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TECHNISCHES GEBIET
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Inhalator für ein Medikament
in Pulverform, mit einer zur Inhalation vorgesehen Öffnung.
Das Pulvermedikament ist in dem Inhalator in einer Anzahl von Kapseln
angeordnet, wobei jede Kapsel eine bestimmte Dosis des Medikaments
aufweist.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Inhalatoren
zum Zuführen
von Medikamenten in den Atmungstrakt werden verbreitet verwendet,
und es gibt drei Hauptformen von Inhalatoren zum Zuführen des
Medikaments, und zwar Aerosol-betrieben und Zerstäuber mit
einem Medikament in einer Art von flüssiger Form, und Pulver, jeweils
mit zugehörigen
Vorteilen und Nachteilen.
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Inhalatoren
für ein
Medikament in Pulverform, die nachfolgend als Pulverinhalatoren
bezeichnet werden, sind mit einem Abteil zum Enthalten des Medikaments,
Vorrichtungen zum Extrahieren einer Dosis von dem Abteil zum Geben
derselben in oder nahe zu einem Luftdurchgang, der mit einer Öffnung und/oder
einem Mundstück
zur Inhalation in Verbindung steht, ausgestattet. Bei einigen Arten
von Pulverinhalatoren ist das Abteil ziemlich groß und enthält eine
große
Anzahl von Dosen in lose gehäufter
Form. Diese werden dann mit einer Fördereinrichtung zum Extrahieren
einer Dosis versehen, die dann derart platziert wird, dass der Inhalationsluftstrom
die Dosis trägt.
Ein Hauptnachteil dabei besteht darin, dass zahlreiche Pulver empfindlich
gegenüber
Feuchtigkeit sind. Falls Feuchtigkeit in das Abteil eindringt, bindet
sie das Pulver, wodurch größere Medikamentenstücke mit
Abmessungen oberhalb dessen gebildet werden, die zur Inhalation
in den Atmungstrakt geeignet sind. Diese Empfindlichkeit gegenüber Feuchtigkeit
hat in der Praxis den Gebrauch von Pulverinhalatoren in solchen
Bereichen der Welt begrenzt, in denen die Luftfeuchtigkeit hoch
ist.
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Ein
Weg zum Schützen
des Pulvers und zum Erleichtern des Dosierens besteht darin, das
Pulver derart zu verpacken, dass jede Verpackung eine Dosis enthält, und
dass die Verpackung geöffnet
wird, wenn das Medikament zugeführt
werden soll. Eine solche Vorrichtung verwendet zwei miteinander
verbundene Streifen mit Dosisabteilen dazwischen. Wenn eine Dosis
zugeführt
werden soll, werden die Streifen getrennt, so dass die Dosis freigesetzt
wird. Die Dosis fällt
auf einen Becher oder dergleichen, der in dem Luftdurchgang angeordnet
ist, herunter, so dass bei Inhalation die Dosis zu dem Patienten
zugeführt
wird. Der Rest der Dosen bleibt durch die Streifen vor Feuchtigkeit
geschützt.
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Ein
Problem mit dieser Art des Inhalators ist, dass die Dosis durch
nichts mehr gehalten oder geschützt
ist, sobald sie auf den Becher gefallen ist. Falls der Patient dann
den Inhalator neigt oder auf irgendeine Weise bewegt und rüttelt oder
durch die Vorrichtung ausatmet, bevor er inhaliert, wird das Pulver
mit hoher Wahrscheinlichkeit von dem Becher herabfallen oder weggeblasen
werden und in den Inhalatormechanismus austreten und möglicherweise die
Funktion stören,
oder wird in großem
Ausmaß aus
dem Inhalator austreten. Der Patient wird dann bei Inhalation nicht
eine angemessene Dosis erhalten.
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Ein
weiteres Problem bei zahlreichen Pulverinhalatoren sind die relativ
langen Durchgangswege zwischen dem Zufuhrpunkt und der Inhalationsöffnung.
Da das Pulver dem Luftstrom nicht auf lineare Weise, sondern eher
turbulent folgt, wird Pulver an den Innenwänden des Inhalators abgelagert,
wodurch in bestimmten Bereichen eine Ansammlung von Pulver verursacht
wird. Dies bedeutet ebenso, dass der Patient nicht eine volle Dosis
des Medikaments erhält.
Diese "Ansammlungen" von Pulver können sich
möglicherweise
bei der Inhalation lösen, wodurch
der Patient eine Überdosis
des Medikaments empfangen könnte.
Allgemein ausgedrückt kann
die Ablagerung von Pulver zu einer Variation der zugeführten Dosen
führen.
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Andere
Pulverinhalatoren setzen Kapseln ein, die bestimmte Dosen des Medikaments
enthalten, wobei die Kapseln das Medikament schützen. Die Kapseln werden in
einem Inhalator platziert, und wenn ein Patient eine Dosis nehmen
soll, ist eine Einrichtung angeordnet, um die Kapsel derart zu öffnen, dass
das Medikament durch einen Luftstrom durch die Kapsel bei der Inhalation
getragen wird. Diese Kapseln werden häufig durch Messer, Nägel oder dergleichen
geschnitten oder aufgeschlitzt. Beim Schneiden der Kapsel gibt es
eine Gefahr, dass während
der Inhalation Stücke
der Kapsel abgeschnitten werden oder dass Stücke abgerissen werden. Diese Stücke können dann
in dem Luftdurchgang des Inhalators feststecken und seine Funktion
stören,
oder noch schädlicher
in den Atmungstrakt des Patienten gezogen werden.
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Ein
Inhalator nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 ist in der Druckschrift
EP 0 525 720 offenbart.
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Für alle Pulverinhalatoren
besteht eine allgemeine Annahme, dass zum Vernebeln des Pulvers
in Aerosolform und zum Zuführen
der gesamten Dosis die Inhalation des Patienten anfangs stark sein
sollte, um die obigen Kriterien zu erzielen, aber auch damit das
Pulver die unteren Teile des Atmungstrakts erreicht.
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Ein
Problem besteht darin, dass ein mehr oder weniger kontinuierlicher
Luftstrom durch das die Dosis des Medikaments enthaltende Abteil
nicht eine saubere Vernebelung in Aerosolform und ein vollständiges Entleeren
des Abteils sicherstellt, obgleich der Luftstrom anfänglich stärker sein
mag. Ferner hat die jüngste
Forschung Anzeichen gegeben, dass es nicht die anfängliche
Menge der inhalierten Luft ist, welche die untersten Teile des Atmungstrakts
erreicht, sondern eher die nachfolgende Luft. Für einige Medikamentenarten,
die am wirksamsten sind, wenn sie den unteren Atmungstrakt erreichen,
können
Dosen diese Bereiche mit herkömmlichen
Inhalatoren nicht optimal erreichen. Weitere Anzeichen zeigen, dass
langsame Inhalationen, wie beispielsweise 10 l/min oder sogar niedriger,
vorteilhaft und bevorzugt bei bestimmten Arten von Medikamenten
und/oder Partikelabmessungen zur Inhalation in den Atmungstrakt
sein können.
