an Stellen,
die zu Öffnungen
wie etwa Kragen, Ärmel
und Saumenden werden, die Nähte
mindestens teilweise verbleiben. Folglich erhält man ein Erzeugnis oder ein
Kleidungsstück,
bei dem die obere und untere Seite entlang der Konturlinie des Kleidungsstücks durch
vernähte
Teile miteinander verbunden sind, während notwendige Öffnungen
zu einem Durchführen
von Körperteilen
des Trägers
vorgesehen werden. Es ist zu bemerken, dass die Konturlinien sich wiederholende
Muster auf dem Textil darstellen. Mit anderen Worten die erhaltene
Größe des Erzeugnisses
oder Kleidungsstücks
entspricht der Größe des sich
wiederholenden Musters. Wie ferner für Kenner der Technik leicht
zu verstehen ist, entspricht die Größe eines sich wiederholenden
Musters der Anzahl der Kettfäden,
welche unabhängigen
Fachbildungsbewegungen unterworfen sein können. Das bedeutet, dass eine
große
Größe des Erzeugnisses,
wie es aus dem Textil zugeschnitten ist, entstehen kann, wenn eine
Jacquardmaschine mit einer großen
Anzahl von Haken verwendet wird. Demzufolge kann bei einer Jacquardmaschine
mit der Anzahl von Haken, die der Gesamtzahl der Kettfäden entspricht,
die Kontur des Erzeugnisses sich über die Gesamtbreite der Webbreite
erstrecken, wodurch die Größe des Erzeugnisses
oder des Kleidungsstücks
maximiert wird. Ferner wird wegen des Einsatzes der Jacquardmaschine
eine gewünschte
unabhängige
Fachbildungssteuerung jedes Kettfadens in einem Rapport (Umrisslinie
des Kleidungsstücks)
möglich,
so dass sowohl der Oberseite als auch der Unterseite des Erzeugnisses
bzw. einem Vorderteil und einem Rückenteil eines Kleidungsstücks ein
gewünschtes
Webdesign verliehen werden kann. Bei einer kürzlich entwickelten Jacquardmaschine
wird ein gänzlich
vom Computer unterstützter
Typ vom Erfassen des Schnittmusters bis zur Steuerung einer Hakenposition
realisiert. Diese Art von Jacquardmaschine ist geeignet, um die
vorliegende Erfindung in die Praxis umzusetzen.
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Nach
der vorliegenden Erfindung ist die erste Schicht ein Vorderteil
eines Kleidungsstücks,
während
die zweite Schicht ein Rückenteil
des Kleidungsstücks
ist. Die Vorder- und Rückenteile
werden entlang der Konturlinie des Kleidungsstücks vernäht. Ein Zuschneiden des Textils
wird entlang der Konturlinie so ausgeführt, dass die vernähten Teile
mindestens teilweise erhalten bleiben, wodurch eine Trennung der
Vorder- und Rückenteil
des Kleidungsstücks
verhindert wird. In den Bereichen wie Kragen, Ärmel und Saum, wo Teile eines
menschlichen Körpers
durchgeführt
werden, kann das Vernähen
von Anfang an weggelassen werden. Folglich kann in diesem Fall durch
das reine Zuschneiden des Textils entlang der Konturlinie die Öffnung am
Kragen, Ärmel
und Saum automatisch erzeugt werden. Alternativ kann an den Abschnitten
des Kragens, der Ärmel
und des Saums ein schwaches Nähgarn
vorhanden sein, das nach der Durchführung des Zuschneidens herausgezogen oder
entfernt wird. Nach der vorliegenden Erfindung ist es beabsichtigt,
jeden zusätzlichen
Arbeitsschritt an den Ausschneidebereichen am Kragen, Ärmel, Saum
usw. zu vermeiden. Auf diese Weise kann eine besondere Bindungsstruktur
gewählt
werden, bei der ein Loslösen
weniger wahrscheinlich ist. Als ein anderer Weg zum Vermeiden des
Loslösens
kann ein Muster als eine Konturlinie eines Kleidungsstücks in einem
Textil so angeordnet sein, dass eine Schnittlinie in einer Richtung
verläuft,
die von derjenigen des Kett- oder Schussfadens so lang wie möglich abweicht.
