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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Mehrzweckreifen (einen
Reifen für
jede Jahreszeit und jede Straße)
für Kraftfahrzeuge.
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Insbesondere
bezieht sich die Erfindung auf eine so weit gehende Nutung eines
Mehrzweckreifens, dass er insbesondere für Kraftfahrzeugreifen geeignet
ist, die so ausgelegt sind, dass sie ein gutes Leistungsvermögen sowohl
auf trockenen Straßen
als auch auf nassen Straßen
und sogar auf mit Schnee bedeckten Straßen haben.
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Bekanntlich
sind bei Mehrzweckreifen das Muster und die Mischung des Laufflächen bandes
so ausgelegt, dass sie unterschiedlichen Anforderungen genügen, die
insbesondere unter Bezug auf die Verhaltensart, die der Reifen bei
verschiedenen Oberflächenarten
aufweisen muss, gefordert werden, d.h. nicht nur auf trockenen oder
nassen Oberflächen,
sondern auch auf mit Schnee bedeckten Oberflächen, für die sein Einsatz in Betracht
gezogen wird.
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Diese
Anforderungen widersprechen sich größtenteils, so dass im Ergebnis
die Reifen, die bisher produziert wurden, normalerweise einen Kompromiss
zwischen diesen Anforderungen darstellen, jedoch nicht in jedem
Fall die Leistungsniveaus erreichen, die ein Reifen hat, der speziell
für den
Einsatz auf einer vorgegebenen Art der Straßenfläche ausgelegt ist, ob sie nun
trocken, nass oder mit Schnee bedeckt ist.
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Unabhängig von
dem Einsatz, für
den er ausgelegt ist, sollte, allgemein gesagt, ein guter Reifen
u.a. gute Eigenschaften in der Direktionalitäts- und Traktionsleistung sowie
einen guten Verschleißwiderstand
haben.
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Die
direktionalen Eigenschaften, die in der Fähigkeit des Reifens bestehen,
die eingestellte Bahn genau beizubehalten, werden positiv durch
das Vorhandensein von Längsnuten
beeinflusst, während
die Traktionsleistungseigenschaften, die in der Fähigkeit
des Reifens bestehen, Tangentialkräfte sowohl während der Beschleunigung
als auch beim Bremsen zu übertragen,
dadurch gesteigert werden, dass Nuten vorgesehen werden, die quer
zur Bewegungsrichtung ausgerichtet sind. Die Wirksamkeit dieser
Quernuten hinsichtlich der Traktionsleistung ist proportional um
so besser, je mehr die Ausrichtung der Nuten sich einer Richtung
annähert,
die parallel zur Drehachse des Reifens ist, so dass normalerweise
Win kel zwischen 45° und
90° bezogen auf
eine Äquatorialebene
des Reifens für
diese Nuten gewählt
werden.
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Im
Hinblick darauf ist zu ergänzen,
dass bei Reifen, die speziell zum Fahren auf trockenen Oberflächen ausgelegt
sind, die Anzahl und die Breite der Längs- und Quernuten reduziert
werden, um den Verschleißwiderstand,
den Laufgeräuschpegel
und den von dem Reifen bereitgestellten weichen Lauf zu verbessern.
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Hinsichtlich
des Fahrens auf einer nassen Oberfläche wird jedoch eine größere Nutbreite
gewünscht, insbesondere
im Hinblick auf die Umfangsnuten, die für das Abführen des Wassers verantwortlich
sind, das sich unter der Auflagefläche des Reifens ansammelt,
um das Auftreten des bekannten und gefährlichen Aquaplaning-Effekts
zu vermeiden.
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Schließlich ist
im Hinblick auf das Fahren auf schneebedeckten Flächen eine
große
Anzahl von kleinen Einkerbungen oder Nuten erforderlich, um den
von der Straßenoberfläche aufgenommenen
Schnee ausreichend einzuschließen,
da die Reibung Schnee auf Schnee größer ist als die Reibung Kautschuk
auf Schnee.
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Daraus
lassen sich leicht die Schwierigkeiten ersehen, die sich bei der
Herstellung eines Mehrzweckreifens ergeben, der all diesen widersprüchlichen
Anforderungen genügen
muss, die sich insbesondere aus dem Fahren auf trockenen, nassen
und mit Schnee bedeckten Oberflächen
ergeben.
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Insbesondere
steht die Verwendung von breiten Umfangsnuten im Widerspruch sowohl
zu den Anforderungen beim Fahren auf trockenen Oberflächen, wo
kleine Nuten bevorzugt werden, um den massiven Anteil des Laufflächenmusters
zu erhöhen,
so dass der Verschleißwiderstand
und der Laufgeräuschpegel
verbessert werden, als auch zu den Erfordernissen des Fahrens auf
mit Schnee bedeckten Oberflächen,
wo breite Nuten, die zur Selbstreinigung des Laufflächenmusters
beitragen, eine Begrenzung der Verhaltenseigenschaften insbesondere
der Traktionsleistung und der Straßenhaftung, erzeugen.
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Die
vielen Einkerbungen, die zur Verwendung auf mit Schnee bedeckten
Obertläche
erforderlich sind, stehen auch im Widerspruch zu den Anforderungen
zum Fahren auf trockenen Oberflächen,
wo eine übermäßige Anzahl
von Einkerbungen eine größere Verformbarkeit
der Blöcke
nach sich zieht, wodurch sich eine Erhöhung des Geräuschpegels
und des Verschleißes
sowie eine Reduzierung der Fahrstabilität und der Laufweichheit ergibt.
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Daraus
folgt, dass die gegenwärtigen
Mehrzweckreifen eine recht gute Haftung bei nassen Bedingungen,
obwohl sie gegenüber
modernen Reifen schlechter ist, die speziell für das Fahren auf nassen Oberflächen ausgelegt
sind, eine recht gute Traktionsleistung bei Schneebedingungen, die
jedoch schlechter ist als diejenige, die mit Reifen erreicht werden
kann, die speziell für
Winterbedingungen ausgelegt sind, sowie einen akzeptablen Verschleißwiderstand
und eine ausreichende Haftung auf trockenen Straßen haben, jedoch nicht das
gleiche Niveau wie die besten im Handel erhältlichen Sommerreifen.
