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DE60012182T2 - Abriebbeständige heisshärtbare druckfarbe für lithographie - Google Patents

Abriebbeständige heisshärtbare druckfarbe für lithographie Download PDF

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DE60012182T2
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Walter Glesias
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Sun Chemical Corp
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Dainippon Ink and Chemicals Co Ltd
Sun Chemical Corp
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Description

  • Diese Erfindung betrifft lithographische Heatset-Druckfarbenzusammensetzungen mit guter Abriebfestigkeit.
  • Druckfarben mit guter Abriebfestigkeit sind der Fachwelt bekannt. Solche Druckfarben enthalten in der Regel verschiedenartige Wachse und zeichnen sich durch verbesserte Kratzfestigkeit sowie bessere Gleit- und Wasserabstoßungseigenschaften aus. Wachs einer kontrollierten feinen Partikelgröße kann zusammen mit Pigmenten in den Batch gemischt oder gemahlen werden oder wird beim letzten Mischvorgang eingearbeitet. Alternativ kann das Wachs durch Dispersion oder Einschmelzen in Firnisse und/oder Lösungsmittel in ein "Wachsmedium" eingemischt werden, das dann zur Druckfarbe gegeben wird.
  • Es ist im Allgemeinen gut bekannt, dass die durch ein individuelles Wachs übertragene Abriebfestigkeit sowohl von der Partikelgröße und Härte als auch von der Schmelztemperatur des jeweils verwendeten Wachses abhängt. Allerdings entstehen durch die Zugabe von Wachs zur Lösung des Abriebproblems neue Probleme. Zunächst einmal kann auf einer Skala von 100, was einer Druckfarbe entspricht, die sich überhaupt nicht abreiben lässt, durch die Zugabe von Wachs zur Druckfarbe maximal nur eine Abriebfestigkeit von ungefähr 60 erreicht werden. Zweitens können sich auf Grund der durch die konstante Reibung unter Druck übertragenen Wärme und Bewegungskräfte Druckfarbenfilmteilchen zusammenballen und eigentlich unbedruckt zu lassende Stellen einfärben. Außerdem entstehen beim Versuch, die Abriebfestigkeit durch einen höheren Wachsanteil zu verbessern, nur weitere Probleme in Bezug auf die Glanz- und Härteeigenschaften. Der Glanz einer Druckfarbe wird fast immer durch die Zugabe von Wachs zur Druckfarbe verringert. Entsprechend muss immer ein Kompromiss zwischen dem gewünschten Glanz und der gewünschten Abriebfestigkeit eingegangen werden. Schließlich ermöglichen Wachse bei Druckfarbenformulierungen für den Zeitungsdruck nur eine minimale Verbesserung der Abriebfestigkeit.
  • Am populärsten in der Druckfarbenbranche sind synthetische Wachse wie Polyethylen- und Polytetrafluorethylen-Wachse. Solche Wachse werden gewöhnlich in Form von "abriebfesten" oder "Gleit"-Medien zugesetzt; dabei handelt es sich um feine Dispersionen des Wachses in den Lösungsmitteln, Ölen und Harzen der bestimmten An von Druckfarbenformulierung, der sie zugemischt werden sollen. Aus Polytetrafluorethylenpulvern hergestellte Wachse eignen sich für alle Arten von Druckfarben, sind aber besonders ideal für Heatset-Druckfarben, bei denen die Temperatur der Trockenapparatur kein Erweichen oder Schmelzen des Wachses hervorruft. Wachse auf Polytetrafluorethylenbasis können auch in fertige Druckfarben eingerührt werden, um deren Abrieb- und Kratzfestigkeit zu verbessern. Nichtsdestoweniger wird durch diese Strategien das Problem noch nicht vollständig eliminiert, insbesondere was den Umschlagseitenabrieb bei Illustrierten während ihres Transports angeht.
  • Eine weitere bisher in der Branche übliche Methode, den eventuellen Abrieb beim Transport zu vermeiden, ist die Anwendung von unlöslichen Harzen bzw. die Nutzung der auf oxidierbaren Harzen, trocknenden Ölen und metallischen Trockenmitteln beruhenden oxidativen Chemie.