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KURZE BESCHREIBUNG DER
ERFINDUNG
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Es
ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Inhalator für ein Pulvermedikament
ohne die oben genannten Nachteile bereitzustellen, der einfach und
zuverlässig
im Gebrauch ist, eine angemessene Dosis des Medikaments bei sauberer
Inhalation mit einer hohen Äquivalenz
von Dosis zu Dosis zuführt
und das Pulver zwischen dem Gebrauch von Feuchtigkeit und ähnlichen
Bedingungen schützt.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen
Inhalator nach Anspruch 1 gelöst.
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Weitere
bevorzugte Zielrichtungen der Erfindung sind in den übrigen Ansprüchen definiert.
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Gemäß einer
weiteren Zielrichtung der Erfindung ist der Abstand zwischen der
Dosiskapsel und der Inhalationsöffnung
so kurz wie möglich,
wodurch Medikamentenkontaktflächen
minimiert werden, und es ist eine Luftausstoßeinrichtung benachbart zu
der Luftöffnung
in Verbindung mit der Einrichtung zum Ermöglichen des Zugriffs auf die
Dosis angeordnet.
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Es
gibt vielfältige
Vorteile der Erfindung gegenüber
dem Stand der Technik. Da das Medikament in Dosen verpackt ist,
ist es sehr bequem durch die Vorrichtung zu handhaben, und da die
Einrichtung zum Ermöglichen
eines Zugriffs auf das Medikament in die Dosiskapsel eingefügt wird,
wird die Gefahr, dass das Medikament verschwindet, von dem Zufuhrbecher
herunterfällt
oder in der Vorrichtung oder nach außerhalb durch ein zufälliges oder
unbeabsichtigtes, unangemessenes Handhaben der Vorrichtung nach
einem Freisetzen des Medikaments verloren geht, im wesentlichen
vermieden.
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Da
die Dosiskapsel bevorzugt durch längliche Körper mit spitzen Enden geöffnet wird,
wodurch Durchgänge
für das
Medikament zu der Inhalationsöffnung
vorgesehen werden, und da die Körper
in die Kapsel beim Beginn der Inhalation eingefügt werden und dort während der
Inhalation verbleiben, kann das Medikament nur durch diese Durchgänge austreten und
wird der umgebenden Atmosphäre
in einem minimalen Ausmaß ausgesetzt.
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Da
die spitzen Enden bevorzugt durch dreieckige Seitenwände angeordnet
sind, bei denen eine Ecke jedes Dreiecks zusammen den Endpunkt bilden,
und die Ränder
der Dreiecke als Schneider dienen, wird ein sehr kontrolliertes Öffnen der
Kapsel erzielt. Da die Seitenwände
im wesentlichen eben sind, wird sich die Kapselwand nicht entlang
der Seitenwände
aufrollen und eine Art Dichtung bilden, wodurch verhindert wird,
dass das Medikament durch diese austritt.
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Die
Einrichtung zum Ermöglichen
eines Zugriffs wird bei der Inhalation aktiviert. Daher wird die Kapsel
durch Einfügen
der Einrichtung in die Kapsel nur geöffnet, wenn ein Patient an
der Vorrichtung inhaliert. Daher wird das Medikament nur für einen sehr
kurzen Moment freigesetzt, und zwischen der Inhalation werden die
nachfolgenden Dosen des Medikaments sicher innerhalb der Dosiskapseln
gespeichert. Dieses Merkmal stellt ferner sicher, dass kein Medikament
infolge einer unangemessenen Handhabung der Vorrichtung verloren
geht. Dieses Merkmal stellt ebenso eine Inhalation ungeachtet der
Position des Inhalators sicher, wodurch eine Inhalation im Liegen
ermöglicht
wird.
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Die
Einrichtung zum Ermöglichen
des Zugriffs ist bevorzugt mit mindestens zwei Durchgängen vorgesehen,
einer in Verbindung mit der Inhalationsöffnung und der andere in Verbindung
mit dem Inneren des Inhalators, bevorzugt in der Nähe der Dosisaktiviereinrichtung.
Dies stellt einen Luftstrom durch die Kapsel sicher, welcher Luftstrom
das Medikament in Pulverform transportiert.
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Die
Durchgänge
zwischen der Dosiskapsel und der Inhalationsöffnung sind bevorzugt kurz,
um die Gefahr zu minimieren, dass sich Pulver im Inneren der Vorrichtung
ablagert.
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Der
Inhalator ist ferner bevorzugt mit einer Auswerfeinrichtung ausgestattet,
die in dem Luftdurchgang benachbart zu dem Ende des Medikamentendurchgangs
angeordnet ist, welches dem innerhalb der Kapsel angeordneten Ende
gegenüberliegt,
um den Strom durch die Kapsel zu erhöhen, wodurch eine saubere Entleerung
der Kapsel während der
Inhalation sichergestellt wird. Dies ist insbesondere bei sehr geringen
Dosen eines Medikaments in ziemlich kleinen Kapseln wichtig. Aufgrund
der Abmessungen der Kapseln müssen
die Durchgänge notwendigerweise
klein sein. Um das Medikament sauber in Aerosolform zerstäuben zu
können
und es durch den Durchgang/die Durchgänge zuführen zu können, muss ein ausreichender
Luftstrom erzeugt werden, der gemäß der Erfindung durch die Auswurfeinrichtung
sichergestellt wird. Mit den kleinen Durchgängen kann der gesamte Inhalationsluftstrom nicht
durch diese gerichtet werden. Ein Teil des Luftstroms muss weggenommen
werden und durch den Luftdurchgang gerichtet werden, welcher Luftstrom beim
Durchlaufen der Auswurfeinrichtung den Luftstrom durch die Durchgänge erzeugt
und erhöht.
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Auch
eine Wirbelwirkung, die gemäß der vorliegenden
Erfindung durch Ausrichten der Öffnungen der
Einlass- und Auslassdurchgänge
in unterschiedlichen Richtungen und/oder den Aufbau der Kapseln erzielt
wird, trägt
zu einem angemessenen Entleeren der Kapseln bei.
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Es
ist ferner eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung
für einen
Pulverinhalator bereitzustellen, die eine saubere Vernebelung in
Aerosolform und ein Entleeren des Pulverabteils sicherstellt, und
ebenso eine starke Anfangsinhalation und/oder einen nachfolgenden,
starken Inhalationsstrom nicht mehr erfordert.
