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TECHNISCHES
GEBIET
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine lichtstreuende Harzzusammensetzung,
die hinsichtlich der Eigenschaften der Lichtstreuung wie auch der
Lichtdurchlässigkeit
und darüber
hinaus in der Lichtbeständigkeit hervorragend
ist. Die vorliegende Erfindung betrifft auch lichtstreuende formgepresste
oder geformte Produkte, die durch Formpressen oder Formen der lichtstreuenden
Harzzusammensetzung zu unterschiedlichen formgepressten oder geformten
Produkten, wie Folien (Platten) erhalten werden.
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STAND DER
TECHNIK
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Lichtstreuende
formgepresste oder geformte Produkte aus einem synthetischen Harz
mit der Eigenschaft der Lichtstreuung werden in den Anwendungsgebieten
von zum Beispiel Beleuchtungsabdeckungen, lichtstreuenden Elementen
(lichtstreuenden Platten) für
Lichtquellen in Anzeigen vom Typ der inneren Beleuchtung und Flüssigkristallanzeigen
und so weiter verwendet. Die lichtstreuenden formgepressten oder
geformten Produkte sind formgepresste oder geformte Produkte, die
einfallendes Licht zum diffus werden und Austreten veranlassen,
und werden in dem Fall, wo gleichmäßige Beleuchtung wegen der
Art einer Lichtquelle oder einem Lagebezug der Stellung schwierig
ist, verwendet.
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Von
einem lichtstreuenden formgepressten oder geformten Produkt wird
im Allgemeinen verlangt, dass es die Eigenschaften einer hohen Lichtdurchlässigkeit
und einer hohen Lichtstreuung in Kombination aufweist. Zum Beispiel
wird in einer Flüssigkristallanzeige
vom Typ der Beleuchtung von der Rückseite her ein Hintergrundlicht
auf der Rückseite
einer Flüssigkristall-Anzeigeplatte
angeordnet. Als das Hintergrundlicht ist ein Senkrechttyp oder ein
Kantentyp repräsentativ.
Das Hintergrundlicht vom Vertikaltyp hat eine solche Struktur, dass
eine oder mehrere Lichtquellen geradewegs unter der Flüssigkristall-Anzeigeplatte
angebracht sind, und über
der Lichtquelle eine lichtstreuende Platte angebracht ist. Das Hintergrundlicht
vom Kantentyp hat eine solche Struktur, dass eine lineare Lichtquelle
an einem Seitenteil einer Flüssigkristall-Anzeigeplatte
angebracht ist und ein Reflektor und eine lichtstreuende Platte
in Kombination angebracht sind. Von dem Hintergrundlicht jedes Typs
wird verlangt, dass die Flüssigkristall-Anzeigeplatte
als gleichmäßig gestreutes
Licht, frei von jeder Marmorierung durch das von der Lichtquelle
ausgehende Licht, beleuchtet werden kann, um die Flüssigkristall-Anzeigeplatte
davor zu bewahren, eine Marmorierung von Licht und Schatten zu verursachen. Von
dem Hintergrundlicht wird auch eine hohe und gleichmäßige Leuchtdichte
verlangt.
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Damit
die Hintergrundbeleuchtung derartige Anforderungen erfüllt, ist
es wichtig, die Lichtdurchlässigkeit
und die Lichtstreuungseigenschaft der lichtstreuenden Platte zu
verbessern. Ferner wird von der lichtstreuenden Platte verlangt,
eine hervorragende Lichtbeständigkeit
aufzuweisen, damit ihre Leistung wegen Verfärbung oder dergleichen durch
das von der Lichtquelle austretende Licht sogar während eines
langen Zeitraums nicht verschlechtert wird.
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Wie
vorstehend beschrieben, wird von den lichtstreuenden formgepressten
oder geformten Produkten verlangt, das von der Lichtquelle ausgehende
Licht beinahe ohne Verursachen von Leuchtdichtemarmorierung, Marmorierung
von Licht und Schatten, periodische Marmorierung von Licht und Schatten
und/oder dergleichen zu streuen, eine hervorragende Gleichmäßigkeit
der Leuchtdichte aufzuweisen, das Austreten des gestreuten Lichtes
mit hoher Leuchtdichte zu gestatten und eine hervorragende Lichtbeständigkeit
zu haben.
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Noch
spezifischer müssen
die lichtstreuenden formgepressten oder geformten Produkte einen
hohen Anteil des aus der Austrittsebene austretenden Lichtes in
Bezug auf das in die Eintrittsebene eintretende Licht aufweisen,
das heißt
eine hohe Gesamt-Lichtdurchlässigkeit,
wobei eine Durchlässigkeit
für parallele
Strahlen mit einer Durchlässigkeit
für gestreute
Strahlen kombiniert ist, um das Licht aus der Lichtquelle wirkungsvoll ausnutzen
zu können.
Daher wird von den lichtstreuenden formgepressten oder geformten
Produkte verlangt, das Licht an der Eintrittsebene kaum zu reflektieren
und zu absorbieren. Zu dem Zweck, Licht zu streuen, können die
lichtstreuenden formgepressten oder geformten Produkte ihre Funktion
nicht ausreichend erfüllen, wenn
die Durchlässigkeit
für gestreute
Strahlen nicht hoch ist.
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Als
die lichtstreuenden formgepressten oder geformten Produkte wurden
bisher zum Beispiel eine lichtstreuende Folie, gebildet aus einem
transparenten Harzfilm, welcher geschlossene Zellen mit einem mittleren
Teilchendurchmesser von 1 bis 30 um enthält (offengelegte japanische
Patentanmeldung Nr. 5-281403) und ein lichtstreuendes formgepresstes
oder geformtes Methacrylharz, dem Teilchen eines vernetzbaren Polymers
und feine Siliconteilchen zugesetzt sind (offengelegte japanischen
Patentanmeldung Nr. 6 107881), vorgeschlagen.
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In
diesen lichtstreuenden formgepressten oder geformten Produkten wird
jedoch die Lichtdurchlässigkeit
erniedrigt, wenn die Anzahl der geschlossenen Zellen oder dispergierten
feinen Teilchen erhöht
wird, wogegen die Lichtstreuung verbessert wird. Wenn andererseits
die Anzahl der geschlossenen Zellen oder dispergierten feinen Teilchen
erniedrigt wird, wird die Lichtstreuung erniedrigt, wogegen die
Lichtdurchlässigkeit
erhöht
wird. Wie vorstehend beschrieben, besteht eine gegenläufige Beziehung
zwischen der Lichtdurchlässigkeit
und der Lichtstreuung. Daher können
entweder die Lichtdurchlässigkeit
oder die Lichtstreuung, je nach der Verwendung, unzureichend werden.