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Die
EP-B1-0 826 523 offenbart einen Fahrzeugreifen, insbesondere zum
Einsatz bei Fahrbedingungen im Winter, mit einem Laufflächenstreifenprofil,
das in eine entsprechende Reihe von Schulterblöcken und ein entsprechendes
Paar von Reihen von Blöcken
im Zentralbereich des Laufflächenstreifens
mittels Nuten, die sich in Umfangsrichtung erstrecken, und mittels
Quernuten unterteilt ist. Die beiden Paare von Reihen von Blöcken werden
voneinander mittels einer zentralen Nut getrennt, die sich in der
Umfangsrichtung erstreckt, während
die Blöcke
in allen Reihen von Blöcken
jeweils mit einer Vielzahl von feinen laminaren Einschnitten versehen
sind, die sich parallel zu- und untereinander erstrecken, wobei
jene Einschnitte, die sich in den Blöcken des Paars von Reihen von
Blöcken
erstrecken, im Wesentlichen in der Querrichtung des Profils ausgerichtet
sind. Die Blöcke
der beiden Paare von Reihen von zentralen Blöcken sind jeweils voneinander
mit Hilfe des längeren
Abschnitts einer Einkerbung, die sich in einem stumpfen Winkel bezogen
auf die Umfangsrichtung erstreckt, und mittels eines Teils einer
Quernut getrennt, die sich in einem spitzen Winkel bezogen auf die Umfangsrichtung
erstreckt. Die Blöcke
der Reihen von Blöcken,
die jeweils an die zentrale Umfangsnut angrenzen, sind voneinander
durch den zweiten Teil der Einkerbung getrennt, während die
Blöcke
der zweiten zusätzlichen
Reihen von Blöcken
voneinander durch den zweiten Teil der Quernut getrennt sind und
sich die Quernuten von den Umfangsnuten aus, die sich auf der Schulterseite
befinden, zu den Einkerbungen erstrecken und in den Einkerbungen
enden.
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Insbesondere
enden sowohl die Einkerbung als auch die Quernut in einer entsprechenden
Umfangsnut.
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Der
Reifen ist nur für
den Einsatz unter Winterbedingungen ausgelegt. Dementsprechend sind
alle Blöcke
aller Reihen mit einer Vielzahl von feinen laminaren Einschnitten
versehen. Eine Reifenlauffläche,
bei der alle Blöcke
mit feinen laminaren Einschnitten versehen sind, ist jedoch für das Fahren
auf trockenen Straßen
nicht geeignet, da sie einem unregelmäßigen Verschleiß unterliegt
und der Fahrer ein Zittern und einen Instabilitätseffekt wahrnimmt, was eine
Unbehaglichkeit herbeiführt.
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Somit
ist der Reifen nicht dafür
ausgelegt, auf trockenen Straßen
gute Leistungen zu erbringen.
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Das
Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Reifen einer
Bauweise für
Straße
und Gelände
zu schaffen, der ein ausgezeichnetes Verhalten auf schneebedeckten
Straßen
sowie hinsichtlich Aquaplaning und ein gutes Verhalten auf trockenen
Straßen
hat.
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Ein
erstes Ziel der Erfindung ist somit ein Mehrzweckreifen für Kraftfahrzeuge
nach dem Anspruch 1.
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Der
erfindungsgemäße Reifen
hat eine optimierte Traktions- und Bremsleistung auf schneebedeckten Straßen, da
der zentrale Bereich seiner Lauffläche eine Vielzahl von sich
kreuzenden, schrägen
Nuten mit T-förmigen
Verbindungen hat, d.h. Stumpfverbindungen, die den Schnee einschließen und
die Erzeugung der Reibung von Schnee auf Schnee er möglichen.
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Vorzugsweise
haben die ersten schrägen
Nuten eine Breite, die in Richtung der Äquatorialebene abnimmt. Es
hat sich gezeigt, dass diese Maßnahme
dazu beiträgt,
den Schnee ebenfalls einzuschließen.
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Vorteilhafterweise
liegen die ersten und zweiten Blöcke
der ersten und zweiten Reihe nebeneinander und divergieren schräg.
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Vorzugsweise
haben die erste Blöcke
zwei Abschnitte, die sich schräg
zueinander erstrecken, so dass jeder Block eine Gesamtform hat,
die der Zahl 1 ähnlich
ist.
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Die
zweiten Blöcke
sind ihrerseits im Wesentlichen trapezförmig.
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Vorzugsweise
hat der zentrale Bereich dritte und vierte Blöcke, die zwischen der Äquatorialebene
und der anderen der ersten und zweiten Umfangsnuten angeordnet ist,
wobei die dritten und vierten Blöcke
eine dritte und eine vierte Reihe bilden und voneinander durch dritte
und vierte Nuten getrennt sind, die sich in einer schrägen Richtung
bezogen auf die Äquatorialebene
erstrecken, und sich die dritten schrägen Nuten im Wesentlichen senkrecht
bezüglich
der vierten schrägen
Nuten erstrecken und jede dritte schräge Nut zwei aufeinander folgende
vierte schräge
Nuten kreuzt und mit jeder von ihnen jeweils eine Verbindung bildet,
die im Wesentlichen T-förmig
ist.
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Vorteilhafterweise
haben die dritten schrägen
Nuten eine Breite, die in Richtung der Äquatorialebene abnimmt.
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Vorzugsweise
sind die dritten und vierten Blöcke
der dritten und vierten Reihe Seite an Seite angeordnet und divergieren
schräg,
wobei die Seite an Seite angeordneten dritten und vierten Blöcke in die
zu den ersten und zweiten nebeneinander angeordneten Blöcken entgegengesetzte
Richtung geneigt sind.
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Vorteilhafterweise
haben die dritten Blöcke
zwei Abschnitte, die sich schräg
zueinander erstrecken, so dass jeder Block eine Gesamtform hat,
die der Zahl 1 ähnlich
ist.
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Die
vierten Blöcke
wiederum sind im Wesentlichen trapezförmig.
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Weiterhin
sind wenigstens zwei der ersten Blöcke voneinander durch eine
erste schräge
Lamelle getrennt, die im Wesentlichen parallel zu den zweiten schrägen Nuten
ist, wobei sich die erste schräge
Lamelle an eine der ersten schrägen
Nuten am Ende der letzteren anschließt, die der Äquatorialebene
am nächsten liegt.
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Vorteilhafterweise
sind wenigstens zwei der dritten Blöcke voneinander auch durch
weitere schräge Nuten
getrennt, die im Wesentlichen parallel zu den vierten schrägen Nuten
sind, wobei die weitere schräge Nut
an eine der dritten schrägen
Nuten an dem Ende der letzteren, die der Äquatorialebene am nächsten liegt, mittels
einer Ellenbogenverbindung angeschlossen ist.
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Weiterhin
sind wenigstens zwei der dritten Blöcke voneinander durch eine
zweite schräge
Lamelle getrennt, die im Wesentlichen parallel zu den vierten schrägen Nuten
ist, wobei die zweite schräge
Lamelle an eine der dritten schrägen
Nuten am Ende der letzteren angeschlossen ist, die der Äquatorialebene
am nächsten
liegt.
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Vorzugsweise
hat der zentrale Bereich eine Umfangsrippe und eine dritte sowie
eine vierte Umfangsnut.
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Vorteilhafterweise
trennt die dritte Umfangsnut die Umfangsrippe von der Reihe der
ersten Blöcke
und steht in Verbindung mit der ersten Umfangsnut über erste
Quer-Zickzackwege, die die fünften
schrägen
Nuten und die ersten und zweiten schrägen Nuten aufweisen.