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Diese
Aufgabe wird gemäß einer
Zielrichtung der Erfindung mit einer Vorrichtung mit einer Luftzufuhreinrichtung
erzielt, die während
der Inhalation in der Lage ist, Luft periodisch über den Einlassdurchgang zu
dem Abteil zuzuführen.
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Gemäß einer
weiteren Zielrichtung der Erfindung ist die Luftzufuhreinrichtung
in der Lage, periodisch einen Luftstrom mit einem erhöhten Druck
zu erzeugen und zuzuführen.
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Gemäß einer
weiteren Zielrichtung der Erfindung ist der Inhalator mit einem
dritten Luftdurchgang ausgestattet, der nachfolgend als äußerer Durchgang
bezeichnet wird und mit der Inhalationsöffnung verbunden ist, wobei
das Auslassende des Auslassdurchgangs in dem äußeren Durchgang angeordnet ist
und die Inhalationsöffnung
benachbart zu dem Auslassende mit einer Inhalationsluftausgleichseinrichtung
ausgestattet ist. Bei niedrigen Luftströmen dient die Inhalationsluftausgleichseinrichtung
als eine Art Drossel des äußeren Durchgangs,
wodurch die Menge der Inhalationsluft zwischen dem äußeren Durchgang
und dem Auslassdurchgang ausgeglichen wird und die Menge von Luft/Medikament
in dem Auslassdurchgang gesteuert wird. Bei höheren Luftströmen stellt
sie eine Art Auswurfwirkung bereit, wodurch der Strom von Luft/Medikament
in dem Auslassdurchgang gefördert
wird.
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Die
vorliegende Erfindung weist eine Anzahl von Vorteilen gegenüber dem
Stand der Technik auf.
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Da
die Luft periodisch zu dem Abteil zugeführt wird, wird jeder "Schwall" von Luft eine Aerosol-artig
vernebelnde Wirkung auf das Pulver besitzen, wodurch das Pulver
wirksam angehoben und das Abteil geleert wird. Diese Wirkung ermöglicht ebenso,
die Medikamentenzufuhrzeit zu steuern. Es gibt daher keine Notwendigkeit
mehr nach einer starken Anfangsinhalation, um das Pulver wirksam
zuzuführen.
Ebenso könnte
dies in Verbindung mit der Verteilung des Medikaments in dem Atmungstrakt, wie
sie oben beschrieben wurde, bedeuten, dass das Medikament wirksamer
zugeführt
werden könnte, wodurch
der Medikament mit einer Dosis versorgt wird, die eine bessere Wirkung
besitzt.
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Für bestimmte
Arten von Medikamenten und/oder Form und Menge und/oder Inhalationsstrom
könnte
es vorteilhaft sein, den periodischen Luftstrom in das Abteil zu "verstärken". Dies könnte durch
eine Druckerzeugungseinrichtung wie beispielsweise einen Balg, ein
Luftkissen, einen Ballon, eine federbeaufschlagte Einrichtung, eine
Kolben/Zylindereinrichtung oder eine außen angeordnete Einrichtung
erzielt werden, die vor der Inhalation aktiviert wird.
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Eine
andere Art zum "Verstärken" des periodischen
Luftstromes besteht darin, eine Auswurfeinrichtung benachbart zu
dem Auslassende des Auslassdurchgangs anzuordnen. Der Luftstrom
durch den Auswerfer und um den Auslass wird eine bestimmte Auswurfwirkung
in dem Auslassdurchgang erzeugen, wodurch der Luftstrom durch das
Abteil gefördert
wird.
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Die
vorliegende Erfindung ermöglicht
ein Design eines Inhalators, das Möglichkeiten bereitstellt, die
Zeit zur Aerosol-artigen Vernebelung und zur Zufuhr des Pulvers
im Hinblick auf Wirkung und Zeit zu variieren und zu steuern. Sie
ermöglicht
ebenso ein Design des Inhalators, das die Verwendung geringerer
Ströme
ermöglicht,
aber dennoch eine ausreichende Vernebelung in Aerosolform bereitstellt,
und eine komfortablere und gefälligere
Inhalation für
den Patienten. Diese und weitere Zielrichtungen und Vorteile der
vorliegenden Erfindung werden anhand der nachfolgenden ausführlichen
Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform und durch die begleitenden
Zeichnungen ersichtlich werden.
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KURZE BESCHREIBUNG DER
ZEICHNUNGEN
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In
der nachfolgenden ausführlichen
Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform wird auf die Zeichnungen
Bezug genommen, in denen:
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1 zeigt
eine Perspektivansicht eines Inhalators gemäß der Erfindung mit geschlossener Schutzabdeckung,
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2 zeigt
eine Perspektivansicht des Inhalators aus 1 mit geöffneter
Schutzabdeckung,
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3 zeigt
eine Detailansicht im Querschnitt des vorderen Endes des Inhalators
aus 1 mit geschlossener Schutzabdeckung,
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4 zeigt
den Inhalator aus 3 mit geöffneter Schutzabdeckung vor
der Inhalation,
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5 zeigt
den Inhalator aus 3 während der Inhalation,
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6 zeigt
den Inhalator aus 3 nach der Inhalation und mit
geschlossener Schutzabdeckung,
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7 zeigt
eine Detailansicht einer Variante einer Dosiszugriffseinrichtung
in Verbindung mit einem Luftauswerfer,
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8 zeigt
eine detaillierte Seitenansicht der Dosiszugriffseinrichtung aus 7,
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9 zeigt
eine Detailansicht einer Variante einer Dosiszugriffseinrichtung
gemäß der Erfindung,
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10 zeigt
eine Variante einer Blisterkartusche, die mit der vorliegenden Erfindung
zu verwenden ist,
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11–14 zeigen
eine Variante eines Inhalators gemäß der Erfindung mit einer Blisterkartusche
nach 10, und
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15 zeigt
eine Variante einer Blisterkartusche, die mit der vorliegenden Erfindung
zu verwenden ist,
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16 zeigt
eine detaillierte Ansicht im Querschnitt eines Inhalators, der eine
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung aufweist, in einem fertigen Zustand vor
der Inhalation,
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17 zeigt
die Ansicht aus 1 nach Betätigung des Inhalators,
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18 zeigt
eine Ausführungsform
einer Luftzufuhreinrichtung, die in der vorliegenden Erfindung enthalten
ist.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Der
Inhalator gemäß den Zeichnungen
umfasst ein Gehäuse 10.
An einem Ende des Gehäuses 10 ist
ein Mundstück 12 mit
einer Inhalationsöffnung 14 angeordnet.
Das Mundstück
ist, wenn der Inhalator in der Ruheposition ist, durch eine Schutzabdeckung 16 geschützt, die
schwenkbar zwischen einer Ruheposition, 1, und einer
aktivierten Position, 2, an dem Gehäuse angebracht
ist.