Daher besteht ein Bedürfnis
nach einem lichtstreuenden formgepressten oder geformten Produkt
mit hoher Lichtstreuung wie auch hoher Lichtdurchlässigkeit
auf Anwendungsgebieten wie lichtstreuenden Platten und dergleichen.
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Um
das vorstehend beschriebene Problem zu lösen, hat die offengelegte japanische
Patentanmeldung Nr. 8-327806 eine lichtstreuende Harzzusammensetzung,
erhalten durch Dispergieren transparenter feiner Polymerteilchen
in einer thermoplastischen Norbornen-Matrix, und ein durch Formpressen
oder Formen der lichtstreuenden Harzzusammensetzung erhaltenes lichtstreuendes
formgepresstes oder geformtes Produkt vorgeschlagen. Das lichtstreuende
formgepresste oder geformte Produkt ist in einigen Fällen wegen
der Auswahl oder der Schwankung der Guss- oder Formbedingungen unzureichend
in der Lichtbeständigkeit,
Dimensionsstabilität
oder dergleichen geworden, obwohl es sowohl bezüglich Lichtdurchlässigkeit
wie auch Lichtstreuung hervorragend ist.
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EP-A-1055863
offenbart Beleuchtungsausrüstung,
wobei ein reflektierender Film auf der Grundlage eines eine alicyclische
Struktur enthaltenden thermischen Harzes erzeugt wird, wobei auf
Norbornen basierte Polymere als das eine alicyclische Struktur enthaltende
thermische Harz verwendet werden. EP-A-1193274 offenbart hydrierte
Produkte aus aromatischem Vinylpolymer zur Verwendung als Formstoffe,
die in der Lage sind, ein Substrat für ein Informationsaufzeichnungsmedium
mit einem ausreichend kleinen Doppeltbrechungswert und hervorragender
mechanischer Festigkeit bereit zu stellen.
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OFFENBARUNG
DER ERFINDUNG
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Es
ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine lichtstreuende Harzzusammensetzung,
die hinsichtlich der Eigenschaften der Lichtstreuung wie auch der
Lichtdurchlässigkeit
und darüber
hinaus bezüglich
Lichtbeständigkeit
hervorragend ist, bereitzustellen.
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Ein
anderes Ziel der vorliegenden Erfindung ist, ein lichtstreuendes
formgepresstes oder geformtes Produkt, das hinsichtlich der Eigenschaften
der Lichtstreuung wie auch der Lichtdurchlässigkeit und darüber hinaus
bezüglich
Lichtbeständigkeit
hervorragend ist, durch Verwendung einer derartigen lichtstreuenden Harzzusammensetzung
bereitzustellen.
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Die
Erfinder haben eine umfangreiche Untersuchung mit der Zielrichtung,
die vorstehenden Ziele zu erreichen, durchgeführt. Als ein Ergebnis haben
die Erfinder eine lichtstreuende Harzzusammensetzung, umfassend
ein spezifisches, eine alicyclische Struktur enthaltendes Harz und
transparente, feine Polymerteilchen, erdacht. Es wurde gefunden,
dass ein durch Formpressen oder Formen dieser lichtstreuenden Harzzusammensetzung
erhaltenes, lichtstreuendes formgepresstes oder geformtes Produkt
gleichzeitig hoch an gesamter Lichtdurchlässigkeit und an Durchlässigkeit
für gestreute
Strahlen (Trübheit)
ist und darüber
hinaus hervorragend in der Lichtbeständigkeit, und folglich äußerst gering
an Veränderung
der Färbung
(Chromatizität)
bei Aussetzung an Licht sogar über
einen langen Zeitraum hinweg ist. Die vorliegende Erfindung wurde auf
dieser Grundlage dieser Befunde zum Abschluss gebracht.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird folglich eine lichtstreuende Harzzusammensetzung,
umfassend mindestens ein eine alicyclische Struktur enthaltendes
Harz (A) ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus (Co)polymeren (A1) mit Struktureinheiten,
die von einem eine alicyclische Struktur enthaltenden, ethylenisch
ungesättigten
Monomer abgeleitet sind, und (Co)polymeren (A2) mit Struktureinheiten,
die von einem aromatischen Vinylmonomer abgeleitet sind und in denen
die aromatischen Ringe durch Hydrierung nach Polymerisation in alicyclische
Strukturen umgewandelt worden sind, und transparente, feine Polymerteilchen
(B) bereitgestellt, wobei
- (i) die transparenten,
feinen Polymerteilchen (B) kugelförmig sind,
- (ii) die Untergrenze des mittleren Teilchendurchmessers der
transparenten, feinen Polymerteilchen (B) 1 μm ist und die Obergrenze davon
30 um ist,
- (iii) unter der Annahme, dass der Brechungsindex des die alicyclische
Struktur enthaltenden Harzes (A) n1 ist und der Brechungsindex der
transparenten, feinen Polymerteilchen (B) n2 ist, die Untergrenze
von n1/n2 oder n2/n1 1,01 ist und die Obergrenze davon 1,2 ist.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird auch ein lichtstreuendes formgepresstes oder geformtes Harz,
erhalten durch Formpressen oder Formen der lichtstreuenden Harzzusammensetzung,
bereitgestellt.
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BESTER WEG, DIE ERFINDUNG
AUSZUFÜHREN
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Die
lichtstreuende Harzzusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung
ist eine lichtstreuende Harzzusammensetzung, umfassend ein spezifisches,
eine alicyclische Struktur enthaltendes Harz und transparente, feine
Polymerteilchen, wobei die transparenten, feinen Polymerteilchen
in einer aus dem eine alicyclische Struktur enthaltenden Harz zusammengesetzten
Matrix dispergiert sind.
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Das
bei der Ausübung
der vorliegenden Erfindung verwendbare, eine alicyclische Struktur
enthaltende Harz (A) ist mindestens eines, ausgewählt aus
der Gruppe bestehend aus (Co)polymeren (A1) mit Struktureinheiten,
die von einem eine alicyclische Struktur enthaltenden, ethylenisch
ungesättigten
Monomer abgeleitet sind, und (Co)polymeren (A2) mit Struktureinheiten,
die von einem aromatischen Vinylmonomer abgeleitet sind und in denen
die aromatischen Ringe durch Hydrierung nach Polymerisation in alicyclische
Strukturen umgewandelt worden sind.. Auf die „Struktureinheiten" kann hierin nachfolgend
als lediglich „Einheiten" Bezug genommen werden.