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Die
vierte Umfangsnut trennt ihrerseits die Umfangsrippe von der Reihe
von dritten Blöcken
und steht über
die zweiten Quer-Zickzackbahnen, die die sechsten schrägen Nuten
und die dritten und vierten schrägen Nuten
aufweisen, mit den zweiten Umfangsnuten in Verbindung.
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Vorteilhafterweise
ist die erste Umfangsnut breiter als die zweite Umfangsnut.
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Die
zweiten schrägen
Nuten sind ihrerseits breiter als die vierten schrägen Nuten.
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Darüber hinaus
sind die dritten und vierten Umfangsnuten breiter als die erste
Umfangsnut.
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Gemäß einer
Ausgestaltung haben die ersten und die zweiten Blöcke Flächen, die
im Wesentlichen den Flächen
der dritten bzw. vierten Blöcke
gleich sind.
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Gemäß einer
weiteren Ausgestaltung haben die ersten und zweiten Blöcke Flächen, die
im Wesentlichen kleiner als die Flächen der dritten bzw. vierten
Blöcke
sind.
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Gemäß der einen
Ausgestaltung hat die Umfangsrippe eine Mittelebene, die mit der Äquatorialebene zusammenfällt.
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Gemäß einer
weiteren Ausgestaltung hat die Umfangsrippe eine Mittelebene, die
bezüglich
der Äquatorialebene
exzentrisch ist.
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Vorzugsweise
hat jeder der ersten Blöcke
ein Paar von im Wesentlichen schrägen dritten Lamellen, die im
Wesentlichen parallel zu den zweiten schrägen Nuten sind, sowie eine
vierte Lamelle, die im Wesentlichen hakenförmig ist und Seiten hat, die
im Wesentlichen parallel zu den ersten und zweiten schrägen Nuten sind.
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Jeder
der zweiten Blöcke
hat seinerseits drei im Wesentlichen schräge fünfte Lamellen, die im Wesentlichen
parallel zu den zweiten schrägen
Nuten sind.
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Zusätzlich ist
jeder der dritten Blöcke
frei von Lamellen.
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Vorteilhafterweise
hat jeder der vierten Blöcke
eine sechste Lamelle, die im Wesentlichen trapezförmig ist,
der Form des vierten Blocks ähnlich
ist, der im Wesentlichen trapezförmig
ist, und kleiner bemessen als dieser Block ist.
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Gemäß einer
Ausgestaltung hat jeder der dritten Blöcke drei im Wesentlichen schräge siebte
Lamellen, die im Wesentlichen parallel zu den vierten schrägen Nuten
sind.
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Jeder
der vierten Blöcke
hat wiederum ein Paar von im Wesentlichen schrägen achten Lamellen, die im
wesentlichen parallel zu den vierten schrägen Nuten sind.
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Vorteilhafterweise
hat jeder der ersten Blöcke
neunte schräge
Lamellen, die im Wesentlichen parallel zu den zweiten schrägen Nuten
sind, sowie eine zehnte Lamelle, die im Wesentlichen S-förmig ist.
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Jeder
der zweiten Blöcke
hat seinerseits eine elfte zentrale Lamelle, die im Wesentlichen
S-förmig
ist, sowie zwei im Wesentlichen schräge zwölfte Lamellen, die im Wesentlichen
parallel zu den zweiten schrägen Nuten
sind und sich auf jeder Seite der S-förmigen elften Lamelle befinden.
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Vorzugsweise
hat jeder der dritten Blöcke
zwei im Wesentlichen schräge
dreizehnte Lamellen, die im Wesentlichen parallel zu den vierten
schrägen
Nuten sind, sowie eine vierzehnte Lamelle, die im Wesentlichen S-förmig ist.
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Weiterhin
hat jeder der vierten Blöcke
eine zentrale fünfzehnte
Lamelle, die im Wesentlichen S-förmig ist,
sowie zwei im Wesentlichen sechzehnte Lamellen, die im Wesentlichen
parallel zu den vierten schrägen Nuten
sind und sich auf jeder Seite der S-förmigen fünfzehnten Lamelle befinden.
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Vorteilhafterweise
hat die Umfangsrippe siebzehnte und achtzehnte im Wesentlichen schräge Lamellen,
die im Wesentlichen parallel zu den zweiten und vierten schrägen Nuten
sind.
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Vorzugsweise
hat der erste Schulterbereich fünfte
Schulterblöcke,
die durch siebte Nuten getrennt sind, die im Wesentlichen quer bezüglich der Äquatorialebene
sind und mit der ersten Umfangsnut in Verbindung stehen, während der
zweite Schulterbereich sechste Schulterblöcke aufweist, die durch achte
Nuten getrennt sind, die im Wesentlichen quer bezüglich der Äquatorialebene
sind und mit der zweiten Umfangsnut in Verbindung stehen.
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Vorteilhafterweise
hat jede siebte im Wesentlichen quer verlaufende Nut einen Verbindungsabschnitt mit
einer Öffnung,
die bezüglich
jeder zweiten schrägen
Nut im Wesentlichen exzentrisch ist.
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Jede
im Wesentlichen quer verlaufende achte Nut hat einen Verbindungsabschnitt
mit einer Öffnung, die
im Wesentlichen zu einer vierten schrägen Nut konzentrisch ist.
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Gemäß einer
weiteren Ausgestaltung ist jede im Wesentlichen quer verlaufende
siebte Nut breiter als die Breite jeder im Wesentlichen quer verlaufenden
achten Nut.
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Vorzugsweise
hat jeder der fünften
Schulterblöcke
drei neunzehnte Lamellen, die im Wesentlichen quer bezüglich der Äquatorialebene
sind.
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Jeder
der sechsten Schulterblöcke
hat seinerseits eine zwanzigste Lamelle, die im Wesentlichen quer bezüglich der Äquatorialebene
ist.
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Gemäß einer
Ausgestaltung hat jeder der sechsten Schulterblöcke drei einundzwanzigste Lamellen, die
im Wesentlichen quer bezüglich
der Äquatorialebene
sind.
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Gemäß einer
weiteren Ausgestaltung hat jeder der fünften Schulterblöcke zwei
zweiundzwanzigste, im Wesentlichen quer verlaufende Lamellen, von
denen jede eine im Wesentlichen am Umfang verlaufende dreiundzwanzigste
Lamelle kreuzt.
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Jeder
der sechsten Schulterblöcke
hat seinerseits eine zentrale vierundzwanzigste Lamelle, die im Wesentlichen
S-förmig
ist, sowie zwei im Wesentlichen quer verlaufende fünfundzwanzigste
Lamellen, die sich auf jeder Seite der S-förmigen vierundzwanzigsten Lamelle
befinden.
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Bei
dem erfindungsgemäßen Reifen
haben die Blöcke
in dem zentralen Bereich und in den Schulterbereichen eine Vielzahl
von Lamellen, die zum Einschließen
von Schnee beitragen.