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Innerhalb
der Öffnung
und in dem Luftdurchgang ist eine Einrichtung zum Ermöglichen
eines Zugriffs auf ein Medikament 18 angeordnet, 3–6.
Die Einrichtung umfasst einen länglichen
Körper 20 mit
einem Durchgang 22 entlang seiner Länge, der nachfolgend als Auslassdurchgang bezeichnet
wird. Ein Ende 24, nämlich
das nach innen gewandte, ist mit geschärften Rändern versehen. Der längliche
Körper
ist verschiebbar in einem Loch in der Öffnung gelagert, wobei das
andere Ende 26 des länglichen
Körpers
in der Öffnung
angeordnet ist. Ein Stift 28 ist an dem länglichen
Körper
angeordnet und erstreckt sich quer zu der Längsachse 30 des Körpers. Eine
Druckfeder 32 ist zwischen dem Stift und der Lagerwand 34 der Öffnung angeordnet,
welche Feder den länglichen
Körper
nach innen zwängt.
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Der
Inhalator ist ferner mit einer Aktiviereinrichtung ausgestattet.
Sie umfasst eine Klappe 38, die schwenkbar benachbart zu
einem Lufteinlass 36 angeordnet ist und dazu ausgelegt
ist, zum Schließen
des Lufteinlasses in der Lage zu sein. Eine Druckfeder 40 ist
zum Zwängen
der Klappe in eine Schließposition
angeordnet. Ein Hebel 42 ist an der Klappe angebracht und
erstreckt sich von der gegenüberliegenden
Seite des Schwenkpunktes 44. Ein Ausleger 46 ist
schwenkbar um eine Achse 48 angeordnet, wobei ein Arm 50 in
Kontakt mit dem Hebel der Klappe ist.
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Das
Ende des anderen Arms 52 des Auslegers ist mit einer Zahnstange 54 ausgestattet.
Die Zahnstange kämmt
wiederum mit einem Zahnrad 56, das schwenkbar um eine Achse
angeordnet ist. Ein Platte 58 ist an dem Zahnrad angebracht.
Eine Klaue 60 ist an der Platte angeordnet, und zwar mit
einem Befestigungspunkt 62, der sich in einem Abstand von dem
Schwenkpunkt des Zahnrades befindet. Die Platte ist ferner mit einer
Zunge 64 ausgestattet, die sich in einer Richtung zu dem
Mundstück
erstreckt. In dieser Richtung ist eine Öffnung 66 in dem Mundstück angeordnet.
Ein Vorsprung 68 ist an der inneren Oberfläche der
Schutzabdeckung zur Interaktion mit der Zunge durch die Öffnung auf
eine Weise, die nachfolgend beschrieben wird, angeordnet.
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Weiter
innerhalb des Inhalators und des länglichen Körpers ist ein Rad 70 rotierbar
an einer Achse 72 angeordnet, welche Achse senkrecht zu der
Längsachse
des länglichen
Körpers
ist, und wobei die Achsen einander schneiden. Das Rad ist mit einer
Mehrzahl von Vertiefungen 74 ausgestattet.
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Ferner
ist das Rad mit einem Klinkenrad 76 zur Interaktion mit
der Klaue auf eine Weise, die nachfolgend ausführlich beschrieben wird, versehen.
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Das
Medikament ist in Blistern 78 verpackt, wobei jede Blisterkapsel
eine Dosis des Medikaments enthält.
Die Kapseln sind an einem Streifen 80 oder einem ähnlichen,
länglichen
flexiblen Band angeordnet. Die Vertiefungen des Rades besitzen eine solche
Abmessung und einen solchen Abstand, um in der Lage zu sein, einen
Blister aufzunehmen, wenn der Streifen um das Rad platziert ist.
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Beim
Beladen des Inhalators wird das Gehäuse geöffnet und der Streifen wird
um das Rad platziert, wobei die Blister in die Vertiefungen positioniert
werden. Ein zweites Rad oder eine Führungseinrichtung (nicht gezeigt)
ist in dem Gehäuse
zum Führen
des Streifens angeordnet.
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Der
Inhalator ist nun beladen und gebrauchsfertig. Wenn der Inhalator
verwendet werden soll, wird die Schutzabdeckung 16 um ihre
Achse geschwenkt und das Mundstück 14 wird
befreit, 4.
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Wenn
der Inhalator in einem gebrauchsfertigen Zustand ist, bedeckt die
Klappe 38 aufgrund der Druckfeder 40 den Lufteinlass 36. Über den
Hebel 42 und den Ausleger 46, dessen Zahnstange
mit dem Zahnrad 56 kämmt,
wird der längliche
Körper 20 in eine
zurückgezogene
Position durch den auf den Stift 28 entgegen der Kraft
der Feder 32 des länglichen Körpers wirkenden
Ausleger gedrückt.
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Bei
Inhalation wird Luft durch den Durchgang 22 des länglichen
Körpers
vom Inneren des Inhalators gezwängt,
erzeugt dort einen Druckabfall und eine Druckdifferenz zwischen
dem Inneren und dem Äußeren des
Inhalators. Die Druckdifferenz veranlasst die Klappe 38,
sich um ihre Schwenkachse 44 zu bewegen, wodurch der Lufteinlass 36 geöffnet wird.
Die Schwenkwirkung der Klappe veranlasst den Ausleger, um seine
Schwenkachse zu schwenken, wodurch der längliche Körper 20 durch seine
Federkraft nach vorne geschoben wird und sein vorderes Ende 24 die
Blisterabdeckung des Blisters 78 durchdringt, der in dem
Rad in einer Position in der Längsrichtung
des länglichen
Körpers
positioniert ist. Das vordere Ende des länglichen Körpers ist nun innerhalb des
Blisters angeordnet. Aufgrund der Inhalation wird das Pulvermedikament
in dem Blister durch den Durchgang des länglichen Körpers und in den Atmungstrakt
des Patienten gesaugt.
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Aufgrund
der Auslegerbewegung rotiert seine Zahnstange 54 das Zahnrad 56 im
Uhrzeigersinn in 3–6, wodurch
die an dem Zahnrad angebrachte Platte 58 ebenso rotiert
wird. Diese veranlasst die Kralle 60, aus dem Eingriff
mit einem Zahn des Klinkenrades 76 und den Kontakt mit
einem benachbarten Zahn bewegt zu werden.
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Wenn
der Patient die Dosis inhaliert hat, schließt er die Schutzabdeckung.
Beim Schließen kommt
der Vorsprung 68 an der Abdeckung in Kontakt mit der Zunge 64 der
Platte. Dieser Kontakt veranlasst die Platte und das Zahnrad, entgegen
des Uhrzeigersinns in 3–6 zu rotieren.