Ferner können
für Kett-
und Schussfaden auch voluminös
texturierte Garne, wie etwa ein wollenes Nylon, mit einem vorgegebenen
Abstand benutzt werden. Eine Sperrigkeit des texturierten Garns ist
wirkungsvoll, um einen gegen seitigen Eingriff der Garne zu erhöhen, wodurch
das Loslösen
weniger wahrscheinlich wird. Nach dem Konzept der vorliegenden Erfindung
werden ferner die Ausschnittbereiche am Kragen, Ärmel und Saum, so wie sie sind,
die Öffnungen
des fertigen Produktes. Folglich ist das Aussehen eines Kleidungsstücks nach
der vorliegenden Erfindung ganz anders als das eines gewöhnlichen
Kleidungsstücks,
bei dem genäht
oder gesteppt wird. Jedoch kann ein solcher Unterschied vom Design-Standpunkt
aus ein Grund sein, der das Produkt am Markt annehmbar macht ohne
einen Hauch von Missklang zu erzeugen. Schließlich kann bei Bedarf an den
Ausschnittbereichen ein Vernähen
stattfinden, um ein Loslösen
zu vermeiden. In diesem Fall ist das so erhaltenen Kleidungsstück nicht
eines, welches ohne zusätzliches
Nähen hergestellt
wird. Dennoch kann im Vergleich mit dem Stand der Technik der Arbeitsaufwand
bei dem Nähprozess
erheblich verringert werden.
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Damit
die Erfindung wohl verstanden wird, wird nun eine Ausführungsform
davon beispielhaft und mit Bezug zu den begleitenden Zeichnungen
beschrieben, für
die gilt:
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1 ist eine Draufsicht auf
ein Textil nach der vorliegenden Erfindung, die eine Anordnung von sich
wiederholenden Mustern (Umrisslinie des Kleidungsstücks) auf
dem Textil darstellt;
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2 ist eine Abbildung von
einem Beispiel vom Einspannen von Kettfäden auf einer Jacquardmaschine;
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3 ist eine Abbildung eines
anderen Beispiels vom Einspannen von Kettfäden auf einer Jacquardmaschine;
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4 ist eine Abbildung eines
weiteren Beispiels vom Einspannen von Kettfäden auf einer Jacquardmaschine;
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5 ist ein Querschnitt entlang
der Linie V-V in 1,
der einen Aufbau eines Textils am Webrandabschnitt in einer Strumpfbindungsstruktur darstellt;
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6 ist ein Querschnitt entlang
der Linie VI-VI in 1,
der einen Aufbau eines Textils am vernähten Abschnitt zwischen dem
Vorder- und dem Rückenteil
darstellt;
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7 zeigt ein Designbeispiel
der Oberschicht von einem Doppeltextil, das ein Vorderteil eines
Kleidungsstücks
darstellt;
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8a und 8b veranschaulichen eine Ausführungsform,
wo elastische Garne teilweise als Schussfäden an einem Grundabschnitt
eines Kleidungsstücks
verwendet werden;
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9 stellt eine unterschiedliche
Ausführungsform
dar, wo elastische Garne teilweise als Schussfäden an Ärmelabschnitten des Kleidungsstücks verwendet
werden;
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10 veranschaulicht eine
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, bei der an untergeordneten Bereichen
andere Teile des Kleidungsstücks
wie etwa Gurte oder Bänder
ausgebildet sind, und wo ein Etikett als gewebte Struktur integral
im Kleidungsstück
ausgebildet ist;
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11 zeigt sehr schematisch
eine Ausgestaltung eines Knopfloches durch Anwendung einer Gazewebart;
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12 ist eine weitere Ausführungsform
eines Textils nach der vorliegenden Erfindung, wo Schultersäcke aus
dem Gewebe zugeschnitten werden können;
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13 ist eine schematische
Perspektive eines Schultersacks, der von dem in 12 gezeigten Textil getrennt wurde.
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In 1 zeigt ein Pfeil F eine
Richtung an, entlang welcher die Kettfäden verlaufen. Ein Bezugszeichen 10 bezeichnet
schematisch auf dem Textil ein sich wiederholendes Muster, das dem
Zuschneiden entlang der Konturlinie des Musters unterworfen ist,
aus dem man ein Kleidungsstück
wie z.B. eine Jacke ohne zusätzlichen
Nähprozess
erhalten kann. Bei dieser Ausführungsform
wird zur Herstellung des Textils eine Jacquardmaschine verwendet,
die Haken in einer Anzahl aufweist, welche im Wesentlichen einer
Anzahl von Ketten in einer halben Webbreite entspricht. Wie nämlich in 2 gezeigt wird, besitzt
die Jacquardmaschine J von 1 bis n nummerierte Haken, wobei n z.B.
gleich 4.300 betragen kann. Die Haken 1 bis n sind nicht nur jeweils
mit den Kettfäden
N1 bis Nn verspannt,
sondern jeweils auch mit Nn+1 bis N2n. Mit anderen Worten führt jeder Haken eine Fachbildungsbewe gung
für zwei
Kettfäden
aus. Wie in 2 gezeigt
sind dementsprechend zwei Muster 10 entlang einer Schussrichtung,
d.h: in Richtung der Textilbreite angeordnet.