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Der
Reifen hat auch ein optimiertes Verhalten bezüglich Aquaplaning. Dazu trägt das Vorhandensein von
Umfangsnuten und Querschulternuten der inneren Zone bei, die breiter
sind als die analogen Umfangsnuten und Quernuten in der äußeren Zone
der Lauffläche.
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Der
Reifen hat weiterhin ein gutes Verhalten hinsichtlich Traktions-,
Brems- und Kurvendurchgangsleistung auf trockenen Straßen.
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In
der vorliegenden Beschreibung und in den Ansprüchen bedeutet der Ausdruck "Rippe" einen Wulst eines
Reifenlaufflächenbandes,
der auf zwei seiner Seiten kontinuierlich begrenzt ist, während der
Ausdruck "Lamelle" eine Einkerbung
bedeutet, die nicht breiter als 1 mm ist.
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Weitere
Eigenschaften und Vorteile der Erfindung werden nun unter Bezug
auf die Ausgestaltungen dargestellt, die als nicht beschränkendes
Beispiel in den beiliegenden Figuren gezeigt sind, in denen
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1 eine
perspektivische Ansicht eines Mehrzweckreifens nach der Erfindung
ist,
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2 eine
Teildraufsicht auf eine Lauffläche
eines Reifens von 1 ist,
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3 eine
Schnittansicht in einer Ebene III-III in 2 ist,
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4 eine
perspektivische Ansicht einer Ausführungsform des Reifens von
ist,
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5 eine
Teildraufsicht auf die Lauffläche
des Reifens von 4 ist,
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6 eine
Schnittansicht der Ebene VI-VI von 5 ist,
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7 eine
Teildraufsicht auf eine Lauffläche
einer weiteren Ausgestaltung des Reifens von 1 ist,
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8 eine
Schnittansicht in der Ebene VIII-VIII von 7 ist,
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9, 10 und 11 Teildraufsichten
auf Ausgestaltungen der Lauffläche
des Reifens von 7 und 8 sind,
und
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12 bis 16 Laufflächen für herkömmliche
Reifen (X, Y, Z, V, W) zeigen.
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1, 2 und 3 zeigen
einen Mehrzweckreifen 1 für ein Kraftfahrzeug mit einer
Lauffläche 2 aus
einer ausgewählten
Mischung. Die Lauffläche 2 hat
eine asymmetrische Bauweise, d.h. sie arbeitet effizienter, wenn
der Reifen an dem Fahrzeug in einer vorgegebenen Ausrichtung anstatt
mit der entgegengesetzten Ausrichtung montiert wird. Mit anderen
Worten, der Reifen hat vorzugsweise eine innere Seitenwand (Fahrzeugseite)
und eine äußere Seitenwand.
Der Reifen 1 hat eine Äquatorialebene 100.
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Die
Lauffläche 2 hat
einen zentralen Bereich 3 und zwei Schulterbereiche 4 und 5,
nämlich
links und rechts. Der zentrale Bereich 3 hat eine Umfangsrippe 6,
zwei tiefe Umfangsnuten 7 und 8 und Umfangsblockreihen 9, 10, 11 und 12.
Die Rippe 6 hat eine Längsmittelebene,
die mit der Äquatorialebene 100 zusammenfällt. Der
zentrale Bereich 3 ist von dem Schulterbereich 4 durch
eine tiefe Umfangsseitennut 13 und von dem Schulterbereich 5 durch
eine tiefe Umfangsseitennut 14 abgeteilt. Der Schulterbereich 4 hat
eine Umfangsschulterblockreihe 15 und einen Schulterbereich 5 mit
einer Umfangsschulterblockreihe 16.
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Die
Umfangsblockreihen 9 und 10 befinden sich auf
der linken Seite der Äquatorialebene 100,
und die Umfangsblockreihen 11 und 12 befinden
sich auf der rechten Seite der Äquatorialebene.
Die Blockreihe 9 hat Blöcke 20,
die im Wesentlichen trapezförmig
(ungleichseitiges Trapez) sind, während die Blockreihe 10 Blöcke 21 aufweist,
die zwei Abschnitte haben, die sich schräg bezüglich einander so erstrecken,
dass jeder Block eine Gesamtform hat, die der Zahl 1 ähnlich ist.
Die Blockreihe 11 hat Blöcke 22 mit zwei Abschnitten,
die sich schräg
bezüglich
einander so erstrecken, dass jeder Block eine Gesamtform hat, die
der Zahl 1 ähnlich
ist, während
die Blockreihe 12 Blöcke 23 hat,
die im Wesentlichen trapezförmig
(ungleichförmiges
Trapez) sind. Die Blöcke 20 und 21 der
Reihen 9 und 10, die nebeneinander liegen, und
die Blöcke 22 und 23 der
Reihen 11 und 12, die nebeneinander liegen, divergieren
schräg
in einer Fischgrätenanordnung.
Die nebeneinander liegenden Blöcke 20 und 21 der
Reihen 9 und 10 haben Neigungen, die zu denen
der nebeneinander liegenden Blöcke 22 und 23 der
Reihen 11 und 12 entgegengesetzt sind.
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Die
Blöcke 20 und 21 der
Reihen 9 und 10 sind durch Nuten 24 und 25 getrennt,
die sich in einer schrägen
(diagonalen) Richtung bezogen auf die Äquatorialebene 100 erstrecken.
Jede schräge
Nut 24 hat eine gerade Achse, die mit etwa 20° bezogen
auf die Äquatorialebene
geneigt ist. Jede schräge
Nut 25 hat eine gerade Achse. Die Achsen der schrägen Nuten 24 und 25 sind
im Wesentlichen senkrecht zueinander und bilden einen Winkel von
etwa 105°,
der sich um etwa ± 10° ändert. Jede
schräge
Nut 24 kreuzt zwei darauf folgende schräge Nuten 25 und bildet
mit der ersten eine T-förmige
Verbindung 26 und mit der zweiten eine T-förmige Verbindung 27,
d.h. zwei Stumpfverbindungen.
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Die
schrägen
Nuten 24 haben einen Abschnitt 124 mit beschränkter Breite
sowie einen Abschnitt 224, dessen Breite in Richtung der
Umfangsseitennut 13 zunimmt. Diese haben eine im Wesentlichen
divergente Form.
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Die
Paare von Blöcken 21 sind
auch durch schmale schräge
Nuten 28 oder durch schräge Lamellen 29 getrennt,
die im Wesentlichen parallel zu den schrägen Nuten 25 sind.
Die schrägen
Nuten 28 und die schrägen
Lamellen 29 stehen in Verbindung mit der Umfangsnut 7 und
wechseln sich in der Umfangsabwicklung des Reifens ab. Jede schräge Nut 28 schließt sich
an das Ende einer entsprechenden schrägen Nut 24, die sich
am nächsten
zur Äquatorialebene 100 befindet,
mittels einer Ellenbogenverbindung an. Jede schräge Lamelle 29 schließt sich
ihrerseits an das Ende einer entsprechenden schrägen Nut 24 an, das
der Äquatorialebene 100 am
nächsten
ist.