  • Mit Heatset-Druckfarben auf der Basis von kommerziell erhältlichen, lösungsmittellöslichen, lithographischen Harzen konnte das Abriebproblem, insbesondere beim Drucken auf stark ölabsorbierendem Papier, nicht eliminiert werden. Zur Lösung des Problems wird mit Hilfe von Oxidationsreaktionen versucht, das Harz ausreichend stark zu polymerisieren, dass der Farbfilm nicht 24 bis 48 Stunden nach der Heißtrocknung wegen der im bedruckten Substrat eingeschlossenen Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel wieder aufweicht.
  • Ein Problem bei den mittels oxidativer Heatset-Chemie hergestellten Druckfarben ist die Hautbildung. Hautbildung tritt z. B. auf, wenn die Druckfarbe in Transportbehälter gegeben und zur Druckerpresse gepumpt wird. Dann bildet sich in den Transportbehältern bzw. in den zur Druckerpresse führenden Pumpleitungen eine Schicht bzw. ein Farbfilm aus.
  • Eine weitere Möglichkeit, das Abriebproblem zu lösen, besteht in der Verwendung von radikalisch polymerisierten Druckfarbenharzen, die zusammen mit UV/EB (electron beam)-Druckfarben verwendet werden können. Solche Druckfarben enthalten keine flüchtigen Lösungsmittel und bei ihrer Aushärtung wird ein hochmolekularer Vernetzungsgrad erzielt. Allerdings ist die Verwendung von härtbaren Druckfarben kostspielig und wird daher nicht oft praktiziert.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft lithographische Heatset-Druckfarbenzusammensetzungen, die ein in einem aliphatischen Alkohol mit wenigstens 12 Kohlenstoffatomen aufgelöstes und mit einer Polyepoxidverbindung quervernetztes Harz enthalten, ausgezeichnete abriebresistente Eigenschaften besitzen und mit der die oben genannten Probleme vermieden werden können.
  • Es hat sich jetzt herausgestellt, dass die Aufgabe der Erfindung durch Quervernetzung eines Harzes mit einer Polyepoxidverbindung und Auflösung des quervernetzten Harzes in einem aliphatischen Alkohol mit wenigstens 12 Kohlenstoffatomen gelöst werden kann.
  • Das erfindungsgemäße Harz umfasst vorzugsweise einen Polyester, der das Reaktionsprodukt der folgenden vier Komponenten ist: a) einem Polyol, b) einer einbasischen aliphatischen Carbonsäure, c) einer Harzsäure oder modifizierten Harzsäure und d) einer Polycarbonsäure und/oder dem entsprechenden Anhydrid.
  • Die am besten geeigneten Polyole zur Herstellung der erfindungsgemäßen Polyester sind Triole. Beispiele schließen Trimethylolethan, Trimethylolpropan, Glycerin und Hexantriol ein, sind aber nicht darauf beschränkt.
  • Als einbasische aliphatische Carbonsäuren eignen sich am besten solche mit 8 bis 20 Kohlenstoffatomen wie z. B. Stearinsäure, Laurinsäure, Palmitinsäure, Ölsäure und raffinierte Tallölfettsäuren.
  • Das Kollophonium bzw. modifizierte Kollophonium kann ausgewählt werden aus Tallölharz, Holzharz, hydriertem Kollophonium, dehydriertem Kollophonium und dergleichen.
  • Die Polycarbonsäuren bzw. Anhydride (d) schließen Phthalsäureanhydrid, Trimellitsäureanhydrid, Tetrahydrophthalsäureanhydrid, Maleinsäureanhydrid, Isophthalsäure, Fumarsäure, Gemische daraus und dergleichen ein.