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Die
Rotation des Zahnrades wirkt auf das Klinkenrad (das Klinkenrad)
des Auslegers, was diesen veranlasst, um seine Achse entgegen des
Uhrzeigersinns zu schwenken, wodurch der längliche Körper aus dem Blister und zurück gegen
dessen Federkraft in eine Ruheposition gezogen wird.
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Die
Rotation veranlasst die Klaue, das Rad in einem bestimmten Maß zu rotieren,
so dass ein benachbarter Blister in der Längsrichtung des länglichen
Körpers
angeordnet ist. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass der
Abstand der Vertiefungen in dem Rad und der Abstand der Zähne an dem
Klinkenrad einander entsprechen, so dass für jede Drehung des Rades durch
die Klaue eine benachbarte Vertiefung in Position gesetzt wird.
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Der
Inhalator ist nun bereit für
die nächste
Inhalation.
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Bei
der oben beschriebenen Ausführungsform
ist zu beachten, dass das Innere des Inhalators ausreichend abgedichtet
sein muss, so dass der einzige Luftstrom, der auftreten kann, durch
den mittels der Klappe verschlossenen Lufteinlass verläuft. Es ist
allerdings vorstellbar, dass eine Art von Luftöffnung mit verminderter Größe vorgesehen
ist, möglicherweise
in der Klappe selbst, um einen Luftstrom vor einem öffnen der
Klappe zu erzeugen, wenn der Patient inhaliert. Sie muss allerdings
ausreichend klein sein, damit über
die Klappe eine Druckdifferenz erzeugt wird.
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Die
Kraft der auf die Klappe wirkende Feder ist bevorzugt derart eingestellt,
dass sich die Klappe bei einem vorbestimmten Inhalationsdruckabfall
und einer vorbestimmten Luftströmung öffnet, und
zwar bei einem Niveau, bei welchem eine geeignete Inhalation zum
Erreichen einer ausreichenden Dosis des Medikaments erreicht wird.
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Mit
dem Aufbau gemäß dieser
Ausführungsform
werden ziemlich kurze Durchgänge
für Luft/Pulver
erzielt, die Gefahr einer Pulverablagerung innerhalb des Inhalators
minimiert, wodurch die Äquivalenz
von Dosis zu Dosis verbessert wird.
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7 und 8 zeigen
eine Variante der Dosisermöglichungseinrichtung.
Gemäß 7 umfasst
sie einen ersten Durchgang, einen Auslassdurchgang 100,
der sich durch die Länge
des länglichen
Körpers 102 erstreckt.
Das Ende des länglichen Körpers, welches
dem Rad und den Blistern zugewandt ist, ist mit zwei spitzen Enden 104, 106 ausgestattet,
deren Gestalt nachfolgend ausführlich
beschrieben wird. Der Auslassdurchgang 100 endet in einem
der Spitzen Enden 104. Ein erster Durchgang, ein Einlassdurchgang,
108 ist in den länglichen
Körper
angeordnet, welcher Durchgang in dem zweiten spitzen Ende 106 endet.
Die gegenüberliegende Öffnung 110 des
Einlassdurchgangs ist innerhalb des Inhalatorgehäuses angeordnet.
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Der
Auslassdurchgang endet in dem Luftdurchgang 112 in der
Nähe der
Inhalationsöffnung.
In dem Luftdurchgang sind benachbart zu dem Ende des Auslassdurchgangs
Führungswände 114 angeordnet
und derart ausgelegt, dass eine Auswurfwirkung in diesem Bereich
erzielt wird. Diese Auswurfwirkung erzeugt eine solche Luftströmung durch
die Kapsel, dass eine Vernebelung in Aerosolform des Pulvermedikaments
erzielt wird, und stellt eine angemessene Entleerung der Kapsel
sicher. Die Auswurfwirkung wird besonders bei kleinen Kapseln wichtig, die
geringen Mengen eines Medikaments enthalten, wobei die kleinen Kapseln
die Größe der Durchgänge begrenzen.
Bei kleinen Durchgängen
kann der Gesamtluftstrom nicht durch diese gerichtet werden. Daher
wird ein Hauptteil des Luftstromes bei Inhalation durch den Luftdurchgang
gerichtet, und infolge dieses das Ende des Auslassdurchgangs in
dem Auswurfbereich passierenden Luftstromes wird ein Auswurfeffekt
für den
Auslassdurchgang erzeugt.
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Als
ein Beispiel sind die spitzen Enden 104, 106 des
länglichen
Körpers
als Tetraeder ausgebildet, 8, und zwar
jeweils mit drei dreieckförmigen Seiten.
Die obere Spitze 120 jedes Tetraeders ist nicht zentriert,
sondern etwas verschoben, so dass eine der Seitenwände 122 eine
viel steilere Neigung als die anderen beiden 124, 126,
welche im wesentlichen dieselbe Neigung besitzen, besitzt. Die Öffnungen 130, 132 für die Durchgänge sind
in der steileren Seitenwand des Tetraeders angeordnet.
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Die
Variante mit zwei Durchgängen
arbeitet etwas anders als die oben beschriebene Ausführungsform.
Es gibt eine Öffnung 112,
die um das äußere Ende
des länglichen
Körpers
herum angeordnet ist. Bei der Inhalation wird Luft durch diese Öffnung angesaugt,
was eine Druckdifferenz wie oben beschrieben erzeugt, und den länglichen
Körper
veranlasst, zu dem Blister geschoben zu werden. Wenn die Spitzen
Enden die Blisterabdeckung erreichen, werden die Ränder zwischen
den Seitenwänden
die Abdeckung entlang drei Linien schneiden, welche einander an
der Spitze 120 des Tetraeders schneiden. Wenn diese Spitzen
tiefer in den Blister eindringen, wird der Hauptteil der aufgeschnittenen
Abdeckung sich an den Seitenwänden 129, 126 mit
geringerer Neigung aufrollen oder aufwickeln und eine bestimmte
Dichtung bilden, um zu verhindern, dass Pulver innerhalb des Blisters
austritt, und ein geringer Teil wird den Kontakt mit der Seitenwand 122 mit
der steileren Neigung sein. Daher ist die Öffnung in der Seitenwand mit
der steileren Neigung vorgesehen, um die Gefahr zu vermindern, dass
geschnittenes Abdeckungsmaterial die Öffnung blockiert. Mit diesem
Aufbau wird das Aufschneiden des Blisters auf sehr wirksame und
sichere Weise im Hinblick auf einer Abdichtung des Blisters gesteuert
und es wird verhindert, dass Abdeckungsmaterial abgeschnitten wird.