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Jeder
trapezförmige
Block 20 hat eine Lamelle 39, die im Wesentlichen
trapezförmig
ist. Jede trapezförmige
Lamelle 39 hat eine Form, die zu der des jeweiligen trapezförmigen Blocks 20 ähnlich ist
und die größenmäßig kleiner
ist als der Block.
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Die
Blöcke 21 sind
frei von Lamellen.
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Die
Blöcke 22 und 23 der
Reihen 11 und 12 sind durch Nuten 30 und 31 getrennt,
die sich in einer schrägen
Richtung bezogen auf die Äquatorialebene 100 erstrecken.
Jede schräge
Nut 30 hat eine gerade Achse, die mit einem Winkel von
etwa 20° bezogen
auf die Äquatorialebene
geneigt ist. Jede schräge
Nut 31 hat ebenfalls eine gerade Achse. Die Achsen der
schrägen
Nuten 30 und 31 sind im Wesentlichen senkrecht und
bilden einen Winkel von etwa 105° ± 10°. Jede schräge Nut 30 kreuzt
zwei darauf folgende schräge
Nuten 31 und bildet eine T-förmige Verbindung 32 mit
der ersten und eine T-förmige
Verbindung 33 mit der zweiten, d.h. zwei Stumpfverbindungen.
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Die
schrägen
Nuten 30 haben einen schmalen Abschnitt 130 und
einen Abschnitt 230, dessen Breite in Richtung der Umfangsseitennut 14 zunimmt.
Diese Abschnitte haben eine im Wesentlichen divergente Form.
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Die
Paare von Blöcken 22 sind
ebenfalls durch schmale schräge
Nuten 34 oder durch schräge Lamellen 35 getrennt,
die im Wesentlichen parallel zu den schrägen Nuten 31 sind.
Die Nuten 34 und die Lamellen 35 stehen in Verbindung
mit einer Umfangsnut 8 und wechseln sich in der Umfangsabwicklung
des Reifens ab. Jede schräge
Nut 34 schließt
an das Ende einer entsprechenden schrägen Nut 30, die der Äquatorialebene 100 am
nächsten
ist, über
eine Winkelverbindung an. Jede schräge Lamelle 35 schließt sich
ihrerseits an das Ende einer entsprechenden schrägen Nut 30 an, die
zur Äquatorialebene 100 am
nächsten
liegt.
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Jeder
Block 22 hat zwei schräge
Lamellen 36, die im Wesentlichen parallel zu den schrägen Nuten 31 sind,
sowie eine Lamelle 37, die im Wesentlichen hakenförmig ist
und Seiten hat, die im Wesentlichen parallel zu den schrägen Nuten 30 und 31 sind.
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Jeder
trapezförmige
Block 23 hat drei schräge
Lamellen 38, die im Wesentlichen parallel zu den schrägen Nuten 31 sind.
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Die
Fläche
der Blöcke 20 entspricht
der der Blöcke 23,
die Fläche
der Blöcke 21 entspricht
der der Blöcke 21.
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Vorzugsweise
befinden sich die Reihen der Blöcke 22 und 23 in
der inneren Zone der Lauffläche
(Fahrzeugseite), wenn der Reifen an dem Kraftfahrzeug montiert ist.
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Jeder
Block 22 der Reihe 11 wird dadurch erhalten, dass
ein Block 21 der Reihe 10 um 180° um eine Achse
gedreht wird, die in der Ebene der Bahn liegt und durch die Äquatorialebene 100 geht.
Der so erhaltene Block wird dann um 180° bezüglich einer Achse umgedreht,
die in der Ebene der Bahn liegt und senkrecht zur Äquatorialebene 100 ist.
Jeder Block 23 der Reihe 12 wird seinerseits auf
die gleiche Weise aus einem Block 20 der Reihe 9 efialten.
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Die
Schulterblockreihe 15 hat Schulterblöcke 40, von denen
jeder von einem Abschnitt, der im Wesentlichen rechteckigförmig ist
und von einem Abschnitt gebildet wird, der im Wesentlichen parallelogrammförmig ist.
Die Blöcke 40 sind
voneinander durch Nuten 41 getrennt, die mit der Umfangsseitennut 13 in
Verbindung stehen. Jede Quernut 41 wird von einem Abschnitt,
der sich im Wesentlichen quer bezüglich der Äquatorialebene 100 erstreckt,
und von einem schrägen
Verbindungsabschnitt gebildet. Die beiden Abschnitte sind durchgehend,
und jeder schräge
Abschnitt hat eine Öffnung 140,
die im Wesentlichen konzentrisch zu einer der schrägen Nuten 25 der
Blockreihen 9 und 10 ist. Jeder Block 40 hat
eine Lamelle 42, die von einem im Wesentlichen quer verlaufenden
Abschnitt und von einem schrägen
Abschnitt gebildet wird.
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Die
Schulterblockreihe 16 hat Schulterblöcke 45, von denen
jeder von einem Abschnitt, der im Wesentlichen rechteckförmig ist,
und von einem Abschnitt gebildet wird, der im Wesentlichen parallelogrammförmig ist.
Die Blöcke 45 sind
voneinander durch Nuten 46 getrennt, die mit der Umfangsseitennut 14 in
Verbindung stehen. Jede Quernut 46 wird von einem Abschnitt,
der im Wesentlichen quer bezogen auf die Äquatorialebene 100 ist,
und von einem schrägen
Verbindungsabschnitt gebildet. Die beiden Abschnitte sind fortlaufend,
und jeder schräge
Abschnitt hat eine Öffnung 146,
die im Wesentlichen exzentrisch bezüglich der schrägen Nuten 31 der
Blockreihen 11 und 12 ist. Jeder Block 45 hat
eine im Wesentlichen quer verlaufende Lamelle 47 und zwei
Lamellen 48, die sich auf jeder Seite der Lamelle 47 befinden.
Die Lamellen 48 werden von einem schrägen Abschnitt und von einem
im Wesentlichen quer verlaufenden Abschnitt gebildet.
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Bei
dem Reifen 1 steht die Nut 7 mit der Nut 13 über gewundene
Zickzack-Querbahnen
in Verbindung, die die schrägen
Nuten 28, 24 und 25 aufweisen. Die Nut 8 steht
ihrerseits mit der Nut 14 über gewundene Zickzack-Querbahnen
in Verbindung, welche die Nuten 34, 30 und 31 aufweisen.
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Die
Umfangsnut 14 ist breiter als die Umfangsnut 13,
während
die Umfangsnuten 7 und 8 breiter als die Nut 14 sind.
Beispielsweise hat die Nut 13 eine Breite zwischen 3 mm
und 5,5 mm, während
die Nut 14 eine Breite zwischen 4 mm und 7 mm hat und die
Nuten 7 und 8 eine Breite zwischen 9 mm und 11
mm haben.
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Die
schrägen
Nuten 31 sind breiter als die Nuten 24. Beispielsweise
haben die schrägen
Nuten 24 eine Breite zwischen 4 mm und 6 mm, während die
schrägen
Nuten 31 Breiten zwischen 4,5 mm und 6,5 mm haben.