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Die
(Co)polymere (A1) mit Struktureinheiten, die von dem eine alicyclische
Struktur enthaltenden, ethylenisch ungesättigten Monomer abgeleitet
sind, sind Homopolymere von eine alicyclische Struktur enthaltenden,
ethylenisch ungesättigten
Monomeren oder Copolymere aus dem eine alicyclische Struktur enthaltenden,
ethylenisch ungesättigten
Monomer und einem anderen, damit copolymerisierbaren Monomer. Beispiele der
in den (Co)polymeren (A1) enthaltenen Einheiten, die von dem eine
alicyclische Struktur – enthaltenden, ethylenisch
ungesättigten
Monomer abgeleitet sind, beinhalten Einheiten mit einer Cycloalkanstruktur
und Einheiten mit einer Cycloalkenstruktur. Unter dem Gesichtspunkt
der Lichtbeständigkeit
sind jedoch die enthaltenen Einheiten mit der Cycloalkanstruktur
bevorzugt.
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Die
in der vorliegenden Erfindung verwendeten (Co)polymere (A1) können diejenigen
sein, die nur aus den Einheiten des eine alicyclische Struktur enthaltenden,
ethylenisch ungesättigten
Monomers zusammengesetzt sind, können
aber unter den Gesichtspunkten der Festigkeit und dergleichen des
sich ergebenden lichtstreuenden formgepressten oder geformten Produktes
Copolymere sein, welche Einheiten enthalten, die von einem anderen,
mit dem eine alicyclische Struktur enthaltenden, ethylenisch ungesättigten
Monomer copolymeriserbaren Monomer abgeleitet sind. In den Copolymeren
beträgt
der Anteil der eine alicyclische Struktur enthaltenden, ethylenisch
ungesättigten
Monomereinheiten allgemein 10 bis 99 Gew.-%, vorzugsweise 30 bis
95 Gew.-%, noch bevorzugter 50 bis 95 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt
70 bis 95 Gew.-%.
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Die
(Co)ppolymere (A2) mit Struktureinheiten, die von dem aromatischen
Vinylmonomer abgeleitet sind und in denen die aromatischen Ringe
durch Hydrierung nach Polymerisation in alicyclische Strukturen
umgewandelt worden sind, sind Harze, die durch Hydrieren der aromatischen
Ringe von aromatischen Vinylpolymeren erhalten wurden.
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Die
aromatischen Vinylpolymere sind Homopolymere von aromatischen Vinylmonomeren
oder Copolymere von einem aromatischen Vinylmonomer und einem anderen,
damit copolymerisierbaren Monomer. Wenn Hydrierung nach der Polymerisation
des aromatischen Vinylmonomers durchgeführt wird, werden die aromatischen
Ringe durch die Hydrierung zu alicyclischen Strukturen umgewandelt.
Im Fall des Copolymers beträgt
der Anteil der von dem aromatischen Vinylmonomer abgeleiteten Struktureinheiten
allgemein 10 bis 99 Gew.-%, vorzugsweise 30 bis 95 Gew.-%, noch
bevorzugter 50 bis 95 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt 70 bis 95
Gew.-%. Es ist wünschenswert,
dass die Art und der Copolymerisationsanteil eines zu copolymerisierenden
anderen Monomers je nach der Festigkeit, den optischen Eigenschaften
und dergleichen des sich ergebenden Harzes in geeigneter Weise gewählt wird.
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Die
Glasübergangstemperatur
(Tg) des in der vorliegenden Erfindung verwendeten, eine alicyclische Struktur
enthaltenden Harzes (A) liegt innerhalb eines Bereichs von allgemein
70 bis 170°C,
vorzugsweise 110 bis 150°C,
noch bevorzugter 100 bis 140°C.
Wenn die Tg des Harzes zu niedrig ist, neigt die Wärmebeständigkeit
des sich ergebenden lichtstreuenden, formgepressten oder geformten
Harzes dazu, verschlechtert zu werden. In der vorliegenden Erfindung
ist Tg ein mittels eines scannenden Differentialkalorimeters gemessener
Wert.
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Dem
Molekulargewicht des in der vorliegenden Erfindung verwendeten,
eine alicyclische Struktur enthaltenden Harzes (A) wird keine besondere
Beschränkung
auferlegt. Jedoch beträgt
es allgemein 2.000 bis 3.000.000 vorzugsweise 3.000 bis 250.000,
noch bevorzugter 20.000 bis 200.000, wenn es durch ein Gewichtsmittel
des Molekulargewichts (MG) als Polystyrol, wie in der Form einer
Lösung
in Cyclohexan mittels Gelpermeationschromatographie (GPC) bestimmt,
ausgedrückt
wird. Wenn das MG dieses Harzes innerhalb des vorstehenden Bereiches
liegt, neigen die Lichtbeständigkeit
und die Dimensionsstabilität
des sich ergebenden lichtstreuenden formgepressten oder geformten
Harzes dazu, verbessert zu werden. Wenn das eine alicyclische Struktur
enthaltende Harz sich jedoch nicht in Cyclohexan löst, wird
das Molekulargewicht als ein Gewichtsmittel des Molekulargewichts
(MG) als Polyisopren in Form einer Lösung in Toluol bestimmt.
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Eine
flüchtige
Komponente in dem eine alicyclische Struktur enthaltenden Harz (A)
wird unter den Gesichtspunkten der Umweltsicherheit und des Geruchs
vorzugsweise auf 0,5 Gew.-% oder niedriger verringert. In der vorliegenden
Erfindung ist die Menge der flüchtigen
Komponente eine Menge von Komponenten, die verdampft werden, wenn
das Harz mittels eines Differential-Thermogravimeters (TG/DTA 200,
hergestellt von Seiko Instruments, Inc.) von 30°C auf eine Temperatur von 350°C erwärmt wird.
Dem Verfahren zum Verringern der flüchtigen Komponente wird keine
besondere Beschränkung
auferlegt, und Beispiele davon beinhalten Verfahren wie Verfestigung
mit einem schlechten Lösungsmittel,
direkte Trocknung, Gießstrahlabziehen, Abziehen
unter vermindertem Druck und Stickstoffabziehen.
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Der
Brechungsindex des eine alicyclische Struktur enthaltenden Harzes
(A) liegt in einem Bereich von allgemein 1,4 bis 1,6, vorzugsweise
1,45 bis 1,60, besonders bevorzugt 1,47 bis 1,57. Wenn der Brechungsindex
dieses Harzes in dem vorstehenden Bereich liegt, sind die Lichtdurchlässigkeit
und die Lichtstreuung des sich ergebenden lichtstreuenden, formgepressten
oder geformten Harzes gut miteinander ausgewogen.