  • Die erfindungsgemäßen Polyester werden in der Regel in einem zweistufigen Prozess hergestellt, bei dem im ersten Schritt das Polyol, die einbasische aliphatische Carbonsäure und das Kollophonium bzw. modifizierte Kollophonium bei Temperaturen von ungefähr 250 °C bis 290 °C und bevorzugt zwischen ungefähr 260 °C und 280 °C umgesetzt werden, bis eine Säurezahl zwischen ungefähr 1 und 10 erreicht ist. Im zweiten Schritt wird dann die Polycarbonsäure bzw. das Anhydrid zugegeben und die Reaktion bei Temperaturen von ungefähr 150 °C bis 220 °C und bevorzugt zwischen ungefähr 170 °C und 200 °C fortgesetzt; bis eine Säurezahl zwischen ungefähr 20 und 90, bevorzugt aber zwischen 20 und 50 erreicht ist. Im Endeffekt werden also alle einbasischen aliphatischen Carbonsäuregruppen und die meisten der Harzcarbonsäuregruppen bei ungefähr 250 °C bis 290 °C umgesetzt und die aromatischen Carbonsäuregruppen bei 150 °C bis 210 °C als Seitenketten hinzugefügt. In der Regel werden nach dieser Synthesemethode hergestellte Polyester schließen Phenol- und Maleinsäure-modifizierte Kollophoniumester hergestellt.
  • Die erfindungsgemäßen Druckfarben und Drucklacke werden durch "Aufpfropfen" eines Polyepoxids auf z. B. in Phenol- oder Maleinsäure-modifizierten Kollophoniumesterharzen vorhandene Carboxylgruppen hergestellt. Das Zahlenmittel des Molekulargewichts für die Maleinsäure- oder Phenolharze liegt in der Regel zwischen 1500 und 3000. Das Polyepoxid ist vorzugsweise ein Diepoxid, bevorzugter ein aromatisches oder cycloaliphatisches Diepoxid, am meisten bevorzugt Bisphenol-A-Diepoxid. Das Molekulargewicht des Polyepoxids kann bis zu 560 Da betragen und liegt bevorzugt bei 100 und 500 Da und noch mehr bevorzugt bei 300 und 500 Da.
  • Durch Aufpfropfen des Polyepoxids auf das Druckfarbenharz erhält man ein unlösliches Polymeröl, welches im Vergleich zum Stand der Technik sowie im Vergleich mit kommerziell erhältlichen, beim Offset-Druck eingesetzten Harzen auf Kollophoniumbasis, die Squalen (Hautöl)-Resistenz erhöht und die Lösungsmittelfreisetzung erleichert, was wiederum die Heatset-Trocknung verbessert.
  • Da die erfindungsgemäßen, quervernetzten Harze verhältnismäßig schwer löslich sind, werden sie durch Anwesenheit eines aliphatischen Alkohols mit wenigstens 12 Kohlenstoffatomen, bevorzugt aber 12 bis 24 Kohlenstoffatomen, und noch mehr bevorzugt 12 bis 13 Kohlenstoffatomen, wie z. B. Neodol 23 (Shell Oil Co.), in Lösung gehalten. Außerdem wird, um die für den lithographischen Hochgeschwindigkeitsrollendruck benötigte Druckwalzenstabilität zu erzielen, bevorzugt ein hochsiedender Erdöldestillat-Firnisverdünner, wie z. B. Magie 500 (Magie Bros.), zugesetzt.
  • Der aliphatische Alkohol dient dazu, das Harz im Kohlenwasserstofflösungsmittel in Lösung zu halten, wobei letzteres z. B. ausgewählt werden kann aus Magie 500 und Magie 470. (Die Kohlenwasserstofflösungsmittel können von der Magie Brothers Oil Company, 9101 Fullerton Ave., Franklin Park, Illinois bezogen werden.) Mit anderen Worten dient der aliphatische Alkohol dazu, das Harz im Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel löslich zu machen. Wenn während des Heißtrocknungsprozesses die Lösungsgrenze durch Verdampfen eines Teils des Alkohols und Adsorption im Papier erreicht wird, fällt das Harz aus der Lösung aus und ergibt einen Farbfilm, der sich trocken anfühlt. Je mehr Alkohol verdampft, desto trockener wird die Druckfarbe. Die richtige Alkoholmenge ist die, bei der die Druckfarbe durch die Druckwalzen der Druckerpresse auf das Papier übertragen werden kann, ohne dass die Druckfarbe während des Druckvorgangs eintrocknet.