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Was
die Jacquardmaschine betrifft, so kann eine der verfügbaren,
z.B. diejenige von der Stäubli AG
in CH-8810 Horgen, Schweiz verwendet werden.
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3 zeigt eine andere Abänderung
der Verspannung, mit der zwei Musterrapporte in Richtung der Textilbreite
angeordnet werden können.
In diesem Fall sind die Haken 1 bis n nämlich jeweils mit den Ketten
N1 bis Nn und jeweils
mit den Ketten N2n bis Nn+1 verknüpft. Daher
werden in dieser Abänderung
zwei sich wiederholende Muster erhalten, welche symmetrisch zur
Längsmittellinie
der Textilbreite angeordnet sind.
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4 zeigt noch eine weitere
Abänderung der
Verspannung. In diesem Fall besitzt die Jacquardmaschine die Haken
1 bis 2n mit einer Anzahl, die doppelt so groß wie die in 2 und 3 gezeigte ist.
Die Haken 1 bis 2n sind nämlich
mit den jeweiligen einzelnen Ketten, d.h. jeweils den Ketten N1 bis N2n verspannt.
Angesichts dessen kann die Abänderung
ein Muster liefern, das sich entlang der gesamten Breite des Gewebes
erstreckt.
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Das
Textil nach der vorliegenden Erfindung ist grundsätzlich als
eine Doppelgewebestruktur ausgebildet. Unter der in 1 gezeigten oberen Gewebeschicht ist
eine weitere Gewebeschicht vorhanden. In 5 bezeichnet ein Bezugszeichen 12 schematisch
eine obere Gewebeschicht und 14 eine untere Gewebeschicht.
Die obere Gewebeschicht 12 ist aus Kettfäden 12A und
Schussfäden 12B aufgebaut, während die
untere Gewebeschicht 14 aus Kettfäden 14A und Schussfäden 14B bestehen.
Ferner ist in dieser Ausführungsform
die gezeigte Doppelgewebestruktur von dem Typ, der als Strumpfgewebestruktur
bezeichnet wird, wo Schussfäden
gewöhnlich
zwischen der oberen und der unteren Schicht benutzt werden. Die
Schussfäden 12B in
der obersten Gewebeschicht 12 werden nämlich am Webrand in den Schussfaden 14B in
der untersten Gewebeschicht 14 bewegt. Die vorliegende
Erfindung kann aber auch in einem Fall ausgeführt werden, wo das Doppelgewebe
nicht vom Strumpfgewebetyp ist, sondern vom Typ, wo die oberen Schussfäden 12B und
die unteren Schussfäden 14B am
Webrandbereich vollständig
getrennt sind.
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Nach
dieser Ausführungsform
werden bei dem als. Strumpfgewebestruktur ausgeführten Doppeltextil die Vorderteile 16 der
Jacken in der oberen Gewebeschicht 12 ausge bildet, während die
Rückenteile
der Jacken in der unteren Gewebeschicht 14 in Ausrichtung
mit dem jeweiligen Vorderteil ausgebildet werden. Die oberste Gewebeschicht 12 und
die unterste Gewebeschicht 14 sind entlang einer Konturlinie
des Kleidungsstücks
derart vernäht,
dass die oberste Schicht 12 ein Vorderteil des Kleidungsstücks wird,
während
die unterste Schicht 14 zu einem Rückenteil des Kleidungsstücks wird.
Diese vernähten
Teile von geeigneter Breite sind in 1 durch
die Bezugszeichen 18A, 18B und 18C dargestellt.
Die vernähten
Teile 18A entsprechen nämlich einer
Linie vom Kragen bzw. Hals zum Ärmel.
Die vernähten
Teile 18B entsprechen einer Linie von der Achselhöhle zum Ärmel. Schließlich entsprechen
die vernähten
Teile 18C einer Linie von der Achselhöhle zu der Grundlinie bzw.
dem Saum. Diese vernähten Teile
sind in einem zweiseitigen symmetrischen Verhältnis angeordnet. Die vernähten Teil
besitzen eine Breite, die breit genug ist, um eine Festigkeit zu
erzeugen, die verhindern kann, dass sich die Vorder- und Rückenteile
während
des späteren
Gebrauchs des Kleidungsstücks
lösen,
wenn sie vom Textil getrennt sind.