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Dem
Herstellungsverfahren des in der vorliegenden Erfindung verwendeten,
eine alicyclische Struktur enthaltenden Harzes (A) wird keine besondere
Beschränkung
auferlegt. Jedoch kann es im Allgemeinen gemäß (1) einem Verfahren, das
eine alicyclische Struktur enthaltende ungesättigte Monomer allein oder
das eine alicyclische Struktur enthaltende ungesättigte Monomer und ein anderes
Monomer, das damit copolymerisierbar ist, der Additions-(Co)polymerisation
zu unterwerfen, oder (2) einem Verfahren, das aromatische Vinylmonomer
allein oder das aromatische Vinylmonomer und ein anderes Monomer,
das damit copolymerisierbar ist, der Additions-(Co)polymerisation
zu unterwerfen und die aromatischen Ringe des sich ergebenden (Co)polymers
nach der Polymerisation zu hydrieren, erhalten werden.
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Das
eine alicyclische Struktur enthaltende, ethylenisch ungesättigte Monomer
ist eine polymerisierbare, alicyclische Kohlenwasserstoffverbindung
mit einer ethylenisch ungesättigten
Bindung. Spezifische Beispiele des eine alicyclische Struktur enthaltenden,
ethylenisch ungesättigten
Monomers beinhalten Vinylcycloalkane wie Vinylcyclopentan, Vinylcyclohexan,
Vinylcycloheptan, α-Methyl-vinylcyclohexan,
Vinylmethylcyclohexan und Vinylbutylcyclohexan; Vinylcycloalkene
wie Vinylcyclopenten, Vinylcyclohexen, Vinylmethylcyclohexen und
Vinylcyclopenten; Cyclopentyl(meth)acrylat, Cycloheptyl(meth)acrylat
und Cyclohexyl(meth)acrylat; und einen Norbornanring enthaltende
(Meth)acrylate wie Tetracyclo[4.4.0.12,5.17,10]dodecyl-3-(meth)acrylat, 9-Ethyl-tetracyclo[4.4.0.12,5.17,10]dodecyl-3-(meth)acrylat,
9-Ethylidentetracyclo(4.4.0.12,5.17,10]dodecyl-3-(meth)acrylat, 9-Methyl-tetracyclo[4.4.0.12,5.17,10]dodecyl-3-(meth)acrylat, 8-Ethyl-tetracyclo[4.4.0.12,5.17,10]dodecyl-3-(meth)acrylat,
8-Ethylidentetracyclo[4.4.0.12,5.17,10]dodecyl-3-(meth)acrylat, 8-Methyl-tetracyclo[4.4.0.12,5.17,10]dodecyl-3-(meth)acrylat,
8,9-Ethyl-tetracyclo[4.4.0.12,5.17,10]dodecyl-3-(meth)acrylat, 8,9-Ethylidentetracyclo[4.4.0.12,5.17,10]dodecyl-3-(meth)-acrylat, 8,9-Methyl-tetracyclo[4.4.0.12,5.17,10]dodecyl-3-(meth)acrylat,
2,7-Dimethyl-tetracyclo[4.4.0.12,5.17,10]dodecyl-3-(meth)acrylat, 2,10-Dimethyl-tetracyclo[4.4.0.12,5.17,10]dodecyl-3-(meth)acrylat,
11,12-Dimethyl-tetracyclo[4.4.0.12,5.17,10]dodecyl-3-(meth)acrylat, Hexacyclo[6.6.1.13,6.110,13.02,7.09,14]heptadecyl-4-(meth)-acrylat, 12-Methylhexacyclo(6.6.1.13,6.110,13.02,7.09,14]heptadecyl-4-(meth)acrylat,
11-Methylhexacyclo[6.6.1.13,6.110,13.02,7.09,14]heptadecyl-4-(meth)acrylat,
12-Ethylhexa-cyclo[6.6.1.13,6.110,13.02,7.09,14]heptadecyl-4-(meth)acrylat,
11-Ethylhexacyclo[6.6.1.13,6.110,13.02,7.09,14]heptadecyl-4-(meth)acrylat,
Octacyclo[8.8.12,3.14,7.111,18.113,15.0.03,8.012,17]docosyl-5-(meth)acrylat,
15-Methyloctacyclo[8.8.12,3.14,7.111,18.113,15.0.03,8.012,17]docosyl-5-(meth)acrylat,
Pentacyclo(6.6.1.13,6.02,7.09,14]hexadecyl-4-(meth)acrylat, 1,6-Dimethylpentacyclo[6.6.1.3,6.02,7.09,14]hexadecyl-4-(meth)acrylat, 15,16-Dimethylpentacyclo[6.6.13,6.02,7.09,14]hexadecyl-4-(meth)acrylat, 1,3-Dimethylpentacyclo[6.6.13,6.02,7.09,14]hexadecyl-4-(meth)acrylat, Pentacyclo[6.5.1.3,6.02,7.09,13]pentadecyl-4-(meth)acrylat, 1,6-Dimethylpentacyclo[6.5.13,6.02,7.09,13]pentadecyl-4-(meth)acrylat, 1,3-Dimethylpentacyclo[6.5.13,6.02,7.09,13]pentadecyl-4-(meth)acrylat und 15,16-Dimethylpentacyclo(6.5.1.13,6.02,7.09,13]pentadecyl-4-(meth)acrylat.
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Beispiele
des aromatischen Vinylmonomers beinhalten Styrol, α-Methylstyrol,
p-Methylstyrol,
t-Butylstyrol und Vinylnaphthalin.
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Den
anderen Monomeren wird keine besondere Beschränkung auferlegt, so weit sie
mit dem eine alicyclische Struktur enthaltenden, ethylenisch ungesättigten
Monomer und/oder dem aromatischen Vinylmonomer copolymerisierbar
sind. Spezifische Beispiele solcher anderen Monomere beinhalten α-Olefine
wie Ethylen, Propylen und 4-Methyl-1-penten; konjugierte Dienmonomere
wie Butadien und Isopren; ethylenisch ungesättigte Carboxylate wie Methyl(meth)acrylat,
Ethyl(meth)acrylat, 2-Ethylhexyl(meth)acrylat
und Butyl(meth)acrylat; ethylenisch ungesättigte Carbonsäuren wie
(Meth)acrylsäure,
Maleinsäure
und Itaconsäure; ethylenisch
ungesättigte
Nitrile wie Acrylnitril und Methacrylnitril; ethylenisch ungesättigte Carbonsäureamide wie
Acrylamid und Methacrylamid; und cyclische Dienmonomere wie Norbornadien
und Cyclohexadien.
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Unter
diesen werden α-Olefine
wie Ethylen, konjugierte Dienmonomere wie Isopren und ethylenisch ungesättigte Carboxylate
wie Butyl(meth)acrylat bevorzugt.
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Die
Menge des eine alicyclische Struktur enthaltenden, ethylenisch ungesättigten
Monomers und/oder des aromatischen Vinylmonomers beträgt allgemein
10 bis 99 Gew.-%, vorzugsweise 30 bis 95 Gew.-%, noch bevorzugter
50 bis 95 Gew.-%, besonders bevorzugt 70 bis 95 Gew.-%, bezogen
auf das Gesamtgewicht der in der Polymerisation verwendeten Monomere.