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Wenn
die spitzen Enden innerhalb des Blisters sind, bilden die zwei Durchgänge einen
Luftdurchgang durch den Blister. Während der Inhalation wird der
um das gegenüberliegende
Ende des Durchgangs angeordnete Auswerfer ein Luftstrom vom Inneren
des Inhalators durch den Einlassdurchgang in den Blister und nach
außen
durch den Auslassdurchgang und ferner durch die Inhalationsöffnung erzeugen.
Aufgrund der Position der zwei spitzen Enden, 8,
wo die Öffnungen
in entgegengesetzter Richtung gerichtet sind, wird eine Wirbelbewegung
der Luft innerhalb des Blisters erzeugt, was das Entleeren des Medikaments
in dem Blister verbessert.
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In
dieser Hinsicht ist zu beachten, dass die Form des Blisters selbst
die Wirbelwirkung verbessern kann. Es ist ebenso vorstellbar, die
spitzen Enden in anderen Richtungen anzuordnen und derart anzuordnen,
dass sie unabhängig
ausgerichtet sein können.
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In 7 ist
die Einrichtung zum Ermöglichen des
Zugriffs als eine einzelne Einheit ausgelegt. Es ist selbstverständlich vorstellbar,
zwei separate Einheiten vorzusehen, und zwar jede mit einem spitzen Ende
und einem Durchgang. In dieser Hinsicht ist ebenso vorstellbar,
dass eine Spitze um einen größeren Abstand
als die andere hervorsteht, bevorzugt der Auslassdurchgang. Falls
der Aulassdurchgang zuerst in die Blisterkapsel eindringt, wird
ein negativer Druck in dem Blister infolge der Inhalation aufgebracht,
bevor der Einlassdurchgang den Luftstrom durch den Blister erzeugt.
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Der
negative Druck trägt
dazu bei, zu verhindern, dass Pulver während des Eindringens der Spitzen
aus dem Blister austritt.
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Es
ist zu beachten, dass die Spitzen Enden andere Formen besitzen können, um
einen Zugriff auf gesteuerte Weise zu ermöglichen. Beispielsweise können die
Enden mehr als drei dreieckige Seiten besitzen, die Schnitte zwischen
den Seiten mit scharfen hervorstehenden Rändern versehen sein oder alle Seiten
dieselbe Neigung besitzen.
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9 zeigt
eine Variante mit einem länglichen
Körper 140,
der mit zwei Durchgängen 142, 144,
einem Einlass- und einem Auslassdurchgang mit Öffnungen im selben Abstand
von der Endpsitze oder mit einem Unterschied des Abstands ausgestattet
ist, um die oben beschriebene Funktion zu erzielen.
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10 zeigt
eine Variante der Blisterkartusche 150, bei welcher der
Hauptkörper
eine Scheibe mit einem Mittelpunkt 152 ist, welcher eine
Rotation der Scheibe ermöglicht.
Die Blister 154 sind auf einem Kreis in einem Abstand von
dem Mittelpunkt angeordnet.
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11–14 zeigen
eine Variante des Inhaltors gemäß der Erfindung.
Bei dieser Variante ist, um kurze Luft-/Pulverdurchgänge zu erzielen,
die Inhalationsöffnung
eher auf der Seite des Inhalators als an dem Ende platziert, als
bei der ersten Ausführungsform.
Der Inhalator umfasst ein Gehäuse 200, das
mit einem Mundstück 202 an
dem oberen Ende einer Seitenfläche 204 des
Inhalators ausgestattet ist. In der Inhalationsöffnung 206 des Mundstücks ist ein
länglicher
Körper 208,
der mit einem Spitzenende 210 und einem Durchgang 212 ausgestattet
ist und nachfolgend als Auslassdurchgang bezeichnet wird, fest angeordnet.
Der längliche
Körper
ist mit einem zweiten Spitzenende 214 und einem zweiten
Durchgang 216, der nachfolgend als Einlassdurchgang bezeichnet
wird, ausgestattet. Die Inhalationsöffnung benachbart zu dem Auslassende 218 ist
mit einer Form versehen, die eine Auswurfwirkung bereitstellt. Eine
Blisterkartusche 150 nach 10 ist
drehbar um eine Achse 220 angeordnet, die parallel zu der Längsrichtung
des länglichen
Körpers
ist, und in einem Abstand hiervon, so dass der Kreis 156,
entlang dessen die Blisterkapseln 154 platziert sind, die Längsrichtung
des länglichen
Körpers
schneidet.
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Auf
der gegenüberliegenden
Seite der Blisterkartusche in Bezug auf den länglichen Körper und ebenso in der Längsrichtung
des länglichen
Körpers ist
eine Aktiviereinrichtung 222 vorgesehen. Sie umfasst ein
Druckelement 224, das verschiebbar in einem Halter angeordnet
ist. Eine Druckfeder 226 ist zwischen dem Druckelement
und dem Gehäuse
angeordnet, welche Druckfeder das Druckelement zu der Blisterkartusche
zwängt.
Ein Halteelement 228 ist in Kontakt mit dem Druckelement.
Eine Klappe 230 ist schwenkbar benachbart zu einem Lufteinlass 232 in
dem Inhalatorgehäuse
angeordnet. Auf der gegenüberliegenden
Seite des Schwenkpunktes ist die Klappe mit einem Arm 234 versehen,
wobei das Ende des Arms mit einer Verstärkungsrippe ausgestattet ist,
die eine entsprechende Verstärkungsrippe in
dem Halteelement betätigt.
Eine Schutzabdeckung 236 ist schwenkbar an dem Inhalatorgehäuse angeordnet
und umfasst eine Zunge 238, die sich bei geschlossener
Schutzabdeckung, 11, durch einen Durchgang in
dem Gehäuse
erstreckt und in Kontakt mit dem Halteelement ist. Benachbart zu
ihrem Schwenkpunkt 240 ist die Schutzabdeckung mit einer
Fördereinrichtung
versehen, die ein gezahntes Rad 242 aufweist, welches die
Oberfläche
der Blisterkartusche betätigt.
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Die
Funktion ist wie folgt. Wenn die Schutzabdeckung 236 von
dem Mundstück 202 weggeschwenkt
wird, d.h. wenn ein Patient eine Dosis des Medikaments inhalieren
soll, wird die das Halteelemente 228 sichernde Zunge beseitigt
und der Inhalator ist gebrauchsfertig, 2. Bei Inhalation wird
eine Druckdifferenz zwischen dem inneren und dem äußeren des
Inhalators erzeugt. Die Druckdifferenz wird die Klappe 230 veranlassen,
zu schwenken, wodurch der Lufteinlass 232 geöffnet wird,
so dass ein Luftstrom erzeugt wird. Die Schwenkwirkung der Klappe wird
die Verstärkungsrippe
des Arms 234 veranlassen, sich aus dem Kontakt mit der
Verstärkungsrippe des
Halteelements zu bewegen. Da das Halteelement den Kontakt mit dem
Druckelement 224 ist, wird das Druckelement durch die Kraft
der Druckfeder 226 nach vorne gezwängt.