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Wie
das Beispiel in 6 zeigt,
sind die vernähten
Teile 18A, 18B und 18C wie ein Oxford-Gewebe
aufgebaut. Ein solches Oxford-Gewebe ist aus der Sicht der Klassifikation
der Gewebestruktur eine Art von Einzelschichttextil. In einem derartigen
Oxford-Gewebe sind eine Vielzahl von Kettfäden und Schussfäden verbunden
und unter einer Struktur wie bei einer Leinwandbindung verwoben.
Es ist anzunehmen, dass das Oxford-Gewebe wegen seiner erhöhten Flexibilität zum Gebrauch
als vernähte
Teile geeignet ist. Wie nämlich
in 6 gezeigt wird, sind an
den vernähten
Teilen 18A, 18B und 18C die oberen Kettfäden 12A und
die unteren Kettfäden 14A unter
parallelen Bedingungen zusammengeführt, während die oberen Schussfäden 12B und
die unteren Schussfäden 14B auch
unter parallelen Bedingungen zusammengeführt sind. Diese zusammengeführten Kett-
und Schussfäden
werden einem Webprozess unterzogen. Als Ergebnis werden an den vernähten Teilen 18A, 18B und 18C,
als Umfangsenden der Vorder- und Rückenteile 16 des Kleidungsstücks, die
obere und untere Schicht zu einem einzelnen Textil integriert.
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In 1 bezeichnet ein Bezugszeichen 20 ein
Linie entlang des Kragens bzw. Halses, 22 eine Linie entlang
des Ärmels
und 24 eine Linie entlang der Grund- bzw. Saumlinie. Diese
Teile werden zu Öffnungen,
wenn die Kleidungsstücke
vom Textil getrennt werden. Daher ist ein Vernähen entlang dieser Linien 20, 22,
und 24 grundsätzlich
nicht erforderlich. Es ist jedoch möglich, dass entlang dieser
Linien 20, 22 und 24 genähte Teile
derart vorgesehen werden, dass die genähten Teile beim Zuschneiden
und Trennen der Jacken vom Textil zu Leitlinien werden. Was ferner
die Gewebestruktur an den Nahtteilen betrifft, so kann diejenige
mit verringerter Querdichte zwischen den Kett- und Schussfäden benutzt
werden, wodurch die Öffnungen
am Kragen , Ärmel
und den Grundabschnitten leicht ausgebildet werden können, wenn
das Zuschneiden zu den Kleidungsstücken durchgeführt ist.
Durch diesen Aufbau können
die Kragen-, Ärmel-
und Grundabschnitte leicht gelöst und
entwirrt werden. Um gegen dieses Problem anzukämpfen, kann ein Zuschneiden
entlang einer Richtung ausgeführt
werden, die sowohl gegenüber Kett-
als auch Schussfäden
geneigt ist, was verhindern kann, dass sich das Textil leicht löst und entwirrt. Ferner
kann auch eine Anordnung benutzt werden, bei der eine Einführung eines
texturierten Garns wie etwa Wollnylon als ein Kettfaden erfolgt,
um den Grad des Gewirrs durch Verwenden eines Raumbedarfs des texturierten
Garns zu vergrößern. In
diesem Fall kann während
einer Eintragbewegung (eine Bewegung eines Weberschiffchens zu einer
Einführung
eines Kettfadens in einer Webmaschine) eine Einführung eines texturierten Garns
für jede
Einführung
eines Kettfadens einer vorgegebenen Nummer, z.B. jeder achte Kettfaden,
durchgeführt
werden. Andererseits ist zu bemerken, dass die lose und entwirrte
Anordnung an den Schneideabschnitten ein eigenes ästhetisches
Aussehen liefern kann, welches an sich neu ist und eine Akzeptanz
der Produkte nach der vorliegenden Erfindung bei den Nutzern und/oder dem
Markt verursachen kann.
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Wie
aus der obigen Beschreibung ersichtlich wird, ist ein sich wiederholendes
Muster 10 auf dem Textil eine Konturlinie eines Kleidungsstücks, das aus
einem Vorderteil 16 als einer oberen Schicht 12 des
Textils und einem Rückenteil
des Kleidungsstücks
als einer unteren Schicht 14 des Textils aufgebaut ist,
wobei die Schichten so angeordnet sind, dass sie vertikal ausgerichtet
sind, während
sie entlang einer Konturlinie des Kleidungsstücks, d.h. den Nähteilen 18A, 18B und 18C,
miteinander vernäht sind.
Dieses sich wiederholende Muster ist groß genug, dass es sich entlang
der wesentlichen Breite des Textils erstreckt. In diesem Fall kann
die Anzahl der Kettfäden
in einem sich wiederholenden Muster manchmal bis zu etwa 5.000 gehen.