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Die
Polymerisation kann gemäß der Massepolymerisation,
Emulsionspolymerisation, Suspensionspolymerisation, Lösungspolymerisation
oder dergleichen unter Verwendung eines Polymerisationsinitiators,
wie eines Radikal-Polymerisationskatalysators
oder eines ionischen Polymerisationskatalysators, durchgeführt werden.
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Die
Hydrierung der aromatischen Ringe des aromatischen Vinylpolymers
kann gemäß irgendeinem
in der Öffentlichkeit
bekannten Hydrierverfahren durchgeführt werden. Spezifisch wird
zum Beispiel molekularer Wasserstoff in eine Schmelze oder Lösung des
aromatischen Vinylmonomers eingeführt, vorzugsweise in die Lösung in
der Gegenwart eines Hydrierkatalysators, um Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen der
aromatischen Ringe einer Additionsreaktion mit Wasserstoff zu unterwerfen.
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Beispiele
des Hydrierkatalysators beinhalten feine Pulver von Edelmetallen,
wie Ruthenium, Rhodium, Palladium, Platin und Nickel, Katalysatoren
mit diesen Edelmetallen, die auf einem Träger wie Aktivkohle, Diatomeenerde,
Aluminiumoxid oder Siliciumoxid getragen werden, und Katalysatoren
die durch Reduzieren eines Komplexes eines Übergangsmetallelementes, wie
Chrom oder Kobalt, der in einem organischen Lösungsmittel solubilisiert wurde,
mit einer Alkylmetallverbindung erhalten wurden.
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Als
das in der Lösung
des aromatischen Vinylmonomers verwendete Lösungsmittel kann jedes Lösungsmittel
verwendet werden, so weit es ein durch die Hydrierungsreaktion darin
erhaltenes Harz lösen
kann und nicht zu einem Katalysatorgift für den Hydrierungskatalysator
wird. Spezifische Beispiele eines derartigen Lösungsmittels beinhalten Cycloalkane
wie Cyclohexan; und Alkane wie n-Hexan. Eine polare Verbindung,
wie ein Alkohol oder Keton kann dem Lösungsmittel zu den Zweck zugesetzt
werden, die Viskosität
des Lösungsmittels
und die Reaktionsgeschwindigkeit zu steuern.
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Der
Rate (dem Grad) der Hydrierung der aromatischen Ringe des aromatischen
Vinylpolymers wird keine besondere Beschränkung auferlegt. Jedoch beträgt sie unter
den Gesichtspunkten der optischen Eigenschaften und der Lichtbeständigkeit
allgemein 50 bis 100%, vorzugsweise 80 bis 100%, noch bevorzugter
90 bis 100%.
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Die
lichtstreuende Harzzusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung
kann wenn gewünscht andere
Harze als das eine alicyclische Struktur enthaltende Harz enthalten.
Spezifische Beispiele der anderen Harze beinhalten Polyesterharze,
konjugierte Dienpolymere, konjugiertes Dienmonomer-(Meth)acrylat-Copolymere,
aromatisches Vinylmonomer-(Meth)acrylat-Copolymere und (Meth)acrylatpolymere.
Der zugemischten Menge der anderen Harze wird keine besondere Beschränkung auferlegt,
so weit sie in die Grenze fällt, welche
die Ziele der vorliegenden Erfindung nicht behindert. Jedoch beträgt sie allgemein
höchstens
50 Gew.-%, vorzugsweise höchstens
40 Gew.-%, noch bevorzugter höchstens
30 Gew.-%, besonders bevorzugt höchstens
20 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Harzkomponenten.
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Dem
die bei der Ausübung
der vorliegenden Erfindung verwendbaren feinen transparenten Polymerteilchen
(B) bildenden Polymer wird keine besondere Beschränkung auferlegt,
so weit es transparent ist. Jedoch hat es vorzugsweise eine hohe
Lichtdurchlässigkeit.
Spezifisch wird ein derartiges Polymer bevorzugt, dass die gesamte
Lichtdurchlässigkeit
eines plattenartigen formgepressten Produktes mit einer Dicke von
1 mm, das aus dem Polymer formgepresst ist, mindestens 70% beträgt, ein
Polymer derart, dass die Durchlässigkeit
80% beträgt,
ist bevorzugter, und ein Polymer derart, dass die Durchlässigkeit
90% beträgt,
ist besonders bevorzugt. Wenn die Lichtdurchlässigkeit des Polymers zu niedrig
ist, wird Beleuchtungsenergie einer Lichtquelle wegen Lichtverlust
im Inneren der feinen Polymerteilchen vernichtet, und die Lichtdurchlässigkeit des
sich ergebenden formgepressten oder geformten Harzes wird erniedrigt. Übrigens
ist die gesamte Lichtdurchlässigkeit
im Allgemeinen ein Wert, der mit sichtbarem Licht in einem Wellenlängenbereich
von 400 bis 700 nm gemessen wird. Wenn jedoch das Licht, das durchgelassen
und gestreut werden soll, in einem Wellenlängenbereich außerhalb
des vorstehenden Bereiches liegt, hat das Polymer vorzugsweise die
vorstehend beschriebene gesamte Lichtdurchlässigkeit in einem derartigen
Wellenlängenbereich.
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Dem
Brechungsindex der feinen transparenten Polymerteilchen wird keine
besondere Beschränkung auferlegt.
Angenommen, ein Brechungsindex des die Matrix bildenden Harzes ist
n1, und ein Brechungsindex des die feinen Polymerteilchen bildenden
Polymers ist n2, ist jedoch die Untergrenze von n1/n2 oder n2/n1 1,01,
vorzugsweise 1,015, besonders bevorzugt 1,025. Die Obergrenze davon
ist 1,2, vorzugsweise 1,1. Das Verhältnis zwischen den Brechungsindices
wird berechnet, indem ein größerer Wert
aus n1 und n2 in den Zähler
und der kleinere Wert in den Nenner gesetzt wird. Der Brechungsindex
n2 des die feinen Polymerteilchen bildenden Polymers ist allgemein
1,4 bis 1,8, vorzugsweise 1,42 bis 1,72, besonders bevorzugt 1,42
bis 1,59.