  • Die erfindungsgemäße Druckfarbe enthält zusätzlich noch ein Farbmittel. Das Farbmittel kann eines von vielen konventionellen organischen oder anorganischen Pigmenten sein, z. B. Molybdatorange, Titanweiß, Phthalocyaninblau und Ruß. Die Farbmittelmenge kann zwischen ungefähr 5 und 30 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung schwanken. In Formulierungen auf der Basis dieser Harze können bekannte Modifizierer eingebracht werden, einschließlich Weichmacher, Benetzungsmittel für das Farbmittel, Verlaufmittel wie Lanolin, Paraffinwachse und natürliche Wachse, Gleitmittel wie niedermolekulare Polyethylene und mikrokristalline Erdölwachse und dergleichen. Solche Modifizierer werden in der Regel in Mengen von bis zu ungefähr 3 Gew.-%, bevorzugt aber ungefähr 1%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Formulierung, eingesetzt. Andere, üblicherweise in Druckfarben und Beschichtungen zur Modifizierung von Adhäsion, Zähigkeit und anderen Schlüsseleigenschaften zum Einsatz kommende Komponenten können ebenfalls verwendet werden.
  • Die erfindungsgemäßen lithographischen Druckfarbenzusammensetzungen können auf jede beliebige und zweckdienliche An und Weise, wie z. B. in einer Dreiwalzenmühle, in einem Misch- und Filtrierverfahren oder dergleichen nach bekannten Dispersionsmethoden hergestellt werden. Außerdem können die erfindungsgemäßen Druckfarben auf jede bekannte und zweckdienliche An und Weise auf das Substrat aufgetragen werden. Als zu bedruckendes Substrat wird Papier bevorzugt.
  • Die Erfindung wird anhand der folgenden spezifischen Beispiele näher erläutert. Dabei versteht es sich, dass die Erfindung nicht auf die darin enthaltenden Einzelheiten beschränkt ist, und dass Änderungen daran vorgenommen werden können, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Wenn nicht anders vermerkt, sind die Temperaturen in Grad Celsius angegeben und die Prozentangaben Gewichtsprozent.
  • Beispiel 1
  • (Lackherstellung)
  • Ein modifiziertes Phenolharz (Filtrez 694, erhältlich von AKZO NOBEL). Der Lack hatte eine Säurezahl von 22; einen Erweichungspunkt von 170 °C und ist bei einer Konzentration von 50% in Magie-47-Öl unlöslich sowie bei einer Konzentration von 33% in alkaliraffiniertem Leinsamenöl unlöslich. Die Formulierung war wie folgt:
  • Lack 1
    Figure 00060001
  • Zur Herstellung des Lacks werden die Komponenten a, b und c auf eine Temperatur von 170 °C erhitzt und unter Stickstoff-Atmosphäre vermischt, bis alle Komponenten in Lösung gegangen sind. Dann werden langsam die separat vorgemischten Komponenten d und e hinzugegeben und das Rühren noch ungefähr 2 Stunden lang fortgesetzt, bis die gewünschten rheologischen Eigenschaften erzielt worden sind.
  • Beispiel 2
  • (Lackherstellung)
  • Das Filtrez 694 von Beispiel 1 wurde zwecks Quervernetzung mit Bisphenol-A-Epoxid modifiziert. Die Formulierung war wie folgt:
  • Lack 2
    Figure 00060002
  • Zum Aufpfropfen des Epoxids auf das Harz wurden Komponenten a, b, c und d auf eine Temperatur von 195 °C erhitzt und unter einer Stickstoff-Atmosphäre 4 bis 6 Stunden vermischt. Nachdem die Säurezahl auf einen stabilen Wert gesenkt worden war, wurde der Lack auf 170 °C bis 180 °C abgekühlt. Dann wurde Komponente e zugesetzt, um Kompatibilität zu erreichen und unter Rühren die gewünschte Viskosität eingestellt.
