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DE600138C - Verfahren zur Aufbereitung von sulfidischen Kupfererzen - Google Patents

Verfahren zur Aufbereitung von sulfidischen Kupfererzen

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Publication number
DE600138C
DE600138C DEG83819D DEG0083819D DE600138C DE 600138 C DE600138 C DE 600138C DE G83819 D DEG83819 D DE G83819D DE G0083819 D DEG0083819 D DE G0083819D DE 600138 C DE600138 C DE 600138C
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DE
Germany
Prior art keywords
copper
ore
luster
processing
heat treatment
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Expired
Application number
DEG83819D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
CARL GOETZ DR
Original Assignee
CARL GOETZ DR
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Publication date
Application filed by CARL GOETZ DR filed Critical CARL GOETZ DR
Priority to DEG83819D priority Critical patent/DE600138C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE600138C publication Critical patent/DE600138C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03BSEPARATING SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS
    • B03B1/00Conditioning for facilitating separation by altering physical properties of the matter to be treated

Landscapes

  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Aufbereitung von sulfidischen Kupfererzen Die Aufbereitung von sulfidischen, insbesondere von sulfidischen Kupfererzen wird vielfach dadurch erschwert, daß die Erzführung nicht aus einem Kupfererzmineral besteht, sondern aus mehreren. Dies ist besonders bei ,äußerst fein verteilter Erzführung der Fall. So sind in dem bituminösen Maisfelder Kupferschiefer neben dem Hauptmineral Buntkupfererz auch Kupferglanz und Kupferkies, außerdem Bleiglanz und Zinkblende vorhanden. Die Aufbereitung derartiger Erze ist bisher noch nicht in vollkommen befriedigender Weise durchzuführen gewesen, da es nötig ist, wegen der Verschiedenartigkeit der Korngröße der mineralischen Kupferträger eine Vorzerkleinerung vorzunehmen und dieses vorzerkleinerteMaterial zu schwimmen und alsdann das bei der Schwimmaufbereitung entstandene Mittelprodukt nachzuzerkleinern und nochmals zu schwimmen. Andererseits ist eine Möglichkeit, das den Hauptprozentsatz des Kupferschiefers ausmachende Buntkupfererz zu schwimmen, bisher noch nicht gefunden worden. Die Schwimmaufbereitung von Kupferglanz und Kupferkies ist außerdem nur möglich, wenn zwei Reagenzien nacheinander zugesetzt werden, wodurch die Kosten des Verfahrens ebenfalls erheblich verteuert werden.
  • Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, die in Kupfererzen enthaltenen Mineralien Buntkupfererz und Kupferkies gleichmäßig in Kupferglanz umzuwandeln und gleichzeitig-die Korngröße desselben derart zu vergrößern, daß das Erz für eine Schwimmaufbereitung geeigneter wird. Umfangreiche Versuche haben ergeben, daß es möglich ist, durch eine Wärmebehandlung diese Erze derart zu beeinflussen, daß Buntkupfererz und Kupferkies zu Kupferglanz bzw. metallisches Kupfer zerlegt werden und daß außerdem die einzelnen Erzmineralien zu @röberen Teilchen zusammengetrieben werden, so daß nur eine einmalige Zerkleinerung und nur eineinmaliger Aufbereitungsprozeß notwendig ist. Es ist bekannt, aus bariumhaltigen sulfidischen Erzen Bariumsulfat dadurch auszuscheiden, daß durch Zusatz wasserlöslicher, leicht zersetzbarer Stoffe und Erhitzen des Gemenges bis zur Sinterung oder bis zum Schmelzen Bariumsulfat umkristallisiert wird, worauf die durch Behandeln mit Wasser, Luft oder anderen billigen Mitteln zum Zerfall gebrachten frei beweglichen-Kristallkomponenten durch Aufbereitung getrennt werden. Dabei erfolgt jedoch keine Umwandlung der Metallsulfide als solche. , Es sind auch verschiedene Verfahren bekannt, um aus bituminösen und auch aus nicht bituminösen Erzen durch eine Wärmebehandlung unter Luftabschluß mit oder ohne Hilfe von reduzierenden oder inerten Gasströmen und mit oder ohne Zusatz von Eisen oder Eisenverbindungen die Metalle als solche ganz oder zum größten Teil freizulegen und daraus durch Aufbereitung gediegene Metallkonzentrate zu gewinnen. Da dies aber unter Umständen bei bestimmten Betrieben wegen vorhandener Hüttenanlagen oder aus sonstigen Gründen nicht erwünscht ist, genügt es, wenn diese Verfahren nur so weit durchgeführt werden, daß sich nur ganz geringe Mengen an Metall bilden und außerdem als einzig nutzbares Mineral Kupferglanz übrigbleibt.