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Wenn
dieser Brechungsindex zu niedrig ist, wird die Brechung des Lichts
an einer Grenzfläche
zwischen dem Matrixharz und den transparenten feinen Polymerteilchen
zu niedrig, so dass die Lichtstreuung des sich ergebenden formgepressten
oder geformten Produktes dazu neigt, niedriger zu werden. Wenn der
Brechungsindex zu hoch ist, wird die Brechung des Lichts an der
Grenzfläche
zu groß,
so dass die Lichtdurchlässigkeit
des sich ergebenden formgepressten oder geformten Produktes dazu
neigt, niedriger zu werden, weil zum Beispiel ein Teil des von der
Lichtquelle ausgehenden Lichtes an der Einfallsseite reflektiert
wird. Der Brechungsindex ist ein Wert, der in einem Wellenlängenbereich
gemessen wird, der ebenso wie bei der Lichtdurchlässigkeit
derselbe wie der für
die beabsichtigte Endanwendung benötigte ist. Der Brechungsindex
unterscheidet sich je nach der Art des verwendeten Polymers. In
dem Fall, wo das Polymer ein Copolymer ist, kann der Brechungsindex
des Copolymers zum Beispiel durch die Menge des verwendeten, eine
Phenylgruppe enthaltenden Monomers oder dergleichen gesteuert werden.
Im Allgemeinen wird der Brechungsindex des sich ergebenden Copolymers
höher,
wenn die Menge des Phenylgruppen-haltigen Monomers ansteigt.
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Von
den transparenten, feinen Polymerteilchen wird verlangt, in der
aus dem eine alicyclische Struktur enthaltenden Harz zusammengesetzten
Matrix die Form feiner Teilchen zu behalten. Wenn die Form feiner Teilchen
nicht beibehalten werden kann, kann ein formgepresstes oder geformtes
Produkt mit gleichmäßiger Lichtstreuung
nicht erhalten werden. Daher ist das die feinen Teilchen bildende
Polymer vorzugsweise vernetzt.
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Beispiele
des die transparenten feinen Teilchen bildenden Polymers beinhalten
diejenigen, die durch Homopolymerisieren oder Copolymerisieren eines
Vinylmonomers wie Styrol oder Acrylnitril; oder eines (Meth)acrylatmonomers,
wie Methyl(meth)acrylat, Ethyl(meth)acrylat oder Butyl(meth)acrylat
erhalten wurden, diejenigen, die durch Copolymerisieren eines solchen
Monomers und eines damit copolymeriserbaren polyfunktionellen Monomers,
wie Diethylenglycoldi(meth)acrylat, 1,3-Butylenglycoldi(meth)acrylat
oder Divinylbenzol erhalten wurden, und Siloxanpolymere. Ein bei
der Polymerisation vernetzbares Polymer, wie das durch Zusatz des
polyfunktionellen Monomers vor der Copolymerisation erhaltene Copolymer,
wird vorzugsweise durch Polymerisation in der Form feiner vernetzter
Teilchen bereitgestellt. Feine Polymerteilchen, die durch ein Verfahren
wie Ultraviolettbestrahlung nach Bilden eines Polymers zu feinen
Teilchen nach der Polymerisation oder nach dem Bilden feiner Teilchen
durch die Polymerisation vernetzt sind, können auch verwendet werden.
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Spezifische
Beispiele der feinen Polymerteilchen beinhalten feine Teilchen aus
vernetztem Polymethylmethacrylat, vernetztem Polystyrol, vernetztem
Natriumpolyacrylat, vernetzten Siliconen, vernetzten Acryl-Styrol-Copolymeren,
vernetztem Polymethylsilylsesquioxan und so weiter. Unter diesen
sind feine Teilchen aus vernetztem Polystyrol, Polysiloxanpolymeren
(Siliconharzen) und vernetztem Polysiloxan bevorzugt.
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Dem
Herstellungsverfahren zum Bilden der in der vorliegenden Erfindung
verwendeten transparenten, feinen Polymerteilchen wird keine besondere
Beschränkung
auferlegt. Jedoch ist es bevorzugt, feine Teilchen durch ein Verfahren
wie Suspensionspolymerisation zu erzeugen. Spezifisch werden vernetzte
feine Polymerteilchen zum Beispiel durch Unterwerfen eines Monomerengemisches,
welches ein polyfunktionelles Monomer enthält, der Suspensionspolymerisation,
wie der Copolymerisation von Styrol und Divinylbenzol, erhalten.
Vernetzte feine Polymerteilchen mit einer gewünschten Teilchendurchmesser-Verteilung
werden durch Waschen, Trocknen und Sichten unter Verwendung eines
Luft-Mikroseparators nach der Polymerisation bereitgestellt.
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Die
Untergrenze des mittleren Teilchendurchmessers beträgt 1 μm, vorzugsweise
3 μm, besonders bevorzugt
4 μm. Die
Obergrenze des mittleren Teilchendurchmessers vorzugsweise beträgt 30 μm, bevorzugter
20 μm, besonders
bevorzugt 15 μm.
Wenn der mittlere Teilchendurchmesser der feinen Polymerteilchen
zu klein ist, neigt die Lichtdurchlässigkeit der sich ergebenden
Harzzusammensetzung dazu, erniedrigt zu werden, obwohl ihre Lichtstreuung
verbessert wird. Wenn der mittlere Teilchendurchmesser der feinen
Polymerteilchen zu groß ist,
neigt die Lichtstreuung der sich ergebenden Harzzusammensetzung
dazu, erniedrigt zu werden, obwohl ihre Lichtdurchlässigkeit
verbessert wird. Darüber
hinaus kann in einigen Fällen
die Glattheit der Oberfläche
des sich ergebenden formgepressten oder geformten Produktes verschlechtert
werden, oder es kann Marmorierung auftreten.
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Die
in der vorliegenden Erfindung verwendeten feinen Polymerteilchen
sind kugelförmig.
Der Ausdruck „kugelförmig" bedeutet, dass das
Verhältnis
der Breite zur Länge
der feinen Teilchen vorzugsweise mindestens 0,6, noch bevorzugter
mindestens 0,8, besonders bevorzugt mindestens 0,9 beträgt und dass
keine Ecke vorhanden ist. Die Breite bedeutet den kleinsten Durchmesser
eines feinen Teilchens, während
die Länge
dessen größten Durchmesser
bedeutet. Der Anteil der kugelförmigen
feinen Teilchen an den feinen Polymerteilchen beträgt vorzugsweise
mindestens 80%, noch bevorzugter mindestens 90%, besonders bevorzugt mindestens
95%. Die Breite, die Länge,
der mittlere Teilchendurchmesser und das Vorhandensein von Ecken kann
auf der Grundlage des Bildes einer Mikrophotographie bestimmt werden.
Wenn nicht-kugelförmige
feine Teilchen in großer
Anzahl vorhanden sind, wird die Dispersion bei der Herstellung der
Harzzusammensetzung ungleichmäßig oder
die sich ergebende Harzzusammensetzung weist Orientierung auf, so
dass es schwierig wird, ein formgepresstes oder geformtes Produkt
mit gleichmäßiger Lichtstreuung
beim Formpressen oder Formen zu erhalten.