Andererseits ist den Kennern der Technik ganz klar, dass jeder der Kettfäden innerhalb
des sich wiederholenden Musters eine unabhängige Fachbildungsbewegung
ausführen
muss. Mit anderen Worten wird für
jeden der 5.000 Kettfäden
eine unabhängige
Fachbildungsbewegung erforderlich. Diese Anforderung wird allein durch
eine Jacquardmaschine erfüllt.
Dies ist der Grund, weil in der vorliegenden Erfindung die Jacquardmaschine
als der wesentliche Mechanismus bezeichnet wird.
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Wie
oben erläutert,
kann innerhalb der Kontur 10, welche dem Vorder- und Rückenteil
des Kleidungsstücks
entspricht, die Fachbildungsbewegung von jedem der Kettfäden unabhängig gesteuert
werden. Folglich kann jedes gewünschte
Gewebe oder Design für
den Vorder- und den Rückenteil
ausgewählt
werden. 7 zeigt ein
Beispiel eines Designs eines Vorderteils eines Kleidungsstücks. In 7 sind die Bezugszeichen 18A, 18B und 18C die
Umrisslinie eines Kleidungsstücks,
bei dem die Vorder- und Rückenteile
miteinander vernäht
sind, wie schon mit Bezug zu 1 in
Gänze erklärt wurde.
Diese Abschnitte 18A, 18B und 18C werden
durch irgendeine Nähwebart
ausgebildet, was z.B. ein Bedford sein kann, wie mit Bezug zu 6 bereits erläutert wurde. Ein
Zuschneiden eines Kleidungsstücks
aus einem Textil entlang einer Kontur 10 wird so ausgeführt, dass
die vernähten
Teile 18A, 18B, und 18C zumindest teilweise
verbleiben, wodurch eine Trennung des Vorder- und des Rückenteils
des Kleidungsstücks
verhindert wird.
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Was
den Kragen oder Halsausschnitt 20, den Ärmel 22 und die Grund-
bzw. Saumlinie 24 betrifft, so können Nähteile vorgesehen werden, die
als Leitlinien wirken, um den Zuschneidevorgang einfach zu gestalten.
Jedoch sollten diese Abschnitte zum Durchlassen menschlicher Körperteile
geöffnet
werden. Folglich ist die Vernähung
dieser Teile bevorzugt nicht so dicht, um dadurch die Trennung einfach
zu machen.
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Was
die Bereiche innerhalb der Linien 18A, 18B und 18C sowie 20, 22 und 24 betrifft,
d.h. an den Vorder- und Rückenteilen,
so sind die obere und untere Schicht vollständig getrennt. Durch den Gebrauch
der Jacquardmaschine können
die Vorder- und Rückenteile
mit dem gewünschten
Design (Gewebeart) versehen werden. In einem Rapport des Teiles
des auf der Jacquardmaschine gewobenen Kleidungsstücks ist
nämlich
eine unabhängige
Fachbildung von jedem der Kettfäden
möglich.
Somit kann ein gewünschtes
Muster, das mindestens so breit wie der eine Rapport sein kann,
in jedem der Vorder- oder Rückenteile
erzeugt werden. 7 stellt
ein Beispiel eines Vorderteils dar. Das Vorderteil enthält nämlich eingekreiste
Bereiche A bis U, die unter jeder gewünschten Webart und mit den
gewünschten
Fäden gewebt
werden können.
Der Grad des thermischen Schrumpfens der Fäden kann sich zwischen den
Bereichen A bis U in geeigneter Weise unterscheiden, wodurch eine
erwünschte
Zusammenziehwirkung erhalten wird, nachdem das Textil einem Färbeprozess
ausgesetzt worden ist.
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Was
die Fäden
betrifft, so kann jeder gewünschte
Typ benutzt werden. Ferner kann der Faden irgendeiner von denen
sein, die aus Naturfasern und/oder Synthetikfasern gewonnen werden.
Wie ferner schon erläutert,
kann bezüglich
des Garns ein texturiertes Garn wie Wollnylon benutzt werden, das während des
Eintragvorgangs für
alle besonderen Kettfäden,
z.B. jeder achte Kettfaden, benutzt wird. Folglich wird ein Aufbau
erzielt, der an der Öffnung des
Kragens 20, des Ärmels 22 und
der Saumlinie 24 weniger leicht gelöst werden kann. Um ein Kleidungsstück von dem
Textil in 1 zu lösen, wird
ein Zuschneiden entlang der Linien 18A, 18B, und 18C sowie 20, 22 und 24 durchgeführt, indem
eine Abschervorrichtung oder eine Schere benutzt wird, welche auf
irgend eine Art händisch
oder maschinell betrieben werden. Die Linien 18A, 18B und 18C sind die
Abschnitte, wo das Vorder- und
das Rückenteil miteinander
vernäht
sind, wobei die Vorder- und Rückenteile
nach dem Zuschneiden des Kleidungsstücks nicht getrennt werden sollten.