  • Es hat sich gezeigt, daß Buntkupfererz ebenso wie Kupferkies bei einer Wärmebehandlung in einem reduzierenden oder in einem in.erten Gasstrom bei Temperaturen von etwa q.oo bis 80o° nicht mehr beständig ist, sondern in metallisches Kupfer und Kupferglanz zerlegt wird. Die Wärmebehandlung kann m einem reduzierenden oder einem inerten Gasstrom ,erfolgen, bei bituminösen Erzen auch ohne derartige Gasströme durch einen einfachen Schwelprozeß. Der Zusatz von Eisen oder Eisenoxyd u. dgl. beschleunigt den Prozeß, vergrößert jedoch auch die Bildung von metallischem Kupfer. Bei 90o° treten wieder Rückbildungen von Buntkupfererz und Kupferkies usw. ein. Das Maß der Zerlegung ist von der Behandlungsdauer abhängig. In zweistündiger Behandlung bei 60o° C kann Buntkupfererz vollkommen in Metall und Kupferglanz zerlegt sein. In einem Leuchtgaswasserdampfstrom ist Buntkupfererz bereits in zweistündiger Behandlung bei q.00° C zu 70 % des Kupferinhaltes in Kupferglanz und zu io 0j0 desselben in metallisches Kupfer zerlegt. Aus einem künstlichen Buntkupfererz in der Zusammensetzung von 98 % Kupfer als Buntkupfererz, 0,3 % als metallisches Kupfer und i % Kupfer als Kupferkies bilden sich in einem Stickstoffstrom bei 50o° C in vierstündiger Behandlung bereits 65 % Kupfer als Kupferglanz und 8 % Kupfer als Metall. Durch derartige Wärmebehandlungen lassen sich außerdem Kornvergröberungen sowohl der zu gediegenen Metallkörnern umgewandelten Bestandteile als auch der Kupferglanzbestandteile auf das i o- bis 20fache der ursprünglichen Korngröße ermöglichen, so daß vielfach schon ein Gravitationsaufb.ereitungsprozeß zu brauchbaren Ergebnissen führt. Bei der Wärmebehandlung von Mansfelder Kupferschiefer, bestehend aus 2 Teilen Vitzthumschachterz mit 68,2 % Kupfer als Buntkupfererz, 2,7 % Kupfer als Kupferkies und 29,1 % Kupfer als Kupferglanz mit Körnchengrößen des Buntkupfererzes von durchschnittlich q., i 1, und des Kupferglanzes von 1,57!L und i Teil Erz des Wolfschachtes mit 33,2 % Kupfer als Buntkupfererz, 8,1 % Kupfer als Kupferkies, 58,7 % Kupfer als Kupferglanz mit Korngröße des Buntkupfererzes von durchschnittlich 2,07-p,, des Kupferkieses von 0,40#t und des Kupferglanzes von 1,42#t ergaben sich in zweistündiger Behandlung bei 60o° C meinem einseitig geschlossenen Rohr ohne Zuführung von fremden Gasen, lediglich durch den einfachen Schwelprozeß 8o % Kupferglanz, während die Bildung von metallischem Kupfer gerade begann. Die @Durchschnittskorngröße des Kupferglanzes betrug etwa 30#t-Das Verfahren ist auch für andere Erze, insbesondere für komplexe Erze vom Typ des Rammelbergerzes, geeignet. Dieses Erz, bestehend aus fein verwachsenem Kupferkies, Bleiglanz, Zinkblende und Pyrit, das bisher nicht aufbereitungsfähig war, läßt sich durch eine kurze Wärmebehandlung bei etwa 60o° in einem inerten oder reduzierenden Gasstrom evtl. unter -Zusatz von Eisenoxyd u. dgl. oder Gemischen von solchen oder durch .eine Wärmebehandlung unter Luftabschluß ohne Gasstrom irieiner reduzierenden oder inerten Atmosphäre unter Bildung von Kupferglanz und geringen Mengen metallischen Kupfers derartig im Korn der einzelnen Bestandteile vergröbern, daß diese durch Aufbereitung einzeln gewonnen werden können.

Claims (2)

  1. PATE NI-ANSt#iiüCiii?: t. Verfahren zur Aufbereitung von sullidischen Kupfererzen; bei denen die darin enthaltenen Mineralien Kupferkies und Buntkupferezz durch eine Wärmebehandlung bei Temperaturen von etwa q.oo bis 80o° C in reduzierender oder inerter Atmosphäre zu Kupferglanz umgebildet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmebehandlung nur so lange erfolgt, bis die Umbildung des Kupferkieses und Buntkupfererzes in Kupferglanz ohne starke gediegene Metallbildung erreicht ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß diese Wärmebehandlung unter Zusatz von Eisen, Eisenoxyden oder sonstigen Eisenverbindungen erfolgt.
DEG83819D 1932-10-19 1932-10-19 Verfahren zur Aufbereitung von sulfidischen Kupfererzen Expired DE600138C (de)

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DE600138C true DE600138C (de) 1934-07-16

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