  • Beispiel 3
  • (Lackherstellung)
  • Ein Maleinsäureharz für Beschichtungsanwendungen (Filtrez 330, erhältlich von AKZO NOBEL) mit der Säurezahl 30 und einem Erweichungspunkt von 140 °C, das bei einer Konzentration von 50% in Magie-47-Öl unlöslich ist und bei einer Konzentration von 33% in alkaliraffiniertem Leinsamenöl teilweise löslich ist, wurde zur Quervernetzung mit Bisphenol-A-Diepoxid modifiziert. Bei Filtrez 330 handelt es sich nicht um ein lithographisches Harz, aber durch Aufpfropfen eines Epoxids wird die Säurezahl soweit erniedrigt, dass es sich für lithographische Anwendungen eignet. Die Formulierung war wie folgt:
  • Lack 3
    Figure 00070001
  • Zum Aufpfropfen des Epoxids auf das Harz wurden Komponenten a, b, c und d bei einer Temperatur von 240 °C unter Stickstoff zusammengegeben und 4 bis 6 Stunden lang gerührt. Nachdem die Säurezahl auf einen stabilen Wert gesenkt worden war, wurde der Lack auf 170 °C bis 180 °C abgekühlt, Komponente e zugegeben, um Kompatibilität zu erreichen und das Gemisch zur Viskositätseinstellung gerührt. Anschließend wurde Komponente f hinzugegeben und der Lack noch ungefähr zwei weitere Stunden bei einer Temperatur von 170 °C bis 180 °C gehalten, um dem Aluminium-Geliermittel Zeit zum Reagieren zu geben.
  • Beispiel 4
  • (Druckfarbenherstellung)
  • Es wurden Cyanfarben mit den folgenden Formulierungen hergestellt. Die Mengenangaben sind in Gew.-%.
  • Figure 00080001
  • Für alle Formulierung wurden die jeweiligen Komponenten in einen Mischbottich eingewogen. Der Bottich wurde unter einen Cowles-Dispergierer (Sägezahnrührblatt) gestellt und mit hoher Geschwindigkeit bis zur Homogenität durchgerührt. Die Mischtemperatur wurde unter 140 °F gehalten. Zügigkeit und Viskosität der Druckfarbe wurden eingestellt. Die vier Druckfarben wurden im Vergleich mit Versatuf Blue (ein kommerziell erhältlicher Lack von Sun Chemical, Fort Lee, New Jersey) auf ihre Abriebfestigkeit untersucht. Versatuf hat sich bezüglich seiner Abriebfestigkeit als problematisch erwiesen, weil die Druckfarbe auf damit bedruckten Illustrierten-Umschlagseiten beim Transport wieder weich wird.
  • Nach der Auftragung und Aushärtung wurden die Druckfarben mit dem Sutherland-Abriebtest auf ihre Abriebfestigkeit untersucht. Mit diesem Test, bei dem eine beschwerte Testprobe um einen Bogenabschnitt von 2,25 Zoll über eine Standardrezeptoroberfläche bewegt wird, kann die Abriebfestigkeit eines gedruckten Films abgeschätzt werden. Ein mitgeliefertes Zweipfundgewicht liefert einen Kontaktdruck von einem halben psi, während ein Vierpfundgewicht einen Kontaktdruck von 1 psi ausübt. Die Abriebfestigkeit eines Druckfilms wird durch Vergleich der Farbabriebintensität auf der Rezeptoroberfläche und des Ausmaßes der Markierung auf dem Druckfilm mit dem eines Standards bestimmt. Mit jeder Testreihe wird eine Standardprobe gemessen, um Schwankungen bei den Tagesbedingungen zu berücksichtigen und Reproduzierbarkeit sicher zu stellen.
  • Mit den fünf oben beschriebenen Druckfarbenformulierungen wurde ein Sutherland-Abriebtest mit einem Vierpfundgewicht mit und ohne 24-stündige Lösungsmitteleinweichung durchgeführt. Die visuellen Ergebnisse des Sutherland-Abriebtests wurden unter Verwendung eines UMAX-Gemini-G16-Scanners, erhältlich von UMAX, Industrial Park, Hsinchu, Taiwan, mit einer Auflösung von 300 dpi digitalisiert. Diese Digitalisierung wird durch folgende Gleichung repräsentiert: % Durchscheinen=(S/I+S) × 100%wobei I die Anzahl der Druckfarbenpixel und S die Anzahl der Substratpixel repräsentiert.
  • Die prozentualen Durchscheinwerte für die an einem mit verschiedenen Druckfarben bedruckten Papiersubstrat durchgeführten Abriebtests sind in Tabelle 1 wiedergegeben. Die bedruckte Oberfläche und die Papieroberfläche wurden mit Magie 500 eingeweicht. Die Abriebtests wurden 24 Stunden nach dem Trocknen der Druckfarbe durchgeführt. Wie aus den Ergebnissen abzulesen ist, zeigten die erfindungsgemäß formulierten Druckfarben 3 und 4 wesentlich weniger Durchscheinen als die auf der Basis eines kommerziellen Harzes nach oxidativem Verfahren hergestellte Druckfarbe.