Folglich wird entlang der Linien 18A, 18B und 18C so
zugeschnitten, dass die vernähten
Teile entlang der Linien mindestens teilweise ausgelassen werden.
Angesichts dieser Tatsache kann es möglich sein, dass die Fäden, aus
denen die Kett- und Schussgarne bestehen, an den Öffnungen
des Kragens 20, des Ärmels 22 und
der Saums 24 gelöst
sind. Um das Lösen
weniger wahrscheinlich zu machen, können elastische Garne als Schussgarne
Verwendung finden. Als Alternative werden die sich wiederholenden
Muster 10 derart angeordnet, dass das Zuschneiden so wenig wie
möglich
in der Richtung parallel zur Kett- oder Schussrichtung verläuft. Als
weitere Alternative kann in den Bereichen A, L und Q entlang den Öffnungen des
Kragens 20, des Ärmels 22 und
des Saums 24 ein besonderer Typ von Webart wie etwa eine
Leinwandbindung oder ein Twill verwendet werden, welche einen erhöhten Grad
des Kreuzwebens aufweisen, was das Loslösen weniger wahrscheinlich macht.
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In 7 ist die Öffnung am Ärmel 22 in
Sägezahnform
ausgebildet. In diesem Fall werden zusätzlich zur Schnittlinie 22 weitere
Schnittlinien 22' und 22" mit Sägezahnform
vorgesehen. Nach der vorliegenden Erfindung kann im Einklang mit
der Größe des Trägers eine
Schnittlinie unter den drei Schnittlinien 22, 22' und 22" als die Gewünschte ausgewählt werden.
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Auf ähnliche
Weise kann auch bzgl. des Kragens 20 und des Saums 24 je
nach Größe des Trägers eine
geeignete andere Schnittlinie ausgewählt werden.
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Ein
Träger
kann das aus dem Textil zugeschnittene Kleidungsstück so tragen,
wie es ist. Ansonsten kann man das Kleidungsstück nach dem Wenden tragen.
Im letzteren Fall sind die vernähten Teile
auf der Innenseite des Kleidungsstücks verborgen, während die
eingerückten
Abschnitte 26 und 28 an den Nahtlinien 18B und 18C jeweils
als Ärmeltasche
und Seitentasche wirken.
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8A und 8B zeigen eine Abänderung der vorliegenden Erfindung,
wo in Kettrichtung teilweise elastische Garne wie etwa Polyurethangarne
verwendet werden. In diesen Zeichnungen entspricht ein Pfeil F der
Kettrichtung. Die Konturlinie eines Kleidungsstücks (Rapportmuster) ist um
der Einfachheit der Erklärung
willen äußerst grob
dargestellt. Wie jedoch ähnlich
in 1 gezeigt wird, kann
die Konturlinie auch in anderer Richtung als in Kett- oder Schussrichtung
verlaufen. In 8A werden
im Bereich des Kleidungsstücks,
das an der Saumlinie angrenzt, wie durch unterbrochene Linien gezeigt
wird, elastische Garne 30 in der Schussrichtung verwendet.
Beim Weben des Textils in 8A werden
die Schussgarne 30 an Abschnitten der Schusslänge S vollständig geflottet
ausgeführt,
d.h. sie kreuzen die Kettgarne überhaupt
nicht. Nachdem das Weben des Textils fertig gestellt ist, werden
die geflotteten Abschnitte S der Schussgarne wie in 8B gezeigt einem Abscheren unterzogen.
Folglich unterliegen nach dem Zuschneiden des Kleidungsstücks aus dem
Textil die elastischen Garne durch ihre Elastizität einer
Schrumpfung. Mit anderen Worten entsteht am Saumabschnitt des Kleidungsstücks zu einem
gewissen Grad ein Zusammenziehen.
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9 zeigt eine Abänderung,
bei der an einem Ärmelabschnitt
des Kleidungsstücks
elastische Garne 30 in einer Schussrichtung benutzt werden.
In dieser Zeichnung entspricht daher ein Pfeil F der Kettrichtung.
Wenn das Kleidungsstück
vom Textil abgeschnitten ist, unterliegen die elastischen Garne 32 am Ärmel einer
elastischen Schrumpfung. Folglich entsteht am Ärmel des Kleidungsstücks in gewissem Ausmaß ein Zusammenziehen.