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Es
besteht keine Notwendigkeit, dass die in der vorliegenden Erfindung
verwendeten feinen Polymerteilchen von einer Art sind, und mehrere
Arten von feinen Teilchen können
in Kombination verwendet werden, um die Ausgewogenheit zwischen
Lichtdurchlässigkeit
und Lichtstreuung der sich ergebenden Harzzusammensetzung zu steuern.
Ein anorganischer Füllstoff
kann ebenfalls je nach der Verwendungsumgebung verwendet werden.
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Die
Menge der zugemischten transparenten feinen Polymerteilchen unterscheidet
sich je nach der optischen Weglänge
des beabsichtigten lichtstreuenden formgepressten oder geformte
Produktes. Jedoch wird sie allgemein innerhalb eines Bereiches von
0,01 bis 30 Gew.-% ausgewählt.
Zum Beispiel beträgt
in einer lichtstreuenden Platte mit einer Dicke von 100 μm die Menge
der zugemischten feinen Polymerteilchen allgemein 10 bis 30 Gew.-%.
Sie beträgt
allgemein 1 bis 10 Gew.-% für
eine lichtstreuende Platte mit einer Dicke von 1 mm, 0,1 bis 1 Gew.-%
für eine
lichtstreuende Platte mit einer Dicke von 10 mm oder 0,01 bis 0,1
Gew.-% für
eine lichtstreuende Platte mit einer Dicke von 100 mm.
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Wenn
die optische Weglänge
des lichtstreuenden formgepressten oder geformten Produktes kurz
(es dünn
an Dicke) ist, wird eine zufriedenstellende Lichtstreuung nicht
erreicht, wenn die lichtstreuenden feinen Polymerteilchen nicht
in großer
Zahl zugemischt werden. Wenn anderseits die optische Weglänge des
lichtstreuenden formgepressten oder geformten Produktes lang (es
dick an Dicke) ist, wird die Lichtdurchlässigkeit erniedrigt, sogar
wenn nur eine kleine Menge der lichtstreuenden feinen Polymerteilchen
zugemischt wird, und folglich muss die Menge der zugemischten lichtstreuenden
feinen Polymerteilchen gesteuert werden.
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Der
lichtstreuenden Harzzusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung
können,
wie benötigt, unterschiedliche
Arten von Additiven innerhalb des Grenzwertes, der den Zielen der
vorliegenden Erfindung nicht zuwider läuft, zugesetzt werden. Beispiele
der Additive beinhalten Antioxidationsmittel vom Phenol- und Phosphortyp
und so weiter; Ultraviolett-Absorptionsmittel vom Benzophenon- und Benzotriazoltyp
und so weiter; Lichtstabilisatoren vom Typ des gehinderten Amins;
Antistatika vom kationischen, anionischen und nichtionischen Typ
und so weiter; kohlenstoffartige oder metallische und pulverartige
oder faserartige, Leitfähigkeit verleihende
Mittel; Gleitmittel wie Ester von aliphatischen Alkoholen und Teilester
und Teilether von mehrwertigen Alkoholen; und so weiter. Schmiermittel,
wie Graphit und Fluor enthaltende Harzpulver, können ebenfalls zugesetzt werden.
Ein blaues farbgebendes Mittel (Blauungsmittel) kann ebenfalls zugesetzt
werden, um durch Vergilbung wegen Verschlechterung des Harzes verursachtes
schlechtes Aussehen zu verhindern.
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Dem
Verfahren zur Herstellung der Harzzusammensetzung wird keine besondere
Beschränkung
auferlegt, und die Herstellung kann gemäß dem herkömmlichen Verfahren, zum Beispiel
Doppelschrauben-Kneten, durchgeführt
werden. Die Harzzusammensetzung ist vorzugsweise derart, dass die
transparenten feinen Polymerteilchen gleichmäßig in dem eine alicyclische
Struktur enthaltenden Harz dispergiert sind. Wenn die feinen Polymerteilchen
wegen Aggregation oder dergleichen nicht gleichmäßig dispergiert sind, neigt
das sich ergebende formgepresste oder geformte Produkt dazu, in
seiner Lichtstreuung und Lichtdurchlässigkeit Marmorierung zu verursachen.
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Dem
Verfahren zum Formpressen oder Formen der lichtstreuenden Harzzusammensetzung
gemäß der vorliegenden
Erfindung wird keine besondere Beschränkung auferlegt, und Spritzguss,
Extrusion, Druckformen, Vakuumformen, Heißpressformen oder dergleichen,
das ein allgemeines Formpress- oder Formverfahren für thermoplastische
Harze ist, wird verwendet.
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Das
lichtstreuende formgepresste oder geformte Harz gemäß der vorliegenden
Erfindung wird durch Formpressen oder Formen der lichtstreuenden
Harzzusammensetzung gemäß der vorliegenden
Erfindung erhalten und kann in jede Form, wie für die beabsichtigte Endverwendung
nötig,
gebracht werden. Als die allgemeinste Verwendung kann eine lichtstreuende
Platte, die in einer Flüssigkristall-Anzeige vom Typ der
Hintergrund-Beleuchtung oder dergleichen verwendet wird, erwähnt werden.
Diese lichtstreuende Platte ist zwischen einer Lichtquelle und einem
zu beleuchtenden Zielobjekt angebracht und dient dazu, das Licht
von der Lichtquelle gleichmäßig austreten
zu lassen, um Licht und Schatten an der beleuchteten Oberfläche gleichmäßig zu machen.
Andere Verwendungen beinhalten Antireflexionsfolien, lichtstreuende
Folien, Beleuchtungsabdeckungen, Projektionsschirme vom Reflexionstyp,
Projektionsschirme vom Transmissionstyp und so weiter.
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BEISPIELE
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Die
vorliegende Erfindung wird hierin nachfolgend noch genauer durch
die folgenden Beispiele und Vergleichsbeispiele beschrieben. In
den Beispielen und Vergleichsbeispielen verwendete feine Polymerteilchen
(Perlen) enthalten alle Teilchen, bei denen in einem Anteil von
mindestens 95%, auf der Grundlage der gesamten feinen Teilchen,
das Verhältnis
zwischen Breite und Länge
mindestens 0,9 ausmacht.
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Beispiel 1:
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Nachdem
90 Gewichtsteile Styrol und 10 Gewichtsteile Isopren copolymerisiert
worden waren, wurden die aromatischen Ringe des sich ergebenden
Copolymers hydriert, um ein eine alicyclische Struktur enthaltendes
Harz (A-1) mit einem Hydrierungsgrad von 99,8% zu erhalten. Das
Harz (A-1) hatte ein MG von etwa 130.000 und eine Tg von etwa 124°C. Der Gehalt
an flüchtiger
Komponente in dem Harz (A-1) war 0,12 Gew.-% und sein Brechungsindex
war 1,5106.