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Die
Quernuten 46 sind breiter als die Quernuten 41.
Beispielsweise haben die Nuten 41 eine Breite zwischen
5 mm und 6,5 mm, während
die Nuten 46 eine Breite zwischen 5,5 mm und 7 mm haben.
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Die
Nuten 7, 8, 13 und 14 haben
eine Tiefe zwischen 7 mm und 9,5 mm.
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4, 5 und 6 zeigen
einen Mehrzweckreifen 51 in asymmetrischer Bauweise, der
eine Variante des Reifens 1 bildet, bei dem die Teile,
die zu denen des Reifens 1 identisch sind, die gleichen
Bezugszeichen haben. Der Reifen 51 hat eine Lauffläche 52,
in der die Umfangsrippe 6 schräge Lamellen 53 und 54 hat.
Jeder Block 21 hat drei schräge Lamellen 55. Jeder
trapezförmige
Block 20 hat zwei schräge
Lamellen 56 und einen abgefasten Rand. Jeder trapezförmige Block 23 hat
ebenfalls einen abgefasten Rand.
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Vorzugsweise
befinden sich die Blöcke 22 und 23 in
der inneren Zone der Lauffläche
(Fahrzeugseite), wenn der Reifen an dem Kraftfahrzeug montiert ist.
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Jeder
Schulterblock 40 hat eine Lamelle 57, die von
einem quer verlaufenden Abschnitt und von einem schrägen Abschnitt
gebildet wird, sowie zwei quer verlaufende Lamellen 58,
die sich auf jeder Seite der Lamelle 57 befinden. Jeder
Schulterblock 40 und 45 hat einen abgefasten Rand.
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7 und 8 zeigen
einen Mehrzweckreifen 61, der einen weitere Variante des
Reifens 1 bildet und bei dem die identischen Teile die
gleichen Bezugszeichen haben. Der Reifen 61 hat eine Lauffläche 62 in asymmetrischer
Bauweise. In der Lauffläche 62 hat
die Umfangsrippe 6 eine Mittelebene 63, die bezogen
auf die Äquatorialebene 100 exzentrisch
ist.
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Die
Blockreihen 9 und 12 haben Blöcke 64 bzw. 67,
die im Wesentlichen trapezförmig
(ungleichseitiges Trapez) mit drei gekrümmten Seiten und drei abgerundeten
Rändern
sind. Die Blockreihen 10 und 11 haben Blöcke 65 bzw. 66 mit
zwei Abschnitten, die sich schräg
bezüglich
einander erstrecken, so dass jeder Block eine Gesamtform, die der
Zahl 1 ähnlich
ist, mit drei gekrümmten
Seiten und vier abgerundeten Rändern hat.
Die Schulterblockreihen 15 und 16 haben Schulterblöcke 68 bzw. 69,
die im Wesentlichen parallelogrammförmig sind, mit zwei gekrümmten Seiten
und zwei abgerundeten Rändern.
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Die
Blöcke 64 und 65 der
Reihen 9 und 10 sind durch gekrümmte schräge Nuten 70 und 71 getrennt. Jede
Nut 70 hat eine Achse, die in einem Winkel von etwa 20° bezogen
auf die Äquatorialebene
geneigt ist. Die Achsen der Nuten 70 und 71 sind
im Wesentlichen orthogonal und bilden einen Winkel von etwa 105° ± 10°. Jede schräge Nut 70 kreuzt
zwei aufeinander folgende schräge
Nuten 71 und bildet eine T-förmige Verbindung 92 mit
der ersten und eine T-förmige
Verbindung 93 mit der zweiten. Die schrägen Nuten 70 haben eine
Breite, die in Richtung der Umfangsseitennut 13 zunimmt,
und eine im Wesentlichen divergente Form. Die schrägen Nuten 72 stehen
in Verbindung mit der Umfangsnut 7. Die Blöcke 65 sind
ebenfalls durch schmale schräge
Nuten 72 getrennt, die im Wesentlichen parallel zu den
Nuten 71 sind und in Verbindung mit der Umfangsnut 7 stehen.
Jede schräge
Nut 72 schließt
sich an das Ende der schrägen
Nut 70, die der Äquatorialebene 100 am
nächsten
liegt, über
eine Winkelverbindung an. Jeder trapezförmige Block 64 hat
eine S-förmige Lamelle 80 und
zwei schräge
Lamellen 81, die sich auf jeder Seite der Lamelle 80 befinden.
Jeder Block 65 hat eine S-förmige Lamelle 82 und
zwei schräge
Lamellen 83.
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Die
Blöcke 66 und 67 der
Reihen 11 und 12 sind durch gekrümmte schräge Nuten 73 und 74 getrennt. Jede
Nut 73 hat eine Achse, die in einem Winkel von etwa 20° bezogen
auf die Äquatorialebene
geneigt ist. Die Achsen der Nuten 73 und 74 sind
im Wesentlichen orthogonal und bilden einen Winkel von etwa 105° ± 10°. Jede schräge Nut 73 kreuzt
zwei darauf folgende schräge
Nuten 74 und bildet eine T-förmige Verbindung 84 mit
der ersten und eine T-förmige
Verbindung 95 mit der zweiten. Die schrägen Nuten 73 haben
eine Breite, die in Richtung der Umfangsseitennut 14 zunimmt,
und eine im Wesentlichen divergente Form. Die Blöcke 66 sind ebenfalls
durch schmale schräge
Nuten 75 getrennt, die im Wesentlichen parallel zu den
Nuten 74 sind und in Verbindung mit der Umfangsnut 8 stehen.
Jede schräge
Nut 75 schließt
an das Ende der schrägen
Nut 73, die der Äquatorialebene 100 am
nächsten
ist, durch eine Winkelverbindung an. Jeder Block 66 hat
eine S-förmige
Lamelle 84 und eine schräge Lamelle 85. Jeder
trapezförmige
Block 67 hat eine S-förmige
Lamelle 86 und zwei schräge Lamellen 87, die
sich auf jeder Seite der Lamelle 86 befinden.
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Die
Fläche
der Blöcke 64 ist
größer als
die der Blöcke 67,
die Fläche
der Blöcke 65 ist
größer als
die der Blöcke 66.
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Vorzugsweise
befinden sich die Reihen der Blöcke 66 und 67 in
der inneren Zone der Lauffläche
(Fahrzeugseite), wenn der Reifen an dem Kraftfahrzeug montiert ist.
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Die
Schulterblöcke 68 und 69 der
Reihen 15 und 16 sind durch gekrümmte Quernuten 76 bzw. 77 getrennt.
Jeder Block 68 hat eine S-förmige Lamelle 88 und
zwei im Wesentlichen quer verlaufende Lamellen 89, die
sich auf jeder Seite der Lamelle 88 befinden. Jeder Block 69 hat
im Wesentlichen quer verlaufende Lamellen 90, die jeweils
im Wesentlichen längs
verlaufende Lamellen 91 kreuzen, die in Verbindung mit
den Quernuten 77 stehen.