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10 stellt eine weitere Abänderung
der vorliegenden Erfindung dar, die den wirkungsvollen Gebrauch
eines untergeordneten Bereichs des Textils nach dem Zuschnitt entlang
der Konturlinie 34 der Kleidungsstücke darstellt. In dieser Ausführungsform werden
nämlich
im Bereich außerhalb
der Konturlinien des Kleidungsstücks
Teile 36 wie etwa ein Gürtel oder
ein Streifen ausgebildet. Diese Teile 36 können durch
jede gewünschte
Webartstruktur, einschließlich
einer Strumpfwebart oder sogar einer reinen Einzelwebart, gestaltet werden.
Wenn eine Strumpfwebart verwendet wird, wird entlang einer Kontur
eines Erzeugnisses ein Vernähen
zwischen den Schichten durchgeführt,
wie etwa bei Handschuhen oder Socken, welche durch Zuschneiden des
Textils entlang der Konturlinie getrennt werden können.
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In 10 besitzt das Kleidungsstück ein Etikett 38,
das an einem am Kragen angrenzenden Abschnitt des Rückenteils
des Kleidungsstücks
angeordnet ist. Bei einem herkömmlichen
Aufbau eines Kleidungsstücks
wird ein solches Etikett durch ein getrennt gewebtes Schild ausgebildet
und auf das Textil aufgenäht.
Nach der vorliegenden Erfindung gestattet es der Einsatz der Jacquardmaschine,
jedes der Kettgarne in einem unabhängigen Fachbildungsprozess
zu bewegen. Mit anderen Worten können
sehr feine Muster wie Buchstaben oder Zeichen in das Textil integral
eingewebt werden. Folglich wird nach der vorliegenden Erfindung
ein Ausdruck wie "Made
in Japan" oder "100 % Baumwolle" in das Textil eingewebt.
Auf ähnliche
Art können
nach der vorliegenden Erfindung auch eine Handelsmarke und/oder
ein Handelsname in das Etikett 38 eingewoben werden.
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Als
bevorzugte Abänderung
kann ein Kopfloch integral in dem Textil ausgebildet werden. Es
ist möglich,
ein Knopfloch durch ein Dreher- bzw. Gazetextil zu gestalten. In 11 ist das Textil nämlich grundsätzlich als
eine Leinwandbindung ausgebildet, die Kett- und Schussgarne aufweist,
welche sich einander auf gewöhnliche
Art und Weise kreuzen. Die gezeigte Richtung F entspricht der Richtung
des Kettgarns. In einem Bereich, wo ein Knopfloch zu erzeugen ist,
werden Kettgarne miteinander gekreuzt, während sie durch die Verwendung
einer halben Helfe, die Kennern der Technik wohl bekannt ist, mit
den Schussgarnen gekreuzt wird. Wie in der Zeichnung gezeigt wird,
wird folglich zwischen den gekreuzten Kettgarnen ein geöffneter
Bereich erzeugt. An dem geöffneten
Bereich werden die Schussgarne entlang der durch X gekennzeichneten
Linie durchgeschnitten, wodurch in einem örtlichen Bereich ein Knopfloch
erzeugt wird.
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In
der in 7 gezeigten Ausführungsform nach
der vorliegenden Erfindung können
die dem Vorderteil und dem Rückenteil
des Kleidungsstücks entsprechenden
Bereiche ein Muster von beliebigen Farben aufweisen. Jedoch ist
es auch möglich,
dass sogar an der Stelle, die dem Vorder- und Rückenteil eines Kleidungsstückes entspricht,
das Textil bloß eine
Leinwand sein kann. In diesem Fall wird in geeigneter Weise ein
Einfärben
wie etwa durch Bedrucken durchgeführt. Nach der vorliegenden
Erfindung entsteht derselbe Typ von Kleidungsstücken nämlich aus einer großen Vielfalt
von Webarten, einschließlich
z.B. derjenigen mit gewobenen Mustern, der Leinwandart und derjenigen
mit einer Bedruckung.
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Ferner
besitzt in der obigen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung die Außenkontur des Kleidungsstücks eine
vollständig
vernähte
Struktur, bis auf Stellen mit Öffnungen
für den
Durchgang eines menschlichen Körperteils
wie ein Kragen, Ärmel
oder Saum. Die vorliegende Erfindung schließt jedoch solch einen Aufbau
ein, bei dem das Vernähen
entlang der Umrisslinie des Kleidungsstücks teilweise ausgeführt wird.