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Das
Druckelement wird wiederum die Blisterkapsel 154 gegen
die Spitzen Enden 210 und 214 des länglichen
Körpers 208 schieben, 3.
Die Spitzen Enden werden infolge des Drucks von dem Druckelement
in die Kapsel eindringen und innerhalb der Kapsel positioniert werden.
Der Einlassdurchgang und der Auslassdurchgang des länglichen
Körpers
haben einen Strömungspfad
erzeugt, so dass während
der Inhalation infolge der Auswurfwirkung Luft in die Kapsel über den
Einlassdurchgang besorgt wird, in welcher Kapsel die Luft mit dem
Medikament gemischt wird und die Mischung durch den Auslassdurchgang
und in den Atmungstrakt des Patienten gesaugt wird.
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Wenn
der Patient die Dosis empfangen hat, wird die Schutzabdeckung geschlossen.
Die Schwenkbewegung der Schutzabdeckung veranlasst eine Rotationsbewegung
des Förderrades 242,
so dass die Blisterkartusche rotiert wird und eine nachfolgende
Blisterkapsel vor dem länglichen
Körper platziert
wird. Das Schließen
der Schutzabdeckung veranlasst die Zunge, die Halteeinrichtung zu
betätigen, 4,
und diese und die Druckeinrichtung zum Schieben, ist die Verstärkungsrippen
des Arms und der Halteeinrichtung einander betätigen. Der Inhalator ist nun
für eine
nachfolgende Dosenzufuhr bereit.
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15 zeigt
eine weitere Variante der Blisterkartusche 160, die in
einem Inhalator mit einem ähnlichen
Design zu dem in der ersten Ausführungsform
beschriebenen zu verwenden ist, wobei der Hauptkörper eine Scheibe 162 mit
einem Mittelpunkt 164 ist, der eine Rotation der Scheibe
ermöglicht. Eine
Anzahl von Zungen 166 ist an dem Umfang der Scheibe angeordnet,
an welchen Zungen Blisterkapseln 168 angeordnet sind. Beim
oder vor dem Platzieren der Scheibe in den Inhalator werden die
Zungen nach oben oder nach unten gefaltet.
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Obwohl
Blister verwendet wurden, um die vorliegende Erfindung zu veranschaulichen,
ist zu beachten, dass andere Kapseln, die bestimmte Dosen eines
Medikaments enthalten, verwendet werden können, und dass auch andere
Einrichtungen zum Positionieren der Kapseln in Bezug auf die Dosiszugriffseinrichtung
verwendet werden können. Diese
können
Kapseln und dergleichen umfassen, die in Magazinen wie Revolvernmagazinen
platziert sind.
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Mit
einem Inhalator gemäß der Erfindung
ist es möglich,
dass bestimmte Teile austauschbar sind, um ein hohes Maß von Hygiene
zu erzielen und zu verhindern, dass jegliche möglichen Ansammlungen von Pulver
in dem Inhalator über
lange Gebrauchsdauern solche Mengen erreichen, dass sie sich lösen und Überdosen
verursachen können.
Diese Teile können
das Mundstück,
den länglichen
Körper
oder Körper
und andere umfassen, die dahingehend zu betrachten sind, dass sie
häufig
ausgetauscht werden.
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Obwohl
die länglichen
Körper
als beweglich dargestellt worden sind, um den Zugriff auf das Medikament
zu ermöglichen,
ist zu beachten, dass der längliche
Körper
fest sein kann, und dass die Medikamentenkapseln zu und von dem
länglichen
Körper beweglich
sein können,
um dieselbe Funktion zu erzielen.
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Für bestimmte
Arten von Medikamenten, insbesondere als größere Agglomerate gebildete
Medikamente, deren Größe durch
Durchbrechen oder Pulverisieren vor dem Eintreten in den Atmungstrakt vermindert
werden muss, kann der Inhalator mit einer Wirbeleinrichtung ausgestattet
sein, um eine Turbulenz des das Medikament enthaltenden Luftstroms zu
verursachen, so dass die Größe des Medikaments während der
Interaktion mit dem Inhalator vermindert wird.
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Eine
weitere Ausführungsform
des Inhalators gemäß der Erfindung
ist in 16 bis 18 gezeigt.
Sie umfasst ein Gehäuse 310,
das mit einem Mundstück 312 ausgestattet
ist, das wiederum mit einer Inhalationsöffnung 314 versehen
ist. Die Inhalationsöffnung
ist mit einem Inhalationsdurchgang 315 verbunden, der nachfolgend
als äußerer Durchgang bezeichnet
wird und sich in das Innere des Inhalators erstreckt. Innerhalb
des Gehäuses
ist eine kreisförmige
Scheibe 316 angeordnet, die um eine Achse 318 drehbar ist.
Benachbart zum Umfang der Scheibe ist eine Mehrzahl von Abteilen 320 angeordnet. Jedes
Abteil enthält
eine abgemessene Dosis an Pulver, wobei das Pulver von der Umgebung
abgedichtet und somit gegen Feuchtigkeit und dergleichen geschützt ist.
Ein erster Luftdurchgang 322, der nachfolgend als Auslassdurchgang
bezeichnet wird, ist zwischen der Inhalationsöffnung und der Scheibe angeordnet.
Das Ende 324 des Auslassdurchgangs, welches der Scheibe
zugewandt ist, ist mit einem spitzen Ende ausgestattet. Das andere
Ende 326 des Auslassdurchgangs ist in dem äußeren Durchgang 315 angeordnet,
wo der äußere Durchgang
in dem Mundstück
mit einer Luftausgleichseinrichtung 328 ausgestattet ist,
welche sich um den Auslassdurchgang herum verengt, wodurch die Querschnittsfläche des Auslassdurchgangs
vermindert wird. Dieser Aufbau verursacht die Luftausgleichswirkung,
die nachfolgend ausführlich
beschrieben wird.
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Ein
zweiter Luftdurchgang 330, der nachfolgend als Einlassdurchgang
bezeichnet wird, ist an dem Auslassdurchgang angebracht. Ein Ende 332 des
Einlassdurchgangs ist benachbart zu dem Ende des Auslassdurchgangs,
welches der Scheibe zugewandt ist, angeordnet, wobei dieses Ende
des Einlassdurchgangs ebenfalls der Scheibe zugewandt ist. Dieses
Ende ist ebenso mit einem spitzen Ende versehen. Das andere Ende 334 des
Einlassdurchgangs ist an einer Druckerzeugungseinrichtung 336 angebracht,
in der gezeigten Ausführungsform
einem Balg. Die gegenüberliegende
Seite des Balgs ist an einem Betätigungselement 338 angebracht,
der zu und von dem Balg bewegbar ist. Der Balg ist ferner mit einem
Einwegventil (nicht gezeigt) zum Einlassen von Luft in den Balg
ausgestattet. Das Betätigungselement
ist mit einer Verstärkungsrippe 340 ausgestattet.