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9 zeigt
eine Lauffläche 162 eines
Reifens 161, der eine Variante des Reifens 61 der 7 und 8 bildet.
Die Lauffläche 162 hat
das gleiche Muster wie die Lauffläche 62, wobei jedoch
seine Blöcke
frei von Lamellen sind.
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10 und 11 zeigen
eine Lauffläche 262 eines
Reifens 261 sowie eine Lauffläche 362 eines Reifens 361,
die weitere Varianten des Reifens 61 von 7 und 8 bilden.
Die Laufflächen 262 und 362 haben
das gleiche Muster wie die Laufflächen 62, wohingegen
die Lamellen in ihren Blöcken
eine andere Form haben.
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Der
Aufbau der Reifen 1, 51, 61, 161, 261 und 361 ist
per se traditionell und hat eine Karkasse, ein die Karkasse umgebendes
Laufflächenband
sowie ein Paar von axial gegenü berliegenden
Seitenwänden,
die in Wulsten enden, welche durch Wulstdrähte und zugeordnete Wulstfüllungen
zum Befestigen des Reifens an einer entsprechenden Montagefelge
verstärkt
sind. Der Reifen hat vorzugsweise auch einen Gurtaufbau, der zwischen
der Karkassen und dem Laufflächenband
angeordnet ist.
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Die
Karkasse ist mit einer oder mehreren Karkassenlagen verstärkt, die
an den Wulstdrähten
festgelegt sind, während
der Gurtaufbau zwei Gurtstreifen aufweist, die aus Abschnitten aus
gummiertem Gewebe gebildet sind, die Metallkorde aufweisen, welche
parallel zueinander in jedem Streifen und unter einem Winkel gekreuzt
mit denen benachbarter Streifen, vorzugsweise symmetrisch bezüglich der Äquatorialebene
geneigt und radial aufeinander gelegt sind. Vorzugsweise ist auch
ein dritter Gurtstreifen in einer radial weiter äußeren Position vorhanden, der
mit Korden versehen ist, vorzugsweise Textilkorden, und besonders
bevorzugt mit Korden aus wärmeschrumpfbarem
Material, die in Umfangsrichtung, d.h. bei 0° bezogen auf die Äquatorialebene,
ausgerichtet sind.
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Vorzugsweise
hat der Reifen in dieser Bauweise einen sehr niedrigen Querschnitt,
beispielsweise zwischen 0,65 und 0,30, wobei diese Werte den Prozentwert
des Verhältnisses
zwischen der Höhe
des Querschnitts des Reifens und der maximalen Sehne des Querschnitts
angeben. Dieses Verhältnis
ist im Stand der Technik gewöhnlich
als H/C bekannt.
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Es
wurden Beispiele der Reifen 1, 51, 61, 161, 261 und 361 hergestellt,
und es wurde demonstriert, dass sie hervorragende Werte hinsichtlich
Traktionsleistung und Bremsen auf schneebedeckten Straßen und hinsichtlich
Verhalten bezogen auf Aquaplaning sowie ein gutes Handling bei nassen
und trockenen Bedingungen haben, anhand von Vergleichsversuchen
im Gegensatz zu herkömmlichen
Reifen, die auf Straßen
und auf unbefestigten Wegen ausgeführt wurden.
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Die
Reifen der Erfindung wurden mit herkömmlich verfügbaren Winterreifen, Sommerreifen
und Mehrzweckreifen verglichen. Die Lauffläche der Vergleichsreifen hatte
die Muster X, Y, Z, V und W, die jeweils in 12, 13, 14, 15 und 16 dargestellt
sind. Der erste Reifen (Lauffläche
X) ist ein Sommerreifen, der zweite (Lauffläche Y) ist ein Winterreifen,
der dritte (Lauffläche
Z) ist ein Mehrzweck-(Ganzjahres-)Reifen, der vierte (Lauffläche V) ist
ein Mehrzweckreifen und der fünfte
(Lauffläche
W) ist ein Mehrzweckreifen.
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Die
Reifen wurden auf Standardfelgen montiert und auf die empfangenen
Betriebsdrucke aufgepumpt.
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Die
Ergebnisse der verschiedenen Versuche sind nachstehend angegeben.
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Versuch I
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Traktionsleistung
auf Schnee
-
Der
Versuch wurde an dem erfindungsgemäßen Reifen gemäß 1 bis 3 mit
der Bezeichnung C ausgeführt
und mit Reifen mit den Laufflächen
X, Y und Z verglichen.
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Insbesondere
war die Größe des Reifens
der Erfindung 225/55 R17, was für
einen Mehrzweckreifen nicht konventionell ist, und wurde speziell
auf Verlangen eines Kraftfahrzeugherstellers gebaut.
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Die
Größe der Reifen
mit den Laufflächen
X, Y und Z war 225/60 R16, d.h. die Größe, die dem Reifen der Erfindung
am nächsten
liegt, um aussagekräftige
Vergleichsversuche ausführen
zu können.
Insbesondere entsprach ihr Durchmesser dem des Reifens nach der
Erfindung.
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Das
Kraftfahrzeug war ein Audi "Hunter" 4 × 4-Straßenprototyp.
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Der
Versuch wurde auf einer Bahn ausgeführt, die mit einer Schicht
aus kompaktem Schnee bedeckt war und auf der Oberfläche eines
gefrorenen Sees präpariert
wurde.
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Die
Versuche der Traktionsleistung auf Schnee bestanden aus Starts aus
dem Stand (Beschleunigungen), die im ersten Gang mit greifender
Kupplung ausgeführt
wurden. Dadurch, dass die Motordrehzahl konstant gehalten wurde
(4000 oder 5000 UpM), wurde die Beschleunigungs-/Traktionsleistungskurve
(bei bekannter Masse des Kraftfahrzeugs) als Rutschfunktion erhalten.
In der Kurve wurden die Fläche,
die sich durch zwei vorgegebene Rutschintervalle hinzieht, und der
Maximalwert der Kurve in Betracht gezogen.
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Weitere
Versuche bestanden in einem Start aus dem Ruhezustand, um die Zeit
und die mittlere Beschleunigung zu erhalten, die erforderlich sind,
um eine vorgegebene Geschwindigkeit zu erreichen.
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Die
maximale Traktionskraft (N) wurde gemessen und als maximale Prozentkraft
(Fmax%) bezogen auf die maximale Traktionskraft
eines Bezugsreifens ausgedrückt,
die gleich 100 gesetzt wurde. Es wurde auch das Integral der Kraft
zwischen 5 und 50% Rutschen (F5-50%) berechnet.
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Die
Ergebnisse der obigen Versuche sind in der nachstehenden Tabelle
1 angegeben.