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Die
Idee der vorliegenden Erfindung kann auch auf andere Artikel als
Kleidungsstücke
angewendet werden. 12 zeigt
eine Anwendung der Idee der vorliegenden Erfindung auf einen Schultersack.
In 12 wird nämlich ein
Strumpftextil gezeigt, das eine obere Schicht in Papierebene und eine
untere Schicht aufweist, die unterhalb der oberen Schicht liegt.
In 12 bezeichnet das
Bezugszeichen 39 eine Umrisslinie eines Schultersacks.
Innerhalb der Konturlinie 39 wird ein Hauptabschnitt 40 auf
einer Seite des Textils zu einer Seite des Schultersacks, während ein
anderer Hauptabschnitt auf der anderen Seite des Textils, welcher
nicht gezeigt wird, aber unterhalb des Abschnittes 40 liegt,
die andere Seite des Schultersacks wird. Mit einer Schere wird entlang
der Konturlinie 39 zugeschnitten, wodurch ein Schultersack
vom Textil getrennt werden kann.
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Schraffierte
Abschnitte 42 innerhalb und entlang fast der Hälfte der
Konturlinie 39 stellen die vernähten Abschnitte dar, welche ähnlich zu
den Abschnitten 18A, 18B und 18C in der
ersten Ausführungsform
als Bedford-Webart aufgebaut sind, durch welche die obere und untere
Schicht miteinander vernäht
sind, wodurch ein Speicherraum des Schultersacks ausgebildet wird.
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Das
Textil in 12 enthält Abschnitte 44, die
von beiden oberen Enden der Konturlinie 39 verlängert sind.
An jedem der länglichen
Abschnitte 44 sind, wie durch die schraffierten Linien
gezeigt, die oberen und unteren Flächen entlang der geschlossenen
Kontur miteinander vernäht.
Diese länglichen Abschnitte 44 wirken
als Befestigungsband, wenn das Textil zum Sack zugeschnitten ist.
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Das
Textil in 12 ist auch
mit schlaufenförmigen
Abschnitten 46 versehen, die sich jeweils integral von
den Hauptabschnitten 40 erstrecken und nicht vernäht sind,
so dass nach dem Zuschneiden des Textils entlang der Konturlinie
diese Abschnitte 46 voneinander getrennt werden und als
Schultergurte des Schultersacks dienen.
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An
einem der Hauptabschnitte besitzt der Abschnitt 40 einen
integrierten Abschnitt 48, der sich innerhalb des schlaufenförmigen Abschnitts 46 befindet
und der als eine Innentasche des Schultersackes dient. Der Abschnitt 48 ist
nämlich
selbst als Doppeltextil mit oberer und unterer Schicht ausgebildet,
welche entlang der Konturlinie 50 vernäht sind, wie durch die schraffierten
Linien gezeigt wird. Dieser Abschnitt 48 wird in dieser
Ausführungsform
mittels einer Verbindungslinie 52 integral zu dem oberen Hauptteil 40 hergestellt.
Folglich kann, auch wenn ein Zuschneiden des Textils entlang der
Konturlinien 39 und 50 erfolgt, die Innentasche 48 gegenüber der oberen
Hauptschicht 40 des Sacks ihren integrierten Zustand beibehalten.
An der Innentasche 48 als Doppeltextil wird in der oberen
Textilschicht ein Schnitt entlang einer unteren Linie 54 ausgeführt, die
an der Verbindungslinie 52 angrenzt. Nachdem der Schultersack
zugeschnitten ist, wird dann der Abschnitt 48 wie in 13 gezeigt so nach innen
gefalzt, dass der Abschnitt 48 als eine Innentasche wirken
kann, die eine obere Öffnung 54' an ihrem oberen
Ende aufweist.
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In 12 werden in dem oberen
Abschnitt des Teils 46, der als Schultergurt dient, elastische Garne
eingefügt
und eingewoben, wie durch die durchbrochenen Linien 56 gezeigt
wird, weswegen sich der Abschnitt aufgrund der Elastizität des Garns zusammenziehen
kann. Dadurch wird, wie in 13 klar
gezeigt wird, ein geraffter Abschnitt ausgebildet. Ferner werden
an den oberen Enden beider Hauptteile 40, die den Sackraum
gestalten, elastische Garne eingewebt, wie durch die durchbrochenen
Linien 58 gezeigt wird. Das bewirkt, dass der Sack an seinem
oberen bzw. Einlassabschnitt gerafft bzw. verengt wird. Ferner werden
in die Innentasche an der oberen und unteren Schicht auch elastische
Garne eingewebt, wie durch die durchbrochenen Linien 60 gezeigt
wird, wodurch der Sack an seinem Einlassende gerafft und verengt
wird.