Die Verstärkungsrippe
ist in Kontakt mit einem Druckelement 342 in der Form einer
zylindrischen Hülse,
die verschiebbar in einer zylindrischen Führung 344 angeordnet
ist. Das Ende des Druckelements ist mit einer Gegenführung 396 ausgestattet, welche
der Scheibe zugewandt und derart angeordnet ist, dass die Gegenführung in
einer Linie mit den spitzen Enden der Durchgänge ist. Eine Druckfeder 348 wirkt
auf das Druckelement und zwängt
dieses zu der Scheibe und den spitzen Enden.
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Ein
Hebel 350 ist schwenkbar an der Innenseite des Gehäuses angeordnet.
Ein Arm 352 des Hebels ist mit einem Haken 354 ausgestattet,
welcher in einen entsprechenden Haken 356 des Betätigungselements
eingreift. Der andere Arm 358 des Hebels ist als Klappe
oder Schaufel ausgebildet und ist benachbart zu einem Lufteinlass
in dem Gehäuse angeordnet
und bedeckt diesen. Ein weiterer Lufteinlass 360 ist in
dem Gehäuse
angeordnet und umfasst ein zylindrisches Rohr. In dem Rohr ist eine
Luftturbine 362 fest an einer Drehwelle 364 angebracht, 18.
Die Welle ist benachbart zu einem Abschnitt 366 des Einlassdurchgangs
angeordnet, wobei ihre Drehachse parallel zu diesem Abschnitt des
Einlassdurchgangs ist. An der Welle ist eine Scheibe 368 fest
angebracht, welche Scheibe derart ausgelegt ist und solche Abmessungen
besitzt, dass sie in der Lage ist, in einem Schlitz in dem Querschnitt
des Einlassdurchgangs zu rotieren und den Hauptteil des Querschnitts
des Einlassdurchgangs zu bedecken. Die Scheibe ist mit einem Durchgangsloch 370 mit
einem solchen Durchmesser versehen, der dazu ausgelegt ist, geeignete
Luftdurchgänge
zu ermöglichen.
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Die
Funktion ist wie folgt. Wenn der Inhalator aktiviert und in einem
gebrauchsfertigen Zustand ist, 16, ist
das Betätigungselement 338 nach
links in 16 zurückgezogen, und zwar durch eine
manuelle Einrichtung (nicht gezeigt) wie eine Schutzabdeckung, einen
Hebel oder dergleichen. Wenn das Betätigungselement zurückgezogen
wird, wird der Balg 336 ausgedehnt, wodurch Luft in den
Balg über
das Einwegventil eingesaugt wird. Das Druckelement 342 wird
ebenso aufgrund des Kontakts zwischen dem Betätigungsselement und dem Druckelement zurückgezogen,
wodurch die Druckfeder 348 zusammengedrückt wird. Das Betätigungsselement
wird durch den Haken 354 des Hebels 350 festgehalten.
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Wenn
ein Patient anfängt
zu inhalieren, wird eine Druckdifferenz zwischen dem Inneren und
dem Äußeren des
Inhalators infolge der Saugwirkung in der Inhalationsöffnung 314 erzeugt.
Diese Druckdifferenz veranlasst die Klappe bzw. Schaufel 358,
sich von dem Lufteinlass zu bewegen, und veranlasst den Hebel 350,
zu schwenken, und den Haken, das Betätigungselement 338 freizugeben.
Die Druckfeder 348 wird dann das Druckelement zu der Scheibe
schieben, wodurch die Gegenführung 346 das
Abteil 320, welches das Pulver enthält, gegen die Spitzen Enden 324, 332 derart
Durchgänge
schiebt. Diese werden dann die Abteilwand durchdringen und einen
Einlassdurchgang zu und einen Auslassdurchgang von dem Abteil erzeugen.
Gleichzeitig wird die Druckfeder auf den Balg 336 wirken,
was diesen und die innerhalb des Balgs eingeschlossene Luft zusammendrückt. Der
durch die Inhalation verursachte Luftstrom wird ebenso durch das
Lufteinlassrohr 360 strömen
und die Turbine 362 und hierdurch die Scheibe 368 veranlassen,
zu rotieren. Die druckbeaufschlagte Luft von dem Balg wird dann
versuchen, durch den Einlassdurchgang 330 auszutreten,
dies wird jedoch verhindert, bis das Durchgangsloch 370 der
rotierenden Scheibe zu dem Einlassdurchgang ausgerichtet ist. Jedes
Mal, wenn dies auftritt, wird eine bestimmte Menge druckbeaufschlagter
Luft durch den Einlassdurchgang 330 und in das Abteil 320 strömen, das Pulver
in Aerosolform vernebeln und durch den Auslassdurchgang 322 und
in die Lungen des Patienten strömen.
Falls der Inhalator für
ziemlich große
Luftströme
ausgelegt ist, werden der Inhalationsstrom in dem äußeren Durchgang 315 und
durch die Luftausgleichseinrichtung 328 und um den Auslassdurchgang
eine bestimmte Auswurfwirkung verursachen und den Luftstrom in dem
Auslassdurchgang unterstützen.
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Falls
der Inhalator für
geringere Luftströme ausgelegt
ist, wird die Luftausgleichseinrichtung als eine Art Drossel wirken
und den Luftstrom um den Auslassdurchgang begrenzen, so dass ein
größerer Luftstrom
durch den Auslassdurchgang gerichtet wird. Auf diese Weise kann
die Menge der Inhalationsluft in dem Auslassdurchgang durch Erhöhen oder
Vermindern der Querschnittsfläche
des äußeren Durchgangs
ausgeglichen oder gesteuert werden. Für bestimmte Anwendungen und
gewünschte
Luftströme
kann der äußere Durchgang
vollständig
weggelassen werden, wodurch der gesamte Luftstrom durch den Auslassdurchgang
gerichtet wird.
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In
diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass der Inhalator mit weiteren
Deagglomerationseinrichtungen versehen sein kann, wie Wirbelkammern,
Laufrädern
und Fadenkreuzen.
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Obgleich
die vorliegende Erfindung in Verbindung mit einem Pulverinhalator
mit einzeln umschlossenen Dosen eines Medikaments beschrieben worden
ist, ist zu beachten, dass die Prinzipien der vorliegenden Erfindung
mit anderen Arten von Inhalatoren eingesetzt werden können, bei
denen eine Dosis eines Pulvers von einem größeren Abteil genommen wird
und in einem Abteil bereit für
die zuvor platziert ist.