-
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Diese
Ergebnisse zeigen, dass die Traktionsleistung des Reifens der Erfindung
(C) im Wesentlichen äquivalent
zu der des besten im Handel erhältlichen
Mehrzweckreifens (Z), viel besser als die des Bezugsreifens (X)
in Sommerbauweise und lediglich kleiner als die des Winterreifens
(Y) ist.
-
Der
geringe Unterschied der Werte in der Traktionskraft für den Reifen
nach der Erfindung (C) bezogen auf diejenigen des herkömmlichen
Mehrzweckreifens (Z) erklärt
sich durch die Differenz in der Größe (der Reifen der Erfindung
hat ein niedrigeres Profil und ist deshalb starrer) und durch weniger
Lamellen an der Außenseite.
Das Versuchsergebnis auf Schnee ist deshalb bezogen auf den Vergleichsreifen
benachteiligt.
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Versuch II
-
Bremsen auf
Schnee
-
Die
Versuchsbedingungen waren die gleichen wie beim Versuch I mit der
Ausnahme, dass die Verzögerung
(in m/s2) des Wagens von einer Geschwindigkeit
zwischen 50 und 10 km/h aus gemessen und als Prozentverzögerung (a%)
bezogen auf die Verzögerung
eines Bezugsreifens ausgedrückt
wurde, für
den 100 gesetzt wurde.
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Die
Bremsversuche auf Schnee wurden unter Verwendung eines Antiblockier-Bremssystems (Antirutsch-
oder ABS-System) ausgehend von einer Anfangsgeschwindigkeit von
beispielsweise 50 oder 40 km/h und unter Ignorierung der Endgeschwindigkeit
von 10 oder 5 km/h ausgeführt.
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Die
Bremswege und die mittleren Verzögerungen
wurden berechnet.
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Die
Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle II angegeben.
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Diese
Ergebnisse zeigen, dass das Bremsen des Reifens nach der Erfindung
(C) im Wesentlichen äquivalent
zu dem des besten im Handel verfügbaren
Mehrzweckreifens (Z) und dem des Bezugsreifens, eines Sommerreifens
(X), beträchtlich überlegen
ist.
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Versuch III
-
Verhalten
auf trockenem Gelände
und Versuche unter Aquaplaning-Bedingungen
-
Mit
dem Audio 4 × 4-Straßenauto,
das mit den im obigen Versuch I beschriebenen Reifen versehen war,
wurde das Verhalten auf trockenem Gelände und unter Aquaplaning-Bedingungen bei Geradausfahrt
und in einer Kurve bewertet.
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Der
Geradaus-Aquaplaning-Versuch wurde auf einem geraden Abschnitt glatten
Asphalts mit vorgegebener Länge
bei einer Wasserschicht mit konstanter vorgegebener Tiefe ausgeführt, die
automatisch nach jedem Durchlauf des Versuchsautos erneuert wurde.
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Der
Aquaplaning-Versuch in der Kurve wurde auf einem Wegabschnitt mit
glattem trockenem Asphalt in einer Kurve mit konstantem Radius und
vorgegebener Länge
sowie mit einer Zone vorgegebener Länge im Endabschnitt durchgeführt, die
mit einer Wasserschicht mit vorgegebener Tiefe geflutet war.
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Die
Ergebnisse sind nachstehend in Tabelle III gezeigt.
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Diese
Ergebnisse zeigen, dass der Reifen nach der Erfindung unter trockenen
und nassen Bedingungen ein Verhalten, insbesondere eine Spurstabilität, hat,
die in der Tat das gleiche Niveau hat wie ein Sommerreifen (X),
obwohl er eine Lauffläche
mit deutlicher Mehrzweckbauweise hat. Insbesondere kann man sehen, dass
diese Ergebnisse insgesamt besser sind als diejenigen des besten
Mehrzweckbezugsreifens (Z), mit Ausnahme der Aquaplaning-Versuche
aus dem bereits unter Bezug auf den Versuch I erläuterten
Grund, d.h. wegen des niedrigeren Profils des erfindungsgemäßen Reifens,
das eine breitere Kontaktfläche
hat und somit für
Aquaplaning anfälliger
ist.
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Versuch IV
-
Traktionsleistung
auf Schnee
-
Der
Versuch wurde an Reifen nach der Erfindung durchgeführt, die
in 7 und 8 gezeigt sind, und mit Reifen
vom Mehrzwecktyp mit Laufflächen
V und W verglichen. Alle geprüften
Reifen hatten die Größe 205/55
R16.
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Insbesondere
gilt für
die Reifen nach der Erfindung Folgendes:
- – E: 7 und 8;
- – Basis
(erste Variante): Laufflächenmuster
von 7, 8, jedoch ohne Lamellen (9);
- – E1
(zweite Variante): Laufflächenmuster
von 7, 8, jedoch mit anderen Lamellen
(10);
- – E2
(dritte Variante): Laufflächenmuster 7, 8,
jedoch mit anderen Lamellen (11).
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Alle
Reifen der Erfindung hatten eine Lauffläche, die aus der gleichen Mischung
hergestellt wurde.
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Die
Versuche wurden mit einem Pkw Mercedes Benz C280 ausgeführt, der
ein Gewicht von 1490 kg hatte und mit ABS ausgerüstet war.
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Die
Versuchsbedingungen waren die gleichen wie diejenigen des oben beschriebenen
Versuchs I.
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Die
Versuchsergebnisse der Traktionsleistung auf Schnee sind in Tabelle
IV angegeben.
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Diese
Ergebnisse zeigen, dass die Traktionseigenschaften der Laufflächen E,
E1 und E2 der Erfindung besser sind als diejenigen der beiden Vergleichsreifen.
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Versuch V
-
Bremsen unter
nassen Bedingungen
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Der
Pkw war der des Versuchs IV und mit Reifen mit einer Lauffläche nach
der Erfindung in der Bauweise E sowie mit Vergleichsreifen des Typs
W versehen.
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Die
Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle V angegeben.
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Diese
Ergebnisse zeigen, dass die Lauffläche E nach der Erfindung bessere
Ergebnisse als die Vergleichslauffläche des Typs W ergibt.
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Versuch VI
-
Aquaplaning
auf gerader Strecke
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Der
Versuch wurde wie oben beschrieben durchgeführt (Versuch III). Zuerst wurde
die Geschwindigkeit (km/h) bei beginnendem Verlust der Haftung der
Reifen (V. init.) aufgezeichnet, anschließend die Geschwindigkeit (km/h)
bei Totalverlust der Haftung (V. end).
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Der
Aquaplaning-Versuch wurde unter Verwendung eines Pkw Mercedes Benz
C280 ausgeführt,
der mit Reifen des Typs E nach der Erfindung und mit Vergleichsreifen
des Typs V und W ausgerüstet
war.
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Die
Versuchsergebnisse sind in Tabelle VI gezeigt.
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Diese
Ergebnisse zeigen, dass die Aquaplaning-Eigenschaften des Reifens
mit der Lauffläche
E der Erfindung bei Geradausfahrt besser sind als diejenigen der
Vergleichsreifen.