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100
Gewichtsteile des eine alicyclische Struktur enthaltenden Harzes
(A-1) und 5 Gewichtsteile wirklich kugelförmige Perlen aus vernetztem
Polystyrol (Techpolymer SBX-8, Produkt von Sekisui Plastics Co., Ltd.;
mittlerer Teilchendurchmesser: etwa 8 μm; Brechungsindex 1,59) wurden
bei einer Harztemperatur von 250°C
mittels eines Doppelschnecken-Extruders (TEM355B, hergestellt von
Toshiba Machine Co., Ltd.) geknetet, um eine Harzzusammensetzung
zu erhalten. Diese Harzzusammensetzung wurde mittels eines Pelletiergerätes pelletisiert.
Nachdem die sich ergebenden Pellets vorgetrocknet worden waren,
wurde durch Spritzguss eine ebene Platte mit einer Dicke von 2 mm
hergestellt.
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<Messmethoden für die physikalischen Eigenschaften>
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Die
gesamte Lichtdurchlässigkeit
und die Trübung
(Durchlässigkeit
für gestreute
Strahlen) dieser ebenen Platte wurden mittels eines Turbidimeters
(NDH-300A, hergestellt von Nippon Denshoku Kogyo K.K.) bestimmt.
Diese ebene Platte wurde 500 Stunden lang Licht ausgesetzt, um alle
100 Stunden mittels eines Ausbleichmessgerätes Veränderungen der Färbung (Chromatizität) zu bestimmen.
Die Ergebnisse werden in Tabelle 1 gezeigt.
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Übrigens
wurde die Izod-Schlagfestigkeitszahl (Kerbschlagprüfung) einer
ebenen Platte, in welcher die Konzentration der wirklich kugelförmigen Perlen
aus vernetztem Polystyrol 5 Gew.-% betrug, gemäß ASTM D 256 bestimmt und als
2,5 kgf·cm/cm
betragend befunden.
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Beispiel 2:
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100
Gewichtsteile des eine alicyclische Struktur enthaltenden Harzes
(A-1) und 5 Gewichtsteile wirklich kugelförmige Perlen aus vernetztem
Polystyrol (Tospearl 145, Produkt von Toshiba Silicone Co., Ltd.;
mittlerer Teilchendurchmesser: etwa 4,5 μm; Brechungsindex 1,43) wurden
in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 geknetet, um eine Harzzusammensetzung
herzustellen, und dann wurde die Harzzusammensetzung pelletisiert.
Die entstandenen Pellets wurden verwendet, um eine ebene Platte
mit einer Dicke von 2 mm herzustellen. Die Auswertungsergebnisse
dieser ebenen Platte werden in Tabelle 1 gezeigt.
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Beispiel 3:
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Nachdem
90 Gewichtsteile Styrol und 10 Gewichtsteile Butylacrylat copolymerisiert
worden waren, wurden die aromatischen Ringe des sich ergebenden
Copolymers hydriert, um ein eine alicyclische Struktur enthaltendes
Harz (A-2) mit einem Hydrierungsgrad von 99,8% zu erhalten. Das
Harz (A-2) hatte ein MG von etwa 100.000 und eine Tg von 130°C. Der Gehalt
an flüchtiger
Komponente in dem Harz (A-2) war 0,24 Gew.-% und sein Brechungsindex
war 1,5044.
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Eine
Harzzusammensetzung und eine ebene Platte wurden auf die gleiche
Weise wie in Beispiel 2 erhalten, außer dass das Harz (A-2) an
Stelle des Harzes (A-1) verwendet wurde. Die Ergebnisse werden in
Tabelle 1 gezeigt.
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Beispiel 4:
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80
Gewichtsteile Vinylcyclohexan und 20 Gewichtsteile Ethylen wurden
copolymerisiert, um ein Copolymer [das eine alicyclische Struktur
enthaltende Harz (A-3)] zu erhalten. Das eine alicyclische Struktur
enthaltende Harz (A-3) hatte ein MG von etwa 51.000. Der Gehalt
an flüchtiger
Komponente in dem Harz (A-3) war 0,11 Gew.-% und sein Brechungsindex
war 1,5131.
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Eine
Harzzusammensetzung und eine ebene Platte wurden auf die gleiche
Weise wie in Beispiel 2 erhalten, außer dass das Harz (A-3) an
Stelle des Harzes (A-1) verwendet wurde. Die Ergebnisse werden in
Tabelle 1 gezeigt.
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Vergleichsbeispiel 1:
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Eine
Harzzusammensetzung und eine ebene Platte wurden auf die gleiche
Weise wie in Beispiel 1 erhalten, außer dass ein Ethylen-Norbornen-Additionspolymer
(MG = 24.000, Tg = 72°C,
Norbornengehalt = 47%, Gehalt an flüchtiger Komponente = 0,16 Gew.-%,
Brechungsindex = 1,5295) an Stelle des Harzes (A-1) verwendet wurde.
Die Ergebnisse werden in Tabelle 1 gezeigt.
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INDUSTRIELLE ANWENDBARKEIT
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung werden lichtstreuende Harzzusammensetzungen, die hinsichtlich der
Eigenschaften der Lichtstreuung wie auch der Lichtdurchlässigkeit
und darüber
hinaus bezüglich
Lichtbeständigkeit
hervorragend sind, bereitgestellt. Gemäß der vorliegenden Erfindung
werden auch lichtstreuende formgepresste oder geformte Produkte,
erhalten durch Formpressen oder Formen einer derartigen lichtstreuenden
Harzzusammensetzung zu verschiedenen formgepressten oder geformten
Produkten, wie Folien (Platten) bereitgestellt. Die lichtstreuenden
formgepressten oder geformten Harze gemäß der vorliegenden Erfindung
sind hervorragend in der Ausgewogenheit zwischen Lichtdurchlässigkeit,
Lichtstreuung und Lichtbeständigkeit,
ganz hervorragend bezüglich
der Lichtstreuung, verglichen mit herkömmlichen lichtstreuenden formgepressten
oder geformten Harzen mit beinahe der gleichen Lichtdurchlässigkeit,
und ganz hervorragend bezüglich
der Lichtdurchlässigkeit,
verglichen mit herkömmlichen
lichtstreuenden formgepressten oder geformten Harzen mit beinahe
der gleichen Lichtstreuung. Die lichtstreuenden formgepressten oder
geformten Harze gemäß der vorliegenden
Erfindung können
in einer weiten Vielfalt von Gebieten der lichtstreuenden Platten, wie
Flüssigkristall-Anzeigen
und dergleichen, verwendet werden.