  • Tabelle 1
    Figure 00090001
  • Die Durchschein-Ergebnisse des an einem mit verschiedenen Druckfarben bedruckten Papiersubstrats 1 Stunde nach dem Trocknen der Druckfarbe durchgeführten Abriebtests, nachdem vorher die Rückseite des Drucks 24-Stunden mit Magie 500 eingeweicht worden war, sind in Tabelle 2 zu sehen.
  • Tabelle 2
    Figure 00100001
  • Die erfindungsgemäßen Druckfarben wurden außerdem auf Squalen-Resistenz untersucht. Kurz gesagt wurden bei diesem Test die 5 Druckfarben mit einer Dichte von 2,15 – 2,20 auf 80 # Velvo-Papier gedruckt und bei 300 °F getrocknet. Nach 5 Stunden wird in 6 verschiedenen Bereichen ein Tropfen Squalen auf die bedruckte Oberfläche gesetzt. Das Squalen wird dann mit einem Multigraphics Maxi-Wipe (erhältlich von JM Graphics, Linden, New Jersey) mit einer 5-fachen Hin- und Herbewegung abgewischt. Der Test wird 60 Minuten lang in 10-Minuten-Intervallen durchgeführt. Die Farbdichte wird dann nochmals in den Bereichen gemessen, von denen das Squalen abgewischt worden ist. Die nach einem solchen Verfahren erhaltene Farbdichte ist für die verschiedenen Druckfarben in Tabelle 3 zu sehen.
  • Tabelle 3
    Figure 00100002
  • Wie die obigen Daten zeigen, konnte durch die Epoxy-Aufpfropfmethode die Druckfarbendichte im Vergleich zur Dichte einer auf der Basis eines kommerziellen Harzes nach oxidativem Verfahren hergestellten Druckfarbe verbessert werden.
  • Die Erfindung ist zwar anhand von bevorzugten Ausführungsformen beschrieben worden, hat aber, wie von Fachleuten unschwer erkennbar, einen breiteren Anwendungsbereich. Der Anwendungsbereich der Erfindung wird nur durch die folgenden Ansprüche begrenzt.

Claims (10)

  1. Heatset Lithographie-Druckfarbenzusammensetzung, enthaltend ein mit einer Polyepoxidverbindung vernetztes Harz und einen aliphatischen Alkohol.
  2. Druckfarbenzusammensetzung gemäß Anspruch 1, wobei die Polyepoxidverbindung ein Diepoxid ist.
  3. Druckfarbenzusammensetzung gemäß Anspruch 2, wobei das Diepoxid ein cycloaliphatisches oder aromatisches Diepoxid ist.
  4. Druckfarbenzusammensetzung gemäß Anspruch 3, wobei das aromatische Diepoxid Bisphenol-A-Diepoxid ist.
  5. Druckfarbenzusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Polyepoxid ein Molekulargewicht von bis zu 560 Da aufweist.
  6. Druckfarbenzusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der aliphatische Alkohol 12 bis 24 Kohlenstoffatome aufweist.
  7. Druckfarbenzusammensetzung gemäß Anspruch 6, wobei der aliphatische Alkohol 12 Kohlenstoffatome aufweist.
  8. Druckfarbenzusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das Harz ausgewählt wird aus Maleinsäure- und Phenol-modifizierten Kolophoniumestern.
  9. Druckfarbenzusammensetzung gemäß Anspruch 8, wobei das Harz ein Maleinsäuremodifizierter Kolophoniumester ist.
  10. Verwendung eines mit einer Polyepoxyverbindung vernetzten Harzes zur Verbesserung der Abriebfestigkeit einer Heatset Lithographie-Druckfarbenzusammensetzung gemäß Anspruch 1, wenn sie abgetrocknet ist.
DE60012182T 1999-06-23 2000-05-31 Abriebbeständige heisshärtbare druckfarbe für lithographie Expired - Fee Related DE60012182T2 (de)

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